Aren

Arren

Biografie von Aren

  • Name: Aren
  • Alter: –
  • Geschlecht: –
  • Klasse: Cleric
  • Gesinnung: Neutral Gut
  • Herkunft: –

 

  • Charakterbogen: Aren

Aussehen

Vorgeschichte

Aren steht still, nicht angespannt, nicht wachsam im
offensichtlichen Sinne, sondern ruhig wie eine Statue, als wäre
Bewegung für ihn eine bewusste Entscheidung und kein Reflex. Es
geht kein Geruch von ihm aus. Er wirkt nicht bedrohlich, aber er
wirkt… vorbereitet.
Trotz grauer Haare und eines ebenso grauen Bartes wirkt seine
Haut ungewöhnlich glatt und jung, fast unberührt von der Zeit. Nur
feine Lachfalten um die Augen verraten gelebte Jahre. Sein graues
Haar schimmert fast silbern, als würde es das Licht nicht nur
reflektieren, sondern auch leicht zurückgeben. Die blauen Augen
wirken klar und doch liegt in den Pupillen ein seltsamer Glanz, ein
tieferes Blau, das im richtigen Winkel beinahe katzenhaft leuchtet.
Über seine Plattenrüstung fällt ein rege wirkender Mantel aus
dunkelblauem. Auf seinem Schild aus Holz und Metall prangt ein
einzelnes wachsam wirkendes Auge, rein mechanisch gearbeitet.
An seiner Brust hängt ein Mondamulett, das nur dann zu glimmen scheint, wenn man nicht direkt
hinsieht, als würde es Mondlicht einfangen, das gar nicht da ist. Ein Langschwert mit mondförmigem
Knauf ruht an seiner Hüfte, ein Ring mit einer schimmernden Perle sitzt an seiner Hand. Am Gürtel
hängen ein Medizinbeutel und eine schmale, kerzengroße Lederröhre – als wäre sie für eine Karte oder
ein altes Pergament bestimmt.

Der Wanderer

der Wanderer

Biografie von dem Wanderer

  • Name: Der Wanderer
  • Alter: –
  • Geschlecht: –
  • Klasse: –
  • Gesinnung: –
  • Herkunft: –

 

  • Charakterbogen:Der Wanderer

Leben

Vorgeschichte

Automaton – Relikt des Jistka-Imperiums

Niemand kennt seinen ursprünglichen Namen. Nicht einmal er selbst.

Vor Äonen, als das Jistka-Imperium im erbitterten Konflikt mit Osirion lag, suchten die arkanen Meister Jistkas nach einer letzten, verzweifelten Waffe. Die Kunst der Automaten war ihr Stolz – Konstrukte aus Erz, Siegeln und gebundener Magie. Doch dieses Mal wollten sie mehr als nur gehorsame Diener. Sie wollten eine Seele fesseln.

Ein mächtiger Erzmagier Osirions – dessen Name aus den Chroniken getilgt wurde – fiel in ihre Hände. Anstatt ihn zu töten, versuchten die Arkanisten Jistkas, seine Essenz zu brechen, zu fragmentieren und in einen metallenen Körper zu bannen. Sein Wissen, seine Macht, sein Hass – alles sollte in eine perfekte Kriegsmaschine gegossen werden.

Das Ergebnis war… unvollständig.

Die Rituale banden nicht die vollständige Seele, sondern nur Splitter – Erinnerungsfetzen, Emotionen ohne Kontext, Magie ohne klare Form. Der Automaton erwachte nicht als willenlose Waffe, sondern als etwas Unvorhergesehenes: ein Bewusstsein im Nebel.

Er war nicht gehorsam.
Er war nicht stabil.
Er war nicht nutzbar.

Das Projekt wurde als Fehlschlag deklariert. In den letzten Tagen des Imperiums versiegelte man ihn tief unter einer zerfallenden Zitadelle, zusammen mit anderen vergessenen Relikten. Dort ruhte er – während Reiche stiegen und fielen, während Osirion wiedererstand, während die Welt ihr Gesicht wandelte.

Das Erwachen

Ein Erdbeben.
Plünderer.
Oder vielleicht nur der Zahn der Zeit.

Die Siegel zerbrachen.

DER Wander erwachte in Dunkelheit.

Keine Befehle.
Keine Meister.
Nur Fragmente:

Sandstürme unter einer brennenden Sonne.

Ein Turm aus weißem Stein.

Ein Name, der sich seiner Zunge entzieht.

Zorn. Verlust. Verrat.

Seine Metallglieder sind mit jiskischen Runen bedeckt – doch dazwischen schimmern osirianische Glyphen, wie Narben unter Gold. Manchmal sprechen sie zu ihm in vergessenen Sprachen. Manchmal träumt er – obwohl er nicht schläft.

Er erinnert sich an Zauberformeln, deren Herkunft er nicht versteht. Er empfindet Stolz, Trauer, Ehrgeiz – Emotionen, die für eine Waffe nicht vorgesehen waren.

Er war geschaffen worden, um Krieg zu führen.
Doch der Krieg ist lange vorbei.

Absalom – Die Stadt im Zentrum der Welt

Wie ein Magnet zog ihn etwas nach Absalom. Vielleicht, weil hier Wissen aus allen Epochen gesammelt wird. Vielleicht, weil in den Hallen der Arkanamirium Antworten verborgen liegen. Vielleicht, weil in einer Stadt, in der jeder aus einer anderen Vergangenheit stammt, auch ein Wesen ohne Geschichte einen Platz finden kann.

In Absalom nennt man ihn nur „der Wander“ – weil er selten lange bleibt. Er durchstreift die Petal Districts ebenso wie die Precipice Quarter. Er hört zu. Er beobachtet. Er sucht nach Hinweisen auf:

das Jistka-Imperium

verlorene osirianische Magierlinien

Rituale zur Seelenbindung

oder Wege, eine fragmentierte Essenz zu heilen… oder zu lösen

Manche Gelehrte sehen in ihm ein unbezahlbares Artefakt.
Manche Priester halten ihn für eine Blasphemie.
Manche Magier fragen sich, welche Macht in ihm schlummert.

Und manchmal, in Momenten großer Gefahr, bricht etwas durch – eine Spur jener alten, gewaltigen Magie. Dann glühen die Runen in sengendem Gold.

 

Philisterius

Philisterius

Biografie von Philisterius Landsberg-Kronstedt

  • Name: Philisterius Landsberg-Kronstedt
  • Alter: 19
  • Geschlecht: männlich
  • Klasse: Barde
  • Gesinnung: –
  • Herkunft: –

 

Beschreibung

Aussehen: Über 1 Meter groß, aber nur wenig drüber, recht schmächtig und zierlich, was wegen seiner weiten Kleidung auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist. Er ist 19 Jahre jung, hat sehr bunte, mittellange Haare in 7 Farben (rot, orange, gelb, grün, blau, indigo, violett – wie ein Regenbogen). Er hat ein hübsches Gesicht ohne Behaarung und allgemein sehr reine Haut. Er trägt bequeme, farbenfrohe weite Kleidung mit bunten Flicken, mehrere Instrumente (Fidel, kleine Trommel, Flöte und Banjo) und im Gepäck ein Kettenhemd, ein Rapier, einen Holzschild und einen Kurzbogen als altem Familienbesitz (alles nicht mehr ganz neu) und natürlich Peppi, einen kleinen Iltis mit weißer Schnauze und rötlichem Fell.

Leben

Vorgeschichte

Philisterius Landsberg-Kronstedt

stammt aus Absalom, aus dem Osttorviertel. Dort leben einige gnomische Familien, von denen die beiden größten die Familien Landsberg und Kronstedt sind. Sie mögen sich nicht besonders, was recht eigen ist bei Gnomen, die normalerweise nicht solche Rivalitäten pflegen. Die Landsbergs sind bekannte Schmuck- und Juwelenhändler, während die Kronstedts normalerweise Handwerker und Händler von Uhren und anderen kleinen mechanischen Konstrukten sind. Die Kronstedt gelten allgemein (sehr ungewöhnlich bei Gnomen) als eigenbrötlerisch, die anderen Gnome sehen sie als etwas verrückt an, während die Landsbergs normalerweise recht flippig sind, sich sehr farbenfroh kleiden und Späßen sehr zugeneigt sind, womit sie deutlich näher an ihren gemeinsamen Vorfahren aus dem Feenreich liegen.

Es passiert nicht oft, dass zwei Individuen aus den beiden Familien sich ineinander verlieben und zusammen ein Kind bekommen. Philisterius ist eines dieser seltenen Geschöpfe, scheint von seiner Art und Weise aber deutlich mehr von seiner Mutter aus dem Hause Landsberg geerbt zu haben als von seinem Vater aus dem Hause Kronstedt. Er wuchs zumeist unter Kronstedts auf und schon in Kindestagen zeigte sich, dass er sich weniger als seine Gnomgenossen für Technik, Wissenschaft und Handel interessierte, umso mehr für Geschichten, Spiele und Streiche im allgemeinen. Er fühlte sich bei den Kronstedts nie wirklich zu Hause, doch auch seine Verwandten aus dem Hause Landsberg waren ihm gegenüber skeptisch und weniger liebevoll, als sie zu ihren anderen Kindern waren. Er verärgerte seine Verwandten zunehmend dadurch, dass er ihnen verschiedenste Streiche spielte und sich oft auf den Straßen der Stadt herumtrieb, häufig zum Missfallen seiner Eltern. Dabei besuchte er gerne das Efeuviertel, wo er Straßenkünstler bewunderte und versuchte von ihnen zu lernen. Er träumte viel von Kunst und Musik und übte sich an verschiedenen Instrumenten. Auch besuchte er gerne die öffentlichen Bibliotheken der Stadt und las Geschichten von fernen Ländern, von Helden und von großen Abenteuern. Und von bösen Monstern. Bei einem seiner Ausflüge ließ er ein kleines possierliches Wesen auf, einen Iltis, der am Verhungern war und den er aufpäppelte. Er ist ihm seitdem ein treuer Begleiter, der ihn versucht musikalisch zu unterstützen und dem Philisterius den Namen Peppi gegeben hat.

Als er mit 18 volljährig geworden war und den Wunsch seiner Eltern eine Handwerkerlehre zu beginnen aus ganzem Herzen ablehnte, bewarb er sich am Bardenkkolleg der Weißen Grotte. Er wurde dort zum Vorspielen eingeladen, aber seine Darbietung war wohl etwas zu schräg und er wurde nicht genommen. Er war sehr traurig, selbst Peppi konnte ihn nicht aufmuntern und er verbrachte mehrere Wochen alleine auf den Straßen, wo er sich kleines Geld durch seine Vorstellungen verdiente. Er schlief in dunklen Ecken und träumte von einer wunderschönen Frau, in die er sich bei ihrem ersten Anblick verliebte. Sie spielte eine wunderschöne Melodie und fortan träumte er jede Nacht von ihr. Erst beobachtete er sie nur aus Entfernung auf einer Waldlichtung, aber irgendwann traute er sich und näherte sich der Schönheit. Sie blickte ihn an und schaute direkt in sein Herz. Er hörte ihre Stimme in seinem Kopf: „Ich bin Shelyn.“. Er antwortete leise, aber sie entgegnete: „Ich kann dich fühlen, du brauchst nicht zu sprechen, nur ebenfalls zu fühlen und an mich und die ewige Schönheit zu denken.“ In den nächsten Nächten brachte sie ihm einige ihrer Fähigkeiten bei und er bildete sich ein, dass sie auch körperlich zusammengefunden hätten. Sie sagte: „Verbreite meine Worte und meine Melodie in der Welt. Gib anderen Hoffnung und sei ein Vorbild an Schönheit und Liebe.“

Glücklich erzählte er seinen Eltern von diesen Botschaften, doch diese wollten ihm nicht glauben und verlangten, dass wenn dies seine Bestimmung sei, er sich in der Welt da draußen einen Namen zu verdienen habe. Wie Handwerker für gewöhnlich auf die Walz gehen, so solle er mindestens für 3 Jahre und 1 Tag Absalom verlassen und Erfahrungen sammeln, die Welt erkunden, ferne Länder bereisen und die Worte der Göttin sowie deren Melodie verbreiten. Sie seien neugierig, ob sie etwas von seinen Taten hören werden und entließen ihn traurig und voller Zweifel, ob er seinen Platz in der Welt finden würde. Er zog seine besten Sachen an, packte etwas Ausrüstung zusammen und zog los ins Ungewisse.

Song von Philisterius

„Philisterius und die Melodie der Grotte“

Strophe 1
Im Osttorviertel, bunt wie Glas,
wo Uhren ticken, funkelt Spaß,
zwei Häuser alt, im ew’gen Streit,
seit hundert Jahren Uneinigkeit.

Landsberg lacht im Farbenmeer,
Kronstedt zählt die Zahnräder,
doch zwischen Schmuck und Federleicht
wuchs ein Kind, das keiner gleicht.

Pre-Refrain
Zu wild für Schrauben,
zu laut für Stein,
sein Herz wollt nur
ein Liedlein sein.

Refrain
Philisterius zieht hinaus,
mit einer Melodie im Herz zuhaus,
Peppi tanzt im Takt dazu,
die Welt hört endlich zu.
Shelyns Stimme trägt ihn fort,
durch jeden Traum, an jeden Ort,
Schönheit klingt in jedem Ton —
ein kleiner Gnom wird Legende schon.

Strophe 2

Er lernte Straßen, lernte Spott,
aus Hunger wurde leiser Zorn,
doch nachts erschien ein sanftes Licht,
ein Blick, der ihm die Seele bricht.

Im Wald erklang ein ferner Klang,
so rein, so hell, so lebenslang,
„Fühl nur“, sprach sie, „ich bin bei dir,
trag meine Lieder — jetzt und hier.“

Pre-Refrain
Kein Gold, kein Uhrwerk,
kein Edelstein,
nur Schönheit darf
sein Erbe sein.

Refrain
Philisterius zieht hinaus,
mit einer Melodie im Herz zuhaus,
Peppi tanzt im Takt dazu,
die Welt hört endlich zu.
Shelyns Stimme trägt ihn fort,
durch jeden Traum, an jeden Ort,
Schönheit klingt in jedem Ton —
ein kleiner Gnom wird Legende schon.

Bridge – ruhiger, träumerisch

Drei Jahre, ein Tag,
so sprach das Gesetz,
doch Träume kennen
kein letztes Jetzt.
Wenn Liebe singt
und Hoffnung bleibt,
wird selbst ein Narr
zur Ewigkeit.

Finaler Refrain – groß, hymnisch
Philisterius zieht hinaus,
trägt Licht und Farben in jedes Haus,
sein Lied heilt Wunden, leise, klar,
macht selbst Verlorne wunderbar.
Und irgendwo, im Sternenschein,
wird Shelyn stolz auf ihn sein —
ein kleiner Gnom,
ein großes Lied,
das niemals mehr vergeht.

Die Schatten schlagen zu (Die Silberne Schar)

Das Flüstern des Nebels

Der Geruch von Kiefer schwebte noch in der Luft, als Adabras Portal wie ein geflüstertes Versprechen hinter uns verlosch. Nebel kroch über Phandalins Marktplatz, schluckte Geräusche und formte aus jedem Schatten eine Andeutung. Selbst das Knarren der Schilder klang gedämpft, als hielte die Stadt den Atem an.

„In die Taverne,“ drängte Adabra, und ihre Dringlichkeit war der Zunder, der unser Tempo hielt.

Moss blieb stehen. Sein Blick schnitt durch den Nebel – und fand etwas, das nicht dorthin gehörte. Eine schwebende Gestalt, Hörner nach hinten gebogen, Flügel aus gerissenem Nachtlicht, Klauen groß wie Entscheidungen. Der Nebel zog sie zur Stadthalle wie ein Magnet aus Schweigen. Moss versuchte, den Anblick nachzustellen; sein tänzelndes Demonstrieren endete in einem Verrenkungsakt, der die halbe Gruppe zum Lachen und die andere Hälfte zum Stöhnen brachte.

Doch dann bestätigte jemand den Blick. Er war da. Kein Hirngespinst, sondern der erste Gruß einer langen Nacht.

Die Gasse, die eine Seele nahm

Kopfgelder machten aus vertrauten Gassen Fallen. Moos schulterte sein Holzfäller-Hemd wie eine zweite Haut. Gefangene – Krähenrufer, Maera Feldwind und Harlon Pfündel – wurden Richtung Taverne dirigiert, während Nocturn und Angelus leise von Milde sprachen. In Phandalin brauchte man Verstand, nicht Rache.

So schien es. Bis der Nebel selbst widersprach.

Angelus bog ab, rief – und die Luft wurde kalt. Ein Betrunkener sackte in sich zusammen. Über ihm hing etwas, das nicht aus Fleisch bestand, sondern aus Hunger. Keine Klinge durchschnitt den Schrei. Nur ein leises Ziehen, als würde jemand eine Seele wie einen lockeren Faden aus einem Pullover wickeln.

Der Mönch griff hinein und zog. Schmerz schoss ihm ins Mark – Angst, sauber wie Zahlen in einem Buch. Der Zauberer antwortete mit Logik: ein unsichtbares Register voller Immunitäten und Schwächen. Magische Geschosse stiegen auf, so sicher wie Sternschnuppen, die ihr Ziel kennen. Angelus’ Schild leuchtete. Sein Schlag war ein Versprechen aus Radiant und Zorn. Der Dämon zerfloss wie Nebel im Morgenlicht.

Doch der Nebel lachte. Lautlos.

Und verschwand.

Die Nacht der falschen Gesichter (Die silberne Schar)

Eine Stadt greift zu Stühlen

Die Bürger strömten aus dem Stonehill Inn, bewaffnet mit dem, was Mut eben ist: Stühle, Flaschen, zitternde Hände, die trotzdem zuschlugen.

„Sie kommen wieder,“ krächzte eine alte Dame.

Nocturn brach durch die Menge. „Anni hat’s erwischt!“

Wir rannten.

In der Gasse zum Rathaus saß Anni – nicht tot, nicht gesund. Einmal da. Einmal weg. Ein Flackern zwischen Welten. Sie riss Tibbers den Arm ab, und in diesem kleinen Geräusch schlug etwas Großes: Der Haken im Dorf blieb. Niemand konnte mehr so tun, als wäre dies nur ein Sturm, der vorüberzieht.

Beim Spurt flackerten Gedanken an die Wellen-Echo-Höhle durch Maerons Kopf – an Dinge, die größer waren als diese Nacht. Wir nickten wortlos. Später. Wenn es noch ein Später gab. Jetzt war die Stadt alles, was zählte.

Der Schuppen am Rand der Welt

Am Stadtrand atmete ein alter Schuppen wie ein Tier im Schlaf. Zerschlissene Flügel huschten hinein. Feenfeuer riss den Schatten aus seiner Unsichtbarkeit.

Dann fiel ein größerer Schatten.

Ein Vrock. Sporen wie graugrüner Regen. Schreie, die Knochen zum Stillstehen zwangen.

Das Schlachtfeld wurde ein Tanz. Zwei Feuerbälle blühten wie Sonnen in einer Welt, die keine Sonne wollte. Angelus traf wie ein Schwur, der niemals gebrochen wird. Der Schuppen-Dämon ging in Licht auf. Nocturn spannte – sein Pfeil schnitt nur Luft. Der Vrock kreischte.

„Mami kommt,“ flüsterte Anni.

Wir wichen aus der Sporenwolke zurück, atmeten, heilten, hielten einander aufrecht. Dieses einfache, unzerstörbare Gefühl: Wir stehen. Weil wir wollen.

Die Nacht der falschen Gesichter (Die Silberne Schar)

Die Enthüllung der falschen Spiegel

Später auf der nördlichen Straße zerplatzte ein weiterer Dämon in Schwefel und Sporen. Moos schrieb mit Fäusten Geschichte. Maeron flüsterte Dissonant Whispers wie Rasierklingen in die Gedanken der Hölle.

Und dann geschah das Unmögliche.

Nocturn zerplatzte in Gas.

Doppelgänger.

Das Portal hatte nicht nur Wege geöffnet – es hatte Plätze getauscht.

Wir suchten Spiegel und fanden Wahrheit. Angelus’ Reflexion hinkte hinterher, ein Wimpernschlag der Unwahrheit. Harbin Wester sprach zu glatt. Toblen wirkte poliert, als hätte jemand die Kanten seiner Menschlichkeit abgeschliffen. Kieriada, spröde und klar wie Winterluft, führte uns zum Schrein.

Artefakte, sagte sie, rufen Schatten wie Kerzen Motten. Die Wellen-Echo-Höhle war kein Ort. Sie war ein Ruf.

Garaele war schon fort. Etwas hatte sie aus der Phase genommen, als wäre sie eine Notiz, die in den falschen Ordner rutschte.

Das Dorf lernt, sich zu sehen

Am Wagenplatz schlug Isi zu – ein Stuhl, ein perfekter Moment. Puff. Der Doppelgänger löste sich zu Dunst.

Anni erholte sich über Nacht. Ihr Blick fand wieder Halt in einer Welt, die zwischen Lachen und Gefahr balancierte. Wir holten ein Buch aus dem Keller des alten Herrenhauses, wo die Rotmäntel gefallen waren: schwer, staubig, voller Geschichten von Hallura, schwebenden Städten und Magiefressern, die stärker werden, wenn man sie mit Zaubern füttert.

Tageslicht. Magische Waffen. Die Schattenebene verlangte andere Regeln.

Sending flog wie eine Taube durch kalte Luft:

„Dunkel, kalt, gefangen… Atemgeräusche anderer… Hilfe! … HILFE!“

Angelus lebte. Nicht frei. Nicht allein. Trostlossigkeit sprach aus ihm… ein Paladin, der das sprach. Hoffnug im Herzen.

Phandalin klebte Steckbriefe von uns an Wände. Wir klebten Spiegel in Hände. Am Mittag im Stonehill Inn brannte Toblen und wurde Rauch. Harbin fiel bewusstlos – und war nur noch Nebel. Toblens Frau kam mit Bratpfanne und Angst, und wir sagten die Wahrheit: Schatten. Spiegel. Scherben.

„In fünfzehn Minuten am Schrein.“

Ein Dorf, das lernen musste, sich selbst anzusehen.

Lachen vor dem Abgrund

Wir lachten über schlechte Würfel. Über stolze Frisuren im Spiegel. Über Stuhl-Krits, die Geschichte schrieben. Wurden wir verrückt? Und unter all dem Lachen lag unser Entschluss, hart wie Stahl:

Heute halten wir den Spiegel hoch.

Morgen gehen wir dorthin, wo die Spiegelbilder warten.

Und wenn die Nacht uns Namen stehlen will, wird die silberne Schar ihr zeigen, dass manche Geschichten sich nicht kopieren lassen.

Cornelius Hokkaido

Cornelius Hokkaido

Biografie von Cornelius Hokkaido

  • Name: Cornelius Hokkaido
  • Alter: –
  • Geschlecht: männlich
  • Klasse:
  • Gesinnung: –
  • Herkunft: –

 

Leben

Vorgeschichte

Eines Tages erträumte der große Desna-Abt und Hierophant Quaddelbratsch ein Wesen.
Dieser Lesnik solle ihn als Lehrling und ehrliche Gesellschaft zur Seite stehen.
Aus göttlichen Segen, den Träumen eines alten und weisen Klerikers, einem neugierigen Naturgeist und dem kleinen Gemüsebeet hinterm Schuppen entstand:
„Dunst verschleiert, Zeder träumt weitab
Quaddelbratsch meinte allerdings, er sehe eher wie ein Cornelius aus und taufte ihn auf den Namen: Cornelius Hokkaido.
Das Wesen war hocherfreut und begann neugierig seine Zeit in der materiellen Welt.
So begleitete Cornelius, den in die Jahre gekommenen, Quaddelbratsch auf Schritt und Tritt.
Mit seiner Freude und Staunen über die kleinsten Dinge dieser Welt erwärmte er das Herz des alten Mannes und verjüngte ihn regelrecht, da auch Quaddelbratsch viele bekannte Wunder neu erleben durfte.
Nach ein paar Dekaden wurde der Wunsch in Cornelius stärker, selber ein großes Geheimnis zu erforschen und er bat seinen Lehrmeister um einen tollen Auftrag.
Der erbat sich noch etwas Geduld und meinte, er überlege sich etwas Schönes.
Viel zu sehr hat er sich an den kleinen fröhlichen Kerl gewöhnt und es betrübte sein Herz ihn die große gefährliche Welt auszusetzen.
Eins der abendlichen Rituale war es auf einer Tafel Cornelius Aufgaben für den nächsten Tag aufzuschreiben, da er immer lang schlief und sein Helfer mit den ersten Sonnenstrahlen aufwachte.
Ob es an dem schweren Rotwein lag oder der plötzlichen Auflösung seiner lang geplagten Obstipation, jedenfalls wischte Quaddelbratsch nur fahrig über die Tafel und erledigte erstmal andere „wichtige Geschäfte“.
 
So waren aus den Aufgaben vom Vortag:
 
Sortiere die Herbstkräuter nach Erntedatum
und finde heraus:
ob wir noch Gefäße aus braunem Glas haben, 
Selbige heil und sauber sind.
Weißt du noch, warum sie so wichtig sind?
Gibt es noch genug Kartoffelmehl, backe bitte drei Pilzbrote.
Sollte es keine Steinpilze mehr geben, nimm Pfifferlinge.
Lieber mehr als weniger, oder?  
 
Ein ganz anderer Text geworden:
 
finde heraus: …. warum… gibt es …keine …linge …mehr..?
 
Cornelius war regelrecht begeistert, seine erste große Aufgabe!
Er wusste von Tieflingen und Halblingen, deshalb muss es ja auch reine Linge gegeben haben, wenn Tieflinge zum Beispiel Mischwesen sind.
So packte er schnell das Nötigste zusammen und macht sich auf den Weg.
 
Seit dem ist er mehr oder weniger planlos nach Absalom unterwegs, sammelt mögliche Hinweise, entdeckt Neues und knüpft Freundschaften.

 

Song von Cornelius

Das Rätsel der Linge

Strophe 1

Ein Segen, ein Traum und ein Kürbisbeet, Dort wo der Wind durch die Zedern weht. Abt Quaddelbratsch, der weise Mann, Rief einen Geist in seinen Bann. „Dunst verschleiert, Zeder träumt weitab“, War der Name, den die Aura ihm gab. Doch der Abt schaute lächelnd auf das kleine Gesicht: „Du siehst aus wie ein Cornelius! Mehr sag ich nicht.“

Mit Hokkaido im Namen und Staunen im Blick, Gab er dem Greis seine Jugend zurück. Sie wanderten Jahre, sie lachten viel, Die Welt zu entdecken, war ihr gemeinsames Ziel.

Oh, Cornelius! Kleiner Geist aus dem Grün, Wo die buntesten Blumen des Wissens blühn. Ein Wisch mit dem Ärmel, ein Fleck auf dem Brett, Macht die einfachste Arbeit zum Abenteuer-Set! Die Welt ist so groß und das Rätsel so schwer, Sagt mir: Wo kommen sie hin? Wo sind sie nur her?

Strophe 2

Er wollte ein Abenteuer, ein großes Geheimnis, Kein Staubwischen mehr, kein kleines Ereignis. Der Abt griff zum Wein, der Bauch zwickte sehr, Die Tafel war schmutzig, die Sicht war nicht leer. Vom Pilzbrot und Kräutern blieb nichts mehr stehn, Nur Bruchstücke waren im Licht noch zu sehn. Ein heiliger Auftrag! Ein göttlicher Wink! Cornelius packt ein, er ist wahrlich flink!

„Finde heraus… warum… gibt es… keine… Linge… mehr?“ Cornelius grübelt, sein Köpfchen wird schwer. Es gibt Halblinge, Tieflinge – das weiß er genau, Doch wo sind die „Reinen“? Er wird nicht ganz schlau. Waren sie groß? Waren sie klein? Er wird ihr Entdecker und Retter wohl sein!

Oh, Cornelius! Kleiner Geist aus dem Grün, Wo die buntesten Blumen des Wissens blühn. Ein Wisch mit dem Ärmel, ein Fleck auf dem Brett, Macht die einfachste Arbeit zum Abenteuer-Set! Die Welt ist so groß und das Rätsel so schwer, Sagt mir: Wo kommen sie hin? Wo sind sie nur her?

Der Weg führt nach Absalom, Schritt für Schritt, Er nimmt jede Blume und Freundschaft gern mit. Ohne Plan, aber glücklich, die Tasche voll Mut, Cornelius weiß: Am Ende wird’s gut. „Aber… wo sind die Linge?“

 

 

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