Ein kurzes Gebet an… wen auch immer (The Resurrected)

Es ist nun etwas länger her, dass ich dazu gekommen bin zu beten. Das letzte Mal, also das letzte richtige Mal, war damals noch in Yartar. Jetzt weiß ich nicht ob ich Tymora damals verärgert habe, oder wer auch immer es sein mag, der sich meiner angenommen hat, aber ich hoffe, dass mich dieses Mal nicht wieder in so ein Land lebender Albträume schickt, wie das letzte Mal.

Ich weiß immer noch nicht, wer du bist, der mich in den letzten paar Wochen unterstützt. Ich weiß noch nicht mal, ob du nicht vielleicht ein Teufel oder ähnliches bist. Aber da du mir geholfen hast, die anderen und vor allem Mia zu beschützen bin ich sehr dankbar. Ich weiß noch nicht mal ob du mitbekommst, was hier vor sich geht und durch was für einen Mist wir uns durchkämpfen mussten. Leider habe ich auch nicht alles mitbekommen, da ich anscheinend ein paar Stunden weggetreten war, aber die Anderen haben es mir erzählt. Die Flucht vor dem Dämon und dem Riesenwurm, der uns fast verschlungen hätte.

Aber genauso wie in den letzten Monaten, habe ich nicht das Gefühl zu viel verpasst zu haben. Kaum bin ich von unserer ersten „ruhigen“ Rast in einer gefühlten Ewigkeit erwacht, da ging es auch schon weiter. Der Pilz scheint mich als sein Sprachrohr verwenden zu wollen und die anderen sind aus gutem Grund sehr skeptisch. Auch wenn ich zugeben muss, dass es sich irgendwie gut anfühlt, zu sehen wie viele Sorgen sich Mia um mich macht. Mit dieser neuen Information, haben wir uns erst einmal die Zeit genommen und mal wieder was ordentliches gegessen. Und auch wenn ich mich nicht selber loben sollte, habe ich noch nie so guten Eintopf gegessen, wie das was ich da zusammengewürfelt habe. Vielleicht macht die Erschöpfung jeden Bissen aber auch leckerer als er eigentlich ist…

Unsere neue Begleiterin, die meint, dass sie Bellatrix‘ Tochter ist, nutzte die Pause und lies mich ein wenig von ihrer verschwundenen Mutter erzählen. Ich habe das Gefühl, dass meine Antworten sie nicht zufrieden gestellt haben, aber selber fragen tut sie auch nicht viel. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Nachdem wir mit Essen und Reden fertig waren, brachen wir dann aber auch auf. Schließlich wollen wir alle schnellstmöglich zurück nach Hause. Und der Pilz, der uns erzählt, dass wir mit etwas infiziert sind, ist eine zusätzliche Motivation. Wir gingen als erstes in das Gebäude vor dem wir gerastet hatten. Dort wurden wir von einem riesigen und dunklen Gang begrüßt, der kaum ein Ende finden wollte. Wir folgten dem Gang bis wir auf eine seltsame Gestalt trafen. Bei genauere Untersuchung stellten wir fest, dass diese Gestalt eine Kreatur war, die wie wir infiziert war. Mit was genau, konnte mir der Pilz noch nicht verraten, aber zu sehen, dass die Infektion diese Kreatur umgebracht hat, hat mir auch schon gereicht.

Wir gingen weiter und kaum waren wir an der ersten Gestalt vorbei, sprang unser anderer Neuzugang, Oskar, auf und machte uns darauf aufmerksam, dass wir von weiteren „Infizierten“ beobachtet wurden. Schreckliche Gestalten, wenn ich bedenke, wie Oskar sie beschrieben hatte. Mehr bekam ich aber auch nicht mit, da die Gestalten für mich nicht sichtbar waren und wir uns schnellstmöglich von ihnen entfernen und nicht herausfinden wollten, ob diese Wesen genauso schrecklich aussahen, wie Oskar sie beschrieben hat.

Als wir dann endlich ein Licht am Ende des Tunnels gesehen haben, rannten wir schon fast dort hin. Das Gebäude öffnete sich und hab uns einen Blick auf eine riesige aber verlassene Stadt frei. Als wir diese durchstreiften fanden wir immer mehr Darstellungen von sogenannten „Couatln“. Ricarda und Aza scheinen zu wissen, was es mit diesen Wesen auf sich hat. Die Anderen und ich nicht. Wir folgten den Götzenbildern, bis sich Ricarda wieder einmal aufmachte ohne uns Bescheid zu geben. Sie rannte in eines der Häuser, bis sie und ein paar Sekunden später wir, auf einen überfluteten Raum mitten in dem Gebäude gestoßen sind.

Als sie schon wieder losrennen wollte packte ich sie am Arm und wollte wissen, was denn nur in sie gefahren sei. Sie sagte mir, dass sie irgendetwas rufen würde und sie spüren würde, dass es das richtige wäre, dem Ruf zu folgen. So gerne ich mich dagegen ausgesprochen hätte, wäre ich ein ziemlicher Heuchler, wenn ich bedenke, was in letzter Zeit alles mit mir spricht. Also lies ich sie gehen und zusammen mit Oskar und Vaneara ist sie nun auf dem Weg um zu finden, was sie angeblich zu sich ruft. Viel kann ich von hier aus nicht erkennen, aber wenn ich eine Bitte an dich, wer auch immer du sein magst, richten darf, dann pass auf sie auf.

Und nun zu etwas ganz anderem (Gearpunks)

Die Abenteuer von Lucian, Amber, Lucc und Delia gehen gleich weiter, aber erst einmal fällt unser Blick auf ein paar untypischere „Helden“.

Aber lassen wir Ratpack (Flo) die Geschichte in einem Brief an Papa erzählen:

Hallo Papa, hier ist Raguul, dein Lieblingstöchterchen… Ich wollte dir ja erzählen, was gestern passiert ist.

Ich erinnere dich an Mama… also Kenna… Die Goblindame mit den Muskeln die größer sind als Ratbat, meine mechanische Fledermaus, und meine Schwestern sind genauso muskulös, das weißt du ja… als die Kleinste hauen mir die älteren Schwestern immer den Schädel ein, weil sie blöd sind… Mama sagt mir zwar immer, dass ich mehr trainieren soll, aber ich hab keine Lust mit den Fleischhaufen meiner Schwestern in den Kampf zu treten, weil ich eh weiß, was die machen…

Ich vermisse dich. Ich weiß, ich sollte endlich mal meine Rüstung bauen, aber ich schaffe es nicht… Ich hoffe, dir geht es noch gut als Geschützkonstrukteur bei den Cannith. Ich finde das so cool… Dein letzter Brief ist schon einen Monat her, und ich habe das Gefühl, dass ich dir gar nicht mehr fehle… Mama weiß nebenbei nicht, dass ich dir schreibe, aber sie hat mir einen Auftrag gegeben.

Ich habe heute einen Dampfschaden herrichten wollen… aber Vitroja hat mir gesagt, dass sie weiß, dass ich eine Rüstung suche und sie hat mir gesagt, dass bei den Braghs eine ist… Vitroja ist wirklich meine Lieblingsschwester. Ich habe gehofft, dass du bald ein Heilmittel findest…

Jedenfalls habe ich von ihr gehört, dass es bei den Braghs in der Nähe eine moderne Rüstung aus Metall gibt, und du hast mir ja Pläne gegeben, um sie für den Kampf zu verwenden! Endlich wäre ich stark genug gewesen, um meinen Schwestern eines rein zu hauen… außer Vitroja natürlich. Aber genau deswegen wollte ich die Rohre dort reparieren, weil ich diese Rüstung abholen wollte.

Klar, das war mitten im Bragh-Territorium, aber was wollen diese stinkenden, schweineküssenden Kakerlaken gegen die Rattenkönigin Ratpack machen?! Mir war das so egal… ich wollte einfach stark sein. Und als ich eigentlich weiter gehen wollte, kam dieses seltsame Goblinehepaar mir entgegen. Die mussten wohl Flitterwochen haben beim kaputten Rohr, dachte ich zuerst und wollte sie ignorieren, damit ich sie bei ihrem romantischen Intermezzo nicht stören würde… Aber… ja, dann kam der Rattenmist so richtig zum Dampfen, als einer der beiden dem Rohr einen flammenden neuen Lack verpasste und das Loch noch größer machte, was ich flicken musste. In aller Höflichkeit habe ich diese hirnlose Schleimbirne darum gebeten, mir die Arbeit zu überlassen. Und nachdem die Arbeit erledigt war, war ich irgendwie entspannter… Muss wohl die Arbeit der Ehefrau gewesen sein, dachte ich damals.

Schlussendlich stellten sich die beiden vor. Der kleine Grünling in so Stoffklamotten war ein Typ namens Knack. Er hat mir bei seiner „Reparatur“ meinen BH versengt… aber er schien Spaß zu machen, denn wir teilten das gemeinsame Hobby mit dem Feuerwerk… Ja, ich hab das von dir. Ich liebe es immer noch, wenn eine riesige Explosion kommt, aber war ich genervt von dem, als er mir die Arbeit nur noch schwerer gemacht hat, erst recht, da ich noch meine Reparaturen üben musste…

Die Andere sah so aus, als würde sie nicht nur Knack eine Freude bereiten. So dunkle Haut habe ich nur an einigen Goblins gesehen, als sie eine meiner Minen versucht haben, in die Luft zu jagen… Aber ihr stand sie gut. Sie sah aus, wie eine Künstlerin oder jemand, die Männern Freude bereite… oder Frauen. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass sie mir mit Magie den Körper fuhr, obwohl sie in der Ferne war… Jedenfalls, sie hieß Fozzy und war eine besondere Zauberin.

Eigentlich hätte ich ja gedacht, dass ich mich da alleine auf dem Weg zu den Braghs mache und die Rüstung abhole… aber das Ehepaar war echt ganz nett. Knack mochte Feuer und Explosionen und Fozzy mochte seltsame Berührungen mit ihrer Hand und seltsame Laserstrahlen gegen Priester. Als ich mich mit ihnen unterhielt, tauchten auf dem Weg zum Bragh-Haus so vier alles andere als kompetente Braghlins auf… also vier Goblins der Bragh-Linie, die meinten uns Ärger zu machen.

Der Vorderste schien ihr Anführer zu sein, aber er war schneller hin wie die Ratte, die von Knack gegessen wurde. Ich weiß zwar nicht genau, was dann passiert ist, aber nachdem ich versucht habe, den Zweiten mit meinem Degen zu stechen und mein kleiner Ratbat seinen Stoß verpasste, fielen auch die anderen drei Goblins um… Das war der Schlafzauber der gierigen Goblindame Fozzy…

Fozzy ist auch sehr… freizügig. Ich habe noch nie gesehen, dass jemand die Klamotten bei den Goblins so schnell runter gezogen bekommt, besonders wo ich mir vorstelle, dass die vor Gestank an ihnen kleben mussten… urgs… aber wir hatten einige gute Waren, wobei ich gerne die Dolche nahm… Wir ließen sie dann einfach dort liegen, denn ich konnte es kaum erwarten, die Rüstung in meinen Sack zu packen und die dann zuhause zu basteln…

Wir betraten das Bragh-Haus… aber… keine Rüstung da… kein Schatz… nur Mama und dieser Chef der Bragh… als ob ich mir den Namen von diesem Obergoblin merken sollte. Und Mama war… zahm, was ich selten bei ihr erlebt habe. Du hättest das sehen sollen, sie hat nicht zugehauen, sondern war frieldich… Sie hat vor dem Typen gespurt… aber als ich hörte, dass wir ein gemeinsames Ziel hatten und sah, dass Vitroja auch hier war, war das nicht das Ende der Überraschungen. Denn abgesehen von den Worten: „Ich hab eine Rüstung für dich, Raguul“ kamen gerade die schönsten Worte, die ich mir je vorstellen konnte.

„Es gibt ein Heilmittel für Vitroja.“

Ich wollte dem Bragh-Chef nicht glauben… Er hat echt gesagt, es gibt ein Heilmittel, um sich um Vitroja zu kümmern und sie wieder gesund werden zu lassen… Etwas schade ist es schon, ich habe ihr den Rollstuhl gebaut, aber wenn Vitroja wieder besser gehen kann, dann sage ich da nicht nein… Und ja, den Braghs darf man nicht trauen… aber… wenn Mutter es sagt, dann musste da was dran sein.

Der Bragh-Chef hat von seinem Plan erzählt, einen Heilerkonvoi zu plündern. Er würde auf einer Aufzugplattform sein und die Lieferung dann dort eben abholen… und bei dieser Lieferung war eine magische Schriftrolle, die Vitroja heilen konnte. Wir sollten einen Skycoach nehmen, der von einem nackten Bragh gesteuert wird… Er hat’s kommen sehen. Dazu bekamen wir so seltsame Soarsleds, also so grüne Bretter, auf denen man fliegen kann. Du hast mir schon öfters von denen erzählt… Aber ich glaube, die Bretter waren nur für kleine Goblins gemacht, denn egal, wie sehr ich es probiert habe, ich konnte da drauf nicht stehen bleiben…

Manchmal ist es doof, ein Bücherwurm zu sein… Besonders, wenn man sich bei der Goblindame festhalten muss, um fliegen zu können… Ich glaube, Fozzy hat der Flug dafür umso mehr gefallen… Ich wollte auch alleine fliegen… Wieso kann ich nicht so geschickt sein wie du, Papa?

Jedenfalls… Vitroja endlich gesund zu sehen, hat mich motiviert, da mitzumachen. Und Knack, Fozzy und ich flogen auf den Soarsleds zu der Heilerplattform, die die Waren wohl gerade frisch bekommen haben. Ich weiß nicht, wer die waren, und vermutlich wären diese Lieferanten alle friedlich gewesen, aber nichts hält mich davon ab, meine Schwester zu heilen.

Es waren fünf Halblinge, kaum größer als Knack der Feuergoblin… der die supertolle Idee hatte, mitten in die Kisten zu fliegen. Innerlich dachte ich mir, ob Goblins schon so blöd auf die Welt gekommen sind… aber da spricht wohl der Hobgoblinstolz in mir… Ich sah mich irgendwie dazu gezwungen, Knack den grünen Poppes zu retten.

Fozzy setzte mich ab, ich rannte zu Knack und hielt mich eher defensiv auf. Klar, ich bin nicht stark, aber ich weiß mich zu wehren. Ich versuchte dem Goblin mal den Hintern zu retten, aber habe es fett bereut, nachdem die anderen Gegner mir die Hölle heiß gemacht haben… Ich habe mich nur verteidigen wollen, während Ratbat von oben geschossen hat.

Das waren keine Krieger… das war echt nur ein Heilerkonvoi. Der Schütze starb schnell, die Anderen versuchten mir den Garaus zu machen, nachdem sie dem kleinen Knack den Hintern heiß gemacht haben. Von dem Board schoss Fozzy immer ihre Geschosse runter, bis sie überraschend dämlich wurde, und nach unten stürzte… Ich habs nicht mitbekommen, warum… aber es war ein harter Kampf.

Nachdem wir diese Gruppe an Hobbits ausgelöscht haben, nahmen wir die Truhen. Dass eine fast abgefackelt ist, sagen wir nicht… Wir brachten die Truhen auf den Skycoach. Dass dann dieses Braghgesindel wegflog, bevor wir alle Truhen verladen haben und sie uns auf der Plattform stehen ließen, regt mich bis heute noch auf, aber ich war nach dem Kampf selbst ein wenig geschreddert… ich fühle mich immer noch, als wäre ich da gewesen… und das Schlimmste daran, wir wurden von einem nackten Bragh-Idioten ausgetrickst…

Wir kümmerten uns um die Leichen und haben zwei der Truhen mitgenommen. In einer war Verbandszeug, das ich für meine Heilkünste verwenden konnte… in der Anderen nur ein paar Schriftrollen, die ich nicht lesen konnte… die Restlichen nahm der Bragh-Typ… und als wir uns um die Leichen gekümmert haben, und ich sie in ein Säurebad legte, gingen wir nach hause…

Ehrlich gesagt fühlte ich mich noch nie so schlecht dabei, jemanden weh zu tun. Aber es war für Vitroja… Als wir zuhause waren, hat sich der Bragh-General bei uns entschuldigt und uns die Rolle gegeben zum Tausch der anderen beiden Kisten. Ich hoffe, Mama schafft es, sie wieder gesund zu machen und diese Krankheit loszuwerden… andererseits hoffe ich es auch nicht, denn wenn Vitroja wieder gesund ist, dann wird sie wahrscheinlich genauso wie die anderen Dummköpfe von Schwestern auf mich einprügeln… aber ich schätze, das war mein Abenteuer.

Ich bekam von Fozzy noch eine sehr seltsame Münze, die ich mit meiner Magie versetzen konnte. Das ist ganz cool: Ich kann jetzt so kleine Münzen herstellen, die, wenn du aus einiger Höhe auf dem Boden fliegst, dir nicht wehtust, wenn du sie reibst… Naja, ich versuche es, aber Knack ist ein überraschend gutes Versuchskaninchen. Wo Fozzy hin ist, weiß ich gerade nicht… aber ich schätze, ich sollte ihr auch noch ‚Danke‘ sagen…

Ich hoffe, du schreibst mir bald wieder. Vielleicht können wir dann auch gemeinsam Vitroja sehen, wie sie wieder allen Anderen den Kopf einschlägt… Ich hab dich lieb.

Deine Ratpack

Die Studien eines Magiers: Ein Kampf um Hoffnung (Shield of Light)

Ruhig Theo… Du musst deine Gedanken sammeln… Du siehst keine Feinde mehr, was jetzt?
Wir sind hier um den Stein zu finden… aber Tebaun liegt sterbend vor dir… Und wo sind die anderen? Wo ist Arabella? Wieso Arabella? Ich muss mich konzentrieren und kann gerade nur an sie denken… Warum?
Nicht jetzt, ich muss mich konzentrieren… Konzentration… KONZENTRATION!… Was? Wieso werden meine Gedanken so laut und unklar? Was ist hier los? Ist das…

Ich hatte jetzt ein wenig Zeit meine Gedanken zu sammeln und wie mein Meister es mir empfohlen hat, möchte ich diese nun auch in Schriftform festhalten. Es ist schon etwas länger her, dass ich dazu gekommen bin, aber ich möchte die Ruhe nutzen, die wir uns so hart erkämpft haben.

Angefangen hat das Ganze damit, dass wir einen Druiden nicht davon abhalten konnten, einen wahrscheinlich mit heiliger Magie erfüllten Stein zu stehlen, welcher der hiesigen Martikov Familie dazu verhalf, auch in diesem vom Tod verseuchten Land, eine grüne Oase zu schaffen in der sie Wein anbauen und verarbeiten konnten. Konnten ist nun leider der richtige Begriff, da sie nach dem Verlust wenig Hoffnung haben, das Weingut wieder aufbauen können. Tebaun scheint das ganze schwer zu treffen. Verständlich wenn ich bedenke, wie seine Lehren und Worte häufig nach Hoffnung in den dunkelsten Winkeln suchen oder diese zumindest spenden wollen.

Davian Martikov, das Oberhaupt der Familie Martikov, beschloss, dass er und seine Familie nach Vallaki aufbrechen sollten und sich dort erstmal in der Taverne ,in der auch schon wir unterkamen, eine Unterkunft beschaffen sollten. Da sie vor hatten, den schon mit drei der letzten Weinfässern beladenen, Wagen zu nehmen, konnten sie gleich die Versorgung der Taverne mit dem Wein übernehmen und uns eine Last von den Schultern nehmen. In der Zwischenzeit gaben sie uns den Hinweis, dass wenn wir nach dem Stein suchen wollten, wir bei einem Hain der Druiden, welcher eine knappe Tagesreise vom Weingut entfernt liegen sollte, anfangen könnten. Wir entschieden, dass dies für uns der nächste logische Schritt wäre, da wir die Hoffnung noch nicht aufgeben wollten, dem Land eine Quelle der Freude zu erhalten.

Wir reisten noch ein ganzes Stück mit der Familie mit, bis wir zu der Kreuzung kamen, die die Martikovs nach Vallaki und uns zu dem Hain führen sollte. Da der Tag inzwischen schon gut vorangeschritten war, entschieden wir nicht zu viel später auch eine Pause einzulegen. Da wir alle erledigt waren, entschied ich mich diesmal mein Training mit Tebaun nicht fort zu führen, aber ich wollte die Chance nutzen um mit Arabella über das Buch zu sprechen. Wir konnten auch einige Erkenntnisse gewinnen, aber was mich am meisten an unserem Gespräch fasziniert hat, ist was für ein Chaos ich danach in mir verspürte. Noch kann ich nicht zuordnen warum, aber ich bin mir sicher, dass ich auch dieses Geheimnis irgendwann lüften kann.

Die Nacht selber verlief ruhig. Das einzige, was mich nicht ganz losgelassen hat, war der Traum den ich hatte. Ich sah einen Stamm von Menschen, Ureinwohner einer veralteten Zeit. Einer von ihnen schien mich direkt anzusprechen. Er hatte Kriegsbemalung in seinem Gesicht und neben ihm stand ein eigenartig wirkender Speer an einen Stuhl gelehnt. Er meinte, dass ich den Speer nehmen und über das Tal herrschen sollte, wie es mir zustehen würde. Dann wachte ich gebadet in meinem eigenen Schweiß auf und stellte fest, dass die anderen noch schliefen. Ich nutzte dies und beruhigte mich erst einmal… so gut es ging zumindest.

Am nächsten Tag brachen wir recht früh auf und Der Weg zum Hain verlief relativ ruhig. Das erste interessante Vorkommnis traf uns als wir am Hain ankamen. Dort wartete schon ein Reiter in voller Rüstung und starte in den Nebel, welcher hier näher war, als sonst irgendwo in diesem Land. Es stellte sich heraus, dass dieser Reiter niemand anderes als Graf Stradh von Zarovich war. Der Herrscher, der Fluch und der Teufel dieses Landes. Wenn man den Geschichten glaubt. Er verriet uns, dass er ab und an mal an diesen Ort einkehrt, da es dunkle Kräfte gibt, die ihn seine alte Heimat in den Gezeiten des Nebels erblicken lassen. Seine Nostalgie schwand kurz nach seinen Worten und er verabschiedete sich von uns, aber nicht bevor er uns davon erzählte, dass Maduin ihm anscheinend seine Unterstützung angeboten hatte. Wir wussten noch nicht wirklich, was wir mit dieser Information anfangen sollten, aber dafür hatten wir auch nicht wirklich Zeit. In der Entfernung hörten wir nämlich schon das nächste, was unsere Aufmerksamkeit auf uns zog. Gesang…

Keiner von uns konnte diesen allerdings genießen und wir fühlten uns eher, als würde der Gesang ein negatives Vorzeichen sein. Tebaun formulierte sofort den Plan, dass wir uns aufteilen sollten, den Hügel erklimmen und von beiden Seiten des Gipfels den Ursprung des Gesanges erkunden sollten. Dabei sahen wir, dass über dem Gipfel eine kleine Gewitterwolke ruhte und sich immer wieder auf einen Kreis von Steinen entlud, welcher die Spitze des Hügels wie eine Festung umgab. Wir rannten und rutschten teilweise die Seiten des Hügels entlang, bis wir auf die Verursacher der Unwohlsein erweckenden Töne trafen. Es waren Druiden. Wir näherten uns ihnen und kaum traten wir in ihre direkte Nähe, wurden wir wieder einmal von Strauch-, Nadel-, und Rankenplagen angegriffen.

Wir erwehrten uns der Plagen und so kam es zu einem Kampf. Die Druiden, die immer noch in ihr unheimliches Ritual vertieft waren, konnte Arabella mit einem Feuerball ausschalten. Und die Plagen waren für die Drachengeborenen, Tebaun und mich kein zu großes Problem. Doch als Hara den Steinring auf der Spitze des Hügels durchquerte, sprangen auf einmal viele Menschen, die genauso aussahen, wie der eine in meinem Traum aus dem Boden hervor und griffen uns auch an. Für jeden von uns kamen zwei von denen und wie ich unangenehmer Weise feststellen muss, waren diese nicht ungebildet in der Kunst des Kampfes. Zwar boten sie sich ständig Blößen und machten unsere Angriffe dadurch einfacher, aber sie baten uns diese auch nur, damit sie sich voll darauf konzentrieren konnten uns mit ihren Äxten anzugreifen und uns kaum Spielraum zu lassen. So gelang es ihnen bei jedem von uns einen Schlag nach dem anderen zu landen. Selbst mich haben sie mehrfach getroffen, was mich körperlich und geistig sehr mitnahm. Es machte sich langsam Verzweiflung in mir breit, als ich sah, dass erst mehrere der Drachengeborenen und dann auch noch Tebaun zu Boden ging. Irgendetwas in mir konnte in diesem Moment nicht mehr inne halten und mit letzter Kraft stürzte ich mich wieder in den Kampf und hingegen Tebauns Bitte war es mir egal, dass ich diese WILDEN… dass ich unsere Kontrahenten nicht nur kampfunfähig machte, sondern ihnen ihr Leben nahm. Anscheinend, war dies aber kein so großer Fehler, wie ich es nun im Nachhinein einschätzen würde und mit dieser durch… Ich weiß leider noch nicht, wie ich dieses Gefühl bezeichnen soll… aber durch die neu gewonnene Kraft konnten wir schließlich auch diesen Gegner bezwingen. Nach dem Kampf kamen wir zusammen und kümmerten uns um unsere Kameraden… zumindest um die, die wir noch retten konnten.

…ZORN!

Den Sternen nach Teil 2 (The Resurrected)

Lieber Xor,

ich muss dir dringend weiterschreiben. Du glaubst nicht, was passiert ist. Dieser zusammengewürfelte Haufen, also die Halbelfe und die beiden Menschen scheinen meine Mutter zu kennen. Sie waren mit ihr zusammen unterwegs. Und, genau habe ich das noch nicht verstanden, aber was ich verstanden habe ist, dass sie wohl ihr Gedächtnis verloren hat. Xor, das würde so viel erklären aber dennoch wirft es gleichzeitig unglaublich viele Fragen auf.

Noch bin ich nicht dazu gekommen mit Bran, der Mensch scheint mit ihr geredet zu haben, alleine zu sprechen, denn seine Freundin, die Halbelfe, Mia (?), ist die ganze Zeit um ihn herum und auch er kann seine Augen nicht von ihr lassen. Die beiden erinnern mich an meine Eltern. Sie waren auch so glücklich zusammen.

Jedenfalls, während die beiden Turteltauben schwimmen waren, erzählte uns Aza (die sich übrigens in eine wirklich hübsche Menschengestalt verwandeln kann) von ihrer Herkunft und was da hinter ihr her ist.

Dann war es Zeit weiter zu gehen und das hier alles weiter zu erforschen. So spannend und faszinierend ich das ganze hier unten finde, teilen die Anderen wohl meine Meinung nicht. Ich würde gerne viel mehr und öfters stehen bleiben um mir das Ganze genauer ansehen zu können, doch sehen die Anderen das nicht so.

Wir kamen in eine Höhle die über und über mit Fledermäusen voll war. Ich hatte die Übrigen schon fast so weit nicht hinein zu gehen, doch… naja… die Unwissenden eben. Leider haben wir zwei Plattenträger dabei und diese waren nicht sonderlich leise und so schreckten sie die Tiere auf. Wir blieben zusammen, doch es waren so viele, dass selbst ich kaum noch ruhig bleiben konnte. Aza rutschte auf dem ganzen Guano aus, aber ich konnte sie noch rechtzeitig stützen.

Mia gab irgendwelche Zeichen von sich und jeder platzierte sich weiter Weg von ihr und hielt sich die Ohren zu. Also auch ich. Glücklicherweise, denn auf einmal ertönte ein ohrenbetäubender Lärm von ihren Klingen, als sie diese aneinanderschlug. Die Fledermäuse stoben in alle Richtungen davon, viele, viel zu viele, gingen tot zu Boden. Darüber sollte ich nochmal mit ihr reden. Es war einfach nur unnötig.

Schweigend gehe ich erstmal weiter, den Anderen nach. Wir kommen an Pilzen und anderem Gewächs vorbei und dann zu einem Wasserfall.
Eigentlich schien der Fleck perfekt für eine Rast zu sein, doch dann sah ich einen grünen Schimmer hinter dem Gewässer und ich musste ihm folgen. Warum mir die Anderen nachliefen weiß ich nicht, aber dann standen wir in einer riesigen Höhle mit einem riesigen Portal.
Die Höhle war bewachsen und blühend wie ich es Oberirdisch noch nie gesehen habe. Die Bauart und Architektur haben etwas Elfisches und eine Art die ich leider nicht zuordnen konnte.

Der Rest meiner Begleiter ging in eine andere Richtung davon und aus den Augenwinkeln bekam ich nur noch mit, dass dort ein Kristall war, der von der Menschenfrau (Riehkarda, Riekarda oder Rikarda?) zusammengesetzt wurde. Und dann ging es auf einmal ganz schnell. Eine wirklich gigantische Gestalt mit Hörnern kam auf sie zu und dann höre ich auch schon Kampfgeräusche also ging ich schnell, aber vorsichtig, zu ihnen um ihnen beistehen zu können.

Ich kam gerade noch rechtzeitig um ihnen mit meiner Heilmagie zu helfen. Denn das Wesen hatte ihnen gut zugesetzt. Doch sie konnten es wohl besiegen, denn alles was übrig war von ihm war eine schwarze Pfütze. Wir glaubten, dass der Kampf vorbei war, doch dann wurden die leblosen Gebilde um uns herum auf einmal wach. Pilze. Nicht so kleine, nein schon ziemlich Große und vor allem viele kamen auf uns zu.

Unsicher ob die Pilze Freund oder Feind sind griffen wir sie an. Das merkwürdige daran war, dass sobald einer der Pilze besiegt wurde, ich ein Dröhnen im Kopf wahrnahm.
Genau wie die Anderen kämpfte ich weiter. Bran, der die Situation irgendwie am Meisten beobachtet hatte, glaubt, dass die Wesen uns helfen wollen.
Doch richtig Zeit, um das genauer zu untersuchen haben wir nicht, denn unter uns entsteht wieder diese schwarze Flüssigkeit und lässt nichts Gutes erahnen. Und ja, dieses gehörnte Etwas steht wieder da.

Diesmal haben wir es gleich mit zwei von ihnen zu tun. Einer direkt neben uns, der Zweite steht am Kristall und ist mit ihm fast verschmolzen. Riehkarda, die sich mit nicht druidischer Magie in einen Falken verwandelt hatte und sich dann oben auf einer Säule niederließ, feuerte einen Feuerball nach dem Anderen und zerstörte dabei wohl den Kristall.

Mitten im Kampf hörte ich diese Stimme. Sie befahl uns, alles anzugreifen, was wir noch nicht lange kennen, außer ihn natürlich. Ich konnte mich dieser Einflüsterung leider nicht erwehren und so ließ ich meinen Krummsäbel seine Dunkelheit um mich erzeugen und stach auf Bran, der vor mir stand, ein. Natürlich tut es mir jetzt leid und ich werde mich auch bei ihm entschuldigen. Doch zunächst musste ich meinen Verbündeten helfen. Sie waren wirklich übel zugerichtet worden uns so rief ich, wie damals mit meinem Lebensretter, die Sterne um Hilfe. So konnte ich wieder zwei gleichzeitig heilen.

Die Pilze und wir hatten es endlich geschafft den Dämon zu erlegen. Wir hofften es zumindest. Erst dann bekam ich mit, dass wir Zuwachs bekommen hatten. Einen Halbelfen, der sich als Oskar Sternenwind, aus Everlund vorstellte.

Während ich die Wunden von Aza versorgte kümmerten sich die Anderen um Bran. Ich habe es nur halb mitbekommen, aber ihm schien es nicht gut zu gehen. Er wankte, doch die beiden Frauen konnten ihn halten. Gemeinsam beschlossen wir erstmal in den vorderen Bereich der Höhle zu gehen. Eigentlich wollten wir uns ein wenig erholen, da das Weiterreisen mit dem Bewusstlosen nicht einfach werden würde. Doch die Pause machten wir nicht, denn wir hörten wieder dieses Geräusch von Aza’s Verfolger.

Der Versuch uns ein wenig zu verstecken gelang dank der Magie unseres neuen Mitglieds ziemlich gut und wir schlichen weiter, denn der Dämon bemerkte uns nicht.

Und so liefen wir weiter bis wir eine Art mahlendes Geräusch vernahmen. Mir fielen die Geschichten der Würmer ein, die hier leben sollte. Und nein, denen wollten wir lieber nicht begegnen. Dem Fluss folgend gingen wir weiter, doch bei jedem Schritt hatten wir das Gefühl, dass die Erde erzitterte und es immer näher in unsere Richtung kam.

Die seltsame Idee, den Affen Mia, fliegen zu lassen und sie nimmt uns alle mit, stieß bei Allen auf Zustimmung und gerade so entkamen wir dem Maul des riesigen Wurms.

Langsam war ich ziemlich erschöpft, doch das konnte ich den Anderen nicht mitteilen. Noch nicht.
Als wir uns einer Ruine näherten hörte ich schon wieder eine Stimme. Doch diesmal netter, ruhiger und gelassener „endlich ist die Verbindung schnell und besser, willkommen in meinem Reich, ihr kommt eurer Bestimmung näher, kommt näher und erhaltet eure Belohnung„. Was auch immer das heißen mag, aber das war im Moment die Ruhe die wir brauchten. Wir alle offenbar.

Als die Erde wieder erschütterte und ein riesiger, blauer Pilz sich aus dem Boden schälte fühlte ich mich gleich viel besser. Entspannter. In der Nähe des Pilzes und einem Wasserfall ließen wir uns endlich für eine Rast nieder.

Ich werde gleich noch die Sterne befragen und vielleicht komme ich zu einem Gespräch um mehr über meine Mutter zu hören.

Bitte richte Kestal, G’eldriia und unserem Barden, wenn du ihn zu Gesicht bekommst, meine herzlichsten Grüße aus.  

Eure
Elemmiire

Einfach keine Zeit für die Liebe (Gearpunks)

Lucc kam mit Amber auf der Schulter hinaus, und Delia war mit ihrer Eroberung Doria nicht weit dahinter. Doch das sorgte vor allem dafür das Delia gegen Lucc stiess, als dieser plötzlich an hielt und Amber absetzte.

„Was ist denn jetzt schon wieder?“ hörte man ihre genervte Stimme.

Was war waren zwei Gruppen von Fans, die einen mit der rot geschminkten Gesichtshälfte, die sie schon einmal gesehen hatten und die anderen, die sich das ganze Gesicht Grün angemalt hatten, und die sich die Punkte der aufgetischten Geschichte an farbigen Backen warfen. Der Türsteher und Berta Ramm, seine Kollegin vom Club Oni Zuang versuchten die beiden Parteien zu befrieden. Als Berta Lucc sah, war sie sehr erfreut.


„Hey Lucc, ich wollte den Kampf sehen, aber er hier brauchte meine Hilfe.“

Lucc war Baff, zum ersten mal war es ihm bewusst das er Fans hatte. Aber zu ganzen Gruppen zu reden, war ihm neu. Nachdem er versuchte, beide zu beruhigen, ging das Gezanke schnell wieder los. Das brachte Delia dazu, ein magisch verstärktes Krachen in die Gasse zu werfen und die Aufmerksamkeit war wieder da.

Ambers allerdings war anderweitig zu hause. Sie hörte eine telepathische Stimme und erblickte auch schnell die Verursacherin. Die verschleierte Frau, die sie schon ein paar mal gesehen hatte. Die winkte sie zu sich und bat sie mit ihr in das nahegelegene Restaurant zu gehen.

Gerade im Augenblick des Knalls sagte Amber Lucc kurz über den Ohrstöpsel Bescheid, dass sie kurz weg ist.

Lucc hatte noch immer Probleme damit, die Fans zu beruhigen, nicht zuletzt auch deshalb, weil nur die Hälfte die seinigen waren. Doch da kam vom Aussenbereich eben jenes Restaurants ein junger Elf zu ihnen, der seinerseits auf sie einredete.

Er erzählte, dass sie nur Ärger für Lucc und Sulla verursachten wenn sie sich hier, direkt vom schwarzen Fass prügelten. Die Rädelsführer interpretierten seine Idee und man sah, wie sie sich verabredeten, bevor die Gruppen in zwei verschiedene Richtung von dannen zog.

Wo sie sich wohl treffen würden?

Der Neuankönnling stellte sich bei Lucc als Lucien Siannodel vor. Seines Zeichens Reporter der Korranberg-Tageszeitung, der sich ein Interview mit ihnen Wünschte. Und sich nach Amber um sah. So tat es auch Lucc, dem Bewusst wurde, dass er sie aus den Augen verloren hatte. Er fing an nach ihr zu rufen und die Gassen ab zu suchen, doch noch bevor er weit kam hörte und spührte man gewaltige Schläge auf die Steinstrasse. Von unten. Plötzlich durchbrach eine gewaltige, metallene Klaue den Belag und nach ein paar weiteren Schlägen kam nicht unweit von da, wo Lucc stand, ein gewaltiges Etwas hervor, das wie eine Mischung aus einem der Dinos der Halblinge, einem Kriegsgeschmiedeten und eines Rakschasas, wie man ihn sich vorstellen könnte aussah.

Lucc, der nun schon einiges mit Kriegsgeschmiedeten erlebt hatte, zeigte sich zuerst nicht besondern beunruhigt und als der Geschmiedete gegen die Mauer des Restaurant schlugs, meinte er nur freundlich, dass er das doch so nicht einfach machen darf.

Es dauerte nur einige wenige Sekunden, bis er durch die, eigentlich nicht gerade Dünne Wand war, aber es war genug Zeit, Amber und die seltsame Frau aus noch nicht vertieftem Gespräch über Ambers Vergangenheit und die Plage mit den Bolzen aufschreckte. Sie rief Amber zu:
„Ich weis nicht, ob das für euch oder für mich ist, ihr versteckt euch besser.“ während sie hinaus rannten.

Delia, da gerade noch mit bekommen hatte, das Lucc Amber vermisste und sie nun scheinbar von der Frau aus dem Restaurant wegrennen sah, griff diese an. Amber rief noch „Nicht sie!“ und war dann in einem Nachbarhaus verschwunden.

Die Frau schien die Verletzung nicht wahr zu nehmen, viel zu sehr Verängstigt, als dieses gewaltige Wesen erkennbar wurde.

Berta und Doria stellten sich der monströsen Erscheinung in den Weg, der Türsteher rannte in den Club um Hilfe zu holen, Auch Delia machte sich bereit und Lucc kam verwirrt um die Ecke.

Delia versuchte auch den Elf zu überreden, sie zu unterstützen, der gerade noch so aus gesehen hatte, als ob er das weite Suchen wollte.

Das Wesen lies sich nicht lange bitten und griff sofort Doria an, die nach hinten geschleudert wurde. Delia unterstützte ihre Eroberung und alle anderen mit Heilzaubern aus ihren neu erschienen Kräften.

Auch wenn die mittlerweile drei, nachdem Lucc dazu gestoßen war, Frontkämpfer es irritierten, initierte es immer wieder Projektilangriffe gegen die verschleierte Frau. Die brach auch mehrfach unter den Angriffen zusammen und nur Delias konstanter Fluss von Heilmagie verhinderte das Schlimmste. So dauerte es eine ganze Weile mit einigen haarsträubenden Verletzungen. Aber der Heldenmut der Anwesenden, auch immer wieder unterstützt von den Ansprachen des Reporters, der von dem Gegner dafür ein „Sch… Lügenpresse!“ zu hören bekam, schwächten es zunehmend. Kurz bevor zusätzliche Hilfe aus dem Schwarzen Fass gerannt kam… sogar Fausti war dabei,brach die unglaubliche Verbindung aus Fleisch und Metall letztlich bewusstlos zusammen.

Die in weisse Schale gehüllte Frau, ging zittrig auf das Wesen zu und während sie es untersuchte, nahmen ihre Augen kurz das selbe Leuchten an, dass man zuvor beim Angreifer gesehen hatte.

„Ein Quori.“ Hauchte sie, „Sie haben mich gefunden.“ Die anderen wussten mit dem Begriff nicht so recht etwas an zu fangen, doch der Reporter schien dazu etwas sagen zu können, und während Delia seinen Spekulationen zuhörte und Lucc Amber suchte und fand, versuchte die Frau sich unbemerkt aus dem Strassenstaub zu machen. Doch Delia bemerkte sie, zerrte sie kurz in das Restaurant und forderte sie auf, ihr alles genau zu erzählen, am besten Morgen in den Gemächern Delias Famillie. Das lehnte sie resolut ab. Sie nannte ihr einen Treffpunkt in einem belebten Kaffee weiter oben. Sie müsse in Bewegung bleiben, und der Reporter solle bitte davon auch nichts wissen.

So ließ sie Delia denn gehen, denn sie hatte eine ganz andere Frau, um die sie sich heute noch kümmern musste.
Für einmal sorgten nicht die Drei für die Inhaftierung der seltsamen Person, sondern der Türsteher rief die Polizei. Lange bevor sie eintraf, waren alle ihrer Wege, mit einem glücklichen Reporter, der nun weit mehr zu berichten hatte, als er erwartet hatte.

Bild von Dianna Lora

Angesenkte Aufzeichnungen (Raven Guard)

13. Eleasias 1488 im Dschungel von Chult

Wir hatten das Lager aufgebaut und meine Kameraden und ich wollten uns ausruhen. Die Ruhe hatten wir nach den restlichen Tagen auch nötig. So viel war passiert und geschehen.
Wir mussten Verluste beklagen, haben Freunde verloren. Auch wenn wir einen neuen Begleiter gefunden hatten überschatten die letzten, schweren Schicksalsschläge doch die Gemüter.

Überall lauerten Gefahren. Das wurde uns immer mehr bewusst. Der Dschungel verlangte von jedem etwas ab. Du musst immer dein Bestes geben, ständig konzentriert und auf der Hut sein.
Rasten geht nur, wenn du dich auf deine Mitreisenden zu hundert Prozent verlassen kannst. Und das wird wohl in nächster Zeit schwierig werden, denn was passiert ist lässt sich nicht mehr ungeschehen machen.

Unser Lag stand und wir hofften auf Rast, vielleicht ein wenig faulenzen. Das hätte uns wirklich gutgetan. Doch dann standen da dieser Mann und eine Drachen-Mensch-Echsen-Kombination, wie ich sie noch nicht gesehen hatte.

Bee, unsere sonst gut gelaunte und meist positiv gestimmte Führerin, zog gleich ihren Bogen und zielte auf die Neuankömmlinge. Der Verlust ihres Mentors hat sie wohl mehr mitgenommen, als uns bewusst war. Und davor hat sie schon von zwei Freunden abschied nehmen müssen. Klar geht sowas nicht spurlos an einem vorbei.

Glücklicherweise kamen Arannis, Romero und Nokah (die neue Begleitung) schnell dazu und konnten durch Reden, Fragen und Antworten die angespannte Situation ein wenig auflösen.

Der Mensch stellte sich als Artus vor und dann ging auf einmal alles ziemlich schnell.

Xandala

Xandala schnellte hervor und strahlte vor Freude, denn hatte sie doch endlich ihren Vater gefunden.  
Was die Beiden beredeten verstand ich nicht, doch ich sah, dass der Mann ihr etwas gab und die Halb-Elfe sich damit aus dem Staub machen wollte, denn plötzlich hob sie vom Boden ab und schwebte über uns.

Artus, der offenbar wieder zu sich kam und rief, dass sie seinen Ring geklaut hätte und dann kämpften wir auch schon.

Auch wenn wir sie trafen entfernte sich Xandala mit ihrem Sommerklug immer weiter und dann benutze sie natürlich ihre stärkste Waffe gegen uns. Ihre Feuerbälle setzten uns wirklich zu. Vereinzelt versuchten wir unsere Rücksäcke, unser Hab und Gut aus den Flammen zu retten, doch vieles war verloren und wurde durch das Feuer beschädigt, zerstört oder vernichtet.

Doch was passierte, als Xandala zu Boden ging und eigentlich schon besiegt war, das kann ich selbst nicht begreifen und wird auch sicher die Gruppe beschäftigen, wenn nicht sogar zerteilen.

Arannis, der sich gerne als Anführer der Gruppe bezeichnete, tat etwas, was ich ihm nicht zugetraut hätte. Die Halb-Elfe lag auf der Erde. Geschlagen und am Ende. Doch, als wäre es nichts und sie nichts wert hat er sie einfach umgebracht. Einfach so. Ohne mit der Wimper zu zucken. Ohne einen Anflug des Überlegens. Gnadenlos, Kaltblütig und ohne Mitleid hat er sie hingerichtet.

Ich hoffe sehr, dass seine Gefährten ihn nun nicht hängen lassen. Ihn zwar zurechtweisen und ihm ordentlich den Marsch blasen, aber der Dschungel verlangt eben Alles und ruft das Schlechteste in dir hervor. Dagegen kommt man nicht alleine an.

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