Knarrend schauckelte die „Treue Frenja“ in den Wogen der Gewässer um Mintarn, einige Möwen begleiteten das Schiff, waren doch die Winde günstig dem Schiff gesonnen. In den frühen Morgenstunden des 28. Mirtul war das Schiff in See gestochen mit dem Ziel der Hafen von Callidyr. Am Steuerrad stand mit flatternden Haaren Kapitän Friesel und auf Deck waren mehrere kleine Grüppchen in Unterhaltung verwickelt zwischen denen einige Matrosen ihr harte Arbeit verrichteten. Unter den Mitreisenden an Deck waren unter anderem die beiden Naturkundler Mumrik und Ceferando, Anskaviat und Thoringal, als auch Melchior Sternenglanz der 1. Offizier und Kilian der Heilkundige des Schiffes. Grumpf stand weiter abseits der Gruppen und starrte aufs weite Meer hinaus, über was er wohl nachsann? Auch der Schiffsmagier Ibenir und Nannay waren nicht an Deck auszumachen und ließ vermuten, das sich Beiden den Studium unter Deck hingegeben hatten. Waren doch etliche Bücher in Mintarn an Board gebracht worden.
Anskaviats Sicht des Tages:
Die letzten Tage liegen noch schwer auf dem „Helden von Mintarn“ und den daraus resultierenden Vorzügen und der Aufmerksamkeit der weiblichen Gesellschaft. Wie oft hat er nachstellen müssen, wie er in letzter Sekunde den Dolch in den Leib des Totenbeschwörers gestoßen hat. Das es nur Glück war, ließ er zumeist weg, dafür ergänzte er hier und da Geschichten über die Hilflosigkeit seiner Kameraden. Freude strahlend über die Ruhe lehnte sich der eher introvertierte Anskaviat, neben Thoringal an die Rehling. Sie besprechen die Geschehnisse der letzten Tage, als plötzlich Totes Pferd auf Deck erschien, sichtlich ruhiger als sonst. Als er sich zu den beiden gesellt muss Anskaviat Totes Pferd erst einmal erklären warum er auf dem Schiff war und warum wir Richtung Mondscheininseln unterwegs sind. Für alles weitere deutet er auf Grumpf. Als Thoringal ihn an die versprochenen Gegenstände aus Mintarn erinnert, gibt es für ihn kein halten mehr. Die Gruppe fragt den Kapitän nach den Gegenständen und wird auf ein großes Fass verwiesen. Der gierige Zwerg springt einfach ins Fass! Jetzt muss sich Anskaviat damit begnügen, dass die Gegenstände Stück für Stück herausgegeben werden. Zuerst wird Totes Pferd beschenkt. Der Zwerg findet ausserdem einen großen Beutel mit Edelsteinen und reicht dann endlich zwei Rüstungen herraus die anscheinend für Anskaviat und Sana gedacht sind, da letztere leider gestorben ist, behält er ihre Rüstung ebenfalls. Kurze Verwirrung macht sich bei ihm breit als Thoringal völlig verschwommen aus dem Fass gekrochen kommt. Nach kurzer Zeit der Erklärung, verliert er jedoch das Interesse und zieht sich in seine Kajüte zurück. Dort befinden sich einige Briefe, eine nette Ausstattung und eine kleine Alchemieausrüstung. Er probiert die Rüstung an und fühlt sich trotz der dicke des Materials erstaunlich gut und beweglich. In den Briefen befinden sich neben einigen Lagebeschreibungen und Informationen über die Welt auch verschiedene Pulver, einige giftig, andere einschläfernd. Ohne Absender sind ihm diese tierischen Substanzen zwar etwas suspekt aber als Alchemist ist er doch höchst erfreut. Ausserdem bekommt er einen wahnsinnig gut aussehenden Mantel, der aussen dunkel und nach dem umdrehen hell ist und mit einem Wappen der Harfner bestickt ist. Eine nette Geste des Dankes. Beim Abendessen muss er noch einen Streit zwischen dem neu dazugekommenen Blm und dem Koch schlichten, lässt sich einige Zauber von Nanay zeigen und ist höchst erfreut über ihre Fähigkeiten ihn Unsichtbar zu machen. Als er dann noch Geschichten und Darstellungen etwaiger Monströsitäten lauscht, wird er langsam müde und begibt sich ins Bett.
Aus dem Reisetagebuch von Tamrosekincaiwellyn AKA Totes Pferd
Es ist jetzt einige Wochen her, seit wir lebend aus der Gruft von de Goula zurückgekehrt sind. Der Grund warum ich so lange nichts geschrieben habe ist einfach, es ist lange Zeit einfach nichts passiert. Mit der Belohnung für die Beseitigung von de Goula in der Tasche und dem Fürsten von Mintarn auf unserer Seite haben sich unsere Probleme praktisch wie von selbst aufgelöst. Die magische Blockade, die alles auf der Insel praktisch stillstehen hat lassen ist gefallen und mit ihr sind auch die Sklavenhändler, die Roten Magier von Thay und sogar der unsterbliche Totengräber, der uns noch so kurz vor unserer Konfrontation mit Zhan verspottet hat verschwunden.
Ich habe sogar einen Weg gefunden, den Fluch der Seehexe auf mich zu nehmen. An einem stillen frühen Morgen vor der ersten Flut habe ich der Göttin der toten Hexe ein angemessenes Opfer dargebracht – ein Lehrling eines Fleischhauers, vielleicht dreizehn Jahre alt. In dem Moment, wo ihn das Wasser angenommen und sich die Kreaturen der Tiefe auf ihn gestürzt haben habe ich mir eingebildet zu spüren, wie sich der Griff der Furienkönigin um mein Leben gelockert hat, aber ich habe mich geirrt, denn kurze Zeit später bin ich auf einem Schiff erwacht – ironischer Weise auf genau dem selben, auf dem ich vor wenigen Wochen erst auf Mintarn angekommen bin. Ich traue der Mannschaft immer noch nicht, genauso wenig wie den fremden Passagieren, aber Grumpf, Anskaviat und Thoringal sind ebenfalls hier, also bin ich zuversichtlich, das die Zukunft die Umberlee für mich plant einiges mehr an Gewalt und Chaos bereit hält. Und für Gewalt und Chaos bin ich IMMER vorbereitet.
Nachtrag:
Alle, die wir an der Zerstörung von Cabenon de Goula beteiligt waren, haben von einem anonymen Patron – ich vermute Madam Flay oder Fürst Embuirhan dahinter – einige Geschenke mit magischen Eigenschaften bekommen. Ich vermute, dass diese im Zuge unserer neuen Mission bald zum Einsatz kommen werden. Laut Grumpf sind wir auf der Suche nach einer vermissten Person, mit der er gut befreundet ist und wenn Anskaviat, Thoringal oder ich Vorzeigebeispiele für die Art Freunde sind, die Grumpf hat, dann können wir damit rechnen, dass diese Person viele Feinde hat.
Die Silbermine des Lord Bladesmile (The Rising Darkness)
Schon seltsam welche Streiche einem das Schicksal manchmal spielt. Gerade als die der bunte Haufen seine wohlverdiente Nachtruhe auf dem Weg zu Hr. Bladesmiles Mine verrichtete, fiel ihnen eben dieser ganz unerwartet in die Hände. Genauer genauer gesagt in Jageraks Pranken, nachdem unerkannt aus dem Gebüsch heraus das Pferd des guten Lords zum stolpern brachte. Und so entschloß sich der werte Herr Bladesmile, nachdem er nach dieser Überraschung wahrlich etwas in der Luft hing, der Gruppe sein Leiden zu beichten und sie gegen gute Münze dafür zu gewinnen in der Mine einmal nach dem Rechten zu sehen. Anscheinend gab es da wieder Ärger mit den Zwergen. Besser gesagt lag es wohl an der Motivation von ihnen.
Auch Flintux der Goblin, hatte an diesem Abend wenig Erfolg, wollte er sich doch der Gruppe nicht anschliessen, doch dieser Plan schlug fehl, nachdem ihm Jagarak ein Strich durch die Rechnung machte, indem er ihn wieder auf sein Schlaflager sanft zurückbettete, von dem er sich auf rollender Art und Weise gemacht hatte.
Am nächsten Morgen machte sich die Gruppe im Regen, nach dem Frühstück auf zur Silbermine. Nur wenige Meter in die ersten Stollen trafen die tapferen Helden, die um einen geschwätzigen Degenfuchtler reicher geworden waren auch schon auf den Grund für die miese Stimmung unter den Zwergen. Dann grollte es plötzlich und die Decke des Stollens kam runter, noch bevor sie den Eingang erreichten war dieser verschüttet. Schlimmer konnte es nicht mehr kommen dachte sich die meisten in der Gruppe, zur Not müsse man sich halt freigraben. Vali entdeckte auf dem Tisch der Zwergenarbeiter Wein und nahm erstmal einen ordentlichen Schluck. Das tat gut, auch wenn der Wein ordentlich in der Kehle brannte, genau das Richtige, dachte sie sich. Angekündigt von riesenhaften feuerroten Moskitos streifte ein einsamer Venom Lord durch die Gänge und verfütterte Zwerge an seine fliegenden Haustiere. Die roten Insekten erwiesen sich als äußerst hartnäckig und ihr Gift als durchaus heimtückisch.
Ein auf der Fensterbank zerplatzender Regentropfen weckte in den frühen Morgenstunden die immernoch entstellte Sana. Sie schlug ihre Augen auf. Es hatte in der Nacht noch angefangen zu regnen. Noch immer konnte sie nichts um sich herum hören. Als sie sich Aufsetzte bemerkte sie schon geschäftiges Treiben in den Gildenräumlichkeiten. Gedanken von der letzten Nacht schwirrten ihr durch den Kopf. Sie waren einem Toten begegnet, mitten so in der Nacht verrichtete ein alter Totengräber in einem verlassenem Gebäude seine Arbeit. Was war hier in der Stadt nur los?
Iltim in einem Art grün kariertem Kilt gekleidet saß Pfeiffe schmauchend in seinem gemütlichen Sessel und blickte von seinen Füßen auf, als der morgendliche Besuch, den er gerade hereingebeten hatte, durch die Tür zu ihm ins Zimmer trat. Er hatte sie schon erwartet und rechnete mit weiteren Fragen bezüglich ihres anstehenden Auftrages, diese blieben aber von Seitens Anskaviats und Totes Pferd aus. Die Unterhaltung nahm eine außergewöhnliche Wendung und am Ende des Gespräches lag in dem von Tabakrauch geschwängertem kleinen Raum, in einer Ledermappe feinsäuberlich eingerollt Bolzen, die Anskaviat sich erstmal an sich nahm. Die Zeit drängte, denn sie wurden bereits erwartet.
Hook Hook Hook, immer wieder gingen diese Worte Grumpf durch den Kopf. Er war in den frühen verregneten Morgenstunden aufgebrochen und hatte sich durch die kleine Menschentraube und den Wachen die vor der Festung stand seinen Weg sich gebahnt. Man hatte ihn vor diese Tür geführt, hinter der er Gespräche wahrnahm. Eine altbekannte Stimme, ließ ihn eintreten und er erblickte Madame Fley über einem Kartentisch übergebeugt, in seine Richtung aufschauend, ihn mit einem Lächeln erwartend und 2 weitere finstere Gestalten, die anscheind von ihr instruiert worden waren. Sie verließen auf ein Wort von ihr den Raum.
Grumpf seine Blicken senkten sich auf die Karte die auf dem Tisch auf der sich Fley auflehnte. Ein kurzes Gespräch, gefolgt von einem Klopfen an der Tür folgte.
Nachdem alle Dinge geklärt waren, sich Iltim von ihnen verabschiedet und ihnen viel Glück gewünscht hatte, stieg die kleine Gruppe in die Kanalisation und von da aus in ein Boot. Dort warteten bereits 2 Gildenmitglieder auf sie und ehe sie es sich versehen hatten und ein Gatter welches kurz entsperrt wurde hinter sich gelassen hatten. Die Beiden verabschiedeten sich ebenfalls von Gruppe und so kamen sie kurzerhand wieder an die Oberfläche. Sie wurden interessanterweise von 2 Schmuglern, die sich kurz vorstellten in Empfang genommen und zu Madam Fley geführt. Als die Tür geöffnet wurde, erblickten sie den Rücken ihre orkischen Freundes, der Madam Fley verdeckte. Schnell war klar das es einge Dinge zu bereden waren und so verliessen die beiden Schmugler und Madam Fley den Raum, während die Unterhaltung ihren Lauf nahm. Auch nachdem Fley wieder ins Zimmer trat waren noch viele Fragen offen. Schnell war klar das die Machenschaften von Bharandas Zhan unter dem Deckmantel von Tarnheel Embuirhan bekannt waren, doch hatte dieser Zauberkundige sich sehr gut abgesichert und der Einfluss auf Tarnheel Embuirhan war ungebrochen. Nun hatte man aber einen Trumpf im Ärmel und dieser saß in einer Zelle hier in der Festung. Es war der verwirrte Hook, der nach wie vor noch nicht viel von sich preisgab. Wohl aber hatte man herausbekommen, warum alle Abenteuergruppe die auf der Suche nach Cabenon de Ghoula geschickt wurden, nie wieder gesehen worden waren. Würde dieser Trumpf ausreichen, oder waren es alles nur Ammenmärchen die sich um die Geschichte des Dolches rankten?
Die Tür öffnete sich und das Gesicht einer bekannten Person kam zum Vorschein. Es war die junge Frau mit dem unverwechselbaren Haaren und dem hübschen Äusseren, von letzter Nacht im Hafen. Madam Fley wartete gar nicht die Reaktion der anderen aus der Gruppe ab, sondern erklärte allen, das ungewöhnliche Ereignisse erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Dies sei der Fall und falls sich
Die Zeit dränge und nachdem Madame Fley ihnen erklärte das sie hinter das Geheimnis des Herr Zhan gekommen waren und sie sich seiner annehmen werden, warteten die Pferde schon auf dem Hof und die Gruppe, geführt durch die beiden Schmuggler. Nachdem Fley, Grumpf und später Anskaviat den Dolch gegeben hatten, konnte der Reise beginnen. Schnell flog die schroffe Landschaft an ihnen vorbei. Vielen gingen die Gedanken der letzten Tage durch den Kopf und der ein oder andere sinnte noch dem nach was er vielleicht in diesem Leben vergessen hatte zu machen. Es war zu spät. Die schäumende Gischt des Meeres brandete an die Felswand und an die Klippen. Hier draussen in der unwirklich wirkenden Landschaft sollten sich der Nekromant aufhalten bzw. seine Schergen? Sie sattelten ab und die Schmuggler deuteten auf eine Eingang in dieser schroffen Landschaft und nach und nach erblickten die Gruppenmitglieder einen in breiten Eingang im Gestein.
Mutig schritt Thoringal voran, gefolgt von Totes Pferd, Anskaviat, Grumpf, Sana und die zuletzt zu der Gruppe hinzugekommenen Rafira.
In dem flackerndem Schein der Fackel, machten sie in dieser Grotte, unweit des Eingangs, soweit man diesen als Eingang bezeichnen mochte, ein verlassenes Lager ausfindig. Die Asche und der schmiedeeiserne Topf, waren ein Indiz dafür das vor ihnen schonmal jemand hier gewesen sein mochte. Nachdem schnell festgestellt werden konnte das es sich bei dem Topf um eine zwergische Arbeit handelte, zogen sie weiter…tiefer in die Grotte. Der Wind heulte und die Feuchtigkeit kroch ihnen in die Sachen. Thoringal bemerkte als Erster einen riesigen, fast schon säulenartigen, Raum vor ihnen. Der Weg wurde schmaler und führte nach unten. Da bemerkte Thoringal ein Skelett, angelehnt an einem zerbrochenem Stalagmit, und mit einer Rüstung, die einer zwergischen sehr nahe kam. Er sah so aus, als wäre er vor einer Gefahr geflohen: „Geradewegs von dort unten…“ murmelte Thoringal mehr zu sich, als zu den anderen. Immerhin hatte der Zwerg eine Karte dabei. Auf der Karte war eine Zeichnung, von dem höhlenartigen Gebilde, welches sie gleich erwarten würde. Ausserdem waren Markierungen eingezeichnet die den Laufweg darstellten. Das teilte er den anderen mit und los gings. Ehe sie es sich versehen hatten, waren sie unten angekommen und liefen die Markierunge ab.
Ohne nur ein Wort zu wechseln wussten sie Bescheid. Es war jemand oder eine Gruppe in ihr Areal eingedrungen und würde sie darin hindern wollen ihr Werk zu vollbringen. Schon viele waren gekommen und hatten ihr Leben gelassen in diesem kalten, feuchten Grab.
Nach einer Abbiegung wurde ein Raum sichtbar, eine mulmige Vorahnung durchschlich die Gruppe, als sie etwas weiter erhöht in diesem runden Raum, der nur unterbrochen war durch säulenartige Gebilde, ein Sarkophag zum Vorschein kam. Plötzlich wurde es sehr kalt, diese Kälte ging durch alles hindurch und Nebel stieg auf und verdeckte dem ein oder anderen die Sicht. Anskaviat reagierte als Erster und versuchte dichter an den Sarkophag zu kommen und musste feststellen das die anderen wie angefroren dastanden. Da ertönte eine Stimme die sich bis in das Mark unserer Helden ging. „Sterbt Lebende!!!“ Kurz darauf erschienen Skelette und Rafira brach zusammen. Niemand konnte zu ihr, denn ein jeder war mit sich selbst beschäftigt, konnte sich doch ein jeder nicht fortbewegen. Alles ging so verdammt schnell. Ein Wolf heulte auf. Was war mit Sana? Trotz aller Anstrenung konnte selbst Grumpf nichts ausrichten, der Boden schien ein eingefroren zu haben und er konnte nur sehen wie seine Freunde nach und nach starben. Totes Pferd ließ sich auf die Knie fallen und er würde sich sein Schicksal fügen. Plötzlich durchbrach ein helle Explosion ausgehend vom Sarkophag die Umgebung, oder war das alles nur eine Einbildung? War so der Tod? Gab es keinen schöneren Ort, als eine Grotte, fragte sich Grumpf innerlich.
Was war passiert? Anskaviat hatte es geschafft, trotz aller Kälte und Behinderung an die Überreste zu kommen. Er hatte es geschafft, den Dolch, den Madam Fley ihnen gegeben hatte, in die Überreste von Cabenon de Ghoula zu treiben und somit den ganzen Spuk einen Ende gesetzt hatte.
Er zögerlich und schwer verwundet, mit dem Gewissen das 2 von ihnen den Kampf nicht überstanden schleppten sie sich nach draussen. Der Kampf hatte Spuren hinterlassen. Richtige Freude kam nicht auf. Nach einer halben Ewigkeit erreichten die sie die Festung von Tarnheel Embuirhan, auf dessen Innenhof ein Scheiterhaufen brannte. Vernebelt und noch vom Kampf gezeichnet bekamen unsere Helden am Rande mit, wer da brannte. Es wirkte so unreal alles, so unwirklich. Thoringal kämpfte in dieser Nacht um sein Leben und gewann diesen Kampf.
Tarnheel Embuirhan, Madam Fley und der Halbling Iltim empfingen unsere Helden in den nächsten Tagen. Sie bekamen Stellen am Hofe angeboten und gingen auf den Wunsch von Totes Pferd ein. Dieser hatte mitgeteilt das er sich für einen größeren Park für die beiden Druiden Mumrik und Cefereando einsetzte. In den nächsten 3 Wochen entstand ein wunderschöner großer Park und dieses Geschenk sollte ihnen neue Begleiter einbringen. Dazu aber bei den nächsten Abenteuern unserer Helden.
Von Liebe, Gewalt und anderen Dingen (The Ragtag Bunch)
Die Gruppe sammelte sich und nachdem auch Rohan aus dem Turm befreit werden konnte, waren sie auch wieder vollzählig. Vorsichtshalber wurde der bewusstlose Elias gefesselt auf das Muli von Rohan verladen. So trat die Gruppe den Rückzug, dem riesigen bärenartigen Wesen aus dem Wege gehend, über den Strand, zum Dorf an. Sûne war schön längst verschwunden, es war Vollmond, als sie am Strand Überreste eines Schiffes sahen. Das spärliche Treibgut zeugte davon, das es sich wohl um ein kleineres Schiff gehandelt haben mochte. Zwischen all den Dingen, entdeckte Fergus einen leblosen Körper. Neben seinen Körper, der mit Algen und feuchten Sand bedeckt war, lagen Bücher, deren Tinte verlaufen war und nur noch die Schrift erahnen ließen. Schnell hatte Fergus, durch Tritte, den Zustand des am Boden liegenden herausgefunden. Rohan, der unterdessen auch bei dem Körper des Elfen eingetroffen war, kümmerte sich um ihn mit seinen berühmten Kussarien. Das Wasser war inzwischen aus seinen Lungen gepumpt und er hustete noch, als der am Boden liegende seine Augen aufschlug. Rohan überkam ein komisches Kribbeln, als wäre irgendetwas nicht in Ordnung. Er kannte das Gefühl bereit und kurz darauf passiert etwas Schlimmes, nur konnte er es dieses Mal nicht so richtig zuordnen. Als er aus seinen Gedanken aufgetaucht war, sprang gerade angewidert der Geküsst auf und suchte seine Sachen und stellte mit Schrecken fest, das seine Tagebücher bzw. Aufzeichnungen durch das Salzwasser Schaden genommen hatten. Da er nicht unhöflich sein wollte, stellte er sich der Gruppe mit: Leorinor vor einen Sammler, suchend nach Wissen und Weisheit, die er in Büchern niederschrieb. Da keine Gefahr von ihm auszugehen schien, stellte sich die Gruppe ebenfalls vor und auch wie sie auf dieser Insel gestandet waren. Sie gaben Leorinor trockene Sachen und machten sich weiter auf den Weg zum Dorf, welches sie am Abend ohne Zwischenfälle auch erreichten.
Eigentlich hatten sie niemanden in dem Dorf vermutet, oder zumindest keine freundlich gesinneten Kreaturen, umso erfreuter waren sie als sie „Eins“ im Dorf vorfanden der gemütlich am Lagerfeuer saß. Dieser war ebenfalls erfreut, hatte er doch die Gruppe aus dem Augen verloren, als dieser komische Bär auf sie traf. Nun war es Zeit Geschichten auszutauschen und viele lauschten der Stimme von Leorinor, der weite Länder schon besucht hatte und vieles Wissen gesammelt hatte. Er war sehr betrübt, da er viele Aufzeichnungen von sich, durch den Schiffbruch, verloren glaubte. So trocknete er seine Sachen und „Eins“ berichtete von seinem Tag, danach schlossen sich die anderen an, die von der Entdeckung des Turms, dem Finden von diversen Behälter mit eigenartigen Kreaturen, dem Stab der keinen guten Einfluss auf die Gruppe genommen hatte und von dem gegenseitigen Kampf, der einzig und allein dem Stab verschuldet war. Von all dem bekam der im Lagerhaus gefesselte Elias, nichts mit. Die Gruppe beriet sich einigte sich das Elias die Chance bekommen sollte sich zu bewähren, kurz darauf ging Lylian ins Lagerhaus und schnitt die Fesseln von Elias durch und begründete die Vorsichtsmaßnahme. Was viele nicht wussten, Elais barg ein Geheimnis und dieses teilte sie, als inzwischen die meisten schliefen und „Eins“ seine Position im Krähennest aufgesucht hatte, Rohan ausserhalb des Lagers mit. Rohan machte große Augen als er sah, was sich in dem glasartigen, zylindrischen Gefäss von Elias befand. Elais hatte also doch etwas mitgenommen, es musste beseitigt werden, dessen waren sich Beide, wenn auch von Elais Seite zögerlich, bewusst. Elias hatte lange mit sich gehadert es dem Gläubigen zu zeigen. Dieser war so überwältigt, von der Kreatur das er schnell zum Lagerfeuer eilte, sich ein Fackel ein Topf sich auslieh und wieder in die Nacht verschwand, nur um bei Elais angekommen festzustellen das er das Öl vergessen hatte und nochmal zum Lagerfeuer zurückkehrte. Bemerkte er wie die Blicke des Neuen auf ihn gerichtet hafteten und er es erklären wollte, doch leider halfen die Kommentare nicht, ganz im Gegenteil war der Fall. Er redete sich immer tiefer in Abgründe. Das sich Rohan interessanten Gelüsten hingab war ja hinsichtlich bekannt aber so weit, das ging selbst Leorinor nicht aus dem Kopf und als Lylian auftauchte und kurze Zeit später Elias der bereits ein Weilchen auf Rohan gewartet hatte am Lagerfeuer erschien, entbrannte eine recht heftige Diskussion mit dem Resultat, das jeder seinen Neigungen nachgehen könne, solange es im beiderseitigen Einvernehmen geschehe. Als Rohan und Elias wieder hinter das Lagerhaus gingen, stellten sie fest das sowohl der Topf, als auch das Öl fehlte, welches sie zurückgelassen hatten. Verdammt wer hatte ihre Utensilien gestohlen. Rohan brüllte in die Nacht: FEINDE!!!! Geweckt durch diesen Ausruf, stürzte Fergus mit den Worten „KANN MAN HIER NICHT MAL EIN MOMENT MAL RUHE FINDEN“ heraus, blickte mit seinen müden Augen in die kleine aufgebrachte Gruppe, (Rohan und Elias waren kurz zuvor schnell in das Lager zurückgekehrt) erfuhr um was es ging und rannte fluchend zum Mast, wo „Eins“ seine Wache hielt. Nach dem Zwischenfall kehrte Ruhe ein, sollte man meinen, denn man würde sich das Problem in den Morgenstunden annehmen, als plötzlich krachend „Eins“ aus dem Krähennest des Mastes stürzte. Was war passiert? „Eins“ lag zusammengebrochen am Boden und hatte beide Beine sich gebrochen. Von Fergus war keine Spur zu sehen. Da aber alle wussten das Fergus sich im Krähennest befand, rief Rohan zu ihm nach oben das er herunter kommen solle und sich bei „Eins“, um den sich Rohan derweilen kümmerte, entschuldigen solle. Es passierte nichts. Rohan leistete ganze Arbeit, der Bruch war verheilt. „Eins“ schlug die Augen auf und ging verärgert und fluchend zu seiner Schlafstätte ins Lagerhaus. Es würde am nächsten Tag ein Nachspiel für Fergus geben.
Wer hatte ihnen den Topf und das Öl gestohlen? Egal wichtig war es den Drachen in dem Gefäß zu vernichten. So besorgte Rohan einen weiteren Topf und Öl und ging mit Elias hinter das Haus um endlich das Werk, die Zerstörung dieser Kreatur, zu vollenden. Die anderen versuchten auf ihre Art und Weise ein wenig Schlaf, oder aber in Trance zu verfallen. Als die Beiden hinter dem Haus alles aufgebaut hatten und Elias ihm zögerlich das Glas reichen wollte, surrte ein Pfeil aus dem Wald heran, durchschlug das Glas und der kleine Drache flog sofort zu Elias. Erbost über diesen Vorfall und der Tatsache schon wieder gestört worden zu sein, zog Rohan sein Schwert und wollte den Drachen treffen, der sich unter den Umhang von Elias verkrochen hatte, zumindest schien es so. Er holte aus und traf Elias schwer, während der der kleine Drache mit Elias sprach und auf ihn unaufhörlich einredete. Es war kein schwarzer Drache, was Beide angenommen hatten, es war ein Kupferdrache, dem man leicht, Aufgrund seines Alters, für einen schwarzen Drachen halten konnte. Elias sprach mit Rohan und Rohan lies von Elias ab, als er selber merkte das er vor lauter Rage nicht auf seine innere Stimme gehört hatte. Er hatte die Gefühle ausgeblendet und so nicht festgestellt das eigentlich keine Gefahr von dem Drachling ausging. In dem Moment wo er das feststellte fühlte er sich sehr hilflos und dumm. Er half Elias auf und bemerkte das der kleine Drache verschwunden war. Er machte sich und heilte die schwere Wunde von Elias, das Blut hörte auf zu sickern und die Wunde verschloss sich wieder. Nun gingen sie zurück zur Gruppe, die inzwischen Ruhe gefunden hatten und fanden selber noch ein wenig Ruhe.
Am nächsten Tag, entschuldigte sich Fergus bei „Eins“ zwar zögerlich, da er fergus irgendwas sprach von Widerstand und anderen komischen Dingen, aber immerhin reichte er „Eins“ versöhnlich die Hand, die „Eins“ ausschlug, da er Fergus mittlererweile gut kannte um zu wissen, das dies keine richtige Entschuldigung war. Ausserdem wurden Nachforschungen angestellt, was den Feind in der Nacht anging, leider verlief die Suche recht ergebnislos. Von der Sache mit dem Drachen erzählten Beide, den anderen nichts und so liess das kleine Wesen keine Ruhe und redete weiterhin auf Elias ein. Als alle in den frühen Stunden sich am Lagerfeuer versammelte, beriet die Gruppe über das weitere Vorgehen. Geräusche unter anderem von Metall liess die Gruppe aufhorchen, entspannten sich aber wieder, als sie die Besatzung der „Flying Dschinn“ die sich dem Lager näherten wahrnahmen. Die Besatzung des Schiffes war nicht untätig geblieben. Der Schiffsmagier hatte der Festung eine Karte dieser entwenden können und man war bereit für einen Angriff auf die Festung. Da sprach die Stimme des Drachen zu Elias: „Nehmt euch in Acht Leorinor ist nicht Leorinor, eine böse Meerhexe hat ein Trugbild von ihm erschaffen und spioniert euch derzeit aus“. Geschickt und ohne großes Aufsehen wurden alle Anwesenden, bis auf Leorinor, von Elias, verständigt. Endlich waren sie am Drücker.
Nach dem Kampf in der Taverne „Zum betrunkenen Piraten“ machte sich die größer gewordene Gruppe auf, eine neue Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Es war inzwischen Nachmittag und so fand man schnell eine Taverne in der Nähe des Hafens, zwischen mehreren Häusern gelegen und über mehrere Stockwerke erstreckend. So machte die schiefe Taverne „Zum einbeinigen Basilisken“ ihren Namen alle Ehre. Quietschend wehte das inzwischen vom Wetter verblichene Schild der Taverne im Wind hin und her, als die Gruppe vor der schiefen, aber massiven Tür standen, die die Frage aufkommen ließ, ob diese Entscheidung die Richtige sei, hatte man den Eindruck von außen, als würde diese Taverne den Freihandelshafen, mit all seinen Facetten wiederspiegeln. Nach außen drangen Klänge, das Lied was gespielt und von einer lieblichen Frauenstimme vorgetragen wurde, kam zumindest Jenotus und Totes Pferd sehr bekannt vor. Hatte doch Sören dieses Lieb bei der Überfahrt des Öfteren gespielt. Als sie in den Eingangsbereich kamen sahen sie in einer dunklen Ecke einen Halb-Ork angelehnt an dem Fachwerk der Taverne, eine Pfeife schmauchend, die Gruppe beobachtend, stand.
Die Taverne war recht voll, sicherlich lag es auch dran das heute Grüngras gefeiert wurde und es somit allgemein recht voll in der Stadt war.
Totes Pferd, Alina, Thoringal, Strave und Alinas Katze Carlos traten ein, klärten ein paar Dinge an der Theke und setzten sich, nachdem sie an zwei gegensätzlichen Söldnergruppen vorbei gegangen waren, an einen freien Tisch in einer recht abgelegenen Ecke. Jenotus hingegen schlug nachdem er die Robenträger von der Theke wahrgenommen hatte eine andere Richtung ein.
Alina beobachtete den Gastraum in aller Gemütlichkeit. Sie sah folgende Leute und Gruppen: ein verliebtes Pärchen, eine grobschlächtige Söldnergruppe, eine weitere Söldnergruppe mit gleichen Wappenröcken und wie sich später herausstellen sollte, eine aus Tiefwasser mit dem Namen: „Die singenden Schwerter“. Hinter den Schwertern saßen zwei Frauen, an dessen sich Jenotus gesellt hatte. An der Bar saßen eine Südländerin mit Rasterzöpfen, ein dunkelhäutiger Südländer, der allen Anschein nach ein Künstler zu seien schien und eine blonde Schönheit, die recht trinkfest zu seien schien, ging man nach den Gläsern die auf ihrer Seite des Tresens standen. Hinter der wilden Söldnerbande befanden sich zwei weitere Tische, an dem zum Tresen zugewandten Tisch saßen zwei grün Gewandete, die ebenfalls nicht unterschiedlicher sein konnten. Während der eine, es mochte sich um einen Gnom handeln, immerfort an einer Blume roch, sprach der andere, ein Mensch, in einer Tour auf ihn ein. An dem anderen Tisch befand sich ein kahlköpfiger Händler, der allem Anschein nach aus dem Freihandelshafen stammte und ein älterer Mann dessen runenverzierte, rote Robe auf einen Zauberwirker hindeutet. Des Weiteren befand sich an der hinteren Wand ein Tresen, an dem drei Zwerg mit dem Rücken zur Bühne, saßen.
Auf der Bühne stand eine brünette Bardin mit einer eschenfarbigen und mit blumigen Motiven verzierte Laute in den Händen. Davor stand ein Tisch an dem ebenfalls eine Bardin saß, sie trug einen dunkelblauen Dreispitz auf dem Kopf und man konnte anhand ihrer restlichen Kleidung erkennen, dass sie die meiste Zeit ihres Daseins auf dem Wasser verbringen würde und schaute der Bardin auf der Bühne zu. Auf der anderen Seite ihres Tisches war ein Tisch zu erkennen, an dem ein aufgeweckter blonder Halbling saß, der seinem Gegenüber, ebenfalls ein in roter Robe eingekleideter Mann saß. Die rote Robe kam allen an dem Tisch recht bekannt vor, hatten sie doch in der vorherigen Taverne ebenfalls Bekanntschaft mit ihnen gemacht. Der Mann mit dem wettergegerbten Gesicht mochte vielleicht 40 Winter alt gewesen sein und er war sehr nervös. Vom Personal erkannte Alina, zwei Schankmaiden, den Wirt der am Tresen stand und einen orkischen Koch der lautstark in der Küche beschäftigt schien.
Zum einbeinigen Basilisk (Spielleitersicht auf Schankraum, Küche, Lager und 2 weitere Räume (Erdgeschoss))
Jenotus setzte sich an den Tisch der recht dich am Eingang stand um die Zauberwirker in ihren grünen und roten Roben zu beobachten, um nicht Aufzufallen fing er eine angenehme Unterhaltung mit zwei Frauen, die an dem Tisch saßen an. Es stellte sich schnell heraus, wer diese beiden waren. Bei der einen Dame handelte es sich um eine calimschitische Prinzessin mit dem Namen: Selenada, während die andere Dame, mit dem Namen: Triss, ihr Beschützerin zu seinen schien. Als Jenotus nach ihren Absichten in der Stadt fragte, stellte sich heraus, dass sie auf der Suchen nach einer Mannschaft waren um den Hafen Richtung Calimhafen zu verlassen. Bislang aber noch wenig Erfolgt gehabt hatten. Als der Name der Prinzessin etwas lauter gesprochen wurde, kam der Künstler von der Bar an den Tisch und fragte ob er denn die Prinzessin porträtieren dürfe. Als die Prinzessin einwilligte, holte er eine kleine Staffelei heraus und fing an mit schwarzer Kohle sie zu zeichnen.
Unterdessen wurden die Neuankömmlinge bedient. Totes Pferd hatte, nachdem er nach der Speise des Hauses gefragt hatte, eine recht große Rehkeule nun auf seinem Teller und die Getränke die sie am Eingang bestellt hatten wurden nun am Tisch verteilt. Hatten sie sich doch gleich nach Betreten der Taverne sich um ihre Zimmer gekümmert. Das Glück war ihnen hold, denn es waren es noch 4 freie, wenn auch recht teure, Zimmer zu haben. Ohne lange zu Zögern hatten sie dem Wirt die Taler gegeben und somit eingewilligt. Damit stand einer Übernachtung in der schiefen Taverne: „Zum einbeinigen Basilisken“ nichts weiter mehr im Weg.
Ein lautes Gebrüll des Orks, der übellaunig, mit einem Rehkitz in der einen und einem Hackebeil in der anderen aus der Küche gestampft kam, ließ die Musik und die Gespräche verstummen. „Wer mag mein Essen hier nicht?“ brüllte er und haute sein Hackebeil in den Tresen, nur um es kurze Zeit später wieder herauszuziehen aus dem dicken Brett. Der Wirt flüsterte dem Ork was ins Ohr, woraufhin der wild gewordene Ork in die Küche zurückstampfte. Irgendwie war dieser Ork wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden, denn aus der Küche konnte man vernehmen, dass die Sache noch nicht endgültig geklärt war, auch wenn man kein orkisch konnte.
Strave merkte das der nervöse Zauberwirker am Nebentisch, ein Buch aus seiner am Stuhl hängenden Tasche herausholte, sich versicherte das es noch da sei und es wieder in die Tasche gleiten ließ. Die anderen hatten bemerkt wie unruhig er war und gingen an seinen Tisch. Strave stellte seinen Bogen in die Nähe des Stuhles von dem Wirker und erhielt promt die Reaktion, dass der Mann mit der Robe aufstand, zur Treppe ging und aus dem Sichtbereich der Gruppe verschwand. Viel Zeit zum Nachdenken verblieb nicht, denn im Schankraum tauchte plötzlich erst ein Dunkelelf mit 2 Krummsäbeln, gefolgt von einem Blinden mit seinem Stab und einer schwarzen Robe, die sich einen Weg aus der Taverne, aus einem Zimmer im Schankraum kommend, auf. Es ging ein mulmiges Gefühl bei dem ein oder anderen in der Gruppe durch den Körper, während die anderen Gästen gerademal den Dunkelelfen ein wenig Beachtung schenkten. Alina konnte sich nicht beherrschen und wollte sich nicht den Spaß nehmen lassen und beobachtete den Blinden auf der Straße, als dieser am offenen Fenster vorbeiging huschte ein kleines verschmitztes Lächeln über ihr Gesicht und eine Handvoll Wasser ergoss sich über ihren Kopf. Nun war es der Blinde, dem ein hämisches Lächeln über sein Gesicht huschte, während er dem Dunkelelfen weiter in der Gasse folgte, doch das konnte niemand sehen oder doch? An dem Tisch und an dem Nachbartisch sorgte die feuchte Einlage für Erheiterung, kippte sich doch kurz darauf auch die Dame, die am Nachbartisch war sich ein Bier, welches auf dem Tisch stand über den Kopf, da ihr Flirt seine Augen auf Alina gerichtet hatte. Nicht nur seine Blicke ruhten auf Alinas Köper, auch die von dem Halbling.
Jenotus wechselte den Tisch, nachdem er seinen Schutz, Selenada, der Prinzessin und ihrer Beschützerin Triss angeboten hatte und ging seiner Neugierde für den alten Mann in der roten Robe nach. Die beiden an dem Nachbartisch hatten viel Spaß, auf ihrer Art und Weise. Während Ranken den einen zum Schweigen und an seinen Stuhl gefesselt hatten , sprach bei dem Gnom die Blume, an der er gerochen hatte, in einer Tour auf ihn nun ein. Leicht kopfschüttelnd ging er an den nächsten Tisch und wurde auch postwendend von dem alten Herren begrüßt. Er stellte sich mit dem Namen Ireador vor und war sehr gesprächig, ob es daran lag das er eine Ahnung hatte welche Richtung er Jenotus einzuordnen hatte, oder ob es daran lag das er allgemein recht offen war? So erfuhr Jenotus, in welche Richtung Ireador sein Studium betrieb, woher Ireador kam, was er auf Mitarn gemacht hatte und auf welcher Suche er war. Zum Erstaunen von Jenotus, willigte Ireador sogar ein Wissensaustausch ein. So konnte Jenotus ein Blick in ein sehr interessantes Buch werfen. Ob es nun an der schummrigen Beleuchtung der Taverne lag oder aber an den Texten, er bekam, je später der Abend wurde stärkere Kopfschmerzen. Dies schien Ireador nicht zu entgehen, der er fing ein wenig an zu Schmunzeln. Daraufhin fragte Jenotus um welche Zauber es sich denn handele und Ireador gab ihm eine gute Demonstration von dessen, was Jenotus erwarten würde, wenn er sich mit dem Buch, was Ireador ihm ausgeliehen hatte, beschäftigen würde. Nach Beendigung der Vorführung, saß Jenotus alleine an dem Tisch mit dem glatzköpfigen Mann, der mit dem Rücken zu ihm saß und von all dem nichts mitbekommen hatte.
In der Zwischenzeit waren der Dunkelelf und auch der Blinde wieder in die Taverne zurückgekehrt und in dem Raum wieder verschwunden und zumindest Jenotus, der sich in der Nähe befand, mitbekam das dort eine reichlich gedeckte Tafel stand, die mehr bot, als die Köstlichkeiten die man ihnen hier angeboten hatte. Weiterhin kam aus einem weiteren Raum, der ebenfalls an den Schankbereich angrenzte, ein in einer roten Kapitänsgewandungen mit güldenen Knöpfen gekleideter, dazu einen passenden Dreispitz tragend und einem Gehstock bei sich habend, ein Mann, mittleren Alters. Begleitet wurde er von einer jüngeren Frau die, man mochte vermuten 25 Winter alt sein mochte, die, so machte es den Anschein, ebenfalls zur See fuhr. Sie trug eine schwarze Augenklappe über dem rechten Auge, einen dunkelblauen Rüschenrock und ein rotes Tuch, welches nach hinten geknotet war. Sie gingen zur Theke und nach einem kurzen Gespräch mit dem Wirt verließen sie auch die Taverne.
Auch spielte inzwischen eine Bardin, die einen dunkelblauen verzierten Dreispitz trug und zuvor im Publikum bei Totes Pferd gesessen hatte, auf der Bühne. Zu der von der Bühne kommenden Bardin gesellte sich Strave an den Tisch hinzu, hatte sie schnell in ein angenehmes Gespräch verwickelt und der Abend sollte noch mehr für die Beiden bereithalten.
Die Tür zur Taverne ging auf und eine große Frau trat ein, bei sich trug sie einen großen Zweihänder, den sie neben sich, an den Tresen stellte. Den aufgebrachten orkischen Koch fand sie so interessant, das es zu einem weiteren Disput kam und selbst der Wirt Mühe hatte den Koch zu beruhigen. Was war nur mit diesem Koch los, die Erklärung er wäre einfach nur ein Ork war in unzureichend. Die Überlegungen sollten warten müssen, denn die Tür ging wieder auf und niemand anderes als der Dunkelelf, als auch der Blinde, traten ein, gingen am Tresen vorbei und verschwanden in dem Raum mit der reichlich gedeckten Tafel.
Die Zeit verging und die Taverne wurde leerer, nur noch am Tresen war noch ein wenig Betrieb, die Zwerge in dem hinteren Bereich lachten nach wie vor, hatten sie doch viel Spaß den Beiden anwesenden Druiden bei ihen Spielchen zuzuschauen. Die große Frau am Tresen war nach oben verschwunden, ebenso wie die Prinzessin, Triss, Jenotus, der Blinde, der Dunkelelf und auch der Halbling.
Madame Fley, tauchte in der Taverne auf und ging gezielt auf die Gruppe zu die in der Ecke saß. Sie war sehr in Eile und fragte nach dem roten Magier der hier in der Taverne war, nachdem keiner so recht wusste wo dieser war (keiner war auf die Idee gekommen den Wirt mal zu fragen) machten sich alle auf die Suche nach ihm und wurden recht schnell fündig, nachdem der ein oder andere duch die Schlüssellöcher gespäht hatte. Er lag blutüberströmt in seinem Zimmer, mit dem Gesicht zum Boden. Nun saßen die Waffen bei jedem der sich auf der Etage befand recht locker. Da Geräusche aus dem Zimmer gegenüber drangen, stieß Totes Pferd die Tür auf, von der Abstellkammer und fand den Halbling, als auch eine Zwergin, die nicht viel trugen, vor. Totes Pferd zog beide auf den Gang. Von dem Krach geweckt füllte sich der Flur der 2ten Etage mit den hier untergebrachten Gästen. Madame Fley inspizierte die Leiche und gab anschliessend den Anwesenden deutlich zu verstehen das das Haus und die Awesenden darin unter Arrest standen, solange bis der Mordfall geklärt wäre. Kurze Zeit später pollterte es durch das ganze Haus, als Wachen in dem Gebäude Stellung bezogen. Den Halbling und seine Begleiterin ließ Totes Pferd los und bis vor Morgengrauen, würde man eh nicht mehr in Erfahrung bringen. Sollte man meinen. So gingen alle wieder in ihre Zimmer und ihren Beschäftigungen nach, um am nächsten Morgen ausgeruht zu sein.
Die Ruhe wehrte nur recht kurz, im obersten Etage ging die Zimmertür von Thoringal auf und Totes Pferd schlich sich zum Fenster, öffnete es, befestigte ein Seil an dem Fensterkreuz und versuchte sich am Dach abzuseilen, weit kam er nicht, denn knirschend gaben plötzlich einige Dachschindel nach und krachend schlug er in einem dunklen Zimmer, unter dem Dach, auf einer Komode. Nicht nur Jenotus und Selenada, sondern auch Thoringal schreckten auf, als es laut Holz knirschte und etwas oder jemand schwer zu Boden ging. Leicht Stöhnend lag Totes Pferd im Zimmer von Selenada und Jenotus. auf die Frage von Jenotus, was er denn bitte um diese Uhrzeit auf dem Dach verloren habe und wohin er denn wolle, gab Totes Pferd Auskunft. Totes Pferd verließ den Raum um die Beiden nicht weiter zu stören und schloss hinter sich die Tür. Zum Glück hatten die Wachen nichts gehört. Immernoch das Seil um seine Hüfte gebunden wankte er ein wenig durch den Flur. Jenotus genoss derweilen den Blick zu den Sternen vom Bett aus.
Doch nicht nur Totes Pferd war noch in dieser Nacht unterwegs, sondern auch der Mörder des roten Magiers, ein Assassine in einer dunkelblauen Lederrüstung mit Mundschutz und einem dazu passenden Mantel. Er hatte sich nach dem Mord in der obersten Etage sich in eine Besenkammer eingeschlossen und wartete bis es endlich überall ruhig war. Dummerweise kam es zu einem kleinen Zwischenfall, denn als er aus seinem Versteck kommen wollte, kreutze ein tätowierter Hüne auf und kurze Zeit erweckte dieser fast die halbe Taverne, als unter ihm einige Schindeln nachgaben. „Was für ein Idiot“ dachte sich der Mörder. So ließ er noch ein wenig Zeit vergehen und schlich sich, nachdem wieder Ruhe in der Taverne eingekehrt war, aus seinem Versteck. Die Wache in der obersten Eatge betäubte er, um sicher zu gehen keinen Verfolger zu haben und nutze den gleichen Weg wie Totes Pferd. Thoringal der noch nicht wieder eingeschlafen war bekam mit das schon wieder jemand durch sein Zimmer schlich. Dummerweise hatte der Mörder verzichtet sich auch noch um den Zwerg zu kümmern, was ihm nun zum Verhängnis werden sollte, denn als er am Fenster kreuz war, packte Thornigal zu, hielt ihn fest, brachte ihn aus dem Gleichgewicht und so fiel dieser ebenso, wie Totes Pferd, durch das Loch im Dach und landete unsanft auf den Planken des Zimmers. Jenotus brüllte aus leibeskräften „Assassine“ und weckte damit endgültig die Gäste und Wachen der Taverne. Bevor der Assassine durch das Loch gefallen war, hatte Jenotus, der die Sterne beobachtet hatte, den Stiefel bemerkt und hatte leise Selenada geweckt und sie zur Tür gezogen. Als nun der Attentäter, nach unten fiel, öffnete er die Tür des Zimmers und schob sich und Selenada, nach dem er die Botschaft herausgebrüllt hatte, nach draussen auf den Gang und verschloss die Tür. Totes Pferd der ja nun schon Übung hatte, rannte in die Oberste Etage und sprang in das Loch in dem Dach genauso wie Strave und eine Wache. Zum Schluss sprang Alina, die eigentlich eine weitere Schwachstelle für ausreichend hielt, das diese nachgeben würde, um auf dem Assassine zu landen, wurde eines besseren belehrt und fiel wie die anderen auch durch das Loch und auf Totes Pferd, der rechtzeitig seine Waffen los ließ um sie zu fangen. Unterdessen war der Kampf in dem Zimmer ausgebrochen. Die Wache war auf das Bett gefallen und wollte sich auf den Assassine stürzen, rutsche aber aus und packte sich vor dem Mörder auf die Bretter, Totes Pferd war da schon besser und behakte den Mörder unnachgiebig und benutze selbst als Alina in seine Arme fiel, sie als Wurfgeschoss, was aber nur wenig effektiv war. Strave hatte sich da schon eine bessere Ausgangssituation verschafft und schoss gezielt auf den Aufstehenden und zur Tür Eilenden. Thoringal, der sich einen Sprung nicht zumutete, rannte die Treppen hinunter und kam vor der verschlossenen Tür und Jenotus an. Letzendlich konnten die sich im Zimmer Befindenen den Assassine überwältigen und die Tür wurde von Thoringal geöffnet, nachdem Jenotus die Tür wieder freigegeben hatte, und nahm sich des Assassine an. Dieser hatte nich nur einen Dolch bei sich, sondern auch eine Statue bei der es sich, um einen kleinen Kraken, aus Onyx, handelte. Diesen steckte sich Jenotus vorerst ein und verlor kein weiteres Wort darüber. Eine Wache wurde entsandt und kurze Zeit später tauchte Madame Fley bei der Gruppe auf. Der Assassine erwies sich als recht gesprächig oder lag es an der Anwesenheit von der Madame Fley? Es fielen einige Namen und der Assassine wurde abgeführt. Dieser hatte eine Statue bei sich, einen kleinen Kraken, aus Onyx. Diesen steckte sich Jenotus vorerst ein und verlor kein weiteres Wort darüber. Endlich kehrte Ruhe in der Taverne ein.
Jenotus und Selenada zogen es vor und schliefen im Zimmer von dem roten Magier, nachdem Jenotus die Blutspuren entfernt und auch den Leichnahm, des Zauberers, in das Zimmer mit dem ledierten Dach gelegt hatte. Was für ereignisreiche letzte Stunden sie doch durchlebt hatten und das alles wegen so einer kleinen Statue? Was mochte es mit ihr auf sich haben? Was sollten sie mit ihr machen? Fragen über Fragen die sicherlich am nächsten Tag Antworten finden würden.
Kommentare