The Resurrection II (The Resurrected)

Araumycos

Zum zweiten Mal versammelten sich die Mitglieder der Gruppe um das Becken in dem das Ritual stattfinden sollte. Ricarda, die Angst hatte Vaneara würde wieder nicht erwachen, blieb dem Wasser allerdings fern.

Es dauerte eine Weile, denn der Körper der Elfe war schon zu lange ohne Leben, doch wie von allen Anwesenden erhofft, schlug sie zum Ende des Rituals ihre Augen auf.
Langsam und mit Bedacht näherte sich Vaneara Bran, der sie nicht direkt umarmte, aber dennoch an sich drückte und ihr dann den „neuen“ Oskar vorstellte.

Da die Elfe Ricarda nicht sehen konnte, wollte sie zu ihr um sich bei ihr persönlich dafür zu entschuldigen, dass sie zunächst gezögert hatte.
Die beiden Frauen lagen sich lange in den Armen und waren glücklich, dass sie einander hatten.
Sie mussten doch zusammenhalten.
Von neuem Mut erfasst, nahm Ricarda kontakt zu ihrem Vater auf, um nach Neuigkeiten über Anton zu fragen. Doch so schnell sie das Gespräch angefangen hatte, so schnell beendete sie es auch.

Offenbar hatte die junge Frau in ihrem Leben schon einiges mit ihrer Familie durchmachen müssen. Viel hat sie darüber noch nicht preisgegeben, aber sie hat erwähnt, dass ihr Vater nur das tut, was ihre „manipulative“ Mutter sagen würde. Ihre Kindheit muss wirklich nicht einfach gewesen sein.

Vielleicht kamen die beiden Frauen nochmal dazu über ihre Familien zu reden. Über Freunde und Interessen, denn es war für alle gut eine Wahlfamilie hier unten zu haben.
Von neuem Selbstvertrauen erfasst heckten Ricarda und Vaneara einen Plan aus um Bran einen Streich zu spielen. Während er schlief malten sie sein Gesicht an. Was für ein Meisterwerk er war, als er erwachte.

Kichernd und lachend konnten sich die Elfe und die Menschenfrau kaum auf ihr Frühstück am nächsten Tag konzentrieren.
Natürlich dauerte es nicht lange bis Bran dahinterkam, was mit ihm passiert war und so ließ er sich es nicht nehmen auch mit den Frauen einen Scherz zu machen.

Während ihrer Weiterreise sprach Vaneara Bran auf das an was Eilistraee ihr über ihn zugeflüstert hatte.
Und Bran erzählte. Er erzählte von seiner Frau und seinen Söhnen, davon, dass sie glaubten er wäre tot. Er berichtete davon, dass er nicht zurückwollte, doch Ricarda und Vaneara bestärkten ihn darin, dies doch zu tun sollten sie die Oberfläche wieder erreichen.

Dann trat etwas aus dem Dickicht hervor.
Jeder einzelne aus der Gruppe stellte sich ihm gegenüber und wurde nach seinem Wunsch gefragt und dann wurden sie den Weg weitergeleitet.
Weiter um vor Araumycos oder eher einem Avatar von ihm, zu knien und einen Schlüsselstein zu erhalten.

Diesen nahm Bran an sich und dann gingen sie weiter. Folgten ihrem Pfad oder dem, der ihnen vorgegeben wurde.

Und so gingen sie weiter. Und kamen an ein Tor. Sie wussten wer oder was auf der anderen Seite des Durchganges sein kann, doch benutzen sie das Totem um das Portal zu öffnen.
Es vergingen nur ein paar Sekunden, da waren sie auch schon im Kampf mit einigen Drow verwickelt.
Sie hatten sich gut als Gruppe eingespielt und der Kampf dauerte nicht lange. Er war kräftezehrend hatte diesmal aber keine Opfer zu beklagen.

Bran und Vaneara beteten sogar für die zwei gefallenen Gegner, nahmen ihnen vorher aber Rüstung und alle nützlichen Gegenstände ab.

Dann schreiteten sie gemeinsam durch das Tor.
Nicht weit vor ihnen konnten sie ein Posten der Drow sehen und in die andere Richtung war eine wohl eine größere Höhle.

Die Elfe zog die Richtung des Außenposten vor doch suchten sie zunächst eine geeignete Stelle für eine kurze Rast.

Nun saßen sie dort in der Höhle und hofften. Einige hofften auf einen Ausweg nach oben und einige auf Unterstützung.

Der Weg nach Kresk (Shield of Light)

ziege

Liebste Meemaw,

es ist noch gar nicht so lange her, dass ich einen Brief an dich verfasst habe. Und eigentlich ist auch gar nicht so viel passiert und dennoch habe ich das Bedürfnis dir zu schreiben oder wenigstens ein paar Gedanken festzuhalten.

Wir sind in dem Turm, in dem wir schon vor ein paar Tagen geruht haben, als wir auf dem Weg zum Tempel waren.

Im Tempel konnte ich dank dem Meister von Theo sehen, was mit Jovaril geschehen ist oder was mit ihm geschieht. Meemaw, er wird gefoltert. Ich habe Angst, dass ich nicht finden werde oder dass ich zu spät sein werde. Auch wenn er mich meist aufgezogen hat, war er dennoch für mich da. Er hat mich vor den anderen Kindern beschützt, wenn sie gemein waren. Er hat mir verziehen, dass ich seine Beute auf der Jagd durch meine chaotische Magie vertrieben hatte. Was ist, wenn ich ihm nicht mehr sagen kann was für ein großartiger Bruder er ist.

Ich bin die Jüngste in meiner Familie. Vielleicht habe ich mir doch zu viel zugetraut. Vielleicht bin ich doch dem Ganzen nicht gewachsen.

Und dann ist da Theo. Dieser Mann. Dieser großartige, liebenswürdige Mann. Er findet immer oder meist immer die richtigen Worte um mich aufzuheitern. Seine Worte, seine Taten. Er holt das Beste aus mir heraus. Für ihn und auch die Anderen will ich besser sein, besser werden.
In seinen Armen kann ich den Schrecken hier vergessen. Meemaw, ich habe ihn einfach geküsst. Seine Worte und er… ich weiß auch nicht, aber es fühlte sich in dem Moment richtig an. Und jedes Mal, wenn wir uns jetzt küssen, kribbelt es im ganzen Körper.

Ich musste zwischen durch an Yggdra denken. Doch schnell habe ich festgestellt, dass er nur anfangs, bevor wir in Barovia landeten, mir wirklich gutgetan hat und in mir etwas ausgelöst hatte. Ich wollte es nicht sehen und wahrhaben, doch ich mochte nur das Gefühl verliebt zu sein.

Ich schweife schon wieder ab. Mein Chaoskopf, ich weiß.

Also der Weg hier zum Turm war relativ leicht. Die Brücke über den Fluss haben wir schnell erreicht. Da wir wussten, dass sie brüchig und rutschig war wollten wir uns langsam und vorsichtig näher, als einer nach dem Anderen Geräusche hörte. Eigentlich wollten wir uns hinter den Pfeilern der Brücken verstecken, doch Hara war die Erste, die sehen konnte, dass uns die eine Ziege (ja, die von Schlitzzahn) gefolgt war.

Sie kam uns entgegen. Doch hätte sie das besser nicht getan, denn Mitten auf der Brücke packte sie ein Vogel. Er war gigantisch und riss die arme Ziege mit sich nur um sie ein paar Meter weiter in die Tiefe fallen zu lassen.

Wir sahen, wie der Vogel in der Luft wendete und wieder in unsere Richtung flog und wir wussten, wir mussten uns beeilen von der Brücke wegzukommen. Wir waren dort ein leichtes Ziel.

So schnell und sicher wie wir konnten machten wir uns auf die andere Seite und wollten dem Tier aus dem Weg gehen, doch leider konnte es sich Tebaun schnappen und so mussten wir uns doch mit ihm in den Kampf begeben.

Er dauerte und wir haben es auch nicht getötet, aber wir konnten uns alle in den Turm retten.
Und nun sitzen wir. Erschöpft aber im Schutze von Theos Zauberhütte und erholen uns.

 

Ich beschäftige mich mit dem Amulett, welches wir gefunden haben. Ich trage es nun um meinen Hals (auch wenn es gar nicht zu meinem Kleidungstil passt) und ich spüre, dass es von mir möchte. Ich habe Theo davon erzählt, dass ich glaube, dass es mehr kann, aber ich dazu nicht in der Lage sei. Und nun wollen wir in Kresk jemanden finden, der mir vielleicht helfen kann das Amulett besser zu verstehen.

roc

Aufbruch (Shield of Light)

Endlich wieder frische Luft. Auch wenn die letzten Tage im Tempel warm und für die Meisten ereignislos und erholsam waren, tat es doch gut wieder richtige Luft atmen zu können.

Was war in den vergangen drei Tagen nur alles passiert?

tempel

Darüber hatten sie nun Zeit nachzudenken, denn mussten sie doch wieder den Weg zurück.
Ob Bergab wirklich einfacher wird, als Bergauf?

Sie konnten darüber nachdenken, was mit dem Speer passiert war nachdem er zerstört und in tausend größere, kleinere und noch kleinere Teile zerborsten war.
Sie konnten überlegen wie der Versuch ihn wieder mit Magie zusammenzusetzen gelang. Zwar nicht ganz, oder sagen wir, es gelang in eine andere Richtung.

Während einige Mitglieder die Speerteile zusammensuchten und feststellten, dass sich diese von ihnen wegbewegen wollten, fand Hara heraus, dass die Splitter auf sie anders reagierten. Sie hatte sich beim Zusammensuchen ausversehen gestochen und aus dem Bruchstück entwickelte sich ein Pfeil.
Weitere Versuche ergaben stolze acht magische Pfeile, (Theo war es, der die Magie ihn ihnen diagnostizierte) während die Spitze des Speers sich zu einem rötlich schimmernden Dolch verformte.

Außerdem konnten zwei von ihnen darüber nachdenken, was der Kuss oder die Küsse zwischen ihnen zu bedeuten hatten.
Standen sie für Dankbarkeit? Zuneigung? Oder gar für etwas ganz anderes?
Arabella war es, die Theo küsste. Waren es seine Worte, seine Art oder sein Aussehen, die sie dazu veranlasst hatte?
Wahrscheinlich eine gesunde Mischung aus alle dem und es war für einige offensichtlich wie es zwischen den Beiden knisterte.
Nur sie selbst sahen es nicht. Wollten es vielleicht auch nicht sehen oder verstanden nicht, was da war. Doch der Moment den sie dann für sich alleine hatten und Theo in seiner unglaublichen lieben, netten und sympathischen Art, die er nun mal hat, Arabella gegenüberstand, konnte die Elfe nicht anders und küsste ihn.

Zusätzlich konnten sie über die gemeinsame Begegnung mit einem der eingesperrten Wesen grübeln. Oder sich darüber austauschen was diese Erfahrung zu bedeuten hatte. Was wäre geschehen, wenn Hara nicht ihre Hände von dem Bernstein gerissen hätte und Tebaun nicht den Mondstrahl darauf gelenkt hätte?

Arabella konnte dank des Meisters von Theo sehen was Jovaril, ihrem Bruder, in Gefangenschaft angetan wurde. Sie verbarg ihre Sorge, ihre Angst um ihn. War er noch am Leben, wenn sie ihn fanden? Was, wenn es zu spät war und er… tot?
Darüber hinaus gingen ihre Gedanken zu Yggdra. War er noch zu retten oder musste sie sich von ihm verabschieden? Für immer?
Und dann war da noch das gefundene Amulett. Die Verbindung mit ihm ließ sie spüren, dass es etwas Besonderes war, dass es etwas von ihr wollte, dass es der Gruppe helfen konnte. Doch da war dieses Chaos in ihr, was sich der Kette und ihr im Weg stand um es im vollem Umfang nutzen zu können.

Tebaun, der den Tempel, nein eher die Bibliothek darin, nur sehr ungern verlassen hatte, konnte nun über das gefundene Wissen darin nachdenken. Er hatte die meiste Zeit mit Lesen verbracht und er ist es auch, der am Wenigsten erholt aussah.
Doch hatte er nicht nur Erkenntnisse gefunden, sondern auch Liedtexte, Sagen und Erzählungen die er nun selbst einstudieren und verbessern konnte.
Überhaupt wirkte er die Tage wieder mehr verschlossen als es zwischendurch schon der Fall war, aber vielleicht taute er wieder mehr auf, wenn er wieder Jagen gehen und seinem Schwerttanz nachgehen konnte.

Hara war in den letzten Tagen über sich hinausgewachsen.
Hatte auch sie Zeit mit Lesen verbracht war die Versuchung der Schatzkammer immer noch präsent. Und so suchte sie einen Zugang und quetschte sich förmlich durch einen Riss in der Wand. Doch der Wächter reagierte auf sie und sie zog sich zurück. Ohne Beute, aber offenbar um Lebenserfahrung reicher. Sie spornte die Anderen mit ihrer Rede an und beflügelte sie mit ihren Worten.

Theo versuchte Momente mit all den wichtigen Dingen zu verbringen für die er Zeit fand. Doch er wollte Tebaun, der mit Büchern und Schriftrollen beschäftigt war, nicht stören. Und so wollte er die Zeit mit seinem Meister nutzen, doch dieser war daran eher weniger interessiert. Und so widmete er sich auch den Büchern. Doch nicht nur diesen, sondern auch mehr und mehr Arabella. Die Elfe zog ihn an. Ihr Aussehen trug sicher dazu bei, doch war es mehr ihre Stärke ihre Begabung und was sie zusammen erreichen konnten, was ihn anzog. Oder doch nicht?

 

Ist Bergab wirklich leichter als Bergauf?

Nach dem Tod ist vor dem Leben (The Resurrected)

resurrection

 

Wo bin ich? Ich muss noch in der Höhle sein, denn der Gestank von ihr liegt mir immer noch in der Nase. Was ist los mit mir? Alles schmerzt und der Geruch von Blut ist überall um mich herum. Warum kann ich mich nicht bewegen?

Bin ich tot?
So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt. So wurde es mir auch nie beschrieben. Alles ist dunkel und kalt. Das Schwarz ist unheimlich. Doch was ist das? Es verändert sich.
Da ist Musik. Ich muss zu ihr. Ich glaube ich schwebe….

Sind das Seelen da vor mir? Sie bewegen sich auf eine Stadt am Horizont zu – die Stadt der Toten- doch nein, da gehöre ich nicht hin. Da will ich nicht hin.

Das Lied. Es zieht an mir.

Ist das Mondlicht? Ganz sanft? Wie komme ich dahin? Körper? Komm schon… ich will zum Mondlicht. Beweg dich bitte.

Moment, was ist das? Das Licht des Mondes zieht mich an, als würde es mich verstehen. Nur noch ein Stück, dann bin ich da.

Ein Riss? In der Ebene?

Wo bin ich jetzt?
Da ist ein tiefer, dunkler Wald. Über ihm ist der Mond. Immer weiter folge ich dem Lied in mir. Es zieht mich zu den Seelen da hinten. Sie tanzen. So friedvoll. Ich will mich einfügen und eins werden mit ihnen.

Und so gliedere ich mich ein und werde eins mit der Göttin. Mit ihrem Reisch. Mit dem Wald, den Bächen und den ätherischen Tieren darin. Mit der Luft und der schönsten Melodie die ich je gehört habe.
In Avandor. Ich bin zu Hause.

Ihr Mond thront über dem Ganzen hier. Einsam und Alleine.
Ich sehe sie einen Moment. Sie lächelt mich einladend an. Ihre samtschwarze Haut ist ein starker Kontrast zu dem sanften Mondlicht. Ihre Zwillingschwerter sind bei ihr und lassen die Luft um sich herum leise vibrieren.

Ihr Anblick, er lässt mir Tränen die Wangen herunterlaufen.

Der Frieden in mir nimmt immer mehr zu, während ich tanze oder wir die Hohe Jagd in den heiligen Hainen und Wäldern zelebrieren.Wir legen die Tiere natürlich nicht, sondern lassen sie in einer Zeremonie voller Ehrfurcht wieder frei, denn es sind ihre celestischen Getreuen und Manifestationen anderer unserer Seelen. Wir werden Eins mit der Natur.
Zusammen mit anderen Seelen jage ich und mit ihr. Ihre Erhabenheit und ihre Grazie dabei sind einfach unbeschreiblich.

In der Stadt selbst herrscht ein ewiger Gesang. Er hallt hier wie ein silbriger Wind. Langsam und melancholisch aber dennoch hoffnungsvoll.

Und da sind sie Li’Neeruque Maear, G’eldbaste Hun’ervs und Morenragh Dinoavae. Es ist gut zu wissen, dass sie hier sind. Viel zu früh wurden sie hierhergebracht. Einerseits freuen sie sich mich zu sehen, doch sind sie der Meinung, ich würde hier noch nicht hingehören. Bella finde ich hier nicht.

Was ist jetzt los?
Da ist ein Ziehen. Ich fühle da ist jemand, der mich zurückrufen möchte.
Doch wie kann ich mich von all dem hier trennen? Habe sie im Stich gelassen? Ich zweifle und zögere zu lange. Das Ziehen verschwindet so schnell wie es erschienen ist.
Bran? In meinem Kopf? Sie brauchen mich?!

Unentschlossen sehe ich mich um. Das kann nicht sein. Oder doch? Die dunkle Maid manifestiert sich vor mir. Oder ich vor ihr?
Sie sitzt auf einem Stein am Bach und lädt mich ein, mich zu ihr zu setzen.

Ein gütiges und freundliches Lächeln steht in ihrem Gesicht. Ihre Augen sind stark und in ihnen funkelt Hoffnung. Gleichzeitig wirken sie leicht schwermütig und ich erkenne ein Hauch Einsamkeit.

Ich spüre ihren Schutz und meine Verbundenheit mit ihr.
Ihre Stimme klingt süß, wie ein Lied, während sie mit mir redet. Ich höre sie, höre wie sie sagt, dass ich zurückmuss, da ich noch auf Toril gebraucht werde. Das ich ihr und unserem Volk dort viel mehr helfen kann als hier. Sie sagt, mein ewiger Frieden und sie warten auf mich

Dann sagt sie, dass ein Vertrauter von uns beiden mich dringend benötigt und auch, dass der Auserwählte Bahamuts meine braucht meine Hilfe. Bran? Wieso er? Doch ich frage sie nicht. Er würde mir helfen meine Mutter zu finden. Dies wäre, neben den beiden Frauen in seinem Leben, sein Herzenswunsch.

„Ein gemeinsamer Vertrauter?“ entfährt es mir und sie zeigt mir daraufhin Bilder von ussta daxunyrr.

Sie erzählt und zeigt und beauftrag mich als ihre Priesterin zu helfen. Noch bevor ich handeln kann öffnet sie ihre Hände und lässt silbrige Motten auf mich zufliegen. Sie werden ein Teil von mir und ich fühle mich noch mehr mit ihr verbunden als schon zuvor.

Da ist diesesZziehen wieder. Sie nimmt meine Hand und begleitet mich in den See. Ich tauche hinter ihr in dem mondbeschienen Teil ein und höre sie noch sagen „was eure Freundin angeht: ich werde alles was in meiner Macht steht tun um sie aus Lolth Fängen zu befreien doch ich brauche mehr Kraft.“

The Resurrection (The Resurrected)

Erschöpft und am Rande ihrer Kräfte war der Kampf gegen die Dame des Verfalls erfolgreich beendet. Doch zu welchem Preis war dieser Sieg?

Viel war geschehen in den letzten Tagen. Je weiter und tiefer sie liefen umso mehr wurde klar, dass sie besser zusammenarbeiten mussten. Sie versuchten ihre Zauber aufeinander abzustimmen, damit zumindest etwas gegen das Gift hier unten getan werden konnte.
Die Zwischenfälle mit den Gegner waren auf Dauer Nervenaufreibend und zerrten auch an den Energien. Die Unterhaltungen blieben meist kurz, wollte doch jeder so viel Ruhen wie es ging. Als hätten sie gewusst, dass ihnen ein großer Kampf bevorstehen würde.

Die Dame des Verfalls war allgegenwärtig. Überall tauchte sie auf, schickte Feine. Große und Kleine, viele und noch mehr.
Und als sie schließlich in ihrer Höhle, so dachten die Gruppe zumindest, ankamen, sollten sie zunächst eine Probe bestehen.

Die Dame ließ eine ihrer Kreaturen los, doch auch wenn sie noch so hässlich war, hatte sie nicht viel zu bieten und der Kampf war relativ schnell vorbei.
Enttäuscht wirkend, ließ die Dame es sich nicht nehmen und verschwand mit dem alten Drachen, den sie hier unten gefangen hielt.
Derjenige, der Bran darum gebet hatte ihn von seinen Fessel zu befreien und wenigstens seine Essenz zu retten.

Auf dem weiteren Weg um die Dame endlich Final zu stellen, fand Ricarda unter ein paar Pilzen eine Tasche. Herrenlos lag sie da und die junge Frau nahm sie an sich. Sie holte ein altes, zerschlissenes in ledergebundenes Buch hervor. Die Schrift darin war zum Teil so unlesbar, dass man sich nicht sicher sein konnte, sollte man die Zaubersprüche nutzen, auch wirklich das passiert, was der Anwender sich erhoffte.

Neben einer Phiole, die nach wie vor ausprobiert wird was sie denn genau kann, kam eine Kuh hervor. Mit vereinten Kräften konnten diese aber wieder in die Tasche befördert werden um einen Augenblick später einen Affen herauszuholen.
Vaneara gelang es ihn zu beruhigen, aber er wollte partout nicht in den Beutel zurück. Die Luft darin war wohl sehr knapp (arme Kuh).

Die junge Frau stellte zudem fest, dass der Beutel wohl eine eigene Präsenz hat. Diese war nicht sonderlich gut gelaunt und eher wortkarg. Wenn sie redete dann eher grummelnd, fluchend und undeutlich.Eine Strategie kam auf. Sie wollten versuchen die Dame abzulenken um sich nähern zu können. Sie wollten versuchen ihr „positiv“ zuzureden.
Anfangs lief es auch recht gut. Doch nachdem die Dame durch Sinneszauber den Ein oder Anderen vernebelte und auf ihre Seite zog änderte sich das Blatt.
Sie wurden getrennt und Oskar stürmte voran um die Dame direkt anzugreifen und Vaneara ihm hinterher.

Bran und Ricarda wollten dem gefangenen Drachen helfen und Mazika versuchte aus der Ferne zu unterstützen.

Der Kampf war hart. Er war lang, schwer und hatte ein Opfer.

FunghiKelpwald

Ricarda eilte zuerst zu der regungslosen Vaneara, sank neben ihr auf die Knie und versuchte mit ihrer heiligen Magie wieder Leben in den Körper zu bekommen.
Doch die Magie, auch wenn sie in den Körper hinüberglitt, fand nichts mehr um sich auszubreiten. Verzweifelt und weinend saß Ricarda da und wollte das alles nicht wahrhaben. Nicht glauben was passiert war.

Bran, der nun nicht nur Platin blond war, sondern auch komplett nackt, kniete sich zu ihr. Versuchte seinerseits Leben in den leblosen Leib der Elfe zu bekommen, doch auch er konnte nichts mehr ausrichten.
Schon fast wütend auf sich selbst versuchte er alles was in seiner Macht stand um Vaneara wach zu bekommen.
Doch war es zu spät. Tröstend nahm Bran Ricarda in den Arm und auch Oskar gesellte sich zu ihnen und berichtete was geschehen war.

Kurz kam der Gedanke auf Vaneara an Ort und Stelle zu begraben, doch Bran konnte dies nicht zulassen. Er wollte sie mitnehmen. Zu ihren Eltern.

Oder vielleicht konnte der Pilz selbst ihnen helfen. Immerhin hatten sie den Kampf gewonnen und er schuldete ihnen nun etwas. Dies hatte er doch selbst gesagt. Doch Bran selbst konnte ihn nicht mehr hören oder wahrnehmen.
Oskar und Ricarda waren es, die meinten, er würde sie weiter in die Höhlen hineinziehen.
Bevor es weiterging reichte die junge Menschenfrau mit Schamesröte im Gesicht Bran einen zerrissenen, schwarzen Mantel, den dieser sich notdürftig um die Teile band.

Gemeinsam gingen sie weiter. Nur einige Meter kamen sie weit, da versperrten ihnen drei Portale den Weg.
Überrumpelt und ahnungslos was nun passieren würde blieben die vier stehen, als aus einem der Portale die Mutter von Mazika trat, begleitet von Sukkubi.
Sie forderte Mazika auf mit ihr zukommen, da sie ihre Aufgabe erfüllt hätte, doch es seit der Befreiung des Baumes Probleme gibt.

Mazika, die erst verwirrt wirkte, wollte aber diesen Ort offenbar so schnell wie möglich verlassen, doch die Anderen wollten sie aufhalten und sie nur im Tausche gegen Mialee gehen lassen. Doch die Halbelfe war nicht mehr in ihrer Gewalt. Sie befand sich jetzt direkt bei der Spinnengöttin selbst.
Die Debatte ging hin und her und es flogen auch Hände und Fäuste doch von einer Sekunde zur Anderen war Mazika verschwunden. Magisch offenbar und ihre Mutter machte es ihr gleich, doch verdrehte sie Oskar davor noch ein wenig den Kopf.

Durcheinander, aufgebracht und wütend standen Ricarda, Oskar und Bran da. Nicht sicher was sie nun tun sollten, doch der Pilz zog sie weiter und so folgten sie seinem Ruf.

Tage liefen sie. Tage in denen sie trauerten. Tage in denen sie zwar in der Umgebung Tiere, Wesen und Kreaturen wahrnahmen, aber nicht angegriffen wurden.

Diese Tage hätten ruhig sein können. Doch der Verlust ihrer Freundin, ihrer Kameradin belastete sie alle.

Dann endlich trafen sie auf ein pilzartiges Geschöpf, was sie in eine Richtung lenken wollte. Zu einem Ort wo eine Frau sein soll, die schon lange, sehr lange hier unten lebt und gut mit Araumycos verbunden sein soll. Der Pilz hatte sie hierhergeführt. Konnte sie ihnen und ihrer toten Freundin helfen?

Bevor sie die Siedlung betreten durften, mussten sie ihre Waffen ablegen. Ricarda verstaute diese in ihrer gefunden Tasche.

Das Dorf in das sie kamen, war nicht besonders groß. Doch es beherbergte jede Menge Mykoniden. Ganze Familien. Ganze Stämme von Pilzen die hier miteinander lebten.

Sie wurden in die nähe einer Hütte geführt wo schon jemand ihre Ankunft erwartete. Was es oder sie genau war konnte die Gruppe nicht erkennen. Eigentlich war es auch egal ob sie ein Mensch, Elf, Priester, Druide oder anderes war, solange sie helfen konnte.

Doch dies wollte sie erst nach einer Rücksprache mit Araumycos tun. Es musste geklärt werden ob der schon leicht verwesende Körper der Elfe noch genug besaß um wiederbelebt zu werden, oder ob es schon zu spät ist und sie dem ewigen Kreis des Lebens übergeben werden musste.

Die restlichen drei Überlebenden machten es sich in der modrigen und leicht verfallenen Hütte so gemütlich wie es nur ging.
Die Stimmung war melancholisch und kaum einer traute sich etwas zu sagen. Gefühlt dauerte es eine Ewigkeit und die Gemüter waren angeschlagen und so passierte es und Ricarda konnte ihre Trauer nicht länger verbergen und ließ alles aus sich heraus, was ihr auf der Seele brannte.

Bran, der versuchte sie zu beruhigen und aufmunternd zuzusprechen und erntete eine Backpfeife von ihr, doch er nahm es hin. Verständnisvoll.

Die Zeit schritt weiter der Moment kam an dem der Elfenkörper dem Wasser übergeben werden musste um das Ritual der Wiederbelebung vorzubereiten.

Als es dann soweit war und sich alle um den Teich versammelten um dem Brauch beizuwohnen war die Stimmung in der Gruppe nicht merklich besser.
Doch sie waren dabei. Standen am Rand des Ufers und schauten zu, wie die Frau über ihnen thronte, Gesten machte, Formeln sprach und die sie dann aufforderte von dem Wasser zu trinken.

Angewidert nahm jeder einen Schluck und es kostete sie ihren ganzen Willen das Gebräu nicht wieder im hohen Bogen wieder auszuspucken. Bestand es doch aus Erd-, Pflanzen- und anderen Materialien, die man nicht freiwillig zu sich nehmen wollte.

Dann war es soweit. Der hochgehaltene Diamant zersprang und alle wartenten gespannt darauf, dass Vaneara ihre Augen wieder öffnete. Doch es tat sich nichts.
War etwas schiefgelaufen? Aber nein, das konnte nicht sein.
Wollte die junge Seele einfach nicht zurückkommen?
Aber nein, das durfte nicht sein!

Die Frau sah die Verzweiflung in den Gesichtern der Freund und bot ihnen an das Ritual am nächsten Abend noch einmal zu wiederholen, doch sollten sie zunächst versuchen ihrer Freundin klarzumachen, dass sie gebraucht würde.

Eine kleine Unterhaltung brachte Bran auf eine Idee und so versuchte er über die Ebenen hinweg Kontakt mit Vaneara oder ihrer Seele aufzunehmen um ihr deutlich zu machen wie sehr sie doch gebraucht werden würde.

Gespannt, ob die Zeremonie am nächsten Abend im Zenit des Mondes Erfolg haben würde, waren Ricarda, Oskar und Bran nicht wirklich mit ihren Gedanken am Tage bei der Sache.

Dann war es endlich soweit…

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