Die dreitägige Reise nach Nesme verlief ohne weitere Vorkommnisse. Schon von weitem sah man die Reiter der Stadt, wie sie die Wege um den Ort kontrollierten.
Nach einer kurzen Unterhaltung mit den Stadtwachen, die der Gruppe die Taverne ‚Zur Fackel‘ empfahlen, machte sich die Mannschaft auch gleich dahin auf den Weg.
Der Wirt, offenbar überrascht von so vielen Leuten – oder war es doch das Verhandlungsgeschick des Barden-, machte ihnen ein gutes Übernachtungsangebot. Einige bevorzugten ein Einzelzimmer, aber der Paladin, der Zwerg und die Gnomin machten es sich nachts im Gemeinschaftsschlafsaal gemütlich.
Davor jedoch trieb es manche in die Stadt.
So wurden nicht nur verschiedene Ausrüstungsgegenstände, wie Schuppenpanzer, Stiefel, Schilder oder Zauberstäbe gekauft, sonder auch einzelne Gebrauchsgegenstände wechselten hier den Besitzer.
Während andere Geld ausgaben, lag Pauley gemütlich in dem Bad der Gaststätte, Srisina suchte in dem nahen Hain nach Kräutern und Aramil konnte sich an den hübschen Frauen der Stadt nicht sattsehen.
Die Nacht selbst war wohl nur für Trixi und Ansker nicht sonderlich ruhig.
Als man sich am nächsten Morgen zum Frühstück traf um das weitere Vorgehen zu planen, tauchte der verschlafene und zermürbte Aramil auf.
Er bat die Gruppe um ein Gespräch.
Er teilte den Anwesenden mit, dass er schon seit Tagen mit ihnen reden wolle um endlich sein schlechtes Gewissen erleichtern wolle. Er wüsste, dass er falsch gehandelt hatte und würde sich jetzt hier in Nesme einem Gericht stellen wollen.
Sir Gerald war von dieser Idee mehr als angetan und als auch Ansker sich anschloss um seiner inneren Stimme nachzugeben, machte man sich sofort auf den Weg zum Gericht.
Etwas überrascht wurde dem Gesuch des Paladin, nachdem er die Geschehnisse dargelegt hatte, nachgegangen. Allerdings würde es etwa eine Woche dauern, bis die Gesannten der jeweiligen Völker ankommen werden.
Ansker und Aramil wurde es erlaubt die Stadt zu verlassen und so machten sich alle gleich im Anschluss auf den Weg in das Moor.
Anfangs lief alles ruhig und entspannt. Erst als Limaya etwas leises hörte kam Schwung in die Sippe. Nachdem sich alle umschauten und die meisten von ihren Pferden sprangen sahen sie die Trolle auf sich zu kommen.
Während Limaya verzweifelt versuchte sich in ihren neuen Schuppenpanzer zu zwängen, war es wieder Sir Gerald der sich todesmutig auf die Gestalten zubewegte.
Gut vorbereitet wie die Gruppe war, kam das Alchemistenfeuer schnell -und etwas unbedacht- zum Einsatz, da Trixi es leider an einem der Trolle vorbeiwarf.
Der erste der beiden Gegner ging relativ zügig zu Boden, allerdings hatte er wohl vorher schon um Hilfe gerufen, denn kaum war er „tot“ rannte ein weiter, noch größerer Troll auf die Gruppe zu.
Alle waren so beschäftigt, dass sie das Grollen hinter sich kaum wahrnahmen und erst als der Riese ein Stein nach dem neu angekommenen Feind warf blickten einige verwirrt auf.
Als der zweite Gegner am Fallen war wurden beide Leichen ans Feuer übergeben. Man wollte sich schon auf die Trolldame werfen, als der Koloss dieser mit seiner steinernen Keule den Gar ausmachte.
So verdutzt wie alle waren, und keiner so richtig wusste wie er nun handeln sollte, senkte der Gigant seine Waffe und sprach plötzlich auf Handelssprache mit den Reisenden. Er stellte sich als Kordan vor und lud die Gruppe in sein Lager ein.
Immernoch etwas perplex gingen alle mit ihm mit. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde konnte es der Barde nicht lassen und fragte den Großen nach ein paar Geschichten für seine neuen Lieder. Kordan teilte nicht nur großzügige Portionen seines Essen mit der Runde, sondern erzählte auch von sich und dem Moor. Aufmerksam wurden alle als der Gigant eine Höhle erwähnte, die scheinbar nicht alle betreten könnten.
Nachdem er zugesagt hatte, dass er die Gruppe bis dahin begleiten würde, kehrte etwas Ruhe ein.
Am folgenden Tag brachte Kordan die Abenteurer zum Eingang der Höhle…
Jurax und Drisinil standen vor zwei Vampiren. Amara wich zu einem Ende des Raumes und positionierte sich so, dass Sie die zwei anderen Vampire im Auge hatte. Knartsch kam durch kleinen Gang, welcher die zwei Türme verband und blickte auf den Grafen.
Ebenso hatte der Braune Wanderer sich dem Grafen zugedreht und legte einen Pfeil auf die Sehne seines Bogens.
Da Drisinil anfangs einen Vampir zu Staub hat zerfallen lassen, wand sich Jurax ebenfalls dem Grafen zu und provozierte Ihn verbal. Der Graf würdigte Jurax nur ein kleinen Augenblick, als Jurax Körper zu Silber wurde und somit macht sich der Mönch darauf, seinen Plan in die Tat umzusetzen. Er lief auf den Grafen zu, rutsche durch seine Beine hindurch, so dass er hinter dem Grafen von Zarovich zu hervorkam. Die Faust den Zwerge schnellte empor, griff den Schopf des Vampirs und zerrte ihn in einer Drehbewegung gen Boden.
Der Braune Wanderer hatte, bevor der Zwerg lossprinten konnte, dem Vampir mehrere Pfeile verpasst und sah, das dies kaum Auswirkung hatte. Also wurde der Bogen fallen gelassen, das Zweihandschwert gegriffen und es galt Messerarbeit zu vollrichten. Zwei Schwerthiebe trafen den Grafen, wobei nur einer eine Wunde verursachte. Nun merkte der Wanderer, das etwas an Ihm vorbeirutschte und sah Jurax im Rücken des Grafen stehen.
Drisinil zauberte eine kleine Aura, welche den Zwerg, den Mensch und Sie selbst moralisch im Kampf unterstütze. Alle drei merken wie Ihre Hiebe, Schläge und auch der Aufprall der Angriffe zielsicherer waren. Daraufhin murmelte die Drow in einer leiernden und dennoch leise rauschenden Sprache etwas und Ihr Schild blitze auf, blendete die vor Ihr stehenden Vampire. Im Anschluss wuchs die Klerikerin auf das doppelte Ihrer Körpergröße an und schwang Ihr nun großen Langschwert gegen einen der Vampire. Mit nur einem Angriff trennte Sie einen Arm und ein Teil der linken Schulter des Vampirs ab.
Die zwei alleingelassenen Vampire machten sich darauf in das Kampfgeschehen einzugreifen. Einer machte sich darauf die nun große Drow zu attackieren, der andere guckte Amara durchgehen an. In diesem Moment merkte die Elfin, wie Ihre geistigen Barrieren mit Gewalt aufgebrochen wurden und Sie hörte nur einen Satz, dem Sie wie ein willenloser Sklave Folge leistete: „Laufe die Treppe herunter!“.
Knartsch konnte von seiner Position aus erkennen, dass Drisinil einen Vampir niederstreckte und dieser im Fall noch zu einer glühenden Staubwolke zerfiel. Jurax kam, den Grafen am Schopf schleifend, an Ihm vorbeigelaufen und machte auf der Plattform mit dem fleischartigen Garten halt. Jedoch kurz bevor der Graf sich im Schlepptau versah, konnte der Halbling noch eine Weihwasserflasche auf den fürstlichen Vampir schleudern.
Kurz nachdem der Zwerg mit dem Grafen am Halbling vorbei kam, stand Herr von Zarovich auch schon neben dem Halbling und blickte Jurax an. Auch kam ein Vampir um die Ecke in den Gang gelaufen und machte vor dem Halbling halt.
Die Drow und der Mensch kümmerten sich derweil um die zwei, im Raum des Herzens, verbliebenden Vampire. Der Wanderer merkte, als Ihn einer der Vampire schlug, wie durch eine Unheilige kraft ihm die reine Lebensessenz entzogen wurde. Allerdings konnten die Untoten Gestallten den zwei Recken nichts entgegen stellen und somit waren auch Sie kurz darauf nur ein Aschehaufen. Somit wurde der Vampir, der nun Knartsch beharkte von drei verschiedenen Angriffen niedergestreckt.
Der Graf konnte dem Sonnenlicht und den Angriffen des Zwergen nichts ausrichten. Als jegliche tote Lebensessenz aus ihm gewichen ist, musste auch er den Naturgesetzten nachgeben und in einer Nebelwolke sein Unterschlupf aufsuchen.
Just in diesem Moment hatte Amara wieder klare Gedanken. Sie wusste nicht wie Sie in das Treppenhaus eines Turmes gekommen ist, lief jedoch zu dem von Ihr oberhalb liegenden Lärm.
Nach dem Kampf untersuchte Jurax die Splitter des Herzens. Sammelte sich, wie auch der Wanderer ein paar Glassplitter ein. Drisinil und Knartsch gingen die Treppe herauf, wovon die Vampire herunter gekommen sind, Amara und der Wanderer gingen gute 200m tief in das tiefste Gewölbe des Schlosses.
In der obersten Turmspitze fanden die Drow, der Halbling und der folgende Zwerge sechs Särge. In einem Sarg war ein Bastardschwert zu finden, wie auch ein kleiner dunkler Holzstab. Drisinil fand in einer Wand noch ein Portal und untersuchte dies. Nachdem das Duo im tiefsten Gewölbe sich vor einem Fallgitter stehen sah und das Trio im höchsten Raum des Schlosses den Raum untersuchten, vernahmen alle ein lautes Geräusch.
Ein knacken, brechen und knirschen. Ein pochen wie von einem Herzschlag. Es schien als ob die Welt einen steinigen Herzschlag entwickelt hat, der sich nach kurzer Zeit jede zweite Sekunde lautstark wiederholte. Nachdem Knartsch zur Plattform des Waldes, wie auch das Duo aus dem Keller auf den Schlossinnenhof gelaufen sind, sahen die drei dass der Wald in der Ferne verschwand und der fehlende Platz von Nebel eingenommen worden ist. Knartsch, Drisinil und Juarx beratschlagten sich, einigten Sich darauf das Grab des Grafen ausfindig zu machen und dann durch das Portal zu entfliehen. Auf dem Weg ins Gewölbe griffen sie das Duo auf dem Schlossplatz auf und alle machten sich auf gen Keller.
Nachdem dort einige Fallgitter, einige viele Krypten und Gänge im Laufen begutachten wurden, fanden Sie das Grab eines Sergei von Zarovich, wie auch von Barov und Ravenovia. Keines der zwei großen Mausoleen bot der Gruppe etwas, also suchten Sie weiter. Nach einer guten Handvoll weiter Ecken, Winkel und Krypten fanden Sie das Grab von Strahd von Zarovich. Sie demolierten seinen Bronzenen Sarg, kippten die im Raum stehende Statur auf seinen Sarg und versuchten den dort wabernden Nebel anzuzünden. Alles half nichts und zu guter Letzt fand Jurax einen Kochlöffel. Jedoch als Jurax diese silbernen Löffel aufnahm, hatte er Kurzschwert in der Hand. Der Rest des Kultes sah jedoch einen gewöhnlichen Kochlöffel.
Nachdem der Wanderer dem Mönch beweisen wollte, dass es sich um einen Kochlöffel handelte, lief der Kult zurück in einen der Gänge und untersuchten dort die Wände. Denn auf dem Weg zu den Krypten, hatten die zwei Elfen und der Zwerg dort irgendwas in der Wand vermutet, jedoch aufgrund des Zeitmangels diesem nichts Ernstes zugesprochen.
Keiner, bis auf der selbsternannte Führer der Gruppe, der Halbling, fand etwas. Der Halbling öffnete eine in Stein eingearbeitete Steintür. Alle rutschen den Gang herunter, fanden vor sich zwei Räume bei welchen der Bode mit Wasser bedeckt war. Im hinteren Raum wurde wiederum eine Geheime Tür im Stein gefunden, welche eine 15 – 20m tiefe Leiter beherbergte.
Am Ende der Leiter wartete eine völlig natürliche Kaverne mit vielen Stalagmiten und Stalaktiten auf die Recken.
Der Kaverne folgend fanden Sie einen komisch emporragenden Stein. Der Stein hatte eine Inschrift eingraviert, die Drisinil laut vorlas: „Nennt euer Gedenken und verhandelt.“
Nach guten 5 Minuten des Rätselns sagte Drisinil, dass der Stein in Ihren Gedanken meinte, Sie müsse jemanden Opfern damit die Unsterbliche Verbindung des Grafen aufgehoben werden kann. Knartsch bot sich an das er sich opfere, jedoch wurde dies von der Gruppe sofort unterbunden.
Der Kult rätselte, diskutierte und probierte herum. Währenddessen meldete sich die Ratte des Halblings mehrmals, welche im Erdgeschoss zurück gelassen worden ist um zu berichten, ob die Risse in dem Schloss sich vergrößerten.
Sie meldete sich dreimal und berichtete jedes Mal, dass die Risse so groß wie Sie selbst seien und auch mehrere sich bildeten. Jedoch maß Knartsch dem nicht viel bei und sagte der Gruppe erst, nachdem vierten melden der Ratte, das es vielleicht doch sinnvoller wäre nun doch das Portal aufzusuchen. Die Worte der Ratte hallten in seinem Schädel noch nach: „Risse, risse überall. Groß wie ich. Steine fallen runter.“
So dann machten sich alle darauf und liefen ins Erdgeschoss. Dort sahen Sie dass die Situation Lebensgefährlich war. Überall brach Stein, die Wände und Decken kamen herunter. Nichts stand und lag mehr dort wo es hingehörte und der Weg von einem Ort zum anderen war mehr als ein gefährlicher Parcours. Dort merkte auch Knartsch, dass die Meldungen der Ratte doch brenzliger waren als er gedacht hätte.
Der Wanderer wollte gar nicht fliehen. Denn dies war ja alles gar nicht die Wahrheit, sondern nur Einbildung. Also setzte er sich in den Schlosshof, sah dass das Schloss kurz vor der völligen Zerstörung Stand und Drisinil rief ihm noch zu: „Entweder Ihr kommt zu Sinnen und springt durch das Portal, Hoffnung auf Rettung und Leben oder nehmt gegebenenfalls den Tod durch den Einsturz des Schlosses in Kauf!“ Jurax würgte den Wanderer zur Bewusstlosigkeit und trug Ihn mit Amara hinauf zum Portal. Die Drow und der Halbling warteten schon mit Schweißperlen auf der Stirn.
Alle sprangen durch das Portal.
Auf der anderen Seite wurden Sie mit der Sonne und frischem Gras im Gesicht geweckt. Eine leichte warme Briese verwehte jedem sein Haar und schmeichelte der Haut. Ein paar Vögel waren zu hören, ebenso das Rauschen als der Wind durch das höhere Gras pfiff.
Gerade vor, in einigen Meilen entfernt, war ein Wald zu sehen. Im Rücken gab es ein kleineres Gebirge. Amara führte die Gruppe an, geleitete jeden schnurstracks in Richtung Wald.
Dort angekommen waren zwei riesige Schreckensbären zu sehen, die eine mobile Palisade und Gerätschafften zum Bäume fällen angriffen. Ebenso zog heißer wie auch fauchender Feuersturm herauf, der anscheint von einer katzenhaften Frau ausging. Die Frau war in eine schwarze mit Spitzen versehene Vollplatte gerüstet, neben ihr schwebte ein großer Holzschild. Dieser Schild war ebenfalls schwarz und hatte viele Spitzen an der Außenseite.
Plötzlich kam eine Scharr von 7 Menschen angeritten und hatte die Katzenfrau im Visier. Der Feuersturm ebbte ab und eine große Dornenhecke umfasste alle 7 Pferde. Kurz darauf entbrannte eine Diskussion zwischen Menschen und Frau. Es ging um irgendwelche Wölfe und dass der Wald abgeholzt werden solle, damit neue Häuser in der Stadt gebaut werden konnten.
Die Bären hatten indes alles zerstört, jedoch wie der Sturm so haben auch sie jegliche Menschen ignoriert und verschont. Auch löste sich die Hecke auf, die Pferde galoppierten davon und ein Mensch sagte noch: „Das werdet ihr büßen!“
Die Frau Schritt in Richtung Wald, verschwand und der Kult machte sich daran sich ein lauschiges Plätzchen zur Rast zu suchen.
Das Geheimnis des Hug Sturmbrechers (1/3) (The Outbreaks)
Die gefundenen Aufzeichnungen von Totes Pferd und Grumpf, in der Kanalisation von Mintarn, bringen endlich Licht ins Dunkle. Endlich ergeben die Dinge wie sie passieren und was sich dahinter verbirgt auch Sinn. Wenn man den Aufzeichnungen glauben schenken darf, steckt hinter dem Ganzen ein perfider Plan, eines scheinbar verrücktgewordenen Alten, dessen Macht sich weit über die Grenzen von Mintarn zu erstrecken scheint. Die Antwort auf alle offenen Fragen könnte der alte Seebär Hug sein, oder besser gesagt sein Geheimnis. Doch wo steckt er?
Ein müder Krieger…
Er wollte nur noch ins Bett! Cain hatte ihnen die Dokumente vorgelesen und war dabei sichtlich aufgeregt. Ihn dürfte der Inhalt absolut nicht kalt lassen, aber Grumpf ging das alles grad am Allerwertesten vorbei. Ja, es ging um seinen Freund, wahrscheinlich sogar um die meisten seiner Freunde und auch um die die er weniger leiden konnte. Irgendwie schien die Geschichte Alle hier zu betreffen, stand er ja sogar selbst in roten Lettern in diesem komischen Buch. Doch er war nun seit über 2 Tagen wach und deshalb würde er erstmal eine Runde schlafen gehen.
Ein Krug Wasser riss ihn aus der sanften Umarmung des Schlafes. Gefühlt war er gerade erst eingeschlafen. Er spürte Wut in sich hochsteigen, doch als er langsam ein Auge öffnete und in das Gesicht des unsicher wirkenden Thoringal blickte, schwang diese Wut plötzlich in Heiterkeit um. Er wusste nicht wieso, doch der Anblick des bärtigen Zwergen, der mit beiden Händen den Wasserkrug umklammerte brachte ihn zum schmuntzeln. Neben ihm standen Cain, Totes Pferd und ein Kaputzenträger, denn er bis dato noch nicht hier gesehen hatte, der sich aber sogleich als Anskaviat, von Cain angeheuert, vorstellte. Sie hatten beschlossen den Hinweisen wie sie eindeutig aus den Dokumenten hervorgingen zu folgen und als erstes Frau Weber aufzusuchen. Um nicht zuviel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und vorallem weil Grumpf so gut es geht versuchte der Sonne auszuweichen, benutzten sie die unterirdischen Gänge um ins Hafenviertel zu gelangen, wo sie nicht unweit des Moradin Tempels wieder an die Oberfläche kamen. Thoringal konnte seine Verwunderung, solch filigrane Zwergenarbeit wie sie das Bauwerk und die etlichen Statuen innehatten, hier auf der Insel zu finden, kaum unterdrücken und während er noch über das handwerkliche Geschick der Exilzwerge staunte, staunte der Rest über eine Unterhaltung zwischen dem Tempelvorsteher und ein paar Zwergen die sie zufällig mitbekamen. Anscheinend waren sie nicht die einzigen, die etwas von den seltsamen Vorfällen auf der Insel mitbekommen haben. Der alte Zwerg versuchte eindeutig seine Schäfchen von der Insel zu schaffen und das auf schnellstem Wege, da sogar von einem Portal die Rede war. Mit den Tatsachen konfrontiert wirkte der Vorsteher sichtlich angespannt, wenn nicht sogar verängstigt. Konnte die Gruppe aber immerhin in ihrer Vermutung darin bestätigen, das hier etwas ganz gewaltig stank. Denn seit ein paar Wochen verschwanden spurlos Leute von der Insel und es kam zu fragwürdigen Hinrichtungen und dahinter steckte anscheinend niemand geringerer als der Berater von Tarnheel Embuirhan höchst persönlich. Viele Bewohner versuchten deshalb die Insel so schnell wie möglich zu verlassen und das war genau der Punkt wo Melisa Weber und Hug Sturmbrecher ins Spiel kamen. Sie verhalfen Leuten zur Flucht von der Insel. Fanden sie Sie, fanden sie auch die Vermissten und damit Lukian so hoffte Grumpf und darum drängte er den Rest der Gruppe nun endlich weiter. Geduld war noch nie eine seiner Stärken gewesen.
assassine
Doch als Anskaviat sie in die Webergasse, in der Melisa ihr Geschäft lag, führte, bekam er gleich ein ungutes Gefühl. War es ihm doch viel zu ruhig in der schmalen Gasse in der sonst so geschäftiges Treiben herrschte. Es stellte sich aber bald heraus, was der Grund dafür war. Alle Türen und Fenster in der Gase waren verbarrikadiert. Dicke Brette verdeckten jeden Blick ins Innenleben. Es roch gewaltig nach Hinterhalt, doch zu sehen war nichts. Als Anskaviat dann die Tür zu Fr. Webers Haus öffnete und Grumpf eintrat, rasselten auch schon die ersten Bolzen auf sie nieder. Assasinen dürften sich auf den umliegenden Dächern verschanzt haben und setzten den Trupp schwer unter Beschuss. Cain der sich gegen die Hauswand drückte um den Armbrüsten der Meuchelmörder kein Ziel zu bieten starrte plötzlich auf eine 2 Fuß lange Klinge die aus seinem Brustkorb ragte. Eine Sekunde später wurde das Langschwert auch wieder durch den Holzverschlag des Fensters zurück ins Haus gezogen. Blut rann dem alten Mann aus seinem Zahnlosen Mund, als er mit fragendem Blick zusammenbrach. Thoringal ging sofort hinter seinem Schild in Deckung und schirmte damit so gut es ging auch Anskaviat ab, der an einem Blozen, der Hinter ihm ins Haus einschlug erkannte, das diese wohl irgendwie vergiftet waren. Grumpf suchte Schutz im Haus von Frau Weber, wurde aber auch dort schon von 2 Assassinen erwartet. Die erste Gegenoffensive startete Grumpf der sich, von einem Bolzen getroffen und unsicher wie lange er sich noch auf den Beinen halten konnte, auf die zwei Gegner im Inneren des Hauses stürzte. Als der zweite von ihnen zu Boden ging setzte auch die Wirkung des Giftes ein und der große Orks sank in sich zusammen. Draußen bot sich ein ähnliches Bild. Anskaviat, der auch von einem Bolzen getroffen wurde lehnte bewegungslos an einer Hauswand, während Thoringal versuchte ihn und sich selbst mit seinem Schild zu schützen. Totes Pferd konnte die Wirkung des Gifts durch einen Trank verlangsamen, war dann aufs Dach geklettert und setzte den 2 Assassinen dort oben mit seiner Machete ordentlich zu. Kurz nachdem auch diese 2 nieder gemacht wurden traf Sandrose schwer atmend ein. Anscheinend war sie den ganzen Weg von der Taverne hierher gerannt. Als sie Cain so blutüberströmt am Boden liegen sah und nur noch seinen Tod feststellen konnte stieg Wut in ihr hoch. Gemeinsam mit dem Zwergen stürmten sie das anliegende Haus und suchten nach dem Assassinen der den alten Mann so feige hinterrücks niedergestreckt hatte. Doch von ihm war keine Spur. Als sie wieder auf die Straße traten stand plötzlich Sana mit einem alten Bekannten im Schlepptau vor sich stehen.
Narael Blackhand
Die kleine Elfe mit ihrem großen Wolf trieben den armen Narael Blackhand, den die zwei sofort aus der Arena wieder erkannten, vor sich her. Sana dürfte ihn allerdings aufgrund seiner dunklen Kleidung und der tief ins Gesicht gezogenen Kapuze wohl auch für einen der Auftragskiller gehalten haben. Doch er kam wie gerufen, war er doch ein Fachmann auf dem Gebiet der Gifte und Toxine und so dauerte es nicht lange bis er unter der Vielzahl an Fläschchen und Phiolen, die die Assassine bei sich trugen, das Gegengift ausmachen konnten und so dauerte es nicht lange bis Anskaviat und Grumpf wieder auf den Beinen waren. Gemeinsam betrachtet sie den leblosen Körper Cains. Wer auch immer hinter dem Anschlag steckte. Er hatte ein Zeichen gesetzt. Nun war es an ihnen darauf zu reagieren und ihnen war klar es gab nur eine passende Antwort darauf. Sie mussten ihrerseits ein Zeichen setzen! Sie durchsuchten die Räume der Schneiderei und fanden unter anderem einen Geheimgang, unter einem Raum, durch Sana´s Hilfe. Welchen Weg würden sie einschlagen die Zeit drängte. War die Schneiderin am Leben, wenn ja dann würde ihr bestimmt ein Ende gesetzt werden, um die Spuren zu verwischen und drauf verstanden sich ja immerhin ihre Angreifer. Sie schauten noch einmal auf die gefunden Karte, die ein Assassine bei sich getragen hatte und mussten nun eine schwere Entscheidung treffen.
Es hatte einer langen und erbitterten Diskussion bedurft, die unsere Helden auszutragen hatten, bis man sich einig wurde, ob und wann und schlussendlich auch wie man sich der Gegner in der Festung annehmen solle. Sollte es ein Frontalangriff werden? Oder eher geheim und mit Hinterhalt von dem Geheimeingang aus, nach dem Fergus Ausschau gehalten, den jedoch der Magier Blackjack längst, in den in seinen zuvor durchgeführten Erkundigungen in der Festung, auf einer Karte lokalisiert hatte.
Man beschloss schlussendlich eine facettenreiche Strategie. Während Fergus, Elias und Leorinor zuerst aufbrechen und sich durch den Geheimgang einen Zugang in die Festung erlangen wollten, sollte der Rest der Truppe ihnen eine gewisse Zeit Vorsprung lassen, um dann den Angriff frontal zu starten. Wobei auch hier der Magier Blackjack eine große Rolle spielen würde. Derweil zog der junge Gestaltwandler Lylian seine Kreise als Adler über der Festung und achtete auf Veränderungen und hielt sich bereit, um seinen Mitstreitern Warnungen mitzuteilen und im Kampf einzugreifen, wo er gebraucht wurde.
So geschah es dann, dass die drei mit der höheren Chance sich leise durch den Geheimgang anschleichen zu können, aufbrachen und durch den Brunnen sich hinabseilen ließen. Der Brunnen war trocken und so konnten sie dem Gang folgen, der in Richtung der Festung führte, während Elias in der Mitte der kleinen Gruppe ihnen mit der Fakel den Weg erhellte. Nach einiger Zeit stießen sie auf eine steinerne Tür. Eine Falle sicherte diese. Da war sich Fergus sicher. Aber egal was er tat, er fand keine. Er war sich nur sicher, dass Wassermassen sie ertränken würden, wenn sie diese auslösen würden. Langes Tüfteln und Knobeln brachte nichts. Elias‘ Zurufe zunächst ignorierend war er am suchen. Doch als er sich schlussendlich doch umdrehte, erblickte er durch seine aktive magische Sicht einen geheimen Durchgang an der Wand, mehrere Schritte hinter ihnen. Eine Illusion verbarg diesen. Zu diesem trat er dann und verschwand in der Wand. Die anderen beiden folgten ihm und so konnten sie ihren Weg fortsetzen.
Auch hier lauerte jedoch eine Falle auf sie nach wenigen Schritten. Mehrere Klingen würden ihrem Leben trachten, wenn sie diese auslösen würden. Mit Elias‘ Handarmbrust gelang es aber Fergus, den Mechanismus mit dem Hebel auf der anderen Seite der Falle zu deaktivieren. Die Steintür vor der sie dann schlussendlich standen, war mit steinernen Fischen und einem Kraken als Abschluss verziert. Auch hier spürte jeder der drei auf seine Art, dass eine weitere Falle auf sie lauerte. Schlussendlich war es dann Elias, der durch seine Magie erkannte, dass die Fangarme lebendig werden und Eindringlinge angreifen würden. Nur wie sollten sie diese Falle entschärfen? Im Maul des Kraken ruhte die Lösung. Ein Mechanismus, der auszuschalten sei. Fergus‘ Aufforderung, dass Leorinor dies doch bitte tun sollte, wurde von diesem, die mögliche Gefahr erahnend, entschieden abgelehnt. Elias schob schlussendlich – von seinem kleinen Drachen mental gewarnt – das untere Ende der brennenden Fackel vorsichtig in das Maul… und es zeigte sich, dass Leorinor weise gehandelt hatte, in dem er es verweigert hatte. Denn kaum, dass die Fackel etwa zwei Handbreit in dem Maul des steinernen Kraken war, schnappte dieser zu und Elias hielt eine nun deutlich kürzere Fackel in der Hand. Aber sie hatten auch diese Falle entschärft und die Tür konnte geöffnet werden.
Leorinor wurde von Fergus in den folgenden Raum reingeschubst, während Fergus und Elias nach ihm hinein gingen. Wenige Stufen führten die drei in einen halbkreisförmigen Raum, mit zwei Sarkophagen, die Risse aufwiesen und auf denen je ein Skelett lag. Zur Rechten führte eine Treppe weiter hinab. Ein Singsang war daraus zu hören. Und nur Elias hörte die Stimme des Drachen erneut, die ihn davor warnte, dass es nun deutlich gefährlicher wurde, da sie sich der Meerhexe näherten.
Ungefähr zu der Zeit bereitete sich Rohan, der Paladin, mit der Besatzung des Schiffes, sowie Kapitän Drake, Madame Fley und dem Magier Blackjack auf den Angriff vor. Sie hatten den dreien genug Zeit gegeben. Nun galt es endlich den von dem jungen Paladin lang ersehnten Angriff auch umzusetzen. Die Gruppe, dicht zusammengedrängt, wurde von dem Magier Blackjack auf eines der Türme der Festung teleportiert. Die drei Gnolle, die dort Wache gehalten hatten, konnten, dank des turbulenten Ehrgefühls eines Paladins, nicht hinterhältig bewältigt werden, als der glorreiche Ausruf „Dreht euch um, auf dass ich euch von Angesicht zu Angesicht töten kann!“ über die Festung hallte. Doch trotz des verpassten dezenten Angriffs, waren die Wachen zu arg überrascht, um nicht in kürzester Zeit bekämpft zu werden. Zwei wurden von dem Turm geworfen, der dritte wurde von dem Paladin verletzt und sprang schlussendlich sogar freiwillig vom Turm.
Lylian sah nun die Zeit des Angriffs gekommen und landete auf dem Dach des Hauptgebäudes der Festung, wo er zunächst nicht weiter auffiel. Von dort konnte er in Ruhe seine Zauber wirken, um die Truppe zu unterstützen. Und das setzte er auch sogleich um, in dem er in dem Hof der Festung einen Schwarm Fledermäuse beschwor, welche die Wachen dort angreifen und ablenken würden. Diese erschienen auch wenige Augenblicke später und griffen einen der drei Gnolle im Hof an. Ein zweiter Gnoll machte sich daran, die Fledermäuse anzugreifen und verletzte dabei seinen Kameraden ordentlich mit.
Derweil zeigte sich der Magier Blackjack erneut als nützlich, als er Rohan, Madame Fley, und Kapitän Drake mit einem weiteren Zauber zum Hof hinabsinken ließ und kurz darauf ein mächtiger Feuerball von seinen Händen in den gegenüberliegenden Turm krachte, der diesen sogleich in Flammen stehen ließ. Außerdem hatte er auch Rohan durch seine magische Kraft an Wuchs zunehmen lassen, dass dieser nun mehr als drei Köpfe größer war als alle anderen um ihn herum und somit im Kampf deutlich kraftvoller zu Werke gehen konnte. Dieser Kampf ließ nun auch im Hof der Festung nicht lange auf sich warten, da auch die drei Gnolle auf der Brücke in den Hof gerannt kamen. Während Rohan, Madame Fley, und Kapitän Drake tapfer kämpften, sank die Dame in der Runde von zwei Speeren getroffen zu Boden.
Aber wenden wir uns dem zu, was in der Zwischenzeit unter dem Kampfgetümmel in den Tiefen der Festung geschah, denn die Treppe hinab führte Fergus, Elias und Leorinor in einen langen Gang, der ungefähr in der Mitte rechts und links jeweils eine Tür hatte. Fergus gab auch hier an, was geschehen sollte. Während er sich der rechten Tür annehmen wollte, verlangte er, dass Leorinor sich der linken widmen sollte. Elias sollte den Gang weiter absichern. Eine befremdliche Szene offenbarte sich hier den dreien. In der Mitte des Raumes sah man nämlich ein rundes Gitter auf dem Boden, aus dem Tentakel sich heraus wanden. Um das Gitter herum standen zehn Gestalten in Umhängen mit Kapuzen. Der Singsang der schon von oben zu hören war, kam nun von eben diesen Gestalten, die ein Ritual durchzuführen schienen.
In dem Wissen, dass es sich bei Leorinor um eine sehr realistische Illusion handelt, packte dann Fergus diesen und stieß ihn in den Raum hinein und schloss die Tür hinter ihm wieder. Dieser stolperte also in den Raum und sah nicht nur dieses Ritual, sondern auch sich selbst. Er lag auf eine Art steinernem Altar bewusstlos da. Ein Gedankenschinder hatte seine Tentakel an seinem Haupt festgesaugt. Das ganze sah nicht sonderlich gesund aus.
Dieser Anblick war in der Tat entsetzlich für den armen Mondelfen. Ein tiefer durchdringender Schrei brach aus ihm. Die seelische Belastung dieses Anblicks war einfach zu viel für ihn.
Derweil ging die andere Tür auf und eine Frau trat heraus, die leicht bläulich schimmerte. Sie trug ein Gewand und eine hohe Haube. Ein Amulett fiel auf ihrer Brust auf. In der einen Hand hatte sie einen goldbeschlagenen Stab, an dessen oberem Ende lebendige Tentakel sich wanden. Sie regte ihre Lippen zu dem Singsang, der aus dem Nebenraum zu hören war. Sie begrüßte beiden mit den Worten „Schön schön schön. Ihr habt den Weg zu uns gefunden.“ Doch diese an sich freundliche Begrüßung war den beiden nicht geheuer. Immerhin hatten sie es eindeutig mit der Meerhexe zu tun. Elias ging sofort in den Angriff über und wirkte seine ihm gegebene Magie, um sie mit arkanen Geschossen zu treffen, die nie ihr Ziel verfehlten. Man konnte sehen, dass diese ihr Schmerzen zufügten, aber sie brachten sie nicht einmal dazu, den Singsang zu unterbrechen. Auch die Angriffe von Fergus blieben ohne größere Folgen für sie. Und sie blieb sogar ruhig, ließ sich nicht dazu verleiten, selbst die Helden dieser Geschichte anzugreifen.
Eher fragte sie verwundert, warum die beiden sie angreifen würden. Elias warf ihr daraufhin vor, dass sie ja das Schiff gekapert hätte und es zu vielen Toten geführt hatte. Sie warf ihnen vor, dass sie Naki getötet hätten. Scheinbar würde diese Diskussion keine der beiden Fronten weiterbringen. Dafür wollte die Hexe nun Informationen von den beiden. Informationen über die Vorkommnisse in Baldurs Gate, denen ja nur Elias beigewohnt hatte. Da der ergrimmte Elias diese nicht offenbaren wollte, begann sie auch zu drohen.
Und was tat Fergus in diesem Moment? Er wusste ja nichts von den Geschehnissen in Baldurs Gate. Also was tun? Nachdem er der Hexe offenbart hatte, dass er von dem nichts wisse, verabschiedete er sich höflich und ging. Elias stand nun allein der mächtigen Hexe entgegen.
Lasst uns in diesem spannenden Moment doch einen Blick nach oben werfen, die wie tapferen Kämpfer sich so schlugen. Und sie schlugen sich sogar sehr gut. Der Kampf verlief eindeutig zu Gunsten der Angreifer der Festung. Eine Schreckensfledermaus hatte der junge Druide noch herbeigerufen, welche im Kampf vernichtende Schäden gegen die Feinde hatte erzielen können. Auch Rohan war mit seiner Größe sehr kraftvoll und effektiv gewesen. Nun schritt dieser zu der Tür, die scheinbar in das Innere führte. Vorsichtig öffnete er diese und stellte sicherheitshalber seinen Fuß davor, damit keiner sie aufreißen und sie überraschen konnte. Aber was da nun doch durch die Tür gestürmt kam, ließ sich freilich so nicht aufhalten. Es war ein imposanter Minotaurus, der schnaufend und brüllend in den Hof rannte. Die Schreckensfledermaus war die erste, die den Angriff auf das Wesen ergriff, da kein weiterer Gegner zu sehen war. Doch sollte diese eher dem Minotauren zum Opfer fallen, der ihr einen Flügel ausriss. Doch der tapfere Paladin rächte in seiner immensen Größe was der Schreckensfledermaus widerfahren war und zerteilte den Minotaurus mit einem kräftigen seitlichen Hieb in zwei Teile. Die letzten beiden Gnolle ergriffen dabei nun panisch die Flucht. „EINS“ war dann mit einigen aus der Besatzung ebenfalls auf dem Weg nach unten.
Und wie stand es nun um den armen Elias, der allein der mächtigen Meerhexe gegenüberstand? Er versuchte, ruhig zu bleiben und die Situation irgendwie in den Griff zu bekommen. Sein kleiner Drache sprach erneut zu ihm und gab ihm einen entscheidenden Hinweis. Hinter der Hexe befand sich ein magischer Dolch, der der Hexe gefährlich werden könnte. Er bräuchte nur diesen zu ergreifen und sie damit anzugreifen. Elias wog seine Chancen ab und blendete die Meerhexe mit Magie, um sich dann unsichtbar zu machen und an ihr vorbei zu preschen in den Raum, in dem sich der Dolch befand. Ein befremdlicher Anblick tat sich ihm auf. Er sah ein Buch, das aufgeschlagen dort auf einem Pult lag. Darüber schwebte ein Auge, das scheinbar darin las, und Tentakel waren damit beschäftigt, die Seiten umzublättern. Und nicht nur das.. tatsächlich war da auf einem Podest ein reich verzierter Dolch. Als Elias jedoch den Kopf erhob, sah er recht weit oben im Raum auf einem Podest entlang der Wand unzählige Glasbehälter. Dem nicht unähnlich, den er hatte in dem Turm mitgehen lassen, mitsamt dem Inhalt, der zu leben erwacht und zu seinem Begleiter geworden war. Und auch der Inhalt dieser Behälter war gleich. In jedem dieser Glasbehälter war ebenfalls ein kleiner Drachen zu sehen. Elias eilte zu dem Dolch und wollte diesen holen. Doch eine unsichtbare Schutzbarriere hielt ihn davon ab, so dass er zurückprallte. Schlussendlich war es erneut der Drache, der aktiv wurde und nach einer mentalen kurzen Konversation den Dolch Elias brachte. Dieser war derweil andere Möglichkeiten am abwägen, seit er den Anblick der vielen Drachen gesehen hatte. Er wollte wiederholen, was ihm bereits einmal gelungen war.
Und wieder wollen wir schauen, was Elias‘ Kumpanen derweil erlebten. „EINS“ und die anderen begegneten in dem Gang schlussendlich Fergus, der weiterhin auf dem Weg in die Geborgenheit der Freiheit war. Der Anblick von Fergus ließ sie natürlich aufmerksam werden. Auf die Frage, wo denn die anderen waren, antwortete er jedoch nur, dass er das nicht wisse und zog seiner Wege. Sie folgten nun dem Gang in Sorge und voller Aufmerksamkeit, was auf sie lauern möge, da Fergus kaum eine Hilfe gewesen war.
Diesmal wollen wir auch endlich nachsehen, wie es dem armen Leorinor ergangen ist in all der Zeit. Dieser war in einen steten Kampf mit dem Gedankenschinder verwickelt, seit dem er aus seiner Trance hatte erwachen können. Sein Wille, endlich diesen mentalen Fesseln zu entkommen, war stark, doch der Gedankenschinder ließ ihn nicht so einfach frei. Jeder klare Gedanken und jeder Kraftakt gen Freiheit wurde immer wieder von diesem Wesen zunichte gemacht wurde, so dass der arme Mondelf erneut in die geistigen Fesseln zurückgerissen wurde. Der Kampf schien eine Ewigkeit zu dauern. Nur einmal gelang es ihm, von dem Gedankenschinder zu befeien. Diese kurze Phase der Freiheit hatte er genutzt, um zu prüfen ob die Kultisten während ihrer rituellen Gesänge bei Sinnen waren. Noch während er feststellte, dass sie es nicht waren, griff ihn der Gedankenschinder erneut mit seiner geistigen Kraft an. Und das brachte dann den armen Mondelfen wieder dazu, sich „freiwillig“ auf den Altar zu legen.
Elias‘ Situation auf der anderen Seite des Ganges war hingegen eine völlig andere. Denn die Meerhexe war, während der Dolch geholt wurde, noch immer selbstsicher und ließ sich auch von dem Dolch nicht aus der Ruhe bringen. Sie hatte in der Zeit Elias zwei Optionen gegeben, wie er all das hier durch seine Kooperation überleben könnte. Entweder sollte er als Spion fungierend nach Baldurs Gate reisen oder zu ihrem Auftraggeber geschickt werden.
Keines der beiden Alternativen sagte Elias zu. Eher war er dabei eine eigene Alternative zu dem Dolch abzuwägen, da er der Hexe nicht zu nahe kommen wollte, obwohl der Drache ihn anfeuerte, anflehte, anschrie und jammerte, dass er endlich mit dem Dolch zustoßen solle, weil das die einzige Möglichkeit wäre, die Hexe zu vernichten. Schon hatte Elias aber die Schriftrolle in der Hand, die den Nekromantiezauber enthielt, mit dem er seinen kleinen Drachen erweckt hatte. Kaum, dass er den Zauber daraus gesprochen hatte, tat sich jedoch… nichts. Der Zauber verpuffte hier ohne jegliche Wirkung. Die vielen kleinen Wesen blieben wo sie waren, weiterhin tot und fern jeglichen Lebens.
Und wie erging es Rohan und Lylian und dem Rest? Ein Gegner tat sich dann doch noch auf, während Rohan und Kapitän Drake den Durchgang untersuchten, durch den der Minotaur gestürzt war. Lylian hatte diesen gesehen und war ihm ausgewichen. Was leider auch zur Folge hatte, dass der Bolzen der Armbrust dafür Drake erwischt hatte, welcher in Folge der Wunde, welche nicht die erste des Tages war, zusammenbrach.
Lylian nahm sich aber des Gnolls mit der Armbrust an und verwandelte sich in einen Wolf und attackierte diesen. Da der Biss eines Wolfes nicht zu verachten ist, floh dieser jedoch aus dem Kampf, kaum, dass er angefangen hatte. Da es wichtigeres gab, verfolgte Lylian ihn nicht weiter und kehrte zu Rohan zurück, der sich um Drake gekümmert hatte.
Widmen wir uns wieder der spannenden Szene unten zu. „EINS“ hatte schlussendlich den Raum erreicht, in dem Elias mit der Meerhexe sich befand. Die Situation war schnell klar für den Hünen und er schleuderte sogleich einen Speer nach der Meerhexe. Dieser durchbohrte sie und plötzlich schlugen Blitze aus ihrem Körper. Doch hatte er sie verletzen können? Leider nein. Dafür war ihr Angriff, der folgte, verheerend für ihn. Denn der arme „EINS“ wurde direkt vor Elias‘ Augen gepackt und sein Rückrad ihm entrissen. Er wurde regelrecht wie ein Fisch entgrätet, während das ganze Blut den Raum wie auch die Hexe besudelte.
Elias nahm dann schlussendlich allen Mut zusammen und attackierte die Hexe mit dem Dolch. Der erste Angriff war gut angesetzt und in der Tat siegreich. Kaum, dass die Klinge in den Körper der Hexe eingedrungen war, schrie diese auf. Ein Beben ging durch ihren Körper und ein großer Schwall Wasser strömte plötzlich durch den Raum. Die Augäpfel der Hexe zerplatzten und sie war schlussendlich besiegt und tot.
Mehrere Dinge passierten nun gleichzeitig. Der Singsang verstummte und eine befremdliche Stille kehrte ein. Nur die Wassertropfen intensivierten diese plötzliche Stille, die dann nochmals von dem Geräusch des Gitters unterbrochen wurde, welches von den Tentakeln fortgerissen wurde. Leorinor konnte sich in dem Augenblick ebenfalls befreien, da der Gedankenschinder ihn durch den Tod der Hexe endlich freigab. Taumelnd kam der zarte Elf auf die Beine und konnte gerade so noch sein Hab und Gut einsammeln.
Auf den Altaren wurden dann zwei Schriftstücke gefunden.
Die Schlacht um das Relikt der Alten (The Sainted Sinners)
Hier standen sie nun Seit an Seit, ihre Umhänge flatterterten leicht in der kühlen Böe, die aus dem Norden kam, während sie über die Ebene blickend, schimmernde Rüstungen und blitzende Waffen von den unzähligen Orks, finsteren Streitern, Skeletten und anderen Wesen wahrnahmen. Die dunklen, kehligen und von Zeit gurgelnde Geräusche wechselten sich ab, mit dem Knarren von dem Holz der Katapulte, die auf halber Höhe des Hügels ihre Position bezogen hatten. Durch die begünstigte Witterung der letzten Tage und Nächte, war es möglich gewesen, Vorbereitungen für die anstehende Schlacht zu treffen. Ein Graben war in der Zeit ausgehoben worden und der Aushub hatte Verwendung bei der Aufschüttung des Hügels, auf dem sie nun befanden, gefunden. Informationen waren ihnen zugetragen worden aus welcher Richtung Calebs Truppen auf sie treffen sollten. Hier und heute war es nun soweit. Die Entscheidung über Sieg oder Niedlerlage.
Erinnerung der letzten Tage flammten bei den Helden auf. Die gewonnen Erkenntnisse aus der Goblinhöhle, der gefundenen Drohung, bei dem getöteten Händler außerhalb von Unirea, sich aus dem Ganzen herauszuhalten. Die Gespräche und Verhandlungen im Palast von Meridion mit Drako, Ariadnel und Groshk und die Unterstützung die sie bekamen, als Gegenleistung für den Kopf von Caleb. Caleb…Caleb…dieser verfluchte Magier, der es geschafft hatte das sie einen Weg eingeschlagen hatten, den sie eigentlich nie beschreiten wollten und nun sogar mit den dunklen Mächten paktierten. Doch niemand würde ihnen Vorwürfe machen, welche anderen Möglichkeiten hatten sie denn schon.
Plötzlich wurden sie aus ihren Erinnerungen gerissen, als ein aufkommender Wind ihnen ins Gesicht schlug. Als sie die Augen aufschlugen sahen sie, das sich der Himmel dunkler, an gewissen Stellen ins Lila gehend, verfärbt hatte. Mit ein Entschlossenheit, festigten sie ihren Griff um ihre Bücher, Stäbe und Knäufe ihrer Waffen. Sie waren bereit, gefasst und entschlossen, egal was die nächsten Stunden vlt. Tage bringen würden.
Die Befehle an die Truppen wurde von Anfang an festgelegt. Bei den Skeletten übernahm der ehrenwerte Geschäftsmann Silk das Kommando, während Anskaviat die Bogenschützen und die Berserker, Eibenstein die Finsteren Streiter und Mofa die restlichen Truppen befehligte.
Gleich am Anfang gab Silk die Anordnung, das sich die Skelette auf der linken, als auch auf der rechten Flanke, des zu erwartenden Schlachtfeldes, im Rücken des Feindes einzugraben haben. Es dauerte nicht lange und von den Gerippen war auf der trockenen Ebene nichts mehr, als aufgewühlte Erde, zu sehen.
Die finsteren Streitern auf ihren Rössern, bekamen den Befehl sich auf Hügelhöhe im Süden bereit zu halten, für unvorhersehbare Ereignisse, die nicht einkalkulierbar waren. Die Berserker bezogen Stellung am Fuße des Hügels, vor den Katapulten und den ebenfalls auf den Hügel in Stellung gegangenen Bogenschützen. Man würde versuchen den Gegner in den Graben zu zwingen.
Gerade als die letzten Truppen ihre taktischen Manöver vor Kampfbeginn abgeschlossen hatten, meldeten die Späher den ersten Feindkontakt. Schwere Bewegungen von orkischen Söldnern, Orks auf echsenartigen Wesen und eine Kreatur bei der es, laut der Beschreibung der Späher, es sich um einen Riesen handeln musste. Zahlenmäßig waren die feindliche Truppen, der Eigenen weitaus unterlegen, aber Caleb, wäre nicht Caleb, es sah so aus, als wären die Angreifer nur ein Vorauskommando, oder ein Ablenkungsmanöver. Doch als die Orks und die Orkreiter über die rechten und linken Flügel des Schlachtfeldes, wo die Skelette eingegraben waren, marschierten, zerstreuten sich die Gedanken, eines weiteren Angriffs, bei den Helden. Von dem Hügel aus konnte man die schimmernden Rüstungen der Feinde erkennen, die sich dem Hügel mehr und mehr näherten, dann wurde ihre Vermutung Gewissheit, ein Riese tauchte am Horizont auf, mit wenigen Schritten war er heran, ein Hügelriese, beim näheren Betrachten konnte man eine Kieppe auf seinem Rücken erkennen, in denen Steine lagen.
Während der Riese in aller Ruhe seinen Weg in Richtung des Kraters fortsetzte, in dem das unheilige Artefakt immer noch lag, stürzten sich die Söldner Calebs mit Inbrunst in die Schlacht. Sie verwickelten die Verteidiger in immer neue Gefechte oder ließen sich von ihnen zu erbarmungslosen Tänzen des Blutes verführen. Die Schlacht erntete Blut und Knochen.
Während die Äxte seiner glutural brüllenden Fuss-Truppen auf Schilde, Rüstungen ihrer Feinde niedergingen und dabei Fleisch und Knochen teilten, griffen die Echsenreiter, einem Alptraum gleich, mit einem Geschrei, dass Ohren und Herzen eines Mannes arg zusetzen kann, in die Kämpfe ein und fielen wie Teufel über ihren Feind her, während die Reiter auf ihren Rücken mit schwarzen Pfeilen den Tod über das Schlachtfeld verteilten.
Der Hügelriese, nah genug an den Feind gekommen, griff an und schleudert den Gegnern seines Herrn Felsbrocken entgegen, die ganze Lücken in den Reihen der Verteidiger reißen konnten. Nicht wenige fanden ihr Ziel und der Boden wurde durch den Auprall erschüttert, während Getroffen, wenn sie Glück hatten, dies bnoch tun zu können, vor Schmerzen aufschrien.
Mit dem Mut des Guten,…und dem Wissen desjehnigen, der weiß, dass er am Ende des Tages bezahlt wird, stürzten sich die Kämpfer in der vordersten Reihe des Hügels auf den Hügelriesen. Da sie bei aber ihren eigens gegrabenen Verteidigungsgraben überwinden mussten, brachten sie sich dadurch in eine schlechtere Situation, welche der Riese auszunutzen verstand und mit seiner enormen Keule, die er bei sich trug, den herankommenden Angreifern Schwierigkeitwen machte.
Die Manöver brachten ihn aber dazu, einen Fehler zu begehen. Er war nah genug heran gekommen, als dass die Bogenschützen der Hügelverteidigung ihn unter Feuer nehmen konnten und so deckten sie ihn mit Geschossen ein, von denen doch einige ihr Ziel fanden.
Mit der Zeit musste sich aber die zahlenmässige Unterlegenheit des Gegner bemerkbar machen. Immer mehr von Calebs Orks fanden auf dem Schlachtfeld den Tod, da man ihr Kampfgruppe durch Zangen- und Rückenangriffe letztlich aufgerieben hatte. Selbst einige der Echsenreiter und deren Reittiere fanden den Tod, während der Hügelriese mehr und mehr in Bedrängnis geriet, Mühsam und unter Verlusten hatten sich einige der Berserker an den Großen heran gearbeitet, während die Bogenschützen ihr Bestes gaben, um ihn zu Fall zu bringen. Die Berserker erreichten ihn und kämpften den Kampf ihres Lebens, wie es schien, da das riesige Wesen fast besser einzustecken, als auszuteilen vermochte.
Den Ausschlag gab die Reiterei. Ihre mutigen Kämpfer hatten die Schlacht über ausgehaart und dann mit Präzision Lücken in die feindlichen Truppen geschlagen. Jetzt stürzten sie sich in den Kampf gegen den Riesen, der, von seinen „Belagerern“ abgelenkt, ein Schlag aus ihrer Richtung nicht kommen sah und die Lanzen der Reiter trafen ihr Ziel. Den alles entscheidenen Schlag versetze dem strauchelnden Wesen ein Ork, dessen schartige Klinge tief in das Fleisch des Blutenden eindrang und ihm so sein Ende bereitete. Er war tot bevor sein Körper überhaupt auf dem von seinem eigenen Blut getränkten Schlachtfeld aufschlug.
Mit einem Mal erhellte sich der Himmer wieder, als hätte jemand die dunklen Wolken einfach weggewischt. In diesem Moment ergaben sich die restlichen Ork – Truppen des Caleb, während die Echsenreiter das Weite suchten. In diesem Moment erkannten die Verteidiger. Der Feind war besiegt worden! Jubel brach aus und die Besiegten mussten sich der Gnade ihrer Gegner ausliefern…..
Als die Abenteurer bemerkten, dass Caleb nicht bei seinen Truppen gewesen ist, erkannten sie die Notwendigkeit, noch einmal die Höhle, in der Calebs Turm stand, aufzusuchen. Sie sprachen sich mit ihren dunklen Verbündeten ab und reisten so schnell wie möglich dorthin. Bei ihrer Annkunft schien ersteinmal alles ruhig zu sein. Silk umwanderte die Hügel, unter denen die Höhle lag. Der Magier Mofa hatte ihm seine Katze mit gegeben, damit Silk über sie Bescheid geben konnte.
Silk erreicht die Siedlung der Goblins. Diese war aber leer. Er drang weiter in die Gänge innerhalb des Hügels ein, die man ihm bereits gezeigt hatte und fand die verblieben Angehörigen von Throkks Stamm kampfbereit in der Näghe zum Riss in der Wand, welche den Zugang zu Calebs Höhle ermöglichte. Er sah durch den Riss und erkannte, dass Caleb offenbar just in diesem Moment einen Umzug durch das Portal vorantrieb. Kisten wurden von Sklaven durch dass Portal getragen, während offenbar die letzten verbliebenen Ork-Truppen den Eingang der Höhle sicherten.
Er versuchte, mit Hilfe der Katze seinen Leuten Bescheid zu geben, dass der Angriff schnellstmöglich erfolgen muss. Das schien aber irgendwie nicht zu funktionieren. Er sprach zwar mit ihr. Das Tier reagierte aber nicht so, als würde es verstehen, was der seltsame Mensch da von ihr wollte. In der Zwischenzeit machte sich auch Mofa auf den Weg zu den Goblins, da seine Katze ihm keine Informationen mitgeteilt hatte. Er kam nach einem Ritt und einer Wanderung durch duie Gänge ebenfalls bei den Goblins an und erhielt von Silk sofort die Anweisung zurück zukehren und den Angriff beginnen zu lassen. Flux kehrt er um und bewegt sich so schnell es geht wieder zurück zu den nun auch ankommen restlichen Teilen ihrer dunklen Verbündeten.
Der Angriff auf die Höhle beginnt. Die verbliebenen Skelette werden in die Höhle kommandiert und danach folgen die restlichen Truppen. Die letzte Schlacht um das Relikt beginnt.
Silk lässt sich von der Schamanin der Goblins ein Mittel geben, dass ihn, laut ihrer Aussage unsichtbar macht. Danacht klettert er durch den Riss und schleicht vorsichtig auf die andere Seite der Höhle. Es ist relativ ruhig, bis zu dem Moment, wo die ersten Kämpfe am Eingang der Höhle beginnen. Er erreicht das Portal und sieht sich dort einem Ork-Söldner entgegen, welcher offenbar das Portal bewacht. Mit einem hinterhältigen Grinsen umrundet er den Ork und versucht ihn zu erdolchen. Das funktioniert aber offenbar nicht ganz so gut. Irgendetwas hatte das Wesen gewarnt. Sein feines Gehör? Sein Instinkt? Egal. Silk schafft es irgendwie nicht, ihm den Todesstoß zu geben, da der Ork sich aus seinen Händen windet, als schleicht er, immer noch unsichtbar einige Meter zurück und wartet ab. Der Ork hört sich um, riecht mit lautem Schnaufen, scheintb aber niemanden zu bememerken. Ein Armbrustbolzen von Silk lässt ihn dann überrascht soweit stocken, dass Silk ihm entgültig den Rest geben kann. Die Leiche des Orks verschwindet wie durch Zauberhand in den Schatten der Höhle. Als nächstes entwendet Silk den Locations-Kristall und bewegt sich dann in die Nähe des Turms, um den Verlauf der Schlacht zu verfolgen.
Es scheint nicht so gut zu laufen, da einer der Orks vom eingang gehetzten Schrittes zu Turm eilt. Ein Armberustbolzen von Silk stoppt den möglichen Boten mit einem Ruck und auch seine Leiche verschwndet in die Schatten der Höhle.
Am Höhlen-Zugang verteidigen sich die letzten Ork-Söldner von Caleb gegen die anstürmenden Massen aus Skeletten, Berserkern, Ork-Söldner und dunklen Streiter von Drago. Auch Abenteurer treten in die Kampfreie ein, zumindest Anskaviat amüsiert sich trotz eiger Kratzer prächtig, während er einen der Verteidiger mit gekonnten Schlägen niedermacht. Kurze Zeit später bricht die Verteidigunfg zusammen und die Truppen erreichen den Turm. Mit schnellen Schritten und mit Silk in getarnter Form an ihrer Seite betreten die Dunklen Streiter den Turm, eilen schnellen Schrittes auf die höchste Ebene undüberraschen einen älteren Mann in einer kunstvoll gestalteten Robe, der sich ihrer Anwesenheit kaum gewahr wird, als die Klingen der Streiter gemeinsam seinem Leben eine schnelles Ende bereiten.
Einen Moment kehrt Ruhe ein. Der Sieg ist errungen. Die nachfolgenden Abenteurer betreten den obersten Raum des Turmes, während die Dunklen Streiter ihn wieder verlassen, nicht ohne den Kopf des alten Mannes, wie nach Absprache vereinbart mitzunehmen.
Die Abenteurer beginnen, ihre Beute zu prüfen und nach dem zu suchen, was ihnen vom großen silbernen Drachen aufgetragen wurde.
Der Sammler – Kapitel I – Der Beginn der Suche (The Grey Guardians)
Die Sonne schien auf der Lichtung, wo sich die Helden zur Mittagsstunde ausruhen. Doch nicht jeder konnte hier seine Mittagsstunde in Ruhe verbringen. Surreal sah ihre Begleiter an. In ihren Augen stand bedauern. „Verzeiht, aber meine Göttin verlangt meine Anwesenheit woanders. Such nach der Hand der Bäume. Sie wird euch zu dem Tor der Natur führen. Anschließend folgt der ausgetrockneten Schlange bis ihr das schwarze Loch findet. Möge Mielikki eure Wege schützen.“ Und damit verschwand Surreal in Begleitung von Graufang. Die Gruppe stand nun da. Sie hatten Anhaltspunkte und doch wussten sie nichts damit an zu fangen. Und so beschlossen sie, sich etwas auszuruhen und während Lo Pan sein Mittagessen genießt, meditiert Finn und es geschieht etwas Seltsames bei ihm. Sein Geist löst sich von seinem Körper und er folgt den Geistern über den Wald. Er erblickte den Weg und zwei seltsame Stellen. Bei der einen Stelle im Wald erblickte er das aufscheuchen von Vögeln und wie es kurze Zeit ruhig ist. Dann ging es normal weiter, aber sein Geist wurde weiter gezogen. Zu einem düsteren Ort. Dort regt sich kein Tier. Kein Laut war zu hören und kein Vogel zu sehen. Gespenstische Ruhe lag über diesen Ort. Es war, als ob es dort eine unnatürliche Kälte existiert. Dies waren die Bilder, mit denen der blinde Finn wieder aufwachte. Und so machten sie sich frisch gestärkt auf den Weg nach osten. Immer tiefer in den Wald hinein.
So wanderten sie bis zum Abend. Als die Sune ihre tägliche Reise fast beendet, stieg den reisenden ein Duft von gebratenem Fleisch in die Nase. Doch als sie näher kamen, stürmte Lo Pan förmlich in das Lager der unbekannten Person. Er hat über dem Feuer einen saftigen Wildschwein gesehen. Dazu noch vier Kaninchen an einem Stock, welche über dem Feuer brieten. Doch das Wesen, welches sich um den Braunbär mit dem Zertrümmerten Kopf kümmerte, drehte sich um. Es war ein weiblicher Gebirgsork und sie sah Lo Pan an. „Wer bist du und was willst du?“ kam die direkte Frage von der Kriegerin und so unterhielten sie sich. Lo Pan wollte sogar das Wildschwein haben, welches über dem Feuer brannte und es mit einem Teil seiner magischen Rationen tauschen, doch die Kriegerin lehnte ab. Sie wollte wissen, wo Finn ist. Dieser kam. In Begleitung von Ireal und Tirza. Und Finn? Der hatte nichts anderes zu tun, als ob er Lo aus Versehen mit dem Stock trifft. Doch die Kriegerin überreichte ihm einen Brief, welchen die Orkin als Jurrag vorstellte. Eine Kriegerin vom Grat der Welt, welche im Auftrag ihrer Schwester unterwegs ist, um einen gewissen Vrinn zu finden, doch sie verwechselt die Namen und gibt Finn den Brief, der an Vrinn gerichtet ist. Aber das Missverständnis wurde schnell aufgeklärt und die Kriegerin bietet den anderen ihr Lagerfeuer an und beschließt, sich den anderen an zu schließen.
Der nächste Morgen bricht an, während Lo Pan verdammt müde aufsteht, sind die anderen fit und ausgeschlafen und machen sich auf den Weg. Die Orkin und der kleine Halbling haben eine kleine Meinungsverschiedenheit, denn Lo Pan geht bei dem Tor davon aus, dass es sich um etwas magisches handelt, während die Kriegerin bei ihrem Standpunkt bleibt, dass es einfach natürliche Wegweiser sind. Stellen in der Natur, welche die Orientierung vereinfachen. Auch die beiden Eulenbären, welche die kleine Gruppe angegriffen haben, konnten diese Diskussion nicht wirklich unterbrechen, da die Helden mit den beiden Angreifern kurzen Prozess machten und sich noch einige Federn einsteckten. Am Abend campierten sie in der Nähe von der trockenen Schlange. Sie haben das Gebiet gefunden, wo es unnatürlich ruhig ist und so begaben sie sich zur ruhe. Doch am nächsten Morgen werden sie von einem lauten Krachen aus der Nähe geweckt. Ein alter Mann und sein Reitschwein, waren in ein Loch gefallen, als Betsy das Frühstück gerochen hatte. Der alte Mann lag nun in einem Gang, aus behauenem Stein. Als er nach oben sah, nachdem er sein Tier auf Erkundung geschickt hatte, erblickte er die Augen einer seltsamen Truppe, welche sich auf den Weg macht, ihm zu helfen. Doch einige sprangen schon runter und waren ebenfalls bereit, dieses ungewöhnliche Gewölbe zu erkunden. Betsy hingegen hat einem anderen Raum, eher wie ein kleiner Saal, erkundet und an einigen Stellen tanzende Lichter abgelegt, die ihr Meister, der sich bei den anderen als Franz Joseph Holzfäller vorgestellt hat, ihr gegeben hat. Und die Helden? Sie folgen dem Gang und kommen in den Saal. Während für Ireal und Finn das ganze aussieht wie ein Umschlagsplatz für Waren, so sehen Tirza, Franz Joseph, Lo Pan und auch Jurrag was ganz anderes. Sie sind auf einmal in einer großen Feierlichkeit am Hofe von Fürst Perigon Paladinsohn gelandet. Auch ihre Kleidung war das feinste, was es je gab und ein junger Mann mit dem Namen Jorval von Magström forderte Tirza erfolgreich zum Tanz auf, während Lo Pan mit offenem Mund daneben stehen blieb, weil seine Annäherungsversuche fehlgeschlagen sind. Aber der Bardin fiel etwas auf. Dieses Händlergeschlecht existierte schon zu ihrer Geburt nicht mehr. Sie waren nicht nur an einem anderen Ort, sie waren auch in der Vergangenheit und ihr fiel eine Geschichte ein, dass es in der Familie zwei Brüder gab, die verflucht worden sind, aber damals verschwunden sind und keiner weiß, ob sie noch existieren. Sie alle merken, dass sie in einer Illusion gefangen sind, doch weder Franz Joseph noch Lo Pan, können diese Illusion bannen, doch sie schaffen es trotzdem. Auch mit der Hilfe von Ireal und Finn. Sie waren wieder in der Höhle. „MAMA! Mir ist langweilig!“ ertönte es aus einem anderen Gang, als sich Finn, Lo Pan und Franz Joseph stritten, weil Franz Joseph, Spitzname Holzi, den Zauber Licht auf Finn gewirkt hat und das fand er gar nicht so gut. Fast alle hörten es. „Macht schneller. Wir haben einen Auftrag und keine Zeit.“ Dies war eine tiefe und knurrige Stimme. Sie klang angespannt und die Helden konnten sich einigen. Jurrag und Finn sicherten den Weg, aus denen sie gekommen sind. Lo Pan, Holzi und Tirza versteckten sich hinter den Säulen. Doch die Orkin blieb nicht lange auf ihren Posten. Ein tiefes knurren war zu hören und sie sah etwas, was ihr ein Lächeln auf dem Gesicht entlockte. „Beschütze die anderen Finn.“ Knurrte sie noch direkt und mit einem lauten Brüllen stürzte sie in den Gang. Kurz darauf erfolgte ein Donnern und anschließend Stille. Doch es dauerte nicht lange. Da brach förmlich die Hölle aus. Finn bekam einen schweren Schlag in den Rücken ab. Es war die vermummte Dame, welche schon Tirza das kleine Geschenk in der Kiste gebracht hatte. Tirza, Lo Pan und Holzi wurden von einer Waldelfe angegriffen, welche Säure aus ihrem Mund spuckte. Aus der anderen Ecke kommt ein stämmiger Zwerg, der sich auf die größte Kreatur im Raum stürzte die es gab. Lo Pan, der sich in einem großen Wurm verwandelt hatte. Zur selben Zeit erschien eine Sonnenelfe in den Raum und fing an ihre Zauber zu wirken. Tirza und auch Lo Pan entgingen nur knapp den Tod, als sie von einem Schatten ihres größten Alptraumes angegriffen worden sind. Die gegnerische Waldelfe konnte fasziniert werden. Der Kampf gegen die anderen drei war zwar kurz, aber heftig. Die Waldelfe war die Letzte die noch lebte und Holzi unterhielt sich auf drakonisch mit ihr und erfuhr, dass sie nur ihren Job gemacht hatte und dass sie ihre Mutter fragen sollten, da sie alle Informationen hatte. Jurrag war auch wieder da. Erschöpft und mit einigen Wunden am Körper und dem Kopf eines Höllenhundes in der Hand. Doch auch sie kippte um, als sie die anderen erreichten. Sie durchsuchten die Leichen und sie fanden folgende Briefe. Die erste Spur?
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