Für Sana wäre der Job eine goldene Gelegenheit gewesen, dabei war sie ganz zufällig darüber gestolpert.
Sie war auf der Suche nach Wissen gewesen, wie es ihrer neugierigen Natur entsprach, Schriften über die Grundlagen der arkanen Magie, technische Handbücher über den Bau von Schlössern, irgendetwas, womit sie, ihrer Meinung nach, ihren Intellekt ein wenig fördern und gleichzeitig einem nützlichen Zweck zuführen konnte. Nur leider hatte die etwas weltfremde junge Frau nicht wirklich begriffen, wie teuer es wirklich war, handgeschriebene Bücher zu erstehen, noch dazu auf Mintarn, so weit entfernt von einem echten Zentrum des Wissens und der Gelehrsamkeit, wie man auf den Mondseeinseln nur sein konnte. Das einzige, was wirklich in ihrer Preisklasse war, war ein Buch über Geschäftsführung und Rechenwesen, zu erstehen um einen kleinen Gefallen.
Der Buchhändler bot ihr Arbeit an, ein paar offene Stellen in einem geplanten Sklaventransport von Mintarn nach Calimhafen an – nicht für ihn persönlich natürlich, er war nur Mittelsmann im Geschäft. Sana sagte ohne zu zögern zu, bekam die Adresse des eigentlichen Auftraggebers und war schon auf zum Moradintempel, um ihre Verbündeten darüber zu informieren.
Anskaviat hatte derweil eine Unterhaltung mit dem Vorsteher der örtlichen Diebesgilde. Der Dieb hatte korrekt erkannt, dass sie Vorräte brauchen würden, wenn sie den kommenden Sturm heil überleben wollten und seiner Meinung nach war die beste Möglichkeit, an welche zu kommen bei einem örtlichen Apotheker einzubrechen. Sein Vorgesetzter hatte glücklicherweise etwas mehr Voraussicht, als Anskaviat und schaffte es, ihm den tollkühnen Plan auszureden. Er bot ihm sogar einige Heiltränke umsonst an, zur Unterstützung für Anskaviats Mission auf Mintarn. Es war nicht gerade die reiche Ausbeute, die in der Apotheke gemacht hätte, aber zumindest hatte er sie risikofrei bekommen.
Auch Tamrosekincaiwellyn, inzwischen besser bekannt unter dem Namen Totes Pferd hatte ebenfalls Arbeit gefunden, obwohl er garnicht danach gesucht hatte. Die zwei Druiden, der er im Einbeinigen Basilisken kennengelernt hatte, boten ihm an, seine inzwischen doch ziemlich üblen Verletzungen mit ihrer Magie zu versorgen, was er dankend annahm. Im Gegenzug dafür baten sie jedoch um einen Dienst. Nicht als Handwerker oder gar als Mietschwert, nein, er sollte die Stadtverwaltung überreden, den beiden mehr Grund in der Stadt zur Verfügung zu stellen, sodass sie die kläglichen kleinen Grünflächen zu einem richtigen Garten ausweiten konnten. Totes Pferd, der gerade selbst die heilende Wirkung der Druidenpflanzen erlebt hatte, versprach zu tun was er konnte.
Alle wieder beim Tempel versammelt versuchte Sana nun zu erklären, wohin sie sich da reingeritten hatte. Sobald das Wort Sklavenhandel fiel, spaltete sich die Gruppe ziemlich deutlich, Sana stand alleine gegen Thoringal, Anskaviat und vor allem Totes Pferd und Sandrose, die beide aus eigener Erfahrung wussten, was es hieß in die Sklaverei verkauft zu werden. Thoringal und Anskaviat sprachen sich dafür aus, den Auftraggeber hochzunehmen und den Sklavenhandel auf Mintarn auf diese Weise direkt zu unterbinden und diskutierten mit Sana über die Logistik eines solchen Unternehmens. Totes Pferd warf den Vorschlag in die Runde, sich als Söldner in die Operation einzuschleichen und so eine Möglichkeit zu finden, sie von innen heraus zu zerschlagen, was bei Grumpf den Anstoß zu einer gefährlichen Idee gab. Der Ork stürmte davon, was die meisten in der Gruppe glauben ließ, er wäre einfach mit der Moral der Situation nicht einverstanden, Sandrose lief ihm sogar sofort hinterher, um ihn noch zu beruhigen, doch in Wahrheit hatte der Ork gerade einen Plan gefasst.
Grumpf war ein simpler Mann, aber bei weitem kein dummer. Fragen der Moral kümmerten ihn wenig, seine oberste Priorität galt immer dem eigenen Überleben und mit der Liste von Namen und Adressen, die er und der Wildelf in Blinkers Versteck in der Kanalisation gefunden hatten, hatte er ein ziemlich eindeutiges Bild der Situation. Namen auf der Liste waren in schwarz für Verbündete oder rot für Ziele eingetragen und solange er auf der Liste der Ziele stand, würde diese Geschichte kein glückliches Ende für ihn nehmen. Also machte er sich mit Sandrose auf, diesen Herrn Steinbrück aufzusuchen und schlug mit ihm einen einfachen Handel ein: Grumpf würde ihm liefern, was er wollte – Hug Sturmbrecher der sich derzeit im Gewahrsam der Stadtwache befand, lebend – und dafür würde sein Name sowie ein weiterer, den Grumpf ihm später nennen würde von der roten Liste gestrichen und in die Sparte der Verbündeten übertragen werden. Grumpf unabhängig von den anderen zum selben Schluss gekommen, jemand sorgte dafür, dass die Namen auf der roten Liste einen „Fluchtweg“ nach Mintarn hatten, nur führte dieser Weg unvermeidlich auf einen calimshaner Sklavenmarkt.
Inzwischen hatten sich die andere vier Mitglieder der kleinen Gruppe, Thorignal, Totes Pferd, Anskaviat und Sana samt ihres Wolfes bei der Adresse eingefunden, die Sana während des Tages schon besucht hatte und einen Plan gefasst. Sie würden in das Haus des Händlers einbrechen, ihn mit Hilfe des lähmenden Giftes, dass sie den toten Assassinen vom Vortag abgenommen hatten entführen und ihn an einem sicheren Ort verhören, um alles über die Sklavenschlepper und ihre Operation zu erfahren und sie beenden. Anfangs lief noch alles ganz gut, Anskaviat und ausgerechnet Totes Pferd schafften es, die vier Wachen die um den äußeren Zaun des Anwesens patroullierten leise und effizient auszuschalten, nahmen sich jedoch nicht die Zeit, ihre Leichen zu entsorgen, was sie nur wenige Minuten später bitter bereuen würden. So kämpften sich bis zum Tor des Hauses vor, wo sie allerdings gegen festen Widerstand trafen. Ein Quartett von trainierten und gut ausgerüsteten Wachen, keine Stadtwachen sondern private Mietschwerter des Händlers, bewaffnet mit Hellebarden und Armbrüsten stellte sich ihnen in den Weg. Trotz eines harten Gefechts hielten die Wachen unnachgiebig die Stellung und unsere Helden mussten sich mit blutigen Nasen und eingezogenen Schwänzen zurückziehen. Mehr schlecht als recht schafften sie es vom Grundstück des Händlers zu fliehen, ihr heldenhaftes Unterfangen war nicht nur gehörig schiefgegangen, jetzt hatten sie sich auch noch einen weiteren mächtigen Feind auf Mintarn gemacht. Hätten die einfachen, moralisch fragwürdigeren Weg gewählt und einfach zusammen mit Sana den Auftrag angenommen, wäre das alles nicht passiert, aber sie hatten ihre Prinzipien und denen waren sie gefolgt.
Und Sandrose… arme, arme Sandrose. Sie hätte es wirklich kommen sehen sollen. Sie war dabei gestanden und hatte zugehört, wie Grumpf sich seinen Deal ausgehandelt hatte, ohne mit der Wimper zu zucken hatte er zugestimmt alles, wofür er und seine neuen Verbündeten in den letzten Nächten gekämpft hatten für seine eigene Sicherheit zu opfern. Er hatte sie einen Eid schwören lassen, dass sie niemanden davon erzählen würde, aber ihr Wort alleine hatte dem paranoiden Ork einfach nicht genügt. Am Rückweg zum Einbeinigen Basilisken hatte er spontan entschieden, ihr Schweigen auf genau die selbe Weise zu sichern, wie er alle seine Probleme zu lösen Pflegte. In einer engen Gasse, so schmal dass die beiden hintereinander gehen mussten, um überhaupt durchzupassen überfiel er die Halbriesin. Sie versuchte sich zu wehren, aber der Angriff passierte so schnell und sie hatte so wenig Platz, dass sie es nicht einmal schaffte ihr Schwert zu ziehen und so groß und stark sie auch war, mit den Fäusten alleine hatte sie keine Chance sich auch nur gegen Grumpf zu wehren. Grumpf setzte einen Würgegriff an, presste ihr das Leben aus dem Leib und ließ den leblosen Körper der Sandrose in einem Hinterhof zurück, halb vergraben unter einem Haufen Vorratsfässern und Kisten.
Drei Männer folgen entgegen jeder Vernunft ihren Prinzipien und versagen dabei kläglich. Ein Mann agiert aus reinem Eigennutz und eine Frau, die ihn für einen Freund gehalten hatte stirbt dafür.
Egal auf welcher Seite von Gut und Böse man sich selbst wiederfindet, oder ob man überhaupt an die Bedeutung von solchen Worten glaubt, es gibt absolut keinen Zweifel daran welche Philosophie in dieser Nacht gewonnen hatte.
Die Gruppe war gerade dabei den erfolgreich geplünderten Tempel auszuräumen. Dabei bestand das größte Problem darin, die 200.000 Goldstücke zu transportieren. Eine Tensas‘ fliegenden Scheibe und ein extradimensionaler Beutel später war aber auch dieses Problem gebannt. Schön, wenn man seine größten Sorgen mit Magie lösen kann.
Allerdings wunderte sich die Heldengruppe schnell, denn sobald sie den Tempel verlassen hatten, erhob sich eine mächtige Stadt aus dem Sand. Einst verschwunden unter den Dünen, legte sich die Stadt Saban Stück für Stück frei. Die Helden befanden sich plötzlich im Zentrum einer ehemaligen Handelsmetropole.
Anstelle Untoter trafen sie auf die Händler der Stadt, die gerade Zeuge ihrer Erhebung wurden. Während eine rege Diskussion auf dem Handelsplatz entstand, flogen die Helden unsichtbar und schwebten über den zentralen Marktplatz. Um die Aufmerksamkeit der Stadtbewohner zu bekommen, nutzte Jenotus eine Illusion und ließ eine riesige Version von Alina aus dem Sand ersteigen. Die vier Meter große Priesterin nutze die neuerlichen Blicke, um die gemeine Volk über die Vorteile von Sharess zu unterrichten. Mit überschaubarem Erfolg.
Schnell wurde klar, dass mit dem Aufgang der Stadt eine weitere Veränderung einher ging. Es zog eine Donnerkuppel riesigen Ausmaßes auf. Innerhalb der Kuppel schwächte sich die Magie erheblich. Unter anderem litten insbesondere die Zauber auf den Helden. Doch nicht so stark, als dass dies zu einer Demotivation geführt hätte. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Dorfältesten fanden die Helden heraus, dass es sich um ein Relikt des alten Wüstenmagiers Sarozins handelte. Er hatte bei seinem Ableben die Türme seiner Macht mit Kristallen verflucht, die ein Wirken von Magie deutlich reduzieren würden. Da Fliegen nun langsamer funktionieren würde, musste eine andere Lösung her. Vier beschworene Nachtmare später flogen die Helden auf den Rücken der Pferden durch die Wüste. Der feurige Atem der Geschöpfe erzeugte eine Rauchspur. Wieder kam eine Zufriedenheit ob der neuen Möglichkeiten der Gruppe auf.
Bald schon fanden die Helden die Lokation der verbleibenden Türme und machten sich zum Ersten auf. Es handelte sich um einen Wüstenturm, der zunächst unscheinbar wirkte. Es gab keinen offensichtlichen Eingang, was Tarik nicht davon abhielt die Turmmauer kurzehand einzuschlagen. Schon bald befanden sich die Helden inmitten des Turmes – allzugut schien er doch nicht gesichert zu sein. Schnell war auch der eher ziemlich offensichtliche Geheimgang gefunden und die Gruppe eilte in die Tiefen des Labyriths.
Ein riesiger Kristall, genau jener, den die Gruppe gesucht hatte, erschien – leider mit ihm auch ein Mechanismus einer uralten Falle. Um diese nicht auszulösen, und vor allem weil sie sich nicht entschärfen ließ, beschwor Tarik zunächst einen celestischen Affen und später einen Jinni. Letzerer ermöglichte es der Gruppe auf die andere planare Eben zu reisen und so von der Auslösung der Falle unbetroffen zu sein. Kurz vor der Reise zerstörte Tarik aus Prinzip also mit eine paar heftigen psionischen Angriffen den ersten Kristall und die Gruppe entschwand auf besagte Schattenebene. Die gemeinsame Feststellung zu diesem Zeitpunkt – Teleportation, Massenunsichbarkeit, Beschwörung von Nachmaren und Ebenenreise, ein ganz normaler Tag bei den CollectorZ.
Der zweite Kristall wurde alsbald von Untoten bewacht. Was sich der Zauberer bei der festen Positionierung im Freien dachte, verblieb wahrscheinlich sein Geheimnis, es führte allerdings zur nächsten außerordentlich amüsanten Aktion. Alina nahm ein Fläschchen Weihwasser und zauberte daraus einen ganzen Sturm des heiligen Zorns, mit der metamagischen Hilfe von Jenotus entstanden 4 verstärkte Stürme, die kurze Hand alles Untote vernichteten. Nachdem auch der zweite Kristall zerstört wurde, schrumpften die Helden diesen auf ein 4000stel seines Originalvolumens, reparierten ihn dann und stopften ihn in den Extraplanarraum. Auf dem Weg nach draußen pflanzten sie kurze noch einen massiven Baum und nach einer weiteren Schrumpfung nahmen sie selbigen mit sich. Warum ? Because they can 🙂
Danach brachen die Helden auf, um die Wüste final zu durchqueren. Noch ein weiterer Turm stand zwischen ihnen und der Zerstörung des magiedämpfenden Schildes. Allerdings hatten die Helden keine Ahnung, wo sich der letzte Turm befinden sollte – und die Wüste Calimshar war groß, sehr groß. Dazu beschworen sie 60 magische Augen, die in alle Richtungen erkundeten und nach wenigen Minuten kamen diese mit Informationen zur Richtung des letzten Turms zurück. In einem Anfall von Erkundung flogen die Helden auf ihren Nachtmaren zum letzten Turm, besiegten kurz zwei Sandgolems und zerstörten den verbleibenden Turmkristall.
Mit den drei Kristallen ausgerüstet, war es nun Zeit zurück nach Saban zu reisen. Hierzu teleportierten sich die Helden blitzschnell in die Stadt und überzeugten die Bewohner davon, dass sie ihnen beim Wiederaufbau helfen könnten. Die aufkommende Hungersnot wurde zunächst aufgehalten indem Nahrung für 6.000 Menschen beschworen wurde. Es stellte sich danach heraus, dass die Stadtbewohner hoch loyal zu sein schienen und nach einer kurzen Belehrung der Sharess Vorzüge auch bereit zum Konvertieren schienen.
Um Ordnung in der Stadt sicher zu stellen, entschieden sich die Helden eine Verfassung zu schreiben, diese war fair und sollte eine dauerhafte Regentschaft sichern. Nach kurzen Wahlen wurde der neue Chancellor Jenotus und sein Kabinett vereidigt. High Domina Alina übernahm die Rolle der Agrar und Kulturministerin (das Ressour Sexualität, Familie und Fortpflanzung wurde eigens neu gegründet). Sir Strave, wie er ab nun angesprochen werden wollte, übernahm das Ressort der Stadtplanung und innere Sicherheit. Als solches war er auch für den Aufbau des künftigen Staatssicherheitsdienstes zuständig. Tarik übernahm freiwillig das Ressort der Außenpolitik und des Handels.
Die Dynastie des Bösen (2/?) – Calebs späte Rache? (The Sainted Sinners)
Die vielen Reisen und Kämpfe der letzten Wochen liegen ihnen schwer in den Gliedern, als sie beschließen alles auf Morgen zu verschieben und erst einmal schlafen zu gehen. Am nächsten Tag wachen die meisten in der Gruppe schon früh im Dorf auf. Das Dorf hat doch sehr gelitten, nicht nur die Taverne liegt in Trümmern, auch viele andere Gebäude sind nach dem Kampf mit dem Wurm nun in einen schlechten Zustand. Und als wäre das nicht genug liegt noch ein tonnenschwerer Wurm, halb aus seinem Loch guckend, mitten im Dorf. Die Helden beraten sich lange, wie sie den Wurm nun loswerden sollen. Halaea ist dafür ihn herraus zu ziehen, Anskaviat will ihn verbrennen und andere einfach verrotten lassen. Schließlich entscheiden sie sich jedoch ihn zu begraben. Tahwyn wirkt einen Zauber der die Erde unter dem Wurm versanden lässt und die Gruppe sieht zu wie er immer tiefer rutscht und begräbt den Rest schlussendlich.
2 Tage vergehen und sie erreicht eine Nachricht vom Zwielichtmarkt, dass die von ihnen gemachte Schlachtbeute immerhin jedem 5k Gold eingebracht haben. Beflügelt von dem erlangten Reichtum packt die Helden wieder die Abenteuerlust und sie machen sich auf, den Ursprung des Tunnels zu finden. Sie packen ihre Sachen und reiten den Tunnel entlang, um nicht allzuviele Fackeln zu verschwenden verzaubert Tahwyn Anskaviats Schwert und macht es nun permanent leuchtend. Der begeisterte Anskaviat reitet mit erhobenen Schwert voran und freut sich wie ein Kleinkind über sein neues Spielzeug. Auf den langen Weg, den Tunnel entlang, sehen sie etwa nach einer Tagesreise Bon-Bon-Papier herumliegen. Etwas verwirrt entschließen sie sich das Tempo zu erhöhen und bald sehen sie in deutlicher Entfernung ein rotes Licht. Mofa wirkt einen Unsichtbarkeitszauber und geht das Licht auskundschaften. Eine Gruppe Kinder hat sich vom Dorf aus den ganzen Weg hierher gemacht. Wütend über ihre Leichtsinnigkeit schlägt der unsichtbare Mofa den Kindern auf den Hinterkopf und versetzt sie in fürchterliche Angst. Als die Gruppe sie einholt, beruhigt Anskaviat die Kinder indem er auf sein leuchtendes „Anti-Geister-Schwert“ zeigt. Tahwyn möchte die Kinder gerne weiter foppen und lässt ein markerschütterndes Heulen via Zauber erklingen. Die Kinder rennen in Panik davon und ein Großteil der Gruppe widersteht ihrem Zauber, nur Anskaviat sitzt noch bleich auf seinem Pferd, lässt sich von Eibenstein eine Geistrune auf sein Schwert malen und prischt etwas ängstlich voran. Als er an der Stelle des Heulens angekommen ist, fuchtelt er eine Weile mit seinem leuchtenden Schwert in der Dunkelheit herum. Die Kinder wurden währenddessen beruhigt und nach Hause geschickt.
Einige hundert Kilometer weiter erreichen sie das Ende des Tunnels und sehen eine riesige Metalltür. Eibenstein erkennt sofort Calebs Siegel, doch scheint es sich bei der Inschrift nicht um ihren Caleb zu handeln sondern um einen Vorfahren. Eine Drow-Inschrift besagt, „tritt ein wenn du den Mut dazu hast“. Eibenstein, Mofa und Tahwyn wollen sofort umdrehen, Halaea ist sich unsicher und Anskaviat möchte am liebsten sofort die Tür aufreissen während Wilbur einfach nur abwartet. Sie beschließen zu rasten. Halaea ist überzeugt im Schlaf von Moradin persönlich den Auftrag bekommen zu haben, ein böses Siegel zerschlagen zu müssen und versucht die anderen davon zu überzeugen, als Anskaviat die neugierde packt und einfach die Tür aufstößt. Die Gruppe folgt etwas widerwillig und sie landen in einem Labyrinth. Etliche Abzweigungen später sehen sie eine Treppe nach unten führen und eine böse Aura steigt ihnen entgegen. Eine art Taverne wird sichtbar, doch ist sie keinesfalls verlassen. 3 Skelette und 2 Zombies scheinen hier schon ewig zu wachen. Halaea murmelt etwas und ein gleißender Lichtblitz durchstößt das dämmernde Licht. 2 Skelette zerfallen sofort zu Staub und Anskaviat rennt mit gezogenem Schwert auf die Zombies zu. Ein kurzer Kampf entbricht. Ein Zombie wird durch Anskaviat gerichtet, ein weiterer verbrennt in Wilburs Feuerstrahl und das verbliebene Skelett wird in eine Feuersphäre von Tahwyn gestoßen. Die Gruppe sichert den Raum und Mofa kann mal wieder nicht an sich halten und versucht eine art automatischen Zapfhahn zu knacken, weshalb er von zwei Armbrüsten getroffen wird, welche aus der Decke gefahren kamen.
Als sie dem Labyrinth weiter folgen, finden sie endlich eine Karte und sehen in der Mitte eine besonders deutliche Markierung. Sie suchen den Punkt auf und finden einen gewaltigen Turm aus Obsidian, von dem eine deutlich böse Aura ausgeht. Da die Tür magisch verbarrikadiert ist, muss Wilbur sie mittels eigener Magie aufsprengen und als die Zwergin das Siegel ihrer Vision sieht, gibt es für sie kein halten mehr. sie stürmt auf das Siegel los und plötzlich stoßen von allen Seiten Blitze auf sie herrab. Kurz vor ihrem Ende gelingen ihr zwei Schläge auf das Siegel und zerstört es damit, danach zwingen sie die Blitze zu Boden und sie fällt in Ohnmacht. Wilbur gelingt es die Magie zu Bannen und rennt mit Anskaviat zu Halaea, sie ziehen sie aus dem Turm und kurz bevor sie ins Reich der Toten aufsteigt, können Eibenstein und Tahwyn sie notdürftig heilen. Als Mofa nun schnell den Turm erkundet sieht er noch 2 weitere Siegel und die Gruppe beschließt die Zwergin vorerst im unklaren zu lassen, während sie ihr Lager aufschlagen um etwas zu schlafen.
… damit die Boxkämpfe ausfindig gemacht werden (Cult of the Damned)
Zur gleichen Zeit wurde Tonil von der Schankmaid Sarah geweckt. Nach dem ein weiterer „Austausch“ stattgefunden hatte, konnte sich Sarah zusammenreißen und ging zur Arbeit. Tonil machte sich frisch, ging in den Schankraum und frühstückte, Sarah konnte er nicht erblicken, jedoch kicherten die zwei Schwestern von seiner nächtlichen Begleitung. Nun ging auch der wehrte Wanderer zurück ins Lager und dort angekommen stellte er fest, dass das Frühstück bereits seit kurzem fertig war.
Drisinil erzählte das sie und Dombar am Vortag Delgor kennengelernt hatten. Seine Schulden seien beglichen worden, worüber er nicht erfreut war. Delgor war ein hiesiger Lederhändler der Schulden beim Baron von Niewinter hatte. Auch hatte Drisinil ihre persönlichen Angelegenheiten erledigt.
So dann sagte Tonil zu Amara, er würde zum Mittag in die Taverne Sechs Fenster gehen. Dort erlange er die Information wo sich die illegalen Boxkämpfe, wo drin auch Dombars Vater zwangsweise verstrickt sein soll, abgehalten werden. Vorher werde er eine Bibliothek aufsuchen. Kurz darauf kam Amara zu Drisinil, Jurax und Brigor. Fragte die drei ob sie mit zu Delgors Lager wollten; den Weg hatte sie sich, nachdem sie die Geschichte über Delgor von Drisinil hörte, geben lassen. Die drei willigten ein und so machten sich alle viere auf den Weg.
Vor Ort sahen sie ein paar Gestalten, die offenbar nicht zum gewöhnlichen Straßenleben gehörten. Jedoch wurden diese Kerle ignoriert. Im Verkaufsraum des Lagers angekommen, kaufte sich Drisinil neue Lederhandschuhe, die anderen drei blickten sich um und Amara fragte zugleich nach Delgor. Dieser sei aufgrund einer Inventur nicht zu sprechen, wurde Amara zutiefst betrübt und mehrfach versichert. Drisinil blickte sich um, suchte sich ein Ziel aus und verzauberte sodan eine Kundin. Diese Kundin schrie auf, brach zusammen als ob sie verletzt gewesen wäre. Jedoch wusste nur Drisinil das es sich um ein einfachen Befehl handele und um nichts schlimmes passiert ist. Die Verwirrung nutze die Drow und schlüpfte in das Lager. Dort bekam sie ein Gespräch zwischen Delgor und Delgar mit. Delgar war ein edler gekleideter Halbelf und der dubiose Geldverleiher von Drei Eber. Amara machte sich indes auf den Weg zu Tonil. Erzählte jedoch keinem wo sie hin ging oder was sie vorhatte. Wie schon so oft, wusste nun niemand von den anderen drei wo sie war. Nachdem die Drow wieder im Verkaufsraum war und keiner Amara fand, gingen sie zurück ins Lager und fragten ob dort Amara oder Tonil bereits angekommen wären. Die Frage wurde verneint.
Tonil ging am frühen Vormittag zu einer Bibliothek, suchte und fragte nach Büchern oder einem Buch, was ihn verhelfen konnte sein Körper dauerhaft zu stärken bzw. agiler zu machen. Solche Bücher führte die Bibliothek nicht und verärgert machte sich der Wanderer auf zur schenke Sechs Fenster um dort die erhofften Informationen über die Boxkämpfe abzuholen. Angekommen bestellte er sich Mittag, Sarah brachte es ihm und eine Serviette, auf der Stand „Die Boxkämpfe finden heute Abend in Themgars Bierhaus statt.“ Ebenso stand dort, das ihn alles im allem tausend Goldmünzen koste. Amarah kam in die gleiche Taverne und setzte sich zum Wanderer. Nachdem sich der Wanderer kurz darüber beschwere warum eine einfache Information tausend Goldmünzen koste, beratschlagten sich beide und machten ab, dass der Wanderer abends in Begleitung von Sarah zu den Kämpfen ging, Amara hingegen versteckt folgte.
Auch eine dritte, noch völlig unbekannte Person erwachte am Morgen.
Ein Halbelf, mit einem Aussehen von einem entstellten Ungetüm beschattete den Zwerg Hamglim Wurzelfrost. Der Zwerg hatte gestern an Drisinils Seite gekämpft, ebenfalls wurde er zu den Boxkämpfen eingeladen. Nachdem der Halbelf erfolglos festgestellt hatte, das er während des Schlafes vom Zwerg, die Einladung in Form eines Zettels nicht fand, konfrontierte er den Zwerg damit von Angesicht zu Angesicht. Sie beschlossen, dass der Zwerg ihn abends mitnehmen wird. Daraufhin trennten sich beide und der Halbelf machte sich darauf, Kräuter zu kaufen damit er Gifte herstellen kann. Er fand eine schrullige alte Frau, die als Hexe bezeichnet wurde und bekam durch ein wenig Glück, die ein oder anderen Kräuter die in einem gewissen Mischverhältnis den ein oder anderen Geist benebeln können.
Am Abend trafen Amara und Tonil im Lager ein. Sie erzählten den sich langweilenden und wartenden übrigen aus dem Kult, was Sie herausgefunden hatten. Der Plan wurde geschmiedet und sodann zogen sie los.
Tonil ging mit Sarah in das ominöse Bierhaus. Amarah merkte sich das Klopfzeichen. Sie klopfte, im beisammen sein von Drisinil und Jurax. Der Zwerg und die Elfe mimten ein Paar, Drisinil sei ihre Leibwache. Sie wurden eingelassen und Drisinil bemerkte, das in dem Haus keine Zauber gewirkt werden konnten. Ihr bestehender Zauber war davon jedoch nicht mit inbegriffen.
Der Zwerg und Halbelf kamen ebenfalls in das Haus. Hamglim wurde nach unten zu den Kämpfen geschickt, der Halbelf wurde zu seiner Loge geführte.
Tonil verbrachte den angefangenen Abend ohne Sarah in einer geschlossenen exklusiven Loge. Auch fanden Tonil und Amara, bei einem Rundblick über das Geschehen, den jeweils anderen, womit beide wussten sie sind alle im Haus.
Beiden Gruppen wurde erklärt, sie können solange und so viel Wetten wie sie mögen, bis der Gong ertönt. Tonil wettete mit einer Quote von 5:1 auf Sarah, die anscheint an den Kämpfen teilnahm. Jurax überlegte es sich noch, konnte jedoch erst mal keine Entscheidung fällen. Der Halbelf suchte nach seinem Ziel, Delgar. Er war nur hier um Delgar um die Ecke zu bringen.
Damit waren drei verschiedene Gruppen in dem Haus, an drei verschiedenen Orten. Die Kämpfen sollten bald beginnen und alle waren angespannt.
Der Sammler – Kapitel I – Das Haupt der Bestie 2/2 (The Grey Guardians)
Der Zorn Talos tobte über die Festung. Blitze durchzuckten den Himmel und der Regen wurde immer dichter. Der Wind weht den Helden durch die Haare, als die Orkin beschloss, dass es besser ist, wenn sie direkt an der Mauern aushilft und so standen Stahlauge, Fynn, Franz Joseph, Tirza und Lo Pan in der Nähe des Waldes. Sie sind rund 200m von dem Anführer der Angreifer entfernt. Fynn und Stahlauge diskutierten noch kurz, aber sie machten sich auf den Weg, diese Gegner zu umwandern. Erst nach Westen in den einen kleineren Wald und dann von dort aus gen Süden, in einen größeren Wald. Die erste Strecke war noch in Ordnung, aber beim zweiten Teil begann Stahlauge seine Rüstung fürchterlich zu quietschen, dass einen die Zähne raus fallen und auch Franz Joseph war nicht gerade leise, aber irgendwie schafften sie es, ungehört an dem Wald an zu kommen. Zumindest dachten sie es. Bevor die Gruppe in den Wald verschwand, sollte sich Stahlauge doch von selbst erstmal aus dem Kampf nehmen. Er versuchte deren Gesinnung zu ergründen, doch die konzentrierte Macht des Bösen auf einem Fleck, war zu grell für seine Augen und so blieb er erstmal sitzen, während die anderen Helden sich im Schutz des Waldes auf den Weg machten, um die Angreifer aus zu schalten. Doch erst hier sollten sie merken, dass die Anführer der Aggressoren sie bemerkt hatten, doch ihr Bluff, den anderen weis zu machen, dass sie nichts gemerkt hatten, ging nach hinten los und es kommt unweigerlich zum Kampf. Doch beide Seiten hatten nicht nur mit dem Gegner zu kämpfen, sondern auch mit einer ständigen Veränderung des Kampffeldes. So geschieht es, dass Inseln mit Bäumen nach oben wandern. Die Effekte von Zaubern verändert werden. So wird der Nebel von Holzi so verändert, dass er die ganze zeit ihm folgt mit Holzi als Zentrum, oder als er seinen Ring der Magischen Rüstung aktiviert, auch dem Gegner eine Verstärkung auf seine Rüstung bekommt. Auch Fynn trifft nicht immer. Zwischendurch ist er orientierungslos und findet doch seine Freunde wieder und trifft auch besser und schafft es sogar, dass seine Fäuste aus Silber sind. Auch die Bardin ist inspiriert und legt mit ihrer Musik und ihren Bolzen los. Zwischendurch hatte sie das Gefühl, dass ein Schild Schaden absorbiert. Und als Stahlauge noch in den Kampf eingreift, so ist dieser nach wenigen Sekunden dann doch vorbei. Aber eine Kleinigkeit sollte doch noch passieren. Holzi und auch Lo Pan hatten gemerkt, dass dieser ganze Kampf auf eine Art Beschwörungszirkel statt gefunden hat. Aber niemand konnte sagen, was damit beschworen werden sollte. Und doch explodierte der Schädel eines Gegners und Feuersäulen schossen in den Himmel. Eine schwebende Kugel mit vielen Augenstielen war zu erkennen. Er sah die Helden an und die Augenstiele bewegten sich zur Mitte und das Bild eines älteren Mannes erschien. „Guten Morgen, tapfere Krieger. Ihr seid es also, die in meine Geschäfte pfuschen.“ Das Bildnis sah zu Lo Pan. „Mein Name ist Beletor und ich habe etwas, was Ihr haben wollt, werter Halbling. Ich erwarte euch in Nesmé.“ Die Gestalt verbeugte sich und das Bild verschwand. Auch das Wesen mit den vielen unterschiedlichen Augen verschwand im Wald. Fynn und Stahlauge nahmen den Kopf des Anführers und präsentierten diesen Auf der Mauer der Festung, um die Gegner zu demoralisieren, was ihnen auch gelang. Die Horden verschwanden zurück im Wald.
Konsequenz ist der Kobold beschränkter Geister (The Uncontrollables)
Gaven, der seine Laterne enzündet hatte, war der Erste der durch den Höleneingang verschwand. Merkwürdige knirschende und knackende Geräusche waren zu vernehmen. Nun schaute er nach unten und endeckte erst jetzt worauf er lief. Allerlei Unrat wurde sichtbar. Knochenreste, diverse Holzteile von einer Mine, ja selbst ein abgebrochener Metalleuchter war auf dem Müllberg ausfindig zu machen. Nach und nach traten alle durch den Eingang.
`Warum eigentlich immer ich? Warum passiert mir das?´ waren Pauley’s erste Gedanken als sie bemerkte, dass sie den Höhleneingang nicht durchqueren konnte. `Die anderen sind doch auch alle durch – naja…bis auf Trixi eben…aber bei der wundert mich gar nichts mehr…` dachte sie weiter. Doch es half alles nichts. Schnell beschloss man einen weiteren Eingang zu dem Höhlensystem zu suchen.
`Viel lieber würde ich jetzt an Gavens Seite laufen, als mit der mürrischen Gnomin einen anderen Eingang zu suchen.`
Glücklicherweise hatte Gaven bevor sich ihre Wege trennten einen kleinen Zauber auf sie alle gewirkt, so dass sie sich wenigstens leise mit den anderen unterhalten konnten, sonst hätte Pauley wohl schon nach zwei Schritten mit Trixi keine Lust mehr gehabt ihr zu folgen.
Unterdessen war die Gruppe tiefer in die Höhle vorgedrungen und nun standen sie an einer Weggabelung. Vorsichtig spähte Gaven in den rechten Gang, hörte quickende und schnarchende Laute. Den Geräusche folgend, machte er einen großen Raum, der vor ihm lag ausfindig. Was für Geschöpfe mochten es sein? Plötzlich erblickte er Umrisse einer kleinen Kreatur, die ein reptilienartigen Kopf und einen Schwanz hatte. Ihm schoss der Begriff eines Kobolds in den Sinn. Diese Höhle schien voll von diesen kleinen Kreaturen zu sein. Glücklicherweise wartete die Gruppe auf Gavens Rückkehr und so blieben sie unentdeckt. Als Gaven zu den Anderen zurückgekehrt war und ihnen von den Kobolden berichtet hatte,brach eine kleine murmelnde Diskussion innerhalb der Gruppe, über die weitere Vorgehensweise, aus. Die einen wollten die Kobolde im Schlaf überraschen, während der Rest sie umgehen wollten. Letzendlich einigte man sich darauf das Sir Gerald voran, an dem Gang der Kobolde vorbei den anderen Raum erschliessen sollte, während Limaya und Ansker Wache bei dem Durchgang zu den Kobolden hielten. Man wollte schliesslich die Kobolde nicht im Rücken haben. Gesagt getan und alles wäre auch ohne großes Aufsehen verlaufen, wenn Sir Geralds Rüstung der Gruppe nicht ein Strich durch die Rechnung gemacht hätte. „RUMMMMMS“ und „KLIRRRRRR“ war aus dem Raum in dem Sir Gerald entschwunden war zu hören. Die die mit ihm in den nächsten Raum gegangen waren konnten das Unglück auch nicht verhindern, als Sir Gerad über einen Speerständer stolperte. Nun wusste selbst der verschlafenste Kobold das sie Gesellschaft bekommen würden. Sir Gerald reagierte schnell und sicherte den Waffenraum zum nächsten Raum aus dem widerliche Gerüche drangen und auch die blutbefleckten Wände, des neuen Raumes liessen nichts Gutes erahnen. Schnell schloss Srisira zu dem Paladin auf und der schwarze Panther gesellte sich leicht knurrend, den Feind witternd zu Srisira. Gaven stellte sich in eine Ecke, um beide Gruppen im Augen behalten zu können.
Allerdings waren die anderen nicht besonders mitteilungsfreudig oder – so hoffte Pauley – es gab einfach nichts interessantes zu berichten.
Während Trixi schmollend vorauslief und ihren Unmut hier und da Luft machte, ging Pauley ihr einfach hinterher. Sie schaute zwar hier und da, ob sie was entdeckte, aber ihre Gedanken waren woanders… `Was die anderen jetzt wohl so machen? Ob sie etwas Spannendes finden?` waren nur ein paar Fragen, die Pauley beschäftigten.
Erst als Trixi stehen blieb und ziemlich aufgeregt auf den kleinen Eingang deutete, kehrte Pauley ins Hier und Jetzt zurück und bemerkte dann ebenfalls …Eingang?!? `Das ist alles andere als ein Eingang…das ist ein kleines Loch…mehr aber auch nicht.` schoss es Pauley durch den Kopf.
Doch bevor sie etwas sagen konnte, war Trixi schon in der Öffnung verschwunden. Auf dem Bauch robbend folgte Pauley Trixi also.
Als Pauley nach einer gefühlten Ewigkeit endlich das Ende des Ganges erreichte, staunte sie nicht schlecht als Trixi vor einer verschlossenen Holztür stand und wild mit ihren Händen herumfuchtelte. Pauley begriff relativ schnell, was die Gnomin vorhatte und wollte sie davon abhalten ihren Ring zu benutzen „wer weiß wer sich hinter dem Holzstapel befindet“ warf Pauley ein. Doch Trixi hörte die anderen, die, ihrer Meinung nach, in einem Kampf verwickelt waren, den sie ohne SIE niemals gewinnen würden. Währen sie noch ein wenig rangelten wurde das Holz plötzlich beiseite geschoben und die beiden blickten in das verwirrte Gesicht von Limaya. „ Hallo…“ war alles, was Pauley herausbrachte. Trixi jedoch verschwand ohne großes Gerede zu den anderen. Mit Hilfe von Limaya konnte sich Pauley aus dem Tunnel befreien. Doch ehe sie zu den anderen gehen wollte, klopfte sie sich etwas von der Erde und dem Geröll auf ihrer Kleidung ab.
Da erblickte sie auch schon den etwas blutverschmierten Ansker und Gaven mit seiner Laterne. Sie folgte den beiden und hörte Srisira etwas von einer Wolke sagen. Pauley zwängte sich an den anderen vorbei und sah das schwarze Etwas auf sie zukommen. Zum Glück erinnerte sie sich daran, dass sie etwas ähnliches schon einmal wegpusten konnte. Sie musste sich nur kurz sammeln und dann entfuhr ihr ein Windstoß, der nicht nur die Wolke auflöste, sondern auch noch einige Kobolde umwarf. Da sie Ansker mittlerweile ein wenig kannte, berührte sie diesen unauffällig und flüsterte leise etwas vor sich hin. Da sich jetzt die anderen wieder in der Vordergrund drängelten, ging sie ein wenig zurück und entdeckte einen Raum, der offensichtlich zum Schlafen und Ausruhen diente.
Sie schaute sich etwas um und als sie hörte, dass die Kampfgeräusche nachließen suchte sie etwas genauer.
Nur mit diesem metallenen Etwas konnte sie nichts anfangen und so ging sie zu den anderen zurück, direkt auf Gaven zu, der sich gerade über dem Anführer der Kobolde beugte. „Ich hab da was gefunden…“ sagte Pauley zu ihm und reichte ihm das Stück Metall. Gaven nahm ihr es begeistert ab und als Ansker ihm zu verstehen gab, dass die eine Wand ihm „merkwürdig“ erschien, entdeckte Gaven die passende Vertiefung für das Medaillon.
Gespannt beobachtete Pauley, wie der Barde nun versuchte die Münze in die Mulde zu drücken.
Langsam und grollend schob sich die Steinwand schließlich zur Seite und gab einen Gang mit feinen, weißen Kieseln hinter sich frei.
Ohne lange zu warten ging Gaven in den Gang hinein. Gefolgt von Pauley und den anderen kamen sie schließlich an einen Durchgang, der von einer schimmernden Barriere umgeben war. An der einen Wand standen zwei Truhen. Diese wurden von Gaven und Pauley auch sogleich geöffnet und der Inhalt herausgenommen.
Erst jetzt wurde eine Tafel mit einer Schrift darauf entdeckt…
Ein Ritter sollte im Auftrag seines Königs in eine fremde Burg eindringen. Dazu musste er aber den Wachen am Burgtor die richtige Parole nennen, die er leider noch nicht wusste. Er legte sich also nahe des Tores versteckt in einem Busch auf die Lauer und wartete. Kurz darauf kommt ein Händler auf einem Karren und verlangt Einlass.
Der Wächter sagt: 28, was ist deine Antwort?
Der Händler antwortet mit 14 und wird eingelassen.
Dann kommt eine junge Magd und nun sagt der Wächter: 8, was ist deine Antwort?
Die Magd antwortet mit 4 und wird eingelassen.
Später steht ein Mönch vor den Stadttoren und der Wächter sagt: 16, was ist deine Antwort?
Der Mönch antwortet mit 8 und wird eingelassen.
Der spionierende Ritter glaubt nun alles zu wissen und stolziert mit einem breiten Lächeln vor das Burgtor.
Der Wächter verstellt ihm den Weg und sagt: 12, was ist deine Antwort?
Ich sage 6!, antwortet der Ritter und will weiterlaufen, aber bevor er auch nur einen Schritt machen kann, zieht der Wächter sein Schwert und tötet ihn.
Der Ritter hatte die falsche Zahl genannt!
Aber was wäre denn richtig gewesen?
Nachdem Gaven es laut vorgelesen hatte, machte sich zunächst Ratlosigkeit breit. Ansker sagte ein paar Zahlen, doch es passierte nichts. Dann wurde schwer diskutiert ob die Truhen und deren Inhalt etwas damit zu tun hätten. Als herausgefunden wurde welche Zahl die Antwort war, wurde alles Mögliche ausprobiert.
In die Truhen wurde die gewünschte Menge hineingelegt…nichts geschah…
Dann legte Gaven so viele Gegenstände aus den Truhen an…nichts geschah…
Man formulierte die Frage laut und gab die passende Antwort…nichts geschah…
Nach einer Weile verflog die Euphorie über das Rätsel bei Pauley und sie steckte sich einen gefunden Ring an den Finger und…es wurde angenehm warm für sie.
Als hätten der Paladin und Gaven einen Geistesblitz gehabt, beschäftigten sie sich mit den Kieseln. Und so wurden sie hierhin geschoben…dahin gelegt…aber wieder geschah nichts…
Aus einer Laune heraus nahm der Barde die Passende Zahl an Kieselsteinen in die Hand und legte sie auf den Rand der Inschrift…und…die schillernde Begrenzung verflog…
Alle zusammen gingen hindurch und standen in einem Raum mit Waffen. Schnell war klar, dass sie nur toll aussehen, aber nicht wirklich zu gebrauchen sind. Trotzdem wurden sie mitgenommen.
Im angrenzenden Raum fand man endlich nach der gesuchten Karte. Sie lag auf einem Podest, doch keiner wollte diese so richtig anfassen.
Pauley kam die Idee eine Magierhand dies übernehmen zu lassen und keiner hatte etwas dagegen.
Doch kaum hatte die Magierhand das Schriftstück berührt vielen alle in einen tiefen Schlaf und fanden sich in einem Wald in der Nähe eines Herrenhauses wieder…
Was war geschehen…und wo befinden sich unsere Helden jetzt…und was ist mit der Karte passiert?
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