Hört, ihr Reisenden, und lauscht einer alten Geschichte, die tief in den Hallen der Berge geflüstert wird — von Gold und Glanz, von Mut und Verrat, und von einer Macht, die nie hätte geweckt werden sollen.
Vor mehr als fünfhundert Jahren schlossen stolze Stämme von Zwergen und Gnomen einen Bund — den Phandelver-Pakt. Gemeinsam wollten sie den Reichtum einer wundersamen Höhle erschließen, deren Wände im Klang der Erde selbst widerhallten: die Wellenechohöhle.
Doch in ihren Tiefen lag mehr als Erz und Edelstein. Alte, wilde Magie pulsierte dort, so stark, dass selbst erfahrene Zauberer zögerten, sie zu berühren. Menschen aus fernen Städten verbündeten sich mit den Bergvölkern, und gemeinsam erschufen sie eine große Schmiede, die man die Zauberschmiede nannte — einen Ort, an dem die Magie der Welt in Stahl und Stein gebunden wurde.
Jahre des Friedens folgten. Phandalin, das Städtchen am Rand der Hügel, erblühte im Glanz des Handels und der Hoffnung. Doch das Glück der Sterblichen währt selten ewig.
Aus dem Norden kamen Krieg und Gier. Räuberhorden fielen über das Land her, geführt von dunklen Zauberern, die den Glanz der Zauberschmiede für sich beanspruchen wollten. In der Schlacht, die folgte, kämpften Menschen, Zwerge und Gnomen Seite an Seite. Feuer und Donner erfüllten die Höhle, Magie und Metall trafen aufeinander — und die Erde selbst zerbarst unter ihrer Wut.
Als der Staub sich legte, war die Wellenechohöhle verschüttet. Nur wenige überlebten, und der Weg dorthin ging im Nebel der Zeit verloren.
Jahrhunderte vergingen. Phandalin verfiel zu Ruinen, und nur Legenden blieben — von verborgenen Schätzen, von flüsternden Geistern, von einer Macht, die in der Tiefe schläft.
Doch das Rad des Schicksals dreht sich weiter. In unseren Tagen wagten drei Brüder – die Rockseekers – den Traum der Alten neu zu entfachen. Sie fanden, was viele vergeblich suchten: den Eingang zur Wave Echo Cave.
Aber dunkle Augen beobachten sie. Ein Schatten zieht seine Fäden im Verborgenen — die Spinne, so nennt man ihn. Er herrscht über Banden von Goblins und Söldnern, und er will die Höhle für sich allein.
So beginnt die neue Geschichte von Phandalin – eine Geschichte von Gier und Mut, von Hoffnung und Untergang, von Helden, die ihr Schicksal in der Dunkelheit finden werden.
Die Entdeckung der Rockseeker-Brüder
Vor kurzem entdeckte ein Trio von Zwergen – die Brüder Rockseeker – den Eingang zur sagenumwobenen Wellenechohöhle. Ihr Ziel: die alten Minen wiederzueröffnen und den vergessenen Reichtum des Phandelver-Pakts zu bergen. Doch sie waren nicht die Einzigen, die sich für diesen Ort interessierten.
Ein geheimnisvoller Widersacher, nur bekannt als die Spinne, spann sein Netz über das gesamte Umland. Unter seinem Einfluss vereinten sich Banditen, Goblins und dunkle Söldner zu einem losen Bund aus Gewalt und Gier. Seine Agenten verfolgten die Rockseekers auf Schritt und Tritt – entschlossen, das Geheimnis der Höhle für ihren Meister zu sichern.
Während sich diese Schatten formten, hatte Maeron in Niewinter von einer Handelskarawane erfahren, die in Richtung Phandalin aufbrechen sollte. Ein Zwerg namens Gundren Rockseeker hatte dort offenbar eine vielversprechende Entdeckung gemacht und war, unter dem Schutz des Veteranen Sildar Hallwinter und einiger bewaffneter Gefährten, bereits einen Tag zuvor aufgebrochen.
Die Straßen nach Phandalin galten als gefährlich, Überfälle waren keine Seltenheit – doch irgendetwas an dieser Reise zog Maeron magisch an. Kurz darauf fand er sich neben einem redseligen Gnom auf dem Kutschbock eines schwer beladenen Wagens wieder, gezogen von zwei gemächlichen Ochsen. Auf der Ladefläche klirrten Spitzhacken, Schaufeln und Werkzeuge – alles für den Einsatz in einer Mine.
Drei bis vier Tage sollte die Reise dauern. Am Ziel versprach Barthen’s Provisions in Phandalin eine Belohnung von zehn Goldstücken für die sichere Ankunft der Fracht. Für Maeron klang das nach einem lohnenden Auftrag – und nach einem Hauch von Abenteuer.
Die Rückkehr von der Grabung
Viel hatten sie in den alten Stollen nicht gefunden – nur ein paar lose Steine und zerbrochene Werkzeuge. Als die Gruppe schließlich wieder zum Eingang der Grabung zurückkehrte, erwarteten sie dort bereits die beiden Zwergenforscher Dazlyn Grayshard und Norbus Ironrune. Neugierig fragten die Zwerge, ob die Abenteurer etwas entdeckt hätten. Doch die Gruppe log.
Denn Nocturne hatte mehr gefunden, als er zugab: In einer verborgenen Säule hatte er eine Geheimtür entdeckt. Dahinter lag ein Hohlraum, in dessen Boden eine unverschlossene Steinkiste ruhte – darin funkelten fünfzehn Edelsteine. Das Geheimnis behielt er für sich.
Aus Dankbarkeit für die Hilfe überreichten Dazlyn und Norbus den Gefährten Tibidabo und Angelus jeweils einen unscheinbaren, glatten Stein. Zunächst schienen sie von geringem Wert, doch sobald die beiden sie berührten, flammten Visionen in ihren Köpfen auf. Magie lag in der Luft – das spürte besonders der Gnom. Er nahm sich vor, in Phandalin herauszufinden, welches Geheimnis diese Steine bargen.
Angelus gab die geliehene Waffe an die Zwerge zurück und erhielt im Gegenzug einen Belohnungsschein, der beim Bürgermeister von Phandalin einzulösen war. Die Mühe hatte sich also gelohnt, auch wenn die Zwerge selbst enttäuscht wirkten – sie hatten auf weit größere Funde gehofft.
Da draußen bereits die Dämmerung hereinbrach, beschlossen sie, am nächsten Morgen gemeinsam nach Phandalin zurückzukehren. Die Nachtwachen wurden rasch eingeteilt: Tibidabo übernahm die erste, Nocturne die zweite Schicht. Doch Tibi, von der Erschöpfung übermannt, schlief bald ein – nicht ahnend, was ihn noch erwarten würde.
Am nächsten Morgen weckte sie der Duft einer kräftigen Suppe, die die Zwerge zum Frühstück bereitet hatten. Doch Lathander war Tibidabo nicht hold: Der Stein, den er am Vortag geschenkt bekommen hatte, war verschwunden. Trotz gründlicher Suche blieb er unauffindbar – und in Tibis Gedanken regte sich ein unangenehmer Verdacht.
Kurz darauf brach die Gruppe auf – zurück nach Phandalin.
Die Karawane nach Phandalin
Die Karawane, mit der Maeron bereits seit zwei Tagen von Niewinter unterwegs war, rollte die High Road gen Süden. Am Lagerfeuer wurde schnell klar, dass die meisten Mitreisenden lediglich Angeheuerte waren – hartgesottene Händler und Begleiter, die ihren Lohn im Blick hatten.
Maeron verbrachte die meiste Zeit damit, auf seiner Flöte zu spielen, während sein Begleiter, ein Gnom namens Haigen, sich um den Wagen kümmerte. Auch er war auf dem Weg nach Triabor, verband das Nützliche mit dem Angenehmen und genoss die Gelegenheit, unterwegs Gesellschaft und Sicherheit zu haben.
Die Reise hatte ihren Reiz. Die Landschaft entlang der High Road an der Schwertküste war abwechslungsreich und beeindruckend, und das Wetter meinte es gut mit den Reisenden – so schien es, als hätten sie Tymora selbst auf ihrer Seite.
Insgesamt waren es fünf Wagen, die gemächlich Richtung Phandalin rumpelten. Man wusste, dass sie einen zusätzlichen Tag brauchen würden: Die jüngsten Überfälle auf Händler hatten die Reise gefährlicher gemacht. Die Karawane nahm daher einen größeren Bogen über die alte Festung Crag, in der Hoffnung, die Vorhut rechtzeitig zu erreichen.
Der Versuch einen Hinterhalt zu legen
Was sie nicht wussten: Sie wurden bereits erwartet – von Feinden, die viel hinterlistiger waren, als sie ahnten. Die Goblins, die sie zuvor erspäht hatten, hatten sich in den Bäumen versteckt, lachten in der Dunkelheit der Äste und warteten auf den richtigen Moment. Mit gezückten Bögen und scharfen Kurzschwertern wollten sie der Karawane dasselbe Schicksal bereiten wie den Reitern, die sie zuvor überfallen und gefangen genommen hatten.
Die Gruppe um Angelus, Rex, Tibidabo und Nocturne war gut vorangekommen, die beiden Zwerge immer dicht im Schlepptau. Doch die Ruhe war trügerisch.
Als sie aus dem Tal hinaustraten, begann Nocturne sofort, die Umgebung zu scouten. Unter ihnen offenbarte sich ein erschreckendes Bild: Die Karawane näherte sich einer Kurve, und auf der Straße lagen noch Reste eines kürzlich geführten Gefechts. Umgestürzte Wagen, verstreute Werkzeuge, zerschlagene Kisten – und zwei nervöse, streunende Pferde, die zwischen den Trümmern umherstreiften.
Dann entdeckten sie die Goblins in den Bäumen: beweglich, geduckt, bereit zuzuschlagen. Ein klares Zeichen – Hinterhalt!
Die Zwerge reagierten blitzschnell. In Sekunden hüllten sie sich in ihre mit Dornen verstärkten Rüstungen, die im schwachen Licht funkelten. Die Gruppe starrte ungläubig. Hatten sie die Zwerge unterschätzt? Diese kleinen Bergvölker waren offenbar kampferprobt wie alte Veteranen.
Die Karawane bog um die Kurve – und da sah Haigen, der Gnom auf dem Kutschbock, die reiterlosen Pferde inmitten des Chaos. Er deutete mit einem schnellen Finger Maeron die Gefahr. Maeron verstand sofort und ließ den Wagen abrupt stoppen.
Die Goblins bewegten sich gleichzeitig. Pfeile zischten durch die Luft, Blätter wirbelten auf, und die ersten Schreie ertönten, als ein Kurzschwert die Seite eines Wagens streifte. Die Karawane erstarrte. Jeder spürte den Adrenalinschub, das Herz klopfte schneller.
Tibidabo griff nach seiner Waffe, Nocturne zog seine Klingen, und Angelus stellte sich bereit, während die Zwerge ihre Rüstungen prüften. Die Luft knisterte vor Spannung. Jeder Augenblick konnte der Beginn eines heftigen Gefechts sein.
Und dann, mit einem schrillen Pfeifen durch die Bäume, begann der Hinterhalt.
Wenn ein Hinterhalt nach hinten losgeht
Maeron spürte sofort, dass etwas nicht stimmte. Nach einem kurzen Austausch mit Haigen schlich der Barde weiter nach vorne, unsichtbar für die anderen. Sein Blick fiel auf eine dunkle Gestalt, die weit oben auf einer abgelegenen Felsformation lauerte. Er versuchte, mit ihr zu kommunizieren, doch die Kreatur reagierte nicht.
Kaum hatte er sich weiter vorgeschlichen, entdeckte er zwei Goblins in den Bäumen zur linken Seite. Sicherlich waren noch mehr in der Umgebung – doch Zeit zum Nachdenken blieb nicht. Ein Bolzen bohrte sich wenige Zentimeter vor seinen Füßen in den Boden.
Schnell zog sich Maeron zurück und warnte die anderen in der Karawane. Entschlossen rüsteten sie sich: Die Goblins sollten eine ordentliche Lektion erhalten.
Die Gruppe rückte geschlossen vor – und dann geschah etwas Unerwartetes: Laut polternd rollte ein hölzerner Wagen den rechten Abhang hinunter. Darauf saß ein Zwerg, wild mit einem Streithammer wirbelnd, und stürzte sich mitten in das Chaos.
Es war einer der berüchtigten Schlachtenwüter, deren Zorn man besser meiden sollte. Es krachte, Blut spritzte in alle Richtungen – doch die Kreaturen wurden dadurch nur noch wilder. Einige Goblins, die sich nur kurz umdrehten, waren bald darauf erledigt. Die Rüstungen der Schlachtenwüter färbten sich blutrot, und Gedärme zappelten zwischen den Stacheln ihrer Panzer.
Motiviert vom Anblick des Zwerges fassten die Männer und Frauen der Karawane Mut und stürmten auf das Schlachtfeld zu. Auch Angelus, Rex, Tibidabo und Nocturne mischten sich nun in das Gemetzel ein.
Die Schlacht tobte: Goblins purzelten von den Bäumen, wenn ein Schlachtenwüter wie ein wütender Stier gegen sie stieß, und die Kadaver klebten an seinen Rüstungen. Doch auch die Helden mussten Treffer einstecken – manchmal unabsichtlich von den eigenen Kameraden.
Von dem Lärm erschreckt, galoppierten die beiden Pferde davon. Eines konnte von zurückgebliebenen Karawanenmitgliedern wieder eingefangen werden.
Tibidabo entging nur knapp einer tückischen Falle: Eine Fußschlinge hätte ihn hochgezogen und kopfüber in eine mit Dornen besetzte Grube fallen lassen. Ein Fehltritt, der ihn das Leben gekostet hätte.
Maeron half, wo er konnte, und unterstützte die Angeheuerten der Karawane. Doch ein Pfeil traf ihn schwer, und er verlor das Bewusstsein. Schien das Schicksal der Karawane besiegelt?
Nicht so. Als er die Augen wieder öffnete, beugte sich Haigen über ihn und gab ihm eine heilende Flüssigkeit. Der Schlachtenlärm war abgeebbt; nur noch das dumpfe Bummern der Schlachtenwüter gegen einen Baum war zu hören – doch auch das ebbte langsam ab. Ruhe kehrte ein.
Fragen drängten sich auf. Zum Glück hatten Angelus und Rex während des Kampfes einen Goblin gefangen genommen. So erfuhren sie, wohin die Goblins Sildar Hallwinter und Gundren Rockseeker verschleppt hatten: in die Fressenhöhle. Den Weg dorthin hatte Tibidabo bereits während der Schlacht ausfindig gemacht.
Zunächst jedoch wollte die Gruppe die Waren sicher nach Phandalin bringen, um sich zu stärken, bevor sie den Goblins nachsetzte und die Gefangenen befreite.
Die Karawane, nun unterstützt von sechs weiteren Helden, setzte ihren Weg zum Zielort fort – entschlossen, die nächste Herausforderung anzunehmen.
Nach der Reinigung des Schreins und der Dankbarkeit der Bewohner, zumindest einiger Bewohner, war Belian in das Gasthaus Steinhügel eingekehrt und dachte über die letzten Tage nach. Viel war in seinem Leben passiert.
Das Gasthaus Steinhügel
Er war mit dem Wirt Toblen übereingekommen, noch ein paar Tage in Phandalin zu verweilen, um dann weiter gen Niewinter zu ziehen. Ihm reichte der Dachboden des Gasthauses aus. Seinetwegen sollte Toblen keine Unannehmlichkeiten haben. Allerdings war ihm zu Ohren gekommen, dass ein Drache sein Unwesen in der Nähe trieb und auch so hatte Phandalin einige unliebsame Besucher. Er verbrachte tagsüber viel Zeit bei Schwester Garaele, er wollte mehr über die Vergangenheit des Dorfes erfahren. Derzeit war noch nicht viel los, das würde sich aber bald ändern.
Er merkte gar nicht, wie eine kleine Gruppe, bestehend aus 3 Damen, begleitet von einem in Rüstung glänzenden Ritter, das Gasthaus betraten uns sich in den Gemeinschaftsraum setzten. So versunken in seinen Gedanken war er. Als er aber die Worte des Beschützers hörte, blickte er zur Gruppe hinüber. „… Adabra nach Phandalin bringen … da wo der Drache in der Nähe ist …“ Ließ ihn aufhorchen. Er wusste, Adabra gehörte zur Phandalin-Gemeinschaft und wohnte auf den Umbridge Hügeln in einer alten Mühle. Viel hatte er mir ihr nicht zu tun gehabt und man tat gut daran, die Apothekerin in Sicherheit zu bringen.
Noch ehe er einen Gedanken fassen konnte, stand eine der Damen vor ihn und stellte sich mit dem Namen Serena Grey vor. Ihr Gesicht war verborgen, nur Ihre Augen waren zu sehen und diese blitzen ihn an. Er musterte sie ein wenig und Ihre Kleidung ließ auf eine Anhängerin von Sylvanus schließen, was Serena aber im weiteren Verlauf des Gespächs verneinte. Der Geruch von Moos und Fichtennadeln lag in der Luft. Eine Waldläuferin? Noch eher sich weiter unterhalten konnte, kam eine weitere Dame an den Tisch, die ein wenig eleganter gekleidet war als Serena vor Ihr. Sie stellte sich mit Cleo vor. Von so viel Aufmerksamkeit gerührt war er es nun, der auf die Fragen der Damen einging und sie nach besten Gewissen beantwortete. Es stellte sich heraus, dass die zauberkundige Cleo einen Kessel erst kürzlich hier in Phandalin erworben hatte, um der Alchemie nachzugehen. Schnell kombinierte er, wenn man die Apotherkerin Adabra Gwynn aufsuchen sollte, hätte diese durchaus Rezepte für den ein oder anderen Trank, der für die Allgemeinheit dienlich sein könnte. Auch der Rittersmann, der Torm diente, wie sich in dem Gespräch mit ihm herausstellte, war inzwischen bei Ihnen am Tisch und nach einer längeren Unterhaltung, war dieser von Belians Künsten recht angetan und lud ihn ein, die Gruppe zu begleiten … Blicke wurden ausgetauscht und plötzlich ruderte er zurück und befragte die Damen, ob sie mit seiner Entscheidung einverstanden wären. Man einigte sich. Da er sowieso keine weiteren Aufgaben hier in Phandalin hatte, würde er die Gruppe morgen begleiten.
Elsa, die Barmaid war nicht anzutreffen, laut Toblen war sie in Dreieber. Er machte sich Sorgen, wusste er doch von Ihrer Vergangenheit in Tiefwasser. Sie hatte sich mit Ihrer mitfühlenden-gutmütigen Art bei einer Romanze mit einem Gauner eingelassen… kurze Zeit musste sie ein Mord an einer Stadtwache verantworten. Sie hatte Ihre Strafe längst in einem Straflager abgebüßt. Allerdings verfolgte von den unerträglichen Gedanken, was geschehen war, war sie nach Phandalin geflohen. Ein ungutes Gefühl beschlich ihn, aber er schob diese weg wie eine Wolke, erstmal ging es um Adabra.
Nachdem die Kerze schon weit heruntergebrannt war und sich auch der Schankraum bis auf 2 Zwerge sich nicht weiter gefüllt hatte, begab er sich nach oben, nicht aber sich von seinen neuen Begleitern zu verabschieden. Nachdem er sein Nachtgebet gesprochen hatte, legte er sich in das Stroh.
Besorgungen in Phandalin
Der Morgen begann mit den ersten Sonnenstrahlen durch das Gebälk und weckten Belian, während unten im Schankraum schon Bewegung zu hören war. So zog er sein sich an und ging ebenfalls nach unten. Es waren fast schon alle versammelt und es roch nach frischen Brot und so entlockte ein fröhliches „Lathander mit Euch“ Belian über die Lippen. Er war guter Dinge.
Am Tisch ging es um irgendwelche Steine der Damen. Ein anderer Gedanke schoss ihn dabei wieder in den Kopf.. Adabra sie würde Hilfe brauchen. Wie es aber Belians Natur war, blieb er geduldig und ruhig, sehr entspannt. Seine Einstellung würde andere mitreißen, das wusste er.
Einige Besorgungen waren vor dem Aufbruch noch zu tätigen. Belian war fast schon klar, wohin die Damen wollten.. Steine.. wertvolle Steine. Auch wenn der Gedanke an Waffen einen Schauer über seinen Rücken liefen ließ, schloss er sich Dorian an, der seine Waffen beim Schmied abholen wollte. Ein kurzer Weg und schon standen sie in der Schmiede und Dorian ließ sich sein versilbertes Langschwert reichen. Er staunte nicht schlecht.. Was wollte er mit einem silbernen Schwert? Nutze man diese doch häufig gegen unnatürliche Kreaturen. Er machte sich zwar nicht viel aus Gold und Silber, aber als er den Preis von 50g hörte, zuckte er zusammen, denn das war verdammt viel. Was man dafür alles machen konnte, egal, der Auftrag lag klar vor seinen Augen Adabra helfen. Abgesehen davon hatten die neuen Begleiter von einem weiteren Auftrag gesprochen.
Diese kleine Mühle liegt südlich von Shadowdale und wird vom „The Duckrace“ betrieben, einem schnellen Strom, der in den Fluss Ashaba mündet und den Mühlenteich bildet, einen natürlichen See, der durch die Verbreiterung des Ashaba entstanden ist.
Vorwort
Die Mühle wurde von dem ursprünglichen Mirrorman erbaut, einem herzlichen, ungestümen Mann, der sie zur Zeit von Aumry und Sylune auf Wunsch der Hexe von Shadowdale gründete. Nach seinem Tod wurde er von seinem Sohn abgelöst, einem bösen jungen Mann, der als Spion für Jyordhan und die Zhentarim arbeitete. Mit dem Sturz Jyordhans verschwand der junge Mirrorman, obwohl es heißt, dass er durch die Ritter von Myth Drannor starb. Das war 1345.
Vorüberlegungen der Gruppe
Die Mühle war der Schlüssel zu den Twisted Towers of Ashaba, das war der Gruppe klar. Wurde doch der Turm durch die Vorräte der Mühle versorgt, während die Bevölkerung durch die Besatzer hungern musste. Die Gruppe hatte sich auf den Weg nach dem Kampf gemacht und erreichte noch am gleichen Tag die Mühle ohne auf Gegner zu treffen. Dabei kamen sie an den alten Ruine von Syluné vorbei, der Hexe von Schattental, die 1356 im Verteidigungskampf gegen einen Drachenschwarm Ihr Leben gelassen hatte. Frische Erinnerungen kamen bei So und Vallas hoch, waren sie doch gewesen die dafür gesorgt hatten, das die Hexe ihre letzte friedliche Ruhe gefunden hatte.
Man ist nicht allein
Zunächst versammelte sich die Gruppe vor der Mühle um Ihr weiteres Vorgehen zu beraten. Gut so denn ein ungebetener Gast flog über Ihre Köpfe hinweg um kurz daraufhin auf der anderen Seite der Mühle zu landen um dann zu verschwinden. Was hatte Gormauthator hier verloren, So und Vallas klärten zwar auf das an den beiden Gegenständen liegen könnte, aber Tymora war stand Ihnen bei und der Drache verschwand kurze Zeit später wieder. Was hatte er hier zu suchen? Diese Frage musste warten.
Aufklärungsarbeit
Vona und Vallas machten sich an die Arbeit und klärten die Mühle so gut auf wie sie konnten. Im Erdgeschoss waren die hölzernen Fensterläden geschlossen und auch die Tür am Eingang der Mühle war verschlossen. Einzig ein Wagen mit mehreren Säcken stand verlassen vor der Mühle. Alle Sinne waren auf das äusserste angespannt, bei den beiden. Die 1 Etage war einfach über eine steinerene Treppe zu erreichen und die Tür in das Gebäude war ein spalt geöffnet. Groß genug das Vona hineinfliegen konnte. In dem Gebäude hielten sich in der ersten Etage 2 dösende Wachen sich auf die recht gut gerüstet waren. Vallas vernahm Stimmen und konnte nachdem er ebenfalls in das Gebäude geschlichen war am Boden der Mühle herausfinden, das im Erdgeschoss mindestens 2 Drows und ein Imp zu seinen schien. Was er zu dem Zeitpunkt nicht wußte. Er hatte einen Alarm ausgelöst. Im 2ten Stockwerk der Mühle war niemand zu finden, außer 4 große Wasserspeier, die die Decke der Mühle mit Ihren Schultern stützen.
Vallas fliegt auf
Die Gruppe machte sich daran Gift herzustellen um es später dem Mehl beizumischen. Dadurch das keine Erntezeit war, musste man mit dem Vorlieb nehmen was die Natur zur kalten Jahreszeit hergab. So war eifrig dabei und zusammen mit seinem Dachs zog er ein paar giftige Wurzeln aus den Boden. Diese verarbeitete Vallas und Javier zu Pulver um es dann dem Mehl auf dem Wagen beizumischen.
Unterdessen war der Müllerbursche zum zigsten Mal aus der Mühle erschienen um einen weiteren Sack auf dem Wagen zu verladen. Nachdem er verschwunden war machte sich Vallas an die Arbeit schlich zum Wagen und nachdem er bereits schon einen Sack mit dem hergestellten Pulver vermischt hatte um sich einem weiteren zu widmen ging die Tür zur Mühle auf. Der Bursche mit einem weiteren Mehlsack tauchte auf und lud Ihn auf den Wagen ab. Vallas hatte sich in letzter Sekunde unter den Wagen gelegt. Der Bursche lud den Sack ab und ging wieder in die Mühle und schloss hinter sich die Tür.
Vallas der sich seiner Sache sicher war kehrte zu dem Sack zurück und wollte gerade das Pulver einmischen, spürte er plötzlich einen brennenden Schmerz ein Bolzen hatte ihn getroffen und es knisterte von Magie. Er war aufgeflogen. Vona die erst jetzt mitbekam was vor sich ging alarmierte die anderen. Es kam zum Kampf.
Der Kampf um die Mühle beginnt
Vallas zog sich schnell um die Ecke der Mühle zurück. Musashi stürzte aus dem Gebüsch nahm anlauf und krachte mit den Beinen voran durch das verschlossene Fenster im Erdgeschoss und landete direkt vor einem Drow der mit gezücktem Schwert schon auf ihn lauerte. So und sein Dachs erreichten ebenfalls die Mühle und wie eine Spinne kletterte der Dachs die Wand bis in den ersten Stock. Raudka schickte Vona auf die Rückseite der Mühle um dort die Aktivitäten im Auge zu behalten und ging selbst weiter nach vorne um einen besseren Überblick zu bekommen, was im inneren der Mühle passierte. Da hatte es Javier besser, er konnte direkt den Gegner von Musashi ausmachen.
Statt sich weiter zurückzuziehen sprang Vallas Musashi hinterher und nahm den Gegner von Ihr in die Zange. Der Drow hatte keine Chance, Loth stand ihm nicht bei, wenngleich er auch ein paar Treffer bei den Angreifern landen konnte.
Anders sah es bei So und seinem Dachs aus. So hatte ein Loch für sich und seinen Dachs in den Steingiebel geschmolzen und war in das Innere eingedrungen. Dort warteten ein Zauberwirker und ein Drow schon auf Ihn. Sich der Situation bewusst stürtzte er in die Mühle löste eine Nebelwolke aus und wollte die Treppe runter zu den anderen. Der Zauberwirker hatte darauf nur gewartet und ein Schwall von Eiszapfen durchbohrten So und seinen Dachs. Mit letzter Kraft schleppten sich die beiden nach unten und standen vor der Herausforderung und vor den weiteren Gegnern von Musashi und Vallas und die Gegner waren am Zug.
So konnte auf seinem Dachs zwar den ersten Schwertstreich ausweichen, aber den 2ten sah er nicht kommen und spürte daraufhin wie das Gift der Klinge in ihm eindrang.
Der Kampf wendet sich
Raudka hatte unterdessen Einblick in das Gebäude und so erspähte sie den Müllerburschen, der einen Wimpernschlag später nur noch am Boden lag.
Um einen besseren Vorteil im Kampf zu bekommen, zog sich der letzte Drow in den Türrahmen zum Mahlwerk zurück, aber auch das nützt Ihm nichts, denn sein Kopf, abgetrennt von Snicker-Snack, fiel auf den mehligen Boden der Mühle und starte den letzten hier Verbliebenen an.
So heilte unterdesen seinen Dachs und zog sich zurück zu Javier, der Ihm draussen das Gift aus dem Körper sog, um es dann in die Lanschaft zu erbrechen. In Raudkas Augen ein Unding.
Musashi nahm zwar den Imp war, aber dadurch das er unsichtbar war, war das ein nicht ganz so leichter Gegner zumal es noch diesen Champion gab der breit grinste, da er wusste was passieren würde. Das Grinsen verging Ihm aber, da der Imp zwar auftauchte aber Musashi nicht nur verfehlte sondern sich beinah selber stach. Vallas war in der Nähe und somit war das Ende des Imps schnell besiegelt.
Vona war unterdessen auch nicht untätig und spähte durch das Loch, welches So in den Giebel gerissen hatte.
Nach einem harten Kampf und der Furcht ihr eigenes Heim nie wieder zu sehen, wacht die Gruppe gefangen in den Zellen der Drow auf. Jeder in seinem eigenen und jeder in einem sehr unterschiedlichen Gefängnis, welches auf seine Insassen zugeschnitten ist.
Peter und Vaneara können sich im Gegensatz zu Varis und Darwin zumindest durch zwei durchsichtige Schichten von magisch verstärktem Glas sehen, aber die Gefäße in denen sie fest sitzen lassen nicht mehr als das zu. Bevor sie aber noch irgendeine sinnvolle Unterhaltung führen konnten, sprach ein Drow Magier mit ihnen. Schnell wurde klar, dass er ein Sklavenhändler ist und die beiden seine neuesten Produkte. Peter nutzte die Chance und versuchte mit dem Magier zu verhandeln, aber dieser scheint schon genügend Gespräche mit Sklaven geführt zu haben, die sich selber freikaufen wollen und lies sich nicht überzeugen. Vaneara nutzte die Ablenkung und versuchte Wege zu finden aus den Gefäßen zu entkommen, aber ihre anti-magische Natur verhinderte jede nicht physische Anstrengung. Ihrer Ausrüstung beraubt, waren allerdings auch diese auf simple und ineffektive Schläge und Tritte beschränkt. Und so mussten sie warten, was mit ihnen passieren würde und beobachteten wie sie in einen Wagen einer Sklavenkolone gepackt wurden.
Varis wachte in der Zwischenzeit, festgekettet und mit seinem Kopf gegen die Decke fixiert auf. An dieser war eine schreckliche Darstellung was seiner Mutter über die letzten Jahrzehnte angetan wurde. Es sollte ihn nicht nur quälen sondern ihn auch langsam darauf vorbereiten was ihn in seiner nahen Zukunft erwarten könnte. Er versuchte sich zu befreien und mit einem ausgerenkten Arm, konnte er sich sogar von einer Kette befreien, aber mehr leider auch nicht. Als nächstes versuchte er einen Stein zu sich zu bekommen, aber dies misslang und rief die Wachen zu ihm. Leider kamen keine normalen Wachen, sondern ein Incubus und eine Faerie, welche er inzwischen als seinen „Stiefvater“ und eine „Halbschwester“ identifizierte. Jeder Versuch sich zu erwehren scheiterte, aber bevor er sich seinem Schicksal allein stellen würde, hörte er dass auch Bran, welcher anscheinend in der Nähe festgehalten wird, auch da ist und nach den anderen rief. Bran war selber allein in einer Zelle, umgeben von Runen und betenden Drow, die seine Verbindung zur göttlichen Ebene abkappten und ihn bei einem Versuch sich die Zelle anzusehen, betäubten.
Peter und Vaneara versuchten sich während der Reise weiter zu befreien, aber ihre Bemühungen sollten vergebens bleiben, bis die Karawane auf einmal anhielt. Von dem was sie mitbekamen, schien die Karawane überfallen zu werden und zu ihrem Vorteil wurde dieser Überfall sehr schnell so brutal, dass die Gefäße in denen sie geschrumpft festgehalten wurden, umgeworfen wurden und kleine Splitter bekamen. Die beiden gaben ein weiteres Mal alles was sie hatten und schafften es diesmal die Gefäße zu zerstören. Neu befreit machten sie sich eine Übersicht über die Situation und ihnen fielen weitere Gefangene auf. Vor allem ein Goblin und ein kleines Kind, die anscheinend auch besonders verwahrt waren und hinter welchen wahrscheinlich mehr steckt, als man im ersten Moment feststellen kann. Sie entkamen mit noch viel mehr Gefangenen schließlich aus dem Zelt, mit dem sie auf dem Wagen transportiert wurden, und schafften es auch fast ungesehen zu entkommen, bis Peter leider die Aufmerksamkeit des Drow, welcher sich als Magier herausstellte, auf die Gruppe zog.
Varis und Darwin wurden in der Zwischenzeit von den beiden Wachen teilweise mit Magie und teilweise mit Gewalt dazu gebracht ihre Zellen zu verlassen und zur „Auserwählten“ zu gehen, welche schon Pläne mit den beiden hatte. Auf dem Weg zu dieser begegneten sie der mächtigen Drow, welche die gesamte Gruppe kampfunfähig machte. Zu ihrem Schock schien auch diese mehr Angst als Respekt vor der Auserwählten zu haben, obwohl dies nicht an fehlendem Respekt lag. Wieder dazu gezwungen, knieten die beiden erst einmal nieder, aber als sie ihre Pläne für die beiden offenbarte, einmal Darwin in einem Arenakampf zu opfern um einen Sieg von Lolth über Bahamut darzustellen, sowie das Varis seine Mutter und Schwester in der Zucht neuer Faeries austauschen soll, konnte Varis nicht mehr innehalten und stand auf in vollem Bewusstsein dafür bestraft zu werden. Selbst nach den ersten schmerzhaften Schlägen kniete er nicht und lief langsam aber sicher die Gefahr sein Leben zu verlieren. Bran stand daraufhin auch auf, nahm einen Schlag hin und drückte Varis wieder nach unten. Daraufhin verschonte die Auserwählte die beiden vor weiteren Schlägen und heilte sie sogar. Aber nur damit sie für die folgenden Kämpfe in der Arena auch ordentlich aussehen. So erfuhr Varis auch, dass er sich erstmal gegen seine Halbgeschwister durchsetzen muss, bevor die Auserwählte darüber nachdenkt, ihn in ihr Zuchtprogramm aufzunehmen. Sich fast sicher, dass die beiden kaum eine Chance haben, gegen mehrere Faerie oder gar einen erwachsenen Drachen anzukommen, stehen sie einer sehr unsicheren Zukunft in die Augen.
An Aeckert Grimstein Hofarchivist und königlicher Historiker Ihrer Majestät Nym Hekatonsdóttir von Sturmauge
Sehr geehrter Meister Grimmstein,
Vorwort
mein Name ist Musashi aus dem Miyamoto Clan. Samurai in den Diensten von Shogun Raudka. Am 28. Tag des 12 Monats des Jahre 1492 ist Eure Abhandlung über die Kriege im Schattental in der Fachzeitschrift „Historie neu erleben“ des Tiefwasser Echos erschienen und ich muss Euch meinen Respekt aussprechen. Meinen Respekt für diese vielen Details des Krieges. Nach einigen Abenden der anregenden Unterhaltungen mit meinem Shogun Erbherzogin Raudka habe ich von ihr die Genehmigung Ihren Forschungen weitere genauere Details über den Krieg zur Rückeroberung des Schattentals aus dem Jahre 1375 TR zu geben.
Was bisher geschah
Nach der Schlacht um die Brücke, welche über den Asheba ging, wurde der Kopf des Anführers der Zhentarim genutzt, um die Moral der eigenen Seite zu stärken und um die Moral der Gegner zu minimieren. Dies haben wir ausgenutzt um die eingeschlossenen in dem Tempel der Mystra zu befreien, bevor dieser Tempel dem Feuer zum Opfer gefallen wurde. Es dauerte nicht lange und Meister Vallas sowie einen Hasen namens So, oder so ähnlich, sind auf uns am Haus der Lady gestoßen. Sie waren bei einem Grab und es dauerte nicht lange, dass sie anscheinend einen untoten weißen Drachen als Wächter geweckt haben, aber die Zusammenhänge habe ich nicht so verstanden. Stattdessen haben wir überlegt, wie wir weiter vorgehen. Einerseits wollten wir Meister Elminster aus den neun Höllen befreien, indem wir ein Ritual von Shar vollenden, aber anderseits wollen wir auch das Schattental befreien, damit Meister Falkenhand die Menschen im Schattental anführen konnten. Wir entschlossen uns für den zweiten Weg und Meister Falkenhand zu befreien. In der Zwischenzeit hatte Shogun Raudka einen magischen Stab identifiziert.
Überlegungen
Doch wie sollten wir ihn befreien? Er war in der Ruine von Burg Kraq gefangen. Unter anderem wird er von einem Wesen bewacht, welches als Susurrus bezeichnet wird. Das soll ein spinnenartiges Wesen sein, welches von Lolth kommt. Bitte verzeiht mir, wenn ich Euch nicht genau sagen kann, was das für Wesen sind. Das ist ein Wissen, was ich nicht verstehen kann. Aber ich schweife ab. Zwischen den Twisted Towers, welche für den Frieden im Schattental sorgen sollen, und der Brug Kraq gab es ein Portal, welches die beiden Orte miteinander verbindet. Weiter den Fluss hinab gab es eine Mühle, welche für die Nahrungsversorgung der Zhentarim genutzt wurde. Unter der Mühle soll es einen Zugang zum Unterreich geben, womit man auch zu den Twisted Towers kommt, um sie zu überraschen. Doch das Problem ist, dass der Weg durch die Stadt Maerimydra führt. Maerimydra ist eine ehemalige Stadt der Drows. Als das Schweigen von Lolth eintrat gab es ein Aufstand innerhalb der Stadt. Auch Monster fielen in der Stadt ein. Zum Schluss blieb ein Szarkai, welches so viel wie Geisterspinne übersetzt heißt, in der Stadt lauter Untote und im Namen der Spinnenkönigin dort dienen.
Die Szarkai
Doch was ist ein Szarkai? Ein Szarkai ist ein Drow, welcher ein Albino ist. Sowas kommt nur bei 1 von über 1000 Geburten vor und die Drows empfinden die Szarkai nicht als Abscheulichkeit, sondern als Gelegenheit. Diese Szarkai werden von den Priesterinnen der Lolth ausgebildet. Durch ihre helle Haut können sie besser an der Oberfläche agieren und fallen nicht auf.
Die Entscheidung
Auf jeden Fall haben wir uns darauf geeinigt, dass wir die Mühle angreifen, um diese einzunehmen. Wir würden somit nicht nur die Versorgung der Twisted Towers einschränken, sondern auch die Bevölkerung des Schattentales mit Nahrungsmittel versorgen. Und wir haben die Möglichkeit die Twisted Towers besser anzugreifen. Auch um einen gewissen Morgrimm zu befreien, von dem ein Klon die Einheiten der Zhentarim befehligt. Nun standen wir kurz vor dem Angriff auf die Mühle, um das Schattental zu befreien.
Ich hoffe, dass Euch meine Ausführungen bei Euren Forschungen zu den Kriegen im Schattental etwas dienlich sein können. Wenn Ihr es wünscht, so kann ich Euch bei Gelegenheit weitere direkte Berichte zukommen lassen.
Ein Blitz? Eine Kerze? Magie? Egal was es war, es spendete sein Licht nur für einen kurzen Moment. Ein Moment zu kurz um alles zu hervorzuheben, was es benötigt hätte. Aber auch ein Moment, lang genug um das zu beleuchten, was nicht vergessen werden sollte.
Kaum war ihr Kamerad namens Oskar verschwunden, war der Gruppe schnell klar geworden, dass sie nun, mehr denn je, weitere Unterstützung benötigten. Als dieser Gedanke vor Geldriia in Worte gefasst wurde, schlug sie eine Allianz mit den Anhängern Verauns vor. Diese waren eh ein Teil von Iglatha und einer der ihren könnte die Gruppe um Vaneara, Peter und Darwin mit seinen Fähigkeiten gut ergänzen. Und so gingen sie zum hiesigen Veraun Tempel, wo sie eine von Schatten ausgefüllte Tür und eine Probe erwartete. Diese Probe schien für die Verauniten die Schwäche der Gruppe zu beweisen. Dennoch kamen sie der Bitte nach Unterstützung nach. Ein erfahrener und geflügelter Elf namens Varis wurde ihnen als Gefährte angeboten und begleitete sie danach, erneut durch die Prüfung, nicht nur nach außen, sondern auf ihre nächste Mission. Ihnen wurde stark an’s Herz gelegt eine Priesterin Lolths in einer Festung, die Vaneara und Darwin schon aus dem Unterreich kennen, ausfindig zu machen und ihre Seele einzufangen.
Natürlich brach die Gruppe nicht sofort auf. Die meisten wollten sich noch etwas vorbereiten und so hatten sie Zeit sich erst einmal mit ihrem neuen Gruppenmitglied bekannt zu machen. Dabei erzählte der recht offene Varis von seiner persönlichen Geschichte, die Lolth, ihre Anhänger und Dämonen betrifft. Seine Familie wurde anscheinend nicht nur von ihnen genommen, sondern seiner Mutter wurde ein noch viel schlimmeres Schicksal zu teil. Nach dem ersten Bekanntmachen und den individuellen Vorbereitungen, sprachen sie noch einmal mit Geldriia, welche der Gruppe einen magischen Gegenstand für ihre heikle Mission zukommen lies. Würden sie es aktivieren, würde es sie alle zurück nach Iglatha bringen und sie so aus den schlimmsten Situationen heraus erretten können.
Ausgerüstet und Vorbereitet kam die Gruppe nun zusammen und es war wieder einmal Vanearas Magie, die der Gruppe einen mehrtägigen Marsch ersparen sollte. Da sie die Höhle in der sich die Festung befindet, schon kennt, konnte Vaneara ihr magisches Talent nutzen und eine Verbindung zwischen einem Baum bei Iglatha und einem in der unterirdischen Höhle erzeugen. Die Gruppe entschied sich mehrere Kilometer und stark unterhalb der Festung in die Höhle zurück zu kehren. Erst wollten sie der Festung näher kommen, aber dann fielen ihnen fliegende Kämpfer weit über ihren Köpfen auf, die nicht nur eine starke Ähnlichkeit mit Varis, sondern auch zu infernalen Gestalten hatten. Einer von ihnen bemerkte leider auch die Gruppe und flog hinab zu Ihnen. Er sprach mit Varis und wie sich herausstellte, sind er und mindestens einige der anderen geflügelten Krieger Kinder die Varis Mutter aufgezwungen wurden. Außerdem erfuhr die Gruppe dass die Kämpfer zur Verstärkung der Festung das Gebiet kontrollierten, was es nur erstaunlicher machte, dass noch kein Zeichen eines Alarms zu erkennen war. Das Varis ungewollter Halbbruder jemanden informierte, war allerdings trotzdem klar. Nur noch nicht wann und wie.
Nach dieser Begegnung entschied die Gruppe nicht wie bisher weiter zu machen, sondern erst einmal Aufklärung zu betreiben. Varis bot sich, wegen seiner Begabung freiwillig und machte sich recht schnell auf den Weg. Doch trotz seiner Expertise beim Infiltrieren, schien sein Halbbruder ihn wahrgenommen zu haben und sprach ihn, diesmal in den Köpfen der beiden, über weite Distanz an und meinte dass er es schade findet, dass Varis sich nicht zurückzieht. Als würde er mit seinem Tod rechnen. Da Varis entdeckt wurde, brach er seinen Einsatz ab und kehrte zu den anderen zurück und berichtete. Nun meldete sich Vaneara aber freiwillig um als Insekt verwandelt die Festung zu untersuchen. Sie flog los und durchstreifte alle zugänglichen Räume. Dabei musste sie leider feststellten, dass der alte Weg nun wesentlich besser bewacht wurde und ihr bester Weg einzudringen nun oberhalb der Festung lag.
Die Gruppe näherte sich der Festung mit respektvollem Abstand und kam an einer Klippe an. Diese wurde mit der Hilfe von Magie und Vanearas und Varins natürlichen Flugfähigkeiten erklommen. Danach suchte die Gruppe einen Rastplatz, und fanden einen kleinen Wald von dem aus sie das Ziel ihres Auftrages sogar sehen konnten. Was ihnen auffiel war dass die Priesterin von der ihnen Vaneara auch schon berichtet hat, nun alleine und anscheinend sehr angespannt war. Vorher soll noch eine Priesterin in ihrer Nähe gewesen sein, welche selbst ihr Respekt einflößte. Was einiges bedeuten musste, da sie selber schon eine hohe Priesterin sein soll. Nachdem die Lage sich nun so offenbarte, war der gesamten Gruppe klar, dass sie hier in eine Falle gelockt werden. Da sie dies allerdings wussten, waren sie bereit das Risiko einzugehen. Um mögliche Schwachstellen herauszufinden und Fallen außerhalb eines möglichen Kampfes schon zu entschärfen, gingen Varin und Vaneara wieder vor. Doch schnell wurde der Gruppe klar, dass sie schon in die erste Falle getappt waren. Während die beiden nämlich noch mit Runen-Fallen belegte Platten auf dem äußeren Ring der Festung bemerkten, fiel ihnen auf, dass sie in diesem Ring eingesperrt waren. Eine durchsichtige Mauer verhinderte dass die beiden wieder aus der Festung hinaus konnten. Ob es an der einen Falle lag, die aus Versehen aktiviert wurde oder die Mauer die ganze Zeit da war, konnte man nur schlecht in der kurzen Zeit einschätzen.
Varis erklärte dann mit Zeichen, dass sie eingesperrt waren und so rannten auch Peter und Darwin los, damit sie nicht noch mehr von ihren Kameraden getrennt würden. Auf dem Weg beteten und zauberten sie schon um sich auf einen möglichen Konflikt vorzubereiten und kletterten dann am äußeren Ring durch die unsichtbare Mauer. Kaum angekommen, wurde Varis dann von einem ihm zu bekannten Geräusch in den Tempel der Festung gelockt, den das Ziel, die Priesterin, inzwischen anscheinend verlassen hat. Er schien komplett von Gefühlen und dabei hauptsächlich von Zorn getrieben zu sein und stürmte in den Tempel. Die anderen ihm nach und dabei einander mit Magie und Gebet stärkend trafen sie nach mehreren Runden Spielereien ihrer Gegner dann nicht nur auf ihr Ziel, sondern auch auf die Priesterin, welche selbst ihrem Ziel Angst machte. Und bald sollte die Gruppe auch erfahren warum.
Es kam nun doch zum Kampf und mit jedem weiteren Moment wurde immer klarer, dass die Gruppe ihren Gegnern nicht gewachsen war. Trotzdem kämpften sie um jede Möglichkeit nicht nur lebend aus dem Gefecht zu entkommen, sondern auch noch ihren Auftrag zu erfüllen. Aber kein Gebet und keine Magie konnte ihnen helfen, als das Monster von Priesterin, die selbst ihre eigenen Verbündeten einschüchterte, dazu kam ihre Gebete gegen die Gruppe zu wenden. Mit einer Lobpreisung und Bitte an ihre dunkle Herrin, erstarrte fast die gesamte Gruppe und konnte sich nicht mehr wehren. Nur noch Peter, der ihrer Macht widerstand, konnte handeln. Trotz jeder Erwartung, nutzte sie die Gelegenheit aber nicht die Gruppe zu erledigen. Stattdessen stellte sie Peter vor die Wahl, ob die Gruppe sich ergibt oder nicht. Und so entschied er sich schließlich, dass sich die Gruppe nicht weiter wehren würde und dafür mit ihrem Leben davon kommt. Was die Gruppe nun erwartet, ist noch unklar, aber es steht fest das sie ihr Schicksal, egal ob es als Sklaven, Tribute oder Schlimmeres, nicht gemeinsam teilen werden.
Kommentare