Die letzten Angelegenheiten in Orkfels wurden geklärt und eine Bestandsaufnahme Xhorguls Wissens über ihre Zielregion gemacht. Ohne Ortskundigen wäre die Reise riskant, so viel stand fest.
Ihre Lösung kam durch die Tavernentür spaziert, nachdem sich ein Paladin angeboten hatte, den Trupp zu begleiten, welchen sie ablehnten. Ein Halbelf der sich als Felerian vorstellte war bereit sich für einige Taler und im Falle von Gefahren für Beutebeteiligung anheuern zu lassen. Sein wahres Spezialgebiet sei der Wald und von sich aus hielt er den Weg durch die Berge für sehr unsicher, doch er ließ sich bereden, diese direkte Route zu nehmen. Fenner hatte in den letzten Tagen von Rift auf einem seiner Streifzüge erfahren, dass es bald weiter gehen würde und stieß am nächsten Morgen hinzu. Lyari hatte von Felerian gehört, dass es im Hochwald derzeit politische Spannungen gab und fühlte sich verpflichtet, dort nach dem Rechten zu schauen. Das war vielleicht strategisch unklug, doch ließ er sich nicht bereden und Xhorgul versicherte, dass er, so sie den Hammer denn gefunden hätten, er Lyari dank seiner göttlichen Magie benachrichtigen könne.
Fenner, Felerian, Xhorgul und Rift also zogen dem Schlachtfeld entgegen. Ihr Weg führte einmal mehr durch Dreistein und an Fallgrims Höhle vorbei, wo sie weitere Informationen sammelten, indem sie einige Stunden seine Bücher wälzten. Das gesuchte Schlachtfeld beziehe sich auf eine Auseinandersetzung zwischen Abator und Moradinanhängern. Dort sei der Hammer verschwunden.
Auch wurden zwergengeschichtliche Einzelheiten aufgedeckt, deren Zusammenhang zum gesuchten Hammer noch nicht klar wurde, doch vielleicht sollten sie sich als nützlich erweisen. Arundil Steinhammer und Durgedin der Schwarze waren starke Namen auf die sie stießen und es gab Verweise auf Kun-druka, wo Steinhammer im Kampf gegen Orks bei einem Überfall erschlagen worden sei, doch seine Macht sei zu stark gewesen, weshalb er bis heute durch die Hallen geistere.
Am ersten Lagerfeuer dann zeigte Felerian der Gruppe einen seltsamen Gegenstand, den er von einem sterbenden Zwerg nahe des gesuchten Schlachtfeldes bekommen hatte. In einem Beutel mit Drachensymbol habe dieser ihn transportiert und als Xhorgul anfing zu beten, leuchtete er für ihn leicht auf und der Zwerg konnte Runen erkennen, welche den Gegenstand als „Ein gleiches von vielen“ betitelte, doch sonst nichts weiter Preis gaben.
Ihre Reise zu Fallgrimm war trotz des bekannten Weges nicht vorfallsfrei verlaufen. Während einer Rast an einer bisher nicht genutzten Stelle wurde Xhorgul durch auf ihn zueilende Schemen gestört. Geisterhaft schwebende Skelette, drei an der Zahl näherten sich dem überraschten Trupp, der sich schnellst als möglich kampfbereit machte. Mit Stimmen die aus dem Jenseits herüber schrien beschimpften die Wesen die Gruppe für das stören ihrer nicht-ganz-so-ewigen-Ruhe. Einige Schläge wurden ausgetauscht und Felerian vergoss sein erstes Blut mit der Gruppe ohne zu weichen. Rift hatte bemerkt, dass die Wesen noch Verstand besaßen und rief ihnen beschwichtigend eine Entschuldigung entgegen. Es sei ihr Fehler gewesen, sie wollten ihre Ruhe nicht stören. Der Kampf pausierte und einige ruhig, diplomatische Worte weiter geleiteten die Geister die Gruppe zu ihren Gräbern, da ihnen von Xhorgul der Segen und ewige Ruhe zugesprochen wurde. Offensichtlich hatte es sich um die Besatzung eines alten Wachturmes gehandelt, denn sie wurden zu den Ruinen eines Turmes geleitet, an dessen Mauern die Seelen nun Ruhe fanden.
Trotzdem suchte die Gruppe den Rest der Nacht weiter entfernt eine neue Raststätte.
Bevor sie schließlich die Berge erreichten lag, knapp abseits ihres Pfades ein derb gezimmertes Häuschen und ihnen schlug modriger Geruch entgegen. Fenner hätte es links liegen gelassen, wäre das Interesse der anderen nicht groß genug gewesen. Rifts Sinne zeigten, dass kein lebendes Wesen mehr im Haus sei und Fenner ging schließlich herein. Kalkstaub war vor Türen und Fenstern verteilt. Xhorgul schaffte es lange Zeit nicht, sich vom Vorhof des Hauses zu trennen, denn dort stand ein Amboss aus Vulkangestein, verziert mit zwergischen Runen und er fand bei der nahen Esse einen Trank, offensichtlich um Gravuren in Stein zu ätzen. An der Kante der Esse klebte Blut.
Im Haus selber lag die Leiche der Schmiedin, ein Loch im Hinterkopf. Und gleich nachdem Felerian Falle und Schloss der gefundenen Falltüre entschärft hatte, fand Rift die entsprechenden Schlüssel im Schuh der Leiche. Der vermutete Mord muss gut zwei Monate vergangen sein. Aller Schmuck und Wertgegenstände waren entwendet worden, doch die Falltüre hatten die Räuber offensichtlich übersehen. Die Esse hatte eine Verlängerung in den Keller hin, was Rift genug irritierte, um Felarian zum Suchen anzuregen. Ein klassisch drehbarer Kerzenständer enthüllte einige Pergamente. Sie beschrieben die Wirkweise einer offenkundig magischen Robe, welche Xhorgul gleich auf den ersten Blick gesehen hatte und die Rezepte für bestimmte Farben, welche die Frau offenkundig hergestellt hatte, denn es fanden sich viele Reste. Xhorgul als liebhaber handwerklicher Kunst steckte sich einiges an Material ein, während Rift sich bei den Stoffen bediente, um genug Wärmespendendes bei sich zu tragen, sollte im Pass wider erwarten doch Schnee liegen. Fenner war derweil um das Haus herum gezogen und gleichzeitig mit einem fiesen Trillern im Ohr wurde ihm seine Fähigkeit zur eigenständigen Bewegung geraubt. Rift fand ihn nach kurzer Zeit und auch er hörte dass Geräusch und konnte in der Ferne etwas wie einen überdimensionierten, weißen Schneewurm sehen, den er als Geräuschquelle vermutete. Nicht der sicherste Weg durch den Schnee… offenkundig.
Der Sammler – Kapitel I – Die Verführung (The Grey Guardians)
Die Gruppe wanderte durch die Gänge, in der Hoffnung jemanden anzutreffen, dabei blieben sie auch für einen Moment an einem Spalt, der einen Blick auf das innere des Kerkers freigab. Angekettet saß dort ein Lebewesen, als sie näher kamen stellte sich dieser als Stahlauge vor. Daraufhin befreiten Tirza und Franz ihn und halfen ihn auf die Beine. Er war von seiner Haft gezeichnet und konnte sich mit Müh und Not auf den Beinen halten. Hingegen wurde die gefangene Waldelfe gefesselt und mit zum Kerkerbereich genommen. Die Orkin trug das kleine Elflein auf den Schultern und lies es, als auch sie bei Stahlauge angekommen ist, unsanft zu Boden fallen. Die Elfe beschwerte sich, jedoch kümmerte sich keiner groß darum.Nun wurde Stahlauge begutachtet. Fynn machte sich daran den Körper zu ertasten. Jeder andere konnte sehen, dass das humanoide Wesen anscheint mit einer Art Steinhaut überzogen war, darunter jedoch normal lebendiges Fleisch, wie auch Knochen und Muskeln befanden.
Während jeder auf Stahlauge fixiert war, erschien hinter Lo Pan eine Halblingsdame die sich ihm gleich an den Hals schmiss. So primitiv wie der dicke Halbling gestrickt ist, hat er sich sofort darauf eingelassen und bemerkte nicht, wie er eingelullt wurde. Sie wechselten ein paar Worte, das Lo Pan sie gerettet habe, er ein Held sei, die Menschenfrau die Gruppe spalten würde und noch einige kleinere andere Dinge. Kurz danach küsste die Halblingsfrau Lo Pan und entzog ihm seine Lebenskraft, er wurde leicht gräulich, schwach auf der Brust und die Beine schienen sein Gewicht nicht mehr tragen zu können.Nach einer gefühlten Ewigkeit machte sich die Gruppe daran die beiden zu trennen, immer noch scherzend ob die beiden nicht eine Zelle für sich allein haben möchten. Nachdem Lo Pan nicht mehr in der Umarmung gefangen war, kehrten seine Gedanken langsam wieder zurück. Er zögerte nicht und beschoss die Halblingsdame mit magischen Geschossen, diese schienen jedoch nicht die Haut oder besser gesagt, ein kleines Flirren über der Haut zu durchdringen.
Die Dame schaute entsetzt und fragte, was das solle. Warum er sie Angreife und umbringen wollte und schaute wehleidig zur Gruppe. Sodann ging Lo Pan mit seinem Wanderstab auf die Dame zu und schlug auf sie ein. Er verletzte sie nicht, die Haut nahm keinen einzigen Kratzer hin und Lo Pan verausgabte sich völlig, so sehr, dass er zur totalen Erschöpfung sich nur noch in eine Ecke schleppen konnte.Stahlauge begutachtete derweil auf magische Art und Weise, nachdem er Holzi versprach ihn zu beschützen, den Raum und entdecke hinter der Tür vier magische Auren. Als er durch das Schlüsselloch lugte, konnte er nur vier Hebel sehen.
Fynn machte sich bereit zu meditieren. Nachdem er sich ein Eck gesucht hatte und in die Meditation abdriftete, merkte er eine für ihn komische Präsenz. Ein Wesen mit ledrigen Flügeln, kleinen Hörnchen die aus der Stirn wuchsen und ein Reptilien ähnlicher Schwanz wedelte hinter dem Rücken der Frau hervor. Sie sah, trotz ihres dämonischen Aussehens, sehr gut, sehr verführerisch aus. Nach einem kleinen Moment der Überraschung, der keinen Liedschlag andauerte, beharkten sich die beiden mit ihren Fäusten bzw. auch Krallen. Fynn steckte mehrere Schläge ein, konnte das dämonische Wesen jedoch auch verletzten, soweit, dass sie die mentale Ebene verließ. Sie verschwand einfach und jeder auf der materiellen Eben konnte sehen, wie die Halblingsdame entschwand.Zur gleichen Zeit befreite sich die Waldelfe und machte sich daran, Stahlauge, Holzi und Tirzi anzugreifen. Nach einem Säureatem, ein paar wild umherfliegenden Bolzen und gut gezielten Hammerschlägen, fiel die Waldelfe mit einem zerschmettertem Kopf zu Boden.
Holzi hatte, als er sah dass die Waldelfe sich befreite, die Beine seines Reitschweines in die Hand genommen und floh. Er rief nur noch „Stahlauge, du machst das schon!“ und schon war er nicht mehr zu sehen, geschweige denn zu hören.
Jedoch fand Holzi, wie auch nach dem Kampf der Rest der Gruppe heraus, dass der Tunnel aus dem alle gekommen waren, mit einem großen Loch gesäumt war. Lo Pan meinte zwar, nachdem alle wieder zu den Zellen gekommen sind und Lo Pan kurz vorm schlafen war, er könne drüber fliegen. Jedoch müsste der Rest sehen wie er es anstellen würde das Loch zu überqueren.
Tirza und Stahlauge erkundeten derweil das Gemäuer in welchem sie sich befanden. Beide fanden eine geheime Tür, welche sich leicht öffnen ließ. Tirza erkundete den Gang, welcher hinter der Tür lag und in welchen Stahlauge nicht hinein passte. Der Gang war lang, er bog zweimal ab, bis am Ende eine Tür erschien. Tirza öffnete die Tür und fand ein Raum mit vier Hebeln wieder. In dem Raum war eine weitere Tür und dahinter lag der Zellentrackt, in dem Lo Pan, die Orkin und Fynn schliefen.
Tirza holte Stahlauge ab, er war erstaunt wie lange sie weg war und dass der Weg zum Zellentrackt führte.
Nun warteten das steinerne Wesen, der alte Mann auf seinem Schweinchen und die junge Bardin darauf, dass der Rest aufwachen würde und sie beratschlagen können, wie es nun weiter geht.
Die Collectorz begannen ihr Abendteuer in der extraplanare Sphäre des Robentricks von Jenotus. Jener, gestärkt durch die neuerlichen Studien der Magie, verbrachte die Nacht mit der Vorbereitung eines Rituals anstelle von Schlafen.
Als die anderen aufwachten, saß er schwebend im Schneidersitz und murmelte langsam Psalme der Kraft, die langsam an Intensität zunahmen.
Die kraftvoll klingenden Worte des Magiers hallten im engen extraplanaren Raum, Lichter verschiedener Farben vermischten sich mit dem grauen schleier der Umgebung.
Magie fuhr in die Begleiter und sträkte sie für den Tag, Kraft, Zähigkeit und Resistenzen gegen das, was kommen sollte. Die CollectorZ befanden sich in großer Gefahr und Risiken sollten zu diesem Zeitpunkt gewiß nicht eingegangen werden.
Zunächst wurde der Gefangene Pakim den lokalen Wachen übergeben. Bis die Gruppe in Richtung Calimshaven aufzumachen.
Mit dem Gruppenflugzauber legten die CollectorZ schnell Meilen hinter sich. Fligend über die Wüsten von Calimshan verlor Alina fast ihre Rüstung als sie feststellte, dass sie es nicht schaffte sich im vollen Flug umzuziehen.
Dafür stellte sie allerdings sicher, dass ihr nackter Anblick auch bei den lokalen Bauern bekannt ist.
Das Juwel der Dunkelheit, welches aus dem Vertrag mit dem Dämonen der fligenden Festung erhalten wurde, konnte endlich identifiziert werden. Es handelte sich um einen verfluchten Edelstein, der die Position und Gefühle zu einem „Partnerjuwel“ sendet.
Die Gruppe begann zu verstehen, wieso offenbar ihre Position immer bekannt zu sein schien.
Als die Gruppe am Abend des zweiten Tages in Kalimhafen ankam, reisten sie zum Vater von Selena. Jener besaß ein riesiges, aber etwas heruntergekommenes Abwesen. Die fehlende Pflege zeugte von schlecht laufenden Geschäfte als Gladiatorenhändler.
Nach erfolglosem Abendfest, scheiterte die Frage, ob man Selenas Vater bei dem Aufbau seiner Schule helfen könne. Auch Angebote in der Arena anzutreten wurden leider nicht angenommen. Speziell Jenotus, der es auf die junge Selena abgesehen hatte, war „verärgert“. Aus Frust gingen die CollectorZ auf Einkaufstour, um den verfluchten Stein zu verkaufen.
Nach einem schweren Handel, vielem Zureden und etwas südländischen Ausschmücken des Wertes, einigte man sich auf 25.000 Gold, welches von den CollectorZ umgehend in magische Gegenstände investiert wurde. Die Stärke der Gruppe nahm zu, Verstärkungen, die im Kampf gegen die Dunkelheit dringend benötigt werden.
Nach zähem Handeln wurde der Stein an einen Händler verkauft.In freudiger Erwartung war das nächste Ziel der Tempel der Sharess. Sollten noch mehr Priesterinnen in leichter Bekleidung an einem Ort existieren?
Ein kurzes Gespräch mit den Schwestern des Ordens offenbarte, dass es offenbar Angriffe von Dämonen auf die Priesterinnen gab. Vielleicht könnte dies mit dem Ritual um den fliegenden Tempel zusammen zu hängen.
Offenbar scheint ein Schurke namens Dredreb Dsohan dafür verantwortlich sein, der im nahegelegenden Tempel der Temora zu sein schien.
Wenige Minuten später flogen die CollectorZ bereits in den Innenhof besagter Tempelanlage.Nach einer kurzen Auseinandersetzung gab der letzte Verteidiger auf, der sich offenbar als Söldner entpuppte.
Bald durchsuchten die Helden die Tempelanlage. Neben einigen Dokumenten, die die Tempelanlage in Verbindung zum Ritual des fligenden Tempels brachten.
Offenbar scheint die Tempelanlage nur als Deckmantel für eine Operation gedient zu haben. Unklar verblieb wie der Dunkelelf, der offenbar in diesem Tempel gesehen wurde, in die ganze Situation eingebunden war. Steckte er hinter dem Plot, hatte die Tempelanlage etwas mit dem Ritual der vergangenen Tage zu tun – und in was waren die CollectorZ hinein geraten.
Nach dem Öffnen des Eingangs, gelang die Gruppe in eine alte – sehr alte – Tempelanlage. Unangetastete, alte Räume eines uralten Gewölbes zeigten sich den Helden. Nach einigen Fallen, entdeckten die Helden einige Zeichen, die auf einen Namen – „CARSUS“ – hindeuten.
Carsus galt vor 4.000 Jahren als Erzmagier und Wunderkind. Seine Anhänger verehrten ihn für seine Visionen einer Zivilisation, die sich den Schatten Untertan zu machen. Seine Enklave der Gleichgesinnten folgten seinem Vorbild.
Doch sein Größenwahn sollte sein Verderben sein, als er versuchte mit Hilfe eines epischen Zaubers einer Gottheit seine Kraft zu stehlen. Dies sollte sein Untergang gewesen sein.
Soweit die Geschichte – unsere Helden machten sich auf, um die Ruinen zu erkunden. Nach ein paar weiteren Fallen trafen sie auf einen Raum mit dämonischen Kreaturen – kleine, hinterhaltige, lachende Kreaturen griffen an, aber mussten schnell feststellen, dass die Gruppe und ihre divine Macht stärker war als sie selbst.
Nach dem kurzen Kampf, entdeckten die CollectorZ einen Raum tief im Gewölbe. Innerhalb dieses Raums, neben einigen alten Tempelplatten fanden sie eine alte Statue, geschaffen aus einem einzigen riesigen Granit-Kader.
Offenbar schien die Steinstatue erst lange nach dem Bau der Tempelanlage hier aufgestellt worden. Alina fand ein kleine Plakette, die sie für weitere Befragung mit sich nahm.
Epilog:
Jenotus reflektierte und sein kampferfahrender Waffenbruder Tarik zitierte den einstigen gemeinsamen Lehrmeister: „If you know the enemy and know yourself, you need not fear the result of a hundred battles. If you know yourself but not the enemy, for every victory gained you will also suffer a defeat. If you know neither the enemy nor yourself, you will succumb in every battle.“
Der Luftgenasi Jenotus war sich nicht mehr sicher, ob er sich selbst oder seinen Gegner richtig kannte. Eine Ausgangslage, die für den weiteren Verlauf nichts Gutes verhieß.
Anbei eine kurze Skizze der gebufften Helden. Die Magie des Incantatrix stärkte die Gruppe und verlieh ihr imposantes Aussehen:
Eine beeindrucken merkwürdige Ansammlung von Kampfgenossen
von Harok, Henker der Horde
Der neue Tag brach an und Harok erwachte beim ersten Sonnenstrahl. „Viel zu hell hier!“ waren seine ersten Worte. Er zog seinen Rotz hoch und spuckte ihn auf die kalte Lagerfeuerstelle. Tief sog er die kühle Morgenluft ein und brüllte: „Aufgewacht ihr Maden. Es ist Zeit für einen Kriegszug! Aber vorher, will ich euren Ehrgeiz sehen. Die Truppe führt Duelle aus. Jeder Sieger erhält Futter!“ Mit seiner Faust boxte er sich in die flache Hand und schaute in die Runde. Sein Blick fiel auf Borgas, einer von zwei Fernkämpfern und zeigte auf ihn. „Du! Geh jagen und besorg uns Fleisch. Musst nicht kämpfen.“ Sein Blick wanderte weiter zu Sera, der 2.Offizierin. Sie sah widerspenstig aus. Ein weiterer Grund ihr nicht zu trauen. „Sera, überwach die Kämpfe und nimm dir deinen Anteil später. Bist ´n Offizier und brauchst auch nicht kämpfen.“ Das lies sie sich nicht zwiemal sagen. Mit Feuereifer und genüsslichen Gesichtsausdruck begann sie die Orks extra anzustacheln. Selbst die Höhlenschrate und der Zwerg gesellten sich dazu. Wobei der Zwerg eindringlich auf die Schrate einredete und ihnen im Vorfeld schon ein paar Handgriffe gezeigt hatte. Ohne sonderlich großen Erfolg!
Die Zeit verging und die Kämpfe tobten. Keiner wollte sich schnell geschlagen geben, denn jeder wollte was zischen die Zähen bekommen. Und Futter gabs nur für die Gewinner. So zumindest war der Plan, doch der Jäger kam mit leeren Händen zurück. Der Geruch muss wohl die Tiere verscheucht haben, sagte Harok, was die umstehenden allerdings auf Grund des Kampflärms und Geschrei der Orks nicht zu hören schienen. Was blieb ihnen also anderes übrig als mit knurrenden Mägen weiter zu marschieren. Und so machten sie sich auf gen Nordwesten.
Der Zwerg schickte seine Schrate aus, sollten doch sie ihr Glück im Wald versuchen und als sie gegen Mittag zurückkamen und wieder zur Truppe stießen schleppten sie sichtlich stolz tatsächlich einen wilden Eber an. Allgemeines grummeln und murren ging durch die Orktruppe, als die neidischen Blicke auf das dicke Schwein fielen. Der Zwerg erbarmte nach kurzem Zögern und erteilte den Schraten eine Lektion in Sachen Teilen und Freunde gewinnen. Ein gewisser Herr Gerber häutete das Vieh und kümmerte sich sogleich um die Verarbeitung des Fells. Ein alter Schrat der vom Zwerg der Koch getauft wurde, weidete das Vieh aus und briet es während der dritte Schrat aufpasste und versuchte die hungrigen Orks auf Abstand zu halten. Er wurde aufgrund des scheinbar niedrigerem Intellekt schlicht 2.Offizier genannt.
So begab es sich, dass wenigstens die Gewinner der Kämpfe ihre Mahlzeit erhielten.
Der Marsch wurde anschließend fortgesetzt und sie liefen und liefen und liefen… und liefen bis zu Dämmerung. Harok ließ die Gruppe halten und rasten. Es schien nicht mehr weit zu sein bis zum Lager des Schamanen. Seine Rache war nahe. Und voller Inbrunst sprach er laut ein Gebet an Gruumsh, während Borgas und seine Nr.2 sich auf den Weg machten, um Wild zu fangen. Vielleicht scheuchte das laute Gebet die Tiere aus ihren Verstecken und sodass die Jäger sie erlegen konnten. Nichts geht über gute Kriegsführung!!!
Das Nachtlager wurde hergerichtet. Wachen wurden eingeteilt und weitere Übungseinheiten folgten. Diesmal Formation mit Schild und Speer. Das sah schon wesentlich besser aus und der Zwerg plapperte wieder ununterbrochen auf die Schrate ein. Gab Hinweise, was die Orks gut machten und wo sie völlig versagten. Alles sah sehr vielversprechend aus, nur Seras gekeife wurde lauter und lauter und lauter… „Sera! Das reicht jetzt mit deinem Gekeife! Ab sofort wirst du dich wie alle anderen auch im morgendlichen Duell beweisen!“ Kam es knurrend von Harok und schwupps, war die Sera still und ihr Unmut wuchs.
Und tatsächlich, als die Jäger wieder ins Lager traten hieften sie ein Reh auf ihren Schultern. Es hat funktioniert – bestimmt!
Die Orks feierten entsprechend und der Zwerg gab Anweisung, dass die Schrate das Reh besser zurecht machen könnten. Es kam zur Schlägerei und erst nachdem, sich der Zwerg einmischte und sich niemand mit ihm prügeln wollte, gab es ein Einsehen bei den Orks. Lediglich Sera fing wieder an zu keifen und kreischen, sodass ihr Sabber um sich triefte und zu Boden flatschte.
„Genug! Sera, ich fordere, dass du dich zu einem Ehrenduell bis zum ersten Blut stellst. Kämpf halt mit dem Zwerg, wenn es dir nicht passt!“
Die Augen wurden größer und größer bei diesen Worten und mit allerhöchsten Widerwillen stellte sich Sera zum Kampf. Der Zwerg hingegen, sah es als ungleich an und schickte seinerseits seinen 2. Offizier vor.
Ein episch tollpatischer Kampf entbrannte und nach einer gefühlten Ewigkeit schlug der Schrat Sera den Zopf ab.“Wir haben einen Sieger! Der zweite Offizier!“ brüllte Harok und deutete auf den Gewinner, während Sera eingeschnappt ihren Zopf schnappte und schnippisch jeden Kommentar unterband. Sie nahm sich Verband zur Hand und knotete ihren Zopf wieder an die alte Stelle, in der Hoffnung dass er wieder anwächst. „Du Harok“ sprach der Zwerg, „ich hab da übrigens nach der Schlacht diese Rüstung bei einen der toten Orkhauptmänner im Dorf gefunden. Das wäre genau das richtige Statussymbol für deinen Rang – die scheinen dich nicht sonderlich ernst zu nehmen. Vor allem dieses Orkweib.“
„Hrmpf – gut, ich schau sie mir mal an.“ Gesagt getan – angezogen und wie eine zweite Haut schmiegte sie sich an ihn. Eine bessere Liebschaft kann es nicht geben.
Nun stand der gute Harok mit einer knochenverstärkten Plattenrüstung im Lager, einer orkischen Axt und dem Zeichen der Legion der Totgeweihten auf der Brust. Es musste einfach beeindruckend auf die anderen Orks wirken!
Der Rest des Abends verlief ereignislos. Die Orks schnarchten um die Wette und der Zwerg gewann.
Am nächsten Morgen wachte Harok wieder durch die Sonnenstrahlen auf „Viel zu hell hier!“ kam es grummelnd-grunzend von ihm und er kniff die Augen zusammen. Er stand auf. Alles war noch beim alten.
„Los ihr Maden, hoch mit Euch – heute wird gekämpft! Fresst euch satt und dann marschieren wir in den Kampf! Khark-Ark! Tod allen Feinden Gruumshs und den Feiglingen in seinen Reihen! Heute werden wir Geschichte schreiben und den Sieg davontragen!“ brüllte Harok in guter orkischer Manier. Grölen und freudiges Grunzen war die Antwort. Sie stellten sich in Formation auf und die Jäger fungierten als Späher voraus rückend.
Und sie marschierten, mal wieder, bis die Meute auf eine unnatürlich wirkende Nebelwand stieß. Aus ihr drangen Kampfgeräusche und die Orks zeigten offen Furcht. „Aufstellung nehmen, ihr Maden! Alles was da rauskommt und kein Ork ist wird umgebracht!“ Hier ein Tritt, da ein Fausthieb für die Langsamen unter den Kämpfern.
Der Zwerg unterdessen schien seine Schrate Anweisungen zu geben und sie machten auf die Nebelwand zur Rechten abzugehen, während der Zwerg links herum ging.
„Hmpf, nu is der auch weg. Egal – wir halten hier die Stellung bis er wiederkommt.“ brummelte Harok.
Die Minuten verstrichen und es passierte – nichts!
Der Zwerg und seine Höhlenschrate kamen mit einem Grinsen wieder, pah! Also hatten sie etwas entdeckt. Rechts entlang dem Nebel stieß man auf eine unüberwindbare Felswand. Links entlang fand Gomorra einen Stolleneingang, unbewacht! Wem immer das gehörte war schön blöd… oder ziemlich schlau.
„Gut! Wir teilen uns auf ihr Maden. Ich brauch vier Schildträger und drei Speerträger. Hinzu kommt noch Borgas als Schütze für die Deckung. Es wird enge Tunnelkämpfe geben als stellt euch darauf ein!“ Grunzte Harok in orkischer Manier „Sera, du bleibst mit dem Trupp hier und tötest alles, was aus dem Nebel kommt und passt auch noch auf, dass uns niemand im Tunnel folgt und hinterrücks absticht. Kriegst du das hin?“ – „Ja Anführer, ich nicht doof!“ brummte Sera nur grimmig verstört und hielt ihren Zopf ungewollt fest.
„Hrmpf“ kam es aus Harok und die Truppe teilte sich auf und sie machten sich zum Eingang.
Nach ein paar Metern weitete sich der Gang. Es war ein stickiges übelriechendes Gewölbe innerhalb des Stollens direkt am Eingang, voll ist mit Unrat und Schratscheiße. Die Orks rümpften die Nase, selbst für sie war es zu viel des Guten und ein jeder konnte sich denken, warum niemand Wache stand. Mit dem Zwerg und seinen Höhlenschraten in der Vorhut pirschten sich die Truppe weiter voran und tiefer sie in die Höhle eindrangen desto besser zeigte sich ihr zustand.
In einem langen Gang roch es förmlich nach Falle. Die Wände, der Boden, jede Faser schrie danach und Harok gab entsprechende Anweisungen. In den Wänden waren Glitzersteine eingelassen und die Schrate konnten nicht anders, als diese zu beurteilen. „Ha, billig Plunder. Sehen nur schön aus.“ Kam es von Ihnen und da machte es auch schon ‚klick‘ und ein Großteil des Gangs öffnete sich Falltürartig. Überraschung. Ein Schildträger und die Schrate fielen hinein während der Zwerg ihnen mit erhobenem Hammer nachsprang – der Rest konnte weit genug zurückweichen, um nicht zu fallen. Aber! Sie landeten sanft – in Gelee – der lebte. Schnell zückten die Speerträger ihre Speere und halfen ihren Kameraden hinaus. Natürlich dachte der Zwerg gar nicht daran sich das bisschen Spaß nehmen zu lassen und Justice übte Gerechtigkeit? Nein, nein, das war nicht das Wort – Justice übte sich als Geleeklopfer! Ho, da konnte da Koch noch etwas von lernen.
Gemeinsam zerknüppelten sie den Würfel, bis nichts mehr übrig war. Wie er wohl schmeckte?
Der Fall des Würfels war aufgeklärt und die Falltür schien sich wieder schließen zu wollen. Schnell halfen sich die Truppenkontigente und es ging weiter.
Sie kamen in eine Halle mit einer Statue und am anderen Ende waren zwei Dunkelelfen. Mal wieder Elfen. Während Harok noch Anweisungen gab stürmte der Zwerg einfach voran und verschönerte die kahle Steinwand mit Drowinnereien. Wollen wir es dabei belassen. Man muss noch hinzufügen, dass ein Schrat durch einen vergifteten Bolzen in den Schlaf geschickt wurde. Ein Beben ließ den Stollen bedenklich wackeln, aber außer herabrieselndem Staub schien sich nichts zu tun.
Der gute Gomorra, der die entstellten Überreste der Dunkelelfen durchstöberte bescherte dem Koch ein schönes Geschenk. Tadaa, einen Köcher mit unendlich viel Platz darin. Sie gingen weiter und kamen an einen Scheidepunkt der Geschichte. Voran kam eine Tür mit einem aufgemalten Bild – das lebte? – Harok muss sich getäuscht haben. Bestimmt spielten die Gerüche ihm einen Streich. Elfen war ja alles zuzutrauen!
Rechts von der Tür war eine unschön anzusehene Statue göttlichen Elfenausmaßes.
Harok grinste. Sie musste verschönert werden. Er bohrte sich in die Nase und schnippste Popel gegen die Statue. Sein Trupp machte es ihm vorbildlich nach. Er war so stolz auf sie!
Nach links ging der Gang weiter und es waren zwei Truhen zu sehen und dahinter ein Raum ähnlich des Einganges. Während der Zwerg sich mit der Tür und dem Bildchen beschäftigte erkundete Harok den Gang und es machte ‚klick‘ und eine Falltür ging auf. Ein Seufzen und stöhnen war zu hören. Der Anführer hatte die Fallen vergessen. Brüllend landete der Orkkrieger mit einem Fuß in einem Holzpfahl. Sein Trupp fühlte mit ihm und lachte entsprechend.
Fluchend und in Rage hiefte sich Harok wieder mit Hilfe der Speerträger hoch und die Falltür schloss sich.
Diesmal machte Harok alles richtig und die Falltür öffnete sich nicht nochmal. ha! Ein Ork war lernfähig. Der restliche Trupp erkundete den Rümpelraum während Harok die Truhen öffnete und sie leer vorfand. Echt jetzt? Ein weiteres Beben durchdrang den Stollen und einzelne Steinchen rieselten herunter.
Der Rümpelraum stellte sich tatsächlich als Rümpelraum heraus und bis auf eine Wendeltreppe die am anderen Ende nach oben führte gab es nichts erwähnenswertes in dem Raum. Zurück zum Zwerg. Er hat das Rätsel des Bildes gelöst und die Kriegsformation nahm Stellung auf. Die Tür öffnete sich.
Der Raum war ein Heiligtum der Dunkelelfen. Verzierungen an Wand und Boden bezeugten ihre Hingabe zur Göttin, die potten-hässlich ist. Mehrere Tische mit Opfergaben standen am Rand und in der Mitte ein Altar mit einem – schwebenden Orb? – Vier Elfen hielten sich im Raum auf. Ein Priester der Göttin, der irgendwelches Kauderwelsch von sich gab und eindeutig Fingerfuchtler war. Die Elfen zückten ihre Waffen und richteten sie drohend gegen die Truppe. Feuer – drei Pfeile trafen Stein, Schild und Rüstung. Offensichtlich zu hastig gezielt. Der Zwerg ging in sein Element über und stürzte sich mit Schaum vorm Maul, verrückt lachend auf den erstbesten Gegner. Der Kampf entbrannte. Der Orktrupp rückte gemeinsam gegen einen Dunkelelfen zur rechten vor. Der Zwerg nahm mit den Schraten den Linken und Harok die Mitte.
Gomorra zerhack-stückelte den Elfen (und das mit einem Hammer wohlgemerkt!) und wollte sich um den Priester kümmern, da flog ein Zauber an ihm vorbei und traf Herr Gerber – „Neeein!“ Schrie der Zwerg. Es hätte ein Todesschrei sein können. Herr Gerber ging in einem Feuerball auf und hatte nicht mal die Zeit für einen Schrei. Mit voller Wildschweinwucht schleuderte der Zwerg Justice gegen den Priester und es passierte – nichts!
Eine Energiespähre schützte den Priester.
Was machen die anderen derweil? Der Trupp bedrängte den Elfen zur Rechten und war offenkundig überlegen. Kein Ork war gefallen oder gar verletzt.
Harok zerteilte seinen Gegner in zwei Hälften und sah seine Chance. Mit einem Khark-Ark auf den Lippen stürmte er heroisch auf den Orb zu und zertrümmerte ihn in viele Einzelteile. Ein klagender Schrei drang aus der Kehle des Elfens und fröhliches Jauchzen aus der des Zwergen – Hier folgen Szenen brutalster Gewalt, die man nicht weiter erleuchten will – der Elf lag tot am Boden und ein gewaltiges Beben ging durch den Berg. Steine prasselten hinab und es würde nicht mehr lange dauern bis der Stollen einstürzen würde! Schnell die Elfen durchsucht. Abbilder der Göttlichen verschönert und kleinere Anhänger zertrümmert. Weitere Räume ergaben eine Küche mit einem Fass besten Dunkelelfenweines, das getrunken werden will und ein Wildschwein über dem Feuer. Einem verletzten Drow in der Ecke wird kurzerhand der Schädel zertrümmert und in einer Leichenhalle fanden die Orks viele andere tote Orks und Harok schwor Blutrache in Namen Gruumsh gegen die Dunkelelfen. Ein Gruumshzug musste her gegen diese elendigen Spitzohren! Der Zwerg hatte einen toten Untergebenen zu betrauern und würde sich gewiss anschließen. Rache für Herr Gerber!
Mit dem Fass auf den Schultern und dem Schwein unterm Arm ging es schnellen Schrittes die Wendeltreppe hoch und man kam in ein Kastell mit einem weiteren Altar, einem hässlichen Abbild der Dunkelelfengöttin und einer riesigen versteinerten Spinne. Hier roch wieder alles nach Falle und Harok nahm kurzerhand ein kleines Fläschchen und warf es auf die Spinne. Sie bewegte sich, Aha!
Schnell rannte Harok um den Altar herum, um die Aufmerksamkeit des Spinnenviehs auf sich zu ziehen und dann kam der Zwerg. Er stiehlt einem jeden Spaß. Ein Schlag und der Hammer zertrümmerte den Rücken der Spinne und dank des Schwung landete Gomorra in den Innereien der nun toten Spinne.
Wo das nun geklärt war musste die Statue wieder verschönert werden! Es gab genug Schleim und Popel dafür. Ein entsprechender Befehl wurde an die Orks gegeben.
Harok unterdessen schneidete sich die Mandibeln als Trophäe ab und reichte eine dem Zwerg, der damit glatt einen Ork piekste! Frechheit! Dafür trat Harok den noch immer schlafenden Höhlenschrat wach. So, quitt! Und nein, die Spinne war nicht giftig!
Die Truppe blickte sich um. Es gab noch einen Raum mit einem seltsamen Teppich, den der Zwerg nutzte um sich zu säubern, leeren Fässern und einem Nachttopf. Eine Tür führte hinaus in den – Nebel? -Da war ganz sicher Nebel, alle konnten ihn sehen, oder besser gesagt konnten auf Grund des dichten Nebels nichts sehen. Nur der Zwerg Schien davon nichts mitbekommen zu haben. Er behauptete ganz normal sehen zu könne. Der Rest nicht. Laut dem Zwerg, solle das an den geschärften Sinnen die seinem Volk innewohnen liegen. Seine Adleraugen würden sogar den dichtesten Nebel durchdringen… Die Blicke in der Gruppe verrieten aber das keiner dem Zwerg so recht glauben wollte und doch schien er der einzige zu sein, der sehen konnte. Es soll hier eine Schlacht stattgefunden haben. Tote Orks, Schrate und Dunkelelfen wo das Zwergenauge hinblickte.
Man fand Seile mit denen sich der Trupp verbindete und Gomorra führte sie aus dem Nebel den Berg hinunter zurück in den Wald, oder besser gesagt in einen Wald, denn das war nicht das Waldstück aus dem sie gekommen waren….
Sie blickten sich um. Kein Orktrupp da – hinter ihnen eine Spur der Zerstörung. Der Berg war geflogen oder viel mehr gesprungen. Unglaublich aber Wahr.
Sie gingen zurück zum Ursprungsort – keine 400 Schritt weit zur Lichtung, wo es nun einen riesigen Krater gab und keinen Orktrupp! Verdammt wo sind sie? Harok brüllte und zeterte bis sich Sera zu erkennen gab. Sie sah verängstigt aus und stammelte nur.
Harok donnerte ihr eine „Sprich Klar, Orkweib!“
„Ja äh Anführer, das war so. Berg hebte ab und andere waren nicht schnell genug. Ich waren Schlau! Hab Abstand genommen um dir zu berichten.“ kam es mehr schlecht als recht hervor.
Harok grunzte und schlug nach Sera und riss ihr den Zopf ab. „Feiges Weib hast deine Kameraden in Stich gelassen.“ Er wedelte mit dem Zopf vor ihrer Nase: „Du hast kein Recht mehr den zu tragen. Feiges Stück! Einfach die Kameraden in Stich lassen!“ „Aber, aber wäre ich geblieben ich auch tot! Dann dir niemand sagen was passiert!“ effochierte sich Sera.
„Stimmt, aber du hättest deine Kameraden retten können, wenn du dich nicht feige davon gemacht hättest. Währest du eine Anführerin gewesen. Du bist ein Nichts – die unterste unter den Orks. Deinen Rang musst du dir erst wieder verdienen elendiges Weib!“ Grunzte Harok und sein Sabber flog durch die Gegend. Für die Insekten war das wohl wie sehr starker schleimiger Regen an diesem sonnigen Sommertag.
„Du wirst dich beweisen müssen und wirst Borgas dienen, bis er dich für würdig befindet und du Borgas!“ er deutete auf ihn „nimmst den Zopf solange!“ „Ja, Anführer!“ Kam es sichtlich vergnügt mit einem Grinsen zurück und Borgas machte sich daran den Zopf an seinen eigenen zu flechten. Haarextension bei einem Ork. Hübsch. Sera giftete schwach zurück, aber ihr Widerstand schien fürs Erste gebrochen. Und so marschierten sie weiter gen Westen. Sie trafen auf keine weiteren Orks oder Tiere.
Doch die vermeintliche Ruhe hielt nicht lange an. „Andere Orks seien im Gebirge im Nordosten, warum wir gehen nach Westen?“ brummte Sera aus der letzten Reihe. Mit Mühe unterband Harok eine weiteren Wutausbruch. „Weil wir Essen brauchen und wir versprengte Gruppen suchen! Und jetzt Maul halten!“ schrei er wütend und trieb den Trupp voran.
Keine Stunde war verstrichen als Sera erneut auf sich aufmerksam machte „Wir laufen jetzt schon seid Stunden und nichts passiert!“ maulte Sie jetzt unzufrieden. „Ruhe!“ schnauzte Harok zurück der nun langsam die Geduld zu verlieren schien. Dies schien auch der untersetzten Orkin aufzufallen und sie schaffte es doch tatsächlich sich für den Rest der Reise zurückzuhalten. Es wurde Abend und sie lagerten auf einer Lichtung. „Borgas geh was mit Sera jagen. Vielleicht zeigt sie sich ja als würdig.“ befahl Harok und setzte sich zum Zwerg. „Morgen gehen wir gen Norden.“ sprach der Ork leise zum Zwerg. „Warum jetzt der Sinneswandel?“ frage dieser ohne von seinem Stück Papier das er nun einen ganze Weile anstarrte aufsah „Täusche Freunde, um Feinde zu täuschen. Ich traue Sera nicht. Und so wir umgehen Streitmacht der Feinde und fallen in den Rücken.“ kam der taktische Sinn des Haroks zum Vorschein. Nun blickte Gomorra doch von seinen Runen auf und schenkte Harok ein breites Grinsen. Dieser kriegsführerische Finesse hatte er dem Ork wohl nicht zugetraut.
Plötzlich wurde die Lagerfeueridylle von einem schmerzverzerrten Schrei unterbrochen und Borgas kam mit einem Pfeil im Bein auf die Lichtung gehumpelt. Betreten schaute Sera hinter ihm mit dem Bogen in der Hand hervor und nahm gleich wieder eine Abwehrende Haltung ein. „Er selber Schuld! Ist in meine Schussbahn gelaufen als ich gesehen hab Futter!“ Der selbsternannte Häuptling musste sich an die Stirn fassen und seine Schläfen massieren. Er brauchte etwas um seine Wut hinauslassen zu können. Wer hätte den ahnen können, das es so nervenaufreiben sein würde einen Orktrupp zu befehligen.
„Sera, was soll ich nur mit dir machen? Fliehst feige, kannst nicht jagen, nicht lernen und bist am Ende der Nahrungskette angelangt!“ brüllte Harok und nahm sich einen faustgroßen Stein. „Aber aber! Ich nicht Ende der Nahrungskette!“ entgegnete die Orkin trotzig. Harok versuchte den Stein zu zerquetschen. Heimlich nannte er ihn Purzel. Purzel der Stressstein. Er würde ihm ein treuer Begleiter werden wenn das so weiter ging. „Du da,“ schrie er und zeigte auf einen Schildträger „kämpf gegen Sera in einem Duell. Besieg sie und der Platz gehört dir.“ Er deutete auf Sera „Sera kämpf im Duell und gewinne, damit wenigstens Respekt bleibt und du bekommst neue Gelegenheit zum Beweisen!“ Sera kreischte und keifte „Warum ich sollte? Ich werden sowieso gewinnen. Die nichts gegen mich!“ Doch ihre Stimme klang nicht mehr so aufmüpfig und konfrontativ wie sonst, es war fast so als würde da Unsicherheit, ja vielleicht sogar ein Hauch von Angst mitschwingen. Trotzdem nahm sie ihre Waffe zur Hand, als sie sah, wie Harok versucht den Stressstein zu maltretieren. Ihr Gegner war schon kampfbereit.
„Kämpft!“ schrie Harok und ein unglaublich langweiliger Schlagabtausch begann. Keiner von Beiden konnte die Oberhand gewinnen oder gar einen Treffer landen. Es dauerte bis das erste Blut floss. Ein Hieb vom Schildkämpfer streifte Sera am Arm und sie kreischte vor Schmerz auf zuckte zusammen. Diese kleine Unaufmerksamkeit nutzte der junge Schildträger und sein nächste hieb traf sie am Schädel und ließ sie benommen zu Boden sinken. „Gewinner ist Schildkämpfer! Hier hast du meine Axt“ verkündete Harok zufrieden und überreichte dem Sieger seine zweihändige Axt und klopfte ihm auf die Schulter. „Und jetzt köpfe sie!!!“ Überrascht blickte der Kämpfer erst auf Harok, dann auf die benommene Sera. Mit einem unsicheren Grunzen das zu einem breiten Grinsen wurde vollführte er den Hieb mit einer imposanten Geste und der Kopf rollte dahin. Zufriedenheit machte sich in Harok breit und auch die Truppe wirkte irgendwie besser gelaunter als zuvor. „Du werden jetzt Lehrling von Borgas und lernst Bogen schießen und Kundschaften und du dürfen Schrumpfkopf von Sera machen und behalten. Außerdem darfst du jetzt einen Namen tragen. Wenn du enttäuschen, es geben noch sieben andere Anwärter“ gab sich Harok gutmütig und deutete dabei auf die verbliebenen Orks.
Der Abend und der Tod Seras wurde mit dem geplünderten Spanferkel und dem Dunkelelfenwein gebührend gefeiert und am nächsten Morgen brach die Truppe gen Norden auf. Sie gingen durch den Wald und Borgas lief mit seinem Neuling voran. Es vergingen Stunden bevor die zwei mit Nachricht zurück kamen. „Vorne große Schlacht war. Viele Tote!“ wurde berichtet und die zwei Kundschafter führten den Truppe an den Rand einer Lichtung. Hier muss eine gewaltige Schlacht getobt haben. Weit über hundert Tote, teilweise übel zugerichtet, lagen über die Lichtung verstreut. Hauptsächlich tote Orks und Schrate, doch entdeckten sie auch immer wieder Dunkelelfen unter den toten. Die Orks schienen verloren zu haben, ihr Totenanteil war wesentlich höher. Nach langem Grübeln kam ein Borgas Lehrling auf die Idee, dass es sich um die Armee des Schamanen halten musste, da es viele besondere tote Orks gab, die eine bessere Rüstung hatten. Es dürfte sich hier wohl um Heerführer der Legion gehandelt haben.
Das große Plündern begann und der Orktrupp suchte sich bessere Ausrüstung von den gefallenen Orks. Während der Zwerg sich um die Dunkelelfen kümmerte und hier und da noch einen Kopf einschlug, durchstöberten die Schratte die ihren nach brauchbaren Waffen und Rüstungsteilen. Harok unterdessen erkundete einen angrenzenden Hügel mit einem Steinkreis. Auch hier lagen überall Leichen und an eine Art Altar gestützt ein fluchender, lebender Schamane namens Tazgosh.
„Du!“ brüllte Harok und stürmte zu ihm hin. „Gruumsh Rache für deine Feigheit! Khark-Ark für alle Gefallenen unter deiner Führung. Du bist ein Verräter, ein Nichts. Gespott von Orks! Lass dich töten!“ Der Schamane fuhr herum. Mit seinem einen Auge blickte er zu Harok. Er schien dem Wahnsinn verfallen zu sein. „Gruumsh fort! Glaube an Gruumsh verloren! Sieh! Er haben Niederlage gebracht!“ Harok nahm Purzel zur Hand und versuchte ihn wieder zu zerdrücken. „Ich forder deinen Tod und deinen Platz! Gruumsh werden mir Sieg schenken für deinen Unglauben! Mach dich bereit für Duell!“
Die anderen aus dem Trupp haben das Gebrüll gehört und fanden sich am Steinkreis ein. Der große Kampf sollte gleich beginnen…
Rache für Herr Gerber
von Gomorra, Geschenk der Götter
Gelassen beobachtete er die kleinen Blutströpfchen, die sich mit der überschüssigen Tinte mischten und dann in einem rot-schwarzen Rinnsal langsam seinen Oberschenkel entlang ronnen. Mit etwas Moos wischte er die dunklen Flüssigkeiten weg und betrachtete im Schein des Feuers sein Werk. Die Farbe schien zu halten. Dunkle, kräftige Linien zogen sich nun von der Innenseite des Knies Richtung Leiste. Er war zufrieden mit seiner Arbeit, doch für heute war es genug, für heute war genug Blut geronnen. Es war Zeit zu schlafen, denn morgen würde wieder Blut fließen. Und ganz sicher nicht nur sein eigenes…
Er blickte sich um. Neben ihm lehnte sein Hammer, endlich von dem widerlichen Spinnenschleim befreit, geputzt und frisch eingeölt am Baum. Auch wenn sie in letzter Zeit aufmüpfig war. Ihren Job tat Justice immer noch so hervorragend wie am ersten Tag. Als sie heute Nachmittag auf die reisige Schwertspinne, die den Drow wohl als Haustier diente, niederfuhr und mit dem matschigen Knacken des Chitinpanzers den schleimigen Inhalt des Spinnenhinterleibs im Raum verteilte, war sogar er von diesem durschlagenden Erfolg überrascht… Aber trotzdem wurde er noch nicht ganz schlau aus den Geschehnissen der letzten Tages.
Er war eigentlich immer ein Einzelgänger gewesen. Er hatte sich nie um andere gekümmert, hatte er doch schon alle Hände voll zu tun sich um sich selbst zu kümmern. Und dann schenkt ihm der dumme Ork doch glatt die 3 Waldschrate die er gefangen hat. Bugbear Sklaven! Was sollte er denn mit Sklaven! Er, der nicht mal auf die paar Habseligkeiten die er besaß acht geben konnte, sollte jetzt auf 3 Waldschrate aufpassen… Außerdem verachtete er die Prinzipien der Sklaverei. Darum entlies er sie kurzer Hand in die Freiheit! … was die Höhlenschrate allerdings nicht wirklich zu verstehen schienen. Sie sahen sich zuerst untereinander und dann ihn ratlos an. Und so kam es, das der chaotische Zwerg nun plötzlich 3 Schrate kommandierte.
v. l. n. r.: Herr Gerber(R.I.P.), 2. Offizier und da Koch
Er wusste von Anfang an, das das Ganze keine gute Idee war. Als sie dann heute Vormittag diesen komischen in Nebel gehüllten Berg erreichten, wusste er gleich das das kein gutes Ende nehmen würde. Der Nebel war kein natürlicher und das immer wiederkehrende grollende Zorn des Berges lies böses vermuten. Als sie dann auf die Lichtung vor der Nebelwand traten standen sie auf einem Schlachtfeld. Unzählige Ork- und Bugbearleichen tränkten die Erde rot und zwischen ihnen fanden sich auch immer wieder die leblosen Überreste vereinzelter Dunkelelfen. Selbst im Tod schienen sie noch arrogant auf die anderen herabzuschauen. Wie er sie verabscheute… Doch der Kampf schien noch lange nicht vorüber denn in dem dichten Nebel war immer noch Schlachtenlärm zu hören und so wie es sich anhörte, waren es viele. Zu viele!
Während Harok auf orkisch irgendwelches Zeugs schrie und seine Maden, wie er sie so gerne nannte, eiligst anfingen sich alles möglichen Waffen und Rüstungsteile von den toten Orks zu krallen, machte sich Gomorra auf den Weg die Nebelwand zu erkunden. Dabei ging er links an ihr entlang, während er die Höhlenschrate nach Rechts schickte. Und tatsächlich fand sich ein Stolleneingang gerade an der Nebelgrenze durch welche man ins Innere des Berges gelangte. Schnell war beschlossen was zu tun war. Die Hälfte des Orktrupps wurde zurückgelassen um ihnen den Rücken frei zu halten und die Umgebung im Auge zu behalten, der Rest wurde dank den neuen Waffen von Harok neu organisiert. Während er mit seinen Schraten die sich in den Stollen wie zuhause fühlten die Vorhut übernahm bildeten die neuformierten Schildträger die erste Kampflinie, gefolgt von einem Trupp Speerträger und den Bogenschützen geführt von Borgas im Rückhalt. Und so arbeiteten sie sich durch die Gänge, wobei recht schnell klar wurde worum es sich hierbei handelte. Es war der Stützpunkt der Drow. Doch viel bedrohlicher als die verbleibenden Dunkel Elfen waren die seltsamen erdbebenartigen Erschütterungen. Lange würde der Berg das nicht mehr aushalten, stürzten doch bei jeder weiteren Erschütterung mehr und größere Brocken von Decke und Wänden. Seltsamerweise stoppten die Erdbeben als sie den Zauberling in seiner Glitzerkugel erschlagen hatten. Den Zauberling der auch Herrn Gerber auf dem Gewissen hatte. Ein dunkel pulsierender Feuerball riss den jungen Höhlenschrat aus seinem neu gewonnen Leben als dieser versuchte den alten bewusstlosen Koch,vor den Angriffen der Drow zu schützen. Was er mit seinem Leben tat.
Gomorra blick wanderte durchs Lager. Es waren nicht viele übrig geblieben. Weniger als die Hälfte der Orks hatten den Tag überstanden. Sein Blick viel auf die zwei Höhlenschrate die sich eng aneinander in eine dunkle Ecke am Waldrand verzogen hatten. Sie schliefen. Doch wirkte ihr Schlaf unruhig, ja sogar ängstlich. Was auch immer sie in den Jahren der Gefangenschaft bei den Dunkelelfen erlebt haben mussten, die heutigen Geschehnisse und der gewaltsame Tod ihres Gefährten schien sie doch mitzunehmen. Oder wurden dadurch nur wieder Erinnerungen wach…
Nach einer Weiler erhob er sich langsam und torekelte zu dem Weinfass das sie noch aus der Drow-Festung retten konnten. Der dunkle blauschimmernde Azurwein der Dunkelelfen war besser als er zu hoffen wagte, ja er war nahezu ausgezeichnet und im Vergleich zu den Weinen der Menschlinge kein wässriges Freizeitgetränk sondern hatte durchaus Durchschlagskraft. In den Tavernen würde man viel Gold für diesen edlen Tropfen hinblättern müssen, aber er würde ihnen wohl kaum etwas übrig lassen, dachte der Zwerg grinsend während er sich seinen Trinkschlauch füllte. Gemütlich schlenderte er zurück zu seinem Platz am Feuer. Harok saß schweigend auf der gegenüberliegenden Seite und starrte nachdenklich in die Flammen. Er grübelte wohl darüber wie er mit der aufmüpfigen Sera verfahren sollte, war sie doch von Natur aus eine Unruhestifterin und wohl auch schuld daran das die Hälfte seines Trupps nun von einem hüpfenden Berg begraben worden ist. Aber das war das Los eines Anführers, das war Haroks Aufgabe und alleine seine! Er würde sich da nicht einmischen. Er hatte wichtigeres zu tun. Und so zog er nach einem tiefen Schluck Drow-wein die zwei Pergamente die er bei sich trug aus seiner Gürteltasche. Das eine war alt, sehr alt. Wahrscheinlich älter als alles das er kannte. Die Schriftzeichen glichen zwergischen Runen doch kannte er keines der Zeichen. Die meisten von ihnen waren kaum mehr erkennbar und doch schienen sie deutlich da zu sein wenn man sich auf sie konzentrierte. Stärke und Kraft ging von dem alten Stück Papier aus doch war es eine Stärke die er noch nicht ganz fassen konnte, eine Kraft die er noch nicht begreifen konnte. Alles was er wusste, war das dieses Pergament, diese Runen Justice irgendwie verändert hatten. Sie war mächtiger geworden, stärker, doch auch eigensinniger. Er hatte immer schon mit seinem Hammer gesprochen und daran war auch nichts verwerfliches, doch nun antwortete ihm dieser. Und nicht nur das. Er schien auch so zu ihm zu sprechen wenn er es wollte. Wenn er mit seinen Taten zufrieden war, oder eben nicht. Es schien fast so, als hätte Justice ein Bewusstsein bekommen, es schien so als hätten diese Runen seinem Hammer Leben eingehaucht… Ob er das gut finden sollte, das wusste er noch nicht!
Lange betrachte er das zweite Pergament bevor er es langsam entrollte. Dies war noch recht frisch. Er hatte es heute selbst angefertigt, nachdem sie den Dunkelelfen Magier erschlagen hatten. Es zweigte einen hastig mit Tinte und Feder skizzierten Raum. Keine großartigen Details. Ein einfacher Sessel, eine Truhe, ein Tisch mit einem Laib Brut und ein Krug Wasser… und eine kleine blaue Gestallt die ihn interessiert aus der Skizze heraus anschaute. Gomorra zwinkerte dem keinen blauen Wesen zu und siehe da, es zwinkerte zurück. Es hatte also funktioniert. Das blaue kleine Kerlchen war in einem Bild das direkt auf die Tür zum Beschwörungsraum des Dunkelelfen Zauberers gemalt war gefangen und diente dort wohl als eine Art Torwächte. Lies sich die Tür doch nur öffnen, wenn man das blaue Männchen dazu brachte die Tür im Bildhintergrund zu öffnen.
Das geheimnisvolle Bild
Als die Höhle dann einzustürzen drohte wollte Gomorra den blauen Burschen nicht zurücklassen und versuchte ihn in sein selbst gezeichnetes Bild zu locken. Stolz blickte er nun auf das Stück Papier in seiner Hand und auf das winkende blaue Männchen darauf. Er würde es Herr Gerber nennen, in Erinnerung an den tapferen Höhlenschrat der heute an der Schwelle der besagten Tür auf so grausame Art und Weise sein Leben lies. Zufrieden grinsend wünschte er dem neuen Herrn Gerber eine gute Nacht und verstaute das Papier wieder vorsichtig in seinem Gürtel. Nun war es wohl auch an der Zeit das er etwas Ruhe fand. Würden die ersten Sonnenstrahlen den guten Harok wohl sicher wieder aus seinem Schlaf kitzeln, was er ja auch immer lautstark kundtun musste… Aber er hatte ja recht, immerhin gab es noch einen Schamanen zu jagen!
Noch in der Nacht nach der Unterredung beim Festungskommandant Galen Horak, entschied sich die kleine Gruppe das man sich um diesen verräterischen, “Prinz des Waldes“ würde kümmern müssen. Zum einen um Dreistein und den Vetteln zu helfen aber natürlich auch um den hinterhältigen Angriff und dem daraus resultierenden Tod von Damil zu rächen. Man nahm sich 4 Tage Zeit um sich so gut wie möglich auf das Treffen vorzubereiten. Es wurde Ausrüstung besorgt, Waffen aus kalteisen geschmiedet, Lyari testet sein neu erlangtes Wissen im Umgang mit Giften und konnte mit Hilfe des Kadermagiers Zorak einige recht wirkungsvolle Mixturen zubereiten. Rift hört sich nach Verstärkung um, und wurde tatsächlich fündig. Anscheinend war der örtliche Schwarzmarkt an dem Zustand in Dreistein interessiert und bot einen ihrer „freien“ Mitarbeiter als Verstärkung an. Nach einigem begutachten entschied sich die Gruppe das dieser Azazil Amakiir tatsächlich nützlich sein konnte und nahm das Angebot dankend an. Durch diese Vereinbarung erhielten die Abenteurer zudem noch Zugang zum Schwarzmarkt, welcher mit einigen, recht nützlichen Dingen aufwartete welche ihnen bei der bevorstehenden Konfrontation sicherlich hilfreich sein würden.
Rift reiste allein voraus nach Dreistein um eventuelle Hilfe vor Ort zu rekrutieren und alles nochmal mit dem Schulzen, den Vetteln und etwaigen anderen Betroffenen zu besprechen. Mit Hilfe von Desa gelang es Rift ein Treffen mit „Korell“ zu vereinbaren. Selbst konnten die drei Vetteln nicht offen gegen den Waldprinzen vorgehen da sie damit das magische Bündnis den sogenannten „Eichenbund“ verletzen würden was wohl arge physische Auswirkungen auf sie hätte. Der Riese Falgrim und seine Gefährtin würden an keinen direkten Kampfhandlungen teilnehmen aber zumindest gaben sie Rift, was sie an Gegenständen hatten, die vielleicht hilfreich sein konnten. Anders sah die Sache bei den fünf Ogern unter der Führung des Ogerbarbaren Aram aus, sie brannten förmlich darauf sich für den Angriff auf ihre Herrin zu rächen und sagten ihre Hilfe beim Kampf bereitwillig zu.
Auch hatte Rift, der den Plan hatte, die Waldwesen der Umgebung von der Falschheit des Prinzen zu überzeugen, einigen Dryaden und Satyren von dem Treffen erzählt und sie gebeten dabei zu sein. Er hoffte darauf sie so auf ihre Seite ziehen zu können und so evtl. weitere Unterstützung im Kampf zu bekommen.
Und dann war es soweit die Gruppe näherte sich dem vereinbarten Treffpunkt auf einer Lichtung anderthalb Tagereisen von Dreistein entfernt mitten im tiefsten Wald an einem Fluß gelegen. Die Lichtung bestand aus einigen kleine Hügeln mit ein paar alten Eichen. In der Mitte der Lichtung auf einem Hügel neben einer der besagten Eichen erwartete „Korell“ die Abenteuer bereits. Ein Wesen halb Humanoid, mit leicht elfischen Zügen, halb Pflanze, mit Blättern und Dornen und lediglich einem verknöcherten alten Holzstab in den Händen. Nichts in seiner Haltung oder seinem Gebaren deutete darauf hin das er hier mit einem Kampf rechnete. Die fünf Oger blieben wie vereinbart ein wenig zurück und sollten nur auf ein vereinbartes Zeichen hinzukommen. Die Waldwesen schienen dem Bitten von Rift nachgekommen zu sein, denn es verbargen sich rings um die Lichtung verschiedensten Kreaturen wie die Gruppe bei ihrer Ankunft bemerkt hatte.
Als gleich trat Xhorgul auf den Prinz zu während Rift schon aus einiger Entfernung und mit erhobener Stimme begann den Prinzen mit Vorwürfen und Fragen hinsichtlich seiner Falschheit zu konfrontieren, natürlich auch um sicher zu gehen das die anwesenden Waldwesen auch vernahmen was hier gesprochen wurde. Doch das gesagte perlte an dem Waldprinzen ab wie Wasser von einem Lotosblatt. Sichtlich erstaunt über die Unantastbarkeit und dargestellte Überheblichkeit kam Rift ins schlingern, der anfänglich Schwung ging verloren und er bemerkte das wenn es so weiter ginge, die Waldwesen würden nicht überzeugt werden können…… Xhorgul der dies bemerkte sprang mit der für Zwerge bekannten Entschlossenheit ein schaffte es tatsächlich die harte Schale des Prinzen hier und da zu durchbrechen und so veränderte sich nach und nach das Gebaren Korell´s.
Lyari der am Rand der Lichtung in einem Baum saß mit gespannten Bogen die gesamte Szenerie im Auge behielt bemerkte die gemurmelten Worte die keiner zu hören vermochte und die Bewegung mit dem alten Stab als erster und doch ging alles zu schnell.
Der Boden veränderte sich, der Rand des Flussbettes senkt sich von einem zum nächsten Augenblick ab und der Fluss ergoß sich über die Lichtung. Lyari schoß, der Pfeil verfehlte sein Ziel. Dennoch war Allen klar das dies der Beginn des Kampfes war. Rift und Azazil schafften es gerade noch rechtzeitig sich auf einer Anhöhe in Sicherheit zu bringen. Der Kampf entbrannte, doch bisher nur einseitig, Korell machte keinerlei Anstalten und nutzte die nächstbeste Möglichkeit den Streitern mitzuteilen das er einen Kampf für nicht angebracht hielt und das er Informationen hätte die sie in Erfahrung bringen sollten bevor sie entschieden den Kampf fortzuführen. Kurz darauf kam es zum Waffenstillstand und Xhorgul forderte ohne Umschweife die Informationen zu erhalten. Und so kam es. Der Waldprinz eröffnete ihnen das er es ist der Orkfels und die umliegenden Siedlungen seit ewigen Zeiten so früh vor der Orkinvasion warnte das sie ihre Verteidigung organisieren konnten und dadurch die Gegend in relativer Sicherheit lebte, und das er das durch einen Bund mit den Herrschern von Tiefwasser bzw. Lautwasser besiegelt hatte. Er gestand ein das er für den Überfall auf die Gruppe verantwortlich war und auch für die toten Späher aber das daß alles notwendig für ihn war, um seinem viel größeren Ziel dienlich zu sein. Die Natur muss geschützt werden um jeden Preis, und ihre wahre Macht solle von allen anerkannt werden. Er machte eine Geste in die Umgebung und alle anwesenden Waldwesen stimmten zu. Er machte deutlich das sie alle da waren um ihn zu unterstützen. Etwaigen Argumenten von Rift und Xhorgul das der Zweck nicht die Mittel heiligen würde war er in keinster Weise zugetan. Als sich abzeichnete das die Abenteurer von seinen Argumenten nicht zu beeindrucken waren und sie die größere Weisheit in seinen Worten nicht erkennen würden, beendete er das Treffen in dem er ein magisches Portal in dem Baum neben sich öffnete und darin verschwand, nicht jedoch ohne seinen Anhängern noch zu befehlen die verbleibenden Streiter zutöten.
Der Kampf entbrannte erneut, eines der Waldwesen eine Nymphe brachte die Gruppe in arge Bedrängnis, es ging um leben und Tod.
Die Oger die bis jetzt aussen vor geblieben waren schalten sich nun in den Kampf ein, was die Wendung brachte. Völlig überrascht, fiel ein Gegner nach dem anderen. Sie waren gewillt bis zum letzten zu kämpfen auch als Rift ihnen anbot den Kampf zu beenden und zur Vernunft zu kommen. So blieb ihnen keine andere Möglichkeit als alle Waldwesen zu töten.
Da standen sie nun, erschöpft und frustriert. So hatten sie sich das Treffen nicht vorgestellt. Alles Grau in Grau, kein Schwarz oder Weiß. Es schien kaum möglich etwas Gutes zu tun ohne etwas Schlechtes zu verursachen. Völlig desillusioniert machten sie sich auf den Rückweg. Sollte es wahr sein das der Prinz ein Bündnis mit den Herrschern der Region hatte, so würde die ganze Situation sollten sie sie den falschen Leuten eröffnen auch noch eine zusätzliche Gefahr für sie selbst darstellen, die betroffenen Fürsten würden sicherlich alles erdenkliche tun um die Vereinbarung nicht öffentlich bekannt werden zu lassen. So entschied man sich, dem Kommandant von Orkfels welcher ein integerer Mann zu sein schien, die Informationen nach ihrer Abreise per Brief zukommen zu lassen. Solle er entscheiden wie dann mit Dreistein verfahren werden soll. Eventuell war es auch möglich das Dreistein ihren jetzigen Status beibehalten konnte wenn es Anweisungen von ganz Oben gab den Waldprinzen in Ruhe zu lassen, diese Vorgehensweise schien durchaus vorstellbar. Aber irgendwie hatte das alles einen doch bitteren Beigeschmack. Es blieb wohl nichts Anderes als abzuwarten was die Zukunft bringen würde…..
Kurz nachdem unsere Abenteurer wieder festen Boden unter den Füßen hatten und ihre Belohnung in Form eines Edelsteins erhalten hatten versuchten sie herauszufinden wo sie waren. Glücklicherweise war es Jenotus, ohne Probleme, möglich ihre Ungefähre Position zu ermitteln. Doch zu dieser guten Nachricht gesellte sich auch direkt eine schlechte…
Sie waren mitten in der Wüste, genauer, östlich der Marching Mountains.
Um nicht zu viel Zeit zu verlieren machten sie sich auf den Weg Richtung des Flusses Calim, dank der guten Gesellschaft von Taric ging die Reise schnell von dannen. Leider konnte niemand sich erklären woher der ehemalige Waffenbruder von Jenotus in den Tempel gelangte und so wurde die frage von Alina damit beantwortet dass wohl Göttliche Hände ihn dorthin lenkten.
Die Reise verlief ohne weitere Zwischenfälle bis unsere kleine Gruppe einen Drow erspähte der sich mit einem alten Mann in Robe beschäftigte und diesen seinem Ende rasch näher brachte. Als sie sich jedoch näherten und ihn mit diversen Zaubern durchleuchteten entschieden sie sich zu einem raschen Rückzug, da fest stand dass sie diesem Gegner nichteinmal im Ansatz gewachsen waren.
Wieder auf dem Weg gen Fluss entschieden sie sich eine Rast einzulegen und ihre Kräfte zu regenerieren… Um jedoch sicher, in diesen Unsicheren Zeiten schlafen zu können, entschieden sie sich die nacht in einem Extradimensionalen Raum zu verbringen dort in Ruhe zu Essen und zu Trinken und anschließen zu schlafen.
Am darauffolgenden Tag machten sie sich, frisch gestärkt, wieder auf den Weg da der Fluss nicht mehr weit war und in einiger Entfernung schon schimmernd zu sehen war… Immer wieder waren Ruinen zu sehen, die in dieser Gegend nicht selten waren und fanden dementsprechend auch keine weitere Beachtung. Aus heiterem Himmel jedoch kam eine Pfeilsalve aus mehreren Richtungen auf die kleine Gruppe zu welche Glücklicherweise niemanden Traf und die meisten Pfeile einfach im Sand versackten… Sofort formierten sich Jenotus, Alina, Taric und Strave um sich auf den Kampf vorzubereiten und die Feinde mit aller angemessenen Härte in ihre Schranken zu weisen. Während sich Strave um die ersten 2 Banditen kümmerte und Taric bereits auf dem Weg zu 3 weiteren der Unholde machte sorgte Jenotus mit einer Windwand dafür das keine Weiteren Pfeile zu ihnen durchdringen würden. Nach wenigen Sekunden waren die ersten Banditen Tot im Wüstensand und die verbleibenden auf dem Weg um Ihren Hinterhalt doch noch in einen Erfolg zu verwandeln. Dies war jedoch aussichtslos nachdem sich nun Alina um ein Weiteres Banditennest kümmerte und Taric und Strave zum vierten und letzten Eilten in welchem auch der Anführer der Banditen befand. Einige Augenblicke später legte sich der Sand, welcher vom Kampf aufgeworfen wurde, wieder und der letzte verbleibende Bandit wurde gefangen genommen um die Hintergründe dieses aussichtslosen Kampfes zu ergründen.
Schnell war klar Derjeb Dschohann, welchen die 4 Bereits aus Briefen aus dem Tempel kannten, steckt hinter diesem Angriff. Und viel wichtiger als das fanden sie heraus das sie beobachtet wurden, jedoch war unklar wie. Sehr Aufschlußreich war auch der Fakt das die Banditen so sehr Angst vor Derjeb hatten das sie lieber freiwillig in den Tod liefen anstatt sich zu wiedersetzen. Und auch der Gefangene flehte konstant ihm ein Ende zu bereiten, welches ihm jedoch nicht gewährt wurde. Wieder auf dem Weg war der Fluss auch schnell erreicht und in einiger Entfernung war ein Transportboot zu erkennen, welches langsam in Richtung Meer und somit auch Stadt fuhr. Schnell war das Boot eingeholt und die überaus zuvorkommende Besatzung war Bereit die kleine Gruppe, mit Ausnahme von Jenotus, welcher nach wie vor in einen Devil verwandelt war und hinterherflog, mitzunehmen. Schnell wurde miteinander geplaudert und einige Getränke an den Mann gebracht. Nach einiger Zeit entschloss sich Strave an den Bug zu setzen um die Umgebung besser im Auge behalten zu können und Alina entschied sich dazu ein Bad zu nehmen. Letzteres geschah sehr zum Wohl der Besatzung da Alina in ihrer liebevoll, freizügigen Art sich ihrer Garderobe entledigte und mit einem Seil gesichert ins Wasser sprang. So ging die Zeit schnell um und ehe man sich versah hatte die Dämmerung bereits eingesetzt und die Gruppe entschied sich trotz der netten Gesellschaft das Schiff zu verlassen, da die Stadt ohnehin nurnoch einige Meilen entfernt war und durch die Beobachtung der Extradimensionale Raum von Jenotus am sichersten erschien.
Am nächsten Morgen ging die Reise früh los um schnell die Stadt und die angrenzenden Märkte zu erreichen. Gegen Mittag war es dann soweit und die 4 erreichten Keltar.
Schnell wurde sich erkundigt wo der Basar als auch das Hauptquartier der Wache sei und schon wurde sich dorthin aufgemacht. Als erstes wurden diverse magische Gegenstände identifiziert und anschließend allerhand Dinge verkauft um die Gemeinschaftsbank wieder aufzufüllen und sich anschließend mit nützlichen Dingen einzudecken. Alina bekam eine neue Rüstung um bei ihren waghalsigen Aktionen besser geschützt zu sein, Strave ein paar überaus praktische Handschuhe um sein neu entdecktes Talent mit Wurfwaffen besser ausüben zu können und Jenotus eine Standarte um der Gruppe noch besser helfen zu können als er es ohnehin schon tat. Ein Rätsel war an jenem Abend jedoch noch zu lösen.
Der Edelstein den sie vom Dämonenprinzen erhalten hatten. Es war bereits bekannt das dieser äußerst wertvoll war aber auch magischer Natur Entsprung und förmlich danach schrie identifiziert zu werden. Aufgrund des Ursprungs wurde sich jedoch dazu entschieden dies in Abwesenheit Fremder zu tun und so fanden sich alle in einem Zimmer der nahegelegenen Taverne ein um eben dies zu tun.
Als Jenotus gerade damit anfing den Stein zu identifizieren, hatten alle Anwesenden das Gefühl das dies ein äußerst Schlechter Plan war und ließen für den Moment davon ab um sich erneut im Extradimensionalen Raum einzufinden um zu rasten…
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