Oma’s Fleischpastete (Shield of Light)

Oma’s Fleischpastete (Shield of Light)

Nach Yggdras Attentat auf Hara rasteten wir am Wegesrand und versorgten die Verletzten.
Als ersterer zur Besinnung kam, übergab dieser sein Schwert an Arabella, die dessen Waffe sicher verwahrte. Theos Bitte, Yggdras Schwert zu untersuchen, wurde von Arabella und Maduin abgelehnt, da sie ihren neuen Begleiter erst seit wenigen Stunden kannten und somit noch nicht trauten.

Über einen leckeren Haseneintopf (mit Maggi) rekapitulierte die Gruppe das bisher erlebte und Maduin schlug die weitere Reise in dessen magischen Gefährt vor – unter Berücksichtigung von Arabellas Bedürfnissen mit offener Ladefläche im Hinterraum, wie bei einem Transportwagen. Schließlich hatten sie einen weiten weg und die bisherige zurückgelegte Entfernung zu Fuß war einfach nicht weit genug.
Für die Nachtwache wurden Arabella und Schlitzzahn für die erste Schicht eingetragen, in der Strahd die Elfe heimsuchte und gehen den Heiler hetzte und ihr Eis auf die Wange setzte.
Die zweite Schicht für Theo und Schnellfuß blieb ereignislos und Ireena und wellende Schuppe war die letzte Schicht schnuppe.

Am Folgetag beschwörte Maduin das Gefährt mit der hinteren Ladefläche leer. Yggdra und Bella purzelten raus, so knoteten sie ein Seil zum festhalten drauf.
Während der Pause spendierte Maduin dem halbelfischen Paar etwas Weihrauch um mit dem THC die Entzugserscheinungen zu kompensieren, die besonders am Menschen erkennbar waren. Während hinten anregende Substanzen konsumiert wurden, diskutierte man vorn anregend über die Geschichte Barovias und Strahds Platz in dieser Welt (und anscheinend in Arabellas Herzen, was Stirnrunzeln bei der restlichen Gruppe auslöste).

An der Weggabelung zwischen Strahds Schloss und dem Pfad nach Westen erspähte die Gruppe neben verwitterten Gargoyles und einem See in der Ferne mit einer Stadt, eine abgetragene Mühle, auf der ein Schwarm Krähen hockte.
Nachdem die Gruppe vor der Mühle hielt und das Gefährt sich in seine arkanen Bestandteile auflöste, wirkten Theo und Maduin ihre Sensorischen Zauber, um mögliche Gefahren zu erspüren, die von diesem unheilvollen Gebäude ausgingen – wie der Schwarm Krähen, die zu den schwarzen Megalithen flogen, die in der Umgebung der Mühle im vernebelten Tal abwärts aufgestellt wurden.
Während die Drachengeborenen die Umgebung sicherten, betraten die beiden Magiewirker das Gebäude.
In der untersten Ebene fand sich direkt eine Küche, in der Pastete im Ofen backte, Hühner und Frösche gackerten und quakten, Geschirr an den Wänden hing und Kinderknochen den Fußboden säumten.

Im 1. Geschoss erspürten die beiden Magier magische Auren eines geweihten Gegenstandes und einer dämonischen Kreatur. Der Gefahr bewusst, schlichen sie wieder hinab und stemmten die Tür auf, vor der sich Arabella gesetzt hatte und offenkundig mehrere Unzen zugenommen hatte seit dem Beginn ihres gemeinsamen Abenteuers.
Nachdem die beiden von den Pasteten berichteten, war Arabella kaum noch zu halten vor Hunger und so machte sich Theo unsichtbar und stibitzte eine Pastete sowie eine Phiole der unheilvollen Flüssigkeit, die Maduin später als Dretchblut identifizierte – ein gefährliches Gift, dass den Betroffenen in einen Dämonen transmutierte.
Aufgrund einer unkoordinierten Vorgehensweise erwischte die Besitzerin der Mühle, eine alte Vettel, Arabella und Theo beim Stibitzen und so mussten diese 2 Gold für die Pastete abdrücken, während Maduin sich im Wald versteckte.

Dank Maduins klerikalen Kräften wurde die Pastete untersucht und entgiftet, sie enthielt eine Droge, die abhängiger machte als Elfenschnee – glücklicherweise aß Arabella ihre Portion erst, nachdem die Substanzen unschädlich gemacht wurden – die gute hatte schließlich bald alle Arten von Drogen Dieseits des Nebels ausprobiert.
Der Rest der Gruppe fand sich wieder beisammen und so wurde gemeinsam die Pastete als auch etwas Wild verzerrt – viel war leider nicht zu holen.
Die Drachengeborenen fanden eine Ritualstätte an den Obelisken und neben den Krähen waren kaum andere Kreaturen zu erspähen.
Die Party konkludierte, dass es wohl etwas mit der Vettel zu tun hatte, die mehr zu sein schien, als eine alte Frau – schließlich steckte sie kleine Kinde in Säcke und verteilte vollgedröhnte Fleischpasteten an flehende Dörfler.
Wird die Gruppe weiter ziehen, ohne die vermeintliche Hexe zu behelligen oder wird die Party Barovia ein kleines bisschen „sicherer“ machen?
Wird die Gruppe der Versuchung widerstehen oder wird Arabella eine neue Sucht für sich entdecken?
Findet es beim nächsten mal heraus!

Aufbruch zum Nyanzaruhafen (Raven Guard)

  1. bis 26. Flamerule

Allmählich legte sich der Trubel und die Aufregung in dem Fort, insbesondere in der Ecke, in welcher die freigelassenen Dinos gewütet hatten. Einige Dinos, wie auch ein paar Wachen überlebten das Scharmützel nicht und die Leichen wurden davon getragen. Es wurde auch kurzerhand befohlen, sofort mit den Aufräumarbeiten zu beginnen und auch Gräber für die Toten auszuheben. Die Dinos wurden zum Fleischer gebracht, damit die Überreste noch verwertet werden konnten.

Die bunte Abenteurergruppe hingegen traf sich auf der freien Fläche zwischen dem inneren Fort und dem Markt, um zu beratschlagen, wie es nun weitergehen soll. Baum hatte, bevor dieser ganze Trubel überhaupt losging, erklärt, dass er Neris folgen möchte. Dafür muss er zum nächsten Hafen, damit er ein Schiff Richtung norden nehmen kann. Auch wenn Arannis nicht ganz erfreut darüber war, so sträubte er sich nicht gegen die Entscheidung von Baum. Vor allem da Bee, weiterhin betrunken wie sie war, Baum zusprach. Ebenfalls meinte Cathari, dass sie vom Nyanzaruhafen aus her wüsste, in welche Richtung der Feuerfinger liegt und wie weit er ungefähr entfernt wäre. Sie möchte sich nicht der Gruppe aufdrängen, allerdings warf sie ihre Meinung mit in das Gespräch hinein.

Es ging ein klein wenig hin und her was nun gemacht werden solle, bis die Entscheidung feststand, tatsächlich wieder zum Nyanzaruhafen zurück zu kehren. Bee wurde als Führerin auserkoren. Auch wenn Bee sich nicht wirklich wohl in der Rolle zu fühlen schien, vollführte sie diese sehr gut. Sie führte alle ganz souverän durch den Dschungel zur Küste und an dieser ging es dann noch gute 2 Tage weiter. Das gute an dieser Route war, dass der gefährliche Dschungel für eine gewisse Zeit umgangen wird und es eine Chance gibt, Fische aus dem Ozean zu angeln, wie auch Wasser zum Abkochen in einer unerschöpflichen Menge zu besitzen.

Am 3. Tag der Reise kam die Gruppe an einen Strand, die Sonne hatte den Zenit bereits überschritten, war allerdings noch nicht vollends versunken. An einer Stelle des Strandes lag ein Schiffswrack, welches in zwei Hälften zerbrochen war. Ein Teil des Schiffs lag versunken im Meer, nicht unweit des Strandes entfernt und das andere inmitten in den Sand mit dem Bug gebohrt, wie auch auf der linken Seite von einem Dickicht gestützt. Vor und rechts vor dem Bug lagen etliche Körper von Frauen und Männern. Von alt bis jung, stämmig bis schmächtig war alles dabei. Sie trugen alle Seekleidung und schienen so, als ob sie erst vor kurzen hier angespült worden warn. Ob sie allerdings noch lebendig oder bereits verstorben waren, war noch unbekannt.
Romero ging sofort schnellen Schrittes auf das Wrack zu, gefolgt von einem mit hastigen Schritten aufgeregten Arannis und Cathari. Baum, Bee und Fitz kamen ebenfalls nach, allerdings blieben sie ein wenig auf Distanz.

Als erstes kam Romero bei dem Wrack an und beugte sich sofort zu der ersten Person herunter. Es war eine überaus schöne junge Frau, die rötlich lange Haare, ein paar Sommersprossen auf dem Gesicht und teilweise zerschlissene Kleidung trug. Er wollte auch direkt nachschauen ob die junge Frau noch am leben und verletzt war, allerdings, als er seine Hand in Richtung des Gesichts der Frau ausstreckte, fuhr diese plötzlich herum und schlug mit der Hand nach dem Krieger. Nicht nur dass das schon überraschend kam, nein, die Hand der jungen Frau wandelte sich im Schlag zu einer nassen, blau-grünlichen und mit Seetang verhangenen Klaue. Selbst die Fingernägel waren nicht mehr praktisch kurz gehalten, sondern wuchsen blitzschnell auf gute 3 cm an. Romero war so überrascht, dass er die Klaue mitten ins Gesicht bekam und mehrere blutige Striemen erhielt.
Der Rest der Gruppe bekam das mit und machte sich kampfbereit und das auch nicht zu spät, da die ganzen anderen Körper ebenfalls aufstanden. Mit dem Aufstehen verschwand das Antlitz von Gestrandeten und wandelte sich zu grässlich aussehenden blau-grünlichen Frauen, die über und über mit Seetang, Seesternen und Korallen besetzt waren.

Nun entbrannte ein Kampf, der recht Kräfte raubend war. Beide Seiten schenkten sich nichts und teilten kräftige Schäden aus. Auch wenn die Abenteurer Feind um Feind fällten, so tauchten aus dem Dickicht immer weitere auf. Nicht nur das es so viele waren, machte die ganze Sache so schwierig, sondern der Anblick dieser Kreaturen war so grässlich, dass er bei dem ein oder anderen eine regelrechte Furcht hervorrief.
Anfangs verfehlte Cathari die Kreaturen mit ihren Zaubern und konzentrierte sich dann eher darauf Romeros wunden zu schließen, in dem sie die Zeit um die Wunden kurzzeitig beschleunigte. Dieser hatte das auch dringend nötig, da er mittlerweile vollends von den Kreaturen umzingelt war und es gab für ihn kein entkommen aus dieser Todesfalle. Er schlug und drosch um sich, verwundete auch immer wieder jemanden, allerdings konnte er sich weiterhin nicht befreien. Zu allem Unglück rutschte ihm sein Schwert aus der Hand und flog ein paar Meter weit von ihm weg. Eine der Kreaturen hob das Schwert auf und schwang es gegen Romero.
Arannis hingegen versuchte die Kreaturen zu flankieren und somit Romero zu entlasten, allerdings war ein Blick von einer Kreatur so durchdringend und grausam, das Arannis Herz aufhörte zu schlagen. Ihm wurde schwarz vor Augen und er brach zusammen, ohne das er auch nur etwas dagegen hätte tun können.
Bee schoss währenddessen mit ihrem Bogen gekonnt in die Masse dieser Kreaturen und verwundete und fällte die ein oder anderen Feinde.
Fitz nutzte die Gelegenheit um Bee, Baum und Cathari von den Feinden abzuschotten. Dies gelang ihm auch so gut, das auch er fast umzingelt wurde. Nur gut das Fitz Rotrücken Junior dabei hat, der ihm seine linke Flanke freihielt.
Baum unterstütze die Gruppe mit seiner Magie, indem er ein Totem in Form eines Bären beschwor. Dieses Totem schütze die Gruppe nicht in Form einer sehr festen und dicken Haut, sondern spornte auch die Muskeln zu erhöhter Leistung an, wenn es von Nöten war. Ebenfalls entließ Baum magische Worte in Richtung von Arannis, welche ihn tatsächlich wieder aufstehen ließen.

Irgendwann kamen Musharib, Rohka, Inete und Xandala dazu. Auch diese beteiligten sich an dem Kampf und somit konnte die große und bunte Gruppe diese merkwürdigen Kreaturen nicht nur zurücktreiben, sondern letztendlich auch besiegen. Der Preis für diese gewonnen Schlacht war allerdings groß gewesen. Romero und Arannis sackten kurzzeitig zusammen, auch Musharib, Rohka und Fitz erhielten tiefe und sehr schmerzhafte Wunden.

Als der Kampf geschlagen und die nötigsten Wunden versorgt waren, wurde das Wrack untersucht. Leider war nichts wirklich brauchbares zu finden, was irgendeine nennenswerte Entschädigung gebracht hätte.
So machte sich die große Gruppe dann auch daran, einen sicheren Lagerplatz zu suchen.

Zerstreutes Hirn (The Sea Goblins)

Zerstreutes Hirn (The Sea Goblins)

Es ging hin und her am nächsten Morgen, doch das Erinnern daran, dass es nicht nur um eine simple diplomatische Mission, sondern um das Leben von Kindern, Schlüpflingen ging, überzeugte letztlich alle. Man raffte sich auf, das Tageslicht zu nutzen und der unheiligen Villa einen weiteren Besuch ab zu statten.

Sie fanden das Haus scheinbar verlassen vor. Wo sie konnten öffneten sie Fenster und Türen, um möglichst viel Tageslicht in das Haus zu lassen. Doch dann tauchte eine Frauenstimme aus den Schatten auf, die sich erkundete, was man denn hier suche. Sie konnten erkennen, das es von einem Wolfswesen kam, wie jene, die sie in der Nacht angegriffen hatten. Doch sie schien nicht feindlich. Im Gegenteil sagte sie, wenn wir ihren Brüdern begegnen, sollten wir nicht zögern, sie zu töten, denn alles sei besser als ihre gegenwärtige Existenz.

Noch bevor die Abenteurer das Gespräch fortsetzen konnten, war die gute auch schon wieder in den Schatten verschwunden. Sie fingen an, die einzelnen Räume zu untersuchen und fanden einige wenige Fallen, und einige Schlösser mit dem Motiv von Raben. In der Bibliothek, die Ella in Ekstase versetzte knackte Dora einen verschlossenen Sekreter und fand neben einigen kleineren Wertsachen und einem Schlüssel ein handschriftlich verfasstes Gedicht:

„Ein Müller hatte sieben Söhne Söhne
groß, gescheit und stark
Doch im Tausch für eine Tochter
Baute jedem Sohn den Sarg

Die Mutter weint um jeden Buben
Sieben Tränen in ein Tuch
Und zur Rettung ihrer Söhne
Spricht sie einen bösen Fluch“


In einem anderen gab ein Käfig mit einem hölzerneren Raben allen Rätsel auf. Der Raum selbst war durch Illusionsmagie geschützt, die jedoch leicht zu überwinden war, doch die dunkle Bedrohung, die von dem Raben ausging, schien dagegen real. Ella schlug allerhand Experimente vor, doch am Ende lies man davon ab. In einem Raum fand man ein Büro, und der gefundene Schlüssel kam zum Einsatz. Wieder wurde eine handschriftlich verfasste Geschichte gefunden:


„Den Söhnen schwarze Federn wachsen Flügel schlagen
in der Luft Erheben sich als sieben Raben
Entkommen so des Vaters Gruft
Kein Wort verliert sich über Schrecken
Die in jener Nacht geschehn
Die Tochter sucht die sieben Brüder
Die sie nie mehr würde sehn“

Nach einigem hin und her und dem öffnen diverser Schlösser, das manchmal die diversen Raben Symbole und Statuetten benötigte, hatte man alles in diesem Stockwerk untersucht. Der einzige Weg, über den es weiter ging, war in den Keller. An der Stelle, an der Ella am Vorabend von der seltsam charismatischen Frau eingeladen wurde. Und Stockdunkel. Die Freunde suchten überall nach Spiegeln, um die befremdliche Schwärze zu erleuchten, doch erst ein Tageslichtzauber vom frustrierten Thra schaffte es, Licht ins Dunkel zu bringen.

Nun endlich traute man sich nach unten. Dort wurden sie begrüsst. Von einem Minotaur aus Kristall. Eine Statue, wie sich schnell zeigte, aber keine, die sich mit der üblichen Unbeweglichkeit zufrieden gab, drehte sie doch den Kopf zu Miraca. Sie erwies der Statue die Ehre und Ella tat es ihr skeptisch gleich. Die anderen gingen dann einfach an ihr vorbei. Der Raum war kein üblicher Keller, es war unter dem Haus ein Gewölbe, doch nach zwei seiten offen in ein Höhlensystem. Man konnte das Wasser (hoffentlich war es Wasser) eine unterirdischen Flusses rauschen hören. Ella untersuchte einen Schreibtisch während Dora, zu aller erstaunen, keinerlei Scheu mehr zeigte, als sie zwei verdächtig sargähnliche Kisten im Raum untersuchte. Ella Fand einen Brief das Ritual der Befreiung beschrieben wurde. Ein Ritual zu Beendigung untoten Daseins, das lebende Opfer braucht. Niemand sprach es aus, doch es schien offensichtlich, das die Schlüpflinge wohl zu diesem Zweck hier fest gehalten wurden. Annur untersuchte derweil, woher die Wassergeräusche kamen und es zeigte sich, dass ein ziemlich schneller Fluss im Süden entlang floss und untersuchte, ob es sich um eine Illusion handelte, in dem er ein paar Findlinge hinein warf – Der Fluss war eindeutig real und dampfte Schwefelig. Thra und Miraca suchten weiter im Osten. Ach dort floss der Fluss entlang, teils sammelte sich das Wasser in einem giftig wirkenden Teich.

Schliesslich fand Thra eine Passage im Nordosten, die jedoch von ein paar Obelisken versperrt war. Für Thra fühlten sie sich lebendig an – und verletzt. Er wirkte einen Heilzauber und einer der Obelisken reagierte darauf. Nun war es an Ella, die, nachdem sie den verbliebenen näher untersuchte einen einfachen, relativ ungefährlichen Zauber auf ihn wirkte und ihn damit tatsächlich aktivierte. Die Obelisken selbst gaben den Weg nicht frei, statt dessen senkte sich eine bislang übersehene Hängebrücke herab, über die die Gruppe vorsichtig schritt. Doch nur ein paar Meter weiter wurden sie schon wieder in ihrer Erkundung unterbrochen. Sie hatten schon länger den Geruch von verfaulendem Fleisch in der Nase, und Hinweise auf Untote waren hier auch nichts neues, und so waren sie nicht wirklich überrascht, als sich ihnen sieben Gasths, zombiehafte Wesen mit giftigen Ausdünstungen und Klauen, in den Weg stellten. Jede Menge Feuerzauber von Ella und Thra, Hiebe. Pfeile. Bolzen von den anderen und eine erstaunlich effektive Suppenkelle später befanden sie sich in wieder in ihrem natürlichen Zustand als Leichen.

Quelle: https://www.deviantart.com/jubjubjedi

Wie üblich, eilte Thra voraus. Wieder kam er an den Fluss, doch diesmal fand er auch eine Brücke, und in der Nähe zwei weitere Untote. Die Skelette eine Minotaurs und eines Ogres. Sie machten sich über Thra lustig. Das einer wie er die sieben Edelsteine nie bekommen würde, schon gar nicht den, den sie bewachten, wenn er nicht mal unter der Brücke hindurch kommt. Er interpretierte diese Hänselei jedoch korrekt und lotste die anderen – die Schwerkraft der Brücke war invertiert, sie gingen tatsächlich, mit Seilen gesichert, unter der Brücke hindurch. Dort angekommen forderten die zwei Ella auf, eine wahre Geschichte zu erzählen. Diese lies sich nicht zwei mal fragen, mit dem ganzen Repertoire ihrer Karriere im Hintergrund, doch sie waren nicht zufrieden: Wir wollen eine Lustige Geschichte hören! Und du da, Erzähl uns eine traurige Wahre Geschichte. Und … was seit ihr denn, eine Katze? Kann man euch essen? Letzten Endes, forderten sie von allen eine Geschichte ein.

Miraca traute sich zuerst:

Die Geschichte mit Großmutter und dem Fuchs

Als meine Großmutter noch jung war, begab sie sich auf den Weg des Waldes um Blaubeeren für einen Kuchen zu besorgen. Des bald fand sie auch an ihrem geheimen Ort, von dem nur sie und großer Bruder wussten Blaubeersträucher in fülle. So gleich ließ sie sich nicht lumpen, und pflückte so viele Beeren wie es in ihren Korb nur zu tragen ginge. Nachdem sammeln der Früchte saß sie sich kurz auf einem großen Stein und genoss einen kleinen Teil ihres Erfolges. Dabei lauschte sie dem Walde seine verschiedenen Stimmen, den Vögeln, den Bäumen und die Stimme der Tiere.

Dann ganz plötzlich erschien aus den Sträuchern ein Fuchs. Dieser starte sie einfach nur an ohne eine böse Absicht zu haben. Als meine Großmutter den Fuchs bemerkte hatte sie weder Angst noch scheu. Sie fragte ihn mit ruhiger Stimme ob sie ihm behilflich seinen könne. Der Fuchs zeigte ihr einer seiner vorderen Pfoten in der Dorn steckte. Sie stellte ihren Korb ab und ging zum Fuchs hinüber und ihm von seinem Schmerze zu befreien. Sie zog ihre Nadel und mit drei geschickten Handgriffen war der Dorn draußen. Anschließend riss sie sich ein Stück ihrer Kleidung ab um die Tatze des Tieres zu verbinden.

Der Fuchs danke ihr für ihre Gutmütigkeit. Nun da ihr mit geholfen habt möchte ich mich bei euch erkenntlich zeigen, bitte folgt mir. Also tat sie dies und nahm auch ihren Korb mit. Nicht lange und die beiden gelangen zur einer großen Lichtung, wo ein junger Elf stand, ihres alters. Er bemerkte die andere Gestalt die ihn ansah, und war des gleich voller Sympathie für sie. So ging er auf sie zu, begrüßte sie und fragte was es mit dem Blaubeeren auf sich hatte. Diese Antwort war ganz simpel;

„Blaubeerkuchen soll er werden. , junger Mann,“ sagte sie freundlich.

So unterhielten die beiden sich für eine ganze Weile. Am Ende des Gespräches verabredeten sie sich gemeinsam für den kommenden Tag um einige Stücke des Kuchens zu genießen. Meine Großmutter wandte sich um den Fuchs für diese Begegnung zu danken, aber jenes Tier war schon eine ganze Weile wieder in dem Wald verschwunden. Darum war meine Großmutter dem Fuchs sehr dankbar, denn so lernte sie meinen zukünftigen Großvater kennen.

Ella gab das genügend Zeit, ihre eigene Geschichte zu finden:

Papa Rufford und Mama Winna hatten in Dolchfurt eine Schenke. Wir hatten regelmässig Musiker zu besuch, die natürlich vorspielen mussten.

Ich erinnere mich noch, wie eine Gruppe so richtig schlecht war. Dennoch erblickte ich sie einige Tage später vor einem Biergarten in der Nähe und sie spielten nicht nur sehr schlecht, sondern auch noch so richtig laut und mit Gusto.

Da fragte ich Papa, wieso die so dumm waren, sie zu bezahlen. Doch er meinte nur:
„Der zahlt dafür kein Kupfer, ich habe sie eingestellt.“

Am eindrucksvollsten war denn die von Dora, die nebenbei erwähnt überhaupt nicht damit einverstanden war, als Speise betrachtet zu werden:

„Die Grinning Princess war einst mein zu Hause
dort lebte ich glücklich, mit manch großer Sause.
Die Mitglieder der Crew waren mehr als nur Leute,
wir sangen, feierten und kämpften als Meute.

In Tiefwasser brauchten wir neue Begleiter
die Suche nach ihnen war recht heiter.
Tage später hieß es „leinen los,
wir stechen in See, das wird grandios“.

Der Wind im Fell und die Gischt im Gesicht,
fuhren wir hinaus, zum Erfüllen der Pflicht.
Doch das Glück war uns leider nicht hold
und wir bezahlten einen hohen Sold.

Die Krake kam und umschlang unser Schiff,
zerbrach es entzwei, mit eisernem Griff.
Die Crew schrie und kämpfte tapfer,
doch wurden sie alle leider zum Opfer.

Die Tiefe des Meeres ist nun ihr Grab,
und ich fühle mich oft, wie erstarrt.

Beeindruckt überreichten die beiden zwei Edelsteine, die sie wohl bewacht hatten und schickten sie mit einer Geste weiter. Thra ging fröhlich voraus und fand einen weiteren Raum in zwei Skelette waren. Er sprach sie auf die Steine an, und sie zeigten nach oben. Auf einer zehn Meter hohen Säule war ein Nest. Miraca schoss es mit einem Pfeil herunter und fand einen Stein im Nest, Annur untersuchte einen Strohaufen und fand einen Edelstein in einem Beutel. Sie untersuchten die Gegend weiter, aber fanden nur noch versperrte Wege, als ging es wieder über die Brücke. Thra versuchte es wie zuvor auf der Unterseite der Brücke. Doch die Polarität hatte sich gekehrt und er sprang unfreiwillig in den rauschenden Strom unter ihm. Alle gaben sich reichlich Mühe, ihn so schnell wie möglich zu sichern, doch es war zu knapp. Der erste Versuch, ihm ein Seil zu zu werfen, schlug fehlt und sie hatten nur noch eine zweite Chance, bevor die Schnellen ihn außer Reichweite gespült hätten. Zu allem Überfluss erwies sich das „Wasser“ auch noch als Säure und Thra musste gegen einige Schmerzen ankämpfen, doch er fasste sich verfehlte das zugeworfene Seilende. Doch er hatte sich soweit gefangen das er seine halbaquatischen Wurzeln nutzen konnte und schaffte es zum Ufer, wo er nun endlich das Seil greifen konnte. Gut gesichert versuchte Ella es mit der Oberseite der Brücke. Blieb tatsächlich darauf stehen und mit dem tropfenden Tortle in der Mitte ging man vorsichtig über die Brücke.

Nun untersuchten die Abenteurer die verzweigenden Gänge, bis sie zu einer Kammer kamen, in der ein Untoter Oger war. Mittlerweile ein vertrauter Anblick. Thra sprach auch ihn gleich auf einen der Steine an, doch dieser meinte nur, er sei selbst damit beschäftigt, einen Stein zu holen, doch wenn er die falsche Öffne, nach der Regel der Sieben, würde er sterben. Dabei deutete er auf einen Halbkreis aus 14 kleinen Truhen, in deren Mitte sich ein Stab befand. Nun versuchten die Anwesenden, mittels Licht, Schatten und sogar Feuer auf dem Stab einen Schatten oder einen sonstigen Hinweis zu finden. Doch ein Licht hinter dem Stab erzeugte keinen Schatten der weit genug reicht, ein Licht hinter den Truhen war nicht möglich, weil die Truhen zu nahe an der Wand standen. Entzünden lies sich der Stab auch nicht.

Und so standen die Wanderer völlig ratlos inmitten der Truhen.

Aufbruch (Shield of Light)

Aufbruch (Shield of Light)

Liebe Mutter.
Was mache ich hier nur? Alles wird immer verwirrender und ich fühle mich dem Ganzen hier nicht gewachsen. Warum musste ich meine Heimat verlassen? Warum habe ich den Wald für das hier zurückgelassen? Es war doch alles schön zu Hause. Die letzten 111 Jahre waren doch nicht schlecht? Aber nein, ich musste ja meinem Bruder hinterher.

Siehst du Mutter, ich zweifle, so wie du es vorausgesagt hast. Deine sonst immer gut gelaunte, chaotische Tochter zweifelt an sich. Die Stimmung hier macht mir zu schaffen. Die Stadt, der wir versucht haben zu helfen, zieht an meiner guten Laune.
Wir saßen in der Kapelle und die Predigt war wiklich…sagen wir…gut geschrieben. Du weißt, ich halte davon nicht viel, aber die Anderen offenbar schon und so habe ich mir das angehört, so wie ein paar Einheimische.
Es lief gut und die Leute hatten endlich mal ein wenig Hoffnung in ihrem Gesicht, da musste dieser grauenvolle, rötliche Blitz einschlagen. Als diese abscheuliche Stimme erklang flohen die Dorfbewohner in ihre Häuser. Glücklicherweise wurde keiner weiter verletzt.

Uns wurde nun klar, dass wir hier nicht wirklich viel mehr ausrichten konnten und so beschlossen wir, endlich, diese Stadt zu verlassen. Und so ging jeder seine Sachen packen, damit wir uns später im der Taverne treffen konnten. Nur Maduin blieb bei der Kapelle und wollte wohl wieder ein paar Dinge reparieren.
Zum Glück blieb er dort. Er war gerade auf dem Dach, als er sah, wie sich Strahd, höchstpersönlich, Ireena näherte und sie bedrängte. Doch Maduin konnte ihn durch seine laute Stimme vertreiben und als wir dazu kamen war dieser unheimliche Mann auch schon wieder verschwunden.
Immer mehr wurde uns bewusst, dass wir Ireena nicht mehr alleine lassen durften.
Schnell suchte sie ihre Sachen in ihrem Heim zusammen und dann verabschiedete sie sich von ihrem Bruder Ismark.
Dann, endlich, konnten wur die Stadt verlassen.
Ich glaube wir sind in Richtung Südwesten unterwegs.

Berserker

Wir gingen eine Weile, bis die Stadt außer Sichtweite war. Dann überlegten wir unser nächstes Ziel. Während die Anderen redeten konnte ich in der Ferne eine Gestalt erkennen, die vor vier Anderen davon rannte. Direkt auf uns zu.
Als er um Hilfe rief winkte Maduin ihn zu uns und so hielt er direkt auf uns zu und wir brachten uns ein wenig in Kampfstellung, wobei sich Yggdra vor mir positionierte.
Es dauerte nicht lange und der Fremde hechtete zwischen uns. Ireena versuchte noch, die Angreifer zum Aufgeben zu überreden, doch diese schien schon so in Rage zu sein, dass sie einfach weiter auf uns zu stürmten.

Der Kampf war kurz und der Neue stellte sich gerade als „Theo“ vor als mein Yggdra plötzlich Hara sein Schwert in den Rücken schlug. Er schien wie von Sinnen und murmelte immer wieder „Auslöschung“ vor sich hin.
Wir hatten große Mühe ihn zu beruhigen, aber erst ein Zauber von mir brachte ihn unter Kontrolle und der Neue schlug ihn auf den Kopf und machte ihn bewusstlos.
Schwebend auf einer Scheibe lag er nun da und ich lief neben ihm her und hielt sein Hand. Die Gespräche der Anderen bekam ich nicht richtig mit, aber Theo erzählte uns, dass er gerade von diesem Bernsteintempel, zu dem wir wollten, kam um Hilfe für seinen Meister zu suchen. Genauer ist er noch nicht darauf eingegangen.

Und so gingen wir weiter um eine geeignete Stelle zum Übernachten zu finden. Während Hara Theo alles erzählte was wir so bis jetzt erlebt hatten, schrieb dieser alles mit.
Dann wollte er mich über die Zauberplage, ja mein Lieblingsthema in der Geschichte, ausfragen, doch ich hab ich erstmal vertöstet, denn ich mache mir Sorgen um Yggdra.
Er verändert sich. Ist immer wieder mit seinen Gedanken abwesend. Das Tagebuch seiner Mutter tut ihm nicht gut. Ich versuche wirklich für ihn da zu sein und ihm zu helfen.

Ja, ich weiß was du mir jetzt genau in diesem Moment sagen würdest: „atme tief durch, es ist nur ein schlechter Tag, kein schlechtes Leben.“

Auf…auf nach Schädelhafen! (The Friendly Fires)

Auf…auf nach Schädelhafen! (The Friendly Fires)

Diese vermaledeiten Ruhepausen machen mich ganz unruhig.

Ich glaube der Feind hat uns bald umzingelt, aber ich werde so viele mitnehmen wie möglich. Ab in eine der vielen Höllen!

So endlich geht es weiter, aber geht es hier auch wirklich weiter? ( Toprax schmunzelt und steckt sich das gebratene Fleisch an den Gürtel.)

( Das Lächeln des Barbaren schmilzt dahin, als hinter der nächsten Ecke nicht das versprochene Bier aus Schädelhafen wartet.)

Stattdessen erwartet die Gruppe ein Haufen Krabben und toter Fisch.

Und…Ja…dieses stinkende Zeug scheint sprechen zu können. / Ich brauche dringend ein Bier!

Vielleicht sollten wir mal bei diesem seltsamen Laternenhändler „Anderian Was weiß Ich“ nachfragen?

Der scheint sich da auszukennen.

Naja endlich geht es weiter….nein doch nicht wir stehen schon wieder.

Ein Stein der aussieht wie ein Wasserkessel; ganz toll.

So Leute macht mal hinne das Bier wird warm.

Geht es jetzt endlich weiter?

Na endlich!

Und wieder halten wir an, diesmal hängen ein gefangener Mensch…ich glaube er heißt Delf und ein Goblin vom Stamm Lerch im Weg.

So endlich sind die Typen befreit, es geht weiter.

Oh dieses Geheul. Ich sag ja es wird Zeit; ( Toprax macht seine Axt bereit )

Jetzt wo es spannend wird fangen Sie an zu laufen.

( Bis zum nächsten mal liebes Gehirn dein Toprax; P.S. dann hoffentlich mit einem Bier)

Das Tagebuch eines Soldaten: Eine Festung im Chaos (Raven Guard)

Warum? Warum musste das ganze nur so außer Kontrolle geraten? Wenn ich nicht vom Gegenteil überzeugt wäre, würde ich meinen, dass es die Götter, oder zumindest einer unter diesen auf mich und meine Pläne abgesehen hat. Was passiert ist kann ich jetzt leider nicht mehr ändern, aber ich sollte meine Lehren aus dem heutigen Tag ziehen. Aber wo soll ich nur anfangen?

Liara Portyr, Oberbefehlshaberin der Festung Beluarian

Ach ja, bei Rokah. Baum, Romero und ich saßen also im Warteraum der Festung. Das ganze erinnerte mich mehr an eine Jägerhütte mit all den ausgestopften Tierschädeln an den Wänden, aber solange diese sich mir nicht zuwendeten und mich auch noch zum Teufel jagen wollten, war mir das recht. Lange dauerte es nicht, bis dann auch die Befehlshabende Offizierin der Festung uns einen Besuch abstattete. Romero nutzte diese Chance gleich und begann die Verhandlungen. Mit einer Eloquenz, die ich noch nie aus seinem Mund hören durfte, fing er an der Offizierin eine komplett erlogene Geschichte aufzutischen. An mancher Stelle wich ihm seine Brillanz und ich dachte schon, dass die Offizierin, Liara Portyr, seine Lügengeschichte durchschauen würde, aber dies blieb uns zum Glück erspart. Und so machte Romero weiter. Schließlich kamen wir zum Thema der Entdeckerlizenz. Entgegen aller Einschätzungen, scheint die Flammende Faust gar nicht so blutrünstig zu sein. Gauner mögen sie zwar sein, vor allem wenn ich bedenke dass sie einen Anteil von allem was im Dschungel gefunden wird wollen. Aber sie kommen mir nicht wie Erpresser vor. So kam unser Gespräch auch irgendwann zu seinem Ende. Frau Portyr wollte bevor wir die Lizenz nun endgültig erwerben würden uns anbieten, dass wir auch einfach für die Flammende Faust arbeiten könnten, was in diesem Moment und später beim Erwerb der Lizenz allerdings abgelehnt wurde. Auch wenn das Kopfgeld für jeden Untoten nicht schlecht klang…

Inzwischen meinten wir auch ihm genug Zeit verschafft zu haben, dass er die Kammer der Offizierin untersuchen konnte, mussten ihm aber mitteilen, dass Sie auf dem Rückweg war. Wir brauchten etwas Lautes. Und so kam ich spontan auf eine Idee und riss Romero um. Seine Ausrüstung hörte man sicher durch die gesamte Festung schallen. Er verstand meine Intentionen, im Gegensatz zu Baum, anscheinend auch und spielte mit. Er schlug einmal an mir vorbei, ich schrie ihn an, sogar die Wachen kamen schon. Also wenn das nicht genug Ablenkung sein sollte, wusste ich auch nicht weiter. Und als wir aus der Festung austraten warte auch schon Rokah auf uns. Wir fragten ihn, was er den gefunden habe und meinte nur ob wir den uns den inzwischen eine Ablenkung ausgedacht hätten…
→ Ein Plan, der noch so gut durchdacht ist, versagt beim ersten Kontakt mit Verbündeten

Wir brauchten also einen neuen Plan. Inzwischen scheinen alle anderen auch zusammengefunden zu haben und leider hatte sich die unhöfliche Frau von vorhin auch zu unseren Kameraden gesellt und wollte an unserer Unternehmung teilhaben. Normalerweise hätte ich sie gemustert, dass wir keine so taktlosen Individuen, oder zumindest noch mehr davon, in unserer Gruppe benötigen. Zu meinem Erstaunen aber schien sie wesentlich umgänglicher als zu der Zeit als ich sie kennenlernen durfte. Ich machte ihr klar, dass sie trotzdem neue Leute nicht erst anmachen und sich später, wenn es ernst wird, entschuldigen sollte. Ich wollte ihr dann aber nicht zu nachtragend sein und da die anderen sie anscheinend schon in unserer eh schon viel zu großen Gruppe willkommen hießen, hatte ich nicht wirklich eine Wahl.

Erschwerend kam hinzu, dass Baum uns allen mitteilte, dass er uns verlassen möchte. Der Abschied von Neris scheint ihm schwer gefallen zu sein und deshalb möchte er ihr hinterher und sie bis in ihre Heimat begleiten. Ich bin zwar froh dass er uns überhaupt Bescheid gibt, aber ich weiß nicht ob wir es uns leisten können ihn zu verlieren. Allerdings habe ich das Gefühl, dass die anderen seinen Wunsch verstehen und ihm diesen nur zu gerne erfüllen werden. Meine Bedenken würden wahrscheinlich nicht viel ändern. Und da das Alles noch nicht genug war, fiel mir Bee auf. Ich weiß nicht, was sie geritten hat sich am helligsten Tag und in dieser Hitze zu betrinken, aber in dem Zustand, in welchem sie sich befand, konnte ich sie zu garnichts gebrauchen. Ich meinte nur zu ihr, dass sie sich nicht weh tun solle und hoffte, dass sie sich einfach etwas zurückhalten würde. Bei dem Plan, der nebenbei ausgearbeitet wurde, war das wahrscheinlich auch das Beste. Aber das gab unserer neuen Begleiterin die Chance sich zu beweisen. Sie scheint eine Magierin zu sein und sich, nach ihren Worten, mit Methoden auszukennen, die eine Ablenkung relativ einfach machen sollten.
Auch wenn eine Magierin eine unangenehme Zeitgenossin ist, ist eine Magierin immer nützlich

Nach einiger Grübelei kamen wir auf die Idee, die Riesenechsen, welche wir in den Stallungen der Festung sahen, freizulassen. Cathari, unsere neue sehr hellhäutige Begleiterin, erklärte sich bereit diese Aufgabe mit ihrer Magie zu übernehmen und dann sogar noch etwas mehr Chaos zu stiften indem sie die große Glocke auf einem der Wachtürme schlagen würde. Baum sollte in der Zwischenzeit die Dinos darauf hinweisen, dass sie nicht komplett wild drehen sollen und einfach nur aus dem Fort hinauslaufen sollen. Alle erklärten sich bereit und schon ging es los. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Baum kam von den Echsen wieder, Cathari befreite diese und lies kurz darauf auch die Glocke erschallen. Und trotzdem lief wieder etwas schief. Die Dinosaurier rannten nicht an uns vorbei und durch das Haupttor, sondern direkt nach oben und damit gegen die Wand der Festung. Als wir ihnen nachrannten, blickten wir auf ein Massaker. Die kleineren fleischfressenden Echsen stürzten sich auf die Wachen der Festung. Zum Glück waren diese aber in der Überzahl und konnten die Bestien überwältigen bevor es zu zu vielen Verlusten kam… auch wenn die zwei, die es erwischt hat, schon zu viele sind.

Zumindest scheint sich das ganze gelohnt zu haben, da nach kurzer Zeit auch Rokah wieder an unserer Seite war. Ich wollte in dem Moment zwar nichts von seiner Aktion hören, habe aber inzwischen mitbekommen, dass er die benötigten Informationen bekommen hat.

Ich weiß ich sollte froh darüber sein, dass wir Fortschritte gemacht haben. Schließlich bin ich meiner Geliebten und einem sorgenfreien Leben ein Schritt näher gekommen. Aber irgendwie schüren sich bei mir weitere Bedenken. Unsere Gruppe macht in letzter Zeit einige Veränderungen mit. Baum jetzt zu verlieren könnte drastische Folgen haben. Und bezüglich Cathari bin ich immer noch zu keinem klaren Entschluss gekommen. Sie hat etwas an sich, was mir Unbehagen bereitet. Und Besuche hatte ich die letzten paar Tage auch keine mehr…

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