Weiterhin im Feuerfinger festsitzend und bisher auch weit und breit keine Spur von Manfred, Bees Mentor, überlegt sich die bunte Gruppe von Abenteurern, wie es nun weiter geht.
Einfach so den Kamin hinauf klettern scheint keine gute Idee zu sein, zumindest nicht am Tage. Wieder hinunter schon gar nicht, dann wäre wohl der gesamte Weg und all die Strapazen hinfällig gewesen. Einen anderen Weg scheint es auch nicht nach oben zu geben, also was tun? Es wurde ein wenig hin und her diskutiert und schlussendlich waren alle damit einverstanden, die Nacht vergehen zu lassen und am nächsten Morgen zu schauen, wie sich die Situation entwickelt hat.
Romero, Musharib und Xandala machten es sich in dem Raum, in welchem der Kamin zu finden war, gemütlich und der Rest der Truppe ging zurück in den Raum, in welchem das Pterafolk ein kleines Lagerfeuer entfacht hatten. Genau dieses wurde wieder entzündet, Fitz nutze seine Magie um Frühwarnzauber auf den Eingang zu den Höhlen zu legen und Nim Ojoo hielt die erste Wache. Alles war still und ruhig, nur der Wind rauschte um den Eingang und führte dazu, das ein leises und verträumte Säuseln sich in den Höhlen breit machte. Nim Ojoo konnte ohne weiteres die Sterne am Nachthimmel sehen, da es kaum Wolken in der Nacht gab und die Felsnadel so hoch stand, das nichts und niemand die Sicht auf das Nachtgestirn behindern hätte können.
Als sich Nim Ojoo im hinteren Höhlenbereich, schon fast direkt unter dem natürlichen Kamin befand, wurde Fitz plötzlich jedoch von seiner Magie gewarnt. Ein fiepen und klingeln, was nur Fitz hören konnte, teilte ihm mit, das irgendwas in den Höhlenkomplex eingedrungen sei. Er stand auf, noch vollkommen müde und schlaftrunken und torkelte zum Eingang. Vor ihm stand, nein, hockte eine humanoide Kreatur. Sie sah menschlich aus, trug irgendwelche Felle die nicht sonderlich fest oder gar ordentlich aussahen. Das Haar zerzaust und filzig, Dreck übersät den Körper wie eine Art Bemalung. Fitz zog sofort sein Schwert, war sich allerdings nicht ganz sicher, was er nun machen sollte, die Kreatur hockte dort einfach nur. Er probierte mehrere Sprachen aus, in welcher er die Kreatur ansprach, aber sie reagierte nicht darauf. Als Fitz mit seinen Ideen am Ende war, ertönte in seinem Kopf eine männliche Stimme: „Du siehst müde aus, lege dich wieder schlafen.“ Nun sah Fitz nicht nur müde, sondern auch verwirrt aus. „Was willst du hier?“ fragte Fitz laut. „Ich will die Gruppe treffen, und Bee und Cathari. Lege dich hin.“
„Warte hier, ich hole sie.“ meinte Fitz und ging zur Gruppe zurück, um diese zu wecken.
Arannis, Fitz und auch Nim Ojoo gingen zum Eingang, aber der recht wild aussehende Mann war weg. Arannis überredete Fitz, das er sich endlich hinlegen solle, bevor er sich noch irgendwas anderes zusammen fantasiert.
Am nächsten Morgen war weiterhin nichts von diesem komischen Mann, den Fitz gesehen haben wollte, zu sehen. Außer, das am Höhleneingang getrocknetes Fleisch lag. Mehrere Portionen, von welcher Arannis tatsächlich etwas probierte. Es schmeckte gut, könnte vielleicht eine priese Salz und Pfeffer vertragen, davon abgesehen, war es gut.
Nachdem auch die Gruppe gefrühstückt hatte, unter anderem von dem plötzlich aufgetauchten Fleisch, holte Romero eine seiner hölzernen kleinen Puppen, welche er im Wald gefunden hatte, hervor und sprang von der Felsnadel. Jeder war sichtlich überrascht und wusste sich nicht zu helfen, allerdings, Romero schwebte wie eine Feder dem Boden entgegen, bis er in der Felsnadel wieder verschwand. Es dauerte gut 30 – 45 Minuten bis Romero wieder oben war und ohne das er dem Rest Rede und Antwort stand, holte er die andere Holzpuppe hervor und sprang erneut vom Turm. Auch diesmal schwebte er dem Boden entgegen, bis er erneut aus der Sicht der Gruppe verschwand. Nun dauerte es knapp 60 Minuten bis Romero wieder im Höhlenkomplex angekommen ist und erzählte, nach dem er gefragt wurde, was das alles sollte, das er einfach nur etwas testen wollte und es auch funktionierte. Mehr sagte er dazu allerdings nicht.
Noch ein wenig verwirrt von dem, was Romero tat und auch sagte, fing dieser auch gleich an, den Kamin hoch zu klettern. Noch überrascht, folgte Arannis ihm schnell und dies war auch gut so. Romero kletterte zwar schnell und wirklich gekonnt, übersah allerdings eine feine Schnur, die mitten im Kamin gespannt war. Arannis machte Romero darauf aufmerksam, dass sein Rucksack sich bereits in der Schnur verfangen hatte.
Bevor nun eine halsbrecherische Aktion vollführt werden konnte, klettere Romero ein kleines Stück zurück, suchte sich mit gespreizten Beinen einen guten Stand und griff nach der kleinen Glocke, welche an der Schnur ging. Danach durchschnitt er die Schnur und steckte die Glocke weg.
Danach klettern die beiden weiter den Kamin hinauf und nach guten 15 Metern bemerkten sie, dass kurz unter dem Ausgang die Kaminwände mit frischem und getrocknetem Blut übersät waren. Am Vortag war dies noch nicht der Fall gewesen, was die beiden natürlich böses ahnen ließ.
Am Ausgang des Kamins angekommen, schob Romero seinen Kopf vorsichtig hinaus und erspähte ein Plato, einen weiteren kleineren Turm der an einer der 4 Kanten stand, mehrere Leichen und 6 von diesem komischen Pterafolk. Nachdem er dies alles Arannis mitgeteilt hatte, sprachen sie sich ab, schnell aus dem Kamin zu klettern und in den Turm zu rennen.
Es dauerte auch nicht lange und da liefen die beiden auch über das Plato, in Richtung des Turmeinganges. Natürlich blieb dies nicht unbemerkt, so klimperten beide metallisch, mit all dem was sie an sich trugen und so gleich machte sich das Pterafolk auch auf, um sich auf die beiden Abenteurer zu stürzen.
Der Rest der Gruppe, der bisher noch zurück blieb, blickte in den Kamin und sah nur, wie sich Arannis und Romero aus diesem auch her ausschwangen und aus dem Sichtfeld verschwanden. Direkt danach kam das kreischen und Gerufe vom Pterafolk, welches leicht hallend durch den Kamin nach unten in die Höhlen geleitet wurde.
Gedankenexperimente – ein innerer Monolog eines Anderweltlers (Shield of Light)
Da standen wir nun, in der Kirche, umgeben von Särgen einem richtigen Toten und einem lebenden Untoten. Ich fragte mich, wie Schnellfuß Zustand sich auf diverse zukünftige Umstände auswirken würde, wirken meine Heilzauber bei ihm, funktioniert sein Organismus anders als der von richtigen Lebenden, ist er ein Spion Strahds oder könnten wir ihn als Doppelspion gegen Strahd verwenden doch sämtliche Anfragen hierzu wurden von Hara abgeschmettert, sodass ich gar nicht zu Wort kam. Für Notfälle oder die ein oder ähnliche Situation wie Blauschuppes abgetrennte Kralle konnte ich mich dadurch nicht vorbereiten aber diese echsenartigen Kreaturen hatten wohl andere Prioritäten als Überleben und Sicherheit.
Ein moralisches Dilemma, einen Körper ausgiebig untersuchen zu wollen, aber den Verlust eines geschätzten Kameraden dafür in Kauf zu nehmen, war ein zu hoher Preis, sodass ich mich für dieses mal hierzu geschlagen gab.
Die Gruppe entschied sich nach leichten Sondierungen zur Arbeitsteilung dazu, Theo den Sarg des frisch Verstorbenen auf seiner Scheibe zur Kirche bringen zu lassen, während der Rest sich reorganisierte.
Und da hiernach niemand gern allein sein wollte, gingen wir Theo hinterher, der etwas von der Vampirerde zur weiteren Untersuchung mitnahm, um ggf. mit seiner Magie den Aufenthaltsort der Vampire zu bestimmen, da die Fährte der untoten Kreaturen an den Glassplittern der Fenster endete – verdammte fliegende Blutsauger.
An der Kirche angekommen musterte uns eine dunkle Gestalt, die sich später als ein neuer Gefährte herausstellen sollte. Jetzt waren jedoch andere Dinge wichtiger.
In der Krypta angekommen räusperte ich mich gegenüber Vater Lucian, um ihn in angemessener Weise auf den Inhalt des Sargs hinzuweisen. Dieser öffnete den Sarg und identifizierte den verstorbenen Meliroy, sichtlich geschockt und schweren Herzens. Schuldgefühle plagten mich, ich brachte es jedoch nicht über das Herz, ihm zu beichten, dass ich den Jungen scheinbar in sein verderben geschickt hatte, diese Sünde würde ich auf meinen Schultern tragen – um das Leiden seiner Familie zu lindern, spendete ich jedoch ein Goldstück, die versprochene Bezahlung, um zumindest etwas Verantwortung zu übernehmen. Von einem Stück Gold konnte die Familie wohl eine gute Weile überleben, genug Zeit, um Antworten zu finden.
Mir wurde erneut deutlich wie gefährlich und tödlich doch diese Welt war und wie unsicher unser eigenes Überleben bisher aussah.
Nachdem die Drachengeborenen (außer Schnellfuß, dieser konnte die Kirche durch die Weihung als Untoter nicht betreten, was eine wesentliche Antwort auf eine der relevantesten Fragen darstellte) den Sarg von der Scheibe hieften und Theo sich für seine Untersuchungen der Erde zurückzog, machten wir uns auf zur Taverne, um uns zu beratschlagen.
Draußen reichte uns die dunkle Gestalt ein Pamphlet, was sich als ein Dunkelelf aus den vergessenen Reichen mit einem Steckbrief unserer Gruppe in den Händen entpuppte. Da hatte man ein Kopfgeld auf uns ausgesetzt und scheinbar war das entweder eine von Strahds schlechten Scherzen oder eine Rache der getöteten Hexen aus dem Westen des Landes – auch dies vermerkte ich in meinen Gedanken.
Jedenfalls bat der Dunkelelf mit dem Namen Tebaun und dem Glauben an Elistraee seine Hilfe an, um dessen Chancen und die seines Clans (auf Nachfrage 13 Personen an der Zahl), der sich hier auch niedergelassen hatte, in die Heimatwelt zurück zu kehren, zu vergrößern. Wie bei allem neuen war ich dem vergleichbar jungen Dunkelalben misstrauisch eingestellt, er könnte schließlich von Strahd als Spion auf uns angesetzt sein, so ließ ich Vorsicht vor Nachsicht walten, während wir zur Taverne schritten.
Dort angekommen stellten wir Arabella unseren neuen Gefährten vor, die sich direkt an ihrem Essen verschluckte – und das, nur weil er schwarz war. Rassistische Elfin. Dabei waren die Drachengeborenen doch auch alle schwarz. Die beiden Elfen kamen scheinbar aus verschiedenen Epochen (ca. 120 Jahre vor der gegenwärtigen Zeitrechnung und somit noch vor Bellas Geburt) und Regionen ihrer Welt und kannten daher einander nicht.
Als wir nun die Pläne diskutierten, was die Gefährten an Problemen hatten und wie diese zu bewerkstelligen seien, wie kurz- mittel- und langfristige Ziele, mischte sich die Wirtin immer wieder in das private Gespräch ein, weil sie dies als Kritik an ihrer Taverne sah, was mir nach einer Weile gehörig den Appetit vcerdarb aber Tebaun zu meinem nun freien Zimmerbett in der Taverne verhalf. Gut für ihn.
Wir identifizierten folgende Problemfelder, mit denen wir uns auseinandersetzen mussten:
1. Das auf uns ausgesetzte Kopfgeld sowie die Nahrungsversorgung im Westen der Stadt durch dort hausende Banditen hatten gewisse Überschneidungen, wir sollten also mittelfristig dieses Problem angehen, um die in Barovia zentral gelegene Stadt Vallaki als sicheren Rückzugsort zu etablieren.
2. Hierzu ergab sich durch das Hilfegesuch des Sohns des Bürgermeisters an meine geprangerten Kameraden ein möglicher Verbündeter, um auch aus politischer Sicht gewisse Sicherheiten zu erhalten.
3. Arabellas Bruder und Yggdra aus Strahds klauen befreien, das diskutierten wir zwar nicht, stand aber weiterhin auf der Tagesordnung – wir lassen niemanden in diesen gottesverlassenen Landen Barovias.
Zurück in der Kirche teilte uns Vater Lucian den Ort der Familie Wachter mit – Tebaun hatte in der Taverne die Kinder der Wachters beobachtet.
Zurück in der Taverne beobachteten wir zwei relativ betrunkene Adlige, die wohl zu den Wachters gehörten.
Um einen angemessenen Dialog zwischen der Party und den Säufern zu schaffen machte ich einen der 2 betrunkenen nüchtern und überließ Arabella das flirten mit ihnen.
Unser neues Multitalent Tebaun setzte sich nach Arabellas schlingern dazu und konvergierte recht elegant mit Ihnen – sie stellten den Elfen ein Rätsel, welches mit meiner Hilfe einfach gelöst werden konnte – die Anwort war „Feuer“.
Um einen anderen Brand zu löschen, gossen sich die nun 4 ordentlich Sprit nach – da mich die Wirtin erneut grundlos belangte, platzte mir der Geduldsfaden – KEIN ALKOHOL FÜR NIEMANDEN MEHR. Mit ein bischen Metamagie wurde die gesamte Taverne von sämtlichen Alkoholvorräten befreit – wer einen Priester grundlos antagonisiert, zieht dies den Zorn der Götter auf sich – ein Grund mehr, warum wir demnächst die Vorräte der Wirtin als Auftrag auffüllen würden, ein Taverne nur mit Hopfen- und Traubensaft konnte sich langfristig nicht finanzieren, wenn sie nur die Kinder vor Ort bewirten konnten – wer trinkt schon freiwillig Hopfensaft?
Jedenfalls ergab sich aus dem Gespräch, dass die Tochter der Wachters erkrankt war und ich ihr vielleicht helfen konnte. Die Gruppe schickte sich nun an, dem armen Mädchen zu helfen und auf Wegbeschreibung der beiden Männer dort hinpilgerten, nachdem die Wirtin nun die Konsequenzen für ihr Verhalten zu tragen hatte und verzweifelt ihre Gläser polierte.
Ich möchte in diesen Zeilen erklären, warum ich in den folgenden Wochen einen erheblichen Teil meiner Zeit in das Verfassen solcher Erfahrungsberichte stecken werde. Um es kurz zu halten, war dies ein Vorschlag meines Meisters. Durch seine persönlichen Umstände konnte er immer schon nachvollziehen, wie wichtig es ist Aufzeichnungen zu Experimenten und Gedankenspielen zu führen. Deshalb meinte er auch zu mir, dass auch ich in meinem jungen Alter schon anfangen solle, damit ich später, wenn ich mein Lebenswerk zusammenfasse, nichts aus dem Auge verliere und durch fehlende Beweisführungen meine Thesen untergrabe. Diesmal mag es zwar nicht um die Übertragung von Energien in und aus dem Gewebe der Magie anhand von organisch-erzeugten Schwingungen gehen, dennoch ist mir das Geschehene, seine Folgen und das angrenzende Thema, der auf Gefühlen basierenden Interaktion zwischen mehreren Individuen, sehr wichtig. Nicht zuletzt, weil meine Studien in letzter Zeit, trotz praktischer Anwendung, mehr denn je stagnieren und ich mir nicht herleiten kann, warum meine Aufmerksamkeit so geteilt ist. Um diesen Umstand zu ergründen, beginne ich am Besten mit den letzten Tagen.
Nach meinem Gespräch mit Arabella und dem zum Glück verhaltenen Konsum von alkoholischen Genussmitteln, wollte ich mich auch zur Ruhe begeben. Die ersten paar Minuten, funktionierte dies auch. Die aufgerissene Tür meines Nachbarzimmers, half mir allerdings nicht in einen erholsamen Schlaf zu verfallen. Natürlich konnte ich mich nicht davon abhalten dem Ursprung des Aufruhrs nachzugehen. Nach mehreren zufallenden Türen und einer architektonisch fragwürdig aufgebauten Treppe, fand ich heraus, dass Arabella der Verursacher der Unruhe war. Mitten in der Nacht machte sie sich augenscheinlich allein auf den Weg. Mich drängte es ihr zu folgen und meiner vermeintlichen Neugier unterlegen, nahm ich die Verfolgung auf. Schließlich stoppte sie vor dem Haus des Sargmachers. Sie betrat das Haus hektisch und ich folgte ihr. Später erfuhr ich, dass auch ich in diesem Moment von Maduin verfolgt wurde. Ein glücklicher Zufall, wie sich herausstellen sollte.
Die Vampirbrut
Im Haus sah ich dann, wie sie angestrengt nach etwas suchte. Was genau, konnte ich trotz meiner Beobachtung nicht genau ausmachen und sie schien mir auch zu fokussiert, als das ich sie stören hätte wollen. Im Nachhinein, muss ich nun gestehen, dass ich doch etwas hätte sagen sollen. In ihrem wahnhaften Absuchen des Hauses stieß sie nämlich auf die Vampire vor denen uns der Sargmacher gewarnt hat. Diese zögerten auch nicht lange und wollten ihre Chance nutzen Arabella von ihrer Vitae zu befreien. Ich musste schnell handeln, zauberte aus dem arkanen Gewebe meine Rüstung und stimmte mich auf meinen Tanz ein. Da sprang auch schon Maduin an mir vorbei. Keine Sekunde zu früh, da Arabella schon im Begriff war von den Vampiren angefallen zu werden. Diese Biester kletterten an den Wänden und der Decke auf sie zu und fielen sie direkt an. Es entbrannte ein Kampf und ebenso ein Feuer, was sich langsam im Obergeschoss ausbreitete. Drei von Vampiren wurde die ganze Sache zu heiß und sie schafften es gerade so aus durch die Fenster zu entkommen. Für die anderen beiden lief es nicht so positiv. Das sie den Tod durch unsere Magie und Klingen verdient haben, möchte ich nicht bestreiten, aber dennoch war der Anblick als ihr zerrissenes Fleisch von ihren Knochen tropfte etwas, was ich nicht so leicht vergessen kann.
Leider haben allerdings nicht nur diese Untoten unsere Schläge aushalten müssen. Genauso, wie wir sie fällten, schlugen sie auch Arabella bewusstlos. Maduin reagierte schnell, brachte Arabella wieder zu Bewusstsein und nutzte seine Fähigkeiten um das Feuer zu löschen. Während er dies tat, brachte ich Arabella nach draußen. Ich muss gestehen, dass ich etwas die Nerven verloren habe, als ich sie so sah. Aber es ging ihr anscheinend gut. Als Maduin dann dazu kam, entschieden wir uns zum Gasthaus zurück zu kehren, die anderen zu holen und die Nacht in der Kirche zu verbringen. Dort kamen wir dann ohne weitere Zwischenfälle an, auch wenn Hara nicht sehr erfreut darüber war, dass wir mit dieser Aktion unsere Leben riskierten. Jetzt waren wir aber an einem sicheren Ort, was jeden von uns ungemein beruhigte. Zumindest bis wir die Menschenmassen in der Kirche erblickten. Verständlicher Weise, wollte jeder sich einen sicheren Platz in der Kirche sichern, was aber dazu führte, dass wir uns trotz der Müdigkeit nach dem Kampf nicht wirklich entspannen oder gar erholen konnten. Außer Maduin, der sich anscheinend im Vorhinein ein Einzelzimmer gesichert hatte.
Da einige von uns noch etwas Ruhe nach dem gestrigen Tag benötigten, meine Wenigkeit eingeschlossen, gingen am nächsten Tag wieder in’s Gasthaus. Der fehlende Schlaf war aber nicht alles, was mich fertig machte. Die gesamte letzte Nacht musste ich auch darüber nachdenken, warum ich teilweise unlogisch und ineffizient gehandelt habe. Ich blieb bei dem Gedanken hängen, dass es etwas mit dem neu gewonnen Kontakten in der Gruppe zu tun haben musste. Da ich kein Experte auf diesem Gebiet bin, zog ich den Rat der erfahrensten und umgänglichsten Person, die ich kenne, hinzu. Hara willigte auch ein mir einige Fragen zu beantworten. Und so führten wir Diskurs über das Gefühle und wie sie jemanden beeinflussen. Dabei erfuhr ich, dass meine ursprüngliche Wahl, für jemanden der mir beim Verstehen dieses Fachgebietes bei Seite stehen kann, gar nicht so falsch war. Zwar versteht sich Hara auf die Gefühle der Leute, aber jemand wie Arabella, die ihre Gefühle auslebt, scheint jemand zu sein, von dem man am besten lernen kann. Die Frage ist nur, wann ich sie auf das Buch ansprechen und die ersten Studien einleiten kann. Im Moment scheint sie durch Yggdras Verschwinden sehr abgelenkt zu sein.
Hara verlies dann auch mein Zimmer und ich konnte mich endlich etwas ausruhen. Während ich meinen Geist zur Ruhe bettete, schmiedeten die anderen aber schon ihre nächsten Pläne. Sie wollten mehr über die Vampire und ihr Versteck herausfinden, weshalb sie sich nach einiger Zeit dann aufmachten um dem Eigentum des Sargmachers einen weiteren Besuch abzustatten. Hara und Maduin brachen allerdings ohne Arabella auf. Diese scheint meiner Bitte vom Vorabend, NICHT alleine aufzubrechen, nicht nachkommen zu wollen… Da ist es schon wieder. Dieses Gefühl… Egal. Da ich nicht all zu lange nach der Abreise der anderen aufwachte, konnte ich sie durch meine schnellen Füße und einer erstaunlich präzisen Angabe über die Pläne und den Aufenthaltsort der Gruppe am Haus erreichen und ihnen bei der Untersuchung zur Seite stehen. Zu meinem Bedauern fanden wir die Leiche des Jungen von der Kirche. Maduin hatte schon befürchtet, dass ihm etwas zugestoßen ist, seitdem er von dessen Verschwinden erfuhr. Leider waren, dass aber auch alle Erkenntnisse, die wir bei unserer Untersuchung gewinnen konnten. Zumindest, was das Haus betrifft. Wie auch immer ihm dies bisher entging, gelang Maduin heute erst zu der ErkenntnisVallaki scheint eine wirklich gefährliche Stadt zu sein. Und Arabella eilte gerade allein durch diese Straßen…
„Und schon wieder bildet sich dieser Druck in meinem Brustkorb. Ich sollte vielleicht eine kleine Pause einlegen und den Rest beim nächsten Mal zu Papier bringen.“
Erstmal wieder nach oben! Das war mein erster und einziger Gedanke, als ich den Kamin, den wir schon mal hinaufgeklettert waren, nun wieder von unten bestaunen durfte. Ich will mich ja nicht beschweren. Oder zumindest sollte ich anfangen mich weniger zu beschweren… Zumindest leben wir noch. Also Romero und ich. Bee konnte ich ja mit einem Ruck noch zum Vorsprung schleudern. Etwas schuldig ist sie mir auf jeden Fall. Wobei… dann wäre ich auch Xandala etwas schuldig…
Um zurück zum Thema zu kommen. Romero und ich waren also am erneuten Erklimmen des „Feuerfingers“, als wir irgendwann Kampfgeräusche hörten. Uns war klar, dass es unsere Freunde und noch mehr dieser fliegenden Biester sein mussten, die sich dort oben bekämpften. Wir eilten nach oben, nur um festzustellen, dass die anderen kurzen Prozess mit den Angreifern machen konnten. Ich war ganz froh darüber, da ich immer einen Schock bekomme, wenn die anderen ohne mich kämpfen müssen. Allerdings konnte auch diesmal Bee mit der Unterstützung der anderen den Tag retten. Und die Biester, die sie anfielen, wirkten auch nicht wie die stärksten Kämpfer ihres Volkes…
Als wir also wieder vollzählig waren, entschieden wir uns weiter zu gehen. Weit kamen wir nicht, da der Turm wesentlich höher als breit ist, aber das heißt nicht, dass wir nichts gefunden haben. Ganz im Gegenteil. Wir fanden einen Gefangenen, welchen wir natürlich auch gleich befreiten. Auch wenn ich sagen muss, dass ich mir im ersten Moment nicht sicher war, ob dies die richtige Entscheidung war, da sein Äußeres, zumindest im ersten Moment, doch sehr an die fliegenden Reptilien erinnerte. Nach kurzer Zeit, stachen seine Federn und vor allem seine recht freundlich wirkende Art heraus und so konnten wir uns nach einem kurzen Gespräch mit ihm auch schon wieder von ihm trennen. Er wollte anscheinend schnell zu seiner Familie zurück, was ich sehr gut verstehen kann und lud uns noch ein, ihn und seine Familie einmal zu besuchen.
Da wir allerdings unter Zeitdruck stehen, vor allem Bee und ich, mussten wir leider erst einmal ablehnen und unsere Reise fortsetzen. Wir suchten den Rest der neuen Ebene ab, bis wir schließlich wieder auf einen Kamin gestoßen sind. Da dieser etwas höher war, als die vorherigen kletterten erst einmal die vor, die sich sicher waren dass sie den Aufstieg schaffen würden. Bee und ich kletterten vor und riefen den anderen zu, dass wir ihnen ein Seil runterlassen würden, sobald wir oben sind. Aus diesem Plan sollte aber nichts werden, da wir oben schon von mehreren Echsen erwartet wurden. Ich verstehe nicht, wie immer noch so viele von diesen Kreaturen hier existieren können, aber das ist ein Frage über die sich Philosophen und nicht Krieger den Kopf zerbrechen sollen. Philosophen, die nicht gerade von Speeren und Schnäbeln gefoltert werden.
Lange hielt es Bee da oben nicht aus und deshalb kletterten wir wieder nach unten. Oder besser: Ich kletterte nach unten, da Bee warum auch immer nicht nach unten wollte. Das nutzten die Echsen aus und fingen an uns und vor allem Bee mit ihren Speeren zu bewerfen. Wenn ich nur dran denke, würde ich den Biestern gerne ihre eigenen Waffen zurückwerfen und sie damit quälen, genauso wie sie es mit Bee gemacht haben. Aber Wut bringt uns jetzt nicht weiter. Schließlich geht es allen auch noch entsprechend gut. Auch wenn Nim seine Kräfte ziemlich ausschöpfen musste, damit Bee geheilt werden konnte. Ich bin froh, dass wir einen verlässlichen Freund wie ihn gewonnen haben. Auch wenn seine Methoden der Diplomatie in diesem Land vergeudet sind.
Jetzt sitzen wir also hier und warten. Warten darauf, dass der Hagel von Speeren aufhört. Warten darauf, dass sich die Nacht über uns legt. Und warten darauf, dass sich unsere Kräfte vielleicht wieder etwas erholen können…
Und ich warte darauf, dass diese Federviecher mir auch mal zur Hilfe kommen. Sie kreisen doch eh über uns und wollen etwas von mir…
Am nächsten Tag fanden sich alle wieder in dem hässlichen Büro im Hafengebiet ein, wo dieses Abenteuer begonnen hatte. An der Tafel war noch der ausgeklügelte Plan zu sehen, den Ula Jughe den dreien präsentiert hatte. Mit einem kleinen Skycoach an die Seite des Frachters andocken, das Loch in den Bug schlagen, eindringen und den Skycoach weg driften lassen, das Paket holen und über dem letzten Turm abspringen. Nur hatte er verschwiegen, dass er dort bleiben würde.
… und zweitens als man denkt.
Wieder klingelte das Telefon, wieder nahm Deliah den Hörer in die Hand, wieder meldete sich die seltsame Stimme. „Es freut mich, dass sie vernünftig…“ die Stimme konnte den Satz nicht beenden, denn Deliah legte einfach auf und meinte zu den anderen: „Ich möchte mit einer richtigen Person sprechen.“ Die anderen waren verunsichert, aber warteten erst einmal ab. Und warteten… warteten recht lange, bis plötzlich Polizei Sirenen auftauchten. Sie wurden frei heraus verhaftet und auf das Polizeipräsidium im Hafen gebracht.
Karen
Offensichtlich wurde ihnen der Raub an Bord des Frachters vorgeworfen und sie wurden für Stunden fest gehalten, sogar Amber, mit der die Polizisten nicht so recht umzugehen wussten. Lucc stellte sich noch dümmer als er war, und Deliah spielte nach einiger Zeit ihre wichtigste Karte aus. Ihre Familie. Ihre Verbindungen machten sie tatsächlich über jeden Verdacht erhaben, doch nun fühlte sich Deliah so sicher, dass sie dem Constable, Brian Descartes, nun alles Haarklein erzählte. Inklusive aller Namen, der seltsamen Schattenläufer Organisation und Sigma. Bei der Beschreibung Sigmas stellte sich heraus, dass es sich dabei auch um die Person handelte, die der Polizei den Tipp gegeben hatte.
Descartes kam nun ins Schwitzen. Ein solch vollständiges Geständnis konnte er nicht ignorieren, selbst wenn ein Mitglied eines großen Hauses darin verwickelt war. Er verließ das Großraumbüro um zum einzigen Büro mit einem Telefon zu gehen. Telefone waren teuer und selbst die Polizei konnte sich nur eines pro Präsidium leisten.
Als er zurück kam, erklärte er, dass die Richterin, mit der er Gesprochen hatte, einen Kompromiss vorgeschlagen hatte. Wenn Deliah, Lucc und Amber ihnen bei einigen Gelegenheiten helfen würden, die für die Polizei schwer zu regeln waren, konnte man auf Dauer die Anklage fallen lassen.
Ein tiefer Fall
Und ein erster Fall lag auch gleich bereit. Der bekannte Telerik Abendsang, Autor von „Brennende Lande“ „Im Angesicht des Drachen“ und „Aktenzeichen Trauerlande“ war nach einem Gelage im Club Oni Tsuang in die Tiefe gestürzt. Etwas das öfter vor kam in gehobenen Kreisen und durch die verbreiteten Federn, die sie ja auch gestern selbst benutzt hatten, selten tödlich. Aber Abendsang war ganz hinunter in die Cocks gestürzt und selbst nach der typischen Katerphase nicht wieder aufgetaucht.
Hohe Erwartungen
In die Cocks hinunter traute sich die Polizei nicht wirklich, und es wäre eine perfekte Gelgenheit, wenn die Drei es recherchieren könnten. Der Constable war sogar richtig aufgeregt, die Hilfe von Haus Phiarlan zu haben. Doch Deliah musste ihn etwas ein bremsen. Ihre Hilfe, nicht die ihres Hauses.
Das Schiff flog seine gewohnte Route. Doch ein geschultes Auge konnte schnell erkennen, das ein riesiges Loch an der Backboardseite klaffte. In der Mitte, auf der Höhe des Zwischendecks. Und hätte man die Möglichkeit gehabt, direkt dort hinein zu blicken, hätte man dort drei sehr verschiedene Gestalten gesehen. Eine davon, eine kräftige Elfe, rief nach unten: „Amber, kannst du es sehen?“. Eine Kindliche Stimme antwortete. „Ja, aber da ist ein Schloss“. Eine kurze Diskussion entbrannte zwischen Deliah Mondsilber und Lucc de Carpon, einem stämmigen, aber überraschend gut gekleidetem Halborc. Lucc bezweifelte die Ehrenhaftigkeit dieses Auftrags, wenn man dafür ein Schloss knacken musste. Deliah aber war sich sicher, das alles mit rechten Dingen zu ging, schliesslich hatte ihr Schmiedemeister es vermittelt. Ula Jughe, ein älterer Bugbär, der alles organisiert hatte, beruhigte ebenfalls. „Die Häuser klauen etwas, dann beauftrag das andere, es zurück zu holen. Ich wette, darum geht es hier“.
Dann ging auch die Elfe in das Deck darunter, doch Amber, ein junges, hellheutiges und blondes Mädchen von ungefähr 12 Jahren, hatte das Schloss bereits geknackt und suchte im Laderaum nach dem Objekt ihres Auftrags. Einer flachen Kiste mit dem Siegel des Hauses Tharashk. Dank ihres zarten Körperbaus hatte sie auch keine Probleme, die Kiste zu erspähen, zu lösen und zurück ins Zwischendeck zu bringen. Lucc hatte die Kleine vor ein paar Tagen auf der Strasse gefunden, verwirrt und verängstigt, und sie aufgenommen. Als Deliah, seine Nachbarin, mit der er sich angefreundet hatte, ihn in den Auftrag einweihte, kam er auf die Idee, dass Amber ob dieser Eigenschaft eine gute Ergänzung des Teams wäre.
Doch nun, da alle wieder im Zwischendeck versammelt waren wurde klar, dass sie zu laut waren. Ein Luftmann – oder besser ein Luftroboter hatte sie entdeckt und kletterte von oben, um nach dem rechten zu sehen.
Ula, der die Vorbereitungen übernommen hatte, rief überrascht: „Captain Quicksilver?“ und dann, „OK, gebt mir das Paket und springt schon mal, ich kümmere mich darum.“
Die drei anderen waren etwas verunsichert, doch taten sie wie befohlen und sprangen eins nach dem anderen durch das riesige Loch.
Ein perfekter Plan
Das erste, was sie während ihres Falls sahen, war der „Erste Turm“, der dem Städtchen unter ihnen seinen Namen gegeben hatte. „Der erste Turm“ war Naherholungsgebiet und logistisches Zentrum zugleich, für Sharn, die Weltstadt ganz in der Nähe, von der das Schiff und unser Team vor einer knappen Stunde aufgebrochen waren. Gerade, als die Federfallzauber in ihren Federn wirkte, kam auch das noch im Bau befindliche Observatorium in den Blick, ein beachtlicher Glasbau, der Pflanzen aus allen Bereichen Eberrons beherbergen würde. Doch ihr Ziel war ein anderes. Nach ihrer sicheren Landung gingen sie wie geplant zum Bahnhof, wiesen sich ganz normal aus und betraten den Zug nach Sharn. Deliah Mondekind bestach einen Schaffner, und sie bekamen Plätze nahe der Elementarbetriebenen Lok, die eigentlich für Mitglieder des Hauses Orien reserviert waren.
Es geht zu glatt.
Wenig überraschend verlief der Rest der Reise so ziemlich Ereignislos und alle fanden sich am vereinbarten Treffpunkt, Ula’s Büro im Hafengebiet, ein. Alle bis auf Ula, der auch nach mehren Stunden noch nicht da war. Plötzlich durchbrach ein lautes metallisches Klirren die Langeweile. Nur Deliah wusste sofort, was das war. Und nahm den Hörer dieses neumodischen „Telefons“ ab.
Eine seltsame Stimme stellte sich vor „Das Paket wurde nicht geliefert, Ula Jughe ist mit der Ware durch gebrannt. Sie leben nur noch, weil sie sich hier eingefunden haben. Ich konnte meine Organisation überreden, sie die Schuld abarbeiten zu lassen. Finden sie sich morgen Mittag hier wieder ein, um mehr zu erfahren.“ „Wer sind sie denn?“ frage Deliah. „Nennen sie mich Sigma. Sollten sie sie sich morgen nicht hier einfinden und bereit für einen Auftrag sein, kann ich meine Organisation nicht mehr davon abhalten, sie so zu behandeln, wie es sich für Verräter gebührt.“
Die erste Regel.
Nachdem Deliah die anderen Aufgeklärt hatte, war die gespannte, dann gelangweilte Stimmung nun in blankes Entsetzen umgeschwungen. Wo war man hier nur hinein geraten? Und wer waren Sigma und die „Kollegen“? Lucc beschloss, seine Kontakte spielen zu lassen und alle brachen zum Club „Das schwarze Fass“ auf. Dort schaute man recht verwirrt, das ein Kind, Amber, Einlass begehrte, Aber da sie mit Lucc unterwegs war, lies man alle ein. Dort ging Lucc schnurstracks zum Wettbüro, wo sein alter Freund Björn Faustrecht, ein Bugbär von einem Mann mit erstaunlicher Muskelmasse über die Zahlen ging.
Lucc beschrieb ihm die Situation und Fausti, wie Lucc ihn nannte, erklärte sich einverstanden, sich umzuhören, wenn er sich am Abend als „Bezahlung“ einen Schaukampf mit dem aktuellen Spitzenreiter der abendlichen Wettbewerbe lieferte.
Fausti freundete sich schnell mit der kleinen Amber an und man erweiterte die Suchparameter etwas. Vielleicht könnten Faustis Kontakte ja auch etwas über Ambers Grossvater und seinen Verbleib heraus finden?
Elysium
Deliah besuchte derweil ihre Mutter. Sie sagte denn anderen nicht wirklich, wo sie hin ging, doch in Sharn der Stadt der Tausend Türme, in der die Höhe der Wohnung der Höhe des sozialen Status entsprach, nahm sie die Aufzüge ganz nach oben, ins „Elysium“. Das Haus ihrer Mutter, Phiarlan, war, wenn auch voranging ein Haus der Bildung, auch ein Haus der Spionage. Ein guter Anlaufpunkt um etwas in Erfahrung zu bringen. Doch ihre Mutter war auch Neugierig auf das Leben ihrer Tochter und ihre neuen Freunde, und so kam sie erst einmal mit Deliah hinab in das „Erdgeschoss“ der Stadt und alle trafen sich in Luccs gemütlicher kleiner Wohnung. Clebrian Mondsilber war den beiden gegenüber sehr angetan und sah in dem Mann und dem Kind einen kleinen Ersatz für die Familie und Enkelin, die ihr ihre Tochter bislang einfach nicht schenken wollte. Ihr fiel jedoch auch auf, das Amber seltsame Erinnerungslücken hatte und vielleicht heilierische Hilfe braucht.
Shadowrun
Nach einer Weile ging sie auch wieder und es war Zeit, das schwarze Fass erneut auf zu suchen. Fausti hatte tatsächlich etwas heraus gefunden. Sigma war ein Buchstabe einer anderen Sprache und es gab eine neue Organisation in der Stadt, die ihre Mitglieder mit diesen Buchstaben betitelte. Eine Organisation, die Aufträge für die grossen Häuser erfüllte, die sie nicht unter eigenem Namen bekannt machen wollten. „Schattenläufer also“, meinte Deliah.
Wie versprochen lieferte sich Lucc zum Dank einen Kampf in der Arena des Clubs mit Sulla Ma Casa, dem aktuellen Spitzenreiter der abendlichen Wettbewerbe. Lucc und er waren gleichermassen beliebte Kämpfer und das Publikum jubelte und wettete, was das Zeug hielt. Nachdem Ma Casa einige Zeit die Oberhand hatte, schaffte Lucc letztendlich mit einer ersaunlichen Rechten ein K.O. und gewann den Kampf. Fausti war begeistert und nutzte Luccs Kampf- und Siegesrausch um ihn zu überzeugen für ihn in der Sharn Club Championship an zu treten. Es würde sich auch für ihn lohnen.
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