Sir Gerald sieht sich in dem Lager der Wegelagere unter den gefallenen Gegnern um. Er sucht sich den Banditen aus, der am wenigsten verletzt scheint, (einen Ork), versorgt seine Wunden und heilt ihn soweit, das er wieder das Bewusstsein erringt. Nach dem einschneidenden Erlebnis mit Hork weicht Gaven dem Gefangenen kaum noch von der Seite und versucht mit ihm auf Orkisch zu sprechen sowie ihn zu beruhigen.
Pauley untersucht inzwischen das Zelt des Anführers… oder jedenfalls die Trümmer die noch davon übriggeblieben sind. Sie findet eine verzierte Kiste mit Perlenschmuck, aus der sie einen perlenbesetzen Armreif stibitzt und für sich behält so wie einen großen Beutel mir Goldmünzen und einen Stapel edler Stoffe. Den Papierkram und die Bücher, die sich auch in den Überresten des Häuptlingsquartier befinden überlässt sie Limaya, die sich nun zu ihr hinzugesellt. Diese tritt damit ins Freie und untersucht die Briefe zusammen mit Ansker und dem Paladin. Schon bald entdecken sie die gesuchten Informationen bezüglich eines weiteren Lagers der Banditen.
Während die anderen Helden mit den Pergamenten und Papieren beschäftigt sind befragt Gaven mit sanfter Stimme den Gefesselten. Er erfährt, dass dessen Name Ursk ist, und dass er seinem Burder und Cousin gefolgt ist und sich aus diesem Grund den Wegelagerern angeschloßen hat. Auch über den Aufbau der Banditenorganisation kann der Barde ein wenig erfahren. Aus einigen Bemwerkungen des Orks kann er jedoch auch schließen, dass es sich bei dem Gefangenen nicht gerade um den Hellsten handelt.
Trixi sammelt unterdessen fleißig die Ohren der besiegten Gegner ein.
Srisira möchte sich den Taubenverschlag und die sich darin befindenden Tauben näher ansehen, wird jedoch von ihrem Panther abgelenkt, der interessiert mit der Tatze wieder und wieder an etwas stupst, dass sich in einer Ecke zusammen gekauert hat. Es handelt sich um eine der Tauben, die auf Grund eines gebrochenen Flügels nicht mehr fliegen kann. Bei näherer Untersuchung bemerkt Srisira, dass der Verschlag während des Kampfes von dem von Trixi herbeigerufenen Bison Paula umgerissen und zertrampelt worden war. Eine der Insassen hat dieses Unglück leider nicht überlebt, und liegt zwischen blutigen Federn am Boden, die anderen konnten jedoch in die Freiheit entkommen. Srisira beruhigt die verwundete Taube, die sich darauf hin ohne Probleme den verletzten Flügel schienen lässt. Darauf hin wird sie in einen im Lager gefundenen Weidenkorb verfrachtet, in dem sie die Helden begleiten wird, bis Srisira sie komplett gesund gepflegt hat.
Danach beginnt die Druidin mit der Hilfe von Aramil den Gefallenen eine würdige Bestattung zu geben. Hierfür bauen sie aus den Palisaden des Lagers einen großen Scheiterhaufen und schichten die Toten darauf.
Trixi tritt an Ansker heran und weißt auf den Wert des Ohres des Banditens hin. Auch Ansker sieht wenig sind, den Vogelfreien weiter am Leben zu lassen. Gaven jedoch, der diese Unterhaltung wenigstens bruchstückhaft mitbekommen hat ist empört. „Ein Gefangener untersteht unserem Schutz und unserer Obhut! Wir können ihn nicht einfach ermorden, während er gefesselt und wehrlos vor uns steht!“
Die Gruppe diskutiert, ob sie die Pferde des Lagers vor die dort gefunden Wagen spannen sollen, entscheiden sich jedoch zum Schluß dagegen, da der Weg zu ihrem nächsten Ziel sie ab von Straßen durch unebenes Terrain führen wird.
Die Helden brechen noch ihr eigenes Lager ab und machen sich am frühen Nachmittag auf den Weg. Bis auf eine Rehjagd, bei der Limaya sehr zu Srisiras Missfallen ein junges Böckchen erlegt, da es ihr und Ansker nach Frischfleisch hungert verlaufender Rest des Tages, die Nacht und der nächste Tag ereignislos. Gaven nutzt die Zeit, um mehr über Ursk zu erfahren und ihm ins Gewissen zu reden, Srisira hingegen braut aus den in den letzten Tagen von ihr gesammelten Kräutern einen Schlaftrank. Ansker und vor allem Limaya straft sie mit bösen Blicken und Schweigen.
In der zweiten Nacht jedoch werden die Helden jedoch von einem Trupp aus dem dritten Lager angegriffen. Der Paladin, der eigentlich zur Wache berufen, scheint eingenickt zu sein und bemerkt die sich nähernden Feinde nicht, die alarmiert durch die Rückkehr der Brieftauben ohne jegliche Nachricht aufgebrochen sind um die Lage zu untersuchen.
Doch glücklicherweise bemerkt Srisiras Gefährte, der schwarze Panther Advar die sich im Dunkeln um die Raststätte der Gruppe formierenden Banditen und kann die Druidin rechtzeitig alarmieren, welche schnell die übrigen Gruppenmitglieder weckt. Da in der Mitte des Lagers ein Feuer brennt und die Feinde sich in Dunkelheit hüllen können die Helden diese nicht oder kaum sehen, weswegen Paulay schnell einen Kessel mit Rehblutsuppe über die Flammen gießt. Als alle seiner Gefährten abgelenkt sind nutzt Gaven die Gelegenheit, um Ursks Fesseln durchzuschneiden, damit auch dieser sich im Notfall verteidigen oder wenigstens weglaufen kann, da die Indentität der Angreifer noch nicht geklärt ist.
Der Kampf bricht los, und schon nach kurzer Zeit zeigt sich, dass die Helden ihren Gegnern gnadenlos überlegen sind. So reißt Advar beispielsweise zwei der Feinde die Gurgel heraus, Krippo, der von Limaya herbeigerufenen Hippogreif trennt einem anderen mit seinem scharfen Schnabel einen Arm ab, und Srisira, die sich in einen gewaltigen Gorilla verwandelt hat streckt einen Halbork mit einem einzigen Schlag ihrer kräftigen Pranke nieder. Der unbewaffnete Ursk entscheidet sich schließlich, Trixi einen Faustschlag zu verpassen (vermutlich, da sie ihm sein rechtes Ohr abschneiden wollte) worauf hin Ansker auf ihn zu stürmt und ihn mit einem einzigen Schlag seiner Axt niederstreckt. Auch die anderen Gruppenmitglieder sind nicht faul, so das schon bald nur noch ein einziger der Banditen – eine Orkfrau – übrig ist. Gaven macht einen Schritt auf sie zu, hält ihr seine Armbrust unter die Nase und Ruft auf Orkisch: „Ergebe dich!“
Nach kurzem Zögern lässt sie ihre Waffe zu Boden fallen und sich fesseln. Es bricht ein Streit zwischen Gaven und Aramil aus, der sich darum dreht, ob die Orkin am Leben bleiben darf oder nicht. Da Aramil ihr nicht traut und sie für gefährlich dumm hält, möchte es sie sofort umbringen. Gaven hingegen hält es für moralisch nicht vertretbar, Leute umzubringen, wenn es sich nicht um Selbstverteidigung handelt, vor allem wenn diese sich in der eigenen Fürsorge befinden. Alle Helden mischen sich in die Diskussion ein, und die Gruppe entscheidet, die Gefangene am Leben zu lassen. „Dann werde ich ihr halt heute Nacht die Kehle durchzuschneiden wenn alle schlafen!“ knurrt Aramil. Der Waldläufer schleicht sich nachts an der Lagerwache vorbei, und schneidet wirklich der gefesselten und schlafenden Gefangenen die Kehle durch, worauf diese in wenigen Minuten verblutet und nun tot in einer dunkelroten Pfütze auf der Seite liegt. Als Gaven dies am nächsten Morgen bemerkt zieht er seine Armbrust und schießt auf Aramil. Da er jedoch zu schlecht gezielt hat fliegt der Bolzen über den Kopf des Waldläufers. Der Paladin stellt sich zwischen die beiden und Gaven zur Rede. Der Barde erklärt sich und sagt, das er wüsste, dass Aramil der Schuldige am Tod der Orkin ist, was dieser ohne Zögern zu gibt. Eine heftige Diskussion über die Zukunft des Waldläufers entbrennt Nicht nur der Mord, sondern auch die Auflehnung gegen die Gruppenentscheidung stehen im Raum. Schließlich beschließt man, Aramil den nächsten elfischen Autoritäten zu übergeben. Gaven reitet wutentbrannt los und lässt seine Kumpanen am Lager zurück. Limaya und Srisira beerdigen die Ermordete während die anderen die restlichen Leichen verscharren.
Gaven entdeckt das dritte Lager der Banditen, in dem sich 5 Humanoide und 4 Hunde aufhalten. Er beobachtet das Geschehen zwischen den Zelten, und nach ca. 2 Stunden stoßen auch die anderen zu dem Barden. Einer der Banditen bereitet gerade Abendessen in einem Großen Kessel unter offenem Himmel zu.
Die Gruppe beschließt diesmal ohne Blutvergießen vorzugehen, und schmieden einen Plan. Aramils Adler lässt den von Srisira zubereiteten Schlaftrank in den Kessel fallen und schon kurz nach Einnahme des Mahls schlafen alle Lagerbewohner – einschließlich der Hunde- tief und fest. Die Gruppe fesselt die bewusstlosen Banditen und Hunde, und lädt alle auf die zusätzlichen Pferde, die sie in dem Lager und in dem Lager davor aufgetrieben haben. Aramil reitet ein gutes Stück vor der restlichen Gruppe, um nicht wieder in Versuchung geführt zu werden die Orks und Halborks zu töten.
Gaven durchsucht das Zelt des Anführers und findet außer gestohlener Wertgegenstände, Beuteln mit Goldmünzen und einer genauen Buchhaltung über alle gestohlenen Dinge der drei Gruppen auch eine Kiste mit einem Geheimfach. In diesem befindet sich ein Brief von einem „Steel“, der den Banditen Anweisungen gab, die Beute entgegennahm und offensichtliche Verbindungen zum Rat hat.
Die Gruppe begibt sich nach Mornbryns Shield, wo sie die Banditen nach einer eingehenden Befragung der Anführerin den örtlichen Wachen übergeben. Srisira versucht die Wolfshunde zu bändigen, was ihr auch bei dreien von ihnen gelingt, welche sie dann an einen Tiertrainer in dem kleinen Städtchen übergibt.
Limaya und Srisira erzählen Gaven von der Beerdigung und der Respekt, den die zwei Frauen der Toten entgegengebracht haben scheint den Barden wieder ein wenig zu besänftigen.
Die Abenteurer übernachteten letze Nacht im Gutshaus der Bürgermeisterin Ireena. Am Nachmittag lies Jorax ein Buch über Mönche und deren Kampfkunst und trainierte neue Übungen. Cyrilla vernahm das Jorax brenennde Hände bei seinem Training hatte. Interessiert schaute sie und auch Knartsch, Jorax mit seiner Neigung zur Magie gespannt, zu. Der braune Wanderer las derweil in dem Tagebuch vom Klerus Danovich und fand nicht wirklich viel interessantes wie es schien, dennoch hatte er die Erleuchtung das wohl am Ende alles gut wird und das stellte ihn anscheinend sehr zufrieden. Ihm überkam anscheinend eine Welle der Zuneigung, den er entdeckte Cyrillas Schöneheit und konnte seine Lippen nicht ruhen lassen ehe er nicht sein ganzes Repertoir an Komplimenten über Cyrilla ergoß. Als Jorax mit seinen vielen Übungen fertig war, freute er sich sichtlich, doch vom Buch hatte er grade mal 10 Seiten gelesen. Als Jorax mitbekam das der braune Wanderer auf Knartsch einsprach Anführer der Gruppe zu werden und Knartsch freudig nickend der Begeisterung emporstieg, fragte der Zwerg den braunen Wanderer ob es ihm an Schlaf mangelte. Der braune Wanderer lächelte Joarax warm und herzergreifend an, um darauf auch dem Zwerg schöne Worte zu machen. Jorax war in Sorge was dem braunen Wanderer fehlte, doch der braune Wanderer zwickte und stubste ihn freundschaftlich und zwinkerte dem Zwerg dabei zu. Jorax war nun ausser sich, fragend sah er in die Runde und alle stellten fest, das dies nicht der braune Wanderer sei den man kenne. Wahscheinlich war der braune Wanderer bezaubert worden. Cyrilla schlug vor zwergische Heilkunst anzuwenden, und ein paar erfrischende Zwergenhiebe später lag der Wanderer mit rotem Gesicht am Boden. Woher dieses merkwürdige Verhalten des Gefähten kam konnte niemand in erfahrung bringen.
Nun musste die Gruppe eine weitere Nacht im Gutshaus verbringen und am nächsten Morgen fragte Cyrilla nach dem Büro des verstorbenen Bürgermeister. Jorax, Amara und Cyrilla durchsuchten die alten Dokumente und entdeckten auch versteckte Bilder der Familie. Nach einem Gespräch zwischen Cyrilla und der Bürgermeisterin wurde deutlich, daß der alte Bürgermeister anscheinend zwei Frauen hatte. Denn Irene und ihr Bruder hatten wohl verschiedene Mütter und beide konnten sich nur wage an ihre Mütter erinnern. Um mehr über den Bügermeister, dem Grafen und den Werwölfen in Erfahung zu bringen, zog die Abenteuergruppe los um eine bekannten Seherin im Zigeunerlager aufzusuchen. Doch zuvor gab es eine Betattungszeremonie für den alten Bürgermeister. Drisnil sprach mehrere Gebete und der Leichnam wurde ehrenvoll begraben.
Auf dem Weg zum Zigeunerlager löste sich der braune Wanderer von der Gruppe, denn ein Schatten im Wald weit ab vom Wegesrand machte ihn neugierig. Amara bekam mit das der braune Wanderer eien anderen Weg einschlug und folgte ihn. Sie trafen auf einen Zwerg der gerade ein Reh gestellt hatte und neben ihm war ein nervöser Wolf. Er machte den Eindruck eines Jägers mit seinem Tiergefährten und es schien ein ganz normaler Anblick zu sein. Doch als der braune Wanderer den Zwerg begrüßte und ihn liebevolle Komplimente zuwarf und ihn lächelnd gut gemeinte Ratschläge gab, schaute der Jägerzwerg recht grimmig drein. Nach einem kurzem Wortgefecht ließ der Zweg seinen Wolf auf den braunen Wanderer los, der nicht lange zögerte und ihn attackierte. Amara ging erschrocken einige Schritte zurück und rief den Rest der Gruppe „The Cult Of The Damned“ herbei. Diese machten sich schleunigst auf den Weg zu ihr und dem Wanderer. Der Kampf war im vollen Gange und Amara und der braune Wanderer schossen den Wolf mit ein paar Pfeilen tot. Der hasserfüllte Jägerzwerg allerdings brachte am braunen Wanderer einen so heftigen Hieb an, daß dieser staunend zurückwankte und seinen Schmerz unter Kontrolle halten musste wenn er überleben wollte. Als die fünf anderen der Gruppe fast in Sichtweite ihrer Gefährten waren, zisch
te aus Cyrillas Hand ein glühendheißer Feuerball direkt zu hren Freunden über den letzten Hügel wo sie den Kampf vermutete. Der Feuerball traf Alles und Jeden der in Aufprallreichweite war. Der Jägerzwerg war nun tot am Boden und leider waren auch Amara und der Braune Wanderer etwas angesenkt worden. Amara beschwerte sich lauthals über diese Attacke von Cyrilla und die Bluelfin erklärte sich als Retterin, da sie im Guten gehandelt habe. Der braune Wanderer gab dem Jägerzwerg einen Heiltrunk, woraufhin dieser wieder zu Bewusstsein kam. Man konnte aber leider keine brauchbaren Informationen aus dem Zwerg herausholen, und nach kurzem erfolglosen Grübeln über den Jäger und sein Anliegen zogen die Gefährten weiter mit einem gefesselten Zwerg im Gepäck der im Zigeunerlager überreicht werden sollte.
Im Zigeunerlager traf die Gruppe auf die Anführerin „Madam Eva“. Der braune Wanderer brachte für sie so viele schmalzende und Honigsüße Komplimente ans Tageslicht, dass die Zigeuneranführerin schon fast errötete. Mit einem Lächeln zum braunen Wanderer fasste sie sich dennoch und blieb königlich wie es von einem Oberhaupt des Lagers erwartet wurde. Die Gruppe brachte nun ihr Anliegen vor und hoffte auf eine Lösung ihres Problems wieder nach Faerûns zurückzukehren. Sie erfuhren vom Nebel und dessen Teleportationswege, doch leider sei nicht bekannt wie man den Nebel zu andere Ebenen benutzen könnte. Doch die Zigeunerkönigin bot ihre Hilfe an wenn die Gefährten ihr ein Gefallen tun würden. Sie vermisse einen magischen blauen Umhang mit dem der Träger kurzzeitig in die Zukunft sehen kann. Dieser Umhang wurde von der Schwester der Zigeunerkönigin entwendet, diese lebt nun unter Wölfen in einer Höhle weit im Norden vom Zigeunerlager. Die Gruppe willigte ein diesen magischen Umhang wieder zu beschaffen. Die Gefährten bekamen von Madame Eva Karten gelegt und durften 10 Fragen im Bezug des Umhangs und dessen Träger stellen. Nach dem Austausch aller Informationen übernachtete die Gruppe im Zigeunerlager damit alle ausgeruht zur nächsten Tat schreiten können.
Dieses Mal hat sich der ehrenwerte Geschichtenerzähler erlaubt aus einer Geschichte viele zu machen. Die Protagonisten selbst sind es die hier Geschichte schreiben und deshalb wollen wir uns an dieser Stelle einmal die Zeit nehmen uns ihre Sicht der Dinge anzusehen. Die ersten Zeilen widmen wir dem Neuankömmling in der Gruppe Karrni, der auf seinem Elch die Lande nahe dem Lauerwald durchstreifte:
Auf Elch und Pilzen
von Karrni
Als ich mich vor gut einer Woche aus einem mir unbekannten Dorf, im Gebirge des Grat der Welt, nördlich des Lauerwaldes gen Süden aufmachte, wusste ich nicht wo ich hin solle. Im Gebirge dachte ich, ich würde die Mörder meines Dorfes und meiner Eltern, die Frostriesen finden, jedoch fand ich nichts außer Fels und angenehm kühlen Wind.
Das Dorf kam mir bekannt vor, ich wusste bestimmt auch mal den Namen. Jedoch hatte ich, zwei Tage bevor ich das Dorf erreichte, keine Pilze mehr um meine tägliche Dosis der Halluzinogene zu bekommen.
Ja ich war abhängig von gewissen Pilzen. Ohne die tägliche Dosis kann es vorkommen, das ich Namen von Personen, Orten oder gar Zauber vergesse.
So ritt ich, auf dem Rücken meines Elches Braito und in gesellschaft meiner Schneeeule Zadu, durch den Lauerwald. Eine ganze Woche ging es durch diesen elendigen und komischen Wald. Kein kühler Wind, kein Schnee und Eis, nichtmal ordentlich Sturm und Regen.
Am Ende habe ich den Wald an seiner südlichsten Spitze, westlich von Mithril Halle verlassen. Das einzige was ich sah, war ein Asche-Kies Weg der zu einer Brücke führte. Die Brücke überquerte den Fluß zum Trollmoor.
„Schon wieder so ein stickendes Moor. Dazu noch von Trollen verseucht.” Da ich keine lust hatte dies auf mich zu nehmen, schickte ich Zadu los damit er die Gegend erkunden kann.
Er fand ein Dorf, genau nördlich von mir.
„Feuer, Dorf, zerstört von Orks.” Teilte er mir mit. Sodann ritt ich in die Richtung.
Ich mag greultaten folbracht haben, auch nutze ich gerne das Gesetz aus um meine Stellung zu wahren oder zu verbessern. Jedoch das Gesetz zu brechen und dadurch offensichtlich andere zum Tode verhelfen, ist ein Tabu.
Als ich sah, das eine Rotte Orks auf die zerstörten Palisaden zu rannte, zauberte ich schwarze Tentakel genau vor die Orks. Jeder Tentakel war um die 3m lang und so mächtig wie ein Torso eines ausgewachsenen Menschen. Kurz darauf wurden die Orks von dem Gras und den Pflanzen verstrickt. Regelrecht eingefangen. Genau in dem Moment wurden einige Orks opfer meine Tentakel.
Ich sah einen Ork, der einen Bärenkopf und sein Fell als Mantel trug. Der Ork und ein paar weitere wurden von Wölfen angegriffen, die nach ein paar Hieben auch schon wieder verschwanden. „Was für irrwitze Magie. Wölfe! Wären es magische Bestien gewesen, sähe das anders aus!” dachte ich mir und zauberte selbst eine kleine blau-gräuliche Kugel purer Kälte. Die Kugel traf den Bärenkopf tragenden Ork mitten in der Brust.
Frost breitete sich von der Brust, über den ganzen Körper aus. Sogleich war das leben des einen Ork ausgelöscht.
„Ich kann es noch.” sagte ich zu mir und blickte meine Finger, die schon wieder anfingen zu zittern, ungläubig an.
Jaaaaa, er schient es noch zu können! Das hat auf jeden Fall funktioniert. Ob es auch bei einem anderen so funktioniert hat, schauen wir uns gleich an. Vorahnag auf für unseren Meister der Funktionalität. Harok, Herr der Horde…
Wie gewonnen so zerronnen
Harok
Die Belagerung war im vollen Gange. Der Anführer war tot, lang lebe der Anführer. In diesem Fall Torgath, der Schamane.
Die Leibwächter hatten den halben Trupp von Borg auseinander genommen und im selben Atemzug hat Borg die Made auch noch überlebt! „Shark!“
Torgath murmelte etwas und presste seine Hand auf die Gesichter der Orklinge. Seine letzten Worte konnten alle hören „Du dienst mir jetzt!“
Er gab Befehle die Schande des Verrats wieder gut zu machen und Borgs Einheit solle ihm 20 Menschenköpfe bringen. Dann, aber auch nur dann durften sie weiterleben.
Drei von Vier Leibwächtern sollten auf die Einheit aufpassen, dass sie nicht fliehen werden, um ihr Schicksal zu begegnen. Der Vierte allerdings blieb an der Seite des Schamanes, so wie meine Wenigkeit. Jedoch war sein Befehl an mich der Schlimmste von Allen. Ich sollte von dem Spitzohr den Druidenschlüssel holen und hab auch ein Stück ihres Stoffes für die Fährte bekommen. Dabei gibt es doch son Schlüssel gar nicht, dass hatte die Spitzohrdruidin, Gruumsh möge ihre Seele fressen, selbst gesagt! Alles nur Geschichten. Hmpf, was solls muss der Schamane halt sterben.
So machte sich der Trupp langsam auf den Weg Richtung Dorf. Borgs Einheit ein Stück weit voraus. Ein dampfendes dürres Spitzohr stand am Waldesrand, so wie es aussah könnte es nicht mal einer Fliege etwas zu leide tun. Auf einmal schießen vor uns schwarze übergroße Tentakel aus dem Boden und versuchen sich um die Orklinge zu schlingen. Gruumsh behüte mich und wenn nicht du, dann dein Auge!
Die Ereignisse überschlugen sich. Der Schamane wollte gerade diese Tentakel, wie nannte er es? „Bannen“, da schossen auch noch grüne Wurzeln aus dem Boden und schlangen sich um meinen Körper. Ich steckte fest in einer Pflanze! Gruumsh schau doch mal hin, was hier passiert! Das ist doch alles nicht mehr normal!
Wölfe tauchten wie aus dem Nichts auf und griffen den Schamanen an, die Leibwächter jedoch schienen nur wenig Probleme mit dem Unkraut zu haben und verdroschen auch noch die Wölfe.
Kaum waren sie damit fertig kam eine weiß-blaue Kugel auf uns zugeflogen..
Ich konnte nur noch schreien.. „Gruumsh!“ „Shark!“
Ich konnte nur noch schreien und lachen und verzweifeln..
Der Schamane war tot.
Die Karten werden also ein weiteres Mal neu Gemischt und jemand der da sicherlich mitmischen wird ist unsre Elfe aus dem Wald. Die zerfressende Wut eines geschändeten Waldes brennt in ihr und das Werk ihrer Rache umgibt sie.
Orkkopf für Wolfspelz
Surreal
Was ist das Leben eines Elfen wert? Diese Frage ist in meinem Augen falsch gestellt. Die Frage ist doch eher, wie viel wert bemessen wir das Leben der anderen? Eigentlich war ich in dem Dorf nur um zu handeln. Politik oder Streitigkeiten zwischen Irgendwelchen Dörfern, Stämmen, Nationen. Sie interessieren mich nicht. Nun gut, nur so lange, bis sie nicht meinen geheiligten Wald verletzen oder dem was antun. Und genau da liegt das Problem. Eigentlich wollte ich die Orks einfach machen lassen und dem Dorf sein Schicksal überlassen, denn es wie kann ich die Weisheit der Götter anzweifeln und trotzdem ihren Willen durchführen? Also wenn die Orks nicht angefangen hätten die Bäume unnötig zu schlagen, so wäre ich denen ausgewichen und wäre zurück zu meinem Rudel, aber sie haben nun mal angefangen, die Bäume zu fällen. Eine unnötige Zerstörung. Ohne sinn und Verstand und da war der Punkt, wo für mich fest stand, dass deren Leben nichts wert ist. Aber wie will man jemanden bekämpfen, der über 2 mal 10 mal 10 Krieger in seinem Rudel hat? Viele sagen zwar, dass ich zwar ein gehörigen Schaden am Geiste hab, die das gesagt haben, waren die Bewohner aus meinem Heimatdorf, aber Lebensmüde bin ich nun doch nicht und zumal ich es auch nicht leiden kann, wenn Kinder und verletzte einfach abgeschlachtet werden. Also gut, dann wird es Zeit, Verstärkung zu rufen und ich hoffe, dass mein guter Graufang die Lykanthropen und / oder die Barbaren gefunden hat, damit diese zu unserer Unterstützung kommen. Denn leider sind weder Dryaden noch Baumhirten in der Nähe, denn sonst hätte sie das Lied gehört. Vielleicht haben sie auch einfach nur zu viel angst, was ich denen nicht verübeln kann. Was kann ich also machen, während ich auf Graufang warte? Wie kann man am besten einen Gegner vernichten? richtig, man schlägt der Schlange den Kopf ab, also habe ich ihn gesucht und auch gefunden. Unser “Freund Harok” *kurz ausspuckt* stand bei diesem komischen Schamanen und ich fand es sehr erfrischend, als ich ihn da so eingewickelt sah. In mitten der Ranken und ich trauere um die Wölfe, welche ihr Leben geopfert haben, damit sie dem Bösen Herr werden. In den nächsten zehntagen werde ich versuchen jeden Tag ein stück Fleisch für diese Helden zu braten. Doch der Schamane ist tot. ich bin wieder zurück im Wald und immer noch genug Gegner. Doch was ist das? Ein mir bekanntes jaulen war zu hören. Freude. Er hat jemanden gefunden. Endlich, bekommen all diese Orks ihre Gerechte Strafe. Der Zorn der Natur wird über sie rein brechen.
Aber um noch mal auf die Frage zurück zu kommen. Es ist doch bei jedem so, dass der Wert seines Lebens in dem gemessen wird, was er macht, sagt und wie er sich verhält. Und das Leben dieser orks ist nicht mehr wert, da sie sich an der friedlichen Natur vergriffen haben.
Als letztes werfen wir noch einen Blick auf Gomorras Sicht der Dinge. Der Zwerg, der genau weiß was das Leben eines Orken für ihn wert ist: nämlich genau 5 Silber! Der Lohn für jeden erschlagenen Ork
Von Leben und Tod
Gomorra
„Autsch“ war das einzige an das der Zwerg denken konnte als der mächtige Zweihänder des Orks auf ihn hernieder fuhr. Was ihm danach durch den Kopf ging, war nurmehr kaltes Metall….
Dabei hatte sonst doch alles so gut funktioniert… Die Orks die sich ihnen entgegenstellten liesen sich ohne Verdacht zu schöpfen unter die mit Bogenschützen bemannten Bäume locken. Gomorra hatte wohl nur nicht damit gerechnet, das die Orkbrut noch so wehrhaft sein würde. Ihm jedenfalls steckten die Ereignisse des Morgens schon gewaltig in den Knochen. Und jetzt kam ungünstigerweise noch eine Orkklinge dazu. Das war selbst für einen hartgesottenen Zwergen wie Gomorra zuviel und so brach er unter den Hieben des Orks zusammen und es wurde dunkel um unseren Lieblingsprotagonisten. Der Lärm des Kampfer verklang und es wurde ruhig. Auch den kalten Regen der auf seinen leblosen Körper prasselte störte ihn nicht mehr. Es schien als würde er sanft auf Wogen gleitend aus dem Leben getragen. Es breitete sich wohlige Wärme aus. Wärme die sich in ein Feuer verwandelte, in schier unglaubliche Hitze die ihn zu umklammern schien. Eine flammende Faust die ihn zu packen schien, an ihm zerrte und ihn schließlich zurück ins Leben schmiss. Nach Luft japsend riss er die Augen auf…. Das Licht blendete. Es regnete immer noch! Und er lag immer noch am Boden, doch das würde auch bedeuten das… „FUCK“ war alles was er noch sagen konnte als Zweihänder des Orken, der thronend über ihm stand auf ihn hernieder fuhr. Und wieder wurde es dunkel…
Vrinn nutzte die Situation geschickt und schlitzte sich von hinten durch die Orks, die viel zu sehr damit beschäftigt waren auf den Zwergen einzudreschen als ihn zu registrieren, während die Bardin und die Bogenschützen die gerade nicht damit beschäftigt waren den Zwerg zu heilen, die Orks mit Pfeilen und Bolzen spickten.
…und wieder wurde er zurück ins Leben gerzerrt. Doch dieses Mal reagierte er sofort. Mittlerweile hatter er sich wohl ans sterben und wieder auferstehen gewöhnt. Er lies seinen Oberkörper nach vorne schnellen und umklammerte die Beine seines Kontrahenten. Dieser schaffte es jedoch sich loszureißen, doch noch bevor der Ork zum nächsten Schlag ausholen konnte ging er mit Vrinns Tomerhawk im Rücken zu Boden. 3 down, 5 more to go…
Und plötzlich wurde es wieder dunkel, doch diesesmal war es anders. Gomorra konnte die Wärme der Bardin spüren, er konnte Vrinn atmen hören. Er konnte sogar die Orks richen,nur sehen konnte er nichts, und dem verdutzten Grunzen der Orken zufolge ging es ihnen genauso. Nur 2 der Orks schienen seltsam in der unnatürlichen Dunkelheit zu leuchten. Einer davon lag schon von Vrinn aufgeschlitzt am Boden, der Ork daneben leuchtete etwas schwächer und stand aber noch auf den Beinen und wirke verwirrt. Es war Zeit die Rollen zu wechseln und so stürmte Gomorra den schweren Hammer fest umgriffen auf den leuchtenden Ork zu. Und das erste Mal in diesem Scharmütze traff Justice ihr Ziel und schleuderte es leblos zu Boden. Das vertraute Gefühl wenn seine Waffe auf Körper traf gab ihm neue Kraft. Das warme Orkblut im Gesicht, das sich langsam mit seinem eigenen mischte, das noch aus zahlreichen Wunden aus seinem Körper ströhmte. Doch er spüre sie nicht mehr. Er war wieder dort wo er hingehörte. Im Kampf, in der Schlacht. Und so bewegte sich der wendige Zwerg geschickt um die noch stehenden Gegner um sie zwischen Ihn und das Leuchten der Orkleichen zu bringen. Und so landete er weitere wuchtige Treffer bevor plötzlich das Licht wieder an ging. 3 Orks waren noch übrig, doch mit Hilfe der Bogenschützen waren auch diese schnell niedergerungen. Zum Verschnaufen blieb jedoch nicht viel Zeit. Aus jedem Winkel des Dorfes drang Kampflärm. Kinder weinten, Frauen schrien und Orks lachten schallend…
Die unerträgliche Leichtigkeit (Legion of the Trusted)
Die zerstörte Brücke ließ die Streiter einen Moment in Ratlosigkeit verharren…
Lyari wirkte auf eine sonderbare Weise abwesend und entfernte sich schon bald zielstrebig in Richtung eines nahegelegen Wäldchens. Die Gruppe folgte ihm skeptisch in einigem Abstand. Alle waren sichtlich überrascht, als der Elf in einer Grube aus Blättern und Astwerk zu graben begann. Es dauerte keine Pfeifenlänge bis er die Leichen der zwei vermissten Späher freilegte…
Die Untersuchung der beiden Leichen ergab, dass diese scheinbar während eines Kampfes vor etwa 2 bis 3 Wochen von Stich- und Klingenwaffen schwer verwundet und schließlich tödlich verletzt wurden. Sie waren vollständig geplündert und trugen bis auf Ihre Wappenröcke und ihre Stiefel keinerlei persönliches Hab und Gut bei sich. Damil förderte dennoch einen versteckten Brief einer geliebten aus Orkfels aus einem der Stiefel zu Tage, der allerdings keinerlei neue Erkenntnisse preisgab. Es war abermals Damil, dem Schleifspuren auffielen, die von der Brücke bis zum Versteck der Toten führten. Seltsam daran war jedoch, dass die Schleifspur der zweiten Leiche erst mitten auf dem Weg ihren Anfang nahm, ohne dass die Gruppe herausfinden konnte, wie es dazu gekommen sein mochte. Vielleicht hatte Einer den Anderen hinter sich hergezogen und ist dann selbst zusammengebrochen. Doch wer hatte die Beiden dann verscharrt, ohne selbst Spuren zu hinterlassen?
Während Lyari sich inmitten der Bäume in eine Art Trance versetzte und Rift in Tiergestalt tiefer in das Wäldchen vordrang, machten sich Damil und Xhorgul daran die Brücke zu reparieren. Mehrere gezielte Würfe waren nötig um den Wurfanker an der richtigen Stelle zu verkeilen. Gemeinsam zogen sie die beschädigte Holzbrücke nach oben und verknoteten die Enden mit einem weiteren Seil… Die Überquerung der Brücke sollte nun trotz fehlender oder zerborstener Blanken ohne Reittiere gefahrlos möglich sein.
Rift machte im Unterholz eine humanoide Pflanzengestalt aus und näherte sich ihr vorsichtig in Tiergestalt. Das Wesen antwortete seine Fragen, die er auf sylvan an die Hecke richtete, in elfischer Sprache und berichtete von „fehlgeleiteten“ Wesen, welche die Späher getötet hätten. Was sich auf der nördlichen Seite des Flusses abgespielt habe, könne es nicht sagen, da dies nicht seine Heimat sei.
Die Gruppe bestehend aus Damil, Rift und Xhorgul überquerte die Behelfsbrücke und drang auf einem schmalen Pfad in den dichten wilden Wald vor. Lyari blieb mit Asconion zunächst zurück, um die beschädigten Brückenteile ausbessern, um den Gefährten später zusammen mit den Reittieren zu folgen.
Umgestürzte und abermals bewachsenen Bäume, wild wucherndes Astwerk und dichter Bewuchs säumte den Weg und bis auf den vereinzelten, grummelnden Widerstand des Zwergen, der sich offensichtlich in dieser Umgebung nicht wohlfühlte, kam die Gruppe gut voran.
Nach einer Übernachtung in den Tiefen des Waldes suchte und fand der Pfad schließlich die Nähe zum Fluss, sodass sie ihre Reise am nächsten Tag mit einer klaren Orientierung flussaufwärts fortsetzten. Ausgerechnet Xhorgul, der seinen Blick meist stur auf den Pfad direkt vor sich gerichtet hatte, erspähte eine hölzerne Plattform im Geäst, von welcher man den Pfad sehr gut überwachen konnte. Diese war jedoch verlassen und schien seit längerer Zeit nicht mehr genutzt worden zu sein…
Am späten Nachmittag wurden sie von Lyari eingeholt und schließlich erreichten sie die Siedlung “Dreistein”. Eine gut tausend Schritt entfernte und etwa 15 Meter hohe Felskante zerteilte Wald und Fluss gleichermaßen. Der Fluss trieb das Rad einer Mühle an, stürzte danach in die Tiefe und sammelte sich am Fuß der Kante in einem See, der von einigen zeltartigen Hütten und einer Hand voll Holzbauten umringt wurde. Eine reichlich verzierte, solide gearbeitete hölzerne Brücke ermöglichte den Übergang.
Der Anblick pfeiferauchender Dorfbewohner, spielender Kinder und des ruhig daliegende Sees im Sonnenuntergang ließ weder auf eine erhöhte Wachsamkeit, noch auf eine sofortige Waffenbereitschaft schließen – vielmehr glich das Dorf einer friedlichen Idylle!
Das Misstrauen der Gruppe wurde durch einen Oger geweckt, der sich nach einem Gespräch von der Mühle aus ihrem Sichtfeld bewegte… Der Dorfschulze begrüßte die Gruppe überraschend gastfreundlich und erklärte sich nachdem sie ihm das Schreiben des Kommandanten gezeigt hatten sogar bereit, den Dorfrat zusammenzurufen, um all Fragen der Gruppe zu beantworten…
Er oder vielmehr seine Frau bat die Abenteurer zudem um Hilfe. Ihr Sohn sei seit einiger Zeit krank und rede im Schlaf, als sei er von fremden Seelen besessen. Weder Heilkünste, Gebete oder Zauber bestätigten diese Vermutungen. Rift verbrachte einige Zeit mit dem Jungen und vermutete, dass der Junge Irgendetwas gesehen oder gehört haben musste, dass ihn nachhaltig verstört hatte und er der Gruppe und seiner Familie deshalb Lügen aufgetischt hatte… Man nahm sich vor, ihn am nächsten Morgen nochmals zur Rede zu stellen…
Sie erfuhren von einem einzigen Schrein, der sich auf der anderen Seite des Sees befinden solle. Dieser war einem eher selten verehrten Gott Hoar geweiht. Glücklicherweise fand Xhorgul einen kurzen Eintrag in seinem Nachschlagewerk über Riten und Religionen Faeruns. Die dortigen Aufzeichungen warfen jedoch mehr Fragen auf, als sie beantworteten.. Hoar war demnach ein Patron, der auf Unrecht unmittelbare und harte Vergeltung forderte. Er steht angeblich auch jenen bei, die ihre gerechte Rache verfolgen… all dies schien irgendwie weder zum Dorf, noch zu seinen Bewohnern zu passen, doch die Bewohner antworteten aufgeschlossen und offen auf die skeptischen Zweifel.
Es dauerte Stunden bis sich alle Mitglieder des Dorfrates eingefunden hatten. Jäger, Schmied, Fischer… Alle waren sie nach und nach gekommen.
Rift hatte forderte die Bewohner von Dreifels auf, die aufgrund der Belagerung ausgefallene Edelsteinlieferung an die Feste Orkfels möglichst schnell nachzuholen… Der Dorfrat stellte jedoch fest, dass dies zunächst mehrere Tage Arbeit in den Mienen bedeuten würde. Während der Belagerung wurde der Abbau scheinbar eingestellt… Angeblich, da man sich in dieser Zeit auf die Sicherung des Dorfes hätte konzentrieren müssen. Die Gefährten blieben skeptisch und es machte verbreitete sich der Eindruck, dass dies als Vorwand für eine längere erholsame Auszeit verwendet wurde. Die Tatsache, dass eine Monatslieferung nur wenige Tage der Arbeit bedurfte, bestätigte ihre Vermutung, dass man hier Arbeit und Pflichterfüllung nicht gerade mit Feuereifer nachging.
Xhorgul bat den Dorfrat darum, den Minen mit eigenen Augen einen Besuch abzustatten zu dürfen. Die Besichtigung wurde für den nächsten Tag vereinbart. Der bei dieser Gelegenheit eingesetzte Kristall des wahren Blickes brachte keine Erkenntnisse. Alles schien so zu sein, wie es die Gruppe sah…
Angesprochen auf den Oger, der von den Bewohnern „Amar“ genannt wurde, war die Runde erstaunt über das Misstrauen. Man habe sich mit Amar bereits vor langer Zeit auf eine friedliche Handelsbeziehung geeinigt und tausche in größeren Abständen Waren und Nahrung.
Dem Glauben an ihren Gott Hoar schienen die Bewohner mit der gleichen, fast nachlässigen Trägheit zu verfolgen, wie ihren sonstigen Aufgaben. Der Hüter des Schreins hatte zwar unter Anderem die Aufgabe Unrecht anzuklagen… Entscheidungen wurden allerdings gemeinsam im Dorfrat gefällt.
Die Erkundigungen nach dem vermissten Späher der Feste ließen vermuten, dass dieser hier vor einigen Wochen nach einem nächtlichen Rundgang einfach nicht mehr aufgetaucht war. Jegliche Anstrengungen der Suche durch die Dorfbewohner waren fehlgeschlagen. … Wie viele Späher hatte er kein Spuren hinterlassen…
Ein Riese kommt selten allein (The Grey Guardians)
Dieses Kapitel wird uns die langersehnte Antwort auf die vielgestellte Frage liefern: Was ist denn nun das Leben eines Elfen wert? Für die wenigen, die sich diese Frage zum ersten Mal stellen, hier ein kleiner Exkurs zur rassenspezifischen Wertschöpfung in den vergessenen Reichen: EXKURS: Was ist das Leben eines Elfen wert?
Auch Gomorra hatte sich diese Frage gestellt und für sich eine Antwort gefunden. Nämlich 3 Kupferstücke oder um es in einer weniger inflationsabhängingen Währung auszudrücken: genau ein Speckbrot mit Gurke!!! Wie er darauf gekommen war, ja das soll er euch wohl am Besten einmal selbst erzählen.
Der Tag der Entscheidung war gekommen
Es war ein guter Tag. Noch vor 24 Studen stand er hier am Waldrand alleine, ohne Ziel, ohne Aufgabe. Nun befehligte er eine Kompanie! Es hatte also tatsächlich funktioniert. Aus dem Niemand wurde ein Jemand. OK, fairerweise muss man sagen, das das bei Orks sehr schnell gehen kann, und auch, das dieser Jemand noch viel schneller zu einem Totmand werden kann. Aber was zählte war das Jetzt und Hier. Seine Truppen waren ausgeruht und satt gefressen. Die Kampfeslust leuchtete in ihren Augen und doch hielt er sie zurück bei seinen Katapulten während die anderen sich übereifrig den Hang hinunter Richtung Dorf stürzten. Er traute den Menschen nicht. Warum lieferten sie diese verfluchten Elfen nicht einfach aus. Nein, sie haben Gronk sogar noch verhöhnt als er ihnen das Angebot machte… Von wo kam nur diese Selbstsicherheit? Aber er würde es schon noch erfahren und zwar ohne seine Leute dafür opfern zu müssen. Wenn Harok eins gelernt hatte, dann war es Geduld. Eine Eigenschaft die bei Orks nicht gerade häufig vorkam…
„Oh Mann, warum stehen wir denn hier nur rum?“ platzte es ungeduldig aus dem jungen Zwergen. Von der Ruhe und Gelassenheit des Steins die dem Volk der Zwerge angeblich innewohnen solle merkte man bei diesem Exemplar nichts. Ganz im Gegenteil. In ihm brannte ein Feuer, ein wildes, ungezähmtes Feuer. Gomorra hatte schlechte Laune. Wer zur Höhle begann eine Schlacht um so eine Uhrzeit?? Eigentlich sollte er jetzt im bett liegen und nicht hier im Regen auf der Palisade stehen… Sein Magen knurrte. Nichtmal zum Essen war Zeit gewesen hatten sie gemeint, und nun stand er hier nun eine geschlagene Stunde und sah zu wie die Menschen neben ihm vor Kälte zitterten. Obwohl, wahrscheinlich war es nicht die Kälte, sondern eher Angst. Den ihm zumindest war nicht kalt, aber das konnte auch am Schnaps aus den Molotov-Cocktails liegen. Ein weiterer großer Schluck aus der Tonkaraffe brachte ihm einen weiteren scharfen Blick des Dorfvorstehers, der neben ihm stand, ein.“Was denn?… ich hatte kein Frühstück!“ entgegnete Gomorra grimmig, den Blick nicht von den anstürmenden Orks nehmend, die gerade den Hügel herunter stürmten. Was würde er jetzt für einen Happen zu essen geben. Ein Speckbrot zum Beispiel, mit einem Krug dunklem Bier und Gurke! Ein Heulen riss ihn wieder unsanft aus seinen Tagträumen. Worgreiter waren schon eine Zeit lang damit beschäftigt, verstärkte Kurzspeere in die Palisadenstämme zu treiben um den anstürmenden Schweinsgesichtern die Möglichkeit zu geben, die Palisade zu erklettern. Die einzige Antwort der Dorfbewohner darauf waren in Säure getränkte Bindfäden die sie versuchten um die Speerschäfte zu werfen… auf die Worgs und ihre Reiter wurde kaum geschossen? Was sollte das ganze nur? Wenn Sie nicht kämpfen wollten warum haben sie nicht einfach die Elfen wie verlangt ausgeliefert? Was war den an den Elfen so wertvoll, das dieser fette alte Sack hier neben ihm das Leben des ganzen Dorfs dafür aufs Spiel setzte? Gomorra blickte über seine Schultern zurück zur Taverne in der die verletzte Elfin lag. Plötzlich musste er grinsen… Vielleicht war der Tag doch nicht so schlecht.
Haroks gute Laune verflog, als er einen weiteren Katapultstein am Dorf vorbeifliegen sah. „Ihr Maden… ihr habt noch einen Versuch, wenn der nicht trifft, rollen eure Köpfe!!“ Nichts ging über adäquate Mitarbeitermotivation! Doch auch die Ballisten trafen nicht, außerdem schienen hier sowieso nur die Hälfte zu feuern. Da dürfte es gestern Nacht wohl Probleme in Lager Drei gegeben haben, dachte er schmunzelnd. Die paar Orks die die Ballisten bedienten waren völlig überfordert und anscheinend führungslos… „Borg, du Wurm, her mit dir! Schnapp die den Priester und übernimm mit deinen Jungs die Ballisten von Lager Drei! JETZT!!!!“ Plötzlich ertönte ein seltsame Melodie aus dem Dorf und gleichzeitig taten sich unzählige Löcher im Böden um das Dorf herum auf und schienen anstürmenden Orks nahezu zu verschlingen. Darauf hatten die Menschen also gewartet. Den nun kam Bewegung ins Dorf. Bogen und Speere wurden gefeuert und übergroße Armbrüste auf Dreibeinen wurden aufgestellt. Armbrüste die anscheinend nicht Nachgeladen werden mussten und so regnete ein wahrer Bolzenhagel auf die sich nun in Reichweite befindlichen Orks und Worgreiter hernieder. Gut das er seine Truppen zurückgehalten hatte dachte er zufrieden, als er beobachtete wie sein treuer Borg die Maden aus Lager Drei anschrie und die Ballisten neu ausrichten lies.
Auch Gomorras Stimmung besserte sich. Endlich war hier was los!!! Katapultsteine zertrümmerten Häuser, die mächtigen Pfeile der Ballisten schlugen in die Palisade ein und die Dorfbewohner im Gegenzug liesen es Bolzen und Pfeile hageln. Die Selbstsicherheit des Bürgermeisters kam also nicht von irgendwo…. Alles sah eigentlich ganz gut aus, bis sich plötzlich zwei riesenhafte Gestalten aus dem Nebel schälten und geradewegs auf des Südwesttor zustapften… Hügelriesen! Sogar gerüstete Hügelriesen, jeder von ihnen mit einem mächtigen Baumstamm in der Hand. Begleitet von Elitekrieger auf Schreckensworgs die sogar die normalen Reitbestien wie zahme Schoßhündchen aussehen liesen… Gomorras fragenden Blicken wich der Bürgermeister ratlos aus, damit schien er wohl nicht ganz gerechnet zu haben.“Wieviel braucht ihr?“ fragte der er in Richtung der Riesen deutend schließlich den Zwergen. „Hmmm, die sind verdammt groß, da werden die 5 Silber pro Kopf nicht ganz reichen…“ Verwirrt sah der alte Mann Gomorra an: „Ich meinte wieviel Männer ihr braucht Herr Zwerg, nicht wieviel Belohnung! Daran solls nicht scheitern…“ Doch noch bevor der Dorfvorsteher seinen Satz zu ende bringen konnte, rief der junge Zwerg: „Behaltet eure Männer, ich teile nicht!!“ und stürmte freudig lachend gen Südtor. Ein Stückchen weiter sah er Vrinn und die Bardin an der Palisade stehen. Er riss ihn am Arm mit und schrie: „Komm mit Langer, wir gehen Reisen fällen!“ Vrinn blickte etwas verdutzt die zwei riesenhaften Gestalten an, dann den Zwergen. „Na ich hoffe du hast nen Plan…“ meinte er skeptisch, was Gomorra plötzlich inne halten lies. „Ich?…. Ich nen Plan? Seit wann hab ich sowas wie nen Plan?“ fragte der Zwerg, dessen Euphorie nun sichtlich verflogen war, „Das Pläne Zeugs war doch sonst auch immer dein Part…“ Etwas weniger begeistert und um einiges langsamer stapften die zwei dann auf das Tor zu, von dem die Hügelriesen keine 50 Schritt mehr entfernt waren. „Wieviele Männer haben wir denn bekommen?“ fragte Vrinn noch, doch Gomorra ignorierte diese Frage, seine Laune hatte sich gerade einen neuen Tiefpunkt erreicht.
Harok war zufrieden, alles nahm seinen Lauf. Aber Gruumsh sagt, man soll organisieren und dirigieren. Naja und Elfen jagen, aber dafür war später noch genug Zeit. Gronk stand mit seiner Leibwache etwas weiter nördlich am Waldrand und beobachtete das Geschehen teilnahmslos. Er sah zu wie seine Truppen von den Armbrüsten niedergemäht wurden und mache nicht das Anzeichen etwas dagegen unternehmen zu wollen… Er war ein Anführer der offenbar nicht führte! Dann war es wohl wieder an ihm, die Geschicke der seinen zu lenken. Harok befahl zwei der Ochsen loszubinden und brennend gegen die Palisade zu treiben, doch diese verfluchten Maden hatten wohl nicht richtig zugehört oder waren anscheinend zu blöd einfache Befehle auszuführen. Sie setzten die Ochsen in Brand, welche sich nun natürlich nicht mehr gegen die Palisade führen liesen sondern einfach wild den Hang hinunter stürmten und alles niedertrampelten was ihnen dabei in den Weg kam. Und das waren ausnahmslos Orks…. Das hatte wohl nicht ganz so funktioniert! Warum mussten die Maden nur so verdammt dumm sein!
Mit einem lauten Zischen bohrte sich der rotglühende Speer durch die Fellrüstung des Riesen. Der Schmied war gerade dabei eine neue Ladung der in der Esse angeheizten Wurfgeschosse per Flaschenzug auf die Palisade zu befördern, doch die Riesen waren schon gefährlich nahe… Bedrohlich schwangen sie ihre Baumstämme, doch ihr Ziel waren nicht die Besatzung der Palisade, sondern vielmehr die Palisade selbst. Ein zittern ging durch den Holzwall das die mächtigen Baumstämme der Riesen auf die hernieder fuhren. Lang würde sie das nicht aushalten, das war klar…
Auf der gesamten Waldzugewandten Seite des Dorfes wütete die Schlacht. Erste Orks hatten die Palisade überwunden wie es aussah. Und im Süden brach gerade berstend das Tor unter den mächtigen Hieben der Riesen. Doch auch Sie hatten Opfer zu verzeichnen. Unzählige Orks lagen mit Pfeilen und Bolzen gespickt im Schlamm, und die vom Regen immer großer werdenden Pfützen färbten sich dunkel vom Orkblut. Mit dem Tor im Süden fiel auch der erste Riese. Harok konnte beobachten wie der dunkelhäutige Mensch den sie Vrinn nannten, von der Schulter des zusammenbrechenden Ungetüms katzengleich über dessen Brust und Oberschenkel den Weg auf den sicheren Boden fand. Orks strömten nun durch das zerborstene Tor ins Innere des Lagers, Vrinn schienen sie dabei nicht zu beachten, oder besser nicht zu sehen. Denn er nutzte den am Körper des Riesen geschickt um sich vor ungewollten Blicken zu schützen. Hätte er Gronk nicht den Boten geschickt und ihm gesagt er solle die Orks bereithalten um das Tor zu stürmen, es wäre wohl nichts passiert… Dieser Idiot war wohl so auf seine Worgreiter fixiert, das er gar nicht bemerkte was sonst los war. Er war blind für alles Andere! Genau wie die Menschen…. Grinsend betrachtete Harok das Dorf und sandte ohne jegliches Zögern den seine besten Späher und die verbliebenen Worgreiter aus. Sie sollten außerhalb der Bogenreichweite und wenn möglich ohne gesehen zu werden das Dorf umrunden und in Erfahrung bringen wie die Rückseite bemannt ist, wenn überhaupt, dachte er noch zufrieden schmunzelnd.
Donnernd schlug der Baumstamm nur um Haaresbreite neben Gomorra ein. Diese Wendigkeit hätte man dem robusten Zwerg nicht zugetraut, doch er schien immer schon eine Sekunde vor dem Riesen zu wissen wo dessen nächster Schlag landen würde. Beflügelt vom Heldengesang der Bardin, die ihrerseits den Giganten mit Bolzen spickte landete auch Gomorra heftige Treffer mit seinem Hammer gegen den Oberkörper des Ungetüms. Zu nah hatte sich der Riese an die Palisade gewagt, zu selbstsicher war er wohl… Und wieder tauchte Gomorra unter dem Baumstamm hinweg und wieder hörte man eine der mächtigen Rippen brechen als Justice schmetternd ihren Weg in die offene Seite des Riesen fand. Jetzt nur nicht übermütig werden dachte der Zwerg.
Gronk stand nur da und schaute. Umgeben von seiner Leibwache und seinem Auge des Gruumsh Tazgosh. Er sollte an vorderster Front reiten und seine Maden in die Schlacht führen, nicht hier rumstehen und nichts tun… Es war zeit das sich etwas änderte. Es war Zeit das er etwas tat, wenn Gronk schon nichts tun wollte. Und so schickte er nach Borg der für ihn jetzt die Ballisten führe. „Borg, die Zeit für dich ist gekommen! Du bist ein Anführer. Der beste Schütze. Du hast es in deiner Hand und die Macht der neuer Heerführer zu sein. Kharg-hark! Gronk ist schwach. Er hat sich seiner Maden entledigt und das Auge bei ihm ist blind! Gruumsh gefällt das nicht, denn Gronk ist kein Anführer. Schau auf´s Feld und sie die toten Brüder! Es ist an der Zeit, dass du Gronk mit deinen Ballisten tötest! Gruumsh ist bei dir!“ Zuerst schien der kleine Ork, von dem sich Harok so viel versprach nicht wirklich zu verstehen was da wirklich von ihm verlangt wurde. Doch die Entschlossenheit in Haroks Blick schienen auf Borg überzulaufen. Jede Sekunde die er in die bestimmten und unbeugsamen Augen seines Anführers sah, jede Sekunde die der starke Arm Haroks auf seinen Schultern ruhte stärkten seinen Willen. Borg war bereit! Bereit das Richtige zu tun! Mit dem Feuer der Inspiration in den Augen hetzte Borg zurück zu den Seinen um eifrig die Befehle auszuführen. Auch sein Trupp schien im widerstandslos zu folgen. Das war gut, besser als erwartet. Und schon wurden die Ballisten gewendet und neu ausgerichtet und Gronk bekam von alle dem wieder einmal nichts mit. Nun galt es sich nur noch selbst etwas abzusichern: „Du da, du fette Made. Geh hilf Borg! Und falls er versagen sollte, töte ihn!“
Der Riese wurde immer schwächer. Seine Beine von Wunden durch Vrinns Kukris übersät. Unzählige Bolzen und Pfeile in der Brust. Seine Angriffe immer unkontrollierter und er atmete röchelnd. Wahrscheinlich hatte eine der gebrochenen Rippen bereits seine Lunge perforiert. Nach einem weiteren Hieb, der sein Ziel verfehlte sackte der schwere Oberkörper von der Wucht des Baumstammes gefährlich nach vorne. Jetzt oder nie! Gomorra stieß sich von der Palisade ab und führte seinen Hammer mit verehrender Präzession gegen die Schläfe des Giganten. Verdutzt sackte dieser in die Knie als sein Kopf zur Seite gerissen wurde. Blut lief ihm aus Mund und Nase. Und als sich ein weiterer Bolzen der Bardin durch die weiche Haut am Hals des Riesen bohrte und tief in seiner Kehle stecken blieb, kippte der Riese mit einem letzten gurgelnden stöhnen nach hinten. Doch es war keine Zeit auszuruhen. Immer mehr Orks strömten ins Dorf. Die Palisade ist schon an mehreren Stellen erklettert oder durchbrochen worden. Worgreiter hetzten durchs Dorf und überall hallten man Schreie von Kindern und den Alten. Sie waren überall…
Doch er empfand kein Mitleid, keine Schuldgefühle plagten ihn. Das einzige das er spürte, war Hunger! Was würde er jetzt für ein Speckbrot geben, oder besser zwei….
Harok sah den mächtigen Pfeilen der Ballisten nach, wie sie durch die Luft schnitten. Der erste viel zu kurz, der zweite verfehlte sein Ziel nur knapp aber der dritte Pfeil, der aus Borgs Ballisten, der traf genau ins Schwarze. Gronk wurde direkt in die Brust getroffen und von dem unterarmdicken Pfeil förmlich an den nächsten Baum genagelt. Das verdutzte Grunzen der Leibwächter und die ratlosen Blicke des großen Schamanen erheiterten ihn zutiefst. „Guter Mann“, dachte Harok insgeheim, „von deiner Sorte sollte es mehr geben. Nur schade das ihr so kurzlebig seid…“ Tazgosh war der erste der sich wieder gefasst hat und sandte Gronks Leibwächter ihren Chef zu rächen. Dies traf anscheinend genau den Geschmack der großen Orks und ohne Zögern stürmten sie auf die Ballistentruppe zu. „Tja, der arme Borg“, dachte Harok noch als er auf den Schamanen zu stampfte. „Oh Auge Gruumsh. Das Heer ist führerlos. Wirst du das Zepter der Herrschaft an dich nehmen und uns zum Sieg führen oder werden wir uns nach dem tot der Verräter zurückziehen? Was sollen wir nur tun, ehrfürchtigen Tazgosh? Die Orks brauchen einen Führer!“ Lange und durchdringend sah der Schamane Harok mit seinem einen Auge an, seine beiden Hände fest auf dessen Schulter ruhend. Dieser kalte, alles sehende Blick lies es dem großen Orken kalt den Rücken hinunterlaufen, er fühlte sich mehr als unwohl. „DU“ begann der Schamane langsam aber bestimmt „du wirst mit mir kommen! Du wirst an meiner Seite ins Dorf einmarschieren!!“ Harok schluckte schwer. Die Selbstsicherheit vor der er vor wenigen Minuten noch strotzte war völlig verflogen. Doch es gab nichts das er tun konnte… Er musste sich beugen! „Aber zuerst, zuerst vernichten wir die Verräter!!“ fügte der alte Ork noch hinzu und setzte sich langsam in Bewegung.
Als „Die treue Frenja“ in den Freihandelshafen in den frühen Morgenstunden einlief, wurde sie von vielen Schaulustigen die am Kai und auf den Decks der Schiffe standen, beobachtet. Man hatte selten so ein Schauspiel erlebt. 2 Wale schoben das Wrack in den Hafen, riesige Löcher ließen den Blick über mehere Decks zu, geradezu wie ein Puppenhaus, an deren Seite die Verkleidung fehlte. Dazu kam noch das ein Mast fehlte und bei genauerem Betrachten sah man das da wo normalerweise das Steuerruder war, das Deck ebenfalls aufgerissen war. Immerhin schaffte das Schiff an einem Kai anzulegen. Es war ein bizarres Bild, denn in dem Hafen lagen nicht nur Handelsschiffe, sondern auch Schiffe deren Manschaften in einigen Teilen der Reiche gesucht wurden, wegen Piraterie. Über die anglegte Planke gingen die Beiden von den Zuschauern beobachtet von Board des Schiffes. Während sich Friesel sich um den herbeieilenden Hafenmeister sich kümmerte. Der Dank des Kapitäns war die kostenlose Übernachtung in der nobelsten Taverne, „Zum betrunkenen Piraten“, im Freihandelshafen von Mintarn. Mit dieser Einladung im Hinterkopf machten sich die Beiden auf den Hafen zu erkundigen.
Die wärmenden Strahlen von Sune auf dem Rücken spürend und der Gewissheit das sie noch eine Weile hier im Freihandelshafen Mintarn verbingen würden, betraten Totes Pferd und Jenotus die Taverne „Zum betrunkenen Piraten“. Der Expeditionsleiter und Kapitän Neuronimus Friesel, von der „treuen Fenja“, hatte diese Taverne empfohlen und er, seine Crew und die Expeditionsgesellschaft waren hier abgestiegen. Sie waren in den frühen Morgestunden in den Hafen von Mintarn eingelaufen. Zwar mehr schlecht als Recht, aber es lag an einem Kai. Nachdem er erfahren hatte wie teuer die Reparatur und auch die Dauer dieser kosten würde, wäre es ihm lieber gewesen das Schiff wäre vor der Küste gesunken. Mehrere Zehntage würde es brauchen um das Schiff wieder seetauglich zu machen. Bevor sie eintraten, hörten sie schon die Stimme und die Klänge von der Laute, von Sören, den sie schon auf der treuen Frenja kennengelernt hatten. Nur die weibliche Stimme, die von Zeit zu Zeit zu der Melodie des Barden miteinsetzte, war ihnen völlig fremd.
Saloman Kane
Totes Pferd und Jenotus setzen sich an den Schanktisch neben den Zwergenclan und Hug, den die ebenfalls vom Schiff kannten. Dabei fielen Jenotus die beiden, am ganzen Körper tätowierten Männer auf, die sich vor einer leeren Feuerschale saßen. Der eine hatte ein südländisches Aussehen, einen aufwändigen und feinsäuberlich aus schwarzen Rasterlocken bestehenden Bart. Jenotus bestellt beim Wirt, Salomone Kane, ein Bad.
Die Stimmung zwischen den beiden Roten Magiern aus Thay kippt und es kam beinah zu Hangreiflichkeiten zwischen ihnen. Eine leicht bekleidete Dame versucht die Situation zu glätten, wurde aber von beiden Männern zurechtgewiesen. Jenotus, bemerkt die Situation der Dame und stellte sich zwischen den beiden Magiern.
Totes Pferd nahm ein Bad in einem Holzzuber, der sich in der Taverne in einem Weinlager, auf der gleichen Etage, neben der Küche, befand. Kurze Zeit später gesellte sich eine junge Damen, zu ihm.
Jenotus konnte die beiden Streitenden ablenken und dazu beitragen das sich der Streit schlichtet. Ausgangspunkt des Streites schien dabei ein altes Relikt gewesen zu sein, welches nach Thay transportiert werden sollte und hatte auch wohl was mit den Scylas zu tun gehabt, mit den auch sie Bekannschaft letzte Nacht, hatten. Der eine schien ein Beschwörer und der andere ein Nekromant zu sein. Während Karulan der Beschwörer recht Schweigsam war, war Trandaril der Nekromant recht redselig. So erfuhr Jenotus einiges über die Situation der Beiden und ein Dritten der wohl das eigentliche Relikt beschützte. Als das Gespräch wieder zum Relikt ging, warf Karulan einen böse Blicke dem anderen Zauberwirker zu.
Strave war um die Thays besser hören zu können, an den nahegelegenen Tisch geschlendert, hatte der fauchenden Raubkatze sein nicht aufgegessenes Fleisch hingeworfen und hatte sich zu dem, wie sich später herausstellen sollte „Beschaffer“ gesetzt. In einem Gespräch fand er nicht nur den Namen, Gorion, heraus, sondern auch auch warum die Thays hier waren und wer zu ihnen gehörte. Dann ging Strave auf das Angebot von Gorion ein und bestellte sich bei ihm 2 Bolas. Von dem Gift nahm er erstmal Abstand, da es ihm doch ein wenig zu teuer war. Strave schaute erst zu den Thays und zu den Südländern und dann zu der Gruppe um en Kapitän Friesel. Dann winkte er Jenotus an den Tisch heran und erklärte ihm, obwohl er ihn nicht kannte den Sachverhalt. Dieser sollte bald schlagfertige Argumente bekommen und den Abend bestimmen.
Jenotus rief plötzlich laut durch den Schankraum: „..meint Ihr wirklich dass dieser rote Magier das Artefakt bei sich trägt, welches Kapitän Neuronimus die ganze Zeit sucht? Das sind ja ganz erstaunliche Nachrichten!!! Daraufhin verstummte die Musik die Gespräche wurden auf einmal eingestellt und es herrschte diese Stimmung das gleich was ganz Schlimmes passieren würde. Saloman kannte diese Art von Stimmung und suchte seine besten Tropfen aus dem Regal um sie in der Küche in Sicherheit zu bringen. Dabei fluchte er über sich selber, so knausrig zu sein und wieder keinen Türsteher eingestellt zu haben, was er auf jeden Fall nachholen würde, doch auch er konnte nichts mehr machen. Die Taverne stand kurz davor zu explodieren. Man roch förmlich den aufkommenden Ärger der sich gleich entladen würde.
Kapitän Friesel und seine Mannschaft sprangen auf und gingen zu den beiden Zauberwirkern hinüber. Auch am Nachbartisch wo die Calimshiten saßen wurde es unruhig. Der Gepard der an einer Eisenkette bei der schlanken südländischen Dame sich befand, der auch das Stück Fleisch von Strave verschmäht hatte, fauchte und knurrte, als die Gruppe ebenfalls aufstand.
Kurze Zeit später standen sich Marogan und Kapitän Friesel sich gegenüber, während im Rücken von Friesel sich die Calishiten für ein weiteres Tavernen Problem sorgen würden. Ein Wort gab das andere und eh man es sich versah lag Marogan am Boden und die Schlägerei nahm ihren Lauf.
Totes Pferd und die Dame sprangen aus dem Zuber, als sie den Ausruf von Jenotus vernommen hatten, das kurz daraufhin Geräusche von splitternden Holz und Schreie aus dem Schankraum kamen, verstärkte die Beiden nun noch mehr in den Schankraum zu eilen. Während Totes Pferd nackt in die Küche lief, Hug und den Wirt Saloman kurz betrachtete, sich ein das blutige Fleischerbeil, das auf dem Zubereitungstisch neben diversen Fleischstücken lag, schnappte, lief die Dame mit einem Dolch bewaffnet direkt in den Schankraum, spang über den Tresen und hielt es den am Boden liegenden Marogan an die Kehle. Ein Muckser und sein letzten Stündchen hätte geschlagen.
Jenotus der sich nach seinem Ausruf in Sicherheit gebracht hatte, sah nun seine Gelgenheit gekommen und eilte zu Totes Pferd der inzwischen aus der Küche bewaffnet mit einem Beil in den Schankraum zurückgekehrt war. Er murmelte etwas und schon wurde der nackte Hüne größer. Dieser langte über den Tresen und griff den mit einem Stuhlbein und dem Hackebeil den noch stehenden
Nun wendete sich das Blatt zugunsten der Thays und ihren Unterstützern. Der Mann mit dem Turban hatte seinen Krümmsäbel gezückt und hatte Kapitän Friesel da wo er ihn haben wollte. Dieser lag am Boden und wahr wehrlos. Der große Barbar aus dem Norden hatte Gorion durch die Gegend geworfen, der bei der Treppe Ohnmächtig zusammengebrochen war und der Gepard von der Frau, die sich inzwischen auf einem Tisch befand, sprang den Zwergen Thoringal an und zerfetze ihm seinen Schuppenpanzer. Der dunkelhäutige große, einen bläulichen turban tragende Sarazene, hatte einen Zweihänder gezückt und ging auf den Rest der Manschaft los. Dabei traf er auf den Zwergen der unvollständliche Dinge murmelte. Die breite Seite traf den Zwergen so hart das er von einem Schlag umfiel. Die Dame auf dem Tisch, tanzte wie von Sinnen und traf bei einem Überschlag den 1. Maat so schwer am Kopf, das er nach hinten purzelte und liegenblieb. Auf Strave ging ein Sarazehe los und er versuchte verzweifelte auf ihn mehrere Pfeile abzuschießen, verfehlte aber. Nun lag es am Sarazeh und er ging mit zwei Krummsäbeln auf ihn los und drängte Strave immer weiter in die Ecke.
Taverne: „Zum betrunkenen Piraten“ im Freihandelshafen von Mintarn
Nun entbrannte der Kampf völlig. Der Gepard musste einige Schläge von der zwergischen Streitaxt einstecken und blieb letzendlich bei der Treppe liegen. Ein Mann mit einer Augenklappe tauchte in mitten des Kampfes aus der Küche auf. Keiner wusste so Recht was mit diesem Mann war und darum wurde er ignoriert. Anders hingegen Stravang, er ging mit Schlägen auf den ihm am nächst stehenden Zwergen los, wollte ihn packen und ihn ebenfalls durch das Lokal befördern wie Gorion, daraus wurde aber nichts, da der geschickte Zwerg ihm auswich. Sören und die Halblingsdame hatten wieder angefangen zu spielen, nur klangen seine Töne so anders…sie klangen so…ermutigend. Plötzlich knirschte der Dielenboden, ein Riss breitete sich aus und verschluckte die beiden roten Magier, aber auch ein Zwerg kippte in diesen Spalt. Totes Pferd, dessen Fuß auf dem Spalt gestanden hatte sackte ein wenig ein, konnte aber das Bein wieder herausziehen. Die Chance sahen wiederum die beiden Sarazen für sich gekommen und drangen weiter auf Totes Pferd ein. Im Keller angekommen, kümmerte sich Jenotus darum, das die beiden Zauberwirker, nicht mehr in den Kampf eingreifen würden. Unterdessen bemühte sich Killian an den Kapitän zu kommen, der inzwischen von dem Mann mit der Augenklappe durchsucht wurde. Plötzlich flog ein Feuerball durch die Taverne und krachte auf den großen Sarazenen mit dem großen Zweihänder und erfasste damit auch die anderen Angreifer von Totes Pferd. Sie standen in Flamen und waren so abgelenkt das sie gar nicht mehr merkten wie das Stuhlbein, geführt von Totes Pferd, ihren Anführer der calimschitischen Gruppe zu Boden schickten.
Im Keller angekommen sah sich Thoringal um und entdeckte eine Tür, an der er lauschte und feststellte das es bei den Gesprächen um irgendwelche Schmugglergeschäfte ging. Er stellte ein Fass davor und versperrte somit die Tür. Es würde ihnen also niemand in den Rücken fallen. So machte er sich wieder nach oben.
Oben lieferte sich Strave mit einem Saraze ein Gefecht der besondern Art. Da er ihn auf Abstand halten musste und das war in der Taverne, wo überall gekämpft wurde sehr sehr schwer und so passierte es nicht nur einmal das die beiden Krummsäbel ihn trafen. Letztendlich konnte keiner für sich den Kampf entscheiden, auch wenn Strave ihn immer wieder hinderte ihm näher zu kommen.
Niemand hatte so richtig mitbekommen, das auf einmal in der Taverne einige Leute ihre Positionen vertauscht hatten, wo zuvor sich andere aufhielten. Der „fiese Schwertmeister“ und „die Todesschnäpfe“ brachen fast zur gleichen Zeit zusammen, wer hatte da seine Finger im Spiel. Auch der blonde Hühne von der nördlichen Schwertküste konnte sich, nachdem Thoringal ihn an die Wand befördert hatte, sich kaum bewegen, weil die Wand ihn festhielt. Ja die Holzwand hatte ihn halb assimiliert und gab ihn nicht mehr frei.
Die Tür ging von der Tavern auf und niemand geringeres als Madame Fley stand in der Tür. Der Mann mit der Augenklappe, viel nachdem ihn etwas getroffen hatte zu Boden und wäre beinah in den Spalt gefallen. Totes Pferd der nach wie vor sehr aufgebracht war, stürzte sich auf den zu Boden gegangenen Gegner von Strave und entlud seine Energie an dem nicht mehr unter den Lebenden Südländer.
Der Kampf war vorbei, Wachen strömten hinein. In der kurzen Zeit nutzten alle ihren am Boden liegenden Kontrahenten zu durchsuchen und so konnten einige Dinge ihren Besitzer wechseln. Vor allem die beiden Zauberwirker die eine Etage tiefer lagen, wurden Opfer von Jenotus langen Fingern. Sie würden eh die Beiden Zauberwirker beim Verhör auf der Wache, tiefer in die Sache reinreiten, dachte sich Jenotus. Er würde diese neu gefunden Zauberstäbe und die anderen Dinge untersuchen lassen, bei nächster Gelegenheit. Strave fand Gefallen an dem roten Umhang des Sarazen. Alle kamen aber zu dem Schluss, in diesem Lokal nicht länger verweilen zu wollen. So zog die kleine Gruppe weiter tiefer in die Stadt. Hatten doch Jenotus und Totes Pferd eine interessante Taverne heute im Laufe des Tages gefunden. Eine deren Wände so schief und krumm waren das man hätte annehmen können, sie wäre mit Hilfe von Magie entstanden. Nach eingehender Untersuchung und Befragung war dem aber nicht so. Ausserdem war heute viel los auf den Strassen, viele Kinder und auch ältere Leute waren zu sehen, war doch heute Grüngras, Frühlingsbeginn überall in den Reichen und das wurde auch hier in Freihandelshafen mit Spielen und farbenfrohen Bändern an den Bäumen und den Gebäuden gefeiert.
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