Untote Ratten, Leichen und ein Badehaus (The Guardians)

Untote Ratten, Leichen und ein Badehaus (The Guardians)

Untote Ratten, Leichen und ein Badehaus (The Guardians)
Baldurs Gate

Jetzt waren wir schon ein paar Tage wieder in meiner Heimatstadt. Es lief besser als gedacht. Aber das lag wohl daran, dass die Stadt mit anderen Dingen zu tun hatte, als nach jemanden wie mir zu suchen.
Zuerst war es ungewohnt wieder hier zu sein, denn ich hatte nur schlechte Erinnerungen mit denen ich auch nach Jahren noch zu tun habe. Mein Elternhaus steht sogar noch, aber es ist sehr heruntergekommen. Oft habe ich mir vorgestellt wie es wäre nach Hause zu kommen, doch einen herzlichen Empfang hätte es so oder so nicht gegeben. Ich weiß nicht, was aus meinen Geschwistern oder meiner Stiefmutter geworden ist, aber ich will es auch nicht wissen.

In der Stadt war jede Menge los. Die Gemüter waren erhitzt, denn man durften die Stadt, wenn man sie erstmal betreten hatte nicht mehr verlassen. Anakis hatte es da gut, konnte sie doch einfach über die Mauern hinweg fliegen, aber ich fühlte mich wie damals… gefangen… es war kein schönes Gefühl und so blieb mir nichts anderes übrig, als mit den anderen weiter zusammen zu arbeiten.

Mein erster Weg führte mich, wie sollte es auch anders sein, zur der Diebesgilde. Es hatte sich einiges geändert, aber der eine oder andere erinnerte sich sogar an mich. Ich hatte versucht ein paar wenige zu unterrichten, aber Geduld ist nicht so meine Stärke und so verlief sich dann das Ganze nach einer Weile.

Gut war allerdings, dass sich die Passwörter und Zugänge nicht geändert hatten. Ja, es gab zurzeit mehr Leute die aufpassten wen oder was sie hineinließen, aber trotzdem gelang es mir mit Black Lily zu sprechen. Sie hatte ein paar nützliche Informationen zu unserer momentanen Situation, allerdings warnte sie mich auch, mich mit ihnen alleine nicht anzulegen. Eigentlich war sie der Meinung man sollte sich gar nicht mit dieser Gruppierung einlassen, aber Gold ist Gold und wenn die Bezahlung stimmte, dann war ich schnell zu überzeugen. Sie gab mir ein umwickeltes Leinentuch mit der Bitte, es zu vernichten, wenn ich es gelesen hätte.

Kultist von Myrkul
Kultist von Myrkul


Anschließend machte ich mich wieder auf den Weg zum Elfgesang. Wie so oft nutze ich die Dächer der Stadt aus, da man so, gerade im Dunkeln nicht gesehen wurde. Ich machte einen kleinen Umweg und so sah ich etwas, das ich lieber nicht gesehen hätte.

Fünf Männer schleiften gerade einen bewusstlosen Mann in eine Seitengasse. Und als dann so um die 30 untote Ratten anfingen ihn aufzufressen, wurde mir leicht übel. Doch als dann einer der Männer ohne große Probleme das Herz aus dem Mann holte, und dies obwohl er blind zu sein schien, da machte ich mich dann doch aus dem Staub. Ich brauchte etwas zu trinken…etwas Starkes, denn in der nächsten Gasse schwebte ein toter über dem Boden. Seine Haut war abgezogen und er hatte viele…sehr viele…Einstiche.

Im Elfgesang angekommen drängelte sich doch eine Halbelfe mit ihrem Halbling am Eingang vor mich. Dafür konnte ich mir aus ihrer Tasche unbemerkt ein wenig Gold nehmen. Die Getränke für den Abend waren also schoneinmal bezahlt.
Meine Mitstreiter suchten auf ihren Wegen Informationen. Und die zwei neuen stellten sich gar nicht mal so dämlich an.

Einer von ihnen, Arramior, ging alleine ins Badehaus um sich umzusehen und kam in einem Stück wieder, also war er entweder vorsichtig oder er hatte nichts getan, was Aufmerksamkeit erregte. Viel Neues konnte er allerdings nicht beitragen, da Anakis das Badehaus vorher schon gut ausgekundschaftet hatte.
Allerdings wurde er auf dem Rückweg angegriffen. Er hatte wohl Glück gehabt, dass er nicht so endete wie einer der anderen, die ich gesehen hatte. Er konnte uns nur noch sagen, dass er verfolgt wurde, aber nicht sagen von wem.

Anakis und Feaharn gingen los um herauszufinden, ob man sich vielleicht durch die Kanalisation Zugang verschaffen konnte, aber leider war dies nicht möglich. Und so kehrten sie ebenfalls in die Taverne zurück.
Anakis machte sich wohl in einer kleineren Flugform auf, um nachzusehen ob die Verfolger noch irgendwo waren, aber außer einem Kerl, der der Taverne gegenüberstand und diese beobachtete fand sie weiter nichts.

Camilla brauchte von allen am Längsten.
Sie wollte in den nördlichen Teil der Stadt. Genaueres hat sie mir nicht gesagt. Ich gehe davon aus, dass sie zu den Reichen und Adligen wollte und mich lieber nicht dabei haben wollte. Ich weiß nur, dass sie jemand bestimmten suchte, aber als sie in die Arme einer Stadtwache lief änderte sie wohl ihre Meinung. Sie versuchte ein paar Informationen zu sammeln, doch da die Stadtwache von jemand begleitet wurde, der der flammenden Faust angehörte, ging das wohl nicht sonderlich gut.


Nun saßen wir also in Arramiors Zimmer und überlegten wie es weiter gehen sollte. Zunächst überlegten wir, ob wir unseren Beobachter loswerden sollten, doch da er verschwunden war, beschlossen wir im Morgengrauen ins Badehaus aufzubrechen.

Alleine ging ich noch etwas trinken und nach meiner Meditation machte ich mich über die Dächer auf zum Badehaus. Dort angekommen sah ich jemanden genau die Stelle beobachten, die wir uns als Einstieg ausgesucht hatten. Ich konnte mich in dem Haus gegenüber gut verstecken und hatte meine Armbrust bereit gemacht. Die Wachablösung kam pünktlich vorbei und als Camilla mit Arramior angeflogen kam, ging der Anhänger von Bhaal direkt auf die Beiden zu. Mein Bolzen traf ihn ohne dass er etwas machen konnte und er brach zusammen. Schnell zog man ihn in die dunkelste Ecke und durchsuchte ihn. Er hatte interessante Dolche dabei, die Camilla mir gab.

Nach einer Weile trudelten Anakis und Feaharn ein. Geschickt öffnete unsere Druidin die Mauer des Badehauses für uns und wir stiegen eine Treppe hinab.
Obwohl ich kein Problem mit der Dunkelheit habe bin ich nicht gerne unterirdisch unterwegs. Dächer zum Flüchten sind mir dann doch lieber.

So gingen wir voran und fanden außer einer Leiche und Altare aber noch nicht weiter nützliches. Merkwürdig war allerdings, dass ich mit viel mehr Fallen gerechnet habe.

Hoffentlich bleibt es so ruhig…

Das Ende der Smaragdaugenköningin (The Iron Lions)

Das Ende der Smaragdaugenköningin (The Iron Lions)

I. Die Konversation mit „X“

Tiefwasser, die Stadt Schwertküster Faerûns trug ihren den Beinamen „Stadt der Wunder“ beileibe nicht umsonst. Dinge wie wandelnde Statuen und und Greifenreiter waren dort alltäglich. Darüber hinaus setzte sich die Stadtbevölkerung aus dermaßen vielen, unterschiedlichen Personen und Kreaturen zusammen, dass man meinen sollte, wer Tiefwasser gesehen hat, ist nicht so leicht zu verblüffen.

Gweangwen die Halbelfe hatte ihre Kindheit dort verbracht und war einiges gewöhnt, was extravagantes Äußeres anging. Dennoch stand sie an diesem Nachmittag einige Meilen von der Stadt entfernt mit zusammengekniffenen Augen da und versuchte auszumachen, was genau vor Ihr stand.

„Gwen! Starren ist unhöflich“

Ihr Kamerad, der Ex-Stadtwächter Deeca zog sie zurück auf normale Konversationsdistanz zu dem seltsamen Humanoiden, dem sie und ihre Freunde gegenüberstanden, zurück.

„Was stimmt nicht mit dem? Er sieht aus, als hätte ein Kleinkind versucht einen Menschen zu malen“.

Die Gestalt, deren Äußeres tatsächlich disproportioniert wirkte, schwang in einer Ehrfurcht gebietenden Geste seinen Umhang nach hinten und richtete seine Stimme an die Abenteurer.

„Ich nehme an, ich muss mich nicht vorstellen? Immerhin haben sich unsere Wege schon des Öfteren gekreuzt! Nun, vielmehr eure und die meiner Untergebenen?“

Die außergewöhnlich spitzen Zähne, die beim Sprechen zum Vorschein kamen, erschwerten ihm scheinbar auch das reden. Ein unüberhörbares Lispeln führte dazu, das Gwaengwen sich das Lachen verkneifen musste.

Gordon der Hexenmeister übernahm die Konversation mit einer leichten Verbeugung:

„Natürlich, wir wissen Bescheid.“

Gordon ahmte den erhabenen Gestus seines Gegenübers nach und fügte telepathisch hinzu:

„Xanathar?!“

„Ah, ich seid der, den man Gordon nennt. Sozusagen das Gehirn der Truppe.“

„Zuviel der Ehre, ich gebe hiermit zu Protokoll, dass wir so etwas wie „das Gehirn der Gruppe“ nicht gibt.

„Naja, wenn Ihr das so sagt. Nun, ich komme her – unter nicht zu vernachlässigendem persönlichen Risiko, um euch einer Frage zu stellen…“

„Nur eine? Dann seid Ihr ja fertig!“

Gordon fiel ihm ins Wort, was er nur mit einem kurzen Augenrollen quittierte, sich aber nicht aus der Fassung bringen ließ:

„… und euch – abhängig von eurer Antwort, ein Angebot zu machen:

Nun, ihr seid euch mit Sicherheit im Klaren darüber, dass ihr in den letzten Zehntagen mein Personal etwas dezimiert habt. Zuerst Jimmy Forest und Hagar in den Kanälen von Tiefwasser, dann Johnny Ramone und sein Partner in der Sternenstaubnekropole. Das erweist sich mittlerweile als eher unschön. Speziell Ramone war ein geschätzter Mitarbeiter mit einzigartigen Talenten.“

„Pfft. so’ne große Nummer war der gar nicht . Er’s gestorben wie alle anderen. Und mein Freund hier hat seinen Kumpel problemlos kaputt gemacht!“

Gwaengwen deutete auf Deeca, der mit den Schultern zuckte: „Eigentlich hat unser Mumien-Diener-Hohepriester-Schläger ihn besiegt. Er hatte übermenschliche Kräfte.“

Der Xantahar seufzte: „Ah… genau die Sternenstaubnekropole. Ich will mir gar nicht ausmalen, was ihr damit anzustellen gedenkt. Auch in dieser Beziehung wüsste ich gerne, dass ihr mir nicht in die Quere kommt, also:

II. Arbeitet für mich! … oder wenigstens nicht gegen mich.

„Könntet ihr euch vorstellen, für mich zu arbeiten?

„Ja!“

„Klar“

„wir sind nicht wählerisch, was unsere Verbündeten angeht“

„Ich glaube, ich habe schon mit schlimmeren Leuten ‚rumgehangen.“

der Auffällig gekleidete Mensch wandte sich von den Begeistert zustimmenden Abenteurern ab und griff sich mit pathetischer Geste ans Kinn:

„… Nun, wenn Ihr partout nicht wollt, sollte ich euch vielleicht…Was??! Ihr nehmt einfach so an?“

Gordon erläuterte Seinen Enthusiasmus:

„Klar, wir tragen seit Wochen fünfzehnhundert Goldmünzen mit uns ‚rum, ohne auch nur eine entfernteste Möglichkeit, sie auszugeben.“

„Ich würde es wirklich schätzen, wenn meine Bewaffnung demnächst eher auf dem Niveau meiner Kameraden wäre“ Deeca deutete auf die Kampfaxt in seiner Hand :“Ich denke schon, dass ich die Erde spalten können Sollte. Wenn ihr versteht was ich meine.“

„Aber warum habt ihr meine Mitarbeiter umgebracht? Wollt ihr nicht im Dienste der Gerechtigkeit den bösartigen Umtrieben der Xantahar-Gilde ein Ende setzen?“

Obwohl sie seiner menschlichen Gestalt nur bis zur Brust reichte, baute sich Gweangwen vor dem Xantahar auf und stemmte die Fäuste in die Hüfte:

„Hör‘ mal, Kumpel, die waren unfähig, dämlich und manche von denen total nervig. Solche Leute tendieren dazu, in meiner Gegenwart ins Gras zu beißen. Ein Mädchen kann nicht immer so viel Beherrschung an den Tag legen wie bei dem Vollpfosten da drüben.“ Sie deutete in Richtung des Heilwort-Standes, an dem Yngwie der Möchtegern-Druide sich umsorgen ließ.

„Na, wenn das so ist… ich war halb darauf aus, bis zum Tode mit euch zu kämpfen, oder Tagelang zu verhandeln…“

„Na gut, wenn du unbedingt willst: was kannst du uns denn bieten? Wenn wir uns dazu entschieden, für dich zu arbeiten?“

III. In den Neun Höllen wird über euch geredet!

„Also, wie Ihr vielleicht schon gehört habt, sind die neun Höllen unruhig, weil ein Paar Sterbliche es scheinbar auf die prominente Auftragskiller-Truppe der Teufel abgesehen hat. Im Flüsterton wird in Avernus von der „Dreivonzwölf“ gesprochen.

„Das klingt ja total bescheuert“

„Einige niedere Teufel haben Wetten darauf abgeschlossen, wer von den zwölf Assasinen als nächstes von Sterblichen besiegt wird. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass die Teufel ihre Anstrengungen vervielfacht haben, dem Entgegenzuwirken. Anscheinend haben Sie einen nicht unwesentlichen Gesichtsverlust zu befürchten.“

Ich verfüge über Möglichkeiten, um die Grenzen zwischen den Ebenen zu überwinden, entsprechend kann ich euch dabei helfen, eure Verfolger loszuwerden. Außerdem kann ich euch Zugang zu den Elementarebenen gewähren, wo sich vielleicht ein neuer Bewohner für eure Armbrust finden lässt.“

Gordon schob seine Waffe hinter den Rücken und schaute misstrauisch. Misstrauisch aber durchaus nicht abgeneigt.

IV. Wo ist Warwick?

„Weiterhin weiß ich beschied, dass ihr mit Warwick befreundet seid?

„Wer’s das?“

„Ich schließe mich Gwaen an: Wer zum Gewebe der Wirklichkeit ist Warwick?“ Helge trat zu seiner planlosen Gefährtin.

„Dione Warwick? Ehemalige Hauptaufseherin von Tiefwasser?“

Deeca nahm seinen Helm ab: „Ich werde Sie niemals vergessen. Sie ist eine großartige Frau, die mit Leib und Seele für Ihre Stadt eintritt.“

„Nun, vielleicht wird euch bei dieser Einstellung überraschen, dass sie als Hochverräterin in einem Spezialgefängnis namens Hungerloch einsitzt.“

„Nein! Wie kann das sein.?!“

„Allgemein wird davon geredet, sie sei für die Invasion verantwortlich, aber aus irgendeinem Grund fürchtet die aktuelle Machthaber einen korrekten Prozess und haben sie verschwinden lassen. Ich plane, sie in die Stadt zu bringen und ihr ein ordentliches Verfahren zuteil werden zu lassen.“

„Aus Glaube an den Rechtsstaat und die Justiz?“

„Sagen wir einfach, Leute wie Warwick sind besser für’s Geschäft, als gewisse Personen, die sich im Moment um die Ordnung in der Stadt kümmern.“

„OK, wir sind dabei, ich nehme an, ihr könnt uns auch mit Handelsdienstleistungen anbieten?“

„Natürlich, Ich nehme an, zumindest die Schurkin ist mit Skullport vertraut?“

„Klar Dicker, da schulden mir noch ein paar Leute Geld, wir schau’n vorbei , wenn wir hier fertig sind!“

„Das war ein erstaunlich produktives Gespräch. Seht doch zu, dass ihr mir bis zu eure Ankunft in Skullport nicht in die Quere kommt, und ich bereite eine kleine Shoppingtour für euch vor?“

„Du hast einen Deal!“

„Weise deine Untergebenen doch bitte an, sich erkenntlich zu zeigen, damit sie nicht aus Versehen eine verfrühtes Ableben erleiden.“

„Natürlich. Nun, meine Arbeit hier ist getan.“ Er sprach mitden beiden Riesen, die bei ihm standen. „Ich nehme an, ihr werdet keinem Rabatt auf eure Dienste zustimmen, weil es nicht zu Gewalt gekommen ist?“

V. Shirell hat sich was überlegt – und Pommes gebunkert

Der Betrachter in Menschengestalt machte sich mit seiner Leibgarde auf und verließ das Lager. Eugen wandte sich zusammen mit seinen Gefährten wieder in Richtung von Shirells Zelt, wo sich mittlerweile eine kleine Traube von Menschen versammelt hatte.

„Er hat Recht, wir sollten mal schauen, was die Riesenschlange macht.“

Sie gingen zur Behausung des Erzdruiden. Auf dem stieß ein Elfenkind zur Gruppe, mit dem Gwaengwen scheinbar schon bekannt war.

„Da, für dich, Tante!“

Ein junges Elfenmädchen mit geflochtenen, braunen Zöpfen reichte Gwengwen eine Tüte frittierter Kartoffelspalten.

„Wow, gute Arbeit, wo hast du du die denn her?“

Das Kind lachte verschmitzt.

„Hah, du hast noch einiges vor dir, geh, und übe die Sachen, die ich dir gezeigt habe!“

„Ja, Tante“

„Guckt euch das mal an, anscheinend hat Shirell Freunde gefunden!“

Am Zelt des Druiden hatte sich eine kleine Menge von Personen zusammengefunden. Deutlich zu erkennen war der Erzdruide Shirell mit seinem Geweihelm und den Feder-Schulterpolstern. Im gegenüber stand ein kräftiger Mensch mit braunen Haaren, die in wilden Stacheln von seinem Kopf ab standen. Er war nur mit einem Lendenessschurz und mehreren Gürteln, die seinen Schulterpanzer und seinen Umhang hielten, bekleidet.

Der Fremde schien zum Rest der versammelten Druiden zu sprechen. In dem Moment, in dem die Abenteurer in Hörweite kamen, beendete er seine Rede. Dem Gesicht des Mannes war anzusehen, dass diese nicht den erwünschten Effekt auf seine Zuhörerschaft hatte: Die Druiden, die sich um ihn und Shirell versammelt hatten, blickten zu Boden und scharrten nervös mit den Fußspitzen im Rasen des Lagers.

„Niemand? Es ist wirklich wichtig, dass…“

Shirell legte Ihm die Hand auf die Schulter und deutete in Richtung der Abenteurer, die sich in die kleine Versammlung eingereiht hatten.

„Vielleicht haben wir soeben jemanden gefunden, der unsere Bürde bereit ist zu tragen. Diese tapferen Krieger hier waren es, die dem verdorbenen Geist schon einmal die Stirn geboten haben. So Mutter Erde es will, streben sie vielleicht noch immer die Läuterung unseres Elementargeistes an?“

„Nö, lass mal stecken, Geister sind gruselig“

„Ich glaube er meint die Schlange“

„Oh, die? Ja, die müssen wir irgendwie kleinkriegen, immerhin haben wir die praktisch freigel…“

„Helge und Deeca traten zwischen ihre Kameradin und den Erzdruiden und schnitten Gwaengwen das Wort ab:

„Wir würden euch gerne helfen, nur leider fehlt uns die Mittel, den Geist von seiner Besessenheit zu erlösen“.

Die Abenteurer vernahmen ein kollektives, erleichtertes Ausatmen der gesamten Druidengruppe.

„Dafür haben wir einen Plan entwickelt, Seht euch das an:“ Shirell strich über seinen Bart und deutete auf einen Baumstumpf, der sich in der Nähe befand. Darauf lag ein simpler Ledergurt mit einer etwas ausgefallenen Schließe.

„Der Gurt der einvernehmlichen Trennung“.

„Cool, was tut das?“

Helge ergriff das Wort:“Wenn ich mich recht entsinne, ist es ein starker inhärent-korrelativer antikollagener Zauber. Beim Anlegen wird die Metaphorisch-Metaphysiologische Ladung in Ihre einzelnen polaren Extrema de-inkludiert und geneativ hyperrealisiert.“

„Sprich deutsch, du alter Knacker!“

„ Man kann damit eine Kreatur, die mehrere Seelen beherbergt in einzelne Körper für jede Seele aufteilen.“

„Das wäre genau das, was wir brauchen.“

„Genau, wir hatten nur einige Probleme damit, Freiwillige zu finden, um den Gegenstand zu benutzen.“ Der Druide ließ einen vorwurfsvollen Blick über die Druiden schweifen, bevor er mit dem Kopf in Richtung des Lagers deutete. Die versammelten Personen ließen sich nicht zweimal auffordern und eilten eilig davon.

„Die Welt der Druiden wäre euch auf ewig dankbar, wenn ihr uns diese Bürde abnehmen könntet.“

VI. Die Abenteurer Passen den Gurt auf ihren Gegner an

„Ist ja nicht so, das uns der Wille fehlt, aber es handelt sich bei unserem Gegner um eine Schlange von vielleicht 30 Fuß, wie soll das denn passen?“ Gordon schritt um den Gurt herum und legte die Finger ans Kinn.

Der Druide im Lendenschurz, der einzige der ursprünglichen Kongregation, der nicht die Flucht ergriffen hatte, trat an ihn heran:

„Wir verfügen nickt über das arkane Wissen, um ihn anzupassen. Der Plan war es, einfach ein schmales Stück am Schwanzende zu nehmen?!“

„Hat hier jemand ‚arkanes Wissen‘ gesagt?“

„Genau, Helge, wir schauen uns an, was wir damit tun können.

„Nein wirklich, ich habe ncihts verstanden, hat es jemand gesagt?“

Die beiden Zauberkundigen schafften es tatsächlich mit etwas herumprobieren, der Ledergurt so weit zu dehnen, dass dieser etwa den Umfang einer Tonne hatte.

Dann sind wir wohl mal wieder unterwegs!

Tschau mit V ihr Baumschmuser!“

Die Abenteurer wandten sich mit dem Riemen in der Hand von den Druiden ab und begaben sich einmal mehr in Richtung Monstersumpf.

VII. Die Bewohner der Sumpfruinen

Die Schritte von vier Abenteurern hallten durch die vergessenen Korridore der Ruinen des Monstersumpfes, bis sie den Raum erreicht hatten, in dem zuvor auf die Riesenschlange getroffen waren. Ein riesiges Loch klaffte in der Wand. Nachdem die Abenteurer den Tunnel, den ihre Beute hinterlassen hatte, einige hundert Fuß verfolgt hatten, betraten sie einen Raum, der aus gemauerten Steinen bestand.

Deeca begab sich zur Mauer hin und legte eine Hand auf die Fugen Wand.

„Ohh, seid mal alle ruhig! Unser Zwerg redet mit den Steinen!“

Der ehemalige Wachmann ignorierte die Neckereien seiner Kameradin und begann seinen Gefährten zu berichten:

„Die Steine sind nicht aus dem Gestein gehauen, es sind echte Fugen, in denen sich Abrieb gesammelt hat. Von außen ist davon fast nichts mehr zu erkennen, also ist das Gemäuer eher alt. Da aber wenig Fremdstoffe in den Fugen sind, bezweifle ich, dass die Erbauer in der letzten Zeit hier waren. Die Oberflächen sind leicht abgerieben. Hie wurde wahrscheinlich… geputzt?

„Geputzt? Ist das Abrieb von der Schlange?“

„Nein, das waren Werkzeuge zum Steinpolieren, mineralische Schleifeisen. Der Regelmäßigkeit nach zu urteilen keine Zwerge, aber sorgfältig gearbeitet.“

„Also lebte hier Jemand, als die Schlange durchgerauscht ist?“

„Mit Sicherheit“

„Puh, ich schau mich mal weiter um, wollen wir dann mal die Geheimtür da hinten untersuchen?“

Gwaengwen deutete in eine angrenzenden Gang. Hier drüben ist auch eine.“

„Wow, die findet so was fast besser als du.“

Helge tätschelte Deeca auf den Kopf.

„Das Überleben unserer Gemeinschaft ist kein Wettbewerb. Die Elfe erfüllt ihre Aufgaben genau wie ich so gut sie kann.“

„Voila: Geheimtür… offen!“

Die Abenteurer blickten an den Rand der eben im Felsen verschwundenen Tür in den dahinterliegenden Raum.

Sie erblickten einen kleinen Humanoiden mit grauer Haut. Ein Tiefengnom oder Svirfnelblin. Als er die Fremden erblickte, hielt er sich die Finger an die Schläfen.

Alle zuckten zurück und traten einen flinken Schritt aus der Türöffnung, als die Luft vor Energie flirrte und eine Woge aus schmerzhafter psychischer Energie sie knapp verfehlte.

„Sagt mir wer Ihr seid oder ich werde eure Hirne von innen nach außen drehen!!“

„Haltet ein, edle Kreatur!“ Wir sind nicht hier, um euch zu schaden!“

„Habt ihr eine große Schlange hier durchkommen sehen? Sie müsste etwas weiter vorne durch eure Behausung gekommen sein.“

„Aha…Abenteurer. Ich nehme an, ihr wollt die Monster der Gerechtigkeit zuführen und mit eurer ruhmreichen Gewalt zur Stecke zu bringen?“

„Naja, wir haben hier so’nen Gürtel, aber Gewalt war euch Teil unseres Plans.“

„Dann geht doch bitte weiter. Den Gang herunter ist unser – ehemaliger – Gebetsraum.“

„Was macht ihr eigentlich hier unten?“ Gordon hatte bemerkt, dass sich weiter hinten im Raum weitere Tiefengnome aufhielten. Allem Anschein nach Jüngere und Kinder.

„Wir überleben. – Da sind wir gut drin. Ein Teil davon ist es auch, sich nicht unnötig mit dubiosen Fremden gemein zu machen.“

„Hör mal!“

„Und als die Schlange hier durch ist, habt ihr eich entschieden, hier zu Überleben?“

„Das Unterreich ist kein Spielplatz. Einige unseres Stammes wurden von finsteren Einflüsterungen dieser Kreatur davon überzeugt, sie anzubeten. Ich zog es vor, hier auszuharren, bis die Gefahr vorüber ist. Wenn Ihr so gut wäret, mich meiner Kontemplation zu überlassen?“

„OHH. Der macht mich verrückt, ich brech‘ jetzt da drüben die Tür auf, das macht vielmehr Spaß, als mit dem ollen Langweiler hier weiter Freundlichkeiten auszutauschen.“

Gwaengwen wandte sich ab und begab sich in die steinernen Gänge, die bis vor kurzem die Heimstatt der Svirfnelblin waren.

Deeca fragte den Gnom, der immer noch mit verschränkten Armen grimmig dreinblickte:

„Könnt ihr uns Helfen? Wir müssen zur Schlange durchkommen und ihr diesen Gurt anlegen.“

„Ich würde es Vorziehen, keine weiteren Stammesmitglieder zu verlieren. Wir bleiben hier.“

„Was könnt Ihr uns über dieses Gemäuer sagen? Ihr wart nicht die ersten, die hier gelebt haben, oder?“

„Nein, wir waren auf der Flucht, nachdem unsere Stadt von den Drow dem Erdboden gleich gemacht wurde. Lange Zeit irrten wir durch das Unterreich. Wir kämpften gegen Erdkolosse und Ilithiden. Als wir diesen Ort fanden, war unsere Odysee für einen kleinen Moment zur Ruhe gekommen. Aber nichts Gutes ist von Dauer, daher überrascht es mich nicht, dass auch hier unser Leben eine Ansammlung von Leid und Furcht ist.“

Von außerhalb des Raumes war das Geräusch einer sich öffnenden Steintür und kurz darauf Gwaengwens Stimme im Plauderton zu vernehmen:

„Ich sage, ihr lasst den Langweiler langsam mal stehen und checkt mit mir diesen Raum hier drüben. Da is’n Toter drin.“

Deeca nickte wissend:

„…einer der früheren Bewohner, wahrscheinlich. Es ist durchaus möglich, dass hier mal ein Zauberer gelebt hat.“

Gweangwen hatte einen verborgen Eingang zu einem kleinen Alkoven gefunden, in dem ein menschliches Skelett lag. Der größte Teil der sterblichen Überreste war stark verfallen, doch ein sternenbesetzter Hut auf dem herab baumelnden Schädel war erstaunlich sauber und intakt.

„Ein Zaubererhut, wie schön! Ich bin ein Zauberer, der Hut ist für mich!“

Mit nie zuvor gesehener Agilität riss Helge dem Skelett die Kopfbedeckung herunter und setzte sie sich selbst auf.

„Du weißt schon, dass du magische Gegenstände auch identifizieren kannst? Was wenn es ein ‚Zauberhut des Tatterige-alte-Zausel-Verschlingens‘ gewesen wäre?“

Gordon war kurz einen Schritt zurückgetreten, als Helge den Hut aufgesetzt hatte und hatte einen unmissverständlich erleichterten Gesichtsausdruck aufgesetzt.

„Du bist ja bloß neidisch, weil du kein richtiger Zauberer bist.“

Gordon hob die Augenbrauen, kratzte sich am Kopf und trat zu Gweangwen heran, die sich bereits an einer anderen Wand zu schaffen machte.

„…wieder eine Geheimtür?“

„Naja, ‚geheim‘. Das Schlüsselloch war nur hinter ’nem Felskeil verborgen. Wer so was als Geheimtür bezeichnet, der denkt auch Buntbartschlösser sind keine Einladung zum Einbruch. Ta-Dah: Kinderspiel“

Die Elfe stemmte ihren Stiefel gegen die Felswand und verpasste ihr einen Stoß, so dass ein Teil von etwa der Größe einer Tischplatte sanft nach hinten glitt und den Zugang zum dahinterliegenden Raum freigab.

VIII. Der Gebetsraum in der Smpfruine

Die Abenteurer vernahmen einen leisen, monotonem Gesang , als die den Raum betraten. Einige Säulen trugen die massive Steindecke. Die Wände waren wie die anderen in der unterirdischen Behausung der Svirfnelblin abgeschabt und glatt. An der Stirnseite der Halle befand sich ein steinerner Altar, auf dem sich die Urschlange zusammengerollt hatte.

Es befanden sich zudem sechs weitere Tiefengnome in der Halle. Die drei, die sich um die Schlange versammelt hatten, beachteten die Abenteurer nicht und gaben weiter ihre eintönigen Gesänge von sich. Unter ihnen war auch eine etwas weniger schäbig gekleidete Gnomenfrau.

Sie erwies sich kurz darauf als die Anführerin, als sie drei der anderen Gnome befahl, die Eindringlinge zu attackieren. In dem Moment, in dem die drei Gnome aufhörten zu beten, bäumte sich die riesige Schlange unruhig auf.

Die Gnomen-Anführerin versenkte sich wieder in ihr Gebt, woraufhin das gigantische Reptil an Konzentration gewann und die Neuankömmlinge fixierte.

Gordon, Deeca, Gwaengwen und Helge drängten sich noch immer im Eingang der Halle, als die aufgebrachten Svirfnelblinch sich ihnen zuwandten und Wellen psychischer Energie auf sie abfeuerten. Kurz darauf begann die Riesenschlange, den Boden um sie herum mit aus Ihrem Schlund hervorgebrachter Säureschleim in einen tödlichen Spießrutenlauf zu verwandeln.

Mit einer eleganten Flugrolle überwand Gweangwen den Abstand zur eine naheliegenden Säule und attackierte ihren Widersacher. Ihre Gefährten positionierten sich so gut es ging außerhalb der Sichtweite der Schlange, um den Säureklumpen zu entgehen, die diese weiter in Richtung der Abenteurer spuckte. Die Geschosse hinterließen mehr und mehr ätzendes Sektret auf dem Boden, während die Swirfnebli sie mit von fanatischem Eifer geschärften Zähnen und Klauen angriffen.

„Das wird so nix, bevor wir die Bubis hier alle gemacht haben, stehen wir bis zum Bauchnabel in Säure.“

Gwengwen tänzelte weiter zwischen den Gegnern umher, musste sich aber bremsen, um nicht in ätzenden Schleim zu treten.

„Der Gürtel! Einer von uns muss sich freikämpfen und den Gürtel anlegen. Wo ist der Zauberer?“

Sie blickten sich um und realisierten das Helge sich aus dem Raum teleportiert hatte.

„Der bereitet hoffentlich was Großes vor.“

IX. Das Ende der Smaragdaugen-Königin

„Drauf können wir nicht warten.“ Gordon sprach eine Zauberformel und deutete auf die Sclange.

Das gigantische Reptil wich kurz zurück, als die magische Energie seine Bewegungen lähmte. Schon die nächste Windung gelang der Schlange nicht mehr, sie erstarrte innerhalb weniger Augenblicke verharrte daraufhin reglos auf dem Altar.

Als sich die letzten braunen Schuppen in das matte grau einer Steinstatue verwandelt hatten, begannen die Tiefengnome, die Köpfe zu schütteln und sich aus ihrem Wahn zu erholen.

In diesem Moment schritte Helge in den Raum

„Überraschung!!“

Mit den Händen hatte der Magier eine Kugel aus rotglühender, leuchtender Energie geformt und warf sie in die Mitte des Raumes, wo Sie in einem kugelrunden Inferno explodierte und die Svirfnelblin von den Füßen riss.

Gwengwenn hatte einen Schritt zurück gemacht und war dem dröhnenden Knall und der glühenden Hitze entgangen:

„Wow, das war unnötig.“

„Aber eindrucksvoll!“

„Konzentration, die Gefahr ist noch nicht vorrüber“ Deeca wies auf die Schlange und die Gruppe lief an den benommenen Gnomen vorbei, um der riesigen Statue den Gurt um den Schwanz zu legen.

Als die Schnalle des Gurtes der Trennung geschlossen wurde, begann die Magie des magischen Gegenstandes zu wirken und die weibliche Gestalt, die in der Stirn der Riesenschlange eingelassen war, stürzte aus dieser heraus und nahm auf dem Boden vor den Abenteurern eine eigene Form an.

Die Kreatur glich von Ihrer Silhouette einem Humanoiden, die Haut aber war aus einem ständigen Flux von Schuppen und Sternenstaubnekropolen- Perlmuttgestein durchsetzt. Es war offensichtlich, dass die Königin um ihre Existenz auf dieser Ebene zu kämpfen hatte.

Die Abenteurer warfen sie zu Boden und machten dieser Existenz mit Axthieben und Stichen kurzerhand ein Ende.

„Hm.. einfacher als gedacht“

„Ihre Form war an ihre Anbeter gebunden. Davon waren keine mehr übrig.“

Die Abenteurer vernahmen ein Geräusch hinter sich, als die Riesenschlange sich von der Versteinerung erholte und ihren großen, geschuppten Kopf auf ihre Höhe absenkte.

Der Erdgeist kommunizierte mit ihnen in der Sprache der Natur selbst. Kein sterbliches Wesen kann beschreiben, was die Helden in diesen Momenten hörten und fühlten, aber nachdem es vorbei war und der Körper der Urschlange zu Erde verfallen war, die von einem plötzlichen Windhauch zerstreut wurde, wussten sie, was sie im Austausch gegen die Befreiung des Erdgeistes erhalten hatten: Das Wohlwollen und die Gastfreundschaft der Elementarebene der Erde.

Und wie sie den Weg aus den Katakomben zurück zu Oberfläche machten, dachten sie an Ihre Errungenschaften.

Gwaengwenn dachte darüber nach, wie sie verhindern konnte, dass ihre Gruppe noch einmal mit dem Tiefengnom spricht. Am Ende fragen die den Langweiler noch nach seinem Namen. Bloß weg.

Helge dachte darüber nach, ob er das nächste Mal Bescheid sagen sollte, bevor er Großflächige Zerstörung in direkter Nähe seiner Gefährten entfesselt. Nein, Gwaengwen hatte den Feuerball so einfach überstanden. Das wird schon gut gehen.

Gordon überlegte, ob das Wohlwollen eines Erdgeistes in irgendeiner Weise mit seiner Verbindung zu seinem Patron intervenieren könnte. Er konnte sich aber nicht vorstellen, dass dieser eifersüchtig ist.

Deeca freute sich darauf, Hautaufseherin Warwick wiederzusehen. Wen der ganze Wahnsinn der letzten Zehntage eine Person nicht erreichen kann, dann sie. Hoffentlich. Hungerloch klang irgendwie doch eher unangenehm.

Mit Feuer und … Schleim (?) (Invictus Igni)

Mit Feuer und … Schleim (?)

Nachdem unsere Gruppe den Sieg gegen den Augentyrannen gebührend gefeiert hatte, versammelte man sich erneut im Yawning Portal um den Abstieg in die Tiefen zu wagen. Die ganze Gruppe? Nein! Wie schon zuletzt hatte ein gewisser Zwerg mal wieder verschlafen und war nicht zum verabredeten Zeitpunkt in der Taverne erschienen. Während man also darüber philosophierte ob wann nun warten solle oder nicht gesellten sich zwei weitere potenzielle Abenteurer an unseren Tisch hinzu: einer war ein Halbelf, welcher sich als Laamar vorstellte und eine Menschenfrau namens Luna. Sie wollten gerne einmal mit hinab in das Verließ des alten Magiers, und da sie bisher keine Gruppe zusammengetrommelt bekommen haben setzte sie Durnan einfach mit auf unsere Liste. Das kann ja was werden! Mittlerweile hört man im Schankraum wieder altbekannte Klänge: „Ich wette die Gruppe kommt nicht wieder hoch.“ „Ich denke nur der Tiefling schafft es zurück.“  „Ich glaube mindestens die Hälfte stirbt.“ Allen voran wieder die beiden Zwerge, welche wir mit unseren letzten Heldentaten bereits zu einem kleinen Vermögen verholfen hatten, doch diesmal setzten sie gegen unsere Truppe. Es dauerte nicht lange bis der Großteil des Schankraums dabei war für oder gegen uns zu wetten, inklusive uns selber…

Aber genug des unwichtigen Teils des Tages. Mitsamt unseren Neuankömmlingen stiegen wir also wieder in die Finsternis hinab, vorbei an den Dämonenreliefs und südlich durch den Säulenwald bis zu einem Recht großen Raum mit einer kopflosen Statue. Man entschied sich nach Osten zu gehen, in Richtung des Reliefs, an welchem wir Halaster schon die eine oder andere Frage gestellt haben.  Jedoch ging man kurz darauf auf Kairons Wunsch hin in Richtung Süden, da ihm dieser Teil der Ebene noch für seine Karte fehlt. In diesem Gang stießen wir schnell auf die erste Besonderheit: kein Stabkörnchen war zu finden, alles war wie frisch durchgefegt. Kurz darauf trafen wir auch schon auf die erste Begegnung des Tages: eine Gruppe von Ghoulen welche durch die Gänge streiften auf der Suche nach frischem Flei… Steuern(?). Sie sagten sie wollen doch Bitte die rechtmäßig im Namen ihres Königs verhängten Abgaben für die Nutzung der Tunnel eintreiben. Am liebsten hätte ich diesen perversen Parodien des Lebens Ihre maroden Schädel vom Kopf geschlagen, aber Malcador ließ sich dazu erweichen ihnen ein paar Goldstücke zu geben mit denen sie zufrieden von Dannen zogen und wir konnten weiterhin die Gewölbe erkunden.

Einige Minuten später merkte ich plötzlich wie meine Bewegungen immer langsamer wurden und ich keine Luft mehr bekam. Glücklicherweise reagierte Kairon blitzschnell und zog mich aus dem Gallertwürfel, in den ich blindlings gelaufen war, raus. Jedoch nicht ohne dass ich diesem zu groß geratenen Wackelpudding noch ein Geschenk zurückgelassen hatte. Kaum auf den Beinen zauberte ich „Metall erhitzen“ auf meine Handaxt, welche ich im Inneren des Würfels zurückgelassen hatte, und begann das Monster von innen zu kochen. Währenddessen schoss Melcador bereits weitere Feuerstrahlen und Meteore auf das Monster und Luna ließ eine Flammenklinge in ihrer Hand erscheinen (Sie scheint gut in unsere Runde zu passen!). Nach wenigen Sekunden war die Bedrohung abgewendet, und ein zweiter Schleim, welcher sich angeschlichen hatte, nahm vor uns Reißaus. Wir verfolgten ihn nicht weiter und setzten unsere Erkundung fort, jedoch ohne nennenswerte Entdeckungen. Auf dem Rückweg wurde uns unsere Torheit bewusst. Der Schleim kehrte zurück, noch größer als vorher, und schnitt den Weg ab aus dem wir gekommen waren. Mit Hilfe einer Flammenwand konnte ich diese Kreatur zum Glück auf Abstand halten, allerdings nicht das was nun auf uns zu kam: ein weiterer, ebenso großer Schleim in dessen Inneren wir die Lachende Visage Halasters sahen! Schnell wechselte unsere Aufmerksamkeit auf den neuen Feind, jedoch konnten wir ihm nicht viel entgegen setzten. Praktisch alle Zauber die wir schossen funktionierten nicht, oder noch schlimmer, kamen postwendend zu uns zurück. Als ich mich nun in den Nahkampf stellte um es aufzuhalten wurde ich einfach verschluckt. Kein rühmliches Ende für einen Zwerg, möchte ich anmerken. Kurz drauf fand ich mich in einem Gang mit diversen Zwergenreliefs wieder, welche sich zu bewegen scheinen. Etwas Glanzlos für das Jenseits, meiner Meinung nach. Als jedoch plötzlich nacheinander Kairon, Melcador gefolgt von Luna und Laamar aus der Wand hinter mir fielen wusste ich dass es sich nur wieder um einen dämlichen Scherz dieses alten Magiers zu handeln schien. Wir waren tiefer in den Unterberg gebracht wurden, den Wänden nach zu urteilen dort wo vor Halaster einmal Zwergenclans hier gelebt haben. Und hier ruhen wir uns erstmal aus. Irgendwo im Nirgendwo.

Die Manufaktur der Wahrheit (The Legacy of the Grey Guardians)

Die Manufaktur der Wahrheit (The Legacy of the Grey Guardians)

Es war schon spät in der Nacht, als die kleine Gruppe stand vor den Toren der Rockbell Manufaktur. Doch vom alten, soliden Gebäude hinter dem Tor ertönten noch immer die Geräusche fleißiger Arbeit. Ihr Auftauchen blieb nicht unbemerkt, ein wettergegerbter Pförtner mit grauen Haaren und weißen Bart begrüßte die Gruppe Neugierig ob ihres Anliegens?

Wezir ibn Drale übernahm die Initiative:
„Wir sind hier um einen Weg zu diskutieren, gewisse Anschuldigungen gegen ihren Chef zu entkräften und müssten mit ihm darüber sprechen. Wo können wir…“

„Herr Butterfield?“

„… genau, Herrn Butterfield finden?“

„Er ist noch im Büro. Wenn sie hier einem Moment warten würden?“

Und die Gruppe blickte dem alten Mann hinterher, der sich mühevoll auf dem Weg zum alten Gebäude machte. Während sie dem Boten hinterher blickten, erspähte die Gruppe einige hastig errichtete Gebäude hinter dem großen Hauptgebäude. Offensichtlich ging es dem Unternehmen gut.

Ein armer Pförtner

Der Pförtner kehrte zurück und erklärte, dass Herr Butterfield schon spezifischere Informationen brauchte, um sich um diese Tageszeit die Mühe eines Gesprächs zu machen. Nach einigem hin und her verlor der gute Mann jedoch die Geduld und führte sie in das Atrium des Gebäudes das wesentlich gemütlicher gewirkt hätte, wäre nicht der extreme Lärm hinter den großen Flügeltüren. Nachdem der Pförtner ein letztes mal hinauf zum Büro des Besitzers ging, kam dieser nun persönlich.

Butterfield persönlich

Wezir trug dem Mann noch einmal sein Anliegen vor, ihn von aufkommenden Verdacht beschützen zu wollen und dieser lud sie in den Produktionsraum, aus dem der Lärm kam. Nach einem kurzem Gespräch zeigte sich der Geschäftsmann sehr besorgt und meinte man solle doch hier warten, während er einige Erkundungen ein zieht, und sie sahen ihn zwischen ein paar Maschinen verschwinden. Im Raum waren zwei Reihen von Produktionsanlagen, mit je vier Plattformen an denen jeweils zwei Uhrwerkgolems arbeiteten.

Es zischt und dampft

Sie waren weitaus stärker verziehrt als die der Quira Automata und hatten witzige Dampfablässe aus denen gelegentlich weisser Rauch ausgestossen wurde. Für die meisten war es schwer zu erschliessen, was wo geschah, und Stormy, der wohl am ehesten etwas darin erkennen konnte, war seiner Neugier erlegen und irgendwo im Komplex verschwunden. Klar war, dass die beiden Golems, die am nächsten zur Gruppe standen, an Textilien woben. Ein Netz, wie es schien. Gary ging zu dem Flur in dem Butterfield verschwunden war und konnte dort ein Tor, nicht unähnlich dem, durch dass sie die Halle betreten hatten, erkennen.

Ein Hinterhalt?

Plötzlich und ohne erkennbaren Grund warfen plötzlich die Golems zur rechten der Gruppe das Netz, an dem sie gerade noch gearbeitet hatten, über die verbliebene Gruppe. Es kostete Mialee, Olalee und Wezir einige Mühen, sich aus dem Netz zu befreien, und Wezirs Schwert hatte sich zu allem Überfluss im Netz verheddert. Da sich das ganze nun als Hinterhalt entpuppt hatte, begann er mit direkt der Verfolgung des Urhebers, wurde aber von vier schweren Siegeln ausgebremst, die er eines nach dem anderen Knacken musste. Mialee sandte eine Eule mit einer Nachricht an Cypher, um ihn schnellstmöglich über die Situation aufzuklären und her zu rufen.

Transformer

Währenddessen konnten sie ein ungewöhnliches verhalten der insgesamt 16 Golems beobachten. Nach und nach fügten sie sich zusammen zu einer weniger leicht zu erkennenden Funktion, gingen zu ihren Nachbarn und wieder holten das Spiel, so dass erst nur noch acht Maschinen, dann vier, dann zwei übrig waren. Mialee war sich sicher. Das war kein gutes Zeichen und versuchte mit Bogenschüssen den Prozess zumindest bei den Maschinen zu ihrer Rechten zu unterbrechen, und sie schwächte auch die Geräte, die während der Vereinigung empfindlich waren.

Die Manufaktur der Wahrheit (The Legacy of the Grey Guardians)

Drache!

Gerade als Wezir endlich durch die Tür brach und zu seiner Überraschung im Freien stand, vereinigten sich die letzten beiden Geräte und offenbarten, was der Sinn dieser ungewöhnlichen Aktion war. Vor ihnen stand ein Uhrwerkdrache, dessen rechte Flügel und Klaue beschädigt waren. Was ihn aber nicht weniger gefährlich erscheinen lies. Mialee musste schnell fest stellen, dass ihre Pfeile gegen dieses mechanische Monster nichts mehr ausrichten konnten, dafür waren die schnellen Bewegungen und Faust Attacken Garys der wichtigste Faktor. Olalee konzentrierte sich darauf, ihn und Mialee so gut wie Möglich mit Segen und Heilung zu unterstützen und sich ansonsten aus der Schusslinie zu halten.

Aufgabenteilung

Nur wenige Meter weiter ignorierte Wezir die Kampfgeräusche, denn er war von und ganz auf sein Ziel konzentriert. Herrn Butterfield finden und stellen. Mit seinen erweiterten Sinnen erschnüffelte er die Fährte und begann zu rennen.

Mialee, um ihren Hauptangriff beraubt, fragte nun das Reich der Feen um Hilfe, die ihr vier Kobolde sendeten, während der Drache ihr und Gary mit seinen linken Klauen und Bissen mächtig zusetzte. Doch auch die schiere Anzahl an Gegnern half nicht viel, selbst der unglaublichste Angriff eines der Kobolde verursachte nicht mehr als eine faustgeformte Beule in der Messinghaut des Gerätes.

Feuer, welch Überraschung.

Zu allem Überfluss bewies es, dass die Ähnlichkeit zu einem Drachen nicht nur äußerlich war und es nutzte die Gelegenheit, als die meisten Angreifer in einer guten Position waren, um Feuer zu spucken. Eine Flamme so mächtig, dass selbst Wezir die Hitze noch spürte, als ein Teil des Strahles draußen an ihm vorbei ging. Mialee und Olalee jedoch konnten noch rechtzeitig hinter Maschinenteilen in Sicherheit gehen und so das schlimmste verhindern. Nicht dass es nicht trotzdem weh tat.

Perkussive Pflege

So ging es nun eine ganze Weile vor allem zwischen dem Drachen und Gary hin und her bis Gary endlich eine gute Gelegenheit in der Defensive der Maschine wahr nahm, mit wenigen windigen Schritten die Metallechse erklomm, dabei extrem viel Schwung mitnahm und den meisten in einen Faustschlag direkt in die Schnauze transferierte. Doch das war bei weitem noch nicht genug, denn Geschickt nutzte er den restlichen Schwung um mit einem Salto direkt auf dem Kopf zu landen und von dort den finalen Schlag auszuführen. Die Maschine sackte in sich zusammen, der Kopf des Gerätes seltsam verformt und Gary schlitterte gekonnt und mit einem großen Grinsen im Gesicht von dort zu den anderen, alles in einer einzigen, flüssigen Bewegung.

Glück im Unglück

Auch Wezir hatte den Flüchtenden und schwer atmenden Butterfield eingeholt und mit einem Betäubungsschuss aus seinem Blasrohr erwischt. Es gab nur ein Problem. Die Betäubungspfeile waren mehrheitlich für gut ausgestattete Banditen und Verbrecher gedacht, nicht für Bürohengste wie Butterfield und der Geschäftsmann lag im Sterben, als ihn Wezir erreichte. Genau in dem Augenblick erschien ein geflügeltes Einhorn, auf ihm der Palladin, der die Eule mittlerweile erhalten hatte und sofort zur Gruppe aufgebrochen war. Bevor er überhaupt die Situation verstehen konnte, rettete er den Ohnmächtigen mit einem leichten Heilzauber. Wezir klärte ihn über die Ereignisse auf und sie gingen wieder zum Produktionsgebäude mit dem angeschlagenen Butterfield im Schlepptau. Während dem kurzen Weg nutzte Wezir auch gleich die Gelegenheit und seine guten Kontakte zu den lokalen Behörden um mit seinem Emerald die Stadtwache zu rufen.

Wichtige Erkenntnisse

Nachdem sie die Überreste des Uhrwerkdrachens untersucht und sich die 16 mandarinengroßen Rubine geholt hatten, in der die Magie der Geräte gespeichert war, fanden sich alle bis auf Stormy im Büro Butterfields ein. Cypher klärte nun alle auf was seine weitere Recherche ergeben hatte und was seine Theorien zum Massaker in der Botschaft und dem selstamen Verhalten vieler Lantaner waren. Alle Indizien deuteten auf den Einfluss eines Aboleths hin, einer Kreatur, älter noch als die Zeit. Cypher vermutete, dass er sogar noch in der Botschaft war, als Ordrade sie zurück gerufen hatte. In seiner typischen Art bezeichnete er Gary, der mit einer Vision von einem ungewöhnlichen Angriff durch Gedankenschinder zusammengebrochen war, als Versuchskaninchen – als ob er ihn höchstselbst in die Situation gebracht hätte.

Ganz normale Sicherheit

Nachdem die Wachen eingetroffen waren, wurde begannen Cypher und Wezir, den Geschäftsmann zu verhören. Der Paladin wirkte eine Zone der Wahrheit und so bekamen sie aus Butterfield heraus, dass er verantwortlich für den Angriff auf das Boot in Velen war und versucht hatte, es als die Tat von Santar Quira dar zu stellen, seiner größten Konkurrenz. Als er hier in seinem Unternehmen von der Gruppe gestellt wurde, versuchte er, sich der Gruppe zu entledigen, indem er sie geschickt austrickste, das Sicherheitssystem der Fabrik auszulösen. Wezir klärte die Behördenvertreter weiter darüber auf, dass sie eine Gruppe unautorisierter Magier gefunden hatten, welche Quira Automata infiltriert und die Magie eines der versandten Uhrwerkgolems entsprechend manipuliert hatten.

Recht und Ordnung

Die Beamten führten den Geschäftsmann ab, erklärten Cypher jedoch, dass sie das gerade geleistete Geständnis so nicht verwenden konnten, da die Anwendung der Zone der Wahrheit von der lokalen Gerichtsbarkeit nicht anerkannt wurde. Ein geschickter Lügner konnte auch mit der Wahrheit die Sicht der Dinge verdrehen.

Safe Zone

Nachdem die Offiziellen das Büro verlassen hatten, war die Neugier der übrigen Anwesenden, Olalee, Wezir, Mialee und Cypher, noch nicht gestillt. Sie schauten sich das sehr aufgeräumte Büro näher an und fanden einen Wandsafe, der mit einem Buchstabenschloss gesichert war. Eine gefundene Notiz mit einem kryptischen Rätsel sollte Butterfield wohl dabei helfen, sich an das Passwort zu erinnern. Aber er hatte nicht mit Cypher gerechnet, der es sehr schnell entschlüsselte, dann aber an der Eingabe scheiterte. Gary ging mit seinem üblichen Grinsen an den Safe, manipulierte das Schloss leicht und schon öffnete es sich. Cypher hatte zwar das richtige Wort, es aber an der falschen Stelle eingestellt.

Etwas enttäuscht fanden sie im Safe nur die Buchführung des Unternehmens und eine Überprüfung derselben deutete auch nicht auf eine Manipulation hin, alles war sehr sauber gelistet. Aber etwas nagte an Cypher. Doch er kam auch nach längerem Nachdenken nicht dahinter.

Da steh ich nun

Und so stand die versammelte Truppe mitten in der Nacht in einem fremden Büro, und war mit jeder Menge Entscheidungen konfrontiert. Und wo war überhaupt Stormy?

Willkommen im Mahlstrom (The Outbreaks)

Willkommen im Mahlstrom (The Outbreaks)

Der Mahlstrom. Ein Ort, von dem ich nur mal in einer Geschichte was gehört habe. Doch wir sind nun tatsächlich hier. Als wir ankamen, waren wir unter dem Meer. Ich sah das Meer über mir. Eine Treppe in der Nähe und ein Tümpel. Hier soll als der König der Riesen leben? Mit dem Schwurbogen in der Hand fing ich an, meine Augen durch die Gegend schweifen zu lassen. Wild Fire schickte seine Eule los. Er schien ein Gang zu finden, wo ein Statue in Form einer Riesin, welche auf einer Harfe spielt, gefunden. Und noch jemanden. Ein Mensch, welcher ebenfalls hier im Mahlstrom ist. Was macht er hier? Wer ist er? Den Namen habe ich mir nicht gemerkt, Zento glaube ich, aber ich weiß, dass auch er hier ist, um dem Problem mit dem Riesen auf den Grund zu gingen.

Während die anderen sich an der Wendeltreppe aufhielten und diskutierten, sah ich mich in einem anderen Gang um. Dort war ebenfalls eine Statue. Aber das war ein männlicher Riese, mit einem Instrument, welches ich nicht identifizieren konnte. Links und rechts jeweils eine Tür. Die Tür eines Riesen. Doch ich versuchte es erst auf der rechten Seite und die Tür konnte ich öffnen. Ein Raum mit Schlafstätten waren in dem Raum enthalten. Ein Gästezimmer? Vermutlich. Auf der anderen Seite des Raumes ging es weiter und doch entschied ich mich, mich erstmal auf der anderen Seite des Ganges. Ein anderen Raum, aber die konnte ich nicht öffnen. War schwerer als gedacht. Meine linke Hand schmerzte davon und so beschloss ich, es einfach sein zu lassen und gesellte mich zu den anderen. Wie konnte dieser Ort entstehen und vor allem so bleiben? Das ist ein faszinierendes Rätsel. Doch schweigend gesellte ich mich zu den anderen. Sie unterhielten sich darüber, wie wir am besten weiter vorgehen. Mein Vorschlag wäre es, uns vorher anzukündigen, damit es nicht zu einem Kampf kommt, aber der Vorschlag wurde abgelehnt und so beschlossen wir, die Treppe hinauf zu steigen. Treppen, die für Riesen gemacht wurden. Nicht für Wesen in unserer Größe.

Und so kamen wir oben an. Sahen in der Mitte des Raumes einen großen Brunnen. Drum herum? Ein paar andere Riesen. Unter anderen auch zwei weibliche. Wie sie da saßen. So selbst gefällig. Aber es war besser, wenn ich schwieg. In einer Ecke standen zwei Wachen. Vermutlich der Thronsaal. Und so beschloss ich, Wild Fire reden zu lassen. Wild Fire und Aeckert.  Ich konnte mir nicht alles merken. Nur, dass die beiden Damen die Töchter von dem obersten König der Riesen sind und die dritte Tochter bei ihrem Vater. Sie duldeten unsere Anwesenheit. Aber mehr auch nicht. Das ist zumindest positiv. Bisher kein Kampf. Sie nehmen uns nicht für voll. Sehen uns vielleicht sogar als minderwertig an. Kein Problem für mich. Damit unterschätzen sie die anderen. Kann unser Vorteil sein.

Willkommen im Mahlstrom (The Outbreaks)
Willkommen im Mahlstrom (The Outbreaks)

Und so machte ich mich mit unserem Zauberer daran, die Räume zu erkunden. In einem anderen fanden wir eine Küche. Wild Fire ein bisschen was zu essen und in einem der Schubladen entdeckte ich doch eine schwarze Perle. Sie sah wirklich schön aus. Und diese nahm ich mit. Wer weiß, wofür wir diese noch gebrauchen können. Und auch eine Treppe nach unten. Ein möglicher Fluchtweg? Kann gut sein. Auf jeden Fall notierte ich mir den Weg in den Gedanken. Der Gang könnte in die Gästeräume führen. Mal sehen, was uns noch erwartet und was auf uns zukommt. Ich hoffe nur, dass wir es alle lebend aus dem Mahlstrom wieder zurück schaffen.

Erkundigungen und Vorbereitungen (The Guardians)

Erkundigungen und Vorbereitungen (The Guardians)

Erkundigungen und Vorbereitungen (The Guardians)
Erkundigungen und Vorbereitungen (The Guardians)

Der Neue

In den frühen Morgenstunden treffen wir uns alle wieder im Gastraum der Taverne „Elfsong“. Beim Berichten unserer Erkundigungen, tritt ein Mensch in einer Rüstung mit einem Zweihänder und Narben auf den Armen an unseren Tisch heran. Er stellt sich als Feaharn Làthspell, ein Dämonenjäger, vor. Er hatte gehört, daß wir Kampfkraft-Unterstützung suchen. Die Gruppe hat nichts dagegen, aber den Lohn für seine Mühen soll er mit dem Stellvertreten Kommandanten der Flaming Fist aushandeln. Dies tut er am Morgen, nachdem die Sonne aufgegangen ist, auch. Er erhält zudem auch Informationen, daß hier in Baldurs Gate alles langsam ins Chaos versinkt und daß er die Avatare der DREI (Totengötter: Bane, Bhaal und Myrkul) töten und Elturel befreien. Tränke kann man ihm nicht geben bzw. diese sind zu teuer, aber er erhält einen sehr guten Streitkolben und die Information, daß er bei Terina in der Elfsong-Taverne zusätzliche Infos und ggf. Tränke erhalten kann.

In der Zwischenzeit überlegen wir, was für Vorbereitungen für den Kampf gegen die Diener der Totengötter notwendig ist und wie wir uns vorbereiten können. Dabei weiß Camilla, daß man Skelette eher mit stumpfen Hiebwaffen effektiv belämpft und bei Untoten man kein Gift verwenden sollte. Wir benötigen Antidots, Weihwasser und Tränke gegen Seuchen und Krankheiten.

Tempeltour

Camilla und Arramior gehen dann nach Sonnenaufgang in den Tempel des Lathander, um Informationen einzuholen und ggf. Tränke und Weihwasser zu bekommen. Camilla trifft dort ihren Meister Kelddath Ormlyr (Hohepriester) und dessen ehemaligem Leibwächter Taerom „Thunderhammer“ Fuiruim wieder. Beide sind schon sehr alt. Das letzte Mal als sie sich gesehen haben ist schon über 100 Jahre her. Kelddath Ormlyr ist der Meinung, daß die Anhänger der DREI vlt. einen Pakt mit den Dämonen außerhalb der Stadt geschlossen haben. Er denkt, daß Beste wäre, die DREI gegeneinander auszuspielen, damit sie sich gegenseitig dezimieren. Auch könnte man in der Oberstadt weitere Infos einholen, da sich verwöhnte Jungadlige vlt. den Kulten der DREI angeschlossen haben, um gegen ihre Eltern sich aufzulehnen. Von ihm erhalten Camilla 10 Phiolen Weihwasser und Arramior des legendäre Langschwert „Defender“ als Leihgabe von Kelddath persönlich.

Das legendäre Langschwert Defender
Das legendäre Langschwert „Defender“

Leider bekommen sie von Taerom „Thunderhammer“ Fuiruim keine Neuigkeiten, da dieser scheinbar schon sehr senil ist und ehrer in der Vergangenheit (in Beregost) lebt. Nach einem Gebet gehen sie zurück zur Taverne.

Feaharn trifft sich währenddessen mit Terina und muß erst einmal mit ihr spielen. Leider gab es keine neue Information.

Fliegende Kundschafter

Anakis kundschaftet, als Fliege, derweil das Badehaus auf dem Anwesen des Duke of Thalamra Vanthampur aus. Sie findet heraus, daß immer 3 Wachen von „Nightblade“ (Niederes Fußvolk von Bane oder Bhaal, arbeiten gern mit Giften) in der Nähe eines Sees auf dem Grundstück aufhalten. Diese werden in regelmäßigen Abständen von 3 Anderen Mitglieder von Nightblade, in Lederrüstungen mit Dolchen und Kurzschwertern, abgelöst. Diese gelten als ausgebildete Spezialisten der Abwehr. An der Nordwand des nördlichen Massageraumes findet sie eine Geheimtür, aus der ein fauliger, kanalartiger Gestank strömt, mit einer Treppe in die Tiefe. An den Wänden befinden sich Wandleuchter. Sie kommt zurück und teilt uns dies mit.

Und nun …

Wir sind uns nun unschlüssig, wie wir weiter vorgehen wollen: Angriff oder sie gegeneinander ausspielen?

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