Liebste Mutter, wieder sitze ich an einem Schreibtisch und schreibe dir während die Anderen unten sitzen und am Essen und Trinken sind.
Ich brauche eine kurze Auszeit um meine Eindrücke zu ordnen. So viel ist passiert und ich weiß nicht wohin mit meinen Gedanken und Gefühlen.
Aber von Anfang an:
Das Wichtigste zuerst. Yggdra ist wieder da. Er wurde von Strahd persönlich zu mir gebracht. Mitten in der Nacht stand er in meinem Zimmer. Ich war so glücklich, dass ich Strahd etwas Versprach. Ich weiß ich weiß… wie kann ich nur? Aber er hat mir doch Yggdra zurückgebracht und genauso schnell kann er ihn mir wieder nehmen. Die Anderen wissen davon noch nichts, nur Tebaun ahnt vielleicht etwas.
Und da sind wir auch schon bei ihm. Dem Neuen Mitglied unserer Gruppe. Ein Elf. Mutter… jemanden wie ihn habe ich bei uns zu Hause noch nie gesehen. Ich kenne zwar die Geschichten von den Elfen mit der dunklen Haut und dass sie es oft waren, die Probleme gemacht haben. Doch zum Glück war Tante Agathe immer anderer Meinung und ich bin froh, dass ich ihre Denkweise übernommen habe. Denn er ist wirklich nett und er strahlt innerlich und damit löst etwas in mir aus was ich noch nicht zu ordnen kann. Wenn du ihn nur spielen hören könntest. Mit so viel Hingabe und Leidenschaft.
Doch ich schweife ab, mal wieder.
Yggdra und ich redeten die ganze Nacht. Er erzählte was ihm widerfahren war und ich habe ihm berichtet was uns alles passiert war. Ich erzählte ihm auch von unserem neuen Begleiter und dass er etwas in mir auslösen würde, doch anstatt darauf einzugehen wechselte er das Thema und fragte nach seinen Sachen. Da war es bereits Morgen und es klopfte an unserer Tür.
Ich wollte sie nicht öffnen, wollte Yggdra noch ein wenig für mich alleine haben, doch er machte die Tür auf und Tebaun stand davor. Ohne zu zögern lud Yggdra ihn zu uns ins Zimmer ein. Und jetzt kommt es, während mein Freund in meinem Rucksack nach seinen Sachen suchte, erzählte er von seinem Schwert, welches ich leider verloren habe. Aber nicht nur das, er erzählte Tebaun so gut wie alles von sich. Ich habe Wochen dafür gebraucht, dass er sich mir so öffnete. Tebaun lauschte ihm auch gespannt und stellte ein paar Fragen, bis er sich von uns verabschiedete, da er mit den Anderen unten auf uns warten wollte.
Als wir dann zusammen zu den anderen stießen, schienen alle schon bescheid zu wissen, dass Yggdra wieder da war und er wurde herzlich begrüßt.
Während wir nun gemeinsam am Tisch saßen und überlegten das Fest der brennenden Sonne zu schwänzen um der fehlenden Weinlieferung nachzugehen ertönte auf einmal ein Horn und die Wirtin warf uns aus der Taverne. Das „Fest“ hatte schon begonnen doch wirkte es eher wie ein Trauermarsch. Auf der Straße liefen Kinder voran, gefolgt von den Erwachsenen. Es wirkte alles traurig und gezwungen. Nur der Bürgermeister auf seinem Pferd wirkte fröhlich und betonte immer wieder „alles wird gut“.
Während wir also Richtung Markplatz liefen fing es an zu regnen. Nicht nur so ein bisschen, nein es schüttete richtig. Und so klappte das Anzünden der riesigen Bastkugel natürlich nicht. Ich musste mein Lachen wirklich zurückhalten, doch hörte ich in meinem Kopf jemand Bekannten lachen. Er steckte also dahinter. Eine Wache konnte sich ein Kichern nicht verkneifen und natürlich wurde er sofort festgenommen und hinter das Pferd des Bürgermeisters gespannt.
Auch als jemand die Bastkugel anzündete ließ er den Mann nicht frei und der Marsch zog weiter in Richtung der Kirche. Theo setzte dem Bürgermeister nach. Mutter ich weiß nicht warum, aber ich glaube mit ihm stimmt etwas nicht. Er wirkt abgelenkt und nicht bei der Sache. Als ich einmal neben ihm saß und mich an ihn lehnte ist er aufgesprungen und weggelaufen. Was ist nur los mit ihm?
Wie dem auch sei setzte Tebaun Theo nach. Ich wollte auch schon hinterher, als ich einen Schrei hörte. Schnell fand ich heraus, dass wohl ein Tier aus einem Wagen ausgebrochen sei. Die Leute, die ganz hinten liefen gingen dann eher in ihre Häuser zurück, als dem Bürgermeister zu folgen.
Ich schloss zu den Anderen auf und berichte ihnen was ich gehört hatte und führte sie zu dem Wagen. Nach ein wenig Zeit bekamen wir heraus, wo sich der Besitzer des „Tigers“ befand und wir machten uns auf Richtung Taverne.
Rictavio
Theo hatte wieder anderes im Sinn. Er wollte direkt zu Maduin in die Kirche. Auch wenn das der Ort ist wo ich nicht hinwollte, musste ich Theo erstmal hinterher. Ich probierte mit ihm zu reden, doch er vertröstete mich auf später.
Und so suchten wir nach dem Tier doch wir trafen auf Hara, die uns berichtete, dass Tebaun und sie das Tier gefunden hatten und nun den Besitzer suchten. Relativ schnell fanden wir ihn auch und brachten ihn zurück zu Tebaun. Rictavio, der Halter des Tigers, war uns sehr dankbar und bat uns um Hilfe. Er wollte ungesehen aus der Stadt verschwinden und Tebaun und ich machten uns auf, die Wachen in die entgegengesetzte Richtung zuschicken währen Hara und ihre Männer den Wagen holten. Wir blickten Rictavio hinterher, als er die Stadt verließ.
Da es die ganze Zeit über regnete machten wir uns auf in die Taverne. Hier konnten wir uns aufwärmen.
So liebe Mutter. Es tat gut dies alles niederzuschreiben. Jetzt sollte ich wohl langsam zu den Anderen zurück.
Theo kam gerade zur Taverne, als die anderen zum Haus der Wachters aufbrachen. Das Haus sah alt und ruinös aus, und doch konnte man eine einstige Erhabenheit erahnen. Während die anderen an einem Baum in der Nähe rast machten, klingelten Maduin und seine ‚Assistentin‘ Arabella und wurden mit der Aufmerksamkeit eines gehobenen Dieners begrüßt.
Bukd von Miguel Harkness
Der Bat sie herein und nachdem sie ihr Anliegen hervor gebracht hatten, benachrichtigte er auch die Dame des Hauses. Die Matriarchin lies in angemessener Würde auf sich warten, war dann jedoch ganz Ohr als sie Herrn Maduins anliegen, ihre Tochter zu behandeln, hörte. Doch die neuen Bande wurden wieder belastet, als sie das Problem beschrieb. Seit der gelösten Verlobung mit dem Sohn des Bürgermeisters Walaki einem Wahnsinn verfallen und man hörte nun auch das Kratzen an einer Tür im oberen Stockwerk und eine leise, junge Frauenstimme sagen. ‚Das Kätzchen will raus‘
Eine direkte Heilung hatte auch der erfahrene Maduin nicht zur Hand, er fand jedoch einen dunklen Einfluss im Keller. Die Matriarchin zeigte jedoch kein Interesse daran, Maduin dort nachsehen zu lassen. Nicht, ohne das er seine Vertrauenswürdigkeit beweist, in dem er den buckligen Diener Walakis beseitigte.
Für den gläubigen Anhänger Latanders eine Unmöglichkeit, derartiges zu Versprechen. Und so verließ man das Haus erst einmal und Arabella und er trafen sich wieder mit der Gruppe. Nachdem sie die Situation beschrieben hatte, beschloss man, besondere Talente Theos zu nutzen und den Keller unbefugt zu kontrollieren.
Schließlich waren sie ja auf der Suche nach Yggdra und ein durch eine dunkle Macht bewachter Keller, so waren sich alle einig, wäre ein guter Ort um den Magiekundigen zu verstecken.
Doch plötzlich bemerkte man, das Arabella sich davon geschlichen hatte und die Gruppe ging um das Haus, um sie zu suchen. An der Seite fanden sie Arabella bei einen Gesindeeingang und Tebauns Sinn für Magie schlug an.
Der Versuch der Heimlichkeit war zum Scheitern verurteilt, weil nun gleich vier Personen beschlossen, den Keller aufzusuchen. Nur die Drachengeborenen blieben im Vorgarten und hielten Wache. Für Herrn Theo war auch das Schloss kein Problem, als jedoch alle vier drinnen waren, lösten sie wohl eine Falle für ungebetene Gäste aus und Theo war total entgeistert, Nekromantie zu finden. Einige Skelette befreiten sich aus dem Boden und griffen die verwirrten Abenteurer an.
Alles in allem konnte die Gruppe die Situation mit wenigen leichten Verletzungen entschärfen, doch als sie durch eine Tür gehen wollten, hinter der sie dunkle Einflüsse vermuteten, kam ein Mann durch eine Drehtür, rief panisch ‚Eindringlinge‘ und wirkte Maduin einen, wie sich erweisen sollte, länger wirkenden Zauber und verbrannte ihn zu Asche.
Die Tür fiel wieder in einen geschlossenen Zustand und auf der anderen Seite versuchte ein Mann, der sich als Anton vorstellte, sie weg zu schicken. Doch Maduin hatte andere Pläne. Mit einem weiteren Zauber lies er die Tür in einer Schockwelle rotieren, die jedoch Tebaun durch die Gegend schleuderte und was die Skellete nicht geschafft hatten, hatte nun Maduin geschafft und Tebaun lag Regungslos am Boden.
Das machte so viel Lärm, das draussen Hara alarmiert wurde und nach einem kurzen Nachrichtenaustausch mit Arabella zusammen mit Schnellfuß in den Keller folgte. Schnellfuß versorgte Tebauns Wunden.
Maduin erhaschte derweil einen ersten Blick in den nun zugänglichen Raum, wo er ein Pentagramm am Boden und drei Leute in schwarzen Roben sah, doch bevor er weiteres Unheil anrichten konnte, ging Theo in den Raum und zückte sein Rapier. Überrascht stellte er fest, das statt aggressiver Angriffe nur eingeschüchterte Laute zu vernehmen waren. Derweil schickte Maduin Hara als Hilfestellung hinein, doch beim Anblick der Drachengeborenen gerieten die Leute in Panik. Hara konnte noch eine Person zurück halten, doch die anderen zwei rannten direkt in den noch immer wirksamen Schutzzauber Maduins und wurden zu Asche verbrannt.
Alle, die es mitbekamen, waren entsetzt.
Hara wollte die Frau zu ihrer eigenen Sicherheit fesseln, doch Theo fuhr Maduin an, dass dieser seinen Zauber löst und führte die Frau nach draußen. Hara und die gute Frau erfuhren erst jetzt von dem Schicksal ihrer drei Bekannten.
Nachdem Hara, die Frau und Theo nach draussen gingen und Arabella und Schnellfuss sich noch immer um Tebaun kümmerten nahm es Maduin nun auf sich, den Raum mit dem Pentagramm zu untersuchen, doch die Tür schlug hinter ihm wieder in eine verschlossene Position. Maduin war sehr verstört, als ihm plötzlich Strahd persönlich erschien. Dieser jedoch zeigte sich in guter Laune ob der vom Kleriker gebotenen Unterhaltung und klärte ihn auf, das er die gute Tochter nicht mit irgendwelchen Klerikalen Mitteln heilen kann, sondern dafür einen hochwertigen Zauber braucht, den er ihm jedoch, und er warf ihm eine Schriftrolle zu, als Dank gerne gibt.
Die ganze Zeit über war Maduin wie eingefroren, doch genau so schnell, wie Strahd da war, war er auch wieder weg, und die Tür lockerte sich wieder. Maduin vertraute der Sache nicht so wirklich, nahm aber die Schriftrolle und zwei weitere Schriftstücke, die er fand, an sich, bevor er zu den anderen Aufschloss.
Mittlerweile erfuhr Theo von der eingeschüchterten Frau, dass sie sich dort im Keller waren, um sich vor dem Bürgermeister und dem Fest der brennenden Sonne verstecken zu können. Nach dem möglichen Verblieb von Ygddra befragt, meinte sie, dass ein Mann weg gebracht wurde.
Nachdem die Gruppe ihr verstörendes Werk vollbracht hatte, sammelte man sich im Wirtshaus auf einem der Zimmer und besprach die ganze Situation. Nachdem Maduin die Rolle erklärt und präsentiert hatte, passierte jedoch ungewöhnliches – Theo schnappte sie sich und rannte damit hinaus. Tebaun wirkte die ganze Zeit über ein wenig verstört. Schliesslich verabschiedete sich Maduin, um zur Kirche aufzubrechen und auch Tebaun verschwand.
Auf dem Weg allerdings machte Maduin eine schreckliche Erfahrung: Im kam eine Vision von Latander, der ihn mit Blindheit bestrafte und seine heiligen Symbole sprengte.
Arabella fand Theo vor dem Haus. Nach einer Weile erzählte er ihr, dass er mit der Schriftrolle den Schlüssel zur Lösung seiner eigenen Mission in der Hand hielt und er mit sich kämpfte, sie nicht zu stehlen und damit zu seinem Meister zurückzukehren.
Doch früher oder später begaben sich alle zur Nachtruhe. Doch es war noch immer nicht das Ende des Tages. Arabella erhielt Besuch. Strahd kam vorbei und erklärte ihr, das Yggdra bei ihm sei. Er freue sich schon auf den Besuch der Abenteurer.
Weiterhin im Feuerfinger festsitzend und bisher auch weit und breit keine Spur von Manfred, Bees Mentor, überlegt sich die bunte Gruppe von Abenteurern, wie es nun weiter geht.
Einfach so den Kamin hinauf klettern scheint keine gute Idee zu sein, zumindest nicht am Tage. Wieder hinunter schon gar nicht, dann wäre wohl der gesamte Weg und all die Strapazen hinfällig gewesen. Einen anderen Weg scheint es auch nicht nach oben zu geben, also was tun? Es wurde ein wenig hin und her diskutiert und schlussendlich waren alle damit einverstanden, die Nacht vergehen zu lassen und am nächsten Morgen zu schauen, wie sich die Situation entwickelt hat.
Romero, Musharib und Xandala machten es sich in dem Raum, in welchem der Kamin zu finden war, gemütlich und der Rest der Truppe ging zurück in den Raum, in welchem das Pterafolk ein kleines Lagerfeuer entfacht hatten. Genau dieses wurde wieder entzündet, Fitz nutze seine Magie um Frühwarnzauber auf den Eingang zu den Höhlen zu legen und Nim Ojoo hielt die erste Wache. Alles war still und ruhig, nur der Wind rauschte um den Eingang und führte dazu, das ein leises und verträumte Säuseln sich in den Höhlen breit machte. Nim Ojoo konnte ohne weiteres die Sterne am Nachthimmel sehen, da es kaum Wolken in der Nacht gab und die Felsnadel so hoch stand, das nichts und niemand die Sicht auf das Nachtgestirn behindern hätte können.
Als sich Nim Ojoo im hinteren Höhlenbereich, schon fast direkt unter dem natürlichen Kamin befand, wurde Fitz plötzlich jedoch von seiner Magie gewarnt. Ein fiepen und klingeln, was nur Fitz hören konnte, teilte ihm mit, das irgendwas in den Höhlenkomplex eingedrungen sei. Er stand auf, noch vollkommen müde und schlaftrunken und torkelte zum Eingang. Vor ihm stand, nein, hockte eine humanoide Kreatur. Sie sah menschlich aus, trug irgendwelche Felle die nicht sonderlich fest oder gar ordentlich aussahen. Das Haar zerzaust und filzig, Dreck übersät den Körper wie eine Art Bemalung. Fitz zog sofort sein Schwert, war sich allerdings nicht ganz sicher, was er nun machen sollte, die Kreatur hockte dort einfach nur. Er probierte mehrere Sprachen aus, in welcher er die Kreatur ansprach, aber sie reagierte nicht darauf. Als Fitz mit seinen Ideen am Ende war, ertönte in seinem Kopf eine männliche Stimme: „Du siehst müde aus, lege dich wieder schlafen.“ Nun sah Fitz nicht nur müde, sondern auch verwirrt aus. „Was willst du hier?“ fragte Fitz laut. „Ich will die Gruppe treffen, und Bee und Cathari. Lege dich hin.“
„Warte hier, ich hole sie.“ meinte Fitz und ging zur Gruppe zurück, um diese zu wecken.
Arannis, Fitz und auch Nim Ojoo gingen zum Eingang, aber der recht wild aussehende Mann war weg. Arannis überredete Fitz, das er sich endlich hinlegen solle, bevor er sich noch irgendwas anderes zusammen fantasiert.
Am nächsten Morgen war weiterhin nichts von diesem komischen Mann, den Fitz gesehen haben wollte, zu sehen. Außer, das am Höhleneingang getrocknetes Fleisch lag. Mehrere Portionen, von welcher Arannis tatsächlich etwas probierte. Es schmeckte gut, könnte vielleicht eine priese Salz und Pfeffer vertragen, davon abgesehen, war es gut.
Nachdem auch die Gruppe gefrühstückt hatte, unter anderem von dem plötzlich aufgetauchten Fleisch, holte Romero eine seiner hölzernen kleinen Puppen, welche er im Wald gefunden hatte, hervor und sprang von der Felsnadel. Jeder war sichtlich überrascht und wusste sich nicht zu helfen, allerdings, Romero schwebte wie eine Feder dem Boden entgegen, bis er in der Felsnadel wieder verschwand. Es dauerte gut 30 – 45 Minuten bis Romero wieder oben war und ohne das er dem Rest Rede und Antwort stand, holte er die andere Holzpuppe hervor und sprang erneut vom Turm. Auch diesmal schwebte er dem Boden entgegen, bis er erneut aus der Sicht der Gruppe verschwand. Nun dauerte es knapp 60 Minuten bis Romero wieder im Höhlenkomplex angekommen ist und erzählte, nach dem er gefragt wurde, was das alles sollte, das er einfach nur etwas testen wollte und es auch funktionierte. Mehr sagte er dazu allerdings nicht.
Noch ein wenig verwirrt von dem, was Romero tat und auch sagte, fing dieser auch gleich an, den Kamin hoch zu klettern. Noch überrascht, folgte Arannis ihm schnell und dies war auch gut so. Romero kletterte zwar schnell und wirklich gekonnt, übersah allerdings eine feine Schnur, die mitten im Kamin gespannt war. Arannis machte Romero darauf aufmerksam, dass sein Rucksack sich bereits in der Schnur verfangen hatte.
Bevor nun eine halsbrecherische Aktion vollführt werden konnte, klettere Romero ein kleines Stück zurück, suchte sich mit gespreizten Beinen einen guten Stand und griff nach der kleinen Glocke, welche an der Schnur ging. Danach durchschnitt er die Schnur und steckte die Glocke weg.
Danach klettern die beiden weiter den Kamin hinauf und nach guten 15 Metern bemerkten sie, dass kurz unter dem Ausgang die Kaminwände mit frischem und getrocknetem Blut übersät waren. Am Vortag war dies noch nicht der Fall gewesen, was die beiden natürlich böses ahnen ließ.
Am Ausgang des Kamins angekommen, schob Romero seinen Kopf vorsichtig hinaus und erspähte ein Plato, einen weiteren kleineren Turm der an einer der 4 Kanten stand, mehrere Leichen und 6 von diesem komischen Pterafolk. Nachdem er dies alles Arannis mitgeteilt hatte, sprachen sie sich ab, schnell aus dem Kamin zu klettern und in den Turm zu rennen.
Es dauerte auch nicht lange und da liefen die beiden auch über das Plato, in Richtung des Turmeinganges. Natürlich blieb dies nicht unbemerkt, so klimperten beide metallisch, mit all dem was sie an sich trugen und so gleich machte sich das Pterafolk auch auf, um sich auf die beiden Abenteurer zu stürzen.
Der Rest der Gruppe, der bisher noch zurück blieb, blickte in den Kamin und sah nur, wie sich Arannis und Romero aus diesem auch her ausschwangen und aus dem Sichtfeld verschwanden. Direkt danach kam das kreischen und Gerufe vom Pterafolk, welches leicht hallend durch den Kamin nach unten in die Höhlen geleitet wurde.
Gedankenexperimente – ein innerer Monolog eines Anderweltlers (Shield of Light)
Da standen wir nun, in der Kirche, umgeben von Särgen einem richtigen Toten und einem lebenden Untoten. Ich fragte mich, wie Schnellfuß Zustand sich auf diverse zukünftige Umstände auswirken würde, wirken meine Heilzauber bei ihm, funktioniert sein Organismus anders als der von richtigen Lebenden, ist er ein Spion Strahds oder könnten wir ihn als Doppelspion gegen Strahd verwenden doch sämtliche Anfragen hierzu wurden von Hara abgeschmettert, sodass ich gar nicht zu Wort kam. Für Notfälle oder die ein oder ähnliche Situation wie Blauschuppes abgetrennte Kralle konnte ich mich dadurch nicht vorbereiten aber diese echsenartigen Kreaturen hatten wohl andere Prioritäten als Überleben und Sicherheit.
Ein moralisches Dilemma, einen Körper ausgiebig untersuchen zu wollen, aber den Verlust eines geschätzten Kameraden dafür in Kauf zu nehmen, war ein zu hoher Preis, sodass ich mich für dieses mal hierzu geschlagen gab.
Die Gruppe entschied sich nach leichten Sondierungen zur Arbeitsteilung dazu, Theo den Sarg des frisch Verstorbenen auf seiner Scheibe zur Kirche bringen zu lassen, während der Rest sich reorganisierte.
Und da hiernach niemand gern allein sein wollte, gingen wir Theo hinterher, der etwas von der Vampirerde zur weiteren Untersuchung mitnahm, um ggf. mit seiner Magie den Aufenthaltsort der Vampire zu bestimmen, da die Fährte der untoten Kreaturen an den Glassplittern der Fenster endete – verdammte fliegende Blutsauger.
An der Kirche angekommen musterte uns eine dunkle Gestalt, die sich später als ein neuer Gefährte herausstellen sollte. Jetzt waren jedoch andere Dinge wichtiger.
In der Krypta angekommen räusperte ich mich gegenüber Vater Lucian, um ihn in angemessener Weise auf den Inhalt des Sargs hinzuweisen. Dieser öffnete den Sarg und identifizierte den verstorbenen Meliroy, sichtlich geschockt und schweren Herzens. Schuldgefühle plagten mich, ich brachte es jedoch nicht über das Herz, ihm zu beichten, dass ich den Jungen scheinbar in sein verderben geschickt hatte, diese Sünde würde ich auf meinen Schultern tragen – um das Leiden seiner Familie zu lindern, spendete ich jedoch ein Goldstück, die versprochene Bezahlung, um zumindest etwas Verantwortung zu übernehmen. Von einem Stück Gold konnte die Familie wohl eine gute Weile überleben, genug Zeit, um Antworten zu finden.
Mir wurde erneut deutlich wie gefährlich und tödlich doch diese Welt war und wie unsicher unser eigenes Überleben bisher aussah.
Nachdem die Drachengeborenen (außer Schnellfuß, dieser konnte die Kirche durch die Weihung als Untoter nicht betreten, was eine wesentliche Antwort auf eine der relevantesten Fragen darstellte) den Sarg von der Scheibe hieften und Theo sich für seine Untersuchungen der Erde zurückzog, machten wir uns auf zur Taverne, um uns zu beratschlagen.
Draußen reichte uns die dunkle Gestalt ein Pamphlet, was sich als ein Dunkelelf aus den vergessenen Reichen mit einem Steckbrief unserer Gruppe in den Händen entpuppte. Da hatte man ein Kopfgeld auf uns ausgesetzt und scheinbar war das entweder eine von Strahds schlechten Scherzen oder eine Rache der getöteten Hexen aus dem Westen des Landes – auch dies vermerkte ich in meinen Gedanken.
Jedenfalls bat der Dunkelelf mit dem Namen Tebaun und dem Glauben an Elistraee seine Hilfe an, um dessen Chancen und die seines Clans (auf Nachfrage 13 Personen an der Zahl), der sich hier auch niedergelassen hatte, in die Heimatwelt zurück zu kehren, zu vergrößern. Wie bei allem neuen war ich dem vergleichbar jungen Dunkelalben misstrauisch eingestellt, er könnte schließlich von Strahd als Spion auf uns angesetzt sein, so ließ ich Vorsicht vor Nachsicht walten, während wir zur Taverne schritten.
Dort angekommen stellten wir Arabella unseren neuen Gefährten vor, die sich direkt an ihrem Essen verschluckte – und das, nur weil er schwarz war. Rassistische Elfin. Dabei waren die Drachengeborenen doch auch alle schwarz. Die beiden Elfen kamen scheinbar aus verschiedenen Epochen (ca. 120 Jahre vor der gegenwärtigen Zeitrechnung und somit noch vor Bellas Geburt) und Regionen ihrer Welt und kannten daher einander nicht.
Als wir nun die Pläne diskutierten, was die Gefährten an Problemen hatten und wie diese zu bewerkstelligen seien, wie kurz- mittel- und langfristige Ziele, mischte sich die Wirtin immer wieder in das private Gespräch ein, weil sie dies als Kritik an ihrer Taverne sah, was mir nach einer Weile gehörig den Appetit vcerdarb aber Tebaun zu meinem nun freien Zimmerbett in der Taverne verhalf. Gut für ihn.
Wir identifizierten folgende Problemfelder, mit denen wir uns auseinandersetzen mussten:
1. Das auf uns ausgesetzte Kopfgeld sowie die Nahrungsversorgung im Westen der Stadt durch dort hausende Banditen hatten gewisse Überschneidungen, wir sollten also mittelfristig dieses Problem angehen, um die in Barovia zentral gelegene Stadt Vallaki als sicheren Rückzugsort zu etablieren.
2. Hierzu ergab sich durch das Hilfegesuch des Sohns des Bürgermeisters an meine geprangerten Kameraden ein möglicher Verbündeter, um auch aus politischer Sicht gewisse Sicherheiten zu erhalten.
3. Arabellas Bruder und Yggdra aus Strahds klauen befreien, das diskutierten wir zwar nicht, stand aber weiterhin auf der Tagesordnung – wir lassen niemanden in diesen gottesverlassenen Landen Barovias.
Zurück in der Kirche teilte uns Vater Lucian den Ort der Familie Wachter mit – Tebaun hatte in der Taverne die Kinder der Wachters beobachtet.
Zurück in der Taverne beobachteten wir zwei relativ betrunkene Adlige, die wohl zu den Wachters gehörten.
Um einen angemessenen Dialog zwischen der Party und den Säufern zu schaffen machte ich einen der 2 betrunkenen nüchtern und überließ Arabella das flirten mit ihnen.
Unser neues Multitalent Tebaun setzte sich nach Arabellas schlingern dazu und konvergierte recht elegant mit Ihnen – sie stellten den Elfen ein Rätsel, welches mit meiner Hilfe einfach gelöst werden konnte – die Anwort war „Feuer“.
Um einen anderen Brand zu löschen, gossen sich die nun 4 ordentlich Sprit nach – da mich die Wirtin erneut grundlos belangte, platzte mir der Geduldsfaden – KEIN ALKOHOL FÜR NIEMANDEN MEHR. Mit ein bischen Metamagie wurde die gesamte Taverne von sämtlichen Alkoholvorräten befreit – wer einen Priester grundlos antagonisiert, zieht dies den Zorn der Götter auf sich – ein Grund mehr, warum wir demnächst die Vorräte der Wirtin als Auftrag auffüllen würden, ein Taverne nur mit Hopfen- und Traubensaft konnte sich langfristig nicht finanzieren, wenn sie nur die Kinder vor Ort bewirten konnten – wer trinkt schon freiwillig Hopfensaft?
Jedenfalls ergab sich aus dem Gespräch, dass die Tochter der Wachters erkrankt war und ich ihr vielleicht helfen konnte. Die Gruppe schickte sich nun an, dem armen Mädchen zu helfen und auf Wegbeschreibung der beiden Männer dort hinpilgerten, nachdem die Wirtin nun die Konsequenzen für ihr Verhalten zu tragen hatte und verzweifelt ihre Gläser polierte.
Ich möchte in diesen Zeilen erklären, warum ich in den folgenden Wochen einen erheblichen Teil meiner Zeit in das Verfassen solcher Erfahrungsberichte stecken werde. Um es kurz zu halten, war dies ein Vorschlag meines Meisters. Durch seine persönlichen Umstände konnte er immer schon nachvollziehen, wie wichtig es ist Aufzeichnungen zu Experimenten und Gedankenspielen zu führen. Deshalb meinte er auch zu mir, dass auch ich in meinem jungen Alter schon anfangen solle, damit ich später, wenn ich mein Lebenswerk zusammenfasse, nichts aus dem Auge verliere und durch fehlende Beweisführungen meine Thesen untergrabe. Diesmal mag es zwar nicht um die Übertragung von Energien in und aus dem Gewebe der Magie anhand von organisch-erzeugten Schwingungen gehen, dennoch ist mir das Geschehene, seine Folgen und das angrenzende Thema, der auf Gefühlen basierenden Interaktion zwischen mehreren Individuen, sehr wichtig. Nicht zuletzt, weil meine Studien in letzter Zeit, trotz praktischer Anwendung, mehr denn je stagnieren und ich mir nicht herleiten kann, warum meine Aufmerksamkeit so geteilt ist. Um diesen Umstand zu ergründen, beginne ich am Besten mit den letzten Tagen.
Nach meinem Gespräch mit Arabella und dem zum Glück verhaltenen Konsum von alkoholischen Genussmitteln, wollte ich mich auch zur Ruhe begeben. Die ersten paar Minuten, funktionierte dies auch. Die aufgerissene Tür meines Nachbarzimmers, half mir allerdings nicht in einen erholsamen Schlaf zu verfallen. Natürlich konnte ich mich nicht davon abhalten dem Ursprung des Aufruhrs nachzugehen. Nach mehreren zufallenden Türen und einer architektonisch fragwürdig aufgebauten Treppe, fand ich heraus, dass Arabella der Verursacher der Unruhe war. Mitten in der Nacht machte sie sich augenscheinlich allein auf den Weg. Mich drängte es ihr zu folgen und meiner vermeintlichen Neugier unterlegen, nahm ich die Verfolgung auf. Schließlich stoppte sie vor dem Haus des Sargmachers. Sie betrat das Haus hektisch und ich folgte ihr. Später erfuhr ich, dass auch ich in diesem Moment von Maduin verfolgt wurde. Ein glücklicher Zufall, wie sich herausstellen sollte.
Die Vampirbrut
Im Haus sah ich dann, wie sie angestrengt nach etwas suchte. Was genau, konnte ich trotz meiner Beobachtung nicht genau ausmachen und sie schien mir auch zu fokussiert, als das ich sie stören hätte wollen. Im Nachhinein, muss ich nun gestehen, dass ich doch etwas hätte sagen sollen. In ihrem wahnhaften Absuchen des Hauses stieß sie nämlich auf die Vampire vor denen uns der Sargmacher gewarnt hat. Diese zögerten auch nicht lange und wollten ihre Chance nutzen Arabella von ihrer Vitae zu befreien. Ich musste schnell handeln, zauberte aus dem arkanen Gewebe meine Rüstung und stimmte mich auf meinen Tanz ein. Da sprang auch schon Maduin an mir vorbei. Keine Sekunde zu früh, da Arabella schon im Begriff war von den Vampiren angefallen zu werden. Diese Biester kletterten an den Wänden und der Decke auf sie zu und fielen sie direkt an. Es entbrannte ein Kampf und ebenso ein Feuer, was sich langsam im Obergeschoss ausbreitete. Drei von Vampiren wurde die ganze Sache zu heiß und sie schafften es gerade so aus durch die Fenster zu entkommen. Für die anderen beiden lief es nicht so positiv. Das sie den Tod durch unsere Magie und Klingen verdient haben, möchte ich nicht bestreiten, aber dennoch war der Anblick als ihr zerrissenes Fleisch von ihren Knochen tropfte etwas, was ich nicht so leicht vergessen kann.
Leider haben allerdings nicht nur diese Untoten unsere Schläge aushalten müssen. Genauso, wie wir sie fällten, schlugen sie auch Arabella bewusstlos. Maduin reagierte schnell, brachte Arabella wieder zu Bewusstsein und nutzte seine Fähigkeiten um das Feuer zu löschen. Während er dies tat, brachte ich Arabella nach draußen. Ich muss gestehen, dass ich etwas die Nerven verloren habe, als ich sie so sah. Aber es ging ihr anscheinend gut. Als Maduin dann dazu kam, entschieden wir uns zum Gasthaus zurück zu kehren, die anderen zu holen und die Nacht in der Kirche zu verbringen. Dort kamen wir dann ohne weitere Zwischenfälle an, auch wenn Hara nicht sehr erfreut darüber war, dass wir mit dieser Aktion unsere Leben riskierten. Jetzt waren wir aber an einem sicheren Ort, was jeden von uns ungemein beruhigte. Zumindest bis wir die Menschenmassen in der Kirche erblickten. Verständlicher Weise, wollte jeder sich einen sicheren Platz in der Kirche sichern, was aber dazu führte, dass wir uns trotz der Müdigkeit nach dem Kampf nicht wirklich entspannen oder gar erholen konnten. Außer Maduin, der sich anscheinend im Vorhinein ein Einzelzimmer gesichert hatte.
Da einige von uns noch etwas Ruhe nach dem gestrigen Tag benötigten, meine Wenigkeit eingeschlossen, gingen am nächsten Tag wieder in’s Gasthaus. Der fehlende Schlaf war aber nicht alles, was mich fertig machte. Die gesamte letzte Nacht musste ich auch darüber nachdenken, warum ich teilweise unlogisch und ineffizient gehandelt habe. Ich blieb bei dem Gedanken hängen, dass es etwas mit dem neu gewonnen Kontakten in der Gruppe zu tun haben musste. Da ich kein Experte auf diesem Gebiet bin, zog ich den Rat der erfahrensten und umgänglichsten Person, die ich kenne, hinzu. Hara willigte auch ein mir einige Fragen zu beantworten. Und so führten wir Diskurs über das Gefühle und wie sie jemanden beeinflussen. Dabei erfuhr ich, dass meine ursprüngliche Wahl, für jemanden der mir beim Verstehen dieses Fachgebietes bei Seite stehen kann, gar nicht so falsch war. Zwar versteht sich Hara auf die Gefühle der Leute, aber jemand wie Arabella, die ihre Gefühle auslebt, scheint jemand zu sein, von dem man am besten lernen kann. Die Frage ist nur, wann ich sie auf das Buch ansprechen und die ersten Studien einleiten kann. Im Moment scheint sie durch Yggdras Verschwinden sehr abgelenkt zu sein.
Hara verlies dann auch mein Zimmer und ich konnte mich endlich etwas ausruhen. Während ich meinen Geist zur Ruhe bettete, schmiedeten die anderen aber schon ihre nächsten Pläne. Sie wollten mehr über die Vampire und ihr Versteck herausfinden, weshalb sie sich nach einiger Zeit dann aufmachten um dem Eigentum des Sargmachers einen weiteren Besuch abzustatten. Hara und Maduin brachen allerdings ohne Arabella auf. Diese scheint meiner Bitte vom Vorabend, NICHT alleine aufzubrechen, nicht nachkommen zu wollen… Da ist es schon wieder. Dieses Gefühl… Egal. Da ich nicht all zu lange nach der Abreise der anderen aufwachte, konnte ich sie durch meine schnellen Füße und einer erstaunlich präzisen Angabe über die Pläne und den Aufenthaltsort der Gruppe am Haus erreichen und ihnen bei der Untersuchung zur Seite stehen. Zu meinem Bedauern fanden wir die Leiche des Jungen von der Kirche. Maduin hatte schon befürchtet, dass ihm etwas zugestoßen ist, seitdem er von dessen Verschwinden erfuhr. Leider waren, dass aber auch alle Erkenntnisse, die wir bei unserer Untersuchung gewinnen konnten. Zumindest, was das Haus betrifft. Wie auch immer ihm dies bisher entging, gelang Maduin heute erst zu der ErkenntnisVallaki scheint eine wirklich gefährliche Stadt zu sein. Und Arabella eilte gerade allein durch diese Straßen…
„Und schon wieder bildet sich dieser Druck in meinem Brustkorb. Ich sollte vielleicht eine kleine Pause einlegen und den Rest beim nächsten Mal zu Papier bringen.“
Erstmal wieder nach oben! Das war mein erster und einziger Gedanke, als ich den Kamin, den wir schon mal hinaufgeklettert waren, nun wieder von unten bestaunen durfte. Ich will mich ja nicht beschweren. Oder zumindest sollte ich anfangen mich weniger zu beschweren… Zumindest leben wir noch. Also Romero und ich. Bee konnte ich ja mit einem Ruck noch zum Vorsprung schleudern. Etwas schuldig ist sie mir auf jeden Fall. Wobei… dann wäre ich auch Xandala etwas schuldig…
Um zurück zum Thema zu kommen. Romero und ich waren also am erneuten Erklimmen des „Feuerfingers“, als wir irgendwann Kampfgeräusche hörten. Uns war klar, dass es unsere Freunde und noch mehr dieser fliegenden Biester sein mussten, die sich dort oben bekämpften. Wir eilten nach oben, nur um festzustellen, dass die anderen kurzen Prozess mit den Angreifern machen konnten. Ich war ganz froh darüber, da ich immer einen Schock bekomme, wenn die anderen ohne mich kämpfen müssen. Allerdings konnte auch diesmal Bee mit der Unterstützung der anderen den Tag retten. Und die Biester, die sie anfielen, wirkten auch nicht wie die stärksten Kämpfer ihres Volkes…
Als wir also wieder vollzählig waren, entschieden wir uns weiter zu gehen. Weit kamen wir nicht, da der Turm wesentlich höher als breit ist, aber das heißt nicht, dass wir nichts gefunden haben. Ganz im Gegenteil. Wir fanden einen Gefangenen, welchen wir natürlich auch gleich befreiten. Auch wenn ich sagen muss, dass ich mir im ersten Moment nicht sicher war, ob dies die richtige Entscheidung war, da sein Äußeres, zumindest im ersten Moment, doch sehr an die fliegenden Reptilien erinnerte. Nach kurzer Zeit, stachen seine Federn und vor allem seine recht freundlich wirkende Art heraus und so konnten wir uns nach einem kurzen Gespräch mit ihm auch schon wieder von ihm trennen. Er wollte anscheinend schnell zu seiner Familie zurück, was ich sehr gut verstehen kann und lud uns noch ein, ihn und seine Familie einmal zu besuchen.
Da wir allerdings unter Zeitdruck stehen, vor allem Bee und ich, mussten wir leider erst einmal ablehnen und unsere Reise fortsetzen. Wir suchten den Rest der neuen Ebene ab, bis wir schließlich wieder auf einen Kamin gestoßen sind. Da dieser etwas höher war, als die vorherigen kletterten erst einmal die vor, die sich sicher waren dass sie den Aufstieg schaffen würden. Bee und ich kletterten vor und riefen den anderen zu, dass wir ihnen ein Seil runterlassen würden, sobald wir oben sind. Aus diesem Plan sollte aber nichts werden, da wir oben schon von mehreren Echsen erwartet wurden. Ich verstehe nicht, wie immer noch so viele von diesen Kreaturen hier existieren können, aber das ist ein Frage über die sich Philosophen und nicht Krieger den Kopf zerbrechen sollen. Philosophen, die nicht gerade von Speeren und Schnäbeln gefoltert werden.
Lange hielt es Bee da oben nicht aus und deshalb kletterten wir wieder nach unten. Oder besser: Ich kletterte nach unten, da Bee warum auch immer nicht nach unten wollte. Das nutzten die Echsen aus und fingen an uns und vor allem Bee mit ihren Speeren zu bewerfen. Wenn ich nur dran denke, würde ich den Biestern gerne ihre eigenen Waffen zurückwerfen und sie damit quälen, genauso wie sie es mit Bee gemacht haben. Aber Wut bringt uns jetzt nicht weiter. Schließlich geht es allen auch noch entsprechend gut. Auch wenn Nim seine Kräfte ziemlich ausschöpfen musste, damit Bee geheilt werden konnte. Ich bin froh, dass wir einen verlässlichen Freund wie ihn gewonnen haben. Auch wenn seine Methoden der Diplomatie in diesem Land vergeudet sind.
Jetzt sitzen wir also hier und warten. Warten darauf, dass der Hagel von Speeren aufhört. Warten darauf, dass sich die Nacht über uns legt. Und warten darauf, dass sich unsere Kräfte vielleicht wieder etwas erholen können…
Und ich warte darauf, dass diese Federviecher mir auch mal zur Hilfe kommen. Sie kreisen doch eh über uns und wollen etwas von mir…
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