Explosion? Nein, danke! (The Adventurer)

Explosion? Nein, danke! (The Adventurer)Explosion? Nein, danke! (The Adventurer)

Die kleine Pause, die wir uns gönnten, tat uns allen wirklich gut. Wir hatten Zeit, uns ein wenig zu unterhalten und neue Kraft zu sammeln, um innerhalb der nächsten Eben weiter vordringen zu können. Diese Zeit nutzten wir, indem Farhea ein paar der Gegenstände untersuchte, die sich in unserem Bag of Holding angesammelt hatten. Wie gut, dass ich irgendwann im Laufe der Zeit angefangen hatte, Liste über alles zu führen, was wir so fanden. Anderenfalls hätte ich mich mit Sicherheit nicht an all das erinnert, was ich letztlich herausgezogen hatte. Farhea schien ziemlich genau zu wissen, was man mit all diesen Gegenstände anfangen konnte und es war faszinierend, sie dabei zu beobachten, wie sie den meisten dieser Dinge – einige waren auch einfach ganz normale, unmagische aber trotzdem fantastische (!) Gegenstände – eine Bedeutung zuwies.

Den Rest der Pause verbrachten wir damit zu überlegen, wie wir nun weiter vorgehen wollten. Noch ein paar Mal kam der Gedanke auf, zurück nach oben zu gehen und vorerst die Spione auszuschalten, doch am Ende fiel die Entscheidung darauf, unten weiterzugehen. Da ich aus meinen vorherigen Fehlern gelernt hatte, bot ich an jemand anderen vorgehen zu lassen, bevor ich am Ende wieder einen falschen Hebel betätigte und meine Freunde in Gefahr brachte. Da kein anderer sich meldete, übernahm Farhea die Führung nach unten und bewaffnet mit Ikes Runde führte sie uns die lange Treppe nach unten. Wieder standen wir in diesem runden Raum, in dem wir zuvor gegen Farhea und die anderen Doppelgänger gekämpft hatten. Diesmal war jedoch eine Tür offen, die zuvor verschlossen gewesen war.

Mit einem kleinen Feuerball in der Hand beobachtete ich – beobachteten wir alle – wie durch die Tür eine Gestalt trat, ziemlich groß und breit mit beiger, ledriger Haut, einem leichten Unterbiss und kleinen Reißzähnen, die von ihrem Unterkiefer nach oben vortraten. Oder sollte ich lieber sagen: von einem Unterkiefer. Wir standen Auge in Auge zu einem Halbork, bewaffnet mit nicht viel mehr als einer einfachen Rüstung, einem Helm, sowie einem Schwert und vollgehängt mit zehn kleinen Fläschchen. Panik stieg in mir auf. Was, wenn das wieder nur ein Doppelgänger war, was wenn er uns angriff, mit diesen Fläschchen bewarf oder ganz und gar Verstärkung rief?! Ein wenig begann ich zu zittern und ich stand kurz davor, den Feuerball auf ihn zu werfen, da gab Farhea Entwarnung. Zwar schien auch sie noch etwas unsicher, doch zumindest erklärte sie uns, diesen Halbork zu kennen und stellte ihn uns als Bennor vor. Die beiden waren gemeinsam mit dem Rest ihres Trupps nach hier unten gekommen, hatten einander aber aus den Augen verloren, als der Rest des Trupps gestorben war. Der Rest der Gruppe wirkte überzeugt davon, Bennor vertrauen zu können und somit ließ ich den Feuerball wieder sinken. Dennoch behielt ich mir im Hinterkopf den Gedanken daran, ein Auge auf ihn zu haben.

Wie es schien hatte Bennor keinerlei Erinnerung daran, was geschehen war, nachdem er den Trupp aus den Augen verloren hatte und als ich ihn mir ein wenig genauer ansah, fand ich auch heraus, warum. Er hatte eine große Beule am Kopf und musste sich irgendwo so arg gestoßen haben, dass er nun unter den Folgen einer heftigen Gehirnerschütterung litt. Etwas Zeit und gute Pflege sollten das jedoch wieder gerade biegen können.

Wir untersuchten den Rest des Raumes und mir wurde derweil mitgeteilt, dass die Fläschchen, die sich um Bennors Hals befunden hatte, hochexplosives Alchemisten-Feuer gewesen war. Mir wurde schlecht. Was wäre wohl passiert, hätte ich den Feuerball nach ihm geworfen? Sicher hätte die daraus entstandene Explosion nicht nur ihn in tausend Teile zerfetzt. Das wäre ein sehr schnelles und unschönes Ende gewesen … so war ich doch recht froh, mich eines Besseren erinnert und nicht direkt agiert zu haben, als ich ihn gesehen hatte. Langsam aber sicher lernte ich eben doch aus meinen vergangenen Fehlern.

Der Rest des Raums war bis auf einen weiteren Mechanismus und einen Hebel nicht wirklich interessant und die meiste Zeit, die der Rest innerhalb des Raumes herumstand und diesen untersuchte, verbrachte ich sowieso damit, das Zeug, was sie fanden, in den Bag of Holding zu stopfen und mir zu notieren, was alles hinzukam. Aber es schien so, als hätte ein Mechanismus in einem Fass dazu geführt, dass ein weiterer Hebel-Mechanismus aktiviert worden war, der nicht nur eine Tür im hinteren Teil dieses Raumes, sondern noch ein weitere Tür angrenzend an den runden Hauptraum öffnete. Ein weiterer Mechanismus, ein weiterer Raum und … ein weiteres Rätsel! Ich konnte nicht wirklich behaupten, diesen Turm am Anfang gemocht zu haben, doch mittlerweile hasste ich ihn. So viele Fallen, Hebel und Rätsel – langsam begann mein Gehirn weh zu tun. Hinzu kam, dass auch von diesem Raum wieder weitere Türen, bzw. Gatter weg führten zu anderen Räumlichkeiten. Aber befassen wir uns erst einmal mit dem Inneren dieses Raumes. Ein rechteckiger Raum in dessen Inneren das erste, was einem auffiel, ein Thron war. Oder zumindest ein ziemlich prunkvoller Sessel, der stark an einen Thron erinnerte. Dieser Thron stand auf einer Plattform, die sich farblich vom restlichen Boden abhob. Den Weg zu diesem Thron pflasterte ein riesiger Teppich, der bestickt war mit frühlingsgleichen Mustern, fast wie ein wunderschöner, grüner Laubwald im Frühjahr. Rechts und links befanden sich jeweils drei Säulen. Vor jeder Säule stand eine Feuerschale. Beim Untersuchen der Feuerschalen stellten wir fest, dass am Boden jeder dieser Schalen ein Tier zu finden war. Insgesamt waren es drei Vögel und drei Landsäugetiere, die in diesen Schüsseln abgebildet waren. Was hatte das zu bedeuten? Gefüllt waren sie mit Öl, so als warteten sie nur darauf, angebrannt zu werden. Im Grunde wäre das ja mein Stichwort, aber mit Sicherheit war es falsch, all diese Schalen anzuzünden. Hinzu kam, dass jedes dieser Tiere auch noch einmal als Bild an der Wand hing. Naja … fast jedes Tier. Einer der Vögel – der Schwan – fehlte.

Noch während Farhea und ich über dieses Rätsel nachdachten, machte der Rest der Gruppe sich an einem der Gatter zu schaffen. Dieses schien den Weg zu einer Art Folterkammer zu versperren. Das war sowieso ein Ort, den ich nicht unbedingt untersuchen musste. Sollten die also von mir aus machen, worauf sie Lust hatten. Als sie dann aber begannen, das Gatter aufzustemmen, wollte ich dann doch sehen, wieso genau sie es so eilig hatten, dort hinein zu stürmen. Tatsächlich hatten sie im Inneren der Kammer nämlich zwei Gestalten entdeckt, die genau so aussahen, wie unser lieber Bennor. Der Halbork versicherte uns aber, nichts mit ihnen zu tun zu haben. Weitere Doppelgänger!

Wie hätte es auch anders sein sollen, wir griffen die Doppelgänger an und machten ziemlich schnell kurzen Prozess mit ihnen. Zu den beiden, die wir anfangs erblickt hatten, gesellten sich vier weitere hinzu, doch hatten diese scheinbar noch keine neue Gestalt angenommen. Sie waren noch so nackt und hässlich, wie all die Doppelgänger zuvor es gewesen waren, nachdem sie sich zurückverwandelt hatten. Ich hoffte inständig, dass wir bald in die nächste Ebene kamen. Vielleicht hausten dort endlich keine Doppelgänger mehr. Andererseits würden wir dort vielleicht auf Dämonen treffen … beim zweiten Gedanken erschienen die Doppelgänger doch das kleinere Problem zu sein. Zudem hatten wir eventuell gerade einen anderen Weg zu Dämonen gefunden.

Während des Kampfes war uns nämlich eine fast schon erstickende Wärme entgegen geschlagen und einer der Doppelgänger hatte während unseres Kampfes eine Eiswand errichtet, um uns davon abzuhalten, in den an die Folterkammer angrenzenden Raum zu treten. Glücklicherweise gab es nichts, das gegen Eis effektiver war, als Feuer. Und über Feuer verfügte ich zur Genüge. Während ich damit beschäftigt war, die Eiswand zu schmelzen, untersuchte Farhea die Überbleibsel der toten Doppelgänger und fand einen weiteren Runenstein. Dieser war jedoch lesbar beschriftet mit den Worten „Eingang zu den Höllen“. Nicht nur farblich, sondern auch inhaltlich schien sie zu dem zu gehören, was hinter der Eiswand lag. Nachdem ich diese nämlich heldenhaft geschmolzen hatte, öffnete sich vor uns ein weiterer Raum, in dessen Mitte eine Art Altar stand, dahinter hohe Wände, die jedoch nicht bis zur Decke reichten. Auf diesen Wänden standen Schalen und am Boden direkt vor uns glühte eine rote Rune. Ganz eindeutig war es die gleiche Rune wie die, die Farhea nun bei sich trug. Mit Sicherheit war das kein Zufall. Was auch immer dieser Raum hier zu bedeuten hatte, er war unweigerlich mit dieser Rune verknüpft. Ein weiteres Rätsel! Mein Herz machte einen sarkastischen Freudensprung. Während ich noch innerlich diesen Turm verfluchte, verlangte Farhea nach etwas, das sie auf eine der Schüsseln werfen wollte. Sie bekam einen von Felicias Wurfspeere, tauchte dessen Spitze in eine kleine Flasche heiligen Wassers und warf ihn zielsicher auf eine der Schalen. Mit einem lauten Klirren zersprang diese und das rote, dickflüssige Innere floss heraus, über die Wand bis auf den Boden. Auch der Speer fiel zu Boden, die Spitze rot gefärbt und seltsam qualmend, so als hätte man eine Kerze ausgepustet. Hatte die in heiliges Wasser getauchte Spitze vielleicht auf das Innere der Schale reagiert? Behaltet diese Frage auf jeden Fall im Hinterkopf, denn die Antwort darauf habe ich selbst noch nicht. Ich bin mir aber sicher, dass wir sie schon bald finden werden! Ebenso, wie wir sicher auch die Antwort auf das Rätsel in dem Raum mit dem Thron schon bald finden werden.

Der geheimnissvolle Sack des Krampus (The Outbreaks)

Der geheimnissvolle Sack des Krampus (The Outbreaks)Der geheimnissvolle Sack des Krampus (The Outbreaks)

Der Sack des Krampus

Als die Tür von Harshnag geöffnet wurde, war der Rest der Gruppe recht angespannt. Hatten Sie doch schon ein Mitglied aus der Gruppe hier in dem Tempel verloren. Nachdem Wildfire etliche Fackeln enzündet hatten, ging die Gruppe in einen größeren Bereich indem sie einen Treppenaufgang in Riesenform und in der Mitte eine Statue stehen sahen. Sie ließen diese stehen und durchschritten einen hohen, aber schmalen Gang, von dem rechts und links jeweils gleich große Räume abgingen.

In den ersten 4 Räumen befanden sich jeweils zwei frostbedeckte Steinsofas die ein Abmessung von 60 Fuß hatten und als Betten dienten. Interessant waren auch die gefrorenen Torbögen und die Tatsache das ein kleines Gefälle zwischen dem nördlichen und dem südlichen Ende lag. Doch eine andere Sache zog unsere Freunde in den Bann. Bei dem 5ten Raum war nicht nur ein Steinsofa drin, sondern auch ein größerer Sack, der anscheinend hier vergessen worden war. Wild Fire war neugierig wie die Katze nun mal war, zu dem Sack gegangen und hatte hineingeschaut. Er fand etliche interessante Dinge unter anderem eine Kiste aus der plötzlich ein kleiner Kopf sprang und auf einmal hier in dem Raum alles in dieses Sack gezpogen wurde. Alle bis auf Wildfire selber wurden plötzlich in das „Nichts“ gezogen und nachdem seine Freunde verschwunden waren ließ Wild Fire los und ließ sich in den Sack ziehen.

Beim Krampus

Die Speisekammer

Als alle Ihre Augen wieder aufmachten befanden Sie sich in einem stinkendem, nach Abfall und verwestem Fleisch riechendem Raum. Es war Dunkel, doch schnell war klar, sie waren in einer Speisekammer gelandet und der Geruch deutete darauf hin das es sich um Menschenfleisch handeln musste. Licht erleuchtete den Raum und am Boden entdeckten Sie mehrere Gebeine, teilweise noch mit Fleischfetzen besetzt. Ein Kochtopf befand sich hier ebenfalls, wie ein Holzkäfig in dem ein skeletiertes Kind saß. Wo waren Sie nur hier hingekommen?

Totes Pferd der noch vom letzten Mal angefressen von Harshnag war, stellte diesen zur Rede. Doch auch dieses Mal zuckte dieser nur mit den Schultern. Er wusste nicht wo Sie hier hingelangt waren. Allerdings schien diese Behausung eines großes Menschenfressers näher zu kommen. In dem Top erblickten einige der Gruppe das dort noch Kinderbeine drin schwammen und die Soße nichts anderes war, als das Blut der Kinder. Wer mochte nur die Kinder verspeist haben?

Um der Frage auf den Gund zu gehen, öffnete Wild Fire die Tür und sie erblickten einen Gang. Ebenso von unbehauenem Stein umgeben, wie der „Speiseraum“.  Um sich blickend zog die Gruppe weiter. Ein köstlicher Geruch von exotischen Gewürzen war auf dem Gang wahrzunehmen, der anscheinend unter einer eisenbeschlagenen Tür hervorquoll. Die Gruppe machte sich nach der Sichtung in der „Speisekammer“ mit einer unangenehmen Begegnung bereit und öffnete die Tür.

Die Backstube

Doch was Sie erblickten war ganz und gar nicht gefährlich. In der Mitte des Raumes standen 2 riesige Tischen auf dem 2 große Lebkuchenmänner lagen. An der Wand befanden sich Öfen wo anscheinend die Beiden erst frisch gebacken worden waren, sie dampften noch ein wenig. Es waren aber nicht nur 2 weitere Öfen da, sondern auch noch weitere. Man hatte das gefühl in einer riesigen Backstube zu stehen, doch wo war nur der Bäcker?

Diese Frage musste erstmal in den Hintergrund gestellt werden, da sich plötzlich die beiden Esswaren aufsetzen, miteinander sprachen, wenn auch nicht gerade recht intelligent und sich mit den in der Nähe liegenden großen Pfefferminzstangen bewaffneten und auf die Gruppe losgingen. Weitere kleine Lebkuchenfiguren sprangen aus einem Korb und rannten mit den Worten: „wir müssen das Loch finden“ an den Gruppenmitgliedern vorbei in die Speisekammer.

Nun bedarf es nicht vieler Worte um zu beschreiben das der recht ungleiche Kampf zu Gunsten der Gruppe ausgegangen wäre, wäre da nicht… wäre da nicht dieses Ketten rasselnde Geräusch gewesen. Doch vorher tauchte erst unbemerkt eine weitere Person in der „Speisekammer“ auf, schnell hatte auch Sie sich gefangen und beobachte, wie ein kleiner Gnom sich an den Überresten der Kinder zu schaffen machte. Blieb aber vorerst unbemerkt. Erst im Gang als das Rasseln immer näher kam, entdeckte Blm nicht nur ein Wesen vor sich, sondern auch noch eine Drow hinter sich.

Der Kampf mit dem Krampus und seinen Lebkuchenmännern

Der Kampf in der Küche war inzwischen vollends entbrannt und nicht nur eine Pfefferminzstange fehlte dem Einen von den Männern. Sie waren fast schon so zerstückelt worden das es nur noch eine Frage der Zeit war, bis Ihre Krümmel vollends den Boden zierten.

Doch da stand er, ein gehörntes großes Wesen, mit dem Kopf einer Ziege, einen roten schwerden Mantel tragend, Ketten in den Händen haltend und einen weißen langen Ziegenbart. Buckelig und leicht nach vorne überhägend. Was war das für ein Wesen? War das das Kinderfressende Wesen? Totes Pferd ging es durch und durch.. ein Dämon ein Wesen aus den Höllen.

Doch da stoben schon die ersten Flammen, da stand das Wesen plötzlich ohne sich bewegt zu haben unter Ihnen, da knirscht Fleisch da kracht es recht laut. Die Lebkuchenmänner hatten aber trotz Verstärkung kaum eine Chance, doch vorher konzentrierte sich die Gruppe auf den neuen Angreifer und der hatte es in sich. Totes Pferd hielt inne und hieb eher auf Harshnag ein, die Drow schoss an dem Wesen vorbei und es dauerte einen Moment bis wirklich der richtige Feind ausgemacht werden konnte und dieser fiel, wie ein Ziegenteufel fallen konnte. Danach kehrte wieder Ruhe ein und die Lebkuchenmänner zerfielen von den Hieben der Gruppe.

Wo waren sie hier nur? Wo würde die Tür hinführen? Wie konnten sie wieder zurückkehren?

Feuer und Regen… (The Sainted Sinner)

Feuer und Regen... (The Sainted Sinner)Nachdem wir die Früchte unserer letzten Mission (..kleiner Wortwitz..) an unseren Auftraggeber übergeben hatten, nicht ohne die dafür versprochene großzügige Entlohnung zu erhalten, verbrachten wir noch einige Tage in Kawe, bis uns die Mitteilung des Kapitäns unseres Luftschiffes, erreichte, dass eben dieses für die Weiterreise bereit stände.

Wir verließen also an Bord des Schiffes die schöne Stadt Kawe. Am Hafen standen sogar Leute, die uns hinterherwinkten. Selbst Julianus und der restliche Stadtrat war, zu unserem Erstaunen, vollständig zur Verabschiedung anwesend. Das war also mit den magischen Früchten getan worden!!!

Unsere Reise führte uns über ein riesiges Meer, und wir erlebten wieder einmal beeindruckende Bilder der Gebiete zwischen den Ebenen. Unser Weg führte noch weiter, in ein Gebiet mit schwebenden Felsen und einem gigantischen Strudel aus elementarer Energie. Auf einem dieser riesigen Felsbrocken gab es offenbar ein Stadt, denn genau diese sollte unser nächstes Ziel sein.

Wir verließen im Hafen der Stadt das Luftschiff gemeinsam mit Suleyman, dem Türenhändler und Tom, dem Kontaktmann von Welf der defacto auch unser Führer auf der Reise war. Im Hafen wechselten wir auf ein anderes, deutlich kleineres und von der Konstruktion her anderes Luftschiff, dessen Besatzung aus Menschen und Halbelfen sowie einer freundlichen Kreartur bestand, die wie  eine Gelatine-Wolke mit Tentakeln aussah. ( Sachen gibt…tst,ts,ts)

Wir unterhielten uns einige Momente mit ihr, da sie der Navigator des Schiffes war und Anskaviat aufgrund seines Missionierungs-Rausches, der in ihm seit unserem letzten Abenteuers unzweifelhaft erwacht zu sein scheint, nun die soziale Seite seine Persönlichkeit zu entdecken scheint. Naja….

Die Reise begann und da uns der Navigator erzählt hatte, dass wir direckt durch den Strudel reisen würden, was ein unglaubliches Erlebnis darstellt, ließ Anskaviat sich auf dem Hauptdeck des Schiffes festbinden, während ich die Zwischentreppe vom Hauptdeck zum Unterdeck verwendete, um einen sicheren und wunderschönen Blick auf das Geschehen zu erhaschen.

Wir reisten durch den Strudel,…was für ein Anblick!!! Die Elemente pulsierten und man spürte die ursprüngliche Energie des Seins. Woah! Beeindruckend!!!

Die Reise an sich dauerte wieder einige Tage und unser Ziel war ein Hafen. Der letzte vor der großen Ebene nach Urban Ardentum.  Dort verließen wir das Schiff. Es regnete in Strömen, aber dank der wetterfesten Kleidung und unserer „Regenschirm“ – Brochen, blieben wir weitestgehend warm und trocken. Der weitrer Weg erfolgte zu Fußund sollte 5 tage dauern. Wir marschierten am Tag (soweit man das aufgrund des grauen Himmels und des ständigen Regens erkennen konnte.) und ruhten uns danach im Trockenen bei gutem Essen und   Getränk aus. Gesegnet sei Leomunds Hütte und die Kochkunst unserer Heilerin!!!

Etwa einen Tag vor unserer Ankunft in Urban Ardentum wechselte sich das Bild. Der Regen nahm ab, doch das Gebiet, welches wir durchwanderten, wurde mit jedem Schritt nebliger und irgendwann erkannten wir in weiter Entfernung sogar Stellen in der Ebene, die lichterloh brannten.  Da Tom verschiedene seltsame Andeutungen über die Stadt gemacht hatte, versuchte ich ihn, zur Rede zu stellen. Doch ihm war so echt nicht viel aus der Nase zu ziehen. Ausser die Information, dass mit der „Machtergreifung“ von Welf, die offenbar seit 80 Jahren über die Stadt herrscht, und dass regelmässig Glocken erklingen, um die Leute zu warnen, dass diese in ihre Häuser gehen sollen, damit sie vor „etwas“ geschützt seien, war nicht viel aus ihm herauszubekommen. Verdammt!

Wir erreichten die Stadt unbeschadet. Den Göttern sei Dank. Es hatte geheißen, dass Stein- und Diamanten-Drachen durch die Ebenen ziehen. Unser Waldläufer war schon irgendwie hippelig geworden, als würde er den Kampf mit diesen Bestien regelrecht suchen. Oh, Mann.

Wir betraten die Stadt und uns bot sich ein Anblick, den man so normalerweise nicht erhält. Zumindest nicht in einer Stadt. Zwerge mit brennenden Bärten und Haaren, die durch die Straßen laufen. Vereinzelte Häuser, deren Dächer in Flammen stehen und überall ein feuchtes warmes Klima, als hätte es gerade erst einen warmen Sommerregen gegeben.  Suleyman führte uns zu seinem Haus, dass wirklich beeindruckend aussah. Wir verabschiedeten uns ersteinmal und schritten weiter, um Welf zu finden. Wie es aussah, stellte sich ihre Behausung nicht als ein furioser Palast dar, wie ich es eigentlich erwartet hatte. Vielmehr handelte es sich eher um ein kleines praktisches Haus mit einer Etage, in welches sie uns nach einer warmherzigen Begrüßung auch einlud. Wir saßen in der Küche,..bei Tee und Keksen…..also wirklich TEE und KEKSE und erzählten ihr von der Situation in Unirea bzw. von unseren Erlebnissen mit Sirach bzw. den Magiern von Tay, die ihn offen zurückholen wollen.

Sie erzählte uns darüber hinaus, dass sie diejehnige ist, welche den Regen auf die Stadt lässt, da diese ansonsten die ganze Zeit brennen würde. Irgendein Handel mit einem Teufel oder Dämon, den die Stadtväter einst eingegangen waren, ist wohl daneben gegangen. OH, Mann!

Während der Reise hierher hatte uns Eibenstein über die „Du´ad“ – Zauberkiste die Information gesandt, dasss offenbar mittlerweile Spione von Sirach oder den zauberen von Tay in Unirea entdeckt und gefangen genommen wurden. Die Situation wird also heikel. Eibenstein scheint aber wohl irgendeine Form von Verteidingung entwickelt zu haben, aufgrunddessen das Dorf aktuell noch geschützt ist.

Welf teilte uns mit, dass es einen ehemaligen Freund/Kumpanen von Sirach gibt, der eine Art Seelenverbindung mit ihm aufgebaut dieser Mann namens Baltasar leben auf der Ebene Kryn im Land Damazen, und könnte uns aufgrund der Natur dieser Verbindung helfen, den Ort zu finden, wo sich Sirach aktuell befindet.

Ebenso bot sie an, sollte der Versuch scheitern Sirach daran zu hindern, als etwas wirklich Mächtiges wiedergeboren zu werden, aktuell gibt es ja nur seinen Seelen-Kristall, ihren eigen letzten Atemzug zu nutzen, um ihn für unbestimmte Zeit (50-150Jahre) zu verbannen.

Wir entschieden uns, für die Reise nach Damazen.

Nachdem wir einige Geschäfte in der Stadt erledigt hatten und eine Nacht lang die großzügige Gastfreundschaft Suleymans genießen konnten. Welf führte uns in den keller ihres Hauses und wie sich herausstellt, hatte sie dort ein Boden-Portal in Form eines „Wasser“- Pools, durch den wir zügig auf die Ebene Kryn gelangten.

Dort fanden wir uns auf einer grünen, flachen Ebene wieder, einwe befestigtes Dorf in Sichtweite und eine Stadt war hinter zu sehen. Wir gingen also zum Dorf uns sprachen mit der Wache vor Ort. Nachdem wir unser Anliegen (Treffen mit Baltasar, dem Seher) vorbrachten, geleitete der Wachman uns ins Dorf, uns zwar in ein festes Gebäude, wo wir in einem Raum Platz nehmen sollten. Es dauerte eine Ewigkeit, bis es weiter ging. Zwischenzweitlich hatte ich versucht, die Wache vor der Tür auszuhorschen, aber der Mann verstand keinen Spaß. Hm. Und der Beamten – !“§$%, der danach den raum betrat, noch viel weniger!!

Damazen ist offenbar ein höchstfriedliches Land, in dem das Tragen von Waffen, wie es die Kämpfer unserer Gruppe zutun pflegen, nicht gestattet ist. Ebenso darf kein fremde Währung ins Land gebracht werden. Wir mussten als Gold, Silber und Kupfer gegen GLAS und HOLZ tauschen!!! (Arrg)  Weil, daraus bestand die Währung in diesem Land.

Ausserdem hatten wir die Wahl, für wenig Geld eine Art Gäste-Visum zu kaufen, dass täglich erneuert werden muss und mit zusätzlichen Kosten für allen möglich Kram verbunden war, oder eine Jahres – Bürgerschaft für 100GM zu erwerben. Da wir nicht wussten, wo genau in diesem Land Baltasar sich aufhielt, entschied ich mich für die Jahres-Bürgerschaft. Meine Kameraden taten mir nach einigfer Überlegung und Diskursion bei.

Wir gelangten also, gefühlt nackt (unsere Kämpfer) und pleite ( weil nur Glas und Holz in der Tasche) in die Stadt und sahen zu, möglichst bald wieder wegzukommen. Unser erster Weg führte uns in die Bibliothek, wo wir Informationen wie Landkarten, Wegbeschreibung und weiteres sammelten. Wir hatten ja nur eine Adresse von Baltasar, aber weder die Stadt noch irgendetwas zuzätzliches, um ihn zu finden. Durch Glück und Fähigkeit gelangten wir an genügend Informationen, um die richtige Stadt zu identifizieren und einen weg dorthin zu finden.

Wir haben also ein Ziel und sind bereit, weiterreisen.

Das Lager des Banditenhauptmanns (Legacy of the Past)

Das Lager des Banditenhauptmanns (Legacy of the Past)Das Lager des Banditenhauptmanns (Legacy of the Past)

Am Bergkamm angekommen, ließ sich die Truppe vom Riesenadler peu à peu auf das Plateau hinaufbringen, um sich einen Überblick über die Lage und eine gute Angriffsposition zu verschaffen. Oben angekommen, musste sie allerdings feststellen, dass das Vorlager der Banditen leer war und das Hauptlager außer für Srisira mit ihrem Bogen für den Rest aus der Entfernung nicht erreichbar war. Srisira legte sich also beschützt durch Adwar auf die Lauer und wartete ab bis ihre Kameraden nah genug am Lager waren um ebenfalls angriffsfähig zu sein. Aus der Ferne hörte man Kampfgeräusche – scheinbar hatte das Ablenkungsmanöver der Händler funktioniert. Allerdings nicht lange, denn schon bald konnte Srisira aus ihrem Beobachtungsposten bemerken, dass ein Teil der Truppen bereits zurückkehrte ins Zentrum des Lagers. So entschied Sie ihren ersten Pfeil abzuschießen. Währenddessen machten sich Nailo, Thorin und Az Dhakar auf um die, das Banditenlager umgebende Palisade zu überwinden und sich möglichst unbemerkt in günstige Angriffspositionen zu bringen, Thorin suchte sich dafür eine der Behausungen und kletterte daran hinauf um eine gute Fluglinie für seine Pfeile zu haben. Schneller als erhofft nach nur wenigen Fernangriffen wurden allerdings die Feinde auf die Truppe aufmerksam. Sie formierten sich in Linie und auf einmal zog mitten im Lager eine riesige Felswand hoch, die mindestens 6 Mann hoch war. Nun mussten sich die Abenteurer etwas Neues einfallen lassen, was also tun? Eryn, die sich unterdessen auch ins Lager geschlichen hatte, entschied sich an der Wand hochzuklettern, einen Enterhaken hatte sie ja dabei. Nailo überlegte sich die Mauer einfach zu ignorieren, denn wer hatte schon die Macht eine Mauer von solchen gewaltigen Ausmaßen zu schaffen, dass musste ja eine Illusion sein. Az Dhakar und Thorin näherten sich der Mauer und Az Dhakar hieb einfach mal mit roher Gewalt auf die Mauer ein um zu schauen, was passierte. Vielleicht konnte er ja eine Bresche schlagen. Als er allerdings auf das Gestein einschlug, formte sich plötzlich ein Arm aus dem Stein, der ihn an der Gurgel packte. Thorin hieb darauf hin auf den Steinarm ein, so dass dieser den ganz schön angeschlagenen Az Dhakar losließ. Der nächste Angriff ließ allerdings nicht lange auf sich warten und Az Dhakar wurde plötzlich durch zwei kräftige Ellenbogenstöße von der Mauer weggeschleudert.

Srisira wandelte sich derweil erneut in einen Riesenadler, griff sich mit ihren Krallen einen Gesteinsbrocken und flog Richtung Feinde über die Mauer hinweg. Adwar näherte sich dem Lager. Als Srisira die Feinde in Sichtweite hatte, sah sie, ebenso wie Eryn, die gerade die Spitze der Mauer erreichte, einen stark gestikulierenden Zwerg, der konzentriert Richtung Mauer schaute. Daraufhin ließ sie den Gesteinsbrocken über dem Zwerg fallen und traf diesen tatsächlich auch, so dass dessen Konzentration unterbrochen wurde. Eryn platzierte ihren ersten Schuss und Srisira rüstete sich auf ihren ersten Sturzangriff. Auf der anderen Seite der Mauer blieb es nun ruhig, weshalb Nailo entschied Eryn zu folgen und ebenfalls die Mauer hochzuklettern. Thorin heilte indessen den Az Dhakar.

Da die Feinde nun merkten, dass ihr Plan mit der Mauer unsere Truppe nicht weiter aufzuhalten vermochte, wandelte sich die Mauer plötzlich in ein Steinelementar. Nailo und Eryn konnten sich gerade noch so auf der Schulter des Steinelementars halten. Thorin, Az Dhakar und Adwar konnten sich nun auch den Feinden nähern und umrundeten den Elementar. Der Kampf nahm nochmal deutlich an Intensivität zu. Wer konnte, konzentrierte sich auf den Zwerg, so dass dieser nach einigen Kampfrunden endlich erledigt werden konnte, worauf allerdings auch der Steinelementar zusammenbrach. Srisira konnte sich gerade noch Eryn krallen und sanft auf den Boden absetzen. Nailo konnte sich dank seiner hervorragenden Akrobatikkünste einigermaßen glimpflich über die Steinquader nach unten retten. Nachdem der Kampf für unsere Gruppe fast gewonnen war, zogen sich zwei weiter hinten stehende Magier in Richtung Felsspalte zurück. Unsere Gruppe wollten sich bereits freuen, denn dachten sie diese nun in der Falle. Da erschien ein helles, blaues Leuchten am Felseingang, einer der zwei Magier reichte seinem Kumpane einen Gegenstand, den dieser ergriff und daraufhin zu Staub zerfiel. Der erste Magier aber schlüpfte durch das erzeugte Portal, welche sich daraufhin hinter ihm schloss. Der Kampf war mit dem Verschwinden des Magiers beendet, die Banditenbande zerschlagen. Die Truppe durchsuchte noch das Lager und die Leichen der Gegner nach wertvollen Gegenständen und beratschlagte, was als nächstes zu tun sei. Da dieser Auftrag aber nun beendet schien, wollten sie sich erneut auf die Suche nach Faith dem Barbaren, der mehr über die Problematik um die Frostriesen wissen sollte, machen. Dazu wollten sie Beldora, die Harfnerin suchen, welche Informationen über den Aufenthaltsort von Faith haben sollte. Es vergingen noch ein paar Tage, in der Thorin die Chance nutzte um seine Waffe wieder herzustellen. Srisira machte sich auf die Suche nach speziellen Kräutern, Eryn schrieb die letzten Geschehnisse auf und der Rest der Gruppe erholte sich auf dem Plateau. Nachdem 2 Tage vergangen waren machte sich die ganze Truppe zurück auf den Weg nach Bryn Shander. Bevor sie jedoch die Stadtmauern durchschritten, kam ihnen ein dunkler Reiter mit einem samtroten Umhang und einen Sack aus dem Beine schauten, entgegen, den eine Aura des Bösen umgab. Srisira erinnerte sich an einen alten Mythos, wo von einem Monster mit Hörnern und einem ziegenähnlichen Kopf die Rede war, welches sich böse Kinder holen kommt und diese dann auffrisst. Außerdem wusste sie noch, dass dieses Ungetüm fliegen konnte….

Auf zu Räuber Hotzenplotz (Cult of the Damned)

Wir schreiben den 13. Eleasias 1382 auf dem Kontinent Kara-Tur in Taitung

Auf zu Räuber Hotzenplotz (Cult of the Damned)Nach dem erschreckenden Erlebnis, die der Cult gemacht hatte und dem, was darauf folgte, kehrte die Gruppe in den Gouverneurspalast zurück. Bran fütterte dort erstmal Nym und Therax, der im Anschluss zu Anara ins Bett kroch. Auch der Rest legte sich erst einmal hin und ruhte sich aus. Am Morgen ging jeder seinen Tätigkeiten nach: Jorax vollführte sein Morgentraining und schloss mit einem Gebet an Moradin. Mia vollzog ebenfalls ihr Gebet im Freien am Gewässer, während sich Bran den Park mit den Bäumen suchte. Danach begann die Sucherei nach den Spionage-Schmuckstücken: Mia und Bran wirkten Magie entdecken und während Mia vorbeikommende Bedienstete und die Einrichtungsgegenstände überprüfte, schaute sich Bran die Bediensteten und auch die höher gestellten Frauen an. Es musste eine Frau sein, die an den Konferenzen teilhatte, in denen über den Räuber Henk gesprochen wurde. War es vielleicht sogar die Frau des Gouverneurs selbst, die ohne ihr Wissen ihren Mann ausspähte? Man konnte auch nicht sicher sein, dass die erwähnten Frauen das Schmuckstück nicht an ihre Männer verschenkt hatten. Daher überprüfte Bran auch die höher gestellten Männer beim Essen. Es stellte sich heraus, dass der Gouverneur verschiedene magische Schmuckstücke trug, die aktiviert werden mussten. Einige dienten tatsächlich dem Hellhören und Hellsehen, darunter auch einen Ring, den er von seiner Frau geschenkt bekommen hatte. Im kleinen Kreis erfuhr die Gruppe, dass der Gouverneur nichts davon wusste. Da hatten sie ihre Späh-Schmuckstücke. Als Konsequenz verschlossen der Gouverneur und Hauptmann ihre Schmuckstücke in einer sicheren Kiste. Außerdem redete die Gruppe mit dem Hauptmann über den Mord und die durchgeführte Beerdigung. Die von Bran und den anderen gelieferte Beschreibung der Täter rief im Hauptmann auch Erinnerungen wach. Er erzählte ihnen, dass er solch eine Gruppenkonstellation schon gesehen hatte, denn anscheinend verfügte der Hauptmann selbst über ein paar Fähigkeiten. Vor allem die 3 Großen vom Mord hatte er vor ca. 1 Woche bis 15 Tage gesehen, wie sie mit einem Flugschiff aus Tsingtao angekommen waren. Ein paar Tage später, vor etwa 3-5 Tagen kam eine Handelskarawane aus Tsingtao. Mit dabei war der Ermordete und ein äußerlich kleiner Mann mit dickem Bauch, der auf einem alten und klapprigen Pony ritt. Bei näherer Betrachtung entpuppte sich das als Illusion, hinter der sich ein schwarzer Tiger von Nyms Größe verbarg, auf dessen Rücken eine schlanke männliche Gestalt entspannt lag und Pfeife rauchte, die Mütze tief ins Gesicht gezogen. Diese auffälligen Gestalten waren dem Cult nicht unbekannt. Der Hauptmann sagte auch noch, dass der Ermordete von ihnen nicht aus den Augen gelassen wurde. Vor 3 Tagen waren sie nach Westen abgereist. Außerdem reiste noch eine 2. Person mit der Karawane. Ein Mädchen, das ungefähr das gleiche Alter hatten, wie der Verstorbene. Sie verließ die Karawane jedoch an der Brücke, die von Henks Gruppe besetzt wurde.

Am Ende des Gesprächs machte der Cult einen Plan für das weitere Vorgehen. Zuerst sollte ein Täuschungsmanöver gestartet werden, bei dem die Gruppe durch Fragen u.ä. Implizit verbreitete, dass sie in 2 Tagen mit einer Eskorte aufbrechen würden, um den Räuberhauptmann zu stellen. Währenddessen wollte sich die Gruppe jedoch vorbereiten, um noch am Abend über ein Pflanzentor abzureisen und den Rest auf den Reittieren zurückzulegen. Dadurch erhofften sie sich die Räuber zu überraschen. Da der Hauptmann beim Ablegen der Schmuckstücke so merkwürdig reagierte, lies Bran ihn von Kleintieren auch überwachen, was aber kein auffälliges Verhalten aufzeigte. Da ihnen die Machtlosigkeit bei der Konfrontation mit der Gruppe der Mörder und ihrem antimagischen Feld noch sehr gegenwärtig war, suchten die Helden danach den Hofmagier auf. Während Bran sich über antimagische Felder, deren Wirkungsweise und möglichen Gegenmaßnahmen erkundigte, feilschte Mianissa um ein paar Zauberschriftrollen, die sie aber aufgrund des hohen Preises schließlich doch nicht kaufte. Auf dem Rückweg zum Palast kam die Gruppe dann an einer Menschentraube vorbei, die sich vor einer Sackgasse versammelt hatte. Während sich Bran einen Weg bahnte, in dem er auf die Anwesenheit der Generäle hinwies – schon um sich einen Spaß mit Jorax zu erlauben – was zu einiger Verwirrung führte, holten Jorax, Amara und Mianissa Informationen aus der Gruppe ein. Am Ende der Sackgasse lag nämlich eine Leiche und bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich um den Schmuggler Shu-Yang Fet handelte, den die Gruppe erst gerade zuvor aufgesucht hatte. Außer eine Stichwunde im Oberkörper und Blutspuren, die zeigten, dass der Tote hier platziert worden war, gab es keine weiteren Spuren oder Hinweise auf die Tat. Das war auch nicht nötig, denn der Gesichtsausdruck des Toten sprach Bände. Diesen Ausdruck hatte die Gruppe bereits einmal gesehen: Bei dem Ermordeten, der magisch verhört und zu Tode gequält wurde. Wollten die Mörder vielleicht seine Schwester finden? War sie das Mädchen, das sich an der Brücke der Räuber aus der Karawane abgesetzt hatte? Der Cult musste sie möglichst schnell finden.

Auf dem Weg zum Palast veranlasste Jorax die Abholung des Toten durch Soldaten. Zurück im Palast wurde noch ein Bericht abgegeben, die letzten Vorbereitungen getroffen und nochmal ordentlich gegessen, während weiter Gerüchte gestreut wurden – für den Fall der Fälle. Beim Mittagessen konnten einige der Gruppe dann ein Gespräch zwischen einer Kammerzofe und der Gouverneursfrau belauschen, bei der sich die Zofe besorgt gab, da sie die von ihrem Freund erhaltenen Ohrringe (er hatte sie von Shu-Yang Fet) vor 2 Tagen in eine Schachtel gepackt hatte und diese nun verschwunden waren. Eigentlich sollte niemand wissen, wo sie diese versteckte. Außerdem sollte am nächsten Tag ihr Freund kommen, der sie bestimmt danach fragen würde. Der Cult konnte sich damit jedoch nicht weiter aufhalten, die Zeit drängte. Somit brach die Gruppe nach dem Essen auf und reiste durch ein Pflanzentor. Zuerst Bran, Jorax, Nym und Jorax Reittier, dann Mia und ihr Tigon, Amara und ihr Reittier und Therax. Wie nicht anders zu erwarten war, kamen beide Gruppen wieder einmal weit voneinander entfernt an. Während Bran und Jorax die Brücke in nicht allzu weiter Entfernung sehen konnten, waren Mia und Amara zu weit entfernt gelandet, was zu Spannungen zwischen Amara und Mia führte. Bran flog den beiden in etwa entgegen und als sie sich trafen und Jorax abholten, machte sich die Gruppe auf zur Brücke. Im Tiefflug und im Schutze der Dunkelheit flogen sie über den Bäumen entlang, wobei Jorax auffiel, dass er im Dunkeln viel weiter sehen konnte, als normal, während Amara und Bran Dunkelsicht besaßen, die sie normalerweise nicht hatten. Woher kam das? Was war anders? Wieder ein Rätsel, das warten musste.

An einer geschützten Stelle setzte die Gruppe zum Landeanflug an und machte die Stahlschwingen fest, während Nym und Therax aufpassten, motiviert von der aufgeschlagenen Futterdecke. Dann schlichen sie in Richtung Brücke, wobei Jorax überhaupt keinen Laut von sich gab, während Amara und Bran leiser waren, als je zuvor. Die 3 waren auch ungewöhnlich gut getarnt. Lag es vielleicht an den Rüstungen, die sie erhalten hatten? Da Mia im Vergleich unglaublich laut war, verwandelte sie sich in eine Fledermaus und setzte sich auf Brans Kopf. Kurz vor der Brücke machte die Gruppe halt, da sie einen Wachposten bemerkten. Um ein Lagerfeuer herum spielten drei Räuber ein Würfelspiel, wobei einer immer wieder zur Straße lief um zu spähen. Die Räuber hatten anständige, verstärkte Lederrüstungen und gute Äxte, Schwerter oder Knüppel, allesamt im gepflegten Zustand. Es schien eine gut organisierte Bande zu sein. Mia zeichnete vor Bran eine Nachricht, in dem sie ihr Vorhaben erklärte und flog über die Straße zum Spähen. Da der Rest der Gruppe die Nachricht nicht verstanden hatte, warteten sie etwas – da sie fälschlicherweise dachten, dass Mia zurückkehren würde, sie aber warten wollte – und schlich dann in einem Bogen über die Straße zur anderen Seite, wo sie ein weiteres Lager mit 5 Räubern entdeckte. Sie konnten sie dabei auch darüber reden hören, wann die Ablösung denn endlich kommen würde. Konnte sich hier eine Gelegenheit ergeben? Konnten sie sich vielleicht unter die Räuber mischen? Oder war es besser sich einfach ins Lager zu schleichen? Der Cult musste vorsichtig sein, wenn sie an wertvolle Informationen über die gesuchte Schwester kommen wollten.

Tausche Schild gegen Kohle (The Legacy of the Grey Guardians)

Tausche Schild gegen KohleTagebuch einer reisenden Kriegerin. Uktar 1489 Tiefwasser.

Der Herbst war auf unserer Reise nach Norden, über uns hereingebrochen. Es war recht kalt geworden als wir in Tiefwasser ankamen. Die Karawane konnte die letzten Tage unbehelligt von Dolchfurt nach Tiefwasser fahren. Mit meinen Augen lass ich mir die Eindrücke dieser Stadt auf mich wirken. Und Tiefwasser ist groß. Sehr groß. Über eine Million Einwohner. Mehr Einwohner als Zehnstädte, Baldurs Gate, Greenest und Beregost zusammen. Tiefwasser, deren Bürgermeisterin Laeral Silverhand ist. Doch hier muss ich etwas ausholen. Ich habe Geschichten über diese Damen gehört. Mein Ziehvater Lord Harold Blaurock hat mir ein paar Geschichten erzählt. Laeral Silverhand ist eine der sieben Schwestern. Eine Auserwählte von Mystra und von dem Erzmagister Elminster aufgezogen und hier in Tiefwasser die Unterstützung von den anderen Lords der Stadt hat. Doch auch über der größten Stadt an der Schwertküste hängt ein kleiner dunkler Schatten. Die Zentarim sollen sich etwas breiter gemacht haben und auch mehr Drows soll es hier in der Stadt geben. Doch das ist nur eine kurze Information am Rande. Doch wir sind nicht die einzigen, die sich hier von der Karawane trennen. Auch die kleine Gnomin Jamae Gleamsilver verabschiedet sich hier von uns. Im Seenviertel will sie sich in der Taverne zum müden Pilgerer mit jemanden treffen. Doch ich musste mich auch leider von der zwergischen Schmiedin Eldkin Agetul verabschieden, aber nicht ohne das Versprechen, dass wir uns eines Tages wiedersehen. Ich mag sie. Man merkt, dass sie zwar eine Perfektionistin ist, aber auch kämpfen kann. Sie hatte es bewiesen. Aber wir wissen, dass die Karawane zum Schloss Naerytar weiterreisen wird. Gut für uns.

 

Es war inzwischen Abend und Cipher hat vorgeschlagen, dass wir nicht in einer Taverne übernachten, sondern bei seiner Familie. Also nichts für mich. Im Umkreis von Adligen fühle ich mich einfach nur unwohl. Denn wenn wir all das Gold wegnehmen, den die Oberschicht hat, so sind wir doch alle gleich. Wir werden geboren und sterben eines Tages. Das ist der Lauf der Dinge. Selber entschied ich mich jedoch, im Tempel des Helm zu nächtigen. In so einer Kaserne von Helm oder einem Tempel, fühle ich mich wohler. Hier bin ich von Brüder und Schwestern meines Ordens umgeben. Hier sind wir keine Orks, Drows oder sonstiges. Dort sind wir die Wächter von Helm. Aber den Mann, den wir auf dem Weg nach Dolchfurt aufgelesen und ausgegraben haben, drängt zur Eile. Ein geheimes Treffen war anberaumt worden. Ein Treffen mit den Führern dieser Stadt. Auch hier muss ich den Blick auf etwas anderes legen. Wie ich später erfahren habe, war im Gefängnis ein Dieb, der seine Strafe absitzen sollte. Doch ein Berater von Laeral kam zu ihm. Mit einer Mission. Für 50 Gold sollte er sich darum kümmern, dass ein geheimer Ort für das Treffen gefunden wird und dass wir alle lebend dort anwesend sind. Und dazu bekam er ein Siegel der Stadt, die ihn als Vertreter der Stadt ausweisen und im Seenviertel wurde der verlassene Trollturm auserkoren und der Halbelf, der auf den Namen Xantee hört, hat auf uns gewartet. Doch kein Weg verläuft komplett ohne Störungen. Auf unseren Pferden sind wir auf den Weg zum Treffpunkt, als Cipher einen anderen Adligen traf. Er stieg von Freyja ab. Ich habe es ihn mal gestattet, dass er sich hinter mir setzt und wir alle so zum Treffpunkt reiten können. Und ich ziehe es vor zu schweigen. Das Seenviertel. Das Seenviertel ist das beste Viertel in dieser Stadt. Hier leben die, die das Gold dafür haben. Hier leben die, die es sich leisten können.

Aber immer diese Verzögerungen. Doch ich konnte nichts machen. Aber eine Bewegung erregte unsere Aufmerksamkeit. Die anderen, bis auf Cipher, merkte es und ich selber brauchte etwas, um es zu bemerken. Eine große Gestalt ritt die breite Straße entlang. Erst an Xantee vorbei, der uns erwartet. Nun bemerkte ich es auch. Meine Instinkte sprangen ab. Dass das Wesen auf dem Rücken einen Sack mit Kindern hat, das konnte ich nicht erkennen. Ich griff zu meinem Henkerschwert und mein Schild. Die göttliche Macht von Helm schloss sich wie eine zweite schützende Haut um mich. Ich versuchte das Wesen anzurufen, damit es anhält. Doch meine Sinne sprangen an. Ein Unhold aus den Tiefen des Abyss. „DÄMON!“ Und was passiert mit einem Dämon in unserer Welt? Auf jeden Fall nichts Gutes. Ich griff an. Das Schwert schoss nach vorne. Aber Freyja scheute. Um sie zu schützen stieg ich ab und lies sie laufen. Das Schwert drehte sich in meinen Händen. Es surrte und freute sich schon auf das Blut von dem Dämonen. Und es trank davon. Zusammen mit der heiligen Macht von Helm. Doch das Wesen wehrte sich. Der erster Angriff wurde von einem schiefen Ton abgelenkt und den danach konnte ich mit meinem Schild abwehren. Maevina und Xantee versuchen den Dämon von hinten an zu greifen, aber der Dämon scheint sich so zu bewegen, dass er den gefährlichen Angriffen von den beiden ausweichen konnte. Cipher griff mit seiner Kette an und lies auch sein tanzendes Schwert surren, welches den Dämonen angriff. Anakis verwandelte sich in einen Schwarm voller Käfer und schaffte es, den Beutel auf zu schneiden, wo zwei Kinder aus den Sack fallen. Eines konnte auf dem Boden landen. Das andere wurde von Maevina aufgefangen und setze es auf die Straße. Xanten ergriff es und warf es durch die Luft um den Dämon ab zu lenken. Und es klappte auch. Mein Amulett leuchtete auf und ich griff an. Die Klinge riss schwere Wunden in den Körper von den Dämon. Und dieser wollte mich erneut auf die Hörner nehmen. Gerade so noch abgewehrt, aber dann trat er zu. Und er hat Kraft in den Beinen und schleuderte mich in ein Gebäude. Es waren ein paar Meter. Die nächsten Sekunden bekam ich nur am Rande mit. Ich versuchte mich zu konzentrieren. Um meine letzten Kräfte zu sammeln. Doch das Dämon ist noch nicht fertig. Es versucht den anderen Angst zu machen und schaffte es auch bei zweien. Die anderen beiden konnten wieder stehen. Cipher greift weiterhin mit seiner Kette und seinen Speeren an. Doch plötzlich erscheint eine Wand aus puren Eis. Aber zwischendurch geschah etwas Seltsames. Der Dämon verschwand und tauchte plötzlich vor unseren Adligen auf. Er nahm das Schild von Cipher und gab ihm ein Stück Kohle in die Hand. Und dann verschwand er wieder. Maevina selber gab mir einen Heiltrank und die Wunden hörten auf zu bluten. Den Schmerz konnte ich ausblenden, aber ich öffnete wieder die Augen. Was zwischen mein Einreißen der Wand und dem Öffnen meiner Augen geschehen ist, darüber kann ich nur Vermutungen anstellen, da ich es nur nebenbei gehört habe. Doch nochmal schloss ich kurz die Augen. Ich ließ die heilige Macht von Helm durch meinen Körper fließen. Die gebrochenen Rippen wurden wieder geheilt. Und mit einem dankenden Blick stand ich auf. Zog mein Zweihänder und während Maevina auf die Wand von Eis kletterte, um den Dämon an zu greifen. Ich versuchte ihn zu einem Duell herauszufordern, aber er ging nicht darauf ein. „zerschlage Eiswand!“ Rief ich zu der Drow, welche auf den Dämon sprang und zerkleinerte die Wand aus Eis. Die Brocken ignorierte ich. Aber der Dämon? Er verschwand. Das Eis löste sich auf und drei von den vier Kinder waren verschwunden. Und nun erfuhr ich auch den Namen von den Dämon. Krampus. Und bei meinem Blut ich schwor etwas. Ich werde Krampus vernichten. Jetzt ist nicht nur der Drachenkult von Tiamat mein geschworener Feind. Sondern auch Krampus. Wenn wir uns das nächste Mal Treffen, dann wird er den Zorn von Helm zu spüren bekommen und Dämonenreißer, so nenne ich nun mein Langschwert, wird ihn vernichten. Doch bevor wir uns zum Treffen begaben, konnte ich noch Freyja, mein loyales und tapferes Streitross beruhigen.

Belohnungen:

1900 XP für jeden + XP für 4 Stunden

225 XP/Stunde für Stufe 5
250 XP/Stunde für stufe 6
375 XP/Stunde für Stufe 8

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