Eine etwas andere Kürbisernte (The Adventurer)

Eine etwas andere Kürbisernte (The Adventurer)Eine etwas andere Kürbisernte (The Adventurer)

Der große weiße Wolf, der Kia Anfangs angeknurrt hatte, wich ihr nach kurzer Zeit nicht mehr von ihrer Seite. Anscheinend hatte er aber soviel Vertrauen zu ihr gewonnen, das er ihr auf die Straße folgte, wenn auch mit eingezogenem Schwanz. Die anderen in der Gruppe wollten sich noch einige Straßenkämpfe ansehen, sie mussten nicht weit suchen, denn in unmittelbarerer Nähe fanden Kämpfe statt. Ein Buchermacher stieß beinah mit Kia zusammen und war recht aufgebracht. Was war passiert? Doch bevor Kia dem Buchmacher nachsetzen konnte bzw. überhaupt reagieren konnte, erklang hinter der Gruppe eine Stimme die ihnen sehr bekannt vorkam. Es war niemand anderes als der verrückte Kuriosiätenhändler, den sie vor einem Tag begegenet waren.

Kichernd fragte er sie ob sie Interesse hätten eine Kuriosität zu sehen. Er setzte gleich fort es ginge dabei lediglich darum einen Kürbis zu ernten, er selber sei zu schwach und würde es nicht selber schaffen. Shay war sofort Feuer und Flamme und willigte ein, schneller als noch Felicia ihr etwas entgegen setzen konnte bzw. sie davon abbringen konnte. Der Mann rieb sich die Hände und kicherte in sich hinein. Was würden sie nun erleben, dieser komische Typ hatten sie schon mehrfach in Probleme verwickelt, nach längerem grübeln…waren sie es nicht vielleicht gar selber… die Gedanken hatten sie kaum, denn nach einer Weile standen sie vor der Stadt an einem Feld auf dem ein großes Wesen lang ging. Was war das? Der Kuriositätenhändler hatte sein Wort gehalten, dieses Wesen oder war es gar ein Pflanze stapfte auf sie zu und plötzlich aus heiterem Himmel wuchsen aus dem Boden Abbilder vor Ihnen. Einige blieben steh, andere wiederum schritten auf sie zu und griffen sie gar an. Es war keine Zeit mehr für eine Unterhaltung. Der Mönch rannte auf ein Abbild zu und verpasste es einen Schlaghagel der sich sehen lassen konnte. Felicia schnappte sich Schild und Schwert und hackte ebenfalls auf ein Abbild ein, das Shay sehr ähnlich sah. Ebenso taten es die anderen, da jedem Gruppenmitglied ein Abbild aus der Gruppe gegenüberstand, hatte also jeder erstmal mit sich zu tun. Das war ein fataler Fehler, denn plötzlich schossen waus dem Boden scharfe Ranken die nicht nur durch den ein oder anderen Fuß gingen. Was für ein Schmerz. Sie mussten sich beeilen. Der Mönch legte einen Zahn zu und zermastsche im wahrsten Sinne des Wortes den Schädel seines Gegenübers. Nachdem nach und nach die Abbilder entweder den Fäusten, den Bolzen, den Bissen des Wolfes, oder gar der Waffe von Felicia zum Opfer gefallen waren, standen sie endlich dem riesigem Kürbis gegenüber. Felicia, der Mönch und der Wolf waren die Ersten die ihn ereichten, aber nicht die Ersten die ihn angriffen. Bolzen von Kiara und Rudger flogen an ihnen vorbei, als sie ihre Waffen endlich zücken konnten um dem Monster zu zusetzen. Der Mönch erklomm das Pflanzenwesen an den Beinen, kletterete empor und drosch auf den Kürbis ein, dabei arbeitete er sich immer weiter nach oben zur Vogelscheuch und trieb den Stab in das Wesen. Nur schien es kaum Schaden davon zu nehmen. Felicia war das Glück auch nicht hold und so verfehlte sie die ersten Mal das Wesen. Es war einfach nicht ihr Tag heute. Kiara und Ihr neu gewonnener Begleiter der Wolf hatten da schon ein wenig mehr Glück, sie arbeiteten gut zusammen und sowohl die Pfeile als auch die Bisse des Wolfes fanden ihr Ziel. Plötzlich krachte der dornenbesetze Fangarm des Wesens auf Felicia und riss etliche Wunden bei ihr, danach quetschen auch noch die Ranken sie. Zugleich prasselten etliche Kürbiskerne auf Rudger, bevor wieder Ranken aus dem Boden in einem Umkreis von 60 Fuß empor schossen Shay als auch Rudger massiv verletzten. Der Kampf wog hin und her. Der Mönch schlug, trat und tobte wie ein Tornado durch den Kürbis. Fetzen von Kürbis flogen nur so durch die Gegend. Felicia fand immer besser in ihre Angriffe und setzt nun Ihrerseits dem Wesen zu, gestärkt durch Rudger und Shays Heilungen. Es dauerte nicht lange und nach einen weiteren Schlag von dem Wesen, den Kürbiskernen die durch die Gegend flogen, brach der Kürbis getroffen von etlichen Hieben und Schlägen, auf dem Feld zusammen. Der Kampf war gut ausgegangen, aber hatte Schwächen der Gruppe aufgezeigt.

Die Ausbeute konnte sich sehen lassen. Ein schwarzer Hut mit einem violetten Band, von der Vogelscheuche, nach längerem Suchen einen Ring mit einen rubinroten Stein drin und ein goldenes Amulett von dem Kürbis, mit dem Abbild eines Kürbises. Als Dank gab der Händler ein jeden einen Butel, aus dem man immer wieder Kürbisstücke ziehen konnte, mehr als so ein Beutel vermuten würde.

Kurze Zeit später waren sie wieder auf den Weg in die Stadt. Immerhin würde demnächst Sune am Horizont auftauchen und ein Treffen mit einem Zwergen, am Stadttor stand noch an.

Halloween Special (The Hard-Drinking)

spider_fightHalloween Special (The Hard-Drinking)

Nach etlichen Strapazen und Herausforderungen erreichten die Helden  schließlich das Ende des Sees und legten ans Ufer an. Die Abenteurer, begierig die Reise fortzuführen, wurden nun von Krazak über das weitere Vorgehen belehrt. Er warnt, dass eine große Siedlung der Dunkelelfen auf dem Weg liegt. Diese könne jedoch über einen wahrscheinlich sichereren Umweg an der Oberfläche Umgangen werden. Mit dem Wissen, dass man Dunkelelfen möglichst meiden sollte, entschließen sich die Helden kurzerhand, entlang eines Turmes an die Oberfläche emporzuklettern und dann dort ihre Reise weiterzuzführen.  Die schmale Treppe zwingt sie, eine Reihe zu bilden, mit Dontos an der Spitze, und ihren Aufstieg in die unabsehbare Weite zu beginnen. Nach einiger Zeit werden sogar die Lichter Dunkelelfenstadt erkennbar. Der ermüdende und ereignislose Aufstieg an den scheinbar unendlichen Treppen wird unterbrochen, als die Gruppe auf einen großen, seidenen Kokon stößt, der an der Decke befestigt ist. Bei näherer Untersuchung nehmen die Helden Lebenszeichen aus dem Kokon wahr und entscheiden sich, den Gefangenen aus ihm zu befreien. So machen sie Bekanntschaft mit dem Drachengeborenen Kleriker Medrasch, der sich bereitwillig der Gruppe anschließt. Krazak jedoch, sichtlich ungeduldig, schreitet weiter die Treppe hinauf und gerät außer Sichtweite. Nachdem sie schon auf der Treppe bedrohliche Geräusche wahrnehmen, befürchten die Helden schon das Schlimmste. Schließlich kommen sie auf der Suche nach Krazak an auf eine große, freistehende Plattform an und erblicken seine sein Zaberbuch auf dem Boden. In gefährlicher Höhe sind drei Menschengroße Kokons, eingespunnen in Spinnenseide, zu sehen. Kurz nachdem die die Helden den Raum betreten, werden sie von einer monströsen Spinne angegriffen. Sie läuft bedrohlich schnell auf die Gruppe zu, doch ein Zaber von Dontos zwingt sie, sich in die Dunkelheit zu verkriechen. In der Zwischenzeit machet sich die anderen auf, um die Opfer der Spinne aus  ihren seidenen Gefägnissen zu befreien. Während Evelyn mit ihrer Mage Hand einen Kokon zum schwingen bringt, trennt Erkumis‘ Spiritual Weapon ihn von der Decke, sodass er von Bernhard und Medrash aufgefangen wird. Sie befreien einen stark geschwächten, aber noch lebenden Krazak. Nachdem Erkumis ihn vom Gift der Spinne heilt, befreien sie mit dem gleichen Geschick den nächsten Gefangenen aus dem Kokon, einen Dunkelelfen. Als sie auch diesen wieder aufpäppeln, flüchtet er sofort zur Treppe Richtung Oberfläche. Der Gruppe erfährt eine fürchterliche Überraschung beim dritten Kokon, als 20 Spinnen aus ihm schwärmen, die aus den Überresten eines Halblings geschlüpft sind. Sie fallen über die Helden her, die ihr Bestes versuchen, sie abzuwehren. Ihnen gelingt es, viele Spinnen auszuschalten, jedoch nicht bevor Bernhard von einer vergiftet wird. Mittlerweile ist auch die Mutterspinne wieder bei vollem Bewusstsein und stürmt auf Bernhard zu. Evelyns Kältezaber verlangsamt sie, während Erkumis und Dontos‘ sie bekämpfen. Als Bernhard schingt seine Hellebarde auf sie Spinne, wird jedoch von Iher Seide im Gesicht geblendet. Durch besonderes Ungeschick schaffen es sowohl Bernhard als auch Erkumis, dass Ihre Waffen in dem Panzer der Spinne stecken bleiben, welche nun flieht. Erst als die Spinne ihren Aufstieg zur Decke über einen Vorsprung beginnt, lässt der mitgeschleifte Bernhard seine Hellebarde los. Dontos reisst die Seide mit samt seiner Gesichtsbehaarung von Bernhard los, der nun ein noch groteskeres Bild als sonst abgibt. Erkumis gelingt es, der fliehenden Spinne den Gnadenstoß zu verpassen. Sie fällt mitsamt Bernhards Hellebarde auf einen Vorsprung, der nun unter ihr wegbröckelt. Nur mit größter Mühe gelingt es Bernhard, seine Waffe zu retten, bevor sie mitsamt der Spinne in den Abgrund fällt.

Halloween Special (The Hard-Drinking)Nachdem die Helden sich gesammelt haben, setzen die Helden setzten ihren Weg unter Krazaks Führung fort. Nach einiger Zeit bemerken sie kleine Häufchen von Sand und merken, dass sie der Oberfläche sehr Nahe sind. Die Gruppe gelangt schließlich an ihr Ziel, als sie Auf eine Tür stoßen, die an die Oberfläche führt. Kurz nachdem Krazak hervorsteigt, fällt sein durchtrennter Kopf zurück in den Schacht. Die Abenteurer sind schockiert und machen mithilfe Dontos‘ Handspeigel einen Dullahan aus. In der Zwischenzeit eignet sich der Zwerg Erkumis die Ohrringe von Krazaks Schädel an.

Die Gruppe entschließt sich, dem kopflosen Reiter auszuweichen, indem sie eine Rast einlegen. Danach steigen sie zur Oberfläche hinauf und finden sich in einer nächtlichen Wüstenlandschaft wieder. In der Nähe machen sie eine Oase aus, an deren Ufern Zelte stehen. Bernhard beginnt, ein Grab für seinen verstorbenen Weggefährten Krazak auszuheben, wird jedoch unterbrochen, als der Dullahan auf seinem untoten Nachtmahr erscheint und auf die Gruppe zureitet. Die Angriffe der Helden scheinen ihn kaum zu verletzen und er landet einen Treffer mit seinem Schwert, der Bernhard beinahe enthauptet. Die Helden haben nur kurze Zeit sich zu sammeln, als der Reiter dreht und zu einem weiteren Schlag ausholt. Erkumis hebt sein Schild schützend vor sich, während Evelyn, Medrash und Dontos Zauber gegen den Dullahan sprechen. Berhards Versuch, den Nachtmahr zu erschlagen, schlägt furchtbar fehl und seine Hellebarde landet fest in Erkumis‘ Schild, sodass er ihn fallen lassen muss. Genau so ungeschickt stellt sich Berhard dabei an, seine Waffe wieder herauszuziehen und spaltet Erkumis‘ Schild, ein altes Familienerbstück. In der Zwischenzeit hat Evelyn es geschafft, dem Nachtmahr den Rest zu geben, sodass der Dullahan von seinem Reittier stürzt. Dieser ist davon doch unbeirrt und greift Bernhard an. Sie tauschen einige Attacken aus , bis schließlich die Helden es schaffen, den kopflosen Ritter niederzustrecken, bevor er seine gefählichen explodierenden Jack-O-Lantern benutzen kann. Seine Leiche zerfällt schnell, sodass vom Kampf keine Spuren mehr übrig bleiben. Nach diesen Strapazen entscheiden die Helden, sich auszuruhen und ihre Reise am nächsten Tag fortzusetzen.

Eine neue Hoffnung und ein neuer Feind (Cult of the Damned)

Wir schreiben den 21./22. Flammenleite 1382 auf dem Kontinent Kara-Tur in der Provinz Chin Tung

Eine neue Hoffnung und ein neuer Feind (Cult of the Damned)Eine neue Hoffnung und ein neuer Feind (Cult of the Damned)

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, kehrten Thimbré und Bran nochmal zu den Offizieren zurück, um weitere Erkundigungen über den Generalfeldmarschall und die Generäle, sowie einen vollständigen Lagebericht einzuholen. Der Generalfeldmarschall war wohl wie die normalen Soldaten rot-bräunlich gekleidet, Trug jedoch keine Rüstung, sondern nur einen Hanfu – eine Art Kimono. Er und die Generäle sind normalerweise in allen möglichen Ländern unterwegs um die Moral zu stärken, Grenzen zu sichern und das Land zu beschützen. Die Soldaten hätten die Generäle eigentlich nicht erwartet, sondern nur mit dem Generalfeldmarschall gerechnet. Die Lage sah schlecht aus. Das Schloss war derzeit vollständig von den Oni eingenommen und die Soldaten konnten den roten Zylinder gerade so mit den letzten Reserven verschließen. Der Westteil, der zum größten Teil vom Gefängnistrakt und zum Teil durch den Handwerkerdistrikt beherrscht wurde, wurde ebenfalls von den Oni angegriffen. Nach schweren Kämpfen haben sich die Soldaten von dort zurückgezogen, mussten einige aber zurücklassen. Vielleicht sind noch einige Kämpfer versteckt und vielleicht wehren sich noch einige bis zum letzten Atemzug. Der Ostflügel war überrannt worden und die Soldaten hatten Furcht vor einem Zweifrontenkampf, doch zum Glück sind die Generäle aufgetaucht, was bedeutet, dass der Ostteil wohl wieder sicher ist. Den Bereich zu der Höhle, in der die Gruppe Lond getroffen hatten, hatte einer der Soldaten mit einer Barriere versperrt. Außerdem hatten sie die Barrikade als Schutz vor den Oni aus dem Westflügel und auch vor dem Schloss errichtet und nur einen ein Mann breiten Spalt gelassen, der mit einem Karren versperrt werden konnte. Amara befragte die Soldaten noch zu einigen Namen, die sie aus den gefundenen Zetteln hatte, konnte aber keine wirklichen Infos gewinnen.

Thimbré und Bran entschieden sich hinter die Barrikade zu gehen und zu spähen, ob etwas in dem abgesenkten Waldgebiet und der Höhle dahinter war, in der Bran zur Gruppe gestoßen und der Dämon Lond besiegt worden war. Hinter der Barrikade war der Lagerhof, auf dem verschiedene Handelswaren verstreut lagen und dessen Boden mit Blut übersät war. Überall waren Leichen und Körperteile verstreut. Hinter der Ecke konnte man auch menschliche Schreie hören, sowie ein rhythmisches Schlagen von Metall auf Stein, das alle paar Sekunden auftrat. Bran spähte um die Ecke und sah einen großen Strohhaufen, der lichterloh brannte. Von diesem Punkt waren alle Handelswaren weggeschleudert worden. Auf dem Haufen befand sich ein Wendespieß, auf dem ein menschlicher Körper geröstet wurde. An der linken Mauer lag ein Mann, dessen untere Körperhälfte fehlte und der sich die Eingeweide hielt. Links und rechts vom Feuer standen zwei riesige, etwa 6 bis 7 m große Dämonen, die Sturmriesen ähnelten, jedoch eine grünlich-orangene Haut besaßen, die verdorrt schien. Außerdem hatten sie Holzplanken an Schienbeinen, Armen und Brust ins Fleisch genagelt und sie hielten Schwerter, die größer waren, als Menschen. Mit diesen zerteilten sie auch einzelne Soldaten auf dem Boden, die noch herumkrochen, wobei sie relativ träge wirkten. Hinter ihnen stampfte eine gargoyleähnliche Kreatur auf dem Boden herum, während eine weitere mit den wespenähnlichen Viechern durch die Luft flog. Thimbré und Bran gingen zu den anderen zurück und erstatteten Bericht. Die Gruppe machte sich einen Plan, wie man am besten gegen die Dämonen vorgehen konnte. Jorax, zuvor durch einen Zauber von Bran in seiner Geschicklichkeit verbessert, und Amara schlichen zum Lagerhof und präparierten dort Fässer, indem sie sie mit hochprozentigem Alkohol füllten und zum Schluss Krähenfüße ausstreuten. Da sie sehr vorsichtig vorgehen und immer wieder versteckt ausharren mussten, dauerte dies sehr lange. Der Rest bereitete sich jeder auf seine Weise auf den bevorstehenden Kampf vor. Bran betete zum Beispiel zu Mielikki, wurde aber von ihr nicht erhört. Stattdessen nahm er eine uralte, sehr weise und gute Präsenz war, die aus der Richtung im Westen beim Strohhaufen kam (wo Jorax derzeit mit Amara die Fässer vorbereitete). Dazu nahm er Rauchschwaden wahr, die sich nach ihm ausstreckten und sich dabei gut anfühlten. Bran bemerkte auch, dass er anscheinend nicht mehr seine Rüstung und Kleidung trug, sondern etwas, das sich eher nach Stoff anfühlte und dazu eine Art Metallstab direkt vor der Brust gespannt. Das Bild verblasste nach der Mediation und seine Zauber wurden ihm trotzdem gewährt. Nicht sicher, was das genau zu bedeuten hatte, sagte Bran erst einmal nichts zu den anderen. Als Jorax und Amara gegen Mitternacht schließlich fertig waren und zurückkehrten, machten sich alle bereit und schlichen wieder zum Hof, wobei Drisinil Nym mit sich teleportierte und Bran sich dort in einen weißen Bären verwandelte, um im Kampf die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Alle stärkten sich zuvor auch noch durch Zauber. So zauberte Bran „Bärenstärke“ auf sich, Nym, Jorax und Vincent, sowie „Steinhaut“ und „Tierwachstum“ auf Nym und sich, was sie beide in riesige Bären verwandelte, deren Schulterhöhe fast 3m maß. Thimbré schützte sich mit einer „Magierrüstung“ und verlieh allen die Schlauheit eines Fuchses, während Drisinil Vincent eine katzenhafte Grazie verlieh und Jorax und Brans Widerstandsfähigkeit verbesserte.

So vorbereitet schlich sich Jorax an die gegenüberliegende Wand hinter ein Fass, während sich Amara hinter einem in der Mitte positionierte und Drisinil direkt bei einem an der Ecke, an der Bran zuvor die Kreaturen ausspähte.  Währenddessen bemerkten die Helden, dass von den Wespendämonen nichts zu sehen war. Jorax rollte als erster sein Fass, erst langsam, dann immer schneller, während Amara und Drisinil dem Beispiel sofort folgten. Thimbré zauberte eine Kugel der Dunkelheit zwischen Amaras und Jorax Fässern und dem Feuerplatz, während Bran kurz vor dem Grillplatz eine Feuerwand beschwor. Die Kreaturen schreckten auf und blickten in Richtung der Helden, während die Riesendämonen ihre Schwerter vom Boden aufnahmen. Die Fässer rollten durch die Feuerwand und 1-2 Augenblicke später explodierten sie, was den Strohhaufen überall verteilte und eine große Hitzewelle auslöste, die die Feuerwand kurz verformte und den Helden entgegenprallte. Einer der Riesendämonen und ein Gargoyle waren so nah an der Explosion, dass sie etwas davon abbekamen. Außerdem fing die Spur der Fässer ebenfalls Feuer. Die Riesendämonen und die Gargoyles gingen auf die Helden zu, wobei sie die Feuerwand durchschritten und durch diese Schaden nahmen. Das an den Riesen festgenagelte Holz brannte sogar und versenkte ihr Fleisch. Bran und Nym brachten sich derweil vor den Krähenfüßen in Position und Thimbré und Bran zauberten jeweils einen Überschlagsblitz, der sich zwischen den Riesen erstreckte und die Gargoyles mit erwischte, genauso, wie sie es im Keller des Schlosses einst bei den anderen Dämonen gemacht hatten. Diesmal hatten sie aber Glück und die Dämonen besaßen anscheinend keine Immunität gegen Elektrizität, wodurch die Gargoyles beide rauchend zu Boden gingen. Bran fiel auf, dass Thimbrés Blitz leicht grünlich leuchtete, woraus er schlussfolgerte, dass die grüne Kugel der Akuma-Bi wohl in seinen Zaubern Wirkung zeigte. Amara rannte vor, um mit ihren Handschuhen die Leuchtkugeln einzusammeln, jedoch geschah nichts. Daher ging sie leicht rückwärts und schoss dabei einen Pfeil auf einen der Riesendämonen ab, der ihn in der Brust traf. Während sich die Riesen den Krähenfüßen näherten, flogen auch die Wespendämonen vom Bereich hinter der Feuerwand zum Kampfgeschehen und schlossen sich ihnen an. Bran nutzte die Gelegenheit und wirkte einen „Flammenschlag“ auf den rechten Riesendämon und den bei ihm fliegenden Wespendämonen. Der Riese konnte zwar zum Teil ausweichen, sodass er nur einen Teil des Schlags abbekam, die Wespen verbrannten jedoch.  Thimbré wirkte unterdessen auf den Bereich mit den Krähenfüßen „Schmieren“, während Vincent vorging und mit seiner Armbrust Bolzen auf die Riesen schoss. Jorax rannte indessen los, turnte über die Fässer, bewegte sich in den Rücken eines der Riesen und griff ihn an, beide Hände und Füße in Brand gesteckt. Während Amara nochmal auf den Riesen feuerte, den Jorax attackierte, bewegten sich beide auf Drisinil und Bran zu, den Zwerg und die Geschosse, sowie auch die Krähenfüße ignorierend. Das war zu viel für Jorax und so tänzelte er durch die Krähenfüße, sprang in die Luft und versuchte den Riesendämon vor Drisinil mit einem Lufttritt aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dieser wirkte jedoch nicht, doch davon unbeirrt, ließ Jorax einen wahren Schlaghagel auf den Riesen los, der schließlich zusammenbrach. So war nur noch ein Riesendämon übrig und Thimbré wollte ihn mit einer seiner selbstgebauten Bomben erledigen. Er warf sie auf ihn, jedoch prallte sie vom Riesen ab, landete zwischen Drisinil und Nym und explodierte dort, wodurch sie zusammen mit dem Riesen Schaden nahmen. Der Riesendämon griff nun Bran an und schlug mit seinem mächtigen Schwert drei tiefe Wunden in Bran, dessen Steinhaut aber einen Teil des Schadens abfangen konnte. Er rächte sich, indem er mit seinen Pranken nach dem Riesen schlug. Der ersten konnte der Riese noch ausweichen, die zweite erwischte ihn aber und mit einem abschließenden Biss ging auch dieser Feind zu Boden. Bei keinem löste sich aber eine leuchtende Kugel.

Während Thimbré seine Krähenfüße wieder einsammelte, verloschen die Feuer und man konnte erkennen, dass vom Grillplatz, auf dem wohl mehrere Menschen gegrillt worden waren, nichts mehr übrig war. Die Gruppe bewegte sich schleichend weiter zum Abhang, von dem man in ein kleines Waldstück blicken konnte. Anders als bei der Begegnung mit Bran, führte eine Strickleiter die Klippe hinab. Am Boden war wegen der Dunkelheit nichts zu erkennen, man hörte aber lautes Gequieke, wie von Orks, nur deutlich tiefer. Außerdem versperrte anscheinend eine unsichtbare Barriere den Weg nach unten. War das die Barriere, von der die Soldaten erzählt hatten? Bran schickte alle etwas zurück, verwandelte sich in einen Fuchs und versteckte sich hinter der natürlichen Brüstung. Dann zauberte er ein Licht in die Tiefe um zu sehen, was dort im Dunkel war. Er konnte Gargoyledämonen erkennen. Und nicht nur ein paar. Es war eine ganze Armee. Wie in einem Armeisenhaufen krochen sie herum, schlugen einander zum Teil oder bissen sich. Wie sollte man so viele bekämpfen? Bran ging zurück, verwandelte sich wieder in einen Menschen und erzählte allen, was er gesehen hatte. Als die Gruppe zum Lager zurückkehrte (Nym ging über einen von Bran erschaffenen Luftweg über die Barrikade), freuten sich die Soldaten. Sie jubelten, dass wir noch einen General gefunden hätten und schauten dabei Thimré an. Er wurde dabei als „Dhyn“ angesprochen, der Name des 3. Akuma-Bi, genauso wie vorher Jorax als „Mylin“, der 5. Akuma-Bi, und Amara als „Ikro“, 2. Akuma-Bi. Warum war er vorher nicht als solcher erkannt worden. Stein und Rüstung besaß er ja schon. Waren sie vielleicht noch nicht aktiviert worden? Als er an sich herunterblickte, sah er sich in einer grünen Plattenrüstung. Der Rest konnte dies jedoch nicht sehen. Die Gruppe erzählte den Soldaten, was geschehen war und was sie gesehen hatten. Danach widmete sich jeder seinen Geschäften. Vincent redete, durch Thimbré unterstützt, noch mit den Soldaten über die Gargoyledämonen und den Westteil und erfuhr, dass fast der komplette Westteil wegen des Sees, der aus einer weit erhöhten Quelle gespeist wurde, auf Stelzen gebaut war. Das Meiste nahm der Gefängnistrakt ein und ein kleiner Teil der Handwerkstrakt. Thimbré identifizierte dann  den bei den Basilisken gefundenen Stirnreif als Stirnreif der Intelligenz und Bran heilte mit seinen verbliebenen Zaubern noch ein paar Soldaten, holte Proviant für die Soldaten aus dem Lagerhof, tobte und kraulte seinen Bären und fütterte ihn. Danach legte er sich mit ihm schlafen, so wie es auch jeder andere in der Gruppe nach und nach tat.

In der Nacht hatte Bran einen seltsamen Traum. War es überhaupt ein Traum? Es wirkte wie einer, solch einer, den man kontrollieren konnte. In diesem Traum hatte Bran seine normalen Sachen an und er spürte wieder die Präsenz, die er bei der Meditation schon spüren konnte. Vor seinem geistigen Auge erschien eine Büchse, die dauerhaft leichten Rauch ausstieß, aus dem sich eine Art Hand bildete, die sich Bran entgegenstreckte. Bran versuchte ihr entgegen zu gehen, aber die Entfernung zur Hand – war es überhaupt eine Entfernung? – verringerte sich nicht, er kam nicht näher. Also reichte er stattdessen seine Hand hin. Daraufhin fiel er in einen traumlosen Schlaf, in dem er jedoch auf seine materialistische Hülle herabblickte, die in einem düsteren, leeren Raum zu sitzen schien. Es gab keinen Boden, keinen Horizont, keine Gegenstände, keine Wolken, keine Geräusche und auch keinen Wind, nur die Leere. Vor Brans Ich erschienen 5 gestaltlose Gesichter, von denen einer einen Helm trug, während der Körper von zwei anderen mit Metall bekleidet war. Ein weiterer trug viel Gewand mit einer rauchenden Dose als Schärpe, während das letzte Gesicht ein gestaltloses Gesicht blieb. Daraufhin sprachen die Gesichter:

„Du hast uns zusammengebracht. Der, der uns trägt, verrate uns seinen Namen.

Der, der uns seinen Namen verraten hat, kann uns zum Schutz nutzen.

Wir, die Akuma-Bi, werden keinen Angriff wagen.

Wir, die Akuma-Bi, glauben das Kraft zum Ausgleich dient.

Wir, die Akuma-Bi, leben im Wohlklang und Harmonie miteinander.

Gebrauche uns gut. Der, der uns seinen Namen verriet, kann eine zweite Haut erschaffen.

Fast sind wir komplett. Einer behält seinen Ort noch geheim.“

Dann verschwanden die Gesichter. Der Raum erhellte sich und Blumen, Gräser und Kirschbäume wuchsen in Windeseile. Es regnete und der Regen wurde von der bodenlosen Düsternis aufgefangen. Ein See bildete sich, um den drumherum Erde entstand. Über dem See, der von der prächtigen Vegetation eingeschlossen wurde, führte eine kleine Brücke, auf der Bran nun saß, eingehüllt in einen edlen und schönen, lavendelfarbenen Hanfu mit lilafarbenen, umkrempelten Ärmeln und einer quer über die Brust verlaufenden lilafarbenen Schärpe, die eine rauchende Büchse hielt. Als Bran erwachte und an sich herabblickte, sah er, dass er immer noch die gleichen Gewänder anhatte, wie im Traum.

Auch der Rest erwachte allmählich und sah Brans neue Bekleidung. Die Soldaten riefen: „Der Feldmarschall, der Feldmarschall“ und rannten auf Bran zu. Man konnte sehen, wie ihnen eine riesige Last von den Schultern fiel. Unter den Rufen „Wir sind gerettet“ kamen auch die Offiziere an und schauten Bran zuerst ungläubig an. Schließlich brüllte ein Offizier: „Offizier anwesend“, woraufhin sich alle auf ihr linkes Knie stützen. Der gleiche Offizier rief darauf: „Wir erwarten eure Befehle!“

Bran war mit der Situation zuerst überfordert. Wie genau war das geschehen? Und warum konnte er auf einmal Shu verstehen. Etwas Ähnliches mit solch einem Traum hatte er ja schon von Amara mit dem Handschuh gehört. Und nun sollte er einen Soldatentrupp anführen? Als oberster Befehlshaber der Armee? Bran konzentrierte sich und merkte, dass er eigentlich nicht mehr war. Er war nun die Präsenz. Er sah zwar immer noch so aus, wie vorher, abgesehen von der Kleidung und er hatte immer noch seine Erinnerungen, aber er war nun anders. Sich seiner Verantwortung bewusst gab Bran seine Befehle an die Soldaten: Wachen verstärken, wer es dringend nötig hat ausruhen, Vorräte, Waffen und Rüstungen aus dem Ostflügel holen. Zuerst sollten sich jedoch alle stärken. Dazu zauberte Drisinil ein Heldenmahl, ein riesiges Bankett mit den verschiedensten Gerichten und Getränken. Alle aßen sich satt und fühlten sich durch das Mahl gestärkt, furchtloser und motivierter denn je. Krankheiten u.ä. schienen auch zu vergehen. So verlor Vincent den Juckreiz, der ihn seit dem Augenkontakt mit den Wespenwesen verfolgte. Thimbré identifizierte währenddessen den roten, schmalen Schlüssel, den sie bei den Basilisken gefunden hatten. Anscheinend war es ein Teil eines ganzen Schlüssels. Die Gruppe legte ihre Schlüssel zusammen, die für die Türen im Ostflügel und die Türen im Schloss zu den Rüstungen der Akuma-Bi, die Bran dabeihatte, sowie den blauen Schlüssel aus dem Schloss und den grünen und den anderen schmalen, roten Schlüssel aus dem Schreibtisch vor dem Raum mit den Tugenden und deren Gegenteil. Die roten Schlüssel wurden nebeneinandergelegt, wodurch sich beide ganz leicht aufeinander zu bewegten, als würden sie sich anziehen. Bran legte den einen auf den anderen und sofort verschmolzen beide zu einem einzigen, roten Schlüssel. Doch wozu dient dieser? Hatte er etwas mit dem zu tun, was der Papagei gesagt hatte?

„Zeit, Zeit, rot wird offen, Zeit, Zeit“

„links aus, rechts aus, und aus, links“

Diesem Gebrabbel war nicht zu entnehmen, aber die Gruppe hatte Erfahrung mit wirr redenden Papageien und wusste um den Nutzen ihres Gebrabbels. Der Sinn würde sich ihnen noch erschließen.

Bran versuchte mehr über sich und seinen Zustand herauszufinden. Er konnte sich daran erinnern, tausend Schlachten geschlagen zu haben, an den Verlauf jeder einzelnen, sowie auch an die Gesichter und die Namen aller einzelnen Soldaten, die gefallen waren. Ein Segen und ein Fluch. Er konnte spüren, wo die anderen drei Generäle waren und dass der 4. irgendwo ganz in der Nähe war, aber nicht genau wo. Vielleicht konnten diese unglaublich detaillierten und umfangreichen Erinnerungen der Gruppe helfen. Sogleich bat Bran Amara nochmal alle Namen, nach denen sie die Soldaten gefragt hatte, aufzuzählen. Und er erinnerte sich an die Personen. Kolti war ein Soldat, der gern mal einen über den Durst getrunken hatte und deswegen oft Ärger bekam. Dagu war ein Offizier 3. Ranges einer Kompanie, die außergewöhnliche Regionen nach neuen Waffen und Verteidigungsmöglichkeiten durchsuchte. Koribrans war vor etlichen Jahrtausenden der Eine Dämon, der sich über alle anderen hinwegsetzen konnte und sogar einen Dämonenlord im Abyss herausforderte. Er wurde jedoch von diesem besiegt und verbannt, war aber anscheinen wieder da. Yilu war eine Händlerin, die mit zwei weiteren und einem Soldatentrupp in den Ostteil gegangen war, wo alle gestorben sind. Bran erinnerte sich an jeden einzelnen. Er suchte seine Erinnerungen weiter ab, wie das rauchende Rohr verwendet werden konnte und entdeckte, dass er es mit seinen Gedanken so oft er wollte aktivieren konnte, um den Rauch um eine Person zu sammeln und ihr eine „Steinhaut“ zu verleihen, die so lange hielt, bis sie verbraucht war. Man konnte dann nur ganz kleine, minimale Rauchschwaden um die Person herum sehen. Daraufhin machte sich Bran gleich ans Werk jeden einzelnen Soldaten, die Gruppe und die Tiergefährten durch den Rauch zu schützen. Dabei wurde er von den Soldaten auch mit „Sikin“ angesprochen, der Name des 1. Akuma-Bi. Nachdem er alle mit dem Rauch überzogen hatte, schlug er, abseits von allen anderen, der Gruppe vor, in sich zu gehen und zu versuchen, sich den Akuma-Bi mit ihren Namen vorzustellen, so wie er es im Traum gehört hatte.

Thimbré ging in sich, nannte seinen Namen und fragte nach Hilfe. Eine Stimme sagte aber wieder nur, dass sein Leben geschützt werden wird, wenn die Zeit reif ist. Jorax machte dasselbe, aber auf seine Art. Er stellte sich vor mit „Hallo, ich bin Jorax MC Dougal… , wer bist du?“. Daraufhin grüßte eine Stimme mit seinem vollständigen Namen zurück und antwortete, dass sie Mylin sei, 5. Generälin der Akuma-Bi. Jorax fragte, warum er hier sei und warum er ausgesucht worden sei, woraufhin ihm die Stimme mitteilte, dass er ausgewählt wurde, weil er den Helm aufnahm und dass nur er wissen könne, warum er hier ist. Daraufhin erzählte Jorax Mylin erst einmal die ganze Situation und wollte von ihr wissen, wo der letzte General sei. Mylin meinte nur, dass er sich zeigen würde, wenn alle Generäle, die obere Riege, zusammenkommt. Das verwirrte Jorax kurz, woraufhin er klarstellte, dass die anderen 4 schon zusammen waren. Wie kommt er und wo ist er? Mylin enthüllte, dass der letzte General im Handschuh sei und käme, wenn die Kraft der Generäle groß genug sei. Deswegen hatte Bran den letzten General ganz in der Nähe gespürt. Aber was heißt groß genug? Jorax fragte wann das sei und woran man es erkennen könne und Mylin erklärte, dass es passieren würde, kurz bevor es zu spät sei. Hääääh? Genau das dachte Jorax. Er bat Mylin um eine bessere Erklärung, aber es kam nur genau dieselbe. Zum Schluss erzählte er der Gruppe, was er von Mylin erzählt bekommen hatte. Schließlich probierte es auch Amara, erst beim Handschuh, dann bei der Rüstung und wieder beim Handschuh. Doch sie stieß nur auf Stille.

Um die Soldaten und die Gruppe weiter auf die bevorstehenden Kämpfe vorbereiten zu können, suchte Bran seine neuen Erinnerungen nach Informationen über die Onis ab. Er wusste, dass die Gargoyledämonen „Nabassu“ hießen und sehr niedere Dämonen waren, die gern aus dem Hinterhalt angriffen und nur minimal magisch begabt waren. Die Ausgewachsenen waren deutlich besser. Die Wespen hießen „Ekolid“ und waren ebenfalls sehr niedere Dämonen. Wer ihnen in die Augen sah und einen labilen Geist besaß, bekam eine Krankheit, die ihn phantasieren ließ, dass in und auf der Kleidung alles kreucht und fleucht. Außerdem konnten sie mit ihren Stichen Eier unter der Haut ablegen. Der Minotaur, der die grüne Kugel bewachte, war einmal ein Wächter der Akuma-Bi, der verdorben wurde. Die Bogenschützendämonen waren niedere Dämonen, die immer mit zwei Bögen aus der Entfernung angriffen und die Fleischklöpse, „Solamith“ genannt, waren ebenso niedere Dämonen, die sich entweder Fleischbrocken entrissen, um sie auf Feinde zu werden und ihnen dadurch zu schaden oder die gleich selbst explodierten, um alles mitzunehmen. Die Stacheldämonen, „Nashrou“ genannt, waren die aller niedrigsten Dämonen, die als Spielball anderer dienten. Alle Dämonen konnten durch „gute“ oder aus Kalteisen geschmiedete Waffen besonders gut verletzt werden, außer Solamithen, die „gute“ oder magische benötigten. Sie hatten auch unterschiedliche Resistenzen und Immunitäten und Bran berichtete alles der Gruppe und den Soldaten, damit sie die richtige Taktik wählen konnten. Die interessantesten waren jedoch die höheren Dämonen. Lond zählte nicht wirklich dazu. Er war ein Dienstbote, der Hoftrottel, der zum Spaß immer wieder belebt wurde. Und der Professor… zu ihm wusste Bran nichts. Nur dass es ihn gibt und dass er genauso einen legendären Status haben soll, wie Bran / die Präsenz von Bran selbst. Außerdem soll es noch einen Dämon oder eine Dämonin geben, der ein Infiltrator ist. Er ist Sikin aber noch nicht untergekommen. Sollte das Tuptin sein? Bran horchte innerlich auf. Was war mit dem Mädchen, das sie gefunden hatten. Wer ist sie? Ist sie der Infiltrator? Oder das Mädchen, von dem Sikrin selbst in seinem Brief geschrieben hat, das Mädchen, das ihnen geholfen hat? Das kann eigentlich nicht sein, da dieses Mädchen immer zur Hälfte im Kokon war. Bran hatte so einen Verdacht. Drisinil hatte bereits beim ersten Treffen auf magische Weise nach der Gesinnung des Mädchens geguckt und konnte nichts Verdächtiges feststellen. Auch die Fragen im Zirkel der Wahrheit wiesen nichts Ungewöhnliches auf, aber es wurde auch nur nach der Herkunft u.ä. gefragt, nicht ob das Mädchen ein Dämon sei. Die Gesinnung kann man verschleiern, wenn man weiß, wie. Seinem Gefühl folgend bat Bran Thimbré nach Magie zu suchen und das Mädchen zu betrachten.

Das Mädchen leuchtete in der magischen Sicht heller auf, als alle magischen Gegenstände der Gruppe, mit Ausnahme des rauchenden Rohrs von Bran, das Thimbré lieber nicht nochmal betrachtete. Er konnte feststellen, dass es sich um einen Verwandlungszauber handelte. Bran versuchte sogleich die Magie zu bannen, um zu sehen, wer das Mädchen wirklich war, konnte den starken Zauber aber nicht durchbrechen. Daraufhin lächelte das Mädchen Bran an, was ihm einen leichten Schauer über den Rücken jagte. Auf die Frage, warum sie lächelte, meinte das Mädchen nur, dass Bran lustig aussehe, da bei ihr nur Mädchen solche Kleidung tragen. In dieser Kultur tragen doch aber auch Männer Hanfu. Eine Lüge? Keiner konnte eine Lüge ausmachen. Nun nahm Jorax das Ganze in die Hand. Er schlenderte zum Mädchen rüber und bot ihr verschiedene Getränke aus seinem magischen Gefäß an. Eiswein, Starkbier und andere, aber das Mädchen fand alles eklig und fragte nur nach Milch. Jorax änderte die Taktik und sagte zum Mädchen: „Tja Infiltrator, du bist aufgeflogen“. Sie fragte daraufhin, was ein Infiltrator sei, aber Vincent erkannte, dass sie sehr wohl wusste, was ein Infiltrator ist und die vorgetäuschte Unwissenheit eine Lüge war. Er gab Jorax ein Zeichen, woraufhin dieser dem Mädchen mit der flachen Hand eine richtig stark latschen wollte. Das Mädchen wich jedoch aus… Jorax Schlag ging ins Leere. „Tja, damit ist meine Scharade wohl aufgeflogen“ meinte sie und lächelte dreckig. Vincent attackierte ebenfalls das Mädchen, doch auch ihm wich sie aus. Das verschaffte Jorax aber die Gelegenheit, einen Kinnhaken zu platzieren, der das Mädchen voll traf… und den sie einfach wegsteckte, ohne zu zucken. Das Mädchen fing an zu murmeln. Währenddessen rief Bran einen Blitz herbei, dem das Mädchen zum Teil ausweichen konnte, der sich aber auch vorher sowieso schon auflöste. Sie war anscheinend gegen Elektrizität immun. Drisinil attackierte das Mädchen ebenso, schlug aber daneben und Thimbré verlieh allen die Schlauheit eines Fuchses, um den kommenden Kampf vorzubereiten. Nur Amara machte nichts, da sie nicht einfach ein Kind angreifen wollte. Das Mädchen hörte schließlich auf zu murmeln, die Haut verformte sich und sie verwandelte sich in einen Sukkubus, der eine geisterhafte Erscheinung hatte und halb durchsichtig war. Außerdem schien sie dämonischer als andere, mit einer grün-orange-bläulichen Haut, Verformungen und kleineren Stacheln aus der Haut. Trotzdem war sie überragend schön, wie noch nichts anderes auf der Welt, das die Gruppe gesehen hatte. Sogar Jorax fand, dass sie eine Augenweide war, auch wenn der Bart fehlte. War das Tuptin oder ein anderer Sukkubus? Sie verbeugte sich, sagte: „War mir ein Vergnügen, bis zum nächsten Mal“ und verschwand mit einem Schnipsen.

Was hat sie gemacht? Das war die erste Frage, die der Gruppe durch den Kopf jagte. Jorax überprüfte, ob der Löwenschlüssel noch in der Tür steckte, was er auch tat. Bran schickte Nym los um der Fährte des Mädchens zu folgen und herauszufinden, wo sie überall war und ob sie der Gruppe gestern Nacht gefolgt und sie beim Kampf beobachtet hatte. Währenddessen suchte Amara nach Spuren. Nym ging erst zur Tür des Ostflügels, schnupperte, lief im Hof auf und ab, lief zur Barrikade, schnüffelte auch den ganzen Wagen ab und auch dort, wo der Wagen stehen würde, wenn man den Durchgang öffnen würde. Sogleich wurde die Barrikade auf Sabotage überprüft und tatsächlich wurde die Achse des Wagens manipuliert. Durch Gewalt wurde sie derart belastet, dass sie so angeknackst war, dass sie fast brach. Bran befahl den Offizieren noch nach ihren Karten und Aufzeichnungen zu sehen und zu schauen, ob etwas fehlte. Tatsächlich war der Plan über den Schlosstrakt weg, der Rest war vollständig und unbeschädigt. Er wirkte auch noch „Gift entdecken“ und untersuchte die Nahrung der Gruppe und der Soldaten und konnte erkennen, dass ein Teil des Proviants der Soldaten vergiftet worden war. Alle Soldaten sollten berichten, was sie beobachten konnten, was das Mädchen gemacht hatte. Sie erzählten, dass sie, kurz nachdem die Gruppe zum Kampf aufgebrochen war, sich erkundigt hatte, was es mit der Barrikade und dem Wagen auf sich hatte. Sie war dann auf den Wagen geklettert und da rumgeturnt. Nachdem sie später die Männer gefragt hatte, was sie auf dem Tisch rum malen, hatte sie sich auf Zehenspitzen gestellt, war ausgerutscht und hatte dabei mehrere Karten mit runtergerissen. Dann hatte sie gesagt, dass sie Hunger und Durst hätte, da sie ewig nichts gegessen hätte. Der Soldat, der sie zum Proviant führte, wurde extra danach befragt, Er sagte, dass er dort in Sekundenschlaf verfiel, was bei der Anstrengung, die hinter ihnen lag, nichts Ungewöhnliches war. Als er aufwachte, hatte das Mädchen ihrer Aussage nach bereits gegessen.

Sofort machte sich die Gruppe daran, die Schäden zu beseitigen und der Spionage entgegenzuwirken. Die Wacheinteilung wurde geändert und Posten sollten immer mindestens zu zweit besetzt werden. Proviant sollte gute bewacht und nur von den Posten rausgegeben werden. Die vergiftete Nahrung wurde entsorgt und durch welche aus den magischen Behältern von Amara und Jorax ersetzt. Außerdem sollte ein Trupp, wie anfangs auch geplant, Vorräte aus dem Ostteil sammeln. Eine Erkennung sollte eingeführt werden. Zum einen sollten Soldaten unaufgefordert als erstes berichten, wenn sie in Kampfhandlungen verwickelt worden waren. Das soll für die erste Kontrolle wichtig sein, wenn nach den Rauchschwaden geguckt wird. Name und Rang des Soldaten ist eine weitere Kontrolle. Um sicher zu gehen sollen alle aber noch zusätzlich ein farbiges Bändchen um den Arm unter der Kleidung oder Rüstung tragen, so dass man es in einer beiläufigen, unauffälligen Bewegung dem Gegenüber zeigen kann. Solch ein Band kann man bestimmt im Ostteil finden, vielleicht im Laden mit dem Jagdbedarf. Über eine Losung sollte man auch nachdenken, z.B. „Jorax trinkt zu viel“. Auch die Gruppe soll sich so vor den Soldaten identifizieren, wenn sie zwischendurch weg ist. Außerdem sollte die Karte des Schlosses ersetzt werden. Dies muss aus der Erinnerung der Soldaten und der Gruppe geschehen. Schließlich reparierte Bran mithilfe des Zaubers „Holz formen“ noch die Achse des Wagens. Abschließend wurden die Soldaten noch bezüglich der Spiegel im Schloss befragt. Waren diese zerstört worden oder noch intakt. Immerhin hatte die Gruppe ja die Vermutung, dass sie zerstört wurden, damit die Oni durch sie nicht in die oberen Stockwerke gelangen konnten. Aber wie konnten sie dann den Minotaurus umpolen? Die Soldaten erzählten jedenfalls, dass die Spiegel ganz gelassen wurden und dass sie keine im Lager hätten, dass sich nur welche in den Höhlen befinden würden. Die Gruppe musste nun noch einige Vorbereitungen treffen und jede Menge Fragen klären. Konnten sie die Infiltration zu ihrem Vorteil nutzen und eine Falle aufstellen? Wer war dieser Sukkubus? War es Tuptin? Was wollte sie erreichen? Lebte Lond noch? Was war mit dem Kyu-Clan, dessen Leichen die Gruppe im Schloss gefunden hatte, von denen sie bisher aber nichts gehört hatten? Wann würde sich der letzte General zu erkennen geben? Wo war die Tür des roten Schlüssels und was besagten die Hinweise des Papageis? Was ist mit dieser grünen Lichtsäule, von der das Mädchen im Kokon in Sikins Brief erzählt hat? Wo ist das Eisgefängis, das Dagu gefunden hat und von dem Ikros Brief erzählt. Was ist der Gegenstand darin? Wie kann die schwarze Tür im Erdgeschoss des Schlosses geöffnet werden? Wohin führt sie? Konnte Brans rauchendes Rohr noch etwas anderes, wenn es so stark war und wenn der Generalfeldmarschall solch einen legendären Ruf hatte? Vielleicht würde Bran einen Hinweis in seinen neuen Erinnerungen finden und so meditierte er und durchforstete sie nach der grünen Lichtsäule, nach dem roten Schlüssel, nach der schwarzen Tür, nach dem letzten General, nach Dagus Verbleiben nach dem Eisgefängnis und ebendiesem und schließlich auch nach Erinnerungen, wie der Generalfeldmarschall in früheren Schlachten gekämpft hat, wie er vorgegangen ist und welche Fähigkeiten er benutzt hat. Und auch danach, wie die anderen Akuma-Bi gekämpft haben, was sie für Fähigkeiten verwendet haben.

Süßes, sonst gibt’s Saures! (The Legacy of the Grey Guardians)

Süßes, sonst gibt’s Saures! (The Legacy of the Grey Guardians)Süßes, sonst gibt's Saures! (The Legacy of the Grey Guardians)

Die Gruppe der Legacy of the Grey Guardians erholten sich von den letzten anstregenden und mit Kämpfe behafteten Tagen und Nächten. Sie hatten eine Menge erreicht und ihr Erfolge konnten sich sehen lassen. Hatten sie doch die Mühle von Greenest vor ihrem sicheren Untergang bewahrt und alle Dorfbewohner aus dem Tempel gerettet und sie vor Ihren Untergang bewahrt. Während Gerlac diverse Geschafte mit einigen Händlern in der Festung tätigte, Maewina ihre Sachen flickte, Camila einige Kranke betreute, war Anakis dabei sich geradegewachsenes Holz zu besorgen.

Am späten Nachmittag hatten sie alles erledigt und konnten trotz Baulärms in der Festung, sich ein wenig erholen. Ein verrückter alter Mann, dem Anschein nach ein alter Druide, brachte nicht nur Gerald zum verzweifeln, sonder auch Anakis, die zum Huhn geworden beinah im Kochtopf gelandet wäre, wenn dieser nicht von dem Irren im Beschlag genommen gewesen wäre. Escobar der Rote wendete sich an die Gruppenmitglieder, befürchtete er doch das irgendetwas Schlimmes vor den Toren der Festung passieren würde. In dem Zusammenhang bekamen die Mitglieder mehr Informationen über Leosien, der Bruder von Leomus, der sich ebenfalls hier in der Festung aufhielt und dem sie ein paar Informationen und die Worte: „morgen in aller früh werde ich dem Drachenkult einen Besuch abstatten“  entlocken konnten. Nach den Worten von dem Zwerg kontrollierten inzwischen die Stadttruppen den westlichen Teil der Stadt, während der Drachenkult im östlichen Teil sein Unwesen trieb. Escobar zeigte in der Dämmerung auf den Zinnen der Festung Richtung Norden, wo die Felder eines Kürbisbauern lagen und bat die Mitglieder nach dem Rechten dort zu schauen.

Also brach die Gruppe auf und sah in der Dämmerung eine riesige Gestalt bestehend aus einem, nein mehreren Kürbisköpfen, die übereinander einen Körper bildeten, während die Ranken den Körper oben hielten, Die Arme bestanden aus ebenfalls in sich verflochtenen Ranken mit Blättern. Dieses Wesen stapfte geradewegs über das Feld auf die Gruppe zu.

Das Wesen war riesig, plötzlich tauchten aus dem Feld weitere Wesen auf Kleinere, es waren… sie mussten mehrfach hinsehen, Abbilder Ihrer selbst. Was zur… doch dann brach es auch schon los 3 dieser Wesen stürmte auf sie zu die kurz vor ihnen aufgetaucht waren. Die Gruppe zögerte und zog sich allmählich zurück, plötzlich kamen Dornen aus dem Boden geschossen und verletze einige sehr schwer. War das die richtige Entscheidung? Während einige sich hinter einigen Mauern der Gebäude verbargen griff die Schurkin an und ging kurz darauf zu Boden, als eine Salve von Kürbiskernen sie traf. Anakis verwandelte sich zu einem Bär und Griff nun die Kopien bestehend aus Kürbisfleisch an. Ihr tat es auch der Gerlac gleich. Doch schon krachte die Mauer des Gebäudes in seine Richtung und er ging zu Boden, Camilla hatte alle Hände voll zu tun die Verletzen zu versorgen und gleichzeitig noch ihres Gegenübers sich zu erwehren, doch die Schurkin half ihr. Doch dann kam die Wende entschlossen und gestärkt stellten sie sich dem Wesen entgegen und setzem dem Wesen ordentlich zu, nachdem sie die Kopien sich entledigt hatten. Während Gerlac mit Anfangs noch mit seiner Armbrust geschossen hatte, hatte er nun sein Schild fest gepackt und erwehrte sich etlichen Angriffen des Kürbismonsters. Diesen waren nicht von ungefähr, er wurde durch die Ranken gequetscht und gewürgt, doch er biss wie die anderen auch seine Zähne zusammen und arbeitete sich durch das Kürbismonster, trotz der Schmerzen die ihm der Kürbisbär zugesetzt hatte. Dann kippte der Riese um, als Anakis dem Kürbis mit mehreren Bissen, sie hatte sich in einen Schwarm von Käfern verwandelt, die letzten Lebenszeichen der Pflanze auslöschte. Als dann der riesige Kürbis auf den Weg fiel, platzte der Kürbis  in mehrere Stücke. Es roch nach Kürbis. Dabei entdeckten sie nach und nach eine kleines Amulett aus Gold, wo ein Kürbis abgebildet. Einen schwarzen Hut mit einem violetten Band. Anakis steckte sich noch einige Stücke von den zersprungenen Kürbis ein, dann machten sie sich auf den Rückweg.

Je größer sie sind…(The Iron Lions)

Je größer sie sind…(The Iron Lions)

Nachdem sich Mugor, ein weiterer als Wächter angeheurter Abenteurer mit Kerbe dem Priester, Gordon dem Hexenmeiter und Nonfoodle dem Schurken bekannt gemacht hatte, wurden die Abenteurer in Gesprächen mit den anderen Karawanenmitgliedern mit der Aussicht konfrontiert, dass ihre Reise etwas länger – und durchaus auch unangenehmer – werden könnte, als sie zunächst gedacht hatten.

Mugor, ein zwergischer Barbar, hatte zuvor eine rauhe Nacht in den Lagern der Docks von Baldurs Tor verbracht. Er musste sich einem Straßendieb erwehren, der sich seine große Leidenschaft zu nutze gemacht hatte: Alkohol, in diesem Fall wohl etwas gewürzt. Unter dem Vorwand, sein Nachtlager teilen zu wollen, war dem Zwerg ein zweifelhaftes Gebräu angeboten worden, welche Ihn zunächst einschläferte. Den Versuch, ihn in der Folge auszurauben konnte Mugor durch rechtzeitiges Zu-Sinnen-Kommen und zwergische 5-Knöchel-Magie vereiteln.

Auf dem von Zwergen besetzten Wagen fand Mugor einen ihm komfortablen Platz in der Karawane. Die erste Etappe der Reise in Richtung Tiefwasser wurde durch eine Rast abgeschlossen. Wärend die Karawan ein Lager bereitete, musste sich Mugor der Häme der anderen Zwerge erwehren.

Als außgestoßener der Zwergengesellschaft war der Barbar für die anderen Zwerge minderwertig, „Halbzwerg“ war schnell als Beleidigung der Wahl etabliert. Die Situation drohte in eine Zwergenprügelei zu eskalieren.  Durch die Mittagsstunden, während die Karawane lagerte, setzen sich die Spannungen zwischen den Zwergen fort. Vom Hohn der Zwerge angestachelt, schnappte Mugor die vorbereiteten Zutaten und übernahm die Essensversorgung. Einige Kräuter aus dem mitgeführten Krämerwagen und etwas Zwergenbier aus dem Gruppenfass wurden von dem in dieser Beziehung erstaunlich kompetenten Mugor benutzt, um eine außerordentlich Mahlzeit zuzubereiten und die Aggessionen unter den kürzeren Mitgliedern der Karawane sichtlich zu entspannen. Die Neckereien der anderen Zwerge waren hiernach natürlich nicht gäzlich ausgeblieben. Immerhin gaben Sie dem Barbaren nun die Möglichkeit, sich als ganzer Zwerg zu beweisen.

Die Zwerge boten Mugor einen Schluck vom mitgeführten Zwergenbier an. Allerdings musste dieser die Grenzen seiner Trinkfestigkeit vorgeführt und war nach dem ersten Humpen nicht mehr Ansprechbar. Die Zwerge bildeten daraufhin eine stichelnde und grölende Traube um den ausgeknockten Ausgestoßenen . Derweil hatte aich Kerbe der kleriker daran gemacht, das mitgeführte Gruppenfass mit neuem gebräu zu füllen. Gordon der Hexenmeister nutzte die ablenkung die Mugor bat, um den Zwergen den eindruck zu vermitteln, er habe das Fass geleert. Die verblüfften Zwerge ließen sich nicht lumpen und tischten eine Runde noch stärkeren Bieres auf. Kerbe der Priester war nach einem Schluck ebenso bewusstlos wie Mugor. Einzig Gordon spazierte gelassen vor den grölenden Zwergen davon. Nachdem Kerbe und Mugor in den Wagen der karawane untergebracht waren (Gordons Eingabe, den kleriker zu mittels Handwerksmaterialien am Wagen zu fixieren war vom karawanenpersponal abgelehnt worden. Märtyrertum funktioniert nur mit expliziter Zustimmung, zumindest aber Kenntnis des Märtyrers). Mugor war von den zwergen in einem leeren Fass transportiert wurden. Das alkoholgetränkte holz erwieß sich als potent genug, den Ausgestoßenen nach leidlichem Erwachen in ein weiteres Koma zu versetzen.

digest_0604_2_hill_giantIm Zuge der Weiterfahrt, die gruppe befand sich nunmehr  kurz vor den Trollbergen, zwischen der tosenden Küste und den Feldern des Todes, gesellte sich ein Hügelriese zur Karawane. Als einer der ersten wurde Gordon der Gefahr gewahr und eilte zum Wagen der Zwergengesellschaft, um diese von den Vorteilen einer fluchtartigen Weiterreise zu überzeugen. Die Zwerge waren eher der meinung, hier einem größeren Glücksfall aufgesessen zu sein. Nachdem die Zwerge mit dem Rest der Wachmannschaft zur Riesenjagd aufgebrochen waren, erspähten die Mugor, Gordon und Kerbe einen weiteren Riesen. Dieser warf einen Felsen nach den Abenteurern. Nicht entscheidend raffinierter war der Riese, der das Vergnügen mit der Zwergenhorde hatte, mit einem Baumstamm bewaffnet.  Der Wagen der Zwerge war das erste Opfer dieser unfreundlichen Begegnung.

Ein schmetternder Felsenwurfmachte kurzen Prozess mit dem Gefährt. Doch anstatt zerstäubter Überreste schälten sich zwei Gestalten aus der Staubwolke, ein Zauberstab und ein heiliges Symbol blitzten auf. Gordon und Kerbe waren sich sicher, dass der Hügelriese sich in dem Moment, in dem heiliges Feuer und blaue Blitze auf Ihn niederprasselten seine letzten Lebensentscheidungen überdachte. Doch weder das geschieckte ausweichen vor seinem improvisierten Geschosses noch die Zaubertricks konnten den Kollos beeindrucken. Noch während die beiden Zauberwirker von Ihrer eigenen Wirksamkeit überzeugt arkane und heilige Energie – zumindest optisch – effektvoll zum Einsatz brachten, schoß eine anderes, weniger leuchtendes, aber umso bedrohlicheres Geschoss zwischen den beiden auf den Riesen zu. Mugor war von der Zerstörung des Wagens in seinem Fass einen Hügel herabgerollt und war erwacht. Zwergische Urinstinkte ließen ihn in dieser Situation den nächsten Riesen aufsuchen un sich diesem mit maximaler Geschwindigkeit und Schadensabsicht zu nähern. Barbarische Wut machte aus dem Zwerg ein tödliches Geschoss, dass – Hammer um sich schwingend – in richtung des Riesen stürmte. Dieser war wohl ein ausgesprochen abgebrühtes Exemplar, denn auch diese nie zuvor gesehene Darbietung barbarischen Furors ließ Ihn eher kalt. Ein Hieb des Riesen beförderte den Zwerg zurück in Richtung seiner Gefährten, und darüber hinaus verletzte er den Zwerg schwer. Von strategischem Vorteil war der Umstand, das der Zwerg direkt vor die Füße von Kerbe, dem anwesenden Heiler beförderte. Nachdem sein heiliges Feuer absolut spurlos am Riesen vorbeigegangen ist, rätselte der etwas einfältige Kleriker, wie in dieser Situation am besten zu verfahren wäre. Er entschied sich für einen Segen, der durch das energische Verspritzen von Weihwasser Mugor und Gordon erreichte.

Während der Hexenmeister dem Riesen mit seinen Blitzschlägen tatsächlich zuzusetzten begann, improvisierte der Kolloss aus einem der Pferde eine Waffe. Der Akt des „Improvisierens“ bestan darin, das Pferd in der Mitte durchzureißen.
Die Aussicht , von einem derart traktierten Nutztier erschlagen zu werden verlieh Mudor einen Adrenalinschub sondergleichen. Der Zwerg rollte , den Hieben des Riesen ausweichend über den Boden und schafte es tatsächlich schneller zu sein als ein Pferd. Ein totes. Das von einem Riesen als Keule geführ wurde.

Der Barbar brachte sich für einen Angriff in stellung, wurde aber vom Hügelriesen gepackt und in die Luft gehoben. Der Anblick des Hügelriesen, der einen wild um scih schlagenden Zwergen – Baraberen aufhebt, als wäre dieser lediglich ein unartiger Hamster erfüllte Kerbe mt ungeantem Horror. Während Gordon mit der Routine eines Halb-Elfs, der die Mächte uralter Götter zur Zubereitung von Malzeiten Beschwört dem Riesen weiter mit Blitzschlägen malträtierte, versuchte Kerbe den Geist des Riesen zu beeinflussen, um Mugor aus seinem Griff zu befreien.
Da sich die heilige magie als unwirksam herausstellte, fuhr Mugor fort, seine Situtaion selbst zu verbessern. Der Riese schickte sich an, den Zwerg in vertikaler Richtung über das überlebbare Maß hinaus zu beschleunigen, wurde aber zur Erleichterung der Gruppenmitglieder von unbekannten Mächten verlangsamt.

Just als der Zwerg sich befreien konnte wurde der Riese in der Ausholbewegung festgenagelt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nonfoodle der Gnom hatte die Baliste, die sich im Krämerwagen der Karawane verbarg bemannt und die Aufgabe, an der die Armbrustbolzen und Magischen Blitze der Gruppe gescheitert waren, erfüllt.

Nachdem Gordon die Riesenleiche noch etwas mit Blitzen beschossen hatte – man weiß ja nie – durchsuchte man den Riesen nach Wertgegenständen. Eine Kleine Menge Gold, einige Knochenwürfel und ein Sack Zähne waren die leichter zu beschaffende Beute. Mugor wollte sich darüber hinaus als Trophäe einen Riesenzahn mitnehmen. Kerbe fand die Idee ebenfalls sehr gut, also brachen die beidem den Riesen einen Schneidezahn aus und nahmen ihn mit. Man weiß ja nie.

Währenddessen hatten die Wachen der Karawane Ihrerseits den anderen Riesen zu Fall gebracht. Schwerer verletzte Kämpfer konnte Kerbe der Priester mit Hilfe eines Taschenspielertricks davon überzeugen, in absehbarer Zeit vom Ableben abzusehen. Die restlichen Verwundeten wurden mit Zwergenbier, improvisiertem Verbandsmaterial und viel Liebe versorgt und waren schon am darauffolgenden Morgen wieder einsatzbereit.

Der Zerstörte Wagen konnte so weit zusammengeflickt werden, das das verbleibende Pferd – Mugor hatte es eingefangen, nachdem das wenig heldenhafte Tier vor den Imporvisationskünsten des Hügelriesen geflohen war – die Überreste der Ladung transportieren konnte.

Als finale heroische Aufgabe machten Gordon, Mugor und Kerbe sich an die Beseitigung der Riesenleichen. Obwohl man hätte ein Signal an weitere Riesen senden können, war der Umstand, dass bereits der letzte Riese nicht wirklich leicht zu beeindrucken war Indiz dafür, das Abschreckung wohl nicht funktioniern würde. Die Zwerge erwiesen sich dahingehend als hilfreich, das diese sich zumindest darum kümmerten, dass die Köpfe der Riesen nicht unnötig herumlagen. Ob Zwergenfussbal eine sinnvolle Verwendung darstellte, kann angezweifelt werden. Nur nicht, wenn Zwerge anwesend sind.

Der Rest der Riesen wurde mittels Pferdezug im nahegelgenen Sumpf versenkt. Mit dem Blick nach vorne gerichtet betrachteten Gordon, Mugor und Kerbe die langsam im Sumpf versickernden Riesenüberreste und fragten scih, was die Zukunft wohl für Sie bereithalten würde.

Es wäre ein zufriedenstellendes Ende für diesen Abschnit der Reise gewesen, wenn die Leichen die Güte gehabt hätten, ganz zu versinken. Aber der Sumpf war voll.

So hinterlässt die Karawane ein aus dem Sumpf ragendes Riesenbein.

Wenn Zwerge ein großes Fass aufmachen (Force of Destiny)

Wenn Zwerge ein großes Fass aufmachen (Force of Destiny)

Bregan Sturmbräu

Wenn Zwerge ein großes Fass aufmachen (Force of Destiny)

Es begab sich an einem sommerlich warmen Tag in der Flammleite des Jahres 1479, in Beregost, das sich vor dem Anschlagbrett, sich ein paar Gestalten versammelten, die den Anschein machten zusammen zu gehören. Ein Ritter in leicht matt glänzender Rüstung, sein Begleiter rechts neben ihm stehend, eine schlanke Gestalt, er mochte ein Adept von Sûne sein, wenn man dem eingeprägten Zeichen auf seiner Kutte glauben schenken durfte. Dann ein wenig vor den beiden stehend, ein in Leder Gekleideter, dem Instrument nach zu urteilen ein Troubadur,  dann auf gleicher Höhe mit den anderen, auf der anderen Seite des Paladin stehend, ein kleiner Zwerg, dem das Kriegshandwerk hold schien und zu guter letzt ein etwas hinter der Gruppe stehender Drachengeborene der ebenfalls der Kleidung nach zu urteilend, seinen Lebenunterhalt als Fährtensucher zu verdingen wusste. Während andere nur flüchtig ihre Blicke über den Anschlag zu huschen schien, überlegten diese wahrlich auf das Angebot einzugehen. Als Erster machte sich der Zwerg auf, um seine Dienste dem Zwergen, Bregan Sturmbräu, zu unterbreiten. Da sein Wagen in Sichtweite des Brettes sich befand, war es also ein Leichtes, sollte man meinen. Sturmbräu war ein Händler bzw ein Brauer, aus der Zitadelle Adbar und seine Geschäfte schienen zu blühen, denn immerhin erbat er um Hilfe, in Form von Begleitschutz, wenn er am nächsten Tag, mit seinem Wagen nach Baldurs Gate aufbrechen wollte. Also brach einer nach dem anderen auf und ging zum nahe gelegenen Wagen des Auftraggebers.

Es stellte sich aber heraus , das dieser alle Hände voll zu tun hatte. Eine lange Schlange hatte sich vor dem Wagen gebildet und es strömten etliche Wesen zu dem Wagen um das wertvolle Gebräu gegen einen Silber zu erhalten. Sowohl der Zwerg, als auch der Paladin mit seinem Adepten gingen an der Schlange vorbei und mussten einige „Buh “ Rufe einstecken, ja selbst eine ältere Dame ging auf den Platte tragenden Gesetzeshüter zu und ging mit ihren Krückstock auf ihn los, ja sie schaffte es sogar mit der Spitze des Stockes den Krug, des Dränglers in der Luft rotieren zu lassen. Erst nach besänftigen Worten und der Zusage von Bregan, sie als Eskorte zu engagieren, brachte die Masse der Leute zur Ruhe. Ruhe, naja wohl kaum, denn es fing plötzlich eine Person, eine Kiste, als Trommel zu maltretieren und das nicht einmal sehr gut. Um den Frieden zu wahren schickte Bregan einen Halbling los, um dieser Person einen Pause zu gönnen, bis seine Geschäftszeit vorbei wäre. Der Gehilfe, ein Halbling, war sehr erfolgreich und überredete den Trommler, einen guten Zug aus dem Krug zu nehmen. Doch bevor auch nur die Flüssigkeit durch die Kehle des Elfenhalses entlang geronnen war, brach dieser zusammen.  und schlief sofort ein. Das sah der der Geschuppte, der Gruppe, der gerade von einer Taverne widergekhrt war und legte sich den Elfen über die Schulter und verließ die Stätte und suchte eine Möglichkeit den Elfen wieder aufzuwecken. Nachdem ihm die Preise für ein Zimmer offeriert worden waren und selbst ein Bad in einem Trog, ein Entgelt kosten würde, zog es ihn zu den Wassergraben vor dem Tempel von Sûne. Am Wagen selber ebbten die Anstehenden ab, dafür waren die Bänke gut gefüllt und Bregan bat dem Rittersmann ein Auge auf die Kunden zu werfen, er wollte Streiterein vermeiden. Der Ritter willigte ein, leider war er nicht sehr aufmerksam. Ob es daran lag, das er eingelassen worden war von seinem Begleiter, dem Gläubigen?

Das Bad hatte dem Elfen wieder zu Verstand gebracht, ihm dröhnte zwar der Schädel, aber er war wach. So gingen Beide, gefolgt vom Priester zurück Bregan und bemerkten auf dem Wege dorthin am Wagen einen Streit zwischen zwei Halblingsdamen, die anscheinend durch das Gebräu alle Hemmungen verloren hatten und sich an den Haaren zogen und ordentlich auf sich einschlugen. Schnell war der Streit geklärt, wobei was war passiert? Nachdem der große Schuppige sich die eine geschnappt hatte und der Zwerg die andere Dame knapp verfehlte und es beinah zu einer weiteren Auseinandersetzung gekommen wäre, schliefen allesamt ein. Jetzt bemerkte auch unser Rittersmann die Schlafenden und wurde von Bregan befragt, leider konnte der nur die Achseln zucken. Doch es sollte an diesem Tag nicht der letzte Versuch gewesen sein. Wenig später, die anderen waren inzwischen wieder erwacht aus dem Schlaf, de rnur kurz anhielt, machte sich eine andere Person, ein Hlabling auf der anderen Seite des Wagens sich zu schaffen. Dem Zwerg war diese Person sofort ins Auge gestochen und auch unseren Schuppigen fiel dieser Halbling auf. Geschickt wechselten einige Geldbeutel ihren Besitzer, gefolgt vom Zwerg, am Ende der Bank angekommen, stellte dieser den Halbling zur Rede und so rückte dieser einige der gesammelten Beutel wieder heraus. Hinter dem Zwerg stand der Priester und nahm wiederum den Anteil der Gruppe entgegen. Da nun auch der Paladin informiert war trat dieser in Aktion und führte seinerseits ein Gespräch ein wenig abseits der Gruppe ein Gespräch mit ihm. Während des kurzen Schlafes hatte der Barde sich und den Schuppigen mit auf die Liste von Bregan setzen lassen. Was der Große wohl sagen würde? Egal, am morgigen Tag würden Sie aufbrechen. Der Tag verging und die Gruppe hatte genug Zeit sich auszurüsten, insbesondere der Barde stattete sich gut aus.

Die Nacht kam und ging. Der Zwerg hatte im Stroh neben einer alten Halblingsfrau genächtigt, die er zuvor betäubt hatte, nachdem sie de Zwerg des Diebstahls bezichtet hatte. Der Morgen brach an und sie würden heute aufbrechen mit Bregan.

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