Jahr: 1489 TZ, Ort: Luftschiff der Drachenkultisten
Die Reise der Helden auf dem Luftschiff der Drachenkultisten verlief bis zu den frühen Abendstunden erstaunlich gut. Totes Pferd und Kisa’ana arbeiteten weiter an der Rüstung, deren Vorbereitungen Kisa’ana bereits angegangen war, während der Rest der Gruppe das erste Relikt suchte. Wild Fire und Blm redeten unterdessen mit Zalthia, einer magisch begabten Kultistin, über den magischen Feuerstab und den Würfel, der Portale öffnen konnte, während es sich Ryan einfach am Oberdeck gemütlich machte und die Fahrt genoss. Blm konnte das im Gegenzug dazu nicht ganz so, da ihm der Flug ein bisschen Magenprobleme bescherte, die ihn aber nicht allzu sehr beeinträchtigten.
Plötzlich ertönte vom Krähennest ein lauter Ruf: „ANGRIFF!“
Sofort eilten alle an Deck und sahen sich um. Ein grüner Drache kam von der Steuerbordseite vom Bug her angeflogen und flog um das Schiff herum, gerade so, dass er außerhalb der Reichweite war. Zumindest außerhalb der Ballisten. Während Wild Fire, der sich etwas mit den für ihn faszinierenden Drachen auskannte, dem Rest erklärte, worauf sie bei einem grünen Drachen aufpassen mussten, versuchte sich Kisa’ana, die auf Bogenschüsse auf weite Entfernungen spezialisiert war, trotzdem an ein paar Angriffen und konnte den Drachen mehrmals treffen. Ob er sie nur beobachten oder angreifen wollte, direkt nach dem Angriff verschwand der Drache plötzlich und alle sahen sich um und suchten den Himmel nach dem Drachen ab, doch niemand vermochte ihn zu entdecken. Totes Pferd schaute über die Reling noch nach unten, um sicher zu gehen, dass der Drache sie nicht unterflog, doch genau in diesem Moment wurde das Schiff hart Backbord gewendet, was einige aus dem Gleichgewicht brachte. Totes Pferd hatte dabei sogar das Pech, dass er durch den Ruck über Bord ging, doch er konnte sich im letzten Moment noch an der Reling festhalten und sich wieder nach oben ziehen. Daraufhin verlängerte er seinen magischen Speer und band sich mit einem Seil am Mast fest, bereit über Bord auf den Drachen zu springen und ihn zu attackieren. Wieder ging ein Ruck durch das Schiff, als der Drache von unten gegen die Landekufen stieß, was diesmal Kisa’ana aus dem Gleichgewicht brachte. Wild Fire, Ryan und Blm schauten sofort über die Reling nach unten, um sich ein Bild von der Lage zu machen, doch der Anblick des großen, grünen Drachens erfüllte sie mit Angst und Panik. Wild Fire sprang mit einem Satz mit gesträubten Fell in die Höhe, fauchte und jaulte, wie eine sich erschreckende Katze und rannte von der Reling weg zur anderen Seite des Schiffes. Auch Ryan und Blm rannten voller Panik auf dem Schiff umher. Kisa’ana fand unterdessen ihr Gleichgewicht zurück, zückte wieder den Bogen, zielte auf das Auge des Drachen und schoss. Doch ihre Pfeile trafen nicht wie beabsichtigt. Das Schiff wurde erneut durchgerüttelt und das Schiff ging in eine Linkskurve. Als Kisa’ana nochmal einen Pfeil schoss, tauchte der Drache nach unten ab und verschwand erneut aus der Sicht der Mannschaft.
Kisa’ana erzeugte mit der den Drow angeborenen Magie eine Kugel der Dunkelheit auf den unteren Kufen, in der Hoffnung, dass der Drache diese dann nicht mehr so gut angreifen konnte. In der Zwischenzeit beruhigten sich Wild Fire und Ryan wieder von ihrer anfänglichen Panik, während Blm durch die Hilfe seiner Gefährten erst zur Vernunft gebracht werden musste. Der Anblick des Drachens so nah am Schiff hatte ihn zu sehr entsetzt. Der Rest der Mannschaft hatte sich inzwischen auch an Deck versammelt und die Harpunen scharf gemacht. Da es noch 3 bis 4 Stunden dauern würde, bis man einen halbwegs geeigneten Landeplatz erreichen würde, musste die Besatzung des Schiffes wohl oder übel weiterfliegen und auf das Beste hoffen. Wild Fire erkundigte sich bei der Kultistenmagierin, ob sie irgendwelche Zauber oder Schriftrollen hätte, um Wind zu erzeugen und die Fahrt zu beschleunigen, doch sie verfügte nur über einen einzigen dieser Zauber, mit dem sie das Schiff maximal 30 Minuten lang beschleunigen könnte. Alle bis auf Blm waren sich einig, dass der Zauber lieber für den Notfall aufgespart werden sollte. Längere Zeit erfolgte kein weiterer Angriff und während einige weiterhin wachsam umherspähten, die Hände fest um Waffen gepackt oder bereit Zauber zur Abwehr des Drachens zu wirken, betete Totes Pferd zu Umberlee. Schließlich kam vom Ausguck her wieder ein Ruf: Der Drache war zurück und griff direkt von oben an. Das konnte jedoch nur der Ausguck sehen, für alle anderen versperrte der Ballon die Sicht. Es ertönten Schreie vom Ausguck und während jedes Besatzungsmitglied sich ein anderes schreckliches Bild von dem, was da oben passierte, vorstellte, erschienen an Kisa’ana Flügel und sie stürzte sich über den Rand, um einen Blick auf den Drachen zu erhaschen. Sie sah den Drachen direkt über dem Ballon und anscheinen hatte er seinen Odem eingesetzt, denn der Kultist Brassik war in einem Säurenebel aufgegangen und hing schlaff über der Brüstung. Der Nebel griff aber auch den Ballon an und während Kisa’ana alle warnte und mehrere Pfeile auf den Drachen schoss, die jedoch von seinen harten Schuppen einfach abprallten, versuchten Wild Fire und Blm mit ihren Zaubern die entstehenden Löcher im Ballon zu flicken. Dadurch verhinderten sie, dass der Ballon zu sehr absinkte und sie vielleicht sogar abstürzen würden. Als der Drache weiter seine Bahn zog, verlangte der 1. Maat und Steuermann Delsephine, dass jemand Brassik retten müsste. Wild Fire schaute nach oben und versuchte einen kleinen Blick auf dessen Körper zu erhaschen, um ihn mittels seiner Zauber aufs Deck zu holen, doch er konnte nur den Schatten des Kultisten sehen. Da Kisa’ana nicht daran dachte, das Risiko einzugehen, wo der Brassik anscheinend eh nicht mehr zu retten war, ging der 1. Maat selbst in den Ausguck, um ihn zu retten, während Wild Fire begeistert das Steuer übernahm. Für kurze Zeit war der Angriff des Drachens vollkommen aus seinem Kopf verbannt, denn plötzlich steuerte er dieses erstaunliche Schiff. Was für eine Erfahrung. Er machte seine Sache sogar recht gut. Als Delsephine Brassik aufs Deck schaffte, konnten alle sehen, wie seine ganze Haut von der Säure zerfressen und vernarbt war. Es stand sehr schlecht um ihn, doch er erhielt sofort Hilfe, zum Beispiel durch einen von Blms Heilzaubern. Kisa’ana hatte sich inzwischen an der Harpune am Bug positioniert und machte sich bereit auf den Drachen zu schießen, während Ryan mit psionisch geschärften Sinnen ins Krähennest ging und Totes Pferd hoch zu Wild Fire ging, um von dort Befehle zu brüllen. Doch wieder lies ein Angriff auf sich warten und es verging über eine Stunde, in der einige sich erholten, während sich Wild Fire vom 1. Maat Kniffe zum Fliegen zeigen lies.
Dann ertönte ein erneuter Ruf, diesmal von Ryan: „Vor vorne!“
Wild Fire überlies sofort das Steuer dem 1. Maat und eilte gemeinsam mit ein paar anderen, darunter auch Blm, zum Bug. Er wollte den Drachen mit einem Feuerball abfangen, doch niemand an Deck konnte den Drachen sehen, außer Ryan mit seinen geschärften Sinnen. Während das Geräusch, das sie schon beim 1. Odemangriff gehört hatten, ertönte, schoss Kisa’ana eine Harpune in die ungefähre Richtung des Drachens, während Wild Fire einen Feuerball fliegen lies. Selbst Harshnag, der eine Harpune in die Hand genommen hatte, warf in die Richtung des Angreifers. Während der Drache recht gut ausweichen und nur geringen Schaden abbekam, rollte der Säurenebel über das Deck und verätzte alle an Bord. Alle, bis auf Ryan, der im Ausguck diesmal sicher war. Dazu kam noch, das natürlich genau in diesem ungünstigen Moment Wild Fires Wilde Magie ausbrach und einen Schmierteppich am Bug des Schiffes erscheinen ließ. Alle um Wild Fire herum schlitterten und fielen zu Boden, sogar Harshnag, der dadurch das Schiff aus der Balance brachte, was es für alle noch schwerer machte. Nach und nach fanden alle das Gleichgewicht, schluckten eilig Heiltränke und hielten sich entweder gut fest, so wie Kisa’ana, die die Harpune weiter bereithielt, oder verließen den rutschigen Bereich, wie Wild Fire, der sich an der Reling entlang hangelte und schließlich zum Steuerrad gelangte, um den Drachen angreifen zu können, falls er von hinten angreifen würde. Doch ein erneuter Angriff blieb aus. Wieder hatte die Mannschaft über eine Stunde Zeit, um sich zu erholen und mehrere Besatzungsmitglieder nutzten die Chance, so wie Kisa’ana. Ryan wurde in der Zeit im Ausguck auch abgelöst, entschied sich aber für einen Zustand, in dem er auf Deck ohne Müdigkeit und Hunger weiter Wache halten konnte.
Schließlich war es soweit und das Schiff ging in einen Landeanflug über, bei dem Wild Fire dem 1. Maat zuschaute, um von ihm zu lernen. Die Landung wurde dabei doch etwas holprig, aber schließlich setzte das Schiff auf einer Lichtung auf, in deren direkter Nähe auch ein Bachlauf war. Weit und breit war nur die reine Natur zu sehen. Während sich viele Gruppenmitglieder, wie Wild Fire, schlafen legten, um am nächsten Tag die Reise ausgeruht und frisch angehen zu können, brachen zwei Kultisten auf, um am Bachlauf die Wasservorräte aufzufüllen. Totes Pferd und Ryan hielten Wache, während Ryan dabei eine Art Drache aus Holz schnitzte. Kisa’ana betete derweil zu Selune und löste dann später Totes Pferd ab. Während ihrer Wache passierte nichts Besonderes, doch sie konnte in einiger Entfernung ein hungriges Rudel Wölfe sehen. Da sie diesen helfen wollte, redete sie mit dem Kapitän – Totes Pferd – und bat ihn, etwas Proviant an die Wölfe abgeben zu können. Doch auch, wenn auf dem Schiff reichlich Vorräte vorhanden waren, so wussten sie nicht, was die weitere Reise bringen würde. Totes Pferd wollte kein Risiko eingehen und machte klar, dass Kisa’ana ihre persönlichen Vorräte gerne dafür nutzen könnte, aber nicht die allgemeinen des Schiffes. Das tat sie dann auch und verbrachte die Nacht mit den Wölfen zusammen.
Am Morgen des neuen Tages speisten erst einmal alle ausgiebig, wobei es sogar ein paar von einem Kultisten gesammelte Beeren gab. Es war ein wenig neblig geworden und aufgrund der Erfahrungen des letzten Tages drängte der 1. Maat zur Eile. Nach den letzten Vorbereitungen startete das Schiff wieder, wobei diesmal Wild Fire das Steuer übernahm, angeleitet und unterstützt vom 1. Maat. Die Gruppe kam gut voran und sollte am Ende des Tages bei Beorunna’s Well ankommen, wo sie sich um das Artefakt der Steinriesen kümmern wollten, ehe sie die Runde weiter nach Silbrigmond und dann zum Großvaterbaum fliegen wollten. Während der Reise arbeiteten Totes Pferd und Kisa’ana weiter an der Rüstung, während sich Wild Fire und Blm von der Magierin erklären ließen, um was es bei dem Feuerstab des Nekromanten und dem Würfel ging.
Sie erfuhren, dass der Stab ein Teil von einem Set war und sie noch weitere Gegenstände benötigen würden, um das volle Potential des Stabes zu nutzen. Der Umhang, den Nashazar vom Nekromanten mitgenommen hatte schien dafür wichtig zu sein. Dummerweise wurde er mit ihm in Bryn Shander begraben. Der Stab konnte zwar auch so benutzt werden, aber es war schwieriger und er war lange nicht so mächtig. Auf Nachfrage Wild Fires hin, wo der Umhang, den er Blm erwähnte, sei, antwortete dieser nicht richtig. Anscheinend wollte er auch aus dieser Information Profit schlagen. Der Würfel war ein Ebenenwürfel und konnte wohl nur von bestimmten Personen genutzt werden, die der Würfel akzeptierte. Da Blm ihn nicht nutzen konnte, Wild Fire aber schon, musste man wohl ein Zauberer sein. Zu welchen Ebenen die einzelnen Symbole jedoch führten, konnte die Magierin nicht sagen. Nach diesen wichtigen Informationen wollte Wild Fire endlich Klarheit und redete mit Blm darüber, ob er den Würfel und Stab nun endlich haben könne, um die Gruppe besser unterstützen zu können. Immerhin konnte Blm beides nicht nutzen, war er doch kein Zauberer und viel zu klein für den Stab. Doch Blm wollte beides nicht einfach so hergeben und verhandelte hart mit Wild Fire. Anscheinend war sein persönlicher Profit viel wichtiger für ihn, als die Gruppe, was Wild Fire verwirrte und schließlich auch sehr ärgerte. Von seinem Stamm und dem Leben bei den Tabaxi war er solche Eigensucht nicht gewöhnt (denn dort steht die Sippe an erster Stelle) und wurde trotz der Reise durch Faerun bisher auch nicht in solcher Hartnäckigkeit und Intensität damit konfrontiert. Blm wollte von Wild Fire die Unterstützung in der Ausbildung von 3 neuen Schülern, die er in Silbrigmond aufnehmen wollte. Damit hatte Wild Fire an sich überhaupt keine Probleme, er begrüßte es sogar und freute sich darauf, jungen und wissbegierigen Schülern das Wissen über die Magie, magischen Wesen und ähnlichem beizubringen, unterstützt von all den Geschichten, die er bisher so aufgeschnappt hatte. Doch Blm wollte zusätzlich noch 3 Gefallen von ihm. 3, obwohl Wild Fire ihm bei der Ausbildung helfen wollte und erst kürzlich sein Leben gerettet hatte. Als Wild Fire darauf bestand, dass sie aber nicht gegen seine Moral und Prinzipien verstoßen dürften – also Schwarze Magie, Unschuldigen zu Schaden und ähnliches – wollte Blm auf einmal 4 Gefallen. Schließlich einigte sich Wild Fire zähneknirschend mit Blm auf 2 Gefallen ohne diese Bedingung. Während der Reise war die Gruppe zur neuen Sippe von Wild Fire geworden und er stand ihr daher absolut loyal gegenüber. Doch die letzten Aktionen und das benehmen von Blm führen nun schließlich dazu, da Wild Fire ihn innerlich aus dieser Gruppensippe ausschloss.
Totes Pferd nutzte die Gelegenheit auch, um eine Ansage am Deck zu machen. Er lobte alle für ihren Einsatz und Mut und stellte Regeln für die weitere Reise auf. Alle Schätze, die ab sofort gefunden werden würden, sollten zusammengepackt und gerecht unter allen aufgeteilt werden. Niemand sollte sich allein bereichern. Er stellte aber auch klar, dass Sklaverei keine Option sei und dass er jeden, der irgendwie etwas mit Sklaverei zu tun haben würde, skalpieren und den Skalp am Mast festnageln würde. Die weitere Fahrt verbrachte Wild Fire schließlich im Gespräch mit der Magierin und bat sie drum, ihr Wissen über die Ebenen mit ihm zu teilen, damit er bei späteren versuchen besser erkennen könnte, in welche Ebenen die einzelnen Symbole führen. Auch um Hilfe mit dem Stab bat er. Danach wollte er Totes Pferd aufsuchen und ihm nach diesen Umhang fragen, von dem Blm gesprochen hatte. Er würde die Information sicherlich bereitwillig mit ihm teilen.
Nachdem die Abenteurer erfolgreich die Mysterien um Sains Erbe geklärt hatten, holten sie Candis, die sich eine kleine Auszeit genommen hatte, aus einer nahegelegenen Taverne ab. Auf Drängen von Trixi, beschloss die Gruppe mehr oder weniger einvernehmlich zu einem Bardenkonntest in der Stadt zu gehen. Als sie unverhoffter Dinge durch die Straßen schlenderten, kam um eine Biegung ein Mann gestürmt, der frontal mit Candis zusammenstieß. Aufgeregt etwas in einem fremden Dialekt brabelnd, der aus Kara-Tur zu stammen schien, rappelt sich der unbekannte Mann auf und stürmt weiter, verfolgt von mehreren vermummten Männern. Erstaunt beobachteten die Misfits das eigenartige Geschehen und zogen anschließend zum Konntest weiter. Den Konntest wollte Trixi als Plattform nutzen um ihr Buch: „Ich! Aufstieg zu Ruhm und Glorie“, vorzustellen. Durch Spezialeffekte von Narziss und eine sehr extravagante Vortragsweise von Trixi wurde der Auftritt ein annehmbarer Erfolg. Sie qualifizierte sich durch ihren Auftritt für ein in 2 Wochen stattfindendes Stadtfest. Dieser Erfolg wurde dementsprechend von der ganzen Gruppe feucht fröhlich bis in die frühen Morgenstunden ausgiebig gefeiert.
Am nächsten Morgen zeigte die lange Nacht spuren bei der Gruppe. Der Tagesinhalt der meisten Gruppenmitglieder bestand aus Wassertrinken, Schlafen und Müßiggang. Am darauffolgenden Morgen ging es den Abenteurern um einiges besser. Zusammen am Frühstückstisch wurden Pläne für das nächste Abenteuer geschmiedet, doch von Candis schien jede Spur zu fehlen. Jedoch war auch niemand sichtlich besorgt, da das exzentrische Verhalten von Candis der Gruppe schon bekannt war. Vermutlich hatte sie schlichtweg keine Lust auf das Treffen. Plötzlich kam jedoch ein Mann an den Tisch der Misfits. Es stellte sich heraus, dass er der gejagte Mann vom Vortag war. Er stellt sich als Kilian vor und berichtete der Gruppe, das er sie aus einem schlechten Gewissen heraus aufgesucht hatte. Er wurde von einem Kartell namens „Rote Schwalbe“ gejagt, über das er brisante Informationen besaß. Um sich zu schützen, berichtete er seinen Verfolgern, dass Candis die Informationen nun habe. Ihr Verschwinden sei kein Zufall, da sie vermutlich zum Stützpunkt des Kartells, nach Baldurs Gate, verschleppt wurde. Über den Beschluss zur Rettung von Candis musste nicht lang diskutiert werden. Am nächsten Morgen brach die Abenteurer Gruppe mit Kilian zum Missfallen von Trixi, da sie durch die Rettungsaktion vermutlich Ihren Auftritt auf dem Stadtfest verpassen würde, zur Flusshaltestelle auf, um das nächstmögliche Boot Richtung Baldurs Gate zu bekommen. Doch kaum am Hafen angekommen wurde die Gruppe von vermummten Gestalten, die mit unglaublicher Schnelligkeit agieren, ausgeknockt.
Unwissend wie viel Zeit vergangen war, erwachten die Misfits gefesselt nach und nach im Bug eines Schiffes. Plötzlich betrat ein Mann den Raum, in dem die Gefangenen gefesselt waren und sprach sehr vertraut zu Kilian. Schockiert fand Narziss heraus, die dem Gespräch lauschen konnte, das Kilian sie ein weiteres Mal hintergangen hatte, was ihre Abneigung gegen andere Rassen nur noch verstärkte. Kilian hatte der Gruppe verschwiegen, dass er der Enkel des Anführers der Roten Schwalben war. Jedoch wollte er sich von den Machenschaften seiner Verwandten lossagen und aus dem Klan aussteigen. Die besagten Informationen, die angeblich Candis besitzen sollte, beinhalteten Beweise für eine geplante Intrige seiner Mutter gegen den Klan Chef, seinen Großvater. Durch das Besitzen und Verstecken dieser Informationen erhoffte sich Kilian den Ausstieg aus der Organisation der „Roten Schwalben“. Jedoch schien die Erpressung Fehlgeschlagen zu sein.
Verärgert über Kilians Mangel an Kooperation wurde er in der darauffolgenden Nacht kaum eines Blickes gewürdigt, obwohl er sich bei seinen Helfern zu entschuldigen versuchte. Verdrießlich saß Zaza in einer Ecke des Raumes und überlegte, wie sie am besten ihre Fesseln loswerden könnte. Doch plötzlich schienen sie sich, wie von Geisterhand zu lösen. Verdutzt rieb sie sich die Handgelenke und guckt sich um. Eine komplett in schwarz gekleidete und verschleierte Frau, schlich von Person zu Person und entfesselte sie. Ohne großes Nachfragen folgten die Gefangenen der Person auf das Deck des Schiffes, dass von Wachen verlassen schien, und sprangen in ein Beiboot. Nach geraumer Zeit erreichten die Flüchtigen ein größeres Boot, das sie mit ihrer Retterin, namens Sirina betraten.
Dort wurden sie von einem älteren würdevollen Mann empfangen der sich als Drachenklaue vorstellt. Es schien ihn eine mächtige Aura zu umgeben, die selbst Narziss in Ehrfurcht erstarren lies (Obwohl er nur ein Mensch war). In knappen aber durchdringenden Worten erklärte er der Gruppe, dass die Veröffentlichung Kilians Informationen, in einem Klan Krieg enden könnte. Letztendlich verriet Kilian, dass er die Dokumente mit den Informationen in einem Labyrinth tief unter Baldurs Gate versteckt hatte. Jedoch sollte dieses Labyrinth sehr verwinkelt und mit Fallen gespickt sein. Drachenklaue versprache der Gruppe Belohnungen falls sie das Dokument mit den Informationen bergen sollten.
Um gut für das Labyrinth vorbereitet zu sein erhielt jeder aus der Gruppe einen magischen Tee, der heilende Wirkungen haben sollte. Außerdem ließ sich Zaza einige Akrobatik Tricks im Booteigenen Dojo zeigen, Trixi erhielt ein besonderes Gedicht, und Narziss erlernte einen Zauber den sie in der Bibliothek des Bootes in einem der Bücher fand.
Mit Sirina und Kilian fuhren die Misfits zum Hafen von Baldurs Gate. Dort wurden sie jedoch schon von einer karaturisch gekleideten Gruppe erwartet und angegriffen. Anders als am Hafen von Berdusk war die Gruppe jedoch diesmal gewappnet und besiegte die Angreifer im Handumdrehen. Durch den Keller einer Villa gelangte die Gruppe schließlich zum Eingang des Labyrinths. Um sich vor unerwarteten Angreifern zu schützen, blieben Mörp, Kilian und Sirina am Eingang stehen, um dem Rest der Gruppe den Rücken zu stärken.
Im Labyrinth angelangt zeichnete Narziss den Weg auf einer Karte mit, um zu verhindern sich zu verlaufen.
Im Labyrinth stießen Narziss, Zaza und Trixi auf sechs Räume die jeweils verschiedene Rätsel bargen. Jeder Raum wurde nach dem Betreten von Holzgolems versperrt und nur bei der richtigen Lösung des Rätsels, ließen sie die Golems passieren.
Im ersten Raum befand sich eine Tafel mit der Aufschrift: „Trägt seinen Herren und wir von ihm getragen“. Nach langem überlegen erriet Zaza die richtige Antwort: „Schuhe“.
Im zweiten Raum fanden die drei Abenteurer das gleiche Bild vor. Nur das auf der Tafel 5 Zahlenreihen standen:
5
6
7
8
4
=
4
1
1
1
1
1
=
0
7
2
3
4
8
=
3
8
8
8
1
1
=
6
6
2
2
5
7
=
?
Wieder war es Zaza, die auf die richtige Antwort kam. Die Antwort lautete 1, denn alle von Zahlen eingeschlossenen Räume hatten den Wert 1.
Der dritte Raum war von gleicher Beschaffenheit, bloß das er diesmal kein Rätsel barg. Dafür richteten die Golems sofort ihre Waffen auf die verdutzten Abenteurer. Da die Golems jedoch aus Holz waren, konnten Narziss mit einer heraufbeschworenen Feuerkugel und Trixi mit einem Molotowcocktail den Kampf schnell für sich entscheiden.
Im darauffolgenden Raum befanden sich eine Wage und ein Topf mit neun Kugeln und einer Aufschrift die wie folgt lautete: „Finde diejenige Kugel die schwerer ist als die anderen. Jedoch darfst du nur zwei mal wiegen“. Diesmal hatte Narziss den richtigen Einfall. Zuerst legte sie in jede Waagschale drei Kugeln. Die rechte Seite sank darauf hin hinunter. Dadurch war klar, dass sich auf der rechten Seite die schwere Kugel befinden musste. Daraufhin nahm sie die drei Kugeln aus der rechten Waagschale und legt jeweils eine auf die rechte und eine auf die linke Seite. Die dritte behielt sie in der Hand. Als sie merkte, dass sich die beiden Schalen das Gleichgewicht hielten, wusste sie, dass die schwerste der neun Kugeln sich in ihrer Hand befand. Nachdem sie die Kugel einem der Golems in die Hand legte, durfte sie und die anderen passieren.
Im fünften Raum befand sich erneut eine Tafel mit der Überschrift: „Welche ist die nächste“. Auf der Tafel befanden sich Zahlen von 1 bis 100. Von diesen Zahlen leuchteten jeweils die Zahlen 2, 5, 9, 14, und 20. Nach einer langen Knobelzeit kam Zaza auf die richtige Antwort. Als sie die Zahl 27 drückte, machten die Golems ihnen den Weg frei.
Im sechsten und letzten Raum befand sich eine große Wanne. Auf deren Grund lag ein Päckchen mit der Aufschrift 6 Liter. Als Trixi danach greifen wollte stieß sie auf eine unsichtbare Barriere. In einer Ecke des Raumes plätscherte eine Quelle und davor standen ein Gefäß mit der Aufschrift 4 Liter und ein Gefäß mit der Aufschrift 9 Liter. Nach vielem herumprobieren und Umschütten von 4 auf 9 Liter gelang es den Misfits genau 6 Liter in die Wanne zu füllen. Nun konnten sie nach dem Päckchen greifen und fanden darin die gesuchten Informationen die sie gesucht hatten.
Durch den angefertigten Plan des Labyrinths und die darin eingetragenen Laufwege, gelang es den Dreien recht schnell aus dem Labyrinth zu entkommen. Von draußen hörten sie jedoch schon Kampfschreie. Im Mittelpunkt des Kampfes standen eine Frau mittleren Alters, die Kilians Mutter zu sein schien, und Kilian selbst. Sie brüllte ihn an, er solle die geheimen Informationen herausgeben. Narziss machte sich unterdessen unsichtbar, da sie die Informationen in ihrer Tasche trug. Doch plötzlich erschienen durch ein Lichtblitz zwei Männer. Ein karaturisch aussehender älterer Mann, der sich als Katos Fey vorstellt und Drachenklaue. Nach ihnen erschien ebenfalls durch einen Lichtblitz eine überwältigende Anzahl an Kriegern. Dadurch ergaben sich schnell die Krieger Kilians Mutter. Katos Fey, Kilians Großvater, schritt auf Kilians Mutter zu und wollte sie für ihren Verrat enthaupten. Er hatte schon längst von ihren Intrigen gehört. Jedoch griff Drachenklaue ein und bat ihn um Gnade. Nach langer Grübeln willigte Katos Fey ein, seiner Tochter Gnade zu gewähren. Doch er stellte zwei Bedingung. Er verlangte sowohl ihre Absetzung als auch Kilian auf dem Platz ihrer alten Position. Obwohl er aus dem Orden der „Roten Schwalben“ austreten wollte stimmt Kilian zu, um seine Mutter vor dem Tod zu retten. Auch Candis tauchte mit dem Erscheinen der beiden älteren Männern wieder auf. Typisch, ganz nach ihrer Art war sie ihren Entführern entkommen, hatte jedoch drauf verzichtet ihre sich sorgenden Kameraden zu informieren.
Für die Hilfe beim Lösen des Konflikts und um über die Sache Stillschweigen zu bewahren erhielten die Misfits pro Kopf Edelsteine im Wert von 126 Gold und Mützen im Wert von 154 Gold. Auch ein Rückfahrtsticket nach Berdusk wurde ihnen gewährt. Vollkommen erschöpft aber glücklich über die Belohnung fuhr die ungewöhnliche Abenteurer Gruppe wieder zum Gasthaus zum Friedlichen Esel zurück.
Noch mit den schrecklichen Ereignissen der vergangenen Nacht erreichte der Zug endlich sein Ziel. Das Roadhouse, eine Straßenbau Zentrale mitten im Nirgendwo. Dort war man begeistert, vor allem wegen der Aussicht auf frische Backwaren jeden Morgen. Die Hoffnung auf eine Nacht im Warmen zerschlug sich jedoch ziemlich für die Begleiter des Zuges schnell, die Gäste würden in den Ställen schlafen müssen. Anakis schien das nicht so recht verstanden zu haben, fragte sie Bok Luk, den Vorarbeiter, der sie begrüßt hatte, nach Kaminen. Dementsprechend sah er sie entsetzt an, meinte aber, dass sie sich zumindest bis sich Christle Pete, der Koch, der Bautruppe zur Ruhe begab, im einzigen geheizten Raum des Gebäudes ruhen konnten, der Schankstube.
Der Koch Pete
Nachdem alle ihre Tiere versorgt hatten und die Arbeiter mit dem Entladen der gelieferten Waren begonnen hatten kamen alle dem Angebot noch und gingen die Treppe hoch zu Petes kleinem Reich. Pete stellte sich als etwas griesgrämiger Koch heraus der etwas übernächtigt wirkte und murmelte ständig etwas von verdammten Ratten im Haus, die ihn die ganze Nacht Kratzgeräuschen wach hielten, verköstigte die Reisenden aber gleich wohl. Cypher, der seine Dankbarkeit für seine Rettung die Nacht davor zum Ausdruck bringen wollte, würzte Anakis Essen mit einer ihr unbekannten Substanz, die alles genau ihrem Geschmack entsprechen lies. Sie war aber ziemlich skeptisch ob des ganzen undals Dyrus Neugierig fragte, ob er auch etwas probieren könne, gab sie ihm gleich ein Drittel ab.
Die Beschuldigung
Ihre Sorgen, ob Cipher sich dadurch beleidigt zeigen könnte wurden schnell zerstreut, als eine der Kultistinnen, die den Zug begleitet hatten in den Raum trat und ’nach dem der Auftrag nun erledigt ist‘ Genugtuung für den Mord an ihrem Freund suchte – bei Cipher. Alle die Cipher kannten guckten nur verwirrt denn niemand hielt den klerikal angehauchten Barden für einen Mörder, das passte nun wirklich nicht zu ihm. Alle anderen freuten sich auf ein Spektakel, das aber noch nicht so recht los gehen konnte, den Pete scheuchte die Streithähne aus der Stube, und die meisten der Reisenden folgten gespannt in den Hof, wo sich auch die anwesenden Arbeiter den Zuschauern anschlossen.
Der kurze Kampf
Unten angekommen versuchte Cipher auf die gute einzureden, dass er niemanden getötet hatte und das ein Missverständnis sein mü… noch bevor er fertig gesprochen hatte, stach sie mit einem Schwert einmal komplett durch seinen rechten Oberarm. Nun begriff sogar Cipher den ernst der Lage und nutzte seine Kräfte und seine Werkzeuge um sie ziemlich schnell zu betäuben und mit seiner magischen Kette zu binden, die er nach getaner Arbeit dann durch ein Seil ersetzte und mit der bewusstlosen Kultistin wieder zurück in die warme Stube ging und sie in einer freien Ecke vorsichtig ablegte und sich um ihre Gesundheit kümmerte.
Das Rattenproblem
Während fast alle sich dem Schauspiel angeschlossen hatten war Maevina in der Stube geblieben und hatte den Wirt weiter über das „Rattenproblem“ befragt. Thredi, die eine der ersten war, die wieder oben an kam, tauschten sich über die Ereignisse aus und entschlossen sich das Gebäude näher zu inspizieren. Ander und Dyrus schlossen sich der Erkundung an, Anakis schien jedoch etwas Muffelig zu sein und bestellte sich etwas Alkohol,um sich daran zu wärmen.
Erklärungen
Nach einer Weile kamen die Erkunder zu dem Schluss, dass die Geräusche wohl unmittelbar aus dem abgeschlossenen Lager direkt unterhalb der Schenke kamen und überredeten Bok Luk, das Maevina unter Aufsicht das Lager untersuchen durfte. Thredi sah an ihrem Blick, dass sie etwas gefunden hatte, aber die beiden sagten erst einmal nichts und alle trafen sich wieder in der Wirtsstube, wo sich die Kultistin von Ciphers Sieg erholt hatte und er nun mit der Befragung begann. Schnell sammelte sich die Gruppe neugierig um das ungleiche Paar und Cipher fragte sie aus. Ihr Name war Theresa Silberstrumpf. Angeblich hatte sie Cipher beobachtet, wie er ihren Freund Takos Schnellklinge, mit demer vor ein paar Tagen einen harmlosen Streit hatte in der anfänglichen Verwirrung beim Angriff der Froschwesen von hinten erstochen, bevor er sich in den Kampf stürzte.
Niemand der potentiellen konnte die Aussagen wider- oder belegen, aber Tatsache war, das Schnellklinge verstorben und seine Leiche im Sumpf zurückgelassen worden war. Cipher versuchte daraufhin die Anwesenden zu überreden, an die Stelle des Überfalls zurück zu kehren und Schnellklinges Leiche zu bergen, was die anderen jedoch wegen der Gefährlichkeit eines solchen Vorhabens ablehnten. Cipher selbst wäre ja an Ort und Stelle fast gestorben. Dennoch versprach Cipher, Theresa Silberstrumpf wieder frei zu lassen und alles für die Aufklärung des Verbrechens zu tun. Ausserdem bat er Rezmir um einen Gedenkdienst und beauftrage einen Arbeiter an einem Gedenkstein zu werkeln – so sie in den nicht noch einmal Angreift, wozu sie sich dann auch zähneknirschend und etwas skeptisch bereit erklärte – noch nicht ganz von seiner Unschuld überzeugt.
Ruhe kehrt ein
Nachdem diese Sache geklärt war, wurde entschieden, die Sache mit den vermeintlichen Ratten und einem möglichen Zugang mit Bok Luk zu diskutieren und man einigte sich schließlich darauf, das Maevina die Nacht über zusammen mit je einem Arbeiter Wache zu halten. Alle anderen zogen sich wieder in die Wirtsstube zurück und ein paar versuchten die Verbannung in die Ställe so lange wie möglich heraus zu zögern, doch letzten Endes wurden auch sie von Pete heraus geworfen der sonst nicht in der Wirtsstube zur Ruhe kommen konnte – soweit man in Erwartung des Rattenproblems überhaupt von Ruhe sprechen könne.
Sirachs -hoffentlich- endgültiges Ende (The Sainted Sinners)
Nachdem die Gruppe in Unirea ankam, und sich noch kurz um einige private und geschäftliche Angelegenheiten kümmerte, planten sie, sich sogleich nach Mulptan aufzumachen, um nach Eibenstein zu suchen. Sie wurden dabei noch von einiger der Stadtwachen abgefangen, welche Fragen bezüglich Eibenstein stellten. Dieser solle wohl ein Sanatorium angegriffen und einen Adeligen entführt haben. Das Gespräch hielten sie kurz, da sie mit einem Justizträger in Mulptan ein genaueres Gespräch führen wollten. Bevor sie aufbrachen, prägten sie die Bewohner ihres kleinen Ortes für das Portal zum Zwielicht Markt, um eine eventuelle Evakuierung zu starten, und Anskaviat gab den Bau zweier Ballisten in Auftrag.
Zu aller Überraschung tauchte der pflaumengesichtige Malponus in der Taverne auf. Der ehemalige Gefangene versicherte, dass er in Julianos hier sei um den Helden zu helfen. Zum einen besaß er einige Infos über Eibensteins verschwinden. Dazu überreichte er der Gruppe eine Ratte. Einer solle das Blut dieser Ratte trinken, um ihr Gesehenes selbst zu erleben.
Die grausige Tat fiel Wilbur zu, welcher hinter der Taverne das Genick des Tieres brach und das Blut trank. Aus der Perspektive der Ratte sieht er wie Eibenstein eine Person durch eine Gasse hinter sich herzieht. Es tauchen allerdings vier Gestalten in roten Roben und tätowierten Gesichtern auf – Thaymagier! Eibenstein liefert einen erbitterten Kampf, doch es waren einfach zu viele. So wurde der Runenmeister überwältigt und von den Magiern mitgenommen.
In der Vision konnte Wilbur allerdings noch erkennen, dass es eine heruntergekommene Person gab, die das ganze beobachten konnte. Dann endete die Vision, worauf Wilbur einige Male kotzte, da ihm der ekelhafte Geschmack und der Gedanke, das Blut einer Ratte getrunken zu haben, hochkamen. Darauf berichtete er seinen Freunden, was er sah und Malponus teilte ihnen mit, dass sie den Fremden im Lokal „Itschenkrug“ wiederfinden würden. Des Weiteren überreichte er Inesril einen Brief und eine versiegelte Rolle von Julianos. Im Brief stand, dass Julianos eine Möglichkeit gefunden hätte, den Fluch von Inesrils Schwert zu lösen, was jedoch nicht so einfach wird. Er solle dazu das Siegel der Rolle lösen, sobald er bereit ist dieses Abenteuer auf sich zu nehmen.
Als die Gruppe mit allem weiteren fertig geworden war, teleportierten sie sich direkt nach Mulptan und begaben sich zum Gerichtsgebäude, um mehr über den Fall „Eibenstein“ zu erfahren. Ein dortiger Beamter berichtete zum einen, was die Wachen bereits sagten und fügte hinzu, dass es sich bei Eibensteins Gefangenen um den Herrn Tilmann handle. Nachdem die Gruppe davon berichtete, dass sie einige Problemchen mit den Thaymagiern besäßen und die Zerstörung vermutlich damit zusammenhinge, wurden sie wieder rausgelassen. Scheinbar glaubte der Beamten den Helden zumindest ein Stück weit, da er ihnen zwei Tage gab, um ihre eigenen Untersuchungen bezüglich Eibenstein anzustellen. Danach müssten sie alle Informationen, die sie besaßen an die Wache weiterleiten.
Danach begaben sie sich zur Taverne, die ihnen Malponus nannte und fanden sogleich den Fremden darin. Nachdem Anskaviat ihm ein Bier ausgab, erzählte er bereitwillig davon, dass Eibenstein ihn einige Wochen lang regelmäßig im Sanatorium besuchte. Jedoch sind die Erinnerungen daran verschwommen und er kann sich an keine Details mehr erinnern. Die Gruppe entschließt sich den jungen Mann in Sicherheit zu bringen, da er scheinbar für Eibenstein wichtig war oder vielleicht auch noch ist. Wilbur teleportierte ihn kurzerhand nach Unirea. Bevor er sich wieder zu seinen Freunden begab, merkte er, dass am Handgelenk des Mannes eine Rune und ein Pfeil leuchtete. Er teleportierte sich dann schnell nach Mulptan und mit der restlichen Gruppe wieder zurück. Sie suchten darauf Kerstin und Tamara, welche Schülerinnen Eibensteins sind, auf und frugen nach dieser Rune.
Diese erklären kurz, dass es sich hierbei – offensichtlich – um eine Rune handelt, die auf etwas weist und wie der Arm gehalten werden muss, damit man die richtige Richtung findet. Sie folgten dem Pfeil und kamen zur Schmiede. Dort fanden sie eine kleine Falltür, um in Unireas Untergrund zu gelangen. Passenderweise kam Malponus herbei, welcher Professor Lüpke mitbrachte. Bei Professor Lüpke handelte es sich um einen Erdgnom, der begrenzt das Tunnelnetz wahrnehmen und den Abenteurern in den Boden zeichnen konnte. Auf ihrem Weg durch die Tunnel kamen sie bei einer Abzweigung an, welche durch eine Wendeltreppe geführt hätte. Sie entschieden sich, dem Verlauf einfach zu folgen, bis sie zu einer Plattform kamen, in dessen Mitte sich eine kleine Säule befand. Die Gruppe ging zusammen auf die Plattform und durch berühren der Säule bewegten sie sich nach unten.
Irgendwann kamen sie in einer riesigen Höhle an. Zu aller erstaunen fanden sie dort den mechanischen Drachen vor und zwei schwebende Plattformen, auf denen sich jeweils Thaymagier befanden, die scheinbar ein Ritual wirkten. Scheinbar fingen sie schon damit an das Konstrukt zu beseelen. Noch skurriler waren allerdings die zwei Gehege in etwas weiterer Entfernung, die jeweils um die 50 Schafe beinhalteten. Wilbur riss sich zuerst aus dem Schreck und wirkte auf die nächste Plattform den Zauber „Magie bannen“. Es gelang und die Magier auf dieser Plattform fielen unerwarteterweise einige Meter tief. Anskaviat rief seine Verbündeten hervor und der Raum füllte sich mit Gargoyles, Barbaren und Drachlingen, welche sich auf alle Magier stürzten.
Darauf kramten sie schnell noch einige der praktischen Runenverstärkungen Wilburs aus ihrer interdimensionalen Box heraus. Jedoch tauchte unter dem Fahrstuhl der Helden, welcher sich fortwährend in die Tiefe bewegte, ein Portal auf, welches scheinbar in eine Hölle führte. Die Helden sagten ihren nicht kämpferischen Begleitern sie sollen sich nach oben begeben und teleportierten sich darauf ins Getümmel. Die Schafe zeigten darauf ihr wahres Äußeres: Es handelte sich um Wölfe, oder eher um Wolfsmonstrositäten. Diese nahmen direkt den Kampf mit den Verbündeten der Gruppe auf. In all dem Tumult tauchten unglücklicherweise auch noch Gauns auf, die wie eine kleine Version eines Betrachters aussahen. Anskaviat und Inesril nahmen sogleich den Kampf mit diesen auf. Derweilen meldete sich die Stimme in Lottas Kopf und verlangte zum mechanischen Drachen gebracht zu werden. Sie folgte der Aufforderung. Ihr Weg wurde kurz bevor sie da ankam von einem größeren Gaun versperrt.
Dieser bot ihr ein Geschäft an: Wenn sie seine Schatzkammer durch Sicherheitsschlösser und Fallen bestücken könnte, würden er und seine Leute sich aus diesem Kampf zurückziehen. Sie überlegte nicht lange und sagte zu. Dadurch erhielt sie Durchgang zum metallischen Drachen und fing an, an diesem rumzuschrauben. Auf der anderen Seite des Schlachtfeldes schauten die beiden Kämpfer etwas verwirrt, als ihr Gegner die Flatter machten, nahmen jedoch wahr, dass sie mit keiner weiteren Bedrohung durch sie zu rechnen hätten. Zwischenzeitlich wurde die andere schwebende Plattform von vielen Gargoyles attackiert. Diese wurde durch eine magische Barriere beschützt, weshalb für die Ungetüme kein Vorankommen bestand. Wilbur löste das Problem durch einen weiteren Zauberspruch und löste die Barriere auf, was den fliegenden Streitern ermöglichte an ihren Feinden ein regelrechtes Blutbad anzurichten.
Anskaviat und Inesril nahmen nun den Kampf gegen die Wolfsmonster auf und bahnten sich blutige Schneisen durch die Reihen ihrer Feinde. Anskaviat bemerkte plötzlich, dass über ihm ein Drow mit einer Armbrust schwebte. Er stürmte sogleich in die Lüfte – dank einer von Eibensteins Flugrunen – und verpasste dem Dunkelelfen einen Hieb, welcher auch traf. Dummerweise wurde er gleichzeitig von einem weiteren Drow in den Rücken gestochen. Es folgten noch weitere der tückischen Kämpfer und Anskaviat stellte sich einem erbitterten Kampf. Ebenso tauchten vor Inesril Drow auf und beschäftigen ihn dermaßen, dass er keine Angriffe auf sie richten kann und nur mit Mühe Angriffe auf sich abwehren kann. Er entschied sich dazu, bei seinen Verbündeten aufzuschließen und so aus der verzwickten Lage zu gelangen. Als er in die Lüfte fliegt trifft ihn ein Dunkelheitszauber. Wilbur, der ihn glücklicherweise sah hob rasch den Zauber auf.
Die beiden sahen darauf ein blaues Leuchten, welches hinter dem Drachen erschien und sie bewegten sich darauf zu. Es war tatsächlich ein blauer Kegel, in den sie nicht hineinschauen konnten. Doch sie hörten, dass Formeln rezitiert wurden und setzten alles daran dies zu unterbinden. Inesril versuchte es mit einigen Pfeilschüssen, welche nicht abgewehrt wurden und die Beiden hörten ein Stöhnen nachdem die Pfeile scheinbar trafen. Wilbur nutzte seine Zauberkunst und demonstrierte seinen mächtigsten Zauber, den bisher zeigte: Die Fläche des blauen Lichtes wurde von dem Zauber getroffen und daraus gingen einige Wasserelementare hervor, die aus den Körperflüssigkeiten der Magier gebildet wurden. Die, die überlebten, lebten nur wenige Momente länger, um von den Elementaren zermalmt zu werden. Somit fiel die Barriere. In deren Mitte stand unbeeindruckt ein Teufel, welcher das Ritual unbeeindruckt fortfuhr. Inesril versuchte es mit einem einfachen Angriff, welcher zwar traf, den Angriff jedoch gespiegelt auf ihn zurückwarf. Das Ritual endete und Inesril führte seinen Angriff weiter fort. Nun unterstützten Wilburs Wasserelementare den Angriff. Der Teufel, welcher scheinbar die Verletzungen nicht wirklich wahrnahm kam langsam zur Besinnung und schaute gequält, bevor er durch die letzten Hiebe sein Ende fand.
Auf der anderen Seite des Schlachtfeldes zogen sich die Drow plötzlich zurück und die Wolfe nahmen wieder ihre Schafsform an und wanderten zu einem kleinen Durchgang, der aus der Höhle rausführt.
Hinter dem Metalldrachen befand sich zwischen den Helden auf einem Sockel ein leuchtender blauer Stein. Inesril und Wilbur zerschlugen diesen Stein. Die Gruppe schaute sich in der Höhle um und sie fanden noch einige interessante Dinge. Zum einen fanden sie die – nicht mehr ganz so heilen – Statuen der Gildenmitglieder, welche verloren gingen. Zum anderen fanden sie einen kleinen Raum mit einem Quell. Sie tranken daraus und merkten, dass sie dadurch vollständig geheilt wurden. Anskaviat nahm sogar ein Bad darin und wurde verjüngert.
Anschließend gewährte Lotta der Drachendame, die in ihr hauste, ein letztes Mal Kontrolle über sich, wodurch die Drachenseele in ihren neuen mechanischen Körper wandeln konnte. Die Drachin verabschiedete sich von der Gruppe – insbesondere von Lotta – und befahl ihnen aus der Höhle zu verschwinden.
Die Abenteurer hatten die Sternenstaub-Nekropole erreicht, einen mysteriösen Ort im Unterreich, in dem laut der Kerzenmacher, die sie vor Kurzem getroffen hatten, etwas zu finden sein müsste, das die Stadt der Wunder von ihrer Isolation befreien könnte. In Begleitung von Geoff, einem jungen Kerzenmacher, durchschritten sie die ersten Räume der Gewölbe. Das gesamte Gebilde bestand aus einem Gestein, welches das Licht in einer unwirklichen, farbenfrohen Art reflektierte. Alle Oberflächen waren hell, OPglatte Ebenen in der Farbe von Perlmutt. Wenn man sich eine Weile anschaute, begann ein helles Funkeln über die Wände zu wandern. Verschiedene Pastelltöne schoben sich in Wellen durch die gesamten Räume, ähnlich der Aurora borealis. Anstelle eines roten Teppichs war eine erhabene Platte aus demselben Regenbogengestein in der Eingangshalle verlegt.
Die Räumlichkeiten waren gesäumt von jeweils zwei Reihen von entfernt humanoiden Gestalten. Die Abenteurer untersuchten die Figuren.
Gwaengwen schwang sich auf die Schultern einer der Figuren und posierte.
Die sind eher eingeschränkt Wahrnehmungsfähigkeit, kein Problem.
Die Elfe schwang sich mit einer fliesenden Bewegung wirbelnd den Hals der Statue herunter und gesellte sich zu ihren Kameraden.
Gordon und Deeca bemerkten, dass an einer der Statuen ein Schnurrbart hinterlassen war. Die Abenteurer ließen die Eingashalle mit den Statuen hinter sich und schickten sich an, den ersten Raum zu betreten. Gwaengwen untersuchte die rechteckige Tür in der breiten Wand sorgfältig, konnte aber keine Fallen ausmachen. Im Raum fanden Sie eine fantastisch bemalte Fensterscheibe, die die gesamte Wand gegenüber des Eingangs einnahm. Zwei Figuren, zwei sie sie in der Eingangshalle gesehen hatten, standen regungslos im Raum, der zudem eine Art Tisch enthielt. Die Gruppe schaute sich im Raum um, während Geoff den Abenteurern seinen Stand der Dinge innerhalb Tiefwassers mitteilte.
Die Krankheit, von der die Stadt der Wunder heimgesucht wurde, führte dazu, dass die Infizierten als Zombies aggressiv durch die Straßen wanderten und zentrale Punkte aufsuchten.
Während der Kerzenmacher den Abenteurern dies erklärte, hatten die großen Statuen Stück für Stück menschlichere Form angenommen und waren Stück für Stück zu Auswölbungen an den Wänden des Raumes marschiert.
Häh, vielleicht sollten wir uns das Mal ansehen?
Was?
Die Golems hatten aus den sich auf-tuenden Schränken Waffen aufgenommen und eine Kampfhaltung angenommen.
Die Abenteurer wichen zurück. Gwaengwen schnappte Geoff beim Kragen und schob in aus dem Raum.
Die Golems waren jeweils mit Schwert und Schild ausgestattet. Sie bekämpften die Abenteurer mit Kampftechniken wie Paraden und Ansturm-angriffen. Die Gruppe konnte sich aber problemlos gegen ihre Gegner behaupten. Nach dem Kampf gingen Sie dazu über, den seltsamen Tisch im Raum zu untersuchen. Ein ausgefeiltes, magisches Schloss wurde von Gwaengwen geknackt und es bildete sich eine seltsame Lichtsäule zwischen dem Tisch und einer Kopie des selben an der Decke.
Eine Schalttafel am Sockel des Tisches offenbarte Gordon und Gwaengwen in uralter Elfenschrift verschiedene Begriffe, die in Kreisen angeordnet sind.
Kämpfen, Schleichen, Jagen und was ist das ? Magie?
Und hier ist Laut, Aggressiv, und hier leise, ruhig.
Was hat das zu bedeuten?
In der Mitte ist irgendwas mit „erneuern“? Anfangen?
Drück Mal drauf!
Ich nehme an, ihr wisst was ihr da tut?
Ja, sicher.
Eine gespannten Moment lang warteten Gordon und Gwaengwen, was passieren würde, als sie eine der Tafeln berührten. Nichts passierte.
Probier mal den Anderen.
Gordon Berührte die Schaltfläche, die mit den alten Wörtern für Neuanfang/ beginnen markiert war.
Die Eingangstür schließt sich mittels eines Schweren Steinquaders, der von oben herabgleitet und an der Wand, die seitlich liegt, öffnet sich eine ähnliche Tür.
Cool.
Das war ich!
Geoff hatte die Wände mit seinen Knöcheln abgeklopft und war nun überzeugt, dass er die Geheimtür gefunden hatte.
So langsam wundere ich mich nicht mehr darüber, dass ihr ewige Kerzen verkauft.
Häh.
Die Abenteurer linsten in den sich soeben geöffneten Raum. Darin befand sich ein Sockel mit einem Kreisrunden Säule und der erhabene Boden, den Sie auch schon zuvor gesehen hatten. Gwaengwen untersuchte den Sockel und fand eine kleine Unterbrechnung.
HM. das klingt wie Kratzen und Ächzen. Lasst mal weitergehen.
Ups!
Die Säule in der Mitte des Raumes öffnete sich und offenbarte eine weitere Statue, die sich durch den Raum bewegte.
Lasst uns dieses Problem lösen, bevor es ein Problem wird.
Wartet, wir können hier clever vorgehen.
Was meinst du, Plattfuß?
Die bestehen aus so ’ner Art Sternenstaub, oder ?
HM. Ich bin mir nicht sicher, worauf du hinauswillst.
Staub ist doch empfindlich gegenüber Flüssigkeiten, oder? Passt auf, ich zeig euch, wie wir die Dinger schnell und unkompliziert erledigen können.
Was ? Oh mein Gott.
Pju…
Der Zwerg ließ seine Hose herunter und begann den Golem mit der naheliegendsten Flüssigkeit zu tränken, die ihm eingefallen war.
Der Golem bewegte sich weiter in den Raum und schien nicht besonders gerührt von Deecas Attacke.
Mist, ich dachte, dass wäre seine Schwäche.
Was sollte das? Ich hoffe, du erwartest nicht, dass ich in die Nähe von dem Ding komme.
OK, dann hat er es wohl nicht anders verdient.
Der Zwerg drehte seine Axt seitwärts und schlug auf den Golem ein. Schneller als gedacht zerbröselte die Statue zu seinen Füßen.
Was war das?
Man Kann die lustigen Jungs in der Stadt ja nicht gleich köpfen, also hab ich mir was überlegt, wie ich denen eine Abreibung verpasse, ohne das Blut fließt. Ich haue Seitwärts, so dass die Klingen keinen Schaden anrichten, sonern nur der Stiel. Wie sich herausstellt, habe ich ihre Schwäche doch entdeckt.
Der erste Versuch war ja eher nicht der Bringer.
Leute, da ist noch eine unterwegs.
Die Säule im Raum schloss die Öffnung wieder, aus der der Golem getreten war. Kurz darauf öffnete sie sich wieder und ein neuer Golem trat heraus.
Moment, lasst mal was ausprobieren.
Was, das Ding hier reißt uns gleich in Stücke!!
Sekunde.
Der Hexenmeister verschwand im Raum, den die Abenteurer zuvor besucht hatten.
Was machst du?
Ok, könnt kommen!
Was?
Als der noch verpuppte Golem in das Zimmer fuhr, stand Gordon bereits am Schrank, der diezuvor die Perlmutt-Schwerter enthalten hatte.
Gleich…
Als der Golem an der Einbeulung der Wand angelangt war, öffnete diese ich und offenbarte ein neues Schwert.
Gordon schnappte es sich und betrachtete die neue Waffe. Hübsch!
So, machen wir die doch mal platt.
Nachdem die Abenteurer den Golem besiegt hatten, war im Nebenraum bereits ein neuer entstanden.
OK, ich glaube, wir müssen weiter, hier lang!
Gwaengwen hechtete durch die Ausgangstür des Raumes und bedeutete ihren Gefährten hinunterzukommen.
Die Tür führte zu einem gläsernen Gang, der im Inneren des Gebäudes zu einer Plattform führte, die an einer zentralen Säule angebracht war. Die Abenteurer konnten eine Größere Gestalt auf der Plattform ausmachen, die denen, die Sie bisher gekämpft hatten, aufs Haar glich. Dazu waren Sockel auf der Plattform, von denen die Gruppe annahm, dass es sich um die selben Mechanismen handelte,die die Golems im vorangegangenen Raum herbeigeholt hatte.
Uff, wie wäre es mit umkehren?
Ähm… nein.
Deeca sah in den Raum, den sie soeben verlassen hatten, welcher mittlerweile drei Golems enthielt, die sich langsam aber stetig auf sie zubewegten.
Lasst mal nach vorne preschen.
OK.
Nachdem Sie die Plattform erreicht hatten, bekämpften Sie den großen Golem, der Deeca in die Luft hob und versuchte, den Zwerg von der Plattform zu werfen. Gwaengwen konnte mit Ihren Saigabeln bemerkenswerten Schaden verursachen und die herbeigerufenen kleineren Golems waren keine Herausforderung für die Gruppe. Allerdings zeigten sich am Oberen Ende der Treppe bereits die Golems aus den vorangegangenen Räumen und Gwaengwen vernahm auch wieder das Kratzen und Scharren, welches sie zuvor unter den Bodenplatten vernommen hatte.
OK, Zeit für’n Abgang!
Die Abenteurer traten durch die Tür an der Plattform.
Sie sinnierten noch ein wenig, während sie der Todesgefahr entronnen.
Deeca überlegte, ob seine Anti-Golem Strategie wohl in Zukunft gleich zu Punkt 2: „Draufhauen“ übergehen sollte?
Gweangwen dachte darüber nach, ob es Priester gäbe, die sie die furchtbaren Bilder eines Zwerges mit heruntergelassener Hose vergessen lassen können.
Gordon dachte drüber nach, warum sein Drakonischen-Freund nie mit Deeca oder Gwaengwen sprach. Er sollte wirklich etwas gegen seine Schüchternheit unternehmen.
Da die Gruppe sich für die vorstehende Reise gewappnet hatte, verplemperten sie nicht mehr viel Zeit und machten sich mit ihren neuen Reittieren (zwei Eisbären, einen Greif und drei Elche mit einem Schlitten) auf in den Norden um dien Riesen Harshnag ausfindig zu machen und mehr über den Drachenkult zu erfahren, welcher in letzter Zeit auch hier im Norden bemerkt wurde.
Targos
Ihr erster Stopp war dabei in Targos in der sie sich eigentlich ein letztes Mal in der Taverne aufwärmen wollten, bevor sie am nächsten Tag nach Termalaine aufbrechen wollten und danach über Bremen`s Run weiter in den Norden zu kommen. Da sie schon am frühen Nachmittag in Targos ankamen verbrachte jeder aus der Gruppe den Rest des Tages etwas anderes.
Sightseeing
Während Az Dhakar den Rest des Tages nicht mehr auszufinden war und in einer Zwergenschmiede verschwand, verbrachte Darvin die meiste Zeit in einem Freudenhaus.
Thorin und Eryn verbrachten den Tag hingegen in der Taverne, in der Thorin seine Apparate für die eisigen Temperaturen vorbereitete und Eryn die Tavernenbesucher mit freudigen Liedern und Geschichten belustigte.
Srisira hingegen nutzte den Tag um schon mal in ihrer Vogelform den Weg für den nächsten Tag zu erkunden. Dabei bemerkte sie, dass erstaunlich wenig auf dem Weg los war. Um nicht zu sage zu wenig. Nach einer Weile entdeckte sie eine Gruppe von Personen, welche sich gerade an einer Kutsche zu schaffen machten. Anscheinend waren sie Banditen, welche auf dieser Strecke ihr Unheil trieben. Mit diesen Informationen machte sie sich zurück nach Targos, in der sich die Truppe am Abend in der Taverne wiederfand.
Auch Thorin hatte etwas bemerkt. In der Taverne saß den ganzen Tag ein Halbelf welcher anscheinend die Gruppe verfolgte. Da die Gruppe kein großes Aufsehen erregen wollte, beschlossen sie erstmal ncihts zu unternehmen. Da der Weg, den sie eigentlich einschlagen wollten ihnen allen sehr merkwürdig vorkam beschlossen sie, dass sie am nächsten Tag lieber in Richtung Bremen aufbrechen und von da aus dann in den eisigen Norden weiterziehen.
Der Weg nach Bremen
Und genau dies taten sie dann am nächsten Tag. Der Weg nach Bremen gestaltete sich als sehr unspektakulär und durch ihre Reittiere kamen sie sehr gut voran. Da sie am späten Nachmittag in Bremen ankamen, beschloss die Gruppe doch noch eine Nacht in einem warmen Bett zu verbringen. Also holte sich jeder ein Einzelzimmer in der Taverne und die Gruppe freute sich auf eine letzte warme Nacht. Doch diese sollte ihnen verwehrt bleiben.
Der Angriff der Drow
Mitten in der Nacht begann auf einmal die ganze Stadt an zu beben und die hochgeschreckte Gruppe hörte vom Platz vor der Taverne Schreie und Kampfgeräusche. Schnell mischte sich zu den Geräuschen auch der Geruch von verkohltem Holz.
Als Neilo als erster von der Gruppe die Fenster seines Zimmers auf machte, um die Lage zu überblicken, sah er, dass der ganze Platz voll war von Drow und Dridern, welche alles und jeden ab metzelten, was ihnen in die Quere kam. Ehe sich Neilo versah, flogen auch die ersten Bolzen in seine Richtung und als er von einem getroffen wurde fiel er ohnmächtig aus dem Fenster, auf den Platz. Da mittlerweile auch Thorin und Srisira ihre Fenster geöffnet hatten, befahlen beide ihren Gefährten Neilo beizustehen. Also sprangen beide Katzen aus dem Fenster und zogen Neilo vom Platz in eine dunkle Ecke.
Als nächstes begann Thorin zusammen mit Darvin in den Fenstern Stellung zu beziehen um der Übermacht Einhalt zu gebieten. Dabei bemerkten sie, dass Az Dhakar anscheinend nicht so lange gezögert hatte wie sie und schon in der Mitte des Platzes von mehreren Drow umzingelt war. Thorin began damit die ersten Schüsse aus seiner Donnerbüchse auf die um Az Dhakar versammelten Drow abzugeben.
Auch Darvon und Eryn begannen die Drow auf dem Platzt mit Pfeilen einzudecken.
Srisira hingegen verwandelt sich in eine Fledermaus um die Lage ein wenig besser überblicken zu können. Nachdem sie gemerkt hatte, dass die ganze Stadt von den Drow angegriffen wurde, flog sie zu Neilo, um ihn irgendwie beizustehen und verabreichte ihm eine Medizin, die das Gift der Drow neutralisierte. Jedoch meinte sie erstmal zu ihm, dass er sich nicht bewegen sollte, damit die Drow denken, er sei immer noch ohnmächtig.
Nach einer paar Schüssen und nur mäßigen Erfolg beschloss Darvin auf dem Dach der Taverne eine bessere Stellung zu beziehen. Dabei sah er drei Drow, welche immer wieder Befehle schrien und anscheinend das Kommando hatten. Daraufhin beschloss er zu Neilo und Srisira zu gehen, damit sie auch von den Drowanführen erfahren sollten.
Als er jedoch in der Mitte des Platzes war, wurde auch er von einem Pfeil getroffen und wurde genauso, wie Neilo, von dem Gift ohnmächtig. In der gleichen Zeit hatte Eryn mittlerweile beschlossen die Reittiere nicht ihrem Schicksal zu überlassen und sie befreit. Daraufhin hatte sie in dem Stall Stellung bezogen und schoss von dort weiter auf die Drow, die auf dem Platz sich aufhielten.
Thorin, der mittlerweile einen der Drow bei Az Dhakar ein paar gute Treffer mitgegeben hatte, konnte nur hilflos zusehen, wie unter Az Dhakar auf einmal Tentakel emporstiegen und ihn ergriffen. Da die Situation mittlerweile immer aussichtsloser schien, überlegte er fieberhaft wie er Az Dhakar oder Darvin aus der Gefahrenzone bringen konnte. Da er weder wusste, wer den Zauber heraufbeschworen hatte, welchen Az Dhakar gefangen hielt, beschloss er Darvin zu retten. Also stellte er sich auf dem Rahmen seines Fensters und sprang mit einem riesen Satz in die Mitte des großen Platzes.
Doch auch er wurde dabei von einem der Bolzen erwischt. Dank seiner zwergischen Herkunft fiel er jedoch nicht wie Neilo und Darvin ins Koma und wiederstand dem Gift der Drow. Als er neben Darvin landete, konzentrierte er seine restliche magische Energie auf ihn und Darvin und beide wurden unsichtbar. Während dessen begann Srisira aus einen sicheren Versteck heraus auch mächtige Zauber zu wirken und sorgte dafür, dass die Drow im glänzenden Mondlicht badeten, was ihnen sichtlich Schmerzen bereitete.
Durch die zusätzliche Ablenkung konnte Thorin Darvon in einem nahegelegenen Haus sich in Sicherheit bringen und verständigte daraufhin die anderen, dass es dort erstmal sicher sei.
Eryn folgte ihnen unsichtbar ins Haus. Die Katzen von Thorin und Srisira, die die ganze Zeit immer abwechselnd einen Drow behackt hatten machten diesen sogar Kampfunfähig und zogen sich danach zu Neilo und Sirsira zurück. Neilo wirkte daraufhin eine Nebelwand, damit sich auch die letzten Personen der Gruppe in das Haus zurückziehen konnten. Nur Einen konnten sie nicht retten und das war Az Dhakar, der mittlerweile ohnmächtig in den Tentakeln hing.
Verteidigung
Nachdem nun alle im Haus waren, beschloss die Gruppe das Haus so gut es ging zu verbarrikadieren. Doch kurz bevor sie fertig mit der Barrikade waren, bemerkte Neilo, dass sich dem Haus ein Drow und ein Drider näherten.
Kurzerhand machten sich alle auf einen Kampf bereit. Doch durften sie dabei auf gar keinen Fall auch nur irgendein Geräusch machen, da sie ansonsten die restlichen Drow und Drider auf sich aufmerksam geworden wären. Als der Drow den Raum betrat, wirkte Eryn einen Zauber, der jegliche Geräusche schluckte, sodass, die Gruppe und der Drow noch nicht mal ihr eigenes Atmen mehr hören konnten.
Kurzerhand erledigte die Gruppe den Drow ohne das dabei eine Geräusch nach draußen trat. Nachdem der Drow zu Boden gegangen war, wartete die Gruppe eine ganze Weile ab, bevor sie sich wieder bewegten und sicher waren, dass erstmal keine Drow mehr zu ihen kamen.
Als Thorin die Leiche des Drows durchsuchte entdeckte er etwas sehr ungewöhnliches bei ihm. Die Waffe, die er bei sich trug, war ganz offensichtlich von Drow geschmeidet worden, doch das Eisen aus dem sie gefertigt wurde und Beschaffenheit der Waffe an sich, würde Thorin aus Tausend anderen Eisensorten erkennen. Das war Eisen wie es nur in Gauntlgrym vorkam.
Sollten die Drow etwa diese antike Zwergenstadt eingenommen haben?
Das Versteck
Fragen über Fragen drängten sich in Thorins Kopf, doch für den Moment hieß es erstmal überleben. Srisira entdeckte beim erkunden des Hauses, dass es unter einem Teppich eine Falltür gab, die in einen Weinkeller führte. Dort bezog die Gruppe Stellung und harrte dort die ganze Nacht aus.
Am Morgen wurde als allererstes der Rest des Hauses erkundet. Dabei entdeckte die Gruppe, dass ein Kind, welches offensichtlich in diesem Haus gelebt hatte, sich vor den Drow verstecken konnte.
Kurzdarauf fanden sie auch die Eltern und merkten, dass der Vater zwar schwer verwundet wurde, jedoch immer noch lebte.
Thorin stabilisierte ihn daraufhin und sorgte dafür, dass die beiden irgendwie überlebten. Als sie das Haus verließen wurde das ganze Ausmaß des Angriffs der Drow sichtbar. Überall wo die Gruppe umherlief, sah man tote oder halbtote Bewohner der Stadt. Den meisten konnten sie nicht mehr helfen. Was interessant bei den ganzen Spuren des Angriffes war, war dass die Außenmauer der Stadt in keiner Weise irgendwelche Spuren eines Angriffes aufwiesen. Im Gegenteil die meisten Kampfspuren waren in der Mitte der Stadt zu finden.
Wer jedoch ganz und gar nicht mehr aufzufinden war, war Az Dhakar. Als sie nach den irgendwelchen Spuren suchten, wie die Drow in die Stadt gekommen waren, fand die Gruppe ein riesiges Loch in der Mitte der Stadt in der mit Sicherheit drei Drider ohne Probleme nebeneinander laufen konnten. Da die Gruppe mittlerweile davon ausging, dass die Drow den Goliath aus irgendeinem Grund mitgenommen hatten, stand für alle fest, dass sie den Drow ins Loch folgen würden.
Doch was würde sie dort erwarten? Und was hatte es mit den Gauntlgrym Waffen auf sich, die Thorin bei den Drow gefunden hatte? Aber fiel wichtiger war die Frage, wie es Az Dhakar ging? Hoffentlich kommt die Gruppe noch rechtzeitig bei den Drow an.
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