Beide Kämpfe waren geschlagen und auch überstanden, allerdings nicht ohne Wunden. Manche aus den Gruppen wurden von Pfeilen gespickt wie wilde Schweine, die auf den Grill kommen sollen und wiederum andere durften die eiskalte und dauerhaft lebensraubenden Berührungen der Gruftschrecken über sich ergehen lassen. Insbesondere die Letzteren hat es derb getroffen, da sich deren Vitalität, auch nicht auf magischem Wege, wieder erholen wollte.
Nichtsdestotrotz nutze Baum die Gelegenheit um seine letzten wundersamen Beeren an Fitz und Arannis zu verteilen. Beide nahmen sie auch dankend an und verspeisten auch sofort die ein oder andere. Wenigstens ein kleiner Happen, so zwischen Tür und Angel. Arannis schenkte Fitz und Inete noch ein wenig von seiner ihm inne wohnenden heiligen Magie, die es vermochte, Wunden zu schließen. Bevor Arannis sich gänzlich vorbereitet hatte, um seine Wache für die restliche Nacht anzutreten, wechselten er und Inete noch die ein oder anderen Sätze. Bee wiederum sah fürchterlich aus, war sie doch eine, die von Pfeilen gespickt worden war. Überall troff das Blut aus den Löchern, welche die Wiederhaken der Pfeile hinterließen und fühlte sich durch und durch müde, kalt und erschöpft. Es war ihr offensichtlich anzusehen, dass sie große Zweifel hatte, mit wem oder besser gesagt, auf was sie sich hier eingelassen hatte. Arannis brannte dann doch noch etwas auf der Seele und unterhielt sich dann mit Bee ein wenig darüber, wo dieses untote Gesindel denn herkäme und dass der Dschungel ein „Misstück“ sei, bevor beide dann ins halblinische verfielen. Als sie fertig waren, mit was auch immer sie gerade besprochen hatten, heilte der Halbelf noch die Halblingsdame. Allerdings fiel auch Fitz auf, das sich Bee nicht gut fühlte und ließ ihr somit aufmunternde und erklärende Worte zukommen. Auch Fitz nutze die Chance, um die heilige Magie anzurufen und damit Bee zu heilen. Ein Großteil der Löcher, die die Pfeile gerissen hatten, schlossen sich und Bees Körperkraft kehrte zurück.
An einer vollkommen anderen Stelle im Dschungel von Chult leckten auch Romero, Neris, Xandala und Rokha ihre Wunden. Auch hier ging der Kampf gut, aber nicht unbeschadet, für die Abenteurer aus. Romero bahnte sich einen Weg durch die ganzen Gerippe und sonstigen Knochen, welche die Skelette hinterließen und antwortete Neris, als sie fragte, ob es ihm gut gehe, das ihm nichts fehle. „Diese Skelette waren keine allzu große Gefahr für die Gruppe gewesen“ fügte er noch hinzu. Xandala schien nur erschöpft, allerdings nicht verwundet zu sein. Von daher kümmerte sich Neris, um Rokha. Auch sie rief, wie wohl zur gleichen Zeit an anderer Stelle im Dschungel, die heilige Magie an und heilte einen kleinen Teil der Wunden von Rokha. Dieser bedankte sich und bedeutete Neris, das ihr äußeres sich verändert, ja stark gewandelt habe. „Ob dies so normal sei“ fragte er. Neris fragte nach, wie sie denn aussehe. Denn sie wüsste nicht, was er genau meint, bestätigte aber, das manche aus ihrem Volk es vermochten, freiwillig ihr Äußeres zu verändern. Rokha erklärte ihr, das Neris eine Art von monströser Fischgestalt angenommen habe. Aus dem Rückgrat wuchsen lila-goldfarbene, knöcherne Kämme heraus, zwischen den Armen und dem Körper haben sich große, leicht transparente Schwimmhäute gebildet, die Hände wurden zu messerscharfen Klauen und das Gesicht nahm eine raubtierhafte, mit scharfen Zähnen übersätes Maul, schreckliche Form an. Neris war sichtlich verwirrt und entschuldigte sich, dass sie nichts böses oder sonst negatives für oder gegen die Gruppe hege und auch nicht wisse, warum sie nun anders aussieht. Sie werde sich aber damit auseinander setzten und versuchen zu ergründen, wie das zustande gekommen ist.
Noch während seiner Wache und bevor Arannis Fitz zur Wachablösung weckte, ging Arannis mit behutsamen Schritten zu seiner Lagerstatt und nahm sich die zwei Schauwaffen, welche er aus dem Kolosseum mitnahm, und verschwand im Dschungel. Nachdem er weit genug, aber so gerade eben noch in Sichtweite des Lagers war, spürte er zwei kleine Krallen auf seiner Schulter. Erschrocken drehte er sich um und sah niemanden, bemerkte aber, das ein pechschwarzer Rabe auf seiner Schulter saß. Diesem Raben bot er die beiden Schauschwerter an und unterhielt sich mit dem Raben, wobei der Rabe keine Laute von sich gab. Währenddessen sammelten sich in seiner näheren Umgebung weitere Raben an, sodass sie einen großen Schwarm bilden konnten. Der Halbelf fragte einige Dinge den Raben, wie auch bat er ihn, ob ,,Sie“ nicht der Gruppe helfen könne, den Fluch von der Gruppe fern zu halten. Nach so einigen Minuten ließ der Halbelf, wie auch der Rabe, von dem jeweils anderen ab und gingen oder flogen dorthin, von wo sie gekommen sind. Wobei keiner, auch Arannis nicht, genau sagen kann, wie und vielleicht warum diese eigenartige Zusammenkunft statt fand.
Am nächsten Morgen wachten beide Gruppe getrennt von einander auf und fühlten sich nur zum Teil erholt. Die magischen Reservoirs waren wieder aufgefrischt, das stand außer Frage und die natürliche Vitalität war wieder so weit erholt, wie die Natur es nun zuließe, dennoch zerrte die Nacht an den Nerven. Alle machten sich auf den Weg, nachdem sie sich auf die ein oder andere Weise orientiert hatten und stapfen weiter durch den Dschungel. Die einen wollten zur Festung mit der Hoffnung, das Romero so viel strategisches Wissen besaß, das es am klügsten wäre, sich dort zu treffen und das vorherrschende Ziel der Anderen war, sich mit ihren Waffenkumpanen wieder zu vereinen um dann zur Feste zu ziehen.
Noch bevor es tatsächlich an der Zeit zum Aufbrechen war, kochte Baum wieder ein Frühstück. Wobei, es war nicht nur ein einfaches Frühstück, es war eine Regelrechte Brotzeit, die sich über den Tag verteilen ließ. Diese Brotzeit gab er Fitz und Arannis. Auch nutzte Baum seine, sicherlich von der Mutter Natur selbst herbeigerufenen Kräfte, um sich über das heutige Wetter im klaren zu sein. Er teilte dem Rest seiner Kumpanen mit, das es über den Tag regnen werde und zum Mittag rum ein Gewitter gäbe.
Es war kurz vor der Mittagszeit, als beide Gruppen ein deutliches, tiefes grollen, welches von vorne zu kommen schien, vernahmen. Der Luftdruck veränderte sich leicht, wenn dies überhaupt jemand spüren konnte, bemerkte diese Person noch, wie die Windgeschwindigkeit minimal zunahm. Baum erklärte sofort, das sich wohl das Gewitter anbahne und alle schnellstmöglich einen Unterschlupf finden sollten. Nach kurzem suchen war auch ein geeigneter Platz ausfindig gemacht und es wurden Vorkehrungen gegen das Gewitter getroffen. Äste, Laub, Farne, Unterholz und per Magie geformte Erde wurde genutzt, um sich eine Art Höhle mit Wasserrinnen zu schaffen. Zum Ende hin wurde das Geschaffene noch mit Wurzeln, welche magisch von Baum befohlen wurden, verstärkt. Diese Höhle reichte auch aus, insbesondere durch die Wasserrinnen, damit ein sicherer Schutz vor dem noch kommenden heftigen Gewitter genutzt werden konnte.
Neris, Romero, Rokha und Xandala wurden erst ein klein wenig später vor dem Unwetter gewarnt. Neris sagte noch: „Da kommt eine große Unterwasserwelle auf uns zu. Wir sollten uns Deckung suchen.“, aber Romero fragte nur: „Was soll da kommen? Das ist bestimmt nur ein einfaches Gewitter. Nichts aufregendes.“ Da Neris noch nachfragte was ein Gewitter sei, erklärte ihr Romero: „Ein wenig Wind bis Sturm, Regen und nervige Töne. Nichts Wildes.“ Die sich hier vollkommen am falschen Platz fühlende Frau vom Meervolk nahm die Erklärung so hin und stapfte mit den anderen drei weiter durch das Unterholz. Allerdings stellte sich heraus, dass es sich nicht nur um ein „einfaches Gewitter“ handele, wie es Romero beschrieb. Es kam, vor allem Neris, allen so vor, als ob die Bäume selbst sich mit ihren kräftigen Wurzeln gegen den Sturm stemmen würden und das Blätterdach so gut es ging, versuchte, den Regen vom Boden wegzuhalten. Allerdings kam so viel Regen herunter, das es nach kürzester Zeit ein waten im Schlamm war, mit einer Sicht, die nur wenige Meter weit reichte. Dazu kam noch furchtbar lauter Donner, der alles übertönte, was es sonst noch so für Geräusche bei einem Gewitter gibt. Dies war alles zu viel für Neris und sie ging, so gut es ihr gelang, langsam zu Rokha, dem Fels in der Brandung und meinte leicht ängstlich, das sie sich nun wirklich einen Unterschlupf suchen sollten. Xandala und Rokha stimmten der Frau, die ihre Angst zu unterdrücken schien, zu und bedeuten auch Romero, das es nicht sinnvoll sei, nun weiter zu marschieren. Neris fand eine kleine Kuhle unter einem umgestürzten Baum, welche groß und sicher genug aussah, um dort vor dem Sturm und den Wassermassen sicher zu sein. Sie watete dort so schnell es ging hin und kauerte sich zusammen. Xandala und Rokha kamen kurze Zeit später hinzu und konnten Neris hören, wie sie in für sie unverständlichen Sprachen irgendetwas wimmerte. Romero hingegen stapfte, vielleicht war es Angst, Hoffnung, Wissen oder auch purer Trotz, wir werden es nie erfahren, der den adligen Krieger anspornte, weiter durch den Dschungel. Er markierte, zumindest so gut es ihm gelang, bei diesem Wetter, die Bäume, die unmittelbar neben ihm waren.
Die Zeit wollte einfach nicht vergehen, als Bee plötzlich etwas vernahm, was nicht zu dem Unwetter gehörte. Es hörte sich so an, als ob irgendjemand oder irgendwas rutschig zum Halt gekommen wäre, um kurz darauf sich wieder auf den Weg zu machen. Sie machte Arannis und Baum darauf aufmerksam, was Baum sofort ausnutzte um per Magie ein gewisses Areal, aus welchem Bee die Geräusche hörte, in grünlich-bläulichen Flammen erleuchten zu lassen. Auch wenn die Flammen keine Hitze oder keinen Rauch ausstießen und auch nicht brannten, so wurde doch eine humanoide Gestalt damit eingedeckt. Die Flammen tanzten über die nun menschlich wirkende Gestalt. Arannis rief ihr zu, im Glauben das es sich um Romero handele, aber die Gestalt reagierte nicht. Außer, dass die Gestalt weiter ihren Weg ging. Baum hingegen stapfte hinaus in das Unwetter und nutzte noch die Kräfte, die ihn die Natur schenkte, um die Wurzeln des Unterholzes zu nutzen, damit die flammende Gestalt angehalten wurde. Dies funktionierte auch und als beide auf einander Trafen, standen sich Baum und Romero gegenüber. Beide redeten kurz miteinander, bevor sie sich zu der geschaffenen Höhle, dem Unterschlupf, zurück begaben.
Irgendwann nach dem Mittag hörte das Gewitter so plötzlich auf, wie es auch gekommen ist. Von jetzt auf gleich hörte es auf zu regnen und es war nur noch plätschern von dem Wasser, welches nun von den Baumkronen heruntertropfte, zu hören. Eine unheimliche Stille, nach diesem alles einnehmenden Gewitter prallte mit voller Wucht auf beide Gruppen ein, nicht mal kleine Tiere oder gar das zirpen und summen von Fliegen oder Käfern war zu vernehmen.
Auch nun kauerte Neris, weiterhin mit beiden Händen schützend über ihren Kopf, in der Kuhle unter dem Baum und zitterte vor Angst. Xandala und Rokha sahen sich nur fragen, aber auch leicht beunruhigt an und beschlossen, solange zu warten, bis Neris wieder gehbereit war. Die junge Elfe legte noch beruhigend eine Hand auf Neris Schulter, welche die Fischfrau auch leicht beruhigte. Es vergingen noch ein paar Minuten, bis Neris geistig soweit gefasst schien, dass die nun noch kleinere Gruppe sich wieder auf den Weg machte. Sie folgten, Neris dabei ganz stoisch, den Markierungen von Romero.
Zum Nachmittag hin trafen beide Gruppen endlich wieder aufeinander. Vielleicht wollte das Glück es so, vielleicht lag auch eine andere Macht dahinter. Aber die Frage soll hier nicht besprochen werden. Viel wichtiger war es, das beide Gruppen, auch wenn die Gruppe um Arannis, Baum, Bee, Fitz und Romero ein Stück zurück gegangen ist, wieder aufeinander trafen. Als Neris Romero ausmachen konnte, veränderte sich ihr Äußeres, wobei ihr normales Äußeres stark an farbintensität zugenommen hatte, nachdem der Kampf in der Nacht geschafft war, und sie ging ganz gezielt auf Romero zu. Auch das Baum ihr entgegenkam und sie begrüßte blendete sie aus. Sie schoss einen Strahl aus Eis vor die Füße von Romero und beschuldigte ihn, mit einer ängstlichen und zu gleich wütenden Stimme, das er sie habe allein gelassen und dieses „nicht wilde Gewitter“ mordsgefährlich sei. Arannis drängte sich sofort zwischen die beiden Fronten und redete ruhig, aber bestimmend auf Neris ein, das sich das bestimmt klären ließe und vor allem, das Neris nicht ganz ihrer Sinne zu sein schien. Sie habe ein monströses Aussehen, welches es schwer macht, ihren Worten glauben zu schenken. Als Neris dies hörte und wieder ihre Arme und Hände besah, taumelte sie ein paar Schritte nach hinten, viel auf ihren Hintern und starrte ungläubig ihre Hände an. Sie bekam gar nicht richtig mit, dass die monströse Gestalt zurück wuchs, im wahrsten Sinne des Wortes und sie wieder die überaus farbintensive normale Gestalt des Meerfolkes annahm.
Baum redete unterdessen beruhigen auf sie ein, sprach mit ihr um sie abzulenken und aufzubauen. Romero entschuldige sich, sagte aber auch, er wüsste gar nicht genau, was nun sei. Es ist doch alles nicht so schlimm gewesen und alle sind heil wieder beisammen. Arannis funkelte ihn dabei nur an, beließ es aber dabei. So vergingen noch ein mal ein paar Minuten an Ort und Stelle, bevor es erneut losging. Während der Reise am restlichen Tag ließ sich Neris noch auf die Höhe von Xandala und Rokha zurück fallen, damit sie sich mit einem leisen und einfachen „Danke“ bedanken konnte. Am Abend, nach dem die Gruppe ihr Nachtlager aufgeschlagen hatte und alle ihren Tätigkeiten soweit nachgegangen waren, das nun endlich so etwas wie eine ruhige Minute eintrat, nahm sich Arannis Romero zur Brust. Es entbrannte ein verbales Gefecht zwischen den beiden, welches auf elfisch ausgetragen wurde und es schien so, als ob es kurz davor war, das sich die beiden auch die Köpfe einschlagen würden. Allerdings griff keiner ein, denn es war offensichtlich, dass Arannis so schnell wie möglich die Ländereien von diesem maledeiten Fluch befreien wollte, schon fast auf kosten seines eigenen Lebens und Romero mit einer etwas kleineren Gelassenheit daran ging. Wobei Gelassenheit falsch ist, er wägt die Umstände wohl eher ab und entschied oder hat bereits für sich entschieden, das es keinen Sinn macht, wenn die Gruppe erschöpft an einem Ort ankommt, um dann dort nichts mehr ausrichten zu können.
Aber über was die beiden sich wirklich beharkten, das bleibt jedem, der nicht die uralte Sprache der Elfen versteht, verborgen und geheim. Zumindest ist es wichtig, das sich beide ausgesprochen und die Fronten geklärt haben. Nachdem die Aussprache der beiden Hitzköpfe, um sie so zu nennen, stattgefunden hatte, verliefen die nächsten Tage unspektakulär. Es ging deutlich langsamer, dafür um so sicherer Richtung nord-nord-ost zur Feste Beluarian. Kurz bevor die bunte Gruppe bei der Feste ankommen müsste, bemerkte jeder von ihnen, das etwas von ihren Gegenständen entfernt worden ist. Hier ein Kochmesser, dort ein paar Manschettenknöpfe, und an anderer ein paar Goldmünzen. Allerdings, wer auch immer der Dieb war, welcher sich dann später als Waldgeister herausstellte, hinterließ im gleichen Zuge etwas. Das Kochmesser wurde z.B. durch Blumen ersetzt, die Knöpfe durch eine Handvoll Nüsse und so erhielt jeder, unfreiwillig, etwas neues. Mal war es mehr wert, als das, was abhanden gekommen ist, mal war es weniger wert, wenn auch wohl von einem eher symbolischen Standpunkt aus betrachtet.
Da war die bunt zusammengewürfelte Truppe nun, am Morgen des 22. Flamerule 1488, während sie ihr Frühstück einnahmen und sich alle mental darauf vorbereiteten, was sie denn nun wirklich bei der Feste, welche wohl nur wenige Stunden entfernt liegen soll, erwarten wird.
Mitten im Sommer in der Donnerechse. Viele Einwohner verbringen ihre Zeit lieber drinnen als draußen, weil es mal wieder nur regnet. Sie vertreiben sich die Zeit mit Wetten, Spielen, Gesängen und Geschichten. Natürlich wollte jeder seinen Vorredner übertreffen und so kam es, dass die Geschichte der Helden von Nyanzaruhafen immer mehr ausgeschmückt wurde und Dinge dazugedichtet wurden, die vielleicht gar nicht so passiert sind.
Aber wer kann es ihnen verübeln? Erst vor ein paar Tagen haben die Helden die Stadt verlassen und einige wollten wissen wie es ihnen ergangen ist. Es wurde gerade eine Geschichte über ihre Heldentaten beendet, da meldete sich ein neuer Redner
„Ihr wollt wissen, was unsere Helden gerade tun? Ihr wollt wissen, ob sie den Gefahren des Dschungels gewachsen sind? Dann setzt euch zu mir, bestellt mehr Tej und ich erzähle euch eine Geschichten und ihr überlegt, ob sie sich so zugetragen haben könnten.“
Es sammelten sich zahlreiche Zuhörer und der Erzähler begann mit seiner Geschichte „Stellt euch vor: anfangs lief es gut. Sie wanderten zusammen und gaben aufeinander acht. Sie redeten und lernten sich besser kennen. Sie hatten ihren Rhythmus gefunden für ihre abendliche Rituale. Sie aßen, tranken und sangen zusammen. Jeder hatte seinen Platz, seine Aufgabe.
Doch dann schlichen sich die ersten Fehler ein. Kaum einer hatte sich ausreichend auf diese Expedition vorbereitet. Und so tranken einige einfach aus einem der Flussarme. Und natürlich infizierten sie sich. Die Meisten von euch wissen wovon ich rede. Zum Glück wurden sie schnell geheilt. Doch damit nicht genug. Sie wurden von den fliegenden Affen überrascht, aber diese konnten nichts von Wert an sich nehmen.
Könnt ihr glauben, dass sie tatsächlich losgezogen sind, ohne sich genügend Insektenschutzsalbe mitzunehmen? Nein? Ich auch nicht, aber dennoch war es so. Und natürlich wurden sie gestochen und der Ein oder Andere litt an Zitterfieber. Doch das war noch nichts das Schlimmste, was der Gruppe passieren sollte. Sie versuchten noch ihm aus dem Weg zu gehen, doch der bläuliche Nebel war anscheinend überall und hinterließ bei der Gruppe einen richtigen Schauer. Sie gingen weiter und nach und nach passierte es. Einige begannen sich komisch zu benehmen. So musste einer ständig alles anfassen, ein anderen hatte einen Glücksbringer gefunden und musste ihn andauernd berühren. Ein anderer wurde taub, einer blind und noch einer hallizunierte. Die Visionen waren so heftig, dass sich die Gruppe in drei Teile teilte.
Ob das gut gehen würde? Erstaunlicherweise, ja. Wahrscheinlich hatten sie mehr Glück bei dem Ganzen, als ihnen bewusst war. Erst nach ein oder zwei Tagen traf eine Gruppe auf den alleinreisenden Menschen, der über und über mit Schlamm bedeckt war und zusammen zogen sie weiter auf der Suche nach dem restlichen Teil ihrer Gruppe.
Den Spuren zu folgen war schwerer als gedacht, aber durch einen ungewöhnlichen Zufall trafen dann doch der Gnom, der Baum, der Zwerg, der Halbelf und die Halblingsdame wieder aufeinander. Gerade noch rechtzeitig, wie sich herausstellen sollte. Es war abend und als sich die beiden Gruppen zum Erholen niederließen näherten sie sich. Die Skellete, die untoten Affen, die Zombies, die Gruftschrecken und was alles im Dschungel noch so zu finden ist.
Garillon
War es eine göttliche Prüfung? Oder einfach nur Pech, dass sich soviele Gestalten aufeinmal den Gruppen näherten? Ich weiß es nicht, aber ich kann euch sagen. Die Kämpfe, sie waren hart. Sehr hart. Zauber und Pfeile flogen hin und her. Und auch die Schwerter kreuzten sich immerwieder. Die Angreifer waren gut aufgestellt und nutzen die ein oder andere Blöße unserer Helden. Doch auch sie konnten immer wieder Treffer landen. Der Kampf schien ewig zu dauern und es machte den Eindruck als würden aus dem Dschnugel immer wieder neue Gegner auf die Gruppen zustürmen. Heilzauber und unterstüzende Worte wurden gesprochen und bei manchen sah es schon sehr knapp aus. Tiefe Wunden zeigten sich bei unseren Kämpfern und zwingten manche sogar in die Knie.
Was soll ich sagen? Obwohl beide Seiten sich nichts schenkten und austeilten und einsteckten, hatten unsere Helden es irgendwann geschafft und der Dschungel sah aus wie ein Schlachtfeld. Knochen, Eingeweide lagen verteilt auf dem matschigen Boden.
Endlich konnten sie Alle durchatmen. Der Kampf war vorüber und jeder von ihnen konnte die Pause gebrauchen. Durchatmen. Die Wunden versorgen und das Lager herrichten und hoffen, dass die Nacht ruhig sein wird.
Was glaubt ihr? Hat es sich so zugetragen oder habe ich euch einen Bären aufgebunden?“
Die Frage war noch nicht ausgesprochen, da begannen schon die ersten Zuhörer Wetten auszumachen. Wer wird den Dschungel wieder lebend verlassen? Wieviele Gruppenmitglieder werden sich noch andere Krankheiten einfangen? Wie wird es mit den Helden weitergehen? Werde sie sich wiederfinden? Das sind Fragen, auf die wir hoffentlich bald Antworten finden werden.
Nachdem die Gruppe den Fluss überquert hat, entscheiden sich Malcador, Alberich und Kairon weiter den Fluss zu erkunden. Währenddessen erkunden Luna und Anton die Höhle weiter und stoßen auf den Piratenschatz. Dieser entpuppt sich als Falle und ein Kampf gegen Dämonenaffen beginnt.
Überrascht durch den Überraschungsangriff, stirbt Anton fast erneut, schafft es aber doch sich mit Luna in den Gang zurück zu ziehen. Dort treffen sie auf den Rest der Gruppe, außer Alberich, da dieser wegen seines geringen Tempos etwas hinterher hinkt.
Nach einem intensiven Kampf gegen Luna und Anton verschwindet der erste Affe. Währenddessen hat jedoch ein zweiter Affe Malcador und Kairon von hinten angegriffen. Anton rennt jedoch elegant an der Wand entlang und greift den zweiten Affen an und schafft es in einem Zig auch diesen zum verschwinden zu bringen.
Nach dem Kampf fällt Anton wieder ein, dass noch Münzen vom Schatz rumliegen und geht diese einsammeln. Währenddessen wird er fast von den Münzen zu Tode gebissen, dass interessiert Anton aber nicht.
Es beißen sich ein paar Münzen an Antons Hand fest, welche er versucht durch Schläge auf die nächste Wand zu lösen. Nach ein paar guten Treffern, löst sich eine Münze und landet in hohem Bogen auf Malcadors Nase. Dieser wälzt sich erschrocken auf dem Boden um die Münze los zu werden, welche dann liebe voll von Luna, zusammen mit einem Stück Nase von Malcador gelöst wird.
Wie es sich jedoch herausstellt, sind auf dem Rückweg mindestens noch zwei verbleibende Affen die besiegt werden müssen.
Lokis Scherze, Balders Licht und noch kommen wir nicht nach Walhalla (The Friendly Fires)
Nach dem wir uns mit dem Dunkelelfen beschäftigt hatten, stellten wir fest, dass aus dem Raum gegenüber ebenfalls lust volle Schmerzensschreie drangen, jedoch weibliche. Ebenso hörten wir Peitschenschläge, im Takte der Schreie. Anscheinend wurde auch dort jemand mit seinem Willen gefoltert und ergötzte sich an süßen Qualen.
Den Toten Dunkelelfen zu sehen erinnerte mich daran, was mit ihm nach den Tod passieren würde. Loki würde seine Gebeine einsammeln lassen und die Zwerge in seinen Diensten würden die Gebeine in das Schiff Agelfar verbauen. Als ich der Gruppe die Geschichte des Totenschiffs erzählte, stellte Madred der Zwerg sie als falsch hin, da er sich nicht vorstellen konnte, das Zwerge jemals Schiffe bauen würden. Für mich ist das Seltsam. Zwerge sind die besten Handwerker und können alles bauen, ob sie alles nutzen was sie bauen, sei eine andere Frage. Selbst wenn Madred nicht den Horizont eines der unseren hat und die Wahrheiten der Welt nicht erkannt hat, so bin ich nicht in diesen Höhlen um zu Missionieren. Balders lehren erzählen nicht umsonst von einer Welt die anders ist als Midgard. Deswegen beließ ich es für den Moment dabei.
Vermutlich hat uns in diesem Moment Loki ein wenig geärgert ob unserer Arrogant, mitten im Kriegsgebiet über die Glaubensfragen zu reden, denn die Tür zu dem Raum in dem wir uns befanden schlug zu. Wir hörten von draußen, zwei Elfinnen, die darüber philosophierten, was sie mit den „Dummköpfen, die sie eingesperrt hatten“ tun wollten. Sei es nun zum Sklavenmarkt bringen, oder zur Hohepriesterin Trissa, oder am besten gleich töten. Wir vernahmen, dass eine der Elfinnen Pellanonia hieß, und anscheinend die im Rang höhere war.
Madred, der Zwerg, wollte mal wieder mit dem Kopf durch die Wand und nahm sich eine Tragbare Ramme in die Hand um ein Loch in den Stein zu schlagen. Er gab sein Unterfangen auf, als er merkte das er mehr als 2 Tage dafür bräuchte. Die Ramme habe er anscheinend von einem ehemaligen Gruppenmitglied, der schon in Wallhalla sei und dort mit Odin Met trinkt.
Als Interessierter in Ritualen anderer Kulturen und Völker, und Ketzerischen Gebräuchen durch suchte ich den Raum. Ich fand Abyssische Zeichen auf dem Boden, die eine Prüfung darstellten. Die Drows scheinen freiwillig in den Abyss zu gehen, und sich dort einer Prüfung zu unterziehen. Schaffen sie diese, kommen sie gestärkt mit Dämonischer Energie zurück, oder als eines dieser seltsamen Spinnen-Humanoiden, die sich nicht gerade im Glanze Balders sonnen. (Balder = Ase der Schönheit) Nun mir kam der Gedanke, das wir uns dieser Prüfung auch unterziehen sollten, aber nur Verrückte und Ketzer gehen, in den Abyss. 2 Gründe mehr, warum die Dunkelelfen ausgerottet werden müssen. Um sie Auszurotten mussten wir jedoch erst aus diesem Raum heraus. So versuchte ich mit schmeichelden Worten die Pellanonia und ihre Begleiterin, die sich als Girrit herausstellte, sie herauszufordern uns heraus zu lassen. Pellanonia kam eine weitere Idee: Uns als Brutstätte für ihre Spinnen zu missbrauchen. So war es mir nicht bestimmt sie zu überzeugen. Der Zwerg nannte sie Feiglinge. Das wollten sich die Dunkelelfen jedoch nicht gefallen lassen und die Tür öffente sich. Ein Kampf entbrannte. Pellanonia war anscheinend eine Kämpferin die keine Waffe nutzte. Das war eine Kampfart, die es in meinem Klans nicht gab. Girrit, die Begleiterin, war anscheinend eine Priesterin ihres Volkes ähnlich wie ich. Nach einer Beleidigung durch die Elfen ging der Zwerg sofort in den Kampf über.
Die Priesterin hatte eine neunschwänzige Peitsche dabei, die sehr schmerzhaft war, und offensichtlich mit ketzerischer Magie voll war. Ich fragte mich wie Pellanonia eine Tortur mit dieser Peitsche unbeschadet über stehen konnte. Hinter den zwei Elfen, war noch eines dieser Spinnenwesen, die sie Dridder nennen. Ein schwieriger Kampf stand uns bevor und das obwohl wir nicht auf dem Höhepunkt unserer Kräfte waren.
Nichts desto trotz warfen wir uns entgegen was wir auf bieten konnten. Ich rief die Walküren, die uns im Kampfe unterstützen sollten. Feurige Lanzen, versengten sie in die Körper unserer Feinde. Madred und Toprax schlugen auf sie ein als wäre es ihre letzte Schlacht. Wild oder Präzise schlugen sie dem Feind Wunde um Wunde in das Fleisch. Aber neben der Peitsche hatten auch die Dunkelelfen noch einige Überraschungen auf Lager. Eine Thors-Lanze (Javelin of Lightning Thor = Donnergott) ging auf mich hernieder. Die Blitze trafen uns alle.
Was wir nicht mit bekamen, war das ein weiterer mutiger oder dummer Mann sich in diese tiefen Höhlen gewagt hatte. Ein Halbling dem wir einen Beutel zu warfen, aus dem er unsere vielleicht letzte Hoffnung nehmen konnte, eine Kette aus Muspelheim (Welt der Feuerriesen), mit dessen Hilfe der Halbling Feuer auf die Dunkelelfen hätte regnen lassen können.
Als Toprax, unser Drachengeborener-Barbar nieder ging, und dabei war nach Walhalla über zugehen, mussten wir ein sehen, das dieser Kampf in unserem Zustand nicht zu gewinnen war. Auch wenn wir Ehrenhaft gekämpft hatten, so war es noch nicht an der Zeit die Freuden Walhallas zu sehen, und uns an Odins Seite auf Raganrök vorzubereiten. Madred bat um Gnade, für seinen Waffengefährten, die ich ja gesegnet hatte. Und Pellanonia schien sich dieser Bitte nicht verweigern zu wollen. Sie befahl uns mit zu kommen damit sie uns ihrer Schwester Trissa übergeben konnte.
Ähmm… Ja, anscheinend spielte tatsächliche Loki böse Scherze mit uns. War es unsere Ignoranz die ihn doch verleitete, die Dunkelelfen auf uns aufmerksam zu machen, so wäre es nun mehr als belustigend für ihn, ebend jene Elfen in die Arme der Goblins und ihrer untoten Verstärkung zu treiben. Die ich immer noch nicht billigen kann. Würde ein Erdbeben die Höhlen heute noch erzittern lassen. Wäre es tatsächlich Lokis Einfluss.
Wo sind wir jetzt gelandet? Ich meine, eigentlich ist alles ist besser als eine kalte, unfreundliche Eiswüste aber eben auch nicht die schöne, warme Taverne meines Vaters. Ich befürchte das wir diese auch eine Weile nicht zu gesicht bekommen werden… Nun da ich jedoch nicht der einzige bin dem so einiges Fehlte, fragten wir uns erstmal ein wenig durch beim Wirt dieser bescheidenen Taverne, ob wir nicht irgendwo in diesen verlorenen Landen Ausrüstung und besonders Rüstung für Maduin kaufen können. Der Wirt sagte das unsere Chancen am besten in der Stadt Vallaki wären, doch nicht ohne uns vorher wenigstens noch einen Laden in diesem Dorf hier Empfehlen zu können. „Bildratzt Kaufladen“ sagte das runtergekommene Schild, in diesem runtergekommenen Dorf, hängend an einem runtergekommenen Haus, an dessen runtergekommene Tür wir klopften und, immerhin freundlich Begrüßt worden sind. Auch wenn der Laden eine überraschend große Auswahl hatte, fanden wir eher weniger das was wir kaufen wollten, jedoch gab uns der Besitzer einige Informationen die für uns sehr hilfreich waren. Denn er gab uns Informationen zu einem wandernden Volk welche so ziemlich seine einzigen Handelspartner waren, die Vistani. Deren Lager lag glücklicherweise, mehr oder weniger, direkt auf dem Weg. Mit neuen Informationen gewappnet, machten wir uns auf den Weg.
Kaum aus dem Laden hinaus und an den ranzigen Häusern vorbei fiel uns auf, das wir alles andere als gerngesehene Gäste hier sind. Auch als Arabella anfing zu singen, schien das die Stimmung nicht aufzuhellen, und wir bekamen zu spüren wie wenig wir erwünscht waren. Doch auch der Weg, die Bäume und eigentlich alles in diesen Landen lässt uns spüren, das unsere Prüfung wohl keine angehme war. Dem Weg folgend, kamen wir an eine Weggabelung, welche uns glücklicherweise auch die uns empfohlenen Pfade zeigte. Unglücklicherweise wurde unsere kurze Überlegungszeit an dieser Gabbelung sofort von drei Schreckenswölfen bemerkt. Doch Arabella schaffte es sie mit Fleisch zu berühigen und uns in Ruhe zu lassen. Als wir weiter gingen wollten jedoch, fiel Maduin ein altes, zu einem Strick geflochtenes Seil auf und Maduin, wie er nun mal ist, wollte es unbedingt haben aber es natürlich nicht selber holen. Einen alten Strick an einem modrigen alten Baum, direkt neben einem unheimlichen Pfad, neben einem unheimlichen Wald. Zum Glück konnten wir ihm diese Idee ausreden, denn als wir gerade die ersten Schritte weiter Richtung Vistani-Lager machen wollten, hing auf einmal jemand in diesem Strick. Zu mindenst war es für fast alle nur irgendjemand, denn Hara sah sich dort selbst hängend. Bloß schnell weiter und nicht verweilen, für mehr hatte ich keine Gedanken.
Schnell jedoch änderte sich alles, als wir in das Lager der Vistani ankamen. Bevor wir überhaupt unserer Rucksäcke auszogen konnten, hatten wir alle Alkohol in den Händen und waren lachend, tanzend und feiernd ums Lagerfeuer vereint. Denn sie, oder eher gesagt Madame Eva, hatte uns bereits erwartet. Sie sei Wahrsagerin und hat lange auf uns gewartet. Außerdem erzählten sie uns eine Geschichte, oder vielleicht auch eine Legende? Eine Geschichte von einem großen, mächtigen Magier, welcher die Bewohner des Landes vereinte, gegen einen gemeinsamen Feind. Ein Vampirlord, welcher schrecken übers Land sähte. Der Magier und seine Armee versuchten mit allen Kräften diesen zu besiegen, doch das Volk erstarrte beim Anblick des lebenden Terrors und floh. Der Magier kämpfte erbittert und versuchte alles in seiner Macht stehende, doch auch er scheiterte und er ging, zusammen mit seinen Träumen und Ambitionen unter und seine Leiche versank.
Nach dieser weniger aufheiternden Geschichte, war das feierwütige Volk jedoch nicht still und wir genossen die Feierlichkeiten solange wir konnten. Doch Maduin wollte die Chance nutzen um sich ein wenig einzukaufen und aber auch seinen Verantwortungen als Heiler nachzukommen. So sah er nach dem Einkaufen auch noch nach den Verletzten oder Kranken und kümmerte sich um jene.
Als Maduin wiederkam zeigte er uns was er ergattern konnte und gab jeden unserer Truppe einen Schutzring, diese werden sicherlich noch bald nützlich werden. Doch fast schon viel wichtiger als das, wir konnten endlich unsere uns unbekannte Verabredung einhalten und so betraten wir das Zelt von Madame Eva. Sie stellte sich und uns vor, sie kannte unser aller Namen, und nicht nur das sie wusste auch Teile unserer Geschichten. So wusste sie auch von meiner Mutter, ob sie wohl mehr als ich weiß? Als wären wir nicht verwundert genug, das sie all das weiß, fing sie an…. nun ja unserer Zukunft zu sehen? „In einem Wald ist eine Ruine, die steine sind weiß und reichen weit empor wie in einem Turm, zierliche Bögen bilden den eingang, an diesen Ort sollen wir hinein gehen und nicht zurück schauen“ Sie fing an Karten zu ziehen und sagte uns deren Bedeutung.
Ein hieliges symbol, eine Klinge aus Sonnenlicht, große Hilfe in der Schlacht, unser Feind ist eine Kreatur der Finsterniss. Sie deckte eine der Karten auf und sprach über Habgier und Völlerei, auf der Seite des guten kann es für das Gerechte benutzt werden, auf der Seite des bösen spricht sie die Macht des Goldes an die Zerstörerisch sein kann. Das was wir suchen befindet sich an einen Ort der von Feuer verborgen ist, ein Ort in einem Schloss. Die zweite Karte; Die schwerter. Sie Symbolisiert Krieger jeder art und die Macht der Anführer, der Maskierte steht für Intolleranz und Xenophobie. Wir müssen wohl klettern um das heilige symbol der Hoffnugn zu finden. Dritte Karte; Glyphen und Missionar: Glaube und innere Stärke, die Farbe der Priester. Auf der seite des guten steht sie für Willenskraft und hingabe. Auf der seite des bösen steht sie für Selbstzweifel, Verrat. Sie symbolisiert gesundheit und heilung sowie leidenschaft und krankheit. Der Missionar in der Mitte steht für Weisheit und Glaube die sie bei anderen Verbreiten. Sie sieht Einen verschneiten Garten den wir nicht beachten sollen, sondern den Wächter. Der Kerker; Er steht für Isolation und Gefangenschaft, Gefangener seiner eignen überzeugung, wir müssen einen Rastlosen jungen Mann umgeben von reichtum und wahnsinn finden. Sein Heim ist sein Kerker. Dieses Heim ist in einer großen Stadt. Die letzte Karte; Der Gebrochene: Niederlage, verzweiflung, verlust von jemand wichtigen ohne den man sich unvollständig fühlt. Sucht die Grabstätte der Person den sie mehr als jeden anderen beneidete.“
Mehr habe ich nicht mehr aus dem Gespräch mitnehmen können, dieser Tag hatte einfach zu viel und ich war einfach überladen. Ich brauchte danach eine Auszeit, etwas Ruhe vor all den Stimmen und Geschehnissen. Doch selbst diese Ruhe, war nur von kurzer dauer. Die Erde beebte unter der Hufe eines schwarzen galoppierenden Pferdes, von dessen Rücken der Schatten eines Mannes abstieg. Zwei knurrende Wölfe an raschelnden Ketten haltend und mit feurigen, rotleuchtenden Augen stand er dort. Die Vistari die verneigten sich und er kam und setzte sich zum Feuer. Wir alle begrüßten ihn vorsichtig, denn es war Strahd von Zarovich, von dem wir schon einiges hörten. Seine bloße Präsenz war einschüchtern und unheimlich, doch er wollte das wir nicht aufhören zu trinken und den Abend zu genießen. So machten wir weiter und fingen an uns mit ihm zu Unterhalten. Denn er bat uns auf seine geliebte Irene aufzupassen und sie zu beschützen, und versprach uns als Belohnung das er uns auf sein Schloss zu einem ordentlich Fest einläd, wo auch sein elfischer Diener auf uns warten würde, lass es nicht Arabellas Bruder sein. Wir erfuhren noch so einiges mehr über das was wir die nächsten Tage wohl hier machen werden.
Bevor uns unser hoher Gast jedoch verließ und in die Nacht verschwand, wendete er sich noch an jeden von uns persönlich. Mir sagte er er wolle meine Geheimnisse ergründen, wenigstens ein selbes Ziel was wir zu haben scheinen. Wir besprachen noch in der selben Nacht wie wir weiter machen und beschlossen uns erstmal Irene einen Besuch abzustatten um zu hören was sie überhaupt möchte, ehe jeder über sie entscheidet und so fanden auch wir, endlich etwas Rast.
Heute bin ich wieder mit diesen Seltsamen Gestalten von letztens zusammen gestoßen, diesem halblangohr und dem Zwerg, allerdings hatten sie diesesmal auch einen kleinen Drachen im Schlepptau. Eine recht witzige Truppe ist das. Wir wurden mal wieder durch irgendwelche Zauber durch die Gegend geworfen und sind dieses mal in einem kleinen Dorf ausgespuckt worden, viel zu ruhig da für meinen Geschmack. Anscheinend ist es Teil von einem größeren Langohrreiches, zumindest haben das Zwei Langohrwachen erzählt. Die sahen nicht sehr erfreut über ihren Job aus. Aber wie man ja sagt, selbst in einem Misthaufen kann man Gold finden… oder so. Wir haben nicht lange gesucht und eine kleine Taverne gefunden. Obwohl dieses Dorf viel zu verschlafen für eine Taverne aussah war Sie doch in einem recht guten Zustand. Geführt wird Sie von einer seltsamen Halb-Dämonenfrau, oder wie Sie sich nennt, einem „Tiefling“. Warum auch immer man seine Herrkunft abstreiten sollte ist mir zwar immer noch schleierhaft aber was soll es mich kümmern. Auf jeden fall hat Sie uns etwas mehr über das Dörfchen erzählt und über den riesigen Magier turm daneben, ich glaube den hatte ich vergessen zu erwähnen. Es hat sich herausgestellt das seltsame Geräusche aus diesem Turm kamen und die Stadt eine Belohnung ausgestellt hat für denjenigen der entweder von dem Grund berichtet (10 Gold Belohnung) oder es gar löst (50 Gold Belohnung), UND dann hat sogar diese Halb-Dämonenfrau noch eine Belohnung angeboten wenn man ihr irgendso ein altes Ding aus dem Keller beschaft! Mit aussichten auf so fette Beute haben wir uns entschlossen nach einer kleinen Mahlzeit unseren Weg richtung Magier Turm anzutreten. Wir kamen allerdings nicht direkt zum Turm bedingt durch eine komische magische Barriere, nach etwas Erfolglosen Klopfen hat sich herausgestellt das die nahezu unerkennbare magische Tür einen Witz hören wollte damit wir hindurch durften. Da ist der Zwerg vorgetreten und hat irgendetwas unverstehbares gemurmelt, was vermutlich ein schrecklicher Witz war, und als er zurück trat, öffnete sich die Tür. Nach dieser Tür trafen wir auf die nächste Hürde, eine weniger magische aber größere Tür! Auch hier half klopfen nicht, ebenso wenig wie der Vorschlag „rückwärts klopfen“ von der großen Echse. Hier kam uns der Witz des Langohres zur hilfe, anstatt zu grübeln wie man diese Tür öffnen könnte, hat diese Pragmatikerin von Paladin einfach versucht die Tür auf zu drücken und siehe da! Sie öffnete sich! Irgendwie kam mir diese Situation bekannt vor aber der Raum hinter ihr lenkte schnell meine Aufmerksamkeit auf sich. Innen befanden sich zwei Elementlose Elementare und eine Kiste, in ihr fanden wir ein Rätsel und etwas Wasser. Es war uns allen, bis auf der Echse, klar das dieses Rätsel etwas mit den Elementaren zu tun haben musste aber wir kamen nicht auf den Zusammenhang. Nach einiger Zeit des Frusts und des Debatierens haben wir uns dazu entschlossen beiden Elementaren Feuer zuzuweisen, mit den Fakeln die den Raum beleuchteten, und sie dann mit dem gefundenen Wasser zu erlöschen. Das hat auch super funktioniert aber dann kam die große Frage auf, nehmen wir die Treppe nach Unten oder die nach Oben? Hier erkannte ich zum ersten mal wer Eindeutig die Leitrolle in diesem Grüppchen besitzt, ohne viel Diskusion setze sich das Langohr mit dem Weg nach oben durch. Einersteits beeindruckte mich dieses Durchsetzungsvermögen, andererseits erschrack es mich wie einfach die anderen beiden nachgegeben hatten. Jedenfalls sollte diese Entscheidung auf der nächsten Ebene direkt bestraft werden. Ohne viel tara wurden wir mit Schwertern und Pfeilen begrüsst. Meherere Skelette hatten sich in diesem Raum versammet und attackierten uns aus nahezu allen richtungen. Da wir hier aber über Skelette reden dauerte es nicht lange bis wir sie alle wieder ins Jenseits befördert hatten. Ich habe nichtmals einen Kratzer davon getragen. Wobei der Feuerball des Skelettmagiers schon unangenehm geworden wäre, hätte er getroffen. Nun ja, das war mein bisheriger Tag, jetzt Sitze ich hier im selben Raum wie die Leblosen Knochenhaufen und kritzel in mein Büchlein während die anderen den Stein in der Mitte des Raumes begutachten, mal sehen was dieser Tag noch so mit sich bringt!
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