Der Hexenlicht Karnival öffnet sein Tore (The Outbreaks)

Der Hexenlicht Karnival öffnet seine Tore

Der Karnival öffnet seine Tore

Es ist fast Hochsommer des Jahres 1493 und ein Event kündigt sich an. Der Hexenlicht Karnival kehrt nach etlichen Jahren zurück vor die Tore Tiefwassers und lädt jung und alt ein, zu Kurzweil ein. Einige Zeitungsjungen kündigen diese Ankunft in der Zeitung „Waterdeep Sentinel“ an. Später füllte sich der Weg zu dem Karnival mit Menschen die angezogen von den Klängen sich in das bunte Treiben stürzten. Ein Spielman unterhielt, vor dem Eingang, ein kleines Publikum mit seinen Darbietungen, eine Ballade traf besonders den Geschmack seiner Zuhörer und so brachte Ihm seine kleine Maus, die durch das Publikum trippelte einige Münzen ein. Sein Blick schweifte aber weg von der Menge hin zu einem Goblin der voller Rüstung und Waffen, anscheinend „grummelnd“ zum Karnival zog. Kurz hinter Ihm tauchte eine Drachengeborene auf die ebenfalls gut gerüstet war? Kannten die beiden sich? Was hatten Sie vor? Auch die dritte Gestalt die aus der Menge stach macht den Eindruck nicht besser. Da der Tag sich dem Ende näherte und die Laternen inzwischen das Licht auf dem Weg für sich beanspruchten, packte der Spielmann seine Sachen und folgte neugierig der Gruppe. „Was hatten Sie vor?“

Hereinspaziert, hereinspaziert!

Als erste war die rotharrige Elfe an dem Kassenhäuschen bei dem alten Kobold, der mit Fernglas und Sprachrohr, Sie begrüßte. Mit einem lauten „Willkommen auf dem Hexenlicht Karnival“ Hätte Sie esnicht gewusst wo Sie war, jetzt wüsste Sie es spätestens. Allerdings die weiteren Worte rissen Sie aus Ihren Gedanken. „Seid Ihr Raudka?“ „Wo sind denn GroGon und Musashi? Immerhin habe ich schon Kol Dray entdeckt, obwohl ich seine Stimme nicht mehr vernehme.“ Woher kannte dieser alter Kobold hinter dem Fenster Ihren Namen und vor allem wer waren die anderen? Wer waren diese und was hattes es mit ihr zu tun? Ihre Gedanken fingen jetzt an zu rotieren. „Woher kennt Ihr meinen Namen“ entgegnete Sie dem Ticketverkäufer. Als sich herausstellte das Sie einen Gönner hatten, wurde die ganze Sache noch rätselhafter, Ihre Gedanken wurden unterbrochen, als der Rest der Gruppe auftauchte, zumindest die der graue Kobold wahrnahm, sprach er weiter und erklärte die Regeln und Bedingungen auf dem Gelände. Auch Grogon, der sich unterhalb des Sichtbereiches durchgeschlichen war, konnte noch rechtzeitig aufgehalten werden. Nachdem alle ihre Feen-Flügel aufgesetzt hatten betraten Sie zumindest das Gelände gleichzeitig, nur um dann getrennte Wege zu gehen.

Die Bubble-Pop-Teekanne

Während die Elfe zwischen den einzelnen Ständen vorbeischlenderte und auf das Karusell zuhielt, trafen Kol Dray und GroGon in einer sechs Meter hohen Teekanne ein. Diese ruhte auf einer hölzernen Plattform, ihre bemalte Oberfläche wirbelte mit bewegten Bildern von fliegenden Drachen, die Blasenströme atmeten. Eine Tür am Boden der Teekanne ermöglichte den Zugang zu ihrem Inneren; Diejenigen, die eintraten, tauchen aus dem Ausguss auf, der in einer Blase eingeschlossen war, die sich löste, um über den Karneval zu schweben. Sieben Kobolde saßen um die Plattform herum und schlürfen Tee aus nicht zusammenpassenden Porzellantassen. Das Fahrgeschäft wurde von einem freundlichen Goblin  geleitet, der leuchtend gelbe Schmetterlingsflügel und eine Reihe Teelöffel an seinem Gürtel trug. Als sich die Charaktere näherten, deutete der Goblin auf ein Schild auf seinem Tisch, das lautete:

Das Wort, das du sagen willst,
Versuchen Sie es anders zu sagen.

Während der ein oder andere nachdachte, was er sagen sollte, legte der Goblin in Reimen los und überforderte unter anderem auch die beiden Besucher Kol Dray und GroGon. Kurze Zeit später schwebten beiden in Ihrer eigenen Blase und um ein Ticket erleichtert über den Karnival. Während GroGon zur Halle der Illusion rüberschwebte, glitt Kol Dray, der den Dreh schneller heraus hatte über den Big Top zum Silversong Lake, wo eine Meerjungfrau sang, begleitet von einigen Wassergestalten.

Die Calliope

Unterdessen war die Elfe und die Drachengeborene ebenfalls an dem Big Top vorbei, begleitet wurden Sie durrch eine fröhliche Melodie die aus einem Instrument erklang. Genauer gesagt war es die Rückseite eines bunt bemalten Wagens, woher die Melodie ertönte. Ein Affe, der einen mit Knöpfen bedeckten Umhang trug, drehte einen Griff am Heck des Wagens und sendete Musik aus Reihen goldener Pfeifen in die Luft.

Der Steinkreis

Fortsetzung folgt

Plutokratie (Shield of Light)

Aquarell-fischerboot auf dem wasser im meer mit der gezeichneten illustration des schönen blauen himmels Premium Vektoren

Die durstigen Wanderer überlegten unter der Führung von Tebaun eine Kutsche zu bauen. Arabella erkundete weiter das Haus und schlief ein paar Stunden in dem äußerst komfortablen Bett der Hausherrn.

Hara schloss sich zögerlich Team Kutsche an und die verbliebenen Fässer wurden aus dem Keller gerollt. Als schliesslich alles so weit war, brach der Abend herein, und man einigte sich darauf, die Nacht noch in den gemütlichen Betten des Weinguts zu verbringen. Nur Arabella war nun wach wie schon lange nicht mehr und verbrachte die ruhigen Stunden mit dem Backen von frischem Fladenbrot, dass die Morgenmuffel ein paar Stunden später mehr als entzückte. Nachdem man noch ein paar persönliche Gegenstände für die Familie einpackte, brach man auf. Maduin war nicht zu erreichen und so ging es direkt zur Taverne, mit ein paar unkomplizierten Nächten dazwischen.

Besonders Hara freute sich schon sehr darauf, nun endlich einmal wieder dem Wein fröhnen zu können, doch auf dem Platz vor der Taverne gab es einen Aufruhr. Es gab eine Spur zu dem Mädchen, dass verschwunden war und von dem Tebaun mit seiner Familie gesprochen hatte. Ein Mann wurde beschuldigt, zu wissen, was mit ihr geschah und dennoch geschwiegen zu haben. Tebauns Familie war auch dort und unter Tebauns Führung gelang es, die Anwesenden zu beruhingen und den Mann zu verhören. Mit hilfe seiner Illusionsmagie gelang es ihm, ein Bild des Entführers zu zeichen, doch der war kein Unbekannter. Es war der Fischer Pluto, der das Mädchen einem Monster opfern wollte, um einen guten Fang zu garantieren.

Eine Frau aus der Famillie Tebauns konnte mit dieser Information magisch nach dem Mädchen suchen, doch es war zu spät, sie fand es leblos, tief unter Wasser, ihr Mörder draussen auf See Zaarovitsch. Unter lauten Protesten von Hara, die sich nach dem Wein sehnte und alles den lokalen Behörden überlassen wollten, stürmte Tebaun Richtung Zarovitschsee um Pluto der gerechten Strafe zu überführen. Doch man war längst so aufeinander eingeschworen, dass alle Tebaun folgten.

Das Tagebuch eines Soldaten: Wofür? (Raven Guard)

Es tut mir Leid Thia. Ich bin so fertig, dass ich nicht mal mehr weiß, was ich dir schreiben soll. Hat das Ganze überhaupt noch einen Sinn? Ich meine… wofür?

Ich dachte, dass ich mich besser fühlen würde, wenn ich mal wieder dazu komme zu zeigen, was ich als Soldat tauge. Aber dem war nicht so. Das einzige, was nach dem Kampf geblieben ist, ist noch mehr Unsicherheit. Nach einem langen und mehr als harten Kampf, konnten wir die Trolle zwar überwältigen, aber nicht ohne selber viel zu viel einzustecken. Zwischendurch hatte ich sogar das Gefühl, dass sie uns überrennen könnten. Ich sah Romero zu Boden gehen und konnte im Augenwinkel nur erkennen, dass auch Musharib, Inete und Nokah viel zu viel einstecken mussten. Jeder von uns kämpfte um sein Überleben. Ich habe Nokah Zaubersprüche praktisch schreien gehört und selbst gesehen, wie Romero Schlag nach Schlag auf diese Biester niedergehen lies. Ich könnte sogar schwören, nackte Faustschläge und den ein oder anderen fliegenden Speer gehört zu haben. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wo diese hätten herkommen sollen. Und wie wir uns auch wehrten, sie wichen nicht zurück. Nein, manche der Verletzungen, die wir ihnen zufügten, schienen sie nicht einmal zu interessieren und ihre Wunden schlossen sich einfach. Aber irgendwie scheinen wir, sei es unter Einsatz unserer letzten Kräfte, mit Schwert, Bogen und Magie, den Kampf für uns entschieden zu haben.

Als ich nach dem Kampf nach allen schauen wollte, musste ich feststellen, dass jeder schwer verletzt war. Jeder außer mir. Ich schaute, was ich tun konnte. Wem ich mit meiner heilenden Berührung beistehen konnte. Und auch wenn ich Nokah und selbst Hans helfen konnte, blieb bei mir nur der bittere Nachgeschmack hängen, dass Bee meine Hilfe ablehnte.

Durch das ganze Chaos und die Sorge um meine Freunde, vielen mir jetzt erst die drei Neuankömmlinge auf, die uns im Kampf unterstützt hatten. Einer schien mir wie eine Kreatur aus einem Märchen. Ein sprechender Hase, der selbst Bee überragte. Der andere war ein Mensch. Wenn ich es richtig verstanden habe, was ich meinem Geist gerade nicht unbedingt zutraue, scheint er ein Händler zu sein. An seiner Seite eine ziemlich große Echse, die mich leicht an einen Drachen erinnert. Ihre Namen habe ich mir noch nicht merken können, aber wenn ich heute bei der Wache bin, habe ich sicher etwas Zeit sie mir einzuprägen.

Nach einem kleinen Wortgefecht mit Romero, hatten unsere Neuankömmlinge die anderen anscheinend überredet, mit uns zu reisen. Auch wenn ich etwas misstrauischer ihnen gegenüber gewesen bin, habe ich nichts gesagt. Es wäre sicher auch heuchlerisch gewesen über Vertrauen zu sprechen, nachdem, was passiert ist. Also gingen wir mit unseren neuen Begleitern weiter, bis wir einen passenden Ort zum Ruhen gefunden hatten. Ein riesiger Baum mit einer Ausbuchtung, die Platz für jeden von uns bot. Wir schlugen unser Lager auf und kaum waren wir fertig, war es auch schon Abend.

Den Rest des Tages nutzten die anderen um sich bekannt zu machen. Unsere Neuankömmlinge erzählten etwas über sich und waren genauso interessiert am Rest der Gruppe. Ich gebe zu, dass ich mich etwas zurückgehalten habe. Aber im Moment habe ich weder das Gefühl, dass ich viel erzählen sollte, noch dass ich mich überhaupt darauf konzentrieren könnte. Mir gehen einfach zu viele Dinge durch den Kopf.

Wofür habe ich getan was ich getan habe? Für dich Thia? Wofür mache ich jetzt weiter? Für dich? Nein! Dann würde ich jeden meiner Fehler mit dir rechtfertigen und das hast du nicht verdient. Ich muss mich zusammenreißen. Was würde meine Mutter zu dem Ganzen sagen? Wie viele Tränen würde sie weinen? Was mein Vater? Der, der mir einst beigebracht hatte, dass man als Soldat eine Verantwortung hat und zum Schutz derer da ist, die sich nicht verteidigen können. Was würdest du dazu sagen?

Weiter in die Tiefen (The Resurrected)

Rhanok

Vater, die Karte von dir hat mich bisher wirklich gut geleitet. Ohne sie hätte ich wahrscheinlich die Orientierung hier untern mehr als nur einmal verloren. Auch wenn ich die Sterne immer bei mir habe und sie mir auch meistens einen guten Weg zeigen, fühle ich mich hier unten mit der Karte von deinem Vater sicherer, als ohne.

Ich habe Wegbegleiter gefunden. Hier mitten im Nirgendwo und ich bin froh, dass ich nicht alleine weiterreisen muss. Du weißt, ich bin nicht gerne alleine unterwegs.

Wie dem auch sei, ich schweife ab.
Wir hatten schon einiges hinter uns und standen mitten in einer Art uralten Tempelanlage. Alles war grün und bewachsen. Pflanzen, Bäume und Sträucher wuchsen dort, dich ich zuvor noch nicht gesehen hatte.

Ich wollte mir das genauer ansehen, doch Ricarda (Riehkarda, Riekarda oder Rikarda), die neue, menschliche Begleiterin, wurde von etwas aus einem der Tempel gerufen. Und gerade kann ch genau sehen, wie du deine Stirn in Falten legst, aber eigentlich sollte das nichts Neues für dich sein. Noch während wir in den Tempel gingen, bat ich Elistraee auf uns zu achten und ich bin mir sicher, dass sie dies getan hat.

Der Raum, in dem wir uns dann befanden war gut gefüllt mit Wasser. Die schwerbepanzerten Mitglieder (ein Mensch Namens Bran und eine Frau mit Hörnern; Aza…) konnten nicht weiter. Sie wären kläglich ertrunken. Zusammen mit einem anderen Elfen (Oskar) gingen wir nun zu dritt voran und näherten uns einem goldenen Ei.

Es dauerte nicht lange und Ricarda (ich bleibe jetzt bei dieser Schreibweise) konnte das Ei aus dem übergroßen Steinkonstrukt bergen. Klar war es eine dumme Idee, aber was soll ich sagen, manchmal sind dumme Ideen einfach nur dumm oder sie bewähren sich, im Nachhinein als gar nicht so dumm.

Hier bin ich mir tatsächlich noch unsicher ob es nur dumm oder dümmer war.

Jedenfalls griff uns dieses Steingedöns an und wir wollten uns auf dem schnellsten Wege aus der Höhle machen. Doch hatten wir nicht mit den Schwierigkeiten gerechnet. Die Umgebung war unberechenbar. Die Steinplatten, die uns den Weg ebneten, waren rutschig und wackelig.

Wir hatten gut zu tun und brauchten länger zum Ausgang als gehofft. Das Konstrukt setzte uns zu doch kaum hatten wir den Tempel verlassen, hörte es auf.

Die Menschenfrau schaute sich nun ihr neu erworbenes Ei genauer an und ich glaube sie zauberte oder versuchte es. Richtig hingesehen habe ich nicht. Mich hat die neue Landschaft mehr fasziniert. Ja, auch jetzt höre ich deine Worte „beschäftige dich auch mit den Anderen, nicht immer nur mit deinem Grünzeug.“

Als ich mich dann wieder den Anderen widmete sagte Aza (die Frau mit den Hörner), dass Ricarda wohl einen „uralten Wächter und Diener von längst vergessenen Gottheiten beschworen“ hatte. Lange haben wir uns damit nicht beschäftigt, denn wir alle fühlten uns beobachtet und so gingen wir weiter.

Wir näherten uns einem spitzen Gebäude und hatten von Anfang an, ein komisches Gefühl. Glücklicherweise bot uns der Bau Schutz und einen, wenn auch nicht perfekten, Rückzugsort um uns zu erholen.

Doch bevor wir uns der Ruhe hingeben wollten, machte ich mich auf, um das vor uns liegende zu erkunden. Und wieder einmal zeigte sich, dass es gut war dich zu bitten mir den ein oder anderen Trick zu zeigen. Ich kam ziemlich gut leise und versteckt voran und hätte wahrscheinlich auch noch weiter gehen können doch entschied ich mich anders und ging zu den Anderen zurück.

Nun sitzen wir hier, Essen und Trinken. Wir Stärken uns und Ruhen bevor es weitergeht.

Usstan lle’warin dos, erl’elee lu’tsoss dos ilharn

Zerrissene Tagebuchseite (Raven Guard)

14. – 16. Eleasias auf dem Weg nach Dungrunglung

Die Stimmung war nach den letzten Ereignissen gedrückt. Auch wenn Arannis sein Bestes gab, damit die Gruppe ihn verstand, waren nicht alle gut auf ihn zu sprechen. Seine Ansprache, warum, weshalb, wieso das alles passierte und er so in Eile war half, aber machte es noch lange nicht gut, was er getan hatte.
Generell ist die Laune nicht gerade die Beste. Hatten doch Nim und Cathari sich von der Gruppe verabschiedet.

Der Regen und der Sturm machten das ganze natürlich auch nicht besser. Bee gab Alles in ihrer Rolle als unsere Wegführerin und glücklicherweise waren wir uns einig im normalen Tempo zu reisen. Schneller wäre auch viel zu gefährlich gewesen. Der Matsch machte den Weg rutschig und wir mussten wirklich aufpassen wohin wir liefen.

Unser Lager war spärlicher und noch ungemütlicher als anfänglich. Wir versuchten uns mit einer Plane und einem Zelt einigermaßen trocken zu halten, doch eigentlich war alles nur noch nass und kalt.

Da kam uns eine Art Höhle in einem Mammutbaum, den Bee für uns am zweiten Abend fand, sehr recht. Wie diese in diesem gigantischen Baum geraten ist, kann ich nur vermuten, aber es war relativ trocken und wir waren vor dem Sturm geschützt.

Trotzdem wirkte Arannis am nächsten Tag noch mehr entkräftet, als zuvor. Er, der sonst die Gruppe immer antrieb, blieb hinten mit Romero.

Während wir weiterliefen dröhnte es plötzlich am Himmel und eine Art Portal tat sich auf. Wir erkannten, dass etwas in der Größe eines Humanioden hinausfiel. Dem ihn folgenden Feuerbällen konnte er ausweichen und nun steht er(?) vorne, direkt vor Bee.

Zum Kennenlernen kam es erst gar nicht, denn die Lautstärke hatte ein paar Trolle angezogen.

Verdammt viele Trolle…

Das Tagebuch einer Elfe (Shield of Light)

burnintree

Mutter, ich kann nicht mehr. Dieses Land, es macht mich müde, traurig und die Hoffnung, dass wir irgendwas erreichen würden, dass ich meinen Bruder wiederfinden würde, schwindet immer mehr.

Die Nächte, auch wenn wir sie einigermaßen geschützt in Theo’s Hütte verbringen, sind nicht wirklich erholsam. Immer das Gefühl, dass uns wer beobachtet oder angreift hilft nicht dabei, wenn ich mich der Trance hingeben möchte.

Die Kämpfe zermürben mich immer mehr. Meine Magie, ich habe hier noch mehr Angst sie zu benutzen, als sonst schon. Gerade der letzte Kampf war einmal mehr als knapp.

Wir hatten die Wellen an Gegner irgendwie besiegt. Hara, die in meiner Nähe stand sah nicht besser aus als ich. Sie sah genauso fertig und abgekämpft aus wie ich mich gefühlt habe. Doch bevor ich etwas sagen konnte eilte sie zu Schlitzzahn. Und ich habe die Anderen gesucht.

Und da lag er. Tebaun. Am Boden. Ich nahm meine letzten Kräfte zusammen und rannte schon fast zu ihm und kniete mich direkt neben ihn. Die heilenden Hände meiner Schwester wären hier sehr hilfreich gewesen. Überhaupt hätte ich ihr öfter zuhören und mit ihr üben sollen.
Glücklicherweise lebte er noch. Während ich seine Hand einfach hielt, wurden wir weiter von kleinen, nervigen Wurzelwesen angegriffen, denen wir uns erledigten.

Als ich mich nach dem Rest umsah, erkannte ich Wellende Schnuppe, der Schnellfuß trug. Er hatte es leider nicht geschafft. Ich drückte ihm mein Beileid aus und schickte ihn dann direkt zu Hara, die mich über ihre Magie um Hilfe bat.

Theo war weiterhin außer Sichtweite, doch Erfreulicherweise konnte Yggdra ihn sehen, wie er sich wieder unserer Position annäherte.

Dann kam Tebaun zu sich. Er wirkte irritiert und abwesend. Dachte es seien Tage vergangen. Und dann schaffte er es, obwohl er selbst kaum bei Kräften war, dass sich bei mir ein paar Wunden schlossen. Ich half ihm auf die Beine und er war der Meinung, dass wir die Wurzeln des Baumes, welchen Hara und Theo mittlerweile gefällt hatten, zerstören mussten.

Wir mobilisierten nochmal alle unsere Reserven und nach ein wenig Zeit hatten wir es dann geschafft. Das Kreischen im Kopf und die Wut wurden weniger. Erst jetzt, als wir alle zusammenstanden, konnten wir sehen wie sehr uns alle der Kampf geschwächt und erschöpft hatte.

Der Tote in unseren Reihen sollte in einem Ritual von Tebaun beigesetzt werden.
Ich hätte ihm wirklich gerne geholfen, doch ich war und bin einfach nur so kraftlos.

Ich wünschte meine Schwester wäre hier. Und ich könnte, wie so oft, wenn ich mich verletzt hatte oder ich ausgelaugt war, meine Hände in ihre warmen und gütigen Hände legen und mich besser fühlen konnte.

Das Land, es nimmt dir alles. Ich hoffe nur unsere Gruppe schafft es zusammenzuhalten. Ohne sie wüsste ich nicht weiter.

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