Der mit dem Minotaurs tanzt (Cult of the Damned)

Der mit dem Minotaurs tanzt (Cult of the Damned)

27. Elaint 1382

Der mit dem Minotaurs tanzt (Cult of the Damned)

Der mit dem Minotaurs tanzt (Cult of the Damned)

Jetzt, wo der Blick auf den Minotaurus gegeben war, konnten der Kult erkennen, dass die Kreuzung aus Mensch und Stier von gigantischer Natur war. Wenn sich der Minotaurus zur vollen Statur aufrichtete, schabten seine Hörner an der Steindecke entlang und hinterließen furchen, an denen sich alle aus dem Kult ohne größere Probleme entlanghangeln könnten, wenn diese an der Wand wären. Auch sah der Minotaurus nicht vollends normal aus. Seine Augen waren ein grelles rotes Leuchten, das Fell hatte einen schwarzstich, wie es nur von Unholden, Dämonen, Teufeln oder sonstiges extraplanares Getier zu finden war. Von seinen Hufen gingen rötlich-schwarze Adern ab, die deutlich zu erkennen waren und nach einigen Zentimetern sich im Fell des Beines verliefen.
Der Minotaurus führte zwar keine Rüstung, wie es ein Teil des Kultes tat, dafür schwang er jedoch zwei große Äxte, welche auf der einen Seite einen Fleischhammerkopf, auf der anderen eine halbmondförmige Sichelschneide geschmiedet hatte. 
     Dank der Zauber, die Uladula auf sich sprach, war der Zwerg gute Zweimetersechzig groß und würde eine Axt des Minotaurus neben Uladula stehen, so wären beide gleich groß gewesen. Amara und Mianissa standen etwas abseits vom Nahkampf, kämpften jedoch nicht weniger als die, die auf den Minotaurus einschlugen. Die Druidin, immer noch verwandelt in ein rares Exemplar von den Augentyrannen, schoss weitere mehrere lila Strahlen, die bei Kontakt eine Kreatur sofort töten sollten und grünliche Strahlen, die alles und jeden Auflösten, auf den Minotaurus. 
     Amara zielte zwar jedes Mal genau auf die leuchtenden Augen des Minotaurus und ließ auch mehrere Pfeile von der Sehne ihres Bogens, jedoch die Pfeile die in das Fleisch des Gegners gesandt wurden, wuchsen auf der Stelle wieder heraus. Die restlichen Pfeile trafen, wie auch ein Großteil der grünen Strahlen von Mianissa, den Erdmonolithen und setzen ihm zu. Der Monolith bröckelte und nahm starke Schäden als beide annahmen.
      Jeder Axtschwung des Minotaurus riss gewaltige Steinbrocken aus dem Leib des Elementarkönigs und zum Ende seines Daseins auf der Materiellen Ebene, löste das Elementar sich in einem grünen Licht auf, nachdem ein Strahl von Mianissa ihn traf.
     Bran in seiner Gestalt als legendärer Bär, der bereits ausgestorbenen Tieren stark glich und ein Kopf von einem Werbär trug, drosch mit seinen mächtigen Pranken auf den diabolischen Gegner ein und seine Bisse verfehlten minder sein Ziel. Jede Pranke und Biss rissen große Fleisch-brocken aus dem Minotaurus heraus und jedes mal floss ein Blutschwall auf den Boden, der nicht gerade appetitlich Roch und dazu noch dunkel, schon fast schwarz aussah. Nym tat es seinem Herren gleich und erzielte fast genau die gleiche Wirkung, auch wenn der Braunbär nicht ganz so viele Wunden erzielte.
     Jurax schlug und tritt auf die Beine und Gelenke des Minotaurus ein. Er hüpfte, schlängelte sich um die Beine, sprang einmal an die Hüfte und wieder herunter, aber egal was er tat, er traf nicht. Sein Feind schaffte es irgendwie immer auszuweichen oder die Haut war so stark und dick, dass die Angriffe vom Mönch keine Wirkung zeigten. Aber irgendwann war auch das Glück dem eisenlosen Zwerg hold und seine Angriffe zeigten Wirkung. Kein stark blutigen, aber durch die Verfärbungen und Schwellungen an einem Bein des Minotaurus war zu erkennen, das auch Jurax endlich schaden verursachte. Therax hingegen flog auf den Oberkörper zu und spie Feuer, kratze mit seinen Krallen und Biss zu. Alles war allerdings ohne Erfolg. Nichts was Therax ausrichtete, schien irgendeine Wirkung zu erzielen.
     Thogrim wählte eine andere Taktik als der Rest seiner Kampfgefährten. Er lief vom Feind weg, sprintete dann und setzte zu einem Sprung mit hocherhobener Axt an. Oft genug traf seine Axt den Oberkörper des gigantischen Wesen und jedes mal schoss ein Blutschwall auf Thogrim und den Rest der Nahkämpfer.
     Uladula wiederum blieb stehen und drosch mit seiner Waffe zu. Jeder Schwung seiner Waffe war verziert mit einem silbrigen Schweif. Der Kleriker hatte bereits mehrere Zauber auf sich gewirkt und stand als Zweimetersechzig große, silbrige Erscheinung mit engelsgleichen Flügeln vor dem Minotaurus und schwang seinen Zweihänder. Jeder Schwung seiner Waffe war verziert mit einem silbrigen Schweif. Auch der große silbrige Zwerg schaffte es, tiefe Fleischwunden auszuteilen und die gesamte Angelegenheit damit noch unansehnlicher zu machen.
     Während der Minotaurus von fünf Recken beharkt wird, verwandelte sich Mianissa in eine andere Aberration, die eine gewissen Ähnlichkeit mit einem Klops auf vier Beinen und mit vier Tentakeln am Kopf hatte. Der Klops bestand aus einer Mischung zwischen Stein und Fleisch und der Kopf wirkte eher wie ein riesiges großes rundes Maul. Mianissa war nun fast so groß wie der Minotaurus und während sie auf ihn zu ging, zauberte Sie sich den gleichen Schädel wie Bran herbei und somit sah das Wesen, was sie nun darstellte, noch fremder und widerlicher aus.
     Amara nutzte die Zeit und wechselte schnell Ihre Schuhe zu Sandalen und ging dank des neuen Schuhwerks die Wand zur Decke hinauf. Von dort Schoss sie weiter auf den Feind und hatte mehr Erfolg als vom Fußboden aus.
     Als Mianissa am Minotaurus angelangt war, schlug sie mit ihren Tentakeln zu. Diese rissen zwar keine Wunden, da der Gegner es geschickt anstellte und sich immer wegdrehte, aber dafür hinterließen sie schnell verblassende Striemen. Für jemanden, der die Zeit gehabt hätte sich die Striemen genau anzusehen, sähe es so aus, als ob das Fleisch unter den Striemen neblig, ja schon fast durchsichtig geworden wäre.

So zog sich der Kampf hin, allerdings am Ende fiel das gigantische Ungetüm dann doch. Ha, ich habe das Biest erschlagen. Ich, habe den letzten Schlag angesetzt! rief Uladula, nach dem sich der Kampflärm gelegt hatte. Im selben Augenblick schrumpfte der Minotaurs auf seine normale Größe zurück. Auch dieser diabolische Anblick verfiel. Manche aus dem Kult bedachten Uladula mit einem Blick, der fragte, ob der letzte Schlag denn wirklich so wichtig war. Aber keine sagte was, eher stimmten sie heiteres lachen an.
     Uladula beließ es jedoch nicht dabei und machte sich direkt daran, mit gezückten Dolch den Brustkorb zu bearbeiten. Er setzte den Dolch an, stach in die Brustkorb und machte zwei Schnitte, die einem Kreuz glichen. Das Problem war nur, das Uladula so viel Kraft in den Schnitt legte, das er gleich die Organe mit zerschnitt, was ihm jedoch wenig ausmachte. Als der Brustkorb geöffnet war, langte der Zwerg hinein und schnappte sich ein Stück vom Herzen, welches er in den sprechenden Beutel warf, welchen er einer vorherigen Patrouille abnahm. Es entbrannte ein Wortgefecht zwischen Uladula und dem Beutel, der beendet wurde, als der Beutel einfach zugebunden wurde.
     Mianissa hingegen versuchte die Wände nach etwas verstecktem zu untersuchen. Da nun allerdings jegliche Lichtquelle im Raum verschwunden war, ging sie blind an der Wand entlang, bis sie wieder am Eingang war. Dort stehend rief sie Ich warte an der Tür, sofern mich keiner geleitet oder abholt. Alle bis auf Uladula machten sich dran den Raum zu verlassen. Der Kleriker ging noch mal in die Ecke aus welcher der Minotaurus kam und wirkte einen Zauber, mit dem er Magie entdecken konnte. Ein leichter fetzten von Magie konnte er noch ausmachen.

Innerhalb dieser Magie bildete sich eine Burgruine heraus, die schon vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten verwüstet zurückgelassen worden sein muss. Eine Drow tritt in sein Sichtfeld, welche ein hautenges und sehr aufreizendes Kleid trug. Die Drow lächelt Uladula an und mit einer grazilen Handbewegung ihrerseits verschwand die Magie und das Bild. Genau in dem Moment in dem das magische Bild verschwunden, hörten alle aus dem Kult ein Lachen. Ein dreckiges und schon fast schlampiges Lachen, welches Bran, Amara und Jurax der Sukkubus Ilinieth zuordnen konnten. Alle blicken sich um, mussten jedoch feststellen, dass das Lachen von woanders herkam als aus dem Raum und dieser gesamten Anlage. Von wo, konnte jedoch keiner direkt ausmachen.
     Kurz bevor alle den Raum verlassen hatten, fragte Jurax noch, was mit der toten Prostituieren ist. Mianissa bat Jurax darum, sie zur Toten zugeleiteten, damit die Tote eine Bestattung bekommt. Wenn Mianissa das Gesicht von Amara hätte sehen können, so hätte sie das total Entgeisterte, verwunderte und fragende Gesicht der Elfe gesehen. Will sie nun jeden Toten mitschleppen und beerden? Was ist mit den ganzen, die bereits gestorben sind? fragte Amara in einem Tonfall, der pures Missfallen ausdrückt. Da Miamissa nicht darauf reagiert, konnte keiner sagen ob sie es nicht gehört oder einfach nur nicht wahrgenommen hat, was ihr halbwegs an den Kopf geworfen worden ist.

28. Elaint 1382

Nachdem die Gruppe die Anlage verlassen hatte, erwarteten sie die ersten Sonnenstrahlen; ein leichter Nebel und kühler Wind ist allerdings immer noch zugegen. Obwohl die Sonne bereits aufgestiegen ist, bietet sich dem Kult kein schöner Anblick. Es sind um die 300 gepfählte Soldaten zu sehen, die allerdings erst vor kurzem gepfählt wurden. Thogrim und Uladula machen sich daran, die ersten paar Pfähle zu fällen und die Toten zu durchsuchen. Der Barabar schlägt den Toten sofort den Kopf ab und danach untersucht der Kleriker den Leichnam. Da nichts von Wert, keine Informationen oder andere Dinge gefunden wurden, ließen beide Zwerge relativ zügig von ihrem Tun ab.
     Mianissa bringt die Prostituierte ein wenig zur Seite und schafft per Magie ein steinernes Grab. Nachdem sie fertig ist, ist zwar nicht zu erkennen wo das Grab ist, aber das ist auch nicht so wichtig. Im Hintergrund schüttelt Amara zwar den Kopf, aber sagt nichts dazu.

Gegen Mittag kommt die Gruppe wieder in der Stadt Tsingtao an und begibt sich sofort zum Gouverneurshaus. Dort berichteten sie, was alles passiert ist, gefunden und nicht gefunden wurde. Ebenso berichteten sie von ihrer Sorge, dass die Gouverneurin mit dem Hauptmann wohl das Land verraten haben und mit den Orks des gebrochenen Drachenflügels gemeine Sache machen. Auch ein Teil des Stadtrats ist anwesend und erklärt, dass durch den Tod des Gouverneurs und das verschwinden seiner Ehefrau, das Protokoll der Nachfolge in gang gesetzt wurde, an welchem Ende wohl der Kaiser selbst handeln muss. Da dies jedoch nicht mehr den Kult betrifft, beschließt dieser, zurück in die Taverne Zum blauen Ochsen zu gehen und die Sache mit den Kapitänen ein für allemal zu klären. Denn vom Stadtrat haben sie noch erfahren, dass die Kapitäne und ihre Mannschaft freigesprochen, ihre Schiffe und der restliche Teil der Handelsfracht wieder verfügbar sind.
     Angekommen im blauem Ochsen wird, nachdem alles geklärt und der Kampf mit dem Minotaurus von Uladula breitgefächert erzählt wurde, erst einmal eine große Feier veranstaltet. Alle freigesprochenen Kapitäne und ein Großteil ihrer Mannschaft sind anwesend, alle aus dem Kult und sogar welche von der Stadtwache und dem Stadtrat sind zugegen. Umso später es wird, umso freudiger wird das Fest und Uladula ruft dann irgendwann, bereits stark lallend „Soh … ish erzähl euch dann mal ne Lühge. Also, ja … da war der Min … Minoh … Minotaurus und der war soo groß.“ Wobei Uladula nicht ganz mitbekam, das er mit seinen Armen und Händen die Größe eines Hundes beschrieb. „Ja, dann die hier ein bischn gehaun und geklopft … und ich schluhg ihn dann nieder. Ja, soh war das …“ Alle Anwesenden spielten mit und beklatschen Uladula, riefen ihm zu, wie mächtig und stark er doch sei, das sie froh über seinen Heldenmut seien und nun wieder in Sicherheit sind. Auch wenn vieles von der versammelten Mannschaft gespielt war, so war doch nichts eine Lüge. Natürlich war jeder froh darüber, das so ein schreckliches Unheil gebannt war, die Festung (in der der Minotaurs gefallen ist), die ein Rückzugsort der Stadt war, nun wieder frei war und die Luftschiffe wieder ihren Dienst aufnehmen können. 

Irgendwann an diesem Abend unterbreitete Jurax einem oder allen Luftschiffkapitänen einen Vorschlag, wobei sicherlich auch welche vom Stadtrat mit dabei waren, Handel zu treiben. Er würde dafür sorgen, dass die Zwerge aus seiner Heimat hier ordentlich Erz und andere Edelmetalle schürfen und weiterverarbeiten können, das Wissen darum weitergeben und im Gegenzug bekommt seine Heimat feines Tuch, Gewürze, neues Wissen und dergleichen. Auch wenn keiner der Umstehenden so richtig wusste wie dieses Gespräch ausging, so schien Jurax und die Anwesenden des Stadtrats doch zufrieden.
     An einer anderen Stelle des Abends erklärte sich einer der Kapitäne bereit, den Kult zurück nach Faerûn zubringen. Auf dem Weg zurück in die Heimat sollte noch einmal Halt in der Stadt Yenching gemacht werden. In der Stadt Yenching hatte Miyu ihren Königssitz und da nicht geklärt worden konnte, wo sie sich befand, lag es nahe, dort noch einmal vorbeizuschauen. Denn in der Festung war Miyu nicht gefunden worden, auch per Magie konnte sie ausgespäht werden, wobei dabei herauskam, das sie zumindest noch am leben sein müsste.

Der Abend und die Feier schritten voran. Vor den Türen der Taverne wurde es immer Dunkler und dank des Spätsommers war die Luft noch angenehm mild. Das Rauschen der See, die Möwen und ein paar andere Vögel stritten sich um Fischabfälle oder sonstiges Essen. Immer mehr der einfachen Arbeiter verließen die Tavernen um ihren Rausch auszuschlafen oder um zu ihrem Weib zurückzukehren. Ruhig war es diese Nacht, bis auf in einer Taverne, in welcher bis zum Morgengrauen gefeiert wurde

Absichtlich in die Falle (Cult of the Damned)

Absichtlich in die Falle (Cult of the Damned)

Wir schreiben den 26. Eleint 1382 auf dem Kontinent Kara-Tur in Taitung

Der Cult beriet das weitere Vorgehen. Sollten sie sich wirklich weiter durch die Wehranlage schleichen, was viel Zeit in Anspruch nehmen würde und gefährlich sein könnte. Oder sollten sie eine Abkürzung durch die Luft nehmen, wobei Mianissa die Reise per Windwandeln vorschlug, während Bran eine Verwandlung aller Gefährten in Vögel als unauffälliger ansah. Sie entschieden sich schließlich für den Flug als kleiner Rabenschwarm und bereiteten ihre Rast vor, wobei Amara und Thorgrim das weiter vorn befindliche Tor untersuchten. Sie entdeckten durch einen Spalt dahinter ein flaches Plateau, das nach oben hin offen war und womöglich für den Ein- und Ausstieg in Luftschiffe genutzt wurde. Zur Sicherheit für die Rast verriegelte Amara das Tor, bevor Wachen eingeteilt wurden und die Rast begann. Mitten in der Nacht, als es stockfinster und alle ausgeruht, sowie die Zauber vorbereitet waren, wollten sich die Gefährten auf den weiteren Weg machen. Da es in dieser Nacht aufgrund der Bewölkung allerdings so dunkel war und nicht jeder die Möglichkeit hatte, in Rabengestalt auf eine Dunkelsicht zurückzugreifen, wichen sie auf den Alternativplan von Mianissa aus und reisten als Nebelgestalt mit dem Wind. Sie bewegten sich langsam an der Wand entlang zur Festung und dem darin befindlichen Hauptgebäude, wobei Mianissa, die im Dunkeln nichts sehen konnte, von Uladula geführt wurde.

Das Hauptgebäude besaß drei Etagen, auf denen rundherum versetzt Schießscharten zu sehen war. Außerdem besaß das Gebäude nur einen Eingang über ein großes Tor. Auf den Straßen war niemand zu sehen und während Bran und der Rest auf der rechten Seite durch eine Schießscharte ins Erdgeschoss schwebte, wo sie am ehesten den in der Vision gesehenen Raum vermuteten, flog Uladula zum Eingangsportal und durch einen kleinen Spalt hindurch. Als er Innen allerdings einen Gang sah, der an beiden Seiten mit Schießscharten gepflastert war, verschwand er sofort wieder raus und flog zu den anderen, wo er durch Bilder erzählte, was er gesehen hatte. Bran und Mianissa verwandelten alle zurück in die Normalgestalt und gemeinsam erkundeten sie den Gang, in dem sie sich befanden, wobei Mianissa als Fledermaus auf dem Kopf ihres Tigons Platz nahm. Alles in diesem Gebäude war wie in dem ganzen Komplex auf Verteidigung ausgerichtet und man konnte durch mehrere massive Eichentüren zu den Schießscharten gelangen, bei denen sich auch Halterung für Waffen und ähnliches befand, sowie auch in jedem Raum eine Werkstatt. Alles sah gebraucht auf, als wäre es für verschiedene Manöver öfters gebraucht worden, aber auf dem Boden war eine Staubschichte ohne Spuren zu sehen. Alles wirkte verlassen. Die Gruppe ging den Gang nach rechts lang und fand auf halber Strecke eine Treppe nach unten. In dem Glauben, das sich Räume unter der Erde besser verteidigen ließen, vermuteten die Helden dort unten den Thronsaal oder was auch immer das für ein Raum war. Außerdem waren die Gefängnisse ebenfalls meistens unterirdisch und eine Falle für die Gruppe wäre dort auch effektiver. Daher gingen die Gefährten die Treppe nach unten, allen voran Amara. Unten angekommen, bemerkten sie eine alte, abgestandene Luft, die durch keinen Luftzug aufgefrischt wurde. Der Weg gabelte sich nach links und rechts, wobei die Gruppe nach rechts ging. Nachdem sie nochmal um eine Ecke ging, die mit der des Gebäudes darüber ungefähr übereinstimmen sollte, gelangten sie auf halben Weg zu einer weiteren, schweren Tür, hinter der es weiter hinab ging. Außerdem ging die Tür nur in den Gang hinein zu öffnen und hinter ihr befand sich ein Steinrahmen, der ein Einrammen der Tür erschweren würde. Anscheinend lag die Gruppe richtig damit, dass die Verteidigungsanlagen von den unteren Ebenen weiter geführt wurde. Die Gruppe mit Amara an der Spitze erforschte noch weiter den Gang, wobei Bran mit Nym zurückblieb, da er sich schon dachte, wie die Etage aufgebaut sein würde. Tatsächlich behielt er Recht mit seiner Vermutung zur Anlage und der Gang führte nur einmal rundherum. So setzte der Cult den Weg weiter hinab fort, wobei die Treppen erst ungefähr 10 m diagonal nach unten führten und dann nach einem Knick nach rechts weiter hinabgingen. Am Ende war wieder eine Tür, genau wie oberhalb der Treppe. Dahinter befand sich ein komplett schwarzer Raum, der etwa 130 bis 140 m lang, 100 m breit und ca. 15 m hoch war.

In dem Raum hing in etwa 80 m Entfernung eine Gestalt auf halber Höhe in der Luft an Ketten, deren Kettenglieder viel zu groß für sie erschienen. Die Arme und Beine der Gestalt wurden wie bei einem X auseinandergezogen und um die Ketten bewegte sich jeweils ein pulsierendes, rot-orangenes Licht entlang, wobei die Diagonalen versetzte Richtungen besaßen. Das Licht erhellte einen Teil des Raumes. Die Gestalt konnten die Gruppenmitglieder nicht erkennen. Sie sahen nur, dass sie ein weißes Kleid trug. Uladula bewegte sich direkt auf die Person zu, während Bran ihn auf der linken Seite im Bogen flankierte und Thorgrim das Gleiche auf der rechten Seite machte. Amara und Jorax gingen im Schatten an der linken Wand entlang in den Raum hinein und Mianissa folgte auf ihrem Tiergefährten in einigem Abstand Uladula. Der rief, als er näher heran war, laut die Gestalt an, doch obwohl sein Ruf überaus laut im Raum mehrfach von den Wänden zurückschallte, reagierte die Gestalt nicht. Sie schien bewusstlos zu sein. Als sie nah genugt waren, konnten Amara, Jorax, Bran und Mianissa Miu in der Gestalt erkennen. Obwohl Brans Herz pochte, als er sie erkannte, kam ihm das Ganze doch merkwürdig vor und so zauberte der den Wahren Blick, um notfalls Illusionen erkennen zu können, gefolgt von Magie entdecken. Für ihn sah die Szenerie weiterhin genau so aus, doch er erkannte in dem Leuchten eine Art Falle, die irgendwie mit Miu zusammenhing. Er warnte seine Gefährten, doch Uladula, den das alles egal zu sein schien, ging zu den in den Boden führenden Ketten und wollte auf sie einschlagen. Bran, der befürchtete, dass dies die Falle auslösen und Miu verletzen könnte, beeilte sich und bannte gerade noch rechtzeitig den Zauber der Leuchterscheinung. Das hatte aber einen anderen Effekt als erwartet und führte dazu, dass die Ketten verschwanden und Miu hinabfiel. Bran eilte sofort zu ihr und fing sie gerade noch rechtzeitig auf, doch in seinen Armen verwandelte sie sich und wurde zu einer toten, heruntergekommenen Prostituierten. Wie konnte sein Zauber mit dem Wahren Blick versagen? Eine wirklich mächtige Person musste diesen Zauber gesprochen haben und just in dem Moment, als er das dachte, enthüllte sie sich auch.

Von der Tür her ertönte eine bekannte und gehasste Stimme. Es war der Sukkubus Ilinieth, den der Cult anfangs als Tuptin beim Vorfall mit dem Holzfäller kennengelernt hatte und der schon öfters in die Machenschaften um Miu verstrickt war. Sie sprach davon, dass sie es unerwartet fand, dass wir nicht den Mechanismus zum Lösen der Ketten verwendet hatten, auch wenn wir so zum gleichen Ergebnis kamen. Sie teilte ihre Enttäuschung darüber mit, dass eine so mächtige Gruppe so einfach in die Falle lief und während sie noch redete, versuchte Bran seine alte Methode, um Ilinieth, die einem Angriff so gut ausweichen konnte, beizukommen. Er beschwort einen Erdelementarmonolithen direkt über ihr, der auf sie niederkrachte und sie begraben sollte. Doch der Sukkubus verschwand mit einem Lachen. Dafür erschienen in der anderen, dunklen Ecke daneben in ungefähr 10 m Höhe ein Paar rot leuchtender, pulsierender Augen und es waren schwere Schritte zu hören. Die Kreatur sprach mit monotoner, lauter Stimme und sagte, dass sie die Befehle der Meisterin befolgen und ihre Feinde töten würde.

Die Augen richteten sich zum Elementarmonolithen, senkten sich und die Kreatur stürmte auf den Monolithen zu und rammte ihn gegen die hinter ihm liegende Wand. Ein Kampf entbrannte, bei dem es der Cult anscheinend mit einem riesigen Minotaurus zu tun hatte, wobei sich Mianissa sicher war, dass dieser von einem Dämon oder Teufel besessen sein musste. Stahl auf Stein erklang und während der Minotaurus seinen Aufmerksamkeit auf den herbeigezauberten Monolithen konzentrierte, nutzten die Gefährten ihre Chance. Amara feuerte Pfeil um Pfeil ab, traf aber unter anderem auch den Elementarmonolithen, da beide in der Dunkelheit kämpften und kaum was zu erkennen war. Ihre Angriffe auf den Minotaurus schienen kaum bis gar nichts zu bewirken. Bran verwandelte sich in einen legendären Ur-Bären und nutzte seine Zauber, um sich und gleichzeitig Nym zu verstärken. Mit Tierwachstum vergrößerte er sie, verstärkte mit einem weiteren Zauber ihre Körper und Angriffe und ließ die Macht der Natur in ihre Körper fahren. Außerdem verbesserte er ihre Klauenangriffe zu magischen Waffen mit guter Gesinnung, da solche Angriffe beim Kampf gegen die Dämonen bei den Akuma-bi sehr wirksam waren. Anschließend stürzten sich die riesigen Bären Seite an Seite in den Kampf. Mianissa verwandelte sich hingegen in die stärkste Form eines Betrachters, die sie kannte und nutzte ihre Zauber gegen den Minotaurus, konnte seine Zauberresistenz aber nicht überwinden. Mit ihren Augenstrahlen traf sie wegen der Dunkelheit ebenfalls unter anderem auch den Elementarmonolithen. Uladula machte es Bran gleich und verstärkte sich mit mehreren Zaubern, bevor fast gleichzeitig mit Bran angriff. Jorax beschwor einen Feuerklon und griff mit diesen ebenfalls an, wobei der Klon den Minotaurus ins Licht tauchte und das Ziel für die Fernkämpfer etwas erhellte. Und Thorgrim stürmte nach Art der Barbaren hingegen früh los, sprang den Minotaurus an und schlug auf ihn ein. Doch die schweren Wunden, die er schlug, schlossen sich zum großen Teil recht schnell wieder, sodass sie insgesamt wenig auszurichten schienen. Würde die Gruppe diesen anscheinend mächtigen Gegner besiegen können, so wie bisher alle ihre Gegner (mit Ausnahme der lästigen Ilinieth) oder hatten sie die Macht ihrer Gegner unterschätzt und würden in dieser Falle sterben?

Madison Manor (The Legacy of the Grey Guardians)

Madison Manor (The Legacy of the Grey Guardians

Des Abenteuers „Madison Manor“ der Gruppe Legacy of the Grey Guardians

Die Ehrung der Helden in Tiefwasser

Nachdem sie sich mit dem Riesen auf dem Wolkenschiff geinigt hatten, vergingen nicht einmal 2 Tage bis die Helden Tiefwasser erreicht hatten. Bereits vor Ihrer Ankunft, war Tiefwasser informiert und konnte sich so auf die Helden und die Feier vorbereiten. Es waren alle Lords angereist um der Feier beizuwohnen. Da waren natürlich Laerl Silverhand aus Tiefwasser anwesend, ebenso wie Taern Hornblade aus Silbrigmond, oder die erste Königin aus Mithril-Halle: Dagnabbet Waybeard. Sie waren alle gekommen. Keine geringeren als die bekannten Greifenreiter holten die Helden vom Wolkenschloss ab und brachten sie bis fast zum Schloss Tiefwasser. Doch ein paar Meter mussten unsere Helden dann doch noch gehen. Rechts und Links bildeten die Stadtwachen ein Spalier. So richtig konnten die Helden es noch gar nicht fassen. Sie hatten es geschafft, sie hatten den Drachenkult vorerst ein Schnippchen geschlagen und hatten die Goldreserven die für die Erweckung der Drachenkönigin Tiamat nötig war, zunichte gemacht. Sie hatten Zeit gewonnen, wertvolle Zeit. Die Auwirkung wären schrecklich gewesen und das wussten alle Anwesenden und es waren nicht nur die Lords, sondern etliche tausend Bürger von der Schwertküste. Alle wollten den Helden gratulieren. Doch zuerst wurden sie mit heroischen Worten von Laeral Silverhand empfangen:

„Jeder möchte nachts schlafen und sich in seinen Häusern sicher fühlen, aber wie viele wollen das tun, was nötig ist, um das Übel in Schach zu halten? In der Kälte und im Regen stehen und auf die Schlacht warten, während der Hunger an ihren Bäuchen nagt? Viele möchten die Belohnungen einer guten Ernte ernten, aber nur wenige kümmern sich um die Steine ​​und die Pflanzung der Felder. “Die Allianz der Lords kämpft gegen die Dinge, von denen der Ladenbesitzer in seinem Bett noch nie etwas gehört hat. Wir beseitigen Bedrohungen, noch bevor der Bürgermeister davon erfährt. Wir lassen schlechte Dinge verschwinden. Das ist, was wir gut können“

Diese Worte schlugen ein und es tosender Ablauss erschall über den ganzen Schlosshof, die Menge war begeistert. Danach erklommen die Helden die letzten Stufen bis zum Tor des Schlosses und vornweg ging Laeral. Im inneren kam es zur Ehrung und jeder der Helden wurde gefragt ob er denn der Lord Allianz beitreten würde, mit dem Rang eines „Redknifes“. Mit diesem Titel hatten sie nicht nur einige Vergünstigungen, sondern konnten auch auf Hilfe und Unterstützung von der Lord Allianz setzen. Den Ehrentitel: „The Preventer of Timat“ hatten sie alle bekommen. Später am Abend sollte noch im kleinen Rahmen die Ehrung für Anakis bei der Emerald Enklave, als Sommerschreiter erfolgen. Das anschließende Fest dauerte 2 Tage und 2 Nächte. Es floss das Bier in Strömen, etliche Ochsen wurden gebraten und auch so konnte die Atmosphäre nicht besser sein. Was würden unsere Helden als nächstes machen? Würden sie der Sache mit Timat ein jähes Ende setzen?

Aus Thredi wird Camilla

Was war mit Thredi passiert? Einigen Anwesenden war ihre Veränderung aufgefallen. Sie hatten sich Zugunsten von Camilla entschieden. Mit einem Ritual das einige Tage dauerte war die Verwandlung vollends vollzogen. Wer war Sie und was hatte sie bewogen den Platz von Thredi einzunehmen? Hätten sie den Kampf gegen den Eisdrachen überhaupt gewinnen können ohne Ihr dazu tun?

Hier endet nun die Kampagne: Hoard of the Dragon Queen

Part 1, Die Einladung

7 Tage waren seit dem letzten Abenteuer vergangen und die Heldengruppe um Anakis die Druidentiefling, Ander ein Mensch und Magier, Camilla die Halbelfenklerikerin, Cipher der Halbelfenpaladin und Dyrus der zwergische Magier und Maevina die schurkische Dunkelelfin saßen gemütlicher Runde in Ihrer Stammtaverne beisammen und unterhielten sich über die vergangenen Tage. Man aß und trank als ein junger Mann an ihren Tisch trat und einen Brief überreichte. Skeptisch besah man den Brief auf dem das Siegel von Baron Madison ins Siegelwachs eingedrückt war. Ander öffnete und las den Brief vor.

„Werte Helden, Drachentöter und Sieger,

ich habe von eurer edlen Tat gehört und möchte euch dazu gratulieren. Ich lade euch herzlich ein, in eluster Gesellschaft über das weitere Vorgehen zur Maskenvernichtung beratschlagen. Bitte nehmt meine Einladung an, ein Kutscher wird euch am morgigen Tag in aller Früh erwarten.

Euer Freund, Gönner und Kontaktmann Baron P. Madison“  

Alle besahen sich den Brief ein zweites Mal, die Schrift war schlecht und unsauber. Eines Barons unwürdig merkte der ein oder andere an. Außerdem rief der Name im ersten Moment keine Erinnerungen hervor. Doch es wurde entschieden die Einladung an zu nehmen.

Am nächsten Morgen in aller früh fuhr eine Kutsche vor die Taverne. Ein kleiner, aber stämmiger Mann mit dichtem Bartwuchs und in einem ordentlichen Fellmantel und Mütze gekleidet stieg vom Kutschbock. Er sprach schwerfällig in der Handelssprache „Ich Ulf. Fahren zum Baron. Einsteigen bitte. Fahrt dauert einen Tag. Machen Abend halt.“ Die Gruppe, allen voran Cipher, versuchte den Kutscher in ein Gespräch zu verwickeln, doch dieser wiederholt nur stur das Gesagte. So entschied sich Maevina vorne beim Kutscher Platz zu nehmen, während der Rest in der Kutsche sich setzte. Es passte Meriana ganz gut, dass der Kutscher ein schweigsamer Mensch war. Sie genoss die stille Fahrt, während in der Kutsche Cipher vor sich hin plapperte. Irgendwann wurde es dem freundlichen Magier Ander zu bunt und er zauberte einen Stillezauber. Welch wohltuende Ruhe kam in die Gedanken, bis auf Cipher, der Insassen. Es wurde Abend und die Kutsche fuhr zu einem Gasthaus. Eine erweiterte Meldereiterstation und sichere Einkehr für Reisende. Drinnen sah man besagte Soldaten auf langen Bänken an langen Tischen sitzen und dem einen oder anderen Bier frönen. In der Ecke saßen einige Zwerge und Elfen, offensichtlich Reisende, und blieben unter sich. Es war eine allgemein fröhliche und ausgelassene Stimmung. Die Gruppe begab sich zu einem freien Tisch und ließ sich dort nieder. Eine Schankmagd nahm die Bestellung der Gruppe auf. Sie war jung, in ihre ersten Sommersprossen zeigten sich bereits und sie hatte eine Ähnlichkeit mit dem Wirt. Meliande fand ihr Verhalten so niedlich, dass sie ihr Schmuck schenkte. Anakis half Ulf  währenddessen draußen beim versorgen der Pferde, denn Cipher hat sich wieder einmal als hochnäsiger Adliger entpuppt und den Tod einer Freundin und ehemaligen Gefährtin der Gruppe belächelt. Dankbar für die Hilfe plauderte Ulf ein bisschen aus dem Nähkästchen. „Seit Wochen ist Gast zu Besuch. Verhält sich als wenn er Baron.“ Und weitere solcher Sätze entschlüpften seinem Munde. Anakis gesellte sich im Anschluss zu ihrer Gruppe und Ulf nahm einen eigenen Tisch. Es konnte das Gerücht aufgeschnappt werden, dass es ein Biest in den Wäldern der Madisons geben soll und man des Nächtens verängstigt in den Häusern bleibt. Die Gruppe wurde hellhörig und diskutierte ausgiebig das Gehörte. Dann stieß ein alter Bekannter aus vergangenen Abenteuern zu ihnen. Er erzählte von einer Einladung und das er seine Kutsche verpasst hätte. Es ging so weit, dass Ulf nochmal an den Tisch gebeten wurde und er sich erklären sollte. Ulf erzählte ihnen allen was er wusste, was nicht viel war und das bisher gehörte bestätigte und übergab ihnen danach ihre Zimmerschlüssel für die Nacht. Er sagte ihnen noch wie lange sie etwa benötigen würden und er werde sie in aller Frühe wecken. Die Gruppe war sich sicher, dass etwas im Argen lag und der Baron sicher Hilfe brauchte und es nur nicht öffentlich sagen konnte. Es ging in die Nacht über und die Soldaten begaben sich auf ihre Wachposten nach draußen. Die Reisenden gingen schlafen und auch unsere Gruppe begab sich zu Bett. Es war eine ruhige Nacht und vor den ersten Sonnenstrahlen weckte Ulf Einen nach dem Anderen. Das Frühstück war üppig und als Buffet aufgebaut. Zusammen mit ihrem neuen Gefährten dem Halbelfen Leonidas, fuhr die Gruppe weiter zum Anwesen. Es wurde später Nachmittag und die Kutsche fuhr auf das Gelände des Barons.

Part 2 William

Das Anwesen des Barons war ein altes Haus im Fachwerkstil. Das Steinfundament ragte aus dem Boden hervor und der Eingang war über Steinstufentreppe zu erreichen. Pflanzen rankten sich am Gemäuer hoch und auf dem Dach fehlten schon ein paar Schindeln. Am Eingang erwartete die Helden ein großgewachsener Mann, seine weißen Haare und Falten im Gesicht weisen auf einen in die Jahre gekommenden Menschen hin. Sein Backenbart ist ein prägendes Merkmal. An seinem Livree mit dem Wappen des Hauses Madison erkennt man ihn als Diener. Während er spricht lädt Ulf schon das Gepäck ab. „Seid Willkommen auf dem Anwesen des Barons Peter Madison. Was verschafft uns die Ehre ihres Besuches?“ „Wir haben eine Einladung erhalten. Hier sehen sie.“ Und die Einladung wird an dem Diener weitergereicht. Dieser liest ihn sich durch „Soso, leider hat der Baron mir davon nicht berichtet. Er ist zurzeit in wichtiger Angelegenheit in seinem Weiler. Meine Name ist William und ich bin der Hausdiener der Familie.“ Er winkt eine Dienerin herbei. „Sophie bitte helfen Sie unseren Gästen  mit dem Gepäck. Darf ich Sie währenddessen in den Salon geleiten auf eine Tasse Tee?“ Er machte eine einladende Geste in das Haus hinein. Einigen Helden fiel an der Sprache des Dieners auf, dass er nicht aus der Gegend stammt und noch weniger, dass er bei seinem Namen log. Die Gruppe folgte dem Diener trotzdem ins Haus. An der Tür und über den Fenstern konnten eingeritzte Runen ausgemacht werden. „Wofür sind diese Runen?“ wurde gefragt und William antwortete geflissentlich: „Diese Runen dienen zu unserem Schutz vor Bösem und erhöhen die Sicherheit. Unser werter Herr Baron ist ein Künstler und paranoid was seine Gemälde betrifft.“ Das akzeptierte die Gruppe und sie schaute sich um. Der Eingangssaal war ein großer Raum. Am anderen Ende konnte man Fenster und den Blick zum Hof ausmachen. Ein riesiger Kronleuchter sorgte für ausreichend Licht. Wandteppiche und Kulturen schmückten den Raum. Auffällig war das Fehlen von Gemälden. Eine Tür geht in eine Garderobe der Familie über. Ein Flur jeweils zur rechten und linken Seite geht vom Empfangsaal ab und lassen das Haus in einen Westflügel und Ostflügel unterscheiden. Der Salon ist der angrenzende Raum zum Empfangssaal im Westflügel. Es ist ein gemütlicher Raum mit mehreren Sesseln und einer Couch um einen kleinen Tisch. Tabak, Pfeifen und Aschenbecher liegen auf einer Anrichte neben Getränken bereit. Regale mit Leselektüre und dem ein oder andere Spiel runden das Ganze ab. Im Raum sind mehrere Kerzenleuchter, die für reichlich Licht sorgen. Alles scheint sauber und ordentlich zu sein. Die einzige störende Tatsache sind die fehlenden Gemälde. Die Gruppe nimmt Platz. „Der Tee kommt sofort. Bitte seien sie so frei und bedienen sich an den Getränken und Tabak. In Kürze wird das Abendessen zubereitet.“ „Wer dient denn dem Baron in diesem Haus?“ Kam die berechtigte Frage aus der Gruppe. „Nun, neben meiner Wenigkeit, haben wir noch Mad unseren Gärtner. Ein vorbildlicher Mann. Die Hausmägde Sophie und Isabell sowie unsere Haushälterin Magarete. Sie kümmert sich um die arme kranke Baroness.“ Die Klerikerin in der Gruppe wird aufmerksam „Oh, welche Krankheit hat sie denn? Vielleicht kann ich helfen?“ William schickte sich an die Symptome zu beschreiben und es waren eindeutig die Anzeichen einer manischen Depression. Die Klerikerin war jetzt Feuer und Flamme und William hatte seine liebe müh sie abzuwimmeln. Ohne den Baron ist leider nichts zu machen. „Vielleicht kann ich ihnen nach dem Tee eine Führung durch das Haus geben, damit sie sich besser zurecht finden?“ Da brachte Sophie auch schon den Tee und ließ das Tablett am Eingang zum Salon fallen. Ein Held half ihr beim Räumen. Sie flüsterte: „Bitte, mein Sohn Eliott.“ Und weiter kam sie nicht. „Was ist denn hier los?“ Kam es aus William gepoltert: „Du dummes Ding kannst nicht mal den Tee anständig bereiten. Mach das du das sauber bekommst.“ Ein Held fuhr dazwischen „Sie wollte mir gerade etwas sagen.“ Und an Sophie gewandt „ Was wolltest du gerade sagen?“ Se blickte ängstlich zu William „Nichts. Entschuldigt diesen Fehler. Ich hoffe ihre Kleidung ist sauber geblieben. Ich bereite sofort neuen Tee.“ Damit begann Sophie mit dem Säubern. „Nun werte Damen und Herren, dann kann ich Ihnen genauso gut das Haus zeigen. Bitte folgen Sie mir.“ William machte eine einladende Geste zum Flur hin und die Gruppe schloss sich seiner Führung an. Gegenüber vom Salon war das Herrenzimmer. Es ist wie der Salon ein gemütlicher Raum mit Sesseln und einer Anrichte für Getränke. Mehrere Kunstgegenstände verleihen dem Raum Eleganz und Kerzenleuchter sorgen für viel Licht. Zur linken des Salon auf breiter Ebene verläuft der Speisesaal. Kommoden und Anrichten mit Geschirr und Besteck sowie viele Stühle und ein langer Tisch können 16 Personen zugleich versorgen. Die hohen Fenster sorgen tagsüber für viel Licht und ein Kronleuchter für die Nacht. Es fällt auf, dass alles ordentlich und staubfrei ist. An dem Speisesaal grenzt der Dienertrakt. Er ist offen zugänglich und sowohl die Dienerunterkünfte als auch die Küchen sind dort gelegen. Im Ostflügel grenzt an dem Empfangsaal das Bad. Ein Waschzuber mit Wasserhahn sorgen schnell für eine behagliche Badewanne und ein Donnerbalken mit Wassereimer zum nachschütten hält den Gestank fern. An einem Waschtisch liegen ausreichend Pflegeprodukte und Tücher bereit. Neben dem Bad führt eine Treppe hinunter zum Keller. Cypher nahm es sich nicht den Keller gründlicher zu untersuchen und begab sich sofort hinab. Es war stockfinster darin und nur dank seiner Dunkelsicht konnte er ein bisschen erkennen. Zur linken war eine Waffenkammer für die ansässigen Wachen. Speere, Schild und Schwert sowie Bögen und Pfeile, nichts besonderes. Zur rechten fand er das Weinlager, dass ihm schon mehr zusagte. Leider hatte er keine Ahnung von Weinen und nahm sich wahllos einen aus dem Lager mit nach oben. Den Gang weiter konnte er nicht erkunden, da dort seine Sicht versagte. Oben angekommen erwartete ihn die Gruppe mit seinem Bericht. William klassifizierte den Wein mit einigem Abscheu im Gesicht als interessante Wahl und Cypher bat ihn diesen Wein zur Mahlzeit zu servieren. Währenddessen hatte Ander versucht ins Herrenzimmer zu gelangen, das gegenüber vom Bad seine Tür hat. William wies hin, dass die Tür abgeschlossen sei und nur der Hausherr ein Schlüssel besitzt. Ein Knockzauber von Ander bestätigte diese Aussage. Eine magische Falle wurde ausgelöst und sorgte mit misstönenden Melodien für unglaubliche Schmerzen. Sie gingen weiter und neben dem Herrenzimmer war das Atelier vom Baron, in dem einige Werke zu bewundern sind. Die Gruppe findet heraus, dass der Baron seine Gelder mit Ölgemälden verdient. An dem Atelier grenzte ein Musikzimmer mit verschiedenen Instrumenten und der Barde wurde in Cypher geweckt. Kurzerhand begann er zu spielen. Gegenüber war über die ganze Länge eine Bibliothek mit den verschiedensten literarischen Werken. Am Ende des Flurs führte ein Aufgang in das nächste Stockwerk. William geleitete die Heldengruppe zurück in den Speisesaal, wo sie ein bereits gedeckter Tisch erwartete. Neben Cypher hatte sich auch die Klerikerin Camilla von der Gruppe entfernt. Ihr fiel neben der Bibliothek ein Gemälde von der Familie auf. Es schien nicht korrekt an der Wand zu liegen und ihre Neugier war geweckt. Sie ging zum Portrait und entdeckte dahinter einen Schlüssel. Sofort wollte sie wissen wohin er führt und sie begab sich nach oben. Geleiten wir sie ein Stück.

Part 3, was stimmt hier nicht?

Im ersten Stockwerk waren die Gästezimmer. Sie erstreckten sich über den ganzen Ostflügel. Wo unten der Übergang zum Eingangssaal war, galt von der Struktur her genauso. Nur, dass an der Stelle zwei verschlossene Holzflügel den Durchgang blockierten. Der Schlüssel passte nicht und ein Blick durch das Schlüsselloch offenbarte ein Wohnzimmer. Camilla ging zurück. Es gab noch einen weiteren Aufgang zum Dachboden. Eine Tür versperrte den Weg dorthin. Sie probierte den Schlüssel aus und es klickte. Die Tür ging auf und der Weg zum Dachboden war frei. Oben sah sie ein großes Abstelllager für Hausrat, Gemälden, Kunstwerken und Spinnenweben. Einige Dachbodenfenster sorgten für ausreichend Licht. Sie sah viele Spinnenweben und man konnte durchaus sagen, Spinnen fühlten sich hier sehr wohl. Die Klerikerin durchsuchte das Lager. Sie fand alte Notizen für die Runen, die für die Sicherheit dienten, Tand von mäßigem Wert und ein Gemälde, was ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Es war der Baron zusammen mit der Baroness und einem Baby auf dem Arm. Die Züge vom Kind sahen dem des Barons ähnlich. Eindeutig sein Kind. Zufrieden mit ihren Entdeckungen ging sie wieder zurück und sah im Empfangssaal den Gärtner Mad, ein stämmiger Mann Mitte Dreißig und wettergegerbter Haut, draußen im Garten arbeiten. Auf dem Gelände befanden sich noch weitere Gebäude. Ein Schuppen, ein Wintergarten und eine Krypta. Sie ging zu ihm hin und unterhielt sich eine Weile mit ihm. „Ich sah ein Kind auf einem Gemälde, was ist mit ihm passiert?“ Mad war ein bisschen erstaunt über diese Frage, aber er antwortete: „Ah, das Kind erlitt einen tragischen Unfall im letzten Jahr. Das Pferd der Baroness ging durch und nunja, es war nichts mehr zu retten.“ Die Klerikerin hakte nach:“ Wo ist das Grab und wie ging es der Baroness?“ Wieder antwortete Mad dienerisch „Ich führe sie hin. Und der Baroness ging es mal gut mal schlecht. Wie jedem Menschen.“ Gemeinsam gingen sie zum Grab des Kindes. „Warum liegt es hier begraben?“ „Es wird noch eine Steinstatue angefertigt für die Krypta, dann wird es dort beigesetzt.“ „Danke für eure Antworten.“ „Jederzeit wieder, werte Heldin.“ Damit verabschiedete sich Camilla und verließ den Gärtner. Sie ging zurück in den Speisesaal um den anderen zu berichten. Doch da hat sich einiges abgespielt.

William geleitete die Gruppe in den Speisesaal. Das Essen wurde von Isabell serviert. Es war ein ordentliches Essen und Drei Gänge Menü. William servierte einen dazu passenden Wein aus den Südlanden und Cypher sowie Anakis bekamen den von ihm gewählten Wein. Jeder nach seinem Geschmack. William zog sich zurück und ermahnte die Gruppe, dass um 22 Uhr Nachtruhe herrsche und bat darum danach nicht mehr in den Gängen herumzuschlendern und die Nachtruhe zu stören. Bis dahin dürfen sie sich im ganzen Haus bewegen. Falls noch etwas benötigt werde, so solle man klingeln und eine Hausmagd nimmt sich des Wunsches an. Während des Essens konnte die Gruppe beobachten wie Magarete, die Haushälterin, ein Tablett nach oben trug. Merkwürdiger Weise stieg kein Dampf unter dem Tuch hervor und man assoziierte eine leere Schüssel. Man diskutierte diesen Umstand ausführlich und der Zwerg begab sich auf Erkundungstour des Dienertraktes. Ander indes war das Haus zu gruselig mit dem ganzen antimagischen Runen und er floh förmig aus dem Haus, um die Gegend zu besichtigen. Er entdeckte am Waldrand eine Gestalt. Es stellte sich als Tom der Förster heraus. Er hatte mit Sophie ein uneheliches Kind und schon seit einer Woche nichts mehr von den beiden gehört. Leider wurde ihm das Betreten des Geländes untersagt und er durfte auch Sophie nicht ehelichen. Schlimm genug, dass eine Hausdienerin einer Adelsfamilie ungewollt ein Kind zur Welt brachte, aber auch noch einen Unfreien aus der Baronie zu heiraten ging nun wirklich nicht. So Toms Worte. Er öffnete sich Ander und erzählte ihm alles über seinen Elliot und wo er sich sonst immer mit seiner Sophie traf. Außerdem berichtete Tom noch über die nächtliche Vorkommnisse wie das reißen von Wild und dem nächtlichen Geheul. Keiner traut sich mehr in der Nacht aus dem Haus wegen der Biesten. Ander versprach dem Förster der Geschichte auf dem Grund zu gehen und Sophie bescheid zu geben. Sie verabschiedeten sich, da es langsam dunkel wurde und Tom schnell wieder Heim wollte. Ander ging zurück zu den Anderen und berichtete über das soeben erfahrene. Der Zwerg indes fand in der Waschküche ein Dienerkleid mit Tintenflecken auf den Ärmeln. Er erinnerte sich, dass Sophie ein recht neues und sauberes Kleid trug und schätze die Größen ab. Er ging ebenfalls zurück und berichtete. Sie bestellten Sophie her und konfrontierten Sie mit ihren Hinweisen.

Ihr Junge Elliot wurde entführt und sie hat die Einladung zu den Helden geschickt, um ihr zu helfen. Da William erst seit kurzem da ist und das Gehör des Barons besitzt, musste sie es heimlich tun. Die Gruppe fand außerdem heraus, dass die Baroness manisch depressiv ist und im Tod ihres eigenen Kindes verwickelt war. Allen Anschein wird hier etwas vorgespielt, da der Baron verschwunden ist. William scheint der Schlüssel dazu zu sein und die Runen sollen Magier und Assassinen außer Gefecht setzen. Kurzerhand entschließt man sich dazu die Runen zu zerstören und danach William zu ergreifen. Sophie wurde unter dem Schutz von Camilla gestellt und begleitet die Gruppe fortan. Raum für Raum wurden die Runen zerstört und als man zum ergreifen des Dieners übergehen wollte sah man die Lücke im Plan. William war geflohen. Seine Tür und der Dienereingang waren offen. Er wurde unerreichbar und die Gruppe entschloss sich nach der Baroness zu sehen. Immerhin hatten sie einen meisterlichen Schlossöffner dabei.

Zumindest ist es ein Plan…? (The swamp rats)

Zumindest ist es ein Plan…? (The swamp rats)

Erledigte Aufträge

In Lizshianthi angekommen machte sich der Trupp auf zum schwarzem Brett. Nach einer kleinen Untersuchung des Karrens mit den Bildern und einer kleinen Erklärung, dass das wofür das schwarze Brett sei, war Skjarrl einigermaßen aufgeklärt wofür es dient, jedoch war er sehr verwirrt, warum das Brett im normal Fall nie schwarz ist.
Der Wache am Brett bescheid gegeben hatte Skjarrl es sich zur Aufgabe gemacht dem Yuan-Ti Farbe und Pinsel zu verkaufen, damit er das Brett schwarz bemalen kann und hatte neben etwas verdienst für den Pinsel und einem Tausch eines Armreifes der Wache dazu beigetragen, dass der Name des Bretts auch für ihn Sinn machte. Die Wache schickte über ein magisches Stück Papier eine Nachricht an Storm, um ihn zu benachrichtigen, dass die Gruppe wieder zurück ist und auf dem Marktplatz wartet.
Einige der Händler waren auf dem Markt und die Gruppe trommelte die Anwesenden zusammen um Kundschaft über die Lage der Handelswege zu bringen. Ein Teil der Belohnung wurde ausgezahlt, da die andere Hälfte nur mit dem Rest der fehlenden Händler besprochen werden konnte und somit verblieben sie erstmal dabei, dass sie die Gruppe aufsuchen, wenn sie die restliche Belohnung parat haben.
Es dauerte auch nicht lange, dass Storm um die Ecke kam. Cawkrin zückte nach einer kleinen Begrüßung Storm sein kleines Lederbüchlein in die Hand, bekam ein kleines Nicken von Storm, und machte sich auf den Weg in die Stadt.
Eine etwas vorsichtige Erklärung der Geschehnisse wurde ausgetauscht zwischen der Gruppe und Storm, worauf hin sich alle geeinigt haben, sich durch die Gespaltene Zunge im Quartier des unteren Gürtels der Stadt weiter zu unterhalten und die Belohnung für den Auftrag zu erhalten.

Im Untergrund

Storm Schilderte, dass die Gruppe die Wahlen der Opfermaiden verpasst hatte in der Zeit und auch weitere der restlichen 4 verschwunden waren. Eine der zur Wahl stehenden Dragonborn war die gesuchte Ayassa, wegen der Schall und Rauch zuvor bei Storm gewesen war. Außerdem gab Storm Preis, dass er und seine Leute bis jetzt zu jedem Ritual die Blutmenge unter dem Tempel so gut es ging reduziert haben.
Außerdem wurden weitere Schritte und Pläne besprochen, die alle nicht wirklich zu etwas führten. Von Polymorph als solo Infiltration in den Tempel, Chaos durch Monsterfreilassung der Monster in den Bildern, bis zur Anschließung an die Rebellen, die versuchen das Opfer komplett zu verhindern. Dann kam eine Idee von Thulvar. Der Frosch sprach von schlechten Beziehungen zu den Yuan-Ti. Außerdem von fehlenden Relikten. Was wäre wenn man sich mit den Grung in Kontakt setzt und ein Bündnis aufbaut?
Die hörte sich für den Moment am vernümftigsten an und so beschlossen sie sich. Auf zurück nach Nordwesten, wo die Grungs das erste Mal angetroffen wurden.

Eine schlechte Nachricht

Storm bot der Gruppe an die Bilder sicher unter zu bringen und den Karren gegen einen Kleineren aus zu tauschen, solange es von Nöten ist. Er bräuchte ein paar Stunden und der neue Karren steht am Nord-Westlichen Tor bereit. Er gab Varoxian eine kleine menge Papier und hielt ihn ein weiteres Hin, auf dem er mit einem magischem Federkiel unterschreiben sollte. Die Tinte leuchtete kurz auf und ein Kurriersistem für kleine Nachrichten zwischen Storm und Varoxian kam zustande. Dazu zeigte der Gruppe einige der geheimen Eingänge in den Unterschlupf und die Gruppe brach auf. Einer der Ausgänge führte nicht weit von Laurenzius Haus an der Statue von Sseth ins freie. Die Gruppe beschloss ihm vor Aufbruch noch von Schall und Rauchs dahinscheiden zu berichten.
Sie betraten das Haus und Laurenzius saß am Tisch mit einem etwas aufwendigerem Stück Leder, dass er sich nach Hause genommen hatte um in Ruhe an der Spezialanfertigung zu arbeiten. Die Stille wurde nicht groß gebrochen, dennoch war die Atmosphäre drückend und schwer im Raum, als Varoxian versuchte so empathisch wie möglich die Nachricht zu überbringen.
Laurenzius war leicht erschrocken, doch hatte er bereits eine Vorahnung. Die Gruppe sagte ihm, dass sie noch seinen Kern und einige seiner Bauteile haben, im Falle, dass er ihn hätte reparieren können. Dies verneinte er jedoch. Er war dennoch fest der Meinung, man könne ihn wieder zusammen bauen, wenn nicht in seinem alten Körper, wenn man nur einen finden könnte, der dazu im Stande wär.
Skjarrl nahm den Kern an sich und versicherte Laurenzius, dass er auf den Reisen als fahrender Händler sicherlich irgendwann jemanden finden wird, der Schall und Rauch wieder einen Körper geben kann. Außerdem sgten sie ihm, dass Ayassa gefunden wurde und tatsächlich als Opfer zur Wahl steht. Laurenzius bedankte sich schweren Herzens aber dennoch mit etwas Freude in der Trauer, dass er nun nicht mehr Rätseln muss, was mit seinem Partner geschehen ist. Ayassa ist dennoch das Ziel, für das er hier ist.

Auf ins Ungewisse

Die Truppe machte sich auf den Weg zum Tor, nachdem sie sich von Laurenzius verabschiedet hatten und ihm weiterhin alles gute wünschten.
Draußen stand der Karren bereit mit einem Tabaxxi davor, der eine kleine Nachricht von Storm da ließ und der Gruppe den Wagen überreichte. Aufgebrochen zum Punkt des Grung Lagers ging die Gruppe immer weiter in Richtung Wald von dem kleinen Lager aus, bis sie den Wald betraten. Den Karren ließen sie davor stehen. Weiter gerade aus laufend marschierte die Truppe mit Skjarrl singend durch den recht normalen und im vergleich zum Dschungel um Lizshianthi langweiliger, aber weit aus sicherer.
Sie kamen an einen etwas größeren Teich, der mit Seerosen in verschiedensten Farben bedeckt war. Skjarrl ging nach vorne und trällerte fröhlich ein Lied, bis plötzlich in der ferne ein *thunk* begleitet von einem leichtem Boden rütteln begleitet wurde. Darauf noch eins…und noch eins. Es wurde immer lauter und das beben immer stärker, bis eine riesige Kröte aus den Bäumen gesprungen kam.
Auf dessen Rücken saßen 2 Frösche. Ein Blauer und ein Roter. Einer der Beiden wirkte ein Zauber und nach kurzem räuspern und quaken fingen sie an zu sprechen, während sich einige der Seerosen hoben und kleine runde Augen hervor schielten.
Die Frösche wollten wissen was die Gruppe hier wolle und nach einem kleinen Gespräch und das ansprechen des Relikts und den Vorfall vor kurzer Zeit, blieb der Gruppe keine Wahl als mit den Fröschen zu gehen, da ihre Königin mit ihnen sprechen wollte. Rasch wurde ein Teleportationszirkel gemalt, durch den die Gruppe Chance auf Orientierung ins Ungewisse gebracht wurden.

Ein kleines Paradies

Mit einem hellen Licht taucht Einer nach dem Anderem auf. In einem umzäunten Knöchel hohen Teich stehend öffnete ein blauer Grung ein kleines Tor und gestikuliert euch aus dem Wasser. Der Boden hier ist feucht und Grungs wohin man schaut in den verschiedensten Farben. Häuser an Bäumen und auf dem Boden in einem schön durchlichteten Wald mit bunten Blumen und Pilzen hier und da. Der rote Grung begleitete die Gruppe durch die Stadt über einen Weg der zu einer Treppe führte, die in einem recht großem Busch endete.

Der Grung zog einige Äste auseinander und ein Durchgang zu einer riesigen Ebene mit Knöchel hohen Wasser, in dem rosane Blütenblätter treiben, die mit endlosem klarem Himmel im Hintergrund präsentiert sich vor der Gruppe. Ein leicht süßlicher und sehr frischer Geruch liegt hier in der Luft. In der Distanz wuchs einen Kirschbaum in voller Blüte in die höhe mit einer Leiter zum erklimmen eines Holzboden in einer Öffnung zwischen den Ästen. Die komplette Baumkrone besteht aus diesen rosanen Blüten die so dicht aneinander gereiht sind, dass man an den meisten Stellen nicht ein bisschen vom Baum dahinter sieht.

Oben angekommen hatte die Gruppe eine Wahl zwischen 2 Wegen. Sie entschieden sich ohne weiteres Hinterfragen für einen und liefen eine kleine Weile durch einen Tunnel von Kirschblüten auf einem 1 Mann schmalen Steg, bis sie an eine Plattform kamen. Hier meditierte ein weißer Grung mit schwarzen Streifen in der Mitte. Er schien älter zu sein, da seine Haut sichtlich etwas lockerer und ein kleinen wenig faltiger war als von dem Rest, den sie bis jetzt gesehen haben. Hinter dem Grung waren einige Regale, auf denen Statuen standen. Mitunter die von Xerxies vergebene Frosch Jadestatue.
Skjarrl, dessen Verständnis und Moral zu Besitztümern etwas eigen ist, näherte sich den Statuen da sie ja anscheinend niemanden gehörten. sobald er an dem Grung vorbei laufen wollte spürte er nur einen schlag in die Rippen und sein kompletter Körper verspannte sich und er konnte für kurze Zeit keinen Muskel mehr rühren. Der Grung stellte sich so aufrecht hin wie es seine Froschbeine nur zuließen und hieß alle willkommen.
Er schaute sich um und wusste wofür sie gekommen waren. Die Gruppe wurde in die grundlegenden Gepflogenheiten des kleinen Örtchens eingewiesen und hat ihnen erklärt, was hinter ihnen auf dem Schrank zu finden ist und warum es keinem gestattet ist sich diesen zu nähern. Der Grung konzentrierte sich kurz und schloss die Augen und sagte dann, dass die Königin sie in 2 Stunden empfangen würde. Sie sollten sich als Gast fühlen und mit einer art schnippen und einem tiefen quaken stand die Gruppe wieder vor der kleinen Treppe am Busch. Thulvar ging nochmal hoch und schob ein paar Äste auseinander, doch er bekam nur das Innere eines Busches zu sehen.
Die Gruppe nutzte die Zeit um sich ein kleinen wenig umzusehnen und gingen zur Taverne, die eins der wenigen Gebäude hier waren, dessen Tür groß genug war um eine der riesen Kröten rein zu lassen. Die Taverne war gut belebt und zu hören war ein wildes Gequake. Doch ohne sichtlichen Grund verstand die Gruppe nach einer kurzen Zeit was geredet wurde. Leicht verwundert begaben sie sich an die Bar und führten leichte Konversation und gingen durch die Karte, die hauptsächlich aus Speisen bestand, die aus Insekten zubereitet werden und auch rein Pflanzliches war im Angebot. Das Essen, was zur Überraschung ebenbürtig zu dem von Schneeflocke war, kam auf etwas kleinen Tellern und Schüsseln, doch alles ging aufs Haus. Somit wurde jeder satt und probieren konnte man genug. Dazu hat der Keeper verraten, dass das Gebäude mit einem Zauber belegt ist, der die Kommunikation ermöglicht, da die meisten Besucher erst hierher kämen. Der Zauber hält sogar eine ganze weile an, sodass man auch draußen noch mit den Leuten reden konnte.

Die Audienz

Nach guten 2 Stunden wurde die Gruppe von dem weißen Frosch per Telepathie dazu gebeten, sich auf den Weg zu machen. Gesagt getan, machte ein Grung den Busch auf, der erneut zum Kirschbaum führte. Diesmal sah er jedoch etwas anders aus. Die Äste und die Form war nicht die selbe wie davor.
Die Leiter nach oben war diesmal nur ein Weg vorzufinden. den genommen und ein ganzes Stück gewandert kam die Gruppe an eine Plattform die ins nichts führte. Offener weißer raum und unten nur die Wasseroberfläche bedeckt mit Blütenblättern. Ein Fall würde schmerzhaft enden in den meisten Fällen. Doch dann hörten sie ein „Willkommen“. ein ganzes Stück diagonal vor ihnen ist eine weitere Plattform. Gute 20 bis 30 ft. höher als die Plattform der Gruppe.
Eine schwarze Grung mit weißen Punkten in leicht hängenden rosa Gewändern mit einem Diadem, in dem ein Edelstein gefasst war. Sie sprach nicht direkt. immer über den gesamten Raum. Außerdem stand der ältere Frosch neben ihr, mit dem die Gruppe vor kurzem schon die Freude hatte.
Sie fragte wie es dazu kam, dass das Relikt in Xerxies Hände kam und was sie sich nun hier erhofften. Die Gruppe erklärte und entschuldigte sich für den Verlust des einen Grungs, doch die Entschuldigung wurde für unnötig empfunden, da es an erster Stelle die Aufgabe war sein leben zum Schutze zu geben und dass sie dadurch etwas weitaus wertvolleres bekommen haben. Sie stand auf und schritt nach vorne. Sie stand seltsam aufrecht. Schon fast menschlich. Ihre Beine waren nicht ganz so Froschartig wie die der anderen, die immer etwas gebeugte Beine hatten. Sie machte den ersten schritt von der Plattform und eine weitere leicht rosane Plattform formte sich unter ihren Füßen und verschwand wieder hinter ihr. Je näher sie kam, desto seltsamer sah der gang aus. Seltsam menschlich aber sehr unsicher. Außerdem schaute sie leicht abwesend ins nichts und fokussierte niemanden. Sie schritt voran und dann sah man, dass sie komplett weiße Augen hatte. Sie stoppte vor Xerxies und legte ihre Froschhände auf seine Narbe am Kopf. Kurz darauf verzog sie leicht das Gesicht, nahm die Hand ruckartig weg. Leicht besorgt sagte sie: „Der Kosmos wird Unheil bringen.“ Dann schritt sie zurück nach oben, entschuldigte sich und stellte sich vor. Doya war ihr Name.
Dann erzählten sie ihr warum sie hier waren und weshalb auch die Yuan-Ti für die Grung hier gefährlich werden könnten. Doya meinte, dass sie keine bedenken wegen den Yuan-Ti in den nächsten Jahren haben, da sie hier die letzten Jahrzehnte schon den Wald vor all dem Übel verteidigen um die sichere Schönheit zu bewahren, die dieser Wald zu bieten hat. Dennoch fragte sie nach den Plänen die die Truppe im Moment hatten und brachte nach kurzer Konzentration auf Lizshianthi ihr Angebot. Sie würde Kräfte zur Infiltration zur Verfügung stellen, wenn die Gruppe ihr die Magische Kraft sicher stellt, die in der Mitte der Statt viele Ätherknoten verbindet, um einige der verlorenen Relikte wieder her zu stellen. Die Gruppe weiß was gemeint war. Der Spiralstein unter der Pyramide…oder das Etwas darin. Die Gruppe beriet sich kurz und willigte ein und Doya hatte sofort 2 Druiden zur Verfügung. 2 etwas wildere Gemüter, die nicht unbedingt zu bändigen sind, was deren Moralstandarts betrifft. Dutsu, ein begnadigter Magier und Makawi, die eher etwas mehr im Getümmel steht. Sie nickte schnell dem Alten Frosch zu, der mit einem Satz durch das Rosa verschwand und kurz darauf mit den beiden wieder kam. Dutsu ein Silberner Grung mit schwarzen Streifenmuster und Makawi ein Grüner Grung mit ein paar kleinen Punkten.

Die Gruppe bekam nach einer kleinen Überlegung eine Seite Papier. Hierauf geschriebenes kommt bei Doya an und somit wurde die Gruppe des weiteren entlassen, mit der zusage von schnellstmöglichem Aufschlagen der Druiden.

Raubvogel auf Beutezug

Auf dem Weg zurück war alles ruhig. Doch plötzlich war ein schrilles lautes Krächzen zu vernehmen und bevor irgendwer reagieren konnte, befand sich die Gruppe in einem Kampf mit einem Greifen, der es anscheinend auf etwas leichte Beute abgesehen hatte. Er fokusierte Siegfried, Varoxians Kriegsross, doch konnte Varoxian sowohl Siegfried, als auch Thulvar vor einem Überraschungsangriff des Greifen schützen.

Vor ihnen gelandet breitete er bedrohlich seine Flügel aus. gute 4 Meter Spannweite und ein scharfer Schnabel drehten sich nach etwas Bremsweg vom verfehlten Sturzflug um und begutachteten das heutige Mahl, dass er sich aussuchte.
Skjarrl kam so schnell es ging vom Karren und lief in Richtung gefahr um Unterstützung zu bieten. Varoxian ritt mit Siegfried und Thulvar nach vorne und ließ keine Gnade walten, während Siegfried mit Thulvar weiter geradeaus ritt. Thulvar hielt Siegfried gute 50 ft. vom Greifen an und stieg ab um zu helfen soweit es ging. Der Greif tauschte gute Schläge mit Vroxian aus und beide gingen gut in die Knie, doch dann schnappte sich Varoxian mit seinen Vorderklauen und hob ab. Gute 35 Meter in der Luft Überlegte Varoxian was seine Möglichkeiten sind, heilte sich voll so gut es ging und hoffte aufs Beste. Skjarrl tat sein bestes um Varoxians Sturz zu verringern. mit Misty Step ging er gerade nach oben und teleportierte mit einem lauten knall weiter hoch zum Greifen, schnappte sich Varoxian und mit einem weiterem Knall teleportierten sich beide auf gute 10 Meter über dem Boden runter um den Schaden zu verringern.
Der Greif floh und ein Paar Greifenfedern konnten aufgesammelt werden. Doch wo waren Xerxies und Blinki die ganze Zeit über? Beide saßen im Karren und schauten auf etwas hienab.

Aufbruch aus Silbrigmond (The Outbreaks)

Aufbruch aus Silbrigmond (The Outbreaks)

In der Zeit zwischen der Ankunft in Silbrigmond und der Abreise haben unsere „Helden“ einiges erreicht. Nach einer Reise der Selbstfindung und der Visionen durch die Chaosebene, turbulenten Verhandlungen mit einer Dryade und einer ganzen Reihe anderer kleiner Abenteuer ist die erste Etappe zum Abwenden der Riesenkatastrophe geschafft: Sie sind im Besitz dreier Artefakte, genug um die Reise anzutreten.

Nun steht die Weiterreise gen Süden an, endlich lassen wir Eis und Schnee hinter uns. Aber bevor die Segel gehisst werden, schließt der wilde Haufen von Abenteurern noch einige Erledigungen ab. Kisa’ana fertigt die Rüstung aus den Schuppen der Remora an, Wildfire will das Schwert aus dem Besitz des kopflosen dämonischen Reiters loswerden, Totes Pferd will sein Arsenal aufstocken und Blm… Blm verfolgt seine eigenen düsteren Pläne und hat seit kurzem zwei Gehilfen in seinen Machenschaften: Mihilid und Ste.

Beide sind als Waisekinder aufgewachsen, beide sind Naturtalente in ihren jeweilen magischen Fähigkeiten und sie beide sind anfällig für die Romantik von Geschichten und Liedern. Ideale Opfer für die Reize des Gnoms.

Und sie sind nicht die einzigen, die über die Erzählungen, die sich um die Gruppe ranken auf sie aufmerksam werden. Als Wildfire und Totes Pferd ihren Geschäften bei einem örtlichen Waffenhändler nachgehen, erregen sie mit ihrer Erscheinung und ihrer Ausrüstung schnell Aufmerksamkeit unter den versammelten Kriegern der Stadt. Verteidiger des Eiswindtals, Bezwinger von Dämonen, auserwählte Champions eines Orakels, die Liste der Titel, die der Mannschaft der Furienwind angehängt wird wird mit jedem Wort das sie sprechen länger. Und sie trägt Konsequenzen mit sich: Niemand will Wildfire das Henkerschwert abkaufen, aus Angst sich den Zorn des ursprünglichen Besitzers zuzuziehen. Unsere Helden werden gewarnt, dass sie sich unvorstellbar mächtige Feinde zugezogen haben.

Doch noch bevor sie sich darüber den Kopf zerbrechen können, müssen sie erst einmal entscheiden wohin ihre Reise als nächstes führt. Mit den Reliquien in ihrem Besitz haben sie die Möglichkeit den König der Sturmriesen aufzusuchen. Totes Pferd besteht darauf nach Süden weiter zu segeln, nach Cormanthor, wo sein verloren geglaubter Waffenbruder auf ihn wartet. Zweifel und Unbehagen legen sich über die Gruppe wie eine Wolke, bis Kisa’ana dem Kapitän vorschlägt, mit ihr die Smaragdgrüne Enklave zu besuchen. Abergläubisch wie er ist, ist Totes Pferd sofort bereit, sich spirituelle Hilfe bei seinen Entscheidungen zu holen und er folgt ihr zusammen mit Wildfire zu den Druiden im Schatten von Großvater Baum.

Bei ihrer Rückkehr ist der Kurs klar: Es geht nach Cormanthor, an die Westgrenze des alten Waldreiches, nach Shadowdale. Dort, so wurde ihm gesagt, würde er finden was er suche. Unsere Helden nehmen Abschied von der Stadt der Wunder, hissen die Segel und fliegen auf ihrem Luftschiff los nach Süden. Unterwegs bringen Blms neue Lehrlinge auch ihre magischen Fähigkeiten zu Tage. Mihilid stellt sich als eine Abart der Natur heraus, in ihren Adern fließt sowohl drakonisches Blut als auch wilde Magie. Stes Magie ist nicht so einzigartig, aber nicht weniger beeindruckend: Schon mit seinen jungen Jahren zeigt er eine Beherrschung von Druidenmagie, wie sie manch voll ausgebildeter Akolyth noch nicht besitzt. Darüber hinaus haben scheinbar sowohl Kisa’ana als auch Totes Pferd gefallen an dem Burschen gefunden, während der Fahrt weisen ihn die beiden ins Bogenschießen und in den waffenlosen Nahkampf ein.

Die Reise nach Shadowdale ist prekär. Eine Gewitterfront, ein halbes Dutzend Mantikore und die berüchtigte todbringende Anauroch-Wüste liegt zwischen Silbrigmond und dem Ziel unserer Helden. Aber Kapitän Totes Pferd führt die Mannschaft mit Zuversicht durch alle Gefahren auf dem Weg. Denn der Kapitän ist ein frommer Mann, und gottesfürchtig wie er ist hat er vor der Abreise seiner Göttin Umberlee eine Opfergabe dargebracht. Nicht lange nach ihrer Abreise wird unweit der Mondbrücke ein Kadaver ans Ufer des Rauvin gespült, halb von Fischen zerfressen und mit Abdrücken um den Hals, die Zeigen dass der Mann mit Gewalt unter Wasser gezwungen und ertränkt wurde. Die Fischersleute auf dem Rauvin identifizieren die Leiche als einen der ihren, ein Fischer der seit der Abreise der Outbreaks als vermisst galt. Umberlee liebt Fischersleute und Totes Pferd, fromm wie er ist weiß das, also hat er ihr einen Fischer geschenkt.

Die zentrale Kammer (The Iron Lions)

Die zentrale Kammer (The Iron Lions)  

Niewinter, Ja?

Deeca der Zwerg, ehemaliger Wachmann von Tiefwasser, war in den letzten Zehntagen mit seinen Gefährten durch die Kanäle und die Höhlen unter der Stadt der Wunder gereist. Tiefwasser war Opfer einer verheerenden Krankheit geworden und eine kleine Gruppe von Abenteurern war verschiedenen Spuren nachgegangen, um der Lage Herr zu werden. Deeca hatte Tiefwasser einst gedient und war entschlossen, erneut zu tun, was in seiner Macht stand, um der Stadt zu helfen.

Genau, mein Junge, Wir gehören zur Miliz der Stadt. 

Er hatte in einer Höhle unter der Stadt ein riesiges Gebäude gefunden, von dem verschiedene Parteien überzeugt waren, dass es eine Macht beinhaltete, die die Stadt, die weiter oben unter der Krankheit und schlimmeren, bösen Kräften ächzte, zu befreien vermochte. In diesem Gebäude, bekannt als Sternenstaubnekropole, hatte er mit seiner Gruppe andere Personen getroffen, die ebenso versuchten, die Geheimnisse und Schätze der Nekropole an sich zu reißen. Er stand einer von ihnen gegenüber: Einem Zwerg, der sich als Zak Starkey vorgestellt hatte.

Ihr tragt keine Abzeichen.

Deeca hob eine Augenbraue. Er war froh, hier nach den Ereignissen der letzten Zehntage auf andere Zwerge zu treffen. Das diese mit ihm eine Profession teilten, war ihm dann aber doch etwas zu viel des Zufalls. Zak war schmal und drahtig – für einen Zwerg – Seine Bewegungen waren nicht die eines Soldaten, der in Formation marschiert, sondern hatten Finesse und Schwung. Er trug seinen pechschwarzen Bart vergleichsweise kurz und war nur leicht bewaffnet

Genau, wir sind inkognito unterwegs. Offiziell handeln wir in keinster Weise mehr im Auftrage Niewinters.

Wir sind hier, um Tiefwasser zu unterstützen, und zwar in einer Weise, die weder den Lords noch Dagult im Nachhinein politisch schaden könnte.

Politik.

Deeca verdrehte die Augen.

Sein gegenüber hob beschwichtigend die Hände. Er trug keine Handschuhe und keine Ringe. Deeca schien es, als wollte er möglichst wenig auffallen. Er bemühte sich, etwas bemerkenswertes an Zak zu finden. Er trug seine tiefschwarzen Haare kurz geschoren und seine Stirn lag in Furchen, aber er hatte keine Narben.

Warte… Dagults Leute haben in alten Bibliotheken und mit Erkenntnis-zaubern herausgefunden, dass sich mittels der Sternenstaubnekropole und ihres Inhaltes möglicherweise die Pest in Tiefwasser zurückdrängen ließe.

Und Wahrscheinlich ist ein von Tiefwasser kontrolliertes Gemäuer voller Kristallsoldaten etwas, was unter normalen Umständen seinem Zugriff verwehrt bleiben sollte, oder?

Ich habe nie behauptet, dass wir Tiefwasser uneigennützig helfen würden. Es kommt doch darauf an, dass ihr unsere Hilfe bekommt, oder?

Natürlich. Seid Ihr bereit, eure Informationen mit uns zu teilen? Es scheint als hätte Ramone am meisten Ahnung, welche Gefahren hier lauern…

..und was es konkret ist, das alle hier suchen.

Nun…

Wir haben ein ausführliches Dossier zum Aufbau, den Sicherheitsmaßnahmen und der Geschichte der Sternenstaubnekropole mitbekommen, als wir aufgebrochen sind.

Deeca bedeutete Zak mit einer Handbewegung fortzufahren, als der Zwerg stockte und den Blick senkte.

Unser Barde hatte die Papiere bei sich. Da diese Mission streng geheim ist, hatten strickte Anweisungen, die magischen Siegel erst vor Ort zu öffnen.

Keiner von euch sieht aus wie ein Barde.

Nein, er ist nicht mehr bei uns. Wir haben die Sternenstaubnekropole aus den tieferen Höhlen erreicht und haben sie durch den unteren Eingang betreten. Obwohl wir extrem vorsichtig waren und unterwegs nur das Nötigste von einem Händler in den Höhlen gekauft hatten, schien uns jemand gefolgt zu sein. Während im ersten Raum der Nekropole rasteten, muss uns etwas angegriffen haben, jedenfalls waren sehr schnell die Hälfte unserer Truppe mit seltsamen Kristallen überseht und griffen uns wie wild an. Wie haben den Fahrstuhlschacht benutzt, um hierher zur Spitze zu kommen und haben den Schacht hinter uns verschlossen.

Aber eure Gefährten sind aus dem Raum entkommen.

Du hast Sie gesehen?

Ja.

… Sie reagieren auf Geräusche. Wenn irgendwo zu viel Krach ist, kommen Sie durch irgendwelche Schächte gekrochen.

Kurz gesagt, Eure Dokumente werden von untoten Zwergen mit gewaltigem Kater bewacht.

Die Bemerkung reichte aus, um Zak daran zu erinnern, wie Zwerge die gefallen ehren. Einem Außenstehenden wäre keine Gemütsregung aufgefallen, aber Deeca nahm sehr wohl war, dass für einen Moment ein Lächeln über die Lippen des Zwerges huschte.

Wir sind nicht hier, um uns mit Ihnen Anzulegen.

Das verstehe ich.

Ich werde kurz mit meinen Freunden die Strategie überdenken.

Mach das.

Zak zog sich in den Raum zurück, in d m die Zwerge Ihr Lager aufgeschlagen hatten. Sie bewohnten ein Viertel der Pyramidenspitze. Deeca war zu den Zwergen in ihr Nachtlager getreten, nachdem er und seine Gefährten von einem Menschen namens Johnny Ramone den Schließmechanismus der zentralen Kammer der Sternenstaubnekropole erläutert bekommen hatten. Seinen Angaben zufolge mussten vier Schalter kurz nacheinander betätigt werden. Diese befanden sich jeweils am Ende der gesicherten Viertel der Nekropole.

Der Zwerg wandte sich von Zak und seinen Leuten ab und trat in den benachbarten Raum. Seine Gefährten waren damit beschäftigt, ihrem Barden Percy zu lauschen. Er spielte den bekannten Froschsong. Deeca bemerkte, wie die Zwerge etwas die Gesichter verzogen, sich aber dann doch wieder abwandten.

Sein Blick fiel auf die Halbelfe Gwaengwen, die in einer Ecke des Raumes auf dem Bauch lag und Spielkarten in der Hand hielt. Ihr gegenüber saß eine weißhaarige, zierliche Elfe in einem grünen Umhang mit Kapuze, die auch gerade dabei war, ihr Blatt zu sortieren. Der Wächter war verblüfft, über welche Trivialitäten die beiden Jungen Frauen plauderten. Deeca, der öfters mit Kleinkriminellen zu schaffen hatte, war immer wieder verwundert, welche Seelenruhe diese immer wieder an den Tag legten, obwohl die Situation um sie herum eher ernst war. Er nahm sich vor, Gwaengwen bei Gelegenheit danach zu fragen.

Die Halbelfe plauderte derweil heiter mit ihrer Spielpartnerin, Shirley. Die beiden bedienten Sich der Diebessprache, um ihre tatsächliche Konversation wie lapidares Geplauder über den Unterschied zwischen Melonen-pink und Lachs-rosé erscheinen zu lassen. In Wirklichkeit diskutierten die beiden Schurken, ob Sie Johnny Ramone , töten sollten.

Während der Unterhaltung hielt Gwaengwen den gesamten Raum im Blick, so entging ihr auch der weiß gekleidete Junge Mann nicht, der etwas abseits vor einer kleine Kerze saß und deren Flamme immer wieder leicht anhauchte. Geoff von der Kerzenmachergilde hatte den Auftrag, die Gefährten zu begleiten. Er war allerdings sehr ruhig gewesen, seit Gwaengwen mit ihm über das Geschäftsmodell der Kerzenmacher geredet hatte.

Nachdem auch Gordon, der Halbelfen – Hexenmeister und Percy der Barde in die Strategiediskussion einbezogen wurde, entschieden die Abenteurer, die Gruppen, in denen die zentrale Kammer erreicht werden soll, neu aufzuteilen.

Zak stimmt diesem Plan von ganzem Herzen zu, denn auch dem Zwerg war etwas unwohl dabei, sich auf Johnny Ramone und seinen seltsamen Begleiter verlassen zu müssen.

Die Abenteurer und Ihre Verbündeten riefen den Schurken Ramone herbei und erläuterten Ihren Plan. Er stimmte zu.

Gordon der Hexenmeister fand die Einsichtigkeit des Menschen eher verdächtig. Ramone war erstaunlich gut über die Funktionen der Sternenstaubnekropole informiert und hatte mehrmals durchblicken lassen, das er einen Auftraggeber hat, der ein Interesse daran hat, in Tiefwasser wieder Ordnung zu schaffen. Da er sich aber bisher geweigert hatte, Preis zu geben, um wen es sich handelt, beschloss Gordon, ihn zu belauschen. Der Hexenmeister benutzte seine Fähigkeiten um Johnny zu belauschen, als dieser sich mit seinem Freund für eine Beratung zurückzog.

Es ist einfach. Warte, bis möglichst viele von ihnen da sind.

„Verstanden“

Obwohl Gordon nicht ganz verstand, was damit gemeint sein Könnte, teilte er Deeca mit, was er gehört hatte. Der Zwerg war eingeteilt, Frank und einen Zwerg zu begleiten. Seine Gruppe betrat die Nekropole von außen. Die Wächter denen sie sich auf Ihrem Weg zur zentralen Kammer konfrontiert sahen, bekämpfte Deeca mit großem Geschick. Während sein zwergischer Begleiter sich alle Mühe gab, ihn zu unterstützen, schien Frank keine große Hilfe. Der Elf stand uninteressiert herum und machte wenig Anstalten, die Golems, die – wie zuvor – immer wieder neu entstanden zu bekämpfen. Nachdem Deeca und ihr Zwergen-Begleiter einen der Räume hinter sich ließen und die Treppe betraten, die in Richtung der zentralen Plattform führte, stellten Sie fest, das Frank zurückgeblieben war. Der kleine Elf befand sich noch im eben durchquerten Raum, in dem sich immer mehr Kristallgolems aus den Wänden schälten.

Mann, beweg‘ dich, Baumschmuser, das werden immer mehr!

Frank trat an das obere Treppenende.

Sein Schatten selbst begann zu flackern und hinter ihn trat eine Schattenpuppe, wie die Abenteurer sie zuletzt in Garibaldis Zirkuszelt gesehen hatten, hervor.

Die Metallplakette auf der Stirn der Schattenpuppe veränderte ihr Symbol und das Kostrukt stürzte sich auf Deeca und den Zwerg.

Das ist nicht so gut, renn!

Deeca stürzte die Treppe herab und drehte sich noch einmal um, nur um mit anzusehen, wie sein Begleiter von etwa einem Dutzend mit Messerhänden versehenen Konstrukten zerfetzt wurde. Der Wächter schluckte, fluchte etwas unter seinem Bart und sprintete in Richtung der zentralen Plattform. Als er sich dieser näherte, erschienen die größeren Kristallgolems wie zuvor und griffen nach ihren Waffen.

Er wich einem Schwertschwung der riesigen, belebten Statue aus und kippte dabei vornüber.

Denkste! Heute gehe ich nicht vor die Hunde!

Die zentrale Kammer (The Iron Lions)
Kristall Golem

Eine Rolle zur Seite ließ die Klinge des zweiten Golems seinem Arm um Haaresbreite verfehlen.

Ihr dämlichen, wandelnden Perlenketten!

Der Zwerg spannte die Körpermitte an und zog seine Knie zur Brust, um einem weiten Hieb des Großschwertes seines zweiten perlmuttfarbenen Gegners zu entgehen.

**** dich du *** ich * dein* in dein ***!!

Er presste seine Stiefel gegen die am Boden kurz unter der Wucht des Schlages verharrenden Klinge und stieß sich davon ab.

Das Schwert wurde davon gestoßen und Deeca begann, in Richtung der Tür in der Mitte der Plattform zu gleiten.

Kurz vor dem Eingang richtete er sich auf und hämmerte auf den Knopf, der die Schleuse zur mittleren Kammer rotieren ließ.

Er fasste sich kurz. und betätigte den Schalter.

Percys Weg durch die Nekropole war weniger ereignisreich. Der Barde war mit Geoff und einem von Zaks Männern durch den Weg zur Mitte der Pyramide gegangen, der den geringsten Widerstand stellte. Das Trio konnte nahezu problemlos die zentrale Plattform erreichen und sich in die Schleuse begeben.

Gordon war mit Zak und Shirley aufgebrochen. Während der Zwerg die Kristallgolems in Schach hielt, sprang Shirley von einem Gegner zum nächsten und attackierte Gelenke und Kniekehlen der Konstrukte. Es war dieser Gruppe problemlos möglich, die Wächter schneller zu zerstören als sie neu in den Räumen erschienen. Gordon hielt per Telepathie Kontakt zwischen den Kämpfenden und führte immer dann präzise Angriffe mittels einfacher Magie oder seinem Arsenal magischer Waffen aus, wenn Zak oder Shirley sich auf Grund eines seiner – mental übertragenen – Wortspiele genötigt fühlten, mit den Augen zu rollen. Als die Schleuse zur zentralen Kammer sich schloss, ließ es sich der Hexenmeister nicht nehmen, die die gerade wieder entstehenden Golems mit einem kleinen Spotttanz zu bedenken.

Gwaengwen war mit Johnny Ramone aufgebrochen. Der Zwerg, der die beiden begeitete, tat sein bestes, die Wächter der Nekropole zurückzudrängen. Währenddessen unterhielten sich die Schurken scheinbar über die verschiedensten Themen, von Häkeln bis zur Zucht von Kampfhähnen. Da die beiden Gaunersprache benutzten, konnte der Soldat nicht verstehen, dass Johnny Gwaengwen in seinen Plan einweihte, in der zentralen Kammer als Herrscher der Sternenstaubnekropole verkleidet die letzten Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen.

Entsetzt sieht der Zwerg, wie die Halbelfe den Menschen mit einem Stakkato an Messerstichen niederstreckt, bevor dieser sich mental von seiner diesseitigen Existenz verabschieden kann. Für den zutiefst schockierten Zwerg war eine Diskussion über die Notwendigkeit eines Fingerhutes für Stickereien gerade in einen Spontan-Mord übergegangen.

Gwaengwen verstaute die Habseligkeiten ihres Opfers in Ihren Taschen: Eine exotische – wenn auch billig gemachte – Verkleidung, ein Plüsch-Betrachter, ein Taschenspiegel ohne Spiegelbild, zwei verbundene Zauberstäbe und eine obszöne Menge Goldmünzen, sowie eine Brille mit Smaragden als Gläser.

Komm schon, der hatte so was von Dreck am Stecken, das wusstet Ihr doch auch. Komm, wir haben ’nen Termin.

Die Halbelfe schob den Zwerg in die Schleuse und betätigte den Schalter.

Als sich die zentrale Kammer öffnete, erblickten die Abenteurer Ihren Inhalt, sowie die anderen Gruppen, die aus den anderen Nekropolen-vierteln zur Mitte gekommen waren.

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