Artillerie-unterstützte Grabräuberei (The Iron Lions)

Artillerie-unterstützte Grabräuberei (The Iron Lions)

Die Abenteuer waren mittlerweile in der Stadt der Toten angekommen. Sie hatten sich mit den Örtlichkeiten vertraut gemacht und waren schon auf ersten Widerstand gestoßen. Eine kleine Gruppe Gespenster hatte sich der Gruppe bei ihrer Erforschung der Gänge in den Weg gestellt. Diese wurden allerdings mit der Macht der Diplomatie unschädlich gemacht.
Anschließend hielten sich die Abenteurer in einer Halle auf, von der acht hölzerne Türen abgingen. Gordon linste in eine der Türen hinein und erblickte eine ausgesprochen friedliche Landschaft, in der eine unüberschaubare Zahl an Gräbern fein säuberlich aufgereiht war. Er teilte seinen Kollegen seine Beobachtung mit.

 

Gweangwen wollte bereits eintreten und zur Grabräuberei übergeben. Gordon sah sich allerdings dazu verpflichtet, diese Landschaft diesen Friedhof einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Nachdem er „Magie Entdecken gewirkt“ hatte, untersuchte er die Paralleldimension und stellte relativ schnell fest, dass das gesamte Gebiet verzaubert war, so dass nach einer festen Zeitspanne ein Effekt eintritt.

Worin genau dieser Effekt bestand, konnte sich der Halbelf zunächst nicht erklären.

 

Alle drei Abenteurer hatten sich nun durch die Tür begeben und atmeten die frische, warme Luft in der Paralleldimension ein. Sie fühlten sich friedlicher als zuvor, mussten allerdings auch feststellen, dass sie für eine ordentliche Runde Grabräuberei nicht korrekt ausgestattet waren. In der Ebene erstreckten sich sich hunderte und aber hunderte von Gräbern, möglicherweise umfangreiche Reichtümer enthielten, aber sie hatten keine Schaufeln
Gordon teilte den anderen Abenteuer mit, dass sie sich etwas einfallen lassen müssten, wollten sie tatsächlich auf die Reichtümer die in den Gräbern schlummerten, Zugriff nehmen.

Zunächst entschieden sie sich dazu, herauszufinden, welche Magie in dieser Parallewelt wirkte.Man wollte sichergehen, dass Ihre Grabsteine sie nicht aus Versehen die neusten Gräber in den Reihen markierten. Die Abenteurer markierten einzelne Gräber und wechselten in einen anderen Raum innerhalb der Halle voller Türen

Nach eingehender Analyse ihrer Situation konnte keine unmittelbare Bedrohung festgestellt werden. Die Halbelfe quengelte unter Betrachtung der Friedlichkeit der Situation sowie der ausbleibenden Beute. Also nahm Rhogar sich seinen Levitations-Zauber und ließ kurzerhand einen der Grabsteine schweben. Nachdem dieser eine ausreichende Höhe erreicht hatte, löste der Barde den Zauber und der Stein flog als Artilleriegeschoss zurück auf die Erde. Der Einschlag hatte genug Kraft um den Grabstein und die Erde zu zerbröseln und den Inhalt des Grabes freizugeben. Die Abenteurer freuten sich über einen kleinen Goldbetrag und eine große Menge Sicheln.

Diese Strategie schien den Abenteuern erfolgversprechend, also wiederholte Rhogar unter dem Jubel seiner Kollegen den Prozess . Erneut steht der Grabstein auf und schmetterte mit verheerenden Ergebnissen in das Grab welches er eigentlich markieren sollte.

 

Dieses Mal fanden die Abenteurer mehrere Beutel mit Murmeln und alten Tabak. Eine kleinere Geldmenge war noch das beste, was diesmal zum Vorschein trat.

 

Ein drittes Mal noch konnte der Barde einen Grabstein schweben lassen. In diesen Grab war eine demontierte Kutsche zu finden. Rhogar setzte sich hin und versuchte eine Schaufel zu improvisieren. Allerdings war sein Verständnis von Kutschen wie auch jenes von Schaufeln nicht ausgeprägt genug um mit den vorhandenen Materialien etwas anfangen zu können. Der Hexenmeister mahnte schließlich an das sie noch nicht genau wissen wie die Magie dieser Ebene funktioniert und daher nicht allzu lange Zeit hier in verbringen sollten.

Der Bade benutzt du seine Magie um eine Hütte zu erschaffen, in der die Abenteurer sich erneut zurückzogen. Ursprünglich hatten sie geplant, weitere Gräber auszuheben.

 

Sie hatten die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass irgend etwas nützliches dabei zum Vorschein kommt. Die Gruppe war gerade dabei, sich innerhalb der magischen Hütte zum Aufbruch bereit zu machen, als sie sie einen Gast vor dem Eingang der Hütte erkannten.

 

Ein Goblin im Ornat eines Zauberers stand vor der Tür und klopfte etwas verlegen an. Er stellte sich vor: „Mein Name ist Roger und ich sehe ihr habt ihr euer Lager aufgestellt.

 

Darf ich eventuell annehmen dass ihr uns nicht nicht feindlich gesinnt seid und euch um eventuelle Mithilfe bitten.?“

 

Gordon knallte dem Goblin die Tür vor der Nase zu.

 

Gwaengwen konnte schließlich ihre Neugier nicht mehr zu beherrschen und öffnete, nachdem der Magier eingehend warten musste, die Tür.

 

Der Gast war zunächst etwas zögerlich, was seine Auftraggeber anging. Er erläuterte lediglich, dass er und seine Gruppe im Grab in einen Hinterhalt geraten waren. Allerdings wurde er sehr skeptisch als der Gordon ihn telepathisch kontaktierte. Der Magier ergoss sich in eine üble Tirade , Wobei der Hexenmeister sich einige der Beschimpfungen notierte. Er berichtete ihm von seinem Schicksal: er sei einst ein mächtiger Magier mit einem eigenen Magier Turm gewesen . Er habe sogar eine kleine Menge Schüler unterrichtet, seiner Meinung nach die besten und hellsten Köpfe seinerzeit. Allerdings erlag die Gesamtheit seiner Schüler im Bann eines externen, mächtigen Wesens und hatten sich seinem Dienste verschrieben.Die Schüler waren Hexenmeister geworden. Gordon nahm das alles relativ lakonisch zur Kenntnis. Auch den Namen des externen Wesens, welches sich der Schüler Rogers bemächtigt hatte, sagte ihm nichts: Es handelte sich scheinbar um eine Entität die als „ der Spielleiter“ bekannt war.

 

Zunächst war der Magier recht verschlossen, scheinbar hatte er Zweifel an der Loyalität seiner neuen Bekannten. In seinem Geiste konnte er sich nicht entscheiden, welche Fragen er stellen sollte um die Verbundenheit der Gäste zu erfahren.

Schließlich konnten die Abenteurer ihn überzeugen, dass ich unabhängig waren und lediglich auf der Suche nach Ruhm und Reichtum diesen Keller betreten hatten. Roger erläuterte Ihnen seine missliche Lage. Er war für seinen Auftraggeber auf der Suche nach magischen Gegenständen und Ausrüstung in die Keller eingedrungen und hatte dabei andere Personen getroffen die ebenfalls unterwegs durch die Katakomben waren.

 

Dabei wurden sie in einem Raum festgesetzt. Als sie eine der Kammern durchsuchten, hatte jemand die Golem-Fallen aktiviert, die die Räume schützen. Der Golem erwies sich als starker Gegner und Verletzte seine beiden Gefährten schwer. Um sie zu retten wirkte der Magier einen Schutzzauber auf sie und floh. Seither hatte er den Schutz aber regelmäßig neu gewirkt um seine Freunde vor den Golem zu verbergen, konnte aber allein nicht zu ihrer Rettung eilen. Er hatte zusammen mit seiner Gruppe einige Gegenstände aus den Gräbern gesammelt und in Besitz eines Tagebuches gelangt, welches weiteren Aufschluss über die Sicherheit in den Gräbern ermöglichte und außerdem den Weg zu größeren schätzen wies. Die Abenteurer entschieden sich daher, ihm zu helfen.

 

Zunächst brachten sie alle Eckdaten in Erfahrung die sie für ihre Rettungsaktion benötigten.
Anscheinend waren die verletzten Goblins in einer Ecke eines der Räume von dem Golem, der durch die Druckplatte am Eingang beschworen wurde niedergestreckt worden. Der Golem selbst bewachte nach wie vor den Eingang, konnte die Verwundeten allerdings nicht wahrnehmen da sie unter Rogers Schutzzauber standen. Die Abenteurer spielten in ihrem Kopf mehrere Szenarien durch. Die meisten basierten darauf, dass der Golem weit genug weg gelockt wurde, um es einem oder mehreren der Gefährten zu erlauben, die angeschlagenen Abenteurer aus dem Raum zu holen. Oder zumindest ihre Beute.

 

Rhogar war begierig darauf den Golem auf geistreiche und dennoch gewalttätigen Art nieder zu strecken um Stoff für seine Epen zu sammeln. Seine beiden gefährden waren von der Aussicht, die gigantische belebte Steinmasse zu bekämpfen weniger begeistert Über seine nicht unwesentliche Kraft hinaus hatte der Golem leider auch eine kleine Menge Gespenster aufgenommen, die Nun magische Geschosse abfeuern konnten. Es war den Abenteuern denn noch möglich, dieses massive Hindernis zu umgehen, indem der Barde und die Schurkin das langsame Konstrukt von Raum weg lockten.

 

Der Golem folgte Ihnen nicht ewig und hielt eine gewisse Entfernung von der Druckplatte, die in geschworen hatte an. Die Ablenkung nutzte der Hexenmeister um zu den Verletzten vorzudringen und diese in Sicherheit zu bringen. Er vergaß es auch nicht den Sack mit Beute an sich zu nehmen und alles im Vorraum zu platzieren.

 

Nachdem sie sich etwas gesammelt hatten begannen sie eine Vorstellungsrunde im Raum mit den Potal Türen. Der Schurke war scheinbar nicht mehr am Leben, sein Kollege von seinem Ableben er mitgenommen.

 

Darüber hinaus hatte der Hexenmeister sich in der Beutel der Goblins bedient und war weiterhin relativ charmant. Der Paladin hingegen war sehr aggressiv Und Beschuldigte den Hexenmeister des Diebstahls. Nachdem sich der Rest der Gruppe zu Ihnen gesandt hatten wurde er dazu weiter ungehalten.

 

Da sein Magier Kollege sich mit den Abenteurern bereits bekannt gemacht hatte konnte dieser Ian den Paladin auch wieder beruhigen so dass er zumindest keinen Kampf vom Zaun brach.

 

Die Gruppe analysierte die Gegenstände, die die Goblins ursprünglich erbeutet hatten.

 

Als der Palatin allerdings wieder drahte aggressiv zu werden, lies Rhogar eine bisher eher unbekannte Seite von sich zum Vorschein kommen: Der Drakonide baute sich bedrohlich vor dem Gotteskrieger auf. Seine Präsenz war allerdings zu viel für den psychisch angeschlagenen Goblin, welcher vor Schreck verstarb. Der Tod Ist für Rhogar mittlerweile allerdings eher eine kleinere Unannehmlichkeit.

Er belebte den Paladin wieder. Eine schauerlicher Erscheinung verfolgte ihren ehemaligen Partner nunmehr.

 

Die Abenteurer wandten sich daraufhin andere Aufgaben zu. Das erbeutete Tagebuch wies den Weg zu einer Einrichtung die als „Sternenstaubnekropole“ bezeichnet wurde.

 

Weiterhin wurden Angaben zu verschiedenen Räumen des Grabes gemacht. Die Abenteurer bewegten sich in Richtung tiefer in das Grabmal.

 

Dort fanden sie einen Tunnel und eine eingestürzte Wand. Als sie den Tunnel betraten, stellten sie fest, dass sich in der sich anschließenden Höhle Monster eingenistet hatten. Nach einer kurzen Strategie-Besprechung beschlossen sie, die Monster schlicht und einfach einen Gang herunter zu locken, um den weiterhin aktiven Geister-Golem die Arbeit für sie machen zu lassen.

 

Der Plan ging bis auf einige Hiebe, die Rhogar einstecken musste, auf. Danach begaben sich die Abenteurer durch den Tunnel in eine Art Kontrollraum. Wie sie so durch den finsteren niedrigen Tunnel krochen, dachte jeder für sich.

 

Rhogar machte eine Mentale Notiz, sein fieses Gesicht nunmehr in der nähe labiler Persönlichkeiten sparsamer einzusetzen, sowie irgendwann sein Studium der Schaufel- und Kutschenkunde zu vertiefen.

 

Gwaengwenn war sich sicher, dass ein kolossaler Schatz gewartet hätte, hätten sie nur noch ein Grab mehr aufgemacht.

 

Gordon fragte sich, ob Rogers alter Magierturm jetzt eigentlich leer stünde.

 

 

 

 

 

 

Neuanfang (Dragon Knife)

Neuanfang (Dragon Knife)Neuanfang (Dragon Knife)

Nach einem langen, zermürbenden Abenteuer waren unsere Helden endlich an der Oberfläche angelangt und wurden von der Dämmerung einer partiellen Sonnenfinsternis begrüßt. Dies konnte jedoch auch nicht die sichtliche Erleichterung der Gruppe dämpfen, welche nur knapp einem frühen Begräbnis entkommen war. Lee wurde überschwänglich von seinem Ross begrüßt, während sich der stark veränderte Haarkon mit den Dunkelgnomen unterhielt. Zukuu brütete, wie so oft, in sich gekehrt neben der Gruppe. Alex Begeisterung von seinem Kristall schien nun bedenkliche Ausmaße angenommen zu haben, als er es nun wie besessen anstarrte und streichelte.

Mankss und Dargos unterhielten sich über das, was sie erlebt haben und als nächstes tun sollten. Lee erkundigte sich bei Dargos, ob er mehr wüsste übere jene riesige Stadt im Untergrund und den Kampf, der sich im Turm ereignet hatte. Dargos entgegnete, dass diese Stadt einer Legende nach vor langer Zeit bewohnt war und prosperierte, bis sie sich eines Tages durch arkane Magie selbst zerstörte. Mehr wüsste er auch nicht darüber. Es herrschte Einheit in der Gruppe darüber, dass sie zurück nach Tieffurt kehren sollte. Die Gnome wurden auf das Ross aufgesattelt und unsere Helden machten sich auf den Weg. Dargos prahlte zu Mankss über seine Heldentaten, während dieser halbwegs zuhörte und nickte. Er schien diese Situation wohl zu kennen. Sie Sonnenfinsternis war mittlerweile vorbei.

Alex meldete sich zu Wort und warnte die Gruppe, dass er in der Ferne eine Gruppe von Reitern wahrnahm. Während sich die Helden im Wald versteckten und sich kampfbereit machten, stellte sich Dargos in die Mitte des Weges, um die Reiter zu empfangen. Kurz darauf erschien eine Gruppe von fünf berittenen Soldaten, deren Schilder vom Wappen Tieffurts geziert wurden. Ihr Anführer positionierte sich nun direkt vor Dargos und klappte sein Visier auf:

„Dargos! Schön euch zu sehen. Wir waren besorgt um euch, mal wieder völlig ohne Grund. Scheinbar habt ihr nicht einen Kratzer abbekommen.“

„Tamar, altes Haus.“, antwortete Dargos, „Wie läuft es bei der Stadtgarde? Ach, ich habe nur nach dem Rechten geschaut nachdem ich die Explosion gehört hatte. Musste mich nur um ein kleines Problemchen kümmern. Was macht ihr so weit außerhalb der Stadtmauern?“

„Wir sollten euch finden und wieder zurückbringen. Tieffurt vermisst seinen größten Helden. Vor allem der Herzog brennt drauf, euch zu sehen. Und eure Kompanie kann bestimmt auch kommen.“

So machte sich dir Gruppe und an der Seite der Soldaten wieder auf den Weg. In Tieffurt angekommen, begeben sie sich auf den großen Platz, wo die Bewohner der Stadt Dargos eine feierliche begrüßung bereiten. Unsere Helden hingegen machen sich auf den Weg zur Burg des Herzogs im Nordwesten der Stadt. Dort werden sie von eden Dienerinnen empfangen, welche sie hineinbegleiten. Auf dem Weg durch die Burg wird die Gruppe Zeuge einer Hinrichtung. Ein Mann wird vom Henker an einen Schafott herangeführt, während er um sein Leben bettelt:

„Bitte, habt Gnade! Ich habe es nicht verdient zu sterben, nur weil ich eine Falte in meinem Gewand hatte!“

„Kleiderordnung ist Kleiderordnung“, antwortet der Henker, bevor er mit einem Schwung seiner Axt den Kopf des Mannes abtrennt.

Schließlich wird die Gruppe in einen reich beschmückten Vorraum begleitet, der offensichtlich zum Thronraum des Herzogs führt. Alex macht möchte auf eigene Faust die Burg erkunden und trennt sich von der Gruppe. Danach tritt ein hochgewachsener und tadellos gekleidter Mann in den Raum, der sich als Mack, den obersten Berater des Herzogs vorstellt. „Nein, nein, ihr seid vielleicht große Helden, doch so könnt ihr nicht vor den Herzog treten. Vor keinem Herzog. Hier, lasst euch von den Hofdamen einkleiden.“ Nach einigem Widerstand von Zukuu wurde die Gruppe von einer Gruppe Bediensteten in feine zeremonielle Gewänder gesteckt, während Mack sie in grundlegender Etikette unterweist.

Haarkon erhielt dabei besondere Aufmerksamkeit, da er als Lord erkannt wurde. Schließlich wurde die Gruppe in den Thronsaal geführt. Dabei handelt es sich um einen reichlich geschmückten Raum, mit hohen Wänden und einem enormen Kronleuchter an der Decke. In der Mitte des Saals erstreckte sich ein langer, hölzerner Tisch, an dessen Spitze sich ein extrem fetter Mann befand, der sich an den opulenten Speisen bediente.

Nach einer Weile hebte er seinen Kopf und bemerkte seine Besucher. „Da sind ja die Helden von Tieffurt! Dargos, ihr seid der Größte!“. Rief er, während er auf Dargos zuwackelte und ihm eine herzliche Umarmung gab. „Und das sind die Helden, die euch wohl geholfen haben. Wie schön!“  Der Herzog grüßte jeden einzelnen der Helden und lies sie sich vorstellen. Daraufhin setzen sich die Anwesenden an den Tisch und das große Geschichtenerzählen begann, was größtenteil nur mehr geprahle von Dargos war. Schließlich, bevor der Herzog die Helden erlaubte sich zurückzuziehen, beschenkte er sie reichlich mit Schätzen aus seiner Truhe. Danach führte Mack die Gruppe zu ihren Schlafgemachen, wo sie die Nacht verbringen sollten.

Zukuu war noch nicht bereit dafür und suchte die Gemächer der lokalen Magiekundigen namens Koresa auf. Als eine relativ ansehnliche Hexe, sah sie sich relativ schnell Zukuus Annäherungsversuchen ausgesetzt. Diese wurden jedoch jedes Mal erfolgreich abgewisen, sodass auch Zukuu sich wieder zu seinem Schlafgemach zurückzog. So verbrachten unsere Helden nun die Nacht in der Burg, um Kärfte für den morgigen Tag zu sammeln, der sich als sehr abenteuerlich herausstellen sollte.

Tempo, Tempus, Temperamentlosigkeit (The Sainted Sinners)

Tempo, Tempus, Temperamentlosigkeit (The Sainted Sinners)Tempo, Tempus, Temperamentlosigkeit (The Sainted Sinners)

Noch immer befinden sich unsere Helden in Kawe, nachdem sich die politische Situation wieder beruhigt hat und man vornehmlich Ratsmitglieder benannt hat die für den Austausch mit Nicht-menschen sind, gehen unsere Abenteurer wieder eigene Wege in der Stadt.

 

Anskaviat verwurzelt sich inklusive Rüstung im Stadtpark und hat Bella an seiner Seite.

Wilbur und Lotta sind im Gasthaus und Inisril möchte seinen Ring bei den Barden abholen.

Als Inisril jedoch das Bardenhaus verlässt wundert er sich, dass er plötzlich sein Schwert in der Hand hält, während zwei dunkle Gestalten auf ihn zugehen. Sie rufen „Stirb Anskaviat“ und stürmen auf ihre vermeintliche Beute zu. Inisril versucht noch das Missverständnis zu klären aber sein Schwert ist schneller als seine Worte, während es die beiden Angreifer zerhackt.

Später wendet Wilbur Sagenkunde auf das Schwert an und stellt fest, dass es einem Todesritter gehörte und 7 Flüche auf ihm lasten. Es Bedarf 6 hohe Kleriker unterschiedlicher Götter und einen Magier um es zu entfluchen. Sonst könnte ihn das Schwert noch im Tod verfolgen. Darüber hinaus können Wunden nur magisch heilen und der Besitzer wird zunehmend vom Willen des Schwertes beeinflusst.

Die Gruppe trifft sich zum Abend im Gasthaus. Dort kommt Julianus (oberstes Ratsmitglied) auf sie zu und bietet ihnen Nyt als neue Gefährtin an. Die Heilerin möchte in die Welt hinaus fahren und spricht leider nicht. Trotzdem fühlt man sich durch ihre Aura und ihr niedliches Erscheinungsbild einfach grundlegend Verstanden. Julianus bittet außerdem die Helden um eine weitere Gefälligkeit und verspricht im Gegenzug nützliche Gegenstände und möchte der Gruppe einige Wünsche erfüllen. Die Helden sollen sich via fliegenden Teppichs auf eine andere Ebene begeben und dort 5 Früchte eines seltenen Baumes holen. Bisherige Gruppen sind leider im laufe der Geschichte gescheitert.

Da ihr Flugschiff noch immer repariert wird, nimmt die Gruppe den Auftrag an und holt Anskaviat im Stadtpark ab. Dort angekommen wird Nyt mehr als nur Giftig von Bella beäugt und Nyt wirkt wie das Kaninchen vor dem herabstürzenden Adler. Am nächsten Tag treffen sich alle bei Julianus, gehen auf den Teppich und erhalten noch einen Kompass der zum Baum zeigt und einen Beutel für die Früchte. Kurze Zeit später setzt der Teppich (leider ohne Bella) auf neuem Boden auf. Die Gruppe versteckt ihn unter einen Felsen und geht durch den Wald in die Richtung, die der Kompass angibt.

Die erste Nacht ist gleich gefährlich. Als alle Schlafen und Inisril Wache schiebt, stürzt sich ein geflügeltes Wesen auf ihn und packt ihn an den Schulter. Als sein Schwert in seinen Händen erscheint, zögert er nicht lange und fügt dem Wesen eine tiefe Fluchwunde zu, woraufhin es sich zurückzieht.

Am nächsten Tag erreicht die Gruppe eine große Grasebene und wird sofort in Empfang genommen. 4 drachenähnliche Reiter auf Raptoren kommen schnell und Netzschwingend auf sie zu. Wilbur lässt das Netz in Flammen aufgehen und ein Reiter wird vom Raptor geschossen. Die anderen 3 drehen erst mal bei. Der nun gefangene Reiter ist tatsächlich ein Drachenling. Die Echse ist verängstigt und fühlt sich ausgeliefert. Als sich Inisril und Lotta jedoch mit ihr einigen, ruft sie ihre Verbündeten und man verabredet sich zu eine gemeinsamen Jagd.

Ein riesiger Erdwühler ist das Ziel. Die Drakonen, ihre Raptoren und die Helden zu Pferd und in der Luft müssen ihn lange und geschickt bekämpfen. Das 15m große Wesen wehrt sich nachkräften, stürzt sogar Inisril und Madril vom Pferd und droht sie zu zerquetschen, als in letzter Sekunde die Bestie von 1000 Schmetterlingen umflattert wird und somit Anskaviat Madril und Wilbur Inisril retten kann. Minuten vergehen bis endlich die Angriffe Wirkung zeigen. Das Biest von Lotta zum stolpern gebracht wird und sich alle auf seinen ungeschützten Bauch stürzen. Die Nahrung für Wochen ist gesichert und die Helden haben einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.

Weiter im Norden, im dichten Urwald nahe eines Flusses, kann man einen Singsang hören. Tempus Tempus, Gott des Blutes…. Eine Horde Barbaren betet hier an einem Tempel Tempus an. In der Nacht hat Anskaviat eine Vision, er sieht einen Kleriker den Tempel betreten und deren Kleriker herausfordern. Nachdem er ihn besiegt hat, haben die Barbaren den Gott des Tempusklerikers angenommen. Der Wunsch seines Gottes in Anskaviat Befehl, beflügelt von seiner Vision und des Segens Eriadoks geht er mit Insiril den Tempuskleriker und seinen stärksten Krieger herausfordern. Letzterer ist leider ein Halbriese mit einer großen Stachelkeule. Unbeeindruckt lässt er Inisril den großen Handhaben. Anskaviat stürzt sich blitzschnell auf den Kleriker und fügt ihm direkt großen Schaden zu. Der Riese überrascht Inisril und landet einen direkten Treffer, den Inisril gerade noch standhalten kann, danach ist er jedoch sichtlich motiviert und lässt einen Hagel wahnwitzig starker Schwerthiebe auf den Riesen einprasseln. Noch bevor Anskaviat den Kleriker besiegt hat, geht der Riese stöhnend zu Boden. Die beiden Kämpfer haben ihre Überlegenheit klar dargelegt. Stille umschwebt die Arena, dann tosende Geräusche die sogar die Halblinge von ihrem Vesper abhält. Anskaviat konvertiert die anwesenden Kleriker und ein Licht geht um. Eriadok ist höchst zufrieden mit der Arbeit seines Jüngers.

Die dritte Anlaufstelle ist eine Steinwüste und kurz vor einem Berg nähern sich an die 100 Gargoyls der Gruppe. Ihre schiere Übermacht schüchtert die Gruppe doch sichtlich ein, aber eine Flucht scheint ausgeschlossen. Ihr Anführer landet vor ihnen und fordert Inisrils Kopf, für die Verwundung seines Sohnes, die nicht heilen will. Glücklicherweise kann Nyt jedoch helfen. Beeindruckt spricht der Häuptling weiter. Ihr Gott habe sie verlassen und sie stellen ihre Aufgabe als Hüter des Baumes zunehmend in Frage. Da kommt Anskaviat eine Idee, er heilt mit göttlicher Kraft einen gelähmten Gargoyl und bekehrt sie zum Glauben Eriadoks. Sie werden zum Baum geführt und Madril kann die besagten 5 Früchte ernten, welche er in den Sack steckt. Zufrieden organisiert Anskaviat den Gargoyls einen der Barbarenkleriker für die weitere Missionarsarbeit und eine kurze Zwischenlandung bei den Drakonen führt zu einen Frieden auf der Ebene zwischen den drei Kriegerischen Rassen. Zu guter letzt wird Anskaviat noch die Unterstützung der Gargoyls zugesichert, sollte er sie jemals brauchen, würden sie einen Weg zu ihm finden.

Zurück in Kawe übergeben sie die Früchte an den überglücklichen Auftragsgeber. Welcher sich in der Zwischenzeit um einige Sachen gekümmert hat. Willbur erhält einen Kampfstab, Lotta ein Drachenei, welches ihr ermöglicht den in ihr schlummernden schwarzen Drachen loszuwerden, Madril erhält einen magischen Bogen mit Köcher und Anskaviat wird von einem ihm unbekannten Tötungsauftrag befreit, welcher wohl verhängt wurde weil er gegen die Regeln einer Verbrecherorganisation verstoßen hat.

 

Doppelt teilt besser aus (The Adventurer)

Doppelt teilt besser aus (The Adventurer)Doppelt teilt besser aus (The Adventurer)

So müde und ausgelaugt ich auch war, wir entschieden erst einmal weiter nach unten zu gehen. Das war mit Sicherheit nicht unsere beste Idee, aber damit glänzten wir in letzter Zeit sowieso eher weniger. Also was machte da eine weitere, nicht besonders durchdachte Entscheidung noch aus? Ich – wir alle – sollten ziemlich schnell darüber belehrt werden, dass wir eben doch erst nachdenken sollten, bevor wir etwas taten. Sehr gut nachdenken sogar! Ihr werdet schnell feststellen, dass das an diesem Tag nicht die einzige nicht durchdachte Entscheidung war, die einige von uns fast den Kopf kostete.

Die Treppen, die nach unten führten, waren aus dunklem Stein, genauso wie das restliche Gemäuer und machten das Innere des Turms noch kälter und finsterer, als es ohnehin schon war. Mit einem kleinen Feuerchen in meiner Hand leuchtete ich dem Rest meiner Gruppe den Weg nach unten und wir fanden uns in einem kreisrunden Raum wieder, geschlossene Türen überall in den Wänden. Auf dem Boden vor uns lagen Leichen, keine von ihnen schien durch äußere Einwirkungen gestorben zu sein, doch allesamt waren sie recht frisch. Was auch immer hier passiert war, es war erst kürzlich geschehen. Ein wenig ratlos sahen wir uns in dem Raum um, als plötzlich das Knirschen und Krachen einer der Türen erklang und sich direkt vor uns die schwere Holztür öffnete. Heraus trat eine Gestalt in schwerer Rüstung, langes schwarzes Haar umrahmte ein blasses, engelsgleiches Gesicht und spitze Ohren kamen zum Vorschein, als die Gestalt mit erhobenen Waffen aber in ruhiger Haltung um uns herum stolzierte. Da ich es für das beste hielt, unsere Anwesenheit so gut wie möglich zu verschleiern, nahm ich meinen Verbündeten das Licht, wodurch Malcer und Felicia im Dunkeln standen, ohne die Fähigkeit zu sehen, was da vor sich ging. Ich selbst hatte mich in eine Fledermaus verwandelt, denn Fledermäuse konnten bekanntlich ja im Dunkeln sehen! Doch auch für mich, die sie sehen konnte, war es schwer einzuschätzen, ob es sich bei dieser Frau um Freund oder Feind handelte. Witzige Tatsache: Wir sollten bald feststellen, dass beides der Fall war.

Sie kam langsam näher, die Waffen zwar gezogen, aber in einer wie ich fand sehr passiven Haltung. Nach einem kurzen Gespräch darüber, warum sie hier war – ihr Trupp und sie hatte es in die tiefen Gänge von Durlags Turm verschlagen, doch nur sie hatte bis hier her überlebt – entschied ich, nicht länger Katz und Maus zu spielen und schenkte meinen Verbündeten wieder Licht. Gerade rechtzeitig, um einen kräftigen Schwertschlag gegen meinen Arm zu kassieren. Die gute Frau, die sich vor mir aufgebaut hatte und mit der ich gerade ein Gespräch anfangen wollte, holte aus und setzte mir mit zwei kräftigen Schlägen ordentlich zu. Für einen Moment war ich vor Schreck wie gelähmt … Da wollte man einen guten Glauben zeigen und einer völlig Fremden inmitten eines Turms voller böser Gestalten Vertrauen entgegen bringen und prompt wurde man verraten. Gut, wenn ich so darüber nachdenke, klingt das schon ziemlich lächerlich …

Es kam zum Kampf. Natürlich kam es das. Malcer war weniger schockiert als ich und sorgte dafür, dass unsere Gegnerin vorerst nicht dazu in der Lage sein sollte, sich gegen unsere Angriffe zu wehren. Das nutzten wir aus und letztlich schafften wir es irgendwie, sie zu besiegen, auch wenn Malcer dabei ziemlich übel mitgespielt wurde. Glücklicherweise waren meine Zauber nicht gänzlich ausgebrannt und ich konnte ihm einen Teil seiner Stärke zurück geben. Felicia schaute sich derweil den Haufen Fleisch an, zu dem die Frau geworden war, nachdem sie einfach in Flammen aufgegangen war – ich ging davon aus, dass Skaakas etwas damit zu tun hatte. Er ließ ständig etwas in Flammen aufgehen oder explodieren … Auf jeden Fall erkannte sie den Haufen Fleisch als einen Doppelgänger wieder. Ekelhafte Kreaturen, die die Gestalt anderer Personen oder Kreaturen annehmen und ihre Fähigkeiten eins zu eins nachmachen konnten.

Noch während ich damit beschäftigt war, Malcer zu verarzten, hörten wir erneut Schritte aus dem Gang hinter der gleichen Tür, aus der die Frau gekommen war. Natürlich waren wir alle bis aufs Äußerste gespannt und staunten nicht schlecht, als eben jene Frau erneut durch die Tür trat, die Waffen gezogen und uns neugierig, wenn auch etwas skeptisch musterte. Was sollten wir da nun tun? Sie kreiste zumindest nicht um uns herum, sondern sah uns nur an, fragte warum wir hier seien und bekam dafür fast einen Tritt von Malcer ins Gesicht. Der Arme war jedoch vom vorherigen Kampf noch zu geschwächt und so erreichte sein Fuß nicht die Frau, sondern sank vor ihr wieder zu Boden. Das kam davon, wenn man sich nicht von mir fertig verarzten ließ!

Dieses Mal bekamen wir einen Namen von der Frau. Sie hieß Farhea e’Irgendwas (Es klang auf jeden Fall ziemlich edel.) und erzählte uns, ebenso wie der Doppelgänger zuvor, dass sie mit einem Trupp hier unten gewesen war, dieser jedoch durch eine Giftwolke erstickt war. Das erklärte, warum die Leichen keine äußeren Verletzungen o.ä. aufwiesen. Es musste grausam sein, an Gift zu ersticken. Ein Weg, auf dem ich ganz sicher nicht sterben wollte. Übrigens schien Skaakas die Dame zu kennen, denn er begann, sie recht freundschaftlich zu begrüßen. Das war für mich Grund genug, ihr ebenfalls zu vertrauen. Freunde von Skaakas waren auch meine Freunde. Nachdem wir noch ein wenig ratlos in dem Raum herumstanden, entschieden wir, vorsichtig weiter zu gehen. Noch immer Ikes Rune in meiner Hand haltend, ging ich zuerst durch den Gang hinter der Tür in den daran angrenzenden Raum, aus welchem Farhea gekommen war. Sie schloss recht schnell zu mir auf. In dem Raum gab es unzählige Statuen. Mindestens ein Dutzend, wenn nicht mehr. Sie stellten die verschiedensten Gestalten und Kreaturen dar, von Zwergen bis hin zu Trollen. Der Rest der Gruppe blieb im Gang zurück, als ein weiteres mechanisches Knarren das weitere Auf- und Zugehen von Türen zeigte. Außerdem rasten hinter Farhea Gitterstäbe aus der Decke, die den Weg zurück für uns beide blockierten. Gleichzeitig hörten wir ein Geräusch wie Metall, das sich über Stein bewegte und bemerkten aus den Augenwinkeln eine bronzene Statue, die ihren Stehplatz verließ und sich auf uns zu bewegte. Während Farhea von unserer Seite und Felicia von Seiten des Ganges versuchten, die Gitterstäbe nach oben zu drücken, hielt ich uns die Statue vom Hals und spielte Ping Pong mit ihr durch den halben Raum, bis sie recht schnell ein jähes Ende fand. Auch sie verwandelte sich zurück und zeigte einen weiteren Doppelgänger.

Hinter Rudger und Malcer waren erneut Schritte zu hören, weshalb diese ihre Aufmerksamkeit wieder dem Raum zu wandten, aus dem wir gekommen waren. Drei Zwerge waren dort aufgetaucht und schienen uns ebenso wenig friedlich gesonnen zu sein. Noch immer suchten Farhea und ich nach einem Weg, diese verdammten Gitterstäbe los zu werden und mir fiel innerhalb des Raumes eine Statue auf, die anscheinend verschoben worden war oder zumindest verschoben werden konnte. Vielleicht war sie ja ein Mechanismus, der uns hier heraus brachte. Ihr erinnert euch, wie ich vorhin sagte, an einer Vergiftung zu sterben wäre nicht meine Wunsch-Todesursache? Tja. Ratet mal, was geschah, als ich die Statue bewegte. Richtig! Wir – sowohl ich, als auch Farhea, die zu mir geeilt war, als sie sah was ich versuchte – wurden in einen dichten, gelben Nebel gehüllt und unter starkem Husten verlor ich kurzerhand das Bewusstsein. Was danach geschah, bekam ich nicht ganz mit, doch als ich die Augen wieder aufschlug, hörte ich Kampfgeräusche und sah Farhea mit einer leeren Flasche in der Hand über mich gebeugt. Sie musste mir einen der Tränke gegeben haben, die mich vor Gift schützten. Schnell rappelte ich mich auf, um die Lage zu betrachten, in der wir uns befanden. Die drei Zwerge – ein Paladin, ein Waldläufer und eine Frau, die aussah wie eine Magierin – machten unseren vier Kampfgefährten ordentlich zu schaffen, während wir noch immer hinter diesen Gittern feststeckten. Vor allem Skaakas hatten die drei Zwerge ordentlich mitgespielt. Wieder schien er die drei Gestalten zu erkennen, denn er erklärte mir, dass es sich bei ihnen um Fuernebol, Islanne und Kiel handelte – Söhne und Frau von Durlag. Ein wenig irritiert zählte ich für mich selbst Eins und Eins zusammen und glaubte die richtige Entscheidung zu treffen, als ich wild mit den Armen wedelte und versuchte, meinen Verbündeten und die Zwerge davon abzuhalten, weiter zu kämpfen. Vielleicht glaubten die Zwerge nur, wir seien Eindringlinge? Doch schienen die Zwerge wenig Interesse daran zu haben, den Kampf niederzulegen und so kämpfte auch meine Gruppe weiter. Farhea hatte in der Zwischenzeit den Mechanismus gefunden, der das Tor öffnete und so konnten wir endlich ebenfalls dem Kampf beitreten. Oder hätten es zumindest gekonnt, hätte Malcer nicht in diesem Moment mit einem kräftigen Faustschlag dem letzten noch stehenden Zwerg den Gar ausgemacht. Auch diese Drei verwandelten sich in ihre ursprüngliche Form zurück … Sie waren ebenfalls verdammte Doppelgänger gewesen! Jetzt fühlte ich mich irgendwie dumm. Wie hatte ich auch glauben können, diesmal völlig Fremden Vertrauen schenken zu können? In Zukunft sollte ich damit einfach vorsichtiger sein … Oder es zumindest solange wir in diesem Turm waren gar nicht mehr tun. Einfach so jemandem vertrauen, meine ich. Und irgendwelche Statuen schob ich auch nicht mehr durch die Gegend, genauso wenig wie ich jemals wieder irgendwelche Hebel betätigen würde. Zumindest nahm ich mir das in diesem Moment fest vor!

Nachdem der Kampf geschafft und die Doppelgänger, sowie der Statuenraum noch einmal gründlich untersucht worden waren, entschieden wir, vorerst zurück nach oben zu gehen, um uns in einem der Räume weiter oben auszuruhen. Sowohl ich, als auch Rudger waren zaubertechnisch gänzlich ausgebrannt und keinem von uns würde etwas Ruhe schaden. Die meisten von uns waren von dem Kampf mit den Zwergen oder noch vom Kampf gegen Farheas Doppelgänger ziemlich mitgenommen – ich selbst hatte die eine oder andere Verletzung, die ich gern behandelt hätte – und so machten wir uns gemeinsam mit einer vorerst neuen Verbündeten zurück nach oben, um neue Kräfte zu sammeln und dann in alter Frische zu schauen, wie wir weiter verfahren wollten. Schließlich gab es immer noch ein finsteres Buch, das es abzulegen galt.

Neue Haustiere (The Legacy of the Grey Guardians)

Neue Haustiere (The Legacy of the Grey Guardians)Neue Haustiere (The Legacy of the Grey Guardians)

Von Ruhe war noch keine Spur, wo einst der Wagen des Alchemisten stand, blubberte und gluggerte es vor sich hin. Es wäre ein lustiges Schauspiel gewesen, doch niemand schaute amüsiert, wer auch nur in die Nähe kam, rümpfte die Nase und rieb sich die Augen. Wer auch immer etwas aus dem Besitz des kopflosen Reiters erhalten hatte, schaute es sich nach all den Vorfällen skeptisch an. Nur Ander ignorierte alle Vorbehalte und schnappte sich so unbemerkt wie begeistert einen auffälligen Würfel der einen eindeutig magischen Hintergrund hatte. Maevina, die geheimnisvolle Dunkelelfe, folgte der Spur des Katapults und stellte fest, dass es aus einer unerwarteten Richtung kam, jedoch nicht aus der Nähe und verwarf die Idee, die Spur durch das Moor weiter zu verfolgen. Stattdessen bemerkte sie auf dem Rückweg das einer der Hobgoblins offensichtlich nicht im Kampf starb und beriet sich mit Thredi, die aber auch nicht zu einem schlüssigen Ergebnis kam und sich lieber mit ihrem neuen Schwert vertraut machte, einem mächtigen, magisch aufgewerteten Zweihänder. Cipher dagegen war nun überzeugt, dass er eine einfachere Waffe brauchte, aus Holz, um in Zukunft auf Gegner vorbereitet zu sein, die gegen die üblichen Stahl- und Silberwaffen immun sind und erstand von einem der Händler einen simplen Holzknüppel. Den adligen Barden in seiner kostbaren Rüstung mit der Steinzeitwaffe in der Hand zu beobachten, stolz als ob er Excalibur selbst führen würde, war ein Bild für Götter, aber er war in Gedanken wohl schon dabei, wie er die einfache Waffe schmücken würde – oder schmücken lassen, beauftragte er doch den handwerklich begabten Magier mit der Veredelung des Prügels.

Thredi indes machte sich nützlich indem sie den Händlern bei notdürftigen Reparaturen ihrer Wagen half und freundete sich dabei mit einer Händlerin an, die sie auch einlud für den Rest der Reise bei ihr mit zu fahren. Anakis hielt sich die Nase zu und sortierte sich ein paar Zutaten aus den Resten des Alchemiehandels, aber wie es so oft ist, wecken neue Möglichkeiten auch neuen Bedarf und so stellte sie fest, dass zukünftig Fledermausflügel brauchen würde. Praktischerweise hatte sie auf der Tour eine Stelle im Sumpf bemerkt, an der es sehr wahrscheinlich war, dass sich dort Fledermäuse eingenistet haben und fragte Maevina, ob sie Lust auf eine Exkursion mit ihr hätte. Die Fledermäuse waren schnell gefunden und die Assassinin konnte nur den Kopf schütteln, als Anakis von ihr erwartete, eine der Fledermäuse zu töten, weil sie als Druidin so was nicht tun wollte. Das ein Auftrag so gut wie die Tat selbst ist, schien dem Tiefling zu entgehen. Unterwegs fanden die beiden auch die Wagenspuren des Katapults wieder, doch auch diesmal konnten sie diesen nicht allzu weit folgen, denn sie mussten sich sputen… die Karawane zog bald weiter. Im Lager richtete sich der Barde an den Auftraggeber. Aufgeregt nach den ganzen Erlebnissen befragte er Rezmir ob Sie eine Geschichte über die Erlebnisse der Karawane schreiben und Ihre Mitarbeiter befragen dürfte und erstaunlicherweise war die Kultistin einverstanden. Viel erfuhr Cipher jedoch nicht, angeblich befanden sich in dem schwer bewachten Wagen geheime Dokumente und das eigentliche Ziel war ja bereits bekannt.

Einige Zeit später erreichte die Karavane ein Pass durch eine bergige Gegend. Auch wenn es zuerst friedlich aussah, entpuppten sich zwei am Himmel kreisende Raubvögel als Perytonen, und die konventionell bewaffneten Gardisten meinten, sie könnten bei diesen Monstern mit ihren Bögen und Armbrüsten nichts ausrichten. So war es an der Abenteurergruppe das Problem zu beseitigen. Cipher handelte einen Bonus aus, wenn sie das Gelege zerstören und die Eier mitbringen würden, denn der einzige Grund, weshalb sich die tierähnlichen Wesen so weit heraus bewegten, war es, frische Herzen für ihren Nachwuchs zu finden. Angeführt von der Druidin folgten sie in die Berge an die Stelle, die am wahrscheinlichsten für einen Nistplatz erschienen und die Perytonen selbst bestätigten die Richtigkeit der Vermutungen näherten sie sich der Gruppe doch mehr und mehr. Ander ergriff schließlich die Initiative und schleuderte einen Blitz auf die kreisenden Tiere, bevor das Gelände ungünstig für einen Kampf wurde. Die Assassinin verschwand wie üblich, während die beiden fliegenden Ungeheuer mit Raubvogelhaften Angriffen erst Ander, dann Anakis verletzten und alle in der Gruppe suchten im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach Wegen, die beiden Gegner am Boden zu halten. Anakis verwandelte sich gar einmal mehr in eine Riesenspinne, doch der getroffene Perytone konnte sich schnell wieder aus dem Netz befreien.

Schließlich hatte Cipher mit seiner magischen Kette Erfolg, Thredi richtete guten Schaden mit ihrem neuen, magisch verbesserten Schwert an, doch letztendlich war es Ander, der den Kampf beendete, wie er ihn begonnen hatte. Mit Blitzmagie brachte er die beiden zu Fall. Maevina hingegen hatte sich gar nicht erst in den Kampf eingemischt und war heimlich zum nahen Nest gekraxelt, wo sie nun zwei Eier und ein geschlüpftes Jungtier fand. Die Eier steckte sie für die Belohnung ein, doch statt wie erwartet das junge Monster zu erlegen, fütterte sie es mit allem, was sie an Lebensmitteln bei sich hatte und versteckte es in ihrem Gepäck, bevor sie wieder zu den anderen herabstieg und die Eier an Cipher übergab. Anakis entfernte das Geweih und ein paar Federn des weniger verbrannten Perytons und während sie mit Cipher diskutierte, was man so damit anfangen könnte, nutzte Maevina die Gunst der Stunde und entfernte die Herzen um sie heimlich ihrem Jungtier zu verfüttern, von dem sie den anderen natürlich nichts erzählt hatte. Die Herzen von dessen Eltern.

Nach ihrem kleinen Exkurs und nachdem Cipher die Eier gewinnbringend verkauft hatte ging die Karavane eine Weile ereignislos weiter bis man plötzlich einen Kopf mitten auf dem Weg fand und die Karavane erst einmal an hielt. Durch die Reihen ging ein Geraune und man hörte hi und da ein verächtliches „Eidbrecher“. Der Barde nahm sich der Sache an und fand das der Kopf zu einem lebendig eingegrabenen Mann namens Carlon Amoffel gehörte und der sich, nachdem Cipher ihn befreit hatte, anhand eines Zeichens als Mitglied der Cipher vertrauten Harfner herausstellte. Einer Gruppe, mit der der Adlige sympathisierte und so nahm er Amoffel bis zum Ziel in seine Dienste, worüber dieser nach seiner öffentlichen Prangerschaft sichtlich glücklich war. Die Karavane zog weiter und fand am Abend einen gut geeigneten Lagerplatz, an dem sie nicht alleine waren. Zwei Damen im mittleren Alter hatten bereits ihr Lager aufgeschlagen und wieder übte der Barde seine diplomatische Seite und brachte im Gespräch schnell heraus, dass die beiden auf der Suche nach einem verschollenen Händler waren. Cipher rief die anderen hinzu und schnell wurde geklärt, dass es sich dabei um das kopflose Opfer handelte, dass der Zug nur kurze Zeit zuvor gefunden hatte. Thredi zeigte den beiden Schulterstücke, die sie identifizieren konnten. Sie übergaben einen Brief.

Ander nutzte die Rast um sich wie auch schon am Abend zuvor mit seinem neuen magischen Würfel zu befassen, doch dieses Mal löste er seine bislang unbekannte Funktion aus. Anakis geriet in Panik als plötzlich ein Portal inmitten des Lagers auftauchte, hätte sie doch beinahe ihr Leben verloren, als das das letzte Mal passierte. Maevina dagegen freute sich ob der Ablenkung und fütterte heimlich ihr neues Haustier, während Ander neugierig das Portal inspizierte und seinen Kopf hineinsteckte. Noch schneller allerdings zog er in wieder hinaus, denn auf der anderen Seite war die 6. Ebene der Hölle selbst. Das Portal schloss sich so schnell, wie es sich geöffnet hatte und irgendwann hatten sich auch alle wieder beruhigt.

Schnell wurden die Wachen eingeteilt und alle waren froh, als sich die Schwestern zur zweiten Wache nach Maevina bereit erklärten. Anakis war etwas skeptisch, die ihnen eigentlich noch ziemlich unbekannten Neuen komplett mit einem schlafenden Lager alleine zu lassen, doch statt sich selbst zu melden, siegte der Wunsch nach erholsamen Schlaf – etwas das sie bald bereuen sollte. Auch Cipher schien nicht so recht glücklich damit und ordnete seinem neuen Diener an, die beiden bei der Wache zu unterstützen. Und zuerst schien auch alles in Ordnung, doch dann brach ein Streit aus, bei dem eine der Schwestern Amoffel von hinten einen Dolch in die Rippen stieß. Nach der Tat gingen sie Schnurstracks zu Anders Schlafplatz bei seiner Freundin. Doch auch Maevina war skeptisch bezüglich der Situation und hatte alles heimlich mit verfolgt und ging ihnen so schnell und so heimlich wie nur sie es konnte hinterher. Zu spät. Anders ruhende Freundin wurde die Kehle durchgeschnitten und sie hätten das selbe auch mit dem schlafenden Ander gemacht, hätte Maevina nicht zwei Dolche nach ihnen geworfen. Die Schmerzensschreie der Schwestern weckten den Magier und er teleportierte sich zu Maevina, griff nach dem ersten was er finden konnte, den magischen Würfel und aktivierte ihn so, dass das Portal zwischen ihnen und den Schwestern aufging, ausgerichtet auf die Mörder.

Während die eine so schnell wie möglich vom Wagen sprang hörte die Dunkelelfin mit ihren geschärften Sinnen das Brechen von Knochen und das furchtbare Schmatzen eines Monsters und schrie Ander zu, er solle das Portal wieder schliessen, was dieser schnell tat und was auch immer sie unfreiwillig gerufen hatten, verschwand mit den Überresten der einen Schwester in der Hölle, aus der es gekommen war. Das ganze Lager war nun alarmiert und Cipher fand als erstes seinen schwer verwundeten Diener, den er aber heilen konnte. Thredi erfasste die Situation schnell und verfolgte die flüchtende Schwester, Anakis rannte erst einmal zu Maevina und Ander, bevor sie sich die Situation halbwegs zusammenreimen konnte und in Form eines Höhlenbären ebenfalls die Verfolgung aufnahm. Doch noch bevor Anakis hinter dem Wagen hervorkam, sah sich Thredi urplötzlich mit einer sehr vertrauten Orkin konfrontiert, agressiv dreinblickend und eins zu eins wie sie selbst wirkend. Aber wie Thredi schnell fest stellen konnte nicht in der Lage, Orkisch zu sprechen. Das half jedoch nicht, als ein gewaltiger Bär plötzlich die zweisame Einsamkeit unterbrach, verwirrt schnüffelte und dann kurzerhand Beide angriff, woraufhin eine Thredi tod war und die andere grinsend bemerkte „Ihr hab deutlich an Biss zugelegt.“. Die echte Orkin konnte im Gegensatz zum von Maevina angeschlagenen Formwandler einem Bärenangriff locker standhalten. Maevina untersuchte alle Leichen und stahl ein paar Herzen – nur das Beste für ihr junges Monster. Offensichtlich hatten die Formwandler es nach der eindrucksvollen Demonstration am Abend auf Anders Würfel abgesehen und bereits seine Freundin vergiftet, die wie die Assassinin feststellte, längst Tod war, als das Messer des Formwandlers ihr Fleisch trennte.

Cipher fand alleine an diesem Tag schon genug Material für mehrere Kapitel des Buches, an dem er schreiben wollte, doch seine Feder verstummte bald wieder, denn die nächsten Tage verliefen ziemlich ereignislos.

Dann jedoch wurde es aufregend. Der Wagen der Kultisten scherte plötzlich ins Gebüsch aus, ein Rad brach und der ganze Wagen wurde so schwer beschädigt, dass seine Inhalte verstreut wurden. Die vermeintlichen Dokumente entpuppten sich dabei als kostbarste Schätze aller Art. Die Wachen der Kultisten liessen bei den Aufräumarbeiten und Reparaturen niemand an den Wagen heran und so dauerte es bis zum Abend, bevor sich verbreitete, dass der Kutscher vergiftet worden war. Während sämtliche Kultisten Missmutig und ganz allgemein schlechter Laune waren, grinste Cipher in sich hinein und meinte zur Gruppe, dass er schon so eine Idee hätte wer das war während er einen verstohlenen Blick zu seinem Diener warf.

Nicht allzu lang hin und es gesellte sich eine neue Mitreisende zum Zug, Jamna Gleamsilver, eine Gnomin mit einer gewaltigen Fellmütze und einem ebenso gewaltigen. Sie war offensichtlich ausserordentlich interessiert an der Abenteurergruppe und es dauerte nicht lang, die Gruppe war auf halbem Weg zwischen Dolchfurt und Tiefwasser, und sie geriet mit Amoffel aneinander und behauptete, dieser hätte sie sexuell belästigt. Cipher schritt ein, interessierte sich nicht im Geringsten dafür ob und was geschehen ist und drehte es mit rhetorischer Kunst so hin, dass sie Amoffel belästigt hätte und sich gefälligst von ihnen fernhalten sollte. Die anderen konnten nur staunen.

Die Pforte zum Auge des Allvaters (The Outbreaks)

Die Pforte zum Auge des Allvaters (The Outbreaks)
Jahr: 1489 TZ, Ort: Schlucht des Orakels

Die Pforte zum Auge des Allvaters (The Outbreaks)Nachdem sich die Helden eine ausgedehnte Rast gegönnt hatten, ging jeder am Morgen seinen Tätigkeiten nach. Die Lagerstätte wurde abgebaut und Spuren so weit wie möglich verwischt. Währenddessen gönnten sich Tira und Totes Pferd einen Trainingskampf. Während die Schwerter aufeinanderprallten und auf Angriff und Parade ein Gegenangriff folgte und sich die Kontrahenten wie im Tanz drehten, tauchte Tira unter einen von Totes Pferds Schlägen durch, griff sich seinen Gürtel und zog ihn mit geschickten Fingern blitzschnell aus. Sie hielt ihn hoch und grinste Totes Pferd mit den Worten an: „Brauchst du den noch?“. Irgendwie war es nicht Totes Pferds Tag. Ohne Gürtel in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, rutschte er sogar auf dem Schnee auf. Doch Tira blieb fair und half ihm hoch, nachdem sie ihm den Gürtel zurückgegeben hatte.

So machte sich die Gemeinschaft schließlich wieder auf den Weg zum Auge des Allvaters, geführt von Harshnag und mit Tira als Späherin abgesichert. Jeder hing seinen Gedanken nach, nur Wild Fire war abgelenkt. Er starrte immer wieder voller Neugier und Interesse auf Blms 3 m langen Feuerstab, den er völlig umständlich mit sich mitschleifte. Von Blm hatte er nicht viel erfahren, nur, dass er aus den Fängen eines Nekromanten stammt. Aber was war sein Nutzen? Was seine Fähigkeiten? Denn er war eindeutig magisch. Das Geheimnis um diesen Stab beschäftigte Wild Fire und ließ ihm keine Ruhe. Als die Gruppe schließlich an einem relativ steilen Pass, der im Zickzack in einer Schlucht führte, ankam, fand Tira die Spuren von Menschen und einem Echsenwesen. Als Harshnag darauf angesprochen wurde, erläuterte dieser, dass es sich um die Spuren des Barbarenstammes des Wurms mit seinem Anführer Wurmblut handeln müsste, die in der Nähre lebten. Seltsam war nur, dass Wurmblut mit seiner Schamanin und seinen besten Kriegern wohl selbst hier unterwegs war und dann auch noch in Richtung zum Auge des Allvaters. Nur ein paar Riesen, Drachen und andere Personen wussten um den Ort und den Weg und Wurmblut und sein Clan gehörten gewiss nicht dazu? Was wollten sie nur hier? Auf seine Frage hin, ob die Barbaren friedlich waren, erhielt Totes Pferd von Harshnag die Antwort, dass sie mit Ärger rechnen müssten, da sich die Barbaren und Riesen feindlich gegenüberstanden, was aber trotzdem kein Problem darstellen sollte. Totes Pferd fing sofort an zu spekulieren: Vielleicht wollten sie dem Orakel ja schaden. Seine Stimmung schlug in Begeisterung um. Vielleicht konnte man die Barbaren ja dem Allvater opfern und so seine Gunst erlangen.

Während Tira immer bis zu einer Biegung vorging und nach Gegnern und anderen Problemen Ausschau hielt, folgte ihr die Gruppe nach einem Handzeichen. Tatsächlich stellte sich ihnen keine Gefahr entgegen, sodass Wild Fire begann sich zu langweilen, als Tira Spuren der Barbaren eine Wand entlang verfolgte. Während sie weiterspähte und der Rest der Gruppe abwartete, tigerte Wild Fire unruhig umher, immer wieder um die Gruppenmitglieder herum und von ihren Blicken verfolgt. Nachdem er sich zwischendurch auf einem Stein niederließ und gelangweilt räkelte, nur um sich kurze Zeit später wieder zu erheben, ganz dicht an Ryan heranzutreten und ihm direkt durch die Augenschlitze seiner Maske in die Augen zu blicken, was diesen ein paar Schritte zurückweichen und seine Maske sich schwärzen ließ, näherte sich Tira von hinten, fing überraschend an Wild Fire zu kraulen und beruhigend auf ihn einzureden. Die Heldengruppe ging weiter die Schlucht hinab und gelangte schließlich zur Pforte zum Auge des Allvaters.

Der Tempeleingang in der Schlucht wurde von mehreren Säulen gesäumt, auf denen je eine Statue einer Riesenart stand: Ein Hügelriese, der einen Stein über den Kopf hob, ein Frostriese, der einen Eiszapfen hinab- oder hinaufkletterte, ein Wolkenriese, der auf einem Vogel ritt, ein Sturmriese, der mit einem Blitz ein Luftschiff angriff, ein Feuerriese, der mehrere Zwerge versklavte und ein Steinriese, der in einem Gebirge herumkletterte. Im Tempel war alles etwa dreimal so groß, wie normal und definitiv auf Riesengröße ausgerichtet. Blm fragte Harshnag noch, ob man Fallen in dem Tempel erwarten müsse, doch Harshnag meinte, dass es diesbezüglich keine Probleme geben sollte. Tira, die wieder vorausging, nachdem sie Blm und Harshnag durch einen Finger an den Lippen zum Schweigen gebracht hatte, konnte in einiger Entfernung vom Eingang den Gang entlang ein Schnaufen hören, als wenn sich jemand an etwas sehr schwerem versuche. In den Wänden links und rechts waren riesige Türme eingearbeitet und man konnte in den Runen der Zwerge verschiedene Geschichte der Riesen lesen: Wie unterschiedliche Drachen getötet oder ganze Zwergenclans versklavt wurden. Wild Fire war so fasziniert von den Inschriften, dass er sofort sein Notizbuch hervorholte und sich Notizen machte. Er bekam kaum noch etwas um sich herum mit. Doch auch Tira bekam nicht alles mit. So wurden alle überrascht, als auf ein „Klick“ ein knirschendes Geräusch von der Decke folgte. Tira hastete nach vorne in den Gang und schaffte es so dem herunterfallenden, 6 m hohen und extrem schweren Eisblock auszuweichen, löste dabei aber einen zweiten Block aus, der ebenfalls herunterfiel. Harshnag konnte vor dem Block noch rechtzeitig zur Seite treten und auch Blm und Ryan weichten dem Eisblock aus. Wild Fire hätte es wohl erwischt, wenn sich das Glück und Schicksal nicht ihm zugunsten geändert hätte. Totes Pferd wurde jedoch so vom heranrasenden Block überrascht, dass es ihn erwischte und der Block ihn mitschleifte, bis die Säulen schließlich seine Fahrt beendeten. Der Aufprall war aber so schwer, dass der nun am Block festgefrorene Barbar im Sterben begriffen war. Der zweite Block sauste ebenfalls heran und riss die arme Dunkelelfe mit sich, die diesem Block diesmal nicht ausweichen konnte. So wurde T’irassshalae Kiltira, die die Gruppe sicher bis hierhin brachte und auch noch weiter für ihre Sicherheit sorgen wollte, zwischen den Eisblöcken zerquetscht.

Sofort eilte die Gruppe zu Totes Pferd, um ihm als erstes zu helfen. Während Blm seine Heilzauber auf ihn anwendete, um ihn zu stabilisieren und vor dem Tod zu bewahren, löste Wild Fire mithilfe seiner Feuerzauber Totes Pferd vom Eisblock. Gerade als er befreit war, zückte Totes Pferd beide Langschwerter und stürmte auf Harshnag zu, der mittlerweile die Eisblöcke auseinanderschob, damit die Gruppe zu Tira gelangen konnte. Er brüllte ihn an, was die Aussage sollte, dass es keine Fallen gäbe, doch dieser verteidigte sich gelassen damit, dass er das letzte Mal vor 10 Jahren dagewesen wäre. Totes Pferd hielt ihn mittlerweile für einen Verräter, doch er konnte sich noch nicht ganz sicher sein. Während der Auseinandersetzung stürmten Ryan und Wild Fire bereits zu Tira, um sie entgegen aller Wahrscheinlichkeit vielleicht doch noch zu retten. Sie arbeiteten sich dank der Vorarbeit von Harshnag bis zu ihr vor, doch sie mussten leider feststellen, dass Tira nicht mehr zu retten war. So gern sie auch getrauert oder ihr gedacht hätten – immerhin verband sie schon einige Auseinandersetzungen – noch war keine Zeit dazu. Wild Fire hörte entferntes Johlen und Rennen, dass sich den Helden näherte und machte sich mit Harshnag zusammen bereit, die Spalte, die durch die Eisblöcke als einziger Durchgang übriggeblieben war, zu verteidigen. Ryan und Totes Pferd wurden derweil dadurch abgelenkt, dass Blm darüber sprach, Tiras Überreste zu nutzen um einen untoten Diener zu erschaffen. Darüber regten sich beide auf und ein kurzer, sehr emotionaler Streit begann. Wild Fire, der dies auch hörte, verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Erinnerungen an seinen Bruder und sein Dorf schwemmten durch seinen Geist. Er würde sich noch mit Blm auseinandersetzen müssen. Kurz bevor die Gegner, bei denen es sich um Wurmblut persönlich, seiner Schamanin, einem weißen Wyrmling und 4 Berserkern handelte, die Spalte erreichten, wirkte Wild Fire noch die mächtige Unsichtbarkeit auf sich, wohl wissend, dass er im Nahkampf keine Chance hätte. Und so geschah es erneut, dass die Unberechenbarkeit der wilden Magie zuschlug. Während er unsichtbar wurde, verlor Wild Fire von den ungesehen sein gesamtes Fell. Die Haare fielen während des Zaubers einfach aus. Mit einem resignierten Seufzer bereitete sich Wild Fire vor, den fehlenden Wärmeschutz im kommenden Konflikt durch seine Feuermagie zu kompensieren.

Wurmblut war indessen herangeeilt, stürmte mit überraschender Geschwindigkeit durch den Spalt und versenkte seine Axt mit einem mächtigen Hieb in Harshnags Schienbein. Wild Fire konterte sofort mit einem Feuerball, den er kurz über den Köpfen der Gegner explodieren ließ und der Wurmblut, seine Schamanin, den Wyrmling und einen Berserker erfasste. Während der Wyrmling auf der Stelle von der Explosion starb, genoss Wild Fire die heiße Druckwelle, die auf seinen von der Winterkleidung bedeckten, felllosen Körper traf. Der Kampf entbrannte und während die Schamanin Wurmblut heilte, teilten dieser und Harshnag Schläge untereinander aus, unterbrochen von Wild Fires Feuerpfeilen, die sich in den Körper des Barbarenhäuptlings bohrten. Blm konkurrierte währenddessen mit der Schamanin und heilte die Wunden, die Wurmblut Harshnag zufügte. Ryan wuchs unterdessen auf Ogergröße und versuchte den Eisblock in Richtung der Gegner zu schieben, um die Feinde an der Wand einzuquetschen. Allein konnte er nichts ausrichten, doch Totes Pferd eilte sofort herbei und half ihm, als er das sah. Gemeinsam gelang es ihnen den riesigen Block zu bewegen, der auf dem Boden langschlitterte und Wurmblut und die Schamanin an der gegenüberliegenden Wand einquetschte. Wurmblut raste mittlerweile vor Wut, stemmte sich dagegen und drang verstärkt auf Harshnag ein. Ryan versuchte sich durch den neu entstandenen, kleinen Spalt zu zwängen, war aber zu groß, um hindurch zu gelangen. Unterdessen rannte Totes Pferd mit gezückten Waffen um den Block herum, holte im Lauf auf und trennte mit einem Sprung den Kopf vom Körper Wurmbluts. In seiner Raserei trat er im Lauf den Körper des Häuptlings gegen die Wand, vollführte eine leichte Drehung und warf sein Balor-Schwert direkt in den Leib der Schamanin, die vom Schwert aufgespießt nach hinten flog. „Mach deinen Frieden mit deinen Göttern, Priesterin, denn du triffst sie heute in der Hölle“ hallte es durch die Halle, als Totes Pferd im Kampfrausch seine Gegner verspottete. Während Wild Fire seine Feuerpfeile nun auf den Berserker richtete, schob sich Harshnag durch die Spalte, wobei der den Eisblock abermals etwas verschieben musste. Dabei quetschte er jedoch Ryan, der von Harshnag unbemerkt versucht hatte, auf der anderen Seite um den Block zu gelangen. Mit einem unterdrückten Schmerzensschrei wich dieser schnell wieder zurück, lies sich mit seiner psionischen Macht Flügel wachsen und flog nun leicht genervt über den Eisblock drüber. Totes Pferd hörte den Schrei und einen Moment lang fühlte er sich in seinem Verdacht bestätigt, dass Harshnag ein Verräter sei und dies mit Absicht getan hätte. Wurde Ryan gerade eben zerquetscht, so wie zuvor Tira? In Totes Pferd kochte der Zorn hoch und beinahe wäre er Harshnag an die Gurgel gesprungen – im metaphorischen Sinn, denn Totes Pferd bevorzugte es seine Gegner im Kampfrausch zu zerhacken – als er die Flügelschläge Ryans hörte und sich wieder etwas beruhigte. Doch Zweifel blieben bestehen.

Die Gruppe ging nun geballt gegen die übrigen 4 Berserker vor, wobei sich Blm schwer tat hinterher zu kommen. Totes Pferd, der mitten im Kampfgetümmel stand und durch den Vorfall mit dem Eisblock schon arg mitgenommen war, erlitt durch die Axt eines Berserkers eine hässliche Wunde. Schwankend und kurz davor umzukippen, drohte ihm nun doch wieder einmal das Ende. Wild Fire und Ryan, die das bemerkten, mobilisierten sofort alle Kräfte und während Wild Fire alles aus sich herausholte und mehrere Zauber gleichzeitig gegen die Berserker warf, kam Ryan im Sturzflug herabgesaust und schlug die Berserker mit psionisch unterstützten Faustschlägen wortwörtlich zu Brei. Nochmal durch einen Heilzauber Blms gestärkt, sammelte Totes Pferd seine letzte Kraft, schlug mehrmals auf den letzten Berserker ein, tauchte ab, wie zuvor Tira im Trainingskampf, griff sich den Gürtel des Berserkers, zog ihn kräftig zu sich heran und spießte ihn auf seinem Schwert auf.

Als sich der Adrenalinrausch des Kampfes langsam legte, machte sich Blm an die Heilung von Totes Pferd, während Ryan und Wild Fire die Gefallenen untersuchte. Wild Fire interessierte sich im Besonderen für Wurmblut. Vielleicht konnte er etwas bei ihm finden, dass eine Geschichte erzählte oder nützliche Informationen lieferte, wieso die Barbaren hier waren. Er fand jedoch nur Edelsteine und ein magisches Amulett, das er beides einsteckte. Vielleicht könnte man diese Sachen noch gebrauchen. Gerade, wenn er nach diesem merkwürdigen Abenteuer, in das er so gerutscht ist, wieder seine Schwester suchen wollte. Einige von Tiras Gegenständen wurden ihr abgenommen, da sie der Gruppe helfen könnten. Alle waren sich einig, dass Tira es so gewollt hätte, immerhin war sie auch dabei gestorben, als sie die Gruppe vor möglichen Gefahren beschützen wollte. Außerdem wollte Totes Pferd einige ihrer Gegenstände als Erinnerung behalten. So ging die Schriftrolle, die für den Klosterbruder bestimmt war, in seinen Besitz über. Ebenso wie einige andere Sachen, darunter auch das Amulett von Gruumsh, das Grumpf gefunden hatte und später Nashazar bei sich trug. Totes Pferd wollte es am liebsten zerstören, also verwahrte er es. Die zwei Dolche, die Tira verwendete, lösten sich bei einer Berührung auf, als sie nach wichtigen Gegenstände aus dem bisherigen Abenteuer durchsucht wurde. Im Anschluss brachten die Helden ihre Überreste an den Rand, legte sie ordentlich mit ihren restlichen Sachen bei und begruben sie leicht im Schnee. Alle hielten kurz inne und gedachten und dankten ihr. Totes Pferd, der so viele Kameraden in der letzten Zeit verloren hatte, ging auf Ryan zu und sprach mit ihm über seine Maske. Auf seine Weise lud er ihn ein, sich in der Gruppe als Freund zu fühlen. Ryans Maske, die im Kampf schwarz geworden war, wurde in der Zeit nach dem Kampf auch immer grauer und schließlich wieder weiß. Alle verabschiedeten sich noch einmal kurz von ihrer Gefährtin. Wild Fire zog die Kleidung um seinen nun nackten Körper noch etwas enger und gemeinsam setzten sie mit grimmigen Mienen ihren Weg in den Tempel weiter fort, bereit sich allen Herausforderungen zu stellen, die in der Anlage noch auf sie warten würden.

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