Wir sind der Champion (Gearpunks)

Nach der langen Aufnahme der Aussagen wandte sich Descartes an die Drei: „Tassen hin oder her, ihr solltet es mal etwas langsamer angehen lassen, ihr seid ja ständig hier.“ Dennoch waren sie begeistert über ihre individuellen Trinkutensilien. Lucc freute sich besonders über die überraschende Grösse seines Bechers, der stets genügend Platz für einen Schuss aus seinem Flachmann übrig liess.

Nachdem sie zuhause angekommen waren, kostete er seinen Brandt jedoch unverdünnt nach dem ganze Stress. Sie sassen in Delias Wohnung, doch sie selbst hatte sich in Bad zurück gezogen. Kurze Zeit später kam ihre Mitbewohnerin und gesellte sich zu Lucc und Amber, die die Nase über den Pinselreiniger rümpfte, den Lucc da trank.

„Euro Bestellung ist fertig, morgen früh könnt ihr die Kleidung für Amber abholen. Lucc und Amber erzählten ihr begeistert, wie sie sich für die Streikenden in Todes Tor eingesetzt hatten und Amber insistierte, eine Arbeiterbewegung für Kriegsgechmiedete führen zu wollen. Als auch die Schneiderin sich zurück zog, bemerkte Amber, dass Lucc eingeschlafen war. Er hatte wohl den Pinselrei… Pinsel? Ein Grinsen zog über ihr Gesicht und sie besorgte sich ein paar Utensilien.

Lucc bekam nichts mit. Lange nicht, denn er schlief am längsten von allen, noch immer auf Delias Couch. Als er schliesslich sein kunsthaft geschminktes Gesicht bemerkte, dass er jedoch dank Augenreiben schon ziemlich ruiniert hatte, nahm er Amber ins Gebet. Die meinte, sie wollte ihm für den Schneidereibesuch nur schön machen. Dort war das Staunen gross, als Amber ihre drei neuen Kleider anprobieren konnte. Besonders ein Kleid mit angedeuteten Zahnrädern hatte es ihr angetan. Dazu gehörte noch ein Zylinder aus dem dominanten Material, an dem eine Fliegerbrille wie bei ihrem Teddy angebracht war.

Nach dem Mittagessen brach man zum Schwarzen Fass auf. Dort war es Erwartungsgemäss erst noch ruhig, und Fausti breitete sie auf den kommenden Schaukampf vor. Ganz so „Schau“ allerdings nicht. Für die Kayfabe war es gar nicht so wichtig, wer den Kampf gewann und Wetten bringen immer Geld, so dass dies ein ehrlicher Kampf sein würde. Nur mit gespielten Konsequenzen. Während Lucc gleich in die Umkleide ging, besuchte Amber die Bar und brachte erneutet einen Kellner dazu, mit den Utensillien für Cocktails kreativ zu werden, um ihr etwas schmackhaftes aber alkoholfreies zu kredenzen.

Am besten traf es Deliah, die sich unter den frühen Gästen des Lokals um sah, und ein sehr herausforderndes Lächeln in der Menge fand. Von einer Menschlichen Frau mit Blonden Haaren und bestimmten Gang, die Deliah mit den Worten „Also habe ich mich nicht getäuscht.“ begrüsste, als sie zu kam. Die beiden flirteten eine ganze Weile, redeten über alte Wunden und Neubeginn, bis schliesslich die Zeit für den grossen Kampf des Abends gekommen war. Doria, wie sie hies, erwies sich al grosser Fan von Sulla MaCasa, aber das machte sie in Delias Augen nur noch reizvoller.

Doria Kenegut

Amber stellte sich auf einer Tribübe auf, während Faustis Ansage über allen Dröhnte und er die beiden Kämpfer – und den angeblichen Grund ihres Zwists – vorstellte. Schon schlug die Glocke und man merkte beiden deutlich an, dass sie seit ihrem letzten Kampf viel trainiert hatten.

Doch das erwies sich als etwas Nachteilhaft für das Publikum, war doch der Kampf schon nach nicht einmal einer halben Minute entschieden, als DeCasa zu Boden ging.

Man merkte ihnen die Enttäuschung an, und zu Dorias überraschung sprang Delia auf und forderte Lucc heraus. Fausti, der das Publikum zufrieden stellen wollte präsentierte erneut den Kampf, nachdem etwas Zeit zum Aufpäppeln Luccs einberaumt war standen sich Lucc und Delia wieder im Ring gegenüber. Delia gerüstet, Lucc mit ihren Schlagringen und Amber, die ihn von der Tribüne her anfeuerte.

Es war ein guter Kampf, der auch länger dauerte, doch auch hier bewies Lucc trotz all der unerwarteten Elementarmagie von Delia sein Geschick.

Einer jedoch war darüber unglücklich. Wie abgesprochen kam Sulla in die Arena, aber musste einen Grund improvisieren, weshalb er so sauer war und war nicht ganz auf der Höhe. Dennoch war er sein Handtuch, erklärte, wie wütend und ettäuscht er war, und das er im Championship statt für das Schwarze Fass für die Goldene Leber antreten würde. Und, ebenfalls ganz wie geplant, rief Björn Faustrecht Lucc de Carpon zum neuen Champion für das Schwarze Fass aus.

In der Umkleide lästerte Delia gerade etwas über Sullas schauspielerische Leistung, da kam auch schon Doria zu ihr. Stolz auf Delias Mut, aber zu Sulla gestikulierend, dass er immer noch ihr Champion war. Delia gab sie ganz andere Signale, Signale bei denen Delia ganz warm wurde.

Gerade kamen auch Lucc, Amber und Fausti in den Personalbereich, wo die verletzten aufgeheilt worden waren, und Delia wandt sich etwas bei dem Versuch, ihr zu erklären, warum sie die Nacht bei Doria zu bringen wollte. Fausti warf Lucc und Sulla je einen Goldbeutel zu. Als Fausti sah, dass Lucc etwas neidisch auf Sullas grösseren Beutel schaute, erklärte er, dass Sulla ja eine Abschlussprämie erhalten hatte, nachdem er näher bei seiner neuen Wohnung arbeiten wollte und das Schwarze Fass verlief.
Doch Lucc war schnell zufrieden, als er 200 Goldstücke abgezählt hatte. Und so beschloss man, sich auf den Weg zu machen. Delia mit Doria zum Grünen Schwan, ein Stockwerk höher, die anderen zurück zur Wohnung. Das war zumindest der Plan.

Ein unerwarteter Rabe (Shield of Light)

Erst wollte Hara der Zweiggestalt mit der Kommode folgen, doch schon folgte ihr eine andere. Offensichtlich wurde es doch nicht so einfach sein, und sie blies die Pfeife, die Tebaun ihr für einen solchen Moment gegeben hatte. Entgegen ihrer Erwartung war der Ton nicht nur weit im leicht hörbaren Bereich, sie hatte auch noch so kräftig geblasen, dass die Pfeife sich regelrecht im Ton überschlug. Nun kam eine der Druiden durch die Aufgebrochene Tür, schickte die beiden Zweigdinger mit der Truhe voraus und suchte den Bereich ab, von wo das laute Pfeifen gekommen war.

Trotz ihrer Unsichtbarkeit versteckte sie sich hinter dem nahen Toilettenhäuschen. So konnte sie nicht sehen, wie ein weiterer Druide ins freie trat, und es wäre ganz und gar unmöglich gewesen, Theo zu sehen, der diesem heimlich folgte. Beide, Theo und Hara wussten jedoch, das nun schnell etwas geschehen musste, auf das die beiden Geschöpfe nicht mit der Kommode entkamen und griffen an. Derweil eilten Arabella, die drei Drachengeborenen und Tebaun so schnell wie möglich zum Ursprung des Pfiffs.

Arabella war nicht nur die erste, die in Reichweite kam, sie erfasste die Situation mit den beiden Trägern der Kommode sofort und platzierte eine Feuersbrunst in ihre Mitte. Das schwächte zwar die Träger, aber es zerstörte auch die Kommode, und der lebensspendende Stein purzelte heraus. Zu allem Überfluss kamen nun auch enorme Wellen von kleineren Zweigenweisen die den Enttarnten, Hara und Theo mächtig zusetzten.

Es war ein langer Kampf doch irgendwann klärten die Druiden ihre Prioritäten und einer verwandelte sich in eine Eule, schnappte sich den Stein und flog davon. Hara, die am nächsten zur Stelle war, versuchte die Eule vom Himmel zu schiessen, verfehlte, rannte hinter der Eule her und es passierte seltsames…. Während des Rennens noch verwandelte sie sich in einen Raben. Verwirrt wie sie war nutzte sie die Gelegenheit jedoch um weit in die Luft zu steigen bis sie die Eule sehen konnte und flog in ihre Richtung.

Es dauerte jetzt nicht mehr lang, bis alle Wellen Arten und wellen von Zweigenwesen besiegt waren und sie gingen ins Haus, um nach Nachzüglern zu schauen. Ausserdem waren einige sehr Neugierig, wesehalb die Familie eigentlich nicht wollte, das man in die Privatgemächer ging. Arabella versorgte die halb verdursteten Jutschenpferde. Die einzige echte Auffälligkeit war jedoch, dass eines der grossen Keltereifässer mit Zweigen gefüllt war.

Nach einer Weile kehrte der Rabe zurück und noch etwas später nahm Hara wieder ihre eigentliche Form an. Nun suchte sie erst einmal das Gespräch mit Arabella, mit der sie nun etwas unerwartetes gemeinsam hatte. Spontane Verwandlungen in ein Tier. Ob es ein Segen oder ein Fluch war?

Zeta steckt ein (Gearpunks)

Nachdem die Piratin die Drei am Übergabeort abgeliefert hatte, war diesen schnell langweilig. Lucc fischte ungeschickt mit seinen leicht gebundenen Händen ein paar Würfel aus der Tasche, und sie begannen „Lügners Wurf“ zu spielen. Die Zeit verflog, und so waren sie fast schon überrascht, als die Himmelskutsche sich plötlzich bei ihnen niedersenkte. Aus dem Gefährt stiegen ein wuchtiger, eher ungepflegter Mann und eine alte Bekannte. Kapitän Quecksilber, eine Kriegsgeschmiedete in einem klassischem, roten Mantel nicht ganz unähnlich der Unfiform der Piraten und ebenfalls mit einem Dreispitz auf dem Kopf. „Gerhard, Kontrollier die Fesseln kommandierte der Kapitän“, da hielt Lucc ihm schon seine Hände hin, doch so ungeschickt, dass sich die Fesseln gleich lösten. Er grinste, und man wäre entschuldigt zu glauben, er hat es mit Absicht gemacht. Gleich darauf folgten nämlich seine Faustschläge. So ganz war das nicht wie geplant, wollten sie sich doch zu Zeta bringen lassen. Aber nun war der Kampf im Gange. Zu Luccs Überraschung flog ein Bolzen an ihm Vorbei und Traf Quecksilber vor allem da ihm eine unbekannte Stimme auch noch Tipps zur Taktik zu rief. Da sie offensichtlich zu viert waren hatten sie schnell die Oberhand über die zwei Schergen, und der Muskelmann versuchte zu fliehen und zur Luftkutsche zu gelangen. Doch so schnell lies die sich nicht starten, und so gelang es Delia mehr versehentlich, das Gefährt in Brand zu setzen und ihn damit auch endgültig in das Land der Träume zu schicken, als dieser mit einer Brandwunde aufschreckte und sich den Kopf stiess.

Auch Kapitän Quecksilber hielt nicht mehr lange durch, und als sich alles beruhigt hatte, bemerkte Delia, dass die Luftkutsche brannte, und löschte das Feuer.

Delia erkannte die vierte Person. Es war Carric Phiarlan, der gestern bei der Aufklärung dabei war. Genervt erklärte er, dass er eigentlich besseres zu tun hatte, aber jemand in der Familie hatte jemand anderen in der Familie einen gefallen getan, und so hatte er die Piraten überwacht. Bis sich die Drei unerwartet eingemischt hatten. Sie brachten die zwei Bewusstlosen in ein übrig gebliebenes Führerhäusschen, banden sie Rücken an Rücken und weckten sie auf. Quecksilber war extrem sauer auf den Verräter, der sie zurück lassen wollte und kickte ohne etwas zu sehen immer wieder nach hinten. Der lies ein paar böswillige Bemerkungen über Kriegsgeschmiedete Fallen, was Lucc zur Weisglut brachte. Und so war er gleich wieder ausgeknockt und Lucc ging zum Durchatmen erst mal vor die Hütte. Er ratterte die ganzen Erlebnisse der letzten Woche herunter was Carric sich offenbar in der Hütte notierte. Dann machte er sich daran, Quecksilber zu verhören. Doch Drohungen schienen sie nicht weiter zu motivieren, erst die Aussicht, sich an ihrem Begleiter rächen zu können löste etwas in ihr aus. Aber diese Idee gefiel den anderen gar nicht. Letztlich einigten sie sich darauf, dass sie ihn in Ruhe lassen musste, so lange sie dabei waren, dafür würde sie sie zu Zeta kutschieren. Recht weit hoch.

Delia improvisierte Reperaturen an der Luftkutsche, um sie wieder Flugtauglich zu machen und so waren sie bald für eine Weile unterwegs, in der sich Carric geschickt alle Details zu Delias Begleitern erklären liess. Angekommen gingen sie auf der anderen Seite der Landestelle durch eine grosszügige Glastür und sahen vor sich eine Zwergin am Empfang. Ringsherum waren Türen. Lucc und Delia stürmten mit Fragen auf sie ein. Welches Büro das von Zeta wäre. Nein, sie haben keinen Termin, aber sie müssen zu ihm könnte sie jetzt bitte.

Die Gute hatte schnell genug und nachdem ihre bestimmte Aufforderung an die beiden, die Geschäftsräume zu verlassen, keine Wirkung zeigte, holte sie im hintersten Raum Hilfe. Sie kam zwar nicht mehr heraus, aber zwei Männer, die noch einmal die Forderung stellten, dass die Neuankömmlinge die Räume verlassen sollen. Carric ging derweil der Empfangsdame hinterher, fand sie in dem Büro, erklärte ihr auch er müsse sich verstecken und schaffte es gleichzeitig vielerlei information zu sammeln. Auch was für „Projekte“ hier offensichtlich geplant wurden. Draussen derweil brach ein Kampf aus.

Und während Lucc genüsslich Kopfnüsse an Bürohengste verfütterte, suchte Delia im Büro Links von ihr Deckung. Erst hatte sie es gar nicht bemerkt, aber der verschreckte Besitzer des Büros war auch Herr über das Telefon. Und nachdem er sich gefasst hatte, versuchte kein anderer als Ula Jughe , Hilfe damit herbei zu holen. Was er nicht bedacht hatte, war, dass der Stimmverzerrer noch aktiviert war und somit verriet er sich.

Er war Zeta. Er versuchte Delia ein letztes Mal zu überreden für ihn zu arbeiten, wohl gewahr, dass die Voraussetzungen sehr schlecht waren.

Delia lehnte wenig dankend ab.

Er war allerdings auch ein bäriger Mann der, wenn in die Ecke gedrängt zu einem ausgewachsenen Bären wurde. Delia konnte sich zwar halten aber war doch froh, als Lucc zu ihnen stiess, weil ihm die Kunden für Kopfnüsse aus gegangen waren – auch wenn aus allen Türen welche gekommen waren.
Jughe war derweil auf seinen Schreibtisch gesprungen um die erhöhte Position zu seinem Vorteil zu nutzen doch Lucc bearbeitete seine Knie. Der Bär brach zusammen und landete direkt auf Lucc.

Allerdings war es dann auch schnell vorbei.

Delia nutzte das Telefon um die Sharn Wache zu rufen, derweil stiess Carric wieder zufrieden drein schauend zu ihnen. Er riss eine Seite aus seinem Notizbuch und reichte sie Lucc. Denn er hatte viel interessantere Informationen gefunden als Delias mutmasslich schädlichen Umgang. Versteckte Informationen zu Wertsachen und Informationen, Streitigkeiten und Intrigen, in den Unterlagen hier war alles zu finden.

Er verbaschiedete sich mit neu gefundener Herzlichkeit von den Dreien und als Lucc die heraus gerissene Seite betrachtete, kam er sich sehr unrecht bewertet vor. Gut dass dies nicht an jemanden, wen auch immer, weiter geleitet wurde.

Letztlich ging es einmal mehr zur Erfassung der Aussagen zur Wache, und man scherzte schon mit ihnen wie unter alten Kollegen.

Die Piraten des Manifest (Gearpunks)

Delia hatte gerade ihre Meditation beendet und einen genüsslichen Blick auf ihr Werk vom Vortag geworfen, da klopfte es an der Tür. Olana deutete hin und nach einem Nicken von Delia öffnete sie einem Kurier die Tür. Gleich dahinter kam ein zweiter schnaufend an. Der erste gab ihnen ein Telegramm von Haus Phiarlan weitere Informationen gewonnen hatte und dass die beiden sich doch bitte so schnell wie möglich im Turm melden sollten. Der zweite Übergab ihnen ein Schreiben von Thorondor Mondsilber. Es war die Einladung für die Eröffnung des Konservatoriums von Haus Cannith in `Der erste Turm’ mit einem Scheck den sie als Spende für die Flüchtlinge aus Cyre im Namen des Hauses überreichen sollte. Es war schon in zwei Tagen.

Im Büro der Agentur trafen sie auf viele gelangweilte Gesichter, aber Delias Unglück war nun zur Gefahr für die Ehre des Hauses geworden. Eine neue Organisation von Schattenarbeitern außerhalb ihrer Kontrolle, die auch noch ein entferntes Mitglied der Familie töten wollten? Man hatte nun eine erste Spur gefunden. ‚Die Piraten des Manifests’ operierten von einer Basis aus, die sie in Alt Sharn versteckt hätten. Schauplatz einer der größten Tragödien der Stadt und ihre eiternde Wunde.

Als sie zurück waren, dauerte es noch eine ganze Weile, bis Lucc mit Amber von ihren Tagesgeschäften zurück gekehrt waren, doch sie hatten viel zu erzählen und der Orc präsentierte Stolz die Trophäen ihrer Handlung, die drei Ohrstöpsel, über die sie sich verständigen können würden.

Doch bald neigte sich auch dieser Tag dem Ende zu. Doch Alt Sharn liess Delia keine Ruhe. Sie hatte Freunde und Familie im Krieg der Drachenzeichen verloren. So beschloss sie, die Städte zu besuchen, ihre Freunde zu Ehren und wer weis, vielleicht nach diesen verd… Piraten Ausschau halten.

Lucc und Amber erklärten schnell, dass sie gerne mitkommen würden. Der Zugang zu ‚Alt Sharn‘ war auch über ‚Todes Tor‘, vielleicht würden sie ja ein paar ihrer neuen Freunde wiedersehen. Amber fing wieder an, ihren Slogan zu intonieren und Lucc schüttelte nur einmal mehr mit dem Kopf.

In ‚Todes Tor‘ angekommen, legte Delia erst einmal ein Gebinde Blumen für an dem Schrein ab, der mitten an dem Tor gebaut wurde, das nach ‚Alt Sharn‘ führte und so gleichzeitig als absperrende Barriere wirkte. Als sie niederkniete und an ihre Verlorenen dachte sah sie eine seltsame Vision der Ruinen in der schwarze „Seelen“ langsam umher trieben. Etwas zog sie in die Zone, von der Viele behaupten, dass dort noch die Seuche grassierte und viele Träger der verzerrten Zeichen noch dort hausten – mit unbekannten, beängstigenden Kräften.

Letztlich gewann die Stimme, die nicht ihre eigene zu sein schien und sie brach zu der Stelle auf, an der, wie man ihr gestern gesagt hatte, die Piraten ihr Nest gebaut hatten. Lucc und Amber brauchten dagegen keine Stimme um an der Seite ihrer Freundin zu bleiben.

Nachdem sie ein Weile gegangen waren, konnten sie einen Schiffsfriedhof ausmachen, es war nicht schwer, zu erraten, wie diese ganzen Schiffe hier geendet hatten. Lucc und Amber konnten beobachten, wie Delia sich immer wieder nervös umsah, und dann auch nach etwas zu suchen schien, plötzlich krümmte sie sich vor schmerzen schreiend. Lucc war äusserst besorgt, doch nach ein paar Sekunden, die sich wie eine Ewigkeit angefühlt hatten, entspannte sie sich wieder. Sie erklärte sich und sie gingen in eines der Schiffsfracks, wo sie sich die Stelle am Rücken an sah. Es war ein Zeichen eingebrannt. Nun schon rannte Delia zu dem Bereich, der wohl dereinst die Brücke war, sah eine metallische Kugel und zerstörte sie mit ihren Waffen. Lucc und Amber waren sehr erschreckt, als sich letztlich ein Luftelementar aus der Kugel befreite. Er griff die Gruppe jedoch nicht an und Delia schien mit ihm zu sprechen. Nach kurzer Weile flog er davon und Delia erklärte, dass die Elementare, mit denen die Flugschiffe einst betrieben wurden, nun hier gefangen waren. Zuerst zuckte Lucc nur mit den Achseln, doch sie erklärte ihm, dass die Elementare denkende, fühlende Wesen waren, die mehr oder weniger versklavt wurden und dann hier vergessen waren. Nun hatten Lucc und Amber wegen der Elemtare, die sie am Vortag getötet hatten, ein schlechtes Gewissen. Sie gingen durch alle Fracks und befreite einen Elementar nach dem anderen, es schwirrten so einige herum doch mit der Weile wurden es auch wieder weniger. Delia zeigte sich erleichtert.

Doch nachdem man schon hier war, war es nun Zeit für das eigentliche Ziel. Von den Piraten des Manifests den Aufenthaltsort Zetas und seiner Organisation in Erfahrung bringen. Offensichtlich hatten sie aus Schriffsresten und Trümmern eine richtige kleine Festung gebaut, die zwischen den ausgeschlachteten Schiffen hindurch zu sehen war.

Da Delia immer noch etwas abgelenkt von diesen neuen Erfahrungen war – seit wann konnte sie mit Elementaren reden? – übernahm erst Lucc die Führung indem er direkt zum Tor maschierte. Und nicht nur Lucc war eifrig, nun war es an Amber, die eindrücklich anfing zu weinen und die verdutzden Wachen anging, sie solle ihren Papa holen. Nach etwas hin und her, fragten sie nach dem Namen und holten prompt einen Kollegen, doch Amber sagte das war er nicht.

Die mittlerweile drei Piraten, und sogar Lucc, waren von Ambers scheinbaren Gefühlsausbruch so verunsichert, dass man nach „der Chefin“ rief.

Als eine Frau kam, auf die die Beschreibung offensichtlich zu traf, schaute die sich die ganze Situation nur wenige Sekunden an und schrie die Wachen an: „Erkennt ihr keine Ablenkung wenn sie euch ins Gesicht starrt, schnell sichert alle Stellen an denen Leute eindringen können. Und ihr drei kommt mit.“ wandte sie sich an die Gruppe.

Der oberste Pirat

Die taten achselzuckend wie geheissen, an einem grossen Gebäude vorbei vor dem viele kristallene Luftschlitten geparkt waren, und folgten sie ihr zu einem kleineren Gebäude, dass sich als ein Büro erwies. Sie schickte die weitere Wache, die sie begleitet hatte, zur Sicherung einer weiteren Stelle weg und wandte sich an drei.

„Also, wieviele seit ihr und wo dringen die anderen ein?“
Delia bemerkte, das auf dem Tisch hinter ihr die Aufträge zu ihrer, Luccs und Ambers Beseitigung inklusive gut gezeichneter Portrais zu sehen waren und wandte sich an die oberste Piratin

„Und, wie viel sind wir Wert?“

Die angesprochene war völlig irritiert, folgte aber dann Delias Blick zu den Unterlagen. Langsam machte sich die Erkenntnis auf ihrem Gesicht breit und sie holte Luft, um nach Verstärkung zu rufen, doch brachte sie kein Wort heraus. Delia hielt ihr den Mund mit einer magischen Hand zu.

Sie zog ihr Rapier und ein Kampf entbrannte. Lucc genoss die Prügelei, Delia jedoch war verwirrt, denn wann immer sie Zaubern wollte, passierte alles etwas anders als erwartet. Amber jedoch entschied den Kampf mit guten, alten und berechenbaren magischen Geschossen.

Als die Taschenkönigin schliesslich bewusstlos am Boden lag, las Delia in aller Ruhe die Steckbriefe, 5000 Goldstücke pro Person, bezahlt mit einem Passwort gesicherten, aber ansonsten gesicherten Einlage bei einer Bank. Es stand allerdings nicht da, wie die Organisation zu kontaktieren war. Letztlich blieb ihnen nichts anderes übrig, als sie zu wecken und direkt zu verhören.

Von Amber eingeschüchtert verhandelte sie eine Lösung für alle Beteiligten. Sie würde Zeta magisch kontaktieren, sie angeblich übergeben, dabei aber ihre Fesseln nicht sichern und hoffentlich dennoch die Belohnung kassieren, während sie direkt zu Zeta gebracht würden. Offensichtlich war es ihr jedoch das wichtigste, vor ihren Leuten nicht dumm da zu stehen, und ihr Gesicht zu wahren.

Für ihr Leben schuldeten die Piraten der Gruppe nun einen Gefallen.

Und so brachte man sie zur anderen Seite des Schiffsfriedhofs, wo sie eine Luftkutsche abholen würde.

Streik (Gearpunks)

Anhang 354 – Aufzeichnungen einer Reise (Shield of Light)

Anhang 354 – Aufzeichnungen einer Reise (Shield of Light)

Tag 8

Der achte Tag. Ich sitze hier mit Arabella und beobachte das alte Wein-Anwesen der Wizards of Wine. Noch ist es nicht lange her, dass wir früh am Morgen auf dem letzten Stück des Weges von einigen der erwachten Reben angegriffen wurden. Noch immer bin ich über und über mit ihren Säften bedeckt. Und auch der übernatürliche Hunger, der mich am Anfang des Tages beschlich, ist nicht mehr von mir abgefallen. Doch was wir seitdem erlebten und erfuhren, vertieft nur das Bild, welches ich von diesem Land habe. Es ist kalt, unfreundlich und dient nur zum sadistischen Vergnügen einiger weniger. Wer immer hier tatsächlich herrscht, ist nicht besser als die gehasste Lil’xsa’us selbst. Und doch:

Deine überraschenden letzten Worte an mich gestern in der Nacht erwärmen nicht nur mein Herz, nein, sie verleihen mir eine ungeahnte innere Stärke. Ich werde diesen Kampf führen, stellvertretend für den, den ich bald mit dir in der Heimat führen werde, wo jeder von deiner Wiederauferstehung erfahren soll.

Doch zwangsgebunden fängt es hier an, denn der Mann, der so eilig auf uns zu rannte, um uns um Hilfe für seine Familie zu bitten, stellte sich als… Hexe heraus. Nur eine Illusion. Eine mir sehr bekannte, denn die Stimme, die sie begleitete, ist den Maelthra und mir bereits vor zwei Tagen in Verbindung mit einer vorgetäuschten großen Bestie auf der Jagd begegnet. Den wahren Besitzer des Weingutes fand ich beim Vorauseilen durch Ranken an ein Kreuz gebunden. Kaum noch am Leben doch dank einem Wort der Hoffnung erweckten sich seine Lebensgeister von Neuem. Durch das von dir erlernte Jagdgeflüsters, geliebte Jabbress, eingewoben in der leisen Melodie meines Gesanges, ließen die Reben ihn frei und gar unsanft fallen. Mitten in meinen Armen hinein. Es stellte sich heraus, dass der Mann tatsächlich eine Familie hatte und diese wahrscheinlich entkommen konnte. Verständlicherweise wollte er erstmal zu ihnen. Wollte zum Wald. Ich stützte ihn. Sprach ihm noch ein wenig mehr Hoffnung zu, um ihn seine Wunden zu versorgen und stellte zu meiner Überraschung fest, dass diese sich schneller schlossen, als sie es eigentlich hätten tun sollen nach dem was ich durch meine Kräfte gewohnt bin.

Ich sprach ihn darauf an, kassierte aber nur eine subtile Bedrohung. Ich denke er hat etwas zu verbergen, doch bin ich mir nicht sicher, ob das was er verbirgt zu unserem Schaden oder zu dem Schaden dessen ist, was dieses Land bedroht.

Nichtsdestotrotz werde ich ihn ausgiebig beobachten. Die Situation erinnerte mich auch daran die alte versteckte Unterarmbrust meines Vaters wieder neu zu laden. Das Misstrauen vertiefte sich, als wir zum Waldrand kamen und ich überraschenderweise zwei leichte und zwei schwere Fußabdrücke viel zu tief für zwei Kinder und einer Frau dort auf dem Boden entdeckte. Ich konfrontierte ihn damit und es stellt sich heraus, dass seine Nachkommen bereits etwas älter waren und auch er auch seinen Schwiegersohn dazu gezählt hatte. Wir fanden sie und die Lage entspannte sich. Fast töricht in meinem überspitzten Misstrauen kam ich mir vor. Und doch – etwas war hier ganz und gar nicht richtig. Es erinnert mich an etwas, etwas in Verbindung mit dir, Jabbress, doch muss ich dieses Gefühl erstmal beiseitelegen. Zu wichtig war, was folgte.

Nachdem wir uns alle zusammengesetzt hatten, wollten wir die Vorgänge hier im Tal besprechen. Die Erwähnung unseres Auftrages nach der Weinlieferung zu schauen, wurde durch ein kurzes Schnauben des jungen Alten quittiert. Er wusste sein Wein war Kestal, war Hoffnung für das Land, was meine Vermutungen darüber nur bestätigte. Doch störte ihn, dass sich wieder einmal nur alles um ihn drehte. Theo indes beschwor für die Familie einen sicheren Raum mit seiner Kuppel und stieß dann zu uns. Es fiel der Familie sofort auf, dass wir nicht aus diesen Landen stammten, und zu meiner Überraschung verwunderte dieser Fakt sie nicht einmal. Umso mehr erfuhren wir allerdings über die Situation in der die meisten von uns so überraschend geworfen wurden, als wir uns plötzlich hinter diesem Schleier befanden.

Wir erfuhren, dass die Bevölkerung Fürst Stradh niemals beim Namen nennen würde, denn angeblich bliebe dann kein Wort ungehört – Ist er ist vielleicht der unsere abendliche Unterhaltung stets belauscht? Wenn ja, muss ich schnellstens einen Weg finden, es zu unterbinden. Weiterhin erfuhren wir, dass er selbst zum Herrscher ernannt wurde. Dass die Druiden, die früher drei Naturgöttinnen, namens die Sucherin, die Weberin und die Jägerin folgten und im Kampf mit dem Fürsten lagen, jetzt für genau diesen, ihrer Vergangenheit beraubt, arbeiteten. Sie führten Krieg mit dem Weingut, dass sich wie schon gestern bei der Ankunft feststellbar, als ein kleiner Hort des Lebens in den sonst so kärglichen Landen entpuppte. Wir hörten so auch, dass die Hexe und die Druiden das Weingut schon seit einem Mondzyklus belagerten, aber erst vor 3 Tagen einen großen Angriff starteten. Kleinere Angriffe waren alle 1 – 2 Jahre zur Normalität geworden, doch dieser Angriff war anders. Und das Ziel waren die letzten bekannten Artefakte der Naturgötter. Im Tal vergrabene Steine, die das Land wieder fruchtbarer machten. Ein letzter Keim des Widerstandes und ein Symbol für alle Hoffnungslosen. Und einer dieser Steine verweilte noch hier, versteckt im Tal, frisch, aufgrund der Belagerung, aus dem Boden geholt, während ein anderer bereits vor langer Zeit gestohlen worden war. Er erzählte uns von vielen Quellen dieser Kraft zur Zeit der Göttinnen, doch davon waren nur diese beiden und 3 heilige Stätten übrig, in denen immer noch Kraft innewohne könnte, doch ihr Aufenthalt ist unbekannt.

Vielleicht können wir mehr über sie im Bernsteintempel erfahren. Theos alter Heimat. Und da ich von dem Los seines Meisters weiß und dieses in seiner Abwendung mir wegen und wie das Wohl aller der Gruppe am Herzen liegt und ich das Gefühl habe einigen der Gefährten sehen es genauso, wird er wohl eher früher als später ein Ziel unserer Reise werden.

Doch vorerst ist klar, wir müssen alles in unserer Macht stehende tun den Letzten der verbliebenen Steine vor dem Zugriff der Druiden und ihrer Meister zu beschützen. Ein Meister, der so wie man uns erklärte, das Land nicht verstand und es immer nur zugrunde richten würde. Auch wenn er selbst das Land sein solle – Ein Gedanke, der vieles erklären würde. Doch wie?

Nach der Erfahrung mit den Illusionen der Hexe ist uns allen klar, dass wir uns vor dieser Art der Magie schützen müssen, was zu einer regen Diskussion führte, einer sehr langen Ausführung von Theo über böse Zauber und Gegenzauber und schließlich zu einem regen Austausch unserer Kräfte. Schnell war klar, dass Arabella ihre Macht aus Angst jemanden erneut zu verletzen, zurückhält. Wir alle redeten ihr mal mehr, mal weniger einfühlsam zu. Versprachen ihr, dass wir sie in vollem Maße unterstützen würden, wenn sie die Kontrolle über ihre eigenen Kräfte verlieren würde. Sagten ihr, dass sie die Kräfte ja für ein höheres Wohl einsetzt. Ich versprach ihr sogar – und meine es aus vollem Herzen – dass ich jede Narbe, die ich in Bezug auf derlei aufopferungsvollem Verhalten davontrage mit Stolz zur Schau stellen würde. Doch schließlich brachen wir diese Diskussion ohne fruchtbares Ergebnis ab. Die Zeit rannte davon.

Als kurze Einweisung malte uns der junge alte Rivvil eine Karte seines eigenen Anwesens und verriet uns, wo er den Stein versteckt hielt. Hara machte uns den Vorschlag zu zweit in das Haus hineinzuschleichen, um ihn möglichst unbemerkt aus dem Schubfach des Schreibtisches im ersten Geschoss zu holen. Sie wählte Theo dafür aus, der anscheinend aus welchen Hintergründen auch immer, sich eine Expertise in Heimlichkeit zu eigen machte, indem er sich früher in seinem Tempel stets vor seinem Meister zu verstecken versuchte.

Mit diesem unreifen aber schnell gefassten Plan gingen wir los und ließen die Familie hier in der Sicherheit von Theos Kuppel zurück. Im Herzen mit der Hoffnung schnell genug zu sein und noch einen positiven Einfluss in diesem Überfall geltend zu machen. Arabella und ich blieben wie abgesprochen in Sichtweise des Hauses zurück als Theo und Hara direkt vor unseren Augen verschwanden – vermutlich einer dieser magischen Wirkungen Theos Praxis von denen er sprach.

Und so warten wir, mit einem Blick auf Bekea und lauschend nach dem Signal meiner Pfeife, die Hara bei sich trägt. Doch bisher tut sich nichts, dabei ist schon eine sehr lange Zeit vergangen. Und während meine Gedanken immer wieder zu dir abschweifen und ich die letzten Einträge in der Fall and Rise verfasse, fange ich mir an Sorgen zu machen.

Flohlu ku’nal usstan – udosstan – ehmtu linath.

Übersetzungen:

Lil’xsa’us – die Verbannte (Lolth)
Jabbress – Mistress (Geliebte/ Lehrerin)
Maelthra – Drache
Kestal – Hoffnung
rivvil – Mensch
„Flohlu ku’nal usstan – udosstan – ehmtu linath“ – „Ich folge treu meinem – unserem – eigenen Lied“

Den Sternen nach (The Resurrected)

Den Sternen nach (The Resurrected)

Sterne

Lieber Xor,

jetzt habe ich doch tatsächlich schon lange nicht mehr geschrieben und auch dein Brief ist eine Weile her. Ich hoffe dir und den Anderen geht es gut. Ich vermisse euch alle sehr und sehne mich nach dem Tag wieder bei euch zu sein. Mit dir am Lagerfeuer zu sitzen, den Geschichten eures Barden zu lauschen und mit dir über die Tiere und Pflanzen des Hochwaldes zu reden.

Ich bin schon eine Weile unterwegs. Bin den Sternen gefolgt und lasse mich weiter von ihnen führen. Bis jetzt haben sie mich auch nicht enttäuscht. Immer weiter Richtung Norden hat es mich gezogen.

Eigentlich kam ich gut voran doch musste ich meinen Pfad verlassen, da ich ein paar Patrouillen von Drow ausweichen musste. Mein Glück, wie sich später herausstellte. Ich versteckte mich am Schwarzzahnfelsen und entdeckte einen Schlitz in dem ich mich verstecken konnte. Dann folgte ich dem Weg ein Stück und stellte schnell fest, dass sich der Zugang hinter mir durch ein Pilzgewächs verschloss. Ich kam nicht sofort drauf wo ich war. Doch als ich weiterging und ich das ganze Ausmaß des Gewächses sah, wusste ich wo ich war.
Beim Araumycos. Dem mächtigsten Wesen Faeruns. Die Lebensader vom Hochwald. Dir würde es hier gefallen. Diese ganzen exotischen Pflanzen und Gerüche. Ich habe ein paar Proben eingepackt, aber ich weiß nicht wie lange die sich halten.

Mein Weg führte mich weiter, immer tiefer hinein. Ich versuchte mich so vorsichtig wie möglich durch das Dickicht zu schneiden, um ihm keinen großen Schaden zuzufügen. Bis ich plötzlich vor Fremden stand. Eine Frau mit Hörnern und drei Anderen. Eine Halbelfe, und zwei Menschen.

Ich wollte schon meine Waffe ziehen, als sie mich freundlich ansprach. Die Anderen die bei ihr waren schienen in einer Art Starre oder Paralyse zu sein. Vielleicht auch beides. Während ich nun den violetten Fungus suchte um ihn zu bearbeiten, legte die Frau, Aza… (? mehr habe ich nicht verstanden), die anderen vorsichtig auf den Boden. Gemeinsam flößten wir ihnen die Mixtur ein und glücklicherweise stellte sich bald eine Besserung ein. Zeit zum Vorstellen hatten wir nicht richtig, denn irgendwas war in den Gängen los. Aza erzählte sie würde verfolgt werden und so hieß es, erstmal weiter.

Während die Anderen vorgingen blieb ich und deckte den Rückweg für den Notfall. Sie versuchten mit allen Mitteln weiterzukommen, doch Araumycos wollte uns einfach nicht weiterlassen. Und als es wieder in einem der Gänge brüllte öffnete sich uns ein kleiner Pfad. Ich schritt voran, den anderen war es wohl merkwürdig so einem Pilz zu vertrauen, aber sie kamen mir nach. Und wir liefen immer weiter bis wir vor einem Abgrund standen. Nicht sicher ob und wohin es weitergeht überlegten wir, bis er uns wieder half. Er ließ den Boden erzittern. Die Menschen konnten sich nicht halten und rutschten in die Tiefe (Bran, so heißt der Mann, jedenfalls rief die Halbelfe so nach ihm).

Unsicher was ich machen sollte verließ ich mich auf die Natur und sprang auf die Rutsche. Ich sah einen rothaarigen Riesenaffen. Er versuchte nach mir zu greifen, doch packte er ins Leere. An ihm hielt sich der Mensch fest. Keine Ahnung warum oder weshalb. Aber merkwürdiges gibt es hier mehr als sonst wo.

Unten angekommen ging ich an die Seite, obwohl ich mir nicht sicher war, dass die Anderen folgen würden. Doch taten sie es. Einer nach dem Anderen. Dann gingen wir weiter und nun sitzen wir hier an einem kleinen See und erholen uns und lernen uns erstmal ein wenig kennen.

Ich schreibe bald weiter. Richte den Anderen meine Grüße aus

Eure
Elemmiire

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