Die Dynastie des Bösen (4/?) – Calebs späte Rache? (The Sainted Sinners)
Am frühen Vormittag kamen die erschöpften Helden endlich ans Tageslicht hinaus. Anskaviat richtete das Wort an Halaea, und fragte sie, ob sie eigentlich den Barren aufgehoben hatte, zu dem der Silbermensch geworden war. Halaea bejahte dies, und versprach Anskaviat, ihm den Barren in Mulptan zu überlassen, das neue Reiseziel, auf das man sich zuvor geeinigt hatte, nachdem sie noch laut festgestellt hatte, dass es sich bei dem Barren um ein nicht identifizierbares Metall handele, dem aber in alten Zwergenlegenden beeindruckende Fähigkeiten nachgesagt würden.
Nach einem kräftigen Mahl und einem kleinen Marsch weg vom Eingang der Höhle wurde es Zeit, sich zur Ruhe zu legen. Es wurde beschlossen, Wache zu halten, und Anskaviat meldete sich freiwillig um die erste Schicht zu übernehmen. Er stellte sich in voller Rüstung auf und präsentierte sich dem Mondschein. Abgesehen von einigen verdutzten Blicken, gingen die Gefährten nicht weiter auf dieses sonderbare Verhalten ein, solcherlei war man ja gewöhnt, und alles legte sich schlafen. Nach einer Stunde durchfuhr Anskaviat ein wohliger Schauer, und er fühlte seine Wunden heilen. Begeistert von diesem Ereignis beschloss er nach seiner Schicht, den Rest der Nacht im Mondlicht zu schlafen.
Am nächsten Tag wollte die Gruppe, wie besprochen, nach Mulptan aufbrechen, Mofa bot an, Reittiere zu beschwören, Halaea schickte sich an, auch ihr Pferd zu rufen. Als es auftauchte, schien es jedoch seine Herrin nicht zu erkennen. Es tänzelte nervös und blähte die Nüstern. Nach einigen Minuten gutem Zureden, beruhigte es sich schließlich und die Gruppe setzte sich in Bewegung.
Die nächsten Tage geschah nichts weiter, außer dass Halaea am vierten Tag der Reise einen seltsamen Traum gehabt zu haben schien, den sie jedoch nicht mit ihren Gefährten teilte.
So vergingen die Tage und das Land flog unter den Hufen der Pferde nur so dahin.
Der Morgen des neunten Tages war bewölkt und trüb. Die Gruppe machte sich wie üblich zum Aufbruch bereit und ritt den Vormittag durch, bis plötzlich gegen Mittag eine Gruppe Reisender erschien. Sie ritten auf unsere Abenteurer zu.
Als sie etwas näher heran gekommen waren, war Mofa in der Stimmung, sich mit den Reisenden ein kleines Späßchen zu erlauben, und ließ sein Pferd unsichtbar werden. Sofort brach große Unruhe aus. Die Gefährten vermuteten natürlich schon ein derartiges Manöver und Halaea und Anskaviat rollten nur demonstrativ die Augen gen Himmel, während Tahwyn vergnügt glucksend hinter Halaea auf ihrem Pferd saß. Die Reisenden, die sich inzwischen als die zehn Mann starke Leibgarde eines Klerikers des Latandes herausgestellt hatten, zogen sofort ihre Schwerter und vermuteten in Mofa einen Dämonen. Nach einigen Minuten gelang Halaeas Versuch, die Reisenden zu besänftigen, Mofa erntete jedoch immer noch giftige Blicke. Nach einem kurzen Wortwechsel trennten sich dann die Wege der zwei Gruppen.
Am Abend des selben Tages, erreichten die Gefährten die Tore von Mulptan.
Auf den ersten Blick erschien die Stadt in gutem Zustand, nicht mehr oder weniger von Leid und Unruhen erschüttert als sonst auch.
Nach einer kurzen Befragung der Wachen bestätigte sich dieser Eindruck. Die Gruppe beschloss, in einer Taverne einzukehren und machte sich auf die Suche. Bald war auch schon eine passende Unterkunft gefunden, und Halaea nahm in bester Zwergenmanier sofort die Theke ins Visier. Tahwyn leistete ihr noch kurz Gesellschaft, während die anderen schon auf ihre Zimmer verschwanden, um sich von der anstrengenden Reise zu erholen. Auch Wilbur verschwand, jedoch nicht auf sein Zimmer. Zwei Stunden später wurde ein kleiner Zettel unter Anskaviats Tür hindurch geschoben, auf den Wilbur eine kleine Nachricht gekritzelt hatte. Er hätte nach dem Frühstück eine kleine Überraschung für Anskaviat vorbereitet, um sich erkenntlich zu zeigen. Sich langsam von dem Schock erholend, ging Anskaviat nun auch schlafen. Währenddessen hatten die beiden Mädels in der Taverne noch Spaß. Halaea orderte eine Zwergenbowle, ein teuflisches Getränk bestehend aus dem stärksten Schnaps, Wein und Bier, die eben aufzutreiben sind. Nach einem ordentlichen Humpen waren dann schließlich auch diese zwei für den Tag bedient und gingen auf ihr Zimmer.
Am Morgen des ersten Tages in Mulptan trennten sich die Wege der Gefährten. Wilbur und Anskaviat gingen zusammen in ein gewisses Etablissement und verbrachten ein sehr angenehmes „Wellness-weekend“, wie der Rest der Gruppe durch einen Boten erfuhr und sollten auch erst in zwei Tagen wieder auftauchen.
Mofa beschloss, sich einen Tag in sein Zimmer zurückzuziehen, und einen neuen Zauber zu erlernen. Eibenstein tat es ihm gleich und studierte seine Runen.
Halaea lud Tahwyn ein, mit ihr einige Tempel der Stadt zu besuchen, um eventuell mehr über den Fluch zu erfahren, mit dem die Gruppe im letzten Dungeon belegt worden war, und einen Weg zu finden, diesen wieder loszuwerden. Erfreut über diese Einladung nahm Tahwyn an, die zwei wollten außerdem bei der ortsansässigen Schmiede vorbei schauen, um Halaeas Ausrüstung aufzustocken. Dies taten sie dann auch.
Während Halaea bei dem Schmied auf die Fertigstellung ihrer Ausrüstung wartete, beschloss Tahwyn, sich ein wenig in der Stadt umzuhören. Da der Maktplatz nicht fern war, machte sie sich auf den Weg dorthin. Schon bald hörte sie das laute Rufen der Marktschreier, die empörten und feilschenden Händler und Käufer, das übliche Getümmel eben. Plötzlich wehte ihr ein vertrauter Geruch in die feine Gnomennase. Ohne lange zu fackeln, folgte sie der verheißungsvollen Duftspur. Sie sollte nicht enttäuscht werden. Tatsächlich stand dort, am Rande des Marktplatzes, ein kleiner Waldgnom, der sich eifrig an seinem Ofen zu schaffen machte, und augenscheinlich grade Kräuterbrot herstellte. Entzückt trat unsere Gnomin näher, und war alsbald in eine anregende Unterhaltung mit dem Bäckerlein vertieft. Karl, wie er sich vorstellte, freute sich außerordentlich, endlich mal wieder ein anderes Gnomengesicht zu sehen und erzählte freudig von seinen Abenteuern. Einen Monat zuvor sei er durch ein kleines Dorf gereist, in dessen Nähe ein äußerst seltsames Wesen gesichtet worden sein sollte. Bald entpuppte sich dieses als der Wurm, den die Gefährten vor einigen Wochen in Unirea besiegt hatten. Außerdem sei ihm zu Ohren gekommen, dass vor ungefähr zehn Tagen in Mulptan ein Mann auf scheinbar mysteriöse Weise ums Leben gekommen wäre. Er sei ein unbeliebter Mensch gewesen und hätte wohl anderen Leuten Geld für sein Schweigen abgenommen. Ansonsten erzählten die beiden noch ein wenig von der Heimat, dann bedankte Tahwyn sich für die spannenden Geschichten und das äußerst leckere Brot und brach auf, um Halaea von der Schmiede abzuholen, die unterdes zwei Turmschilde und eine neue Rüstung erworben hatte.
Gemeinsam machten sich die zwei nun auf den Weg zum nächstgelegenen Tempel. Dort mussten sie aber feststellen, dass alle hohen Kleriker gerade in einer Versammlung steckten, die sich noch über Tage hinziehen würde. Als sie jedoch einem sehr hilfreichen Novizen ihr Problem und Anliegen schilderten, erinnerte dieser sich an einen Bekannten, der einmal von etwas ganz ähnlichem erzählt hätte. Er erkundigte sich nach der Unterkunft unserer Abenteurer und versprach, dass sein Bekannter noch am selben Abend nach ihnen schicken lassen würde.
Nach dieser Unterhaltung suchten Tahwyn und Halaea noch einige andere Tempel in der Stadt auf, fanden aber nur heraus, dass alle Kleriker bei der Versammlung seien und man ihnen nicht weiterhelfen könne. Schließlich kehrten die zwei zu ihrer Taverne zurück, und vertrieben sich den Rest des Nachmittages im Schankraum.
Am späten Nachmittag erschien ein Mädchen in der Taverne und fragte nach Halaea. Die Kleine war recht schüchtern, trug unauffällige Kleidung und schien gepflegt zu sein. Ein Gratisessen nahm sie gerne an, und erzählte der Zwergin und der Gnomin, dass sie sie zu Ninon bringen solle. Dieser würde sie zu dem Mann führen, der ihnen eventuell bei ihrem Fluchproblem behilflich sein könnte. Tahwyn lief sogleich hoch zu den Zimmern, um Mofa zu benachrichtigen, Eibenstein wollte sie bei seinen Studien nicht stören. Mofa begleitete sie hinunter in den Schankraum, nur um wenig später zu erfahren, dass der Mann, zu dem sie gebracht werden sollten, Gesellschaft nicht sehr schätze und das Mädchen daher den Auftrag hatte, nur ein bis zwei Personen mitzubringen, und sich grummelnd wieder in sein Zimmer zurückzuziehen. Nachdem das Mädchen sein Essen verschlungen hatte, folgten Halaea und Tahwyn ihr bis an den Rand der Stadt.
Dort trafen sie auf Ninon, einen freundlichen Menschen, der sie weiter von der Stadt weg führte. Schließlich kamen die drei auf einem Hügel an, auf dem eine kleine Kapelle und ein Friedhof gelegen waren. Halaea konnte, außer der zu erwartenden leicht düsteren Aura des Todes, nichts Böses erspüren, also folgten die zwei Gefährten Ninon in eine der Gruften hinein.
Dort führten Treppen hinunter ins Dunkle. Vor ihnen eröffnete sich ein Raum mit einigen Särgen darin, ein besonders großer Sarkophag prangte inmitten dieser doch leicht unheimlichen Ansammlung. In ihm führte eine weitere Treppe tiefer in den Hügel hinein. Als die drei die Stufen betraten, schlug ihnen sofort ein unappetitlicher, modriger Geruch entgegen. Die Wände waren mit schleimigem Moos und Flechten bewachsen, die Stufen glitschig und die Luft feucht und abgestanden. Aus dem größeren Gang, zu dem die Treppe führte, drangen ein noch unappetitlicher Geruch, Stöhnen und Schlurfen hervor. Halaea konnte immer noch nichts Bösartiges entdecken, also folgten die zwei Damen ihrem Begleiter den Gang entlang und stellten fest, dass sowohl der Geruch, als auch die Geräusche von einer Horde Zombis kamen, die offensichtlich vor einer Tür am Ende des Ganges Wachen hielten. Sie kamen den drein nicht näher als zwei Armeslängen und hielten sich an den Rändern des Tunnels. An der Tür angelangt, erklärte Ninon, dass nur einer der beiden Abenteurer eintreten könne. Halaea zupfte sich kurz ihre Rüstung zurecht, murmelte ein Stoßgebet zu Moradin, und trat ein.
Hinter der Tür befand sich ein heller und freundlicher Raum, der mit mehreren Bücherregalen und einem Schreibtisch ausgestattet war. Hinter dem Schreibtisch saß, vom Kerzenlicht erhellt, ein Mensch. Er war in eine dunkle Robe gekleidet, ganz nach Magierart, und schaute Halaea nicht unfreundich an. Nach einem kurzen Wortwechsel, hatte Halaea Dalamar, wie er sich inzwischen vorgestellt hatte, von dem Problem der Gruppe berichtet. Er schien äußerst interessiert zu sein und fing an, Halaea zu untersuchen. Er konnte jedoch nichts Eigenartiges feststellen und bemerkte dann, dass auf der Gruppe wohl kein Fluch mehr liege, oder er ihn, wenn vorhanden, nicht von ihnen nehmen könne. Er habe aber schon mehrfach von solchen Dingen gelesen und gehört und erklärte Halaea, dass diese Art von Fluch aus der dunklen Totenkunst stammt und davon lebt, dass er mit dem Tod eines Verfluchten neu erweckt wird. Da aber glücklicher Weise keiner der Abenteurer ums Leben gekommen ist, bestünde die Wahrscheinlichkeit, dass der Fluch gebrochen worden sei. Gemeinsam entschieden sich die beiden, zur Vorsicht lieber die Kammer zu versiegeln, damit nicht noch jemand dem Fluch zum Opfer fallen konnte.
Tahwyn wurde nun von Halaea in den Raum gerufen und auf den neuesten Stand gebracht. Man verabredete, in vier Tagen gemeinsam nach Unirea zu reisen, von wo aus Dalamar dann alleine dem Tunnel zu der verfluchten Höhle folgen wollte. Nach einer höflichen Verabschiedung verließen die zwei Heldinnen Dalamars Bleibe und machten sich auf den Rückweg zur Taverne.
Der zweite Tag in Mulptan verlief weitestgehend ereignislos. Halaea vertrieb sich den Tag damit, der äußerst begeisterten Gnomin ein wenig Zwergisch beizubringen. Eibenstein blieb abermals zum Studieren auf seinem Zimmer und Mofa begab sich auf die Suche nach einem Federfall-Ring, er hatte den letzten Tag damit verbracht, das Fliegen zu erlernen. Er suchte einige Juweliere auf, einer unterbreitete ihm schließlich ein Angebot. Er könnte einen solchen Ring herstellen, dies würde jedoch ein halbes Jahr dauern und 3.000 Goldmünzen kosten. Da diese Konditionen für Mofa nicht wirklich annehmbar waren, beschloss er erstmal ein wenig Geld zu verdienen und bat den Juwelier um eine Tagesarbeit. Dieser ließ ihn ein Probestück anfertigen, bei dessen Herstellung er jedoch kläglich versagte. Niedergeschlagen von seinem Misserfolg kehrte auch Mofa in die Taverne zurück.
Am dritten Tag versuchte Mofa sich erneut als Schmied und hatte ein wenig mehr Erfolg.
Auch Anskaviat und Wilbur waren von ihrem „Wellness-Weekend“ zurück gekehrt und erzählten dem Rest der Truppe in schillernden Farben von ihren Erlebnissen.
Auch Halaea und Tahwyn berichteten, was sich in den letzten Tagen zugetragen hatte. Anskaviat reagierte sehr verstört auf die Idee, die Höhle noch einmal aufzusuchen und zu versiegeln.
Dann beschlossen die Abenteurer, einmal Eibenstein nach dem sonderbaren Barren zu fragen, den sie erbeutet hatten. Dieser erklärte ihnen, dass es sich um die Überbleibsel einer Kreatur handelt, die „lebender Stahl“ genannt wird. Diese Kreaturen werden anscheinend aus Erzeinlagerungen geboren und lassen nach ihrem Tod ihre Seele zurück, in Form eines solchen Barrens. Dieser Barren sollte die Fähigkeit haben, sich in jeden beliebigen Gegenstand zu verwandeln. Anskaviat, der natürlich sofort neugierig geworden war, versuchte es sogleich. Die ersten zwei Male nahm der Barren kurz die Form des gewünschten Gegenstandes an, sprang aber nach wenigen Augenblicken wieder in seine Barrenform zurück. Beim dritten Versuch hatte Anskaviat jedoch Glück und der Barren verwandelte sich in ein prächtiges Schild, das natürlich sofort auf seine Stabilität geprüft wurde.
Auch Halaea wollte es nun versuchen und wagte sich ebenfalls an die Form eines Schwertes, dies gelang auch. Neugierig geworden, dachte sie den Namen Moradin und versuchte den Barren in eine Form zu bringen. Alles was sie sich dabei einhandelte, waren Kopfschmerzen und das Gelächter der anderen.
Halaea und Anskaviat entschlossen sich nun zu einem Übungskampf, um die neu erworbene Ausrüstung der Zwergin und auch den Barren auszutesten. Dabei stellte sich heraus, dass der Barren sich jedes Mal in seine ursprüngliche Form zurück verwandelte, wenn man ihn aus der Hand legte. Nach einem unterhaltsamen Schlagabtausch ging es dann wieder zurück in die Taverne.
Am Morgen des vierten Tages machten die Gefährten sich zum Aufbruch nach Unirea bereit. Man wollte sich an den Stadttoren mit Dalamar treffen. Mofa beschloss noch ein wenig mehr Zeit mit der Suche nach einem Federfall-Ring zu verbringen und versprach, später zu den restlichen Abenteurern aufzuschließen. Nachdem die anderen abgereist waren, machte Mofa sich auf den Weg zu dem Magierquartier der Stadt. Dort wurde ihm erzählt, dass es eine Person gebe, die einen solchen Ring besitze, diese halte sich zur Zeit in Unirea auf. Also verließ nun auch Mofa Mulptan.
Nach zwei ereignislosen Reisetagen erreichte die kleine Gruppe Unirea. Ihnen bot sich ein wahrhaft prächtiger und erfreulicher Anblick. Die eingestürzte Taverne war wieder aufgebaut worden, prächtiger denn je. Mofa standen die Tränen in den Augen, Anskaviat und Halaea hüpften vor Freude hin und her. Nach einem kurzen Plausch mit den Wachen erfuhr man, dass es noch weitere Neuigkeiten gab. Die Tunnel, die der Wurm hinterlassen hatte waren gesichert worden und dienten nun als Keller- und Lagerräume. Außerdem hatte sich ein Heiler in Unirea niedergelassen. Das waren wahrhaft gute Neuigkeiten!
Anskaviat, der in Mulptan beauftragt wurde, eben jenem Heiler ein Päckchen zu überbringen, ging davon um dies zu tun.
Unterdessen führte Halaea Tahwyn zu der Pferdekoppel, mit der Bitte, sich doch einmal ihr Pferd genauer anzuschauen. Die Druidin willigte natürlich sofort ein und die Zwergin rief ihr Pferd. Wie schon seit dem ersten Tag an dem die Gefährten aus der Höhle heraus gekommen waren, scheute das Pferd auch jetzt wieder vor seiner Herrin. Es stieg, blähte die Nüstern und tänzelte unwillig und verstört hin und her. Als Tahwyn es fragte, was denn nicht stimmen würde, erhielt sie nur die kryptische Antwort: „Sieht aus wie Herrin, ist nicht Herrin.“ Auch nach weiterem Zureden ließ sich nicht viel mehr feststellen. Offensichtlich roch Halaea nach Tod und Verderben. Betrübt schickte die Zwergin ihr Pferd wieder zurück auf seine Heimatebene und folgte Tahwyn in die Taverne.
Dort trafen die zwei auch Eibenstein, Mofa, Wilbur und Anskaviat wieder. Letzterer hatte Interessantes zu berichten. Als er in einem neu errichteten Turm den Heiler gefunden hatte, wurde er freundlich von einer jungen Frau begrüßt, die ihn bald zu dem gesuchten Mann brachte. Der Heiler stellte sich als sehr freundlicher Herr namens Goa heraus. Er bedankte sich bei Anskaviat für die Lieferung und lauschte gespannt seinen Geschichten. Auch der lebende Stahl schien ihn zu interessieren. Er schlug als Verwendungsmöglichkeiten eine Bärenfalle, einen Helm und einen Tiefschutz vor. Letzterer erregte natürlich sofort die Aufmerksamkeit des Helden.
Außerdem habe er Goa versprochen, nach einigen Männern und vor allen Dingen der Materiallieferung, die sie dem Heiler schon vor zwei Tagen aus Mulptan hätten bringen sollen, zu suchen. Einstimmig beschloss die Gruppe zu helfen und gleich am nächsten Morgen aufzubrechen.
Später wurde noch ein wenig über den Neuaufbau der Taverne geredet. Mofa erzählte zum Erstaunen aller, dass er diesbezüglich keine Anweisungen gegeben hätte und sich selber wunderte, wem er dieses großzügige Geschenk wohl zu verdanken habe. Er sagte, dass ihm ein Zettel überreicht worden sei, auf dem stand: „Dies nur als Vorschuss. Über die Bezahlung reden wir ein anderes Mal. Ein Freund.“ Alle wunderten sich zunächst, aber als der Abend fortschritt störten die Gefährten sich nicht weiter daran. Sie waren froh, endlich wieder zu Hause zu sein, das Bier schmeckte herrlich wie immer und bald war alles in fröhlicher Stimmung.
Später am Abend zeigte Halaea Dalamar, der die Abenteurer nach Unirea begleitet hatte, noch den Eingang des Tunnels, der zu der verfluchten Höhle führen würde. Dalamar bedankte sich, versprach, von sich hören zu lassen und verschwand. Der Rest der Gruppe ließ den Abend noch entspannt in der Taverne ausklingen.
Am nächsten Tag machte sich, mal wieder, alles zum Aufbruch bereit. Als dann aber Halaeas Pferd schon wieder vor ihr scheute, kam den Gefährten die Idee, bei dem neuen Dorfheiler vorbeizuschauen, um Halaea einmal durchchecken zu lassen. Gesagt, getan.
Goa empfing die Gruppe sehr freundlich und untersuchte die Zwergin, konnte aber keine offensichtlichen Verletzungen feststellen. Er sagte nur, dass die Zwergin offenbar ihren „Lebensfunken“ verloren hätte, das würde auch die Reaktion ihres Pferdes erklären. Er gab ihr einen kleinen Beutel mit Medizin und bat sie, sich in einer Woche nochmal untersuchen zu lassen.
Nun machten sich die Gefährten endlich auf den Weg.
Nach einigen Stunden entdeckten die Helden schließlich einige sonderbare Spuren am Straßenrand. Es sah so aus, als ob ein Planwagen sehr abrupt von der Straße abgekommen wäre. Nach einigem Suchen wurden schließlich eine mit Ästen getarnte Fallgrube und zwei tote Pferde gefunden. In der Fallgrube lag der Planwagen, ganz so, als ob er hinein gefahren und später versteckt worden wäre. Allen war klar: die Lieferanten waren in einen Hinterhalt geraten, ein sehr gut ausgeführter noch dazu. Die kleine Gnomin bot sich sofort an, in die Grube hinunter zu klettern, und sich den Schaden einmal genauer zu besehen. Sie fand einen einzelnen Schuh, einige Blutspuren und einen Splitter eines milchig-gelben Kristalls. Dieser stellte sich bald als Teil eines Axtblattes heraus. Es bestand auf kristallisierten Pflanzenfasern und konnte selbst von der naturkundigen Tahwyn nicht identifiziert werden. Diese kletterte wieder aus der Grube heraus und berichtete den anderen, was sie gefunden hatte. Halaea stellte fest, dass der Splitter nicht bösartig war, also wurde er eingesteckt.
Nach einigem Herumsuchen fand die Gruppe schließlich Schleifspuren, die von Straße und Grube weg führten. Außerdem wurde die Straße als fallenfrei eingestuft und man konnte sich beruhigt an die Verfolgung der Spuren machen.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit fanden die Gefährten schließlich noch einen abgebrochenen Fingernagel. Wenig später beschloss man, zu rasten, da die sehr feinen Spuren in der Dunkelheit kaum noch zu verfolgen waren, und allle sich vor einem wohl bevorstehenden Kampf noch ein wenig erholen wollten. Zur Sicherheit wurden Wachen aufgestellt, zusätzlich ließ Tahwyn ihre Fledermaus über dem Lager kreisen.
Nach nur kurzer Zeit bemerkte die Fledermaus verdächtige Bewegungen in der unmittelbaren Umgebung und ein verstörender, unbekannter Duft wehte ihr in die Nase. Alamiert verständigte sie sofort ihre Herrin. Schon wenige Sekunden später wurden die Abenteurer von allen Seiten angegriffen.
Anskaviat ließ sich erstmal hinter Mofa zurück fallen, der eine Schar tanzender Lichter erschuf, um unseren Helden einen Blick auf ihre Angreifer zu ermöglichen. Nachdem die Umgebung etwas heller wurde, feuerte Anskaviat einen Pfeil ab und landete einen kritischen Treffer. Halaea rannte in Richtung der tanzenden Lichter, Tahwyn erschuf eine gewaltige Flammenkugel und schleuderte sie auf die Angreifer und endlich konnten die Gefährten sehen, mit wem oder was sie es zu tun hatten. Es handelte sich um riesige Gottesanbeterinnen, die selbst Anskaviat noch um einige Fuß überragten. Sofort wurde Halaea von zwei Tieren gleichzeitig belagert, Mofa und Anskaviat eilten ihr zu Hilfe. Halaea schwang ihre Axt und ließ ein hämisches Grinsen sehen, als sie zielsicher traf. Tahwyn rannte hinter den anderen her und ließ ihren Feuerball erneut auf die drei Angreifer zuschnellen. In atemberaubenden Tempo griffen nun auch die Gottesanbeterinnen richtig an und fügten allen Schaden zu. Schnell stellte sich heraus, dass die Kreaturen über ein Gift verfügten, dass ihre Angreifer lähmen sollte. Nach einem kurzen aber heftigen Schlagabtausch, in dem auch die Gottesanbeterinnen Einiges einzustecken hatten, wurden Mofa und Halaea schließlich von dem Gift in die Knie gezwungen, wenig später ging auch Tahwyn zu Boden, Anskaviat wurde ebenfalls gefangen genommen.
In hüpfender Manier schleppten die Gottesanbeterinnen nun die Gefährten fort vom Kampfplatz auf eine kleine Felsformation ganz in der Nähe zu. Angekommen, fingen die Kreaturen an, die vier mit klebrigen Fäden einzuspinnen, die, wie an der Felswand zu erkennen war, später kristallisieren würden. Während die Gottesanbeterinnen arbeiteten, konnten sich alle Abenteurer stabilisieren. Plötzlich erkannte Halaea, dass neben ihnen noch drei weitere Menschen eingesponnen wurden. Einer von ihnen tot, der andere nur gerade so noch am Leben. Die Gefährten verständigten sich mit Blicken und beschlossen anzugreifen. Tahwyn murmelte eine lautlose Beschwörung und ein riesiger Adler stürzte, zusammen mit ihrer Fledermaus, vom Himmel herab, dieser Überraschungsmoment gabt Anskaviat und Halaea Zeit, sich von den Gespinsten zu befreien. Sogleich fingen sie an, auch Mofa und Tahwyn aus dem Geflecht heraus zu zerren. Mofa schleuderte sofort einen weiteren Feuerball auf die Kreaturen, zwei der Gottesanbeterinnen wurden verbrannt.
Anskaviat rannte mit erhobenem, leuchtenden Schwert auf die letzte Gottesanbeterin zu, holte zum vernichtenden Schlag aus und … verlor die Kontrolle über seine Waffe. Sie flog in einem perfekten Bogen aus seiner Hand und landete ungefähr zehn Meter weit entfernt im Gras. Die Gottesanbeterin holte zum Schlag aus, traf Anskaviat, der zu Boden ging. Der von Tahwyn inzwischen gerufene Hippogreiff stieß auf die Kreatur herab und beendete den Kampf.
Halaea und Tahwyn machten sich daran, die gefangenen Menschen zu befreien, Mofa ging zu Anskaviat hinüber, vergewisserte sich, dass er noch lebte, drehte ihn auf den Rücken und fing an, die Umgebung nach Beute zu durchsuchen.
Tahhwyn besah sich inzwischen die Kreaturen etwas genauer. Sie trugen geflochtene Bänder und hatten Wurfscheiben und Stabklingen aus dem gleichen milchig-gelben Material bei sich, das vorher am Planwagen gefunden wurde. Halaea machte sich daran, die geretteten Menschen zu verarzten und den Toten zu beerdigen.
Ansonsten fanden die Gefährten nichts Interessantes. Es wurde jedoch vermutet, dass sie direkt in das Nest der Gottesanbeterinnen hinein geraten waren und Tahwyn meinte zu ahnen, dass diese Kreaturen aus einer anderen Dimension stammten und eigentlich in sehr viel größeren Schwärmen lebten.
Schließlich beschlossen die Gefährten, an Ort und Stelle ihr Nachtlager aufzuschlagen. Anskaviat stellte sich abermals in den Mondschein und fühlte sich dieses Mal sofort besser. Am nächsten Morgen, der nur wenige Stunden entfernt war, wurden dann die Bewusstlosen eingepackt und die kleine Prozession machte sich auf den Weg zurück zur Fallgrube. Wenig später wurden der Hippogreiff und Tahwyns Fledermaus mit den Geretteten und einer Nachricht zurück nach Unirea geschickt, während die Helden erneut rasteten und auf Verstärkung warteten, um die Heilmittel zu bergen. Gegen Mittag kam dann auch die Verstärkung aus Unirea, und die vier machten sich auf den Weg zurück ins Dorf.
Dort angekommen, suchten sie zuerst Goa auf, um sich verarzten zu lassen und ihm die gefundenen Gegenstände zu zeigen. Er identifizierte die Wurfscheiben den Gottesanbeterinnen als „Schatkcha“, wusste aber ansonsten nicht mehr über diese Kreaturen.
Wenig später kam den Gefährten zu Ohren, dass einer der Geretteten sie zu sehen wünschte. Dieser bedankte sich zunächst bei den Helden und erzählte ihnen dann eine sehr interessante Geschichte. Er teilte ihnen mit, dass er von einer Person beauftragt worden sei, eine dritte Person in eine andere Ebene zu verbannen, und dass er aus dieser Ebene fünf Kreaturen entführen sollte, die Gottesanbeterinnen. Er sagte, dass er ihnen dies nun erzählen würde, weil sein Auftraggeber ihn verraten hatte, indem er die Kreaturen auf ihn losgelassen hätte. Der Lehrmeister eben dieses Auftraggebers hieß Caleb.
Die Gefährten waren verständlicher Weise sofort ganz Ohr und konnten nicht glauben, dass Caleb sie schon wieder eingeholt hatte.
Der Gerettete erzählte außerdem noch, dass er ein Zugangspasswort zu dieser Ebene kennen würde, das man genau drei Mal benutzen könne und das bei seiner Benutzung ein ortsgebundenes Portal erschaffen würde.
Grübelnd über die Ereignisse der letzten zwei Tage verabschiedeten sich die Gefährten.
Die CollectorZ starteten diese Woche ihr Arenaturnier.
Es waren lange Wochen voller imbrünstiger Planung. Die CollectorZ trugen ihrer Stadt auf, die alten Arenaruinen wieder aufzubauen und für neue Wettkämpfe vorzubereiten. Stein auf Stein wurde gebaut, Säulen wieder errichtet, neuer Sand eingelassen, der darauf wartete durch das Blut mutiger Männer getränkt zu werden.
Die Ausrufe der Marktschreier, der Astral Deva (Hüterin der Stadt) und der vielen Boten schienen ihre Früchte zu tragen. Es meldeten sich viele, sehr viele Freiwillige, offenbar lockten sie die 10.000 Goldstücke als Belohnung. Insgesamt fanden sich 32 Anmeldungen, mit einer großen Vielfalt an Kandidaten (wahrscheinlich ebenso vielfältig wie die Motive ihrer Teilnahme).
Der ehemalige Stadthalter Nioromius wurde mit der logistischen Planung des Turniers beauftragt – möglicherweise ein Fehler, wie sich im Nachhinein heraus stellen sollte. Um der Menge an Anmeldungen Herr zu werden, teilte die Turnierleitung die jeweiligen Mitglieder in Gruppen ein. Es sollte eine Vorrunde geben, jeweils in Gruppen mit vier angemeldeten Teams.
Die Regeln der Arena waren denkbar einfach. Jedes Team brachte genau das mit in die Arena, was es auch bereit war zu opfern, seien dies Gegenstände oder das eigene Leben. Jeder Kampf wurde solange geführt, bis entweder eine der Seiten floh (die Arena verließ), aufgab oder starb. Allerdings sahen die meisten der angemeldeten Teams nicht so aus, als würden sie eine der ersten beiden Optionen in Betracht ziehen. Erlaubt war alles, so lange es die Zuschauer in den Rängen nicht verletzte. Jeden Tag sollte ein Team einen Kampf durchführen (an manchen waren Ruhetage eingeplant, an denen ein Heiler aufgesucht werden konnte). Jedes der Teams hatte zusätzlich Quartiere in den Hallen der Arena erhalten, in denen sich die Kämpfer vorbereiten konnten (Training und Taktik wurden hier besprochen).
Weiterhin behielt sich die Turnierleitung vor, einen von vier Spielmodi zur Belustigung der Massen zu etablieren:
Die normale Arena in all ihrer Pracht
Eine überflutete Version der Arena, gepart mit scharfen Cliffs auf denen man stehen konnte, allerdings auch Gefahr lief sich aufzuspießen
Eine Aufschüttung eines riesigen Hügels mit der alternativen Gewinnoption eine dort platzierte Fahne 3mal auf die eigene Seite zu tragen
Die eigenst dafür konzipierten Fallen in den Wänden der Arena, welche tödliche Speere verschossen, wurden eingeschaltet.
Diese tödlichen Spiele versprachen einen hohen Unterhaltungswert.
Die Vorrunde:
Die CollectorZ selbst entschieden sich als gute Gastgeber nicht persönlich am Turnier teilzunehmen. Stattdessen hielt sich Chancellor Jenotus im Hintergrund. Doch ganz ohne Beteiligung der Bande sollte es auch nicht gehen. Deshalb übernahmen die CollectorZ per Geistesbeherrschung die mentale Kontrolle über vier extra dafür erworbene Sklaven, Importe aus der nahegelegenen Stadt Calimshafen. Als Belohnung für ihre Dienste sollten diese Sklaven ihre Freiheit erhalten und Ehrenmitglieder der Stadt werden. Nach sorgfältiger Selektion der Sklaven in Calimshafen wurden folgende ausgewählt:
– Syrus „the sacred Warrior“, ein hochgewachsener Erdgenasi. Er ist unter den Zuschauern für sein aggressives Auftreten und seine riesigen Waffen bekannt.
– Jared „Black“ Signed, ein Mensch mit besonderen Talenten. Man kennt ihn als Meister der Raptorenzucht und als einen ausgeklügelten Kämpfer. Offenbar scheint er einen gezähmten Raptor namens TIMMEYYYY zu besitzen.
– Roy „the ladiesman“ McKoy, ein kleiner Tiefling, der nicht nur gut bei den Frauen, sondern vor allem bei seinen Gegnern ankommt. So gut, dass er sie oft davon überzeugen kann lieber gleich aufzugeben.
– und Siggie, der Aasimar Heiler, auserkorende sichere Säule des Teams, ein ruhiger hochgewachsener Humanoid, dessen immer freundliche Attitüde im schroffen Konstrast zum harschen Umgang in der Arena steht.
Alle erwarteten die Auslosung der Gruppen, selbst die CollectorZ waren gespannt. Die Turnierleitung loste die Sklaven in die erste Gruppe und zu ihnen drei weitere, vermeindliche Gegner, die es zu bezwingen galt. Als Kontrahenten folgten folgende Auslosungen:
Gruppe 1:
– „CollectorZ“: Die Skalven, die ihre Freiheit versuchen zu erlangen
– „Wild and Sexy“: eine freundliche Gruppe zweier elfischer Waldläufer
– „Strongarm“: Der einsame Frostriese, der im Turnier seinen Reichtum suchte
– „Shintarrr“: Der eloquent, freundliche Kater mit Golemwächter
Noch vor dem Start des Turniers machten sich die CollectorZ auf und überprüften die Aufenthaltsräume ihrer potentiellen Gegner. Nach kurzen Dialogen wurde klar, dass die beiden Elfen offenbar nicht wußte, auf was sie sich eingelassen hatten. Der Frostriese war so von sich überzeugt oder benötigte das Geld dermaßen, dass er dafür bereit war alles zu tun (zusätzlich stellte sich heraus, dass er ein eher zwielichtiges Gemüt hatte). Das finale Gespräch mit dem Kater stellte die CollectorZ vor das Rätsel, warum jemand, der so freundlich ist, seine Haut in einem solchen Turnier riskierte. Es war fast zu bedauern, dass sie gegen Shintarrr antreten mussten.
Und nun war es soweit, die ersten Kämpfe sollten folgen.
Erste Runde – Wild and Sexy vs. Strongarm:
Der Erste Kampf sollte zwischen den Waldläufern und Strongarm, dem einsamen Riesen stattfinden. In einem Duell, bei dem die erstgenannten versuchten so viel Distanz wie möglich zwischen sich und den Riesen zu bringen, während dieser versuchte die Elfen mit seinem gigantischen Schwert aufzuspießen, wurden die Zuschauer nicht enttäuscht.
Lange hielten die beiden elfen durch, bis einer von ihnen zu Boden gestreckt wurde. Der andere Elf schaffte es allerdings, sich kurzehand eines Tricks zu bemächtigen. Mit elfischen Seil band er die Beine des Riesens zusammen, brachte ihn zu Fall und zwang ihn zur Aufgabe.
(Illustration, wie der Riese auf die beiden Elfen einstürmte)
Erste Runde – CollectorZ vs. Shintarrr:
Die CollectorZ mussten im ersten Kampf gegen den Shintarr antreten, einem freundlich, eloquenten Katzenkrieger in Golembegleitung. Die Arena, in der unser erster Kampf stattfinden, wurde überflutet und Steine als Ankerpunkte festgelegt. Dies war die wahrscheinlich ungünstigste Wahl einer Arenaumgebung, nicht zuletzt weil beide Seiten keine Meister des Schwimmens waren. Zu den Kontrahenten wurde noch eine weitere Kreatur als Ansporn – eine riesige, gepanzerte Drachenschildkröte – ins Wasser eingelassen.
Die Gladiatoren atmeten schwer und sonnten sich einen letzten Moment im Jubel der Menge. Bald wurde deren Getöse durch das Gefühl kalten Wassers am ganzen Körper ersetzt. In Kampfformation wurde das Match eröffnet und die beiden Fraktionen schwammen auf einander zu.
Die CollectorZ begannen ihren Gegner in der ersten Runde zu verzaubern – Roy the Ladiesman drang in seinen Geist ein und ließ ihn hilflos im Wasser treiben. Auf den Schultern seines Golems wurde Shintarr gefährlich nah an die Collectors herangetragen. Allerdings – nach mehreren Versuchen die Katze zu treffen, kehrten die CollectorZ zur Beschädigung des Golems zurück, der die Katze trug. Denn offenbar schien der Kater entweder nicht erreichbar oder nicht verletzbar durch die Waffen.
(Schaubild der Arena in Saban – mit Wasser und einem tobenen Kampf)
Zum Leid aller Beiteiligten verlangsamte das Wasser den Kampf und die Parteien verwendeten viel Energie, erreichten dabei aber nur überschaubare Resultate. Roy Mckoy bezauberte den Geist der Katze und hielt ihn so in Schach, so dass sie nicht mehr handeln konnte. Lange sah es danach aus, als würde in diesem Kampf keine richtige Aktivität aufkommen. Während dessen verbrachte der Golem seine Zeit im Ringkampf mit Timmeyyy (Jared’s Raptor) unter Wasser. Er hatte diesen offenbar gepackt und versuchte ihn nun zu ertränken. Was Shintarrr und der Golem allerdings nicht wussten, war dass der Raptor im Vornherein einen Zauber zum Atmen unter Wasser erhalten hatte.
Jared (wir nennen ihn heute einmal Bulls-Eye wegen seiner Treffsicherheit) versuchte konsequent über fast eine Minute (10 Runden) den ruhig stehenden Kater zu treffen – wir attestieren, dass dies auch schwer war, deshalb waren seine vielen Fehlversuche keine Schande, aber ein hohes Amüsement der anderen. Das Publikum liebte ihn trotzdem für seine gestikulierende Art. Es kam das Gefühl von Spannung auf.
Um in diesem Schachmatt zwischen gefühlten Fehlschüssen und geistiger Fremdbeherrschung nicht zu lange zu verweilen, entschieden sich die CollectorZ die mehrfach gefährlich nahe kommende Drachenschildkröte zu erledigen. Syrus genehmigte sich diese als Zwischensnack und Jared half dabei (und traf sogar). Die Schildkröte ihrerseits machte den Fehler sich mit den CollectorZ anzulegen, dabei ihren Drachenodem zu verwenden und zu hoffen, dass dies genug für die Sklaven sein würde. Ein paar intensive Hiebe den Kopf später gepaart mit knisternden Strahlen negativer Energie, hatte sie verstanden, dass dies eine schlechte Idee war. Ihr regloser Körper trieb weiterhin im Wasser.
Zurück zum Kater: Nachdem dieser in die Enge getrieben wurde, prügelte das Rudel des CollectorZ gemeinschaftlich auf den wehrlosen Gegner ein. Er schien bis zum Ende keinen Schaden zu nehmen, allerdings ging sein Golem dafür in die Brüche. Zum Bedauern aller konnte der Kater nicht einmal mehr aufgeben. Und zur Überraschung aller schaffte es Timmeyyy mit gewaltigen Hieben und einer rasanten Attacke Kater endgültig zu töten.
Der Raptor TIMMEYYYYY biß seinem Opfer also zum Schluß die Kehle durch.
So geschah es, dass die Collectors ihren ersten Sieg feierten.
Die Schlacht mit den Dämonen (The Legion of the Trusted)
Lyaari erwachte durch ein lautes Poltern im Nebenraum. Als er die von den Zwergen gestellte Unterkunft verlies und in den Gang hinaus ging, sah er wie beim Magus die Tür weit offen Stand und Geschrei aus dem Raum zu hören war. Ein paar schnelle Schritte später sah er in den Raum und guckte mit an wie Fenner und der Magus am Ringen waren. Irgend ein seltsames Leuchten verbarg sich zwischen Ihren Händen, als Fenner es letztlich doch schaffte die Hände des Magus zu lösen. In einem gleißenden Licht schoß auf einmal das Ding, was Lyaari nun als das Rätselamulett der Truhe aus dem Abbathor Tempel identifizieren konnte, durch die Wand und war weg. Wenige Augenblicke später hörte man die Schreie verzweifelter und alamierter Zwerge. Scheinbar grub sich das Ding quer durch Adbar und die Vermutung lag nahe, wohin es sich bewegte. Fenner und der Magier sorgten sich um seine verbrannten Hände und heilten die schweren Wunden umgehend. Währenddessen brach das gefühlte Chaos in Adbar aus. Das Amulett hatte auch diverse magische Barrieren durchschlagen, was zu einem sofortigen Alarmzustand der Zwergenfeste führte. Lyaari stand am Ausgang der Unterkünfte und sah zu wie sich hektische Zwerge durch die Gänge bewegten welche sich seltsam zu verändern schienen. Kurze Zeit später war Ihre zwergische Begleiterin bereits bei Ihnen und bat sie mit ihr mit zu kommen. Die gruppe vereinte sich wieder und begab sich hinter der jungen zwergin hinter her. Diese bestätigte die Vermutungen bzgl. des Alarmzustands der feste und die Helden erläuterten etwas zerknirscht wohl zu wissen was an diesem Zustand wohl schuld war.
Die ganze Auswirkung wurde Ihnen aber erst bewusst als das Dwar Mädchen ihnen erzählte was das Amulett wohl angerichtet hatte. Nicht nur, dass die Truhe geöffnet war es gab wohl auch Infrastrukturelle Probleme im Berg welche durch die Truhe selbst ausgelöst worden waren. Außerdem gab es Gerüchte von Dämonen.
An Ihren Zielort angekommen wurde die Heldengruppe von einem Trupp Kriegs-Zwerge begrüßt. der Hauptmann erläuterte die Situation erneut und fügte hinzu, dass Dämonen die Truhe verlassen hätten Teile der Kammer, in welcher die Truhe selbst aufbewahrt wurde, eingestürzt sei und man nun gegen diese Wesen zu Felde ziehen müsse. So wurde sich vorbereitet, lediglich eine große Steintür trennte die Gruppe noch von dem Gang durch den sie zur Truhe gelangen sollten. Es wurde beschlossen sich erst einmal leise durch den Tunnel fortzubewegen um festzustellen welchen Gegner man sich den zu stellen habe.
Kurz nach dem das Tor aufgeglitten war erfolgte jedoch bereits der erste Angriff. Ein bösartiges Wesen machte der Gruppe schwer zu schaffen und nach einem schnellen aber harten Kampf, war es dringend von Nöten sich erst einmal von den örtlichen Moradin Priestern zusammenflicken zu lassen.
Als sie die Gänge weiter erkundeten schritten sie über unzähligen Leichen von Zwergen und begegneten hier und dort kleineren Dämonen welche Sie erfolgreich besiegten (OT- Ich weiß ad hoc einfach nicht mehr) IN einem Müllschacht fanden sie zu dem ein kleines Baby welches hier wohl von seinen Eltern zur letzten Rettung deponiert worden war. Diese eine Seele konnten sie Moradin sei Dank retten und brachten sie zügig zu den Zwergen Wachen am Eingang zurück
Nach einiger weiterer Erkundung stießen wir auf den Durchbruch im Boden welcher die Truhe in die darunter liegenden Ebene beförderte hatte. Diese stand offen und ließ unsagbare Wesen frei welche sich rund um die truhe selbst im Kreis aufgestellt hatten. Eine große kuppelartige Barriere trennte die Dämonen von den Zwergen, welche Tief ins Gebet versunken die Unwesen zurück hielten. Hier standen sich zwei kleine Armeen gegenüber und wir befanden uns direkt über Ihnen.
Unter uns konnten wir die Truhe sehen und eine Dämonenhafte Spinne, welche den „Schatz“ bewachte.
*************Wo kam das Seil her?**************
Arrat rutschte an dem Seil herunter in den Raum, während Lyaari sprang. Zu ihren Gunsten bemerkten die Dämonen ihr kommen nicht, da der Singsang der Priester den gesamten Raum erfüllte. Die Spinne jedoch bemerkte Ihr Kommen und fokussierte Arrat an, welcher zum eigenen Schutz glücklicherweise noch einen Zauber wirken konnte. Das erste Zusammentreffen am Ende der Seilrutsche war somit unentschieden ausgegangen. Lyaari versuchte derweil die Truhe zu schließen und musste sich dabei jedoch mit einem magischen Steinwirbel anlegen welcher im Heftigen Schaden zufügte. Während Arrat immer weiter mit der Spinne kämpfte gelang es Lyaari Zug um Zug die Steine in dem Wirbel welcher die Truhe beschütze zu verringern. In einem glücklichen Augenblick gelang es ihm den Wirbel unter weiteren harten Schlägen zu betreten und begann die Truhe zu schließen.
Als Arina wie jeden Tag im Burakrin erschien und fragte, ob sie zu diensten sein könne, baten wir sie um eine erneute Unterredung mit Bromm. Der Prinz empfing uns nur wenig später in einer unscheinbaren, jedoch von fremden Blicken und Ohren abgeschirmten Runedar inmitten der Unterkünfte der Mosdwar. Ohne jegliche Formalitäten kam er schnelll zur Sache. Die Runenmagier und Ollam Adbars hatten bisher weder bei der Erforschung des Throns, des Dormark, noch der Truhe nennenswerten Fortschritte gemacht… Er schien offensichtlich erfreut, dass wir uns schon bald auf die weitere Suche machen wollten…
Wir hatten drei Anhaltspunkte, die eine Hergos Wert sein könnten. Die Marnak als Hinweis auf die verborgene Mine, deren Vergangenheit mir Moradin am Fuße der Graugipfelberge offenbart hatte. Die silverne Gemeinschaft, die -wie wir von Bromm erfuhren- Khundrukar gefunden und bereits seit einiger Zeit zu einer ihrer Lager- und Rückzugsrunedars gemacht hätten. Oder Mithrilhall als Ausgangspunkt für eine Erkundung von Garumns Schlucht… Auch wenn ich meine Überlegungen zunächst für mich behielt, erschienen mir die Aussichten Dornar Bruenors Schmiedehammer in den Tiefen von Garumns Schlucht wiederzufinden mit einigen Schwierigkeiten verbunden, denn ich bezweifelte, dass der Hammer noch immer in den Tiefen zu finden war… Grund waren die Wirren der Arglary. Mithrilhall war meines Wissens nach dessen Rückeroberung mindestest zweimal Angegriffen aus den Tiefen ausgesetzt. Während der legendären „Arglary im Tal der Hüter“ 1358 TZ hatten Dunkelolven Mithrilhall belagert und die Dwarhallen angegriffen. Der Belagerung und Angriffe durch den Orkhen Obould Vielpfeil wurden erst 1372 TZ durch die Unterstützung der Herrin von Silbrigmond – Alustriel Silverhand- zurückgeschlagen, was schließlich in dem stark umstrittenen Gelmbündnis mit dem Orkhenfeldherr endete, welches Bruenor inbesondere unter den Dwar in Verruf brachte. Da Bromm bereits einen Trupp Delvenhandwerker ausgesandt hatte, um die von mir beschriebene Miene ausfindig zu machen, einigten wir uns kurzerhand für eine Hergos nach Khundrukar. Auch wenn die Portale einstiger Tage nicht mehr von Bestand waren, würden die Runenmagier Adbars unseren Weg verkürzen.
Hergos zum Rauvinmar
Ein eisiger Wind riss an unseren Bärten, als wir die Zitadelle in der Dämmerung des gleichen Tages verließen. Nacheinander betraten wir den schmalen Felsvorsprung, um zu dem Plateau zu gelangen, an dem bereits ein Zirkel aus weißbärtigen Marnarnxoth in schweren Roben auf Bromms Geheiß seine Gesänge angestimmt hatte. Anders als mit Hilfe des Torsteins würden sie uns mit der Macht der Runen an den Fuß des Mar Rauvin befördern. Auf dem Boden des Plateaus pulsierten Marnaks, deren Macht mit jedem Atemzug zu wachsen schien. Die Marnarngeschwängerte Luft begann zu Knistern als wir den festen Stand unter den Stiefeln verloren und durch einen sich schlängelnden Tunnel aus silvernem Licht geschleudert wurden.
Wir landeten zu meiner Freude abermals auf einem Plateau aus solidem Nae. Die Dämmerung verstärkte die langen Schatten der um uns herum aufsteigenden Mar. Die Luft war im Gegensatz zur trockenen, frischen Kälte der Eisberge eher dumpf und feucht. Nebelschwaden ließen das unter uns liegende Busch- und Blattwerk wie einen Teppich wirken, der vereinzelt von aufragenden Felsformationen durchbrochen wurde. Ich hatte kaum festen Boden unter den Stiefeln ertastet, als sich Lyari bereits auf dem Rücken seiner neuen Freundin Cashoo in die Lüfte erhob um die Gegend auszukundschaften.
Während Fenner in Frusgestalt vorraneilte wurde ich ohne Vorwarnung von Cashoos mächtigen Krallen ergriffen. In den Wipfeln eines riesigen Baums machten wir eine Pause und versuchten uns einen kurzen Überblick über die Umgegend zu verschaffen. Der mit Säulen gezierte Eingang in den Mar wurde bewacht. Doch anstelle einer Garde Dwar konnte Lyari mehrere Gestalten ausmachen, die offensichtlich in einen Arglary verstrickt waren… Eine Gruppe Trolle wurde von einem winzigen Wesen mit feurigen Stößen in Schach gehalten. Ein Wesen, dass in Cashoo eine in ihrer Blutlinie begründete Abscheu hervorrief. Wir waren uns dennoch schnell einig, dass wir in den Arglary eingreifen würden.
Fast lautlos näherten wir uns in einem atemberaubenden Gleitflug in einem weiten Bogen dem kleinen Nadelvudd, den Lyari für unsere Landung vorgesehen hatte. Das gewagte Maneuver endete statt mit einer eleganten Landung fast in einer Katastrophe. Ich verfing mich in einem dem aufragenden Bäume und fiel – nur von den Ästen der unter mir liegenden Gurnvossen gebremst – in die Tiefe… Erst im letzten Moment gelang es dem celistischen Riesenfrus mich abermals zu ergreifen und so meinen Sturz zu bremsen… Zwei Tatsachen wurden mir dabei unzweifelhaft vor Augen geführt: Dwar waren weder für die Lüfte, noch für den Vudd geschaffen!
Mehrere wehrlose Trollkörper zuckten am Vuddboden während sich ihre Gliedmaßen langsam erneut formten und ihre alte Gestalt annahmen. Wir bahnten uns einen Pfad durch das dichte Nadelgestrüpp und Arrat setzte diesem Wiedererwachen mit seiner flammenden Klinge schnell ein Ende.
Der höllische Diener war keineswegs hilflos. Ganz im Gegenteil, er schien sichtlich Freude an dem fortwährenden Arglary mit den sich immer wieder erhebenden Trollen zu haben. Sein grässliches Kichern klirrte in meinen Ohren wie zerberstender Stahl. Er war sichtlich entsetzt, als er auf Arrats Todesstöße aufmerksam wurde.
Khundrukar
Ich erbat von Moradin Baraktel sowie einen Schutzkreis und trat entschlossen auf die Lichtung, aus deren erdigem Boden steinerne Säulenstümpfe aufragten, die einst eine mächtige Eingangshalle gestützt haben mochten… Der Eingang zu den sagenumwobenen Dwarhallen von Khundrukar war versetzt in die Felswand eingelassen, sodass zunächst der Eindruck eines kurzen Tunnels entstand. An der rechten seitlichen Delvenwand erkannte ich das Banner mit dem Symbol der „Silvernen Gemeinschaft“. Zu gerne hätte ich einen Blick in die „glitzernde Heimstätte“ Durgeddin Steinhammers geworfen, doch der Burakrin ins Innere schien durch eine Naewand versiegelt worden zu sein, die nur eine sehr kleine Öffnung in Augenhöhe bot. Zudem wachten wenige Stiefellängen davor zwei stählerne Stauen, die entweder zur Abschreckung von Eindringlingen aufgestellt, oder aber wirklich über den Zutritt wachten…
Der kleine feige Widerling flatterte hektisch zwischen den Säulen umher, zog sich von dem Schutzkreis abgestoßen jedoch sehr bald zwischen die Statuen zurück. Seine Miene war sichtlich von Unglaube gezeichnet als er mich erblickte und er began mit quietschender Stimme kaum verständliche Murmelings vom Raugh eines „Schwarzhammer“ zu brabbeln. Ich konnte es kaum fassen, aber er schien mich verwechselt zu haben mit… mit wem?… Mir stockte der Atem! Sollte dieser murkelige kleine Nervtöter den letzten Atemzügen Fauraels beigewohnt haben? Er erkannte seinen Irrtum, ignorierte meine drängenden Fragen zunächst, bot mir nach einigen Murmelings allerdings einen Ilith an… Als niederer Diener der unteren Ebenen war er wieder und wieder Beschwörungen durch Marnarnspinnern ausgesetzt und musste deren Willen gehorchen. So wie er gerade im Auftrag eines Magus der silvernen Gemeinschaft über diesen Ort Wachen musste… Der ständige Arglary mit den Trollen schien ihm dabei ein willkommener Zeitvertreib. Er forderte, dass wir ihm im Austausch gegen einen Bericht der Geschehnisse um Fauraels Ende ein Schmuckstück besorgen sollten, welches ihm Barak vor weiteren Beschwörungen bieten würde… Ich war nicht bereit die Ehre meines Vaters nach seinem Raugh zu beschmutzen, indem ich mit einem Teufel schacherte! Sollte es uns gelingen, den Magus der silvernen Gemeinschaft aufzuspüren, würde der kleine Racker ohnehin gezwungen sein, auf dessen Fragen ohne lange Murmelings zu antworten. Ich fragte mich allerdings, welcher ehrenwerte Mann einen derartigen Quälgeist in seine Dienste zwingen würde… Trotz mehrfacher Aufforderungen weigerte sich der Imp seinen Meister zu rufen, entlockte mir jedoch mit einer List – er sprach mit anderer Stimme und gab sich als XXX aus – den eigendlichen Grund unseres Besuchs. Ich verspürte den auflodernden Drang dem Kleinen auf der Stelle den Hals rumzudrehen, zwang mich allerdings zur Besonnenheit und suchte den inneren Gelm!
Ein weiteres voreilig formuliertes Ilithangebot wendete wir allerdings gegen den hässlichen Imp, da wir zu dessen Entsetzen sofort und ohne weitere Verhandlungen einwilligten. Er forderte „50.000“ im Austausch gegen das Hammerheft aus dem Inneren Khundrukars. Wir zogen uns zurück und überbrachten ihm kurz darauf eine vrudden Truhe mit mindestens „50.000“… Tropfen gesegnetes Wasser in einem Weinschlauch, wie er später feststellen sollte…
Der Teufel war ausser sich, hätte sich ein Feilschen gewünscht, dass er letztlich zu seinen Gunsten beeinflussen wollte. Dennoch war er an den von ihm vorgeschlagenen Ilith gebunden. Meckernd verschwand er in dem Loch und kehrte wenig später mit einem besonderen Heft auf, das rein Äusserlich in seiner Schlichtheit den anderen Hämmern Dorwins glich und tatsächlich zum Hammerkopf passen könnte…
Auch der letzte Winkelzug des Imp schlug fehl, denn anders als von ihm geplant nutzten Arrat und Lyari ihre Marnarnkräfte, statt den durch die Statuen bewachten Bereich zu betreten, um an das fallengelassene Heft zu gelangen. Darüber noch mehr in Rage gebracht, forderte er uns auf zu gehen und schleuderte Flammen nach uns, die jedoch wirkungslos an meinem Schutzgebet abperlten. In seiner überschäumenden Wut merkte er an, dass wir doch eigentlich die Schätze der Trolle für ihn hätten Bergen sollen, nun alles schiefgelaufen sei und verschwandt durch das kleine Loch ins Innere…
Fenner kehrte später noch einmal zurück, um Arrats Truhe – Ein altes Familienerbstück – zu bergen.
Die Suche nach dem Unterschlupf der Trolle war für einen erfahrenen Fährtenleser wir Lyari keine sonderlich große Herausforderung.
Das Lager der Trolle
Das wenige Mondlicht wurde immer wieder von vorbeiziehenden Wolken verdeckt und verwandelte den Vudd in ein Labyrinth aus tanzenden Schatten. Trotz der eingeschränkten Sicht musterten wir aus einiger Entfernung skeptisch das vor uns liegende Gelände. Der hügelige Vuddboden bestand überwiegend aus Schlamm und würde nur an jenen Stellen einen einigermaßen festen Stand bieten, wo er von Wurzel- und Buschwerk durchzogen war. Die Anordnung der Dornenbüsche, sowie die Vertiefungen ließen nicht nur mich stutzig werden. Auch Arrat kam ins Grübeln… Dies war keine zufällige Formation! Irgendjemand – möglicherweise ein Befehlshaber – musste die Trolle dazu bewegt haben, das Gelände nach den strategischen Grundsätzen wohlüberlegter Verteidigungsanlagen zu verändern. Die mindestens ein dutzend Burakrin in das Erdreich schienen ebenfalls nicht zufällig gewählt. Welche tödliche Gefahr würde von einem ganzen Stamm der sonst wild und unbeherrscht um sich schlagenden Trolle unter einem geordneten Kommando ausgehen?
Ich fragte meine Gefährten, ob sie im Arglary mit Trollen Erfahrung hätten und sich trotz der Widrigkeiten der Gefahren eines Angriffs bewusst seien… Mein spitzohriger Olvenfreund schien allein die Frage als Beleidung zu empfinden… Die Entscheidung war also gefallen und ich würde mich sicher nicht vor einem Arglary drücken! Lyari führte uns zu einer Flanke, die uns unter den gegebenen Umständen für einen Angriff am geeignetsten erschien. Ich bat Moradin um „Eiserne Stille“, um die Geräusche meiner Og zu dämpfen und möglichst wenig Aufmerksamkeit auf uns zu lenken. Je näher wir den Erdlöchern kamen, desto mehr Trollgestank mischte sich in den ohnehin fauligen Geruch des feuchten Vudds.
Ob es die die letzten Absprachen und Murmelings zwischen Fenner und Arrat waren, oder ein aufmersamer Wachposten war, vermag ich kaum zu sagen. Erst war es ein einziger kehliger Ruf, doch nach und nach began der Boden unter unseren Stiefeln von miteinander verschmelzenden Trollrufe zu vibrieren. Der taktische Vorteil eines Überraschungsangriffs war vergeben und die ohrenbetäubenden Kriegsschreie der Trolle drangen aus den dunklen Erdlöchern und hallten in den Gurnvossen fort… Sie wurden zunehmend zu einer Prüfung der Moral! Ich griff zu meinem Gürteil, zückte das Kriegshorn und ließ herausfordernd das Hornsignal Oghranns zum Angriff erschallen… Zu meiner freudigen Überraschung tat es mir Lyari gleich! Das Hammerheft mit festem Griff umschlossen, bat ich den Seelenschmied um Darsamalagh! Bis auf Fenner, der sich Deckung im nahegelegenen Unterholz gesucht hatte, erwarteten wir gespannt das Auftauchen der unserer Feinde!
Die ersten Angriffe erfolgten einzeln und aus verschiedenen Richtungen. Mit vereinter Schlagkraft fielen die Trolle unter unseren Ros, noch bevor sie in unseren Reihen ernsthaften Schaden anrichten konnten. Waren dies die von aufgeschreckten Trollen erwarteten ungeplanten Vorstöße, oder versuchte sich unser Feind einen gezielten Eindruck von unserer Kampfkraft zu verschaffen?
Ich gab meinen Gefährten ein Zeichen zur Formation und schließlich verharrten wir gespannt Rücken an Rücken harrten aus, um weiteren Angriffen entschlossen zu begegnen…
Die zweite Welle nutzte die offensichtliche Schwachstelle – unsere Unterzahl – geschickt aus. Gleichzeitig brachen vier Trolle aus verschiedenen Erdlöchern hervor und stürmten auf uns ein. Um den Rücken meiner Gefährten nicht schutzlos den scharfen Klauen auszusetzen, musste ich den direkt vor mir auftauchenden Troll schnell kampfunfähig machen. Ich schlug die Hacken zusammen und nutzte etstmals die Macht der Dwarstiefel, die Jorrix für mich erworben hatte. Obwohl jeder meiner Hiebe ihr Ziel trafen und meinen Gegner schnell zu Fall brachten, spürte ich, dass das Spitzohr hinter mir große Mühe hatte, sich der wilden erbarmunglosen Angriffe von zwei auf ihn einschlagenden Trolle zu erwehren.
Die Darsamrem der Gulm bereits auf den Lippen, drehte ich mich um und sah, wie sich meine Ahnung bestätigte… Obwohl Fenner aus seiner Deckung einen Thantanos nach dem anderen in die ungeschützte Flanke der stinkenden Riesen trieb, musste ich mit Ansehen, wie Lyaris Brustkorb von zwei kräftigen Pranken auseinandergerissen wurde und leblos zu Boden ging… Es verblieb uns keine Zeit, die wirkliche Bedeutung der Bilder zu begreifen… Gemeinsam mit dem in Frusgestalt herbeieilenden Fenner und dem taktisch geschickt aggierenden Arrat gelang es uns die drei verbliebenen Feinde zu Boden zwingen.
Im Augenwinkel sah ich, wie sich Cashoo im Sturzflug todesmutig auf eine weitere Gruppe sich langsam nähernder Feinde stürzte und deren Eintritt un den direkten Schlagabtausch um entscheidende Sekunden verzögerte.
Ich nutzte die Gelegenheit für ein Gebet des Gulm und erschrak, als ich meinen Blick auf Cashoos Ziel richtete…
Ein aussergewöhnlicher Widersacher hatte das Schlachtfeld betreten! Flankiert von zwei herkömmlichen Trollen, die er um mindestens zwei Köpfe überragte, schritt er ruhig und besonnen auf uns zu… Sein Schädel war mit einem Thantanos aus einem vergangenen Gefecht verwachsen…
Die Ehre des letzten entscheidenden Hiebs gebührte mir, doch obwohl wir die Schlacht letztlich zu unseren Gunsten hatten entscheiden können, erstickte der schale Nachschmack einer verheerenden Niederlage jeglichen aufsteigenden Funken des Triumphs…
Cashoo kauerte über dem leblosen Olvenkörper und starrte mich hilfesuchend mit ihren riesigen Frusaugen an! Erschöpft sank ich an der Seite meines gefallenen Samrynmer auf die Knie und bat Moradin bei den Seldarin ein gutes Rem für das Spitzohr einzulegen…
Dem Tod von der Schippe gesprungen?! (The Outbreaks)
Als Totes Pferd, Anskaviat, Sana, ihr Wolf und Thoringal zum Muradin Tempel zurückkehrten, bemerkten sie, dass es in der ganzen Stadt verdächtig ruhig war. Es war zwar Mitten in der Nacht aber dennoch war es eine sehr beunruhigende Stille, die sich über die Stadt gelegt hatte. Aufgrund dieser Stille und der Tatsache, dass alle noch recht erschöpft waren von ihrem Versuch den Sklavenhändler zu stellen, beschloss die Truppe sich für diese Nacht einen sichereren Ort zu suchen als einen öffentlichen Tempel. Zum Glück hatte Thoringal am Tage die Gegend rund um den Hafen gezielt nach leerstehenden Häusern abgesucht und konnte sich an ein Haus am Hafen erinnern, welches sehr verlassen wirkte. Nach kurzer Absprache mit der Gruppe war es beschlossene Sache und die Vier machten sich auf zu dem verlassenen Haus.
Auf dem Weg dorthin wurde schnell klar wie angespannt die Gruppe war. Egal ob eine vorbei huschende Ratte oder das zu schlagen von Fensterverschlägen. Jedes kleinste Geräusch ließ die Gruppe zusammenzucken und kurz inne halten. Selbst der im Dunkeln so gut sehende Zwerg erschrak sich vor seinem eigenen Schatten. Als sie an einem kleineren Platz am Hafen ankamen, erschraken sie erneut von einer vorbeirollenden Flasche. Gerade als sie den kleinen Platz wieder verlassen wollten, sah Thoringal in einer düsteren Gasse auf einmal die Silhouette einer Frau, die sich zielstrebig auf die Gruppe zubewegte. Sofort war die komplette Gruppe in Alarmbereitschaft. Schließlich rechneten sie fest damit, dass der Sklavenhändler ihnen Attentäter auf den Hals hetzen würde. Sana sprang sofort hinter ein paar Fässern in Deckung. Thoringal nahm sofort seinen Schild hoch und auch Anskaviat und Totes Pferd zielten mit den Armbrüsten auf die Silhouette der Frau. Als diese scheinbar unbeirrt weiter lief, forderte Thoringal sie aufstehen zu bleiben. Daraufhin schaute sich Rafira, wie die Frau hieß, verwundert um. „Wer seid ihr und was wollt ihr hier?“ Fragte Thoringal Rafira. „Genau das Gleiche könnte ich euch fragen.“, bekam er von Rafira als Antwort. Da meinte Sana aus ihrem Versteck zu Brüllen: „Aber wir haben zu Erst gefragt.“ Doch Rafira ließ sich nicht in die Karten schauen und selbst nach genauerem Nachfragen meinte sie nur, dass sie nach Hause wolle. Daraufhin ließen die Vier Rafira passieren. Als Rafira jedoch grad um eine Ecke gebogen war, krachten auf einmal vier Holzfässer auf den Boden. Genau an der Stelle, wo bis gerade eben noch Thoringal, Anskaviat und Totes Pferd standen. Nun waren die Vier sich Hundertprozentig sicher, dass irgendjemand hier draußen war und ihren Tot wollte. Sie beschlossen also nun noch etwas schneller zu dem Haus zu gelangen, welches vermeintliche Sicherheit bieten sollte. Doch als auch die Vier um die Ecke bogen, stand auf einmal wieder Rafira vor ihnen, die den Krach natürlich bemerkt hatte. Anscheinend hatte sie Eins und Eins zusammengezählt und dachte auch, dass die Vier verfolgt wurden. Sie bat ihnen an doch mit ihr nach Hause zu kommen. Dort sei es für alle recht sicher. Doch den Vieren war es nicht ganz geheuer, einfach so einer Wildfremden zu folgen und lehnten daher ab. Und so gingen Anskaviat, Thoringal und Sana an ihr vorbei. Nur Totes Pferd misstraute Rafira immer noch so sehr, dass er ungern wollte, das Rafira hinter ihm lief. Er machte ihr deutlich, dass sie sich bewegen sollte. Rafira hingegen grinste nur verschmitzt und berührte Totes Pferd leicht am Arm, murmelte etwas vor sich hin und sprang daraufhin ins Wasser und war verschwunden. Die Gruppe schaute darauf hin etwas verdutzt aufs Wasser, wo Rafira gerade verschwunden war. Sie hatten zwar mit vielem gerechnet jedoch nicht damit.
Endlich beim sicheren Haus angekommen, lauschte Anskaviat noch einmal an der Tür um sicher zu gehen, dass das Haus wirklich leer stand. Jedoch hörte er ein Geräusch, als ob jemand mit einem Hobel über Holz fahren würde. Als sich kurz danach wie von Geisterhand die Tür öffnet, war die ganze Gruppe wieder sichtlich angespannt. Bis auf Sana, die ihrer Sache entweder recht sicher war oder einfach recht naiv, denn sie ging auf die Tür zu und betrat mit einem freundlichen „Hallo!“ das Gebäude. Vor ihr in dem Raum saß tatsächlich ein alter Mann und hobelte gerade an einem Stück Holz herum. Ein finsteres Lachen huschte über seinen Mund und eine zitternde Stimme antwortete: „ Guten Abend verehrte Sana.“ Der Rest der Gruppe war dies eindeutig etwas zu merkwürdig und warteten draußen. Sana jedoch fing an sich freundlich und naiv wie es halt ihre Art war mit dem Mann zu unterhalten. Sie fand recht schnell heraus, dass der alte Mann Latos hieß und Särge schreinerte. Auf die Frage für wen diese Särge waren meinte Latos nur: „ Nun ihr müsst euch noch ein wenig gedulden liebe Sana ihr seid erst als Drittes dran. Vor dir sind noch Totes Pferd und Anskaviat dran. Dann kommt ihr und zu Letzt ein Zwerg Namens Thoringal.“ Als Anskaviat das mitbekam, dass dort ein Mann sitzt und seinen Sarg schreinert wurde es ihm zu viel und er schoss Latos einen Feil durch die Brust. Daraufhin viel er tot um. Doch der Hobel, den Latos in der Hand hatte, hobelte einfach weiter. Als Sana ihn anfasste lachte auch sie auf einmal genauso wie Latos vor wenigen Minuten und sagte: „Na gut! Dann brauch einer schon mal keinen Sarg mehr!“. Totes Pferd wurde die ganze Sache allmählich zu gruselig und er beschloss, die Leiche von Latos ins Wasser zu schmeißen. Als er jedoch grade dazu ansetzte dies zu tun hatte er auf einmal einen Aussetzer und obwohl er die Leiche von dem Mann immer noch in der Hand hatte, dachte er, er hätte sie bereits ins Wasser geworfen. Thoringal, der sich die ganze Sache verwundert angeschaut hatte sprach Totes Pferd daraufhin an, ob er nicht endlich die Leiche ins Wasser werfen wolle. Daraufhin bemerkte Totes Pferd, dass er die Leiche immer noch in der Hand hatte und ließ sie verwundert fallen und entfernte sich recht schnell von ihr. Anskaviat nutzte diese Gelegenheit und durchsuchte Latos. Er fand ein Wachssiegel bei ihm und Vier Goldstücke. Nachdem Anskaviat sichergestellt hatte, dass Latos nichts Wichtiges mehr bei sich hatte, wollte er ihn nun endlich ins Wasser treten. Doch als er gerade zum Tritt ansetzte, stand Latos einfach auf und ging mit seiner immer noch blutenden Brust zurück ins Gebäude. Er stieß Sana vom Hobel weg und setzte seine Arbeit wieder mit einem finsteren Lachen fort. Sana hingegen knallte in eine Ecke des Raumes und wurde bewusstlos. Sich selbst eingestehend, dass er Latos wohl nicht von seinem Vorhaben abbringen kann, ließ sich Anskaviat auf ein tieferes Gespräch mit Latos ein. Immerhin erfuhren die drei, dass Barandan Zahn ihren Tot bestellt hatte. Daraufhin schoss Anskaviat einen zweiten Bolzen in Latos hinein. Doch dies interessierte Latos nun gar nicht mehr. Stattdessen fing Sana an genau der Stelle zu bluten wo Anskaviat gerade Latos mit dem Pfeil getroffen hatte. Als Daraufhin die Gruppe beschloss zu gehen und Thoringal gerade durch die Tür nach draußen gehen wollte, fiel diese auf einmal zu und ließ sich nicht mehr öffnen. Latos hatte nämlich beschlossen, die Vier nicht gehen zu lassen ehe er nicht von allen die Maße genommen habe und nach individuellen Wünschen gefragt habe. Zuerst waren alle etwas widerspenstig, doch als sie merkten, dass sie anders wohl nicht aus dem Haus raus kamen, lies sich jeder ausmessen und Anskaviat bestellte noch einen roten Drachen für seinen Sargdeckel. Daraufhin ging wie von Latos versprochen die Tür auf und Totes Pferd legte sich die immer noch ohnmächtige Sana über die Schultern und alle verließen das Haus von Latos.
Nach kurzer Diskussion wohin man als nächstes gehen sollte beschloss die Gruppe zum Gildenunterschlupf von Anskaviats Gilde zu gehen. Draußen wartete jedoch schon die nächste Überraschung auf sie. Rafira saß am Pier neben dem Haus und schmiss gerade etwas ins Wasser. Totes Pferd beschloss zu ihr zu gehen um sich nochmal mit ihr zu unterhalten. Als sie nach kurzem Gespräch auf Sana zu sprechen kamen, machte Rafira das Angebot gegen 300 Gold die arme Sana zu heilen. Als daraufhin der Rest der Gruppe zu den beiden stieß diskutierte man kurz ob Sana einem wirklich so viel wert sei. Währenddessen kam Sana langsam zu sich, jedoch immer noch stark geschwächt und am Bluten. Man fragte Rafira auch wie viel es kosten würde die ganze Gruppe zu heilen, da mittlerweile doch jeder ganz schön angeschlagen war. Rafira machte das Angebot jeden für 200-300 Goldstücke pro Person zu heilen. Doch dies schien der Gruppe ein viel zu Teuer und lehnte deshalb das Angebot ab. Als sich die Vier gerade wieder auf den Weg machen wollten, ging Rafira nochmal kurz auf Sana zu, die immer noch über den Schultern von Totes Pferd hing und berührte sie. Für Sana wurde es auf einmal ganz still. Das Geräusch der Wellen, die an den Hafen schwappten verstummte, das Geräusch der umherfliegenden Möwen verstumme, das Klappern und Scharben der Rüstungen verstummte. Alles war still und selbst als Thoringal den Mund bewegte drang kein einziger Ton aus eben diesem heraus. Sie wollte etwas sagen, merkte wie sie ihren Mund bewegte und die Luft aus ihr herausströmte und doch war kein einziger Laut zu hören. Sie sah wie das Gesicht von Thoringal sich vor Wut verzehrte und er sich zu Rafira umdrehte. Auch Anskaviat legte seine Armbrust auf Rafira an und schoss sofort. Rafira schaffte es jedoch auszuweichen und ins Wasser zu springen und verschwand in den Wellen des Meeres. Jetzt stand für die Gruppe fest, sie müssen sich schnell zurückziehen, da sie nun ein Totes Pferd hatten, welcher aus irgendwelchen Gründen immer wieder Aussetzer hatte und eine schwer verwundete Sana, die zum allem Überfluss auch noch Taub geworden war. Zum Glück war es nicht mehr weit bis zum Unterschlupf von Anskaviats Gilde.
Der Weg zur Gilde verlief zum Glück der Gruppe ohne weitere Zwischenfälle. Dort angekommen wurden sie von Anskaviat durch eine Hintertür ins Versteck gelotst wo sie auf dem Gnom Iltim trafen. Iltim war anscheinend der Kopf der hier ansässigen Diebesgilde und führte die Gruppe in einen kleinen Raum wo man das weitere Vorgehen besprechen wollte. Dort erfuhr die Gruppe dann, dass tatsächlich Kopfgelder auf sie ausgesetzt wurden und dass sie mit ihrem Versuch beim Sklavenhändler einsteigen zu wollen, in der Stadt einen Stein ins Rollen gebracht haben. Iltim stimmt die Gruppe auch nochmal auf ihr eigentliches Ziel ein. Sie sollen versuchen deinen Keil zwischen Bharandas Zhans und dem Fürsten zu treiben, damit der Fürst endlich das Vertrauen in seinen Berater verliert. Dazu müsse sich die Gruppe auf ein Todesfahrtskommando vom Zahn einlassen. Dadurch die wahren Machenschaften vom Zhan zum Vorschein bringen und ihn so endlich bloßstellen. Außerdem warnte Iltim ausdrücklich vor den Umberlee Priestern, da sie dem Zhan direkt unterstellt seien. Nach dieser Besprechung hieß es Kraft für den nächsten Tag sammeln, welcher definitiv anstrengend werden würde.
Die Welt ist nun ein besserer Ort! (The CollectorZ)
Kurz nachdem die Helden, am Großen Tag des Angriffs auf die Stadt der Frostriesen, erwachten inspizierten sie die Stadt und stellten zu ihrere Freude fest, das die Stadt weiter mit Leben gefüllt wurde und viele der Einladung nachgekommen sind hier ein geordnetes Leben zu führen. Strave gab Numerobis noch genaue Anordnungen für den Bau einer Prachtvollen Arena um ein großes Turnier abzuhalten, während Jenotus und Alina mit Gonzo redeten und ihm anboten einer besseren Profession nachzugehen als mit Sand zu Handeln.
Und so schickten sie Gonzo in die Stadt Calimshafen um sort zu verkünden das in Saban ein Turnier veranstaltet werden sollte und jeder Kämpfer, herzlichst, dazu Eingeladen ist an eben diesem Teilzunehmen. Desweiteren sollte er Sklaven die Freiheit anbieten, wenn sie Stellvertretend für die Stadthalter, am Turnier teilnehmen und eben dieses Überleben.
Bis zum Start des Turniers in einem Monat sollten aus diesen Sklaven Kämpfer gemacht werden und um dies zu Gewährleisten wurde Moment beauftragt sie zu trainieren und auszurüsten.
Nach dem der Chancellor und seine Berater diese Order verkündeten zog sich Jenotus zurück um einen Zauber auszuprobieren von dem er Gelesen hat und nun endlich die Möglichkeit gekommen war um diesen Anzuwenden. Er sein Familiar und Taric zogen sich in den Tempel zurück um alles Vorzubereiten.
Einige Minuten Später trafen der nunmehr Astrale Taric und Jenotus auf Alina und Strave und alsbald teleportierten sie sich zum Eingang des Frostriesendorfes. Schnell war klar das überall in und um das Dorf Runen verteilt waren um das gesammte Dorf zu mobilisieren und die Angreifer zu vertreiben. Schnell war klar das hier sehr Taktisch und mit Fingerspitzen Gefühl vorgegangen werden musste um keine Unschuldigen zu verletzen oder gar zu töten. Also entschied man sich ersteinmal das gesammte Dorf auszuspähen und dann nach und nach die Riesen zu dezimieren ohne das es jemand merken sollte. Der Plan war so einfach wie genial Die bösen Riesen werden unschädlich gemacht, in das portable Loch gestoßen und von Illusionszaubern, zumindest optisch ersetzt. Schnell waren die ersten Riesen in den Gängen im Loch als sich ein nicht unerhebliches Problem auftat. Einige der Riesen waren im Besitz von Amuletten die die Unsichtbarkeit der Gruppe durchschauen konnte. Zum Glück waren sie kaum Stärker als die normalen Kämpfer und so wurde innerhalb weniger Sekunden immer alle Riesen ausgeschaltet die ein Amulet besaßen als auch alle in Sichtweite befindlichen Riesen.
Erneut machte sich Jenotus einen kleinen Spaß daraus die Kontrolle über einen Einzelnen Riesen zu übernehmen und so für die Nötige Ablenkung zu sorgen, so trug sich folgendes Schauspiel zu:
Seargent:“Eland Man erzählt sich am Feuer das ihr euch an den Knaben ergötzt Was sagt ihr Dazu?!“
Eland:“Aber Chef, ihr wisst doch was ich gerne Nach den Festen mache…“
-Eland wird von Diversen Waffen aufgespießt und kriegt eine Axt ins Gesicht-
-Eland ist Tot-
Der Seargent enthauptet sich selber, während hinter ihm ein ein weiterer Frostriese von Einer Hydra enthauptet wurde.
Eine größere Herausforderung wartete allerdings noch auf die Gruppe. In der Haupthalle wartete eine Riesige Schar von Riesen, welche so weit Verteilt war das Jenotus sich benötigt fühlte hier für Ordnung zu sorgen…
Jenotus, in Form eines Beholders, schließt sein Auge und um ihn Herum beginnt schwarze Energie zu Pulsieren um aus dieser Energie beginnt er einen Strahl zu formen welcher sich erst vervielfältigen um anschließend massiver wird. Nach und nach springt der Strahl von Frostriese zu Frostriese und als die Strahlen alles erreichen fällt die Gesamte Haupthalle voller Riesen ohne weiteren Hilfeschrei oder sonstiges Mätzchen Tod um. Selbst ihr Anführer, der Jarl, konnte dieser geballten Magischen Salve nichts entgegensetzen. Die Gefahr ist gebannt oder ist sie etwa noch nicht vollends gebannt?!
Einige Überlebende wurden von den Anderen Helden getötet. Alina befriedete eine monströs wirkende Frostriesin, Taric brach einem weiteren aus dem Nichts das Gesicht, was seine Wut für den Augenblick befriedigte und Strafe Spießte einen weiteren Aufseher mehrfach auf.
Aufgrund des recht gefüllten portable Holes kam Jetons auf die Brillante Idee einen Black Ooze zu beschwören und behutsam in das Loch zu setzen. Es dauerte nicht lange und der von Strave „Fleischer“ genannte Ooze begann sich von Oben beginnend langsam durch das mit Riesen gefüllten Loches zu fressen und alles zu Zersetzen was für die Helden nicht von Wert war. Übrig blieben nur unmengen an Äxten und hervorragend gearbeiteten Rüstungen.
Eine Etage Tiefer trafen sie auf weitere Riesen und Jetons machte sich einen Spaß daraus einen weiteren Seargent zu übernehmen und diesen Freiwillig in den Black Ooze springen zu lassen.
Die nächsten 5 Riesen bekamen etwas mehr Aufmerksamkeit.
Jenotus sprach durch einen ranghohen Riesen auf 2 weibliche Exemplare ein und sagte
„Margret und Melanie, Ich finde es ÄUßERST Fragwürdig das ihr hier rumhuhrt!“ Und lies den Riesen seine Axt zücken um beide Frauen mit einem Einzigen kolossalen Hieb zu enthaupten. Kurz nach diesem Gnadenstoß wurden 2 weitere Riesen von 2 Hydren und mehreren Dreizacken befriedet.
Den riesen Boerd, von Freunden liebevoll Bernie genannt, ereilte ein finstereres Schicksal. Er wurde wahnsinnig und konnte all die Verluste nicht verkraften und begann wie im Wahn immer und immer wieder in die Felswand zu springen. Nach 3 versuchen schaffte er das was er sich wünschte und ein Riesiger Stein bohrte sich durch sein Linkes Auge und sein Körper blieb regungslos an der Wand hängen.
Die letzten der Wachen, welche die Zivilisten bewachten, wurden wie vom Schlag getroffen gleichzeitig niedergerafft. Taric empfahl sich dabei besonders und riss mit brachialer Gewalt einen Riesen entzwei während Alina einen Riesen in Einzelteile zerbiss und Strafe begnügte sich damit das Herz mit seinen Wurfwaffen aus dem Gegner zu schneiden.
Nun standen der Befreiung der hier anwesenden Menschen nichts mehr im Weg, nachdem Alina sich vergewisserte das hier keine Böse Entität unter ihnen weilt, erschuf Jetons eine Illusion einer Weißen Gestalt um mit ihnen zu reden und sie in die Stadt Saban einzuladen um dort ein friedlicheres und geordnetes Leben zu verbringen.
Was sich am letzten Ende der Höhle befand war, beunruhigend. Offensichtlich hauste hier ein sehr Alter Drache mit seiner Brut welcher jedoch bevorzugt seine Brut in Sicherheit brachte anstatt sich den Abenteurern zu Stellen. Jedoch lies er äußerst interessante Dinge zurück als auch einen Haufen voller Gold. Desweiteren wurde das Versprechen gegenüber Moment eingelöst und einige Ansehnliche Frostriesinin wurden, auf freiwilliger Basis, mitgenommen.
Schnell war auch klar zu wem der Teleportationszauber gehörte welcher früher in der Höhle gewirkt wurde…
Und so wurde an diesem Tag die Welt zu einem besseren Ort und ein Weiteres Ziel wurde klar.
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