Unsere Geschichte beginnt heute mal nicht mit der üblichen Gruppe am üblichen Ort, sondern zwei Tagesreisen von Unirea entfernt: In Mulptan…
Dort warten schon zwei Abenteurer auf den Beginn einer spannenden und aufregenden Reise, aber leider können sie noch nicht los, denn sie warten noch auf das letzte Reisemitglied. Vor dem großen Steintor herrscht ein buntes Treiben. Viele Händler kommen und gehen mit ihren vollen und leeren Wagen durch das Tor und kaufen oder verkaufen auf dem Markt ihre Waren. Nach einiger Zeit taucht ein junger Bursche auf, der gerade mal so knapp über die Wagen der Händler schauen kann und versucht auf sich aufmerksam zu machen. Denn die Beiden anderen halten schon nach ihm Ausschau. Nach eins, zwei Winkern und dem Gebrüll „Hier bin ich“, werden die zwei aufmerksam auf den kleinen 1,30m großen, ca. 11 Jahre alten Flip. Der Halbdrow sagt zu dem kleinen „da bist du ja, hat ja etwas gedauert“ mit einem Lächeln auf den Lippen. Neben dem Halbdrow Inesril ist noch Madril der Waldläufer da und schmunzelt nur. Flip schmunzelt jetzt auch und sagt „Auf geht’s nach Unirea“.
Ihr Ziel ist die Gilde von Anskaviat. Nach einem Tagesmarsch mit einigen kurzen Plaudereien wird es schon spät und so schlagen sie am Wegesrand ihre Zelte auf und machen ein Feuer. Es wird abwechselnd Wache gehalten und langsam bricht der Morgen an. Die drei Reisenden packen langsam ihren Kram zusammen und machen sich weiter auf dem Weg. Unterwegs sehen Sie einen Planwagen, dem ein Rad von der Deichsel gesprungen ist. Als die Gruppe dem alten Mann helfen will, entpuppt sich die Situation als Falle.
Wegelagerer sind auf ihre Wertsachen aus. Flip, Inesril und Madril machen nach einem kurzen Geplänkel klar, dass dies eine schlechte Idee war. So nehmen die Helden den Wagen als Kriegsbeute mit und machen sich weiter auf nach Unirea.
Auf dem Rest des Weges passiert nicht mehr viel und so kommen sie in Unirea an und gehen alle gemeinsam in die Taverne zum „Lustigen Mofa“.
Am Morgen bevor die Drei in Unirea ankamen fragte Mofa Eibenstein ob er ihm nicht den Stab von Caleb geben könnte. Der verschwand kurz und übergab den Stab Mofa.
Nun hielt es Mofa nicht mehr lange aus und er rannte in Windeseile vor das Dorf und wollte den Stab an einen Stein ausprobieren. Kurz bevor er es jedoch tat, schaute er sich den Stein an, ob er nicht jemanden gehörte, nachdem kein Name erkennbar war, legte er ihn wieder hin, ging ein paar Schritte zurück und probierte ihn aus. Nachdem er das Befehlswort gesprochen hatte erschien eine schwarze Kugel die tiefschwarz war. Verwundert schaut er sie einige Zeit an bis er ein Tier beschwor und es rein schickte und dann wieder raus rief. Danach war ihm klar, dass es eine Kugel der Dunkelheit war.
In der Zeit stellte sich außerdem ein neuer Rekrut, der den Schwertkampf erlernen wollte, bei Anskaviat und Wilbur vor. Nach einigen kleinen Prüfungen wurde er aufgenommen und die Vertragsbedingungen besprochen und ausgemacht, dass der Vater die Kosten für die Ausbildung übernimmt.
Am Abend kommen die drei Helden in Unirea an und begeben sich gleich zur Taverne des „Lustigen Mofa“ um sich in der Gilde vorzustellen. Inesril, Flip und Madril stellen sich, bei einem kühlen Bier, den Beiden vor. Flip erzählt was er später werden möchte: Pirat, Schurke, Kämpfer, Drachentöter und die Liste ist anscheinend endlos. Bei dem Halbdrow ist es etwas schneller: er ist ein Schwertmeister der das Schmieden beherrscht. Er wird ohne Probleme angenommen. Madril jedoch will nicht für die Gilde direkt arbeiten, so beschließen sie, dass er freier Ausbilder wird.
Kurz wird Flip noch einigen Tests unterzogen und auch aufgenommen.
Am Abend macht Mofa eine traurige Entdeckung, denn er findet heraus, warum er keine Gewinne mit der Taverne macht. Der „Freund“, der die Taverne wieder aufgebaut hat, war der Schüler von Caleb und hatte auf der Rückseite mit magischer Schrift den Vertrag geschrieben. Nun will Mofa genau wissen um was es sich dabei handelt und er sucht Eibenstein auf. Der erklärt ihm, um was es genau geht. Eibenstein fängt an zu erklären und
Mofas Mine verfinstert sich immer weiter, denn in dem Vertrag steht : 50 Jahre Abzahlung des Gewinnes, keine vorzeitige Abzahlung möglich, dem Vertrag kann eine Woche nach Erhalt durch den Selbstmord von Mofa widersprochen werden. Gezeichnet: Sirach.
Etwas später sind alle in der Taverne und Mofa macht mit Anskaviat und Willbur einen Handel, der darauf abzielt Sirach zu entfernen. Dann kommt auch schon der Goldeintreiber rein und nachdem er die Einnahmen hat, war er sogleich im Wald verschwunden. Was die Gruppe noch gesehen hat, war eine große Katze. Tahwyn schaut mit ihrer Fledermaus nach und kann die Katze bis zu einem Höhleneingang, ca. 2 Stunden von ihnen entfernt, verfolgen. Dann kommt sie wieder und berichtet den Anderen wo sie hingeflogen ist. So beschließt die Gruppe, morgen früh aufzubrechen. Am morgen reiten die Helden los zur Höhle. Wilbur geht als Erstes rein und der Rest folgt ihm. Der Weg teilt sich in 2 Abzweigungen und erst gehen sie den rechten Weg, wo sie zu einem unterirdischen See kommen. Dann geht die Gruppe zurück, um den anderen Gang zu begutachten. Da ist in der in der Mitte ein Teich aus silbrigen Wasser und sie entdecken, dass die Fußspuren da enden. Mofa will ein Tier beschwören um zu sehen ob es giftig ist .Tahwyn ist jedoch dagegen und schaut Mofa verstimmt an. Anskaviat findet eine bessere Lösung und schubst Mofa rein. Es passiert nichts. Dann stellt Ankaviat sich rein und spricht einige Worte und er ist auf einmal weg. Verwundert sucht die Gruppe in dem anderen Tunnel nach ihm, doch da ist er auch nicht. Dann wird der See genauer untersucht mittels magischer Wesen. Die entdecken einen Tunnel. Inesril entscheidet sich ins Wasser zu springen und nach zu schauen. Am Ende des Sees ist eine weitere Höhle, die er rauf klettert um zu sehen was da ist. Eine weitere noch größere Höhle, dann macht er sich wieder auf den Weg zurück, bleibt jedoch einmal kurz stecken. Schafft es aber in dem er seinen Bauch einzieht. Sie gehen zurück in die andere Höhle wo Anskaviat wieder da ist.
Anskaviat wurde in eine Art dunklen Raum teleportiert wo nur lebendige, feindliche Dunkelheit war. Kurz bevor er zusammenbrach rief er den Halbtitanen Asrael um Hilfe an : „Wenn du mir jemals helfen wolltest, dann ist jetzt der richtige Moment!“ .
Nach dem Schreck von Anskaviat begeben sie sich zurück ins Dorf . Tahwyn nimmt noch eine Probe von dem Silberwasser mit, die unterwegs ausläuft und ätzend wirkt . Im Dorf angekommen trinken alle 2 bis 3 Bier und gehen auf ihre Zimmer. Am nächsten morgen gehen Anskaviat und Wilbur Mofa holen, sie gehen aber ins falsche Zimmer und finden einen toten auf dem Boden und rennen schnell zu Mofa, der unter seinem Bett schläft. Sie wollen ihn befragen, aber er ist nicht ansprechbar, denn er hatte einen Dummheits Trank getrunken. Er hatte einen Zettel bekommen wo drauf stand, dass er sich letzte Nacht am Waldrand treffen sollte und es ginge um die Taverne. Dort warteten 2 Gestalten die ihm sagten, das es ein Wahrheitsserum war. Mit etwas zögern trank er ihn. Zum Abend hin wird Mofa wieder intelligenter.
Wilbur findet heraus, dass die Damen als zweit Job „Betten wärmen“ und wundert sich nicht mehr über die Kleider die sie bestellten und das ein Sukkubus mit im Spiel war erfährt er von Anskaviat. An diesem Abend stürmen Anskaviat und Wilbur in die Zimmer um sich zu überzeugen, dass der Sukkubus da ist und reißen 2 Türen nacheinander auf. In der ersten ist eine Frau die sich umziehen will und völlig verärgert ist. Bei der nächsten ist ein Mann, der auf seinem Bett sitzt und die beiden fragen ihn ob er die Leistungen einer Dirne bezogen hat. Er sagt trocken nein, dann schließen sie die Tür wieder und sie hören ein Kichern. Dann reißen sie die Tür nach einen kleinen Moment wieder auf und sie sehen eine Frau aus dem Fenster springen, Anskaviat hinter her. Wilbur rennt kultiviert aber zügig die Treppe runter. Der Halbdrow und Madril rennen hinter her.
Mofa bleibt an seinem Platz, da kommt eine Frau rein, die zu ihm sagt: „Was sollte das, das war nicht abgemacht“. Mofa antwortet nur: „Du hast jemanden umgebracht und ich meine nur du solltest dich ein paar Tage zurückhalten.“ Sie geht wieder als der Halbdrow reinkommt und Mofa fragt wer das ist. Mofa erzählt ihm die Wahrheit und der Halbdrow eilt schnell hinterher und hält sie an den Armen fest. Mofa ruft: „Lass dich nicht bloß nicht küssen.“ Tahwyn, Wilbur, Anskaviat und Madril merken, dass etwas nicht stimmt und richten ihre Blicke auf den Eingang zur Taverne und sehen wie der Halbdrow eine Frau festhält. Sie Beschwört einen Diener, macht sich neblig und teleportiert sich weg. Nun ist zwischen dem Diener der Sukkubus und den Helden ein Kampf unausweichlich geworden. Tahwyn beschwört Tiere um gegen den riesigen Vrock zu kämpfen, Anskaviat haut oft auf das Ding ein, der Waldläufer schießt Pfeile drauf und Wilbur und Mofa feuern magische Geschosse. Das geht eine ganze Weile so weiter, dann fliegt das Ding hoch. Mofa gibt Anskaviat den Zauber fliegen und die Dorfwachen klettern auf die Dächer und springen mit Netzen auf den Vrock um ihn unten zu halten. Tahwyns Tiere werden abgeschüttelt und landen vereinzelt auf den Gruppenmitgliedern. Dann wird dem Vrock von Anskaviat im Sturzflug der Kopf abgeschlagen und er verpufft. Wilbur geht noch am selben Abend zur Dorfvorsteherin und erzählt ihr alles. Anskaviat vertuscht den Vorfall so gut es geht und schiebt den Angriff auf Sirach, Calebs Schüler.
Die Gruppe war bis zu den Mittagsstunden unterwegs gewesen, als man sich niederließ um zu rasten. Lia versorgte sich und die anderen mit dem Essen aus der Satteltasche ihres Schimmels und alle genossen die Ruhe.
Während der Mahlzeit vernahmen Goa und Azazil nicht unweit des Lagers Schmiedegeräusche. Es wurde beschlossen, sich nach dem Schmausen dorthin zu begeben, hofften doch die beiden ein paar Pfeilspitzen zu ergattern.
Nach ein paar Gehminuten kam eine Blockhütte in Sicht. An der Esse davor standen ein Zwerg der eifrig schmiedete, ein Halbling der den Blasebalg der Schmiede bediente und ein Elf der alle beide im Blick hatte.
Der Halbling erblickte die Gruppe zuerst und richtete seine Worte an den Elfen „Serethin, wir bekommen besuch!“
Dieser drehte sich schwungvoll der Clique zu und sah sie freundlich an. „Tymora zum Gruße! Was macht ihr hier und was wollt ihr?“
Goa grüßte ebenfalls höflich und erzählte, dass sie die Schmiedegeräusche gehört haben und dass sie hier auf ein Geschäft hofften.
Der Halbling zeterte los, dass er gleich der Meinung war, sie hätten die Hütte weiter im Wald errichten sollen, doch der Elf beruhigte Dorin und fragte weiter, was sie denn erhandeln wollten.
Goa erzählte nun, dass sie ein paar Pfeilspitzen gebrauchen könnten und der Elf grinste leicht. „Wenn ihr für uns die Baumstümpfe rodet, macht euch Graugrimm jene in dieser Zeit.“ Nach einigem hin und her kam man zu keiner Einigung und die Trupp wollte schon weiter ziehen, als Dorin sich an sie richtete. „Könnt ihr wenigstens…diesen Beutel mit nach Immersee nehmen?“
Die Sippe überlegte kurz, war sich aber dann einig, dass dies ein zu großer Umweg für sie wäre. Auf die Frage, was denn in diesem Beutel sei, gab es die Antwort „Erde“. Als Dorin dann aber in die fragenden Gesichter der Schar blickte, ergänzte er noch, dass es eine Bodenprobe sei, die er gerne untersucht haben wolle, denn es wäre wichtig zu wissen, ob der Boden hier wirklich vergiftet sei und ob sich Erze hier befinden würden.
Azazil, Goa und Lia boten ihre Dienste als Alchimisten an, um die Probe direkt hier zu untersuchen. Dankend gab der Halbling ihnen den Beutel und die drei verschwanden in der kärglich eingerichteten Hütte.
Nachdem die drei einige Zeit damit verbrachten, die Erde zu untersuchen, kamen sie zu dem Entschluss, dass es zwar möglich sei, hier etwas anzubauen, es jedoch ratsam wäre diese Sachen nur im gekochten oder gebackenen Zustand zu sich zu nehmen. Leider mussten die drei Serethin mitteilen, dass in der Bodenprobe nur ein winziger Teil Kupfer zu finden war.
Enttäuscht über das Ergebnis, mussten Dorin und der Elf nun überlegen, wie sie dies dem Zwerg beibringen sollten.
Dieser war nun draußen zu hören, wie er seinem Unmut grummelnd Ausdruck verlieh. Der Halbling flitzte hinaus um seine Arbeit an dem Blasebalg wieder aufzunehmen, was bei einigen ein Schmunzeln aufs Gesicht zauberte, war es doch ein witziger Anblick, wie der kleine versuchte, den großen Blasebalg zu bedienen.
Goa überredete Durin doch Graugrimm zur Hand zu gehen, was dieser dann auch tat.
An der Esse angekommen, freute sich der Zwerg einen anderen zu sehen, dass die beiden schnell ins Gespräch kamen. Durin erzählte von seiner Heimat, welche unweit von hier wäre und von der Zwergenbinge. Graugrimm sog die Worte auf und konnte kaum glauben was er dort hörte. Er entschuldigte sich für einen Moment, ging in die Hütte, griff sich sein Zeug und kam mit einem Pony wieder. Er verabschiedete sich von den anderen beiden und verschwand in die Richtung, aus der gerade die Gruppe gekommen war.
Leicht säuerlich stellten Serethin und Dorin Durin zu rede, doch dieser sagte nur, dass er von seiner Heimat erzählt hätte und widmete sich dann den restlichen Pfeilspitzen zu.
Da sich der Halbling und der Elf stritten, bemerkten sie gar nicht, wie sich die Gruppe verabschiedete und weiterzog.
Erst als es fast auf Mitternacht zuging, wurde ein kleiner Lagerplatz zum Schlafen gesucht. Goa, der die erste Wache übernahm, wurde auf eine Person aufmerksam, die sich
dem Rastplatz näherte. Der Sonnenelf ging dem Geschöpf entgegen. Dieses stellte sich als Nils vor und er erklärte, dass er ein bestimmtes Holz fällen wolle, welches um Mitternacht besonders leicht zu fällen war. Goa ließ ihn gewähren und sicherte sich so mehrere Pfeilschaffte. Während Nils nun die Bäume abholzte wachten ein paar aus der Gruppe auf, doch da keine Gefahr zu erkennen war, blieben alle ruhig. Nils bot ihnen an bei sich im Lager zu schlafen und so zogen alle dorthin um. Auf dem Weg dorthin kam man ins Gespräch und er fragte, ob jemand aus Donnerfels sei. Da nur Lia diese Frage bejahte erkundigte sich der Holzfäller gleich nach dem Turnier und als Kr’kall’a zu verstehen gab, dass er Thalos kenne ergab sich eine Unterhaltung zwischen den beiden, aus der hervorging, ob der Halbriese nicht ein gutes Wort bei dem neuen Lehnsherren einlegen könnte, denn Nils wolle sein Land vergrößern. Kr’kall’a erwiderte darauf nichts weiter und zu seinem Glück hatten sie den Planwagen erreicht. Kr’kall’a verschwand auf dem Wagen und legte sich sogleich schlafen. Ebenso wie die anderen, außer Lia und Durin, die sich einen geräucherten Fisch und etwas Brot von Nils schmecken ließen. Zusätzlich bot er ein zwergisches Starkbier an. Durin genehmigte sich einige Humpen davon, während Lia sich mit einem Halben zufrieden gab und Nils schon vom ersten Schluck in tiefen Schlaf fiel.
Am nächsten Morgen machten sich die Truppe gestärkt auf den Weg nach Noktil.
Lia ritt auf ihrem Pferd voraus und vernahm nach ein paar Metern ein merkwürdiges Geräusch. Sie erzählte den anderen davon und Nils erkannte sofort, um was bzw. wen es sich handelte. Und er fragte, ob die Gruppe Ahnung von Wassertrollen hätte. Die meisten zuckten mit den Schultern, aber es waren sich alle einig, dass Feuer als Waffe eine gute Wahl wäre.
Lia machte sich als Falke daran herauszufinden mit wie vielen Trollen zu rechnen wäre, konnte aber nur einen ausmachen. Dies wiederum erstaunte den Holzfäller, da sie sonst immer zu mehreren kämen um die Schafe zu reißen, die auf der Wiese grasen würden. Kaum ausgesprochen ertönte ein Horn und man war sich sicher, dass der Troll Verstärkung angefordert hatte.
Und richtig…auf die Truppe kamen nun sieben von diesen Ungetümen zu. Und so machten sich alle kampfbereit. Nils zauberte um ein Ölfass eine Schafillusion, in der Hoffnung dass einer der Trolle es „verspeisen“ wolle und man es dann in Brand stecken könnte.
Lia verzauberte sich selbst und auf einen Bereich vor dem Planwagen wirkte sie verstricken. Einige Trolle mussten sich erst befreien um zu der Gruppe zu gelangen und einige kamen langsam voran. Kaum war der erste Troll in Schussweite, flogen die brennenden Pfeile und Molotows durch die Gegend. Als einer der Trolle nach dem Schaf griff, brannte es auch schon und zwei der Trolle gleich mit.
Und so ging es eine Weile hin und her. Auch die Gruppe bekam ihre Treffer ab, aber es war die, die den Kampf schließlich gewann. Die Verletzten wurden versorgt und es wurde überlegt erst nach einer kurzen Rast weiterzureisen.
Am 30. Tarsak machten sich Drisinil und Thimbré nochmals auf in die Stadt. Drisinil suchte nach einem Händler der Ihr Schwert, welches die Gruppe aus den Fängen vom Grafen Strath entriss, abkaufen würde. Thimbré stand es mal wieder danach, den ein oder anderen Wein zu kosten.
Auch wenn das Grünblattfest im vollen Gange war, so konnte Drisinil das Schwert verkaufen und ihre Schulden bei Jurax begleichen.
Nach dem sich Drisinil und Thimbré noch ein wenig in der Stadt aufhielten, gingen sie wieder zurück zur Karawane. Dort wurde beschlossen, das sich Pferde und ein Karren besorgt werden, auch wenn nur Thimbré und Drisinil aktiv für den Karren stimmten und alle machten sich auf den Weg nach Yatar. So sollte doch die andere Abenteurer Gruppe, von welcher Jurax und Amara immer mal wieder gesprochen hatten, aufgesucht werden.
Irgendein Treffen, welches schon vor einiger Zeit verabredet worden ist, sollte eingehalten werden.
Es ging gen Osten, auf der Handelsstraße nach Yatar. Einen guten Tagesritt vor Yatar fand die Gruppe eine Kutsche vor, auf welcher ein Halbling stand und sich gegen gute drei Dutzend Goblins zur Wehr setzte. Er faselte stets etwas davon, dass sie die Prinzessin nicht bekommen würden.
Der Braune Wanderer zögerte nicht lang und erschoss sogleich mehrere Goblins. Amara tat es im gleich und erledigte ebenfalls einige. Emely, welche am Vortage vom Wanderer noch beim Pilze suchen im Wald aufgefunden wurde, versuchte einen Goblin mit einer Steinschleuder zu betäuben und schaffte dies.
Nachdem der kurze Kampf geschlagen war, konnten alle Anwesenden sehen dass die Kutsche u.a. das Wappen von Niewinter trug.
Nach einem kurzen verbalen Schlagabtausch und einem Zauber von Drisinil, der alle wieder ein wenig auf den Boden der Tatsachen brachte, entschied sich Emely mit dem bewusstlosen Goblin zu sprechen. Drisinil indes sprach mit dem Halbling und bot an, dass der Kult die Prinzessin bis zum Erreichen von Emelys Dorf begleiten könne.
Emely konnte vom Goblin erfahren, dass sie durch einen Baum, der vor der Goblinhöhle stehen solle, gegangen sind und an einem anderen Baum ankamen. Danach haben sie die Kutsche angegriffen. Mehr wollte und wahrscheinlich konnte der Goblin nicht antworten.
Der Halbling verschwand in der Kutsche um mit der Prinzessin zu sprechen. Drisinil erkannte, mittels einfachster Magie, dass die Kutsche von starker Schutzmagie umhüllt worden ist.
Eine kurze Weile später kam der Halbling aus der Kutsche heraus und teilte mit, dass die Prinzessin den Geleitschutz annahm. Allerdings gab es da nur ein Problem, seitens des Braunen Wanderers, er wollte unbedingt dass die Prinzessin heraus käme damit jeder die Gewissheit hat, das es sich wirklich um kein Bösesübel handele, welches nur durch Manipulation weiter kommt. Die Wort- und Gestikwahl des Wanderers war jedoch nicht beste und verärgerte somit den Halbling. Amara klopfte an der Tür der Kutsche, fing sich dabei jedoch einen kleinen Blitzschlag, kommend aus dem Holz der Kutsche, ein. Drisinil focht ebenfalls ein kleines Wortspiel mit dem Halbling aus, was zu beider Seiten zu keinem Erfolg führte.
Dies alles führte dazu, dass der Halbling, arrogant wie er doch war, ein Pferd aus einer magischen Statuette zauberte, es an die Kutsche band und sich somit aus dem Staub machte.
Nun da es sich im Grunde nur um Zeitverschwendung handelte, machte sich der Kult auf den Weg um endlich in Yatar anzukommen. Am gleichen Abend wurde auch das sehnliche Ziel erreicht und die Schenke, zum schreiender Ziege, wurde aufgesucht.
In den nächsten folgenden drei Tagen wurde ganz Yatar abgesucht und überall herumgefragt, ob nicht irgendeine Spur auf die Abenteurer Gruppe, die grauen Wächter, zu finden war. Jedoch habe niemand aus ganz Yatar, irgendetwas von der Gruppe gehört, gesehen, noch gelesen.
Dies veranlasste den Kult dazu, am 04. Mirtul aufzubrechen und das Dorf von Emely ausfindig zu machen. Fünf Tage ging es Ufer des Flusses Desarin gen Norden. Am Abend des fünften Tages hörten Drisinil, der Wanderer und Emely ein Wolfsgeheul, welches jedoch Meilen entfernt schien.
Der Wolf von Emely, welches sie bei sich hatte und auf dem sie ritt, teilte ihr mit, dass es sich nicht um Wölfe handele. Dadurch in ein wenig Besorgnis verfallen, weckte die junge Menschenfrau den Wanderer und teilte ihm mit, dass es sich bei dem Geheul nicht um etwas normales handele. Der Wanderer schaute sie nur fassungslos an, meinte sie solle sich wieder zur Ruhe begeben und ihn schlafen lassen. Immerhin seien es nur Wölfe, die dazu auch noch weit, weit entfernt sind. Dies ließ Emely nicht auf sich sitzen und weckte Amara. Allerdings stieß Emely auch bei Amara nicht auf offene Ohren und der Wanderer imitierte gleiches falls noch ein Wolfsgeheul, mit einem lauthalsen lachen kommentiert. Der Drache Therax meldete sich ebenfalls zu Wort und sagte ungehalten, das nun alle mal Ruhe geben sollen. Er wolle immerhin schlafen.
Am nächsten Morgen ging es, mehr oder weniger ausgeruht, durch die nächtliche Störung, weiter gen Norden. Wie am Vorabend wurde der Geruch der verbranntem, nach Tod, nach Verwesung und Blut immer größer. Vier aus der Gruppe erinnerte dieser Geruch an das Dorf Barovia, nur das jenes Dorf wesentlich schlimmer im Geruch war. Für Emely und Thimbré war allein der jetzige Geruch schon fast zu viel, beide konnten sich jedoch noch zusammenreißen und alles bei sich behalten.
Alle konnten nun einen Blick auf das Dorf von Emely werfen, es war vollkommen dem Erdboden gleich gemacht. Nur sehr wenige einzelne Gebäude hatten noch einen ersten Stock, der größte Teil des Dorfes war verbrannt. Nicht nur das Dorf, sondern auch, ca. 500 – 1.000m um das Dorf herum, war alles verbrannt und verkohlt. Einige wenige Tote waren außerhalb des Dorfes zu finden, im Dorf selbst gab es nicht mehr viele Tote. Das komische war nur, es gab keine Waffen und gefallenen Angreifer zu finden. Dafür waren einige in Rüstung gekleidete Soldaten aus Langsattel zu erkennen gewesen.
Die Gruppe machte sich daran und durchsuchte das Dorf, zumindest soweit wie sie Emelys Haus ausfindig machen konnten. Der Wanderer indes suchte sofort das Rathaus auf und fand den Bürgermeister, erstochen durch eine Lanze, liegend an der Wand vor. Vom Rathaus der Dachstuhl ist fast vollkommen eingestürzt und jegliche Dokumente, Papiere, Bücher und sonstigen Aufzeichnungen waren zwar verbrannt, wurden dennoch nicht angerührt. Nachdem es nichts offensichtliches zu finden gab, suchte der Wanderer nach der Dorfkasse.
Emely, Amara, die Klerikerin und der Magier fanden Emelys Eltern. Die Elfen- und Menschenfrau begruben die Eltern, wobei sich Thimbré, Drisinil und Jurax daran machten nach Spuren und Informationen zu suchen. Sie fanden in einem Haus ein leicht Leuchtenes Medaillon, welches definitiv nicht aus der Region stammte. Keine Kultur, sei es aus Erinnerungen, aus Büchern oder Erzählungen konnte einen Ursprung des Medaillons verraten. Im Keller des Hauses fanden sie, nachdem Emely zu ihnen gestoßen war, eine Falltür, unter welcher ein toter Ork war. Er trug, ebenfalls wie die Goblins die vor wenigen Tagen die Kutsche angriffen, eine riesige schwarze Hand auf seiner Rüstung, ansonsten gab es nicht weiter am Ork zu finden.
Amara fragte Therax ob dieser wüsste, ob ein Drache das Dorf angegriffen habe. Therax blickte entsetzt, überrascht und absolut fragwürdigend drein und meinte Trocken: „Alles verbrannt, alles verkohlt. Ja, das war ein Drache.“ Die kleine Schellte, welche im Unterton mitschwang, nahm Amara war, reagierte jedoch nicht darauf. Therax sagte noch, wenn er fliegen könne, könne er Amara zeigen wie der Drache das Dorf angegriffen habe.
Emely erinnerte sich indes an eine junge, die ungefähr Mitte zwanzig sein müsste, die im Dorf lebte. Sie sah exotisch aus, wie kein anderes Mädchen im Dorf oder der Umgebung. Ebenfalls hatte sich immer zwei Schwerter bei sich, die eine leichte elfische Handspur trugen, zumindest habe dass das Dorf gesagt. Auffällig war jedoch, dass die Schwerter am unteren Ende des Schwertgriffes eine Kirschblüte eingearbeitet gewesen sei. Auch sah die Schwerter nicht normal aus.
Ein Schwert hatte die Größe wie ein Bastardschwert, jedoch nicht die übliche Form. Es war sehr leicht gebogen, hatte einseitig geschliffene Klinge, war leicht im Gewicht und scharf, wie auch Haltbar wie kein anderes Schwert oder Metall. Das kürzere Schwert kam einem Kurzschwert gleich, glich jedoch dem großen Schwert im aussehen.
Das exotisch aussehende Mädchen wurde vom Schmied, der angeblich ein ehemaliger Abenteurer war, im Kampf mit den Schwertern unterrichtet. Ebenfalls hatte das Mädchen mal erzählt, sie sei im Alter von ungefähr zwei oder drei Sommern von zu Hause fortgeschickt worden, eher geflüchtet. Sie solle mit dem Erreichen ihrer Volljährigkeit einen Brief vernichtet haben, was sie jedoch nicht getan hat.
Emely erinnerte sich noch daran, dass der Brief in einer Schatulle, in der Schmiede, versteckt aufbewahrt wurde. Sie teilte Jurax, Drisinil und Thimbré mit wo sich die Schmiede befand und sagte, sie würde sofort nachkommen, sie müsse nur kurz nach ihrem Wolf schauen. Dies war nur eine Finte von ihr um sich die Schatulle zu schnappen, weil sie der Gruppe noch nicht vollends vertraute.
Nachdem sie sich die Schatulle geholt hatte, lief sie schnell zu den drei falsch gesandten Gruppenmitgliedern und entschuldigte sich für den Fehler.
Danach gingen alle in die Schmiede und suchten die Schmiede ab.
In der ganzen Zeit hatte sich Therax wieder vergrößert und ließ sich dazu überreden, das Amara auf seinem Rücken mitfliegen könne. Amara wusste zwar nicht wie er es geschafft hatte, sich von seiner Meerechsen Größe, in einen schon stattlichen kleinen Drachen verwandeln konnte. Allerdings kümmerte sie dies nicht weiter und sodann flogen beide ihre Runden über dem Dorf. Therax teilte mit, das er den Angriffsflug des Drachen nachfliegen würde.
Nachdem sie den Angriffsflug nachgeflogen sind und ein paar Kunststücke gemacht hatten, landeten sie beide in der Nähe der Schmiede.
Emelys Wolf hingegen bellte und jaulte, vom Boden herauf, den fliegenden Drachen an. Emely selbst verfiel in eine Panik und schrie nur „Drachenangriff!“ und schnellte ins Erdgeschoss. Thimbré machte sich daran, das er in Sicherheit war und nicht ohne weiteres Entdeckt werden konnte. Drisinil stand im 1.OG der Schmiede und fragte sich, mit was für einem ängstlichen Magier und verrückten, wie auch komischen jungen und naiven Menschenfrau sie doch unterwegs war.
Sie ging zu Emely und blickte wie die Frau gen Himmel. Erkannte das es sich bei dem Drachen um Therax handele und teilte mit, „Keine Angst Emely, das ist kein Drache. Das ist nur das fliegende Haustier von Amara.“
„Wie bitte? Das ist also die Schrumpelechse von der der Wanderer sprach?!“
Nachdem der Wanderer nun lange das Rathaus und die Umgebung nach Wertvollem und der Dorfkasse abgesucht hatte, begab er sich zum Rest der Gruppe. Therax landete, Emely konnte sich ein wenig beruhigen und auch ihren Wolf unter Kontrolle bringen.
Da standen sie nun und hatten ein paar Infos bezüglich des Angriffs erhalten. Wie es jedoch weiter gehen solle, stand noch nicht wirklich fest.
„Ya Ghabi“ – einen Dummkopf – musste Nassid sich selber schimpfen, als klar wurde, dass er diesem Steinschlag nicht mehr entkommen konnte. Wieso nur hatte er den hayya-khatwa – seine Teleportationsmagie – so fahrlässig genutzt, sich den letzten Aufstieg zu erleichtern. Mehr Denken war nicht mehr, als die ersten Vorläufer von Steinen seine Schläfe erwischten und alles dunkel wurde.
Brennender Schmerz weckte ihn, der die Worte einer fremden Sprache, von denen nur „… Moradin …“ ihm bekannt vorkam überdeckte. Einem Verdurstenden in der Wüste gleich, der die Fatamorgana einer Oase sah, sprang Nasid auf, um wem, was auch immer ihm Schmerzen zufüge mit sich ins Jenseits zu reißen. Die Worte des Iila alkharab – der puren Zerstörung – lagen bereits auf seiner Zunge, um sie dem Widersacher ins Gesicht zu speien. Gut für den Zwerg, dass er nicht auf Augenhöhe mit Nasid wuchs, denn dieser Moment der Desorientierung war es vielleicht, der den Zwerg rettete. Als dann der Schmerz Sekunden später abkling und alle weiteren Schmerzen, Prellungen, Schwellungen und Brüche mit sich nahm, musste sich Nasid gestehen, dass er vielleicht ein klein wenig überreagiert hatte oder hätte. Die Wachen namen ihre Waffen wieder von seinem Hals, doch es wurmte Nasid, dass er die Sprache der qazzam – der kleinen Menschen – nicht verstand. Gut, dass sie auch die Handelssprache kannten. Die düstere Erscheinung von Zwerg, die ihm die Schmerzen zugefügt hatte, stellte sich als Xhorgul vor, während der Wachhauptmann sich Haran nannte und die zweite Wache Belan geheißen werden wollte. Die Namen des Nordens waren so sonderbar, wie ihre Völker. Wäre er nicht gerade von Xhorgul geheilt worden und somit aller guten Sitten nach zu Dank verpflichtet, so hätte er vermutlich einen sicheren Abstand gehalten. Seine Stimme schien gewohnt zu befehlen und er forderte Respekt auf eine Weise, die ahnen ließ, dass er ihm gewöhnlich gezollt wurde. Männer seines Schlages wurden in Calimshan oft hervorragende Aufseher für Arbeitssklaven. Dieser hier schien einen anderen Weg eingeschlagen zu haben. Die gewechselten Worte waren nicht sehr freundlich, denn auch wenn er gerade, wie ihm gesagt wurde, unter einem Steinschlag her gerettet wurde und sich nun in Mithrilhall befand, so widerstrebte es ihm zu Dankbarkeit verpflichtet zu sein. Sein Vater hätte ihn hierfür ausgelacht. Unangenehm. Doch daran ließ sich nunmehr nichts machen. Gestern hatte er Versucht, in Mithrilhall Einlass zu finden, um die Bibliothek zu studieren, doch diese Tahan (Hundesöhne) von Wächter an der Pforte zum Berg, hatten ihn damit gleich abgewiesen. Jeder auf seiner verdammten Reise im letzten Jahrzehnt hatte immer irgendwelche Anforderungen zu stellen, bevor er die dummen Bücher auf eine handvoll wertloser Hinweise hin studieren durfte, die ihn eine Elle näher zu seinem Ziel führen könnten. Als wäre er ein verflixter Held irgendeiner Legende, der immer erst irgendwelche Hämmer, Zauberzepter, Schwerter oder Esel finden musste, bevor er seinen eigentlichen Weg weitergehen durfte. Waren die Götter schlechte Geschichtsschreiber? Machte Savras sich einen Spaß mit ihm? Oder waren einfach alle Wesen dieser Erde so egoistisch, wie sein Vater es ihm stets erklärt hatte? Bücher. Ernsthaft. Nicht Drachen erschlagen, nicht Jungfrauen retten. Einfache, alte Bücher. Mit uraltem verlorenen Wissen über Unsterblichkeit. Ok. Aber das wussten sie ja vorher nicht. Er rechnete es den Zwergen hoch an, einfach nein gesagt zu haben. Eigentlich hatten sie sogar „verpiss dich Manarn-spinner“ gesagt. Vielleicht war er zu hartnäckig gewesen. Zu ärgerlich, dass er völlig talentfrei in Bezauberungsmagie war.
Dieser Xhorgul wollte ihn in zwei Stunden aufsuchen. Na dann. Er brauchte Ruhe und musste schauen, wie schwer seine Apparate beschädigt waren. Belan sollte ihn auf Schritt und Tritt begleiten. Nur fair. Ein kleines Quartier, von dem er sich versicherte, dass es von beiden Seiten zu öffnen war mit einer Pritsche. Besser als der sahar-hayya-fatra – der außerdimensionale Raum – in dem er gewöhnlich rastete. Endlich wurde ihm auch Brot und Wasser angeboten. Immerhin. Gastfreundschaft in Norden und Süden waren unterschiedlich, soviel hatte er schon gelernt. Aber er wusste ja auch noch nicht, ob er ein Gast war.
Seine Geräte waren nur leicht beschädigt, doch war er nicht auf die Reparaturen vorbereitet, weshalb er improvisieren musste. Belan schien ihm seine schlechte Laune zu verzeihen und war verdächtig freundlich. Als er hörte, dass Nazid dann und wann Geschichten zum besten gab eröffnete er ihm, dass, wenn er dies hier täte, Geschichten aus fernen Ländern – und so – er dafür vielleicht in die Bibliothek dürfe. Tadam. Da war es wieder. Immerhin sollte er keine Jungfrau erschlagen oder beschworene Sukkubi abmalen, während sie in Ewards schwarzen Tentakelfeld feststeckten. Der Magier der das verlangt hatte war die vermutlich skurrilste Begegnung Nasids auf Reisen gewesen, doch seine Bibliothek war das Schauspiel wert gewesen. Geschichten vortragen für Kost und Logis war er gewohnt, auch wenn er nie gut darin war. Doch wenn kein Barde vor Ort war, war auch die zweite oder dritte Wahl besser als gar nichts, weshalb er irgendwann damit angefangen hatte. Dafür noch in die Bibliothek dürfen war ein wundervoller Handel. Sich selbiges anmerken zu lassen wäre gleichermaßen blöd gewesen.
Xhorgul stapfte irgendwann begleitet von der skurrilsten Durchmischung an Wesen, die er überhaupt in einem Zwergenstollen erwartet hätte heran. Fast wie in diesen Geschichten, wo alle möglichen Helden die Vorurteile ihrer jeweiligen Rassen überwunden hatten, um gemeinsam etwas unsagbar Böses zu bekämpfen. Oder so Ähnlich. Angeblich hatte ja auch der Herrscher Mithrilhalls mit einem Drow gekämpft. Das hatte Nasid sogar in Calimshan noch gehört. Doch Geschichten die weit wandern, wandern oft genau so weit entfernt von der Wahrheit.
Der Zwerg bestand aus Gründen, die er nicht offenbaren wollte darauf, dass Nasid ihn und diesen zusammengewürfelten Haufen an die Stelle begleitete, an der der Steinschlag ihn getroffen hatte. Feundlich bleiben, freundlich bleiben, musste er sich immer wieder sagen, doch es gelang nur mäßig. Vernunft und Zwerge waren auch Worte, die er noch nicht oft in einem Satz gehört hatte. Manchmal muss man sich den Gegebenheiten auch anpassen, statt sie mit roher Magie in die gewollte Form zu pressen. Dies war solch ein Fall. Also folgte er der Gruppe, die beruhigenderweise sehr wenig Gemeinsamkeiten mit seiner Vorstellung von einem Exekutionskommando hatte. Meilen unter dem Berg nach einer Wanderung die seine Füße quälte stießen sie auf einen Riß im Fels, der, so wurde vermutet, zeitgleich mit dem Erdrutsch entstanden sein musste. Xhorgul beeindruckte Nasid damit, dass er den zehn Meter weiten Schlund mit wenigen zwergischen Worten der Macht mit einer steinernen Brücke überschlagen konnte. Als die Pforte zur Außenwelt geöffnet wurde, schlug der Gruppe eisiger Wind und Schnee entgegen. Betont langsam griff Nasid nach Komponenten, sich gegen die Kälte zu schützen, doch sein Körper versagte. Erst dann begriff er, dass er sich entweder in einem Antimagischen Feld bedand, oder einer der Anwesenden ein selbiges um sich herum gewirkt haben musste. Heftige Magie, die sie aufwandten, bloß um ihn frieren zu lassen, dachte er bei sich. Doch Vorsicht ist besser als Nachsicht, das würden auch die Zwerge über die Jahrtausende gelernt haben. Wo sie doch sozusagen auf einem Zugang zur Unterwelt wohnten, soweit Nasid wusste.
Auf dem Weg hierher hatte Nasid sich mit der Gruppe vertraut gemacht. Manche schienen gesprächiger als andere und er klopfte mehr oder minder… eher minder vorsichtig die Möglichkeiten ab, die diese Truppe bot. Der Elf Rylan pries seine Diebeskunst an, wollte jedoch auf Nachfrage Nasids auch nicht jeden und alles beklauen. Zu schade eigentlich. So könnte er die Bücher bekommen, die er wollte, auch von diesen eingebildeten, glatzköpfigen Bibliothekaren in Niewinter. Der Magier der Truppe war besonders spannend, da er sich offensichtlich ebenfalls auf die Schule der Hervorrufung spezialisiert hatte. Er fragte für Nasids Geschmack zu schnell danach, Zauber auszutauschen, was für ihn nur in Frage kam, wenn er jemandem wirklich vertraute. Irgendwie kamen sie auf die Bibliothek Luskans und die arkane Bruderschaft und Arrat eröffnete, dass er einst derselben angehört hatte. Und wusste, wo sich die Bibliothek befunden habe. Was für eine Möglichkeit! Nasid wurde gleich viel freundlicher. Schwer einzuschätzen war besonders der Halborc. Erst vermutete Nasid, dass er ein Sklave war, was sie alle jedoch verneinten. Doch selbst auf seine schlecht gespielte, scherzhafte Nachfrage, ob er nicht zumindest unter der gedanklichen Kontrolle Arrats stand, bekam er eine Verneinung. Gewagtes Spiel.Wo er her kam, würde man für solch einen starken Ork ein Vermögen zahlen. Freilich musste er irgendwie im Zaum gehalten werden. Oder es wurde bei den Spielen auf ihn gesetzt. Auf den hier würde es sich lohnen, zu setzen. Er war gleichzeitig einer der wortkargeren Gefährten, doch Nasid glaubte Momente zu sehen, wo er ohne Worte mit Arrat, oder dessen Drachen kommunizierte. Eine wahrlich pointierte Geschichte, so dachte er kurz wäre es, wenn all diese Gestalten in Wahrheit unter der Kontrolle des Drachen stünden, doch glaubten frei zu sein. Vielleicht würde er die Geschichte in einigen Jahren so erzählen, das kam besser an.
Er schaute nicht schlecht, als er einen riesigen Abdruck in der Flanke des Berges sah, gerade oberhalb der Stelle, an der die Lawine abgegangen war. Als hätte ein Hammerschlag den Berg erwischt. Doch dieser Hammer. Nun. Der hätte wirklich, wirklich, wirklich groß sein müssen. Götter also, hm? Kurz überdachte Nasid, ob Savras, von dem er seit dem Tag nach seiner Bestrafung nichts mehr gespührt hatte dahinter stehen konnte, doch die Handschrift passte auf keine Art und Weise. Der Zwerg musste natürlich Moradin dafür verantwortlich machen. Klar. War das jetzt gut oder schlecht, dass ein Gott einen Berg verprügelt, nur damit Nasid beinah von Steinen erschlagen wird? Sie schauten sich die Stelle noch genauer an. Lyari, mit dem Nasid noch nicht viele Worte gewechselt hatte, bot ihm an, auf seinem Pegasus den Einschlag mit Rylan zusammen genauer zu betrachten, währen Arrat von Magie getragen heraufschwebte. Der Elf Lyari schien äußerst interessiert an Nasids Apparatur aus Linsen und geschliffenen, magischen Steinen zu sein, mit denen er Bilder für die Geschichten einfing. Xhorgul war fortan sehr nachdenklich, in Gedanken gekehrt, doch dafür zeigte der Halbork so etwas wie Lebensfreude einen eigenen Willen, draußen zu bleiben und irgendwo anders hin zu gehen, während Nasid schon lange weder Finger, noch Zehen mehr spüren konnte.
Keine der Thesen, dass Moradin das jetzt gemacht hatte, um Nasid zu der Truppe zu führen, machte für ihn Sinn. Sehr, sehr weit hergeholt. Ya fartas würde man in seiner Heimat Menschen nennen, deren Gedanken nicht mehr durch ihr Haupthaar am wegfliegen gehindert wurden.
Arrat war begierig, nach seiner Familie zu suchen und wollte dafür nach Luskan zurück, um Spuren zu finden. Er erwähnte, dafür zuvor mit dem König geredet zu haben, doch die genaueren Inhalte des Gespräches blieben Nasid verborgen. Wenn jedoch diese Truppe mit dem König sprechen konnte, dann könnten sie ihm mit Sicherheit den Bibliothekszugang eröffnen. Auch trugen die meisten von ihnen Amulette, die sie als Freunde der Zwerge, wie sie sagten auswiesen. Fenner, der Halbork wollte es Nasid einfach geben, was sein Ansehen bei ihm erheblich erhöhte, doch Xhorgul oder war es Lyari, wiesen ihn harsch zurrecht. Er schien sich offensichtlich nicht immer mit den Sitten der qazzam auszukennen. Beruhigend, dass Nasid nicht der einzige war, der so in Fettnäpfchen treten konnte. Sie wollten morgen aufbrechen und Nasid, so wurde gehandelt solle sie begleiten, wegen des Zeichens der Götter und so. Im Tausch würden sie ihm Zugang zur Bibliothek von Adbar gewähren. Fair genug.
Auf dem Rückweg hörte er noch davon, dass die Runde bevor sie zu ihm gekommen waren selber in der Bibliothek gewesen waren. Sie sollte tief unterm Berg liegen und die Fahrt herunter in den Mienenwagen oder Gondeln sollte für sie als ungeübte Fahrer sehr abenteuerlich gewesen sein. Nasid wunderte sich, dass sie alle den halben Tag lang keinen Hunger zu haben schienen, weshalb ihm vom morgendlichen Gelage berichtet wurde. Doch nicht nur Wasser und Brot also. Wobei die Kuriositäten, die ihm genannt wurden, über Ratte zu Ankeg zu anderen Höhlenbewohnern in seinen Ohren wenig mit Essen zu tun hatten und noch weiter von „lecker“ entfernt zu sein schienen. Jeder Versuch der Truppe, ihn von Gegenteiligem zu überzeugen scheiterte an seinen Vorurteilen.
Seine Abendvorstellung wurde erschreckend begehrt erwartet. Kein Wunder, wer nie aus dem Berg raus kommt, für den ist ein Bild von Sonnenlicht bestimmt schon besonders. Geschweige denn von den fernen Wüsten Calimshans, über die Einöden südlich von Easting, zu den Magiertürmen Baldurs Gates oder den sagenumwobenen Sklavenmärkten von Westgate. Das Zwergenfolk war so begierig, es war muksmäuschenstill und lauschte seinen Worten, die zwar gewohnt waren, harsch zu klingen, doch denen der säuselnd, wasserfallartige Tanz der Silben, der alle guten Geschichtenzähler eint fehlt. Er war ernsthaft entrüstet, als ein „Haaaaalllt“ durch den Raum gebrüllt wurde, als wäre gerade die eigene Tochter selbst dem Wüstenwurm zur Vorspeise gereicht. Arrat war aufgesprungen und kam völlig neben sich stehend nach vorne glaufen. Für Nasid war dies äußerst irritierend. Er war gewohnt, dass Zuhörer einschliefen, oder hinterher ihr Geld zurück wollten, weil er sich keine Mühe gegeben hatte, aber dass jemand forderte, die Bilder, welche er mit seiner Linsenapparatur magisch zu seiner Geschichte an ein Laken an der Warf, rückwärts zu spielen, um etwas nochmal zu sehen, das war neu für ihn. Zumindest an dieser Stelle. Die Bilder, welche er heimlich im Harem des Sultans von Memnon gemacht hatte krönten gewöhnlich seine Erzählungen, auch wenn es die Chronologie seiner Reise völlig durcheinander brachte. Es war immer das Gleiche. Die paar Jungspunde und Partnerlosen, die Heißsporne und Lüstlinge konnten sich an diesen Bildern gar nicht sattsehen und begannen spontan Reiselust zu entwickeln, wo sie zuvor nur gegähnt hatten. Erst Fenners sachlich gesagten, doch aus sehr tiefem Brustkorb gesprochenen Worte veranlassten Nasid, sich bei den anderen entschuldigend, die Bilder zurück zu holen. Der Sklavenmark von Westgate. Wirklich keine Besonderheit, doch Arrat griff beinahe durch die Leinwand hindurch, so sehr schien er an den zwei Sklavinnen zu hängen, die dort gerade zum Verkauf standen. Der König selbst schritt hervor, was Nasid nun ersthaft nervös machte, was nur durch schmerzhaftes durchdrücken des Rückrades irgendwie verborgen werden konnte.
Arrat erklärte unter Tränen, dass eben dies seine Mutter und seine Schwester seinen und er wollte alles wissen, sich am liebsten augenblicklich dorthin teleportieren. Die Vorstellung wurde offiziell beendet und Pläne geschmiedet, wie weiter vorzugehen sei. Das war nun wahrlich ein wenig zuviel des Zufalls und als Arrat sich bei Moradin bedankte, konnte auch Nasid den Gedanken nicht mehr ganz zur Seite schieben, dass so eine Lawine ihn gewöhnlich hätte töten müssen. Ihm wurde noch am selben Abend ein Gespräch mit dem Bibliothekar ermöglicht, der ihm zum nächsten Morgen alles an Material gab, was er finden konnte. Hinweise auf einen Zweig von Zwergen, die sich mit feinstem Sand, wie er unter der Wasseroberfläche zu finden war beschäftigten und welche einen Teil der Fähigkeiten erworben hatten, nach denen Nasid ausschau zu halten gelernt hatte. Doch es gab wenig konkretes Wissen, durchaus jedoch Verweise auf andere Bücher, welche in Adbar gelagert wurden. Adbar also. Der nächste Zufall. Arrat hatte gebeten, bei Nasids gespräch mit dem alten, jedoch wort- und sprachgewandten Bibliothekar dabei sein zu dürfen und war nun der erste der Gruppe, mit der er wohl nun einige Zeit reisen würde, der seine eigenen Motive kannte. Auch machte er Angebote, ihm später selber zu helfen, doch das würde die Zukunft zeigen. Solange das Geheimnis der Unsterblichkeit Samehs nicht geklärt war, würde kämpfen sinnlos sein. Zum Zeitpunkt des Kampfes jedoch, das wusste Nasid, würde er alle Hilfe brauchen können, derer er habhaft werden konnte. Die Reisepläne wurden geschmiedet und Abschied von Mithrilhall genommen. Arrat brachte die Gruppe am nächsten Morgen zur Kreuzung vor Baldurs Gate und Nasid hatte genug hayya-khatwa vorbereitet, um sie alle bis zur Wegkreuzung unter Pros zu bringen. Er war ein Jahr nicht mehr in Westgate gewesen. Dort ändert sich viel schnell und er wollte nicht blind an einen Ort teleportieren, von dem er nicht sicher war, dass er sicher war. Reisen hatte ihn vorsichtig werden lassen. Sonst hätte er nicht so lange überlebt.
Nasid schaut neugierig in die Zukunft. Seltsame Reisegefährten, doch alle sceinen auf ihre Art sympathisch zu sein, oder sich sogar mit guten Göttern zu identifizieren.Wie schwer konnte das schon werden. Zwei Sklaven ausfindig machen. Würden sie sie nicht kaufen können, so könnte Rylan sie stehlen. Ein Spaziergang. Hoffentlich.
Sûne schickte ihre Strahlen durch die Bäume auf den Handesweg, der Ardeep rauschte, die Waldvögel zwitscherten und so erwachte das Leben in der Karawane, des Eisenthrons. Es versprach ein schöner und sonniger Tag zu werden. Viele waren schon beschäftigt und räumten ihre Nachtlager, oder nahmen ihr erstes Mahl des Tages zu sich. Auch unsere Helden Erkumis, Dontos und Bernhard sind schon auf und packen ihre Sachen zusammen. Gwendolin erfreut sich das Eukumis neben ihr reist und zu allem gesellt sich an dem Morgen eine weitere, kleine ,Person hinzu. Eine Spitzhut tragende, an dessen Seite, rote Haare hervorquellende, Gnomin mit dem Namen: Evelyn stellt sich ihnen vor. Erkumis und Dontos hoffen innständig, das diese kleine Frau nicht zum fahrenden Volke gehört. Sie fragt bei Gwendolin an, ob sie denn bei ihm in Wagen mitreisen dürfe und nach der Einwilligung des Gnomes, ist es beschlossene Sache. Nachdem ein weiterer Versuch von Dontos auf ein Pferd zu gelangen fehl schlägt, reist man nun zu 5te in dem Wagen. Während der Fahrt stellt sich die Gnomin vor und lässt die Ängste von dem Zwerg und dem Halbelfen schwinden. Die Karawane kommt gut voran und noch in den Morgenstunden erreichen sie die Mauern, oder sollte man besser sagen die Menschen die nach Dolchfurt wollen. Überall sind kleine improvisierte Bühnen aufgebaut und selbst die Brücke in die Stadt hinein ist so stark besucht das an einem Durchkommen keine Möglichkeit besteht. Diese Gelegenheit nutzt die Frau von Gwendolin aus, reisst die Fensterläden des Wagens auf und bietet Meet den Zuschauern an. Dem angetan nimmt auch Dontos einen Humpen von ihr, gegen bare Münze.
Es vergehen einige Minuten und als Bernhard, Thorben erreicht, sieht er, wie für die Karawane eine Schneise durch den Menschenmengen, durch die Stadtwachen, in die Stadt, gebahnt wird. Dabei hört er auf einmal…“Bernhard ihr hier“. Verdutzt schaut er zu einer der Wachen die beschäftigt ist und erkennt eine Person wieder, an die er sich nur noch schwer bis gar nicht erinnern mag. Ja da war doch was. Schnell wird er von dem Wachhabenden daran erinnert durch „..wo kann ich euch die nächsten Tage erreichen?“ Auf einen fragenden Blick von Thorben, gibt Bernhard bei und erwiedert: „Bei der glücklichen Kuh, werdet ihr mich die nächsten Tage antreffen“. So gern auch Bernhard es versucht hatte zu vergessen, ja er schuldete dem nun anscheinenden bei der Wache arbeitende Mann, ein paar Münzen.
Nachdem der Weg in die Stadt frei ist, setzt der Eisenthron in Schrittgeschwindigkeit die Reise in die Stadt fort.
Die Fachwerkhäuser standen eng beineinander und so rollte der kleine Tross an kleinen Läden vorbei unter anderem bei einer Obst verkaufenden Zwergin. Erkumis bat Gwendolin kurz den Wagen anzuhalten und kaufte alle Äpfel der misstrauischen Zwergin ab, umso kurz danach an die bettelnden Kinder zu verteilen. Schnell waren die Äpfel als auch die Kinder verschwunden und rannten gröhlend durch die Gassen. Die Verkäuferin, die soviel Uneigenutz von einem Zwerg nicht kannte, bedankte sich bei Erkumis und eilte zum Nachbarstand, der Stand eines Stoffhändlers und fing eine rege Diskussion mit ihm an.
Bevor aber der Tross seine Fahrt fortsetzte sprangen die Spitzhut Tragende, der Zwerg und der Halbelf vom Wagen und zusammen mit Bernhard, der sein geliehenes Pferd, Thorben wieder übergab, auf die Suche nach etwas Essbarem. Den Gerüchen zu urteilen, würden sie bestimmt schnell fündig werden. Bernhard kannte Dolchfurt recht gut da er hier schon des öfteren für diverse Tavernenbesitzer gearbeitet hatte und so kamen sie an die Taverne: Dolchfurt, an der die Kolonne von Wagen am Tor vorbeigekommen waren. Der Koch war gerade damit beschäftigt mit Kreide das Tagesmenü anzuschreiben, als Berhard seinen Hunger ihm verkündete. Unterdessen war die Gnomin fasziniert von dem Schaufenster des Nachbarladens, in der Auslage stecken Zauberstäbe, Bücher mit schnörkligen Einbänden und diverse andere Utensilien für Zauberei. Da man mit dem Koch nicht übereinkam, die Gruppe versuchte die Preis zu drücken, beschloss man zum Markt zu gehen, der unweit der Taverne war.
Auf dem Markt gab es einiges zu sehen, ein Quaksalber den gerade im Begriff war einer Frau einen Zahn zu ziehen, sehr zur Belustigung der Umstehenden, ein Schmied, der über einer offenen Esse im Begriff war ein Schwert zu bearbeiten, ein gnomischer Alchemist der Aufgrund der vielzahl von Reagenzien nur schwer auszumachen schien, ein Calimshit, der mit seinen südlichen Akzent und seinem Turban seine Stoffe anpries, etliche Feinbäcker die ihre Waren feil boten und natürlich an jeder Ecke Gauckler und Bänkelsänger die ihre Künststücke und Lieder vortrugen.
Letzendlich wurde Bernhard und Dontos bei einem Händler der gebratenes Rind am Spieß anbot fündig, während der Zwerg und die Gnomin sich Backwaren schmecken ließen. Da man diverse Dinge bei den Goblinüberfall noch bei sich trug, versuchte der ein oder andere diese Dinge loszuwerden mit mittelmäßigen Erfolg. Dabei stellte sich heraus das das gefundene Scimtar eine besonders meisterliche Waffe war und aus dem Hause der Schmiede Cromach, die ebenfalls in Dolchfurt ihren Sitz hatte, angefertig worden war. Recht amüsant ging es hingegen bei dem Calimshiten zu, dem Bernhard mit Hilfe eines roten Schafes, von der Gnomin weiß machen wollte, welche Besonderheit ein gewisses Tuch hatte. Leider gelang es ihm nicht ihn davon zu überzeugen und so blieb ihn der Verkauf der gefundenen Schärpe. Dontos hingegen suchte unter anderem den gnomischen Alchimisten, mit Namen Telwosh auf und besorgte sich wertvolle Informationen, wo er die Schriftzeichen entschlüsseln könne. Der Freundeskreis der Schreiber, der sich in Dolchfurt befand sollte nun das Geheimniss lüften. So zogen 2 kleine Gruppen durch die Stadt, die einen zu Cromachs Schmiede und die anderen zu den Schreibern.
Bernhard und Erkumis gelangten über ein paar Gässchen schnell zu Cromachs Schmiede, da trotz der Straßenmusikanten, der Klang des Schmiedehammers, von den fleißigen Zwergen überwog. Während Bernhard den Verkausraum aufsuchte und mit die Waffen begutachtete, ging Erkumis außen um den Ladenbereich herum und kam so zu der Schmiede, wo 3 fleißige Zwerge beschäftigt waren ein Langschwert fertigzustellen. Es stellte sich schnell heraus, das einer von ihnen Galdalug Steinhammer hieß und nahm sich die Zeit für Erkumis seine Fragen in einem abgeschiedenen Raum. So erhielt Erkumis den Namen des eigentlichen Besitzers. Ein gewisser elfischer Adlige, aus Tiefwasser, mit Namen: Lathadrien Silberhaar.
Nach der Unterhaltung brachte Galdalug, Erkumis in den Verkaufsraum und verkaufte ihm eine neue Waffe, die sowohl Streitkolben, als auch eine Axt war. Da Erkumis, Bernhard dem Zwerg vorstellte, ging man auf das Geschäft mit Bernhard ein und er würde sich am nächsten Tag über ein paar angepasste Armschienen freuen können.
Zur gleichen Zeit waren Dontos und Tin bei dem Freundeskreis der Schreiber, gegenüber von Cromachs Schmiede. Leider konnte man dort Dontos, was die Schriftzeichen anging, auch nicht weiterhelfen. Bis auf das die Zeichen alten elfischen Ursprungs war. Als die beiden auf die Straße gingen, trafen sie auf Bernhard und Erkumis. Sie tauschen ihre Informationen aus und da bemerkte Bernhard, Kork. Er sprach ihn an und Kork gab ihn Informationen preis, die um das Treffen mit dem Dunkelelfen aus dem Hause Baenre anging. Ein Doppelgänger kam ins Gespräch und machte die ganze Sache nur noch verworener. Die Dunkelelfen würden durch die alte Kanalisation in die Taverne „Zur glücklichen Kuh“ erscheinen. Weiterhin kam ins Gespräch das Wetten inzwischen abgeschlossen wurden, was das Überleben von Bernhard anging.
Mit dieser Information wollte die Gruppe nun endlich in die Taverne einkehren und ihre Zimmer aufsuchen. Auf dem Weg dorthin kamen sie wieder an dem Zauberladen vorbei und bemerkten Tins Augen die Sehnsüchtig in den Laden schaute. Also machte die Gruppe einen kurzen Zwischenhalt in dem Laden. Eine Glocke läutete als sie eintraten und sie erblickten den Rücken eines alten Mannes in einer Robe. Ein recht furchteinflössender Mann, da auf einmal seine Stimme die Gruppe begrüßte.
Bernhard findet sich in einer riesigen verzweigten Bibliothek wieder mit in sich verzweigenden Brücken die sich nach oben hin erstreckten. Ihm wurde schwindelig. Unterdessen wand sich der Gnom der Gruppe mit einigen Wünschen an den Verkäufer, der selbst den Verkaufsbereich als Showbühne zu betrieben schien, denn bevor sich der alte Mann umdrehte tauchte ein großer Kopf des Alten auf und sprach zu der Gruppe. Doch leider waren viele Dinge für Tin nicht erschwinglich und auch auf das Angebot ihre.. die Zeit zu verkürzen, in der sie einige Goldmünzen sich hätten machen können, lehnte die Gruppe entschieden ab und verliess, nachdem Bernhard sich körp- und geistlich wieder in dem Laden wiederfand, den Laden des Magiekundigen.
Im Schankbereich der glücklichen Kuh war einiges los. Ob es an der Feierlichkeit lag? Die Gruppe bemerkte ein kleine Schlange die sch vor einem kleinen Tisch sammelte und dort stappelten sich Münzen in rauen Mengen. Schnell kam ans Tageslicht, sofern man hier in der Taverne davon sprechen konnte, das ein gewitzter Gnom, mit Namen Fendrix Flinkfinger Wetten annahm. Es stellte sich heraus das besonders eine Wette hoch im Kurs war. Es war die Wette auf Bernhards Leben.
Bernhard bekam davon nicht viel mit, da er zum Glück mit dem Wirt sprach und sogar für seine Reisebegleiter ein weiteres Zimmer aushandelte. Waren die Zimmer doch recht klein und so teilten sich die 4 Abenteurer sich 2 Zimmer. Nachdem sie ihre Zimmer bezogen hatten, schauten sie sich im Keller der Taverne um die einen Zugang zur Kanalisation zu haben schien und versuchten ihre Überlebenchance zu verbessern. Danach gingen sie nochmal in die Stadt um mehr Informationen zu bekommen. Doch weder die gnomischen bösen Gauckler noch ein erneuter Besuch beim Zauberkundigen brachte die Gruppe weiter. Einzig der Besuch beim mitgereisten Braumeister, war recht hilfreich, denn Aufgrund seiner Aktivität, sah man einen Flinkfinger schnell seine Sachen packend die Taverne verlassen.
Der Abend brach herein und der Karavenenführer vom Eisenthron traf ein und setzte sich an einen Tisch, die Taverne war sehr voll und mit der Information, das ein Schattendolch seine Lebenslichter auspusten könnten blieb Bernhard gefasst, während Evelyn zu Bett ging. Die Übergabe konnte stattfinden.
Für ihre letzten heldenhaften Taten bekam ein jeder Abenteurer seine Belohnung welche er sich eigens auswählen konnte. Amara brauchte Gold und nahm die ihr angebotene Menge von 35000 Gold in Form von Edelsteinen. Drisinil suchte sich eine besondere magische Rüstung aus.Der braune Wanderer bekam auch eine magische Rüstung bzw er bekam duch ein Zauber ledrige Haut. Thimbè wählte sich eine magische Statuette aus. Und Jorax behielt es für sich für welche Belohnung er sich entschied.
Delgar wollte Terrax von Amara unbedingt abkaufen und als er 100 000 goldstücke aufwog, hörte Amara schon einen klimpernden Goldregen in ihren Ohren. Doch Terrax streubte sich , er sei nicht verkäuflich und sowieso verachtete er Delgar und sein schäbiges Angebot. Am liebsten hätte er ihn zu Asche werden lassen, doch hier im Lager bei Hassan und Valeria musste er sich beherrschen. Er zwickte Delgar eine blutige Nase als dieser nah an Terax war.
Die Gruppe verweilte bis zu ihrem nächsten Abenteuer ersteinmal im Dorf um auszuruhen und wieder Energie zu tanken. Drisinil besuchte den Schmied um ihren Schild abzuholen, Thimbè bummelte ihr hinterher und schaute ob er etwas benötigte. Sie schlürften ab und wann mal ein Becherchen Wein in den zahlreichen Gasthäusern bis sie nach ihren Rundgang ins Lager zurückkehrten.
Terrax übte im Lager das Feuerspeien mit Amaras hilfreicher Unterstützung. Und Der braune Wanderer verspürte den Drang Pilze im nahe gelegenen romantischen Wäldchen zu sammeln. Wie der Zufall es wollte begegneten er Emily in diesem Waldstück. Nach ein paar netten Worten, die Erwähnung eines Pilzsüppchens und Emilys laut grummelnder Magen, ließ die Einladung ins Lager nicht lang auf sich warten.
Die junge Menschenfrau Emily die nie zuvor einen Drachen gesehen hatte und auch noch nie mit einer sagenumwogenen, heldenhaften und herrausragenden Abenteuergruppe wie dem Kult der Verdammten zu tun hatte, wurde beim Pilzsuppenschlemmen und gemeinsamen Zusammensitzen erst als neu errungenes Liebesmaid vom braunen Wanderer begutachtet. Aber es stellte sich herraus das sie fast ihre ganze Familie verlor als ihr Dorf von einem orkischen Drachenreiter heimfiel und dieser dazu noch ihre kleine Schwester entführte. Nach vieler Hinterfragung und Überlegung berriet sich die Gruppe wie der jungen rachesuchenden Menschenfrau Hilfe bei ihrer Suche geboten werden konnte.
Terax hatte derweil eine Traumdeutung bzw eine Vision eines gewaltigen Kriegsaufmarsches zwischen Menschen und Orks, der 250 Jahre zurück lag. Man sah den roten Drachen Ara der von Xor geritten wurde und ein Meer aus Flammen und Blitze die aus Xors Zepter und seinem Schwert auf die Menschen niedergeschmettert wurden. Es war eine blutige und grausame Auseinandersetzung und nichts schien Xor und seinem Orkheer aufzuhalten.
Emily nahm Anteil an dieser Vision und erkannte Ähnlichkeiten mit Ara dem roten Drachen bei dem Angriff auf ihr Dorf. Merkwürdig war nur das er ihr viel jünger erschien als in dieser Vision. Hassan und Valerion vermuteten das diese Vision mit Obult Todespfeils riesigen Orkheer in Verbindung gebracht werden konnte. Der rote Drache Ara sei eine lang vergessene Legende, ein feuerspeiender Drache im Dienste der bösen Mächte. Und Xor ein Dunkler Magier der zu seiner Zeit viel Schrecken und Leid gbracht hatte.
Der Kult nahm sich vor dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Wer war für diesen Angriff auf Emilys Dorf verantwortlich? Woher kommt dieser mysteriöse rote Drache. Sie errinnerten sich auch an einen längst vergessenen Auftrag, herauszufinden wer Obult stürtzen wollte. Diese Fragen mussten beantwortet werden um an die Wahreit zu gelangen.
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