Ins Hause Vanthampur (Guardians)

Ins Hause Vanthampur (Guardians)

Feaharns Tagebuch

18. Flamerule

Wir machen uns auf zum Anwesen der Vanthampurs. Maevina verschwand mal wieder in der Dunkelheit. Vermutlich wird sie über die Dächer geklettert sein. Arranior und Camilla diskutierten noch, wie wir an den Wachen vorbei kämen ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Anscheinend war Camilla sieben Jahre im Kult der gelben Rose. Letztlich war die Diskussion doch ziemlich müßig, die Wachen ließen uns nämlich, wenn auch neugierig, beim Anblick unserer Siegel passieren.

Wir erreichten das Anwesen. Drinnen streiten Thurstwell, Amrick und Thalmara über einen Brief. Anakis versucht Feuer zu legen, doch wird es von einem Imp gefressen. Ein weiterer Imp in einem Busch wird ausgeschaltet, bevor er einen Mucks machen kann. Wir versuchen auf die Rückseite des Hauses zu kommen, doch Anakis stolpert und alarmiert die Wachen. Gerade noch rechtzeitig kann Camilla sie mit einem Zauber vertreiben. In der Küche unterhält sich derweil Thalmara mit Gabery DeVellen, vermutlich der Koch der Familie.

Auf der Rückseite diskutieren wir, wie wir das Dach erklimmen sollen, schließlich klettern Arramior und ich nach oben. Während wir noch ein Seil herunter lassen, fliegt Camilla Anakis nach oben. Durch die vergitterten Fenster sehen wir ein Schlafzimmer und ein Ankleidezimmer. Da in der Ankleide ein Imp schläft, beschließen wir über das Schlafzimmer ein zu steigen. Anakis löst mit einem Stoneshape die Verankerung der Gitter und wir brechen das Fenster auf. Das Schlafzimmer gehört offensichtlich Thalmara ist aber sonst nicht weiter interessant. An dem Imp in der Ankleide schleichen wir vorbei in Richtung Flur. Die Wache am Ende des Ganges scheint eingenickt zu sein, so kann Arramior sich anschleichen und sie betäuben. Sobald sie gefesselt ist, streife ich mir ihren Wappenrock über und nehme ihren Platz ein. Die anderen verstauen den Bewusstlosen in einem Zimmer, vermutlich in Amricks.

3 Tage wach (Shield of Light)

3 Tage wach (Shield of Light)

Während Arabella und Yggdra ihre kleine Orgie bis in den morgen feierten, strahlten Lathanders erste Sonnenstrahlen des Tages auf die nun schlafende Hara hinab.
Die Dragonborn kämpfte ausdauernd gegen Ihre Müdigkeit, doch ohne gewisse Hilfsmittel musste Sie dem Ruf der Natur nachgeben und rollte sich neben Maduin auf eines der provisorischen Betten, während der Heiler den Adligen versorgte.

Das magisch generierte Enema rettete dem Bewusstlosen vermutlich das Leben und der Kleriker Lathanders arbeitete hart, um seinen eigenen Maßstäben gerecht zu werden.

Als der Morgen vollends Anbrach und selbst die Musik in der Villa nun eingestellt wurde und die Bediensteten sich daran machten, das absolute Chaos der hochgeborenen Schweinebande von verzogenen Nobelskindern zu beseitigen, wurden nun endlich auch Yggdra und Arabella vor die Tür gesetzt.
Während Arabella sich zwischenzeitlich an einem Baum entgiftete, war Yggdra so aufgewühlt, wie ein dreijähriger mit ADHS der sein Ritalin nicht bekommen hatte, dachte sich Maduin.
Zumindest hatte er noch klaren Verstand, um einen Wagen zu besorgen, den die beiden Feierwütigen Schnapsleichen energetisch zur Taverne schoben – ein Hoch auf den Hochlandschnee!
Maduin fühlte sich wie ein Sklaventreiber, der die feierwütigen Nichtsnutze einen Schritt nach dem nächsten tätigen ließ – andererseits waren sie so wenigstens zu IRGENDETWAS nützlich, da sie nicht nur den besorgten Hochlandschnee verschwendet haben, sondern nicht einmal brauchbare Informationen besorgt haben!

Das ernste Wörtchen konnte jedoch warten, bis alle wieder wach und bei Verstand waren.
In der Taverne angekommen beförderte er die 3 unter die Treppe – Yggra wollte anscheinend weiter bei Arabella bleiben, um Socken zu stopfen – Maduin hatte jedenfalls für diese Nacht genug von dieser Gurkentruppe.

Schnaubend stapfte er zu seiner Unterkunft und ließ sich ein heißes Bad bringen und schrubbte sich mindestens eine halbe Stunde in jeder erdenklichen magischen sowie nichtmagischen Weise ab – so dreckig hatte er sich noch nie gefühlt, seit er in dieser fremden Welt gelandet war.
Und so schlief er bis in den Abendstunden, um sich der Erschöpfung und den Wirkungen des Hochlandschnees zu entledigen.

Als er später zur Taverne zurück kam, sah er die Elfe sowie Yggdra schlafen – offenbar ineinandergeschlungen und in ihren Suden und Säften und dem Gestank von Sex  – der Anblick erregte Übelkeit in ihm und so reinigte er die beiden mit einem Cantrip, sodass sie beim Erwachen keine derart jämmerliche Erscheinung als seine Gefährten abgeben mögen.

Hara war jedoch wach und die beiden subsummierten das Gelernte:
„Der Hochlandschnee wird durch den Tempel des Cyric vertrieben und die Stand von ‚Wiegald von außerhalb‘ beliefert. Das Handelshaus ‚Scatterhawk‘ steckte in der Produktion mit drin, die Herkunft des Hochlandschnees ist höchstwahrscheinlich in einem der Anbaugebiete der Adligen verborgen.“

Mit diesem Wissen gingen Maduin und Hara zur Stadtwache, um Hauptmann Gendion hiervon zu berichten.
Dieser lies den Bericht direkt verschriftlichen und händigte ein Schreiben für die Entgegennahme der Belohnung aus – eine magische Waffe aus der Waffenkammer der Stadtwache. Weiterhin erhielten die beiden ein Abzeichen als „Ehrenmitglieder der Stadtwache“, welches bei Bedarf für zukunftige Aufträge genutzt werden konnte.
Bezüglich der Freisprechung Maduins bot Gendion an, dies zu belassen, wie es derzeit war, um ggf. zukünftige Zusammenarbeit dahingehend auszunutzen.
Widerwillig willigte Maduin ein und Hara und er erhielten Informationen zu einem weiteren Auftrag im Königswald, außerhalb der Stadt, bei der Siedlung „Arabel, wo Goblins und Orks sich in alten Ruinen niedergelassen hatten – mit einer Belohnung von 100-1000 Gold je Kriegsbanner.
Die beiden Söldner berieten sich kurz und teilten mit, dass sie dies mit dem Rest der Party besprechen würden und die Belohnung am Tage holen kommen würden.

Zurück in der Taverne unterhielt sich Hara mit ihren befreundeten Drachengeborenen, welche den Königswald bereits kannten und sich unter der Führung Hara’s anschließen wollten während Maduin bis zum Erwachen der beiden Partymäuschen in seinem Gebetsbuch las (Das aus seiner Sicht eher wie die Geschichte eines Videospielprotagonisten klang und die mit Abstand aufregendste Freizeitbeschäftigung abseits von Drogen und Orgien darstellte).

Als Arabella schlaftrunken zum Barkeeper schlurfte, trank sie doch tatsächlich den hochprozentigen Brandschnaps und man konnte sie sprichwörtlich Feuer spucken sehen, wie es sonst nur ein Drachengeborener konnte – sie war wach.

Als Yggdra nach ein paar Versuchen nun mit pochendem Schädel auch wach wurde, stellte Maduin die beiden zur Rede – was die absurdeste Situation zur Folge hatte:
Nicht nur die bodenlose Verantwortungslosigkeit der beiden fiel unter dem Tisch, sondern auf die teils unangemessenen sexuellen Akte während des Auftrags angesprochen stürmte die Elfe aus der Taverne und der Mensch ihr hinterher (der scheinbar aufgrund des gesamten Drogenkonsums Erinnerungslücken hatte).

Man sollte meinen, eine über 100 Jahre alte Elfe hätte genug Lebenserfahrung, mit derlei Situationen umzugehen aber scheinbar war die Elfe behüteter aufgewachsen als ein Goldenes Ei einer Henne während der Brutzeit.

Zwar konnte ein ernsthaftes Gespräch später die Wogen glätten und man entschied sich gemeinsam, den Auftrag im Königswald anzunehmen, doch die Hoffnung, die Gruppe an den Erfahrungen wachsen zu sehen, wurde offen kommuniziert.
Auch die Belohnung wurde offen kommuniziert, das Gold sollte fair in der Gruppe aufgeteilt werden, doch die Waffe aus der Waffenkammer wurde der Elfe überlassen, die während dieser Mission wortwörtlich vollsten Körpereinsatz gezeigt hatte.

Arabella entschied sich für eine Magische Armbrust, die der Waffenmeister ihr erklärte, während Maduin sich mit einem der Stadtwachen zum Kerzenlichtdinner verabredete.

In der Nacht vor dem Aufbruch erwachte Maduin, der ein letztes Mal vor Verlassen der Stadt im Sinne der Gruppe handeln wollte, um die Beobachter aus dem Untergrund auf eine falsche Fährte zu locken.

Der Versuch Maduins endete darin, dass er zum Hafen floh, bei dem seine Verfolger ihm einen Sack überstülpten und er nach einem dumpfen Schlag das Bewusstsein verlor.
Er konnte nur hoffen, dass seine Gruppe ihn finden würden, solange er noch in einem Stück war. Ihm sollte später der Schädel pochen, wie bei einem Kater…

Dem Namen nicht gerecht werdend! (The Firendly Fires)

Dem Namen nicht gerecht werdend! (The Firendly Fires)

Dem Namen nicht gerecht werdend! (The Firendly Fires)

Ausnahmsweise war es, dass die Gruppe ihrem Namen keine Ehre macht. Dem Lichte Balders weiterfolgend schritten wir voran dem Herzen der Hallen näher, wo wir erhofften Trissa zu stellen. Doch bevor wir ankamen, an den großen Toren, mussten wir mehrere Bestien und Drows niederringen.

Niemand war gestorben dabei. Nun dafür habe ich auch gesorgt. Das Leben Balder’s war mit uns! Doch verwunderte es mich zutiefst, das diese Haudraufs es geschafft hatten, die Gegner statt sich selbst oder, Balderbewahre, ihre Verbündeten zu treffen.

Die Großen Tore der Halle vor uns auf bauend bezogen wir, mit den Goblins an der Seite und den Ballisten im Rücken, Stellung und harrten der Dinge die uns hinter dem Tor erwarten würden!

Die Jäger, die ich rief! (The Guardians)

Tagebuch einer fahrenden Priesterin, Baldurs Tor

Wir hatten beschlossen, die Low Lantern und Amrik erstmal in Ruhe zu lassen. Wer weiß, wozu uns das ganze nochmal nützlich sein wird. Wir haben beschlossen, den einen Sohn von Lady Vanthanpur ausfindig zu machen und ihn vor Gericht zu stellen. Einem Gericht, was niemand verhindern kann, wenn er vor Kelemvor steht. Wenn Ihr diese Zeilen lest, so bedenkt, dass ich einiges nur aus zweiter Hand erfahren habe.

Was passiert, wenn ein Teufelchen auf ein Schwarm Insekten trifft?

Da muss ich kurz erwähnen, dass Anakis das Anwesen der Vanthanpurs auskundschaften wollte. Doch was ich Euch jetzt erzähle, weiße ich auch nur aus der Erzählung der betreffenden Dame. Als ein Schwarm Insekten hatte sie sich in das Anwesen begeben. Wollte auskundschaften, ob sie weitere Informationen herausfinden könnte. So kam sie nach einiger Zeit in ein Arbeitszimmer an. Mit einer Wache davor. Doch diese beobachtete unsere junge Druidin. Und als sie in der Nähe von, vermutlich, wichtigen Dokumenten kam, erwachte der steinerne Wächter zum Leben. Doch Anakis konnte fliehen. Dem Kampf ausweichen. Und sie folgte den Gängen. Bis sie eine Treppe sah und auch ein neuen Raum. Was das für ein Raum war? Das konnte mir keiner sagen. Aber sie hat das Interesse eines Teufelchens erweckte? Was es für eines war, wollt Ihr wissen? Ich war nicht dabei, also kann ich es Euch nicht sagen. Das Teufelchen wollte sich den Schwarm Insekten schnappen. Mit diesen Spielen, aber Anakis hatte sich gewehrt. Doch das Schicksal war ihr nicht hold. Eine magische Flasche hatte sie in sich aufgesaugt und das Wesen aus den niedrigen Ebene flog los. Raus aus dem Anwesen und über den Hafen. Sein Ziel war ein Portal, um die Flasche mit Anakis durchdieses in die Tiefen der Hölle zu befördern. Doch aus einem Reflex heraus stellte sie sich Tod. Das war ihr Glück. Das Teufelchen flog mit ihr zum Wasser und unter Wasser öffnete es die Flasche, welches Anakis als Chance nutzte, um zu fliehen. Später trafen wir in der Taverne Elfenlied wieder.

Der Schatten im Schatten

Auch Maevina hatte sich vorgenommen, sich das Anwesen mal näher zu betrachten. Wie sie dort reingekommen ist und welche Räume sie entdeckt hat? Das weiß ich nicht. Ihr wisst ja, dass Lady Maevina sehr verschwiegen ist, was ihre Arbeit betrifft. Doch sie hat rausgefunden, dass die Familie Vanthanpur ein Essen hat. Ein Essen, wo sich alle aus der Familie treffen sollten. Einige Zeit vorher hatte Maevina eine spezielle Zutat für das Essen organisiert. Diese Zutat verteilte sie in das Essen für die Familie leuchtete ein. Das Essen vergiften und Zwietracht in der Familie sähen. Zumal Maevina noch ein etwas gefunden hatte. Ein Schriftstück? Es hängt mit dem Essen zusammen und mit der Frage. Können wir die Familie entzweien? Ich weiß es nicht. Seit ich wieder ins Leben zurückgekehrt bin, habe ich manchmal Probleme mit meinen Erinnerungen, aber ich vertraue ihr.

Der Waldläufer und die Priesterin

Eine Stunde nachdem Anakis aufgebrochen ist, haben wir uns gewundert, wo sie bleibt. Zusammen mit Arramior machte ich mich auf den Weg zum Anwesen der Vanthanpurs. Durch die Münze von der flammenden Faust war es uns möglich in die Oberstadt zu kommen. Angekommen sahen wir uns bei dem Anwesen um. Wir beobachteten die Wachen. Den Rhythmus und wie sie gehen. Plötzlich hörten wir ein Schreien. Jemand wurde gefoltert. Von der Tonlage her war es nicht Anakis. Das war beruhigend. Doch wo war sie? Mit einem Zauber sah ich mich um. Er hatte eine hohe Reichweite und doch konnte ich sie nicht erkennen. Also war sie nicht mehr hier. Wir blieben noch eine Weile und beschlossen dann, zurück in die Elfenlied Taverne zurück zu kehren. Dort die anderen zu treffen. Auch Faeharn trafen wir dort wieder und mit Maevina und Anakis fingen wir an, unseren Plan zu schmieden. Wie wir auf das Anwesen eindringen können und den Dämonenbeschwörer ausfindig machen zu können. Durch die besondere „Zutat“ und einem gefälschten Schreiben will Maevina Zwietracht sähen. Dies wollen wir nutzen, um unserer Zielperson näher zu kommen. Ich schwelge kurz in Erinnerungen. Von vor rund 100 Jahren früher. Und ich stelle fest, dass die Scheiße von damals immer noch im Reich der Lebenden ist. Nur in einem anderen Gewand. Und wie so oft frage ich mich, was der Morgenfürst von mir eigentlich will? Manchmal hat er einen sehr seltsamen Sinn für Humor. Diesen Gedanken schob ich beiseite. Denn die Jagd ist eröffnet.

In den Süden (The Sea Goblins)

In den Süden (The Sea Goblins)

Logbuch, 09. Kythorn, irgendwo in den Salzmarschen

Endlich komme ich dazu ein paar Zeilen zu schreiben.
Die letzten Monate hatten es in sich. Wo genau diese geblieben sind weiß ich gar nicht. Als wir Tiefwasser verlassen hatten muss es gerade mitten im Tarsakh gewesen sein, denn es war morgens noch kühl aber die Stürme waren für unser Vorhaben genau richtig.
Doch im Nachhinein war es der schlimmste Monat überhaupt. Und wir hätten die Vorzeichen vielleicht doch besser sehen sollen.

Wir müssen ewig lange auf dieser Insel gewesen sein. Auch wenn mir es kurz vorkam, aber in der Stadt sind wir Ende Mirtul angekommen. Also müssen wir einen ganzen Monat unterwegs gewesen sein und trotzdem kenne ich meine neue Begleitung recht wenig. Ich vertraue ihnen mehr, als zum Anfang, aber die Jahre auf dem Schiff und unter Piraten macht es mir schwer vertrauen zu fassen.
Wir haben schon brenzlige Situationen überstanden. Normalerweise wäre ich einfach abgehauen bin aber geblieben und das will schon was heißen. Die Neuen verändern mich, ob es gut ist, weiß ich allerdings noch nicht.

Wir sind erst ein paar Tage in der Stadt und haben schon so viel erlebt. Als Gruppe wachsen wir immer mehr zusammen, aber ich vermisse meine Crew, meinen Kapitän, das Schiff. Wir waren so viele Jahre zusammen unterwegs und von einem Tag auf den Anderen sind sie nicht mehr da. Mich schmerzt es sehr, doch zeige ich es den Anderen nicht.
Es ist besser sie an der Seite zu haben, als alleine zu sein. Ich bin nicht gerne alleine. Und jetzt ist da noch Tariqua, die die Stadt um einiges reizvoller macht. Was für eine Frau. Unsere Nacht zusammen werde ich so schnell nicht vergessen. War sie ziemlich kurz für mich und ich bin doch so ein Langschläfer. Ich hoffe, dass wir uns noch besser kennenlernen werden.

Jedenfalls wollten wir uns am nächsten Tag aufmachen, aber ich brauchte ein wenig länger als die Anderen und so kam ich erst dazu, als sie schon mit Frühstück fertig waren und so trank ich nur einen sehr starken schwarzen Tee…urks… und dann brachen wir auf.

Das Wetter war nicht auf unserer Seite, denn es war bewölkt, regnete leicht und windig war es auch noch. Meine Regenfestekleidung kam mir jetzt gerade recht und so verließen wir die Stadt in Richtung Süden.
Wir liefen eine ganze Weile, bis mir ziemlich laut der Magen knurrte und so setzten wir uns und machten eine Pause.

Der Boden unter unseren Füßen war schlammig und der einzige der sich darüber zu freuen schien, war Thra. Dieser Schildkröterich ist ein wundersames Wesen. Eine Schildrköte auf zwei Beinen sieht man nicht oft, genauso wenig wie eine Katze auf zwei Beinen. Ich habe schon viele Orte bereist und gesehen und habe viele exotische Rassen gesehen, aber so jemanden wie Thra oder mich, hab ich nicht getroffen. Vielleicht lag es auch daran, dass wenige von ihnen Piraten sind? Wir fallen nun mal recht schnell auf, weshalb ich an Land ungern meine richtige Gestalt zeige, da man sich eine Katze einfach viel zu leicht merken kann.
Keine Ahnung ob die restlichen meiner Weggefährten überhaupt wissen, dass sie mit Piraten unterwegs waren. Ich werde es ihnen nicht auf die Nase binden, aber sollten wir nach Salzmarsch zurückkerhen, dann muss ich unbedingt in die Taverne „Zum Leeren Netz“. VIelleicht finde ich dort noch jemanden, der mir weiterhelfen kann. Ich brauche Informationen zu meinen anderen Crewmitgliedern. Vielleicht und hoffentlich hat jemand etwas gehört über einen Schiffbrusch und Überlebende.

Nach der Pause gingen wir immer weiter und es wurde neblig und dunkel um uns herum. Nichts war zu hören, nicht einmal Vögel zwitscherten.
Damit wir uns in dem Nebel nicht verlieren nahm jeder ein Stück Seil in die Hand und dann ging es vorsichtig weiter.
Keine Ahnung wie lange wir gingen aber als der Nebel verflog sahen wir einen wundervolllen Sonnenuntergang und ein kleines Dorf vor uns. Es kam genau richtig, denn dort konnten wir uns ausruhen für den nächsten Tag.

In dem Dorf war es leer und es wirkte verfallen. Die Schirftzeichen überall sagten weder mir noch den Anderen etwas. Das Dorf hatte ewas gespenstisches an sich, denn es waren keine Leute oder sonstiges Leben zu sehen. Mir stellte sich an einigen Stellen das Fell auf. Nun hieß es aufpassen.
Ella wollte wissen ob es das Dorf etwas magisches hatte und so setzt sie sich mitten auf den Platz und meditierte, als uns ein Schatten umgab. ALs wir aufsahen standen wir im Schatten von etwas Großem.
Ich weiß nicht, wer zuerst losgerannt ist, aber es war wohl das Richtige, denn sich mit einem Dämon, wie Ella meinte, anzulegen hielten wir alle für keine gute Idee.
Während die Anderen losstürmten liefen Miracar und ich Rückwärts los. „Nie den Rücken dem Gegner präsentieren“, das waren stets die Worte von Wee Finger gewesen.
Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich wirklich etwas auf den Dämon zusprangen sah, aber auch Miracar sah es wohl, denn sie sah mich an und ich sie.
Wir liefen und liefen und dann standen wir wieder vor dem Dorf. Mist!

Doch nun lag dort jemand auf dem Weg und so näherten wir uns langsam. Es war ein Mann in kompletter Rüstung. Er sprach nicht, aber auf die Heilung von Thra reagierte er leicht nickend.
Zusammen gingen wir in ein Haus und er bot uns Essen und einen Platz zum Ausruhen an. Es machten sich alle gemütlich, doch ich wollte nicht gleich schlafen. Ich sah mir den Sternenhimmel aus dem Fenster an und erkannte nicht ein enziges Sternenbild. Nach ihrer Meditaion weckte ich Miracar leise, um erst dann zu schlafen.

Am nächsten Tag, und für meine Verhältnisse war ich früh wach, sinnt Ella über eine Theorie nach. Ihrer Meinung nach sind wir auf einer anderen Ebene, mal wieder, und kommen hier erst weg, wenn wir dem Mann geholfen haben.
Der Mann gab uns Frühstück, aber ich rührte es nicht an. Wer weiß was der da reingemischt hat, aber die Anderen aßen es ohne nachzudenken. Wie leicht sie anderen glaubten und vertrauten.
Danach gingen Thra, Annur und ich los um sich im Dorf ein wenig umzusehen. Das Dorf war klein und die Straßen waren nicht befestigt. Drumherum war Acker- und Weideland, jedoch ohne Tiere. ALles wirklte verlassen, nur in der Schmiede loderte die Esse und der Mann stand dort und schärfte seine Waffe.

Knochenteufel

Ich kam an einem Grabstein vorbei, doch die Inschrift war so zerkrazt, dass ich gar nichts erkennen konnte und so ging ich weiter in ein Haus hinein.
Auch wenn alles leer war, vielleicht gab es ja doch noch das Eine oder Andere interessante dort.
Doch außer einem sehr, sehr alten Schriftstück fand ich nichts weiter. Normalerweise gehe ich an sowas vorbei und beachte es gar nicht, doch mir viel das Wort „Dämon“ ins Auge und so sah ich genauer hin.
Was ich dort entdeckt hatte war eine Tagebuchseite. Die Schrift war ordentlich und noch ziemlich gut lesbar. Das Papier war brüchig und ich wollte es nicht berühren, aber was ich dort laß musste ich den Anderen zeigen. Eigentlich gar nicht meine Art, aber dort wurde beschrieben, wie ein Teufel regelmäßig das Dorf angriff und verwüstete. Immer und immer wieder. Über Jahrhunderte lang.
Mit Samtpfoten verpackte ich das Papier und ging zum Rest zurück.

Am Brunnen machte ich halt und obwohl der Rest so verfallen war, förderte er normales Süßwasser. Trotzdem trank ich es nicht, wer weiß was sich da in den Jahren angesammelt hatte.
Ich lief zu den Anderen und wir stärkten uns und ich erzählte, was ich gefunden hatte. Doch bevor wir uns darüber unterhalten konnten, rannte der Mann kampfbereit los.
Ohne zu zögern lief der Rest meiner Wegbegleiter los um zu helfen, Warum… müssen sie sich überall einmischen?

So standen wir da und warteten erstmal ab.
Der Mann kämpfte doch irgendetwas war merkwürdig an der Kreatur. Sie flackerte. Annur und MIracar schienen das auch zu sehen.
Nach einem Bruchteil einer Sekunde schrie Miracar, dass es sich um ein Knochenteufel handelte. Er hatte uns ins Vieiser genommen und so mussten wir kämpfen.
Der Kampf war heftig und kurz, danke Umberlee, dass so gut auf mich achtest, und kaum hatte der Knochenteufel sein Leben gelassen löste sich alles um uns herum auf und wir standen mitten im Wald.

Wir bauten ein kleines Lager auf um zu Rasten und nun sitzen wir hier zusammen, ich schreibe diese Zeilen und auch die Anderen sind ersteinmal mit sich beschäftigt.

Eingesponnen und verschleppt (Invictus Igni)

Eingesponnen und verschleppt (Invictus Igni)

Da saßen wir nun und wollten uns etwas erholen. Der Kampf hatte es in sich und wir hatten einige Verletzte zu beklagen. Alberich war zwar bewusstlos, aber er lebte, so wie alle Anderen meiner derzeitigen Wegbegleiter auch. Zum Glück!
Es wurden mehrere Lager aufgeschlagen um zu Rasten. So saßen wir zusammen. Lange konnte ich mich nicht gegen die Müdigkeit wehren. Anscheinend war ich so geschwächt, dass ich ein Huhn picken und leise gackern hörte.

Als ich erwachte waren auch die Anderen schon wach. Nur Alberich lag schnarchend in seiner Ecke. Irgendiwe niedlich so ein schlafender Zwerg.
Jetzt war die Überlegung wie und wohin es weitergehen sollte. Wir wussten, dass der Tempel nicht mehr weit entfernt war und T’rissa hatten wir auch nocht erledigt, so wie wir es wollten und Halaster uns aufgetragen hatte.

Während wir etwas Tranken und Aßen nährte sich Lurkana, die Vertraute von Azrok, uns.
Sie erzählte uns wie wichtig es wäre jetzt den Tempel einzunehmen und T`rissa zu erldedigen. Es würde ein Zeichen sein und die anderen Dunkelelfen würden sich dann wahrscheinlich zurückziehen.

Dann war unser Ziel klar. Weiter zum Tempel. Und so ging Kairon, mal wieder, voraus um die Lage ein wenig auszukundschaften. Erstaunt waren wir, als er nach kurzer Zeit zurückkam. Er erzählte, dass er eine Glyphe gefunden hätte. Er hatte versucht sie selbst zu zerstören, aber leider wäre sie nur magisch zu beseitigen. Und so nahm er mich mit und aus sicherer Entfernung ließ ich die Falle verschwinden. Nun konnte der Tiefling seinen Weg weiter fortführen.

Quaggoth

Wir warteten gespannt auf seine Rückkehr und als wir ihn erblickten war er nicht alleine. Er hatte einen Goblin im Schlepptau. Einen ziemlich blassen und schwer verletztem Goblin. Er stellt ihn uns als Greech vor.

Dann erzählte er uns, was er alles herausgefunden hatte.
Anfangs hörte ich ihm noch zu als er von Dunkelelfen und Drider berichtete, aber als er dann die Phasenspinnen und die ganzen Bündel und die unmengen an Spinnetzen erwähnte schaltete sich mein Gehirn kurzzeitig ab und ich hörte nur, dass es Gegener geben soll die wie Frösche und Schafe aussehen sollten.
Ich kam wieder zu mir, als Anton auf die Ballista kletterte, gefolgt von Malcador. Anscheinend hatte ich etwas wichtiges verpasst, aber ich war mir sicher, dass ich schnell herausfinden würde, was sie geplant hatten.

Und so ging es dann in Richtung Tempel. Natürlich dauerte es nicht lange und die ersten Gegner kamen in Sicht: Quaggoth. Diese felligen Viecher hatten es ganz schön drauf. Ich machte meine Armbrust kampfbereit, hatte aber noch keine direkte Schußbahn und so wartete ich.
Und dann war es soweit. Anton flog in die Menge der Tiere. Er hatte sich offenbar an einem Pfeil der Ballista festgehalten und stand nun in der Mitte der Bestien. Sofort griff er einen an und auch Kairon, der sich ihnen hinterhältig angenähert hatte, stimmt in den Kampf mit ein.

Irgendwie wartete ich auf Malcador`s Feuerbälle, doch die blieben erstmal aus.
Plötzlich durchzuckte ein gewaltiges Knistern unsere Reihe und es bekamen ein paar ordentlich Schaden.
Wir wussten, dass nur einer so einen kräftigen Zauber druchführen konnte: ein Dunkelelfmagier. Schnell machten wir ihm den Gar aus und auch die restlichen Quaggoth gingen schnell zu Boden.

Wir wollten die Zeit nutzen um ein wenig durchzuschnaufen, denn wir wussten, dass die wirkliche Bedrohung erst noch kommen würde, doch da haben wir die Rechnung ohne Anton gemacht.
Der Mensch konnte es einfach nicht lassen und musste in den Gang gehen, wo Kairon erzählt hat, dass dort die Phasenspinnen sind. Wer geht denn bitte freiwillig zu diesen eckligen, achtbeinigen Monstern?

Phasenspinne

Alberich, Kairon, Malcador und ich überlegten noch ob wir ihm nachgehen sollten, als wir seinen Schrei hörten. Also mussten wir ihm nach.
Ich zieh dem Kerl die Ohren lang, wenn mir eins dieser Ungeheuer zu nah kommt.

Wir gingen ihm also nach nur um zu sehen, wie er gerade von einer dieser Spinnen weggezehrt wurde. Na super, jetzt hat er sich auch noch einwickeln lassen von dem Wesen.
Ich wollte ihm nach, doch hatten wir mit den zwei oder drei Phasenspinnen, da waren einfach zu viele Beine um genau sagen zu können wie viele es nun wirklich waren, selber genug zu tun.

Es dauerte ein Weile bis wir freien Weg hatten und Anton folgen konnten. Wir gingen bis zum Ende der Schleifspur und fanden ihn leider in keiner der angrenzenden Höhlen. Auch in den Bündeln über uns schien er nicht zu sein.

Anton, wo steckst du nur?

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