Rostmonster und andere Wesen (Invictus Igni)

Rostmonster und andere Wesen (Invictus Igni)

Was für ein Abenteuer. Die letzten Stunden waren einfach der Wahnsinn. Soviel habe ich noch nie erlebt.
Ja, ich war schon ein paar Mal Zuhause ausgerissen um meinen Vater zu entwischen wenn er schlechte Laune hatte und die hatte er sehr oft.
Aber heute… keine Ahnung wie ich das Gefühl beschreiben soll… das war einfach nur super.

Auch wenn wir ein paar brenzlige Situationen hatten kamen wir davon. Sicher das eine oder andere Mal hatten wir vielleicht einfach nur Glück, aber wie die Gruppe zusammengehalten hat und das obwohl sie mich und den anderen neuen kaum kannten, war schon beeindruckend.
Überhaupt sind die einzelnen Mitglieder auf ihre Weise genial.

Da haben wir zu einem Alberich, einen Zwerg und ein Mitglied der Tiefwasser Garde. Dass er mich nicht erkannt hat, war wohl mein Glück, aber da ich meinen Nachnamen bis jetzt noch nicht verwendet habe, kennt er mich vielleicht doch gar nicht.
In seiner strahlenden Rüstung stell er sich einfach allem in den Weg, ein mutiger Mann.

Dann ist da der andere Zwerg Gundrabur. Mit mehr Glück als Verstand. Er stieß erst später zu unserer Gruppe und das lebend und in einem Stück, während der Rest seiner Begleiter wohl nicht so viel Glück hatten wie er auf dem Rückweg feststellen musste.

Ein weiteres Mitglied ist der Halbelf Lamaar.
So wie er seine Zauber wirkt kennt er sich wohl aus. Im Moment ist er noch etwas ruhiger, aber vielleicht gibt sich das mit der Zeit.

Über Malcador lässt sich soviel sagen, dass er wohl noch recht jung ist, vielleicht ein wenig jünger als ich, und gerne mit dem Feuer spielt. Aber ich kann es ihm nicht verdenken und bis jetzt hat er damit auch wirklich gute Erfolge erzielt. Er scheint manchmal noch ein wenig unsicher zu sein, aber das wird sich mit der Zeit und mit mehr Erfahrung geben.

Und zu guter Letzt ist da noch Kairon. Ein Tiefling durch und durch. Und ein waschechter Pirat. So offen wie er seine Tattoos zeigt hat er wohl keine Angst entdeckt zu werden oder es ist ihm einerlei. Eins der Tattoos kenne ich sogar, habe ich es vor Jahren bei einem Menschen in einer Taverne gesehen. Er hat offenbar keine Probleme mit seiner Herkunft und mit dem Blut, welches durch seine Adern fließt.
Eine wirklich bemerkenswerte Eigenschaft, die ich mir selber gerne aneignen würde.

So, nun aber zurück zu den letzten Stunden.

Wir waren gerade dabei ein wenig durchzuatmen, als ein Zwerg um die Ecke gebogen kam. Er hatte ein breites Lächeln auf dem Gesicht und begrüßte die restliche Gruppe freundlich. Offenbar kannte man ihn und seine Verspätungen schon und darum dachte ich mir nur meinen Teil.

Wir gingen weiter. Kairon voran, gefolgt von Alberich. Das war eine gute Entscheidung, denn die Beiden konnten der riesigen Steinkugel gut ausweichen. Wir liefen eine lange Zeit, ich kann schon gar nicht mehr genau sagen ob wir nach Süden, Osten, Westen oder Richtung Norden gegangen sind. Ich bin schon froh, wenn ich mich oberirdisch nicht in der Stadt verlaufe, also wie sollte ich mich hier unten orientieren? Ich hatte keinerlei Bezugspunkte war ich doch zum ersten Mal hier. Die Anderen wussten auch nicht auf welcher Ebene wir waren, aber da man daran zunächst nichts ändern konnte, liefen wir einfach weiter.

Rostmonster

Dann hörte ich etwas. Es klang, als würde etwas Metallenes über den Boden rollen und so erzählte ich den Anderen davon. Langsam gingen wir weiter und als unser Späher entdeckte, was mit einem rostigen Helm spielte hielt er inne. Er dachte wohl nach und erzählte uns dann von den Rostmonstern und was sie können und woran sie interessiert waren. Die Waffen wurden gewechselt und wir blickten zu unserem Zwerg in Rüstung und er verstand wohl und wollte auf Abstand bleiben, was ihm offenbar schwer fiel.
Der Kampf war kurz und wir kamen ohne größere Blessuren davon.

Und jetzt standen wir vor einer massiven Steintür. Ein paar erfolglose Versuche später, holte Alberich eine Art Ramme hervor. Was der so alles dabei hat…
Damit war die Tür kein Problem und sie flog lautstark auf. In diesem Teil war wohl lange keiner mehr, denn der Boden war staubig und überall lag Müll herum und die Spinnenweben an den Wänden ließ nichts Gutes verheißen.

Als wir weiter gingen sahen wir in einem Raum Kronleuchter die zu Boden gefallen waren und in dem Raum auf der anderen Seite konnte ich ein paar Spinnenbeine sehen. Große Spinnenbeine wie von einer… Riesenspinne… Spinnen sind ja schon widerwärtig, aber Riesenspinnen??? Halloohoo?!!! Geht ja wohl gar nicht.

Zum Glück hatte die restliche Gruppe wohl auch keine große Lust diesen Viechern zu begegnen und so gingen wir ein wenig zurück und nahmen eine Abzweigung in der es immer Kälter wurde. Wieder standen wir vor einer Tür, aber diesmal gab es nicht so große Probleme diese zu öffnen.
Die Kälte schien aus diesem Raum zu kommen.

Zwerg im Eis

Nur Malcador und Gundrabor erkundeten den Raum, während wir anderen vor der Tür warteten und fanden eine zwergische Rune. Das Symbol bedeutet wohl kalt, wie uns gesagt wurde. Kairon gab ihnen einen Stab und als er „aktiviert“ wurde passierte es. Die Beiden erstarrten und waren im Eis gefangen. Wenn es nicht so schrecklich gewesen wäre, dann hätte ich glatt lachen können. Schnell wurden die Zwei aus dem Raum geholt, die Tür verschlossen und dann machten wir uns daran unsere tiefgekühlten Freunde aus ihrer Starrheit zu befreien. Ich heilte die Beiden und dann verließen wir diesen kalten Ort wieder.

Wir nahmen eine Treppe nach unten. Und wieder standen wir vor einer Steintür. Diese war allerdings anders, denn sie hatte eine Verzierung. Auf ihr konnte man einen Düstermantel erkennen, der sich auf einen Zwerg hinabließ. Dieser bewunderte einen funkelnden Edelstein.
Mit reiner Stärke kam man hier wohl nicht weiter und so wollte Kairon etwas ausprobieren, jedoch nicht unter unseren Augen und so drehten wir uns um und als er meinte „hat geklappt“ war die Tür auf. Das hat mich ja schon irgendwie beeindruckt.

Mitten im Raum stand ein Holztisch und als wir uns näherten erkannten wir Steine auf dem Tisch. Zunächst dachten wir sie wären rein zufällig angeordnet worden, doch nach einer Weile des Betrachtens sah man, dass es eine Karte war. Jemand hatte sich große Mühe gegeben eine Karte von dieser Ebene zu machen. Kairon wollte seine eigene Zeichnung vervollständigen und so fing er an zu zeichnen. Dabei bemerkte er eine lose Steinplatte unter dem Stuhl und fand darin ein in Leder gebundenes Buch, einen Steinschlüssel und ein Stück Holz mit dem Symbol der Xanathar Gilde darauf.

Nebenan fand ich eine Truhe und ging hin. Als ich sie öffnen wollte erschien auf dem Stuhl blitzartig jemand. Und vor mir waren auf einmal Werratten. Nicht nur ein paar, sondern richtig viele.
Während die anderen sich mit dem plötzlich erschienenen Dunkelelf unterhielten merkte ich wie ich Panik bekam. Ich traute mich nicht zu bewegen und so versuchte ich still zu bleiben. Ich spürte wie meine Haut anfing zu kribbeln, doch ich unterdrückte es. Nicht hier…nicht jetzt… und so konzentrierte ich mich auf das Gespräch im Raum gegenüber.

Der Dunkelelf stellte sich als Rizzerly vor und fragte was wir wollten. Er schien nicht oft Besuch zu haben, denn er redete schnell und wollte ebenso schnell Antworten haben. So ging es hin und her und dann offerierte er uns ein Angebot. Wenn wir für ihn beide Außenposten der Xanathar Gilde, die sich auf dieser Ebene befanden, zerstören und ihm die Köpfe der Anführer bringen würden, dann würden wir uns durch „sein Reich“ bewegen können ohne größere Probleme zu erwarten. Auf Nachfragen gab er uns die Namen der beiden Anführer: Nadia die Unbeugsame und Shunn Shurreth.

Wir wollten den Handel gerade abschließen, da bemerkten wir, dass Alberich sich mit dem Ganzen wohl nicht so wohl fühlte. Das lag wohl an dem Symbol welches Rizzerly bei sich trug. Wenn ich mich nicht geirrt habe war es das Zeichen der Zhentarim, kein Wunder also, dass unser Zwerg etwas unglücklich aussah.
Doch nachdem er seinen Standpunkt sehr deutlich gemacht hatte und wir nun wussten wo wir in etwa waren, beschlossen wir erstmal wieder in die Taverne zu gehen um Kraft zu Tanken.

Auf dem Rückweg kamen wir an einem Goblinbasar vorbei. Hier gab es alles Mögliche und wir sahen uns etwas um bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Das Yawning Portal war ziemlich ruhig als wir oben ankamen. Wir setzten uns zusammen und tranken ein wenig. Dann verabschiedete ich mich um mich auf den Weg nach Hause zu machen.

Nun sitze ich hier in meinem Zimmer, schreibe diese Zeilen und blicke von hier oben auf die Schwertküste. Es war wirklich ein Abenteuer und ich würde gerne mit der Gruppe weiter den Dungeon erkunden, denn ich glaube ich kann viel mit ihnen erleben und dann könnte ich vielleicht endlich mein eigenes Lied verfassen und nicht immer über die Sagen und Legenden singen, die ich in den ganzen Büchern gelesen habe.

Das nächste Mal würde ich aber dann doch meine Laute mitnehmen und vielleicht einen Rucksack mit ein paar nützlichen Dingen.
Ich war viel zu unvorbereitet.

Brainstorming, Rindfleisch in Dosen und ganz viel Konfetti (Legacy of the Past)

Brainstorming, Rindfleisch in Dosen und ganz viel Konfetti (Legacy of the Past)

In der Nähe von Tiefwasser eilen zwei Recken der Königlichen Garde über die Felder, sie scheinen zu flüchten.

Fin, ein stattlicher Minotaurus in Kettenrüstung, bleibt abrupt stehen und deutet auf eine liegende Person, die inmitten seinen verstreuten Habseligkeiten liegt. Sein Begleiter Rass, ein großer Mensch in Plattenrüstung der ein gewisses Licht ausstrahlt, stellte fest, dass es sich um ein ermordeten Tiefling handelte.

Interessanterweise war die Leiche nicht ganz ausgeplündert.

Ein Würfel der Ebenen, ein Buch mit einem Gedankenschinder und einem Diamant auf dem Einband, ein Beutel mit Kräutern sowie etwas Geld war noch übrig. Der Paladin Rass nahm das Buch auf und zuckte augenblicklich, auf Grund der tiefen Bösartigkeit, die es ausstrahlte, zusammen.

Kurzzeitig griff das Buch nach seinem Verstand, aber brach ab, als es im Beutel des Helden verschwand.

Auf dem einfälltigen, aber gutmütigen Gesicht des Minotauren lag ein konzentrierter Ausdruck, als er die Silbermünze und die zwei Kupfermünzen mit seinem besten Freund teilen wollte. Kurzerhand biss er die Silbermünze in zwei Hälften und gab Rass eine Kupfermünze und eine halbe Silbermünze. 

Auf der Ebene des Chaos sind Srisira, Hemeroc und Ratel, sowie die geretteten Gith beim Kloster Zerth Adlun angekommen. Sämtliche Dinge waren in Bewegung und im ständigen Umwandlung. Ratel kam aus dem Staunen gar nicht raus, mit offenen Mund ruckte sein Kopf von der einen zur anderen Richtung hin und her.

Brainstorming, Rindfleisch in Dosen und ganz viel Konfetti (Legacy of the Past)

Auf dem riesigem, steinernen Plateau mit dem drei Säulen, über denen ein großer strahlender Ball schwebte, wurden die Helden sehr dankbar begrüßt. Als die Gith von den Illithidenproblem in den Höhlen hörten, stimmten sie, als Erzfeinde der Gedankenschinder, sofort zu, sich der Sache anzunehmen. Erleichtert sahen sich die Mondelfin, Tiefling und der wilde Halbling an als Charly eintraf. 

Als besondere Ehre wurde den Helden angeboten den Seladin Fennmarin, eine Drowgottheit mit verblüffender guten Gesinnung, zu treffen. Aufgrund der Dringlichkeit ihrer Mission und der voranschreitenden Zeit verschoben sie aber diese Chance auf später. Auch wenn Fennmarin sicherlich sehr hilfreich mit sämtlichen Drowproblemen und Xanatas wäre.

Srisira lediglich bat darum dem Abt einen Brief, in dem sie Ihn um seine Hilfe bezüglich der mysteriösen Krankheit Ihres Volkes ersuchte, von Ihr zu übergeben.

Kurze Zeit später wechselten die Helden mit zwei Gith, dem Meister und sein Lehrling, die Ebene und befanden sich wieder in den Höhlen.

Fin und Rass waren inzwischen bei einem Gasthaus angekommen. Kurz vorher sind Reiter der königlichen Garde, sowie ein Gerobter eingekehrt. Da sie eigentlich auf der Flucht sind, aber trotzdem dem Fund des Tiefling melden wollten, betrat nur Rass das Gebäude und Fin blieb in Rufreichweite draußen.

Kurze Zeit später rollte ein Wagen an Fin vorbei. Gezogen von einem furchteinflößenden Ross so schwarz wie bösartig. Übertroffen nur von seinem Kutscher, der in dunklen wallenden Roben zum Eingang des Gasthauses strebte.

Vor der Tür wuchs eine schwarze Klinge aus seiner Hand. Perplex sprach der Minotaurus Ihn an nur um kurz einen Blick unter die Kapuze zu erhaschen. Wo ein Kopf sein sollte war nur schwarzer wabernder Rauch der ungefähr die Konturen eines Gesichtes annahm. 

Als der Unhold das Gebäude betrat wurde es schlagartig still, kalt und sehr dunkel. Lediglich Rass, der vorher die enorme Bösartigkeit spürte, dass es Ihm kurz dem Atem nahm, strahlte noch ein tröstliches Licht aus.

Schon begannen die Anwesenden in Todesqualen zu schreien und zu sterben. Rass rief Tyr an, zog sein Schwert und beschwor einen Mondstrahl der das Monster in knisternde Energie hüllte. Es kreischte und wurde sogleich von Fin mit seinem mächtigen Schwert attackiert. Gemeinsam bezwangen sie die Abscheulichkeit die sich in dunklen Schwaden auflöste und die gesamte Freude im Raum stahl.

Nachdem sich die Anwesenden etwas gesammelt hatten, die Verletzten versorgt, die Toten rausgebracht und zwei untote kopflose Hühner in der Küche gebannt wurden sprachen Fin und Rass mit dem Gerobten. Als Rass dem Oghmapriester das gefundene Buch zeigen wollte, griff die innewohnende Macht mit aller Kraft nach seinem geschwächten Geist und übernahm seinen Körper.

Stocksteif verkündete der Paladin jemand bräuchte ihre Hilfe und sie müßten sofort los. Eindringlich forderte er Fin auf den Würfel auszuhändigen, um kurz darauf ihn zu aktivieren und durch ein Portal in die Finsternis zu verschwinden. Hurtig folgten der Minotaurus, sowie der Oghmapriester ihm durch das Portal.

Beeindruckt von der Hilfe der Gith, die wohl schon vier Kolonien der Gedankenschinder alleine ausgelöscht haben, überlegten Ratel und Srisira, ob sie eher in Sicherheit warten, oder sich das Schauspiel anschauen sollten.

Sie wollten gerade den Gith nacheilen, als sich hinter ihnen ein Portal öffnete und erst eine, dann zwei weitere Gestalten heraus stolperten. Augenblicklich nahm die Elfe die Neuankömmling mit dem Bogen ins Visier, während Ratel eine verbale Kontaktaufnahme startete.

Die Situation entspannte sich sehr schnell. Als allerdings Rass wie besessen in Richtung der Gedankenschinder mit einem sehr verdächtigen Buch in der Hand eilte, handelten Srisira und Ratel fast Augenblicklich.

Die Druidin verschloss mit einem Erdwall den Höhlenzugang und Ratel benutzte seine Magierhand um sich das Buch aus den Händen von Rass zu schnappen, der voller Begeisterung gegen das Hindernis gelaufen war. Auch wenn der kleine Barbar nicht immer alles peilt, so erkennt er doch ein böses Buch, wenn er es sieht. Fin wollte Ihn noch packen, aber schon war Ratel an Ihnen, mit gezogenen Äxten, vorbei gehuscht und mutierte zum Reisswolf. In einer Wolke aus Konfetti und wilden Gebrüll löste sich der Diamant vom Einband und rollte zu Fin, der Ihn erstmal einsteckte.

Rass, wieder Herr über seinen Körper, hörte betrübt mit den Anderen, in welcher Gefahr sie sich gerade befunden hatten. Da der Erdwall erst am nächsten Tag weggeräumt werden könnte, rasteten sie und machten sich weiter miteinander bekannt.

Als alle ausgeruht aus Cherlys Schutzraum traten, hatten die Zwerge den Durchgang wieder frei geräumt. Vorsichtig betraten die Abenteurer das Reich der Gedankenschinder.

Sie kamen an verwesenden Versuchsobjekten der Illithiden, wie zum Beispiel einen Sturmriesen und vielen abgeschlachteten Gedankenschindern vorbei.

Irgendwann trafen sie auf die beiden Gith, die meinten, die Gänge seien jetzt befreit von lebenden Gedankenschindern, aber zum Durchqueren bräuchte man einen starken Magen.

So war es auch. Die Gänge waren verschleimt mit Hirnmasse,  sowie Leichenteilen und sie mussten durch Bäche aus Hirnflüssigkeit waten. 

Es geht weiter nach Tiefwasser…

Fliegender Goblin (Friendly Fires)

Fliegender Goblin (Friendly Fires)

Die Gruppe ist die Gänge weiter gegangen und zu einer Statue gekommen, der einem Schlangenkopf aufgesetzt wurde.

Den Gang entlang hing ein Skelett an der Wand. Neben ihm war der Schriftzug: „Sprich mit mir!“. Leider sprach sie nur Infernal und der Tiefling der Gruppe war mit sich selbst beschäftigt, da er meinte seinen Schwanz verloren zu haben und ihn deswegen jagte.

So musste die Gruppe weiter ziehen und kam an einen Bogen. Es stellte sich heraus, das dieser Bogen und der Raum von Wilder Magie durchzogen war. Wer den Bogen berührte, der wurde unsichtbar. Alle Magie die in diesem Raum gewirkt wurde, konnte zufällig schief gehen.

Nach Gründlicher Untersuchung des Raumes ging es die Gänge weiter. Sie trafen einen kleinen Stamm Goblinoide, die zu Hackfleisch verarbeitet wurden. Die Goblins spielten mit Marionetten aus Humanoiden Skeletten.

In einem Raum hatten sie zwei Schilderhälften mit den Aufschriften „Na“ und „Rett“. Über eine Große Statue weiter hinten konnte die Gruppe nichts weiter herausfinen. Sie lag zerstört am Boden.

Nach Geheimgängen in den Wänden hat die Gruppe nicht gesucht.

Neue Freunde! (Collectors)

Neue Freunde! (Collectors)

Neue Freunde! (Collectors)

Erschöpft, aber siegreich, nach der zweiten schweren Schlacht gegen die Drowblockade in den Katakomben der dritten Ebene, gönnen sich unsere tapferen Recken geschützt durch Azrok’s feiernden Truppen eine Pause.

Postels geschärften Sinnen entgeht nicht, dass Azrok sich große Mühe gibt ein Handicap zu verbergen: Es scheint fast so, als ob er nichts sehen kann. Im Vertrauen berichtet er uns, dass er einen speziellen Dolch sucht, der seinen Fluch brechen kann. Die Spur des Dolches führt nach Skullport…

Nach der Rast gilt es als Erstes die Beute der Schlacht zu verteilen. Azrok hält Wort und verlangt für sich keinen Anteil, was wir, nach einigen Diskussionen, mit einer großzügigen Spende an seine Söldner honorieren.

Eine kurze Beratung später steht fest, dass wir weiter zusammen vorstoßen werden um die Ruinen der alten Zwergenstadt Stormkuhldur endgültig den Drow zu entreißen. Ein alter Tempel des Moradin soll heute unser Ziel sein.

Ob Azroks Mannen von dem Sieg gestern beflügelt wurden oder ob sie unsere überaus großzügige Spende motiviert hat, ist schwer zu sagen aber unbestritten lässt der Kampfeswille unserer Verbündeten heute nichts zu Wünschen übrig.

Als wir weiter nach Süden vorstoßen, treiben wir die Handvoll Drowsklaven, die sich uns in den Weg stellen geradezu vor uns her. Unser Eingreifen ist hier kaum von Nöten. Als wir an eine Abzweigung gelangen, stellen wir ein paar der Golbinoide ab, damit sie uns den Rücken decken und stoßen direkt nach Süden vor… hier stellten sich uns ein paar Spinnen und weitere Sklaven in den Weg, die wir aber ebenfalls erledigen. Dann liegt der Eingang des Tempels vor uns, aber ein ungutes Gefühl zieht unsere Aufmerksamkeit zu einer Tür im Süden.

Dieser Umweg scheint eine gute Idee zu sein, denn dort finden wir neue Verbündete: Hinter der Tür befindet sich ein Zellentrakt, in dem sich anscheinend gerade eine Art Ausbruch abspielt. Es stellt sich heraus, dass dort zwei Halbelfen, eine ganze Elfe und einer von Azroks Bugbears ausgebrochen sind und alle Drow erledigt haben. Nach einigem Hin und Her schließen sich uns die beiden Halbelfen an. Noha, eine umwerfende Suneanhängerin und Naerian, dem eine Menge Schatten anhängen, werden sicher eine große Bereicherung für unsere kleine Truppe werden.

Wir wollen unsere Aufmerksamkeit gerade dem Tempel widmen, doch Noha hört hinter einer weiteren Tür im Süden Schmerzensschreie. Mehr braucht Sir Dorn nicht zu wissen und kurz darauf kommt seine getreue Ramme Betsy zum Einsatz, um die Tür zum Gangsystem im Süden der Zellen aufzubrechen.

Was folgt ist eine wilde Jagd durch mehrere Folterkammern immer angetrieben von der Aussicht den Drow wenigstens diese Opfer zu entreißen. Unsere Gegner in diesen Kammern sind erfahrene Drowveteranen und unsere Unterstützung ist inzwischen weit zurückgeblieben. Beides trägt dazu bei, dass wir hart kämpfen müssen um voran zu kommen aber schließlich erreichen wir die Kammer aus der die Schreie dringen… nur um festzustellen, dass es sich um zwei Drow handelt, die offensichtlich großen Spaß miteinander haben. Frustriert fackelt Creed eine der beiden ab und Sir Dorn setzt die andere fest. Eventuell können wir ja diese „Rettungsmission“ zumindest noch mit ein paar Informationen retten. 

Untote Ratten, Leichen und ein Badehaus (The Guardians)

Untote Ratten, Leichen und ein Badehaus (The Guardians)

Untote Ratten, Leichen und ein Badehaus (The Guardians)
Baldurs Gate

Jetzt waren wir schon ein paar Tage wieder in meiner Heimatstadt. Es lief besser als gedacht. Aber das lag wohl daran, dass die Stadt mit anderen Dingen zu tun hatte, als nach jemanden wie mir zu suchen.
Zuerst war es ungewohnt wieder hier zu sein, denn ich hatte nur schlechte Erinnerungen mit denen ich auch nach Jahren noch zu tun habe. Mein Elternhaus steht sogar noch, aber es ist sehr heruntergekommen. Oft habe ich mir vorgestellt wie es wäre nach Hause zu kommen, doch einen herzlichen Empfang hätte es so oder so nicht gegeben. Ich weiß nicht, was aus meinen Geschwistern oder meiner Stiefmutter geworden ist, aber ich will es auch nicht wissen.

In der Stadt war jede Menge los. Die Gemüter waren erhitzt, denn man durften die Stadt, wenn man sie erstmal betreten hatte nicht mehr verlassen. Anakis hatte es da gut, konnte sie doch einfach über die Mauern hinweg fliegen, aber ich fühlte mich wie damals… gefangen… es war kein schönes Gefühl und so blieb mir nichts anderes übrig, als mit den anderen weiter zusammen zu arbeiten.

Mein erster Weg führte mich, wie sollte es auch anders sein, zur der Diebesgilde. Es hatte sich einiges geändert, aber der eine oder andere erinnerte sich sogar an mich. Ich hatte versucht ein paar wenige zu unterrichten, aber Geduld ist nicht so meine Stärke und so verlief sich dann das Ganze nach einer Weile.

Gut war allerdings, dass sich die Passwörter und Zugänge nicht geändert hatten. Ja, es gab zurzeit mehr Leute die aufpassten wen oder was sie hineinließen, aber trotzdem gelang es mir mit Black Lily zu sprechen. Sie hatte ein paar nützliche Informationen zu unserer momentanen Situation, allerdings warnte sie mich auch, mich mit ihnen alleine nicht anzulegen. Eigentlich war sie der Meinung man sollte sich gar nicht mit dieser Gruppierung einlassen, aber Gold ist Gold und wenn die Bezahlung stimmte, dann war ich schnell zu überzeugen. Sie gab mir ein umwickeltes Leinentuch mit der Bitte, es zu vernichten, wenn ich es gelesen hätte.

Kultist von Myrkul
Kultist von Myrkul


Anschließend machte ich mich wieder auf den Weg zum Elfgesang. Wie so oft nutze ich die Dächer der Stadt aus, da man so, gerade im Dunkeln nicht gesehen wurde. Ich machte einen kleinen Umweg und so sah ich etwas, das ich lieber nicht gesehen hätte.

Fünf Männer schleiften gerade einen bewusstlosen Mann in eine Seitengasse. Und als dann so um die 30 untote Ratten anfingen ihn aufzufressen, wurde mir leicht übel. Doch als dann einer der Männer ohne große Probleme das Herz aus dem Mann holte, und dies obwohl er blind zu sein schien, da machte ich mich dann doch aus dem Staub. Ich brauchte etwas zu trinken…etwas Starkes, denn in der nächsten Gasse schwebte ein toter über dem Boden. Seine Haut war abgezogen und er hatte viele…sehr viele…Einstiche.

Im Elfgesang angekommen drängelte sich doch eine Halbelfe mit ihrem Halbling am Eingang vor mich. Dafür konnte ich mir aus ihrer Tasche unbemerkt ein wenig Gold nehmen. Die Getränke für den Abend waren also schoneinmal bezahlt.
Meine Mitstreiter suchten auf ihren Wegen Informationen. Und die zwei neuen stellten sich gar nicht mal so dämlich an.

Einer von ihnen, Arramior, ging alleine ins Badehaus um sich umzusehen und kam in einem Stück wieder, also war er entweder vorsichtig oder er hatte nichts getan, was Aufmerksamkeit erregte. Viel Neues konnte er allerdings nicht beitragen, da Anakis das Badehaus vorher schon gut ausgekundschaftet hatte.
Allerdings wurde er auf dem Rückweg angegriffen. Er hatte wohl Glück gehabt, dass er nicht so endete wie einer der anderen, die ich gesehen hatte. Er konnte uns nur noch sagen, dass er verfolgt wurde, aber nicht sagen von wem.

Anakis und Feaharn gingen los um herauszufinden, ob man sich vielleicht durch die Kanalisation Zugang verschaffen konnte, aber leider war dies nicht möglich. Und so kehrten sie ebenfalls in die Taverne zurück.
Anakis machte sich wohl in einer kleineren Flugform auf, um nachzusehen ob die Verfolger noch irgendwo waren, aber außer einem Kerl, der der Taverne gegenüberstand und diese beobachtete fand sie weiter nichts.

Camilla brauchte von allen am Längsten.
Sie wollte in den nördlichen Teil der Stadt. Genaueres hat sie mir nicht gesagt. Ich gehe davon aus, dass sie zu den Reichen und Adligen wollte und mich lieber nicht dabei haben wollte. Ich weiß nur, dass sie jemand bestimmten suchte, aber als sie in die Arme einer Stadtwache lief änderte sie wohl ihre Meinung. Sie versuchte ein paar Informationen zu sammeln, doch da die Stadtwache von jemand begleitet wurde, der der flammenden Faust angehörte, ging das wohl nicht sonderlich gut.


Nun saßen wir also in Arramiors Zimmer und überlegten wie es weiter gehen sollte. Zunächst überlegten wir, ob wir unseren Beobachter loswerden sollten, doch da er verschwunden war, beschlossen wir im Morgengrauen ins Badehaus aufzubrechen.

Alleine ging ich noch etwas trinken und nach meiner Meditation machte ich mich über die Dächer auf zum Badehaus. Dort angekommen sah ich jemanden genau die Stelle beobachten, die wir uns als Einstieg ausgesucht hatten. Ich konnte mich in dem Haus gegenüber gut verstecken und hatte meine Armbrust bereit gemacht. Die Wachablösung kam pünktlich vorbei und als Camilla mit Arramior angeflogen kam, ging der Anhänger von Bhaal direkt auf die Beiden zu. Mein Bolzen traf ihn ohne dass er etwas machen konnte und er brach zusammen. Schnell zog man ihn in die dunkelste Ecke und durchsuchte ihn. Er hatte interessante Dolche dabei, die Camilla mir gab.

Nach einer Weile trudelten Anakis und Feaharn ein. Geschickt öffnete unsere Druidin die Mauer des Badehauses für uns und wir stiegen eine Treppe hinab.
Obwohl ich kein Problem mit der Dunkelheit habe bin ich nicht gerne unterirdisch unterwegs. Dächer zum Flüchten sind mir dann doch lieber.

So gingen wir voran und fanden außer einer Leiche und Altare aber noch nicht weiter nützliches. Merkwürdig war allerdings, dass ich mit viel mehr Fallen gerechnet habe.

Hoffentlich bleibt es so ruhig…

Das Ende der Smaragdaugenköningin (The Iron Lions)

Das Ende der Smaragdaugenköningin (The Iron Lions)

I. Die Konversation mit „X“

Tiefwasser, die Stadt Schwertküster Faerûns trug ihren den Beinamen „Stadt der Wunder“ beileibe nicht umsonst. Dinge wie wandelnde Statuen und und Greifenreiter waren dort alltäglich. Darüber hinaus setzte sich die Stadtbevölkerung aus dermaßen vielen, unterschiedlichen Personen und Kreaturen zusammen, dass man meinen sollte, wer Tiefwasser gesehen hat, ist nicht so leicht zu verblüffen.

Gweangwen die Halbelfe hatte ihre Kindheit dort verbracht und war einiges gewöhnt, was extravagantes Äußeres anging. Dennoch stand sie an diesem Nachmittag einige Meilen von der Stadt entfernt mit zusammengekniffenen Augen da und versuchte auszumachen, was genau vor Ihr stand.

„Gwen! Starren ist unhöflich“

Ihr Kamerad, der Ex-Stadtwächter Deeca zog sie zurück auf normale Konversationsdistanz zu dem seltsamen Humanoiden, dem sie und ihre Freunde gegenüberstanden, zurück.

„Was stimmt nicht mit dem? Er sieht aus, als hätte ein Kleinkind versucht einen Menschen zu malen“.

Die Gestalt, deren Äußeres tatsächlich disproportioniert wirkte, schwang in einer Ehrfurcht gebietenden Geste seinen Umhang nach hinten und richtete seine Stimme an die Abenteurer.

„Ich nehme an, ich muss mich nicht vorstellen? Immerhin haben sich unsere Wege schon des Öfteren gekreuzt! Nun, vielmehr eure und die meiner Untergebenen?“

Die außergewöhnlich spitzen Zähne, die beim Sprechen zum Vorschein kamen, erschwerten ihm scheinbar auch das reden. Ein unüberhörbares Lispeln führte dazu, das Gwaengwen sich das Lachen verkneifen musste.

Gordon der Hexenmeister übernahm die Konversation mit einer leichten Verbeugung:

„Natürlich, wir wissen Bescheid.“

Gordon ahmte den erhabenen Gestus seines Gegenübers nach und fügte telepathisch hinzu:

„Xanathar?!“

„Ah, ich seid der, den man Gordon nennt. Sozusagen das Gehirn der Truppe.“

„Zuviel der Ehre, ich gebe hiermit zu Protokoll, dass wir so etwas wie „das Gehirn der Gruppe“ nicht gibt.

„Naja, wenn Ihr das so sagt. Nun, ich komme her – unter nicht zu vernachlässigendem persönlichen Risiko, um euch einer Frage zu stellen…“

„Nur eine? Dann seid Ihr ja fertig!“

Gordon fiel ihm ins Wort, was er nur mit einem kurzen Augenrollen quittierte, sich aber nicht aus der Fassung bringen ließ:

„… und euch – abhängig von eurer Antwort, ein Angebot zu machen:

Nun, ihr seid euch mit Sicherheit im Klaren darüber, dass ihr in den letzten Zehntagen mein Personal etwas dezimiert habt. Zuerst Jimmy Forest und Hagar in den Kanälen von Tiefwasser, dann Johnny Ramone und sein Partner in der Sternenstaubnekropole. Das erweist sich mittlerweile als eher unschön. Speziell Ramone war ein geschätzter Mitarbeiter mit einzigartigen Talenten.“

„Pfft. so’ne große Nummer war der gar nicht . Er’s gestorben wie alle anderen. Und mein Freund hier hat seinen Kumpel problemlos kaputt gemacht!“

Gwaengwen deutete auf Deeca, der mit den Schultern zuckte: „Eigentlich hat unser Mumien-Diener-Hohepriester-Schläger ihn besiegt. Er hatte übermenschliche Kräfte.“

Der Xantahar seufzte: „Ah… genau die Sternenstaubnekropole. Ich will mir gar nicht ausmalen, was ihr damit anzustellen gedenkt. Auch in dieser Beziehung wüsste ich gerne, dass ihr mir nicht in die Quere kommt, also:

II. Arbeitet für mich! … oder wenigstens nicht gegen mich.

„Könntet ihr euch vorstellen, für mich zu arbeiten?

„Ja!“

„Klar“

„wir sind nicht wählerisch, was unsere Verbündeten angeht“

„Ich glaube, ich habe schon mit schlimmeren Leuten ‚rumgehangen.“

der Auffällig gekleidete Mensch wandte sich von den Begeistert zustimmenden Abenteurern ab und griff sich mit pathetischer Geste ans Kinn:

„… Nun, wenn Ihr partout nicht wollt, sollte ich euch vielleicht…Was??! Ihr nehmt einfach so an?“

Gordon erläuterte Seinen Enthusiasmus:

„Klar, wir tragen seit Wochen fünfzehnhundert Goldmünzen mit uns ‚rum, ohne auch nur eine entfernteste Möglichkeit, sie auszugeben.“

„Ich würde es wirklich schätzen, wenn meine Bewaffnung demnächst eher auf dem Niveau meiner Kameraden wäre“ Deeca deutete auf die Kampfaxt in seiner Hand :“Ich denke schon, dass ich die Erde spalten können Sollte. Wenn ihr versteht was ich meine.“

„Aber warum habt ihr meine Mitarbeiter umgebracht? Wollt ihr nicht im Dienste der Gerechtigkeit den bösartigen Umtrieben der Xantahar-Gilde ein Ende setzen?“

Obwohl sie seiner menschlichen Gestalt nur bis zur Brust reichte, baute sich Gweangwen vor dem Xantahar auf und stemmte die Fäuste in die Hüfte:

„Hör‘ mal, Kumpel, die waren unfähig, dämlich und manche von denen total nervig. Solche Leute tendieren dazu, in meiner Gegenwart ins Gras zu beißen. Ein Mädchen kann nicht immer so viel Beherrschung an den Tag legen wie bei dem Vollpfosten da drüben.“ Sie deutete in Richtung des Heilwort-Standes, an dem Yngwie der Möchtegern-Druide sich umsorgen ließ.

„Na, wenn das so ist… ich war halb darauf aus, bis zum Tode mit euch zu kämpfen, oder Tagelang zu verhandeln…“

„Na gut, wenn du unbedingt willst: was kannst du uns denn bieten? Wenn wir uns dazu entschieden, für dich zu arbeiten?“

III. In den Neun Höllen wird über euch geredet!

„Also, wie Ihr vielleicht schon gehört habt, sind die neun Höllen unruhig, weil ein Paar Sterbliche es scheinbar auf die prominente Auftragskiller-Truppe der Teufel abgesehen hat. Im Flüsterton wird in Avernus von der „Dreivonzwölf“ gesprochen.

„Das klingt ja total bescheuert“

„Einige niedere Teufel haben Wetten darauf abgeschlossen, wer von den zwölf Assasinen als nächstes von Sterblichen besiegt wird. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass die Teufel ihre Anstrengungen vervielfacht haben, dem Entgegenzuwirken. Anscheinend haben Sie einen nicht unwesentlichen Gesichtsverlust zu befürchten.“

Ich verfüge über Möglichkeiten, um die Grenzen zwischen den Ebenen zu überwinden, entsprechend kann ich euch dabei helfen, eure Verfolger loszuwerden. Außerdem kann ich euch Zugang zu den Elementarebenen gewähren, wo sich vielleicht ein neuer Bewohner für eure Armbrust finden lässt.“

Gordon schob seine Waffe hinter den Rücken und schaute misstrauisch. Misstrauisch aber durchaus nicht abgeneigt.

IV. Wo ist Warwick?

„Weiterhin weiß ich beschied, dass ihr mit Warwick befreundet seid?

„Wer’s das?“

„Ich schließe mich Gwaen an: Wer zum Gewebe der Wirklichkeit ist Warwick?“ Helge trat zu seiner planlosen Gefährtin.

„Dione Warwick? Ehemalige Hauptaufseherin von Tiefwasser?“

Deeca nahm seinen Helm ab: „Ich werde Sie niemals vergessen. Sie ist eine großartige Frau, die mit Leib und Seele für Ihre Stadt eintritt.“

„Nun, vielleicht wird euch bei dieser Einstellung überraschen, dass sie als Hochverräterin in einem Spezialgefängnis namens Hungerloch einsitzt.“

„Nein! Wie kann das sein.?!“

„Allgemein wird davon geredet, sie sei für die Invasion verantwortlich, aber aus irgendeinem Grund fürchtet die aktuelle Machthaber einen korrekten Prozess und haben sie verschwinden lassen. Ich plane, sie in die Stadt zu bringen und ihr ein ordentliches Verfahren zuteil werden zu lassen.“

„Aus Glaube an den Rechtsstaat und die Justiz?“

„Sagen wir einfach, Leute wie Warwick sind besser für’s Geschäft, als gewisse Personen, die sich im Moment um die Ordnung in der Stadt kümmern.“

„OK, wir sind dabei, ich nehme an, ihr könnt uns auch mit Handelsdienstleistungen anbieten?“

„Natürlich, Ich nehme an, zumindest die Schurkin ist mit Skullport vertraut?“

„Klar Dicker, da schulden mir noch ein paar Leute Geld, wir schau’n vorbei , wenn wir hier fertig sind!“

„Das war ein erstaunlich produktives Gespräch. Seht doch zu, dass ihr mir bis zu eure Ankunft in Skullport nicht in die Quere kommt, und ich bereite eine kleine Shoppingtour für euch vor?“

„Du hast einen Deal!“

„Weise deine Untergebenen doch bitte an, sich erkenntlich zu zeigen, damit sie nicht aus Versehen eine verfrühtes Ableben erleiden.“

„Natürlich. Nun, meine Arbeit hier ist getan.“ Er sprach mitden beiden Riesen, die bei ihm standen. „Ich nehme an, ihr werdet keinem Rabatt auf eure Dienste zustimmen, weil es nicht zu Gewalt gekommen ist?“

V. Shirell hat sich was überlegt – und Pommes gebunkert

Der Betrachter in Menschengestalt machte sich mit seiner Leibgarde auf und verließ das Lager. Eugen wandte sich zusammen mit seinen Gefährten wieder in Richtung von Shirells Zelt, wo sich mittlerweile eine kleine Traube von Menschen versammelt hatte.

„Er hat Recht, wir sollten mal schauen, was die Riesenschlange macht.“

Sie gingen zur Behausung des Erzdruiden. Auf dem stieß ein Elfenkind zur Gruppe, mit dem Gwaengwen scheinbar schon bekannt war.

„Da, für dich, Tante!“

Ein junges Elfenmädchen mit geflochtenen, braunen Zöpfen reichte Gwengwen eine Tüte frittierter Kartoffelspalten.

„Wow, gute Arbeit, wo hast du du die denn her?“

Das Kind lachte verschmitzt.

„Hah, du hast noch einiges vor dir, geh, und übe die Sachen, die ich dir gezeigt habe!“

„Ja, Tante“

„Guckt euch das mal an, anscheinend hat Shirell Freunde gefunden!“

Am Zelt des Druiden hatte sich eine kleine Menge von Personen zusammengefunden. Deutlich zu erkennen war der Erzdruide Shirell mit seinem Geweihelm und den Feder-Schulterpolstern. Im gegenüber stand ein kräftiger Mensch mit braunen Haaren, die in wilden Stacheln von seinem Kopf ab standen. Er war nur mit einem Lendenessschurz und mehreren Gürteln, die seinen Schulterpanzer und seinen Umhang hielten, bekleidet.

Der Fremde schien zum Rest der versammelten Druiden zu sprechen. In dem Moment, in dem die Abenteurer in Hörweite kamen, beendete er seine Rede. Dem Gesicht des Mannes war anzusehen, dass diese nicht den erwünschten Effekt auf seine Zuhörerschaft hatte: Die Druiden, die sich um ihn und Shirell versammelt hatten, blickten zu Boden und scharrten nervös mit den Fußspitzen im Rasen des Lagers.

„Niemand? Es ist wirklich wichtig, dass…“

Shirell legte Ihm die Hand auf die Schulter und deutete in Richtung der Abenteurer, die sich in die kleine Versammlung eingereiht hatten.

„Vielleicht haben wir soeben jemanden gefunden, der unsere Bürde bereit ist zu tragen. Diese tapferen Krieger hier waren es, die dem verdorbenen Geist schon einmal die Stirn geboten haben. So Mutter Erde es will, streben sie vielleicht noch immer die Läuterung unseres Elementargeistes an?“

„Nö, lass mal stecken, Geister sind gruselig“

„Ich glaube er meint die Schlange“

„Oh, die? Ja, die müssen wir irgendwie kleinkriegen, immerhin haben wir die praktisch freigel…“

„Helge und Deeca traten zwischen ihre Kameradin und den Erzdruiden und schnitten Gwaengwen das Wort ab:

„Wir würden euch gerne helfen, nur leider fehlt uns die Mittel, den Geist von seiner Besessenheit zu erlösen“.

Die Abenteurer vernahmen ein kollektives, erleichtertes Ausatmen der gesamten Druidengruppe.

„Dafür haben wir einen Plan entwickelt, Seht euch das an:“ Shirell strich über seinen Bart und deutete auf einen Baumstumpf, der sich in der Nähe befand. Darauf lag ein simpler Ledergurt mit einer etwas ausgefallenen Schließe.

„Der Gurt der einvernehmlichen Trennung“.

„Cool, was tut das?“

Helge ergriff das Wort:“Wenn ich mich recht entsinne, ist es ein starker inhärent-korrelativer antikollagener Zauber. Beim Anlegen wird die Metaphorisch-Metaphysiologische Ladung in Ihre einzelnen polaren Extrema de-inkludiert und geneativ hyperrealisiert.“

„Sprich deutsch, du alter Knacker!“

„ Man kann damit eine Kreatur, die mehrere Seelen beherbergt in einzelne Körper für jede Seele aufteilen.“

„Das wäre genau das, was wir brauchen.“

„Genau, wir hatten nur einige Probleme damit, Freiwillige zu finden, um den Gegenstand zu benutzen.“ Der Druide ließ einen vorwurfsvollen Blick über die Druiden schweifen, bevor er mit dem Kopf in Richtung des Lagers deutete. Die versammelten Personen ließen sich nicht zweimal auffordern und eilten eilig davon.

„Die Welt der Druiden wäre euch auf ewig dankbar, wenn ihr uns diese Bürde abnehmen könntet.“

VI. Die Abenteurer Passen den Gurt auf ihren Gegner an

„Ist ja nicht so, das uns der Wille fehlt, aber es handelt sich bei unserem Gegner um eine Schlange von vielleicht 30 Fuß, wie soll das denn passen?“ Gordon schritt um den Gurt herum und legte die Finger ans Kinn.

Der Druide im Lendenschurz, der einzige der ursprünglichen Kongregation, der nicht die Flucht ergriffen hatte, trat an ihn heran:

„Wir verfügen nickt über das arkane Wissen, um ihn anzupassen. Der Plan war es, einfach ein schmales Stück am Schwanzende zu nehmen?!“

„Hat hier jemand ‚arkanes Wissen‘ gesagt?“

„Genau, Helge, wir schauen uns an, was wir damit tun können.

„Nein wirklich, ich habe ncihts verstanden, hat es jemand gesagt?“

Die beiden Zauberkundigen schafften es tatsächlich mit etwas herumprobieren, der Ledergurt so weit zu dehnen, dass dieser etwa den Umfang einer Tonne hatte.

Dann sind wir wohl mal wieder unterwegs!

Tschau mit V ihr Baumschmuser!“

Die Abenteurer wandten sich mit dem Riemen in der Hand von den Druiden ab und begaben sich einmal mehr in Richtung Monstersumpf.

VII. Die Bewohner der Sumpfruinen

Die Schritte von vier Abenteurern hallten durch die vergessenen Korridore der Ruinen des Monstersumpfes, bis sie den Raum erreicht hatten, in dem zuvor auf die Riesenschlange getroffen waren. Ein riesiges Loch klaffte in der Wand. Nachdem die Abenteurer den Tunnel, den ihre Beute hinterlassen hatte, einige hundert Fuß verfolgt hatten, betraten sie einen Raum, der aus gemauerten Steinen bestand.

Deeca begab sich zur Mauer hin und legte eine Hand auf die Fugen Wand.

„Ohh, seid mal alle ruhig! Unser Zwerg redet mit den Steinen!“

Der ehemalige Wachmann ignorierte die Neckereien seiner Kameradin und begann seinen Gefährten zu berichten:

„Die Steine sind nicht aus dem Gestein gehauen, es sind echte Fugen, in denen sich Abrieb gesammelt hat. Von außen ist davon fast nichts mehr zu erkennen, also ist das Gemäuer eher alt. Da aber wenig Fremdstoffe in den Fugen sind, bezweifle ich, dass die Erbauer in der letzten Zeit hier waren. Die Oberflächen sind leicht abgerieben. Hie wurde wahrscheinlich… geputzt?

„Geputzt? Ist das Abrieb von der Schlange?“

„Nein, das waren Werkzeuge zum Steinpolieren, mineralische Schleifeisen. Der Regelmäßigkeit nach zu urteilen keine Zwerge, aber sorgfältig gearbeitet.“

„Also lebte hier Jemand, als die Schlange durchgerauscht ist?“

„Mit Sicherheit“

„Puh, ich schau mich mal weiter um, wollen wir dann mal die Geheimtür da hinten untersuchen?“

Gwaengwen deutete in eine angrenzenden Gang. Hier drüben ist auch eine.“

„Wow, die findet so was fast besser als du.“

Helge tätschelte Deeca auf den Kopf.

„Das Überleben unserer Gemeinschaft ist kein Wettbewerb. Die Elfe erfüllt ihre Aufgaben genau wie ich so gut sie kann.“

„Voila: Geheimtür… offen!“

Die Abenteurer blickten an den Rand der eben im Felsen verschwundenen Tür in den dahinterliegenden Raum.

Sie erblickten einen kleinen Humanoiden mit grauer Haut. Ein Tiefengnom oder Svirfnelblin. Als er die Fremden erblickte, hielt er sich die Finger an die Schläfen.

Alle zuckten zurück und traten einen flinken Schritt aus der Türöffnung, als die Luft vor Energie flirrte und eine Woge aus schmerzhafter psychischer Energie sie knapp verfehlte.

„Sagt mir wer Ihr seid oder ich werde eure Hirne von innen nach außen drehen!!“

„Haltet ein, edle Kreatur!“ Wir sind nicht hier, um euch zu schaden!“

„Habt ihr eine große Schlange hier durchkommen sehen? Sie müsste etwas weiter vorne durch eure Behausung gekommen sein.“

„Aha…Abenteurer. Ich nehme an, ihr wollt die Monster der Gerechtigkeit zuführen und mit eurer ruhmreichen Gewalt zur Stecke zu bringen?“

„Naja, wir haben hier so’nen Gürtel, aber Gewalt war euch Teil unseres Plans.“

„Dann geht doch bitte weiter. Den Gang herunter ist unser – ehemaliger – Gebetsraum.“

„Was macht ihr eigentlich hier unten?“ Gordon hatte bemerkt, dass sich weiter hinten im Raum weitere Tiefengnome aufhielten. Allem Anschein nach Jüngere und Kinder.

„Wir überleben. – Da sind wir gut drin. Ein Teil davon ist es auch, sich nicht unnötig mit dubiosen Fremden gemein zu machen.“

„Hör mal!“

„Und als die Schlange hier durch ist, habt ihr eich entschieden, hier zu Überleben?“

„Das Unterreich ist kein Spielplatz. Einige unseres Stammes wurden von finsteren Einflüsterungen dieser Kreatur davon überzeugt, sie anzubeten. Ich zog es vor, hier auszuharren, bis die Gefahr vorüber ist. Wenn Ihr so gut wäret, mich meiner Kontemplation zu überlassen?“

„OHH. Der macht mich verrückt, ich brech‘ jetzt da drüben die Tür auf, das macht vielmehr Spaß, als mit dem ollen Langweiler hier weiter Freundlichkeiten auszutauschen.“

Gwaengwen wandte sich ab und begab sich in die steinernen Gänge, die bis vor kurzem die Heimstatt der Svirfnelblin waren.

Deeca fragte den Gnom, der immer noch mit verschränkten Armen grimmig dreinblickte:

„Könnt ihr uns Helfen? Wir müssen zur Schlange durchkommen und ihr diesen Gurt anlegen.“

„Ich würde es Vorziehen, keine weiteren Stammesmitglieder zu verlieren. Wir bleiben hier.“

„Was könnt Ihr uns über dieses Gemäuer sagen? Ihr wart nicht die ersten, die hier gelebt haben, oder?“

„Nein, wir waren auf der Flucht, nachdem unsere Stadt von den Drow dem Erdboden gleich gemacht wurde. Lange Zeit irrten wir durch das Unterreich. Wir kämpften gegen Erdkolosse und Ilithiden. Als wir diesen Ort fanden, war unsere Odysee für einen kleinen Moment zur Ruhe gekommen. Aber nichts Gutes ist von Dauer, daher überrascht es mich nicht, dass auch hier unser Leben eine Ansammlung von Leid und Furcht ist.“

Von außerhalb des Raumes war das Geräusch einer sich öffnenden Steintür und kurz darauf Gwaengwens Stimme im Plauderton zu vernehmen:

„Ich sage, ihr lasst den Langweiler langsam mal stehen und checkt mit mir diesen Raum hier drüben. Da is’n Toter drin.“

Deeca nickte wissend:

„…einer der früheren Bewohner, wahrscheinlich. Es ist durchaus möglich, dass hier mal ein Zauberer gelebt hat.“

Gweangwen hatte einen verborgen Eingang zu einem kleinen Alkoven gefunden, in dem ein menschliches Skelett lag. Der größte Teil der sterblichen Überreste war stark verfallen, doch ein sternenbesetzter Hut auf dem herab baumelnden Schädel war erstaunlich sauber und intakt.

„Ein Zaubererhut, wie schön! Ich bin ein Zauberer, der Hut ist für mich!“

Mit nie zuvor gesehener Agilität riss Helge dem Skelett die Kopfbedeckung herunter und setzte sie sich selbst auf.

„Du weißt schon, dass du magische Gegenstände auch identifizieren kannst? Was wenn es ein ‚Zauberhut des Tatterige-alte-Zausel-Verschlingens‘ gewesen wäre?“

Gordon war kurz einen Schritt zurückgetreten, als Helge den Hut aufgesetzt hatte und hatte einen unmissverständlich erleichterten Gesichtsausdruck aufgesetzt.

„Du bist ja bloß neidisch, weil du kein richtiger Zauberer bist.“

Gordon hob die Augenbrauen, kratzte sich am Kopf und trat zu Gweangwen heran, die sich bereits an einer anderen Wand zu schaffen machte.

„…wieder eine Geheimtür?“

„Naja, ‚geheim‘. Das Schlüsselloch war nur hinter ’nem Felskeil verborgen. Wer so was als Geheimtür bezeichnet, der denkt auch Buntbartschlösser sind keine Einladung zum Einbruch. Ta-Dah: Kinderspiel“

Die Elfe stemmte ihren Stiefel gegen die Felswand und verpasste ihr einen Stoß, so dass ein Teil von etwa der Größe einer Tischplatte sanft nach hinten glitt und den Zugang zum dahinterliegenden Raum freigab.

VIII. Der Gebetsraum in der Smpfruine

Die Abenteurer vernahmen einen leisen, monotonem Gesang , als die den Raum betraten. Einige Säulen trugen die massive Steindecke. Die Wände waren wie die anderen in der unterirdischen Behausung der Svirfnelblin abgeschabt und glatt. An der Stirnseite der Halle befand sich ein steinerner Altar, auf dem sich die Urschlange zusammengerollt hatte.

Es befanden sich zudem sechs weitere Tiefengnome in der Halle. Die drei, die sich um die Schlange versammelt hatten, beachteten die Abenteurer nicht und gaben weiter ihre eintönigen Gesänge von sich. Unter ihnen war auch eine etwas weniger schäbig gekleidete Gnomenfrau.

Sie erwies sich kurz darauf als die Anführerin, als sie drei der anderen Gnome befahl, die Eindringlinge zu attackieren. In dem Moment, in dem die drei Gnome aufhörten zu beten, bäumte sich die riesige Schlange unruhig auf.

Die Gnomen-Anführerin versenkte sich wieder in ihr Gebt, woraufhin das gigantische Reptil an Konzentration gewann und die Neuankömmlinge fixierte.

Gordon, Deeca, Gwaengwen und Helge drängten sich noch immer im Eingang der Halle, als die aufgebrachten Svirfnelblinch sich ihnen zuwandten und Wellen psychischer Energie auf sie abfeuerten. Kurz darauf begann die Riesenschlange, den Boden um sie herum mit aus Ihrem Schlund hervorgebrachter Säureschleim in einen tödlichen Spießrutenlauf zu verwandeln.

Mit einer eleganten Flugrolle überwand Gweangwen den Abstand zur eine naheliegenden Säule und attackierte ihren Widersacher. Ihre Gefährten positionierten sich so gut es ging außerhalb der Sichtweite der Schlange, um den Säureklumpen zu entgehen, die diese weiter in Richtung der Abenteurer spuckte. Die Geschosse hinterließen mehr und mehr ätzendes Sektret auf dem Boden, während die Swirfnebli sie mit von fanatischem Eifer geschärften Zähnen und Klauen angriffen.

„Das wird so nix, bevor wir die Bubis hier alle gemacht haben, stehen wir bis zum Bauchnabel in Säure.“

Gwengwen tänzelte weiter zwischen den Gegnern umher, musste sich aber bremsen, um nicht in ätzenden Schleim zu treten.

„Der Gürtel! Einer von uns muss sich freikämpfen und den Gürtel anlegen. Wo ist der Zauberer?“

Sie blickten sich um und realisierten das Helge sich aus dem Raum teleportiert hatte.

„Der bereitet hoffentlich was Großes vor.“

IX. Das Ende der Smaragdaugen-Königin

„Drauf können wir nicht warten.“ Gordon sprach eine Zauberformel und deutete auf die Sclange.

Das gigantische Reptil wich kurz zurück, als die magische Energie seine Bewegungen lähmte. Schon die nächste Windung gelang der Schlange nicht mehr, sie erstarrte innerhalb weniger Augenblicke verharrte daraufhin reglos auf dem Altar.

Als sich die letzten braunen Schuppen in das matte grau einer Steinstatue verwandelt hatten, begannen die Tiefengnome, die Köpfe zu schütteln und sich aus ihrem Wahn zu erholen.

In diesem Moment schritte Helge in den Raum

„Überraschung!!“

Mit den Händen hatte der Magier eine Kugel aus rotglühender, leuchtender Energie geformt und warf sie in die Mitte des Raumes, wo Sie in einem kugelrunden Inferno explodierte und die Svirfnelblin von den Füßen riss.

Gwengwenn hatte einen Schritt zurück gemacht und war dem dröhnenden Knall und der glühenden Hitze entgangen:

„Wow, das war unnötig.“

„Aber eindrucksvoll!“

„Konzentration, die Gefahr ist noch nicht vorrüber“ Deeca wies auf die Schlange und die Gruppe lief an den benommenen Gnomen vorbei, um der riesigen Statue den Gurt um den Schwanz zu legen.

Als die Schnalle des Gurtes der Trennung geschlossen wurde, begann die Magie des magischen Gegenstandes zu wirken und die weibliche Gestalt, die in der Stirn der Riesenschlange eingelassen war, stürzte aus dieser heraus und nahm auf dem Boden vor den Abenteurern eine eigene Form an.

Die Kreatur glich von Ihrer Silhouette einem Humanoiden, die Haut aber war aus einem ständigen Flux von Schuppen und Sternenstaubnekropolen- Perlmuttgestein durchsetzt. Es war offensichtlich, dass die Königin um ihre Existenz auf dieser Ebene zu kämpfen hatte.

Die Abenteurer warfen sie zu Boden und machten dieser Existenz mit Axthieben und Stichen kurzerhand ein Ende.

„Hm.. einfacher als gedacht“

„Ihre Form war an ihre Anbeter gebunden. Davon waren keine mehr übrig.“

Die Abenteurer vernahmen ein Geräusch hinter sich, als die Riesenschlange sich von der Versteinerung erholte und ihren großen, geschuppten Kopf auf ihre Höhe absenkte.

Der Erdgeist kommunizierte mit ihnen in der Sprache der Natur selbst. Kein sterbliches Wesen kann beschreiben, was die Helden in diesen Momenten hörten und fühlten, aber nachdem es vorbei war und der Körper der Urschlange zu Erde verfallen war, die von einem plötzlichen Windhauch zerstreut wurde, wussten sie, was sie im Austausch gegen die Befreiung des Erdgeistes erhalten hatten: Das Wohlwollen und die Gastfreundschaft der Elementarebene der Erde.

Und wie sie den Weg aus den Katakomben zurück zu Oberfläche machten, dachten sie an Ihre Errungenschaften.

Gwaengwenn dachte darüber nach, wie sie verhindern konnte, dass ihre Gruppe noch einmal mit dem Tiefengnom spricht. Am Ende fragen die den Langweiler noch nach seinem Namen. Bloß weg.

Helge dachte darüber nach, ob er das nächste Mal Bescheid sagen sollte, bevor er Großflächige Zerstörung in direkter Nähe seiner Gefährten entfesselt. Nein, Gwaengwen hatte den Feuerball so einfach überstanden. Das wird schon gut gehen.

Gordon überlegte, ob das Wohlwollen eines Erdgeistes in irgendeiner Weise mit seiner Verbindung zu seinem Patron intervenieren könnte. Er konnte sich aber nicht vorstellen, dass dieser eifersüchtig ist.

Deeca freute sich darauf, Hautaufseherin Warwick wiederzusehen. Wen der ganze Wahnsinn der letzten Zehntage eine Person nicht erreichen kann, dann sie. Hoffentlich. Hungerloch klang irgendwie doch eher unangenehm.

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