Ruhig Theo… Du musst deine Gedanken sammeln… Du siehst keine Feinde mehr, was jetzt? Wir sind hier um den Stein zu finden… aber Tebaun liegt sterbend vor dir… Und wo sind die anderen? Wo ist Arabella? Wieso Arabella? Ich muss mich konzentrieren und kann gerade nur an sie denken… Warum? Nicht jetzt, ich muss mich konzentrieren… Konzentration… KONZENTRATION!… Was? Wieso werden meine Gedanken so laut und unklar? Was ist hier los? Ist das…
Ich hatte jetzt ein wenig Zeit meine Gedanken zu sammeln und wie mein Meister es mir empfohlen hat, möchte ich diese nun auch in Schriftform festhalten. Es ist schon etwas länger her, dass ich dazu gekommen bin, aber ich möchte die Ruhe nutzen, die wir uns so hart erkämpft haben.
Angefangen hat das Ganze damit, dass wir einen Druiden nicht davon abhalten konnten, einen wahrscheinlich mit heiliger Magie erfüllten Stein zu stehlen, welcher der hiesigen Martikov Familie dazu verhalf, auch in diesem vom Tod verseuchten Land, eine grüne Oase zu schaffen in der sie Wein anbauen und verarbeiten konnten. Konnten ist nun leider der richtige Begriff, da sie nach dem Verlust wenig Hoffnung haben, das Weingut wieder aufbauen können. Tebaun scheint das ganze schwer zu treffen. Verständlich wenn ich bedenke, wie seine Lehren und Worte häufig nach Hoffnung in den dunkelsten Winkeln suchen oder diese zumindest spenden wollen.
Davian Martikov, das Oberhaupt der Familie Martikov, beschloss, dass er und seine Familie nach Vallaki aufbrechen sollten und sich dort erstmal in der Taverne ,in der auch schon wir unterkamen, eine Unterkunft beschaffen sollten. Da sie vor hatten, den schon mit drei der letzten Weinfässern beladenen, Wagen zu nehmen, konnten sie gleich die Versorgung der Taverne mit dem Wein übernehmen und uns eine Last von den Schultern nehmen. In der Zwischenzeit gaben sie uns den Hinweis, dass wenn wir nach dem Stein suchen wollten, wir bei einem Hain der Druiden, welcher eine knappe Tagesreise vom Weingut entfernt liegen sollte, anfangen könnten. Wir entschieden, dass dies für uns der nächste logische Schritt wäre, da wir die Hoffnung noch nicht aufgeben wollten, dem Land eine Quelle der Freude zu erhalten.
Wir reisten noch ein ganzes Stück mit der Familie mit, bis wir zu der Kreuzung kamen, die die Martikovs nach Vallaki und uns zu dem Hain führen sollte. Da der Tag inzwischen schon gut vorangeschritten war, entschieden wir nicht zu viel später auch eine Pause einzulegen. Da wir alle erledigt waren, entschied ich mich diesmal mein Training mit Tebaun nicht fort zu führen, aber ich wollte die Chance nutzen um mit Arabella über das Buch zu sprechen. Wir konnten auch einige Erkenntnisse gewinnen, aber was mich am meisten an unserem Gespräch fasziniert hat, ist was für ein Chaos ich danach in mir verspürte. Noch kann ich nicht zuordnen warum, aber ich bin mir sicher, dass ich auch dieses Geheimnis irgendwann lüften kann.
Die Nacht selber verlief ruhig. Das einzige, was mich nicht ganz losgelassen hat, war der Traum den ich hatte. Ich sah einen Stamm von Menschen, Ureinwohner einer veralteten Zeit. Einer von ihnen schien mich direkt anzusprechen. Er hatte Kriegsbemalung in seinem Gesicht und neben ihm stand ein eigenartig wirkender Speer an einen Stuhl gelehnt. Er meinte, dass ich den Speer nehmen und über das Tal herrschen sollte, wie es mir zustehen würde. Dann wachte ich gebadet in meinem eigenen Schweiß auf und stellte fest, dass die anderen noch schliefen. Ich nutzte dies und beruhigte mich erst einmal… so gut es ging zumindest.
Am nächsten Tag brachen wir recht früh auf und Der Weg zum Hain verlief relativ ruhig. Das erste interessante Vorkommnis traf uns als wir am Hain ankamen. Dort wartete schon ein Reiter in voller Rüstung und starte in den Nebel, welcher hier näher war, als sonst irgendwo in diesem Land. Es stellte sich heraus, dass dieser Reiter niemand anderes als Graf Stradh von Zarovich war. Der Herrscher, der Fluch und der Teufel dieses Landes. Wenn man den Geschichten glaubt. Er verriet uns, dass er ab und an mal an diesen Ort einkehrt, da es dunkle Kräfte gibt, die ihn seine alte Heimat in den Gezeiten des Nebels erblicken lassen. Seine Nostalgie schwand kurz nach seinen Worten und er verabschiedete sich von uns, aber nicht bevor er uns davon erzählte, dass Maduin ihm anscheinend seine Unterstützung angeboten hatte. Wir wussten noch nicht wirklich, was wir mit dieser Information anfangen sollten, aber dafür hatten wir auch nicht wirklich Zeit. In der Entfernung hörten wir nämlich schon das nächste, was unsere Aufmerksamkeit auf uns zog. Gesang…
Keiner von uns konnte diesen allerdings genießen und wir fühlten uns eher, als würde der Gesang ein negatives Vorzeichen sein. Tebaun formulierte sofort den Plan, dass wir uns aufteilen sollten, den Hügel erklimmen und von beiden Seiten des Gipfels den Ursprung des Gesanges erkunden sollten. Dabei sahen wir, dass über dem Gipfel eine kleine Gewitterwolke ruhte und sich immer wieder auf einen Kreis von Steinen entlud, welcher die Spitze des Hügels wie eine Festung umgab. Wir rannten und rutschten teilweise die Seiten des Hügels entlang, bis wir auf die Verursacher der Unwohlsein erweckenden Töne trafen. Es waren Druiden. Wir näherten uns ihnen und kaum traten wir in ihre direkte Nähe, wurden wir wieder einmal von Strauch-, Nadel-, und Rankenplagen angegriffen.
Wir erwehrten uns der Plagen und so kam es zu einem Kampf. Die Druiden, die immer noch in ihr unheimliches Ritual vertieft waren, konnte Arabella mit einem Feuerball ausschalten. Und die Plagen waren für die Drachengeborenen, Tebaun und mich kein zu großes Problem. Doch als Hara den Steinring auf der Spitze des Hügels durchquerte, sprangen auf einmal viele Menschen, die genauso aussahen, wie der eine in meinem Traum aus dem Boden hervor und griffen uns auch an. Für jeden von uns kamen zwei von denen und wie ich unangenehmer Weise feststellen muss, waren diese nicht ungebildet in der Kunst des Kampfes. Zwar boten sie sich ständig Blößen und machten unsere Angriffe dadurch einfacher, aber sie baten uns diese auch nur, damit sie sich voll darauf konzentrieren konnten uns mit ihren Äxten anzugreifen und uns kaum Spielraum zu lassen. So gelang es ihnen bei jedem von uns einen Schlag nach dem anderen zu landen. Selbst mich haben sie mehrfach getroffen, was mich körperlich und geistig sehr mitnahm. Es machte sich langsam Verzweiflung in mir breit, als ich sah, dass erst mehrere der Drachengeborenen und dann auch noch Tebaun zu Boden ging. Irgendetwas in mir konnte in diesem Moment nicht mehr inne halten und mit letzter Kraft stürzte ich mich wieder in den Kampf und hingegen Tebauns Bitte war es mir egal, dass ich diese WILDEN… dass ich unsere Kontrahenten nicht nur kampfunfähig machte, sondern ihnen ihr Leben nahm. Anscheinend, war dies aber kein so großer Fehler, wie ich es nun im Nachhinein einschätzen würde und mit dieser durch… Ich weiß leider noch nicht, wie ich dieses Gefühl bezeichnen soll… aber durch die neu gewonnene Kraft konnten wir schließlich auch diesen Gegner bezwingen. Nach dem Kampf kamen wir zusammen und kümmerten uns um unsere Kameraden… zumindest um die, die wir noch retten konnten.
ich muss dir dringend weiterschreiben. Du glaubst nicht, was passiert ist. Dieser zusammengewürfelte Haufen, also die Halbelfe und die beiden Menschen scheinen meine Mutter zu kennen. Sie waren mit ihr zusammen unterwegs. Und, genau habe ich das noch nicht verstanden, aber was ich verstanden habe ist, dass sie wohl ihr Gedächtnis verloren hat. Xor, das würde so viel erklären aber dennoch wirft es gleichzeitig unglaublich viele Fragen auf.
Noch bin ich nicht dazu gekommen mit Bran, der Mensch scheint mit ihr geredet zu haben, alleine zu sprechen, denn seine Freundin, die Halbelfe, Mia (?), ist die ganze Zeit um ihn herum und auch er kann seine Augen nicht von ihr lassen. Die beiden erinnern mich an meine Eltern. Sie waren auch so glücklich zusammen.
Jedenfalls, während die beiden Turteltauben schwimmen waren, erzählte uns Aza (die sich übrigens in eine wirklich hübsche Menschengestalt verwandeln kann) von ihrer Herkunft und was da hinter ihr her ist.
Dann war es Zeit weiter zu gehen und das hier alles weiter zu erforschen. So spannend und faszinierend ich das ganze hier unten finde, teilen die Anderen wohl meine Meinung nicht. Ich würde gerne viel mehr und öfters stehen bleiben um mir das Ganze genauer ansehen zu können, doch sehen die Anderen das nicht so.
Wir kamen in eine Höhle die über und über mit Fledermäusen voll war. Ich hatte die Übrigen schon fast so weit nicht hinein zu gehen, doch… naja… die Unwissenden eben. Leider haben wir zwei Plattenträger dabei und diese waren nicht sonderlich leise und so schreckten sie die Tiere auf. Wir blieben zusammen, doch es waren so viele, dass selbst ich kaum noch ruhig bleiben konnte. Aza rutschte auf dem ganzen Guano aus, aber ich konnte sie noch rechtzeitig stützen.
Mia gab irgendwelche Zeichen von sich und jeder platzierte sich weiter Weg von ihr und hielt sich die Ohren zu. Also auch ich. Glücklicherweise, denn auf einmal ertönte ein ohrenbetäubender Lärm von ihren Klingen, als sie diese aneinanderschlug. Die Fledermäuse stoben in alle Richtungen davon, viele, viel zu viele, gingen tot zu Boden. Darüber sollte ich nochmal mit ihr reden. Es war einfach nur unnötig.
Schweigend gehe ich erstmal weiter, den Anderen nach. Wir kommen an Pilzen und anderem Gewächs vorbei und dann zu einem Wasserfall. Eigentlich schien der Fleck perfekt für eine Rast zu sein, doch dann sah ich einen grünen Schimmer hinter dem Gewässer und ich musste ihm folgen. Warum mir die Anderen nachliefen weiß ich nicht, aber dann standen wir in einer riesigen Höhle mit einem riesigen Portal. Die Höhle war bewachsen und blühend wie ich es Oberirdisch noch nie gesehen habe. Die Bauart und Architektur haben etwas Elfisches und eine Art die ich leider nicht zuordnen konnte.
Der Rest meiner Begleiter ging in eine andere Richtung davon und aus den Augenwinkeln bekam ich nur noch mit, dass dort ein Kristall war, der von der Menschenfrau (Riehkarda, Riekarda oder Rikarda?) zusammengesetzt wurde. Und dann ging es auf einmal ganz schnell. Eine wirklich gigantische Gestalt mit Hörnern kam auf sie zu und dann höre ich auch schon Kampfgeräusche also ging ich schnell, aber vorsichtig, zu ihnen um ihnen beistehen zu können.
Ich kam gerade noch rechtzeitig um ihnen mit meiner Heilmagie zu helfen. Denn das Wesen hatte ihnen gut zugesetzt. Doch sie konnten es wohl besiegen, denn alles was übrig war von ihm war eine schwarze Pfütze. Wir glaubten, dass der Kampf vorbei war, doch dann wurden die leblosen Gebilde um uns herum auf einmal wach. Pilze. Nicht so kleine, nein schon ziemlich Große und vor allem viele kamen auf uns zu.
Unsicher ob die Pilze Freund oder Feind sind griffen wir sie an. Das merkwürdige daran war, dass sobald einer der Pilze besiegt wurde, ich ein Dröhnen im Kopf wahrnahm. Genau wie die Anderen kämpfte ich weiter. Bran, der die Situation irgendwie am Meisten beobachtet hatte, glaubt, dass die Wesen uns helfen wollen. Doch richtig Zeit, um das genauer zu untersuchen haben wir nicht, denn unter uns entsteht wieder diese schwarze Flüssigkeit und lässt nichts Gutes erahnen. Und ja, dieses gehörnte Etwas steht wieder da.
Diesmal haben wir es gleich mit zwei von ihnen zu tun. Einer direkt neben uns, der Zweite steht am Kristall und ist mit ihm fast verschmolzen. Riehkarda, die sich mit nicht druidischer Magie in einen Falken verwandelt hatte und sich dann oben auf einer Säule niederließ, feuerte einen Feuerball nach dem Anderen und zerstörte dabei wohl den Kristall.
Mitten im Kampf hörte ich diese Stimme. Sie befahl uns, alles anzugreifen, was wir noch nicht lange kennen, außer ihn natürlich. Ich konnte mich dieser Einflüsterung leider nicht erwehren und so ließ ich meinen Krummsäbel seine Dunkelheit um mich erzeugen und stach auf Bran, der vor mir stand, ein. Natürlich tut es mir jetzt leid und ich werde mich auch bei ihm entschuldigen. Doch zunächst musste ich meinen Verbündeten helfen. Sie waren wirklich übel zugerichtet worden uns so rief ich, wie damals mit meinem Lebensretter, die Sterne um Hilfe. So konnte ich wieder zwei gleichzeitig heilen.
Die Pilze und wir hatten es endlich geschafft den Dämon zu erlegen. Wir hofften es zumindest. Erst dann bekam ich mit, dass wir Zuwachs bekommen hatten. Einen Halbelfen, der sich als Oskar Sternenwind, aus Everlund vorstellte.
Während ich die Wunden von Aza versorgte kümmerten sich die Anderen um Bran. Ich habe es nur halb mitbekommen, aber ihm schien es nicht gut zu gehen. Er wankte, doch die beiden Frauen konnten ihn halten. Gemeinsam beschlossen wir erstmal in den vorderen Bereich der Höhle zu gehen. Eigentlich wollten wir uns ein wenig erholen, da das Weiterreisen mit dem Bewusstlosen nicht einfach werden würde. Doch die Pause machten wir nicht, denn wir hörten wieder dieses Geräusch von Aza’s Verfolger.
Der Versuch uns ein wenig zu verstecken gelang dank der Magie unseres neuen Mitglieds ziemlich gut und wir schlichen weiter, denn der Dämon bemerkte uns nicht.
Und so liefen wir weiter bis wir eine Art mahlendes Geräusch vernahmen. Mir fielen die Geschichten der Würmer ein, die hier leben sollte. Und nein, denen wollten wir lieber nicht begegnen. Dem Fluss folgend gingen wir weiter, doch bei jedem Schritt hatten wir das Gefühl, dass die Erde erzitterte und es immer näher in unsere Richtung kam.
Die seltsame Idee, den Affen Mia, fliegen zu lassen und sie nimmt uns alle mit, stieß bei Allen auf Zustimmung und gerade so entkamen wir dem Maul des riesigen Wurms.
Langsam war ich ziemlich erschöpft, doch das konnte ich den Anderen nicht mitteilen. Noch nicht. Als wir uns einer Ruine näherten hörte ich schon wieder eine Stimme. Doch diesmal netter, ruhiger und gelassener „endlich ist die Verbindung schnell und besser, willkommen in meinem Reich, ihr kommt eurer Bestimmung näher, kommt näher und erhaltet eure Belohnung„. Was auch immer das heißen mag, aber das war im Moment die Ruhe die wir brauchten. Wir alle offenbar.
Als die Erde wieder erschütterte und ein riesiger, blauer Pilz sich aus dem Boden schälte fühlte ich mich gleich viel besser. Entspannter. In der Nähe des Pilzes und einem Wasserfall ließen wir uns endlich für eine Rast nieder.
Ich werde gleich noch die Sterne befragen und vielleicht komme ich zu einem Gespräch um mehr über meine Mutter zu hören.
Bitte richte Kestal, G’eldriia und unserem Barden, wenn du ihn zu Gesicht bekommst, meine herzlichsten Grüße aus.
Lucc kam mit Amber auf der Schulter hinaus, und Delia war mit ihrer Eroberung Doria nicht weit dahinter. Doch das sorgte vor allem dafür das Delia gegen Lucc stiess, als dieser plötzlich an hielt und Amber absetzte.
„Was ist denn jetzt schon wieder?“ hörte man ihre genervte Stimme.
Was war waren zwei Gruppen von Fans, die einen mit der rot geschminkten Gesichtshälfte, die sie schon einmal gesehen hatten und die anderen, die sich das ganze Gesicht Grün angemalt hatten, und die sich die Punkte der aufgetischten Geschichte an farbigen Backen warfen. Der Türsteher und Berta Ramm, seine Kollegin vom Club Oni Zuang versuchten die beiden Parteien zu befrieden. Als Berta Lucc sah, war sie sehr erfreut.
„Hey Lucc, ich wollte den Kampf sehen, aber er hier brauchte meine Hilfe.“
Lucc war Baff, zum ersten mal war es ihm bewusst das er Fans hatte. Aber zu ganzen Gruppen zu reden, war ihm neu. Nachdem er versuchte, beide zu beruhigen, ging das Gezanke schnell wieder los. Das brachte Delia dazu, ein magisch verstärktes Krachen in die Gasse zu werfen und die Aufmerksamkeit war wieder da.
Ambers allerdings war anderweitig zu hause. Sie hörte eine telepathische Stimme und erblickte auch schnell die Verursacherin. Die verschleierte Frau, die sie schon ein paar mal gesehen hatte. Die winkte sie zu sich und bat sie mit ihr in das nahegelegene Restaurant zu gehen.
Gerade im Augenblick des Knalls sagte Amber Lucc kurz über den Ohrstöpsel Bescheid, dass sie kurz weg ist.
Lucc hatte noch immer Probleme damit, die Fans zu beruhigen, nicht zuletzt auch deshalb, weil nur die Hälfte die seinigen waren. Doch da kam vom Aussenbereich eben jenes Restaurants ein junger Elf zu ihnen, der seinerseits auf sie einredete.
Er erzählte, dass sie nur Ärger für Lucc und Sulla verursachten wenn sie sich hier, direkt vom schwarzen Fass prügelten. Die Rädelsführer interpretierten seine Idee und man sah, wie sie sich verabredeten, bevor die Gruppen in zwei verschiedene Richtung von dannen zog.
Wo sie sich wohl treffen würden?
Der Neuankönnling stellte sich bei Lucc als Lucien Siannodel vor. Seines Zeichens Reporter der Korranberg-Tageszeitung, der sich ein Interview mit ihnen Wünschte. Und sich nach Amber um sah. So tat es auch Lucc, dem Bewusst wurde, dass er sie aus den Augen verloren hatte. Er fing an nach ihr zu rufen und die Gassen ab zu suchen, doch noch bevor er weit kam hörte und spührte man gewaltige Schläge auf die Steinstrasse. Von unten. Plötzlich durchbrach eine gewaltige, metallene Klaue den Belag und nach ein paar weiteren Schlägen kam nicht unweit von da, wo Lucc stand, ein gewaltiges Etwas hervor, das wie eine Mischung aus einem der Dinos der Halblinge, einem Kriegsgeschmiedeten und eines Rakschasas, wie man ihn sich vorstellen könnte aussah.
Lucc, der nun schon einiges mit Kriegsgeschmiedeten erlebt hatte, zeigte sich zuerst nicht besondern beunruhigt und als der Geschmiedete gegen die Mauer des Restaurant schlugs, meinte er nur freundlich, dass er das doch so nicht einfach machen darf.
Es dauerte nur einige wenige Sekunden, bis er durch die, eigentlich nicht gerade Dünne Wand war, aber es war genug Zeit, Amber und die seltsame Frau aus noch nicht vertieftem Gespräch über Ambers Vergangenheit und die Plage mit den Bolzen aufschreckte. Sie rief Amber zu: „Ich weis nicht, ob das für euch oder für mich ist, ihr versteckt euch besser.“ während sie hinaus rannten.
Delia, da gerade noch mit bekommen hatte, das Lucc Amber vermisste und sie nun scheinbar von der Frau aus dem Restaurant wegrennen sah, griff diese an. Amber rief noch „Nicht sie!“ und war dann in einem Nachbarhaus verschwunden.
Die Frau schien die Verletzung nicht wahr zu nehmen, viel zu sehr Verängstigt, als dieses gewaltige Wesen erkennbar wurde.
Berta und Doria stellten sich der monströsen Erscheinung in den Weg, der Türsteher rannte in den Club um Hilfe zu holen, Auch Delia machte sich bereit und Lucc kam verwirrt um die Ecke.
Delia versuchte auch den Elf zu überreden, sie zu unterstützen, der gerade noch so aus gesehen hatte, als ob er das weite Suchen wollte.
Das Wesen lies sich nicht lange bitten und griff sofort Doria an, die nach hinten geschleudert wurde. Delia unterstützte ihre Eroberung und alle anderen mit Heilzaubern aus ihren neu erschienen Kräften.
Auch wenn die mittlerweile drei, nachdem Lucc dazu gestoßen war, Frontkämpfer es irritierten, initierte es immer wieder Projektilangriffe gegen die verschleierte Frau. Die brach auch mehrfach unter den Angriffen zusammen und nur Delias konstanter Fluss von Heilmagie verhinderte das Schlimmste. So dauerte es eine ganze Weile mit einigen haarsträubenden Verletzungen. Aber der Heldenmut der Anwesenden, auch immer wieder unterstützt von den Ansprachen des Reporters, der von dem Gegner dafür ein „Sch… Lügenpresse!“ zu hören bekam, schwächten es zunehmend. Kurz bevor zusätzliche Hilfe aus dem Schwarzen Fass gerannt kam… sogar Fausti war dabei,brach die unglaubliche Verbindung aus Fleisch und Metall letztlich bewusstlos zusammen.
Die in weisse Schale gehüllte Frau, ging zittrig auf das Wesen zu und während sie es untersuchte, nahmen ihre Augen kurz das selbe Leuchten an, dass man zuvor beim Angreifer gesehen hatte.
„Ein Quori.“ Hauchte sie, „Sie haben mich gefunden.“ Die anderen wussten mit dem Begriff nicht so recht etwas an zu fangen, doch der Reporter schien dazu etwas sagen zu können, und während Delia seinen Spekulationen zuhörte und Lucc Amber suchte und fand, versuchte die Frau sich unbemerkt aus dem Strassenstaub zu machen. Doch Delia bemerkte sie, zerrte sie kurz in das Restaurant und forderte sie auf, ihr alles genau zu erzählen, am besten Morgen in den Gemächern Delias Famillie. Das lehnte sie resolut ab. Sie nannte ihr einen Treffpunkt in einem belebten Kaffee weiter oben. Sie müsse in Bewegung bleiben, und der Reporter solle bitte davon auch nichts wissen.
So ließ sie Delia denn gehen, denn sie hatte eine ganz andere Frau, um die sie sich heute noch kümmern musste. Für einmal sorgten nicht die Drei für die Inhaftierung der seltsamen Person, sondern der Türsteher rief die Polizei. Lange bevor sie eintraf, waren alle ihrer Wege, mit einem glücklichen Reporter, der nun weit mehr zu berichten hatte, als er erwartet hatte.
Wir hatten das Lager aufgebaut und meine Kameraden und ich wollten uns ausruhen. Die Ruhe hatten wir nach den restlichen Tagen auch nötig. So viel war passiert und geschehen. Wir mussten Verluste beklagen, haben Freunde verloren. Auch wenn wir einen neuen Begleiter gefunden hatten überschatten die letzten, schweren Schicksalsschläge doch die Gemüter.
Überall lauerten Gefahren. Das wurde uns immer mehr bewusst. Der Dschungel verlangte von jedem etwas ab. Du musst immer dein Bestes geben, ständig konzentriert und auf der Hut sein. Rasten geht nur, wenn du dich auf deine Mitreisenden zu hundert Prozent verlassen kannst. Und das wird wohl in nächster Zeit schwierig werden, denn was passiert ist lässt sich nicht mehr ungeschehen machen.
Unser Lag stand und wir hofften auf Rast, vielleicht ein wenig faulenzen. Das hätte uns wirklich gutgetan. Doch dann standen da dieser Mann und eine Drachen-Mensch-Echsen-Kombination, wie ich sie noch nicht gesehen hatte.
Bee, unsere sonst gut gelaunte und meist positiv gestimmte Führerin, zog gleich ihren Bogen und zielte auf die Neuankömmlinge. Der Verlust ihres Mentors hat sie wohl mehr mitgenommen, als uns bewusst war. Und davor hat sie schon von zwei Freunden abschied nehmen müssen. Klar geht sowas nicht spurlos an einem vorbei.
Glücklicherweise kamen Arannis, Romero und Nokah (die neue Begleitung) schnell dazu und konnten durch Reden, Fragen und Antworten die angespannte Situation ein wenig auflösen.
Der Mensch stellte sich als Artus vor und dann ging auf einmal alles ziemlich schnell.
Xandala
Xandala schnellte hervor und strahlte vor Freude, denn hatte sie doch endlich ihren Vater gefunden. Was die Beiden beredeten verstand ich nicht, doch ich sah, dass der Mann ihr etwas gab und die Halb-Elfe sich damit aus dem Staub machen wollte, denn plötzlich hob sie vom Boden ab und schwebte über uns.
Artus, der offenbar wieder zu sich kam und rief, dass sie seinen Ring geklaut hätte und dann kämpften wir auch schon.
Auch wenn wir sie trafen entfernte sich Xandala mit ihrem Sommerklug immer weiter und dann benutze sie natürlich ihre stärkste Waffe gegen uns. Ihre Feuerbälle setzten uns wirklich zu. Vereinzelt versuchten wir unsere Rücksäcke, unser Hab und Gut aus den Flammen zu retten, doch vieles war verloren und wurde durch das Feuer beschädigt, zerstört oder vernichtet.
Doch was passierte, als Xandala zu Boden ging und eigentlich schon besiegt war, das kann ich selbst nicht begreifen und wird auch sicher die Gruppe beschäftigen, wenn nicht sogar zerteilen.
Arannis, der sich gerne als Anführer der Gruppe bezeichnete, tat etwas, was ich ihm nicht zugetraut hätte. Die Halb-Elfe lag auf der Erde. Geschlagen und am Ende. Doch, als wäre es nichts und sie nichts wert hat er sie einfach umgebracht. Einfach so. Ohne mit der Wimper zu zucken. Ohne einen Anflug des Überlegens. Gnadenlos, Kaltblütig und ohne Mitleid hat er sie hingerichtet.
Ich hoffe sehr, dass seine Gefährten ihn nun nicht hängen lassen. Ihn zwar zurechtweisen und ihm ordentlich den Marsch blasen, aber der Dschungel verlangt eben Alles und ruft das Schlechteste in dir hervor. Dagegen kommt man nicht alleine an.
Nach der langen Aufnahme der Aussagen wandte sich Descartes an die Drei: „Tassen hin oder her, ihr solltet es mal etwas langsamer angehen lassen, ihr seid ja ständig hier.“ Dennoch waren sie begeistert über ihre individuellen Trinkutensilien. Lucc freute sich besonders über die überraschende Grösse seines Bechers, der stets genügend Platz für einen Schuss aus seinem Flachmann übrig liess.
Nachdem sie zuhause angekommen waren, kostete er seinen Brandt jedoch unverdünnt nach dem ganze Stress. Sie sassen in Delias Wohnung, doch sie selbst hatte sich in Bad zurück gezogen. Kurze Zeit später kam ihre Mitbewohnerin und gesellte sich zu Lucc und Amber, die die Nase über den Pinselreiniger rümpfte, den Lucc da trank.
„Euro Bestellung ist fertig, morgen früh könnt ihr die Kleidung für Amber abholen. Lucc und Amber erzählten ihr begeistert, wie sie sich für die Streikenden in Todes Tor eingesetzt hatten und Amber insistierte, eine Arbeiterbewegung für Kriegsgechmiedete führen zu wollen. Als auch die Schneiderin sich zurück zog, bemerkte Amber, dass Lucc eingeschlafen war. Er hatte wohl den Pinselrei… Pinsel? Ein Grinsen zog über ihr Gesicht und sie besorgte sich ein paar Utensilien.
Lucc bekam nichts mit. Lange nicht, denn er schlief am längsten von allen, noch immer auf Delias Couch. Als er schliesslich sein kunsthaft geschminktes Gesicht bemerkte, dass er jedoch dank Augenreiben schon ziemlich ruiniert hatte, nahm er Amber ins Gebet. Die meinte, sie wollte ihm für den Schneidereibesuch nur schön machen. Dort war das Staunen gross, als Amber ihre drei neuen Kleider anprobieren konnte. Besonders ein Kleid mit angedeuteten Zahnrädern hatte es ihr angetan. Dazu gehörte noch ein Zylinder aus dem dominanten Material, an dem eine Fliegerbrille wie bei ihrem Teddy angebracht war.
Nach dem Mittagessen brach man zum Schwarzen Fass auf. Dort war es Erwartungsgemäss erst noch ruhig, und Fausti breitete sie auf den kommenden Schaukampf vor. Ganz so „Schau“ allerdings nicht. Für die Kayfabe war es gar nicht so wichtig, wer den Kampf gewann und Wetten bringen immer Geld, so dass dies ein ehrlicher Kampf sein würde. Nur mit gespielten Konsequenzen. Während Lucc gleich in die Umkleide ging, besuchte Amber die Bar und brachte erneutet einen Kellner dazu, mit den Utensillien für Cocktails kreativ zu werden, um ihr etwas schmackhaftes aber alkoholfreies zu kredenzen.
Am besten traf es Deliah, die sich unter den frühen Gästen des Lokals um sah, und ein sehr herausforderndes Lächeln in der Menge fand. Von einer Menschlichen Frau mit Blonden Haaren und bestimmten Gang, die Deliah mit den Worten „Also habe ich mich nicht getäuscht.“ begrüsste, als sie zu kam. Die beiden flirteten eine ganze Weile, redeten über alte Wunden und Neubeginn, bis schliesslich die Zeit für den grossen Kampf des Abends gekommen war. Doria, wie sie hies, erwies sich al grosser Fan von Sulla MaCasa, aber das machte sie in Delias Augen nur noch reizvoller.
Doria Kenegut
Amber stellte sich auf einer Tribübe auf, während Faustis Ansage über allen Dröhnte und er die beiden Kämpfer – und den angeblichen Grund ihres Zwists – vorstellte. Schon schlug die Glocke und man merkte beiden deutlich an, dass sie seit ihrem letzten Kampf viel trainiert hatten.
Doch das erwies sich als etwas Nachteilhaft für das Publikum, war doch der Kampf schon nach nicht einmal einer halben Minute entschieden, als DeCasa zu Boden ging.
Man merkte ihnen die Enttäuschung an, und zu Dorias überraschung sprang Delia auf und forderte Lucc heraus. Fausti, der das Publikum zufrieden stellen wollte präsentierte erneut den Kampf, nachdem etwas Zeit zum Aufpäppeln Luccs einberaumt war standen sich Lucc und Delia wieder im Ring gegenüber. Delia gerüstet, Lucc mit ihren Schlagringen und Amber, die ihn von der Tribüne her anfeuerte.
Es war ein guter Kampf, der auch länger dauerte, doch auch hier bewies Lucc trotz all der unerwarteten Elementarmagie von Delia sein Geschick.
Einer jedoch war darüber unglücklich. Wie abgesprochen kam Sulla in die Arena, aber musste einen Grund improvisieren, weshalb er so sauer war und war nicht ganz auf der Höhe. Dennoch war er sein Handtuch, erklärte, wie wütend und ettäuscht er war, und das er im Championship statt für das Schwarze Fass für die Goldene Leber antreten würde. Und, ebenfalls ganz wie geplant, rief Björn Faustrecht Lucc de Carpon zum neuen Champion für das Schwarze Fass aus.
In der Umkleide lästerte Delia gerade etwas über Sullas schauspielerische Leistung, da kam auch schon Doria zu ihr. Stolz auf Delias Mut, aber zu Sulla gestikulierend, dass er immer noch ihr Champion war. Delia gab sie ganz andere Signale, Signale bei denen Delia ganz warm wurde.
Gerade kamen auch Lucc, Amber und Fausti in den Personalbereich, wo die verletzten aufgeheilt worden waren, und Delia wandt sich etwas bei dem Versuch, ihr zu erklären, warum sie die Nacht bei Doria zu bringen wollte. Fausti warf Lucc und Sulla je einen Goldbeutel zu. Als Fausti sah, dass Lucc etwas neidisch auf Sullas grösseren Beutel schaute, erklärte er, dass Sulla ja eine Abschlussprämie erhalten hatte, nachdem er näher bei seiner neuen Wohnung arbeiten wollte und das Schwarze Fass verlief. Doch Lucc war schnell zufrieden, als er 200 Goldstücke abgezählt hatte. Und so beschloss man, sich auf den Weg zu machen. Delia mit Doria zum Grünen Schwan, ein Stockwerk höher, die anderen zurück zur Wohnung. Das war zumindest der Plan.
Erst wollte Hara der Zweiggestalt mit der Kommode folgen, doch schon folgte ihr eine andere. Offensichtlich wurde es doch nicht so einfach sein, und sie blies die Pfeife, die Tebaun ihr für einen solchen Moment gegeben hatte. Entgegen ihrer Erwartung war der Ton nicht nur weit im leicht hörbaren Bereich, sie hatte auch noch so kräftig geblasen, dass die Pfeife sich regelrecht im Ton überschlug. Nun kam eine der Druiden durch die Aufgebrochene Tür, schickte die beiden Zweigdinger mit der Truhe voraus und suchte den Bereich ab, von wo das laute Pfeifen gekommen war.
Trotz ihrer Unsichtbarkeit versteckte sie sich hinter dem nahen Toilettenhäuschen. So konnte sie nicht sehen, wie ein weiterer Druide ins freie trat, und es wäre ganz und gar unmöglich gewesen, Theo zu sehen, der diesem heimlich folgte. Beide, Theo und Hara wussten jedoch, das nun schnell etwas geschehen musste, auf das die beiden Geschöpfe nicht mit der Kommode entkamen und griffen an. Derweil eilten Arabella, die drei Drachengeborenen und Tebaun so schnell wie möglich zum Ursprung des Pfiffs.
Arabella war nicht nur die erste, die in Reichweite kam, sie erfasste die Situation mit den beiden Trägern der Kommode sofort und platzierte eine Feuersbrunst in ihre Mitte. Das schwächte zwar die Träger, aber es zerstörte auch die Kommode, und der lebensspendende Stein purzelte heraus. Zu allem Überfluss kamen nun auch enorme Wellen von kleineren Zweigenweisen die den Enttarnten, Hara und Theo mächtig zusetzten.
Es war ein langer Kampf doch irgendwann klärten die Druiden ihre Prioritäten und einer verwandelte sich in eine Eule, schnappte sich den Stein und flog davon. Hara, die am nächsten zur Stelle war, versuchte die Eule vom Himmel zu schiessen, verfehlte, rannte hinter der Eule her und es passierte seltsames…. Während des Rennens noch verwandelte sie sich in einen Raben. Verwirrt wie sie war nutzte sie die Gelegenheit jedoch um weit in die Luft zu steigen bis sie die Eule sehen konnte und flog in ihre Richtung.
Es dauerte jetzt nicht mehr lang, bis alle Wellen Arten und wellen von Zweigenwesen besiegt waren und sie gingen ins Haus, um nach Nachzüglern zu schauen. Ausserdem waren einige sehr Neugierig, wesehalb die Familie eigentlich nicht wollte, das man in die Privatgemächer ging. Arabella versorgte die halb verdursteten Jutschenpferde. Die einzige echte Auffälligkeit war jedoch, dass eines der grossen Keltereifässer mit Zweigen gefüllt war.
Nach einer Weile kehrte der Rabe zurück und noch etwas später nahm Hara wieder ihre eigentliche Form an. Nun suchte sie erst einmal das Gespräch mit Arabella, mit der sie nun etwas unerwartetes gemeinsam hatte. Spontane Verwandlungen in ein Tier. Ob es ein Segen oder ein Fluch war?
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