Lucc kam mit Amber auf der Schulter hinaus, und Delia war mit ihrer Eroberung Doria nicht weit dahinter. Doch das sorgte vor allem dafür das Delia gegen Lucc stiess, als dieser plötzlich an hielt und Amber absetzte.
„Was ist denn jetzt schon wieder?“ hörte man ihre genervte Stimme.
Was war waren zwei Gruppen von Fans, die einen mit der rot geschminkten Gesichtshälfte, die sie schon einmal gesehen hatten und die anderen, die sich das ganze Gesicht Grün angemalt hatten, und die sich die Punkte der aufgetischten Geschichte an farbigen Backen warfen. Der Türsteher und Berta Ramm, seine Kollegin vom Club Oni Zuang versuchten die beiden Parteien zu befrieden. Als Berta Lucc sah, war sie sehr erfreut.
„Hey Lucc, ich wollte den Kampf sehen, aber er hier brauchte meine Hilfe.“
Lucc war Baff, zum ersten mal war es ihm bewusst das er Fans hatte. Aber zu ganzen Gruppen zu reden, war ihm neu. Nachdem er versuchte, beide zu beruhigen, ging das Gezanke schnell wieder los. Das brachte Delia dazu, ein magisch verstärktes Krachen in die Gasse zu werfen und die Aufmerksamkeit war wieder da.
Ambers allerdings war anderweitig zu hause. Sie hörte eine telepathische Stimme und erblickte auch schnell die Verursacherin. Die verschleierte Frau, die sie schon ein paar mal gesehen hatte. Die winkte sie zu sich und bat sie mit ihr in das nahegelegene Restaurant zu gehen.
Gerade im Augenblick des Knalls sagte Amber Lucc kurz über den Ohrstöpsel Bescheid, dass sie kurz weg ist.
Lucc hatte noch immer Probleme damit, die Fans zu beruhigen, nicht zuletzt auch deshalb, weil nur die Hälfte die seinigen waren. Doch da kam vom Aussenbereich eben jenes Restaurants ein junger Elf zu ihnen, der seinerseits auf sie einredete.
Er erzählte, dass sie nur Ärger für Lucc und Sulla verursachten wenn sie sich hier, direkt vom schwarzen Fass prügelten. Die Rädelsführer interpretierten seine Idee und man sah, wie sie sich verabredeten, bevor die Gruppen in zwei verschiedene Richtung von dannen zog.
Wo sie sich wohl treffen würden?
Der Neuankönnling stellte sich bei Lucc als Lucien Siannodel vor. Seines Zeichens Reporter der Korranberg-Tageszeitung, der sich ein Interview mit ihnen Wünschte. Und sich nach Amber um sah. So tat es auch Lucc, dem Bewusst wurde, dass er sie aus den Augen verloren hatte. Er fing an nach ihr zu rufen und die Gassen ab zu suchen, doch noch bevor er weit kam hörte und spührte man gewaltige Schläge auf die Steinstrasse. Von unten. Plötzlich durchbrach eine gewaltige, metallene Klaue den Belag und nach ein paar weiteren Schlägen kam nicht unweit von da, wo Lucc stand, ein gewaltiges Etwas hervor, das wie eine Mischung aus einem der Dinos der Halblinge, einem Kriegsgeschmiedeten und eines Rakschasas, wie man ihn sich vorstellen könnte aussah.
Lucc, der nun schon einiges mit Kriegsgeschmiedeten erlebt hatte, zeigte sich zuerst nicht besondern beunruhigt und als der Geschmiedete gegen die Mauer des Restaurant schlugs, meinte er nur freundlich, dass er das doch so nicht einfach machen darf.
Es dauerte nur einige wenige Sekunden, bis er durch die, eigentlich nicht gerade Dünne Wand war, aber es war genug Zeit, Amber und die seltsame Frau aus noch nicht vertieftem Gespräch über Ambers Vergangenheit und die Plage mit den Bolzen aufschreckte. Sie rief Amber zu: „Ich weis nicht, ob das für euch oder für mich ist, ihr versteckt euch besser.“ während sie hinaus rannten.
Delia, da gerade noch mit bekommen hatte, das Lucc Amber vermisste und sie nun scheinbar von der Frau aus dem Restaurant wegrennen sah, griff diese an. Amber rief noch „Nicht sie!“ und war dann in einem Nachbarhaus verschwunden.
Die Frau schien die Verletzung nicht wahr zu nehmen, viel zu sehr Verängstigt, als dieses gewaltige Wesen erkennbar wurde.
Berta und Doria stellten sich der monströsen Erscheinung in den Weg, der Türsteher rannte in den Club um Hilfe zu holen, Auch Delia machte sich bereit und Lucc kam verwirrt um die Ecke.
Delia versuchte auch den Elf zu überreden, sie zu unterstützen, der gerade noch so aus gesehen hatte, als ob er das weite Suchen wollte.
Das Wesen lies sich nicht lange bitten und griff sofort Doria an, die nach hinten geschleudert wurde. Delia unterstützte ihre Eroberung und alle anderen mit Heilzaubern aus ihren neu erschienen Kräften.
Auch wenn die mittlerweile drei, nachdem Lucc dazu gestoßen war, Frontkämpfer es irritierten, initierte es immer wieder Projektilangriffe gegen die verschleierte Frau. Die brach auch mehrfach unter den Angriffen zusammen und nur Delias konstanter Fluss von Heilmagie verhinderte das Schlimmste. So dauerte es eine ganze Weile mit einigen haarsträubenden Verletzungen. Aber der Heldenmut der Anwesenden, auch immer wieder unterstützt von den Ansprachen des Reporters, der von dem Gegner dafür ein „Sch… Lügenpresse!“ zu hören bekam, schwächten es zunehmend. Kurz bevor zusätzliche Hilfe aus dem Schwarzen Fass gerannt kam… sogar Fausti war dabei,brach die unglaubliche Verbindung aus Fleisch und Metall letztlich bewusstlos zusammen.
Die in weisse Schale gehüllte Frau, ging zittrig auf das Wesen zu und während sie es untersuchte, nahmen ihre Augen kurz das selbe Leuchten an, dass man zuvor beim Angreifer gesehen hatte.
„Ein Quori.“ Hauchte sie, „Sie haben mich gefunden.“ Die anderen wussten mit dem Begriff nicht so recht etwas an zu fangen, doch der Reporter schien dazu etwas sagen zu können, und während Delia seinen Spekulationen zuhörte und Lucc Amber suchte und fand, versuchte die Frau sich unbemerkt aus dem Strassenstaub zu machen. Doch Delia bemerkte sie, zerrte sie kurz in das Restaurant und forderte sie auf, ihr alles genau zu erzählen, am besten Morgen in den Gemächern Delias Famillie. Das lehnte sie resolut ab. Sie nannte ihr einen Treffpunkt in einem belebten Kaffee weiter oben. Sie müsse in Bewegung bleiben, und der Reporter solle bitte davon auch nichts wissen.
So ließ sie Delia denn gehen, denn sie hatte eine ganz andere Frau, um die sie sich heute noch kümmern musste. Für einmal sorgten nicht die Drei für die Inhaftierung der seltsamen Person, sondern der Türsteher rief die Polizei. Lange bevor sie eintraf, waren alle ihrer Wege, mit einem glücklichen Reporter, der nun weit mehr zu berichten hatte, als er erwartet hatte.
Wir hatten das Lager aufgebaut und meine Kameraden und ich wollten uns ausruhen. Die Ruhe hatten wir nach den restlichen Tagen auch nötig. So viel war passiert und geschehen. Wir mussten Verluste beklagen, haben Freunde verloren. Auch wenn wir einen neuen Begleiter gefunden hatten überschatten die letzten, schweren Schicksalsschläge doch die Gemüter.
Überall lauerten Gefahren. Das wurde uns immer mehr bewusst. Der Dschungel verlangte von jedem etwas ab. Du musst immer dein Bestes geben, ständig konzentriert und auf der Hut sein. Rasten geht nur, wenn du dich auf deine Mitreisenden zu hundert Prozent verlassen kannst. Und das wird wohl in nächster Zeit schwierig werden, denn was passiert ist lässt sich nicht mehr ungeschehen machen.
Unser Lag stand und wir hofften auf Rast, vielleicht ein wenig faulenzen. Das hätte uns wirklich gutgetan. Doch dann standen da dieser Mann und eine Drachen-Mensch-Echsen-Kombination, wie ich sie noch nicht gesehen hatte.
Bee, unsere sonst gut gelaunte und meist positiv gestimmte Führerin, zog gleich ihren Bogen und zielte auf die Neuankömmlinge. Der Verlust ihres Mentors hat sie wohl mehr mitgenommen, als uns bewusst war. Und davor hat sie schon von zwei Freunden abschied nehmen müssen. Klar geht sowas nicht spurlos an einem vorbei.
Glücklicherweise kamen Arannis, Romero und Nokah (die neue Begleitung) schnell dazu und konnten durch Reden, Fragen und Antworten die angespannte Situation ein wenig auflösen.
Der Mensch stellte sich als Artus vor und dann ging auf einmal alles ziemlich schnell.
Xandala
Xandala schnellte hervor und strahlte vor Freude, denn hatte sie doch endlich ihren Vater gefunden. Was die Beiden beredeten verstand ich nicht, doch ich sah, dass der Mann ihr etwas gab und die Halb-Elfe sich damit aus dem Staub machen wollte, denn plötzlich hob sie vom Boden ab und schwebte über uns.
Artus, der offenbar wieder zu sich kam und rief, dass sie seinen Ring geklaut hätte und dann kämpften wir auch schon.
Auch wenn wir sie trafen entfernte sich Xandala mit ihrem Sommerklug immer weiter und dann benutze sie natürlich ihre stärkste Waffe gegen uns. Ihre Feuerbälle setzten uns wirklich zu. Vereinzelt versuchten wir unsere Rücksäcke, unser Hab und Gut aus den Flammen zu retten, doch vieles war verloren und wurde durch das Feuer beschädigt, zerstört oder vernichtet.
Doch was passierte, als Xandala zu Boden ging und eigentlich schon besiegt war, das kann ich selbst nicht begreifen und wird auch sicher die Gruppe beschäftigen, wenn nicht sogar zerteilen.
Arannis, der sich gerne als Anführer der Gruppe bezeichnete, tat etwas, was ich ihm nicht zugetraut hätte. Die Halb-Elfe lag auf der Erde. Geschlagen und am Ende. Doch, als wäre es nichts und sie nichts wert hat er sie einfach umgebracht. Einfach so. Ohne mit der Wimper zu zucken. Ohne einen Anflug des Überlegens. Gnadenlos, Kaltblütig und ohne Mitleid hat er sie hingerichtet.
Ich hoffe sehr, dass seine Gefährten ihn nun nicht hängen lassen. Ihn zwar zurechtweisen und ihm ordentlich den Marsch blasen, aber der Dschungel verlangt eben Alles und ruft das Schlechteste in dir hervor. Dagegen kommt man nicht alleine an.
Nach der langen Aufnahme der Aussagen wandte sich Descartes an die Drei: „Tassen hin oder her, ihr solltet es mal etwas langsamer angehen lassen, ihr seid ja ständig hier.“ Dennoch waren sie begeistert über ihre individuellen Trinkutensilien. Lucc freute sich besonders über die überraschende Grösse seines Bechers, der stets genügend Platz für einen Schuss aus seinem Flachmann übrig liess.
Nachdem sie zuhause angekommen waren, kostete er seinen Brandt jedoch unverdünnt nach dem ganze Stress. Sie sassen in Delias Wohnung, doch sie selbst hatte sich in Bad zurück gezogen. Kurze Zeit später kam ihre Mitbewohnerin und gesellte sich zu Lucc und Amber, die die Nase über den Pinselreiniger rümpfte, den Lucc da trank.
„Euro Bestellung ist fertig, morgen früh könnt ihr die Kleidung für Amber abholen. Lucc und Amber erzählten ihr begeistert, wie sie sich für die Streikenden in Todes Tor eingesetzt hatten und Amber insistierte, eine Arbeiterbewegung für Kriegsgechmiedete führen zu wollen. Als auch die Schneiderin sich zurück zog, bemerkte Amber, dass Lucc eingeschlafen war. Er hatte wohl den Pinselrei… Pinsel? Ein Grinsen zog über ihr Gesicht und sie besorgte sich ein paar Utensilien.
Lucc bekam nichts mit. Lange nicht, denn er schlief am längsten von allen, noch immer auf Delias Couch. Als er schliesslich sein kunsthaft geschminktes Gesicht bemerkte, dass er jedoch dank Augenreiben schon ziemlich ruiniert hatte, nahm er Amber ins Gebet. Die meinte, sie wollte ihm für den Schneidereibesuch nur schön machen. Dort war das Staunen gross, als Amber ihre drei neuen Kleider anprobieren konnte. Besonders ein Kleid mit angedeuteten Zahnrädern hatte es ihr angetan. Dazu gehörte noch ein Zylinder aus dem dominanten Material, an dem eine Fliegerbrille wie bei ihrem Teddy angebracht war.
Nach dem Mittagessen brach man zum Schwarzen Fass auf. Dort war es Erwartungsgemäss erst noch ruhig, und Fausti breitete sie auf den kommenden Schaukampf vor. Ganz so „Schau“ allerdings nicht. Für die Kayfabe war es gar nicht so wichtig, wer den Kampf gewann und Wetten bringen immer Geld, so dass dies ein ehrlicher Kampf sein würde. Nur mit gespielten Konsequenzen. Während Lucc gleich in die Umkleide ging, besuchte Amber die Bar und brachte erneutet einen Kellner dazu, mit den Utensillien für Cocktails kreativ zu werden, um ihr etwas schmackhaftes aber alkoholfreies zu kredenzen.
Am besten traf es Deliah, die sich unter den frühen Gästen des Lokals um sah, und ein sehr herausforderndes Lächeln in der Menge fand. Von einer Menschlichen Frau mit Blonden Haaren und bestimmten Gang, die Deliah mit den Worten „Also habe ich mich nicht getäuscht.“ begrüsste, als sie zu kam. Die beiden flirteten eine ganze Weile, redeten über alte Wunden und Neubeginn, bis schliesslich die Zeit für den grossen Kampf des Abends gekommen war. Doria, wie sie hies, erwies sich al grosser Fan von Sulla MaCasa, aber das machte sie in Delias Augen nur noch reizvoller.
Doria Kenegut
Amber stellte sich auf einer Tribübe auf, während Faustis Ansage über allen Dröhnte und er die beiden Kämpfer – und den angeblichen Grund ihres Zwists – vorstellte. Schon schlug die Glocke und man merkte beiden deutlich an, dass sie seit ihrem letzten Kampf viel trainiert hatten.
Doch das erwies sich als etwas Nachteilhaft für das Publikum, war doch der Kampf schon nach nicht einmal einer halben Minute entschieden, als DeCasa zu Boden ging.
Man merkte ihnen die Enttäuschung an, und zu Dorias überraschung sprang Delia auf und forderte Lucc heraus. Fausti, der das Publikum zufrieden stellen wollte präsentierte erneut den Kampf, nachdem etwas Zeit zum Aufpäppeln Luccs einberaumt war standen sich Lucc und Delia wieder im Ring gegenüber. Delia gerüstet, Lucc mit ihren Schlagringen und Amber, die ihn von der Tribüne her anfeuerte.
Es war ein guter Kampf, der auch länger dauerte, doch auch hier bewies Lucc trotz all der unerwarteten Elementarmagie von Delia sein Geschick.
Einer jedoch war darüber unglücklich. Wie abgesprochen kam Sulla in die Arena, aber musste einen Grund improvisieren, weshalb er so sauer war und war nicht ganz auf der Höhe. Dennoch war er sein Handtuch, erklärte, wie wütend und ettäuscht er war, und das er im Championship statt für das Schwarze Fass für die Goldene Leber antreten würde. Und, ebenfalls ganz wie geplant, rief Björn Faustrecht Lucc de Carpon zum neuen Champion für das Schwarze Fass aus.
In der Umkleide lästerte Delia gerade etwas über Sullas schauspielerische Leistung, da kam auch schon Doria zu ihr. Stolz auf Delias Mut, aber zu Sulla gestikulierend, dass er immer noch ihr Champion war. Delia gab sie ganz andere Signale, Signale bei denen Delia ganz warm wurde.
Gerade kamen auch Lucc, Amber und Fausti in den Personalbereich, wo die verletzten aufgeheilt worden waren, und Delia wandt sich etwas bei dem Versuch, ihr zu erklären, warum sie die Nacht bei Doria zu bringen wollte. Fausti warf Lucc und Sulla je einen Goldbeutel zu. Als Fausti sah, dass Lucc etwas neidisch auf Sullas grösseren Beutel schaute, erklärte er, dass Sulla ja eine Abschlussprämie erhalten hatte, nachdem er näher bei seiner neuen Wohnung arbeiten wollte und das Schwarze Fass verlief. Doch Lucc war schnell zufrieden, als er 200 Goldstücke abgezählt hatte. Und so beschloss man, sich auf den Weg zu machen. Delia mit Doria zum Grünen Schwan, ein Stockwerk höher, die anderen zurück zur Wohnung. Das war zumindest der Plan.
Erst wollte Hara der Zweiggestalt mit der Kommode folgen, doch schon folgte ihr eine andere. Offensichtlich wurde es doch nicht so einfach sein, und sie blies die Pfeife, die Tebaun ihr für einen solchen Moment gegeben hatte. Entgegen ihrer Erwartung war der Ton nicht nur weit im leicht hörbaren Bereich, sie hatte auch noch so kräftig geblasen, dass die Pfeife sich regelrecht im Ton überschlug. Nun kam eine der Druiden durch die Aufgebrochene Tür, schickte die beiden Zweigdinger mit der Truhe voraus und suchte den Bereich ab, von wo das laute Pfeifen gekommen war.
Trotz ihrer Unsichtbarkeit versteckte sie sich hinter dem nahen Toilettenhäuschen. So konnte sie nicht sehen, wie ein weiterer Druide ins freie trat, und es wäre ganz und gar unmöglich gewesen, Theo zu sehen, der diesem heimlich folgte. Beide, Theo und Hara wussten jedoch, das nun schnell etwas geschehen musste, auf das die beiden Geschöpfe nicht mit der Kommode entkamen und griffen an. Derweil eilten Arabella, die drei Drachengeborenen und Tebaun so schnell wie möglich zum Ursprung des Pfiffs.
Arabella war nicht nur die erste, die in Reichweite kam, sie erfasste die Situation mit den beiden Trägern der Kommode sofort und platzierte eine Feuersbrunst in ihre Mitte. Das schwächte zwar die Träger, aber es zerstörte auch die Kommode, und der lebensspendende Stein purzelte heraus. Zu allem Überfluss kamen nun auch enorme Wellen von kleineren Zweigenweisen die den Enttarnten, Hara und Theo mächtig zusetzten.
Es war ein langer Kampf doch irgendwann klärten die Druiden ihre Prioritäten und einer verwandelte sich in eine Eule, schnappte sich den Stein und flog davon. Hara, die am nächsten zur Stelle war, versuchte die Eule vom Himmel zu schiessen, verfehlte, rannte hinter der Eule her und es passierte seltsames…. Während des Rennens noch verwandelte sie sich in einen Raben. Verwirrt wie sie war nutzte sie die Gelegenheit jedoch um weit in die Luft zu steigen bis sie die Eule sehen konnte und flog in ihre Richtung.
Es dauerte jetzt nicht mehr lang, bis alle Wellen Arten und wellen von Zweigenwesen besiegt waren und sie gingen ins Haus, um nach Nachzüglern zu schauen. Ausserdem waren einige sehr Neugierig, wesehalb die Familie eigentlich nicht wollte, das man in die Privatgemächer ging. Arabella versorgte die halb verdursteten Jutschenpferde. Die einzige echte Auffälligkeit war jedoch, dass eines der grossen Keltereifässer mit Zweigen gefüllt war.
Nach einer Weile kehrte der Rabe zurück und noch etwas später nahm Hara wieder ihre eigentliche Form an. Nun suchte sie erst einmal das Gespräch mit Arabella, mit der sie nun etwas unerwartetes gemeinsam hatte. Spontane Verwandlungen in ein Tier. Ob es ein Segen oder ein Fluch war?
Nachdem die Piratin die Drei am Übergabeort abgeliefert hatte, war diesen schnell langweilig. Lucc fischte ungeschickt mit seinen leicht gebundenen Händen ein paar Würfel aus der Tasche, und sie begannen „Lügners Wurf“ zu spielen. Die Zeit verflog, und so waren sie fast schon überrascht, als die Himmelskutsche sich plötlzich bei ihnen niedersenkte. Aus dem Gefährt stiegen ein wuchtiger, eher ungepflegter Mann und eine alte Bekannte. Kapitän Quecksilber, eine Kriegsgeschmiedete in einem klassischem, roten Mantel nicht ganz unähnlich der Unfiform der Piraten und ebenfalls mit einem Dreispitz auf dem Kopf. „Gerhard, Kontrollier die Fesseln kommandierte der Kapitän“, da hielt Lucc ihm schon seine Hände hin, doch so ungeschickt, dass sich die Fesseln gleich lösten. Er grinste, und man wäre entschuldigt zu glauben, er hat es mit Absicht gemacht. Gleich darauf folgten nämlich seine Faustschläge. So ganz war das nicht wie geplant, wollten sie sich doch zu Zeta bringen lassen. Aber nun war der Kampf im Gange. Zu Luccs Überraschung flog ein Bolzen an ihm Vorbei und Traf Quecksilber vor allem da ihm eine unbekannte Stimme auch noch Tipps zur Taktik zu rief. Da sie offensichtlich zu viert waren hatten sie schnell die Oberhand über die zwei Schergen, und der Muskelmann versuchte zu fliehen und zur Luftkutsche zu gelangen. Doch so schnell lies die sich nicht starten, und so gelang es Delia mehr versehentlich, das Gefährt in Brand zu setzen und ihn damit auch endgültig in das Land der Träume zu schicken, als dieser mit einer Brandwunde aufschreckte und sich den Kopf stiess.
Auch Kapitän Quecksilber hielt nicht mehr lange durch, und als sich alles beruhigt hatte, bemerkte Delia, dass die Luftkutsche brannte, und löschte das Feuer.
Delia erkannte die vierte Person. Es war Carric Phiarlan, der gestern bei der Aufklärung dabei war. Genervt erklärte er, dass er eigentlich besseres zu tun hatte, aber jemand in der Familie hatte jemand anderen in der Familie einen gefallen getan, und so hatte er die Piraten überwacht. Bis sich die Drei unerwartet eingemischt hatten. Sie brachten die zwei Bewusstlosen in ein übrig gebliebenes Führerhäusschen, banden sie Rücken an Rücken und weckten sie auf. Quecksilber war extrem sauer auf den Verräter, der sie zurück lassen wollte und kickte ohne etwas zu sehen immer wieder nach hinten. Der lies ein paar böswillige Bemerkungen über Kriegsgeschmiedete Fallen, was Lucc zur Weisglut brachte. Und so war er gleich wieder ausgeknockt und Lucc ging zum Durchatmen erst mal vor die Hütte. Er ratterte die ganzen Erlebnisse der letzten Woche herunter was Carric sich offenbar in der Hütte notierte. Dann machte er sich daran, Quecksilber zu verhören. Doch Drohungen schienen sie nicht weiter zu motivieren, erst die Aussicht, sich an ihrem Begleiter rächen zu können löste etwas in ihr aus. Aber diese Idee gefiel den anderen gar nicht. Letztlich einigten sie sich darauf, dass sie ihn in Ruhe lassen musste, so lange sie dabei waren, dafür würde sie sie zu Zeta kutschieren. Recht weit hoch.
Delia improvisierte Reperaturen an der Luftkutsche, um sie wieder Flugtauglich zu machen und so waren sie bald für eine Weile unterwegs, in der sich Carric geschickt alle Details zu Delias Begleitern erklären liess. Angekommen gingen sie auf der anderen Seite der Landestelle durch eine grosszügige Glastür und sahen vor sich eine Zwergin am Empfang. Ringsherum waren Türen. Lucc und Delia stürmten mit Fragen auf sie ein. Welches Büro das von Zeta wäre. Nein, sie haben keinen Termin, aber sie müssen zu ihm könnte sie jetzt bitte.
Die Gute hatte schnell genug und nachdem ihre bestimmte Aufforderung an die beiden, die Geschäftsräume zu verlassen, keine Wirkung zeigte, holte sie im hintersten Raum Hilfe. Sie kam zwar nicht mehr heraus, aber zwei Männer, die noch einmal die Forderung stellten, dass die Neuankömmlinge die Räume verlassen sollen. Carric ging derweil der Empfangsdame hinterher, fand sie in dem Büro, erklärte ihr auch er müsse sich verstecken und schaffte es gleichzeitig vielerlei information zu sammeln. Auch was für „Projekte“ hier offensichtlich geplant wurden. Draussen derweil brach ein Kampf aus.
Und während Lucc genüsslich Kopfnüsse an Bürohengste verfütterte, suchte Delia im Büro Links von ihr Deckung. Erst hatte sie es gar nicht bemerkt, aber der verschreckte Besitzer des Büros war auch Herr über das Telefon. Und nachdem er sich gefasst hatte, versuchte kein anderer als Ula Jughe , Hilfe damit herbei zu holen. Was er nicht bedacht hatte, war, dass der Stimmverzerrer noch aktiviert war und somit verriet er sich.
Er war Zeta. Er versuchte Delia ein letztes Mal zu überreden für ihn zu arbeiten, wohl gewahr, dass die Voraussetzungen sehr schlecht waren.
Delia lehnte wenig dankend ab.
Er war allerdings auch ein bäriger Mann der, wenn in die Ecke gedrängt zu einem ausgewachsenen Bären wurde. Delia konnte sich zwar halten aber war doch froh, als Lucc zu ihnen stiess, weil ihm die Kunden für Kopfnüsse aus gegangen waren – auch wenn aus allen Türen welche gekommen waren. Jughe war derweil auf seinen Schreibtisch gesprungen um die erhöhte Position zu seinem Vorteil zu nutzen doch Lucc bearbeitete seine Knie. Der Bär brach zusammen und landete direkt auf Lucc.
Allerdings war es dann auch schnell vorbei.
Delia nutzte das Telefon um die Sharn Wache zu rufen, derweil stiess Carric wieder zufrieden drein schauend zu ihnen. Er riss eine Seite aus seinem Notizbuch und reichte sie Lucc. Denn er hatte viel interessantere Informationen gefunden als Delias mutmasslich schädlichen Umgang. Versteckte Informationen zu Wertsachen und Informationen, Streitigkeiten und Intrigen, in den Unterlagen hier war alles zu finden.
Er verbaschiedete sich mit neu gefundener Herzlichkeit von den Dreien und als Lucc die heraus gerissene Seite betrachtete, kam er sich sehr unrecht bewertet vor. Gut dass dies nicht an jemanden, wen auch immer, weiter geleitet wurde.
Letztlich ging es einmal mehr zur Erfassung der Aussagen zur Wache, und man scherzte schon mit ihnen wie unter alten Kollegen.
Delia hatte gerade ihre Meditation beendet und einen genüsslichen Blick auf ihr Werk vom Vortag geworfen, da klopfte es an der Tür. Olana deutete hin und nach einem Nicken von Delia öffnete sie einem Kurier die Tür. Gleich dahinter kam ein zweiter schnaufend an. Der erste gab ihnen ein Telegramm von Haus Phiarlan weitere Informationen gewonnen hatte und dass die beiden sich doch bitte so schnell wie möglich im Turm melden sollten. Der zweite Übergab ihnen ein Schreiben von Thorondor Mondsilber. Es war die Einladung für die Eröffnung des Konservatoriums von Haus Cannith in `Der erste Turm’ mit einem Scheck den sie als Spende für die Flüchtlinge aus Cyre im Namen des Hauses überreichen sollte. Es war schon in zwei Tagen.
Im Büro der Agentur trafen sie auf viele gelangweilte Gesichter, aber Delias Unglück war nun zur Gefahr für die Ehre des Hauses geworden. Eine neue Organisation von Schattenarbeitern außerhalb ihrer Kontrolle, die auch noch ein entferntes Mitglied der Familie töten wollten? Man hatte nun eine erste Spur gefunden. ‚Die Piraten des Manifests’ operierten von einer Basis aus, die sie in Alt Sharn versteckt hätten. Schauplatz einer der größten Tragödien der Stadt und ihre eiternde Wunde.
Als sie zurück waren, dauerte es noch eine ganze Weile, bis Lucc mit Amber von ihren Tagesgeschäften zurück gekehrt waren, doch sie hatten viel zu erzählen und der Orc präsentierte Stolz die Trophäen ihrer Handlung, die drei Ohrstöpsel, über die sie sich verständigen können würden.
Doch bald neigte sich auch dieser Tag dem Ende zu. Doch Alt Sharn liess Delia keine Ruhe. Sie hatte Freunde und Familie im Krieg der Drachenzeichen verloren. So beschloss sie, die Städte zu besuchen, ihre Freunde zu Ehren und wer weis, vielleicht nach diesen verd… Piraten Ausschau halten.
Lucc und Amber erklärten schnell, dass sie gerne mitkommen würden. Der Zugang zu ‚Alt Sharn‘ war auch über ‚Todes Tor‘, vielleicht würden sie ja ein paar ihrer neuen Freunde wiedersehen. Amber fing wieder an, ihren Slogan zu intonieren und Lucc schüttelte nur einmal mehr mit dem Kopf.
In ‚Todes Tor‘ angekommen, legte Delia erst einmal ein Gebinde Blumen für an dem Schrein ab, der mitten an dem Tor gebaut wurde, das nach ‚Alt Sharn‘ führte und so gleichzeitig als absperrende Barriere wirkte. Als sie niederkniete und an ihre Verlorenen dachte sah sie eine seltsame Vision der Ruinen in der schwarze „Seelen“ langsam umher trieben. Etwas zog sie in die Zone, von der Viele behaupten, dass dort noch die Seuche grassierte und viele Träger der verzerrten Zeichen noch dort hausten – mit unbekannten, beängstigenden Kräften.
Letztlich gewann die Stimme, die nicht ihre eigene zu sein schien und sie brach zu der Stelle auf, an der, wie man ihr gestern gesagt hatte, die Piraten ihr Nest gebaut hatten. Lucc und Amber brauchten dagegen keine Stimme um an der Seite ihrer Freundin zu bleiben.
Nachdem sie ein Weile gegangen waren, konnten sie einen Schiffsfriedhof ausmachen, es war nicht schwer, zu erraten, wie diese ganzen Schiffe hier geendet hatten. Lucc und Amber konnten beobachten, wie Delia sich immer wieder nervös umsah, und dann auch nach etwas zu suchen schien, plötzlich krümmte sie sich vor schmerzen schreiend. Lucc war äusserst besorgt, doch nach ein paar Sekunden, die sich wie eine Ewigkeit angefühlt hatten, entspannte sie sich wieder. Sie erklärte sich und sie gingen in eines der Schiffsfracks, wo sie sich die Stelle am Rücken an sah. Es war ein Zeichen eingebrannt. Nun schon rannte Delia zu dem Bereich, der wohl dereinst die Brücke war, sah eine metallische Kugel und zerstörte sie mit ihren Waffen. Lucc und Amber waren sehr erschreckt, als sich letztlich ein Luftelementar aus der Kugel befreite. Er griff die Gruppe jedoch nicht an und Delia schien mit ihm zu sprechen. Nach kurzer Weile flog er davon und Delia erklärte, dass die Elementare, mit denen die Flugschiffe einst betrieben wurden, nun hier gefangen waren. Zuerst zuckte Lucc nur mit den Achseln, doch sie erklärte ihm, dass die Elementare denkende, fühlende Wesen waren, die mehr oder weniger versklavt wurden und dann hier vergessen waren. Nun hatten Lucc und Amber wegen der Elemtare, die sie am Vortag getötet hatten, ein schlechtes Gewissen. Sie gingen durch alle Fracks und befreite einen Elementar nach dem anderen, es schwirrten so einige herum doch mit der Weile wurden es auch wieder weniger. Delia zeigte sich erleichtert.
Doch nachdem man schon hier war, war es nun Zeit für das eigentliche Ziel. Von den Piraten des Manifests den Aufenthaltsort Zetas und seiner Organisation in Erfahrung bringen. Offensichtlich hatten sie aus Schriffsresten und Trümmern eine richtige kleine Festung gebaut, die zwischen den ausgeschlachteten Schiffen hindurch zu sehen war.
Da Delia immer noch etwas abgelenkt von diesen neuen Erfahrungen war – seit wann konnte sie mit Elementaren reden? – übernahm erst Lucc die Führung indem er direkt zum Tor maschierte. Und nicht nur Lucc war eifrig, nun war es an Amber, die eindrücklich anfing zu weinen und die verdutzden Wachen anging, sie solle ihren Papa holen. Nach etwas hin und her, fragten sie nach dem Namen und holten prompt einen Kollegen, doch Amber sagte das war er nicht.
Die mittlerweile drei Piraten, und sogar Lucc, waren von Ambers scheinbaren Gefühlsausbruch so verunsichert, dass man nach „der Chefin“ rief.
Als eine Frau kam, auf die die Beschreibung offensichtlich zu traf, schaute die sich die ganze Situation nur wenige Sekunden an und schrie die Wachen an: „Erkennt ihr keine Ablenkung wenn sie euch ins Gesicht starrt, schnell sichert alle Stellen an denen Leute eindringen können. Und ihr drei kommt mit.“ wandte sie sich an die Gruppe.
Der oberste Pirat
Die taten achselzuckend wie geheissen, an einem grossen Gebäude vorbei vor dem viele kristallene Luftschlitten geparkt waren, und folgten sie ihr zu einem kleineren Gebäude, dass sich als ein Büro erwies. Sie schickte die weitere Wache, die sie begleitet hatte, zur Sicherung einer weiteren Stelle weg und wandte sich an drei.
„Also, wieviele seit ihr und wo dringen die anderen ein?“ Delia bemerkte, das auf dem Tisch hinter ihr die Aufträge zu ihrer, Luccs und Ambers Beseitigung inklusive gut gezeichneter Portrais zu sehen waren und wandte sich an die oberste Piratin
„Und, wie viel sind wir Wert?“
Die angesprochene war völlig irritiert, folgte aber dann Delias Blick zu den Unterlagen. Langsam machte sich die Erkenntnis auf ihrem Gesicht breit und sie holte Luft, um nach Verstärkung zu rufen, doch brachte sie kein Wort heraus. Delia hielt ihr den Mund mit einer magischen Hand zu.
Sie zog ihr Rapier und ein Kampf entbrannte. Lucc genoss die Prügelei, Delia jedoch war verwirrt, denn wann immer sie Zaubern wollte, passierte alles etwas anders als erwartet. Amber jedoch entschied den Kampf mit guten, alten und berechenbaren magischen Geschossen.
Als die Taschenkönigin schliesslich bewusstlos am Boden lag, las Delia in aller Ruhe die Steckbriefe, 5000 Goldstücke pro Person, bezahlt mit einem Passwort gesicherten, aber ansonsten gesicherten Einlage bei einer Bank. Es stand allerdings nicht da, wie die Organisation zu kontaktieren war. Letztlich blieb ihnen nichts anderes übrig, als sie zu wecken und direkt zu verhören.
Von Amber eingeschüchtert verhandelte sie eine Lösung für alle Beteiligten. Sie würde Zeta magisch kontaktieren, sie angeblich übergeben, dabei aber ihre Fesseln nicht sichern und hoffentlich dennoch die Belohnung kassieren, während sie direkt zu Zeta gebracht würden. Offensichtlich war es ihr jedoch das wichtigste, vor ihren Leuten nicht dumm da zu stehen, und ihr Gesicht zu wahren.
Für ihr Leben schuldeten die Piraten der Gruppe nun einen Gefallen.
Und so brachte man sie zur anderen Seite des Schiffsfriedhofs, wo sie eine Luftkutsche abholen würde.
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