Es hatte einer langen und erbitterten Diskussion bedurft, die unsere Helden auszutragen hatten, bis man sich einig wurde, ob und wann und schlussendlich auch wie man sich der Gegner in der Festung annehmen solle. Sollte es ein Frontalangriff werden? Oder eher geheim und mit Hinterhalt von dem Geheimeingang aus, nach dem Fergus Ausschau gehalten, den jedoch der Magier Blackjack längst, in den in seinen zuvor durchgeführten Erkundigungen in der Festung, auf einer Karte lokalisiert hatte.
Man beschloss schlussendlich eine facettenreiche Strategie. Während Fergus, Elias und Leorinor zuerst aufbrechen und sich durch den Geheimgang einen Zugang in die Festung erlangen wollten, sollte der Rest der Truppe ihnen eine gewisse Zeit Vorsprung lassen, um dann den Angriff frontal zu starten. Wobei auch hier der Magier Blackjack eine große Rolle spielen würde. Derweil zog der junge Gestaltwandler Lylian seine Kreise als Adler über der Festung und achtete auf Veränderungen und hielt sich bereit, um seinen Mitstreitern Warnungen mitzuteilen und im Kampf einzugreifen, wo er gebraucht wurde.
So geschah es dann, dass die drei mit der höheren Chance sich leise durch den Geheimgang anschleichen zu können, aufbrachen und durch den Brunnen sich hinabseilen ließen. Der Brunnen war trocken und so konnten sie dem Gang folgen, der in Richtung der Festung führte, während Elias in der Mitte der kleinen Gruppe ihnen mit der Fakel den Weg erhellte. Nach einiger Zeit stießen sie auf eine steinerne Tür. Eine Falle sicherte diese. Da war sich Fergus sicher. Aber egal was er tat, er fand keine. Er war sich nur sicher, dass Wassermassen sie ertränken würden, wenn sie diese auslösen würden. Langes Tüfteln und Knobeln brachte nichts. Elias‘ Zurufe zunächst ignorierend war er am suchen. Doch als er sich schlussendlich doch umdrehte, erblickte er durch seine aktive magische Sicht einen geheimen Durchgang an der Wand, mehrere Schritte hinter ihnen. Eine Illusion verbarg diesen. Zu diesem trat er dann und verschwand in der Wand. Die anderen beiden folgten ihm und so konnten sie ihren Weg fortsetzen.
Auch hier lauerte jedoch eine Falle auf sie nach wenigen Schritten. Mehrere Klingen würden ihrem Leben trachten, wenn sie diese auslösen würden. Mit Elias‘ Handarmbrust gelang es aber Fergus, den Mechanismus mit dem Hebel auf der anderen Seite der Falle zu deaktivieren. Die Steintür vor der sie dann schlussendlich standen, war mit steinernen Fischen und einem Kraken als Abschluss verziert. Auch hier spürte jeder der drei auf seine Art, dass eine weitere Falle auf sie lauerte. Schlussendlich war es dann Elias, der durch seine Magie erkannte, dass die Fangarme lebendig werden und Eindringlinge angreifen würden. Nur wie sollten sie diese Falle entschärfen? Im Maul des Kraken ruhte die Lösung. Ein Mechanismus, der auszuschalten sei. Fergus‘ Aufforderung, dass Leorinor dies doch bitte tun sollte, wurde von diesem, die mögliche Gefahr erahnend, entschieden abgelehnt. Elias schob schlussendlich – von seinem kleinen Drachen mental gewarnt – das untere Ende der brennenden Fackel vorsichtig in das Maul… und es zeigte sich, dass Leorinor weise gehandelt hatte, in dem er es verweigert hatte. Denn kaum, dass die Fackel etwa zwei Handbreit in dem Maul des steinernen Kraken war, schnappte dieser zu und Elias hielt eine nun deutlich kürzere Fackel in der Hand. Aber sie hatten auch diese Falle entschärft und die Tür konnte geöffnet werden.
Leorinor wurde von Fergus in den folgenden Raum reingeschubst, während Fergus und Elias nach ihm hinein gingen. Wenige Stufen führten die drei in einen halbkreisförmigen Raum, mit zwei Sarkophagen, die Risse aufwiesen und auf denen je ein Skelett lag. Zur Rechten führte eine Treppe weiter hinab. Ein Singsang war daraus zu hören. Und nur Elias hörte die Stimme des Drachen erneut, die ihn davor warnte, dass es nun deutlich gefährlicher wurde, da sie sich der Meerhexe näherten.
Ungefähr zu der Zeit bereitete sich Rohan, der Paladin, mit der Besatzung des Schiffes, sowie Kapitän Drake, Madame Fley und dem Magier Blackjack auf den Angriff vor. Sie hatten den dreien genug Zeit gegeben. Nun galt es endlich den von dem jungen Paladin lang ersehnten Angriff auch umzusetzen. Die Gruppe, dicht zusammengedrängt, wurde von dem Magier Blackjack auf eines der Türme der Festung teleportiert. Die drei Gnolle, die dort Wache gehalten hatten, konnten, dank des turbulenten Ehrgefühls eines Paladins, nicht hinterhältig bewältigt werden, als der glorreiche Ausruf „Dreht euch um, auf dass ich euch von Angesicht zu Angesicht töten kann!“ über die Festung hallte. Doch trotz des verpassten dezenten Angriffs, waren die Wachen zu arg überrascht, um nicht in kürzester Zeit bekämpft zu werden. Zwei wurden von dem Turm geworfen, der dritte wurde von dem Paladin verletzt und sprang schlussendlich sogar freiwillig vom Turm.
Lylian sah nun die Zeit des Angriffs gekommen und landete auf dem Dach des Hauptgebäudes der Festung, wo er zunächst nicht weiter auffiel. Von dort konnte er in Ruhe seine Zauber wirken, um die Truppe zu unterstützen. Und das setzte er auch sogleich um, in dem er in dem Hof der Festung einen Schwarm Fledermäuse beschwor, welche die Wachen dort angreifen und ablenken würden. Diese erschienen auch wenige Augenblicke später und griffen einen der drei Gnolle im Hof an. Ein zweiter Gnoll machte sich daran, die Fledermäuse anzugreifen und verletzte dabei seinen Kameraden ordentlich mit.
Derweil zeigte sich der Magier Blackjack erneut als nützlich, als er Rohan, Madame Fley, und Kapitän Drake mit einem weiteren Zauber zum Hof hinabsinken ließ und kurz darauf ein mächtiger Feuerball von seinen Händen in den gegenüberliegenden Turm krachte, der diesen sogleich in Flammen stehen ließ. Außerdem hatte er auch Rohan durch seine magische Kraft an Wuchs zunehmen lassen, dass dieser nun mehr als drei Köpfe größer war als alle anderen um ihn herum und somit im Kampf deutlich kraftvoller zu Werke gehen konnte. Dieser Kampf ließ nun auch im Hof der Festung nicht lange auf sich warten, da auch die drei Gnolle auf der Brücke in den Hof gerannt kamen. Während Rohan, Madame Fley, und Kapitän Drake tapfer kämpften, sank die Dame in der Runde von zwei Speeren getroffen zu Boden.
Aber wenden wir uns dem zu, was in der Zwischenzeit unter dem Kampfgetümmel in den Tiefen der Festung geschah, denn die Treppe hinab führte Fergus, Elias und Leorinor in einen langen Gang, der ungefähr in der Mitte rechts und links jeweils eine Tür hatte. Fergus gab auch hier an, was geschehen sollte. Während er sich der rechten Tür annehmen wollte, verlangte er, dass Leorinor sich der linken widmen sollte. Elias sollte den Gang weiter absichern. Eine befremdliche Szene offenbarte sich hier den dreien. In der Mitte des Raumes sah man nämlich ein rundes Gitter auf dem Boden, aus dem Tentakel sich heraus wanden. Um das Gitter herum standen zehn Gestalten in Umhängen mit Kapuzen. Der Singsang der schon von oben zu hören war, kam nun von eben diesen Gestalten, die ein Ritual durchzuführen schienen.
In dem Wissen, dass es sich bei Leorinor um eine sehr realistische Illusion handelt, packte dann Fergus diesen und stieß ihn in den Raum hinein und schloss die Tür hinter ihm wieder. Dieser stolperte also in den Raum und sah nicht nur dieses Ritual, sondern auch sich selbst. Er lag auf eine Art steinernem Altar bewusstlos da. Ein Gedankenschinder hatte seine Tentakel an seinem Haupt festgesaugt. Das ganze sah nicht sonderlich gesund aus.
Dieser Anblick war in der Tat entsetzlich für den armen Mondelfen. Ein tiefer durchdringender Schrei brach aus ihm. Die seelische Belastung dieses Anblicks war einfach zu viel für ihn.
Derweil ging die andere Tür auf und eine Frau trat heraus, die leicht bläulich schimmerte. Sie trug ein Gewand und eine hohe Haube. Ein Amulett fiel auf ihrer Brust auf. In der einen Hand hatte sie einen goldbeschlagenen Stab, an dessen oberem Ende lebendige Tentakel sich wanden. Sie regte ihre Lippen zu dem Singsang, der aus dem Nebenraum zu hören war. Sie begrüßte beiden mit den Worten „Schön schön schön. Ihr habt den Weg zu uns gefunden.“ Doch diese an sich freundliche Begrüßung war den beiden nicht geheuer. Immerhin hatten sie es eindeutig mit der Meerhexe zu tun. Elias ging sofort in den Angriff über und wirkte seine ihm gegebene Magie, um sie mit arkanen Geschossen zu treffen, die nie ihr Ziel verfehlten. Man konnte sehen, dass diese ihr Schmerzen zufügten, aber sie brachten sie nicht einmal dazu, den Singsang zu unterbrechen. Auch die Angriffe von Fergus blieben ohne größere Folgen für sie. Und sie blieb sogar ruhig, ließ sich nicht dazu verleiten, selbst die Helden dieser Geschichte anzugreifen.
Eher fragte sie verwundert, warum die beiden sie angreifen würden. Elias warf ihr daraufhin vor, dass sie ja das Schiff gekapert hätte und es zu vielen Toten geführt hatte. Sie warf ihnen vor, dass sie Naki getötet hätten. Scheinbar würde diese Diskussion keine der beiden Fronten weiterbringen. Dafür wollte die Hexe nun Informationen von den beiden. Informationen über die Vorkommnisse in Baldurs Gate, denen ja nur Elias beigewohnt hatte. Da der ergrimmte Elias diese nicht offenbaren wollte, begann sie auch zu drohen.
Und was tat Fergus in diesem Moment? Er wusste ja nichts von den Geschehnissen in Baldurs Gate. Also was tun? Nachdem er der Hexe offenbart hatte, dass er von dem nichts wisse, verabschiedete er sich höflich und ging. Elias stand nun allein der mächtigen Hexe entgegen.
Lasst uns in diesem spannenden Moment doch einen Blick nach oben werfen, die wie tapferen Kämpfer sich so schlugen. Und sie schlugen sich sogar sehr gut. Der Kampf verlief eindeutig zu Gunsten der Angreifer der Festung. Eine Schreckensfledermaus hatte der junge Druide noch herbeigerufen, welche im Kampf vernichtende Schäden gegen die Feinde hatte erzielen können. Auch Rohan war mit seiner Größe sehr kraftvoll und effektiv gewesen. Nun schritt dieser zu der Tür, die scheinbar in das Innere führte. Vorsichtig öffnete er diese und stellte sicherheitshalber seinen Fuß davor, damit keiner sie aufreißen und sie überraschen konnte. Aber was da nun doch durch die Tür gestürmt kam, ließ sich freilich so nicht aufhalten. Es war ein imposanter Minotaurus, der schnaufend und brüllend in den Hof rannte. Die Schreckensfledermaus war die erste, die den Angriff auf das Wesen ergriff, da kein weiterer Gegner zu sehen war. Doch sollte diese eher dem Minotauren zum Opfer fallen, der ihr einen Flügel ausriss. Doch der tapfere Paladin rächte in seiner immensen Größe was der Schreckensfledermaus widerfahren war und zerteilte den Minotaurus mit einem kräftigen seitlichen Hieb in zwei Teile. Die letzten beiden Gnolle ergriffen dabei nun panisch die Flucht. „EINS“ war dann mit einigen aus der Besatzung ebenfalls auf dem Weg nach unten.
Und wie stand es nun um den armen Elias, der allein der mächtigen Meerhexe gegenüberstand? Er versuchte, ruhig zu bleiben und die Situation irgendwie in den Griff zu bekommen. Sein kleiner Drache sprach erneut zu ihm und gab ihm einen entscheidenden Hinweis. Hinter der Hexe befand sich ein magischer Dolch, der der Hexe gefährlich werden könnte. Er bräuchte nur diesen zu ergreifen und sie damit anzugreifen. Elias wog seine Chancen ab und blendete die Meerhexe mit Magie, um sich dann unsichtbar zu machen und an ihr vorbei zu preschen in den Raum, in dem sich der Dolch befand. Ein befremdlicher Anblick tat sich ihm auf. Er sah ein Buch, das aufgeschlagen dort auf einem Pult lag. Darüber schwebte ein Auge, das scheinbar darin las, und Tentakel waren damit beschäftigt, die Seiten umzublättern. Und nicht nur das.. tatsächlich war da auf einem Podest ein reich verzierter Dolch. Als Elias jedoch den Kopf erhob, sah er recht weit oben im Raum auf einem Podest entlang der Wand unzählige Glasbehälter. Dem nicht unähnlich, den er hatte in dem Turm mitgehen lassen, mitsamt dem Inhalt, der zu leben erwacht und zu seinem Begleiter geworden war. Und auch der Inhalt dieser Behälter war gleich. In jedem dieser Glasbehälter war ebenfalls ein kleiner Drachen zu sehen. Elias eilte zu dem Dolch und wollte diesen holen. Doch eine unsichtbare Schutzbarriere hielt ihn davon ab, so dass er zurückprallte. Schlussendlich war es erneut der Drache, der aktiv wurde und nach einer mentalen kurzen Konversation den Dolch Elias brachte. Dieser war derweil andere Möglichkeiten am abwägen, seit er den Anblick der vielen Drachen gesehen hatte. Er wollte wiederholen, was ihm bereits einmal gelungen war.
Und wieder wollen wir schauen, was Elias‘ Kumpanen derweil erlebten. „EINS“ und die anderen begegneten in dem Gang schlussendlich Fergus, der weiterhin auf dem Weg in die Geborgenheit der Freiheit war. Der Anblick von Fergus ließ sie natürlich aufmerksam werden. Auf die Frage, wo denn die anderen waren, antwortete er jedoch nur, dass er das nicht wisse und zog seiner Wege. Sie folgten nun dem Gang in Sorge und voller Aufmerksamkeit, was auf sie lauern möge, da Fergus kaum eine Hilfe gewesen war.
Diesmal wollen wir auch endlich nachsehen, wie es dem armen Leorinor ergangen ist in all der Zeit. Dieser war in einen steten Kampf mit dem Gedankenschinder verwickelt, seit dem er aus seiner Trance hatte erwachen können. Sein Wille, endlich diesen mentalen Fesseln zu entkommen, war stark, doch der Gedankenschinder ließ ihn nicht so einfach frei. Jeder klare Gedanken und jeder Kraftakt gen Freiheit wurde immer wieder von diesem Wesen zunichte gemacht wurde, so dass der arme Mondelf erneut in die geistigen Fesseln zurückgerissen wurde. Der Kampf schien eine Ewigkeit zu dauern. Nur einmal gelang es ihm, von dem Gedankenschinder zu befeien. Diese kurze Phase der Freiheit hatte er genutzt, um zu prüfen ob die Kultisten während ihrer rituellen Gesänge bei Sinnen waren. Noch während er feststellte, dass sie es nicht waren, griff ihn der Gedankenschinder erneut mit seiner geistigen Kraft an. Und das brachte dann den armen Mondelfen wieder dazu, sich „freiwillig“ auf den Altar zu legen.
Elias‘ Situation auf der anderen Seite des Ganges war hingegen eine völlig andere. Denn die Meerhexe war, während der Dolch geholt wurde, noch immer selbstsicher und ließ sich auch von dem Dolch nicht aus der Ruhe bringen. Sie hatte in der Zeit Elias zwei Optionen gegeben, wie er all das hier durch seine Kooperation überleben könnte. Entweder sollte er als Spion fungierend nach Baldurs Gate reisen oder zu ihrem Auftraggeber geschickt werden.
Keines der beiden Alternativen sagte Elias zu. Eher war er dabei eine eigene Alternative zu dem Dolch abzuwägen, da er der Hexe nicht zu nahe kommen wollte, obwohl der Drache ihn anfeuerte, anflehte, anschrie und jammerte, dass er endlich mit dem Dolch zustoßen solle, weil das die einzige Möglichkeit wäre, die Hexe zu vernichten. Schon hatte Elias aber die Schriftrolle in der Hand, die den Nekromantiezauber enthielt, mit dem er seinen kleinen Drachen erweckt hatte. Kaum, dass er den Zauber daraus gesprochen hatte, tat sich jedoch… nichts. Der Zauber verpuffte hier ohne jegliche Wirkung. Die vielen kleinen Wesen blieben wo sie waren, weiterhin tot und fern jeglichen Lebens.
Und wie erging es Rohan und Lylian und dem Rest? Ein Gegner tat sich dann doch noch auf, während Rohan und Kapitän Drake den Durchgang untersuchten, durch den der Minotaur gestürzt war. Lylian hatte diesen gesehen und war ihm ausgewichen. Was leider auch zur Folge hatte, dass der Bolzen der Armbrust dafür Drake erwischt hatte, welcher in Folge der Wunde, welche nicht die erste des Tages war, zusammenbrach.
Lylian nahm sich aber des Gnolls mit der Armbrust an und verwandelte sich in einen Wolf und attackierte diesen. Da der Biss eines Wolfes nicht zu verachten ist, floh dieser jedoch aus dem Kampf, kaum, dass er angefangen hatte. Da es wichtigeres gab, verfolgte Lylian ihn nicht weiter und kehrte zu Rohan zurück, der sich um Drake gekümmert hatte.
Widmen wir uns wieder der spannenden Szene unten zu. „EINS“ hatte schlussendlich den Raum erreicht, in dem Elias mit der Meerhexe sich befand. Die Situation war schnell klar für den Hünen und er schleuderte sogleich einen Speer nach der Meerhexe. Dieser durchbohrte sie und plötzlich schlugen Blitze aus ihrem Körper. Doch hatte er sie verletzen können? Leider nein. Dafür war ihr Angriff, der folgte, verheerend für ihn. Denn der arme „EINS“ wurde direkt vor Elias‘ Augen gepackt und sein Rückrad ihm entrissen. Er wurde regelrecht wie ein Fisch entgrätet, während das ganze Blut den Raum wie auch die Hexe besudelte.
Elias nahm dann schlussendlich allen Mut zusammen und attackierte die Hexe mit dem Dolch. Der erste Angriff war gut angesetzt und in der Tat siegreich. Kaum, dass die Klinge in den Körper der Hexe eingedrungen war, schrie diese auf. Ein Beben ging durch ihren Körper und ein großer Schwall Wasser strömte plötzlich durch den Raum. Die Augäpfel der Hexe zerplatzten und sie war schlussendlich besiegt und tot.
Mehrere Dinge passierten nun gleichzeitig. Der Singsang verstummte und eine befremdliche Stille kehrte ein. Nur die Wassertropfen intensivierten diese plötzliche Stille, die dann nochmals von dem Geräusch des Gitters unterbrochen wurde, welches von den Tentakeln fortgerissen wurde. Leorinor konnte sich in dem Augenblick ebenfalls befreien, da der Gedankenschinder ihn durch den Tod der Hexe endlich freigab. Taumelnd kam der zarte Elf auf die Beine und konnte gerade so noch sein Hab und Gut einsammeln.
Auf den Altaren wurden dann zwei Schriftstücke gefunden.
Die Schlacht um das Relikt der Alten (The Sainted Sinners)
Hier standen sie nun Seit an Seit, ihre Umhänge flatterterten leicht in der kühlen Böe, die aus dem Norden kam, während sie über die Ebene blickend, schimmernde Rüstungen und blitzende Waffen von den unzähligen Orks, finsteren Streitern, Skeletten und anderen Wesen wahrnahmen. Die dunklen, kehligen und von Zeit gurgelnde Geräusche wechselten sich ab, mit dem Knarren von dem Holz der Katapulte, die auf halber Höhe des Hügels ihre Position bezogen hatten. Durch die begünstigte Witterung der letzten Tage und Nächte, war es möglich gewesen, Vorbereitungen für die anstehende Schlacht zu treffen. Ein Graben war in der Zeit ausgehoben worden und der Aushub hatte Verwendung bei der Aufschüttung des Hügels, auf dem sie nun befanden, gefunden. Informationen waren ihnen zugetragen worden aus welcher Richtung Calebs Truppen auf sie treffen sollten. Hier und heute war es nun soweit. Die Entscheidung über Sieg oder Niedlerlage.
Erinnerung der letzten Tage flammten bei den Helden auf. Die gewonnen Erkenntnisse aus der Goblinhöhle, der gefundenen Drohung, bei dem getöteten Händler außerhalb von Unirea, sich aus dem Ganzen herauszuhalten. Die Gespräche und Verhandlungen im Palast von Meridion mit Drako, Ariadnel und Groshk und die Unterstützung die sie bekamen, als Gegenleistung für den Kopf von Caleb. Caleb…Caleb…dieser verfluchte Magier, der es geschafft hatte das sie einen Weg eingeschlagen hatten, den sie eigentlich nie beschreiten wollten und nun sogar mit den dunklen Mächten paktierten. Doch niemand würde ihnen Vorwürfe machen, welche anderen Möglichkeiten hatten sie denn schon.
Plötzlich wurden sie aus ihren Erinnerungen gerissen, als ein aufkommender Wind ihnen ins Gesicht schlug. Als sie die Augen aufschlugen sahen sie, das sich der Himmel dunkler, an gewissen Stellen ins Lila gehend, verfärbt hatte. Mit ein Entschlossenheit, festigten sie ihren Griff um ihre Bücher, Stäbe und Knäufe ihrer Waffen. Sie waren bereit, gefasst und entschlossen, egal was die nächsten Stunden vlt. Tage bringen würden.
Die Befehle an die Truppen wurde von Anfang an festgelegt. Bei den Skeletten übernahm der ehrenwerte Geschäftsmann Silk das Kommando, während Anskaviat die Bogenschützen und die Berserker, Eibenstein die Finsteren Streiter und Mofa die restlichen Truppen befehligte.
Gleich am Anfang gab Silk die Anordnung, das sich die Skelette auf der linken, als auch auf der rechten Flanke, des zu erwartenden Schlachtfeldes, im Rücken des Feindes einzugraben haben. Es dauerte nicht lange und von den Gerippen war auf der trockenen Ebene nichts mehr, als aufgewühlte Erde, zu sehen.
Die finsteren Streitern auf ihren Rössern, bekamen den Befehl sich auf Hügelhöhe im Süden bereit zu halten, für unvorhersehbare Ereignisse, die nicht einkalkulierbar waren. Die Berserker bezogen Stellung am Fuße des Hügels, vor den Katapulten und den ebenfalls auf den Hügel in Stellung gegangenen Bogenschützen. Man würde versuchen den Gegner in den Graben zu zwingen.
Gerade als die letzten Truppen ihre taktischen Manöver vor Kampfbeginn abgeschlossen hatten, meldeten die Späher den ersten Feindkontakt. Schwere Bewegungen von orkischen Söldnern, Orks auf echsenartigen Wesen und eine Kreatur bei der es, laut der Beschreibung der Späher, es sich um einen Riesen handeln musste. Zahlenmäßig waren die feindliche Truppen, der Eigenen weitaus unterlegen, aber Caleb, wäre nicht Caleb, es sah so aus, als wären die Angreifer nur ein Vorauskommando, oder ein Ablenkungsmanöver. Doch als die Orks und die Orkreiter über die rechten und linken Flügel des Schlachtfeldes, wo die Skelette eingegraben waren, marschierten, zerstreuten sich die Gedanken, eines weiteren Angriffs, bei den Helden. Von dem Hügel aus konnte man die schimmernden Rüstungen der Feinde erkennen, die sich dem Hügel mehr und mehr näherten, dann wurde ihre Vermutung Gewissheit, ein Riese tauchte am Horizont auf, mit wenigen Schritten war er heran, ein Hügelriese, beim näheren Betrachten konnte man eine Kieppe auf seinem Rücken erkennen, in denen Steine lagen.
Während der Riese in aller Ruhe seinen Weg in Richtung des Kraters fortsetzte, in dem das unheilige Artefakt immer noch lag, stürzten sich die Söldner Calebs mit Inbrunst in die Schlacht. Sie verwickelten die Verteidiger in immer neue Gefechte oder ließen sich von ihnen zu erbarmungslosen Tänzen des Blutes verführen. Die Schlacht erntete Blut und Knochen.
Während die Äxte seiner glutural brüllenden Fuss-Truppen auf Schilde, Rüstungen ihrer Feinde niedergingen und dabei Fleisch und Knochen teilten, griffen die Echsenreiter, einem Alptraum gleich, mit einem Geschrei, dass Ohren und Herzen eines Mannes arg zusetzen kann, in die Kämpfe ein und fielen wie Teufel über ihren Feind her, während die Reiter auf ihren Rücken mit schwarzen Pfeilen den Tod über das Schlachtfeld verteilten.
Der Hügelriese, nah genug an den Feind gekommen, griff an und schleudert den Gegnern seines Herrn Felsbrocken entgegen, die ganze Lücken in den Reihen der Verteidiger reißen konnten. Nicht wenige fanden ihr Ziel und der Boden wurde durch den Auprall erschüttert, während Getroffen, wenn sie Glück hatten, dies bnoch tun zu können, vor Schmerzen aufschrien.
Mit dem Mut des Guten,…und dem Wissen desjehnigen, der weiß, dass er am Ende des Tages bezahlt wird, stürzten sich die Kämpfer in der vordersten Reihe des Hügels auf den Hügelriesen. Da sie bei aber ihren eigens gegrabenen Verteidigungsgraben überwinden mussten, brachten sie sich dadurch in eine schlechtere Situation, welche der Riese auszunutzen verstand und mit seiner enormen Keule, die er bei sich trug, den herankommenden Angreifern Schwierigkeitwen machte.
Die Manöver brachten ihn aber dazu, einen Fehler zu begehen. Er war nah genug heran gekommen, als dass die Bogenschützen der Hügelverteidigung ihn unter Feuer nehmen konnten und so deckten sie ihn mit Geschossen ein, von denen doch einige ihr Ziel fanden.
Mit der Zeit musste sich aber die zahlenmässige Unterlegenheit des Gegner bemerkbar machen. Immer mehr von Calebs Orks fanden auf dem Schlachtfeld den Tod, da man ihr Kampfgruppe durch Zangen- und Rückenangriffe letztlich aufgerieben hatte. Selbst einige der Echsenreiter und deren Reittiere fanden den Tod, während der Hügelriese mehr und mehr in Bedrängnis geriet, Mühsam und unter Verlusten hatten sich einige der Berserker an den Großen heran gearbeitet, während die Bogenschützen ihr Bestes gaben, um ihn zu Fall zu bringen. Die Berserker erreichten ihn und kämpften den Kampf ihres Lebens, wie es schien, da das riesige Wesen fast besser einzustecken, als auszuteilen vermochte.
Den Ausschlag gab die Reiterei. Ihre mutigen Kämpfer hatten die Schlacht über ausgehaart und dann mit Präzision Lücken in die feindlichen Truppen geschlagen. Jetzt stürzten sie sich in den Kampf gegen den Riesen, der, von seinen „Belagerern“ abgelenkt, ein Schlag aus ihrer Richtung nicht kommen sah und die Lanzen der Reiter trafen ihr Ziel. Den alles entscheidenen Schlag versetze dem strauchelnden Wesen ein Ork, dessen schartige Klinge tief in das Fleisch des Blutenden eindrang und ihm so sein Ende bereitete. Er war tot bevor sein Körper überhaupt auf dem von seinem eigenen Blut getränkten Schlachtfeld aufschlug.
Mit einem Mal erhellte sich der Himmer wieder, als hätte jemand die dunklen Wolken einfach weggewischt. In diesem Moment ergaben sich die restlichen Ork – Truppen des Caleb, während die Echsenreiter das Weite suchten. In diesem Moment erkannten die Verteidiger. Der Feind war besiegt worden! Jubel brach aus und die Besiegten mussten sich der Gnade ihrer Gegner ausliefern…..
Als die Abenteurer bemerkten, dass Caleb nicht bei seinen Truppen gewesen ist, erkannten sie die Notwendigkeit, noch einmal die Höhle, in der Calebs Turm stand, aufzusuchen. Sie sprachen sich mit ihren dunklen Verbündeten ab und reisten so schnell wie möglich dorthin. Bei ihrer Annkunft schien ersteinmal alles ruhig zu sein. Silk umwanderte die Hügel, unter denen die Höhle lag. Der Magier Mofa hatte ihm seine Katze mit gegeben, damit Silk über sie Bescheid geben konnte.
Silk erreicht die Siedlung der Goblins. Diese war aber leer. Er drang weiter in die Gänge innerhalb des Hügels ein, die man ihm bereits gezeigt hatte und fand die verblieben Angehörigen von Throkks Stamm kampfbereit in der Näghe zum Riss in der Wand, welche den Zugang zu Calebs Höhle ermöglichte. Er sah durch den Riss und erkannte, dass Caleb offenbar just in diesem Moment einen Umzug durch das Portal vorantrieb. Kisten wurden von Sklaven durch dass Portal getragen, während offenbar die letzten verbliebenen Ork-Truppen den Eingang der Höhle sicherten.
Er versuchte, mit Hilfe der Katze seinen Leuten Bescheid zu geben, dass der Angriff schnellstmöglich erfolgen muss. Das schien aber irgendwie nicht zu funktionieren. Er sprach zwar mit ihr. Das Tier reagierte aber nicht so, als würde es verstehen, was der seltsame Mensch da von ihr wollte. In der Zwischenzeit machte sich auch Mofa auf den Weg zu den Goblins, da seine Katze ihm keine Informationen mitgeteilt hatte. Er kam nach einem Ritt und einer Wanderung durch duie Gänge ebenfalls bei den Goblins an und erhielt von Silk sofort die Anweisung zurück zukehren und den Angriff beginnen zu lassen. Flux kehrt er um und bewegt sich so schnell es geht wieder zurück zu den nun auch ankommen restlichen Teilen ihrer dunklen Verbündeten.
Der Angriff auf die Höhle beginnt. Die verbliebenen Skelette werden in die Höhle kommandiert und danach folgen die restlichen Truppen. Die letzte Schlacht um das Relikt beginnt.
Silk lässt sich von der Schamanin der Goblins ein Mittel geben, dass ihn, laut ihrer Aussage unsichtbar macht. Danacht klettert er durch den Riss und schleicht vorsichtig auf die andere Seite der Höhle. Es ist relativ ruhig, bis zu dem Moment, wo die ersten Kämpfe am Eingang der Höhle beginnen. Er erreicht das Portal und sieht sich dort einem Ork-Söldner entgegen, welcher offenbar das Portal bewacht. Mit einem hinterhältigen Grinsen umrundet er den Ork und versucht ihn zu erdolchen. Das funktioniert aber offenbar nicht ganz so gut. Irgendetwas hatte das Wesen gewarnt. Sein feines Gehör? Sein Instinkt? Egal. Silk schafft es irgendwie nicht, ihm den Todesstoß zu geben, da der Ork sich aus seinen Händen windet, als schleicht er, immer noch unsichtbar einige Meter zurück und wartet ab. Der Ork hört sich um, riecht mit lautem Schnaufen, scheintb aber niemanden zu bememerken. Ein Armbrustbolzen von Silk lässt ihn dann überrascht soweit stocken, dass Silk ihm entgültig den Rest geben kann. Die Leiche des Orks verschwindet wie durch Zauberhand in den Schatten der Höhle. Als nächstes entwendet Silk den Locations-Kristall und bewegt sich dann in die Nähe des Turms, um den Verlauf der Schlacht zu verfolgen.
Es scheint nicht so gut zu laufen, da einer der Orks vom eingang gehetzten Schrittes zu Turm eilt. Ein Armberustbolzen von Silk stoppt den möglichen Boten mit einem Ruck und auch seine Leiche verschwndet in die Schatten der Höhle.
Am Höhlen-Zugang verteidigen sich die letzten Ork-Söldner von Caleb gegen die anstürmenden Massen aus Skeletten, Berserkern, Ork-Söldner und dunklen Streiter von Drago. Auch Abenteurer treten in die Kampfreie ein, zumindest Anskaviat amüsiert sich trotz eiger Kratzer prächtig, während er einen der Verteidiger mit gekonnten Schlägen niedermacht. Kurze Zeit später bricht die Verteidigunfg zusammen und die Truppen erreichen den Turm. Mit schnellen Schritten und mit Silk in getarnter Form an ihrer Seite betreten die Dunklen Streiter den Turm, eilen schnellen Schrittes auf die höchste Ebene undüberraschen einen älteren Mann in einer kunstvoll gestalteten Robe, der sich ihrer Anwesenheit kaum gewahr wird, als die Klingen der Streiter gemeinsam seinem Leben eine schnelles Ende bereiten.
Einen Moment kehrt Ruhe ein. Der Sieg ist errungen. Die nachfolgenden Abenteurer betreten den obersten Raum des Turmes, während die Dunklen Streiter ihn wieder verlassen, nicht ohne den Kopf des alten Mannes, wie nach Absprache vereinbart mitzunehmen.
Die Abenteurer beginnen, ihre Beute zu prüfen und nach dem zu suchen, was ihnen vom großen silbernen Drachen aufgetragen wurde.
Der Sammler – Kapitel I – Der Beginn der Suche (The Grey Guardians)
Die Sonne schien auf der Lichtung, wo sich die Helden zur Mittagsstunde ausruhen. Doch nicht jeder konnte hier seine Mittagsstunde in Ruhe verbringen. Surreal sah ihre Begleiter an. In ihren Augen stand bedauern. „Verzeiht, aber meine Göttin verlangt meine Anwesenheit woanders. Such nach der Hand der Bäume. Sie wird euch zu dem Tor der Natur führen. Anschließend folgt der ausgetrockneten Schlange bis ihr das schwarze Loch findet. Möge Mielikki eure Wege schützen.“ Und damit verschwand Surreal in Begleitung von Graufang. Die Gruppe stand nun da. Sie hatten Anhaltspunkte und doch wussten sie nichts damit an zu fangen. Und so beschlossen sie, sich etwas auszuruhen und während Lo Pan sein Mittagessen genießt, meditiert Finn und es geschieht etwas Seltsames bei ihm. Sein Geist löst sich von seinem Körper und er folgt den Geistern über den Wald. Er erblickte den Weg und zwei seltsame Stellen. Bei der einen Stelle im Wald erblickte er das aufscheuchen von Vögeln und wie es kurze Zeit ruhig ist. Dann ging es normal weiter, aber sein Geist wurde weiter gezogen. Zu einem düsteren Ort. Dort regt sich kein Tier. Kein Laut war zu hören und kein Vogel zu sehen. Gespenstische Ruhe lag über diesen Ort. Es war, als ob es dort eine unnatürliche Kälte existiert. Dies waren die Bilder, mit denen der blinde Finn wieder aufwachte. Und so machten sie sich frisch gestärkt auf den Weg nach osten. Immer tiefer in den Wald hinein.
So wanderten sie bis zum Abend. Als die Sune ihre tägliche Reise fast beendet, stieg den reisenden ein Duft von gebratenem Fleisch in die Nase. Doch als sie näher kamen, stürmte Lo Pan förmlich in das Lager der unbekannten Person. Er hat über dem Feuer einen saftigen Wildschwein gesehen. Dazu noch vier Kaninchen an einem Stock, welche über dem Feuer brieten. Doch das Wesen, welches sich um den Braunbär mit dem Zertrümmerten Kopf kümmerte, drehte sich um. Es war ein weiblicher Gebirgsork und sie sah Lo Pan an. „Wer bist du und was willst du?“ kam die direkte Frage von der Kriegerin und so unterhielten sie sich. Lo Pan wollte sogar das Wildschwein haben, welches über dem Feuer brannte und es mit einem Teil seiner magischen Rationen tauschen, doch die Kriegerin lehnte ab. Sie wollte wissen, wo Finn ist. Dieser kam. In Begleitung von Ireal und Tirza. Und Finn? Der hatte nichts anderes zu tun, als ob er Lo aus Versehen mit dem Stock trifft. Doch die Kriegerin überreichte ihm einen Brief, welchen die Orkin als Jurrag vorstellte. Eine Kriegerin vom Grat der Welt, welche im Auftrag ihrer Schwester unterwegs ist, um einen gewissen Vrinn zu finden, doch sie verwechselt die Namen und gibt Finn den Brief, der an Vrinn gerichtet ist. Aber das Missverständnis wurde schnell aufgeklärt und die Kriegerin bietet den anderen ihr Lagerfeuer an und beschließt, sich den anderen an zu schließen.
Der nächste Morgen bricht an, während Lo Pan verdammt müde aufsteht, sind die anderen fit und ausgeschlafen und machen sich auf den Weg. Die Orkin und der kleine Halbling haben eine kleine Meinungsverschiedenheit, denn Lo Pan geht bei dem Tor davon aus, dass es sich um etwas magisches handelt, während die Kriegerin bei ihrem Standpunkt bleibt, dass es einfach natürliche Wegweiser sind. Stellen in der Natur, welche die Orientierung vereinfachen. Auch die beiden Eulenbären, welche die kleine Gruppe angegriffen haben, konnten diese Diskussion nicht wirklich unterbrechen, da die Helden mit den beiden Angreifern kurzen Prozess machten und sich noch einige Federn einsteckten. Am Abend campierten sie in der Nähe von der trockenen Schlange. Sie haben das Gebiet gefunden, wo es unnatürlich ruhig ist und so begaben sie sich zur ruhe. Doch am nächsten Morgen werden sie von einem lauten Krachen aus der Nähe geweckt. Ein alter Mann und sein Reitschwein, waren in ein Loch gefallen, als Betsy das Frühstück gerochen hatte. Der alte Mann lag nun in einem Gang, aus behauenem Stein. Als er nach oben sah, nachdem er sein Tier auf Erkundung geschickt hatte, erblickte er die Augen einer seltsamen Truppe, welche sich auf den Weg macht, ihm zu helfen. Doch einige sprangen schon runter und waren ebenfalls bereit, dieses ungewöhnliche Gewölbe zu erkunden. Betsy hingegen hat einem anderen Raum, eher wie ein kleiner Saal, erkundet und an einigen Stellen tanzende Lichter abgelegt, die ihr Meister, der sich bei den anderen als Franz Joseph Holzfäller vorgestellt hat, ihr gegeben hat. Und die Helden? Sie folgen dem Gang und kommen in den Saal. Während für Ireal und Finn das ganze aussieht wie ein Umschlagsplatz für Waren, so sehen Tirza, Franz Joseph, Lo Pan und auch Jurrag was ganz anderes. Sie sind auf einmal in einer großen Feierlichkeit am Hofe von Fürst Perigon Paladinsohn gelandet. Auch ihre Kleidung war das feinste, was es je gab und ein junger Mann mit dem Namen Jorval von Magström forderte Tirza erfolgreich zum Tanz auf, während Lo Pan mit offenem Mund daneben stehen blieb, weil seine Annäherungsversuche fehlgeschlagen sind. Aber der Bardin fiel etwas auf. Dieses Händlergeschlecht existierte schon zu ihrer Geburt nicht mehr. Sie waren nicht nur an einem anderen Ort, sie waren auch in der Vergangenheit und ihr fiel eine Geschichte ein, dass es in der Familie zwei Brüder gab, die verflucht worden sind, aber damals verschwunden sind und keiner weiß, ob sie noch existieren. Sie alle merken, dass sie in einer Illusion gefangen sind, doch weder Franz Joseph noch Lo Pan, können diese Illusion bannen, doch sie schaffen es trotzdem. Auch mit der Hilfe von Ireal und Finn. Sie waren wieder in der Höhle. „MAMA! Mir ist langweilig!“ ertönte es aus einem anderen Gang, als sich Finn, Lo Pan und Franz Joseph stritten, weil Franz Joseph, Spitzname Holzi, den Zauber Licht auf Finn gewirkt hat und das fand er gar nicht so gut. Fast alle hörten es. „Macht schneller. Wir haben einen Auftrag und keine Zeit.“ Dies war eine tiefe und knurrige Stimme. Sie klang angespannt und die Helden konnten sich einigen. Jurrag und Finn sicherten den Weg, aus denen sie gekommen sind. Lo Pan, Holzi und Tirza versteckten sich hinter den Säulen. Doch die Orkin blieb nicht lange auf ihren Posten. Ein tiefes knurren war zu hören und sie sah etwas, was ihr ein Lächeln auf dem Gesicht entlockte. „Beschütze die anderen Finn.“ Knurrte sie noch direkt und mit einem lauten Brüllen stürzte sie in den Gang. Kurz darauf erfolgte ein Donnern und anschließend Stille. Doch es dauerte nicht lange. Da brach förmlich die Hölle aus. Finn bekam einen schweren Schlag in den Rücken ab. Es war die vermummte Dame, welche schon Tirza das kleine Geschenk in der Kiste gebracht hatte. Tirza, Lo Pan und Holzi wurden von einer Waldelfe angegriffen, welche Säure aus ihrem Mund spuckte. Aus der anderen Ecke kommt ein stämmiger Zwerg, der sich auf die größte Kreatur im Raum stürzte die es gab. Lo Pan, der sich in einem großen Wurm verwandelt hatte. Zur selben Zeit erschien eine Sonnenelfe in den Raum und fing an ihre Zauber zu wirken. Tirza und auch Lo Pan entgingen nur knapp den Tod, als sie von einem Schatten ihres größten Alptraumes angegriffen worden sind. Die gegnerische Waldelfe konnte fasziniert werden. Der Kampf gegen die anderen drei war zwar kurz, aber heftig. Die Waldelfe war die Letzte die noch lebte und Holzi unterhielt sich auf drakonisch mit ihr und erfuhr, dass sie nur ihren Job gemacht hatte und dass sie ihre Mutter fragen sollten, da sie alle Informationen hatte. Jurrag war auch wieder da. Erschöpft und mit einigen Wunden am Körper und dem Kopf eines Höllenhundes in der Hand. Doch auch sie kippte um, als sie die anderen erreichten. Sie durchsuchten die Leichen und sie fanden folgende Briefe. Die erste Spur?
Lyari und Xhorgul hatten die Brücke kaum überquert als Rift im Laufschritt zu ihnen aufschloss… In der Hoffnung ihnen rechtzeitig zu Hilfe zu eilen, war er große Teile des Pfades gerannt… Er brannte darauf zu erfahren, was sich in den letzten Stunden abgespielt hatte, doch eine spröde Stimmung aus körperlicher Erschöpfung, tiefer Betroffenheit und stoisch pragmatischer Abwegungen liess keine zeit für langwierige Erklärungen.
Rift und Lyari machten sich unverzüglich auf die Suche nach dem Waldwesen, doch die wage Hoffnung, dieses nach seinem Kampf mit dem Feenoger lebendig aufzufinden, wurde durch den Anblick zerteilter Wurzelgliedmaßen jäh zu nichte gemacht…
Schweigend und in Gedanken versunken folgten die Gefährten dem Weg noch fast eine Stunde, bevor sie sich zur Rast in die Büsche schlugen. Nachdem die Reittiere versorgt und die Wachdienste eingeteilt waren, war es höchste Zeit für eine Rast…
In den frühen Morgenstunden begann Xhorgul seine Ausrüstung zu reinigen und versenkte sich kurz darauf in seine Gebete zu Moradin.
Dem dickköpfigen Zwergen war es schließlich gelungen, seine Begleiter zur Umkehr nach Dreistein zu bewegen. Ihn quälte der Gedanke, sich in einer Festung zu verkriechen, während Dreistein sich vielleicht anhaltenden Angriffen dieses unbekannten Feindes stellen müsste. Ein Feind, der Damil das Leben nahm!
Nachdem die Wunden mithilfe göttlicher Heilung versorgt waren, machten sich die Drei aller Gefahren zum Trotz erneut auf den Weg durch die Wälder… Jederzeit konnte ein Angriff erfolgen, doch auf dem gesamten Pfad geschah… Nichts!
Am frühen Nachmittag erreichten sie Dreistein, doch überrascht mussten sie feststellen, dass sich die kleine, idyllisch gelegene Siedlung nicht einmal im Alarmzustand befand. Spielende Kinder, pfeiferauchende Greise und keinerlei Wachposten oder Vorbereitungen auf einen möglichen Angriff! Einzig das Gasthaus wurde von zwei Ogern bewacht, in der Desa von ihren beiden Schwestern gepflegt wurde.
Auf ihre Fragen, erhielten die Drei abermals nur wenige Antworten…
Das Gift war von Magie durchwoben und wurde speziell dazu angefertigt, Vetteln ausser Gefecht zu setzen, ohne sie zu töten. Aus zunächst unerklärlichen Grunden wähnten die Schwestern die Siedlung weiterhin in Sicherheit und rechneten nicht mit einem Angriff.
Die Gefährten waren nicht bereit, sich von Ausflüchten abspeisen zu lassen und durchlöcherten mit ihren Fragen den bereits bekannten Schleier aus ausweichenden Halbwahrheiten …
Schließlich erfuhren sie, dass die Vetteln einen Pakt mit einem mächtigen Waldprinzen geschlossen hatten. Dieser hatte ihnen bei der Kontaktaufnahme mit den Bewohnern Dreisteins geholfen und für einige Orkenangriffe gesorgt. Die Schwestern konnten sich so letztlich als Retter beweisen und das Vertrauen der Bewohnern erschleichen. Dieser Prinz namens Korrell war es wohl auch, der den Zirkel bisher vor allen nahenden Gefahren gewarnt hatte. Im Gegenzug erhielt er aus jeder Edelsteinlieferung eine Auswahl besonderer Steine. Er sei auch mit Sicherheit in der Lage, ein derartiges Gift herzustellen, doch warum er sich gegen Dreistein gewendet haben sollte, konnten sich die Vetteln nicht erklären…
Insbesondere Elf und Zwerg waren in Anbetracht der erneuten Enthüllungen von Wut erfüllt und gaben sich auch keine Mühe mehr, dies zu verbergen! Einzig Rift blieb ruhig und ausgeglichen oder es gelang ihm wie immer besser, seine wahren Beweggründe zu verbergen.
Die Vetteln boten schließlich an, mit Korrell Kontakt aufzunehmen, um mehr zu erfahren. Dies könnte allerdings etwas dauern… Eine der Schwestern würde morgen mit Aram in den Wald aufbrechen… Xhorgul wollte dieser Zirkelbande – wie er sie nannte- nichts schuldig bleiben, und überreichte Aram missmutig eine der kostbaren Streitäxte, die sie von ihren übergroßen Angreifern mitgenommen hatten – als Gegenleistung für seine Hilfe im Kampf… Lyari bot Aram den Rest der geborgenen Ausrüsrung zu einem fairen Preis zum Kauf an, was der Oger dankend annahm.
Am Abend saßen die Helden in der vermeintlichen Idylle wie so oft zusammen und beratschlagten sich über das weitere Vorgehen. Würde sich der weg zu Falgrim lohnen, um mehr über diesen Prinzen zu erfahren? Man entschied sich nach einigem Hadern dagegen…
Lyari vermutete die Gier und Verlogenheit der Menschen hinter all den Vorkommnissen. Rift hingegen beharrte darauf, dass Menschen, wie andere Völker aus sehr unterschiedlichen Motiven handelten und Vorurteile fehl am Platz seien. Trotz oder gerade wegen dieser Unterhaltung wurde Xhorgul auf einen Widerspruch bezüglich der Aussagen des Büttels aufmerksam. Der Büttel hatte seine nachdrückliche Frage nach besonderen Edelsteinen -wenn auch zur Herstellung oder Verzierung von Schmiedewerk – vor wenigen Tagen noch vehement verneint.
Was wenn der Büttel besondere Steine ohne Wissen von Orkfels handelte? Könnten seine Abnehmer ein Auge auf die Miene geworfen haben? Man nahm sich vor, ihn am nächsten Tag zur Rede zu stellen.
Gesagt, getan! Die Vermutung des „Schwarzhandels“ des Büttels von Dreistein, dass eigentlich „Vierstein“ heißen müsste, traf buchstäblich ins Schwarze! Er war entweder sehr blauäugig oder kannte seine Handelspartner besser als er zugeben wollte, denn für ihn erschien diese Vermutung trotz aller Argumente abwägig. Schließlich offenbarte er einen geheimen Treffpunkt mit seinem Käufer in Orkfels…
Genug von Lügen und Tricksereien beschlossen die Drei noch am gleichen Tag nach Orkfels aufzubrechen. Nachdem die Reittiere bepackt waren, erkundigten sie sich nach Neuigkeiten von dem rätselhaften Waldprinzen. Dieser hatte tatsächlich Kontakt zur Vettel aufgenommen, warnte Desa unre Schwestern jedoch lediglich vor einem Verlassen Dreisteins ohne weitere Informationen preiszugeben. Wenn sie Fragen an Korrell hätten, sollten sie ihn persönlich aufsuchen… Doch die Entscheidung stand fest. Der Weg würde die Gefährten zur Feste führen, auch wenn dies bedeuten könnte, abermals die Waffen mit einem Feenoger zu kreuzen…
Der Pfad durch den Wald verlief unerwarteterweise abermals ereignislos. Lyari untersuchte die Gegend um die Brücke nach Spuren, doch auch hier…Nichts. Urien, der Meister der Jagd wollte sie an der Brücke treffen und die Gruppe als Unterhändler Dreisteins zur Feste begleiten. Wie verabredet stieß er schon kurze Zeit später dazu.
Der weitere Weg nach Orkfels verlief ohne besondere Vorkommnisse. Man hatte sie tatsächlich bereits erwartet und Nolan signalisierte ihnen, dass er ein baldiges Treffen mit dem Kommandanten arrangieren würde. Doch ihr erster weg führte sie zum Priester des Helm. Sie übergaben ihm Damils Leiche und wiesen darauf hin, dass Damil in den Diensten von Orkfels gefallen war…
Der Kommandant reagierte, auch wenn er während der knappen Schilderung mehrfach zum Brandwein griff, besonnen auf die Neuigkeiten. Er wollte sich zunächst mit Urien, dann mit Nolan und
dem Priester des Helm beraten und rief die Gruppe am Abend erneut zu sich… Geduldig stellten sie sich Frage um Frage!
Der Priester sagte zu, dass er mit Hilfe Helms herausfinden werde, ob Damils Seele sich eine Rückkehr in das Reich der Lebenenden ersehnte …
Zudem glaubte er sich an Beschreibungen von Wesen zu erinnern, die dem beschriebenen Waldprinzen glichen und wollte der Sache nachgehen.
Nach einer Nacht im Gasthaus teilte er mit, dass derartige Prinzen zwar immer bereit für einen Handel seien, dieser allerdings so gut wie immer ein böses Ende und Leid mit sich brachte…
Es wurde Zeit Abschied zu nehmen, von einem Weggefährten, der sein Leben gegeben hatte für… Ja für was eigendlich? Ein Dorf voller Lügen oder die Ehre eines edlen Herzens?
Die Worte des alten Mannes hallten unseren Helden noch in den Ohren, haltet einander fest und verliert euch nicht. Kurz darauf verschwand die Umgebung um Jenotus, Strave, Serenada und Alina in schattigen Schlieren. Nyx und Carlos hatten sich eng an ihre Herrchen geschmiegt und blieben ruhig. Alle hatten das Gefühl sich zu bewegen, obwohl sie stillstanden. Immer wieder gewannen einzelne Schatten eine festere Kontur nur um im nächsten Moment wieder in sich zusammen zu fallen. Alina hatte das Gefühl eine Katze würde um ihre Beine streifen. Verbunden mit einem Gefühl das sie bisher nur in Träumen oder in Momenten der Ekstase erlebt hatte. Sie fühlte, nein sie wußte, Sharess war nah und führte sie. Im nächsten Moment verschwanden die Schatten und es wurde dunkel.
Zumindest wurde es für Alina und Serenada dunkel, denn die anderen sahen sehr wohl wo sie sich befanden. Jenotus und Strave bewunderten ein großes Kellergewölbe das mit unbekannten Symbole verziert war. Dann bemerkten unsere Helden das sie nicht allein in diesem Keller waren. Jenotus erkannte seinen alten Freund und Weggefährten Taric und Alina spürte einen heißen und feuchten Atem in ihrem Nacken. Ihre leicht panische Frage was denn da seih ging in der freudigen Begrüßung von Taric unter. Erst als dieser erklärte er wisse auch nicht wo er hier seih und wie er hier hergekommen wäre, schauten Strave und Jenotus sich um. Mit Erschrecken erkannten sie den Grund weshalb Carlos bereits seit geraumer Zeit seine Krallen in Alinas Arme bohrte. Ein doppelt Manshoher roter Dämon hing in Ketten über Alina. Mit leisen Worten lotsten die beiden Alina weg von dem zwar gefesselten aber potentiell gefährlichen Wesen. Nachdem Alina eine ewige Fackel aus ihrem Rucksack geholt hatte konnten sich alle im Raum umschauen. Der Dämon war mit schweren oberarmdicken Ketten an ein Portal gekettet welches ihn scheinbar versuchte einzusaugen. Weiter war zu erkennen das um den Hals der Kreatur eine silberne Kette gelegt war. Insgesamt sah er allerdings ziemlich mitgenommen aus. Jenotus erklärte den Gefährten um welche Art von Kreatur es sich hierbei handelte. Einen (xxx, sry ich und Namen) vergleichbar mit einer Heerführer der Höllen. Plötzlich war eine Stimme zu vernehmen die eindeutig von dem Dämon kam. Der Dämon stellte fest das unsere Helden nicht zu denen gehörten die ihn reingelegt, überwältigt und gebunden hatten. Er wußte aber auch nicht genau wer ihn hier gebunden hatte, nur das es wohl weder Dämonen noch Engel gewesen waren. Jetzt war auch zu erkennen das der Dämon an mehreren Stellen durch die schweren Ketten wundgescheuert wurde. Jenotus begann alsbald mit dem Dämon zu verhandeln. Er überzeugte die Gefährten das der Dämon sich an einen Vertrag halten würde, solange dieser nur verbindlich geschrieben wäre. Nach zähen Verhandlungen konnte Jenotus ein einmaliges Rufen für eine böse Tat und eine angemessene Belohnung heraushandeln. Des weiteren wurde vereinbart, dass der Dämon der sich (xxx name) nannte keinem der Gefährten ein Leid zufügen dürfe. Nachdem der Vertrag mit dem Blut des Dämons unterschrieben war machten sich Strave und Alina an die Befreiung des Dämons. Zuerst wollten sie ihm die Halskette abnehmen die ihn offensichtlich am Einsetzen seiner Fähigkeiten hinderte. Hier geschah Alina leider ein kleines Mißgeschick welches sie fast komplett von den Socken haute. Nach einer kurzen Verschnaufpause und mehreren Heilzaubern, wurden dann auch die restlichen Fesseln gelöst. Hatte der Dämon sich bis zuletzt gesträubt in das Portal gesaugt zu werden stürzte er sich jetzt mit einem wütenden Angriffsgebrüll durch das Portal. Wehe dem der auf der anderen Seite wartete.
Kaum war der Dämon befreit war eine Art Erdbeben zu spüren. Das alte Gemäuer schien sich zu strecken und der Boden geriet in Schieflage.
Vorsichtig schlichen unsere Helden in den nächsten Raum. Ständig erwarteten sie Fallen oder einen Hinterhalt. Hatte doch der Dämon von misteriösen Gestalten und anderen Dämonen gesprochen. Doch der nächste Raum war bis auf zwei Leichen leer. Ein verwaister Altar und mehrere Zeichen an den Wänden deuteten schwach auf Sharess. Aber die Hinweise reichten nicht aus um zu bestimmen wo sie sich befanden. Sie entschieden sich den Gang weiter nach Norden zu nehmen.
Hier erspähten sie mehrere Feuermephiten die um ein Feuer tanzten. In ihrem Streit um eine goldene Halskette waren sie so auf sich konzentriert das sie nicht merkten wie die Helden sich auf den Kampf vorbereiteten. Waffen wurden gezückt, Rüstungen zurechtgerückt und Unterstützungszauber wurden gesprochen. Dank der guten Vorbereitung waren die Helden gegenüber dem Schaden fast Immun teilten aber selbst mächtig aus. Allen voran Taric den Jenotus groß gezaubert hatte. Schnell stand nur noch ein Mephit. Dieser ergab sich nachdem Alina ihn mit Wasser etwas abgekühlt hatte. Kleinlaut stellte er sich als Fluutsch vor. Während er immer wieder nach der glänzenden Kette schielte versprach er zu helfen. Natürlich war klar das es ihm dabei um sein Überleben ging. Bei näherer Betrachtung viel auf das der Raum Ähnlichkeiten mit dem Raum hatte in dem der Dämon gefangen war. Es war nur kein mächtiges Wesen anwesend und das Portal war zerstört.
Vorsicht ging es weiter in den nächsten Raum. In der Mitte des Raumes stand ein Portal und davor war eine Deva gekettet. Auch sie war deutlich geschwächt und konnte sich kaum bewegen. Als die Helden sich näherten begann sie mit trauriger Stimme zu sprechen. Sie fragte ob der Dämon befreit wurde. Als Jenotus dies bejahte wurde sie noch trauriger. Dann sind wir alle verloren begann sie. Und erzählte die Geschichte wie sie hier her kam und wo sie sich befanden. Sie wurde mit falschen Hilferufen hier her gelockt und überwältigt. Als sie wieder erwachte war sie an dieses Portal gekettet und wurde durch die silberne Halskette am Zaubern gehindert. Ihre Macht floss nun in diesen Tempel und lies ihn fliegen. Bisher war dies wohl auch bei dem Dämon so, aber durch dessen Befreiung geriet der Tempel ihrer Vermutung nach in Schieflage. Sollte sie auch noch befreit werden würde er gewiss abstürzen. Vertrauend auf die eigenen Fähigkeiten und die seiner Mitstreiter versprach Jenotus ihr das sie befreit werden würde. Und auch mit ihr handelte er einen komplexen Vertrag aus. Dieser sah vor das im Falle ihrer Befreiung sie der Gruppe zwei mal für eine gute Tat zur Verfügung stehen würde. Vorsichtig machte Alina sich daran die silberne Halskette von der Deva zu entfernen. Als dies gelang atmete diese erleichtert auf. Jetzt könnte sie auch wieder über einen Teil ihrer Fertigkeiten verfügen, sagte sie.
Gefolgt von Fluutsch machten sich die Helden auf die nächsten Räume zu untersuchen. Vorsichtig schlichen sie von Raum zu Raum. Ihnen viel auf das deutlich mehr Blut als Leichen zu sehen war, ansonsten war es aber ruhig. An einer Leiche fand Strave einen Köcher. Erschaute ihn fast wehmütig an, hatte er doch vor einiger Zeit beschlossen nur noch in Ausnahmefällen den Bogen zu nehmen. Desweiteren fanden sie mehrere Dokumente und endlich auch einen Namen, „Derjeb Dschohan“. Er schien für einen Großteil der Geschehnisse verantwortlich zu sein. Zumindest Alina war sich sicher das er zur Rechenschaft gezogen werden müsse. Auch fanden sich Hinweise auf einfallende Dämonen. Aber keine Dämonen selbst. Als sie an einem Loch in der Wand vorbeikamen und nur Himmel sehen konnten verwandelte sich Jenotus. In der Gestalt eines Spinned Devil schlüpfte er durch das Loch und flog nach draussen. Als er nach unten schaute sah er eine weite Wüste. Im Norden waren Berge zu sehen. Als er sich umdrehte erblickte er einen fliegenden Tempel mit einem Klumpen Boden darunter. Es sah aus als ob eine gigantische Kreatur mit einer Schippe den Tempel samt Keller aus dem Boden gegraben hatte. Er flog in die obere Ebene, konnte aber auch dort keine Bewegung entdecken. Mit diesen Informationen kehrte er zu den anderen zurück. In der Zwischenzeit hatten diese einen Raum mit einer Illusion gefunden. In einem beinahe lebensecht wirkenden Wald stand eine Kiste. Allerdings war diese nicht greifbar. Erst als Strave die Spiegelfigur die er erzeugte dirigierte lies sich die Kiste bergen. Mit Hilfe der Kette der Deva konnte Alina nach einigem Probieren auch den Mechanismus des Schlosses öffnen. Im Inneren fanden sich ein Ring und eine glänzende Münze.
Nachdem Jenotus Alina, Strave und Taric über seine Beobachtungen unterrichtet hatte beschloßen sie durch den gefundenen Brunnen nach oben zu gehen. Mit Hilfe eines magischen Seils war dies kein Problem. Nachdem Taric mehrere Dämonen am oberen Ende des Brunnens entdeckt hatte, kam Jenotus auf die Idee sich von der Deva einen Segen geben zu lassen. So vorbereitet warfen sich unsere Helden in den Kampf mit den bärtigen Teufeln die über Unmengen an Leichen hockten. Der Übermacht hatten diese nicht viel entgegen zu setzen. Aber kurz danach kamen schon die nächsten Dämonen. Diese Waren durch den Krach angelockt worden und warfen sich auf die Helden. Durch geschickt aufgestellte Hindernisse konnte Jenotus dafür sorgen das immer nur wenige Dämonen gleichzeitig angreifen konnten, während der Rest sich in seinen Beinen verschlang. Langsam aber sicher wurden die Dämonen geschlagen, lediglich Alina musste einiges einstecken.
Nachdem die Helden sich erholt hatten untersuchten sie die umliegenden Räume. Sie gelangten in einen geräumigen Innenhof der von einem Säulengang eingeschlossen war. Von diesem ging es in einen Altar raum. Hier offenbarte sich was ALina die ganze Zeit bereits befürchtet hatte. Sie befanden sich in einem Tempel Sharess. Er war zwar alt aber nichts desto trotz hatte jemand ein Sakrileg begangen für welches er Büßen würde. Das schwor sie sich. Auf dem Altar befand sich ein merkwürdiges Konstrukt. Die drei vermuteten das es sich dabei um die Fassung des erwähnten Steuerungskristalls handelte. Mit hilfe von etwas Weihwasser aus Straves Vorräten kanaliesierte Alina göttliche Energie in den Altar. Für eine echte Weihe fehlten ihr leider die Mittel. Sie spürte Dankbarkeit und die Verbundenheit zu Sharess wuchs.
In der Zwischenzeit hatten die anderen die Tore der Festhalle geöffnet und blickten jetzt hinab von dem fliegenden Tempel. Draussn fanden sie noch Unmengen an Kisten. Einige waren gefüllt mit Obst, aber die meisten enthielten Teile für Katapulte. Die Vermutung das jemand eine Fliegende Festung erschaffen wollte lag nah.
Da sich unsere Helden jetzt sicher waren das sie die letzten verbliebenen Lebewesen auf dem Tempel waren begannen sie die Evakuierung zu planen. Jenotus schlug vor das er einen nach den anderen nach unten brächte. und dann als letztes die Deva befreite, welche sich wegteleportieren könne. Alle waren einferstanden und während Jenotus mit dem Transportieren begann, machte sich Alina daran die Fesseln der Deva soweit zu lösen das Jenotus nur noch eines Handgriffes benötigte. Als auch Alina am Boden stand verhandelte Jenotus mit der Deva noch das sie sich um Fluutsch kümmern sollte und ihn zu einem guten Wesen erziehen sollte. Immerhin hatte er sich bisher bewiesen. In dem Moment als die Deva mit Fluutsch verschwand neigte sich der Tempel etwas mehr und Jenotus flog schnell zu den anderen.
Alina hatte inzwischen ihre Stiefel ausgezogen und genoß den brennend heißen Wüstensand zwischen ihren Zehen. Die anderen beobachteten wie sich der Tempel taumelnd dem fernen Gebirge näherte.
Nachmals untersuchen sie die gefundenen Schriftstücke. Ihr Ziel war klar. Calimhafen erwartete sie, und Derjeb Dschohan erwartete seine Strafe.
Das die Friedlichkeit auf den Straßen von Mintarn täuscht, sollte spätestens klar geworden sein, als sie Blinker kennengelernt haben. Ein Blick hinter die Kulisse könnte durchaus hilfreich sein. Es wird Zeit, nicht nur zu agieren, sondern auch zu reagieren. Der Kampf in der Arena war inzwischen vorbei und die Gäste in dem Kellergewölbe der Taverne zogen durch die angrenzende Kanalisation davon. Blinker der kurzzeitig verschwunden war, hatte man ihn doch in eine Kiste mit irgendwelchen Waffen gesteckt, nachdem man aus ihm Informationen rausprügeln wollte. Solche Dinge kannte er zwar schon, aber steckte er einer Klemme, er musste verdammt aufpassen was er tat, waren ihm der Ork und der Barbar mit den Tätowierungen nach wie vor nicht geheuer. Trotzdem war er in die Taverne zurückgekehrt und fand sich auch alsbald mit den beiden Grobschlächtigen Typen, von dem der eine der Gewinner seiner Gewichtsklasse war, des heutigen Abends war. Soviel hatte er mitbekommen. Doch war er auch ein Freund von Lukian. Nun hatten ihn die beiden entdeckt und würden ihn wieder verprügeln oder andere Dinge mit ihm machen. Er merkte gar nicht wie seine kleinen hageren Beinchen ihn in die über die unbehauenen Stufen in den Keller zur Kanalisation trugen, gefolgt von den Beiden aus der Taverne. Er kannte die feuchte und dunkle Umgebung der alten Abwasserkanäle wie seine Westentasche und so nutzte er jeden Vorteil aus, der sich bot um seine beiden Verfolger auf Abstand zu halten, aber auch soviel, das sie ihn sehen konten und er sie zu den Platz bringen würde. Nun lag es an ihm und verschwand in der Dunkelheit der Kanalisation von Mintarn, die noch einige Geheimnisse und Gefahren für die Gruppe parrat hatte.
Es waren einmal 2 Kisten …
sewer tunnel
An die ersten paar Stunden nach dem Turnier konnte Grumps sich nur verschwommen erinnern. Ob das an Cains Prügel im Finale gelegen haben mag, an dem Siegesrausch der ihn befiehl als er endlich realisiert hatte, das er den alten Meister besiegt hatte oder einfach nur an den Unmengen von Fusel den er sich im Anschluß reinkippte. Er wusste es nicht, war wohl eine Kombination aus allen 3. Irgendwie war er mit ner vollen Flasche Rum in der Küche gelandet und durchwühlte gerade Durgarods Vorräte. Nach was genau er da so fieberhaft gesucht hatte konnte er sich sich nicht mehr erinnern… Oh man, das gibt bestimmt wieder Ärger. Denn es ging dabei sicher wieder so einiges in die Brüche, und der alte ork kann sehr nachtragend sein wenns um seine Kücheneinrichtung geht. neben dem Chaos das er da angerichtet hat dürfte er aber auch einen ziemlichen Radau gemacht haben den plötzlich stand der riesenhafte Elf lachend in der Tür. Danach wurde es wieder dunkel. Doch anschienend hatten sie weitergetrunken und waren wohl mit Nachschlag wieder in den Keller gegangen um sich die Kämpfe der Schwergewichte anzusehen… Sie dürften da ne ganze Weile verbracht haben, dann als Grumpf mit ner frischen Flasche unterm Arm von der Taverne wieder nach unten kam, war sich bereits alles am leeren. Musste wohl schon gegen 5 Uhr morgens sein, denn schon wenig später standen der Ork und Totes Pferd alleine in der großen Gewölbehalle die als Arena diente. Es roch noch immer nach Blut Schweiß und Alkohl doch es war erschreckend ruhig geworden. Und dann ging alles ganz schnell. Irgendwoher war Blinker, der nervige Goblin wieder aufgetaucht und stand nun kichernd in der Tür die zum Abgang in die Kanalisation führte. Und genau wie ein paar Stunden zuvor verschwand er blitzschnell die Treppen hinunter als er bemerkte das Totes Pferd und Grumpf ihm auf den Fersen waren. Es war eine exakte Wiederholung von vorher, nur das diesmal die Kiste fehlte. Trotzdem hielten die zwei Verfolger vor der Treppe kurz inne und sahen sich an. Steckten die Erinnerung an das Geschehene ja noch tief in ihren Knochen. Grumpf allerdings schien was wirksames gegen böse Erinnerungen zu kennen, nahm nen kräftigen Schuck aus der Flasche, drückte sie totes Pferd grinsend in die Hand und stürzte sich die Stiegen hinunter. Totes Pferd zuckte verdutzt mit den Schultern, tat es ihm dann aber gleich und folgte dem Ork in die Kanalisation. Es war dunkel, nass und der Gestank stach bei jedem Atemzug. Natürlich war der Goblin nicht in einen der oft benutzten Tunnel im Süden die zum Hafen und ins Freudenhaus führten abgebogen sondern hatte sich zielstrebig richtung Norden in die verlassenen Teile des Abwassersystems aufgemacht. Der spärliche Schein der mit etwas Alkohol einem alten Fetzen und dem Oberschenkelknochen eines unglücklichen Vagabunden gebastelte Fackel reichte nur ein paar Schritt und so drosselte sie ihr Tempo um nicht blindlinks in eine Falle zu laufen. Trauten sie dem hinterlistigen Goblin doch jede Gemeinheit zu.
sewer rats
Vorallem hier unten, wo schon so manch einer sein leben gelassen hatte wie es aussah und so folgten sie den Geräuschen vor ihnen furch die Gänge bis ihnen plötzlich ein winziges Augenpaar entgegenleuchtete. Und noch eines. Es wurden immer mehr. Ratten! Grumpf und Totes Pferd blieben abrupt stehen, doch davon liesn sich die Nager nicht irritieren und strömten weiter auf sie zu. Aber nicht auf sie zu sondern vielmehr an ihnen vorbei. Es schien fast so, als würden sie vor irgendetwas davonlaufen. Gerade als Totes Pferd dem Ork sagen wollte er solle einfach nur ruhig stehen bleiben, fiepte es hinter ihm kurz auf. Der Blick zurück zeigte wie Grumpf verlegen versuchte den leblosen Rattenkörper mit dem Fuß von sich weg zu schieben. Der Elf konnte darauf nur den Kopf schütteln. Die anderen Ratten sahen das Ganze aber nicht so entspannt und stürtzten sich wie auf Kommando auf den Mörder. Während Totes Pferd versuchte das Spektakel zu beobachten und dabei aber den Gang vor ihm nicht aus den Augen zu lassen, hatte Grumpf alle Hände voll zu tun sich gegen die Biester zu erwehren. Sie waren plötzlich überall. Kletterten an ihm hoch, bissen ihn, liesen nicht locker. Grumpf warf sich auf den Boden und begann sich von links nach rechts zu rollen und mehr und mehr Ratten wurden unter dem massigen Orkleib zerquetscht. Totes Pferd, der sich mehr für den Gang als Grumpfs ausgeklügelte Kampftaktiken zu interessieren schien schnappte sich noch eine der letzten Ratten und warf sie in die Dunkelheit des Schachtes. Zu seiner Überraschung kamm der kleine Nager allerdings nicht wieder sondern dem dumpfen Aufprall folgte eine Art schmatzendes Geräusch bevor wieder totale Stille einkehrte. Er sah den Ork der gerade versuchte seine Körper von den an ihm klebenden Rattenteilen zu befreien an. Da war irgendwas. Irgendwas das Ratten frisst. Doch als er zurück zu dem Ork blickte, vergaß er jeglichen Gedanken an furchteinflüßedne, rattenfressened Monster, denn was er da sah mache ihm wirklich Angst. Grumpf saß am Boden ein kleines Bäumchen das hier unten in der Dunkelheit gewuchert war auf den Knien und begann die zumindest noch halbwegs unversehrten Rattenkörper an den Schwänzen an die Ästchen zu knoten. Totes Pferd schüttelte den kopf und erkundete bereits die nächste abzweigung als der Ork plötzlich hinter ihm stand. Aus unzähligen Wunden blutend, mit immer noch Überresten der zerquteschen Nager am körper kleben stanf er nun da, den kleinen Baum, an dem fast 2 Dutzend Rattenkörper hingen, lässig geschultert. Doch Totes Pferd kam nicht dazu zu fragen, was das denn schon wieder sollte, den in dem moment hörten sie Blinker keine 5 Schritt vor ihnen durch den Gang tappsen und leise kichern. Sofort setzten sie ihm nach nur um kurze Zeit später vor einem alten Bekannten zu stehen der leise schlürfend eine Treppe heraufgekrochen kam. Sackgasse! Gegen diesen Gegner war ohne magische Unterstützung nichts auszurichten. Vor ein paar Stunden erst waren sie nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Den Schlabberwürfel im Auge behaltend bewegten sie sich langsam zurück. Wie war Blinker nur an dem Ding vorbeigekommen? Und gerade als sie diesen Gedanken zu Ende gedacht haben hörten sie es hinter sich wieder kichern… Wie konnte das sein? Wie war er jetzt plötzlich wieder hinter sie gelangt? Es wurde ihnen langsam klar, das Blinker hier nur Spielchen mit ihnen spielte. Er lockte sie durch das Labyrinth der Kanalisation, immer nah genug um sie genau zu beobachten und in die richtige Richtung zu lotsen und immer weit genug entfernt nicht entdeckt oder gar geschnappt zu werden. Doch so wie es aussah, mussten sie diese Spiel mitspielen, zumindest wenn sie hoffen wollten den kleinen Kerl doch noch irgendwie zu schnappen. Und so folgten sie dem Goblin weiter, immer darauf Bedacht nach möglichen Fallen und weiteren Überraschungen ausschau zu halten. Nach einer gewissen Zeit hörten sie vor ihnen lautes plätschern. Und plötzlich wurde der Fackelschein nicht mehr von den modrigen Wänden reflektiert sondern sie sie sanden auf einer Art Ausleger in in einem großen Kreisförmigen Raum. Unter ihnen schimmerte dunkel die Oberfläche des schmutzigen Wassers. Es dürfte sich hier also um eine Art Auffang- oder Sammelbecken handeln. Plötzlich wurde die Wasseroberfläche unruhig. Irgendetwas schien sich auf sie zuzubewegen. Etwas großes. Doch noch bevor sie erkennen konnten was es war, ertöhnte ein fürchterlich schriller Schrei direkt unter ihnen. So grauenhaft, das Grumpf sich nur die Hande an die Ohren halten konnte und das Weite suchte. Totes Pferd, dem dieses Teenie Kreischen anscheinend weniger auszumachen schien (Elfen eben…) konnte unter sich ein unförmiges Ding erkennen das sich langsam die Wand zu ihm hochschob. Es war bedeckt mit unzähligen Augen und Mündern die alle in der selben hohen Frequnez zu schreien schienen. Doch als gerade seinen Säbel zog, blickte er wieder aufs Wasser und nun sah er was sich da so lautlos in ihre Richtung bewegt hatte.
sewer drake
Es war eine Art Drache, doch hatte er nichts von der Würde und vom Glanz der Drachen die Totes Pferd auf Geschichten kannte, sondern glich vielmehr einer einer korrupen Parodie dieser edlen Geschöpfe. Tentakel wuchsen aus seinem mit etlichen Auswucherungen übersähten Körper. Das lange Maul mit unförmigen masserscharfen Zähnen gespickt die in alle Richtungen standen. Der Dreck und die Abfälle der Kanalisation schienen förmlich an ihm zu kleben, es schien sogar so als würden sie ihn ihn hineinwachsen. Alles in Allem kein schöner Anblick und definitv ein plausiebler Grund für die Schreierei dieses anderen Ungetüms das unaufhaltsam versuchte die Wand zu erklimmen um dem Kackdrachen zu entkommen. Totes Pferd kam recht schnell zu dem Schluss, das es hier nichts mehr für ihn zu tun gab und machte kehrt. Als er versuchte zu Grumpf aufzuschließen, der immernoch panisch durch den Gang rannte, hörte er plötzlich wieder das bekannte Kichern von Blinker in einem engen Seitengang. Der Gang auf der anderen Seite dieses schmalen Tunnels schien sogar spärlich beleuchtet und so rief er Grumpf zurück, der sich zum Glück endlich beruhigt hatte und die zwei Hünen quetschten sich durch den engen Druchgang. Als sie ca. die Hälfte des Weges hinter sich hatten tauchte plötzlich die kleine Gestalt Blinkers am anderen Ende auf und schielte neugierig grinsend um die Ecke. Irgendwas war komsich an dem Goblin. Er schien über und über mit Wunden bedeckt, aber es waren alte Wunden. Kein Blut war zu sehen, es schien eher als würde das Fleisch von seinen Knochen faulen. Ein Auge hing lustlos aus der Augenhöhle doch auch dies schien in nicht im geringsten zu stören. War er etwa ein Untoter? Und die alles was Strave ihnen vorher erzählt hat wahr? Oder war das nur das Ergebniss eines Lebens hier in der Kanalisation – ein von Lepra und anderen Krankheiten zerfressener Körper?
blinker
Der Gang am Ende des Tunnels war tatsächlich spärlich beleuchtet. Vereinzelte, an den Wänden montierte Fackeln schienen den breiten Steingang aus. Die aufgeschlagenen Schädel in denen die Fackeln brannten warfen gespenstische Fratzen an die gegenüberliegende Wand. Von Blinker war keine Spur und so nahmen sich der Elf und der Ork die Zeit ihre selbstgebauten schon etwas heruntergebrannten Fackeln gegen neu auszutauschen. Als sie dann weiter dem Gang in dir Richtung folgten in die der Goblin verschwunden war zeichnete sich auch schon dessen Ende in einiger Entfernung ab. Ein großes vergittertes Rohr mündete in den breiten Gang in dem sie sich befanden. Und knapp darüber baumelte Blinker ungeschickt an einem Seil und kämpfte sich nach oben. Anscheinend schien es dort irgendwo weiterzugehen. Die Zwei legten einen Zahn zu doch je näher sie kamen, desto einfacher schien sich der Goblin plötzlich an dem Seil zu bewegen und hatte natürlich kurz bevor sie da waren, sein Zeil erreicht. Er stand nun kichern gute 3 Schritt über ihnen. Totes Pferd versuchte gerade ihn mit seinem Enterhacken von der Brüstung zu fischen, als von oben plötzlich mechanische Geräusche kamen. Es hörte sich an als würden Hebel umgelegt, Schleusen geöffnet und an Zahlrädern gekurbelt. Ein Blick nach oben verriet den 2 Recken auch sofort, was Blinker so geschäftig trieb, denn über ihnen schwebte ein ca. 3 mal 3 Schritt großer Eisenkäfig, der nun polternd auf sie herunter kam. Die zwei konnten gerade noch in Sicherheit springen nur um zu beobachten wie der Goblin anscheinend amüsiert über dieses Schauspiel freudig auf der Brüstung über ihnen hin und her hüpfte, wobei ihm langsam etwas aus der Tasche zu gleiten schien. Es Blinker es bemerkt, war es bereits zuspät und mit entsetztem Gesicht sah er dem dicken Buch auf seinem Weg nach unten nach. Totes Pferd, der langsam die Geduld mit dem kleinen Goblin, der nun garnicht mehr so neckisch sondern vielmehr verängstigt wirkte, zu verlieren schien war schon auf dem Weg aus den Käfig um diesen als Treppe auf die obere Plattform zu verwenden. Er hatte allerdings nicht damit gerechnet, das die Feuchtigkeit der Kanalisation den dicken Eisenstangen so zugesetzt hatte und fand sich somit, nachdem die Gitterstreben kurzerhand nachgaben im Inneren des Käfigs wieder. Grumpf der das beobachtete brach kurzerhand einfach 2 Gitterstäbe auf dem Käfig und schob sich ins innere. Während der Elf immer noch dem nun sichtlich nervösen Blinker drohte, fischte Grumpf das verlorene Buch hinter der gegenüberliegenden Gitterwand hervor. Nun lagen die Nerven des Goblins endgültig flach und er verschwand aufs Neue aus ihrem Blickfeld. Wieder waren Schaltgeräusche zu hören und in der Ferne erklang ein dumpftes Tosen als würden gewaltige Wassermengen auf sie zukommen. Totes Pferd hatte mit Grumpfs Hilfe gerade die obere Plattform erreicht, als die Wassermassen die mit gewaltigem Druck aus dem vergitterten Rohr traten den Käfig mit allem was sich darin befand mit sich rissen. Grumpf, der gerade noch die Hand des Elfen greifen, der ihn nach oben hievte bevor die Wassermassen auch ihn mit in die Dunkelheit gerissen hätten. Von Blinker war natürlich keine Spur mehr und so sahen die 2 sich erstmal um. Hier dürfte sich sowas wie die Schaltzentrale befinden denn es wimmelte nur so von Stellrädern Hebeln und Schaltern. Diese Ebene war hell erleuchtet und auch akustisch so konzipiert das der Schall von allen Richtungen hierher getragen wurde, als akustisches Feedback für den Schaltvorgang wahrscheinlich, denn all ihre Geräusche hallten ums vielfache verstärkt wieder. Sie nahmen sich hier auch mal die Zeit, das erbeutete Buch genauer unter die Lupe zu nehmen. Es handelte sich hierbei um eine Art Liste. Verschiedene Einträge wurden entweder in Rot oder in Schwarzer Farbe gemacht. Totes Pferd erkannt, das es sich dabei wohl um Name und Anschrift von verschiedenen Personen, sowie deren Herkunft handelte… All das sagte Grumpf wenig, um so größer sahs der Schock als Grumpf seinen Namen in roten Buchstaben gegen Ende der Liste entdeckte. Er kannte nicht viele Buchstaben, aber das war ganz sicher sein Name und das was da daneben stand sah aus wie die Anschrift von dem Loch in dem er für eine Zeit hier auf der Insel gehaust hatte, bevor er mit den ersten Kämpfen genug verdiente um sich was anständiges leisten zu können. Was ging hier vor? Sie beschlossen das Buch gut zu verstauen und sich dann weiter auf die Suche nach dem Goblin zu machen. Jetzt wollten sie Antworten. Doch von Blinker war nichts zu sehen und nichts zu hören. Sie folgten dem Gang ein Stück weit standen jedoch bald vor einer Sackgasse. Der Weg endete in einem bis zum Rand mit gefülltem stinkenden Kanal. Die Brühe trieb langsam westwärts. Grumpf begab sich nach anfänglichem Zögern in das fast 2 Schritt tiefe Wasser, kehrte aber sehr schnell zurück nachdem er keine weiteren Gänge gefunden hatte. Und so machten sie kehrt, passierten die Schaltzentrale und versuchten den Südlichen Gang. Auch dieser dürfte bis vor kurzem komplett unter Wasser gestanden haben, war nun aber begehbar. Höchstwahrscheinlich stammte von hier das Wasser, das die untere Ebene geflutet hatte. Nach einem kurzen Stück gab es dann links und rechts des Kanals wieder Gehwege, diese waren jedoch, wie sich bald herausstellte, über und über mit Fallen gespickt.
sewer map
Totes Pferd und Grumpf blieben deshalb einfach in dem trockengelegten Kanal und folgten ihm bis dieser in einem großen zisternenartingen Raum endete. Darin befanden sich eine gerade nach oben führende Leiter und das einfallende Licht, lies auf einen Ausgang an die Oberfläche vermuten. Weiters standen da eingehüllt in gewachstes Seegeltuch zwei große Gegenstände, die anscheinend mit angeketteten Steinen versucht wurden auf dem Grund des Wasserspeichers zu halten. Als sie vorsichtig die verschlammten Tücher entfernten kamen 2 Kisten zum Vorschein. 2 mit jeweils 3 Schlössern gut verschlossene Kisten. Irgendjemand wollte wohl um jeden Preis vermeiden das deren Inhalt gefunden wurde. Warum sonst sollte man so schwere Kisten auf dem Boden eines unterirdischen Abwasserspeichers versenken? Grinsend sahen sich der Ork und der Elf an, jeder mit einer Brechstande oder einem brechstangenähnlichen Gegenstand bewaffnet standen sie jeweils vor ihrer Kiste und mit zwei fast synchronen „Pling“ Geräuschen brauchen die ersten Schlösser. Wieder wurden die Brechstangen angesetzt und wieder verriet ein metallisches Knacken, das die schweren Vorhängeschlösser klein bei gaben. Jeweils noch ein Schloss und der Verlierer musste das Frühstück bezahlen…. Mit einem letzten Klirren sprang auch Grumpfs drittes Schloss auf während Totes Pferd damit zu kämpfen hatte auf den Beinen zu bleiben, hatte bei ihm doch die Brechstange nachgegen anstatt dem Schloss. Verärgert warf der große Elf das verbogene Metallstück weg und sah sich um. Unter all dem Müll, Schutt und Dreck der hier herumlag musste doch etwas brauchbares zu finden sein und tatsächlich fand er ein schönes langes Eisenrohr mit genau der richtigen breite um das Schloss aufzubrechen. Doch beim ersten Versuch tat sich nichts. Totes Pferd setzte mehr Kraft ein, ohne Erfolg, bis er sogar sein ganzes Körpergewicht einsetzte. Doch wieder gab der Hebel vor dem Schloss nach und Totes Pferd landete unsanft am Hosenboden. Grumpf betrachtete amüsiert das Spektakel. Dem Elf schien es nun allmählich zu bunt zu werden und er zog den schweren Schmiedehammer aus seinem Werkzeuggürtel. Eins, zwei, drei Hiebe… doch das Schloss hielt stand. Grumpf wollte anscheinend nicht länger warten und entschloss sich dazu seine Kiste nun zu öffnen, drehte sie aber absichtlich so, das Totes Pferd deren Inhalt nicht sehen konnte. Kurz darauf schloss er die schwere Truhe allerdings wieder und meinte zu dem Elfen der sich gerade wieder versuchte mit einem Stück Eisen an dem Schloss zu schaffen zu machen: “ Hey, Totes Pferd, kriegst sie nicht auf was? Also von mir aus können wir gerne Kisten tauschen. Die hier ist ja schon offen!“ Misstrausch sah der Elf den Orken an und wusste sofort was hier gespielt wurde. Aber um auf Nummer sicher zu gehen und nicht zuviel zu verschenken, hob er seine Kiste hoch um ihr Gewicht abzuschätzen. Allzu schwer war sie nicht. Er führe die Kiste zu seinem Ohr und begann diese zu schütteln, vielleicht konnte er ja so ausmachen was sich in der Kiste befand. Und Tatsächlich. Es hörte sich an wie das klimpern von Glas und dem Glucksen von Flüssigkeit in Glasbehältern. Das Brechen von mit Flüssigkeiten gefüllten Glasbehältern und dann das plötzliche Ansaugen von Luft und die darauffolgende Ausbreitung. Grumpf konnte gerade noch in Deckung springen, als die Explodierende Kiste Totes Pferd und nahezu den kompletten Raum in einen Feuerball hüllte. Es war der nassen Kleidung zu danken das dem Elfen nicht mehr passiert ist. Und gerade als der perplexe Elf den Mund auf machen wollte, fiel ihm Grumpf ins Wort .“Nein, vergiss es! Jetzt tausch ich sicher nicht mehr!…“ Woraufhin sich beide ihr Lachen nicht mehr verkneifen konnten. Als Grumpf dann auch noch das völlig intakte Schloss aus den Trümmern der Kiste zog, das immer noch brav verschlossen am Scharnier hing konnten die beiden nicht mehr. Seinen Unmut kund tuend warf Totes Pferd das widerspenstige Ding an die nächste Wand wo dieses mit einem leisen Bling in 1000 Stücke zerbrach…
Nach der Rückkehr an die Oberfläche machten die Recken sich sofort auf zurück zur Taverne, mussten sie doch jemanden vertrauenswürdigen finden der des Lesens mächtig war und ihnen half all die Dokumente, Briefe und Schriftrollen zu entschlüsseln die Grumpf in seiner Kiste gefunden hatte. Zuerst tat er es für wertlosen Unfug ab. Vielleicht die Liebesbriefe eines Adeligen der seine Frau betrog, oder Schuldscheine eines zu eifrigen Geschäftsmannes… aber als er plötzlich auf einem der Briefe Lukians Unterschrift entdeckte bekam er ein ungutes Gefühl. Er würde kein Auge zutun bevor er nicht wusste um was es in dem Schreiben ging…und ihm fiel Cain ein der Alte der ihm angeboten hatte während der Pausen in der Arena nicht nur neue Kampftechnicken, sondern auch die Kunst des Lesens beizubringen. Sie fanden Cain, angelehnt auf einer Bank vor der Taverne zum einbeinigen Basilisken sitzend, den ersten warmen Strahlen Sunes fröhnend. Er blinzelte mit einem Auge, die beiden „Wohlriechenden“ die sich ihm genähert hatten an. „Kein schlechter Kampf gestern, mein Bester, Ihr lernt schnell“ brach es aus ihm heraus. „Wie kann ich euch helfen?“ sprach er weiter und öffnete beide Augen, da nun Beide an ihn herangeteten waren und die Körper von Totes Pferd und Grumpf ihm Schatten spendeten. „….wie fühlt sich eure wiedererungene Freiheit an?“ fragte Cain weiter. Zögerlich, seiner Sache nicht ganz sicher, brachte Grumpf einen Brief zum Vorschein und entfaltete ihn. „Ah Ihr wollt nun doch das ich Euch das Lesen und Schreiben beibringe?“ Der Blick auf den Brief ließ den Alten erschüttern und er wurde bleich. Wo habt ihr diesen Brief her?
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