„Ya Ghabi“ – einen Dummkopf – musste Nassid sich selber schimpfen, als klar wurde, dass er diesem Steinschlag nicht mehr entkommen konnte. Wieso nur hatte er den hayya-khatwa – seine Teleportationsmagie – so fahrlässig genutzt, sich den letzten Aufstieg zu erleichtern. Mehr Denken war nicht mehr, als die ersten Vorläufer von Steinen seine Schläfe erwischten und alles dunkel wurde.
Brennender Schmerz weckte ihn, der die Worte einer fremden Sprache, von denen nur „… Moradin …“ ihm bekannt vorkam überdeckte. Einem Verdurstenden in der Wüste gleich, der die Fatamorgana einer Oase sah, sprang Nasid auf, um wem, was auch immer ihm Schmerzen zufüge mit sich ins Jenseits zu reißen. Die Worte des Iila alkharab – der puren Zerstörung – lagen bereits auf seiner Zunge, um sie dem Widersacher ins Gesicht zu speien. Gut für den Zwerg, dass er nicht auf Augenhöhe mit Nasid wuchs, denn dieser Moment der Desorientierung war es vielleicht, der den Zwerg rettete. Als dann der Schmerz Sekunden später abkling und alle weiteren Schmerzen, Prellungen, Schwellungen und Brüche mit sich nahm, musste sich Nasid gestehen, dass er vielleicht ein klein wenig überreagiert hatte oder hätte. Die Wachen namen ihre Waffen wieder von seinem Hals, doch es wurmte Nasid, dass er die Sprache der qazzam – der kleinen Menschen – nicht verstand. Gut, dass sie auch die Handelssprache kannten. Die düstere Erscheinung von Zwerg, die ihm die Schmerzen zugefügt hatte, stellte sich als Xhorgul vor, während der Wachhauptmann sich Haran nannte und die zweite Wache Belan geheißen werden wollte. Die Namen des Nordens waren so sonderbar, wie ihre Völker. Wäre er nicht gerade von Xhorgul geheilt worden und somit aller guten Sitten nach zu Dank verpflichtet, so hätte er vermutlich einen sicheren Abstand gehalten. Seine Stimme schien gewohnt zu befehlen und er forderte Respekt auf eine Weise, die ahnen ließ, dass er ihm gewöhnlich gezollt wurde. Männer seines Schlages wurden in Calimshan oft hervorragende Aufseher für Arbeitssklaven. Dieser hier schien einen anderen Weg eingeschlagen zu haben. Die gewechselten Worte waren nicht sehr freundlich, denn auch wenn er gerade, wie ihm gesagt wurde, unter einem Steinschlag her gerettet wurde und sich nun in Mithrilhall befand, so widerstrebte es ihm zu Dankbarkeit verpflichtet zu sein. Sein Vater hätte ihn hierfür ausgelacht. Unangenehm. Doch daran ließ sich nunmehr nichts machen. Gestern hatte er Versucht, in Mithrilhall Einlass zu finden, um die Bibliothek zu studieren, doch diese Tahan (Hundesöhne) von Wächter an der Pforte zum Berg, hatten ihn damit gleich abgewiesen. Jeder auf seiner verdammten Reise im letzten Jahrzehnt hatte immer irgendwelche Anforderungen zu stellen, bevor er die dummen Bücher auf eine handvoll wertloser Hinweise hin studieren durfte, die ihn eine Elle näher zu seinem Ziel führen könnten. Als wäre er ein verflixter Held irgendeiner Legende, der immer erst irgendwelche Hämmer, Zauberzepter, Schwerter oder Esel finden musste, bevor er seinen eigentlichen Weg weitergehen durfte. Waren die Götter schlechte Geschichtsschreiber? Machte Savras sich einen Spaß mit ihm? Oder waren einfach alle Wesen dieser Erde so egoistisch, wie sein Vater es ihm stets erklärt hatte? Bücher. Ernsthaft. Nicht Drachen erschlagen, nicht Jungfrauen retten. Einfache, alte Bücher. Mit uraltem verlorenen Wissen über Unsterblichkeit. Ok. Aber das wussten sie ja vorher nicht. Er rechnete es den Zwergen hoch an, einfach nein gesagt zu haben. Eigentlich hatten sie sogar „verpiss dich Manarn-spinner“ gesagt. Vielleicht war er zu hartnäckig gewesen. Zu ärgerlich, dass er völlig talentfrei in Bezauberungsmagie war.
Dieser Xhorgul wollte ihn in zwei Stunden aufsuchen. Na dann. Er brauchte Ruhe und musste schauen, wie schwer seine Apparate beschädigt waren. Belan sollte ihn auf Schritt und Tritt begleiten. Nur fair. Ein kleines Quartier, von dem er sich versicherte, dass es von beiden Seiten zu öffnen war mit einer Pritsche. Besser als der sahar-hayya-fatra – der außerdimensionale Raum – in dem er gewöhnlich rastete. Endlich wurde ihm auch Brot und Wasser angeboten. Immerhin. Gastfreundschaft in Norden und Süden waren unterschiedlich, soviel hatte er schon gelernt. Aber er wusste ja auch noch nicht, ob er ein Gast war.
Seine Geräte waren nur leicht beschädigt, doch war er nicht auf die Reparaturen vorbereitet, weshalb er improvisieren musste. Belan schien ihm seine schlechte Laune zu verzeihen und war verdächtig freundlich. Als er hörte, dass Nazid dann und wann Geschichten zum besten gab eröffnete er ihm, dass, wenn er dies hier täte, Geschichten aus fernen Ländern – und so – er dafür vielleicht in die Bibliothek dürfe. Tadam. Da war es wieder. Immerhin sollte er keine Jungfrau erschlagen oder beschworene Sukkubi abmalen, während sie in Ewards schwarzen Tentakelfeld feststeckten. Der Magier der das verlangt hatte war die vermutlich skurrilste Begegnung Nasids auf Reisen gewesen, doch seine Bibliothek war das Schauspiel wert gewesen. Geschichten vortragen für Kost und Logis war er gewohnt, auch wenn er nie gut darin war. Doch wenn kein Barde vor Ort war, war auch die zweite oder dritte Wahl besser als gar nichts, weshalb er irgendwann damit angefangen hatte. Dafür noch in die Bibliothek dürfen war ein wundervoller Handel. Sich selbiges anmerken zu lassen wäre gleichermaßen blöd gewesen.
Xhorgul stapfte irgendwann begleitet von der skurrilsten Durchmischung an Wesen, die er überhaupt in einem Zwergenstollen erwartet hätte heran. Fast wie in diesen Geschichten, wo alle möglichen Helden die Vorurteile ihrer jeweiligen Rassen überwunden hatten, um gemeinsam etwas unsagbar Böses zu bekämpfen. Oder so Ähnlich. Angeblich hatte ja auch der Herrscher Mithrilhalls mit einem Drow gekämpft. Das hatte Nasid sogar in Calimshan noch gehört. Doch Geschichten die weit wandern, wandern oft genau so weit entfernt von der Wahrheit.
Der Zwerg bestand aus Gründen, die er nicht offenbaren wollte darauf, dass Nasid ihn und diesen zusammengewürfelten Haufen an die Stelle begleitete, an der der Steinschlag ihn getroffen hatte. Feundlich bleiben, freundlich bleiben, musste er sich immer wieder sagen, doch es gelang nur mäßig. Vernunft und Zwerge waren auch Worte, die er noch nicht oft in einem Satz gehört hatte. Manchmal muss man sich den Gegebenheiten auch anpassen, statt sie mit roher Magie in die gewollte Form zu pressen. Dies war solch ein Fall. Also folgte er der Gruppe, die beruhigenderweise sehr wenig Gemeinsamkeiten mit seiner Vorstellung von einem Exekutionskommando hatte. Meilen unter dem Berg nach einer Wanderung die seine Füße quälte stießen sie auf einen Riß im Fels, der, so wurde vermutet, zeitgleich mit dem Erdrutsch entstanden sein musste. Xhorgul beeindruckte Nasid damit, dass er den zehn Meter weiten Schlund mit wenigen zwergischen Worten der Macht mit einer steinernen Brücke überschlagen konnte. Als die Pforte zur Außenwelt geöffnet wurde, schlug der Gruppe eisiger Wind und Schnee entgegen. Betont langsam griff Nasid nach Komponenten, sich gegen die Kälte zu schützen, doch sein Körper versagte. Erst dann begriff er, dass er sich entweder in einem Antimagischen Feld bedand, oder einer der Anwesenden ein selbiges um sich herum gewirkt haben musste. Heftige Magie, die sie aufwandten, bloß um ihn frieren zu lassen, dachte er bei sich. Doch Vorsicht ist besser als Nachsicht, das würden auch die Zwerge über die Jahrtausende gelernt haben. Wo sie doch sozusagen auf einem Zugang zur Unterwelt wohnten, soweit Nasid wusste.
Auf dem Weg hierher hatte Nasid sich mit der Gruppe vertraut gemacht. Manche schienen gesprächiger als andere und er klopfte mehr oder minder… eher minder vorsichtig die Möglichkeiten ab, die diese Truppe bot. Der Elf Rylan pries seine Diebeskunst an, wollte jedoch auf Nachfrage Nasids auch nicht jeden und alles beklauen. Zu schade eigentlich. So könnte er die Bücher bekommen, die er wollte, auch von diesen eingebildeten, glatzköpfigen Bibliothekaren in Niewinter. Der Magier der Truppe war besonders spannend, da er sich offensichtlich ebenfalls auf die Schule der Hervorrufung spezialisiert hatte. Er fragte für Nasids Geschmack zu schnell danach, Zauber auszutauschen, was für ihn nur in Frage kam, wenn er jemandem wirklich vertraute. Irgendwie kamen sie auf die Bibliothek Luskans und die arkane Bruderschaft und Arrat eröffnete, dass er einst derselben angehört hatte. Und wusste, wo sich die Bibliothek befunden habe. Was für eine Möglichkeit! Nasid wurde gleich viel freundlicher. Schwer einzuschätzen war besonders der Halborc. Erst vermutete Nasid, dass er ein Sklave war, was sie alle jedoch verneinten. Doch selbst auf seine schlecht gespielte, scherzhafte Nachfrage, ob er nicht zumindest unter der gedanklichen Kontrolle Arrats stand, bekam er eine Verneinung. Gewagtes Spiel.Wo er her kam, würde man für solch einen starken Ork ein Vermögen zahlen. Freilich musste er irgendwie im Zaum gehalten werden. Oder es wurde bei den Spielen auf ihn gesetzt. Auf den hier würde es sich lohnen, zu setzen. Er war gleichzeitig einer der wortkargeren Gefährten, doch Nasid glaubte Momente zu sehen, wo er ohne Worte mit Arrat, oder dessen Drachen kommunizierte. Eine wahrlich pointierte Geschichte, so dachte er kurz wäre es, wenn all diese Gestalten in Wahrheit unter der Kontrolle des Drachen stünden, doch glaubten frei zu sein. Vielleicht würde er die Geschichte in einigen Jahren so erzählen, das kam besser an.
Er schaute nicht schlecht, als er einen riesigen Abdruck in der Flanke des Berges sah, gerade oberhalb der Stelle, an der die Lawine abgegangen war. Als hätte ein Hammerschlag den Berg erwischt. Doch dieser Hammer. Nun. Der hätte wirklich, wirklich, wirklich groß sein müssen. Götter also, hm? Kurz überdachte Nasid, ob Savras, von dem er seit dem Tag nach seiner Bestrafung nichts mehr gespührt hatte dahinter stehen konnte, doch die Handschrift passte auf keine Art und Weise. Der Zwerg musste natürlich Moradin dafür verantwortlich machen. Klar. War das jetzt gut oder schlecht, dass ein Gott einen Berg verprügelt, nur damit Nasid beinah von Steinen erschlagen wird? Sie schauten sich die Stelle noch genauer an. Lyari, mit dem Nasid noch nicht viele Worte gewechselt hatte, bot ihm an, auf seinem Pegasus den Einschlag mit Rylan zusammen genauer zu betrachten, währen Arrat von Magie getragen heraufschwebte. Der Elf Lyari schien äußerst interessiert an Nasids Apparatur aus Linsen und geschliffenen, magischen Steinen zu sein, mit denen er Bilder für die Geschichten einfing. Xhorgul war fortan sehr nachdenklich, in Gedanken gekehrt, doch dafür zeigte der Halbork so etwas wie Lebensfreude einen eigenen Willen, draußen zu bleiben und irgendwo anders hin zu gehen, während Nasid schon lange weder Finger, noch Zehen mehr spüren konnte.
Keine der Thesen, dass Moradin das jetzt gemacht hatte, um Nasid zu der Truppe zu führen, machte für ihn Sinn. Sehr, sehr weit hergeholt. Ya fartas würde man in seiner Heimat Menschen nennen, deren Gedanken nicht mehr durch ihr Haupthaar am wegfliegen gehindert wurden.
Arrat war begierig, nach seiner Familie zu suchen und wollte dafür nach Luskan zurück, um Spuren zu finden. Er erwähnte, dafür zuvor mit dem König geredet zu haben, doch die genaueren Inhalte des Gespräches blieben Nasid verborgen. Wenn jedoch diese Truppe mit dem König sprechen konnte, dann könnten sie ihm mit Sicherheit den Bibliothekszugang eröffnen. Auch trugen die meisten von ihnen Amulette, die sie als Freunde der Zwerge, wie sie sagten auswiesen. Fenner, der Halbork wollte es Nasid einfach geben, was sein Ansehen bei ihm erheblich erhöhte, doch Xhorgul oder war es Lyari, wiesen ihn harsch zurrecht. Er schien sich offensichtlich nicht immer mit den Sitten der qazzam auszukennen. Beruhigend, dass Nasid nicht der einzige war, der so in Fettnäpfchen treten konnte. Sie wollten morgen aufbrechen und Nasid, so wurde gehandelt solle sie begleiten, wegen des Zeichens der Götter und so. Im Tausch würden sie ihm Zugang zur Bibliothek von Adbar gewähren. Fair genug.
Auf dem Rückweg hörte er noch davon, dass die Runde bevor sie zu ihm gekommen waren selber in der Bibliothek gewesen waren. Sie sollte tief unterm Berg liegen und die Fahrt herunter in den Mienenwagen oder Gondeln sollte für sie als ungeübte Fahrer sehr abenteuerlich gewesen sein. Nasid wunderte sich, dass sie alle den halben Tag lang keinen Hunger zu haben schienen, weshalb ihm vom morgendlichen Gelage berichtet wurde. Doch nicht nur Wasser und Brot also. Wobei die Kuriositäten, die ihm genannt wurden, über Ratte zu Ankeg zu anderen Höhlenbewohnern in seinen Ohren wenig mit Essen zu tun hatten und noch weiter von „lecker“ entfernt zu sein schienen. Jeder Versuch der Truppe, ihn von Gegenteiligem zu überzeugen scheiterte an seinen Vorurteilen.
Seine Abendvorstellung wurde erschreckend begehrt erwartet. Kein Wunder, wer nie aus dem Berg raus kommt, für den ist ein Bild von Sonnenlicht bestimmt schon besonders. Geschweige denn von den fernen Wüsten Calimshans, über die Einöden südlich von Easting, zu den Magiertürmen Baldurs Gates oder den sagenumwobenen Sklavenmärkten von Westgate. Das Zwergenfolk war so begierig, es war muksmäuschenstill und lauschte seinen Worten, die zwar gewohnt waren, harsch zu klingen, doch denen der säuselnd, wasserfallartige Tanz der Silben, der alle guten Geschichtenzähler eint fehlt. Er war ernsthaft entrüstet, als ein „Haaaaalllt“ durch den Raum gebrüllt wurde, als wäre gerade die eigene Tochter selbst dem Wüstenwurm zur Vorspeise gereicht. Arrat war aufgesprungen und kam völlig neben sich stehend nach vorne glaufen. Für Nasid war dies äußerst irritierend. Er war gewohnt, dass Zuhörer einschliefen, oder hinterher ihr Geld zurück wollten, weil er sich keine Mühe gegeben hatte, aber dass jemand forderte, die Bilder, welche er mit seiner Linsenapparatur magisch zu seiner Geschichte an ein Laken an der Warf, rückwärts zu spielen, um etwas nochmal zu sehen, das war neu für ihn. Zumindest an dieser Stelle. Die Bilder, welche er heimlich im Harem des Sultans von Memnon gemacht hatte krönten gewöhnlich seine Erzählungen, auch wenn es die Chronologie seiner Reise völlig durcheinander brachte. Es war immer das Gleiche. Die paar Jungspunde und Partnerlosen, die Heißsporne und Lüstlinge konnten sich an diesen Bildern gar nicht sattsehen und begannen spontan Reiselust zu entwickeln, wo sie zuvor nur gegähnt hatten. Erst Fenners sachlich gesagten, doch aus sehr tiefem Brustkorb gesprochenen Worte veranlassten Nasid, sich bei den anderen entschuldigend, die Bilder zurück zu holen. Der Sklavenmark von Westgate. Wirklich keine Besonderheit, doch Arrat griff beinahe durch die Leinwand hindurch, so sehr schien er an den zwei Sklavinnen zu hängen, die dort gerade zum Verkauf standen. Der König selbst schritt hervor, was Nasid nun ersthaft nervös machte, was nur durch schmerzhaftes durchdrücken des Rückrades irgendwie verborgen werden konnte.
Arrat erklärte unter Tränen, dass eben dies seine Mutter und seine Schwester seinen und er wollte alles wissen, sich am liebsten augenblicklich dorthin teleportieren. Die Vorstellung wurde offiziell beendet und Pläne geschmiedet, wie weiter vorzugehen sei. Das war nun wahrlich ein wenig zuviel des Zufalls und als Arrat sich bei Moradin bedankte, konnte auch Nasid den Gedanken nicht mehr ganz zur Seite schieben, dass so eine Lawine ihn gewöhnlich hätte töten müssen. Ihm wurde noch am selben Abend ein Gespräch mit dem Bibliothekar ermöglicht, der ihm zum nächsten Morgen alles an Material gab, was er finden konnte. Hinweise auf einen Zweig von Zwergen, die sich mit feinstem Sand, wie er unter der Wasseroberfläche zu finden war beschäftigten und welche einen Teil der Fähigkeiten erworben hatten, nach denen Nasid ausschau zu halten gelernt hatte. Doch es gab wenig konkretes Wissen, durchaus jedoch Verweise auf andere Bücher, welche in Adbar gelagert wurden. Adbar also. Der nächste Zufall. Arrat hatte gebeten, bei Nasids gespräch mit dem alten, jedoch wort- und sprachgewandten Bibliothekar dabei sein zu dürfen und war nun der erste der Gruppe, mit der er wohl nun einige Zeit reisen würde, der seine eigenen Motive kannte. Auch machte er Angebote, ihm später selber zu helfen, doch das würde die Zukunft zeigen. Solange das Geheimnis der Unsterblichkeit Samehs nicht geklärt war, würde kämpfen sinnlos sein. Zum Zeitpunkt des Kampfes jedoch, das wusste Nasid, würde er alle Hilfe brauchen können, derer er habhaft werden konnte. Die Reisepläne wurden geschmiedet und Abschied von Mithrilhall genommen. Arrat brachte die Gruppe am nächsten Morgen zur Kreuzung vor Baldurs Gate und Nasid hatte genug hayya-khatwa vorbereitet, um sie alle bis zur Wegkreuzung unter Pros zu bringen. Er war ein Jahr nicht mehr in Westgate gewesen. Dort ändert sich viel schnell und er wollte nicht blind an einen Ort teleportieren, von dem er nicht sicher war, dass er sicher war. Reisen hatte ihn vorsichtig werden lassen. Sonst hätte er nicht so lange überlebt.
Nasid schaut neugierig in die Zukunft. Seltsame Reisegefährten, doch alle sceinen auf ihre Art sympathisch zu sein, oder sich sogar mit guten Göttern zu identifizieren.Wie schwer konnte das schon werden. Zwei Sklaven ausfindig machen. Würden sie sie nicht kaufen können, so könnte Rylan sie stehlen. Ein Spaziergang. Hoffentlich.
Sûne schickte ihre Strahlen durch die Bäume auf den Handesweg, der Ardeep rauschte, die Waldvögel zwitscherten und so erwachte das Leben in der Karawane, des Eisenthrons. Es versprach ein schöner und sonniger Tag zu werden. Viele waren schon beschäftigt und räumten ihre Nachtlager, oder nahmen ihr erstes Mahl des Tages zu sich. Auch unsere Helden Erkumis, Dontos und Bernhard sind schon auf und packen ihre Sachen zusammen. Gwendolin erfreut sich das Eukumis neben ihr reist und zu allem gesellt sich an dem Morgen eine weitere, kleine ,Person hinzu. Eine Spitzhut tragende, an dessen Seite, rote Haare hervorquellende, Gnomin mit dem Namen: Evelyn stellt sich ihnen vor. Erkumis und Dontos hoffen innständig, das diese kleine Frau nicht zum fahrenden Volke gehört. Sie fragt bei Gwendolin an, ob sie denn bei ihm in Wagen mitreisen dürfe und nach der Einwilligung des Gnomes, ist es beschlossene Sache. Nachdem ein weiterer Versuch von Dontos auf ein Pferd zu gelangen fehl schlägt, reist man nun zu 5te in dem Wagen. Während der Fahrt stellt sich die Gnomin vor und lässt die Ängste von dem Zwerg und dem Halbelfen schwinden. Die Karawane kommt gut voran und noch in den Morgenstunden erreichen sie die Mauern, oder sollte man besser sagen die Menschen die nach Dolchfurt wollen. Überall sind kleine improvisierte Bühnen aufgebaut und selbst die Brücke in die Stadt hinein ist so stark besucht das an einem Durchkommen keine Möglichkeit besteht. Diese Gelegenheit nutzt die Frau von Gwendolin aus, reisst die Fensterläden des Wagens auf und bietet Meet den Zuschauern an. Dem angetan nimmt auch Dontos einen Humpen von ihr, gegen bare Münze.
Es vergehen einige Minuten und als Bernhard, Thorben erreicht, sieht er, wie für die Karawane eine Schneise durch den Menschenmengen, durch die Stadtwachen, in die Stadt, gebahnt wird. Dabei hört er auf einmal…“Bernhard ihr hier“. Verdutzt schaut er zu einer der Wachen die beschäftigt ist und erkennt eine Person wieder, an die er sich nur noch schwer bis gar nicht erinnern mag. Ja da war doch was. Schnell wird er von dem Wachhabenden daran erinnert durch „..wo kann ich euch die nächsten Tage erreichen?“ Auf einen fragenden Blick von Thorben, gibt Bernhard bei und erwiedert: „Bei der glücklichen Kuh, werdet ihr mich die nächsten Tage antreffen“. So gern auch Bernhard es versucht hatte zu vergessen, ja er schuldete dem nun anscheinenden bei der Wache arbeitende Mann, ein paar Münzen.
Nachdem der Weg in die Stadt frei ist, setzt der Eisenthron in Schrittgeschwindigkeit die Reise in die Stadt fort.
Die Fachwerkhäuser standen eng beineinander und so rollte der kleine Tross an kleinen Läden vorbei unter anderem bei einer Obst verkaufenden Zwergin. Erkumis bat Gwendolin kurz den Wagen anzuhalten und kaufte alle Äpfel der misstrauischen Zwergin ab, umso kurz danach an die bettelnden Kinder zu verteilen. Schnell waren die Äpfel als auch die Kinder verschwunden und rannten gröhlend durch die Gassen. Die Verkäuferin, die soviel Uneigenutz von einem Zwerg nicht kannte, bedankte sich bei Erkumis und eilte zum Nachbarstand, der Stand eines Stoffhändlers und fing eine rege Diskussion mit ihm an.
Bevor aber der Tross seine Fahrt fortsetzte sprangen die Spitzhut Tragende, der Zwerg und der Halbelf vom Wagen und zusammen mit Bernhard, der sein geliehenes Pferd, Thorben wieder übergab, auf die Suche nach etwas Essbarem. Den Gerüchen zu urteilen, würden sie bestimmt schnell fündig werden. Bernhard kannte Dolchfurt recht gut da er hier schon des öfteren für diverse Tavernenbesitzer gearbeitet hatte und so kamen sie an die Taverne: Dolchfurt, an der die Kolonne von Wagen am Tor vorbeigekommen waren. Der Koch war gerade damit beschäftigt mit Kreide das Tagesmenü anzuschreiben, als Berhard seinen Hunger ihm verkündete. Unterdessen war die Gnomin fasziniert von dem Schaufenster des Nachbarladens, in der Auslage stecken Zauberstäbe, Bücher mit schnörkligen Einbänden und diverse andere Utensilien für Zauberei. Da man mit dem Koch nicht übereinkam, die Gruppe versuchte die Preis zu drücken, beschloss man zum Markt zu gehen, der unweit der Taverne war.
Auf dem Markt gab es einiges zu sehen, ein Quaksalber den gerade im Begriff war einer Frau einen Zahn zu ziehen, sehr zur Belustigung der Umstehenden, ein Schmied, der über einer offenen Esse im Begriff war ein Schwert zu bearbeiten, ein gnomischer Alchemist der Aufgrund der vielzahl von Reagenzien nur schwer auszumachen schien, ein Calimshit, der mit seinen südlichen Akzent und seinem Turban seine Stoffe anpries, etliche Feinbäcker die ihre Waren feil boten und natürlich an jeder Ecke Gauckler und Bänkelsänger die ihre Künststücke und Lieder vortrugen.
Letzendlich wurde Bernhard und Dontos bei einem Händler der gebratenes Rind am Spieß anbot fündig, während der Zwerg und die Gnomin sich Backwaren schmecken ließen. Da man diverse Dinge bei den Goblinüberfall noch bei sich trug, versuchte der ein oder andere diese Dinge loszuwerden mit mittelmäßigen Erfolg. Dabei stellte sich heraus das das gefundene Scimtar eine besonders meisterliche Waffe war und aus dem Hause der Schmiede Cromach, die ebenfalls in Dolchfurt ihren Sitz hatte, angefertig worden war. Recht amüsant ging es hingegen bei dem Calimshiten zu, dem Bernhard mit Hilfe eines roten Schafes, von der Gnomin weiß machen wollte, welche Besonderheit ein gewisses Tuch hatte. Leider gelang es ihm nicht ihn davon zu überzeugen und so blieb ihn der Verkauf der gefundenen Schärpe. Dontos hingegen suchte unter anderem den gnomischen Alchimisten, mit Namen Telwosh auf und besorgte sich wertvolle Informationen, wo er die Schriftzeichen entschlüsseln könne. Der Freundeskreis der Schreiber, der sich in Dolchfurt befand sollte nun das Geheimniss lüften. So zogen 2 kleine Gruppen durch die Stadt, die einen zu Cromachs Schmiede und die anderen zu den Schreibern.
Bernhard und Erkumis gelangten über ein paar Gässchen schnell zu Cromachs Schmiede, da trotz der Straßenmusikanten, der Klang des Schmiedehammers, von den fleißigen Zwergen überwog. Während Bernhard den Verkausraum aufsuchte und mit die Waffen begutachtete, ging Erkumis außen um den Ladenbereich herum und kam so zu der Schmiede, wo 3 fleißige Zwerge beschäftigt waren ein Langschwert fertigzustellen. Es stellte sich schnell heraus, das einer von ihnen Galdalug Steinhammer hieß und nahm sich die Zeit für Erkumis seine Fragen in einem abgeschiedenen Raum. So erhielt Erkumis den Namen des eigentlichen Besitzers. Ein gewisser elfischer Adlige, aus Tiefwasser, mit Namen: Lathadrien Silberhaar.
Nach der Unterhaltung brachte Galdalug, Erkumis in den Verkaufsraum und verkaufte ihm eine neue Waffe, die sowohl Streitkolben, als auch eine Axt war. Da Erkumis, Bernhard dem Zwerg vorstellte, ging man auf das Geschäft mit Bernhard ein und er würde sich am nächsten Tag über ein paar angepasste Armschienen freuen können.
Zur gleichen Zeit waren Dontos und Tin bei dem Freundeskreis der Schreiber, gegenüber von Cromachs Schmiede. Leider konnte man dort Dontos, was die Schriftzeichen anging, auch nicht weiterhelfen. Bis auf das die Zeichen alten elfischen Ursprungs war. Als die beiden auf die Straße gingen, trafen sie auf Bernhard und Erkumis. Sie tauschen ihre Informationen aus und da bemerkte Bernhard, Kork. Er sprach ihn an und Kork gab ihn Informationen preis, die um das Treffen mit dem Dunkelelfen aus dem Hause Baenre anging. Ein Doppelgänger kam ins Gespräch und machte die ganze Sache nur noch verworener. Die Dunkelelfen würden durch die alte Kanalisation in die Taverne „Zur glücklichen Kuh“ erscheinen. Weiterhin kam ins Gespräch das Wetten inzwischen abgeschlossen wurden, was das Überleben von Bernhard anging.
Mit dieser Information wollte die Gruppe nun endlich in die Taverne einkehren und ihre Zimmer aufsuchen. Auf dem Weg dorthin kamen sie wieder an dem Zauberladen vorbei und bemerkten Tins Augen die Sehnsüchtig in den Laden schaute. Also machte die Gruppe einen kurzen Zwischenhalt in dem Laden. Eine Glocke läutete als sie eintraten und sie erblickten den Rücken eines alten Mannes in einer Robe. Ein recht furchteinflössender Mann, da auf einmal seine Stimme die Gruppe begrüßte.
Bernhard findet sich in einer riesigen verzweigten Bibliothek wieder mit in sich verzweigenden Brücken die sich nach oben hin erstreckten. Ihm wurde schwindelig. Unterdessen wand sich der Gnom der Gruppe mit einigen Wünschen an den Verkäufer, der selbst den Verkaufsbereich als Showbühne zu betrieben schien, denn bevor sich der alte Mann umdrehte tauchte ein großer Kopf des Alten auf und sprach zu der Gruppe. Doch leider waren viele Dinge für Tin nicht erschwinglich und auch auf das Angebot ihre.. die Zeit zu verkürzen, in der sie einige Goldmünzen sich hätten machen können, lehnte die Gruppe entschieden ab und verliess, nachdem Bernhard sich körp- und geistlich wieder in dem Laden wiederfand, den Laden des Magiekundigen.
Im Schankbereich der glücklichen Kuh war einiges los. Ob es an der Feierlichkeit lag? Die Gruppe bemerkte ein kleine Schlange die sch vor einem kleinen Tisch sammelte und dort stappelten sich Münzen in rauen Mengen. Schnell kam ans Tageslicht, sofern man hier in der Taverne davon sprechen konnte, das ein gewitzter Gnom, mit Namen Fendrix Flinkfinger Wetten annahm. Es stellte sich heraus das besonders eine Wette hoch im Kurs war. Es war die Wette auf Bernhards Leben.
Bernhard bekam davon nicht viel mit, da er zum Glück mit dem Wirt sprach und sogar für seine Reisebegleiter ein weiteres Zimmer aushandelte. Waren die Zimmer doch recht klein und so teilten sich die 4 Abenteurer sich 2 Zimmer. Nachdem sie ihre Zimmer bezogen hatten, schauten sie sich im Keller der Taverne um die einen Zugang zur Kanalisation zu haben schien und versuchten ihre Überlebenchance zu verbessern. Danach gingen sie nochmal in die Stadt um mehr Informationen zu bekommen. Doch weder die gnomischen bösen Gauckler noch ein erneuter Besuch beim Zauberkundigen brachte die Gruppe weiter. Einzig der Besuch beim mitgereisten Braumeister, war recht hilfreich, denn Aufgrund seiner Aktivität, sah man einen Flinkfinger schnell seine Sachen packend die Taverne verlassen.
Der Abend brach herein und der Karavenenführer vom Eisenthron traf ein und setzte sich an einen Tisch, die Taverne war sehr voll und mit der Information, das ein Schattendolch seine Lebenslichter auspusten könnten blieb Bernhard gefasst, während Evelyn zu Bett ging. Die Übergabe konnte stattfinden.
Für ihre letzten heldenhaften Taten bekam ein jeder Abenteurer seine Belohnung welche er sich eigens auswählen konnte. Amara brauchte Gold und nahm die ihr angebotene Menge von 35000 Gold in Form von Edelsteinen. Drisinil suchte sich eine besondere magische Rüstung aus.Der braune Wanderer bekam auch eine magische Rüstung bzw er bekam duch ein Zauber ledrige Haut. Thimbè wählte sich eine magische Statuette aus. Und Jorax behielt es für sich für welche Belohnung er sich entschied.
Delgar wollte Terrax von Amara unbedingt abkaufen und als er 100 000 goldstücke aufwog, hörte Amara schon einen klimpernden Goldregen in ihren Ohren. Doch Terrax streubte sich , er sei nicht verkäuflich und sowieso verachtete er Delgar und sein schäbiges Angebot. Am liebsten hätte er ihn zu Asche werden lassen, doch hier im Lager bei Hassan und Valeria musste er sich beherrschen. Er zwickte Delgar eine blutige Nase als dieser nah an Terax war.
Die Gruppe verweilte bis zu ihrem nächsten Abenteuer ersteinmal im Dorf um auszuruhen und wieder Energie zu tanken. Drisinil besuchte den Schmied um ihren Schild abzuholen, Thimbè bummelte ihr hinterher und schaute ob er etwas benötigte. Sie schlürften ab und wann mal ein Becherchen Wein in den zahlreichen Gasthäusern bis sie nach ihren Rundgang ins Lager zurückkehrten.
Terrax übte im Lager das Feuerspeien mit Amaras hilfreicher Unterstützung. Und Der braune Wanderer verspürte den Drang Pilze im nahe gelegenen romantischen Wäldchen zu sammeln. Wie der Zufall es wollte begegneten er Emily in diesem Waldstück. Nach ein paar netten Worten, die Erwähnung eines Pilzsüppchens und Emilys laut grummelnder Magen, ließ die Einladung ins Lager nicht lang auf sich warten.
Die junge Menschenfrau Emily die nie zuvor einen Drachen gesehen hatte und auch noch nie mit einer sagenumwogenen, heldenhaften und herrausragenden Abenteuergruppe wie dem Kult der Verdammten zu tun hatte, wurde beim Pilzsuppenschlemmen und gemeinsamen Zusammensitzen erst als neu errungenes Liebesmaid vom braunen Wanderer begutachtet. Aber es stellte sich herraus das sie fast ihre ganze Familie verlor als ihr Dorf von einem orkischen Drachenreiter heimfiel und dieser dazu noch ihre kleine Schwester entführte. Nach vieler Hinterfragung und Überlegung berriet sich die Gruppe wie der jungen rachesuchenden Menschenfrau Hilfe bei ihrer Suche geboten werden konnte.
Terax hatte derweil eine Traumdeutung bzw eine Vision eines gewaltigen Kriegsaufmarsches zwischen Menschen und Orks, der 250 Jahre zurück lag. Man sah den roten Drachen Ara der von Xor geritten wurde und ein Meer aus Flammen und Blitze die aus Xors Zepter und seinem Schwert auf die Menschen niedergeschmettert wurden. Es war eine blutige und grausame Auseinandersetzung und nichts schien Xor und seinem Orkheer aufzuhalten.
Emily nahm Anteil an dieser Vision und erkannte Ähnlichkeiten mit Ara dem roten Drachen bei dem Angriff auf ihr Dorf. Merkwürdig war nur das er ihr viel jünger erschien als in dieser Vision. Hassan und Valerion vermuteten das diese Vision mit Obult Todespfeils riesigen Orkheer in Verbindung gebracht werden konnte. Der rote Drache Ara sei eine lang vergessene Legende, ein feuerspeiender Drache im Dienste der bösen Mächte. Und Xor ein Dunkler Magier der zu seiner Zeit viel Schrecken und Leid gbracht hatte.
Der Kult nahm sich vor dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Wer war für diesen Angriff auf Emilys Dorf verantwortlich? Woher kommt dieser mysteriöse rote Drache. Sie errinnerten sich auch an einen längst vergessenen Auftrag, herauszufinden wer Obult stürtzen wollte. Diese Fragen mussten beantwortet werden um an die Wahreit zu gelangen.
Die Zeit auf See war eine Zeit der Erholung und der Entspannung, aber auch der Vorbereitung. Der letzte Kampf in der Caverne saß den Helden noch in den Knochen. Der Kampf hatte aufgezeigt das es Zeit war mehr als nur das Essen von Dugarod gemeinsam einzunehmen. Viel Zeit würde Ihnen nicht bleiben, denn nach der Aussage von Kapitän Friesel, würde die Treue Frenja, falls die Gnade von Umberlee ihn weiter zur Seite stehen sollte, Alaron in einem weiteren Sunelauf erreichen. Bis zum Hafen von Caer Callidyrr würde es dann nur noch ein paar Stunden dauern, falls Tymora ihnen hold war.
Was die Charktere auf dem Schiff gemacht haben
Anskaviat: Nun da sich die Zeit auf See dem Ende neigt resümiert Anskaviat über seine Vorbereitungen. Die Waffen sind in gutem Zustand, die Alchemieausrüstung wurde genutzt um Gifte herzustellen und auch ansonsten hat er allerlei Mixturen erhalten. Reste von Totes Pferd, komische Beeren von den Druiden und auch noch 3 Tränke die ihm wahrlich nicht geheuer sind. Nimm 2 verschiedene und du wirst zum Baum? Nimm alle 3 und du wirst ein gigantischer Riesenbaum! Eigensinnige Gesellen diese Druiden. Die Rüstung und der neue Mantel sitzen ausgezeichnet. Ihr Plan zur Informationsbeschaffung steht auch. Gibt es etwas, das er vergessen hat? Die Post! Das muss er natürlich noch machen! Einen der Briefe sollte er ja erst öffnen wenn Land in sicht ist.
Die Fairheight Mountains tauchten am Bug der „Treuen Frenja“ in weiter Ferne auf. Allein der Anblick des Massivs war atemberaubend. Einzelne Wolkenfetzen verstärkten diesen mystischen Eindruck nur noch mehr. Schnell machten auf dem Schiff, Geschichten von einem Schattendrachen, Dunkelfeen, aber auch von den Clans Rustfire und Rookoath, die seit langen im Kampf lagen, seine Runde. Was würde sie hier erwarten?
Bardensong Daeron Aerlis
„Er hat die Augen, die Dich nicht sehen können…
Er hat die Hände, die Deine Würde herunterreißen…
Er trägt die Stiefel, mit denen auf Dich eingetreten wird …
Er führt die Zunge, die in Deinem Kopf „Gift!“ flüstert…
Er hat Ohren, die vor Hass klingeln…
Er hat die Faust, die Dich zu Boden schlägt…
Es ist seine Stimme, die nicht mehr schweigen wird in Deinem Kopf…
Er hat keinen Herzschlag, wird ihn nie fühlen…
Er hat Lippen, die nie Freiheit geschmeckt haben…
Er bringt das Gefühl, daß es nicht sicher ist, dort draussen..
Er hat das Gesicht, dessen Ausdruck Du nie ändern wirst…
Er folgt dem Gott, der nicht rein ist…
Er folgt dem Dunklen Lord…
Es ist seine Stimme, die nicht mehr schweigen wird in Deinem Kopf…
Sind wir die Leute, die ihn gerufen haben ?
Sind wir die Leute, die ihn verdienen ?
Eine ganz besondere Art Monster…
Ein Lebendes, Wandelndes Monster…
Er hat das Gesicht, daß kein Gefühl kennt…
Er legt die Falle, so gut versteckt..
Er hat das Aussehen, daß Deine Knochen gefrieren läßt …
Er verbreitet die Furcht, die über Deinem Kopf zusammenschlägt…
Es ist sein Gewicht, daß Dich am Boden hält..
Er ist das Ende ohne Ende.
Es ist seine Stimme, die in Dir nicht mehr schweigen wird…
Sind wir die Leute, die ihn gerufen haben ?
Sind wir diejenigen, die ihn ertragen müssen ?
Eine ganz besondere Art Monster…
Ein Lebendes, Wandelndes Monster…
Er beschwor die Wolke, die Vertrauen einfach verschluckt.
Er bringt die Schwärze, die uns alle Farbe aussaugt…
Es ist sein Gesicht, vor dem Du dich verstecken musst.
Er trägt die Maske, die das Schlimmste nur verbirgt… „
Da standen wir also, im Herzen der Kammer, in welcher Dorwin durch Moradin eingekerkert worden war. Und vor uns auf der Ätherebene befand sich ein Dämon…, groß wie ein Haus, der sich in einer Lichtsäule direkt unter dem Allvater der Zwerge, Moradin, zu sonnen schien und gerade hatte Lyari mich noch zurück gehalten, so schien er es nach einer Geste des Wesens, dort in der Mitte des Saales, nicht mehr erwarten zu können, ihn zu töten und schoss auf ihn. Leider erzielten seine Pfeile nicht den von uns allen erwünschten Erfolg und so gingen wir weiter gegen das Ding vor.
Ich schleuderte ihm einen Erkenntniszauber entgegen, der mir helfen sollte die magischen Fähigkeiten abzuschätzen um mir dazu zu dienen geeignete Mittel und Wege zu finden, seine Schwachstellen zu durchdringen. Leider offenbarte sich das schlimmstmögliche Resultat direkt vor meinen Augen… Das Wesen war beinahe resistent gegen jegliche Energien, dazu noch immun gegen Gift und hatte eine magische Resistenz, die jeden Erzmagier vor Neid hätte erblassen lassen. Doch war es nicht an der Zeit klein bei zu geben und so tat ich das einzig vernünftige und versuchte nun durch meinen gleich darauf folgenden Zauber die Resistenz des Wesens auf ein erträgliches Maß zu senken und so senkte sich der violette Funkenregen aus meinen Händen über das Wesen und begann sein Werk.
Ich selbst begab mich danach außerhalb der Sichtweite, des sich mir nun eindeutig als Dämon identifizierten Dinges und begann meinen nächsten Zauber zu planen, während ich in Gedanken Zwiesprache mit Arokh hielt, der aus seiner sicheren Umgebung heraus, dem Rest der Gruppe meine Erfahrungen mitteilen sollte und dann donnerte auch schon Xhorguls Stimme herausfordernd durch den Saal, der sich, wie es nicht anders zu erwarten war, direkt auf das Wesen zu werfen schien, einzig allein die Ätherumgebung schien ihn daran zu hindern, direkt an das Wesen heran zu kommen und dann donnerte er auch schon seinen ersten Zauber durch den Saal, der diesen zum Erbeben brachte und dessen Auswirkungen in Form von aufwallenden Feuerwolken, ich trotz der Säule vor mir mitbekam. Doch der erwartete Schmerzschrei blieb aus, stattdessen hallte die verspottende Stimme des Wesens durch den Saal.
Zeitgleich schälte sich neben Xhorgul ein niederer Dämon aus dem Schatten und griff an, ohne aber dem wehrhaften Zwerg groß Schaden zufügen zu können. Zeitgleich sah ich noch den Pegasi von Lyari durch den Raum schweben, ohne aber wirklich zu sehen was dieser tat. Ich vermute hier einmal dass er das Wesen angriff.
Doch nun setze das Wesen zu einem Zauber an und ich spürte wie er von meinem Willen darnieder gerungen wurde und es Xhorgul und Lyari ähnlich erging. Einzig allein Rylan schien nicht sehr gut auszusehen. Doch was immer es war, er würde schon damit fertig werden.
Lyari jedenfalls schoss erneut auf das Wesen, während ich nun weiter in meinem Plan folgte und nun den Jagdarchon aus der Schriftrolle beschwor, die ich vor Wochen in Adbar erworben hatte. Diesen bat ich im Nahmen Tyrs um Unterstützung, in unserem Kampf gegen die Dämonen und schickte ihn zu Xhorgul, um diesem mehr Freiraum im Kampf gegen unseren Hauptfeind zu geben und den niederen Dämon nieder zu ringen.
Xhorguls Stimme hallte erneut durch die Hallen und urplötzlich konnte ich ihn hinter meiner Säule sehen, da er auf ein Vielfaches seiner Größe gewachsen war. Kurz darauf aber traf uns ein Inferno aus Energie direkt in der Mitte und setze uns arg zu. Der Dämon hatte seine unheilige Energie beschworen und direkt unter uns geworfen. Kurz drohten die Schmerzen mir die Konzentration zu rauben, doch dann schaffte mir ein Stoßgebet zu Tyr Luft und meine Konzentration kehrte zurück. Nur Sekunden später sah ich wieder den Pegasus durch die Luft eilen und hörte wie er schwer getroffen wurde.
Dann hörte ich wie der Dämon Xhorgul mit einem Zauber zum Innehalten zwang und das nächste was ich sah, war Xhorgul auf beinahe Ogergröße angewachsen, starr und reglos, mitten im Raum stehen. Und direkt vor dem Dämon stand Lyari, der mit seinen Schwertern auf den Dämon einhieb, aber keine großen Erfolge zu erzielen schien. Hatte er meine Warnungen bezüglich der Zauberresistenzen ignoriert. Ein Gedanke an Arokh und dieser versicherte mir, all meine Ergebnisse wortwörtlich weitergegeben zu haben. Also hatte ich vielleicht etwas Falsches gesagt? Aber zu mehr Überlegungen blieb keine Zeit, ich begann mich nun ebenfalls dem Dämon zu nähern, was aber durch den Äther zu einer schwierigeren Angelegenheit zu werden schien, da es unmöglich war, sich normal zu bewegen.
Lyari wurde von dem Dämon schwer getroffen und teleportierte sich durch ihn hindurch in Sicherheit, kurz darauf gellte Rylans Schreckensschrei durch den Raum. Doch konnte ich nicht weichen, da hier unser versteinerter Freund mitten im Raum direkt vor diesem Unwesen stand, dass es galt aufzuhalten.
Und zu allem Unglück erschuf nun der Dämon neun Spiegelbilder seines Selbst. Quer durch den Raum verteilt, gafften sie uns an und verhöhnten uns. Lyari saß mittlerweile auf seinem Pegasi und flog durch den Raum, während er einige der Spiegelbilder zerstörte. Eine kleine Welle magischer Geschosse meinerseits erledigte die nächsten Spiegelbilder, doch es verging einige Zeit bis wir sie einigermaßen dezimiert hatten.
Mein Archon hatte mittlerweile den kleinen Dämon in seine Einzelteile zerlegt, war aber unter einem erneuten Angriff des großen Dämons vergangen, Rylan war in den Raum zurück gekehrt und Xhorgul begann aus seiner Starre zu erwachen. Doch wir hatten es immer noch mit einigen Trugbildern zu tun und auch einige Zufallstreffer schienen dem Wesen nicht sonderlich weh zu tun.
Doch dies änderte sich nun mit unserem, aus der Starre erwachten Xhorgul, der begann, unter zwergischen Flüchen, dem Wesen furchtbare Wunden zuzufügen.
Dies überraschte mich selbst dermaßen, dass ich vorbei schlug, als dieser Koloss vor mir, unter Xhorguls Hieben, zur Seite kippte und noch mehr erstaunte es mich, als ich in diesem Moment Rylan, der eben gerade noch panisch davon gelaufen war, sich elegant an dem Wesen nach oben zog und ihm den finalen Stoß gab. Das hätte ich ihm so nicht zugetraut, doch hier war ich froh einmal wieder eines Besseren belehrt worden zu sein.
Doch meine Kameraden schienen nicht an ein Durchatmen zu denken und so verschwanden Xhorgul und Lyari in Xhorguls Angriffsschrei, während sie ihre Amulette durchtrennten und auf die materielle Ebene zurückkehrten. Und tatsächlich, durch den Schleier der Ätherwelt war zu erkennen, dass es den Zwergen dort nicht unbedingt gut zu gehen schien. Horden von Dämonen setzten ihnen zu und drängten sie zurück. Und so rief ich noch Rylan zu, dass er sich um Xhorguls fallen gelassenen Schild kümmern sollte, der unweit von ihm lag und erschien, durch Zerbrechen meines Amulettes, ebenfalls wieder auf der materiellen Ebene.
Vor uns stand die Perversion eines Zwerges in Prunkrüstung und zwei Hämmern in den Händen. Doch allein sein Gesicht war durchzogen von pulsierenden violetten Adern und aus seinem Kopf hatten sich Hörner gebrochen. Und während der schwerverletzte Hohepriester unserer Zwerge nach hinten kroch, füllte Xhorgul die Lücke und griff das Wesen an. Und so kam ich mir im Kampf der dieser beiden Titanen wie eine Randfigur vor, wie ein Kind das vor Erwachsenen steht und nicht begreifen kann, was vor ihm geschieht. Gerade weil auch all meine Zauber an diesem Dämonenzwerg vor uns, der sicherlich Dorwin höchstpersönlich war, abprallten und sich im Nichts auflösten.
Umso mehr traf es mich selbst schwer, als Xhorgul plötzlich, nachdem er diesem Dorwin, diesem Verräter an Moradin höchstselbst, schwere Treffer zugefügt hatte, zu Boden ging. Niemals hätte ich damit gerechnet. War dies nicht der Kampf Moradin gegen das Böse höchstselbst und wie konnte da Xhorgul zu Boden gehen. Bei Deneir und Tyr!
Sekundenbruchteile nach Xhorguls Fall tauchte Lyari mitsamt seinem Pegasi neben Xhorgul auf, er nahm alle Schläge von den umstehenden Dämonen in Kauf und flog nur Augenblicke später mit ihm davon. Wenn es eine Freundschaft auf dieser Welt gibt, die es wert ist erwähnt zu werden, dann die zwischen diesen beiden.
Die Welt schien auf den Kopf gestellt, doch nun war es nicht an der Zeit zu zweifeln, allein unser Erscheinen und unsere Bemühungen hatten den Zwergen um uns herum neuen Mut gegeben und so sollte zu mindestens Xhorguls Fall nicht ohne Rache bleiben und ich wand mich Dorwin zu, so wie dieser sich zur mir umdrehte und ich in diesem Moment wusste, dass wenn es etwas Böses in dieser Welt gab, es direkt vor mir stand und so brüllte ich es ihm mit meinem letzten Kampfzauber ins Gesicht: “Rache für Xhorgul, bei Tyr und allen anderen guten Göttern…“ Doch erneut zeigte sich die Stärke des Bösen, zwar fielen die niederen Dämonen hinter ihm wie Strohhalme im Sturm, als der Zauber meine Worte verstärkte und in einen Sturmwind verwandelte, doch dieses Übel vor mir wollte nicht weichen.
Und tatsächlich setzte es sich fort, trotz dessen er, ebenfalls Schwierigkeiten hatte, meine Wehr zu überwinden, meine Schläge schienen ihm allenfalls Kratzer auf seiner Rüstung zu hinterlassen. Und wie es schien, war es nur eine Frage der Zeit, dass einer seiner Schläge meine Deckung zerteilen und mich ebenso wie Xhorgul zu Boden strecken würde.
Doch da geschah das zweifache Wunder, zum einen schlossen sich meine Wunden urplötzlich als der gefallene Hohepriester der Zwerge einen Heilsegen sprach und zum anderen, kamen gerade als mir Dorwin einen gewaltigen Schlag in die Seite mit seinem Hammer verpasste, urplötzlich zwei Säbelspitzen aus seinem Leib und Blut, dunkles Blut begann aus diesen Wunden zu strömen, bevor er vor mir in die Knie brach. Und hinter ihm stand Rylan. Lächelnd zog er seine Schwerter aus dem sterbenden Dorwin. Instinktiv brüllte ich „SIEG!“ in die Reihen der vor uns kämpfenden Zwerge und hieb Dorwin den Kopf ab, reckte ihn in die Höhe und drückte ihn dann Rylan in die Hand, dies war sein Moment und alle sollten sehen was er getan und von welchem Schrecken er uns erlöst hatte.
Und so brandete ein gewaltiger Jubel durch die Halle in der Dorwin von Moradin eingekerkert und die nun zu seinem Grab geworden war. Die verbliebenen Dämonen versuchten nun sich durch Portale in Sicherheit zu bringen und diejenigen, denen dies nicht gelang wurden von den Zwergen unbarmherzig niedergemacht.
Doch nicht dies war das Schönste an diesem Tag, nicht der Jubel, nicht der Triumpf über Dorwin, nicht die Dämonen die wir erschlagen hatten, sondern dass ich unweit von uns, Xhorgul und Lyari beide mehr oder weniger wohlauf stehen sah. Und so konnte ich nicht anders, ich war in diesem Moment einfach so glücklich das sie noch lebten, ich musste beide umarmen und ihnen mitteilen wie glücklich ich war, das sie diesen Kampf überlebt hatten und weiterhin an unserer Seite stehen würden.
Und so wandten wir uns, geschlossen wieder den Zwergen zu, die Rylan bejubelten, aber dann auch begannen uns zuzujubeln, wussten sie doch, wem sie diesen Sieg zu verdanken hatten. Und doch merkte man all diesen Kämpfern gleichzeitig, zusätzlich zu der großen Erleichterung, dass Dorwin bezwungen war, noch die Trauer und den Respekt denen gegenüber an, die für dieses Ziel ihr Leben gelassen hatten und so mischten sich am Ende dieses Tages der Jubel über den Sieg, mit der Trauer über den Verlust von Freunden, Brüdern und all jenen die gefallen waren um Dorwin zu besiegen.
Doch in unserer Runde, war eindeutig der Sieg das bestimmende Thema. Und so schliefen wir ein, in dem Bewusstsein, dass wir der Welt der Zwerge einen großen Gefallen getan und die Welt von einem schlimmen Übel befreit hatten. Am Abend dankte ich Tyr für seine leitende Hand, der Gerechtigkeit zum Siege verholfen zu haben und dann schliefen wir in Xhorguls Schmiede ein.
Doch in der Nacht, wachten wir alle auf, als die Esse glühte und durch sie hindurch Moradin zu uns zu sprechen begann. Ein Gott, ein Gott begann zu uns zu sprechen, zwar hatten wir ihm einen großen Gefallen getan und sicherlich war es eine Belohnung wert, doch das er selbst, das ER selbst mit uns reden würde, dass hätte ich in all meinen Träumen nicht gedacht und so werde ich dieses Gespräch mit Moradin auch in meinem tiefsten Inneren bewahren. Die Worte die dort gesprochen worden, die gehen nur diejenigen an, welche die Ehre hatten, an diesem ehrfürchtigen und zugleich erhabenen Moment teil zu haben, als ein Gott sich zu einigen Auserwählten herabbeugte und mit ihnen einige Worte der Klärung, einige Worte der Weisheit, ebenso einige Worte des Dankes und sowie einen Ausblick in die nahe oder fernere Zukunft an sie richtete.
Ich selbst werde diesem Moment bis zu jenem Tage gedenken, an dem die Sterne ausbrennen und alle Welten sterben werden.
Als wir am nächsten Tag aufwachten, sahen wir uns gegenseitig an und wussten, dass wir die vorherige Nacht nicht geträumt hatten. Doch für viele Worte blieb keine Zeit, denn es ging zurück nach Adbar, wo wir in allen Ehren empfangen wurden. Waren wir einstmals hierhergekommen und die Zwerge sahen in uns nicht mehr als einige Nichtzwerge, so hatte sich dieses Bild nun grundlegend geändert. Man jubelte uns zu und erwies uns alle nur erdenklichen Ehren, bevor wir letztendlich vor dem König der Zwergenstadt standen und durch ihn geehrt wurden.
Wir alle sind nun bedingungslose Freunde der Zwerge und können uns als solche Ausweisen, Lyari besonders gut, denn Moradin selbst hat ihn gezeichnet. Xhorgul wurde Ehrenmitglied der Hämmer Moradins, ich denke dies ist nur angemessen, denkt man der Taten die er für die Zwerge getan und welche Opfer er erbracht hat.
Danach erwies man uns die Ehre und gab jedem von uns noch ein fürstliches Geschenk, für Lyari den Sattel eines Drachenreiters, aus dem er niemals herausfallen kann, für Rylan einen Unsichtbarkeitsring, für Xhorgul die Rüstung Dorwins und ich selbst bekam das Schwert eines gefallenen Tyrpriesters.
Und so endete die Quest um Dorwin. Doch sie soll niemals vergessen werden, niemals wieder soll jemand versuchen auf diese Art an den Göttern zu freveln und die Auswirkungen des Ganzen was hier geschah, die sind noch nicht im Entferntesten auszumessen.
Was wird nun aus uns? Nunja, das wird die Zukunft zeigen. Doch ich selbst kann mich glücklich schätzen, mit solch noblen Gefährten gesegnet zu sein. Und was immer die Zukunft bringen wird, ich weiß dass ich mich auf sie verlassen können werde, wie sie sich auch auf mich verlassen können.
In den Ruinen von Schloss Neverwinter (The Order of Friendly Fire)
In einer lauen Sommernacht, des 6. Kythorn 1464 TZ, sitzt ein alter weissbärtiger Gnom über einem großen Buch gebeugt, in einem von Kerzenschein erhellten Turmzimmer und notiert mit einer großen Feder einige Dinge darin.
„…welch ein merkwürdiger Tag. Hätte ich gedacht das das Treffen dieser Söldner meinen Tag so hatten enden lassen, ich glaube ich wäre im Bett geblieben, oder hätte mich mit der neuen Interpretation, dieses doch ausgesprochen komplexen Zaubers, beschäftigt, den Malwin Grindelwind unserer Gemeinschaft, der Illusionisten hinterlassen hatte. Das Schicksal hatte anderes mit mir vor. Meine guten Absichten liessen heute einige Kinderherzen bis zur Mittagszeit höher schlagen. Habe ich doch eine gute Legende am Markt durch ein paar Tricks wieder aufleben lassen. Eine Legende von der kleinen Nixe Fiorina.“ Eine Schmunzeln huschte über das hakennasige Gesicht des Waldgnomes, als er sich an den Abschnitt des Tages erinnerte. Die Erinnerungen des Geruchs des leckeren Brotes stieg Thinkleblink in den Sinn.
„Ahh…doch plötzlich tauchten diese beiden Gestalten auf, nachdem er einen kurzen Abstecher zum Hafen gemacht hatte. Verdammt hätte ich doch einfach die Beiden einfach ziehen lassen, aber nein ich muss meine Nase wieder in….“ Mit einer Handbewegung legte der alte Gnom die Feder an die Seite des Tisches und stützte sein Kopf auf die zusammengefalteten Handrücken. „Jedes Mal gerate ich in Schwierigkeiten, oder zieht mich das Unglück einfach nur an? Was haben die Beiden auch Waffen dabei und gehen schnellen Schrittes in das Gebäude des Oghma?“
Er griff wieder zu der Feder und schrieb weiter: Ich folgte den Beiden die recht zügig mich anscheinend nicht erkannt hatten. Als ich mich erkundigt hatte nach den Beiden, ging alles sehr schnell. Der eine zog sein Schwert auf dem Rücken, ein Dolch flog und obwohl ich ruhige auf die Fremden mit Wort und Gestik einging, eskalierte es. Schnell war klar ich musste was machen so ließ ich meine Lichter sprechen und hatte zum Glück erfolg. Die Lage beruhigte sich, auch wenn natürlich starker Argwohn von seitens der Mönche weiterhin bestand. Sie suchten Informationen zu einem Heerführer der Schatten. Ich brachte sie zu den Schriften, doch etliche Aufzeichnungen waren in drakonisch verfasst. Da hier in den heiligen Hallen des Wissens, es niemand gab der drakonisch konnte, wollten die Beiden die Aufzeichnungen mitnehmen. Zum Glück wurde ihnen schnell erklärt das diese Dokumente nicht aus den Hallen entfernt werden dürften. Zu Recht. So kündigten Beide an mit einem Tiefling, des Bruders von Herzog Alegni wieder zurückzukehren. Das konnte nur Ärger bedeuten. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte handelte es sich um 2 Söldnern die nach einem Auftraggeber Ausschau hielten und solange sich auf die Suche nach wertvollen Waffen aus dem Krieg sich gemacht hatten. Den Zwerg kümmerte es nicht einmal, als das Wort Gauntlgrym fiel. Sehr merkwürdig, auch wenn er noch ein recht junger Zwerg zu sein schien. Immerhin konnten zwei Tage der Kriegsgeschehnisse des Feldherren gelüftet werden. Auch wenn diese nicht wirklich sehr informativ waren. Mir war klar das konnte nur wieder Ärger bedeuten. Nachdem die Beiden weg waren und die Mönche schimpfend die Dokumente wieder an ihren ursprünglichen Platz gelegt hatten, aß ich mein Stück Brot, welches der eine bei dem kurzem Gemänge zerteilt hatte, auf. Ehe ich noch kurz über die Begegnung nachgedacht hatte, tauchte der Eine und ein Tiefling bei uns auf. Dieser machte sich umgehend an die Arbeit, die restlichen Seiten zu übersetzen und war recht geschickt. Bei den Worten des Tieflings, das sich ein mysteriöser Schattenspeer, erschaffen durch einen begabten Schmied, dem Ereigniss von einfallenden Dämonen in seinem Dorf und der Flut von menschlichen Blut die die Waffe tränkten und die Spur bei dem Schloss von Neverwinter endete, wirkte der, den sie „K“ nannten, sehr interessiert. Sobald fragte er nach einem Wissenden, der sich bei den Ruinen des Schlosses auskenne und ich bot mich Ihnen an. Leider vergaß ich Aufzeichnungen von dem Schloss mitzunehmen und nachdem wir über die Brücke, den Stadtwachen den Brückensold, entrichtet hatten, fiel es mir auf und so ließ ich die Beiden alleine in den Ruinen zurück. Es war bereits Abend als ich umkehrte um mich in der Halle des Wissens über die Baupläne des alten Schlosses zu erkundigen, da „K“ einen Abstieg suchte.
Was dann geschah, erzählte mir später der Zwerge. Er selber war eine Weile beschäftigt Mauern eines Turmes einzuschlagen, als „K“ plötzlich fündig wurde, ließ er ab und sie entdeckten die Audienzräume des Schlosses. Als sie in die oberen Ettagen sich begeben wollten, fielen ihnen mehrer Türen im unteren Stockwerk auf und sie machten kehrt. Diese waren in unterschiedlichen Zuständen. Schlurfende Geräusche machten sie stutzig und plötzlich wurde es kalt in den Räumlichkeiten. Die Beiden sahen sich plötzlich einem Wight gegenüber. Der Kampf war recht zäh und wenn ich den Zustand des Zwerges beurteilen muss, als ich Ihn wieder sah, sei erwähnt, er war mehr tot als lebendig, ein Arm war gebrochen, er blutete aus Öffnungen, sein Kopf hing leicht geneigt auf die linke Schulter gestützt, aber immer noch flotte Beschimpfungen auf Lager. Selten habe ich so einen griesgrämigen Zwergen gesehen, ging es dem Gnomen durch den Kopf. Auf jeden Fall hatte „K“ den Kampf zugunsten der Beiden entschieden. Als ich bei den Beiden eintraf, tauchten Zombies auf, doch waren diese Geschöpfe schnell besiegt, sodaß wir schnell wieder die Ruinen verlassen konnten, wenn auch der fast tote Zwerg dagegen war, wollte er doch die weiteren Türen erkunden. Denke er hatte nicht nur einen gebrochenen Arm. Nun jetzt sind die Beiden zurück in der Taverne und ich denke ich werde sie morgen wiedersehen. Mit diesen Gedanken legte der Gnom die Feder beiseite, schloss das Buch und löschte die Kerze. Doch ging ihm die Legende vom schwarzen Speer nicht aus dem Kopf.
Kommentare