Die Schlacht der Wilden Horde Orks und unserer Kleinen Gruppe immer noch im vollen Gange im Speisesaal der Alten Zwergenbinge, versucht wir uns die Situation das ein großteils der Orks immer noch Taub und Blind durch die Gegend irrten, sofern sie sich nicht in Nebensächlichkeiten wie dem Netz von Milo verstrickten, zu nutzen zumachen.
Während unsere neuen Elfen Begleiter sich mit Schlagkräftigen Argumenten ihrer Schwerter langsam weiter zum Anführer der Truppe durchschlugen und dabei der eine oder andere Ork etwas Kopflos durch den Raum wanderte versuchte ich so gut es ging, die beiden zu unterstützen bis ich endlich bereit war meinen Feuerodem erneut einzusetzen.
Garrith und unser neuster Begleiter Ghalt unterstützen derweil mit Pfeil und Kugelhagel aus den hinteren Reihen, nur wenige Momente nachdem mein Feuerodem zwei der Orks in Glühwürmchen verwandelte und einen weiteren leicht versengte, hörten einige von uns ein erst leichtes und dann immer stärkeres Beben über uns.
Als langsam die ersten Bröckchen von der Decke regneten wurde nicht nur den Orks sondern auch uns klar das es wohl das beste ist eher schneller als später den Raum zu verlassen. Während wir in einer Guten Position waren uns abzusetzen hatten die Orks weniger Glück. Die Decke über ihnen brach krachend zusammen und neben dem Ork Führer wurden auch noch eine Handvoll weiterer Orks sofort erschlagen. Das was durch die Decke brach sah aus wie eine groteske Kreuzung zwischen einem Käfer und einem Riesenaffen, nicht nur schwerst gepanzert durch die Chitinplatten, sondern auch äußerst bedrohlich wirkend mit seinen Klauen und Mandibeln. Wie uns Azazil später sagte handelte es sich dabei um einen Erdkoloss, eine sehr große Ausgabe davon.
Milo der nahe des Eingangs stand war praktisch schon verschwunden aus dem Raum bevor der Rest sich auch nur in Bewegung gesetzt hat, alles was wir noch vernehmen konnten waren Kleinkind artiges schreien und weinen das aus dem Gang kam.
Als dann langsam auch die restlichen Von uns aus dem Raum zurück gezogen haben, während die Orks sich anfingen gegenseitig abzuschlachten oder von dem Erdkoloss in Handgerechte Fragmente zerlegt wurden, kamen uns Yurkas und Bruce entgegen. Nachdem sie die letzten 20 Stunden wohl geruht hatten schienen sie, warum auch immer, voller Tatendrang und wollten so schnell es geht sich das Leben nehmen bei einem Sturmangriff auf den Erdkoloss, während ich Yurkas am Kragen packte und ihn Richtung Ausgang zog schnappte sich Azazil der die Nachhut bildete Bruce, etwas unfreiwillig schaffte er es dabei den Riesenschlächter Bruce mit einem einzelnen Hieb wieder ins Traumland zu befördern.
Wieder bei unseren Einstieg auf dem Marktplatz angekommen quetschte ich Yurkas durch das Loch welches zu den Eingestürzten Räumen führte über die wir die Binge betreten hatten. Als Azazil, Ghalt, der bewusstlose Bruce und meine Wenigkeit damit bemüht waren Yurkas durch das Loch zubekommen hatte sich scheinbar einer der Orks verlaufen und war der Meinung das er mit uns drei fertig würde, nach einer kleinen Erleuchtung durch meinem Odem sowie anschließende physische Angriffe erst mit meinen Hörnern und später mit dem Speer gaben Ghalt die Chance zur flucht. Warum Azazil dem Ork sein Schwert vor die Füße warf ist mir zwar nicht ganz klar, aber vielleicht wollte er einfach sagen das er ihn auch ohne Waffen umhauen kann.
Nachdem der Ork nun in seiner eigenen Blutlache ertrank und wir in der Ferne den Koloss hörten der sich scheinbar uns nährte und das kleine Problem bestand das ich nicht ohne weiteres schnell durch den schmalen Tunnel zum Vorraum zwängen konnte, haben Azazil und ich den schlummernden Bruce in einen der Seiten Gänge verfrachtet und dort ausgeharrt.
Wie kaum anders zu erwarten hat einer der Begriffsstutzigen Orks den Koloss genau zum Marktplatz geführt, seine Strafe hat er dafür recht schnell bekommen als er im Loch stecken blieb bei seiner Flucht und dann samt der Wand in einen blutigen Brei verwandelt wurde als der Erdkoloss durch die Wand brach … was immerhin mein Größen Problem für das Loch beseitigte.
Einige Zeit still und bewegungslos verharrten wir nun, bis wir uns sicher waren das der Koloss weg ist. Aber aus reiner Sicherheit versuchen wir den noch unerforschten Gang weiter zu gehen da wir hofften den eigentlichen Eingang zur Binge zu finden und so den Koloss völlig umgehen zu können. Alles was wir fanden war unserer ‚Freund‘ Talos und sein Gefolge friedlich am schlummern während die Binge dem Erdboden gleich gemacht wird. Ihn aufzuwecken war nur leider keine gute Idee da er sofort Heldenhaft, oder Dumm, ausziehen wollte das Böse zu bekämpfen und die Jungfrauen zu retten, ob vorhanden oder nicht spielte da wohl keine Rolle. Die Ekstase muss so überwältigend gewesen sein das er dabei, zum Glück, das Bewusstsein verlor und wir ihn dann zusammen mit den anderen doch wieder über den Marktplatz nach draußen, sprich Oben schaffen konnten.
Gut zwei Stunden später haben wir dann den Fluchtling Milo und die restlichen Leute auf dem Plateau eingeholt und zumindest Bruce war mittlerweile wieder hellwach.
Außerhalb der Gefahrenzone hatten dann Yurkas und Bruce nichts anderes zu tun als solange herum zu quengeln das man ihren Leuten doch helfen müsse und das wir mal eben fix den Koloss töten müssen, nützliche Vorschläge waren aber von den beiden nicht zu erwarten außer das wir ihn mal ‚eben‘ in eine Falle locken sollen. Um die leichten Blessuren zu heilen die einige von uns abbekommen haben entschlossen wir uns für eine Ruhepause auf dem Plateau, zwar wurde diese kurzfristig von einem weiteren Ork gestört aber noch bevor er wusste was los war hat Talos ihn kurzerhand zu Gruumsh geschickt. Nach der Ruhepause ging dann die wilde Planung los.
Die ersten Ideen die nach einer wilden Diskussion dazu auf kamen waren entweder zu Glücks abhängig oder mangels unserer Fähigkeiten unmöglich. Auch als geübter Bärenjäger ist die schiere Größe von dem Koloss etwas das viele herkömmliche Fallen ausschließt, meine Idee einen Durchbruch in den Eingestürzten Räumen zu bauen und ihn dann notfalls mit Gewalt in den tiefen Schacht stürzen zu lassen wurde natürlich verworfen.
Die Planung dauert noch eine geraume Zeit an und drehte sich irgendwie immer im Kreis, am Ende wurde dann Praktisch mit kleineren Detailänderungen doch meine Idee umgesetzt. Wo ich einen Lebend Köder wie Azazil oder Talos genommen hätte haben sich unsere Magier Milo und Ghalt für Illusionen entschieden. Neben einen Hübschen imaginären Fußboden von Ghalt gesellte sich eine zwergische Hochzeitsgesellschaft die einen kruden Volkstanz der Zwerge in voller Lautstärke ausführte um den Koloss anzulocken. Ob der Koloss wirklich so dumm war oder die Illusionen zu gut wird er uns wohl nicht mehr verraten können da er wie geplant die mehr als 30 Meter in die Tiefe stürzte und zur Sicherheit durch unseren Yurkas und Nelenia noch einen massiven Granit Brocken hinterher geschickt bekommen hat, den sie mittels ihrer göttlichen Magie aus der Decke gelöst hat.
Den Koloss als erledigt abgehackt machten wir uns nun alle gemeinsam wieder auf den Weg zum Speisesaal, bzw. nun zur Leichenhalle, Blut und Wein bildeten eine Harmonische Beziehung und färbten den gesamten Boden in einem gleichmäßigen Rotton, hier und da lagen einzelne Orks oder einzelne Stückchen von ihnen und lockerten den roten Teppich etwas auf. Unsere zierlicheren Begleiter schienen mit dem Anblick und Geruch etwas überfordert und wollten den Raum so schnell als möglich durchqueren.
Im Rahmen des Auftrags die Orkbedrohung im Reich zu verringern gönnte ich mir aber die Zeit die Köpfe, soweit vorhanden, einzupacken. Sowohl der große Ork als auch der Führer aus dem Orklager sind durch das wüten des Koloss hier zu Grunde gegangen, die Frage die mich beschäftigt ist nun wo der Zhentarim ist der damals im Orklager war, von den beiden ist leider keine Antwort mehr zu erwarten und auch kein nützlicher Hinweis war bei ihren Sachen zu finden.
Aus dem Tagebuch welches von der Elfe Nelenia gefunden hatte geht hervor das der Zwergen Schwarzmagier Saraxus wohl für das verschwinden der Zwerge verantwortlich ist und auch der Koloss war wohl ein unfreiwilliger Helfer von ihm. Bei unserer weiteren suche in der Binge nach einer zweiten Bibliothek fanden wir die erste Leiche eines anderen Zwergen, scheinbar konnte er den Hals nicht voll genug bekommen und ist in einem Weinfass ertrunken.
Ghalt schien sich bei unseren erforschen der Binge sehr für eine Röhrenkonstruktion zu interessieren in der er dann auch kurzer Hand verschwunden ist, Zwerge sind schon ziemlich seltsam, während sich zumindest ein Teil der Gruppe weiter daran machte die nahen Räumlichkeiten zu untersuchen.
Zumindest bis wir auf eine Miniatur Version eines Spidereaters trafen, einige stellten Vermutungen an das es der Vertraue von dem Schwarzmagier sein könnte. Kurz um schleuderte Azazil seinen Schwächestrahl auf das Insekt das darauf hin zu Boden segelte und zu einem blutigen klebrigen Matsch unter seinem Stiefel verwandelt wurde.
Die Schlacht war geschlagen, die Bestien im Wald wurden enthauptet und durchsucht. Finn fand ein Brief, in welchem Stand das ein Mädchen aus der Festung in die Fänge des Sammlers gebracht werden soll. Dies war dann anscheint auch der Grund, warum die Scharr der pelzigen Zweibeiner auftauchte.
Nachdem die Gruppe sich durch den Geheimgang wieder in die Feste schlich, wurde der Kopf des führenden Wolfes auf eine Pieke gepflanzt und über die Brüstung gehängt. Als ob kollektiver schock die kämpfende Masse an zweibeinigen Wölfen durchlief, wurde es urplötzlich still. Es konnte nur noch das schwere, tiefe Atmen und der prasselnde Regen, wie auch die vereinzelten Gewitterdonner vernommen worden.
Einer der Verteidiger schleuderte seinen Speer auf ein Biest und erwischte es tödlich. Es sah so aus, als ob dies das Zeichen für den Großteil der Bestien war, die Flucht einzuschlagen. Die wenigen die noch blieben, wurden gnadenlos dem Erdboden gleichgemacht.
Stunden später legte sich der Regen. Es war nicht verkehrt das es regnete, so wurde das Blut wenigstens ein wenig in die Erde gewaschen, auch wenn diese nicht mehr viel aufnehmen konnte. Nun begannen die Aufräumarbeiten. Die Leichen wurden zusammengesammelt und die aus der Feste wurde ehrenvoll bestatte. Für die Biester blieb nur ein Massengrab im Feuer übrig, jeder wollte auf Nummer sicher gehen.
Finn begann indes, in seiner Lagerstatt, zu meditieren. Er bemerkte ein ruhendes, wohl schlafendes Mädchen welches von Wachen beschützt wurde. Nachdem er fundlos durch die Feste in seiner Geisterwelt gewandert ist, war dies ein Hinweis auf den Brief den er gefunden hatte. An den Wachen kam er ohne weitere Probleme vorbei, jedoch kam er nicht ganz zu dem Mädchen, als ob ein Magnetfeld das Mädchen von innen heraus abschirmen würde. Auch alle Versuche des Halblings, das Mädchen zu wecken oder in Kommunikation mit ihr zu treten schlugen fehl und sodann verließ er seine Meditation.
Tirza und Stahlauge suchten die Schmiede bzw. den Kürschner auf und fragten ob ihre Rüstungen repariert werden konnte. Dies wurde als Geschenk für die Hilfe im Kampf auch kostenlos, jedoch nicht bis vor dem Abend am nächsten Tag erledigt sein.
Lo Pan und Stahlauge wechselten einige Sätze, nachdem Stahlauge wieder die Gruppe aufsuchte und Lo Pan erzählte, das er erstmal nachfragen müsse wie sie nun nach Nesmé kämen. Die Frau, welche die Gruppe anfangs willkommen hieß teilte dem dicken Halbling mit, das ein Magier in der Nebel Bucht, ein kleines Fischerdorf in Sembia helfen könne. Der Magier ist auf der Suche nach einem Stein, der ihm die Weitenteleportation ermöglicht. Dazu müsse die Gruppe nur in den nahe gelegenen Bergsee spazieren, das Ruderboot bis in die Mitte des Sees rundern und schon wären sie vor Ort und Stelle. Etwas später wurde dies der Gruppe erklärt und nach einigem hin und her stand der Plan fest, nach der zweiten Nacht zum See aufzubrechen.
Am nächsten Tag half Stahlauge bei den Holzfällern mit. Die Orkin, der es anscheint gut tat ein wenig Blut in der Schlacht auf der Haut zu spüren, übte sich im schlafen, essen, kämpfen und was einfach gestrickte Orks halt noch so tun. Ein simples Leben halt, wie es wohl einige betiteln. Der Rest der Gruppe vertrieb sich auch irgendwie die Tage. Mal hier und mal dort aushelfen oder auch mit einigen Übungseinheiten.
Die Schenke war, wie wohl üblich, der Anlaufpunkt am Abend. Nachdem die Dämmerung einsetzte füllte sich die Schenke gut und es herrschte auch relative gute Stimmung. Tirza spielte ein paar Lieder und verdiente sich ein wenig Gold dazu. Der Rest trank und speiste was das Zeug hielt, es war immerhin noch umsonst als freundschaftliche Geste bezüglich der gestrigen Hilfe.
Jeder bekam mit, dass die wenigen Zwerge hier ein Spiel spielten was sich Klopp den Kopp nannte.
Am zweiten Abend fragte Stahlauge ob er nicht auch mal das Spiel ausprobieren könne. Er fragte zu gleich nach den Regeln und es wurde ihm erklärt:
„Also großer, du nimmst dir einfach den Topp hier auf den Kopp. Der muss so richtig wackeln, schaukeln und die Augen verdecken! Sonst macht das ja kein Spaß! Danach stellst du dich einfach gegenüber deinem Kontrahenten auf und wenn das Signal ertönt, lauft ihr beide mit gesenktem Kopp aufeinander zu und wer noch steht, hat gewonnen.“
So dann, die Regelwerk schien simpel, fair und hochgradig komplex. Nun dann, Stahlauge wurde ein sogenannter Topp gereicht, es handelte sich hierbei um einen einfachen Kochtopf aus der Küche, setzte sich diesen auf und stellte sich gegenüber von dem Zwerg auf, der es ihm gleichtat. Das Signal ertönte und beide spurteten los. Es gab einen ohrenbetäubendes Scheppernd und alles war Still. Beide schwankten, taumelten und hielten sich den Kopf. Der Zwerg sagte „Wa daaas alls? Son büsll … tuat …“ und rumps lag er rücklings auf dem Boden. Stahlauge wurde bejubelt wie keiner zuvor, so hatte er doch den Lokalmatador geschlagen.
Nach einem kurzen Bier kam die Orkin und forderte Stahlauge heraus. Das gleiche Spiel, die gleiche Wirkung wie beim Zwerg. Stahlauge stand wieder. Nach der zweiten Runde gewann jedoch die Orkin und zu dem Zeitpunkt konnte keiner mehr sein eigenes Wort in der Taverne verstehen. Die Zwerge sangen ihre Trinklieder so laut, dass die Scheiben gefühlt zu bersten begannen. Jeder jubelte, es flogen Krüge umher, es wurde Bierverschüttet und jeder hatte eine gute Stimmung. Dieser Abend würde noch lange in den Erinnerungen der Festungsbewohner stehen.
Nachdem die Nacht durchzecht war, jeder seine Schlafstätte gefunden hatte und der Hahn am frühen Morgen krähte, machten sich die grauen Wächter auf zum Bergsee.
Angekommen ruderten Stahlauge und die Orkin, wobei Stahlauge bald nicht mehr die Kondition wie die Orkin hatte.
Kurz bevor die Mitte erreicht war, bemerkten Holzi und Finn, dass die Luft waberte. Es sah so aus, als ob eine Tür mit den Ausmaßen 2 x 3,50m in der Luft, jedoch auf der Wasseroberfläche schweben würde. Die Wasseroberfläche hob sich ein klein wenig vom Wasser ab oder war das nur einbildung? Die Orkin führte einen schwungvollen Schlag aus und schon berührte das Boot die wabernde Tür.
Es sei dazu gesagt, das die Tür nicht wie eine Tür aussah. Es sah eher aus als ob ein perfekt platzierter, fast komplett durchsichtiger Spiegel dort im Wasser schweben würde. Dass Boot berührte nur mit der Spitze die Tür und schon verschwand die Welt um alle herum. Als ob die Welt sich um jedes Individuum oder Gegenstand zusammen ziehen würde, wurde es dunkel. Lichtstrahlen flossen auf die einzelnen Personen und Objekte zu.
Nach nicht einmal einer Sekunde spielte sich das ganze Spiel rückwärts ab. Als ob die Zeit einmal zurück gespult werden würde und die Wächter fanden sich an einem Strand, jedoch im Boot im Meer wieder.
Links war der Strand, der von Dünen gesäumt war, rechts war weit und breit bis zum Horizont nur Wasser und ein frischer Wind zu sehen bzw. zu spüren und gerade vor war ein Dorf mit einem Pier zu sehen. Möwen flogen über dem Pier hin und her, Fischernetze und Angeln waren zu sehen. Ebenso lagen Handelsschiffe und Fischerkutter vor Anker.
Das Ruderboot wurde in der Nähe des Dorfes, jedoch noch am Strand an einem etwas größeren Stein vertäut. So konnte es nicht davon getragen werden, wenn die Wellen doch ein wenig größer werden sollten.
Nachdem alle ihre sieben Sachen zusammengetragen hatten, ging es in das kleine Dörfchen um den besagten Magier zu suchen. Lo Pan wurde berichtet, dass es sich um einen sehr alten Gnomen Magier handele; für in Menschenjahre wäre wohl schon die 5. Generation angebrochen, so wurde es sich in der Feste gemunkelt.
Alle konnten sehen, dass das Dörfchen restlos überfüllt war. An jedem freien Plätzchen saßen, standen und redeten Matrosen, Handelsleute und Fischersmänner. Anscheint gab es nichts zu tun, so war die Stimmung doch ein wenig gedrückt. Vielleicht konnte sie auch als langweilig, verwirrt oder lustlos beschrieben werden. Jeder hatte wohl seine eigenen Gefühle diesbezüglich und behielt seine Meinung für sich. Kurze Zeit später wurde auch schon der erste Fischersmann gefragt, was denn hier los sei.
„Der Leuchtturm wurde von Piraten belagert. Daher gibt es keinen Schiffsverkehr seit Tagen.“ sagte der alte Fischer. Das weckte Juraags Aufmerksamkeit und fragte gleich nach, wie viele sich in dem Turm aufhalten würden. Daraufhin erwiderte der Fischer, das er dies nicht wüsste. Er würde sein Leben nicht auf das Spiel setzten, nur um zu erfahren wie viele sich in dem Turm aufhalten würden um dann am Strick zu baumeln. Wirklich konnte das Juraag nicht auf sich sitzen lassen und ihr simples und ungestümes Temperament ging mit ihr durch.
„WIE VIELE SIND IM TURM? WEISS DAS KEINER VON EUCH ALTEN?! schrie sie in das Dorf. Es wurde ruhig und nach einem Wimperschlag ging das nichts tuende Treiben wieder los. Eine Frau im mittleren Alter kam zur Gruppe und berichtete, dass dies zur Zeit ein heikles Thema sei und sie doch bitte in der Taverne um Rat fragen möchten. Wenn die Lage hier eskaliere, würde damit niemanden geholfen werden.
So dann ging es zur Taverne, die Frau geleitete die grauen Wächter.
Stahlauge fragte direkt nach dem Magier, Juraag nach den Piraten. Der ein oder andere der die Taverne aufgesucht hatte, munkelte Juraag zu das es sich um Hexen, Orks die über das Wasser laufen können und andere wieder meinten, es handele sich um Gespenster.
Der Wirt erklärte Stahlauge, dass der Magier Zuparno im Obergeschoss sein Zimmer habe. Es sei das letzte an der Stirnseite des Flures. Holzi ging sofort rauf, nach kurzem Fragen gingen Stahlauge und Juraag zum Dorfältesten.
Holzi klopfte und es wurde mit einer alten, dennoch nicht krächzenden oder unangenehmen Stimme „Herein! Die Tür ist offen.“ der Eintritt erlaubt.
Ein unglaublich alt wirkender Magier saß neben dem Bett und studierte Karten und Bücher. Eine weiße, reich verzierte Robe und darunter ein enganliegender blauer Mantel trug der Gnom. Ein Stirnreif, elegante Lederhandschuhe in einem weißen Ton, schon fast lila farbene Lederschuhe und ein komisch aussehender Ring an der linken Hand konnte Holzi noch erkennen, bevor der Gnom ihm seine Aufmerksamkeit schenke. „Ihr wünscht? Wer seid ihr überhaupt?“ fragte der Gnom. Beide stellten sich vor und genau in dem Moment kamen Tirza und Finn an die Tür und klopften, auch sie wurden hereingebeten.
Nach einem kurzen Gespräch erklärte der Magier, das er einen Stein suche der in seiner wahren Form so groß wie ein Mensch sei, jedoch schrumpfen kann. Dieser Stein ermöglich es jedem, der die arkanen Künste beherrsche, die Weitenteleportation sicherer auszuführen. Nicht das Zuparno schon genug von sich überzeugt war und auch wusste das er ohne jeden Zweifel sicher an Ort und Stelle ankommen würde, wo er mag, jedoch wollte er um jeden Preis das kleinste Risiko ausschließen für die Zukunft. Auch wurde erklärt, dass es sich um ca. 10 Piraten, die aus Ogern und einer Frau namens Schwarzer Molly handele. Die Schwarze Molly schien mal eine Schwester mit dem Namen Mollie in dem Dorf gehabt zu haben, wobei jedoch die Schwester den Tod durch die Dorfbewohner gefunden haben soll. Tirza verstand nicht wirklich was der Gnom meinte, für sie redete er in Rätseln. Nachdem Finn, Holzi und Zuparno selbst nochmal nachhalfen, verstand es auch die junge Menschenfrau.
Der Stein wiederum soll auf einem Turm, weit hinter dem hiesigen Leuchtturm sein. Zuparno hatte versucht mittels Magie den Turm aufzusuchen, jedoch schien es, das eine Barriere den Turm umgab der nur gewisse Magie blockte. Das heißt auf gutgnomisch, Zuparno müsse seine magischen Gegenstände, wie auch seine Schutzmagie fallen bzw. zurücklassen um in das Innere des Turmes zu gelangen. Da kamen die Wächter selbstverständlich zur richtigen Zeit und fragten, wie der Magier ihnen nach Nesme verhelfen konnte.
Im gleichen Augenblick trafen die Orkin und Stahlauge beim Dorfältesten ein. Er öffnete und bat sie herein. Er erzählte dass der Leuchtturm vor ca. 6 – 7 Tagen eingenommen worden sei bzw. es von dort keine Nachricht mehr gab. Vor wenigen Tagen kam ein Oger mit einem Ruderboot in den Hafen, warf einen Zettel auf den Pier und ruderte zurück. Der Zettel lautete: „Bringt mir 50.000 Goldmünzen oder ich reiße den Leuchtturm nieder.“
Keine Unterschrift oder sonst etwas, was auf einen Ursprung deuten könnte. Stahlauge bekam mit, dass der Älteste etwas verheimlichte. Nachdem Juraag ein wenig nachhalf, jedoch ohne ihn merklich oder schlimm zu verletzten, wobei die ein oder andere Blessur nicht verhindert werden konnte, bekamen sie mit dass der Dorfälteste einen Mob angeführt hatte um die Mollie zu lynchen. Sie solle im Lagerhaus Fisch gestohlen haben, welchen das Dorf für den geringen Tauschlohn bekam.
Nach guten 1- 2 Stunden trafen sich alle wieder in der Taverne und Juraag teilte mit, das die beiden mit dem Dorfältesten einen Handel geschlossen hatte. Wenn sie die Piraten verjagen würden, würde das Dorf ihnen gehören und sie hätten das sagen hier. Stahlauge blickte dabei zwar ein wenig fragen und tadelnd drein, jedoch war der Handel besiegelt. Das die Orkin den Handel durch schrecken und Einschüchterung bekommen habe, wurde jedoch verschwiegen.
Auch wurde erklärt, was der Magier mitgeteilt hatte, sowie dass der Älteste das Lynchoberhaupt gewesen sein soll. Alle erklärten sich bereit den Ältesten an den Pranger zu stellen und dies geschah auch, auch wurde ein Bote in die nächste Stadt oder Baronschaft gesandt.
Die Orkin und Stahlauge wiederum machten sich derweilen mit dem Ruderboot auf zum Leuchtturm. Angekommen wurde gleich die Eingangstür zerstört und das Erdgeschoss, wie auch die erste Etage wurden durchsucht. Es war nichts zu finden außer Material, Öl, Sand, Säcken und alles weitere Kleinzeug was man so auf einem Leuchtturm benötigen konnte. In der ersten Etage, wo sich auch die Küche befand, traf Juraag auf vier Oger. Sie sagte mit einem Feuer in den Augen zu Stahlauge: „Das sind meine. Mit den habe ich nun mein Spaß!“
Sodann entbrannte ein relativ kurzer Kampf zwischen den Ogern und der Orkin. Dennoch gelang es den Ogern der Orkin schwerste Verletzungen zuzufügen. Wirklich merkte dies Juraag nicht, denn sie war in ihrer Raserei, das heiße Blut unterband jeden logischen Gedanken, jedes Gefühl von Schmerzen, Empathie oder gar die Sicht auf Freunde. Als die Oger regungslos am Boden lagen, griff Sie Stahlauge ohne ein Zwinkern an und verfehlte ihr Ziel nur um Haaresbreite. Sie grinste, gurgelte und schrie den Kleriker an. Stahlauge wusste sich zu helfen und lies Juraag mittels Magie an Ort und Stelle verweile, nahm die Beine in die Hand und lief zum Ruderboot.
Dort konnte er sehen, dass der Rest der Gruppe auch angekommen war. Holzi verzauberte alle mit Schweben, wobei dies bei Finn anscheint keine Wirkung zeigte. Er selbst fiel durch eine ungünstige Wellenbewegung in das Wasser, da alle das Ruderboot anvisiert hatten um auf die Platform des Turmes zu gelangen.
Juraag kam zu Sinnen, stand noch eine gute halbe Minute allein in der Küche und folgte dem Kleriker. Nachdem die Gruppe wieder vollzählig war, gingen sie alle gemeinsam in den Turm. Stahlauge voran; kurz vorher hatten Tirza und Finn noch die Plattform des Turmes erkundet. Nun sahen die beiden, was Juraag auf ihrem abstieg schon gesehen hatte. Hinter dem Leuchtturm lag ein Drachenboot ohne Besatzung.
Als Stahlauge im dritten Geschoss angekommen war, wurde ihm ein Rapier in den Rücken gestochen und eine alte hässliche Frau, die teils menschlich aussah gab sich zu erkennen. Er schwang seinen Morgenstern, traf sie und schon sah er in ihre Augen. Ihre Augen blitzen auf und schon war der Hüne zu Stein geworden, auch verschwand sie direkt vor seinem Auge. Hatte jedoch den Rapier fallen lassen. Finn war der erste vom Rest der Wächter, der Stahlauge noch als Steinstatur mitbekam. Zumindest konnte Finn es noch ertasten, kurz bevor der Stein anfing zu bröckeln.
Es ging weiter nach oben. Das zweite Geschoss beherbergte nicht viel. Wieder ein Raum mit vielen Sandsäcken und weiteren Materialien, einer Leiter nach Oben zum Leuchtfeuer und eine Bibliothek.
In der Bibliothek lag ein großes Buch mitten auf dem Tisch, überlagerte viele andere Bücher und auch sonst waren alle Regale mit Büchern und Schriftrollen gesäumt. Holzi konnte dank eines Zaubers die gefesselte Leuchtturm Familie erblicken, Stahlauge sah nur leichte magische Felder, wo die Familie lag. Drei Türen hatte die Bibliothek, eine wo die Gruppe herein kam und zwei die in einen weiteren Raum führten. Wobei eine davon offen stand.
Die Orkin und der Kleriker positionierten sich rechts neben der geschlossenen Tür, Finn setzte sich in einen Stuhl vor die bereits geöffnete und Tirza machte ihre Armbrust bereit. So waren die Rufe vom Leuchtfeuer, dass die verbleibenden drei Oger herannahten, doch zu vernehmen. Währenddessen las Holzi im großen Buch.
Der Kampf war schnell vorüber. Auch kam die alte Frau, welche Stahlauge zu Stein werden lies dazu und versuchte sich an Holzi heranzuschleichen. Finn konnte, dank seines ausgeprägten Gehörs, ihre leisen tapsigen Schritte hören und schnitt ihr den Weg ab. Nachdem die drei Oger ausgeschaltet waren, wurde die Frau zu Boden geschlagen und ins Land der Träume geschickt, geknebelt wie auch gefesselt.
Im Dorf hatte der Dorfälteste immerhin erzählt, dass die Schwarze Molly seine Cousine sei und er mit ihr das Dorf ausgenommen hätte. So wollte Finn beide vor Gericht stellen.
Holzi las nach dem Kampf weiter im Buch.
Er fand wohl den Grund, warum der Leuchtturm das Ziel der Schwarzen Molly war. Vor einigen Jahren sei ein Schiff, die fliegende Wolke, hier auf Riffe gelaufen und gesunken. Ein extraplanarer Champion soll an Bord gewesen sein und in Besitz eines Amulettes, welches es dem Träger ermöglicht die Barriere der Materiellen Ebene und der Ebene des Elementaren Wassers zu durchschreiten bzw. auch zu schließen. Angeblich solle das Wrack direkt am Fuße des Leuchtturmes liegen, gute 80m unter der Wasseroberfläche.
Die Schwarze Molly war gefesselt, Holzi hatte gewisse Informationen bekommen warum die Piraten wohl den Leuchtturm ausgesucht hatten. Nun hieß es, entweder in das Dorf und die Frau abgeben oder den zweiten Turm mit dem Stein suchen.
Momentaufnahme, oder der ganz normale Wahnsinn (The CollectorZ)
Viele Aufgaben harrten unserer Helden als neue Herren der wiedererwachten Stadt. Zu den wichtigsten zählten die Instandsetzung der zerfallenen Gebäude und der Aufbau der am Boden liegenden Wirtschaft. Die nächsten Tage beschäftigten sich die Helden mit der ersten Aufgabe. Jenotus erschuf mit einem eigens gelernten Zauber neue Wände und Alina und Tarik nutzten ihre von den Göttern gegebenen Kräfte um zerstörte Wände, Statuen und Dächer wieder in stand zu setzen. Die Stadtbewohner staunten ob der dargebotenen göttlichen Macht. Waren sie anfangs noch etwas skeptisch, erkannten sie nach und nach die Vorzüge des Götterglaubens. Immer wieder wurden Fragen zu den Göttern im Allgemeinen und zu Mystra, Sharess und Tymora im speziellen gestellt. Erste Pläne für den Bau eines Tempels für die drei Göttinnen wurden bereits geschmiedet, mussten aber warten.
Die Industrie der Stadt basierte auf drei Säulen, die leider alle darnieder lagen. Die erste Säule war die Erzeugung hochwertiger Seide für die Kleidungsherstellung. An speziellen Bäumen wurden Maden gezüchtet deren Puppen den Faden lieferten. Die zweite Säule war die Herstellung von Alkohol aus einer speziellen Knolle die im Wüstensand gedieh. Nach dem ersten Gärprozeß konnte man das Getränk noch weiter veredeln indem es gebrannt und gereift wurde. Die dritte und wichtigste, wengleich auch weniger rühmenswerte, Säule war die Zucht spezieller Pilze die gekaut oder ins Essen gemischt rauschartige Zustände ervorrufen konnte. Diese wuchsen unterirdisch in den weiten Hallen unter der Pyramide.
Während die Pilze und die Wurzeln bereits wieder wuchsen fehlten die Maden für die Seidenherstellung jedoch völlig. Also vertiefte sich Jenotus in seine neu erworbene Bibliothek und suchte einem Ort wo die Maden lebten. Er fand mehrere Positionen vermerkt. Besonders viel ihm ein Ort mit dem Vermerk „Achtung Frostriesen“ ins Auge. Er erinnerte sich an unzählige Geschichten die er über die Machenschaften der Frostriesen gehört hatte. Sein Blut kochte und ihm war klar, hier liessen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Maden besorgen und das Übel der Frostriesen bekämpfen. Mittels eines Zaubers beschwor er ein Bild des beschriebenen Waldes vor seinen Augen. Der baldigen Reise stand nichts mehr im Wege.
Am nächsten Tag machten sich die 4 Helden auf den Weg. Jenotus bat sie sich an die Hände zu nehmen und während er die Beschwörungsworte murmelte manifestierten sich blaue Runen um die Helden. Als das magische Konstrukt vollendet war befanden sich unsere Helden in einem eisigen Wald. Nur unwesentlich abgewichen, wie Jenotus ihnen mitteilte.
Um sie herum standen mit Schnee bedeckte urtümliche Bäume. Jenotus erinnerte sich in dem Buch von dem Wald gelesen zu haben. Er griff in das portable Hole und holte das entsprechende Buch heraus. Er rezitierte folgende Stelle „.. denjenigen die es wagen zwischen den alten Bäumen zu hoch hinaus zu fliegen wird großes Unheil widerfahren. Denjenigen jedoch die sich am Boden halten wird die Erkenntnis ereilen. ..“ So wurde beschloßen sich vorerst nicht zu weit nach oben zu bewegen. Um die Gruppe vor den schlimmsten Unbill der winterlichen Temperaturen zu schützen belegte Alina die anderen mit einem Schutzzauber gegen die Kälte. Strave fühlte sich, nachdem er lange in der Stadt und der Wüste war, endlich wieder ein wenig heimisch.
In der Nähe fanden sie bald einen Baum der mit einer merkwürdigen Pflanze behangen war. Es sah aus wie eine Mischung zwischen Moos und Mistelzweig. In diesem Baumsymbionten hielten sich laut Jenotus die gesuchten Maden bevorzugt auf. Mittels des Zaubers leben aufspüren war es dann auch relativ leicht einige der gesuchten Maden aufzuspüren. Es waren allerdings nicht sehr viele und so machten sie sich auf den Weg gen Süden, um noch mehr zu finden. Einige Hundert Schritt, und mehrere durchsuchte Bäume später, erspähten sie ein kleines Lagerfeuer um welches drei Frostriesen saßen. Diese rösteten einige Maden und ahnten nichts vo nder sich nähernden Gefahr. Strave und Alina schlichen sich vorsichtig an. Sie wollten den Frostriesen nicht die Gelegenheit zum Widerstand geben und griffen unsichtbar aus dem Hinterhalt an. Strave war mit seinen Messern und Alina, in eine Hydra verwandelt, biss auf den Frostriesen ein. Diese versuchten sich noch zu wehren, allerdings kamen sie kaum zu zwei ziellosen Schlägen gegen die nur schemenhaft sichtbaren Gegner. Alina kostete noch die gerösteten Maden und ein leichtes Prickeln auf den Lippen zauberte ihr ein Lächeln auf selbige, an allen 8 Köpfen.
Wenig später trafen sie auf ein weiteres Lager mit Frostriesen. Wieder waren es drei die um eine Feuerstelle herum saßen. Ähnlich kärglich ausgerüstet wie die vorherige Gruppe, einzig ihre Lederrüstung hatte eine andere Farbe. Diesmal wollte Tarik, der sich zuletzt zurückgehalten hatte in den Kampf eingreifen. Alina bat ihn noch einen der Frostriesen zu verschonen. Sie wollte sich um ihn kümmern um ihn später befragen zu können. Während Tarik auf den ersten Frostriesen zusprang und ihm seine Klauen in die Brust rammte, hauchte Alina einem anderen einen Kuss auf die Stirn. Der geküsste Riese fühlte wie Wellen der Liebe und des Guten ihn durchfluteten. Er musste katatonisch mit ansehen wie seine Gefährten um ihn herum in Stücke gerissen wurden. Nach dem Kampf machte sich Jenotus daran den verstörten Riesen zu befragen. Dieser konnte kaum die Gefühle verstehen die ihn durchströmten. Viel weniger noch wie eine einzelne kaum sichtbare Gestalt so kurzen Prozess mit seinen Gefährten gemacht hatte. So antwortete er wenn auch stockend auf die Fragen. Er berichtete das er und die anderen hier im Wald zu einer Art Test zusammen gekommen waren. Fünf Gruppen aus jungen Kriegern sollten sich gegeneinander und gegen die Natur behaupten. Nur wer siegreich aus diesem Kampf hervorging konnte ehrenhaft in das Lager der Eisriesen zurückkehren. Jenotus bot dem Riesen, der sich als Moment vorgestellt hatte, zwei Alternativen an. Die erste Möglichkeit wäre zu sterben wie seine Gefährten. Die Alternative die sein Leben sichern würde setzte allerdings voraus das er dem Bösen abschwören würde und sein Leben der Verteidigung der Stadt widmen würde. Als zukünftiger Hauptmann der Wache hätte er ein gutes Einkommen und währe auch in der Lage eine angemessene Partnerin zu finden. Da die Aussicht zu überleben ansonsten sehr gering war stimmte er zu. Er würde demnächst bei der Astral Deva in die Schule gehen und sein Leben dem Guten widmen. Des weiteren lies sich Jenotus beschreiben wo das Lager und der König der Eisriesen zu finden sei.
Unsere Gefährten machten sich wieder auf den Weg. Bald hatten sie die errechnete Anzahl der Maden gefunden. Aber mit mehr MAden würde die Seidenproduktion schneller anlaufen können. Zwischen zwei Bäumen fand Alina eine primitive Falle. Eigentlich nicht viel mehr als ein gespanntes Seil. Mit geschickten Lippen las sie eine Made nach der anderen vom Baum statt sie jedoch in Straves Tasche wandern zu lassen, verspeisste sie die Maden genüßlich. Was Strave dazu brachte ihr mit den Worten „Böse Hydra“ auf einen der acht Köpfe zu hauen. Wenige Schritt weiter fanden sie das nächste Lager das ihnen ebensowenig wie die letzten standhalten konnte. Jenotus hoffte mit einem Lauten Schrei alle restlichen Eisriesen herausfordern zu können. Aber es reagierte scheinbar niemand auf seinen Ruf. So zogen unsere Helden weiter. Beim nächsten Lager wollte Jenotus etwas ausprobieren. Er holte einen doppelt faustgroßen Onyx aus seiner Tasche und beschwor den Geist seines Familiars in diesen. Dann nutzte er die Macht des Onyx und zwang den Geist eines Frostriesen den Platz mit dem Familiar zu tauschen. Der Frostriese, unter der Kontrolle des Familiar, erhob sich, sprach „Es macht doch alles keinen Sinn“ und stürzte sich in sein Schwert. Der Tod des Frostriesen zwang den Familiar wieder zurück in den Stein und den Geist des Frostriesen ins Nichts. Die Gefährten des Frostriesen sprangen auf und konnten das Gesehene nicht fassen. Währenddessen wiederholte Jenotus die Prozedur mit dem Nächsten Frostriesen. Dieser beugte sich seinem Willen und dann über seinen toten Gefährten, wobei er sich ebenfalls an dessen Schwert tödlich verletzte. Der letzte Riese hatte kaum die Zeit vor Verwunderung zu fluchen, da ereilte ihn ein ähnliches Schicksal. Unter Jenotus Kontrolle legte der Riese seine Kleidung ab, zog seine Gefährten aus und legte alles von Wert nebeneinander. Dann setzte er mit seinem Schwert zu einem Wirbelwind an und durchtrennte dabei seine Kehle. Noch eine Weile blieb das Grinsen auf Jenotus Gesicht bestehen.
Kurz darauf fanden unsere Helden das vermutlich letzte Lager. Inzwischen hatte ein leichter Schneeregen eingesetzt. Dies brachte Alina auf die Idee die Kraft des Guten einzusetzen um das Böse aus den Eisriesen zu brennen, oder zu waschen. Der Zauber den sie mit einem leichten Singsang anstimmte durchflutete den Regen über dem Lager der Frostriesen in dem Guten geweihte Energie. Die Haut der Riesen wurde verbrannt, sie sprangen auf und versuchten sich die Kleidung vom Leib zu reissen, doch nichts half. Als sie versuchten vom Lager wegzurennen, zauberte Jenotus eine Kuppel aus Energie die sie innerhalb des heiligen Schneeregens hielt. Hilflos gegen die Kuppel trommelnd wurde das böse Leben aus ihnen hinausschwemmt.
In der Nähe des letzten Lagers entdeckte Strave noch einen besonderen Baum. Jenotus identifizierte ihn später als Takanari Tiefwurzler. Auch dieser wurde ausgegraben und mitgenommen. Mit über 300 Maden, einem Baum, den Schwertern der Riesen und dem neuen Hauptmann der Wache im Gepäck machten sich die Helden auf den Rückweg.
Zurück in der Stadt wurde Moment in die Obhut der Astral Deva übergeben. Er war jetzt nach dem Mefrit Fluutsch der zweite Schüler der zum Guten bekehrt wurde. Danach überlegten unsere Helden wie sie den Handel der Stadt ankurbeln könnten. Dies wäre ein wichtiger Schritt um das Überleben der Stadt ohne ständige Intervention zu sichern. Zur Auswahl stand der Handel über externe Händler, die natürlich erst einmal von der Stadt erfahren mussten oder der selbst organisierte Handel. Letzterer wurde natürlich lukrativer je weiter das Handels ziel entfernt lag. Nach einigem Überlegen kam man auf Westgate als Handelspartner. Es lag zentral, beherschte den Handel an der Drachenküste und drum herum und vor allem waren seine Gesetze liberal genug um mit nahezu allem Handeln zu können. Vor allem Alina konnte sich für die Idee begeistern, war Westgate doch ihre Heimatstadt. Sie hatte sie lange nicht gesehen nachdem ihr die Stadt und ihre Verführungen beinahe zum Verhängnis geworden waren. Des weiteren war ihr Vater ein wohlhabender Händler in Westgate, was perfekte Voraussetzungen bot.
Jenotus erstand eine Schriftrolle mit deren Hilfe er ein beständiges Portal errichten konnte, dies sollte den Handel deutlich erleichtern. Alsbald machten sich die 4 mittels eines Teleportzaubers auf den Weg nach Westgate. dank vorheriger Erkundung materialiesierten sie genau im Hof der Familie „von der Morgenweide“. Es war Abend in Westgate und viele Fackeln erleuchteten die Umgebung schemenhaft. Eine Kutsche fuhr gerade auf den Hof. Auf dem Kutschbock saß eine verhüllte Gestalt die Alina als ihren Vater erkannte. Freudestrahlend lief sie auf ihn zu un umarmte ihn stürmisch. Alinas Vater freute sich ebenfalls und wollte ein Fest für Alina zu deren Rückkehr ausrichten. Auch für die Handelsideen war er zu begeistern.
Das Gespräch von Vater und Tochter lief in etwa so:
(Alina): Du Papa, nur so nebenbei – ist es cool für dich, wenn wir ein transdimensionales Portal in deinem Garten aufbauen? Du weißt ja, wegen der Räuber und so.
(Antwort Vater): Ja klar meine kleine Prinzessin, aber bitte sei doch so lieb, dass keiner eurer extraplanaren Wachen oder der Frostriese, den du Moment nennst mit durchkommst.
(Alina): Vater ist es denn auch ok, wenn wir Waren wie Seide oder Opium hierher transportieren?
(Antwort Vater): Klar meine Prinzessen, aber bitte warte mit dem Opium noch bis morgen ok? Ich muss dir noch einen Dealer vorstellen.
(Alina): Ok danke Papa – ach übrigens mein unsichbarer Erzmagierfreund beginnt schon einmal mit der Beschwörung von Steinwänden in deinem Garten – ok für dich?
(Vater): Ja kein Problem, aber sei bitte so lieb, dass es in die Architektur des Resthofen passt, ok?
(Alina): Klar Papa, machen wir.
Nachdem alle Geschäftsbesprechungen abgeschloßen waren erschuf Jenotus ein permanentes Portal zwischen Westgate und der wiedererstandenen Stadt in Calimshan. Die mächtige Magie die er noch von einer Schriftrolle sprechen musste elektriesierte alle Umstehenden. Nach und nach brannten sich die Runen in den Stein der Halle. Die Portalobelisken erhoben sich und hielten von jetzt an die Magie aufrecht.
Für Sana wäre der Job eine goldene Gelegenheit gewesen, dabei war sie ganz zufällig darüber gestolpert.
Sie war auf der Suche nach Wissen gewesen, wie es ihrer neugierigen Natur entsprach, Schriften über die Grundlagen der arkanen Magie, technische Handbücher über den Bau von Schlössern, irgendetwas, womit sie, ihrer Meinung nach, ihren Intellekt ein wenig fördern und gleichzeitig einem nützlichen Zweck zuführen konnte. Nur leider hatte die etwas weltfremde junge Frau nicht wirklich begriffen, wie teuer es wirklich war, handgeschriebene Bücher zu erstehen, noch dazu auf Mintarn, so weit entfernt von einem echten Zentrum des Wissens und der Gelehrsamkeit, wie man auf den Mondseeinseln nur sein konnte. Das einzige, was wirklich in ihrer Preisklasse war, war ein Buch über Geschäftsführung und Rechenwesen, zu erstehen um einen kleinen Gefallen.
Der Buchhändler bot ihr Arbeit an, ein paar offene Stellen in einem geplanten Sklaventransport von Mintarn nach Calimhafen an – nicht für ihn persönlich natürlich, er war nur Mittelsmann im Geschäft. Sana sagte ohne zu zögern zu, bekam die Adresse des eigentlichen Auftraggebers und war schon auf zum Moradintempel, um ihre Verbündeten darüber zu informieren.
Anskaviat hatte derweil eine Unterhaltung mit dem Vorsteher der örtlichen Diebesgilde. Der Dieb hatte korrekt erkannt, dass sie Vorräte brauchen würden, wenn sie den kommenden Sturm heil überleben wollten und seiner Meinung nach war die beste Möglichkeit, an welche zu kommen bei einem örtlichen Apotheker einzubrechen. Sein Vorgesetzter hatte glücklicherweise etwas mehr Voraussicht, als Anskaviat und schaffte es, ihm den tollkühnen Plan auszureden. Er bot ihm sogar einige Heiltränke umsonst an, zur Unterstützung für Anskaviats Mission auf Mintarn. Es war nicht gerade die reiche Ausbeute, die in der Apotheke gemacht hätte, aber zumindest hatte er sie risikofrei bekommen.
Auch Tamrosekincaiwellyn, inzwischen besser bekannt unter dem Namen Totes Pferd hatte ebenfalls Arbeit gefunden, obwohl er garnicht danach gesucht hatte. Die zwei Druiden, der er im Einbeinigen Basilisken kennengelernt hatte, boten ihm an, seine inzwischen doch ziemlich üblen Verletzungen mit ihrer Magie zu versorgen, was er dankend annahm. Im Gegenzug dafür baten sie jedoch um einen Dienst. Nicht als Handwerker oder gar als Mietschwert, nein, er sollte die Stadtverwaltung überreden, den beiden mehr Grund in der Stadt zur Verfügung zu stellen, sodass sie die kläglichen kleinen Grünflächen zu einem richtigen Garten ausweiten konnten. Totes Pferd, der gerade selbst die heilende Wirkung der Druidenpflanzen erlebt hatte, versprach zu tun was er konnte.
Alle wieder beim Tempel versammelt versuchte Sana nun zu erklären, wohin sie sich da reingeritten hatte. Sobald das Wort Sklavenhandel fiel, spaltete sich die Gruppe ziemlich deutlich, Sana stand alleine gegen Thoringal, Anskaviat und vor allem Totes Pferd und Sandrose, die beide aus eigener Erfahrung wussten, was es hieß in die Sklaverei verkauft zu werden. Thoringal und Anskaviat sprachen sich dafür aus, den Auftraggeber hochzunehmen und den Sklavenhandel auf Mintarn auf diese Weise direkt zu unterbinden und diskutierten mit Sana über die Logistik eines solchen Unternehmens. Totes Pferd warf den Vorschlag in die Runde, sich als Söldner in die Operation einzuschleichen und so eine Möglichkeit zu finden, sie von innen heraus zu zerschlagen, was bei Grumpf den Anstoß zu einer gefährlichen Idee gab. Der Ork stürmte davon, was die meisten in der Gruppe glauben ließ, er wäre einfach mit der Moral der Situation nicht einverstanden, Sandrose lief ihm sogar sofort hinterher, um ihn noch zu beruhigen, doch in Wahrheit hatte der Ork gerade einen Plan gefasst.
Grumpf war ein simpler Mann, aber bei weitem kein dummer. Fragen der Moral kümmerten ihn wenig, seine oberste Priorität galt immer dem eigenen Überleben und mit der Liste von Namen und Adressen, die er und der Wildelf in Blinkers Versteck in der Kanalisation gefunden hatten, hatte er ein ziemlich eindeutiges Bild der Situation. Namen auf der Liste waren in schwarz für Verbündete oder rot für Ziele eingetragen und solange er auf der Liste der Ziele stand, würde diese Geschichte kein glückliches Ende für ihn nehmen. Also machte er sich mit Sandrose auf, diesen Herrn Steinbrück aufzusuchen und schlug mit ihm einen einfachen Handel ein: Grumpf würde ihm liefern, was er wollte – Hug Sturmbrecher der sich derzeit im Gewahrsam der Stadtwache befand, lebend – und dafür würde sein Name sowie ein weiterer, den Grumpf ihm später nennen würde von der roten Liste gestrichen und in die Sparte der Verbündeten übertragen werden. Grumpf unabhängig von den anderen zum selben Schluss gekommen, jemand sorgte dafür, dass die Namen auf der roten Liste einen „Fluchtweg“ nach Mintarn hatten, nur führte dieser Weg unvermeidlich auf einen calimshaner Sklavenmarkt.
Inzwischen hatten sich die andere vier Mitglieder der kleinen Gruppe, Thorignal, Totes Pferd, Anskaviat und Sana samt ihres Wolfes bei der Adresse eingefunden, die Sana während des Tages schon besucht hatte und einen Plan gefasst. Sie würden in das Haus des Händlers einbrechen, ihn mit Hilfe des lähmenden Giftes, dass sie den toten Assassinen vom Vortag abgenommen hatten entführen und ihn an einem sicheren Ort verhören, um alles über die Sklavenschlepper und ihre Operation zu erfahren und sie beenden. Anfangs lief noch alles ganz gut, Anskaviat und ausgerechnet Totes Pferd schafften es, die vier Wachen die um den äußeren Zaun des Anwesens patroullierten leise und effizient auszuschalten, nahmen sich jedoch nicht die Zeit, ihre Leichen zu entsorgen, was sie nur wenige Minuten später bitter bereuen würden. So kämpften sich bis zum Tor des Hauses vor, wo sie allerdings gegen festen Widerstand trafen. Ein Quartett von trainierten und gut ausgerüsteten Wachen, keine Stadtwachen sondern private Mietschwerter des Händlers, bewaffnet mit Hellebarden und Armbrüsten stellte sich ihnen in den Weg. Trotz eines harten Gefechts hielten die Wachen unnachgiebig die Stellung und unsere Helden mussten sich mit blutigen Nasen und eingezogenen Schwänzen zurückziehen. Mehr schlecht als recht schafften sie es vom Grundstück des Händlers zu fliehen, ihr heldenhaftes Unterfangen war nicht nur gehörig schiefgegangen, jetzt hatten sie sich auch noch einen weiteren mächtigen Feind auf Mintarn gemacht. Hätten die einfachen, moralisch fragwürdigeren Weg gewählt und einfach zusammen mit Sana den Auftrag angenommen, wäre das alles nicht passiert, aber sie hatten ihre Prinzipien und denen waren sie gefolgt.
Und Sandrose… arme, arme Sandrose. Sie hätte es wirklich kommen sehen sollen. Sie war dabei gestanden und hatte zugehört, wie Grumpf sich seinen Deal ausgehandelt hatte, ohne mit der Wimper zu zucken hatte er zugestimmt alles, wofür er und seine neuen Verbündeten in den letzten Nächten gekämpft hatten für seine eigene Sicherheit zu opfern. Er hatte sie einen Eid schwören lassen, dass sie niemanden davon erzählen würde, aber ihr Wort alleine hatte dem paranoiden Ork einfach nicht genügt. Am Rückweg zum Einbeinigen Basilisken hatte er spontan entschieden, ihr Schweigen auf genau die selbe Weise zu sichern, wie er alle seine Probleme zu lösen Pflegte. In einer engen Gasse, so schmal dass die beiden hintereinander gehen mussten, um überhaupt durchzupassen überfiel er die Halbriesin. Sie versuchte sich zu wehren, aber der Angriff passierte so schnell und sie hatte so wenig Platz, dass sie es nicht einmal schaffte ihr Schwert zu ziehen und so groß und stark sie auch war, mit den Fäusten alleine hatte sie keine Chance sich auch nur gegen Grumpf zu wehren. Grumpf setzte einen Würgegriff an, presste ihr das Leben aus dem Leib und ließ den leblosen Körper der Sandrose in einem Hinterhof zurück, halb vergraben unter einem Haufen Vorratsfässern und Kisten.
Drei Männer folgen entgegen jeder Vernunft ihren Prinzipien und versagen dabei kläglich. Ein Mann agiert aus reinem Eigennutz und eine Frau, die ihn für einen Freund gehalten hatte stirbt dafür.
Egal auf welcher Seite von Gut und Böse man sich selbst wiederfindet, oder ob man überhaupt an die Bedeutung von solchen Worten glaubt, es gibt absolut keinen Zweifel daran welche Philosophie in dieser Nacht gewonnen hatte.
Die Gruppe war gerade dabei den erfolgreich geplünderten Tempel auszuräumen. Dabei bestand das größte Problem darin, die 200.000 Goldstücke zu transportieren. Eine Tensas‘ fliegenden Scheibe und ein extradimensionaler Beutel später war aber auch dieses Problem gebannt. Schön, wenn man seine größten Sorgen mit Magie lösen kann.
Allerdings wunderte sich die Heldengruppe schnell, denn sobald sie den Tempel verlassen hatten, erhob sich eine mächtige Stadt aus dem Sand. Einst verschwunden unter den Dünen, legte sich die Stadt Saban Stück für Stück frei. Die Helden befanden sich plötzlich im Zentrum einer ehemaligen Handelsmetropole.
Anstelle Untoter trafen sie auf die Händler der Stadt, die gerade Zeuge ihrer Erhebung wurden. Während eine rege Diskussion auf dem Handelsplatz entstand, flogen die Helden unsichtbar und schwebten über den zentralen Marktplatz. Um die Aufmerksamkeit der Stadtbewohner zu bekommen, nutzte Jenotus eine Illusion und ließ eine riesige Version von Alina aus dem Sand ersteigen. Die vier Meter große Priesterin nutze die neuerlichen Blicke, um die gemeine Volk über die Vorteile von Sharess zu unterrichten. Mit überschaubarem Erfolg.
Schnell wurde klar, dass mit dem Aufgang der Stadt eine weitere Veränderung einher ging. Es zog eine Donnerkuppel riesigen Ausmaßes auf. Innerhalb der Kuppel schwächte sich die Magie erheblich. Unter anderem litten insbesondere die Zauber auf den Helden. Doch nicht so stark, als dass dies zu einer Demotivation geführt hätte. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Dorfältesten fanden die Helden heraus, dass es sich um ein Relikt des alten Wüstenmagiers Sarozins handelte. Er hatte bei seinem Ableben die Türme seiner Macht mit Kristallen verflucht, die ein Wirken von Magie deutlich reduzieren würden. Da Fliegen nun langsamer funktionieren würde, musste eine andere Lösung her. Vier beschworene Nachtmare später flogen die Helden auf den Rücken der Pferden durch die Wüste. Der feurige Atem der Geschöpfe erzeugte eine Rauchspur. Wieder kam eine Zufriedenheit ob der neuen Möglichkeiten der Gruppe auf.
Bald schon fanden die Helden die Lokation der verbleibenden Türme und machten sich zum Ersten auf. Es handelte sich um einen Wüstenturm, der zunächst unscheinbar wirkte. Es gab keinen offensichtlichen Eingang, was Tarik nicht davon abhielt die Turmmauer kurzehand einzuschlagen. Schon bald befanden sich die Helden inmitten des Turmes – allzugut schien er doch nicht gesichert zu sein. Schnell war auch der eher ziemlich offensichtliche Geheimgang gefunden und die Gruppe eilte in die Tiefen des Labyriths.
Ein riesiger Kristall, genau jener, den die Gruppe gesucht hatte, erschien – leider mit ihm auch ein Mechanismus einer uralten Falle. Um diese nicht auszulösen, und vor allem weil sie sich nicht entschärfen ließ, beschwor Tarik zunächst einen celestischen Affen und später einen Jinni. Letzerer ermöglichte es der Gruppe auf die andere planare Eben zu reisen und so von der Auslösung der Falle unbetroffen zu sein. Kurz vor der Reise zerstörte Tarik aus Prinzip also mit eine paar heftigen psionischen Angriffen den ersten Kristall und die Gruppe entschwand auf besagte Schattenebene. Die gemeinsame Feststellung zu diesem Zeitpunkt – Teleportation, Massenunsichbarkeit, Beschwörung von Nachmaren und Ebenenreise, ein ganz normaler Tag bei den CollectorZ.
Der zweite Kristall wurde alsbald von Untoten bewacht. Was sich der Zauberer bei der festen Positionierung im Freien dachte, verblieb wahrscheinlich sein Geheimnis, es führte allerdings zur nächsten außerordentlich amüsanten Aktion. Alina nahm ein Fläschchen Weihwasser und zauberte daraus einen ganzen Sturm des heiligen Zorns, mit der metamagischen Hilfe von Jenotus entstanden 4 verstärkte Stürme, die kurze Hand alles Untote vernichteten. Nachdem auch der zweite Kristall zerstört wurde, schrumpften die Helden diesen auf ein 4000stel seines Originalvolumens, reparierten ihn dann und stopften ihn in den Extraplanarraum. Auf dem Weg nach draußen pflanzten sie kurze noch einen massiven Baum und nach einer weiteren Schrumpfung nahmen sie selbigen mit sich. Warum ? Because they can 🙂
Danach brachen die Helden auf, um die Wüste final zu durchqueren. Noch ein weiterer Turm stand zwischen ihnen und der Zerstörung des magiedämpfenden Schildes. Allerdings hatten die Helden keine Ahnung, wo sich der letzte Turm befinden sollte – und die Wüste Calimshar war groß, sehr groß. Dazu beschworen sie 60 magische Augen, die in alle Richtungen erkundeten und nach wenigen Minuten kamen diese mit Informationen zur Richtung des letzten Turms zurück. In einem Anfall von Erkundung flogen die Helden auf ihren Nachtmaren zum letzten Turm, besiegten kurz zwei Sandgolems und zerstörten den verbleibenden Turmkristall.
Mit den drei Kristallen ausgerüstet, war es nun Zeit zurück nach Saban zu reisen. Hierzu teleportierten sich die Helden blitzschnell in die Stadt und überzeugten die Bewohner davon, dass sie ihnen beim Wiederaufbau helfen könnten. Die aufkommende Hungersnot wurde zunächst aufgehalten indem Nahrung für 6.000 Menschen beschworen wurde. Es stellte sich danach heraus, dass die Stadtbewohner hoch loyal zu sein schienen und nach einer kurzen Belehrung der Sharess Vorzüge auch bereit zum Konvertieren schienen.
Um Ordnung in der Stadt sicher zu stellen, entschieden sich die Helden eine Verfassung zu schreiben, diese war fair und sollte eine dauerhafte Regentschaft sichern. Nach kurzen Wahlen wurde der neue Chancellor Jenotus und sein Kabinett vereidigt. High Domina Alina übernahm die Rolle der Agrar und Kulturministerin (das Ressour Sexualität, Familie und Fortpflanzung wurde eigens neu gegründet). Sir Strave, wie er ab nun angesprochen werden wollte, übernahm das Ressort der Stadtplanung und innere Sicherheit. Als solches war er auch für den Aufbau des künftigen Staatssicherheitsdienstes zuständig. Tarik übernahm freiwillig das Ressort der Außenpolitik und des Handels.
Die Dynastie des Bösen (2/?) – Calebs späte Rache? (The Sainted Sinners)
Die vielen Reisen und Kämpfe der letzten Wochen liegen ihnen schwer in den Gliedern, als sie beschließen alles auf Morgen zu verschieben und erst einmal schlafen zu gehen. Am nächsten Tag wachen die meisten in der Gruppe schon früh im Dorf auf. Das Dorf hat doch sehr gelitten, nicht nur die Taverne liegt in Trümmern, auch viele andere Gebäude sind nach dem Kampf mit dem Wurm nun in einen schlechten Zustand. Und als wäre das nicht genug liegt noch ein tonnenschwerer Wurm, halb aus seinem Loch guckend, mitten im Dorf. Die Helden beraten sich lange, wie sie den Wurm nun loswerden sollen. Halaea ist dafür ihn herraus zu ziehen, Anskaviat will ihn verbrennen und andere einfach verrotten lassen. Schließlich entscheiden sie sich jedoch ihn zu begraben. Tahwyn wirkt einen Zauber der die Erde unter dem Wurm versanden lässt und die Gruppe sieht zu wie er immer tiefer rutscht und begräbt den Rest schlussendlich.
2 Tage vergehen und sie erreicht eine Nachricht vom Zwielichtmarkt, dass die von ihnen gemachte Schlachtbeute immerhin jedem 5k Gold eingebracht haben. Beflügelt von dem erlangten Reichtum packt die Helden wieder die Abenteuerlust und sie machen sich auf, den Ursprung des Tunnels zu finden. Sie packen ihre Sachen und reiten den Tunnel entlang, um nicht allzuviele Fackeln zu verschwenden verzaubert Tahwyn Anskaviats Schwert und macht es nun permanent leuchtend. Der begeisterte Anskaviat reitet mit erhobenen Schwert voran und freut sich wie ein Kleinkind über sein neues Spielzeug. Auf den langen Weg, den Tunnel entlang, sehen sie etwa nach einer Tagesreise Bon-Bon-Papier herumliegen. Etwas verwirrt entschließen sie sich das Tempo zu erhöhen und bald sehen sie in deutlicher Entfernung ein rotes Licht. Mofa wirkt einen Unsichtbarkeitszauber und geht das Licht auskundschaften. Eine Gruppe Kinder hat sich vom Dorf aus den ganzen Weg hierher gemacht. Wütend über ihre Leichtsinnigkeit schlägt der unsichtbare Mofa den Kindern auf den Hinterkopf und versetzt sie in fürchterliche Angst. Als die Gruppe sie einholt, beruhigt Anskaviat die Kinder indem er auf sein leuchtendes „Anti-Geister-Schwert“ zeigt. Tahwyn möchte die Kinder gerne weiter foppen und lässt ein markerschütterndes Heulen via Zauber erklingen. Die Kinder rennen in Panik davon und ein Großteil der Gruppe widersteht ihrem Zauber, nur Anskaviat sitzt noch bleich auf seinem Pferd, lässt sich von Eibenstein eine Geistrune auf sein Schwert malen und prischt etwas ängstlich voran. Als er an der Stelle des Heulens angekommen ist, fuchtelt er eine Weile mit seinem leuchtenden Schwert in der Dunkelheit herum. Die Kinder wurden währenddessen beruhigt und nach Hause geschickt.
Einige hundert Kilometer weiter erreichen sie das Ende des Tunnels und sehen eine riesige Metalltür. Eibenstein erkennt sofort Calebs Siegel, doch scheint es sich bei der Inschrift nicht um ihren Caleb zu handeln sondern um einen Vorfahren. Eine Drow-Inschrift besagt, „tritt ein wenn du den Mut dazu hast“. Eibenstein, Mofa und Tahwyn wollen sofort umdrehen, Halaea ist sich unsicher und Anskaviat möchte am liebsten sofort die Tür aufreissen während Wilbur einfach nur abwartet. Sie beschließen zu rasten. Halaea ist überzeugt im Schlaf von Moradin persönlich den Auftrag bekommen zu haben, ein böses Siegel zerschlagen zu müssen und versucht die anderen davon zu überzeugen, als Anskaviat die neugierde packt und einfach die Tür aufstößt. Die Gruppe folgt etwas widerwillig und sie landen in einem Labyrinth. Etliche Abzweigungen später sehen sie eine Treppe nach unten führen und eine böse Aura steigt ihnen entgegen. Eine art Taverne wird sichtbar, doch ist sie keinesfalls verlassen. 3 Skelette und 2 Zombies scheinen hier schon ewig zu wachen. Halaea murmelt etwas und ein gleißender Lichtblitz durchstößt das dämmernde Licht. 2 Skelette zerfallen sofort zu Staub und Anskaviat rennt mit gezogenem Schwert auf die Zombies zu. Ein kurzer Kampf entbricht. Ein Zombie wird durch Anskaviat gerichtet, ein weiterer verbrennt in Wilburs Feuerstrahl und das verbliebene Skelett wird in eine Feuersphäre von Tahwyn gestoßen. Die Gruppe sichert den Raum und Mofa kann mal wieder nicht an sich halten und versucht eine art automatischen Zapfhahn zu knacken, weshalb er von zwei Armbrüsten getroffen wird, welche aus der Decke gefahren kamen.
Als sie dem Labyrinth weiter folgen, finden sie endlich eine Karte und sehen in der Mitte eine besonders deutliche Markierung. Sie suchen den Punkt auf und finden einen gewaltigen Turm aus Obsidian, von dem eine deutlich böse Aura ausgeht. Da die Tür magisch verbarrikadiert ist, muss Wilbur sie mittels eigener Magie aufsprengen und als die Zwergin das Siegel ihrer Vision sieht, gibt es für sie kein halten mehr. sie stürmt auf das Siegel los und plötzlich stoßen von allen Seiten Blitze auf sie herrab. Kurz vor ihrem Ende gelingen ihr zwei Schläge auf das Siegel und zerstört es damit, danach zwingen sie die Blitze zu Boden und sie fällt in Ohnmacht. Wilbur gelingt es die Magie zu Bannen und rennt mit Anskaviat zu Halaea, sie ziehen sie aus dem Turm und kurz bevor sie ins Reich der Toten aufsteigt, können Eibenstein und Tahwyn sie notdürftig heilen. Als Mofa nun schnell den Turm erkundet sieht er noch 2 weitere Siegel und die Gruppe beschließt die Zwergin vorerst im unklaren zu lassen, während sie ihr Lager aufschlagen um etwas zu schlafen.
Kommentare