Rhanok

Vater, die Karte von dir hat mich bisher wirklich gut geleitet. Ohne sie hätte ich wahrscheinlich die Orientierung hier untern mehr als nur einmal verloren. Auch wenn ich die Sterne immer bei mir habe und sie mir auch meistens einen guten Weg zeigen, fühle ich mich hier unten mit der Karte von deinem Vater sicherer, als ohne.

Ich habe Wegbegleiter gefunden. Hier mitten im Nirgendwo und ich bin froh, dass ich nicht alleine weiterreisen muss. Du weißt, ich bin nicht gerne alleine unterwegs.

Wie dem auch sei, ich schweife ab.
Wir hatten schon einiges hinter uns und standen mitten in einer Art uralten Tempelanlage. Alles war grün und bewachsen. Pflanzen, Bäume und Sträucher wuchsen dort, dich ich zuvor noch nicht gesehen hatte.

Ich wollte mir das genauer ansehen, doch Ricarda (Riehkarda, Riekarda oder Rikarda), die neue, menschliche Begleiterin, wurde von etwas aus einem der Tempel gerufen. Und gerade kann ch genau sehen, wie du deine Stirn in Falten legst, aber eigentlich sollte das nichts Neues für dich sein. Noch während wir in den Tempel gingen, bat ich Elistraee auf uns zu achten und ich bin mir sicher, dass sie dies getan hat.

Der Raum, in dem wir uns dann befanden war gut gefüllt mit Wasser. Die schwerbepanzerten Mitglieder (ein Mensch Namens Bran und eine Frau mit Hörnern; Aza…) konnten nicht weiter. Sie wären kläglich ertrunken. Zusammen mit einem anderen Elfen (Oskar) gingen wir nun zu dritt voran und näherten uns einem goldenen Ei.

Es dauerte nicht lange und Ricarda (ich bleibe jetzt bei dieser Schreibweise) konnte das Ei aus dem übergroßen Steinkonstrukt bergen. Klar war es eine dumme Idee, aber was soll ich sagen, manchmal sind dumme Ideen einfach nur dumm oder sie bewähren sich, im Nachhinein als gar nicht so dumm.

Hier bin ich mir tatsächlich noch unsicher ob es nur dumm oder dümmer war.

Jedenfalls griff uns dieses Steingedöns an und wir wollten uns auf dem schnellsten Wege aus der Höhle machen. Doch hatten wir nicht mit den Schwierigkeiten gerechnet. Die Umgebung war unberechenbar. Die Steinplatten, die uns den Weg ebneten, waren rutschig und wackelig.

Wir hatten gut zu tun und brauchten länger zum Ausgang als gehofft. Das Konstrukt setzte uns zu doch kaum hatten wir den Tempel verlassen, hörte es auf.

Die Menschenfrau schaute sich nun ihr neu erworbenes Ei genauer an und ich glaube sie zauberte oder versuchte es. Richtig hingesehen habe ich nicht. Mich hat die neue Landschaft mehr fasziniert. Ja, auch jetzt höre ich deine Worte „beschäftige dich auch mit den Anderen, nicht immer nur mit deinem Grünzeug.“

Als ich mich dann wieder den Anderen widmete sagte Aza (die Frau mit den Hörner), dass Ricarda wohl einen „uralten Wächter und Diener von längst vergessenen Gottheiten beschworen“ hatte. Lange haben wir uns damit nicht beschäftigt, denn wir alle fühlten uns beobachtet und so gingen wir weiter.

Wir näherten uns einem spitzen Gebäude und hatten von Anfang an, ein komisches Gefühl. Glücklicherweise bot uns der Bau Schutz und einen, wenn auch nicht perfekten, Rückzugsort um uns zu erholen.

Doch bevor wir uns der Ruhe hingeben wollten, machte ich mich auf, um das vor uns liegende zu erkunden. Und wieder einmal zeigte sich, dass es gut war dich zu bitten mir den ein oder anderen Trick zu zeigen. Ich kam ziemlich gut leise und versteckt voran und hätte wahrscheinlich auch noch weiter gehen können doch entschied ich mich anders und ging zu den Anderen zurück.

Nun sitzen wir hier, Essen und Trinken. Wir Stärken uns und Ruhen bevor es weitergeht.

Usstan lle’warin dos, erl’elee lu’tsoss dos ilharn

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