Nachdem Gordon und Rhogar in den Kanälen von Tiefwasser Ruinen einer Basis von Teufelsaustreibern gefunden hatten und diese von den offensichtlichen Widersachern befreit hatten, schlugen Sie zunächst ihr Lager zur Rast auf.
Diese verlief ungestört doch direkt im Anschluss vernahmen die Abenteurer aus einem anderen Teil des Komplexes Kampfgeräusche. Rhogar konnte eindeutig 2 Stimmen ausmachen, deren Urheber sich scheinbar im Konflikt miteinander befanden. Eine der Stimmen einen kleinen Wesen zu gehören die andere fiel durch Mangel an Artikulation auf. Tatsächlich handelte es sich eher um eine sehr seltsame Art Bellen.
Die Abenteurer entschieden sich zunächst den Verlauf der Dinge innerhalb der Tür abzuwarten. Es schien sich um ein Einwohner der Ruinen zu handeln, welcher sich eines Eindringlings erwehrte.
Als im Laufe des Gerangels die Tür teilweise geöffnet wurde, begann das seltsame Bellen, das die Abenteurer von einem der kämpfenden Kreaturen vernommen hatten, in eine sanfte Frauenstimme überzugehen. Diese war in dieser Situation allerdings relativ wenig plausibel und konnte die Abenteurer nicht wirklich davon überzeugen, einzutreten.
Nachdem sie noch die Geräusche wie vom magiewirken vernahmen, sowie den Klang eines der Kombattanten, der zu Boden ging, entschieden sie sich im Eingang der gegenüberliegenden Tür Zuflucht zu suchen.
Kurz darauf entstieg eine groteske Kreatur der eben noch geschlossenen Tür und schien sich in den Ruinen nach seinen Gefährten umzusehen. Das Wesen bestand aus einem Großen Auge, das in einer schwebenden Sphäre platziert war, die von vielen kleinen Augen an Tentakeln gesäumt wurde.
Gordon der Hexenmeister war nicht in der Lage sich den Blick des Gauths zu entziehen. Stattdessen versuchte er den Mini-Betrachter, als dieser ihn entdeckte durch schlichtes dumm-spielen abzulenken. Mit dümmlichem Schielen und leichtem Lallen erklärte er dem Gauth, dass er sich verlaufen haben. Wider erwarten akzeptierte die Kreatur das Schauspiel und wollte sich nicht weiter sich mit dem vermeintlich minderbemittelten Halbelf abgeben.
Stattdessen machte er sich auf die Suche nach seinen Gefährten. Wie sich herausstellte, waren das die beiden Agenten des Auges, die die Abenteurer einige Stunden zuvor effektiv zu Mus verarbeitet hatten.
Der Betrachter entdeckte die leidvoll zugerichteten Überreste seiner ehemaligen Kollegen und war er zunächst nicht ganz sicher, was vorgefallen war. Diese Verwirrung nutzten die Abenteurer für einen Überraschungsangriff.
Der Gauth war relativ einfach zu besiegen. Seine Augenstrahlen konnten den Abenteurern nicht in dem Maße zusetzen, wie erforderlich gewesen wäre um den Sieg in diesem Kampf davonzutragen. Als klar war, dass sie es scheinbar mit einem Betrachter zweiter Klasse zu tun hatten, warf sich Gordon sogar in einen seiner Augenstrahlen, der ihn lediglich harmlos einige Fuß zurückwarf. Nachdem der Gauth besiegt war, durchsuchten die Abenteurer die restlichen Räume der Ruinen.
Sie trafen in dem Raum, aus dem kurz vorher der Gauth kam auf ein Teufelchen, welches offensichtlich mit der Reinigung der Einrichtung betraut war. Sie stellten dem Teufel einige Fragen und seine Antworten erwiesen sich gleich in mehreren Bereichen nützlich. So konnten Sie Informationen über den festgesetzten Teufel, welcher sich in den Ruinen befand einholen. Dieser war in der Basis festgesetzt wurden, indem die ehemaligen Bewohner ihn mit teuflischen Nadeln seiner Kräfte beraubt hatten und hier potentiell für ewig gebannt haben.
Rhogar konnte es sich auch nicht verkneifen nachzufragen, ob der Haushälter-Teufel etwas über die Waffe wusste, die er zuvor erworben hatte. Der Blick des Teufelchens war erstaunlich geschult und ebenso seine Fähigkeit, in der Bücherei der Teufelsaustreiber passende Literatur aufzutreiben. Er wühlte einen Band aus den Regalen, in dem die Veränderung und umwandlung magischer Gegenstände beschrieben war. Es enthielt ein Kapitel darüber, wie jeder magischen Gegenstand in in einer Weise umwandelt werden kann, dass diese für das Modul einsetzbar waren. Auf diese Weise konnten Aspekte verschiedener Gegenstände auf das Schwert übertragen werden, um seine Macht deutlich zu steigern.
Danach bewegten sich die Abenteurer noch einmal zu dem festgehalten Teufel in der festen Überzeugung dass die fest Haltevorrichtungen für diese Kreatur überdimensioniert waren entfernten sie drei der teuflische Nadeln und versuchten in eine Konversation mit dem Teufel Nyro einzutreten.
Allerdings war dieser ob seiner langen Gefangenschaft zu wenig in Plauderlaune, welche auch noch dadurch geschmälert wurde, dass er noch immer mit drei magischen Nadeln an den Boden gefesselt war.
Dennoch konnten die Abenteurer herausfinden, dass der Teufel auch schon Kontakt mit ihrem aktuellen Nemesis hatte. Über eine gewisse Verbindung zur Stadt und zur materiellen ebene Ebene hinaus war allerdings nichts hilfreiches zu ermitteln.
Die Mission mit vollem Erfolg beendet, bewegten sich die Abenteurer wieder in Richtung Kanäle und begannen ihre Rückreise nach Neu-Tiefwasser. Bevor sie in der Stadt unter der Stadt ankamen, trafen auf eine Goblin, welcher sich als ihr alter Gefährte Kerbe herausstellte.
Dieser war aufgrund der verfluchten Gegenstände, die Hauptaufseherin Warwick ausgegeben hatte, verstorben und mittels der nekromantischen Kugel wiederbelebt worden.
Kerbe betrieb ein bisschen Smalltalk und erläuterte den Abenteurern die Umstände seines Ablebens, sowie seine neueste Geschäftsidee.
Da diese Rhogar und Gordon nicht außerordentlich zielführend erschien, boten sie den Goblin-Kerbe an, ihn nach Neu-Tiefwasser, von wo aus er neue Profitquellen erschließen könnte zu begleiten. Um der alten Zeiten willen und da er mittlerweile sehr gut in das Bevölkerungsprofil der Goblinstadt passte, willigte er ein.
Bevor die Abenteurer in der Stadt ankam kamen, kam ihnen allerdings ein schwer verletzter Adrian entgegen. Der Bürgermeiste/Hohepriester von Neu-Tiefwasser setzte die Abenteurer darüber ins Bilde, seine neue Heimat einen Angriff erlitten hatte.
Anscheinend war die Oleta, die Tieflings-Frau, welcher die Abenteurer zuvor begegnet waren, einmarschiert und hatte ihre Monster mitgebracht. Adrian wusste, das ein Verräter sich unter der Bevölkerung der Stadt befinden musste. Seine Pläne, sich von der Knechtschaft der Dämonen loszusagen hatten diesen Angriff heraufbeschworen, nachdem sie nach draußen gedrungen waren.
Nachdem sich die Abenteurer, Adrian, Tom und Kerbe einen Überblick über die Situation in der Stadt verschafft hatten, begann die Planung für einen Gegenangriff. Die verschiedenen Monster hatten unterschiedliche Gebäude und der Stadt attackiert und waren im Begriff, den Widerstand der Goblins zu überwinden. Die Abenteurer mutmaßen dass ein schneller und entschiedener Angriff auf die Anführerin die Schäden am ehesten begrenzen konnte und bereiteten Sturmangriff auf Oleta vor.
Nach kurzer Zeit konnten sie sich hinter einem Felsvorsprung auf Sichtweite an die Angreiferin herantasten. Die Tieflingsfrau war Wut erfüllt und warf mit Feuerbällen und anderen zerstörerischen Zaubern um sich. Mit Wut erfüllten Schreien forderten sie die Auslieferung derjenigen, die er Unrecht getan haben.
Sie war mit ihrem Landhai auf dem Hauptplatz dem Versammlungsplatz von Neu-Tiefwasser zugange und wurde dort von einem Dutzend Goblin- und Koboldwachen leidlich in Schach gehalten.
In Vorbereitung auf das kommende Gefecht stellte Kerbe Rhogar und Gordon illusionäre Kopien seiner selbst zur Verfügung, welche Ihnen im Falle schwerer Verletzung mit seinen Heilfähigkeiten zur Verfügung stehen würden.
Sie sammelten ihre Kräfte für einen Erstschlag, welcher sicherstellen sollte, dass die Gegenmaßnahmen in keinster Weise nennenswert ausfallen würden. Eine Räuberleiter versetzte den Barden in die Lage sich – Kurzbogen im Anschlag – über den Felsvorsprung anzuschleichen, während der Hexenmeister seine Armbrust auflud. Die ersten Angriffe verfehlten ihr Ziel nicht und schlugen zu außerordentliche Effizienz ein. Von ihrem Reittier herunter gestoßen, musste sich die Tieflingsdame zunächst sammeln. Diesen Moment nutzen die Abenteurer um den Landhai mittels Illusionen zu übernehmen und ihn im Wahn auf seiner Herrin herumtrampeln zu lassen. Für Oleta war dies keine wirkliche Herausforderung, sie verbannt das unartige Haustier kurzerhand.
Von dem Getrampel leicht versehrt, aber wieder kampfbereit, widmete sie sich Rhogar und Gordon, die ihren Amoklauf empfindlich störten. Mittels Feuerball versuchte sie, sich der Einmischung zu entledigen. Der Hexenmeister entkommt dem Angriff knapp, während vom Drakoniden-Barden nur eine geröstete Stele übrig bleibt. Der Klon, den Kerblin ihm mitgegeben hatte verpuffte in einem heilenden Blitz und Holt Ihn von der Pforte des Todes zurück, was Oletas Wut weiter anfachte. Die Abenteurer Bemerkten, dass Ihr ein Auge fehlte.
Leid und Furcht füllten ihr verbleibendes gelbes Katzenauge, das lilafarbene Gesicht zur Fratze haltlosen Hasses verzerrt schritt sie auf Rhogar und Gordon zu. Die Abenteuer waren sich der Gefahr bewusst, die von de tobenden Tieflingsfrau ausging, und für einen Moment trafen sich die Blicke der Kämpfer.
Der unbeugsame Lebenswillen von Kimbatuul Rhogar, der nicht bereit ist, diese Welt ohne Magnum Opus zu verlassen.
Die schelmische Grinsen Gordons, welches aus der Überzeugung erwächst, dass ihm die Herren dieses Daseins wohlgesonnen sind.
Wenige Meter davon entfernt das wahnsinnige Geschrei der gepeinigten Existenz Oletas, welche keinen Ausweg abseits wahlloser Gewalt sieht.
Mit grimmiger Entschlossenheit wirkten die Abenteurer ihre zerstörerische Magie. Kimbatuul schlug die Drachenpranken mit aller Macht zusammen und erzeugte einen Donnerknall, der direkt vor Oletas Gesicht explodiert. Die Dämonin hielt ihre blutenden Ohren und nahm von da an das Schlachtgetümmel nur noch entfernt war. Leicht abgewandt hatte Gordon eine Beschwörung geflüstert und entlud den Zorn einer anderen Welt auf Oleta. Diese spürte Ihren Körper in Flammen aufgehen und sackte, die sengende Hand des Hexenmeister auf sich gerichtet zusammen.
„Ihr seid nicht besser als diejenigen, die ihr zu richten euch erdreistet! Ihr seid selbst die größten Diebe, Eindringlinge… Mörder!“
Die letzten Anschuldigungen der sterbenden erreichten den Barden und den Hexenmeister nicht. Der Sieg war Ihrer. Umringt von jubelnden Goblins nehmen sie die letzten Zuckungen des Tiefling wahr.
Klägliches wimmern holte die Abenteuer aus ihrem Rausch als sie realisierten, dass Oletas Tod die Monster nicht gestoppt hatte. Die Goblins, die eben noch ehrfürchtig gejubelt hatten stürmten zu dem Bereich der Höhle, in dem sich die Kinder Neu-Tiefwassers befanden. Ein Paar Goblins kämpften tapfer gegen eine wütende Täuschungsbestie. Ihre Situation schien von Rhogogars Standpunkt aus hoffnungslos: die Soldaten hatten den kleinen See der Stadt im Rücken und können dem Monster nichts entgegenstehen. Der Barde setzt an, zu den Kämpfenden zu sprinten.
Nein, eure Herrin ist Tod! Hört auf!
Doch sein Gefährte hält ihn Zurück: Das vertraute schelmische Grinsen erfüllte Rhogar mit der Gewissheit, dass die Situation unter Kontrolle ist.
Lass‘ die Monsterarbeit doch von den Monstern machen!
In diesem Moment glitt ein Schatten über das Abenteurer und stürmt an den verblüfften Goblinsoldaten vorbei auf die Täuschungsbestie zu. Bevor die Kämpfenden realisierten, ob es sich um Freund oder feind handelte, fand sich die Tentakelbestie bereits im brutalen Nahkampf mit dem gepanzerten Landhai.
Gordon hatte Oletas Haustier per Telepathie auf das andere Monster gehetzt. Wild fauchend kratzte und biss die katzenartig Täuschungsbestie um sich, doch der knöcherne, stahlharte Panzer des Buletts war von ihren Klauen nicht zu durchdringen. In ihren letzten Momenten kreischte die Katze auf, als sie zwischen den mächtigen Kiefern des Buletts in die Luft gehoben und zerbissen wurde. Rhogars fasste den Schwertgriff des Moduls fester, als er die Muskeln anspannte, bereit, den Goblins auch gegen den wütenden Landhai beizustehen.
Nach der furchterregenden Demonstration der Fähigkeiten des Landhais war auch Gordon nicht vollkommen sicher, was die Bestie vor hatte, die die Abenteurer soeben manipuliert hatten. Der gepanzerte Bullett stand für einen Moment absolut still…
…um sich daraufhin auf den Rücken zu werfen und von Goblinkindern kraulen zu lassen. Erleichtert nehmen Rhogar und Gordon einen Moment, die Situation in der Stadt zu begutachten.
Eric hat dein Schwert geschmiedet, wenn er gefressen wird, kann er keine Steine für die Sockel machen!
Ich weiß nicht, da is‘ nochn Monster in der Waffenkammer…
Gordon wollte nicht riskieren, die einzige Person zu verlieren, die die wahre Macht des Moduls zu entschlüsseln vermochte und rannte voraus in Richtung der Schmiede von Eric Burdon, dem Grottenschrat-Schmied. Rhogar folgte zögerlich. Die Schmiede stand in Flammen und nach etwas Lauschen an der verbarrikadierten Tür konnte Rhogar zweifelsfrei bestätigen, dass darin gekämpft wurde.
Ähm Hallo! Wie sieht’s da drin aus?
Ich hab Ihn gleich!
Brauchst du Hilfe??
Ich schaff‘ das schon!!
Die Abenteurer schauten sich fragend an. Daraufhin setzte sich Rhogar vor der Tür auf den Boden und stimmte ein Lied an.
Sollten wir vielleicht helfen? Na, er hat gesagt er kommt klar!
Hey der soll aber hier nicht gefressen werden. Respektier‘ seinen Stil, wenn Eric sagt er hat das unter Kontrolle, dann wird das wohl stimmen!
Während Der Barde ein wenig vor sich hinklampft, schreitet sein Hexenmeistergefährte nervös auf und ab und zuckt bei jedem Kampfgeräusch zusammen.
Schließlich erlöschen die Kriegsschreie und Kampfgeräusche und die Abenteurer werfen einen Blick in die Schmiede. Eric hatte die Mini-Hydra, die Oleta in die Stadt gebracht hatte, niedergestreckt und lag regungslos am Boden Darüber hinaus lag seine Kopie des Moduls neben ihm.
Die Sockel, die Kimbathuul auch an seine Klinge hatte, waren allerdings mit Edelsteinen besetzt und die Schneide des Schwertes selbst bestand aus einem leuchtenden Strahl aus Energie.
Der Barde hob die Waffe auf und betrachtete die beiden Klingen. Gordon linste ihm über die Schulter:
Ob der merkt, wenn wir das austauschen?
Der Drakonide legte seine eigene Version des Moduls neben den am Boden liegenden Grottenschrat.
In diesem Moment überwältigt den Barden die Vision einer Welt, in der sein unermesslicher Ruhm dadurch getrübt wird, dass er irgendwann mal einen Grottenschrat gestohlen hat.
Na, lass uns doch erstmal mit ihm reden! Hmpf.
Die beiden Abenteurer bauten sich neben dem Körper auf und richteten jeweils einen Heilzauber auf Eric. Iggy der Teufel beobachtete das geschehen von einer sicheren Stelle auf einem Regal in der Schmiede. Der Schmied rappelte sich auf und bedankt sich bei seinen Retter.
Habt ihr allen ernstes eine Viertelstunde vor der Tür gesessen, während wir hier kurz davor waren, von dieser Bestie gefressen zu werden?
Das war genau richtig! Ich respektiere eure Entscheidung, einen Krieger seine Sache machen zu lassen.
Als Zeichen seiner Anerkennung nimmt er die Steine aus seinem Modul und überreicht sie Rhogar.
Nun solltet ihr aber wirklich mal nach den restlichen Monstern schauen!
Die Kämpfe in der Stadt waren nahezu alle beendet, nur aus dem Rathaus/der Waffenkammer drangen noch Kampfgeräusche. Rhogar und Gordon stürmten über die Hängebrücke, die die Plattform der Schmiede mit dem Rest Neu-Tiefwassers verband und der Barde rezitierte eine Fluch, den er kurz zuvor gelernt hatte. Als sie in die Rüstkammer einbogen baute er sich auf und verfluchte die Kreatur, die dort ein Dutzend Goblin-Soldaten getötet hatte und eine Gruppe weiterer in Schach hielt. Ein Erdkoloss leistete als letztes Monster Widerstand.
Rhogars magisches Schwert zog Streifen aus Feuer und Licht durch die schwach erleuchtete Kammer, als er es über den Kopf hob. Der Erdkoloss stierte den Drakoniden mit seinen zwei fremdartigen Augenpaaren an. Der Barde stierte zurück, schüttelte den verwirrenden Blick des Monsters ab und führt einen Schwerthieb aus, der den Panzer des Erdkoloss‘ nahezu von seiner rechten Schulter an halbierte. Das Monstrum griff angeschlagen, aber nicht besiegt mit seinen Mandibeln nach dem Drachen, der sich in einer Bewegung mit dem Schwerthieb auf der linken Seite des Monsters in Position gebracht hatte. Geschickt warf der Drakonide sich mit einer Flugrolle hinter die attackierende Bestie. Dieser konnte seinen Angriff nicht mehr stoppen. Diese Gelegenheit ergriff Gordon: ein mächtiger Schwung seiner beschworenen Zweihandkeule, geführt von unten nach oben traf den Kopf des Monsters und ließ die Kreatur mit einem mörderischen Knall nach hinten taumeln und zu Boden gehen.
In die verschwommene Sicht des am Boden liegenden Monsters treten zwei Gestalten mit breitkrempigen Hüten. Der rothaarige Halbelf hat eine Zweihandkeule, die leicht ätherisch schimmert geschultert, von der anderen Seite tritt ein goldener Drakonide an ihn heran.
Fast fertig, lass mich hier noch eben den Kopf korrekt entfernen, das ist dir nicht so recht gelungen.
Der golden schimmernde Gestalt setzt ihren Fuß auf die Brust des Monsters und holt mit seiner Klinge aus Feuer und Licht aus.
Wart mal kurz! Hä?
Im Geist des Monsters formen sich in seinen letzten Momenten Erinnerungen an sein Leben, bevor er von Oleta benutzt wurde.
Kimbatuul, ich glaube wir haben alles Üble aus dem hier ‚rausgeprügelt? Hä?
Der Drakonide ließ sein Schwert sinkend. Der Erdkoloss ergriff die Gelegenheit und grub sich ins Erdreich.
Das war der letzte!
Die Abenteurer erholten sich in der Stadt, in der vor allem Rhogar als Held gefeiert wurde.
Während Ihres Aufenthalts in Neu-Tiefwasser hatten die Abenteurer unter anderem freie Kost und Logis im Gasthaus der Stadt. Eines abends dachten die beiden bei frisch gepresstem Pilzsaft darüber nach, was mit der nekromantichen Kugel geschehen sollte, die die beiden immer noch mit sich herum trugen. Rhogar rollte die glänzende schwarze Kugel auf dem Tavernentisch hin und her.
Hey Gordon, die zählt doch als magischer Gegenstandt oder? Das Ding ist mehr als magisch. So magisch, dass man sie wahrscheinlich nicht so einfach loswird. Ich würde das Ding aber ehrlich gesagt gerne neutralisiert sehen. So mächtige Artefakt ziehen gewöhnlich größere Übel an wie Licht die Motten. Ja, schon klar, aber überleg mal, ich hab hier dieses Schwert… Du meinst…? Schaden kann’s nicht, oder? Hm.. mir fallen auf Anhieb fünf oder sechs Arten ein, wie das schiefgehen kann. Ach das wird schon. Eric is’n Profi. Hmm..
Und bevor der Drakonide weitere Überzeugungsversuche unternehmen konnte, war Gordon mit seinem Gefährten im Schlepptau und der Kugel unterm Arm auf dem schnellsten Weg zu Eric Burdons Schmiede. Der Grottenschrat zeigte sich sehr erfreut darüber, mit etwas so mächtigen arbeiten zu können. Wenn er zwei Wochen in Ruhe gelassen würde, so sein Versprechen, würde er die Magie der Kugel extrahieren und einen Stein für das Modul erschaffen. Die zögerliche Zustimmung von Gordon und Rhogar reichte dem Schmied vollständig aus. Er knallte die Tüt zu und machte sich an die Arbeit. Tatsächlich war den Abenteurern das glänzen in den Augen des Grottenschrates etwas unheimlich.
Na, was kann schon passieren?
Ihre nächsten Schritte waren klar: die Oberfläche, und damit die Stadt Tiefwasser, in welchem Zustand sich diese auch befinden mochte, war das Ziel. Hierfür müssen sie entweder die Basis des Dämonen Thordendal oder die Heimatstadt des Xanathar durchqueren.
Und wie die Zeit unter Goblins ins Land zog, reflektierten die Helden das Geschehene und die unmittelbare Zukunft:
Sollte Gordon seine Augensammlung alphabetisch nach Spezies oder Farbton sortieren?
Wird Rhogar einen Reim auf Augenhöhle für sein Epos „Die Schlacht um Neu-Tiefwasser“ finden?
Nachdem unsere Helden sich für eine kurze Zeit trennten und ihre eigenen Abenteuer erlebten, kreuzten sich ihre Wege wieder bei vor Narem’s Pub. Wie alle Bewohner hatten sie die große Explosion vernommen, welche die Stadt in Aufruhr versetzt hatte. Sie entschieden sich, zum See in den Süden zu reisen, um dem Ursprung dieser Explosion auf den Grund zu gehen. In einer seltenen Geste brach Zukuu sein brütendes Schweigen und sprach: „Dieser Zaber war eindeutig magischen Ursprungs. Es besteht kein Zweifel daran, dass es sich um einen arkanen Beschwörungszauber handelte.“ Die Gruppe schien jedoch zerstritten darüber, wie man denn nun reisen sollte
„Unser Ziel ist der See, der vom benachbarten Fluss gespeist wird. Wir erreichen unser Ziel am schnellsten mit einem Schiff. Das sollte selbst dem einfältigsten Oger klar sein!“, warf Zukuu ein.
„Wie töricht wäre das denn!“, erwiderte Alex, „Noch so eine Explosion und wir dürfen dann um unser Leben schwimmen. Ich bin mir nicht so sicher, ob euch da die Ketten im Gesicht so hilfreich sind, geehrter Zukuu.“
Da er einer großen Mehrheit in der Gruppe gegenüberstand, lenkte Zukuu schließlich ein. „Nun gut. Aber ich soll meine Beine schonen, wenn wir zu Fuß reisen.“, sprach er und versuchte, Lees Pferd zu besteigen. Dieses sträubte sich vor jedoch vor ihm. Erst als Lee dem Pferd aufmunternd zusprach, lies es Zukuu auf den Sattel steigen, sodass die Gruppe aufbrechen konnte. Auf dem Weg aus Tieffurt reitete der gallante und wohlriechende Held Dargos an der Gruppe vorbei, ebenfalls Richtung Süden.
Die Helden durchquerten eine von weitreichenden Getreidefeldern durchzogene Landschaft, bis sie schlussendlich an den Rand eines Waldes stießen. Sie entschlossen sich, dem Verlauf des Flusses zu folgen, da dieser schließlich zum See führen würde. Als es dunkel wird, schlagen sie ein Lager auf und verbringen eine ereignislose Nacht unweit vom Fluss. Als die Gruppe ihre Reise weiterführt, stoßen sie auf immer größer werdende Risse und Löcher, die den Grund übersäen. Unerwartet spüren sie ein leichtes Beben, welches jedoch schnell wieder nachlässt. „Ruhig, Brauner.“, beruhigt Lee sein aufgebrachtes Ross. Alex erkennt kurze Zeit danach in der Weite eine Hügellandschaft, die er als Epizentrum der Expolsion ausmacht.
„Magische Artefakte!“, denkt sich Zukuu und macht sich gemeinsam mit Lee und Tragrim auf den Weg, um die Hügel zu erforschen. Auf der Spitze eines Hügels angekommen, erforschten sie einen ausgesprochen großen Riss im Boden. „Lee, nehmt einen Stein vom Boden.“, forderte Zukuu. Lee tat dies, woraufhin der Stein anfing zu leuchten. Die drei Helden schauten in den Riss hinab, als Lee den Stein hineinfallen lies, jedoch konnten sie kein Ende ausmachen.
Gleichzeitig beobachteten die beiden Helden Haarkon und Alex, die in der Nähe des Flusses geblieben waren, ihre Kameraden von Weitem.
„Alex, seht ihr das auch?“, erkundigte sich Haarkon, „Täuschen mich meine Augen oder bewegt sich die Landschaft, auf der unsere Freunde sind?“
„Ihr habt Recht. Jedoch ist kein Beben zu spüren. Keine Frage, dieser Ort ist von Magie beeinflusst. Lasst uns zu unseren Gefährten gehen, bevor ihnen etwas zustößt.“, antwortete Alex und die beiden Helden machten sich auf den Weg zum Rest der Gruppe.
Wieder vereint, war die Gruppe sich weiterhin unklar darüber, was mach nun tun solle.
„Der Riss reicht zu weit in die Tiefe. Keine Chance, dass wir dort hinabsteigen könnten.“, sagte Lee.
„Dann sollen wir zum See! Dort waren doch Spuren zu sehen. Die gehören bestimmt zu Dargos.“, erwiderte Zukuu.
Tatsächlich findet die Gruppe in der Nähe des Seeufers eine Höhle, in die die Spuren hineinführen. Gleichzeitig sehen sie Hufspuren eines Pferdes, die vom Eingang der Höhle wegführen. Kurz nachdem unsere Helden die Höhle betreten, treffen sie auf eine Gabelung und diskutieren, welchen Weg sie einschlagen sollen, wobei Tragrim verdächtig still ist.
„Gnom, habt Ihr denn nichts dazu zu sagen?“ fragte Alex Tragrim, bei dem sich sichtbar Schweißperlen auf seiner Stirn bildeten.
„Was, ich? Woher soll ich denn wissen, wo es lang geht? Und wer seid Ihr, dass Ihr mir solche Fragen stellt, Magier? Werft Ihr mir etwas vor? Ist das hier ein Verhör? Bin ich vor Gericht?“
Die Gruppe starrte wortlos auf Tragrim. „Meine Güte, beruhigt euch doch. War doch nur eine Frage.“ Sagte Alex schließlich, „Lasst uns einfach nach rechts gehen und sehen, wohin der Weg uns führt.“
So machte sich die Gruppe auf den Weg. Sie entdeckten Spinnweben an den Mauern der Höhle, die immer dichter und größer wurden. Schließlich wurde ihnen der Weg von unpassierbar großen Spinnweben abgeschnitten. Lee versuchte, durch die Öffnungen der Weben durchzuklettern, was ihm jedoch nicht wirklich gelang. Mittlerweile vernahm die Gruppe das Kreuchen von näherkommenden Kreaturen.
„Spinnen! Warum müssen es immer Spinnen sein?“ rief Lee. Und tatsächlich tauchten aus den kleinen Öffnungen in der Höhlendecke acht ein Fuß große, haarige Spinnen auf und attackierten unsere Helden. Der Kampf ist mühsam, doch schließlich besiegen die Helden die Spinnen und beschließen, vor dem Weitergehen eine kurze Rast einzulegen.
Der neue Weg ist unterbrochen von mehreren großen Rissen, welche den Fortschritt schwer machen. Lees Drang, die Höhle zu erkunden, lässt sich jedoch nicht stillen, sodass er in einigen, mehr oder weniger unglücklichen Sätzen über die Abgründe springt und zum Ende des Weges gelangt. Dort macht er einen Goldklumpen von 2 Pfund aus, den er auch sofort aufnimmt.
Sein Weg zurück gestaltet sich noch schwieriger, als Lee beim Fall in einen Abgrund einen Zahn und fast den Goldklumpen verliert. Jedoch gelangt er schließlich wieder zur Gruppe, welche die Höhle weiter erforscht. Mittlerweile haben sie menschliche Fußspuren ausgemacht und nehmen die Fährte auf.
Sie gelangen in eine große Kaverne, wo sie eine menschlich aussehende Gestalt sehen. Die Helden zögern, sich ihr zu nähern. Plötzlich fängt die Gestalt an, fürchterliche Schreie auszustoßen und ihre Hände und Füße verformen sich widerlichen Gewüchsen. Das Gesicht spaltet sich auf und hervor kommt ein bestialischer Schlund, gespickt mit messerscharfen Zähnen. Die Kreatur attackiert die Gruppe, welche sich bereits kampfbereit gemacht hat.
Sein erstes Ziel ist Alex, den er jedoch verfehlt. Das Ungeheuer ist jedoch sehr schnell, sodass er den ersten Angriffen der Helden ausweicht und zum Gegenangriff Säure auf Zukuu und Haarkon speit. Haarkon wird an der Schulter getroffen, wo sich sein Fleisch zersetzt. Thargrim versucht einen Schuss auf das Ungeheuer, aber seine Waffe blockiert und verletzt ihn selbst. Lee trifft das Monster mit einer Folge aus Schwüngen und Faustschlägen, wird aber schwer verletzt, als er vom Monster zurückgeschlagen wird.
Thargrim hat genug von seiner alten Taktik und stürmt, mit seiner Schusswaffe als Keule in der Hand, auf das Ungeheuer zu. Diese Strategie ist erfolgreich und das Ungeheuer stößt Schmerzensschreie aus es von Thargrim mit dem Griff seiner Waffe erwischt wird. Alex versucht währenddessen das Monster zu verfluchen, doch dieser Plan verfehlt sein Ziel und verwandelt ihn selbst zu einem Schaf.
Haarkon, Zukuu und Lee führen den Kampf weiter. Schließlich zwingt ein Shadow Bolt von Zukuu das Ungeheuer in die Knie und die Gruppe kann aufatmen und die Leiche plündern.
Während die Helden eine kleine Pause einlegen, blickt Thargrim auf Alex‘ schafartige Gestalt. „Nanu, unser lieber Magier ist auf einmal so wollig?“, spricht er. „Mäh?“ erwidert Schaf-Alex. Thargrim nimmt eine Rasierklinge hervor und geht auf ihn zu. „Prächtige Wolle! Das kann man doch immer gebrauchen.“, sagt Thargrim, der beginnt, Alex zu rasieren.
Der Rest der Gruppe schaut hierbei leicht irritiert zu. Lee lehnt sich zu Zukuu und spricht ihm zu: „Denkst du, Alex wird dann noch Haare haben, wenn er sich zurückverwandelt?“
Eryn die Bardin und die 40 Räuber (Legacy of the Past)… oder weiterer Kummer mit dem Riesenhunger.
Die Luft in Bergost war zum schneiden. Einerseits emsiges Treiben durch den jüngsten Fund von Adamantium andererseits feindliches, missgünstiges Gemurmel und taxierende Blicke.
Während der Feuerriese das Edelmetall verhüttete kehrten die Helden in die Taverne ein und bezogen ein unglaubliches Zimmer was sich den Bedürfnissen der Gästen anpasste.
Nailo bevorzugte es im Zimmer seine Ausrüstung zuordnen wo hin gegen Thorin und Az dhakar in den Schankraum wollten. Dort tranken Sie und lauschten eine musizierenden Barden desweiteren erfuhren Sie interessante Dinge wie z.B. eine Diskussion über die Gefährlichkeit des Seelenstabes, einen Totengräber der vor Ort mit Leichenteilen handelt da in Baldurs Tor schon alles abgegrast ist oder das der rote Magier Sarstan aufgehalten werden muss und eine Rebellion kurz bevorsteht. Allerdings erregte ein Landwirt die Aufmerksamkeit der Helden.
Er bat sie flehentlich um Hilfe. Ein grauenhaftes Wesen fraß nicht nur die Erne auf sonder auch seine Frau die dem „Mund von Groliantor“ zu Nahe kam. Für den hochverschuldeten Argaökonom
ging es nicht nur um seine Existenz sonder auch um die seiner Kinder den die Sklaverei drohte.
Nailo wurde geholt und die Helden beschlossen den Schmied aufzusuchen um mehr Informationen über das Monstrum zu sammeln. Auf den Weg fiel ihnen auf das sie verfolgt wurden. Zum einen von einigen zwielichtigen Gesellen und zum anderen von Eryn einer Halblingsfrau, die sich aber eher den Helden anschließen wollte. Etwas genervt stellte die Gruppe ihre Verfolger zur Rede, die aber so taten als wäre alles bestens. Erst als sie sich wieder umwandten griffen Sie an. Der diplomatische Goliat lud die Gesellen noch zum gemeinsamen Biertrinken ein während Nailo als Zielscheibe für Armbrustfetischisten zweckentfremdet wurde. Thorin ließ seine Donnerbüchse die Abendpredigt übernehmen um Körper von Seelen zu trennen. Nailo überzeugte die Armbrüstler davon das sein Langbogen sehniger und er den Bogen mehr raushatte. Eryn strich schnell an Nailos Beinen vorbei und lies seine Wunden verblassen. Dankbar nickte der Wildelf der kleinen Bardin zu, der Zustand als Nadelkissen drückte schon arg seine Laune. Der letzte Miesepeter wurde befragt und seine gefallenen Kumpanen von unnötigen Ballast befreit. Als Beweggrund für die Streitlust kam raus das auf die Gruppe ein Kopfgeld von einem roten Magier ausgesetzt wurde.
Als der Feuerriese in der Schmiede über die Gefahr auf den Feldern informiert wurde mahnte er zur Eile. Schnellstmöglich machten die Helden sich auf den Weg nur um zu erfahren das sie es jetzt mit zwei Gruppen zutun hatten: Rote Magier aus Thay und Drachenkultisten, wahrscheinlich noch paar Kopfgeldjäger darunter. Insgesamt 40 hochgefährliche Störenfriede die unbedingt das Adamantium haben wollten. Da Helden geburtstechnischen auf diesen Ohr taub sind wurde diese nette Bitte vorerst ignoriert. So befanden Sie sich schließlich außerhalb von Bergost. Ein riesiges manpfendes Etwas vor sich auf den Feld und ein 40köpfiger Mob hinter Ihnen der nur „ Ihr Bestes“ ( Adamantium ) wollte. Der grobe Plan das sie die Fressmaschine auf die Verfolger hetzten und dann von mehren Seiten aufs Korn nehmen gelang nur mäßig. Az dhakar ritt heldenhaft auf den Groliantor zu und versenkte seine Wurfspeere in das wulstige Fleisch, gefolgt von einem Pfeil von Nailo. Das träge wirkende Wesen war erstaunlich schnell auf den Beinen und mit wenigen Schritten bei Nailo. Leider haben sich die Verfolger auch aufgeteilt und wurden nicht von dem Koloss angegriffen. Srisira und Thorim feuerten weiter mit Bogen und Büchse auf den Vielfraß während Nailo versuchte in einer beschworenen Nebelwolke unterzutauchen. Leider erfolglos denn er wurde von einem riesigen Fuss quer übers Feld gekickt. Irgendwie nicht sein Tag. In elfischer Solarität verlor Srisira auch kurzzeitig das Bewusst sein, bis sie von der tapferen Bardin Eryn wieder zum Kämpfen motiviert wurde. Mit Hilfe von dem Feuerriesen wurde der Mund von Grolantor schließlich erschlagen. Zum Durchatmen blieb jedoch keine Zeit den es galt fast 40 üble Burschen aufzumischen. Tapfer kämpften der riesige Schmied und sein kleiner Vetter Az dhakar sich durch die Gegner. Bis es vorbei war, die letzten flohen und wurden durch Fernkämpfer und Großkatzen noch mal reduziert. Die Überreste wurden von wiederverwertbaren Dingen getrennt und verbrannt.
Die Gruppe verbracht die Nacht lieber noch vor Ort und kehrten erst in den Morgenstunden zurück.
Empfangen wurden Sie von dem Paladin der so gut in der Taverne Musik gemacht hatte. Er war zu tiefst erschüttert da ein roter Magier wohl ermordet wurde. Die Helden hatten aber in der letzten Zeit genug Blut vergossen und ließen den armen Tropf ziehen.
Faerǔn ist ja so was von im Arsch …
Vor Jahrhunderten führten Riesen und Drachen Krieg über die Savage Frontier. Diese Schlachten sind von den menschlichen Zivilisationen von heute längst vergessen, aber antike Relikte bleiben erhalten. Und jetzt schaudert das Land erneut mit dem Donner riesiger Schritte.
Hügelgiganten überfallen Farmen für Nahrung und Vieh, weil Steinriesen Siedlungen auf ihrem Weg verschwenden. Frostgiganten plündern Küstenstädte, als Feuerriesen Sklaven sammeln. Riesige Wolkenburgen ziehen über den Himmel und werfen bedrohliche Schatten auf die Städte des Nordens. Aber keine Bedrohung gleicht dem Zorn der Sturmgiganten, die betrogen stehen.
Mächtige Abenteurer müssen sich der Herausforderung stellen, ihre Kräfte sammeln, die Macht uralter Runen freisetzen und den Kampf vor die Türschwellen der Giganten führen. Nur dann können sie ein verstecktes Übel entdecken, das einen Krieg zwischen Riesen und Kleinvolk hervorruft. Nur dann können sie eine Allianz schmieden, um den Krieg zu beenden, bevor er beginnt.
Nach ein paar Minuten steht die Gruppe vor dem Tempel. Sie werden von zwei großen Moradinstatuen und einem Zwerg angeschaut. Der Zwerg wirft der Gruppe einen fragenden Blick zu. Thoringal, welcher sich gleich wie zu Hause fühlte begrüßt seinerseits den Zwerg und schildert ein wenig die Lage der Gruppe. Als der Zwerg nach dem Clannamen von Thoringal fragt, scheint dieser etwas überwältigt von der Frage und hatte nicht sofort eine passende Antwort parat. Kurzerhand entschied er sich die Wahrheit zu sagen. Die Reaktion des Zwerges darauf, dass Thoringal keinen Clannamen mehr trug, war weniger überraschend für Thoringal. War es doch so als hätte er gerade gesagt, dass er keine Eltern habe. Das Gespräch verlief alles in allem jedoch ziemlich ruhig und der Zwerg schien die Lage in der sich die Gruppe befand etwas zu verstehen und bot ihnen an, dass wenn sie keinen Ärger verursachen würden, sie sich hier im Tempel ausruhen könnten. Währen des Gesprächs schaffte es eine Dunkelelfe, welche die Gruppe jetzt schon eine ganze Zeit lang verfolgte, sich unter die Gruppe zu mischen. Anscheinend wollte auch sie die Gelegenheit nutzen und sich etwas im Tempel ausruhen. Als der Zwerg, welcher dem Tempel bewachte sie jedoch bemerkte, schlug er sofort Alarm und 4 Mönche stürmten aus dem Tempel auf die Dunkelelfe zu und umstellten sie. Da die Gruppe diese Dunkelelfe nie zuvor gesehen hatte, machte keiner irgendwelche Anstalten die Mönche aufzuhalten. Sofort fuhr der Zwerg die Dunkelelfe an, was sie hier wolle. Diese reagierte relativ gelassen, nahm die Hände hinter den Kopf und machte keine Anstalten in irgendeiner Art Gegenwehr zu leisten. Auf die Frage, was sie hier wolle antwortete sie nur, dass sie sich genauso wie die Gruppe auch am Feuer aufwärmen wollte. Außerdem meinte sie, dass sich die Gruppe eine Pause reglich verdient hätte, nachdem sie den Kampf gegen den Balor überlebt hatten. Nashazar und der Rest der Gruppe schaute die Dunkelelfe etwas verwirrt an, waren sie doch der Überzeugung gewesen, dass sie dort alleine waren und ihnen nie einer gefolgt sei. Totes Pferd, welcher sichtlich misstrauisch war, wollte die Dunkelelfe fesseln. Diese ließ dies auch zu und nachdem sie Totes Pferd wieder weg gedreht hatte, tippte sie ihm auf die Schulter und gab ihm sein Seil wieder. Daraufhin war Totes Pferd noch mehr verwirrt und entwaffnete die Dunkelelfe. Nashazar wiederum meinte jedoch die Dunkelelfe verteidigen zu müssen und fragte den Zwerg warum man so Feindselig auf eben diese reagierte. Daraufhin antwortete der Zwerg sehr ausführlich, dass Dunkelelfen zusammen mit der Eishexe Dörfer und Städte in der Nähe überfallen hatten. Die Dunkelelfe schien von diesen Nachrichten jedoch genauso überrascht wie der Rest der Gruppe und nachdem man sichergestellt hatte, dass die Gruppe und die Dunkelelfe ja keine Probleme verursachen werden, betraten alle zusammen den Tempel und setzten sich an eine große Tafel, an der Grumpf schon auf den Rest der Gruppe wartete. Auch die Schneekatze, welche Thoringal aufgelesen hatte folgte ihnen und rollte sich in der Nähe eines Feuers ein. Anscheinend hatte Grumpf nicht so lange im Kalten stehen wollen und war schon mal vorgegangen und hatte schon die ersten Humpen getrunken. In der gemütlichen Runde, welche sich dann entwickelte, erfuhr die Gruppe wo sie sich überhaupt befanden. Anscheinend hatte sie das Portal des Magiers irgendwo im Eiswindtal ausgespuckt. Besonders überraschend für Nashazar und Nanay war jedoch, dass nur noch Loth-Gläubige Magie wirken konnten. Nashazar, der dies irgendwie nicht recht glauben wollte versuchte daraufhin ein paar seiner magischen Tricks. Vergeblich. Anscheinend sprachen die Zwerge die Wahrheit. Als Grumpf dies aufschnappte, packte er Blm wiederum sofort am Kragen und meinte nur: „ Nun bist du nicht mehr so mutig oder? So ohne deine magischen Fähigkeiten?“ und grinste dabei. Blm, welcher sich dies nicht gefallen lassen wollte, fing an den Ork wild zu beleidigen. Doch anstatt, dass sich das Ziel seiner Hasstirade wie sonst vor Schmerzen windete, lachte der Ork nur auf und setzte Blm wieder zurück auf seinen Platz. Sie bekamen noch viele weiter Informationen über die derzeitige Lage von Faerun. Diese war jedoch alles andere als Rosig. Als der Zwerg auf Thoringals Axt zu sprechen kommt, merkt der erst welche Gruppe gerade in den Tempel gekommen war. Die Abenteuer der Gruppe auf den Moonshae Inseln hatten sich mittlerweile in den hundert Jahren, in denen sie in dieser komischen Flasche gefangen gewesen waren herumgesprochen und zu einer Heldengeschichte entwickelt. Dabei stellte sich heraus, dass Thoringal damals nicht irgendeine Axt erstanden hatte, sondern die Axt der zwergischen Lords war. Ein Artefakt welches schon viele zwergische Helden geführt hatten. Thoringal, der immer noch nicht alles über diese Axt wusste war sofort Feuer und Flamme als er diese Information erhielt. Noch begeisterter war er als er erfuhr, dass es in diesem Tempel Bücher über diese Axt gab. Sofort wollte er diese Bücher lesen und der Zwerg schickte jemanden los um diese Bücher zu holen. Als er wiederkam wurde vor Thoringal ein Wälzer gelegt, welcher jeden Besitzer dieser Waffe auflistete und seine Taten bis ins kleinste Detail beschrieb. Thorignal hatte nun also eine Aufgabe für die nächsten Tage. Die Gruppe beschloss daraufhin sich die nächsten Tage hier im Tempel aufzuhalten und eine kleine Verschnaufpause einzulegen. Jeder beschloss daraufhin seine Zeit anders zu nutzen. Totes Pferd wollte eine Hellebarde schmieden, die Dunkelelfe, welche sich mittlerweile als Tirass vorgestellt hatte, unterrichtete Nashazar in der Fähigkeit Leuten etwas abzunehmen ohne das sie es bemerkten. Und so vergingen die Tage, welche wahrscheinlich die letzten ruhigen Tage vor dem Sturm waren.
Beregoster Nächte sind lang (The Legacy of The Grey Guardians)
Nachdem viele der Abenteurer eine Weile getrennte Wege gingen und die unglückselige Camilla beerdigt wurde, hatten sich die Abenteurer neu gruppiert. Während der Halbork Gerlak lukrativere Abenteuer suchte, gesellte sich Thredi, eine orkische Palaldina aus Greenest zu Cipher, dem singenden Paladin, Anakis, Tiefling und Druidin in Ausbildung, Maevina, der geheimnisvollen Dunkelelfin und Ander, dem verschlossenen Magier zu. Nachdem die Gruppe Leosin dem Mönch, Quirin, den fahrenden Händler und den rätselhaften, verwirrten alten Mann mit seinem Buch nach Beregost begleitet hatten, kundschafteten sie Beregost aus.
Für zwei der Abenteurer war dies der Ort, wo ihr Abenteuer begann für Thredi war es eine Rückkehr, da sie hier lange gelebt hatte, doch niemand fand den vertrauten Ort vor. Beregost hatte sich in einen Hort gieriger Schatzsucher verwandelt, nachdem ein Goliath einen Golem aus Adamantit gefunden hatte und Quirin sah die perfekte Gelegenheit für extrem lukrative Geschäfte. Alles, was irgendwie hilfreich zum Ausgraben von Schätzen gebraucht werden konnte brachte extrem gutes Geld und Quirin ging so weit, sogar die Räder seines Wagens zu verkaufen, oder besser zu tauschen. Während Anakis, Cipher und Maevina in einer Taverne einkehrten, blieb Ander noch bei dem Händler und wurde extrem Neugierig, als er bei Quirin Waren, alt und nun neu hinzugekommen, sah die einer ganz anderen Güteklasse entsprangen und geriet in einen Bieterwettstreit um einen geheimnisvollen Beutel, aus dem man offensichtlich, wie bei einer publikumswirksamen Demonstration gezeigt, Bären hervor zaubern konnte. Doch er kam nicht gegen den Meistbietenden an. Thredi hatte mit ihren Geschäften mehr Glück, sie konnte beim lokalen Schmied, einem Feuerriesen, ihre Hilfe gegen die Seine tauschen und so ein besseres Schild und viel Klatsch und Tratsch bekommen. So erfuhr sie, das Baldurs Gate von Nekromanten überflutet wird und einer ganz besonders durch „Leichenkunstwerke“ auf fiel, in den Bergen viele „Monster“ gesichtet wurden, und das in der Stadt jede Menge sogenannter roter Magier unter gekommen waren, die dem Finder des Golems und seinen Abenteurerfreunden, die sogar später kurz die Schmiede auf der Suche nach Adamantium besuchten, sehr Misstrauisch und Feindselig gegenüber standen.
Viele dieser Magier befanden sich auch in der Taverne „Zum brennenden Magier“, wo Cipher mittlerweile ein kleines Konzert gab und dieser sich dabei auch offen über die roten Magier lustig machte. Maevina freute sich über das abgelenkte Publikum und machte wohl ein gutes Geschäft, wie auch immer es gestaltet war. Erstaunlich spät wurde es den Magiern zu viel, doch sie hatten ihre Rechnung ohne den Wirt und dessen verzauberte Tabletts gemacht, denn als sie von Maevina erleichtert nach Aufforderung nicht einmal zahlen konnten, wurden sie von den frei schwebenden Tabletts nach draußen geprügelt.
Der Abend wurde spät und die Gruppe erkundigte sich nach Unterkunftsmöglichkeiten, allerdings gab es nur noch Zimmer in einer der exklusivsten Herbergen, der „spiegelnden Seele“. Während sich fast alle im Schankraum trafen, gönnten sich nur Cipher, Anakis, Ander und Thredi ein geteiltes Zimmer, Maevina suchte Obdach bei ihrer Gilde und andere ähnliche Schafmöglichkeiten. Einer jedoch nicht. Der alte Mann brach entgegen anraten von Cipher und anderen heimlich zur Kerzenburg auf, während Cipher durch einen weiteren Auftritt in der Lokalität den Preis für die Übernachtung drücken konnte. Diesmal freute sich jedoch ein Halbling über das abegelenkte Publikum und bestahl sogar Anakis, bis Ander ihm auf die Schliche kam und ihn stellte. Er gab Anakis die gestohlenen Güter zurück und Thredi ging mit ihm gemeinsam zum Wirt um die weiteren Güter ihren Besitzern zukommen zu lassen und ihm den Dieb zu übergeben. Der Wirt war äusserst Dankbar und erlies den Vieren den vollen Preis und kümmerte sich um den Rest. Einer der Gäste ging jedoch leer aus, ein Rotmagier, der aber statt mit Wut mit einem wissenden Grinsen zu Ander schaute. Das machte Cipher aufmerksam, der den Seelenstab des Magiers erblickte und versuchte, die andere Klerikerin der Gruppe dazu zu bewegen, das näher zu Untersuchen. Die zeigte ihm jedoch die kalte Schulter, hatte der Magier sich doch nicht wirklich etwas zu Schulden kommen lassen. Wenn überhaupt, so war er an diesem Abend eher Opfer. Da der Magier ausserdem ein Tiefling war, wandte sich Cipher nun aufgeregt an die Junge Anakis und verbat ihr, mit diesem zu flirten. Anakis war erst einmal total verwirrt, seit wann benahm sich Cipher als wäre er ihr Vater? Ausserdem hatte sie überhaupt nicht auf den Magier geachtet, bis ihn Cipher auf ihn Aufmerksam machte. Sie hatte sich nach dem Diebstahl in ein Gespräch der Tischnachbarn vertieft, die von einer Rätselhaften Kräuterhexe berichteten, die für morbide Tauschgeschäfte bekannt war und derzeit wohl besonders nach Satyrhörnern ausschau hielt. Es war aber auch nicht wirklich wichtig, denn der Magier zog sich kurz nach dem Vorfall auf sein Zimmer zurück und auch das Quartett war Müde genug, um sich nun endgültig für die Nacht zurück zu ziehen. Der Name der Lokalität war dabei Programm, ein jeder fand in seiner Ecke eine Ausstattung nach der eigenen Persönlichkeit vor. Von Thredis kargem Lebensstil über Ciphers Oppulenz hin zu Anakais Naturoase. Auch Anders Viertel bot konventionelle Annehmlichkeiten, und so setzte er sich erst einmal hin um den heimlich einbehaltenen Geldbeutel des Rotmagiers zu begutachten, während sich alle anderen bereits hin gelegt hatten.
Kaum jedoch hatte er die Inhalte des Beutels auf den Tisch geschüttet und sich an fünf Goldmünzen erfreut entwickelten drei davon Beine und stürmten auf ihn ein. Aufgeschreckt von seinen Schreien rannten die anderen drei in seine Ecke und beobachteten, wie sich eine der Münzen in seinen Brustkorb grub während er mit Schockzaubern um sich warf. Cipher fackelte nicht lange und schickte eine Schockwelle in Richtung des Ereignisses, das die seltsamen Wesen ein für alle mal erledigte. Zusammen mit den Möbeln und Ander, der scheinbar mit den Resten eines Stuhlbeinas an der Schulter an die Wand genagelt zu sein schien. Nachdem Thredi ihn befreit und verarztet hatte, bot sie ihm an, in ihrer, allerdings wenig einladenden Ecke zu übernachten, aber Ander war viel zu wütend auf Cipher, um das Angebot überhaupt in Betracht zu ziehen. Kaum hatte Cipher den Mund auf gemacht um nach der Herkunft der glänzenden Schrecken zu fragen beschimpfte er ihn aufs übelste für seine Überreaktion, die er ausbaden durfte. Alle zogen sich wieder zurück, doch Anakis war nun viel zu aufgeregt, um wieder schlafen zu gehen, und setzte sich ins Zentrum ihrer Oase, einer wunderschönen Wiese, um zu meditieren – doch noch bevor sie die Welt um sich herum komplett vergessen konnte tauchte aus dem Nichts ein runenbedeckter Bogen vor ihr auf aus dem niemand anderes als der Rotmagier mit dem Seelenstab schritt. Mit seinem, seltsam leerem, Blick aus Irislosen Augen bemerkte er die Druidin nicht einmal und schritt zielsicher auf Anders Ecke des Raumes zu. Erschrocken versuchte die Tieflingsdame die anderen herbei zu rufen, brachte aber nur einen unartikulierten Schrei zu stande, was die Aufmerksamkeit des ungebetenen Gastes auf sich lenkte – oder besser die seines Stabes, aus dem sich geisterhafte Erscheinungen lösten, auf Anakis zuflogen und sie kurz mit den durchsichtigen Fingern an den Lippen anzischten, worauf Anakis besinnungslos in sich zusammenbrach. Thredi und Ander stürmten sofort herbei, doch Angriffe auf den alten Mann blieben auf den ersten Blick völlig Ergebnislos bis sie erschrocken feststellten, dass sie Wirkung zeigten, aber an der bewusstlosen Anakis. Thredi änderte ihre Taktik und griff den alten Mann mit einer harmloseren, aber effektiven Technik an und Ander konzentrierte seine Angriffe nun auf den Stab, was auch immer aber den alten Mann gesteuert hatte, übernahm nun die Führung von Anakis Körper und lies den des alten Tieflings fallen. Cipher indes versuchte nach der Undankbarkeit über seine letzte Aktion Anakis ersten Schrei erst einmal zu ignorieren, konnte aber den nun deutlichen Kampfeslärm nicht ignorieren. Zu Dritt gegen den Stab konnten sie diesen nun tatsächlich bezwingen, ohne Anakis allzu sehr zu schaden und Ander hatte darüber hinaus die Gelegenheit genutzt, mit dem roten Magier kurzen Prozess zu machen, was nach den Wirren des Kampfes nicht sehr positiv von den andern Beiden aufgenommen wurde.
Anakis wurde in ihr Bett gelegt, und die Leiche durchsucht, die mehrere magische Gegenstände bei sich trug, zwei Ringe, ein Medaillon, ausserdem eine Karte und ein meisterhaft gearbeiteter, aber nicht magischer Dolch. Dann brachte Cipher die Leiche zum Tempel von Lathander in Beregost und erklärte die Situation es ging. Es war eine lange Nacht und so war es dann auch schon spät, als die Gruppe sich zum Frühstück begab. Auch die Dunkelelfe hatte eine spannende Nacht, doch das ist eine andere Geschichte für einen anderen Tag.
Am Tag nach dem Turnier Frühstückte die Gruppe in der Taverne zum fliegenden Fisch in Baldur’s Gate. Die nicht anwesenden, der Paladin, der Sorcerer und der Barde, ruhten sich noch aus und erholten sich von dem gestrigen Turnier. Roo`th, Khar und Griewer frühstücken ausgiebig.
Roo´th bestellte sich sogar trotz Kater vom gestrigen Abend ein ganzes Schwein und verschlang es förmlich. Die Gruppe erinnerte sich an den Hinweis auf Verfolger, die ihnen auf den Fersen waren. Den Hinweis hatten sie von Brag erhalten. Sie überlegten was nun zu tun war und waren sich einig, das schnell gehandelt werden muss. Um endlich mehr Licht ins Dunkel zu bringen beschloss die Gruppe nach Luskan zu reisen und begab sich dazu auf den Markt um sich nach einer Transport Möglichkeit umzusehen. Sie stießen auf eine Karawane deren Ziel ebenfalls Luskan war und die über Tiefwasser und Niewinter reisen würden. Nach reiflicher Überlegung und gewitzten Verhandlungen mit dem Halbling, der die Karawane anführte, schlossen sie einen Vertrag über 7 Silber pro Tag ab. Der beinhaltet die Reise mit der Karawane aber auch den Schutz gegen mögliche Überfälle und sonstiger Gefahren auf dem Weg. Da sich die Karawane schon im Aufbruch befand, ging die Reise auch schon kurz darauf los. Was Anfangs nach einer Gemütlichen und ruhigen Reise aussah, änderte sich am zweiten Tag. Ungefähr gegen Mittag führte der Weg die Karawane an einem Stück Wald vorbei. In der Gruppe machte sich ein mulmiges Gefühl breit, das sich schon bald bestätigen sollte.
Ein Krachen durchbrach die friedliche Stille des Waldes. Ein Baum fiel in Richtung Karawane und knallt auf den mittleren Wagen. R’ooth der dem Baum nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte, wurde voll von ihm erwischt und zu Boden gerissen. Sie gerieten in einen Hinterhalt von Banditen. Auf den ersten Blick mussten es mindestens ein Dutzend sein. Einem Adrenalinrausch gleich stürzten sie sich aus dem Wald auf die Karawane. In der ferne konnte man drei Bogenschützen erkennen, die sieben Banditen mit Pfeil und Bogen unterstützten die immer näher kamen. Zwischen all der Meute stachen 3 Männer besonders hervor. Einer davon in dünne Roben gehüllt, augenscheinlich ein Magier. Der zweite in schwerer Kette und der dritte in Lederrüstung. Da er alle um ihn herum dirrigierte und immer wieder Befehle brüllte, schien er wohl der Anführer zu sein.
Griewer der Barde reagierte umgehend und versetzte den Magier in einen tiefen Schlaf. Khar sprach inzwischen den Zauber „sengender Strahl“ in Richtung des Anführers. Ehe dieser jedoch sein Ziel erreichte, ging der Mann in Kette dazwischen und konterte den Zauber. Der Ork R’ooth hatte sich wieder gefangen, stand auf, legte sein Schild an und schwang seine Axt. Zwischendurch hagelte es immer wieder Pfeile der Bogenschützen wovon die meisten zwar daneben gingen oder abgewehrt werden konnten aber einige Treffer hatten auch sie zu verzeichnen. Mittlerweile waren die sieben anstürmenden Banditen in Nahkampf Reichweite gekommen und stürzten sich auf die Gruppe. Ohne zu zögern griffen sie an und wenn sie nicht mit ihren Schwertern trafen, dann bissen sie nach ihnen und setzte der Gruppe so ganz schön zu.
Im Kampf merkte R’ooth nach einigen Hieben, das seine Axt keinen Schaden verursacht egal wie hart er zu schlug. Also ließ er Schild und Axt fallen und griff wieder zu seinem Riesenhaften Schwert. Mit aller Kraft schlug er nach jenem Gegner der immer noch vor ihm stand, konnte ihn aber nicht treffen. Egal wie oft er zum Schlag ausholte, er musste zusehen wie der Bandit ihm immer wieder ausweicht und zum Gegenschlag ausholte oder ihn biss.
Währenddessen wurde Khar durch einen Zauber vom Kettenträger gelähmt und musste zusehen wie der Mann in Lederrüstung ihm die Tasche entriss und darin nach etwas suchte. Griewer heilte in der Zwischenzeit den stark angeschlagenen Ork zweimal mit dem heiligen Wort und konnte danach endlich sehen wie der Ork wieder zu Kräften kam und seinen Gegner endlich niederstreckte.
Als sich Khar kurz darauf aus der Lähmung befreien konnte zögerte er nicht lange und tötete den Boss mit Hilfe des sengenden Strahls.
Nun ergriffen auch die restlichen Banditen die Flucht und der Angriff war überstanden. Khar und Griewer blickten um sich und begutachteten das Schlachtfeld, als sie sahen wie R’ooth wie von sinnen auf dem Leichnam vor ihm einschlug. Immer wieder knallt das Schwert auf den Körper und deformierte ihn immer mehr. Danach packte der Ork die Leiche an der Wirbelsäule, hob sie in die Luft und riss sie entzwei. Das Blut ergoss sich über den Körper des Orks und die anderen beiden wendeten sich verstört und angeekelt von ihm ab. Khar kommentierte die Situation nur mit einem „Orks…!“. Sie durchsuchten die Leichen und konnten 3 Dolche, 3 Kurzschwerter und einen Rapier.
Außerdem fanden sie eine beschlagene Lederrüstung und einen Brief bei ihrem Anführer. In dem Schreiben standen klare Anweisungen die Robe und die Armschienen zu beschaffen, die unsere Gruppe bei sich trug.
Nun war die Karawane gezwungen zu rasten. Sie hatten 2 Männer verloren und einer war schwer verwundet. Außerdem war einer ihren Wagen zerstört und musste repariert werden soweit dies möglich ist. Als es dunkel wurde machten sie ein Lagerfeuer und ruhten sich aus. Kahr nahm sich eines seiner Bücher und Griewer spielte dazu ein wenig Musik. Kurz darauf gesellte sich auch R’ooth dazu. Aus dem Blut das sich über ihm ergoss, hatte er sich so etwas wie Kriegsbemalung zugelegt. Auch jetzt atmete er noch schwer.
Die Sonne war verschwunden und man konnte die Sterne immer deutlicher erkennen. Es war wieder still im Wald und das einzige was man deutlich hörte waren gewohnte Geräusche der Tiere und die Musik von Griewer.
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