Aufgeheizte Gemüter: Von Schmerz und Lust (Invictus Igni)

Aufgeheizte Gemüter: Von Schmerz und Lust (Invictus Igni)

Teil 1: Nach dem Kampf ist vor dem Kampf

Wir waren eingeschlossen. Diese verdammte Drowpriesterin Trissa und diese dreimal verfluchte Sonnenelfe haben sich mit einem Zauber aus dem Staub gemacht und das Eingangstor verschlossen. Nachdem Malcador plötzlich wieder ausgerastet war und mir haltlose Sachen an den Kopf geworfen hat, ruhten sich alle von dem anstrengenden Kampf erst einmal kurz aus. Malcador war so erschöpft, dass er sich an einer Säule niedergelassen hatte und sogar eingeschlafen war. Zumindest hat er ein wenig meine Leistungen im Kampf gewürdigt, auf seine eigene, verschrobene Art. Irgendwie benimmt er sich in letzter Zeit sehr merkwürdig. So als hätte er eine zweite Persönlichkeit, die immer wieder durchdringt. Angefangen hat das, seit wir diese extrem schwierigen und kraftraubenden Kämpfe austragen mussten. Ich sollte das im Auge behalten.

Luna hatte sich auch gleich eingeschaltet und war dazwischengegangen. Sie hatte Recht. Wir können nur gemeinsam in dieser Tiefe überleben. Zu meiner Überraschung muss ich gestehen, dass ich sie mag. Gerade ich, einen dieser privilegierten Aasimar. Aber wie sich herausstellte, hatte auch sie in der Vergangenheit Probleme durch ihre Herkunft. Da hatte ich doch etwas vorschnell geurteilt. Gerade ich, der das anderen immer vorwürft. Das Leben lässt halt keine Chance für eine Lektion aus. Auf jeden Fall scheinen wir mehr gemeinsam zu haben, als ich bisher gedacht hatte. Aber zurück zur Geschichte.

Während alle Luft holten, durchsuchte ich zuerst den Drow-Zauberer nach einer Schriftrolle, mit deren Hilfe wir vielleicht entkommen hätten können. Aber Tymora war nicht auf unserer Seite. Der Magier war komplett nutzlos. Ich bin dann zu einem Kokon gegangen, hab ihn runtergeholt und geöffnet. Ich hatte gehofft, dass da vielleicht ein Gefangener drin wäre, der uns helfen könnte oder wertvolle Informationen hätte, aber Pustekuchen. Es war ein männlicher Drow, dem Tode schon ganz nahe.  Unter dessen Haut bewegte sich irgendwas. Ich konnte mir schon denken, was da abging. Sicherheitshalber rief ich Alberich dazu, aber der konnte für den Drow auch nichts mehr tun. Kurz nachdem ich versucht hatte, den Drow durch ein paar leichte Klapse ins Gesicht aufzuwecken, brachen die Spinnen aus seinem Körper heraus und krabbelten davon. Das war vielleicht ein widerlicher Anblick. Ich habe schon viele verschiedene Tode gesehen, auch selbst herbeigeführt. Aber nichts war annähernd so widerwertig, wie dieser. Na gut, nichts außer die Rattenkäfigfolter aus Luskan.

Da das nichts gebracht hatte, untersuchte ich die Wände der Halle. Wir waren zuvor ja schon auf Geheimgänge gestoßen, warum sollte also nicht einer aus der Halle hinausführen. Ich hatte sogar meinen Stab der Geheimnisse verwendet. Aber nichts. Es half alles nichts, wir mussten irgendwie durch diese Tür gelangen.

Anton war derweil auf die Ballista geklettert und veranlasste sie, auf die Tür zu feuern. Doch Tymora hatte uns verlassen. Der Feuerbolzen prallte von der Tür ab. Er wurde reflektiert und traf und zerstörte die Ballista. Sie ging in Flammen auf und mit ihr unsere größte Hoffnung. Uns blieb jetzt nur noch der Betrachter mit seinen Augenstrahlen. Immerhin hatte ich gesehen, wie sie einen Gegner komplett aufgelöst hatten. Warum also nicht auch die Tür. So brachten Anton und ich den Betrachter dazu, seine Augenstrahlen auf die Tür abzufeuern. Aber kein Strahl richtete irgendwas aus.

Ich wollte die Hoffnung aber noch nicht aufgeben und ging zu der Tür. Irgendwie mussten wir doch hinausgelangen. Oder wenigstens ich, dann hätte ich versuchen können, die Tür mit meinen Dietrichen oder anderen Werkzeugen zu knacken. Am unteren Rand der Tür war ein kleiner Spalt, durch den man ein kleines Stück hinter die Tür gucken konnte. Da kam mir eine Idee. Ich hatte diese vollkommen verrückte Sonnenelfe gesehen, wie sie plötzlich von einem Nebel umgeben wurde, verschwand und etwas weiter wiederauftauchte. Und ich hatte Geschichten von Dämonen und Teufeln gehört, die ähnliche Fähigkeiten besaßen. Meine teuflische Abstammung hatte mir schon mehrere magische Fähigkeiten verliehen, vielleicht auch diese. Wer weiß, vielleicht war der Bastard in meiner Blutlinie ja von der teuflischen Sorte, die diese Fähigkeit beherrschte. Also konzentrierte ich mich, sammelte meine innere Kraft, wie ich es auch bei meinen anderen Fähigkeiten tat und stellte mir vor, wie ich in einem rötlichen Nebel wie ein Teufel verschwinden und direkt an dem Platz hinter der Tür, den ich sehen konnte, wiederauftauchte. Dabei imitierte ich das Gehabe der Sonnenelfe.

Was soll ich sagen? Ich bin ein Meister meines Faches und ein teuflisch guter Kerl. Es gelang und ich teleportierte direkt hinter die Tür. Zuerst sicherte ich alles ab, nicht dass mich diese verfluchten Weibsbilder überraschten. Als aber keine Gefahr zu erkennen war, machte ich mich daran, die Tür mit meinen Werkzeugen und meinem unendlichen Geschick zu knacken. Diese Zwergentür war ziemlich hartnäckig, das muss ich dem kleinen, bärtigen Volk lassen. Aus irgendeinem Grund musste ich dabei an Luna und denken und an das, was sie mir über den Umgang der anderen mit ihrer Abstammung erzählte. Daran, wie ähnlich das meiner Vergangenheit war. Es beflügelte mich, warum auch immer. Jedenfalls gelang es mir nach einer gewissen Zeit tatsächlich die Tür zu öffnen. Kairon: 1, auf ihre Baukunst stolze Zwerge: 0.

Die Tür schwang geräuschvoll auf und ich stand lächelnd und selbstbewusst da. Ich war schon etwas stolz auf mich. So eine Zwergentür zu knacken ist wirklich nicht leicht. Aber glaubt ihr, es kam auch nur ein „Danke“ oder etwas in der Art? Natürlich nur von Luna. War doch selbstverständlich. Und Malcador, der bisher immer nur meckern konnte, hatte auch noch alles verpennt. Hätte am liebsten wohl noch weiter in der Halle geschlafen. Ich sag ja, Tymora hatte wohl wichtigeres zu tun. Na jedenfalls schauten wir uns danach nach Azrok um. Ursprünglich war er vor der Tür gewesen, aber nun war er verschwunden. Wir vermuteten schon, dass er als Geisel genommen worden sein könnte, vor allem, nachdem wir die zerstörte Ballista sahen. Aber er war mit einigen seiner Soldaten beim Gefängnis. Es störte ihn nicht, dass Trissa entkommen war. Er war total gut gelaunt, weil wir den Tempel erobern konnten. Er holte sogar eine Flasche raus und prostete uns zu. Ich war allerdings der Einzige, der auch etwas zückte und den mit auf den Sieg anstoßen wollte. Ich meine, man muss doch jeden guten Moment auch mal genießen, gerade in diesem Drecksloch. Gerade, wenn man jederzeit draufgehen kann.

Aber Anton wollte mir diesen kurzen Moment nicht gönnen. Keine Ahnung, was der Kerl hat, aber er war schon wieder an der nächsten Tür und öffnete sie. Hat wohl Blutmücken im Hintern, so wie der ständig auf Zack ist. Oder er braucht mal dringend eine Frau. Ja, ich denke daran liegt es. Als er nämlich die Tür öffnete waren Schreie zu vernehmen und er stürmte sofort los. Was das mit einer Frau zu tun hat, fragt ihr? Nun ja, die Schreie waren nicht nur Schmerzenzschreie. Soweit ich hören konnte, gehörten diese zu einem Mann, während eine Frauenstimme lustvoll schrie. Ich sage euch, das hat unseren Mönch so angetrieben. Der rannte so schnell, dass ich kaum hinterherkam, geschweige denn von unserem vollgepanzerten Alberich und Malcador, der total fertig war. Aber wir konnten ja schon zur Genüge erfahren, was passiert, wenn Anton allein irgendwohin stürmt. Also hieß es für alle schnurstracks hinterher.

Durch ein paar Gänge und zwei weiteren Türen gelangten wir schließlich in einen Raum mit interessantem Arsenal. Anton nahm sich von einem Tisch ein weißes Seidentuch und eine Peitsche. Keine Ahnung wofür, aber irgendwie untermauerte das noch meine Theorie von der Frau. Von den – vermutlich weiblichen – Schreien getrieben und irgendwie gehetzt rannte er auch schon zur nächsten Tür, aus der die Schreie drangen. Er riss sie auf und ich konnte den dahinterstehenden Raum sehen. In der Mitte befand sich ein seltsamer Kreis und darum herum mehrere Sitzgelegenheiten mit einer Spinnenseidenpolsterung. Dummerweise saßen auf dieser Polsterung mehrere Drowkrieger. Glücklicherweise schauten die ziemlich überrascht und ich wollte schon vorstürmen und das Überraschungsmoment nutzen, um dem nächsten Drow die Kehle durchzuschneiden. Aber dummerweise entschied sich Anton dafür, sofort wieder die Tür zuzuknallen, etwas Abstand zu ihr zu gewinnen und lauthals nach Malcador und seinen Feuerbällen zu brüllen.

Drow sind zwar widerwärtige Sardisten, aber nicht blöd. Ich hörte nur noch sich schließende Türen und die Schreie verstummten. Na toll, so bereitete ich mich mental darauf vor, den zu erwartenden Armbrustbolzen auszuweichen. Malcador kam auch endlich zu uns und hielt einen Feuerzauber, vermutlich einen Feuerball, bereit. Anton bewegte sich wieder vorsichtig auf die Tür zu und wollte sie mit seinem Kampfstab öffnen, als sie geradezu explodierte und ihn entgegenflog. Es riss ihn und die Tür bis zur gegenüberliegenden Wand, wo sie zerschmettert wurde. Anton zum Glück nicht. Ich würde ja sagen, dass das ganze Geschehen ihm eine Lehre sein sollte, mich vorzulassen. Aber die Erfahrung zeigt etwas anderes.

Alberich stürmte in den Raum, fing mit seiner Rüstung die ersten Bolzen ab und stellte sich dem ersten Drow im Nahkampf. Ich eilte sofort an seine Seite und nutzte eine Öffnung in der Verteidigung des Gegners, um ihm mit einem sauberen Streich die Kehle durchzuschneiden. Da von dem Raum zwei weitere Türen und ein Gang abgingen, wählte ich die mir gegenüberliegende Tür, in der sich ein weiterer Drow befand, und stürmte auf ihn zu. Mit einer weiteren Attacke stellte ich mich diesem Gegner mitten in der Tür, um meinen Kameraden den Rücken freizuhalten. Im Raum selbst konnte ich noch einen ziemlich großen Wasserbottich und einen an einem Stuhl gefesselten Drow mit einer Spinnenmaske sehen, sowie eine von diesen adligen Drowweibern.

Während Alberich in den Gang rannte und dort die Drow bekämpfte, widmete sich Anton den Drow im letzten Raum. War ja klar. Da ich offensichtlich die Quelle der Schmerzenschreie gefunden hatte, nehme ich mal an, dass in Antons Raum die Quelle der Lustschreie war. Ja, so langsam verstehe ich Antons Verhaltensweisen. Aber zurück zum Kampf. Während die anderen von Malcador und Luna im Kampf unterstützt wurden, konnte Alberich ziemlich schnell an meine Seite eilen und mich unterstützen. So nahm er sich den bürgerlichen Drow vor und ich bekam die adlige ab. Ich bin sogar der Meinung, dass ich Gift an ihren Klingen gesehen hatte. Das Amulett des Giftschutzes hatte sich echt schon mehr als bezahlt gemacht. Die beste Investition in meinem Leben.

So kämpften wir nun Seite an Seite und tauschten Schläge mit unseren Gegnern aus, während ich hinter uns Peitschenknallen, Schmerzensschreie und ein Röcheln hörte. Schließlich rutschte Alberich neben mir aus und gab unserer gemeinsamen Verteidigung eine Blöße. Währenddessen hoffte ich nur, dass Anton in seiner Getriebenheit nicht irgendeine Dummheit begehen würde.

Teil 2: Unschöne Überraschungen

Plötzlich wurde es dunkel um mich herum. Die verdammte Drowadlige hatte Dunkelheit beschworen. Mit zwei Drowkämpfern direkt vor einem, war das eine denkbar ungünstige Situation. Ich wurde auch sofort angegriffen und musste einiges einstecken. Glücklicherweise bannte Luna sofort die Dunkelheit. Da ich einige hässliche Schnitte abbekommen hatte, nutzte ich die Gelegenheit, mich mit Spiegelbildern zu schützen und einen Schritt zurückzuziehen. Ich hatte geplant, dass die Drow dann nachrücken würden und immer nur ein Drow gegen uns kämpfen könnte. Während Malcador unseren Kampf mit seinen Feuerpfeilen unterstützte, stürmte Anton von hinten plötzlich genau in die Tür, um die Drow anzugreifen. Ich dachte schon, dass er meinen Plan zunichte gemacht hätte, aber dann rannte er nach ein paar Schlägen plötzlich mit angsterfülltem Gesicht wieder weg, woher er gekommen war. Nein, ich kann euch auch nicht sagen, was da passiert und mit ihm los war. Zurzeit verhalten sich beide, Malcador und Anton ziemlich seltsam. Dazu aber nachher noch mehr.

Nachdem Anton nun verschwunden war, stand Alberich wieder auf und stellte sich in die Tür. Er tauchte seinen Kriegshammer in magisches Feuer und attackierte die Drowadlige. Mit seinem Schlag setzte er sie kurzzeitig in Flammen und wehrte im Anschluss mit seiner Rüstung und seinem Schild alle Gegenangriffe ab. Er war wie ein Bollwerk und ich muss sagen, ich bin ich froh, dass er uns begleitet. Während Alberich die Drow abwehrte und Luna mit ihrer Heilmagie den Kampf unterstützte, warfen Malcador und ich unsere Feuerzauber auf die Drow. Und dann zerbrach Alberichs Kriegshammer bei einem seiner Angriffe. Zum Glück hatte er noch eine Handaxt als Ersatz parat. Schließlich tötete Malcadors Feuerzauber den bürgerlichen Drow.

Die Drowadlige zog sich daraufhin in die Raumecke zurück, dicht gefolgt von Alberich. Keine Ahnung, ob er schon Erfahrungen im Kampf mit Drow gesammelt hat oder viele Geschichten über sie gehört hat. Jedenfalls war er auf das folgende Kampfmanöver gefasst. Die Drow sprang hoch, kickte das Wasserfass und trennte das Halteseil mit ihrem Schwert durch. Doch Alberich sah das wohl kommen und konnte diesem ungewöhnlichen Angriff ausweichen. Ich folgte, sodass wir sie in der Ecke in die Zange nehmen konnten, während Malcador sein magisches Feuer direkt unter ihr beschwor. Was soll ich sagen? Das war eine unglaublich gute Kampfkombination, mit der so ziemlich jeder Gegner zur Strecke gebracht werden sollte. Aber diese adlige Drow verstand ihr Handwerk. Sie war eine ausgezeichnete Kämpferin und parierte die meisten Angriffe.

Dann sah ich im Hintergrund durch die Tür, wie plötzlich die Sonnenelfenschlampe und Trissa direkt hinter Malcador erschienen. Die verrückte Elfe tippte ihm auf die Schulter und machte eine „psscht“-Geste, ebenso wie Trissa vor Luna. Malcador wollte uns wohl warnen. Zumindest sah es so aus, als ob er schrie. Aber ich konnte ihn nicht hören. Dann wurde alles dunkel.

Ich schlug natürlich weiter zu. Die Drow konnte ja nirgends hin, sie war in der Ecke von Alberich und mir festgesetzt. Ich konnte hören, dass Alberich es mir gleichtat. Aber irgendwas war merkwürdig. So ziemlich jeder Schlag traf auf Fleisch. Das erinnerte gar nicht an die exzellente Kämpferin, die uns zuvor solche Probleme bereitet hatte. Dann löste sich die Dunkelheit wieder auf. Ich hatte Recht. Vor uns befand sich nicht die Drowkämpferin, sondern der Gefangene, den sie in dem Raum festgehalten hatten. So wie es aussah, hatten sie ihn erdrosselt und dann irgendwie den Platz mit der Kämpferin innerhalb ein paar Atemzüge getauscht. Die Drowadlige war weg und die Tür zu. Das bringt mir tatsächlich noch ein wenig mehr Sorge bezüglich der Fähigkeiten unserer Gegner. Dann wurde Alberich die Tür in den Rücken gehaut.

Doch es war nur Luna, die zu unserer Unterstützung kommen wollte. Wir trafen uns alle im Raum mit dem großen Kreis auf dem Boden wieder. Wie sich im Nachhinein herausstellte, konnte sich Malcador an der Steinwand entlang in den Vorraum flüchten und kurz darauf kam Luna mithilfe ihrer Flügel hinterher. Dann kam auch Anton aus der Dunkelheit hinterhergerannt. Nachdem er zurück in den Raum der Lustschreie gerannt war und sich nach dem Wohl der Drow, die er dort befreit hatte, erkundigt hatte, attackierte sie ihn wohl und er musste sich einen Faustkampf mit ihr liefern. Jedenfalls warf Malcador einen Feuerball in die Dunkelheit und dann verschwand diese. Doch wir konnten keine Überreste der mittlerweile drei Flüchtigen finden. Der Feuerball hatte sie vermutlich verfehlt. Zumindest konnte ich Spuren von ihnen finden, die in den Gang nach Süden führten.

Malcadors Pupillen leuchteten golden, als er sich über das Erscheinen der Sonnenelfe aufregte. Diesmal bekam aber nicht ich seinen Frust und Ärger ab. Stattdessen beschimpfte Malcador Anton der Feigheit. In den vorhergehenden Kämpfen hatte er ihn noch in Schutz genommen und gelobt. Alberich ignorierte das Ganze derweil, nahm seinen entzwei gebrochenen Hammer und reparierte ihn mit einem Zauber.

Nach diesem Kampf, der uns wirklich alles abverlangt hatte, waren wir uns ziemlich einig, dass eine Rast vonnöten war. Also machten wir uns auf den Weg zurück zu Azrok und der Sicherheit seiner Kampftruppe. Wir setzten ihn ins Bild und wollten uns ausruhen, da nahm mich Malcador noch kurz beiseite. Er schien mit sich zu kämpfen, aber dann lobte er mich. Er lobte mich tatsächlich für die schnelle und effektive Tötung des ersten Drow. Ich sagte ja, er verhielt sich zuletzt sehr merkwürdig. Zuvor war er immer ein zuverlässiger und sehr angenehmer Gefährte. Daher wollte ich ihm symbolisch die Hand reichen und dankte ihm für seinen Einsatz, der vielleicht die drei Frauen vertrieben hatte.

Ich nutzte noch die Gelegenheit um ein paar Schreiben, die ich bei den Überresten der Drow gefunden hatte, zu studieren. Dadurch erfuhr ich, dass die Drow aus dem Raum der Lustschreie Pellanonia Auvryndar und Ghirith Nhilran hießen und wohl eine Art Liebespaar waren. Die Drowadlige, die entkommen konnte, hieß Sylkress und führte bei einem Drow namens Narizmar eine Wasserfolter durch. Sie nahm wohl an, dass er einer anderen Drowdame seine Loyalität schenkte und wollte Informationen über ihre Verbindung erhalten. Zuletzt erfuhr ich durch die Schreiben noch, dass T’rissa wohl ihre ältere Schwester war und Befehle von ihrer Mutter erhalten hatte, die Sargauth-Ebene zu sichern. Dies sollte als Vorbereitung für einen Großangriff auf Schädelhafen dienen. Ich teilte die Informationen noch mit der Gruppe und mit Azrok, bevor wir uns der dringend benötigten Ruhe hingaben.

Nach dem Erwachen waren Alberichs Sachen aus seinem Rucksack komplett im Raum verteilt. Malcador und ich halfen ihn erstmal alles aufzusammeln. Währenddessen zeigte sich, dass Malcador seine Erinnerungen seit dem Tempelkampf, genauer seit dem Verschwinden von T‘rissa und der Sonnenelfe in dem Kampf, verloren zu haben schien. Auch sein Verhalten war wieder mehr wie früher, ruhiger, höflicher und entgegenkommender. Sehr merkwürdig. Ob wohl die Strapazen und Anstrengungen der letzten Zeit dafür verantwortlich waren. Immerhin hatte er seine ganze magische Macht in den Kämpfen genutzt und aufgebraucht und im Anschluss zeigten sich die Schuppen und goldenen Pupillen, die nun nach der Rast nicht mehr sichtbar waren. Weder Alberich noch Luna wussten Rat, also wollten wir nach einer Stärkung wieder in den Süden gehen und den Entkommenen folgen. Anton stürmte sofort wieder vor und war schon nach kurzer Zeit nicht mehr zu sehen. Ich weiß wirklich nicht mehr, was wir mit ihm machen sollen. Er wird deswegen noch draufgehen.

Wir folgten ihm langsam, bis wir durch mehrere Tunnel, in denen der Wind extrem laut pfiff und zum Teil auch viele Spinnenweben zu finden waren, endlich bei Anton ankamen. Er stand nicht weit von einer Drinne entfernt, die auf elfisch wohl die ganze Zeit „Macht das es aufhört“ schrie. Anton näherte sich ihr langsam und redete auf elfisch auf sie ein. Dann kletterte er auf sie drauf und hielt ihr die Ohren zu. Das führte dazu, dass sie sich entspannte und mit ihm in eine Ecke ging. Während der Rest von uns vorbeilief, riss sich Anton ein Stück Stoff vom Ärmel ab und verband der Drinne die Ohren damit. Sie blieb entspannt und bedankt sich sogar.

So merkwürdig das war, unser Hauptziel waren die Flüchtigen. Die Spuren zeigten mir, dass T‘rissa & Co weitergegangen waren. Anton rannte wieder vor und bei einem Fluss holten wir ihn ein. Dort stand an einer Wand ein kleiner Reim:

Wenn du nach Schädelhafen willst, fahr den Sargauth hinab. Wenn du Piratenbeute willst, flussauf zum Käptn’s Grab.

Die Spuren endeten direkt am Fluss, als wären die Frauen einfach übers Wasser gegangen. Anton tat es ihnen gleich und rannte über das Wasser direkt zu einer Stelle an der anderen Seite, während wir den weiteren Weg diskutierten. Zurück zur Stadt um für Azrok die Drow zu vertreiben, nach Schädelhafen oder zur Piratenbeute. Letzteres ließ natürlich mein Herz höherschlagen, wie ihr euch vorstellen könnt. Es war sowieso großartig, endlich mal wieder ein Gewässer zu sehen, auch wenn es nur ein unterirdischer Fluss war. Ich konnte nicht anders und musste mich mit dem Wasser erfrischen. Ich vermisse die hohe See und die Gischt im Gesicht.

Da Anton schon wieder vorrannte, diesmal über das Wasser und die Vorsprünge flussaufwärts, blieb uns keine Wahl als ihm zu folgen. Während Alberich seine Knochen knacken ließ, einfach ins Wasser sprang und den Fluss aufwärts schwamm, wirkte Malcador einen Flugzauber auf Luna, sich und mich. So flogen wir den Weg, was eine merkwürdige Erfahrung war. Ich fühlte mich frei, aber gleichzeitig war mir nicht ganz wohl dabei. Wir trafen Anton ein gutes Stück flussaufwärts an einer Bucht, wo er einen alten Rucksack durchsuchte und einige Sachen einsteckte. Ein Tunnel führte von dort weiter. Sollte dort drin die Piratenbeute sein, von der der Reim erzählt hatte?

Aufbruch in den Dschungel (Raven Guard)

13.-14. Flammerule 1488

Nach durchfeierter Nacht, gemeinsames Frühstück in der Donnerechse.

Während des Frühstücks wird erneut über die Anschaffung eines Dinos beraten.
Für die Expedition bildet sich ein gemeinsamer Investitionspool, welcher in die Verantwortung von Romero gegeben wird.

Arannis wirft ein, dass Inete sich ebenfalls an den Kosten beteiligen wollte.
Er wird sie Fragen, sobald wir uns wie verabredet am Südtor mit Xandala und Inete treffen. (Inete gibt 100 und Xandala 20 Gp)

Sammeln Inete und Xandala ein, gehen zum Roten Basar wo sich die Gruppe teilt.

  1. Team Tempel
    1. Arannis, Fitz, Inete, Xandala, Baum
  2. Team Einkaufen
    1. Romero, Neris, Musharib
  3. Bee geht in Ihr Heim

Team Tempel:
Großvater Sitembe berichtet von seiner Vision.
Es war eine furchterregende Vision, von einer Jungelstadt voller Schlangen im Süden.
Es gab einen Schwarzen Obelisken in der Stadt, welcher Unheil ausstrahlte.
Es war alles sehr stark Überwachsen.

Diskussion über Vision.

Fitz bittet Sitembe um Hilfe, da sich dieser seit dem Arenakampf schwach fühlt.
Sitembe versucht alles Mögliche, kann aber nicht helfen.

Team Tempel geht zu Basar zurück, um sich mit den anderen zu treffen.

Team Einkauf:
Romero wandert Neris hinterher und gibt immer gut acht auf das gemeinsame Geld, so wie Neris Ausgaben.
Es werden noch nötige Besorgungen für die Gruppe erledigt.

Bee:
Erledigt etwas daheim und trinkt genüsslich noch einen Tee, nach der durchfeierten Nacht.

Team Tempel trifft wieder mit Team Einkauf zusammen.
Sie überhören das es wohl Probleme bei der Färberei gibt, entschließen sich jedoch dem vorerst nicht weiter nach zu gehen.

Bee schließt gerade noch rechtzeitig zur Gruppe auf.

Es wird ein Triceratops erworben, dieser erhält den Namen Hans Grauschild.

Dies Stadt wird zum ersten Mal verlassen.
Normale bis Schnelle Reisegeschwindigkeit.

Nach einer Zeit gelangt die Expedition an einen Fluss.
Es wird beschlossen zu der nächstgelegenen Furt zu laufen.

Unterwegs geht Neris im Fluss schwimmen, trinkt dabei etwas Wasser.
Romero nimmt ebenfalls etwas Wasser aus dem Fluss zu sich.
Beide werden von etwas Infiziert, doch Baum ist es möglich sie zu Heilen.

Es fällt auf das viele Insekten über Romero, Arannis, Neris und Fitz herfallen.
Der Wildnis Führer ist ganz entsetzt, dass nichts gegen die Insekten mitgenommen wurde.
Dies kann sehr gefährlich sein.

Romero reibt sich mit Schlamm ein.
Die anderen erhalten etwas zum Verbrennen von Bee, was gegen die Insekten Helfen sollte.

Arannis wurde aber dennoch gestochen und wacht zitternd auf.  



Die Macht der Selbstachtung (Die Unterirdischen)

Die Macht der Selbstachtung (Die Unterirdischen)

Nachdem sich die Gruppe ihre wohlverdiente Rast gegönnt hatte, stand die Suche nach dem Fluss, in den sie das Drow-Amulett werfen wollten, auf dem Tagesplan. So machten sich die Gefährten auf durch die Tür im Süden. Sie waren nicht weit gegangen, da hörten sie Schmerzensschreie wie von einer Folter. Sie folgten dem Weg durch eine Tür in einen kleineren Gang, an dessen Ende der Weg durch eine solide Steintür versperrt wurde. Selbst die vereinte Kraft von Durak und Thorgrimm an einer Brechstange konnte die Tür nicht aufstemmen. Daher verformte Durak den Stein zu einem Durchgang. Dahinter befand sich ein Raum mit vielen Folterwerkzeugen und einem Tisch in der Mitte. Aus der südlichen Richtung des Raumes waren mindestens zwei Personen und plätscherndes Wasser zu hören. Als Thorgrimm die nächste Tür öffnete, stand die Gruppe wieder einmal Drow gegenüber. Dieses Mal handelte es sich um 4 Drowkrieger in einem kleinen Raum, in dessen Mitte ein abgründiger Kreis aufgezeichnet war. Durch diesen wurden Duraks Wissen nach Drow in den Abyss geschickt, um an einer Prüfung von Lolth teilzunehmen. Wer nicht besteht, wird dabei zum Drider und wer besteht, wird in den Raum zurückgeschickt mit Lolth Segen. Während die Drow sofort auf Thorgrimm feuerten und einer der Bolzen ihn auch traf, haute die schlecht gelaunte Aurora, die die Nase voll von den ganzen Spinnen und Drow hatte, direkt einen Feuerball in den Raum, der sofort alle Drow tötete und auch die Zwerge erwischte.

Als die Gruppe im Anschluss den Raum betrat, bemerkte Aurora eine angelehnte Tür. Doch es war zu spät. Im gleichen Moment erwischte Thorgrimm ein Bolzen, während ein weiterer an Durak vorbeizischte. Daraufhin stürmte Throgrimm sofort los, drückte die Tür auf und stellte sich der Drow im Nahkampf entgegen. Aurora und Durak heilten ihn, doch währenddessen flog hinter der Gruppe eine Tür auf. Eine weitere Drow stürmte in Raum und griff Aurora an. Durak rannte zu ihrer Unterstützung herbei und während Throgrimm seine Gegnerin erledigte, töteten Aurora und Durak gemeinsam die andere Drow. In den beiden Räumen, aus denen die Drow kamen, fand die Gruppe je einen Gefangenen. Bei Thorgrimm befand sich ein nackiger Drow, der eine Spinnenmaske trug und auf einem Stuhl gefesselt war, ein großer Wasserbottich direkt hinter und über sich. Im anderen Raum lag eine Drow auf einer rotierenden Scheibe gefesselt und war anscheinend ausgepeitscht worden. Die Gruppe verhörte die beiden und erfuhr, dass der gefangene Drow Narizmar hieß. Er wurde gefoltert, weil er einer anderen weiblichen Drow die Treue geschworen hatte. Die Folter sollte den Grund dafür hervorbringen. Die Drow aus dem anderen Raum hieß Pellanonia. Sie erzählte, dass das Haus Auvryndars wichtigste Festung im Undermountain befand, genauer in Muirals Prüfung (Ebene 10) und unter dem direkten Befehl ihrer Mutter Vlonwelv steht. Ihre älteste Schwester T’rissa hatte Befehle von ihrer Mutter erhalten, die Sargauth-Ebene (auf dieser Ebene) zu sichern, als Vorbereitung für einen Großangriff auf Schädelhafen. Zuletzt erfuhren sie noch, dass eine weitere ihrer älteren Schwestern, Melith, in den Verschlungenen Kavernen (Ebene 4) Fuß gefasst hatte und dort Krieg gegen die Kuo-toa führte.

Die Gefährten brachten die Drow und die ganze Drowausrüstung zu Azrok. Sollte er doch entscheiden, was mit ihnen geschehen sollte. Die Gruppe ging jedenfalls weiter nach Süden durch einen Wanddurchbruch. Der Wind pfiff stark durch die langen Tunnel, denen die Abenteurer folgten. Plötzlich hörten sie ein Gerede, das keiner wirklich verstand. Keiner außer Eibenstein, der den anderen das Gesagte übersetzte: „Mach, dass es aufhört“. Etwas weiter vorn befand sich eine Drider, die umherlief und die Worte immer wieder wiederholte. Eibenstein zauberte nach einer Bemerkung Duraks den Stillezauber und so schlüpfte die Gruppe ohne einen Kampf vorbei. Am Ende des Ganges befand sich eine kleine Höhle direkt am gesuchten Fluss, wobei an der Westwand etwas eingraviert war:

„Wenn du nach Schädelhafen willst, fahr den Sargauth hinab. Wenn du Piratenbeute willst, flussauf zum Käptn’s Grab.“

Durak wollte als erstes das verfluchte Drow-Amulett loswerden und warf es in den Fluss. Danach wartete die Gruppe eine ganze Weile und als sie den Ort schon enttäuscht verlassen wollten, tauchte eine schwarze Gondel auf, die von Flussaufwärts kam. Eine in schwarz gekleidete Gestalt mit einem skelettartigen Gesicht fuhr diese Gondel und hatte einen Passagier dabei. Es war niemand anderes als der verrückte Magier. Er grinste von Ohr zu Ohr und applaudierte der Gruppe. „Gut gemacht“, sagte er immer wieder höchst zufrieden. Dann holte er eine Handvoll Würfel heraus und warf sie in die Luft, wo sie blieben und auf einer Seite landeten. Nun sollte sich die Mühe wohl bezahlt machen und die Helden die Macht erhalten, die Hallaster ihnen versprochen hatte. Er grinste die Gefährten an. „Selbstachtung ist die größte Macht von allen.“ Damit winkte er der Gruppe zu und fuhr weiter den Fluss entlang, bis er aus der Sichtweite verschwand.

Die Macht der Selbstachtung (Die Unterirdischen)

Die Helden berieten sich, welche Schritte sie als nächstes tun sollten. Erst noch nach dem Piratenschatz schauen oder direkt nach Schädelhafen reisen. Und wenn es nach Schädelhafen gehen sollte, wie sollten sie dann reisen? Über den Fluss oder durch die alte Zwergenstadt, vorbei an den ganzen Drow? Sie entschieden sich erst einmal zum Piratengrab zu gehen. Vielleicht befand sich dort ja ein zwergisches Artefakt, das geborgen werden sollte oder etwas hilfreiches im Kampf gegen die Drow. Da sie kein Transportmittel hatten, wirkte Durak als Ritual immer wieder „Auf Wasser gehen“ und so machten sie sich zu Fuß über den Fluss auf. Irgendwann gelangten sie zu einer Öffnung. Am Flussufer befand sich ein Rucksack mit Brecheisen und aufgerolltem Hanfseil. Da Vorsicht besser ist als Nachsicht, schaute Eibenstein mittels seiner Magierhand nach, was in dem Rucksack drin war. Es handelte sich nur um allgemeine Ausrüstung, wie Rationen, die völlig vergammelt waren. Vom Flussufer ging ein Tunnel weiter, an dessen Ende die Gruppe eine Höhle mit einem schimmligen Skelett eines Piratenkapitäns fand. In der einen Hand hielt das Skelett einen Holzkrug, in der anderen ein rostiges Kurzschwert. Direkt in der Nähe befand sich auch noch ein kaputtes Fass. Als Thorgrimm am Fass schnuppern wollte, um festzustellen, ob es Rum enthalten hatte, fiel Aurora ein Schlitz im Stein direkt über dem Skelett auf. Die Größe entsprach der Breite der rostigen Klinge. Aurora teilte es Thorgrimm mit, der das Schwert sofort reinsteckte. Daraufhin wurde ein Mechanismus ausgelöst und eine Truhe fiel herunter. Sie zerbrach, wodurch viele Silbermünzen, 2 Knochenwürfel und ein Beutel mit Moosachaten, eine Obsidianflasche in Gestalt eines Turmes, eine Perlenhalskette und ein Schrumpfkopf eines Seeelfen, in dessen Mund etwas drinsteckte, hervorbrachen.

Als die Moosachate rauskullerten, wurden plötzlich zwei blaue Affen mit orangenem Fell sichtbar (Valkura). Sofort entbrannte ein harter Kampf, bei dem sich Eibenstein erst zurückzog, dann aber mit seinen Schaurigen Strahlen ein wahres Feuerwerk veranstaltete. Throgrimm stellte sich den Gegnern im Nahkampf, ebenso wie Aurora und Durak, der zusätzlich noch Schutzgeister zur Unterstützung beschwor. Nach einem kurzen, harten Schlagabtausch gelang es Eibenstein schließlich, einen dieser blauen Affen mit seiner Magie niederzustrecken, während Durak den anderen mit seiner Axt fällte. Nachdem Aurora den Schatz verstaut hatte, waren sich alle Gefährten eilig, dass sie nach den ganzen Kämpfen wieder Energie tanken mussten. So holten sie ihre Vorräte heraus, aßen und tranken gedankenverloren, prüften ihre Ausrüstung und machten sich für die Weiterreise fertig.

Schneeverwirrungen. (Shield of Light)

Schneeverwirrungen. (Shield of Light)

Hara erwachte. Ein flüchtiges Glück, stürmten doch sogleich die Erinnerungen an die letzten Tage in ihr Gedächtnis zurück.

Als Herr Maduin und Herr Yggdra von ihren Erkundigungen zurück kehrten und eine Beziehung zwischen ihm und den ursprünglichen Herren der Burg offenkundig wurde, war sie schon ein wenig alarmiert. Offenbar wollten diese Pestilenz über Welt bringen, bevor sie hier landeten. Vielleicht von jemandem, der ihnen auf die Schliche gekommen war und sie hierher verbannt hatte? Herrn Maduins käsige Bestechung des hauptberuflichen Spions Pstdadadadada war fruchtlos geblieben, ebenso die Ausgrabungen an einem Tunnel tiefer in die ältesten Teile des Schlosses, an der Hara sich beteiligt hatte. Als Arabella den Insektenwesen beim Warten und Putzen der beiden Kutschen half, traf sich die ganze Gruppe dort und man tauschte sich aus. Yggdra erzählte, dass er sein Schwert, mit dem er zuvor schon den geheimen Aufzug in der Stadt in Bewegung gesetzt hatte und der nun auch im Trohnsaal dieses Schlosses der Schlüssel zu weiterem Wissen war, im Wald gefunden hatte. Und vermutete, seine magischen Fähigkeiten wurden ihm vom Schwert selbst verliehen. Arabella mutmaßte, das er von dem Schwert selbst beeinflusst wird. Man diskutierte auch über die seltsame Art, wie die Zeit hier verlief. Mehr als Tag- und Nachtwechsel schienen Schneestürme immer Veränderungen ein zu leiten.

Alle waren froh, als eine neue Jagd an stand und die drei Halbriesen diesmal eine andere Aufgabe an gehen wollten und mit ihren Fähigkeiten zufrieden waren und so vor schlugen, dass die ganze Truppe diesmal selbstständig aufbricht. So konnten sie sich zu siebt alleine auf die Reise zur Küste machen und vielleicht einmal wieder auf andere Gedanken kommen.

Die vier verblieben Drachengeborenen teilten sich eine Kutsche, die beiden Menschen und die Elfe die andere.

Als man an der Küste an kahm, fand man auch schnell die Herde und besprach eine Taktik. Hara erinnerte sich mit grausen an ihr versagen beim Bestimmen der Windrichtung, doch immerhin konnte Schlitzzahn als erfahrener Jäger mehr dazu Beitragen. Oder so dachten alle zumindest. Herr Yggdra, Arabella, Schnellfuss und Wellende Schuppe blieben bei den Wagen oberhalb der Klippe, um Wache zu halten, Herr Maduin und Hara versteckten sich hinter einer Schneewehe und Schlitzzahn versuchte sich an die Herde an zu schleichen. Doch jetzt war es an Schlitzzahn sich zu blamieren. Als er seinen Angriff versuchte, musste er statt dessen laut Niesen und krümmte sich vor Ekel ob diverser fehlgeleiteter Körperflüssigkeiten, während einige Tiere wütend auf ihn Zustürmten. Nach kurzem Zögern lies sich Herr Maduin Flügel wachsen und versuchte ihn aus der Luft von dort weg zu ziehen. Doch Schlitzzahn schämte sich so mit seiner verschleimten Hand das er sich erst weigerte, Herrn Maduins Hand zu ergreifen. Ab da wurden die Dinge nur noch seltsamer.

Hara erinnerte sich, wie sie plötzlich den Kontakt zum Boden verlor, und auch Schlitzzahn schien sich von alleine zu erheben. Was Herrn Maduin nun Gelegenheit gab, ihn schlicht zu packen und Richting der in die Klippe geschlagenen Treppe zu bringen. Auch Hara schaffte es irgendwie, sich in die Sicherheit zu bringen, erlegte mit ihrem Bogen noch eines der Tiere, doch noch bevor Herr Maduin und Schlitzahn in Sicherheit waren spührte sie eiskaltes Metall an ihren Halsschuppen. Instinktiv drehte sie sich weg während sie eine fremde Stimme hörte:

„Slappa!“

Es war eine vermummte Gestalt, im Sichtschlitz konnte sie blaue Augen und graubläuliche Haut erkennen. Von der Treppe aus hatte sie mindestens zehn weitere Gestalten ausmachen können. Im Sinne der deeskalation steckte sie ihre Jagdwaffen weg und lies sich nach oben befehlen, wo die anderen Vier bereits gut von den enorm zahlreichen Fremden gesichert waren. Offensichtlich waren sie so schnell überrumpelt worden, dass sie nicht einmal mehr eine Warnung rufen konnten.

Als sie die Gruppe ansprachen, konnte sich Hara dank eines Zaubers mit ihnen verständigen, doch war ihr seltsam schwindelig. Sie übersetzte für die anderen. Die vermummten stellten sich as die „Verlorenen Seelen“ vor, die sie verschont hatten, weil sie in Begleitung einer vom Mond geküssten Elfe waren. Die beiden Sprecher waren „Der mit der Blume tanzt“ und „Der mit dem Wind reitet“. Schöne Namen, wie Hara fand. Die Seelen lockerten den Griff und holten auch Herrn Maduin und Scharfzahn zu der Versammlung. Alle hatten zig Fragen und die Seelen waren überhaupt nicht begeistert von der mangelnden Diplomatie, mit der Hara sie stellte. Doch sie lernten so einiges. Dass die Seelen wollten, das Herr Yggdra sein Schwert zerstörte. Das konnte er nicht, doch er wickelte es in ein Tuch, was sie etwas beruhigte. Dass sie den Abenteurern nicht erlaubten, mit dem erbeuteten Fleisch zum Schloss zurück zu kehren. Dass die Boote am Strand von ihren Vorfahren von vor langer Zeit stammten. Dass den Abenteurern sich ein Weg aus dieser Ebene eröffnen würde, wenn sie sich als würdig erweisen, wenn die Sonne im Zenit steht. Und das sie dann nicht zurück blicken sollten. Allem voran aber, das eine andere vom Mond geküsste Elfe diese Prüfung bestanden hatte: Arabellas Bruder!

Irgendwann setzten sie sich in Bewegung und liessen die Gruppe mehr oder weniger Ratlos zurück. Schliesslich begann Wellende Schuppe, die bereits erlegten Tiere zu zerlegen und Hara und Herr Maduin erkundeten, ob die Nahrungsquelle der Wollnashörner, Seemuscheln, für Humanoide verdaulich waren. Doch plötzlich ging Arabella auf die immer noch in der nähe verweilende Herde mit Feuerbällen los. Die Herde setzte sich stampfend in Bewegung und nur Herrn Maduins geistesgegewart war es zu verdanken, das er mit ein paar geschickten Zaubern einen Weg bereitete, der die Tiere an Hara und ihm vorbei führte. Hara war völlig entgeistert und lief laut rufend auf Arabella zu, fragte, was denn in sie gefahren Sei während Herr Maduin versuchte Hara zu warnen. Doch zu spät, Arabella hatte nun auch einen Feuerball auf Hara los gelassen und diese Verletzt. Daraufhin rannte Hara zu Herrn Maduin zurück, da dieser ihre Brandwunden versorgen konnte und Scharfzahn, Schnellfuss und Wellende Schuppe verteidigten Sie vor Arabella, die ihr hinter her rannte. Hara hätte schwören können, das Arabella sich entschuldigte, doch was immer sie gehört oder nicht gehört hatte ging in einem Jaulen unter. Nach dem ersten Pfeilen der Drachengeborenen verwandelte sich Arabella plötzlich in einen Wolf. Was für ein Tag. Der Wolf trat die Flucht an und Hara hielt es nicht mehr für Sinnvoll, ihn zu verfolgen, was auch immer aus ihrer Freundin geworden war, sie wollte sie nicht tot sehen.

Alle gingen wieder zu den Wagen hoch, wo sie Herrn Yggdra fanden, der zurück geblieben war, und das eingewickelte Schwert wie ein Säugling in der Hand hielt und sich leicht wiegte. Als er aufgeklärt wurde, was gerade geschehen war, machte er sich entgegen dem anraten der anderen auf die Suche nach Arabella dem Wolf. Und jetzt fiel Hara auch wieder ein, was das letzte war, an das sie sich erinnern konnte, bevor der Schlaf sie überkommen hatte. Völlig überfordert von den Ereignissen hatte sie die ganze Kutsche abgesucht, ob sie vielleicht den geheimen Alkoholvorrat der Halbriesen finden konnte und fand sogar eine komplette mobile Brauerrei – mit einem Schlauch voll stinkendem Gebräus! Doch der Alkoholgeruch war darin unverkennbar und sie teilte ein paar Schlücke mit jedem in der Gruppe, der wollte. Und ganz schnell, selig im Vergessen, war sie auch eingeschlafen.

Wenn die Glocke 13 schlägt und das Sandmännchen zur Geisterstunde lädt (Shield of Light)

Wenn die Glocke 13 schlägt und das Sandmännchen zur Geisterstunde lädt (Shield of Light)

Eine Geschichte über Käse, Tod und Fußbäder

Informationen und Aufgaben:
Meine Kameraden kehrten von ihrer Jagd zurück und berichteten von Ihren Erfolgen, während ich sie über den Stand des Schlosses und den Erkenntnissen aus meiner Entdeckungstour unterrichtete. Ich gab den dreien einen groben Abriss zum Grundriss des Schlosses und teilte meine Vermutung mit, dass die Geheimnisse des Ortes im Tunnel und im Thronsaal zu finden wären.
Die 3 brachten mir sogar eine Schriftprobe von einem der Schiffswracks auf „altelfisch“ – einem alten Dialekt, welcher sich sogar Arabella – gebürtige Vollelfe – entzog.
Wir sprachen sogleich über die Aufgabenverteilung – ich würde die Schrift übersetzen, während Hara und Yggdra sich um das Freiräumen des eingestürzten Tunnels kümmerten.

Das Fußbad:
Eine wichtige Aufgabe, um dem Schloss seine letzten Geheimnisse zu entlocken und die Infrastruktur dieses Ortes einigermaßen wieder herzustellen.
Yggdra schrieb sogleich die Aufgabe an das Brett und hielt eine heißblütige Rede die selbst dem letzten Analphabeten die Knochen erwärmte.
Wo wir gerade davon sprechen – für eine Belohnung nach harter getaner Arbeit entschieden wir uns, eine Badewanne zu bauen, mit der man sich so richtig erwärmen konnte.
Leichter gesagt als getan – aufgrund gegebener Ressourcen konnten wir gerade mal ein Fußbad schaffen – was jedoch ebenfalls den gewünschten Effekt besaß – nämlich unsere Helfer durchdringend zu erwärmen.
Mit ein paar Handgriffen durch Hara und ihrem Har.. ihrer Männer ward das Produkt fertig gestellt.
So schritt die Zeit voran, ich übersetzte fleißig alle Schriftproben – das entdeckte Wrack trug übrigens den Namen „Seemöwe“ – falls wir jemals zurück kehren sollten, wäre das sicher ein interessanter Anhaltspunkt, in den Archiven nach „Aggdra“ und der „Seemöwe“ zu forschen.

Von Leben und Tod:
Haras Har… Männer meldeten sich alle 4 für die Jagd mit den Halbriesen – es kehrten aber nur 3 zurück, es hatte Blaukralle leider erwischt, der blauste von allen – möge erm… Lathander seiner Seele gedenken.
So heilte ich die 3 verwundeten Drachengeborenen und bot Hara an, ein Gedenkgottesdienst für Blaukralle abzuhalten, was sie dankend annahm – ich verwendete meine Magie für einen Ritualzauber, den mir Lathander eingab aber ohne die Materialien, hatte es keinen anderen Effekt, als dem Toten zu gedenken – mögen die Götter sich seiner Seele erbarmen und ihn aus dieser Eishölle zu sich nehmen.
Wie es überhaupt zu dem Vorfall kam, wurde uns leider von den Halbriesen verschwiegen, wir erfuhren durch gezieltes Nachfragen jedoch, dass da draußen weitere Humanoiden lebten, die gerne Leute töten – in diesem Fall unglücklicherweise Blaukralle.

Das Sandmännchen:
Ein paar Tage später bot sich uns ein ungewöhnlicher Anblick – die anderen Schlossbewohner führten einen Tanz auf und führten eine sonderbare Choreografie durch. War wohl so eine Art ritueller Tanz um die bösen Eisgeister zu besänftigen oder so. Es sah etwas komisch aus, wie in einem alten Bollywood-Film aber wenn es die Gemüter beruhigte, erfüllte es seinen Zweck.
Welcher hoffentlich nicht der war, ein riesiges Sandmännchen zu beschwören, dass wild um sich schlug und Leute angriff – genau das tat es nämlich.
Während Panik ausbrach und die anderen Bewohner aus der unmittelbaren Umgebung des Sandmonsters flohen, stellten wir uns dem staubigen Ungetüm entgegen.
Allen voran Hara und ihr Har… ihre Männer – welcher Pfeile auf das Ungetüm schossen, die… absolut gar keinen Effekt zu haben schienen.
Da musste mehr her und daher ging ich in den Super Sayajin Modus und schuf eine Leuchtkugel, die für mich dem Vieh eine überbraten sollte.

Yggdra lenkte die Gestalt mit seinen Angriffen auf sich, Hara und ihr Har… ihre Männer schossen Pfeile, die gelegentlich andere trafen und ich feuerte ein Kamehameha mit einschlagendem Erfolg auf das Ding, was so dermaßen erfolgreich war, dass es direkt auf mich einschlug und mir die Luft aus den Lungen presste und das Bewusstsein raubte.
Als ich wieder zu mir kam, standen meine Kameraden um mich herum und schauten ganz besorgt drein. Da mir immer noch der Atem für Zauber wegblieb, legte ich zumindest meine Hand auf, um mich allein durch meine heilige Kraft zu heilen, was mir zumindest ermöglichte, alle anderen schwer Verwundeten zu versorgen.
Ich erfuhr, dass Yggdra den Sandmann nieder gestreckt hatte und das von dem Wesen ein sogenannter Seelenstein zurück blieb, mit dem der Staubsauger wohl beschworen wurde.

Alles Käse oder was:
Wie der Stein zu uns ins Schloss kam, war allerdings unklar – ich verdächtigte den Rattenmann, der beim Riesen schon aufgefallen war und ging mit Hara zum Schlepptau zum Riesen, um das zu klären – eine so gefährliche Gestalt in unseren Reihen zu wissen, wäre ein törichter Fehler und so unterhielten wir uns mit dem Riesen, der den Rattenmann aus seiner Arschritze zog – dessen Aufgabe war es nämlich, den Hintern des Riesen sauber zu halten – würg

Dank Hara klappte auch eine einwandfreie Kommunikation und so klärte sich das Missverständnis, dass die Ratte lediglich ein sehr großer Pechvogel war und mit uns hier gelandet ist. Jedenfalls konnten wir ihn als Spion akquirieren, um die Halbriesen zu beschatten, die sich ebenfalls auffällig verdächtig verhielten. Der Rattenmann war wohl eine Art Dieb und in der Kunst des Versteckens bewandert und so würden wir früher oder später die benötigten Informationen erhalten – wo sie ihren Alkohol herbekamen, warum sie sich so verdächtig verhielten und wer ggf. eine Gefahr darstellte.

Ein Hinweis:
Wir brauchten Antworten – und so griff ich zu etwas unüblichen Methoden und geleitete Yggdra zum Thronsaal von König Aggdra.
Er fragte sich laut, wie wir rechtzeitig wieder zurück kommen würden, was ich mit einem „heute nicht – morgen wieder“ quittierte. Er erinnerte mich an meine Aufgabe, das Wasser für die Leute herzustellen, wodurch mir ein „ups“ entglitt. Ich zuckte mit den Schultern und wir konzentrierten uns wieder auf das wesentliche vor uns.
Und mein Instinkt bewahrheitete sich – Yggdra verhielt sich sonderbar und dann steckte er sein Schwert in eines der Waffenhalterungen des Königssarges, was einen Mechanismus aktivierte, der eine verborgene Kammer öffnete und ein gut erhaltenes Buch zutage förderte.
Yggdra nahm das Buch entgegen und laß gedankenversunken laut daraus vor:

„Es hat begonnen. Wir sind im Krieg. Alle Fremden müssen sterben.
Wir sind durch die unbeugsame Entschlossenheit vereint, sich den wünschen unserer Unterdrücker, der erbärmlichen Fremden und toxischen Verbündeten zu widersetzen, und verfolgen das Ideal des letzten Ausbruchs bis zu seinem logischen Schluss.
Wir befinden uns in der ersten Phase des größten und langwierigsten Konflikts der Geschichte. Wir sind überall in der Ebene aktiv. Wir werden unseren Bestrebungen, das ganze Warmblütige Ungeziefer auszulöschen, nie aufgeben.
Wir können nicht mehr in Harmonie leben, zusammen oder getrennt, geheim oder offen. Wir können nicht überleben, wenn sie mit ihrem erklärten Ziel unserer Ausrottung fortfahren.
Ihr fragt, was unser Ziel ist? Das kann ich mit einem Wort beantworten. Auslöschung. Für sie alle. Auslöschung um jeden Preis. Auslöschung trotz aller Zweifel. Auslöschung trotz aller Fragen über die Zukunft. Auslöschung trotz unserer Unsicherheit. Auslöschung weil dies unsere einzige Überlebenschance ist. Auslöschung jetzt. Auslöschung für immer.
Das Überleben unserer Art, das Überleben unserer Unlebensweise, hängt von der vollständigen Zerstörung allen menschlichen Lebens auf der Ebene ab. Dies ist ein Krieg bis zum Ende. Wir sind die letzten Überreste einer mächtigen Heerschar, die nach dem schwarzen Tod von der Inquisition vernichtet wurde. Die meisten von uns wurden zerstört. Wenige überlebten.
Wir warteten, formten die Geißel wie einen Preisgekrönten Rosenbusch, vermehrten sie selektiv, um ihre Tödlichkeit, Übertragungsgeschwindigkeit und Ansteckungsrate zu erhöhen. Wir erschufen, aber dann wurden wir verraten.
Sie begannen sich auf eine Weise zu entwickeln, die wir nicht vorhergesehen hatten, fanden zu Sünden wie Moral und Mitleid. Wir werden den gleichen Fehler nicht wiederholen.
Jetzt sind wir kurz davor, einen Neuen zu entwickeln und er wird in der Luft sein, so gut sie sofort zu infizieren und uns die loyalen Legionen geben, die wir brauchen.
Aber zunächst müssen wir die Vorbereitungen Treffen. Wenige Begreifen, was für ein Aufwand es ist, die Apokalypse zu inszenieren. Zeit sich zu erheben! Die Auslöschung ist gekommen.“

Persönliches Fazit:
Wow, das laß sich ja so ähnlich wie ein Manifest der Nazis, krass das es solche Leute auch in dieser Welt gab. Und Yggdra war in irgendeiner Weise mit diesen Psychopathen verwandt?!
Ich würde ihn wohl in nächster Zeit genauer im Auge behalten müssen.
Rückblickend betrachtet stellen sich mir allerdings mehr Fragen als Antworten – wurde der von Pest betroffene Kranke in Cormyr von diesen Auslöschern dorthin gebracht?
Wer sind Yggdras Vorfahren wirklich und was hat es mit seinem Schwert auf sich?
Welche Geheimnisse würde diese Dimension noch offenbaren und würden wir Ihr jemals entfliehen können?
Das und vieles mehr, werte Leser, findet ihr vielleicht beim nächsten mal heraus, also schaltet wieder ein, wenn es wieder ein Abenteuer gibt von Hara und ihrem Har… ihren Leuten.

Aufgeheizte Gemüter: Verbündete oder Feinde? (Invictus Igni)

Aufgeheizte Gemüter: Verbündete oder Feinde? (Invictus Igni)

Dieser Mistkerl. Glaubt Kairon wirklich er könnte sich solche dummen Kommentare erlauben nachdem er heute schon wieder bewiesen hat, dass er ein verdammter Feigling ist? Ich weiß wirklich nicht wie die anderen ihn und seine egoistischen Aktionen in unserer Gruppe akzeptieren können. Ach was sag ich akzeptieren. Anton und Luna haben ihn sogar verteidigt und ich wette Alberich hätte auch noch versucht in den Missetaten dieses Gauners irgendetwas Gutes herauszulesen. Wenn ich nur drüber nachdenke, was Kairon heute schon wieder für einen Mist verzapft hat.

Aufgeheizte Gemüter: Verbündete oder Feinde? (Invictus Igni)


Es ging ja gleich los nachdem Anton verschwunden war. Nicht nur hat er in seiner Aufgabe als Späher versagt. Nein, in der Sekunde wo er sich abmacht erscheint so eine riesige Spinne hinter mir. Zum Glück war ich so geistesgegenwärtig und konnte das Vieh abfackeln bevor es jemandem von uns etwas zu Leide tun konnte. Und dann, nachdem ich mich schon um alles gekümmert hatte, dann findet er Anton. Wer weiß ob er sich seiner Haut nicht getraut hat in das Nest zu gehen, weil er so eine Angst vor Spinnen hat oder ob er wirklich einfach nur so blind war und Anton nicht gesehen hat bis ich im Licht gemacht habe… Ich und die abgebrannte Spinne natürlich. Zumindest hatten wir Anton wieder. Es schien im auch relativ gut zu gehen dafür, dass er von Riesenspinnen verschleppt wurde, aber das war sicher nicht Kairon zu verdanken.


Im Gegensatz dazu konnte sich Alberich dann um Anton wohl kümmern, was auch sehr nötig war wenn ich mal so reflektiere was dem armen Anton über den Rest des Tages noch so anstand. Zumindest hatten wir erstmal wieder die Möglichkeit zusammen mit Azroks Armee zu marschieren. Zumindest bis wir an ein Tor kamen, dass einfach nicht aufgehen wollte. Da es der Haupteingang des von den Dunkelelfen besetzten Zwergentempels sein soll ergibt das schon Sinn, aber nervig war es trotzdem. Weder Antons sehr interessante Methodik die Tür mit einem Klopfrätsel öffnen zu wollen, Kairons klägliche Versuche sein Dasein als Ganove rechtfertigen zu wollen noch ein solider Schuss aus der Balliste, die mit uns marschierte, konnten dieses Ungetüm aus Stein bezwingen. Zum Glück ist Azrok bei uns. Ohne ihn wäre uns sicher nicht mal aufgefallen, dass ein Zauber auf dem Tor liegt. Und wenn ich so darüber nachdenke, wären wir ohne Luna auch ziemlich aufgeschmissen. Zum Glück versteht sie sich darauf Magie kontern zu können. Was mir wenn ich ehrlich bin einen eiskalten Schauer über den Rücken jagt. Nicht das sie mir mal meine Magie klaut. Schwachsinn… Sowas würde sie nie tun… oder?


Nein, wenn ich bedenke wie sie sich eingesetzt hat uns am Leben zu halten glaube ich nicht dass sie uns etwas böses will. Ganz im Gegenteil, ohne Alberichs und ihre heilende Magie wären wir wahrscheinlich schon alle tot. Vor allem wenn spontan wieder Eis- und Feuerexplosionen unseren eh schon zu gefährlichen Weg schmücken sollten. Ich weiß bis jetzt nicht wo die herkamen. Ich weiß allerdings auch nicht, wo diese Sonnenelfe herkam und besonders nicht wo sie hin verschwunden ist. Auch wenn der böse Blick in ihrem sonst so angenehmen Gesicht, so eigenartig reizend wie er auch war, mir schon Sorgen gemacht hat. Was jemand wie sie in so einem Gefängnis wie hier macht frage ich mich allerdings schon. Nicht auszudenken was ihr hätte passieren können, wenn es hier Feuerbälle regnet, die selbst mich umhauen. Aber zum Glück war Luna ja da und konnte mich zusammen flicken. Zumindest gehe ich von aus, dass es das war was mich wieder in das Reich des Bewusstseins geholt hat. Warum sie mich dann noch umarmt hat verstehe ich zwar immer noch nicht, aber es gibt schlimmeres wenn ich ehrlich bin… Ach ja und Anton hatte es ja auch erwischt. Zum zweiten Mal heute. Alberich ist zum Glück ein begabter Heiler. Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich meinen er hat ihn von den Toten wiedererweckt. Aber Anton wird einfach nur weggetreten gewesen sein.


Unabhängig davon frage ich mich wer ein Gefängnis direkt neben das Haupttor eines Tempels baut, aber deswegen bin ich auch kein Architekt geworden. Und vielleicht auch wegen meinem Vater und meinem Blut… nebensächlich. Wenn das Gefängnis schon mal so nah an dem Tor war konnten wir ja auch gleich schauen ob es nicht als ein Ersatztor dienen könnte. Natürlich rannte Kairon wieder vor. Und was war das Ergebnis? Natürlich hat er einen neuen Streit angefangen. Jetzt auch noch mit Dunkelelfen. Und wer musste das ganze klären? Natürlich durfte ich hinter ihm aufräumen und das Gefängnis mit meiner erhellenden Magie in ein Abbild der Neun Höllen verwandeln. Zumindest für die Dunkelelfen. Auch wenn ich kurz überlegt hatte und Kairon hätte erwischen können. Aber ich begebe mich nicht auf sein Niveau mich gegen meine Kameraden zu richten. Und was bekomme ich als Dank? Er widerspricht mir, lügt mich und sich selber an und hat dann noch den Mut mich zu beleidigen während ich seinen Kragen in meinen flammenden Händen halte? Er sollte froh sein, dass ich mich so zurückhalten kann. Aber wer weiß wie lange noch? Morgen früh spreche ich mit den anderen ob wir ihn nicht endlich loswerden wollen. Ja, dass klingt nach einem guten Plan. Soll seine geliebte Tymora ihm doch beistehen.

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