Plutokratie

Aquarell-fischerboot auf dem wasser im meer mit der gezeichneten illustration des schönen blauen himmels Premium Vektoren

Die durstigen Wanderer überlegten unter der Führung von Tebaun eine Kutsche zu bauen. Arabella erkundete weiter das Haus und schlief ein paar Stunden in dem äußerst komfortablen Bett der Hausherrn.

Hara schloss sich zögerlich Team Kutsche an und die verbliebenen Fässer wurden aus dem Keller gerollt. Als schliesslich alles so weit war, brach der Abend herein, und man einigte sich darauf, die Nacht noch in den gemütlichen Betten des Weinguts zu verbringen. Nur Arabella war nun wach wie schon lange nicht mehr und verbrachte die ruhigen Stunden mit dem Backen von frischem Fladenbrot, dass die Morgenmuffel ein paar Stunden später mehr als entzückte. Nachdem man noch ein paar persönliche Gegenstände für die Familie einpackte, brach man auf. Maduin war nicht zu erreichen und so ging es direkt zur Taverne, mit ein paar unkomplizierten Nächten dazwischen.

Besonders Hara freute sich schon sehr darauf, nun endlich einmal wieder dem Wein fröhnen zu können, doch auf dem Platz vor der Taverne gab es einen Aufruhr. Es gab eine Spur zu dem Mädchen, dass verschwunden war und von dem Tebaun mit seiner Familie gesprochen hatte. Ein Mann wurde beschuldigt, zu wissen, was mit ihr geschah und dennoch geschwiegen zu haben. Tebauns Familie war auch dort und unter Tebauns Führung gelang es, die Anwesenden zu beruhingen und den Mann zu verhören. Mit hilfe seiner Illusionsmagie gelang es ihm, ein Bild des Entführers zu zeichen, doch der war kein Unbekannter. Es war der Fischer Pluto, der das Mädchen einem Monster opfern wollte, um einen guten Fang zu garantieren.

Eine Frau aus der Famillie Tebauns konnte mit dieser Information magisch nach dem Mädchen suchen, doch es war zu spät, sie fand es leblos, tief unter Wasser, ihr Mörder draussen auf See Zaarovitsch. Unter lauten Protesten von Hara, die sich nach dem Wein sehnte und alles den lokalen Behörden überlassen wollten, stürmte Tebaun Richtung Zarovitschsee um Pluto der gerechten Strafe zu überführen. Doch man war längst so aufeinander eingeschworen, dass alle Tebaun folgten.

Und nun zu etwas ganz anderem (Gearpunks)

Die Abenteuer von Lucian, Amber, Lucc und Delia gehen gleich weiter, aber erst einmal fällt unser Blick auf ein paar untypischere „Helden“.

Aber lassen wir Ratpack (Flo) die Geschichte in einem Brief an Papa erzählen:

Hallo Papa, hier ist Raguul, dein Lieblingstöchterchen… Ich wollte dir ja erzählen, was gestern passiert ist.

Ich erinnere dich an Mama… also Kenna… Die Goblindame mit den Muskeln die größer sind als Ratbat, meine mechanische Fledermaus, und meine Schwestern sind genauso muskulös, das weißt du ja… als die Kleinste hauen mir die älteren Schwestern immer den Schädel ein, weil sie blöd sind… Mama sagt mir zwar immer, dass ich mehr trainieren soll, aber ich hab keine Lust mit den Fleischhaufen meiner Schwestern in den Kampf zu treten, weil ich eh weiß, was die machen…

Ich vermisse dich. Ich weiß, ich sollte endlich mal meine Rüstung bauen, aber ich schaffe es nicht… Ich hoffe, dir geht es noch gut als Geschützkonstrukteur bei den Cannith. Ich finde das so cool… Dein letzter Brief ist schon einen Monat her, und ich habe das Gefühl, dass ich dir gar nicht mehr fehle… Mama weiß nebenbei nicht, dass ich dir schreibe, aber sie hat mir einen Auftrag gegeben.

Ich habe heute einen Dampfschaden herrichten wollen… aber Vitroja hat mir gesagt, dass sie weiß, dass ich eine Rüstung suche und sie hat mir gesagt, dass bei den Braghs eine ist… Vitroja ist wirklich meine Lieblingsschwester. Ich habe gehofft, dass du bald ein Heilmittel findest…

Jedenfalls habe ich von ihr gehört, dass es bei den Braghs in der Nähe eine moderne Rüstung aus Metall gibt, und du hast mir ja Pläne gegeben, um sie für den Kampf zu verwenden! Endlich wäre ich stark genug gewesen, um meinen Schwestern eines rein zu hauen… außer Vitroja natürlich. Aber genau deswegen wollte ich die Rohre dort reparieren, weil ich diese Rüstung abholen wollte.

Klar, das war mitten im Bragh-Territorium, aber was wollen diese stinkenden, schweineküssenden Kakerlaken gegen die Rattenkönigin Ratpack machen?! Mir war das so egal… ich wollte einfach stark sein. Und als ich eigentlich weiter gehen wollte, kam dieses seltsame Goblinehepaar mir entgegen. Die mussten wohl Flitterwochen haben beim kaputten Rohr, dachte ich zuerst und wollte sie ignorieren, damit ich sie bei ihrem romantischen Intermezzo nicht stören würde… Aber… ja, dann kam der Rattenmist so richtig zum Dampfen, als einer der beiden dem Rohr einen flammenden neuen Lack verpasste und das Loch noch größer machte, was ich flicken musste. In aller Höflichkeit habe ich diese hirnlose Schleimbirne darum gebeten, mir die Arbeit zu überlassen. Und nachdem die Arbeit erledigt war, war ich irgendwie entspannter… Muss wohl die Arbeit der Ehefrau gewesen sein, dachte ich damals.

Schlussendlich stellten sich die beiden vor. Der kleine Grünling in so Stoffklamotten war ein Typ namens Knack. Er hat mir bei seiner „Reparatur“ meinen BH versengt… aber er schien Spaß zu machen, denn wir teilten das gemeinsame Hobby mit dem Feuerwerk… Ja, ich hab das von dir. Ich liebe es immer noch, wenn eine riesige Explosion kommt, aber war ich genervt von dem, als er mir die Arbeit nur noch schwerer gemacht hat, erst recht, da ich noch meine Reparaturen üben musste…

Die Andere sah so aus, als würde sie nicht nur Knack eine Freude bereiten. So dunkle Haut habe ich nur an einigen Goblins gesehen, als sie eine meiner Minen versucht haben, in die Luft zu jagen… Aber ihr stand sie gut. Sie sah aus, wie eine Künstlerin oder jemand, die Männern Freude bereite… oder Frauen. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass sie mir mit Magie den Körper fuhr, obwohl sie in der Ferne war… Jedenfalls, sie hieß Fozzy und war eine besondere Zauberin.

Eigentlich hätte ich ja gedacht, dass ich mich da alleine auf dem Weg zu den Braghs mache und die Rüstung abhole… aber das Ehepaar war echt ganz nett. Knack mochte Feuer und Explosionen und Fozzy mochte seltsame Berührungen mit ihrer Hand und seltsame Laserstrahlen gegen Priester. Als ich mich mit ihnen unterhielt, tauchten auf dem Weg zum Bragh-Haus so vier alles andere als kompetente Braghlins auf… also vier Goblins der Bragh-Linie, die meinten uns Ärger zu machen.

Der Vorderste schien ihr Anführer zu sein, aber er war schneller hin wie die Ratte, die von Knack gegessen wurde. Ich weiß zwar nicht genau, was dann passiert ist, aber nachdem ich versucht habe, den Zweiten mit meinem Degen zu stechen und mein kleiner Ratbat seinen Stoß verpasste, fielen auch die anderen drei Goblins um… Das war der Schlafzauber der gierigen Goblindame Fozzy…

Fozzy ist auch sehr… freizügig. Ich habe noch nie gesehen, dass jemand die Klamotten bei den Goblins so schnell runter gezogen bekommt, besonders wo ich mir vorstelle, dass die vor Gestank an ihnen kleben mussten… urgs… aber wir hatten einige gute Waren, wobei ich gerne die Dolche nahm… Wir ließen sie dann einfach dort liegen, denn ich konnte es kaum erwarten, die Rüstung in meinen Sack zu packen und die dann zuhause zu basteln…

Wir betraten das Bragh-Haus… aber… keine Rüstung da… kein Schatz… nur Mama und dieser Chef der Bragh… als ob ich mir den Namen von diesem Obergoblin merken sollte. Und Mama war… zahm, was ich selten bei ihr erlebt habe. Du hättest das sehen sollen, sie hat nicht zugehauen, sondern war frieldich… Sie hat vor dem Typen gespurt… aber als ich hörte, dass wir ein gemeinsames Ziel hatten und sah, dass Vitroja auch hier war, war das nicht das Ende der Überraschungen. Denn abgesehen von den Worten: „Ich hab eine Rüstung für dich, Raguul“ kamen gerade die schönsten Worte, die ich mir je vorstellen konnte.

„Es gibt ein Heilmittel für Vitroja.“

Ich wollte dem Bragh-Chef nicht glauben… Er hat echt gesagt, es gibt ein Heilmittel, um sich um Vitroja zu kümmern und sie wieder gesund werden zu lassen… Etwas schade ist es schon, ich habe ihr den Rollstuhl gebaut, aber wenn Vitroja wieder besser gehen kann, dann sage ich da nicht nein… Und ja, den Braghs darf man nicht trauen… aber… wenn Mutter es sagt, dann musste da was dran sein.

Der Bragh-Chef hat von seinem Plan erzählt, einen Heilerkonvoi zu plündern. Er würde auf einer Aufzugplattform sein und die Lieferung dann dort eben abholen… und bei dieser Lieferung war eine magische Schriftrolle, die Vitroja heilen konnte. Wir sollten einen Skycoach nehmen, der von einem nackten Bragh gesteuert wird… Er hat’s kommen sehen. Dazu bekamen wir so seltsame Soarsleds, also so grüne Bretter, auf denen man fliegen kann. Du hast mir schon öfters von denen erzählt… Aber ich glaube, die Bretter waren nur für kleine Goblins gemacht, denn egal, wie sehr ich es probiert habe, ich konnte da drauf nicht stehen bleiben…

Manchmal ist es doof, ein Bücherwurm zu sein… Besonders, wenn man sich bei der Goblindame festhalten muss, um fliegen zu können… Ich glaube, Fozzy hat der Flug dafür umso mehr gefallen… Ich wollte auch alleine fliegen… Wieso kann ich nicht so geschickt sein wie du, Papa?

Jedenfalls… Vitroja endlich gesund zu sehen, hat mich motiviert, da mitzumachen. Und Knack, Fozzy und ich flogen auf den Soarsleds zu der Heilerplattform, die die Waren wohl gerade frisch bekommen haben. Ich weiß nicht, wer die waren, und vermutlich wären diese Lieferanten alle friedlich gewesen, aber nichts hält mich davon ab, meine Schwester zu heilen.

Es waren fünf Halblinge, kaum größer als Knack der Feuergoblin… der die supertolle Idee hatte, mitten in die Kisten zu fliegen. Innerlich dachte ich mir, ob Goblins schon so blöd auf die Welt gekommen sind… aber da spricht wohl der Hobgoblinstolz in mir… Ich sah mich irgendwie dazu gezwungen, Knack den grünen Poppes zu retten.

Fozzy setzte mich ab, ich rannte zu Knack und hielt mich eher defensiv auf. Klar, ich bin nicht stark, aber ich weiß mich zu wehren. Ich versuchte dem Goblin mal den Hintern zu retten, aber habe es fett bereut, nachdem die anderen Gegner mir die Hölle heiß gemacht haben… Ich habe mich nur verteidigen wollen, während Ratbat von oben geschossen hat.

Das waren keine Krieger… das war echt nur ein Heilerkonvoi. Der Schütze starb schnell, die Anderen versuchten mir den Garaus zu machen, nachdem sie dem kleinen Knack den Hintern heiß gemacht haben. Von dem Board schoss Fozzy immer ihre Geschosse runter, bis sie überraschend dämlich wurde, und nach unten stürzte… Ich habs nicht mitbekommen, warum… aber es war ein harter Kampf.

Nachdem wir diese Gruppe an Hobbits ausgelöscht haben, nahmen wir die Truhen. Dass eine fast abgefackelt ist, sagen wir nicht… Wir brachten die Truhen auf den Skycoach. Dass dann dieses Braghgesindel wegflog, bevor wir alle Truhen verladen haben und sie uns auf der Plattform stehen ließen, regt mich bis heute noch auf, aber ich war nach dem Kampf selbst ein wenig geschreddert… ich fühle mich immer noch, als wäre ich da gewesen… und das Schlimmste daran, wir wurden von einem nackten Bragh-Idioten ausgetrickst…

Wir kümmerten uns um die Leichen und haben zwei der Truhen mitgenommen. In einer war Verbandszeug, das ich für meine Heilkünste verwenden konnte… in der Anderen nur ein paar Schriftrollen, die ich nicht lesen konnte… die Restlichen nahm der Bragh-Typ… und als wir uns um die Leichen gekümmert haben, und ich sie in ein Säurebad legte, gingen wir nach hause…

Ehrlich gesagt fühlte ich mich noch nie so schlecht dabei, jemanden weh zu tun. Aber es war für Vitroja… Als wir zuhause waren, hat sich der Bragh-General bei uns entschuldigt und uns die Rolle gegeben zum Tausch der anderen beiden Kisten. Ich hoffe, Mama schafft es, sie wieder gesund zu machen und diese Krankheit loszuwerden… andererseits hoffe ich es auch nicht, denn wenn Vitroja wieder gesund ist, dann wird sie wahrscheinlich genauso wie die anderen Dummköpfe von Schwestern auf mich einprügeln… aber ich schätze, das war mein Abenteuer.

Ich bekam von Fozzy noch eine sehr seltsame Münze, die ich mit meiner Magie versetzen konnte. Das ist ganz cool: Ich kann jetzt so kleine Münzen herstellen, die, wenn du aus einiger Höhe auf dem Boden fliegst, dir nicht wehtust, wenn du sie reibst… Naja, ich versuche es, aber Knack ist ein überraschend gutes Versuchskaninchen. Wo Fozzy hin ist, weiß ich gerade nicht… aber ich schätze, ich sollte ihr auch noch ‚Danke‘ sagen…

Ich hoffe, du schreibst mir bald wieder. Vielleicht können wir dann auch gemeinsam Vitroja sehen, wie sie wieder allen Anderen den Kopf einschlägt… Ich hab dich lieb.

Deine Ratpack


Einfach keine Zeit für die Liebe (Gearpunks)

Lucc kam mit Amber auf der Schulter hinaus, und Delia war mit ihrer Eroberung Doria nicht weit dahinter. Doch das sorgte vor allem dafür das Delia gegen Lucc stiess, als dieser plötzlich an hielt und Amber absetzte.

„Was ist denn jetzt schon wieder?“ hörte man ihre genervte Stimme.

Was war waren zwei Gruppen von Fans, die einen mit der rot geschminkten Gesichtshälfte, die sie schon einmal gesehen hatten und die anderen, die sich das ganze Gesicht Grün angemalt hatten, und die sich die Punkte der aufgetischten Geschichte an farbigen Backen warfen. Der Türsteher und Berta Ramm, seine Kollegin vom Club Oni Zuang versuchten die beiden Parteien zu befrieden. Als Berta Lucc sah, war sie sehr erfreut.


„Hey Lucc, ich wollte den Kampf sehen, aber er hier brauchte meine Hilfe.“

Lucc war Baff, zum ersten mal war es ihm bewusst das er Fans hatte. Aber zu ganzen Gruppen zu reden, war ihm neu. Nachdem er versuchte, beide zu beruhigen, ging das Gezanke schnell wieder los. Das brachte Delia dazu, ein magisch verstärktes Krachen in die Gasse zu werfen und die Aufmerksamkeit war wieder da.

Ambers allerdings war anderweitig zu hause. Sie hörte eine telepathische Stimme und erblickte auch schnell die Verursacherin. Die verschleierte Frau, die sie schon ein paar mal gesehen hatte. Die winkte sie zu sich und bat sie mit ihr in das nahegelegene Restaurant zu gehen.

Gerade im Augenblick des Knalls sagte Amber Lucc kurz über den Ohrstöpsel Bescheid, dass sie kurz weg ist.

Lucc hatte noch immer Probleme damit, die Fans zu beruhigen, nicht zuletzt auch deshalb, weil nur die Hälfte die seinigen waren. Doch da kam vom Aussenbereich eben jenes Restaurants ein junger Elf zu ihnen, der seinerseits auf sie einredete.

Er erzählte, dass sie nur Ärger für Lucc und Sulla verursachten wenn sie sich hier, direkt vom schwarzen Fass prügelten. Die Rädelsführer interpretierten seine Idee und man sah, wie sie sich verabredeten, bevor die Gruppen in zwei verschiedene Richtung von dannen zog.

Wo sie sich wohl treffen würden?

Der Neuankönnling stellte sich bei Lucc als Lucien Siannodel vor. Seines Zeichens Reporter der Korranberg-Tageszeitung, der sich ein Interview mit ihnen Wünschte. Und sich nach Amber um sah. So tat es auch Lucc, dem Bewusst wurde, dass er sie aus den Augen verloren hatte. Er fing an nach ihr zu rufen und die Gassen ab zu suchen, doch noch bevor er weit kam hörte und spührte man gewaltige Schläge auf die Steinstrasse. Von unten. Plötzlich durchbrach eine gewaltige, metallene Klaue den Belag und nach ein paar weiteren Schlägen kam nicht unweit von da, wo Lucc stand, ein gewaltiges Etwas hervor, das wie eine Mischung aus einem der Dinos der Halblinge, einem Kriegsgeschmiedeten und eines Rakschasas, wie man ihn sich vorstellen könnte aussah.

Lucc, der nun schon einiges mit Kriegsgeschmiedeten erlebt hatte, zeigte sich zuerst nicht besondern beunruhigt und als der Geschmiedete gegen die Mauer des Restaurant schlugs, meinte er nur freundlich, dass er das doch so nicht einfach machen darf.

Es dauerte nur einige wenige Sekunden, bis er durch die, eigentlich nicht gerade Dünne Wand war, aber es war genug Zeit, Amber und die seltsame Frau aus noch nicht vertieftem Gespräch über Ambers Vergangenheit und die Plage mit den Bolzen aufschreckte. Sie rief Amber zu:
„Ich weis nicht, ob das für euch oder für mich ist, ihr versteckt euch besser.“ während sie hinaus rannten.

Delia, da gerade noch mit bekommen hatte, das Lucc Amber vermisste und sie nun scheinbar von der Frau aus dem Restaurant wegrennen sah, griff diese an. Amber rief noch „Nicht sie!“ und war dann in einem Nachbarhaus verschwunden.

Die Frau schien die Verletzung nicht wahr zu nehmen, viel zu sehr Verängstigt, als dieses gewaltige Wesen erkennbar wurde.

Berta und Doria stellten sich der monströsen Erscheinung in den Weg, der Türsteher rannte in den Club um Hilfe zu holen, Auch Delia machte sich bereit und Lucc kam verwirrt um die Ecke.

Delia versuchte auch den Elf zu überreden, sie zu unterstützen, der gerade noch so aus gesehen hatte, als ob er das weite Suchen wollte.

Das Wesen lies sich nicht lange bitten und griff sofort Doria an, die nach hinten geschleudert wurde. Delia unterstützte ihre Eroberung und alle anderen mit Heilzaubern aus ihren neu erschienen Kräften.

Auch wenn die mittlerweile drei, nachdem Lucc dazu gestoßen war, Frontkämpfer es irritierten, initierte es immer wieder Projektilangriffe gegen die verschleierte Frau. Die brach auch mehrfach unter den Angriffen zusammen und nur Delias konstanter Fluss von Heilmagie verhinderte das Schlimmste. So dauerte es eine ganze Weile mit einigen haarsträubenden Verletzungen. Aber der Heldenmut der Anwesenden, auch immer wieder unterstützt von den Ansprachen des Reporters, der von dem Gegner dafür ein „Sch… Lügenpresse!“ zu hören bekam, schwächten es zunehmend. Kurz bevor zusätzliche Hilfe aus dem Schwarzen Fass gerannt kam… sogar Fausti war dabei,brach die unglaubliche Verbindung aus Fleisch und Metall letztlich bewusstlos zusammen.

Die in weisse Schale gehüllte Frau, ging zittrig auf das Wesen zu und während sie es untersuchte, nahmen ihre Augen kurz das selbe Leuchten an, dass man zuvor beim Angreifer gesehen hatte.

„Ein Quori.“ Hauchte sie, „Sie haben mich gefunden.“ Die anderen wussten mit dem Begriff nicht so recht etwas an zu fangen, doch der Reporter schien dazu etwas sagen zu können, und während Delia seinen Spekulationen zuhörte und Lucc Amber suchte und fand, versuchte die Frau sich unbemerkt aus dem Strassenstaub zu machen. Doch Delia bemerkte sie, zerrte sie kurz in das Restaurant und forderte sie auf, ihr alles genau zu erzählen, am besten Morgen in den Gemächern Delias Famillie. Das lehnte sie resolut ab. Sie nannte ihr einen Treffpunkt in einem belebten Kaffee weiter oben. Sie müsse in Bewegung bleiben, und der Reporter solle bitte davon auch nichts wissen.

So ließ sie Delia denn gehen, denn sie hatte eine ganz andere Frau, um die sie sich heute noch kümmern musste.
Für einmal sorgten nicht die Drei für die Inhaftierung der seltsamen Person, sondern der Türsteher rief die Polizei. Lange bevor sie eintraf, waren alle ihrer Wege, mit einem glücklichen Reporter, der nun weit mehr zu berichten hatte, als er erwartet hatte.

Bild von Dianna Lora

Wir sind der Champion (Gearpunks)

Nach der langen Aufnahme der Aussagen wandte sich Descartes an die Drei: „Tassen hin oder her, ihr solltet es mal etwas langsamer angehen lassen, ihr seid ja ständig hier.“ Dennoch waren sie begeistert über ihre individuellen Trinkutensilien. Lucc freute sich besonders über die überraschende Grösse seines Bechers, der stets genügend Platz für einen Schuss aus seinem Flachmann übrig liess.

Nachdem sie zuhause angekommen waren, kostete er seinen Brandt jedoch unverdünnt nach dem ganze Stress. Sie sassen in Delias Wohnung, doch sie selbst hatte sich in Bad zurück gezogen. Kurze Zeit später kam ihre Mitbewohnerin und gesellte sich zu Lucc und Amber, die die Nase über den Pinselreiniger rümpfte, den Lucc da trank.

„Euro Bestellung ist fertig, morgen früh könnt ihr die Kleidung für Amber abholen. Lucc und Amber erzählten ihr begeistert, wie sie sich für die Streikenden in Todes Tor eingesetzt hatten und Amber insistierte, eine Arbeiterbewegung für Kriegsgechmiedete führen zu wollen. Als auch die Schneiderin sich zurück zog, bemerkte Amber, dass Lucc eingeschlafen war. Er hatte wohl den Pinselrei… Pinsel? Ein Grinsen zog über ihr Gesicht und sie besorgte sich ein paar Utensilien.

Lucc bekam nichts mit. Lange nicht, denn er schlief am längsten von allen, noch immer auf Delias Couch. Als er schliesslich sein kunsthaft geschminktes Gesicht bemerkte, dass er jedoch dank Augenreiben schon ziemlich ruiniert hatte, nahm er Amber ins Gebet. Die meinte, sie wollte ihm für den Schneidereibesuch nur schön machen. Dort war das Staunen gross, als Amber ihre drei neuen Kleider anprobieren konnte. Besonders ein Kleid mit angedeuteten Zahnrädern hatte es ihr angetan. Dazu gehörte noch ein Zylinder aus dem dominanten Material, an dem eine Fliegerbrille wie bei ihrem Teddy angebracht war.

Nach dem Mittagessen brach man zum Schwarzen Fass auf. Dort war es Erwartungsgemäss erst noch ruhig, und Fausti breitete sie auf den kommenden Schaukampf vor. Ganz so „Schau“ allerdings nicht. Für die Kayfabe war es gar nicht so wichtig, wer den Kampf gewann und Wetten bringen immer Geld, so dass dies ein ehrlicher Kampf sein würde. Nur mit gespielten Konsequenzen. Während Lucc gleich in die Umkleide ging, besuchte Amber die Bar und brachte erneutet einen Kellner dazu, mit den Utensillien für Cocktails kreativ zu werden, um ihr etwas schmackhaftes aber alkoholfreies zu kredenzen.

Am besten traf es Deliah, die sich unter den frühen Gästen des Lokals um sah, und ein sehr herausforderndes Lächeln in der Menge fand. Von einer Menschlichen Frau mit Blonden Haaren und bestimmten Gang, die Deliah mit den Worten „Also habe ich mich nicht getäuscht.“ begrüsste, als sie zu kam. Die beiden flirteten eine ganze Weile, redeten über alte Wunden und Neubeginn, bis schliesslich die Zeit für den grossen Kampf des Abends gekommen war. Doria, wie sie hies, erwies sich al grosser Fan von Sulla MaCasa, aber das machte sie in Delias Augen nur noch reizvoller.

Doria Kenegut

Amber stellte sich auf einer Tribübe auf, während Faustis Ansage über allen Dröhnte und er die beiden Kämpfer – und den angeblichen Grund ihres Zwists – vorstellte. Schon schlug die Glocke und man merkte beiden deutlich an, dass sie seit ihrem letzten Kampf viel trainiert hatten.

Doch das erwies sich als etwas Nachteilhaft für das Publikum, war doch der Kampf schon nach nicht einmal einer halben Minute entschieden, als DeCasa zu Boden ging.

Man merkte ihnen die Enttäuschung an, und zu Dorias überraschung sprang Delia auf und forderte Lucc heraus. Fausti, der das Publikum zufrieden stellen wollte präsentierte erneut den Kampf, nachdem etwas Zeit zum Aufpäppeln Luccs einberaumt war standen sich Lucc und Delia wieder im Ring gegenüber. Delia gerüstet, Lucc mit ihren Schlagringen und Amber, die ihn von der Tribüne her anfeuerte.

Es war ein guter Kampf, der auch länger dauerte, doch auch hier bewies Lucc trotz all der unerwarteten Elementarmagie von Delia sein Geschick.

Einer jedoch war darüber unglücklich. Wie abgesprochen kam Sulla in die Arena, aber musste einen Grund improvisieren, weshalb er so sauer war und war nicht ganz auf der Höhe. Dennoch war er sein Handtuch, erklärte, wie wütend und ettäuscht er war, und das er im Championship statt für das Schwarze Fass für die Goldene Leber antreten würde. Und, ebenfalls ganz wie geplant, rief Björn Faustrecht Lucc de Carpon zum neuen Champion für das Schwarze Fass aus.

In der Umkleide lästerte Delia gerade etwas über Sullas schauspielerische Leistung, da kam auch schon Doria zu ihr. Stolz auf Delias Mut, aber zu Sulla gestikulierend, dass er immer noch ihr Champion war. Delia gab sie ganz andere Signale, Signale bei denen Delia ganz warm wurde.

Gerade kamen auch Lucc, Amber und Fausti in den Personalbereich, wo die verletzten aufgeheilt worden waren, und Delia wandt sich etwas bei dem Versuch, ihr zu erklären, warum sie die Nacht bei Doria zu bringen wollte. Fausti warf Lucc und Sulla je einen Goldbeutel zu. Als Fausti sah, dass Lucc etwas neidisch auf Sullas grösseren Beutel schaute, erklärte er, dass Sulla ja eine Abschlussprämie erhalten hatte, nachdem er näher bei seiner neuen Wohnung arbeiten wollte und das Schwarze Fass verlief.
Doch Lucc war schnell zufrieden, als er 200 Goldstücke abgezählt hatte. Und so beschloss man, sich auf den Weg zu machen. Delia mit Doria zum Grünen Schwan, ein Stockwerk höher, die anderen zurück zur Wohnung. Das war zumindest der Plan.

Ein unerwarteter Rabe (Shield of Light)

Erst wollte Hara der Zweiggestalt mit der Kommode folgen, doch schon folgte ihr eine andere. Offensichtlich wurde es doch nicht so einfach sein, und sie blies die Pfeife, die Tebaun ihr für einen solchen Moment gegeben hatte. Entgegen ihrer Erwartung war der Ton nicht nur weit im leicht hörbaren Bereich, sie hatte auch noch so kräftig geblasen, dass die Pfeife sich regelrecht im Ton überschlug. Nun kam eine der Druiden durch die Aufgebrochene Tür, schickte die beiden Zweigdinger mit der Truhe voraus und suchte den Bereich ab, von wo das laute Pfeifen gekommen war.

Trotz ihrer Unsichtbarkeit versteckte sie sich hinter dem nahen Toilettenhäuschen. So konnte sie nicht sehen, wie ein weiterer Druide ins freie trat, und es wäre ganz und gar unmöglich gewesen, Theo zu sehen, der diesem heimlich folgte. Beide, Theo und Hara wussten jedoch, das nun schnell etwas geschehen musste, auf das die beiden Geschöpfe nicht mit der Kommode entkamen und griffen an. Derweil eilten Arabella, die drei Drachengeborenen und Tebaun so schnell wie möglich zum Ursprung des Pfiffs.

Arabella war nicht nur die erste, die in Reichweite kam, sie erfasste die Situation mit den beiden Trägern der Kommode sofort und platzierte eine Feuersbrunst in ihre Mitte. Das schwächte zwar die Träger, aber es zerstörte auch die Kommode, und der lebensspendende Stein purzelte heraus. Zu allem Überfluss kamen nun auch enorme Wellen von kleineren Zweigenweisen die den Enttarnten, Hara und Theo mächtig zusetzten.

Es war ein langer Kampf doch irgendwann klärten die Druiden ihre Prioritäten und einer verwandelte sich in eine Eule, schnappte sich den Stein und flog davon. Hara, die am nächsten zur Stelle war, versuchte die Eule vom Himmel zu schiessen, verfehlte, rannte hinter der Eule her und es passierte seltsames…. Während des Rennens noch verwandelte sie sich in einen Raben. Verwirrt wie sie war nutzte sie die Gelegenheit jedoch um weit in die Luft zu steigen bis sie die Eule sehen konnte und flog in ihre Richtung.

Es dauerte jetzt nicht mehr lang, bis alle Wellen Arten und wellen von Zweigenwesen besiegt waren und sie gingen ins Haus, um nach Nachzüglern zu schauen. Ausserdem waren einige sehr Neugierig, wesehalb die Familie eigentlich nicht wollte, das man in die Privatgemächer ging. Arabella versorgte die halb verdursteten Jutschenpferde. Die einzige echte Auffälligkeit war jedoch, dass eines der grossen Keltereifässer mit Zweigen gefüllt war.

Nach einer Weile kehrte der Rabe zurück und noch etwas später nahm Hara wieder ihre eigentliche Form an. Nun suchte sie erst einmal das Gespräch mit Arabella, mit der sie nun etwas unerwartetes gemeinsam hatte. Spontane Verwandlungen in ein Tier. Ob es ein Segen oder ein Fluch war?

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner