Zeta steckt ein (Gearpunks)

Nachdem die Piratin die Drei am Übergabeort abgeliefert hatte, war diesen schnell langweilig. Lucc fischte ungeschickt mit seinen leicht gebundenen Händen ein paar Würfel aus der Tasche, und sie begannen „Lügners Wurf“ zu spielen. Die Zeit verflog, und so waren sie fast schon überrascht, als die Himmelskutsche sich plötlzich bei ihnen niedersenkte. Aus dem Gefährt stiegen ein wuchtiger, eher ungepflegter Mann und eine alte Bekannte. Kapitän Quecksilber, eine Kriegsgeschmiedete in einem klassischem, roten Mantel nicht ganz unähnlich der Unfiform der Piraten und ebenfalls mit einem Dreispitz auf dem Kopf. „Gerhard, Kontrollier die Fesseln kommandierte der Kapitän“, da hielt Lucc ihm schon seine Hände hin, doch so ungeschickt, dass sich die Fesseln gleich lösten. Er grinste, und man wäre entschuldigt zu glauben, er hat es mit Absicht gemacht. Gleich darauf folgten nämlich seine Faustschläge. So ganz war das nicht wie geplant, wollten sie sich doch zu Zeta bringen lassen. Aber nun war der Kampf im Gange. Zu Luccs Überraschung flog ein Bolzen an ihm Vorbei und Traf Quecksilber vor allem da ihm eine unbekannte Stimme auch noch Tipps zur Taktik zu rief. Da sie offensichtlich zu viert waren hatten sie schnell die Oberhand über die zwei Schergen, und der Muskelmann versuchte zu fliehen und zur Luftkutsche zu gelangen. Doch so schnell lies die sich nicht starten, und so gelang es Delia mehr versehentlich, das Gefährt in Brand zu setzen und ihn damit auch endgültig in das Land der Träume zu schicken, als dieser mit einer Brandwunde aufschreckte und sich den Kopf stiess.

Auch Kapitän Quecksilber hielt nicht mehr lange durch, und als sich alles beruhigt hatte, bemerkte Delia, dass die Luftkutsche brannte, und löschte das Feuer.

Delia erkannte die vierte Person. Es war Carric Phiarlan, der gestern bei der Aufklärung dabei war. Genervt erklärte er, dass er eigentlich besseres zu tun hatte, aber jemand in der Familie hatte jemand anderen in der Familie einen gefallen getan, und so hatte er die Piraten überwacht. Bis sich die Drei unerwartet eingemischt hatten. Sie brachten die zwei Bewusstlosen in ein übrig gebliebenes Führerhäusschen, banden sie Rücken an Rücken und weckten sie auf. Quecksilber war extrem sauer auf den Verräter, der sie zurück lassen wollte und kickte ohne etwas zu sehen immer wieder nach hinten. Der lies ein paar böswillige Bemerkungen über Kriegsgeschmiedete Fallen, was Lucc zur Weisglut brachte. Und so war er gleich wieder ausgeknockt und Lucc ging zum Durchatmen erst mal vor die Hütte. Er ratterte die ganzen Erlebnisse der letzten Woche herunter was Carric sich offenbar in der Hütte notierte. Dann machte er sich daran, Quecksilber zu verhören. Doch Drohungen schienen sie nicht weiter zu motivieren, erst die Aussicht, sich an ihrem Begleiter rächen zu können löste etwas in ihr aus. Aber diese Idee gefiel den anderen gar nicht. Letztlich einigten sie sich darauf, dass sie ihn in Ruhe lassen musste, so lange sie dabei waren, dafür würde sie sie zu Zeta kutschieren. Recht weit hoch.

Delia improvisierte Reperaturen an der Luftkutsche, um sie wieder Flugtauglich zu machen und so waren sie bald für eine Weile unterwegs, in der sich Carric geschickt alle Details zu Delias Begleitern erklären liess. Angekommen gingen sie auf der anderen Seite der Landestelle durch eine grosszügige Glastür und sahen vor sich eine Zwergin am Empfang. Ringsherum waren Türen. Lucc und Delia stürmten mit Fragen auf sie ein. Welches Büro das von Zeta wäre. Nein, sie haben keinen Termin, aber sie müssen zu ihm könnte sie jetzt bitte.

Die Gute hatte schnell genug und nachdem ihre bestimmte Aufforderung an die beiden, die Geschäftsräume zu verlassen, keine Wirkung zeigte, holte sie im hintersten Raum Hilfe. Sie kam zwar nicht mehr heraus, aber zwei Männer, die noch einmal die Forderung stellten, dass die Neuankömmlinge die Räume verlassen sollen. Carric ging derweil der Empfangsdame hinterher, fand sie in dem Büro, erklärte ihr auch er müsse sich verstecken und schaffte es gleichzeitig vielerlei information zu sammeln. Auch was für „Projekte“ hier offensichtlich geplant wurden. Draussen derweil brach ein Kampf aus.

Und während Lucc genüsslich Kopfnüsse an Bürohengste verfütterte, suchte Delia im Büro Links von ihr Deckung. Erst hatte sie es gar nicht bemerkt, aber der verschreckte Besitzer des Büros war auch Herr über das Telefon. Und nachdem er sich gefasst hatte, versuchte kein anderer als Ula Jughe , Hilfe damit herbei zu holen. Was er nicht bedacht hatte, war, dass der Stimmverzerrer noch aktiviert war und somit verriet er sich.

Er war Zeta. Er versuchte Delia ein letztes Mal zu überreden für ihn zu arbeiten, wohl gewahr, dass die Voraussetzungen sehr schlecht waren.

Delia lehnte wenig dankend ab.

Er war allerdings auch ein bäriger Mann der, wenn in die Ecke gedrängt zu einem ausgewachsenen Bären wurde. Delia konnte sich zwar halten aber war doch froh, als Lucc zu ihnen stiess, weil ihm die Kunden für Kopfnüsse aus gegangen waren – auch wenn aus allen Türen welche gekommen waren.
Jughe war derweil auf seinen Schreibtisch gesprungen um die erhöhte Position zu seinem Vorteil zu nutzen doch Lucc bearbeitete seine Knie. Der Bär brach zusammen und landete direkt auf Lucc.

Allerdings war es dann auch schnell vorbei.

Delia nutzte das Telefon um die Sharn Wache zu rufen, derweil stiess Carric wieder zufrieden drein schauend zu ihnen. Er riss eine Seite aus seinem Notizbuch und reichte sie Lucc. Denn er hatte viel interessantere Informationen gefunden als Delias mutmasslich schädlichen Umgang. Versteckte Informationen zu Wertsachen und Informationen, Streitigkeiten und Intrigen, in den Unterlagen hier war alles zu finden.

Er verbaschiedete sich mit neu gefundener Herzlichkeit von den Dreien und als Lucc die heraus gerissene Seite betrachtete, kam er sich sehr unrecht bewertet vor. Gut dass dies nicht an jemanden, wen auch immer, weiter geleitet wurde.

Letztlich ging es einmal mehr zur Erfassung der Aussagen zur Wache, und man scherzte schon mit ihnen wie unter alten Kollegen.

Die Piraten des Manifest (Gearpunks)

Delia hatte gerade ihre Meditation beendet und einen genüsslichen Blick auf ihr Werk vom Vortag geworfen, da klopfte es an der Tür. Olana deutete hin und nach einem Nicken von Delia öffnete sie einem Kurier die Tür. Gleich dahinter kam ein zweiter schnaufend an. Der erste gab ihnen ein Telegramm von Haus Phiarlan weitere Informationen gewonnen hatte und dass die beiden sich doch bitte so schnell wie möglich im Turm melden sollten. Der zweite Übergab ihnen ein Schreiben von Thorondor Mondsilber. Es war die Einladung für die Eröffnung des Konservatoriums von Haus Cannith in `Der erste Turm’ mit einem Scheck den sie als Spende für die Flüchtlinge aus Cyre im Namen des Hauses überreichen sollte. Es war schon in zwei Tagen.

Im Büro der Agentur trafen sie auf viele gelangweilte Gesichter, aber Delias Unglück war nun zur Gefahr für die Ehre des Hauses geworden. Eine neue Organisation von Schattenarbeitern außerhalb ihrer Kontrolle, die auch noch ein entferntes Mitglied der Familie töten wollten? Man hatte nun eine erste Spur gefunden. ‚Die Piraten des Manifests’ operierten von einer Basis aus, die sie in Alt Sharn versteckt hätten. Schauplatz einer der größten Tragödien der Stadt und ihre eiternde Wunde.

Als sie zurück waren, dauerte es noch eine ganze Weile, bis Lucc mit Amber von ihren Tagesgeschäften zurück gekehrt waren, doch sie hatten viel zu erzählen und der Orc präsentierte Stolz die Trophäen ihrer Handlung, die drei Ohrstöpsel, über die sie sich verständigen können würden.

Doch bald neigte sich auch dieser Tag dem Ende zu. Doch Alt Sharn liess Delia keine Ruhe. Sie hatte Freunde und Familie im Krieg der Drachenzeichen verloren. So beschloss sie, die Städte zu besuchen, ihre Freunde zu Ehren und wer weis, vielleicht nach diesen verd… Piraten Ausschau halten.

Lucc und Amber erklärten schnell, dass sie gerne mitkommen würden. Der Zugang zu ‚Alt Sharn‘ war auch über ‚Todes Tor‘, vielleicht würden sie ja ein paar ihrer neuen Freunde wiedersehen. Amber fing wieder an, ihren Slogan zu intonieren und Lucc schüttelte nur einmal mehr mit dem Kopf.

In ‚Todes Tor‘ angekommen, legte Delia erst einmal ein Gebinde Blumen für an dem Schrein ab, der mitten an dem Tor gebaut wurde, das nach ‚Alt Sharn‘ führte und so gleichzeitig als absperrende Barriere wirkte. Als sie niederkniete und an ihre Verlorenen dachte sah sie eine seltsame Vision der Ruinen in der schwarze „Seelen“ langsam umher trieben. Etwas zog sie in die Zone, von der Viele behaupten, dass dort noch die Seuche grassierte und viele Träger der verzerrten Zeichen noch dort hausten – mit unbekannten, beängstigenden Kräften.

Letztlich gewann die Stimme, die nicht ihre eigene zu sein schien und sie brach zu der Stelle auf, an der, wie man ihr gestern gesagt hatte, die Piraten ihr Nest gebaut hatten. Lucc und Amber brauchten dagegen keine Stimme um an der Seite ihrer Freundin zu bleiben.

Nachdem sie ein Weile gegangen waren, konnten sie einen Schiffsfriedhof ausmachen, es war nicht schwer, zu erraten, wie diese ganzen Schiffe hier geendet hatten. Lucc und Amber konnten beobachten, wie Delia sich immer wieder nervös umsah, und dann auch nach etwas zu suchen schien, plötzlich krümmte sie sich vor schmerzen schreiend. Lucc war äusserst besorgt, doch nach ein paar Sekunden, die sich wie eine Ewigkeit angefühlt hatten, entspannte sie sich wieder. Sie erklärte sich und sie gingen in eines der Schiffsfracks, wo sie sich die Stelle am Rücken an sah. Es war ein Zeichen eingebrannt. Nun schon rannte Delia zu dem Bereich, der wohl dereinst die Brücke war, sah eine metallische Kugel und zerstörte sie mit ihren Waffen. Lucc und Amber waren sehr erschreckt, als sich letztlich ein Luftelementar aus der Kugel befreite. Er griff die Gruppe jedoch nicht an und Delia schien mit ihm zu sprechen. Nach kurzer Weile flog er davon und Delia erklärte, dass die Elementare, mit denen die Flugschiffe einst betrieben wurden, nun hier gefangen waren. Zuerst zuckte Lucc nur mit den Achseln, doch sie erklärte ihm, dass die Elementare denkende, fühlende Wesen waren, die mehr oder weniger versklavt wurden und dann hier vergessen waren. Nun hatten Lucc und Amber wegen der Elemtare, die sie am Vortag getötet hatten, ein schlechtes Gewissen. Sie gingen durch alle Fracks und befreite einen Elementar nach dem anderen, es schwirrten so einige herum doch mit der Weile wurden es auch wieder weniger. Delia zeigte sich erleichtert.

Doch nachdem man schon hier war, war es nun Zeit für das eigentliche Ziel. Von den Piraten des Manifests den Aufenthaltsort Zetas und seiner Organisation in Erfahrung bringen. Offensichtlich hatten sie aus Schriffsresten und Trümmern eine richtige kleine Festung gebaut, die zwischen den ausgeschlachteten Schiffen hindurch zu sehen war.

Da Delia immer noch etwas abgelenkt von diesen neuen Erfahrungen war – seit wann konnte sie mit Elementaren reden? – übernahm erst Lucc die Führung indem er direkt zum Tor maschierte. Und nicht nur Lucc war eifrig, nun war es an Amber, die eindrücklich anfing zu weinen und die verdutzden Wachen anging, sie solle ihren Papa holen. Nach etwas hin und her, fragten sie nach dem Namen und holten prompt einen Kollegen, doch Amber sagte das war er nicht.

Die mittlerweile drei Piraten, und sogar Lucc, waren von Ambers scheinbaren Gefühlsausbruch so verunsichert, dass man nach „der Chefin“ rief.

Als eine Frau kam, auf die die Beschreibung offensichtlich zu traf, schaute die sich die ganze Situation nur wenige Sekunden an und schrie die Wachen an: „Erkennt ihr keine Ablenkung wenn sie euch ins Gesicht starrt, schnell sichert alle Stellen an denen Leute eindringen können. Und ihr drei kommt mit.“ wandte sie sich an die Gruppe.

Der oberste Pirat

Die taten achselzuckend wie geheissen, an einem grossen Gebäude vorbei vor dem viele kristallene Luftschlitten geparkt waren, und folgten sie ihr zu einem kleineren Gebäude, dass sich als ein Büro erwies. Sie schickte die weitere Wache, die sie begleitet hatte, zur Sicherung einer weiteren Stelle weg und wandte sich an drei.

„Also, wieviele seit ihr und wo dringen die anderen ein?“
Delia bemerkte, das auf dem Tisch hinter ihr die Aufträge zu ihrer, Luccs und Ambers Beseitigung inklusive gut gezeichneter Portrais zu sehen waren und wandte sich an die oberste Piratin

„Und, wie viel sind wir Wert?“

Die angesprochene war völlig irritiert, folgte aber dann Delias Blick zu den Unterlagen. Langsam machte sich die Erkenntnis auf ihrem Gesicht breit und sie holte Luft, um nach Verstärkung zu rufen, doch brachte sie kein Wort heraus. Delia hielt ihr den Mund mit einer magischen Hand zu.

Sie zog ihr Rapier und ein Kampf entbrannte. Lucc genoss die Prügelei, Delia jedoch war verwirrt, denn wann immer sie Zaubern wollte, passierte alles etwas anders als erwartet. Amber jedoch entschied den Kampf mit guten, alten und berechenbaren magischen Geschossen.

Als die Taschenkönigin schliesslich bewusstlos am Boden lag, las Delia in aller Ruhe die Steckbriefe, 5000 Goldstücke pro Person, bezahlt mit einem Passwort gesicherten, aber ansonsten gesicherten Einlage bei einer Bank. Es stand allerdings nicht da, wie die Organisation zu kontaktieren war. Letztlich blieb ihnen nichts anderes übrig, als sie zu wecken und direkt zu verhören.

Von Amber eingeschüchtert verhandelte sie eine Lösung für alle Beteiligten. Sie würde Zeta magisch kontaktieren, sie angeblich übergeben, dabei aber ihre Fesseln nicht sichern und hoffentlich dennoch die Belohnung kassieren, während sie direkt zu Zeta gebracht würden. Offensichtlich war es ihr jedoch das wichtigste, vor ihren Leuten nicht dumm da zu stehen, und ihr Gesicht zu wahren.

Für ihr Leben schuldeten die Piraten der Gruppe nun einen Gefallen.

Und so brachte man sie zur anderen Seite des Schiffsfriedhofs, wo sie eine Luftkutsche abholen würde.

Streik (Gearpunks)

Anhang 354 – Aufzeichnungen einer Reise (Shield of Light)

Anhang 354 – Aufzeichnungen einer Reise (Shield of Light)

Tag 8

Der achte Tag. Ich sitze hier mit Arabella und beobachte das alte Wein-Anwesen der Wizards of Wine. Noch ist es nicht lange her, dass wir früh am Morgen auf dem letzten Stück des Weges von einigen der erwachten Reben angegriffen wurden. Noch immer bin ich über und über mit ihren Säften bedeckt. Und auch der übernatürliche Hunger, der mich am Anfang des Tages beschlich, ist nicht mehr von mir abgefallen. Doch was wir seitdem erlebten und erfuhren, vertieft nur das Bild, welches ich von diesem Land habe. Es ist kalt, unfreundlich und dient nur zum sadistischen Vergnügen einiger weniger. Wer immer hier tatsächlich herrscht, ist nicht besser als die gehasste Lil’xsa’us selbst. Und doch:

Deine überraschenden letzten Worte an mich gestern in der Nacht erwärmen nicht nur mein Herz, nein, sie verleihen mir eine ungeahnte innere Stärke. Ich werde diesen Kampf führen, stellvertretend für den, den ich bald mit dir in der Heimat führen werde, wo jeder von deiner Wiederauferstehung erfahren soll.

Doch zwangsgebunden fängt es hier an, denn der Mann, der so eilig auf uns zu rannte, um uns um Hilfe für seine Familie zu bitten, stellte sich als… Hexe heraus. Nur eine Illusion. Eine mir sehr bekannte, denn die Stimme, die sie begleitete, ist den Maelthra und mir bereits vor zwei Tagen in Verbindung mit einer vorgetäuschten großen Bestie auf der Jagd begegnet. Den wahren Besitzer des Weingutes fand ich beim Vorauseilen durch Ranken an ein Kreuz gebunden. Kaum noch am Leben doch dank einem Wort der Hoffnung erweckten sich seine Lebensgeister von Neuem. Durch das von dir erlernte Jagdgeflüsters, geliebte Jabbress, eingewoben in der leisen Melodie meines Gesanges, ließen die Reben ihn frei und gar unsanft fallen. Mitten in meinen Armen hinein. Es stellte sich heraus, dass der Mann tatsächlich eine Familie hatte und diese wahrscheinlich entkommen konnte. Verständlicherweise wollte er erstmal zu ihnen. Wollte zum Wald. Ich stützte ihn. Sprach ihm noch ein wenig mehr Hoffnung zu, um ihn seine Wunden zu versorgen und stellte zu meiner Überraschung fest, dass diese sich schneller schlossen, als sie es eigentlich hätten tun sollen nach dem was ich durch meine Kräfte gewohnt bin.

Ich sprach ihn darauf an, kassierte aber nur eine subtile Bedrohung. Ich denke er hat etwas zu verbergen, doch bin ich mir nicht sicher, ob das was er verbirgt zu unserem Schaden oder zu dem Schaden dessen ist, was dieses Land bedroht.

Nichtsdestotrotz werde ich ihn ausgiebig beobachten. Die Situation erinnerte mich auch daran die alte versteckte Unterarmbrust meines Vaters wieder neu zu laden. Das Misstrauen vertiefte sich, als wir zum Waldrand kamen und ich überraschenderweise zwei leichte und zwei schwere Fußabdrücke viel zu tief für zwei Kinder und einer Frau dort auf dem Boden entdeckte. Ich konfrontierte ihn damit und es stellt sich heraus, dass seine Nachkommen bereits etwas älter waren und auch er auch seinen Schwiegersohn dazu gezählt hatte. Wir fanden sie und die Lage entspannte sich. Fast töricht in meinem überspitzten Misstrauen kam ich mir vor. Und doch – etwas war hier ganz und gar nicht richtig. Es erinnert mich an etwas, etwas in Verbindung mit dir, Jabbress, doch muss ich dieses Gefühl erstmal beiseitelegen. Zu wichtig war, was folgte.

Nachdem wir uns alle zusammengesetzt hatten, wollten wir die Vorgänge hier im Tal besprechen. Die Erwähnung unseres Auftrages nach der Weinlieferung zu schauen, wurde durch ein kurzes Schnauben des jungen Alten quittiert. Er wusste sein Wein war Kestal, war Hoffnung für das Land, was meine Vermutungen darüber nur bestätigte. Doch störte ihn, dass sich wieder einmal nur alles um ihn drehte. Theo indes beschwor für die Familie einen sicheren Raum mit seiner Kuppel und stieß dann zu uns. Es fiel der Familie sofort auf, dass wir nicht aus diesen Landen stammten, und zu meiner Überraschung verwunderte dieser Fakt sie nicht einmal. Umso mehr erfuhren wir allerdings über die Situation in der die meisten von uns so überraschend geworfen wurden, als wir uns plötzlich hinter diesem Schleier befanden.

Wir erfuhren, dass die Bevölkerung Fürst Stradh niemals beim Namen nennen würde, denn angeblich bliebe dann kein Wort ungehört – Ist er ist vielleicht der unsere abendliche Unterhaltung stets belauscht? Wenn ja, muss ich schnellstens einen Weg finden, es zu unterbinden. Weiterhin erfuhren wir, dass er selbst zum Herrscher ernannt wurde. Dass die Druiden, die früher drei Naturgöttinnen, namens die Sucherin, die Weberin und die Jägerin folgten und im Kampf mit dem Fürsten lagen, jetzt für genau diesen, ihrer Vergangenheit beraubt, arbeiteten. Sie führten Krieg mit dem Weingut, dass sich wie schon gestern bei der Ankunft feststellbar, als ein kleiner Hort des Lebens in den sonst so kärglichen Landen entpuppte. Wir hörten so auch, dass die Hexe und die Druiden das Weingut schon seit einem Mondzyklus belagerten, aber erst vor 3 Tagen einen großen Angriff starteten. Kleinere Angriffe waren alle 1 – 2 Jahre zur Normalität geworden, doch dieser Angriff war anders. Und das Ziel waren die letzten bekannten Artefakte der Naturgötter. Im Tal vergrabene Steine, die das Land wieder fruchtbarer machten. Ein letzter Keim des Widerstandes und ein Symbol für alle Hoffnungslosen. Und einer dieser Steine verweilte noch hier, versteckt im Tal, frisch, aufgrund der Belagerung, aus dem Boden geholt, während ein anderer bereits vor langer Zeit gestohlen worden war. Er erzählte uns von vielen Quellen dieser Kraft zur Zeit der Göttinnen, doch davon waren nur diese beiden und 3 heilige Stätten übrig, in denen immer noch Kraft innewohne könnte, doch ihr Aufenthalt ist unbekannt.

Vielleicht können wir mehr über sie im Bernsteintempel erfahren. Theos alter Heimat. Und da ich von dem Los seines Meisters weiß und dieses in seiner Abwendung mir wegen und wie das Wohl aller der Gruppe am Herzen liegt und ich das Gefühl habe einigen der Gefährten sehen es genauso, wird er wohl eher früher als später ein Ziel unserer Reise werden.

Doch vorerst ist klar, wir müssen alles in unserer Macht stehende tun den Letzten der verbliebenen Steine vor dem Zugriff der Druiden und ihrer Meister zu beschützen. Ein Meister, der so wie man uns erklärte, das Land nicht verstand und es immer nur zugrunde richten würde. Auch wenn er selbst das Land sein solle – Ein Gedanke, der vieles erklären würde. Doch wie?

Nach der Erfahrung mit den Illusionen der Hexe ist uns allen klar, dass wir uns vor dieser Art der Magie schützen müssen, was zu einer regen Diskussion führte, einer sehr langen Ausführung von Theo über böse Zauber und Gegenzauber und schließlich zu einem regen Austausch unserer Kräfte. Schnell war klar, dass Arabella ihre Macht aus Angst jemanden erneut zu verletzen, zurückhält. Wir alle redeten ihr mal mehr, mal weniger einfühlsam zu. Versprachen ihr, dass wir sie in vollem Maße unterstützen würden, wenn sie die Kontrolle über ihre eigenen Kräfte verlieren würde. Sagten ihr, dass sie die Kräfte ja für ein höheres Wohl einsetzt. Ich versprach ihr sogar – und meine es aus vollem Herzen – dass ich jede Narbe, die ich in Bezug auf derlei aufopferungsvollem Verhalten davontrage mit Stolz zur Schau stellen würde. Doch schließlich brachen wir diese Diskussion ohne fruchtbares Ergebnis ab. Die Zeit rannte davon.

Als kurze Einweisung malte uns der junge alte Rivvil eine Karte seines eigenen Anwesens und verriet uns, wo er den Stein versteckt hielt. Hara machte uns den Vorschlag zu zweit in das Haus hineinzuschleichen, um ihn möglichst unbemerkt aus dem Schubfach des Schreibtisches im ersten Geschoss zu holen. Sie wählte Theo dafür aus, der anscheinend aus welchen Hintergründen auch immer, sich eine Expertise in Heimlichkeit zu eigen machte, indem er sich früher in seinem Tempel stets vor seinem Meister zu verstecken versuchte.

Mit diesem unreifen aber schnell gefassten Plan gingen wir los und ließen die Familie hier in der Sicherheit von Theos Kuppel zurück. Im Herzen mit der Hoffnung schnell genug zu sein und noch einen positiven Einfluss in diesem Überfall geltend zu machen. Arabella und ich blieben wie abgesprochen in Sichtweise des Hauses zurück als Theo und Hara direkt vor unseren Augen verschwanden – vermutlich einer dieser magischen Wirkungen Theos Praxis von denen er sprach.

Und so warten wir, mit einem Blick auf Bekea und lauschend nach dem Signal meiner Pfeife, die Hara bei sich trägt. Doch bisher tut sich nichts, dabei ist schon eine sehr lange Zeit vergangen. Und während meine Gedanken immer wieder zu dir abschweifen und ich die letzten Einträge in der Fall and Rise verfasse, fange ich mir an Sorgen zu machen.

Flohlu ku’nal usstan – udosstan – ehmtu linath.

Übersetzungen:

Lil’xsa’us – die Verbannte (Lolth)
Jabbress – Mistress (Geliebte/ Lehrerin)
Maelthra – Drache
Kestal – Hoffnung
rivvil – Mensch
„Flohlu ku’nal usstan – udosstan – ehmtu linath“ – „Ich folge treu meinem – unserem – eigenen Lied“

Den Sternen nach (The Resurrected)

Den Sternen nach (The Resurrected)

Sterne

Lieber Xor,

jetzt habe ich doch tatsächlich schon lange nicht mehr geschrieben und auch dein Brief ist eine Weile her. Ich hoffe dir und den Anderen geht es gut. Ich vermisse euch alle sehr und sehne mich nach dem Tag wieder bei euch zu sein. Mit dir am Lagerfeuer zu sitzen, den Geschichten eures Barden zu lauschen und mit dir über die Tiere und Pflanzen des Hochwaldes zu reden.

Ich bin schon eine Weile unterwegs. Bin den Sternen gefolgt und lasse mich weiter von ihnen führen. Bis jetzt haben sie mich auch nicht enttäuscht. Immer weiter Richtung Norden hat es mich gezogen.

Eigentlich kam ich gut voran doch musste ich meinen Pfad verlassen, da ich ein paar Patrouillen von Drow ausweichen musste. Mein Glück, wie sich später herausstellte. Ich versteckte mich am Schwarzzahnfelsen und entdeckte einen Schlitz in dem ich mich verstecken konnte. Dann folgte ich dem Weg ein Stück und stellte schnell fest, dass sich der Zugang hinter mir durch ein Pilzgewächs verschloss. Ich kam nicht sofort drauf wo ich war. Doch als ich weiterging und ich das ganze Ausmaß des Gewächses sah, wusste ich wo ich war.
Beim Araumycos. Dem mächtigsten Wesen Faeruns. Die Lebensader vom Hochwald. Dir würde es hier gefallen. Diese ganzen exotischen Pflanzen und Gerüche. Ich habe ein paar Proben eingepackt, aber ich weiß nicht wie lange die sich halten.

Mein Weg führte mich weiter, immer tiefer hinein. Ich versuchte mich so vorsichtig wie möglich durch das Dickicht zu schneiden, um ihm keinen großen Schaden zuzufügen. Bis ich plötzlich vor Fremden stand. Eine Frau mit Hörnern und drei Anderen. Eine Halbelfe, und zwei Menschen.

Ich wollte schon meine Waffe ziehen, als sie mich freundlich ansprach. Die Anderen die bei ihr waren schienen in einer Art Starre oder Paralyse zu sein. Vielleicht auch beides. Während ich nun den violetten Fungus suchte um ihn zu bearbeiten, legte die Frau, Aza… (? mehr habe ich nicht verstanden), die anderen vorsichtig auf den Boden. Gemeinsam flößten wir ihnen die Mixtur ein und glücklicherweise stellte sich bald eine Besserung ein. Zeit zum Vorstellen hatten wir nicht richtig, denn irgendwas war in den Gängen los. Aza erzählte sie würde verfolgt werden und so hieß es, erstmal weiter.

Während die Anderen vorgingen blieb ich und deckte den Rückweg für den Notfall. Sie versuchten mit allen Mitteln weiterzukommen, doch Araumycos wollte uns einfach nicht weiterlassen. Und als es wieder in einem der Gänge brüllte öffnete sich uns ein kleiner Pfad. Ich schritt voran, den anderen war es wohl merkwürdig so einem Pilz zu vertrauen, aber sie kamen mir nach. Und wir liefen immer weiter bis wir vor einem Abgrund standen. Nicht sicher ob und wohin es weitergeht überlegten wir, bis er uns wieder half. Er ließ den Boden erzittern. Die Menschen konnten sich nicht halten und rutschten in die Tiefe (Bran, so heißt der Mann, jedenfalls rief die Halbelfe so nach ihm).

Unsicher was ich machen sollte verließ ich mich auf die Natur und sprang auf die Rutsche. Ich sah einen rothaarigen Riesenaffen. Er versuchte nach mir zu greifen, doch packte er ins Leere. An ihm hielt sich der Mensch fest. Keine Ahnung warum oder weshalb. Aber merkwürdiges gibt es hier mehr als sonst wo.

Unten angekommen ging ich an die Seite, obwohl ich mir nicht sicher war, dass die Anderen folgen würden. Doch taten sie es. Einer nach dem Anderen. Dann gingen wir weiter und nun sitzen wir hier an einem kleinen See und erholen uns und lernen uns erstmal ein wenig kennen.

Ich schreibe bald weiter. Richte den Anderen meine Grüße aus

Eure
Elemmiire

Streik (Gearpunks)

Als Lucc und Amber am nächsten Tag aufstanden, waren Delia und Olana nicht mehr in ihrer Wohnung. Da die Polizisten ihnen gesagt hatten, dass sie in die Wache kommen sollten, da Constable Descartes beim Staatsanwalt eine kleine Belohnung für sie heraus geschlagen hatte und sie ihre vollständigen Aussagen abliefern konnten. Vor Ort erklärte er ihnen jedoch, dass die Belohnung an eine kleine Bedingung geknüpft war. Sie mussten ein Totem in einer Firma unten in „Todes Tor“ abholen und an das Zentrum von Haus „Cannith“ liefern, die ihnen die Belohnung dann aushändigen, die sie aber erst zur Wache bringen mussten, denn es war nicht alles für sie. Descartes war so voller Enthusiasmus das die beiden sich davon mitreißen ließen und sofort aufbrachen. „Todes Tor“ war sogar noch tiefer als die Cocks, in denen sie vor kurzem Telerik und Ambers Schwester gefunden hatten. Die Lava kam hier in Fällen hinunter und dazwischen waren Ruinen der alten Städte der Goblins zu sehen.

In der anderen Richtung sah man vor allem zwei Dinge. Armut und Fabriken. Und als sie dem Weg folgten, der ihnen beschrieben worden war, sahen sie auch, was diese beiden Dinge in Kombination verursachten. Dutzende von Kriegsgeschmiedeten, die Streikten und unglückliche Sprüche kombinierten. „Freiheit von Throneholt ist auch Freiheit des Einkommens.“ Amber, die von Lucc getragen wurde war gleich Feuer und Flamme und dichtete ihre eigenen, eingängieren Sprüche, womit die beiden sich gleich die Sympathien der Streikenden verdienten. Als sie zum Eingang kamen begrüsste sie eine Gnomin, die sich als Tesca Teespruch vorstellte. Als sie ihr Anliegen erklärte, meinte sie jedoch mit Blick auf die Streikenden, dass das vermutlich nichts wird. Sie konnte sie aber zum Namensgebenden Besitzer der Fabrik bringen, Hallas Drummond. Der hatte sich in seinem Büro verschanzt. Ein kleiner, kugeliger Mann, der mit seiner Kupferpanzerung die um seinen Bauch eine Kugel formte einfach nur Ulkig aus sah. Auch er erklärte, dass er nichts tun konnte, so lange die Belegschaft streikte. Könnten sie den Streik auflösen, wäre alles kein Problem. Amber versuchte statt dessen ihn zu Überzeugen, den berechtigten Forderungen statt zu geben. Doch Goldkugel blieb hart. Meinte, er bezahle Esse und Hammer ja auch nicht. Und verschreckt. Eine der ungenutzten Essen gab knallende Geräusche von sich und er rannte in die Fabrikhalle, um sie mit einem Hammer zu bearbeiten. Lucc folgte ihm, und machte ihm etwas erregter klar, dass er seine Fabrik ohne die Arbeiter vergessen konnte. Schliesslich knickte er sichtlich ein und ging zurück ins Büro. Die anderen folgten und fanden ihn mit einem Abakus beschäftigt vor . Ein Brummen hier und da, dann sprang er auf, ging vor die Firma und verkündete die Annahme der Forderungen.
Nun war der Ball wieder bei Tesca. Sie lotste die beiden noch ein Stockwerk höher, wo wohl eine besondere Esse war. Sie war direkt mit Fernia verbunden und musste erneut in Betrieb genommen werden. Das allerdings bedeutete auch, dass sie für eine kurze Weile direkt mit der Ebene des Feuers verbunden war, bevor die Schutzmechanismen eingerichtet waren, weshalb sie ihre Hilfe brauchte.
Die Beiden erklärten sich bereit und sie fing an, die Runen vom Klemmbrett um die Esse nach zu zeichnen und schnell entfachte des Feuer und noch schneller ploppte ein spielballgrosser Tropfen Lava hinaus, der sich als lebendig und wütend offenbarte. Lucc und Amber konnten ihn schnell beseitigen, doch schon kamen zwei mehr. Tesca sagte; „Nur noch eine Rune, da, bin fertig“ und schlug einem der Tropfen ihr Klemmbrett über den mutmasslichen Kopf, da trat plötzlich ein ganzer Lavaelementar aus der Esse. Tesca viel aus allen Wolken und korrigierte ihren Fehler bei einer der Runen während sie einen vollen Angriff des Besuchers einsteckte.

Es entbrannte ein harter Kampf, Tesca flüchtete mit Amber in den nächsten Raum, wo Tesca Amber bat, auf eine bestimmte Stelle in der Decke zu schiessen. Das löste offensichtlich einen Regenschauer im Raum aus, während Lucc das Wesen mit seinen magischen Schlagringen bearbeitete und Amber immer wieder magische Projektile hinein schoss. Nach vielen Brandwunden und zersausten Gesichtern hatten sie es letztlich geschafft. Tesca entschuldigte sich noch einmal und suchte ihnen ein paar Heiltränke heraus. Und sagte ihnen auch, dass sie nun einige Stunden damit verbringen müsste das Totem zu kreieren. Die beiden waren mehr als froh, sich etwas erholen zu können, und schliesslich war das Totem auch fertig. Tesca legte ihnen ans Herz das Totem pfleglich zu behandeln; ein grosser Stoss und es würde seinerseits eine Verbindung mit Hernia öffnen und Magma austreten lassen.


Doch auf dem Rückweg blieb alles unbehelligt. Als die beiden Lieferungen schliesslich erfolgt waren, nahm Deskartes das Paket an, zählte drei kleine Schachteln aus und übergab sie Lucc. Dann nahm er sich selbst eine und erklärte, was das war, während ein breites Grinsen sein Gesicht verzerrte: „Man steckt sich die in ein Ohr, so… und dann kann man mit allen Trägern, also z.B. ihr mit uns oder untereinander reden, solange ihr in der Manifest Zone seit.“

Lucc erinnerte sich an das „Telefon“ und tatsächlich meinte auch der Constable, dass da eine Verwandschaft bestand.
Amber und Lucc verstanden nun die Begeisterung Deskartes, aber sie waren fertig mit der Welt und dem Tag, und sie kehrten nach Hause zurück… nicht einmal mehr auf das schwarze Fass hatten sie Lust.

Die Gedanken einer Elfe (Shield of Light)

Die Gedanken einer Elfe (Shield of Light)

Tiny Hut

Während die Nacht ruhig verläuft und die Meisten der Gruppe Schlafen oder sich Ausruhen sitzt Arabella während ihrer Wache, mehr oder weniger aufmerksam, da und gibt sich ihren Gedanken hin.

„Jetzt ist doch das Geschehen wovor ich mich die ganze Zeit gefürchtet habe. Ich habe einen meiner Mitreisenden stark verletzt. Und das nur, weil meine Magie mal wieder nicht so wollte wie ich. Ich fühle mich so schuldig, miserabel und schlecht. Er geht mit seitdem aus dem Weg und ich habe Angst ihn als Freund verloren zu haben. Dabei habe ich mich so gut konzentriert. Genau auf die Stelle gezielt von der ich mir sicher war, keinen der Gruppe zu treffen. Ich muss mit Theo reden… vielleicht verzeiht er mir…“

Schneller als Gefühlt ist der Tag wieder da und im Lager regen sich nach und nach die Mitglieder und bereiten sich für den Tag vor. Auch wenn es für Barovia schon fast ein „schöner“ morgen ist heißt es Abschied nehmen, was den ein oder anderen doch ein wenig melancholisch werden lässt.

Maduin hat sich nun endgültig dafür entschieden, seinen Weg alleine weiterzuführen. Seine Verabschiedung ist freundlich und höflich, doch auch ziemlich schnell und er düst in seinem Zaubergefährt davon.

Während der Rest der Gruppe in der üblichen Reihenfolge (vorne Tebaun, Theo, Schlitzzahn, gefolgt von Hara, Wellende Schuppe, Schnellfuss und den Abschluss machen Arabella und Yggdra) den weiteren Weg zu Fuß weiter führt passiert nicht wirklich viel. Es werden ein paar Spuren gefunden, denen man aber nicht folgen will, da der Weg bis zum Weingut noch ein wenig hin ist und man keine weitere Zeit verlieren wollte.

Schlitzzahn schaut immer wieder auf die Karte die er bei sich trägt und macht gegen Mittag die Vorschläge entweder gleich zu rasten, in ein paar Stunden erst oder die Nacht weiter bis zur Kreuzung zu gehen. Ohne große Diskussion wird weitergelaufen und ein Jeder kann sich einem guten Gespräch hingeben oder seinen Eindrücken nachhängen.

„Wenn wir Rasten muss ich versuchen mit Theo zu reden. Ich glaube er geht mir aus dem Weg. Er läuft und redet intensiv mit Tebaun und meidet meine Nähe. Yggdra hat meine Abwesenheit mitbekommen und wir haben geredet. Wenn ich ihn nicht hätte, dann wüsste ich nicht, was ich machen würde. Er versteht meine Sorgen und Zweifel und will mir helfen mit meiner Magie besser klar zu kommen. Aber ob das wirklich eine gute Idee ist, weiß ich noch nicht. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen meine Zauber zu reduzieren. Solange ich mich nicht zu sehr auf sie konzentrieren muss passiert meist nicht. Also werde ich es erstmal dabei belassen.“

Die Gruppe kommt gut voran bis angehalten wird, weil die Frage aufkommt, wer Freund oder Feind ist. Einige sind sich unsicher, ob die Untoten unter ihnen wirklich Freunde sind oder Spione von Strahd sein könnten. Theo ist der Meinung, dass sie „Puppen“ sein könnten, doch beide Anwesenden fühlen sich nicht so, als würden sie gegen ihren Willen handeln. Und so kommt Theo auf eine Waghalsige Idee. Er geht direkt auf Tebaun zu und „befiehlt“ ihm ihn anzugreifen. Und obwohl Elfen gegen solche Zauber weniger angreifbar sind, will Tebaun demonstrieren, was Theo bezwecken möchte und fährt mit seinem Rapier dicht an seinem Kopf vorbei.

Erstaunt und mit Unsicherheit geht es weiter, doch sind sie sich einig, dass sie erstmal unter Freunde laufen, bis sie etwas anderes zeigen und man dann erst handeln wolle.

Die Stimmung scheint ein wenig gedrückt zu sein während sie weiterlaufen. Sobald es dunkel wird werden ein paar Fackeln angezündet, damit diejenigen, die nicht so gut im Dunkel sehen können, den Weg nicht verlieren.

An einer geeigneten Stelle schlagen sie ihr Lager auf. Geübt und mit Routine dauert es nicht lange und die Zelte und die Runen stehen.

Nach getaner Arbeit ziehen sich Theo und Tebaun, so wie jeden Abend, zurück. Diesmal jedoch nicht um Jagen zu gehen, sondern um sich gleich dem Klingentanz hinzugeben. Theo ist nicht ganz bei der Sache und nach seiner Lektion öffnet er sich Tebaun und er erzählt, was ihn bedrückt.

Als die Beiden zum Lager zurück kehren will Theo seinen Mut zusammennehmen und Arabella ansprechen, doch diese ist mit Yggdra schon im Zelt verschwunden.
Leicht enttäuscht setzt sich Theo neben Tebaun, der anfängt auf seiner Zither zu spielen. Dies wiederum lockt Arabella aus dem Zelt und auch Yggdra setzt sich dazu und alle lauschen der Musik.

Es dauert eine Weile, bis Arabella offenbar genug Courage gesammelt hat und sich neben Theo setzt.
Wieder herrscht Schweigen, bis die Elfe es schafft und die Beiden reden miteinander. Es geht hin und her mit Entschuldigungen, bis sie sich in den Arm nehmen was Yggdra gar nicht gefällt und er ins Zelt flüchtet.

Theo, der sich Unwohl fühlt und sich fast sofort wieder von Arabella löst, versucht aus der Situation zu entkommen bis er merkt, dass Arabella Yggdra schon ins Zelt gefolgt ist.
Während die Nacht ruhig verläuft und die Meisten der Gruppe Schlafen oder sich Ausruhen sitzt Arabella während ihrer Wache, mehr oder weniger aufmerksam, da und gibt sich ihren Gedanken hin.

„Das Gespräch mit Theo war wirklich gut und notwendig. Er dachte doch tatsächlich er hätte etwas falsch gemacht und ich hätte ihn mit Absicht den Feuerball entgegengefeuert. Glücklicherweise konnte ich das schnell klären und hab ihm versichert, dass ich mein Zaubern lassen würde, was er gar nicht verstanden hat. Er hat meine Hände genommen und sie einfach festgehalten. Total überrascht hat er mich damit aber schön fand ich es trotzdem. Also habe ich ihn nach unserem Gespräch einfach umarmt. Und, genauso wie beim letzten Mal, als ich so dicht neben ihm saß, hatte ich das Gefühl, dass ich Unwohlsein in ihm auslöse. Schnell hat er sich aus der Umarmung gewunden und ich bin zu Yggdra ins Zelt gegangen, nachdem er so überstürzt abgehauen ist. Wir haben uns ausgesprochen und sind uns endlich wieder richtig nahegekommen.“

Schneller als Gewollt ist der Tag wieder da und im Lager regen sich nach und nach die Mitglieder und bereiten sich für den Tag vor.
Dann macht sich die Gruppe wieder auf den Weg Richtung Weingut. Es dauert nicht lange und das Wetter ändert sich. Leichter Nieselregen setzt ein doch die Umgebung wird dafür freundlicher. Die Straße wird gesäumt von Pflanzen und Reben, an denen Trauben hängen. Tebaun pickt sich hier die ein oder andere von einem Strauch ab bis er von einer Ranke festgehalten wird.

Doch die Gruppe ist eingespielt und dem Rankenmonster wird schnell der Gar ausgemacht. Genauso wie den folgenden Angreifern.
Plötzlich kommt ein älterer Mann hilfeschreiend auf sie zu und bittet sie der Familie auf dem Gut zu helfen. Ohne zu zögern machen sich die Gruppenmitglieder schnellen Fußes auf den Weg…

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