Geheimoperation Drachenmaske (The Legacy of the Grey Guardians)

Geheimoperation Drachenmaske (The Legacy of the Grey Guardians)

Das Kastell

Die zweite Gruppe war ebenfalls in einem Einbaum aufgebrochen und erblickten nach nur 2 Stunden das Kastell Naerytar. Die Geheimoperation Drachenmaske konnte beginnen. Aus sicherer Entfernung beobachtete die Gruppe die Vorgänge vor dem Kastell. Es waren etliche Echsenwesen, Bullywugs, Kultisten, Frösche und im Wasser Krokodile auszumachen. Eine schiere Anzahl von Gegnern. Die selbst mit einem Ablenkungsmanöver nicht zu packen wären. Ein guter Plan und verdammt viel Glück musste her.

Der Plan

Schnell stand dieser fest. Kurze Zeit später erreichte ein Einbaum mit einem Echsenwesen die Landestelle vor der Kastell. Er zog das Boot ans Land und legte es neben die anderen 6 Boote die am Ufer lagen. Zielstrebig ging die Echse vorbei an den mit Palisaden umzäunten Gebäuden der Bullywugs und ließ das Dorf der Echsen links liegen. Der schlammige Untergrund ließ Ihn des öfteren das Gleichgewicht verlieren. Es viel aber bei den anderen Echsen, Bullywugs, Fröschen und Kultisten nicht weiter auf. Nachdem ihn die Echsenwachen gegüßt und er den Haupteingang durchschritten hatte, war er seinem Ziel, ohne große Aufmerksamkeit zu erregen, näher gekommen. Ander war im Kastell.

Die Kletterer

Unterdessen hatten sich die anderen beiden im Schutz des Sumpfes, vom Osten her sich dem Kastell genähert. Auch sie schafften es unbemerkt an die Mauer des Kastells zu gelangen und waren den großen Krokodilen die im Graben schwammen ausgewichen. Maevina hatte schnell die Schriftrolle ausgelöst und war geschickt an der Mauer hochgeklettert. Anakis hatte sich in ein Schwarm verwandelt und war Maevina gefolgt. Oben auf den Zinnen angekommen, konnte Maevina noch Ander entdecken der in seiner neuen Verkleidung als Echse zum Hauptkastell ging. Alles lief nach Plan.

Anders Halluzination

Kurz vor erreichen des Innenhofes des Kastells, tauchten Bilder und eine unbekannte Stimme in Anders Kopf auf. Bilder von 2 Maskenteilen im Kastell und die Stimme einer Unbekannten die ihn wissen ließ, das die andere Gruppe in 2h im Keller des Kastells auf sie warten würde. Diese Informationen waren wertvoll, oder eine Falle. Wie dem aber auch sei, die Bilder schienen real und boten eine Hilfe, bei seiner Suche. Da er sowieso nichts zu verlieren hatte, ging er diesen Bildern nach.

Das Observatorium

Es wimmelte im Innenhof und in den Gebäuden vor lauter Echsenwesen. Er kam bis zum Turm, auf dem das beschädigte Observatorium sich befand….

Gedanken einer Dunkelfe 

Soweit, so gut“ dachte Maevina, als sie sah wie Ander problemlos im Kastell verschwand. Sie zog die Schriftrolle hervor und löste sie aus. „Nun kann es losgehen“ dachte sie weiter und kletterte die Mauern mühelos nach oben, mit Anakis in ihrer Schwarmform im Schlepptau.
Die Schießscharte war eng, aber die Dunkelelfe zwängte sich hindurch.
Oben angekommen sah sie sich um und erkannte wie Ander sich in Richtung des halb zerstörten Turmes machte, so wie sie es besprochen hatten. Er schien keine Probleme mit den Wachen oder den anderen Anwesenden zu haben.

Meavina nutze die angehende Dunkelheit aus und flitze über die Dächer zum Observatorium.
Dort angekommen entdeckte sie die Gargoyles und ihr wurde klar, dass diese zum Schutz dort waren.
Im Raum unten konnte sie Rezmir und den Magier Azbara Jos erkennen, die vor einem Teil der Maske standen.
So nah…und doch so fern“ waren die Gedanken der Dunkelelfe. „Hier jetzt unüberlegt…“ doch weiter kam sie nicht, denn in diesem Moment kam ein mächtiger Windstoß und wirbelte den Raum durcheinander.
Das Teilstück fiel hinunter und verschwand in der Tasche von Ander. „Nicht schlecht…aber leider hat dich Rezmir gesehen und da sich deine Verwandlung aufgelöst hat, hat sie dich wohl erkannt und nun weiß sie, dass wir da sind“ ging Meavina durch den Kopf. „Schnell weg“ war ihr nächster Gedanke und es schien, das Anakis dies auch so sah, denn sie krabbelte so schnell sie konnte hinfort.

Wohin….wohin….nur?“ überlegte sie. „Rezmir hat sich verwandelt und wird schnell sein“ spekulierte sie weiter.
Sie sprang und hüpfte über die Dächer und hörte nur die zwei Einschläge neben und unter ihr und so begab sie sich in die dunkelste Ecke, die sie dort oben entdecken konnte.
Von dort konnte sie sehen wie sich die Bullywugs, Kultisten und die Echsenwesen aufmachten um die Eindringlinge zu suchen.
In dem Tumult entdecke sie Ander…und er sie…er fuchtelte mit den Händen und deutete mehrfach nach unten. „Nach unten…ja schon klar…nur wie?
Die Mauer ist zu hoch zum Springen
“ erinnerte sich Meavina. „Mir bleibt nur das Klettern…am besten von außen an der Wand lang.“ Gedacht, getan. Sie hangelte sich von Schießscharte zu Schießscharte und entdeckte Anakis als Krabbeltier. „Super. Ihr geht es gut…aber Moment mal…was haben wir denn hier?

Durch das kleine Fenster sah die Dunkelelfe eine Truhe umschlossen von Eisenketten und mindestens fünf Schlössern.
Das muss ich mir ansehen“ und so stand sie kurze Zeit später vor der Kiste.
Mühelos öffnete sie die ersten vier Verschlüsse. Sie wollte gerade mit dem Letzten Schloss anfangen, da hörte sie, wie jemand die Treppe heraufkam.
Schnell schlüpfte Meavina wieder durch die Öffnung nach draußen und schaute vorsichtig hinein. Ein Bullywug mit einer merkwürdigen Kopfbedeckung holte die Truhe und brachte sie hinunter. „Ich muss wissen was da drin ist“ und so kletterte sie wider hinein und lugte vorsichtig die Treppe hinunter.
Das…kann nicht wahr sein? Das ist doch unwichtiges Zeug. Ein Spiegel, ein Kamm und irgendwelcher halb kaputter…Schrott.“
Dachte sich die Dunkelelfe und verschwand wieder nach draußen.

Sie hangelte sich eine Weile draußen entlang und sah sich mit Anakis die eine oder andere Räumlichkeit an, entdeckte aber nichts Wichtiges.
So geht das nicht. Ich muss nach unten. Ich brauch eine Ablenkung.“ Und da kam ihr der Raum mit den getrockneten Gräsern gerade Recht.
Sie zündelte etwas und  nach einer Weile brannte es ordentlich. „Ich hoffe das funktioniert“ dachte sie noch und kauerte sich in eine Ecke.

 

Ein schwerer Verlust (The Sainted Sinners)

Ein schwerer Verlust (The Sainted Sinners)

Nach dem letzten Gefecht verbrachten unsere Helden ein wenig Zeit damit sich zu erholen und ihren täglichen Geschäften nachzukommen. Sobald sie bereit waren trafen sie sich, um Inesrils Brief zu öffnen. Dieser war mehrmals gefaltet. Im ersten Abschnitt riet Julianos, dass Inesril sowohl den Götzen des Heimatlosen als auch die Chakcha der Macht sich besorgen solle, bevor er weiterliest. Als er seinen Freunden davon erzählte, zeigten sie ihm direkt den Götzen vor. Somit musste nur noch die Chakcha besorgt werden. Dazu suchten Wilbur und Inesril die Bibliothek in Mulptan auf. Nach einigem Forschen fanden sie heraus, dass der vorige Besitzer Daimon Awai, ein mächtiger Magier, vor einigen Jahrhunderten mit dem Artefakt begraben wurde. Das Grab wurde allerdings geplündert und seither wurde die Chakcha nicht mehr wiedergesehen. Zufälligerweise hing in der Bibliothek ein Gemälde von Daimon, welches recht merkwürdig auf Wilbur wirkte. Aufgrund dessen entwanden der Halbling und der Halbdrow das Gemälde des nachts, um es sich genauer unter die Lupe zu nehmen. Durch ein kleines Missgeschick seitens Inesrils wurde der Bilderrahmen leider zerstört. Naja… passiert. Sie fanden dadurch heraus, dass das Bild kein Gemälde ist, sondern eine Zeichnung von Daimon in Gesellschaft eines Halblings und eines anderen Menschen.

Am folgenden Tag begab sich Inesril erneut in die Bibliothek, in der Hoffnung, dass Informationen über die zwei anderen Kerle auf dem Bild, ihn näher an die Chakcha bringen würden. Er fand heraus, dass Daimon zu einer Gruppe angehörte, die nur unter dem Namen „Die Gruppe“ bekannt wahr und von der man nichts Genaues wusste. Allerdings konnte er in Erfahrung bringen, dass einer seiner Bekannten, der vermutlich auch zu der Gruppe gehörte, ein Halbling namens Flipf Bombador war. Ein ebenso, wenn nicht gar noch mächtigerer Magier. Sein Grab war bekannt, allerdings war es schwer auffindbar und im Innern durch ein Rätsel geschützt.

Die Abenteurergruppe begab sich somit zum Bombadors Grab. Tatsächlich war es nur schwer aufzufinden. Der Eingang und der Gang, waren so klein, dass die beiden Halblinge der Gruppe zwar bequem durchlaufen konnten, Inesril und Anskaviat allerdings anfangs kriechen und als sich der Gang weiter verengte, jeweils einen Verkleinerungstrank nehmen mussten. Sie kamen schließlich zu einem kleinen Raum, in dessen Mitte ein Tisch mit Stühlen und einer Schüssel in der Mitte stand. Als sich alle hinsaßen, erschienen in der Schüssel Schmalzkrapfen mit einer leckeren Soße. Nach guter Halblingsmanier stopften sich alle die Wampe voll, bis sie nicht mehr konnten. Dadurch öffnete sich die Tür zum nächsten Raum.

In der eigentlichen Grabkammer angekommen fanden sie einen großen Raum vor mit zwei Truhen in der Mitte und aus einer Wand hing eine Riesen-Frau mit zwei Köpfen halb raus. Durch die Informationen aus der Bibliothek wussten sie, dass einer der beiden Köpfe immer lügt und der andere Kopf immer die Wahrheit sagt. Dazu wussten beide Köpfe, welche Truhe zu dem Halblings-Magier führte und in welcher ein Fluch lag. Sie wussten nur nicht, welcher Kopf die Wahrheit sagt…
Doch der gewiefte Anskaviat hatte dieses Rätsel in anderer Form schon einmal gehört und konnte es lösen. Er fragte: Was würde dein anderer Kopf sagen, in welcher Truhe sich Bombadors Geist befindet? Einer der Köpfe antwortete (es ist egal welchen Kopf man fragt), dass es die linke Truhe sei und die Gruppe öffnete die rechte Truhe. In dieser befand sich eine Leiter die tiefer hinab führte. Unten trafen sie tatsächlich auf den Geist Flipf Bombadirs. Auf ihre Frage bezüglich des Verbleibs der Chakcha der Macht, antwortete er, dass sie ohnehin keine Chance hatten sie zu finden, da er ihre Form in eine Bratpfanne verwandelt hatte… Lotta und Wilbur warfen sich erschrockene Gesichter zu.
Inesril: „Sag mal, Lotta. Wir hatten da doch so eine magische Bratpfanne?“
Lotta: „Keine Ahnung, was du meinst…“
Nach einer kurzen Diskussion gab Lotta widerwillig die Pfanne an Inesril.

Er nahm auch noch den Götzen des Heimatlosen und beschwor den Teleportierer. Im letzten Abschnitt des Briefes stand, dass Inesril zum Geheimen Garten der Dame der Schmerzen reisen solle, um so schnell wie möglich die nächstbeste Blume zu pflücken und dann wieder zu verschwinden. Er gab also Maledictus Septus als Gebühr an den Teleportierer, alle wurden in den benannten Garten gebracht. Er nahm sich schnell die erste Blume, die er sah. Diese war eine metallene Blume aus Klingen. Um zurück zu kommen, gab er die Chakcha-Bratpfanne der Macht ab. Wilbur gab dem Halbdrow etwas zu essen und Inesril schmeckte wieder. Somit war der Fluch des Schwertes gebrochen!

Epilog: Lotta ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden, da die Bratpfanne jetzt weg ist.

Die zwiespältige Verbündete (The Legacy of the Grey Guardians)

Die zwiespältige Verbündete  (The Legacy of the Grey Guardians)Die zwiespältige Verbündete (The Legacy of the Grey Guardians)

Der Aufbruch

Die Gruppe trennte sich wie abgesprochen auf. Die Tiefling, der Magier und die Schurken schifften sich zur alten Festungsruine ein. Währenddessen die zweite Gruppe für Ablenkung sorgen sollte.

Es wurde kurz diskutiert wie wir diese Aufgabe meistern wollten und so spaltete sich die zweite Gruppe in jeweils zwei Zweier-Gruppen. Eine Gruppe bestehend aus dem Halbelf und dem Mensch sollten sich um die Froschwesen kümmern, während der Zwerg und die Orkin die Echsenwesen aufmischten. So wurden drei Baumboote frei gemacht und die Flussfahrt begann.
Ach ja, man sollte an dieser Stelle noch erwähnen, dass das gefangene Echsenwesen nach mehrfacher Befragung sich auf dem Boot frei machte und wurde dort umgebracht.

Die Flussfahrt

Die Flussfahrt endete abrupt in einem Nebel. Die Boote liefen auf etwas auf, was sich als schwarzer Schleim herausstellte und von einer Sumpfhexe kontrolliert wurde. Naja, also tat Cypher nach gutem Zuspruch das, was er am besten konnte. Reden. Sehr viel. Sehr, sehr, sehr viel. Und dann kamen irgendwann die magischen Worte „wir massieren auch“ und der Weg zur Sumpfhexe war frei. Die Gruppe besuchte sie gemeinsam und konnte mit Hilfe besagter Massage ihre Hilfe gewinnen.

In der Burg

Sie sandte die Gruppe ins Kellergewölbe und konnte uns nebenbei noch zwei Aufenthaltsorte der Masken aufzeigen. Die Gruppe landete in einem Kellersee oder Teich. Dort sahen sie aufgeregt zwei Froschwesen patrouillieren und den Oberschamanen schnell den Weg entlang schreiten.
Die Gruppe konnte sich bis auf den Menschen unsichtbar machen und schlich Richtung Maske. Vor der verschlossenen steinernen Tür befanden sich zwei Drachlinge als Wächter. Während der Mensch sich der religiösen Statuen anschaute und verunstaltete eine steinerne Froschgottheit mit Kultzeichen und rief dann laut, nur um sich im Anschluss zu verstecken und die Froschpatrouillie wieder zu sehen und um sie dann hinterhältig mit seinem Schwert zu überrennen.
Währenddessen hatte die unsichtbare Gruppe wohl die gleiche Idee mit den Drachlingen..

Das Portal zu den Minen (Legacy of the Past)

Das Portal zu den Minen

 

Nachdem sich alle ein wenig in der kleinen Hütte ausgeruht und erholt hatten, wollte Gruppe wieder aufbrechen. Da es inzwischen nicht mehr so kühl war, beschlossen einige Gruppenmitglieder sich ihrer weißen Winterkleidung zu entledigen, da es in den dunklen Tunneln nicht die beste Kleidung war um unauffällig zu agieren. Der Schurke, welcher vorging um mögliche Fallen zu entdecken, rieb sich noch ein wenig Dreck auf die sichtbaren Hautstellen um so gut wie möglich mit der Umgebung zu verschmelzen. Die Druidin der Truppe beschwor einen Riesen-Skorpion und schon brach die Gruppe auf.

 

Die Tiefenpilze

Sie folgten dem Tunnel und nach einer kleinen Weile entdeckten sie mehrere kleine Höhlen, seitlich des Tunnels. Auf den ersten Blick waren sie leer. Aber der Druidin stach eine Kolonie Tiefenpilze ins Auge. Eryn schien Interesse an den Tiefenpilzen zu haben, „Tiefenpilze machen lustig.“ Und auch Srisira hätte gerne welche mitgenommen, allerdings für medizinische Zwecke anstatt berauschender. Da aber den meisten Mitstreitern der Gruppe bekannt war, dass Tiefenpilze gern in Ruhe gelassen werden, entschloss sich Srisira nicht einfach einige zu pflücken. Sie hielt den Pilzen eine Hand voll Schlafmohn hin und wollte mit ihnen verhandeln.

„LASS SIE STEHEN!“ Kam eine schnelle Antwort. Allerdings kam diese Antwort nicht von den Pilzen. Die Wände der Höhle fingen plötzlich an in allen möglichen Farben zu leuchten und eine riesige Flail-Snail gab sich zu erkennen. Eryn, der Bardin, fielen fast die Augen heraus. Sie wollte unbedingt alles über die Schnecke wissen. Sie setzte sich hin und fing direkt an die Schnecke mit Fragen zu löchern. „Wie machst du diese Lichter?“, „Kann man das lernen?“, „Was machst du hier unten, ist dir nicht langweilig?“, „Darf ich ein Stück von deinem scheinenden Haus haben?“ „Darf ich dich in einem Lied erwähnen?“ Die Schnecke lies sich Zeit mit dem Beantworten der Fragen. Sie bestand

darauf das die Pilze hier bleiben müssten, da sie für den Kreislauf in den Höhlen wichtig seien. Ein abgebrochenes Stück ihres Hauses durfte Eryn dafür mitnehmen und sie auch in einem Lied erwähnen. Außerdem teilte sie noch mit das die Tunnel neu seien und sie der übermäßige Betrieb sehr stören würde. Während die Bardin sich mit der Schnecke unterhielt, erkundete der Rest der Truppe die anderen Höhlen, aber auch hier schien es bis auf die Pilze nix zu geben. Hätte Thorin die kleine Halblingsdame nicht zur Weiterreise gedrängt, würde sie vermutlich noch heute bei der Flail-Snail verweilen.

 

Das Portal zu den Minen

Nach kurzer Zeit stießen sie auf eine größere Höhle. In der Mitte stand ein Portal, welches nicht geöffnet zu sein schien.  Außerdem waren überall versteinerte Spinnen, sogar der Portalbogen war mit kleinen Spinnen übersät. Srisira erschuf einen Windkanal vom Eingang bis zum Portal um die Gruppe von einem Großteil der Spinnen abzuschirmen. Darvin und Nailo gingen voran um mögliche Fallen zu entdecken und zu entschärfen. Der Plan lief schief und sie lösten die Falle aus. Ihre Füße klebten am Boden fest. Sie zogen ihre Füße aus den Schuhen und befreiten sich so. Der klebrige Boden wurde mit zwei großen Eisentüren abgedeckt, sodass man ihn überqueren könnte, als sie plötzlich das Bersten von Gestein hörten. Die versteinerten Spinnen brachen aus dem Stein hervor und griffen die Gruppe an. Die beiden Tiere der Druidin und die Mechanische Katze des Zwerges bildeten die vordersteFront, während der Rest der Gruppe die Feinde aus der Distanz beschoss.

Als Sie ihre Feinde schon stark dezimiert hatten, schien sich das Portal zu öffnen. Die Helden wollten gerade losrennen, als sie die Silhouette eines Driders abzeichnete. Ein Sperr flog durch das Portal und zog ein elektrisiertes Netz hinter sich her. Der Sperr traf zwar den Schurken, aber auch die restlichen Spinnen, welche darauf hin Kampfunfähig war. Die Abenteurer stürmte auf das Portal zu und sprang auf die andere Seite. Zwei Gruppenmitgliedern bekam die Reise gar nicht gut und waren kurz außer Gefecht gesetzt, der Rest bekämpfte den riesigen Spinnenmenschen.  Der Drider versuchte es mit verschieden magischen Tricks wie Stille oder Dunkelheit, doch die kleine Truppe konnte dem entgegenwirken. Nach einem erbitterten Kampf brach die Kreatur doch zusammen und schien besiegt zu sein. Hatten sie es in die Minen und zu ihrem vermissten Freund geschafft?

 

 

Zwerge auf der Suche nach Kapitänen (Cult of the Damned)

Zwerge auf der Suche nach Kapitänen (Cult of the Damned)

Zwerge auf der Suche nach Kapitänen (Cult of the Damned)

20. Elaint – Spätnachmittag bis spät Nachts

Im Blauen Ochsen war der Kult gerade dabei sich zu stärken und beredete, wie sie nun weiter vorgehen wollten.
Mianissa schlug vor, das zur Stunde der Dämmerung die Hafenschenke Zum betrunkenen Drachen aufgesucht werden solle. Je später der Abend wurde, desto mehr Personen finden sich in Tavernen und dergleichen ein und da in der genannten Schenke mindestens einer der gesuchten Kapitäne zu finden sei, war dies zumindest in ihren Augen eine gute Möglichkeit. Thogrim und Ulla prosteten ihr bei, während sie einen kräftigen Schluck vom Bier tranken. Jurax und Amara behielten ihre Gedanken für sich, wobei sie allerdings auch nicht abgeneigt wirkten.

Nachdem jeder mit dem Essen fertig war, suchte sich Thogrim einen Tisch um Karten zu spielen, Ulla ging auf sein Zimmer um sich eine Mütze schlaf zu gönnen und Jurax, wie auch Amara vertrieben sich ebenfalls die Zeit. Mianissa teilte mit, sie werde nochmal den Hafen, aus der Luft, nach irgendwelchen Spuren, interessanten oder verdächtigen Dingen absuchen.
Ihren Tigon lies sie in der Obhut von Bran und ging ebenfalls auf ihr Zimmer. Sie verschloss die Tür, öffnete das Fenster und verwandelte sich in eine Möwe und flog von dannen. Der gesamte Hafen wurde, so gut es ging, aus der Luft abgesucht. Überall war etwas zu sehen, jedoch nichts, was irgendwie behilflich sein könnte. Außer dem abgesperrten Teil des Hafens, welcher schon am Vortag zu sehen war, gab es nichts was ihr ins Auge viel. Also flog sie zu dem abgesperrten Bereich und machte sich dort auf die Suche nach etwas brauchbaren.

Der Abgesperrte Bereich war an drei Seiten von mächtigen Mauern umgeben und die Vierte wurde vom Ozean selbst bewacht. Gegenüber der Seite vom Ozean befand sich ein großes schmiedeeisernes Tor, welches von zwei Türmen gehalten wurde. Alle vier Ecken der Mauern beherbergten ebenfalls einen Turm. Jeder Turm war mit einer Balliste geziert, die klein genug war, um einen Bodenangriff abzuwehren. Einer der Türme beherbergte wohl so etwas wie Hafenbüro. Viele Pergamentrollen, Bücher, Karten und Atlanten waren für die Druidin zu erkennen. Überall patrouillierten Wachen und es war ihr nicht möglich, Offiziere von einfachen Soldaten oder gar Milizen auszumachen. Egal ob die Wachen nun auf einem der Türm waren, in einem der vielen Barracken an der Innenseite der Mauer, auf den zwei Schiffen die hier lagen oder sonst wo.

Die zwei Schiffe die hier ungewollt lagen, waren mit schweren Ketten, die ins Wasser führten, mit dem Boden verankert. Die Takelage war zwar vorhanden, die Segel jedoch nicht mehr. Sie waren wohl vorsichtshalber abgenommen worden. Selbst das Ruder war blockiert, trotz der schweren Ketten. Mianissa hatte Glück und die Namen der Schiffe waren nicht in den komischen Zeichen geschrieben, wie sonst alles hier. Die Black Sheep und die Flying Silvermarken lagen zu ihren Füßen. Wobei die Flying Silvermarken sehr ungewöhnlich aussah. Die Black Sheep sah wieder wie ein normales Handelsschiff aus.

Der Bug der Flying Silvermarken war wie eine riesige, grimmige, aufgerissene Fratze, aus der lauter spitzer Zähne hervorguckten. Die Fratze aus Holz ging fast nahtlos in den Rumpf über, welcher viele kleine Auswülstungen zeigte. Direkt unter den kleinen Fenstern, aus welchen entweder kleinere Kanonen abgefeuert werden konnten oder die nur als Guckloch dienten, lagen diese Auswülstungen. Das Heck war, typisch für die Kapitänskajüte, weit hoch zulaufend und breit. Viele Fenster waren hier zu sehen. Hier sah das Holz ebenfalls sehr merkwürdig aus. Nicht das es nur eine dunkle Farbe, wie das gesamte Schiff, angenommen hatte, es sah aus, als ob jede Planke einen Knochen darstellen sollte. Auf dem Deck war die Reling so geformt worden, das sie einem Brustkorb ähnelte. Ebenso die drei Masten wirkten schon fast wie Knochen. Am Ende wirkte die Takelage wie ein irres und gespenstisches Spinnennetz. Erst mit dem zweiten Blick war zu erkennen, das es sich um eine ganz normale Takelage handelte und nicht um Spinnenweben, Haut, Adern oder sonstigem abscheulichen Material.

Nach dem die Druidin sich genug Zeit genommen hatte alles zu begutachten, hätte ein aufmerksamer Beobachter mitbekommen können, wie unter den unzähligen Möwen und Spatzen nur eine Möwe war, die auf dem obersten Segelhalter des Hauptmasts tanzte. Wobei das Tanzen eher eine bestimmte Abfolge an Gesten, vermischt mit einer Abfolge von piepsen war. Dieser Tanz ging ungefähr zehn Minuten lang und daraufhin entstand in den nächsten weiteren zehn Minuten ein natürlicher Nebel. Dieser Nebel legte sich auf alles, was in einem Umkreis von guten dreieinhalb bis vier Kilometern um die Druidin herum lag. So war die gesamte Hafenstadt, wie auch um die umliegenden Gehöfte und Ländereien vollkommen von dem Nebel überzogen. Mal war der Nebel so stark und dick, dass die Sichtweite nur wenige Meter reicht, mal war Nebel nur relativ leicht wahrnehmbar. Kurz darauf beschwor die Möwe noch mehrere Heuschreckenschwärme herbei, die für Unruhe sorgten. Durch das Auftauchen des Nebels und den Heuschrecken waren die Patrouillieren stark genug abgelenkt und Mianissa flog in den Turm, welcher das Hafenbüro beheimatete.

In dem Turm angelangt verwandelte Mianissa sich sofort zurück in ihre Hybridgestalt und machte sich daran, per spitzfindiger Ohren herauszufinden, ob sie alleine war oder nicht. Oberhalb von ihr konnte sie jemanden trampeln und fluchen hören, unter ihr war alles still. Ein Glück sorgten die Heuschrecken für genug Chaos, so dass die Wache in dem Stock über ihr nichts von dem Eindringling mitbekam. Mianissa machte sich nun sofort daran, alles zu durchsuchen. Karten, Seerouten, Namen, Logbücher, Handelsbücher, Warenladungen, alles was ihr verdächtig vorkam und wo sie auf dem ersten Blick irgendwelche Zeichen sofort wiedererkannte, war für die Katzendruidin interessant. Da sie allerdings immer noch nicht Shou sprechen, geschweige denn Lesen und Schreiben konnte, lief die Ausbeute sehr mager aus. Sie verstaute ein großes Buch, welches wie ein Logbuch aussah, einen Bauplan der Flying Silvermarken und drei Karten mit Seerouten in ihrem magischen Rucksack und verschwand wieder als Spatz in den Nebel. Auch wenn die Ausbeute im Turm nicht groß war und alle wild herausgezogenen und durchgeschauten Pergamente so zurückgelassen worden sind, wie sie auf dem Boden lagen, hatte Mianissa doch ein Vorteil, der Nebel würde, sofern kein starker Wind aufkam, für mehrere Tage bestehen bleiben. Somit war die Chance, das irgendjemand von der heimlichen Aktion etwas mitbekommen hatte, sehr gering.

In der Taverne Zum blauen Ochsen hingegen spielte Thogrim mittlerweile ein für ihn unbekanntes Kartenspiel. Auch wenn er sich die Regeln hat erklären lassen und bereits seit gut einer Stunde spielte, hatte der Zwerg entweder kein Glück oder das Spiel war ihm nicht gelegen. Er machte mehr Minus als Plus. Als er nach gut anderthalb bis zwei Stunden um die Zehn Goldstücke verloren hatte, stieg er aus dem Spiel aus. Immerhin wollte er nicht seinen letzten Notgroschen auch noch verlieren.
Amara genoss die Ruhe, die noch in der Taverne verweilte und sah sich schon gelangweilt im Schankraum um. Jedoch stieß ihr nichts auf oder war in sonst einer weise Interessant. Jurax begnügte sich damit, das er Bier trinken und Amara oder wer auch immer noch an seinem Tisch vorbei kam, erzählen konnte was er doch alles für Tricks auf Lager hätte.

Nachdem ein klein wenig mehr als zwei Stunden vergangen waren, gesellte sich auch Mianissa wieder zu Amara und Jurax, sowie mittlerweile auch Thogrim an den Tisch. Aufgrund des Nebels füllte sich die Taverne langsam aber sicher. Mianissa aß noch ein kurzes Häppchen bevor sich alle einig waren, das es nun Zeit war den Betrunkenen Drachen, eine weitere Hafenschenke, auszumachen.
Gerade in dem Moment wo sich alle aus dem Kult einig waren, nun zum Betrunkenen Drachen zu gehen und auf der Türschwelle standen, viel ihnen ein, das noch jemand fehlte. Ulla war noch in seinem Zimmer und schien zu schlafen. Die Druidin erklärte sich bereit Ulla zu wecken und ging in das erste Obergeschoss. Angekommen an seiner Tür, klopfte sie, mit der Hoffnung, dass der Zwerg dies wahrnehme. Auch nach dem zweiten klopfen und einem schon fast hämmern an der Tür, regte sich in dem Zimmer nichts. Nun versuchte Mianissa die Tür zu öffnen und es gelang ihr. Sie war nicht abgeschlossen. Ulla lag in seinem Bett und es sah aus, als ob er mit wem gerungen hätte, so zerwühlt war es.
Da eine Waschschüssel direkt neben dem Bett stand, nutze Mianissa diese Gelegenheit und entleerte den gesamten Inhalt über Ulla. Prustend und sich wundernd was gerade passiert war, richtete sich Ulla auf und staarte die Katzenfrau an, während sie nur mitteilte, das es nun an der Zeit ist sich zum Betrunkenen Drachen aufzumachen.

Alle Mitglieder aus dem Kult gingen die Straßen entlang und nachdem Mianissa kurz erklärte, dass sie etwas interessantes gefunden hätte, wo drüber man sich später einmal unterhalten sollte und das sie mit dem auftauchen des Nebels nichts zu tun hatte, brach eine kurze Diskussion aus. Ulla und Mianissa beteiligten sich nicht daran, vor allem da sie nicht verstanden um was es nun genau ging und was das Ziel dieser Diskussion war und marschierten Zielstrebig, aber ohne ein Wissen wo es nun lang ging, in den Nebel hinein. Der Rest folgte ihnen und nach wenigen Patzern, was die Findung des Weges anbetraf, gelangten sie auch alle zum Betrunkenen Drachen. Schon von der Straße war zu hören, das drinnen gute Stimme herrschte. Auch nach dem alle eingetreten und den schweren Ledervorhang beiseite geschoben hatten, wurde die Stimmung nicht getrübt.

Im rechten Teil spielten die Barden, im linken und eher ruhigeren Teil wurde viel Karten gespielt. Wobei der linke Teil der Schenke etwas ruhiger war, so war hier genau so wenig Platz wo überall auch. Die Schenke war fast überfüllt mit Gästen. Kaum ein durchkommen ohne anrempeln war gegeben. Nur die Barmädchen hatten Glück, das jeder ihnen soviel Platz machte, wie es nur ging. Ulla war der erste der die Gruppe verlies. Er wolle sich einen Platz suchen, von dem er aus spaß haben konnte und zugleich an Infos kam. Wobei wohl ersteres das Hauptaugenmerk des Zwerges war. Mianissa schlug vor, das jeder seines Weges hier in der Schenke gehen solle und das man sich notfalls vor der Tür treffen können. Jurax meinte nur, dass der Tresen die bessere Wahl wäre, um sich zu treffen und alle willigten ein.
Thogrim suchte einen Tisch, wo er unter zwergischer Gesellschaft war. Amara suchte sich auch ihren Platz und Jurax ging sofort zum Tresen, orderte sich ein Bier und ging zu den Barden um dort zu tanzen. Mianissa suchte lange nach welchen, die sie verstehen konnte und nach mehreren Minuten fand sie einen Tisch. Es schien, das es Personen aus Faerûn waren, genau wie sie. Sie spielte eine Zeit lang Karten mit an dem Tisch, wo sie sich unterhalten konnte und versuchte ein Gespräch aufzubauen, in dem sie sich immer wieder über die Stadtgarde ausließ. Jedoch führte dies zu keinem Erfolg, denn zum Ende hin wurde ihr gesagt, sie sei hier zum spielen und nicht zum reden.

Unterdessen fingen die Zwerge an, sich bei den Barden ein wenig zusammen zu tun. Sie fingen an zu schunkeln, zu singen und zu trinken. Es fanden sich immer mehr zusammen und zugleich wurde es immer lauter und ausgelassener bei den Barden. Irgendwann gaben die Barden es auf, gegen die Zwerge zu spielen und spielten ihre Instrumente eher im Takt zu den zwergischen Trinkliedern.

Während sich Mianissa, nach dem sie gute 140 Gold verspielt hatte, einen neuen Tisch suchte, kam eine weibliche Hobgoblin zu Thogrim an und meinte, dass der Stuhl, auf dem er sitze, ihr gehöre. Thogrim fragte, ob sie sich sicher sei und sie erwiderte nur, das ihr Name auf der Lehne stehen würde. Da sich der Zwerg nicht vollends verrenken wollte, stand er auf um nach dem Namen zu schauen und genau in diesem Moment schnappte sich die Hobgoblin den Stuhl. Sie setzte sich drauf, fing an zu lachen und nun bemerkte auch Thogrim, er wurde ausgetrickst. Auf jeder Lehne eines Stuhles war eine Markierung angebracht, die eine reine Verzierung war.

Der Abend wurde länger und länger, die Stimmung in der Schenke immer lauter und fröhlicher. Wobei der Großteil der nichtzwergischen Gäste das Lokal verlassen hatten, denn mittlerweile haben sich fast alle Zwerge zusammengetan und tanzten. Mianissa hatte bereits erfahren, das hier einer der Kapitäne, die die Gruppe suchte, zugegen sei. Es war Rekham. Ulla indes hatte es mit einem Menschen zu tun, der den Zwerg mitnehmen wollte, in dem sich Ulla gerade eingehakt hatte. Der Mensch hieß Finn und wollte Fletscher mitnehmen, da es am Morgen losginge, die Arbeit warte bereits. Es entbrannte ein Wortgefecht zwischen Finn und Ulla. Am Ende stellte sich jedoch heraus, das Finn vielleicht die Möglichkeit hatte, Ulla und dem Rest des Kultes Arbeit anzubieten.

Parallel dazu suchte Mianissa Amara und als sie sie schließlich fand, gingen bei zu Rekham hin. Rekham war eine Elfin, die wohl bereits im mittleren Alter stand. Sie trug einen großen breitkrempigen Hut, wirkte recht zierlich und trug ein ledernes Oberteil, welches einen tiefen Ausschnitt zeigte. Darüber trug zwei lederne Waffengürtel. An jedem Gürtel gingen vorne zwei Steinradpistolen, an der Hüfte hinten zwei Dolche und zwischen den Pistolen schien Munition zu sein.

Mianissa und Amara unterhielten sich mit Rekham. Die Kapitänin erklärte, dass sie der Piraterie bezichtigt wird und somit unter Hausarrest steht. Der Großteil ihrer Crew ebenfalls und ihre gesamte Ladung wurde konfisziert. Als Mianissa erneut fragte, ob Rekham ihnen Arbeit anbieten oder sonst irgendwie oder der Kult ihr helfen könne, so gab die Elfin nur „Vielleicht“ wieder.

Große Ereignisse bahnen sich an (The Legacy of the Grey Guardians)

Große Ereignisse bahnen sich an (The Legacy of the Grey Guardians)Große Ereignisse bahnen sich an (The Legacy of the Grey Guardians)
Zu später Stunde

Nachts, zu später Stunde, im Road House, im Meer der Toten, nördlich von Tiefwasser, betrat eine verhüllte Gestalt die schlafende Siedlung. Eine zwielichtige Gestalt begegnete dem Wanderer.

Nach einer kurzen Unterhaltung zur Herkunft des Söldners ließ Bog Luck den Menschen namens „Sir Robert“ passieren.

Der Statthalter machte einen nervösen Eindruck. Nach der Aufnahme seiner Daten gab der Statthalter einen Schlüssel, sodass der Söldner zumindest für die Nacht in dem unbenutzten Stall nutzen konnte.

Währenddessen befand sich Maevina, die Assassine der Gruppe, im Warendepot der Siedlung, um heraus zu finden, wohin die gestohlenen Waren verschwunden sind und wer dafür verantwortlich war.

Als ein paar Echsenwesen Ihre schuppigen Köpfe durch die verborgene Luke steckten und die Kisten hinunter beförderten, verfolgte die Schurkin die diebischen Echsen durch den geheimen Tunnel, der sich unter der Luke erschloss.

Am Ende des Tunnels angekommen, fand Sie sich im Morast des Sumpfgebietes wieder. Die Echsen schienen einen Pfad in Richtung der verlassenen Burg zu nehmen.

Nachdem die Drow sich auf den Rückweg machte, spielte sich vor Ihren Augen eine recht ungewöhnliche Situation ab, zwischen Bog Luck und Jamna Gleamsilver, letztere hielt dem Statthalter ein Messer an die Kehle, um Informationen aus ihm heraus zu pressen:

„…welche Wahl hätte ich denn sonst gehabt?“ entglitt es dem Statthalter, während die Halblingsfrau bemerkte, dass die beiden nicht allein waren.

Um die Situation abzuwiegeln, meinte Sie ganz nonchalant: „Ich glaube, dass wir die Schwachstelle gefunden haben. Wir wissen auch jetzt, wer die Waren gestohlen hat.“ Während Sie ihren Dolch mit einer geschickten Handbewegung verschwinden ließ. Als Sie fort Schritt, sprach sie zu sich selbst gewandt: „Der wird jetzt keine Schwierigkeiten mehr machen…“

Die restliche Nacht verlief ereignislos und der nächste Morgen brach an – mit einem Barden, der seine Freunde als auch die Anführer der Fraktionen darum bat, alle Personen im Road House zum Gedenkdienst der Verstorbenen auf dem Hauptplatz zu versammeln – denn die Handwerker waren die Nacht nicht untätig, ein Denkmal zu schaffen, dass dem Ereignis gerecht werden würde.

Währenddessen trafen zwei Personen aufeinaner, die sich bisher noch nicht kannten, deren Schicksal doch miteinander verwebt zu sein schien.

Der Söldner, welcher sich als Sir Robert vorstellte, rempelte Anakis, unsere Tieflingsdruidin etwas unglücklich an. Der Mensch hatte ein vernarbtes Gesicht, einen Vollbart, einen Umhang und eine Rüstung, alles in dunklen Farben gehalten.

Nachdem die beiden sich einander vorgestellt haben, sprach der Halbelf den Söldner an, um ihn darauf aufmerksam zu machen, am Gedenkdienst teilzunehmen.

Nachdem der Adlige sein Anliegen dargebracht hatte, zog er weiter und wurde von der Orkin abgelöst, welche den Söldner misstrauisch beäugte.

„Ist der immer so drauf? Kennt ihr euch…leider?“ fragte Robert schelmisch. „Wem Gedenken wir denn?“ Worauf der weißhaarige berobte Magier Ander, der sich zu den anderen gesellte, meinte:

„Den verstorbenen, den Hinterbliebenen und anscheinend auch den Personen, die Sie umgebracht hat.“ Und zuckt mit den Schultern.

Während Cipher den Handwerkern weitere Anweisungen gab, half Maevina dem Koch beim „schnippeln“ – eine ihrer größten Talente. Dies beinhaltete sogar einen ganz besonderen Roomservice. Robert ließ es sich währenddessen gut schmecken. Der Koch gab ihm einen gut durchgebratenen noch frisch lebenden und gewürzten, schmatzenden Fleischklumpen für 4 Silber – dafür hätte er in jeder anderen Gaststätte ein königliches Frühstück bekommen!

Nachdem jeder sein Frühstück konsumiert hatte, kam es zur Gedenkrede auf dem Hauptplatz:

Thredi und Maevina platzierten sich auf den Zinnen, während die anderen sich auf den Platz begaben, während Robert sich mit dem Vorarbeiter Grystel Peate unterhielt und von diesem sogar eine herausgerissene Inventarseite des Warenbuchs von Bog Luck erhielt.

Nyrutar, die Burg 2-3 Tagesreisen entfernt schien das Ziel der Echsenmenschen gewesen zu sein, wo sich diese niedergelassen haben. Die beiden ließen sich über den Adligen aus, welcher sich mehr oder minder verdächtig gemacht zu haben schien. Für all die Informationen erhielt der Vorarbeiter einen Sack voll Silber. Der Zwerg der Gruppe setzte sich in der ersten Reihe auf den Boden und staunte, welche Darbietung sich nun vor ihm offenbarte.

Cipher stellte sich auf ein Podest, während die Handwerker das verhüllte Denkmal platzierten.

Folgende Worte richtete er an die Zuhörer:

„Verehrte Damen und Herren,

werte Mitglieder des Roadhouses unter der Aufsicht von Bog Luck,

liebe Drachenkultisten unter der Führung von Rezmir,

Ihr Abenteurer und Söldner unter dem Kommando von Ardred Briferhew

Und alle anderen, die sich für diesen Gedenkdienst zusammengefunden haben

  • Ich danke euch für eure Anteilnahme.

 

Für viele von uns war das Jahr der Kriegerprinzessin ein entbehrliches Jahr, voller Entbehrungen und Verluste.

Wir beten heut für den Seelenfrieden von Tarkos Schnellklinge und all den anderen, welche auf dieser beschwerlichen Reise ihr Leben ließen.

Vor nicht allzu langer Zeit starb eine meiner Gefährten, ich kann euren Schmerz gut nachempfinden.

Ich danke vor allem Theresa Silberstrumpf, welche mich auf den Verlust Ihres Geliebten aufmerksam machte – auf den Kummer, den manche von euch in sich tragen.

Manche von euch sind wütend, andere verzweifelt, wieder andere vergraben sich in Kummer – ich war dort, wo ihr jetzt seid und möchte euch gern Trost und Glauben spenden.

Bitte vergesst nicht – eure Gefährten weilen nicht mehr unter uns, doch Leben und Sterben die Erinnerungen an Sie mit euch.

Sofern Ihr Orientierung benötigt, einen Rat oder einfach jemanden, der euch zuhört – sprecht mit mir oder meinen Gefährten.

Damit Ihr eure zukünftigen Entscheidungen nicht bereuen müsst.

Damit eure Geliebten euch Stolz in die Arme schließen können, wenn Ihr wieder zueinander findet.

Ein letztes Wort der Achtung:

Einige von euch erinnern sich sicher noch an die Begegnung mit den Gestaltwandlern, welche fast eine tödliche Gefahr in der Nacht wurden.

Dank Theresa Silberstrumpf wurde aufgedeckt, dass sich unter uns ein Mörder befindet, welcher sich auf Trug und Täuschung versteht.

Bitte vermeidet es daher, euch allein aufzuhalten, sei es tagsüber oder während der Nachtwache.

Achtet aufeinander, sodass sich für den Täter keine weitere Gelegenheit bietet.

Nun lasst uns das Denkmal enthüllen und für die Verblichenen beten“

Nachdem die Menge mit tosendem Applaus sich für die Rede bedankte, ließ Cipher die Kultistin, Theresa Silberstrumpf das Denkmal enthüllen, welche den Todesgott Kelemvor darstellte mit Kupferplatten belegt, welche die Namen der verstorbenen zierten.

Cipher unterhielt sich mit den drei Anführern, um ggf. die weitere Zusammenarbeit abzusprechen.

Währenddessen wendete sich Grystel Peate an Sir Robert, den Söldner, mit weiteren Informationen, dass Bog Luck sich wohl hat korrumpieren lassen.

Nachdem Bog Luck kein Angebot zur weiteren Zusammenarbeit machte, ignorierte Cipher diesen und drehte sich zu Sir Robert, der nun zu der kleinen Gruppe stieß und sich vorstellte.

Cipher entgegnete dem vernarbten Söldner: „Ach, ihr seid ein SIR? Man sieht es euch gar nicht an!“, sodass sich folgender Dialog abspielte:

„Was macht ihr hier, werter Lord?“

  • „Wir führen Eine Unterhaltung zur besseren Zusammenarbeit. Ihr kennt das ja – mit dem Krieg führen“

„Nein, das glaube ich nicht“

  • „Mir sieht man es nur nicht an, weil ich gut darin bin.“

„Ihr seid vielleicht gut mit Worten, aber mit einer Waffe in der Hand? Das mag ich zu bezweifeln.“

  • „Ihr könnt gern ein Probetraining in Anspruch nehmen und euch vom Gegenteil überzeugen.“

„Nun, es gibt da eine andere Sache, die ich zunächst gerne ansprechen würde. Werte Lords und Sires…“

  • „Vergesst bitte Lady Rezmir nicht.“

„Auch diese. Die Handwerker haben mir jedenfalls zugetragen, dass es einige Missstände im Lager gibt. Ich wurde beauftragt, eine Lagerprüfung vorzunehmen.“ Robert zeigte seinen Mitgliedsschein zur Armee von Tiefwasser vor.

„Aufgrund der verschwundenen Ware und der Tatsache, dass es sich bei den diebischen Ratten um Echsenmenschen handelt, ist es nötig, dass Schritte eingeleitet werden, um dies zukünftig zu verhindern. Die Echsenmenschen haben sich bei der Burg zwei Tagesreisen hierzu verschanzt.“

  • „Sir Ardred, ihr seid ja für die Sicherheit des Roadhouses verantwortlich, was sagt ihr zu diesem Sachverhalt und welche Schritte werdet ihr Einleiten?“

„Nun, das sind schwere Vorwürfe, die Ihr da vorbringt. Habt ihr hierzu Zeugen und Beweise, welche den Sachverhalt belegen könen?“, fragte Ardred an Robert gewandt.

„Das Lager lässt sich ja leicht überprüfen. Ich empfehle euch weiterhin, DIESEN Vorarbeiter heranzuziehen.“ Und holt Grystel Peate heran.

Nachdem Rezmir noch Fragen stellte und zu manipulieren versuchte, holte Cipher den Statthalter zum Lager des Roadhouses, während Sir Robert mit den beiden Führungsfiguren und dem Vorarbeiter bereits zur Überprüfung des Tresors schritten und jeweils ihre Leute zur Überprüfung versammelten.

Der Barde fand den Statthalter schwitzend vor seinem Inventarbuch in seinem Büro sitzend und teilte diesem nachdrücklich mit, dass es in seinen besten Interessen war, ohne Widerstand mitzukommen, da es im Lager ein paar Ungereimtheiten bezüglich der Waren unter seiner Aufsicht gab. Ohne großen Widerstand folgte Bog Luck dem Paladin zum Lagerraum.

Währenddessen bemerkten Thredi, Maevina und Ander, dass sich die Kultisten vor dem Tor versammelten und sich zum Aufbruch bereit machten, mit Rezmir, die den Befehl zur Vorbereitung gab. Bis auf Ciphers Affäre, welcher sich besonnen hat, sein Leben zu verändern.

„Hey, wo wollt ihr hin“, brüllte die Orkin von den Zinnen.

„Man hat Spuren gefunden!“ entgegnete einer der Kultisten.

Nach einer kurzen Diskussion und einer Zone der Wahrheit später brachen die Kultisten auf.

Ander jedoch ließ die Kultisten nicht so leicht fliehen, er suggerierte mit seiner Magie: „Ihr wollt doch gar nicht gehen. Ihr bleibt hier und helft uns im Lager weiter.“

Rezmir brach damit mit nur 3 weiteren Kultisten auf, die restlichen blieben im Roadhouse zurück.

Währenddessen wurde im Lager festgestellt, dass mehrere Kisten fehlten, obwohl diese bewacht wurden. Laut dem Warenbuch wurden die Sachen vom Statthalter wegmanipuliert.

Damit konfrontiert, fing der Halbork an zu stottern und traute sich nicht, mehr preis zu geben.

Dem Adligen platzte die Geduld, er packte den Statthalter am Schlawittchen und schrie ihn an, endlich auszuspucken, was er hier zu verbergen hatte, während Sir Robert letzteren die Hand auf die Schulter legte.

Der Druck führte dazu, dass er auspackte, mit den Echsenmenschen einen Deal abgeschlossen zu haben. Die Kultisten steckten hinter dem Diebstahl. Nicht jedoch Rezmir war die Drahtzieherin, sondern der schwarze Drache Worag Karmanthar, welcher die alte Burg Nyrunthar behauste!

Nach all den Enthüllungen sagte Cipher dem Statthalter: „Hiermit seit Ihr eures Amtes enthoben.“

Er wendete sich zu Ardred als höchstrangiger Diensthabender und fragte, was er nun als provisorischer Statthalter zu tun gedenkte.

Entrüstet von der perversen Korruption Bogs ließ er diesen abführen und festsetzen und tat das gleiche mit den zurück gebliebenen Kultisten.

Währenddessen kümmerten sich die drei Abenteurer Thredi, Maevina und Anakis um die Kultisten, welche zu fliehen versuchten. Als es Rezmir zu bunt wurde, verwandelte sie sich in einen Drachen und nahm ihre Kultisten mit.

Als Thyrus zurück zu den Führungskräften des Roadhouses kam, fragte Robert den Zwerg, ob dieser eine Nachricht nach Tiefwasser senden könne. Das tat er dann auch sogleich.

Nach einer kurzen organisatorischen Unterhaltung, dass die Gruppe eingestellt und bezahlt werden sollte, entgegnete Ardred, dass bereits ein Vertrag mit Tiefwasser bestehe.

Cipher teilte Maevina sogleich freudig mit, dass die Gruppe bezahlt werden würde, um erstere zu motivieren.

Die Gruppe, einschließlich ihrem neuesten Mitstreiter, Robert kehrten in die Taverne ein und Thredi bat Thyrus, erneut eine Nachricht nach Tiefwasser zu schicken, diesmal an die Statthalterin mit dem Zusatz „Schwarzer Drache“.

Nach einer kurzen Diskussion, was als nächstes zu tun war, brach die Gruppe auf, die Echsenmenschen zu verfolgen.

Als es spät wurde, fand die Gruppe eine verlassene Raststätte mit 3 Booten. Die Wache hielten Thredi und Anakis. Während die anderen im Trockenen schliefen, schnappte sich Cipher ein Boot, putzte es mit seinem Zaubertrick sauber und kuschelte sich mit seinem Winterwolfmantel hinein.

Das Tieflingsmädchen bemerkte Echsenmenschen, die auf das Lager zusteuerten und weckte sogleich Ander, Thyrus und Robert, die sich zu einem Haufen zusammenkuschelten.

Thredi brüllte den Echsenwesen entgegen, was diese einschüchterte und Cipher und Maevina weckte.

Obwohl der Barde am dichtesten an den Kreaturen dran war, rannten diese direkt an ihm vorbei und ignorierten ihn völlig – eine solche Behandlung war Cipher bisher weder von Zuschauern noch Feinden gewohnt!

Die Echsenmenschen griffen Thredi an, welche sich solide verteidigte, bis Anakis mit einer gewaltigen Flutwelle die Echsenmenschen bis auf einen tötete – ein beeindruckender Druidenzauber, mit gewaltiger Zerstörungskraft.

Lediglich ein Echsenmensch überlebte das Scharmützel und wurde sogleich verhört. Thredi kümmerte sich mit ihrer orkischen Herzlichkeit liebevoll um den Echsenmenschen und weckte ihn mit einer Ohrfeige auf.

Dieser berichtete sogleich von der Situation um die Burg und den Fraktionen, welche um die Vorherrschaft um die Region kämpften:

Die Kultisten und Echsenmenschen unter der Führung von Worag Manthar,

ein weiterer Stamm Echsenmenschen, derzeit ohne Anführer und ein Stamm Bullywugs.

Als die Gruppe alle Informationen aus dem Echsenmenschen gepresst hatte und eine grobe Aufzeichnung des Grundrisses erhielt, legte Thredi das Reptil schlafen und eine heftige Diskussion in der Gruppe entbrannte, wie nun weiter vorzugehen war.

Eine Fraktion wollte auf Verstärkung warten, um die Burg zu befreien und den schwarzen Drachen zu überwältigen, während andere sich in die Burg einschleichen wollten, um die Maske zu stehlen.

Letzterer Plan setzte sich am Ende durch, da den Abenteurern bewusst wurde, dass die Zeit möglicherweise gegen Sie spielte, wenn sie zu lange warteten.

Und so teilten sich die Gefährten in zwei Gruppen auf:

Maevina, Anakis und Ander sollten die Burg ausspähen und die Masken in gewahrsam bringen, während Thredi, Thyrus, Robert und Cipher für eine Ablenkung zuständig waren, damit eine Infiltration erfolgreich gelang.

Ob und inwieweit die Gruppe erfolgreich war, das lest Ihr beim nächsten Mal.

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