Brief einer Elfe (Shield of Light)

Steinfleischwache

Liebste Meemaw,

ich schreibe dir, auch wenn ich weiß, dass der Brief dich wahrscheinlich nicht erreichen wird. Du hast den Hochwald noch vor meiner Abreise verlassen und so weiß ich nicht wie, wo oder wann wir uns wiedersehen. Wenn wir je aus diesem Land herausfinden sollten.

Zu meinem Entsetzen habe ich lange nicht mehr geschrieben und es ist doch so viel geschehen.

Yggdra, mein Herz, er ist wieder weg. Ich wollte nicht sehen wer oder was er geworden war. Ich hatte gehofft ihm helfen zu können, ihm so wichtig zu sein, dass er bei mir bleibt. Ich wollte seinen Worten glauben, sein Handeln verstehen und ihn verteidigen. Er hatte sich so verändert. Von dem liebenswerten, mitfühlenden Mann zu diesem Anderen Ich. Ich war zu blind, zu egoistisch, wollte ihn nicht verlieren. Und nun ist er weg. Er hat sich gegen die Gruppe gestellt. Er hat versucht mich zu manipulieren und ich wollte alles glauben was er sagte, wollte unbedingt bei ihm sein und bleiben. Und so stellte ich mich tatsächlich auf seine Seite, lief mit ihm davon. Natürlich kamen uns die Anderen nach und Yggdra, er verschwand. Ich weiß nicht wohin und mir hat es das Herz zerrissen. Ich hatte ihm doch verziehen, was damals war. Ich hatte Verständnis dafür, dass er keine Beziehung wollte, sondern nur Gesellschaft auf der Reise. Dass sich dies änderte, als er sich veränderte war so ein schönes Gefühl. Ich fühlte mich, als würde ich in ein Loch ohne Boden fallen. Ich konnte nicht Essen, hatte keine Hunger oder Appetit. Mein Trance war nicht mehr so erholsam und ich war immer mehr erschöpft und müde.

Theo war es, der auf mich zukam. Sich Sorgen machte. Ohne ihn wäre ich wahrscheinlich irgendwann umgekippt. Theo ist wirklich ein interessanter Mann. Seine Euphorie, wenn er bei einer Sache ist die ihn interessiert ist erschreckend, aber auch ansteckend zugleich.
Ich bin mir unsicher, was Theo angeht. Ich glaube, ich löse etwas in ihm aus. Er ist immer so nervös, wenn ich in seiner direkten Nähe bin. Als er auf meinem Bein geschlafen hat und mich dabei die ganze Zeit anlächelte, fühlte sich das mehr als gut an.
Also löst er auch in mir etwas aus. Er bringt mich zum Lachen und wenn er mich umarmt, ich sein Herz so heftig schlagen fühlte und seine Wärme spürte fühlte ich mich geborgen und sicher.

Vielleicht habe ich das einfach nur nicht sehen wollen, weil ich zu sehr mit Yggdra beschäftigt war. Doch während ich die Schreibe und von Theo erzähle muss ich lächeln obwohl mir nicht danach ist.

Meemaw, was ist bloß los mit mir?

Zurzeit sind wir in dem Tempel, den Theo sein zu Hause nennt. Wir suchen seinen Meister und wollen ihm helfen.
Der Weg hierher war schwer und natürlich auch nicht gefahrlos.

Zunächst lieferten wir die eine Stadtwache, die wir ein paar Tage zuvor halbtot gefunden hatten, in der Nähe von Krezk ab.

Dann begann der Aufstieg auf den Berg. Wäre ich nicht so abgelenkt gewesen hätte mir die An- und Aussicht sicher gefallen.
Der Regen und der sich verändernde Weg machen es schwer voran zu kommen. Glücklicherweise haben wir durch Theos Zauberhütte immer einen guten Schutz. Er kümmert sich wirklich gut um uns.

Genau wie Tebaun. Dieser Elf, der so mehrschichtig ist, wie deine berühmte Rosenapfeltorte. Einmal ist er redselig, dann auf einmal wieder in sich gekehrt als würde er trauern. Ehrlich und offen, vor allem wenn er über Eilistraee und seinen Glauben reden kann. Und dann wirkt er wütend und eine Art dunkler Schleier legt sich über ihn.

Als ich ihn und Theo eines Abends bei ihrem Training zugesehen habe wirkte er wieder ganz anders. Und dann lächelt er manchmal so freundlich und charmant, dann ist er wieder kühl. Verwirrend. Ich hoffe du lernst ihn kennen. Ich sollte ihn und seine Familie mit in de Hochwald nehmen, falls wir einen Weg zurückfinden. Sie haben ein Heim verdient.

Wo war ich?

Ahja, der Weg.
Wir liefen und liefen. Der Weg wurde enger und rutschiger. Wir banden uns zu Sicherheit aneinander fest. Glücklicherweise, da Hara ins Rutschen kam und fast den steilen Berg hinuntergefallen wäre. Es ging mindestens 200 Fuß in die Tiefe.

Auf einem Plateau trafen wir auf riesengroße Ziegen. Auch wenn Theo sie für normal ansah für die Gegend wollte Tebaun sie sich genauer ansehen. Und dann tauchten immer mehr auf. Und bevor wir uns irgendwo verstecken konnten, stand so ein Riesenvieh genau vor mir. Mir schlotterten die Beine doch dank Schlitzzahns Magie griff es mich nicht an, sondern folgte ihm nun.

Als wir dann ein poltern hörten und wie sich etwas durch die Bäume auf uns zu bewegte wollten wir verschwinden, denn dem Riese, wohl der Aufpasser der Ziegen, wollten wir nicht begegnen. Leider war die eine Kreatur immer noch von dem Drachengeborenen fasziniert und der Riese rief etwas, was wohl nur Tebaun verstand. Ihre Diskussion ging hin und her und wir dachten wir kommen ohne einen Kampf davon, leider war dies nicht der Fall.

Wir näherten uns also einem wichtigen Wegepunkt. Einem Tor welches mit Magie belegt. Theo war sich aber sicher, dass er diese binden konnte.
Doch natürlich treffen wir erst auf den Herrn des Landes. Und natürlich muss er uns erst etwas entgegensetzen, bevor wir weiterkonnten. Also belebte er einfach die Steinstatuen, die Wächter zu Seiten des Tores.

Erfreulicherweise sind wir mittlerweile einigermaßen eingespielt und wir kamen schnell unserem Ziel, dem Bernsteintempel, immer näher.

In einem alten Wachturm erholten wir uns und dort war es, wo Theo auf mich zukam und mit mir redete. Für die Weiterreise ließ Theo eine magische Scheibe für mich erscheinen, damit ich nicht zu weit zurückfiel (was für ein guter Mann).

Dann standen wir vor dem Tempel. Er war von außen beeindruckend. Groß und gewaltig wurde er in den Stein gehauen. Es schien so, als würde er mit ihm verschmelzen.
Und dann kommen wir in das Innere. Meemaw, du wirst mir nicht glauben wie herrlich dieser Tempel in seinen besten Zeiten mal gewesen sein muss. Noch immer war der schwarze Marmor (so hat Theo in bezeichnet) imposant der hier ist. Am Boden, an den Wänden fast überall ist er zu sehen. Und der Bernstein verleiht dem Ganzen einen leichten goldenen Schimmer.

Noch während wir uns imponiert umschauen, läuft Theo vor. Er kennt sich aus und will in den verschiedenen Räumen nach seinem Meister suchen.

Als wir eine Tür öffnen standen uns dort humanoide gegenüber. Sie verstanden uns nicht und wir sie nicht und so kam es zum Kampf. So ungern ich in kleinen Räumen zaubere, so war ich es allmählich leid und mein Feuerball machte auch ordentlich Schaden. Bis Theo den Anführer (mit diesem Speer, der mir nach wie vor nicht ganz geheuer ist) raushängen ließ. Erst schien das Ganze nach hinten loszugehen, doch er schaffte es, dass sie ihre Waffen sinken ließen.

Also gingen wir weiter. Theo hatte uns noch vor „Wächtern“ gewarnt doch als wir die Tür öffneten um weiterzugehen, flog uns auch schon ein Feuerball entgegen.

Tebaun hechtete elegant wie immer zur Seite, während ich wie angewurzelt stehen blieb. Nur Theo wusste was er wirklich tat, in dem er den Zauber einfach verpuffen ließ. Und nachdem ein Wort gesagt hatte, verschwanden die Wächter auch wieder in ihren Nischen.

Als wir weitergehen wollen hat Tebaun auf einmal einen Stab in der Hand und versucht ihn zu zerstören. Er schafft es ihn in tausend kleine Stücke zu zerschlagen von denen wir alle etwas abbekommen. Also suchen wir uns gegenseitig ab um alles davon zu entfernen.

Der nächste Raum war erhellt durch Kerzen und es war gemütlich warm. Ein Tisch stand dort mit mehreren Stühlen und auf ihm war ein Topf der dampfte. Heißer Wein.

Wir ließen Hara erst einmal zurück und gingen zu dritt weiter.
Ein Raum nach dem Anderen durchliefen wir. Bis in die Bibliothek. Tebaun war sofort begeistert (so habe ich ihn noch nicht gesehen) von den ganzen Büchern und Schriftrollen. Ich glaube er hätte am Liebsten dort das Lager aufgeschlagen. Gelangweilt ging ich die Treppe nach unten. Theo kam mir panisch hinterher und meinte, wir dürften nicht hinunter, weil dort Bernsteingefängnisse stehen würden.

Ich näherte mich einem dieser Gefäße und hörte eine tiefe und dunkle Stimme. Sie bot mir so viel, doch diesmal blieb ich stark. Als ich wieder zu mir kam, stand Theo auch schon neben mir und nahm meine Hand. Er hielt sie fest und es fühlte sich so gut und vertraut an.

In der Bibliothek ließen wir uns kurz nieder und ich berichtete den Anderen, was los war. Danach erzählte uns Theo dann alles was er über diese Gefängnisse wusste. Er hielt meine Hand dabei. Die ganze Zeit und ich ließ seine auch nicht los.

Erst als wir weiterwollten, ließ ich ihn los, da er uns ja führen musste.  In etwas weiter Ferne hörten wir Stimmen. Leise versuchten wir uns ihnen zu nähern, doch der Boden war rutschig und so hörten sie den Stein auf dem ich ausrutschte.

Theo versuchte noch mit ihnen zu reden, doch ihre Antwort ließ nur zu, dass ich ihnen einen Feuerball entgegenwarf. Der Kampf war schnell zu Ende.

Wir ruhten kurz und beschlossen zur Schatzkammer aufzubrechen.

 

Meemaw. Das waren wirklich aufregende und nervenzerreißende Tage. Ich vermisse dich und deine Weisheiten von denen ich hier einige gebrauchen könnte sehr.

Ich drücke dich

 

 

Getrennte Wege (Shield of Light)

Nach der anstrengenden Nacht ging Hara hinunter in die Wirtsstube und der Wirt bemerkte ihre gute Laune. Schliesslich entlockte er ihr mit Hilfe eines ausgezeichneten Frühstücks die Neuigkeiten über das gefundene Ei. Doch sie war stur und wollte es zu seinem Ärger nur seinem Vater übergeben, und noch hatte ihn aj auch nicht bei sich. Als sie zum geteilten Zimmer zurück kam, war Tebaun bereits zu seiner Famillie bei den Vistani. Der gefesselte Yggdra diskutierte mit Arabella, uneinsichtig über die Übergriffigkeit seiner Aktion vergangene Nacht.Obwohl sie ihm Mistraute, sagte er ihr, dass er wüsste, wer etwas über den Verbleib ihres Bruders weis und das war ihr genug um mit ihm die Gruppe zu verlassen. Theo, der das Ei hatte, übergab dies Hara und war kurz darauf von dannen. Hara musste nicht lange darüber Nachdenken, was er wohl vor hatte.

Nach vier Stunden kam auch Herr Martikoff wieder und Hara übergab ihn den eiförmigen Stein. Jetzt war sie allerdings etwas Ratlos. Ihr Gruppe war nun in alle Winde zerstreut und so beschloss sie sich Hilfe bei den wenigen Vertrauten zu holen, die sie im Städtchen hatte und suchte die Kapelle auf, wo sie auf Irena und den Vater traf. Der Vater fand dann in den lokalen Büchern ein Ritual, das er mit Hara ausführte. Sie versuchte Theo zu erreichen, doch der war wohl schon zu weit weg. Aber ein zweiter Versuch, bei dem statt dessen versuchte Tebaun zu erreichen (der ja seinerseits Fernkommunikation beherrschte) und das gelang ihr auch. So kam Tebaun zu ihr. Tebaun erreichte auch Theo und so erfuhren sie, wo sie hin mussten. Sie beschlossen, die Nacht durch dort hin zu reisen.

Theo hatte sich derweil indirekt Arabella zu erkennen gegeben, aber noch wähnte sich Yggdra mit ihr allein. Nach einer erneuten Diskussion wurde klar, dass Yggdra Arabella zum Herrn des Landes bringen wollte, um diesen zu befragen. Nicht wirklich, was Arabella sich vorgestellt hatte. Zu allem Überfluss entdeckten sie auch noch die Überreste eines offenbar scheren Überfalls mit mehreren Leichen.

Tagebuch eines Halbling (Raven Guard)

Grung

Ich habe sowas von keine Lust mehr auf diesen miesen Dschungel. Er verlangt der Gruppe und mir wirklich alles ab.
Die Verluste kann ich schon nicht mehr an einer Hand abzählen.

Arannis und ich haben immer noch nicht viel miteinander gesprochen, aber wir gehen uns nicht mehr aus dem Weg. Immerhin ein kleiner Erfolg. Ich vermisse es sehr mit ihm zu reden. Ob er weiß wie sehr er mir als Freund fehlt? Nach Außen versuche ich wirklich zu tun als wenn alles in Ordnung ist, doch die Nächte allein im Zelt machen schlechte Gedanken und Sehnsüchte. Wie sehr wünsche ich mir ein warmes, weiches Bett, eine Mahlzeit von Belba. Ich vermisse ihren scharfen Feuertopf. Und natürlich unseren Hinwein dazu. Aber trockene Kleidung oder überhaupt trockene Dinge wären ein Traum. Ja ich vermisse sogar Bandobras und Berontius. Ihre Streiche oder wie sie den Satz des Anderen vervollständigen.

Wir waren in diesem Labyrinth und es war voll von diesen Froschwesen. Es gab sie in unterschiedlichen Farben, doch was genau das bedeutet weiß ich noch nicht.

Gesehen haben wir einen in Gold, eine in Rot ein paar in Grün und mehrere in Gelb.

Das rothäutige Froschwesen hatte uns mit wilden Gesten und Zeichen versuchte etwas mitzuteilen doch diese gurgelnden Geräusche hat keiner von uns verstanden. Kwalu war derjenige der als unser Sprachrohr fungierte und hat mit ebenso ausladenden Bewegungen versucht sich zu äußern.

Gemeinsam haben wir dann herausbekommen, dass wohl eine Art Gottheit heraufbeschworen werden soll und diese Rothäutige hat, so vermuten wir, eine Ahnung, dass diese Beschwörung nicht reibungslos verläuft und möchte nun Hilfe von uns. Mit Hilfe von Magie und Malzeug (das hat sie in einer kleinen Kiste aus ihrer Hütte geholt) soll eine Illusion erschaffen werden um den König (der goldfarbener Frosch) nicht zu erzürnen.

Zunächst sollten wir aber Pflanzen und andere Gewächse besorgen um, so glauben wir, keine Aufmerksamkeit zu erregen.

Also haben wir das Labyrinth wieder verlassen um nach dem Grünzeugs zu suchen. Das Dickicht und das ganze Grün überforderten uns ein wenig und es dauerte bis wir die richtigen Blumen, Pilze und Blätter gefunden hatten.

Von der Suche waren wir wohl abgelenkt und so bekamen wir nicht alle mit, dass sich der Nebel näherte. Dieser blaue Nebel der uns schoneimal wirr, taub und blind werden ließ.

Einige nahmen ihre Beine in die Hand und hauten ab, doch Arannis, Kwalu und ich waren wohl einfach zu langsam. Der Dunst hatte sich noch nicht lange verzogen und uns drei ging es auch noch ganz gut, als wir auf diese Gruftschrecken trafen.

Kwalu, ergriff eingeschüchtert, verwirrt oder ängstlich die Flucht (ich weiß, er hätt uns nicht im Stich gelassen, vielleicht hat der Nebel doch etwas mit ihm gemacht?) während wir anderen uns den Gegnern stellten.

Der Kampf war anstrengend und verlangte einiges von uns. Erschöpft und verletzt ließen sich die Anderen nieder, doch Prodos (der Stier auf zwei Beinen, der neu dazu gestoßen ist) und ich machten uns auf die Suche nach Kwalu.

Anfangs war es leicht seiner Spur zu folgen, doch dann fing es natürlich wieder an zu regnen. Die Fährte war nicht mehr so gut sichtbar und es dauerte eine Weile bis wir ihn fanden.

Er machte wirklich einen verwirrten Eindruck und wir brachten ihn zur Gruppe zurück.
Nun sitzen wir alle da und erholen uns erstmal bevor wir zurück nach Dungrunglung gehen.

Vom Labyrinth zurück in den Dschungel (Raven Guard)

blauer Nebel

Noch immer stand unser Besuch mit Krr ‚ook draußen vor dem Schrein. Auch wenn ich nicht gut im Lesen von Körpersprache und Emotionen bin, glaube verstanden zu haben, dass sie noch nicht wissen, was genau sie wohl bei dem Ritual machen sollen.

Dann verschwand unsere Priesterin in ihrer Hütte und kam mit einer kleinen Schatulle wieder. Der „Übersetzer“ öffnete sie und ich konnte vom Weiten nur Pinsel und Farbe erkennen.

Was dann der Menschling damit gemacht konnte ich nicht erkennen, aber die Gruppe schien nun genauere Vorstellungen bekommen zu haben, was sie zu tun hatten.

Zunächst schickte sie Krr ‚ook aber wieder in den Dschungel. Mehr Blumen besorgen. Manche von ihnen duften so schön aber von anderen wird einem schon fast schwindelig.

Auch wenn es mir nicht direkt aufgetragen wurde ihnen zu folgen… aber es wird schon keinem mein Fehlen auffallen. So wie sonst auch immer, also bin ich im sicheren Abstand ihnen hinter her. Doch während sie das ganze Labyrinth wieder durchqueren mussten, habe ich einen kürzeren, leichteren Weg nach draußen genommen. So konnte ich auch sicher gehen, dass sie meine Anwesenheit nicht mitbekamen.

Sie liefen ein wenig versetzt zu einander um mehr Pflanzen finden zu können, denke ich zumindest. Sehr gut haben sie sich allerdings nicht angestellt, denn sie haben nicht viel gefunden. Gut, ich muss gestehen, dass wir natürlich schon einige der Blumen, jedenfalls so dicht an unserem zu Hause, gepflückt hatten.
Viel weiter in den Dschungel gehen wir nicht, wenn wir nicht müssen.

Und dann kam er auch schon auf die Gruppe zu. Dieser schreckliche blaue Nebel.
Was genau er macht oder wie er wirkt wissen wir nicht, aber wir vermeiden ihn und die Abenteurer offenbar auch, denn der Menschling lief los was seine Beine hergaben und auch unser Besucher, das Tier mit den Hörnern, mit dem Hasen auf den Schultern und die Frau rannten los.

Der menschliche Schlüpfling, der Menschling mit den angespitzten Ohren und der Menschling mit dem Begleiter waren nicht so schnell und waren nach kurzer Zeit vom Nebel umhüllt.

Während ich mich auf den Rückweg machte sah ich nur kurz, dass sie wohl unbeschadet waren. Ich aber rannte weiter, hatte ich doch diese Wesen gesehen…

Gruftschrecken

Dungrunglung (Raven Guard)

Dungrunglung

Ich liebe mein zu Hause. Wer kann schon behaupten in der Mitte eines Labyrinths zu Hausen, welches sich ständig verändert? Die Wege sind mal hier mal da. Lustig, wie sich manch einer darin verliert und wahnsinnig wird. Da ist es einfach ihn zu überwältigen, ihn zu besiegen, zu kochen und zu essen.

Die Überreste, hauptsächlich die Knochen, landen in unserem großen Teich. Die Reste, die vielleicht noch an ihnen vorhanden sind, werden von unseren Fischen abgeknabbert.

Unsere Hütten sind einfach. Sie bestehen aus Sumpfmoos und Schilf, das mit Schlamm zusammengeklebt wurde. Einige sind größer als andere, aber jede hat einen Eingang und eine kleine, runde Öffnung zum Hinausschauen. Wenige haben sogar einen Kamin. Es gibt Platz für sechs Erwachsene von uns und in einigen lebt unser Nachwuchs. Da sie noch keine spezifische Hautfarbe haben ist es egal in welcher Hütte sie sich aufhalten. Sonst wird darauf geachtet, dass in jedem Haus die gleiche Hautfarbe lebt.

In der Mitte des Teichs ist die Insel unseres Königs, den man an seiner goldenen Haut und dem goldenen Diadem auf dem Kopf unschwer erkennen kann. Er ist der Herrscher und wir folgen ihm ohne Fragen zu stellen. Vielleicht ergibt sich irgendwann die Möglichkeit ihn zu stürzen?

Und dann ist da noch der Schrein, den wir errichtet haben. So haben wir unserem König gehuldigt. Er ist größer geworden, als geplant, aber wer beschwert sich schon über größer?  Er ist bestimmt gute 18 Meter hoch und jeden Lehmziegel haben wir selbst hergestellt und bemalt.

Im Inneren des Schreins haben wir einen großen, hohlen Raum angelegt. Direkt hinter dem Eingang ist ein klares Wasserbecken. Am Ende des Schreins findet sich ein erhöhtes, halbkreisförmiges Wasserbecken.

Hier soll das Ritual durchgeführt werden. Der König will Nangnang herbeirufen, damit sie ihn Loben und Preisen kann. Okay, das klingt vielleicht ein wenig überdreht. Doch unsere Priesterin weiß was sie tut. Das hoffen wir jedenfalls alle. Was passiert nur, wenn das Ritual fehlschlägt?

Doch offenbar kommt da unserer Besuch gerade recht.
Selten haben wir Besuch, doch heute ist eine Truppe Abenteurer angekommen. Wir haben sie im Labyrinth beobachtet und sie haben sich nicht schlecht angestellt. Haben ein paar Untote für uns beseitigt. Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum wir sie nicht gleich angegriffen haben, denn wir haben viele Probleme nicht mur mit den Untoten, sondern auch mit Ghulen. Unser eigenes Gift wirkt leider nicht so, wie es sollte. Schon merkwürdige Gestalten, die sich mit Händen und Füßen zu unterhalten und verständigen versuchten, aber offenbar scheint der mit dem Begleiter, an dem so viel Zeugs hängt, nicht ungeschickt und kann unsere Wache davon überzeugen sie nicht gleich in unsere Gefängnisgrube zu werfen, obwohl sie das Passwort nicht einmal kannten, aber wahrscheinlich hätten sie es auch nicht aussprechen können.

Mit persönlichem Geleit wurden sie zur Überquerung des Teichs geleitet. Ein höchst seltener Anblick muss ich gestehen und wie sie sich beim Schwimmen angestellt haben, muss ich dazu wirklich etwas Schreiben? Nur einer der Menschlinge ist einfach so über das Wasser gelaufen. Erstaunlich, wirklich erstaunlich.

Sie waren nur kurz im Schrein und kamen dann mit unserer Priesterin Krr ‚ook heraus und der „Rednerführer“ und sie „unterhielten“ sich. Über was konnte ich nicht hören und sehen, dazu waren sie zu weite weg, aber ich glaube sie hat sie darum gebeten bei den Vorbereitungen zum Ritual zu helfen.

Na wenn das mal nicht schief geht….

Lieber Vater Teil II (The Resurrected)

Golem

Der Mensch und die Halbelfe lagen am Boden, blass und regungslos. Ricarda war schneller bei ihnen als ich und so stellte sie Bran wieder auf die Beine. Bei Mialee klappte es leider nicht ganz so. Obwohl Bran so erschöpft und energielos wirkte hatte er genug Tatkraft um auf Aza loszugehen. Er macht sie für den Kampf und Mialee’s Zustand verantwortlich und als er dann hörte, dass die nesst’neea’streaa zu Staub zerfallen war, wurde er richtig wütend, da nur sie wohl ihren Zustand heilen konnte, wie er meinte.

Als ich mir Mialee genauer ansah erkannte ich, dass ihr etwas ihre Lebenskraft entzog und mir wurde klar, dass wir uns beeilen mussten, denn sonst würde sie innerhalb der nächsten 24 Stunden sterben, da dann die Nekrose zu weit vorgeschritten wäre um heilen zu können. 

Ricarda hatte wohl von einem heilenden Zauber gehört oder gelesen der Mialee helfen könnte und so fing sie an aus der Schatzkammer zerkleinerte Diamanten zu sammeln uns ließ diese von Bran mit seinem Hammer zu Staub verarbeiten. Es dauerte eine ganze Weile bis sie genug Staub zusammen hatte. In der Zeit saßen Aza und ich bei Mialee und passten auf sie auf. Sie sah so zerbrechlich aus. Sie, die sonst wohl so stark, anmutig und lebensfroh war.
Nachdem genug Material zusammen war und Ricarda diesen bei Mialee irgendwie angewandt hatte wirkte die Halbelfe nicht mehr ganz so zerbrechlich und dem Tode nahe.

Bran hatte sich in der Zwischenzeit ein wenig ausgeruht und war nun kräftig genug um Mialee zu helfen zum Eingang der Pyramide zu gelangen. Dort rasteten wir, denn nötig hatten wir dies alle.
Aza und ich teilten uns die Wache, damit die Anderen genug Ruhe fanden.

Doch einigen half die Pause leider nicht. Ricarda und Oskar fühlten sich, als würde ihnen etwas ihr Leben absaugen und befürchteten, dass es mit den Schätzen, die sie aus der Schatzkammer mitgenommen hatten, zusammenhing.

Wir beschlossen nochmal zurückzugehen, doch ließen wir Bran und Mialee zurück. Die Anderen hatten meinen Vorschlag, der Halbelfe den Weg nicht nochmal zuzumuten, zugestimmt. Im Notfall konnte ich Bran, dank meines Amulettes, erreichen.

Ohne Probleme erreichten wir die Kammer und die Beiden leerten ihre gut gefüllten Taschen. Wieviel Münzen in so einen Beutel passen erstaunt mich immer wieder.

In der Mitte war ein großer Goldberg und ich war mir sicher, dass er sich bewegt hatte. Eine Atmung? Ein Herzschlag? Ich war mir unsicher und aus Neugier näherte ich mich natürlich. Die Golems um uns herum bewegten sich ebenso, doch ich konnte es nicht lassen und sprang als Maus in den Berg hinein. Ich wollte wissen ob etwas darunter verborgen war oder schlief.

Wie dumm und gefährlich das war. Die Golems griffen nicht nur mich, sondern natürlich auch Aza, Ricarda und Oskar an. Nur mit Mühe konnten wir entkommen und schon auf unserer Flucht entschuldigte ich mich bei ihnen.

Bei Bran und Mialee angekommen erkannte der Mensch sofort, dass etwas nicht stimmte und ging auch ziemlich direkt auf Ricarda zu. Besorgt würde ich meinen. Aza erklärt ihm haargenau was vorgefallen war und dann kam er auf mich zu. Ich stand ein wenig abseits und ging rückwärts bis ich die Wand hinter mir hatte. Ich weiß, „nicht ausweichen und der Gefahr ins Gesicht sehen“, das hast du mir oft genug gesagt. Aber ich konnte seinen Gesichtsausdruck nicht genau einordnen, denn bei dir habe ich diesen nie sehen können. Du warst immer der Meinung, dass man nur durch Fehler lernt und ich habe gelernt. Ich war eine Gefahr für meine Begleiter. Das wird mir so schnell nicht wieder passieren.

Usstan kestal ji.

Mialee wirkte noch immer sehr erschöpft und angeschlagen. Ich war mir sicher, dass sie Tage bräuchte um sich richtig erholen zu können, um selber wieder genug Kräfte zu haben, damit sie mit uns Reisen und Schritt halten konnte.

Die Gruppe war sich schnell einig einen geeigneten Unterschlupf zu suchen, um Mialee die Ruhe zu gönnen, die sie brauchte. Nicht weit von der Pyramide fand Aza eine Ruine, die uns Schutz bot und die wir auch recht gut verteidigen könnten, wenn nötig.

Aus Blättern, Farnen und Moosen richtete Aza ein Lager für Mialee her und da etwas Zeit in Aussicht stand, ging jeder ein wenig seinen eigenen Dingen nach. Es ist wichtig in einer Gruppe zu sein und zusammenzuhalten, doch die Zeit für sich, tat jedem mal ganz gut.

Bran kochte, Aza kümmerte sich um ihre Ausrüstung, Oskar beobachtete die Umgebung und ich beschäftigte mich mit den Sternen um mich ein wenig zu beruhigen und abzulenken.
Zu wissen wo wir hier sind und wer oder was uns noch begegnen könnte, ließ mich nicht ganz so entspannen, wie ich gerne hätte. Zusätzlich waren da die Sorgen um Mialee. Meine Gedanken waren viel bei ihr und auch in der Trance ließen sie mich nicht los. Und dann hörte ich sie. Eine sanfte, melodiöse Stimme. Gleichzeitig klang sie traurig aber auch vertraut:

„Mein Kind, sie hat sich wieder erhoben. Ihr müsst weiter. Nimm meine Gabe, sie sollte deinen Begleitern helfen, wenn sie sie zu sich nehmen. Das Kind Corellions steht an der Schwelle zum Tod. Ihr müsst weiter, vorbei an dem Parasiten. Meine geliebte Träne benötigt deine Hilfe.“

Als ich erwachte fand ich silbernen-funkelnden Mondsteinstaub in meinem Schoß.
Meine Hände und ich selber zittern noch immer.  Sie ist wirklich da, also noch irgendwo. Unsere d’l’olath jallil. Ich glaube es lag an der Nähe zu ihrem Schrein im Hochwald, dass sie mich hören konnte und ich ihr nahe sein konnte. Ilharn, du weißt, wo ich meine.
Ich brauchte eine Weile zu realisieren was genau passiert war doch ich eilte zu Mialee, wickelte etwas von dem Mondstaub in ein paar Kräuter und gab sie ihr.

Kaum hatte sie diese zu sich genommen, leuchteten ihre Augen kurz silbrig auf, bevor sie gleich darauf in einen Schlaf verfiel. Aus Sorge kam Bran sofort zu uns gelaufen und wollte wissen, was passiert war. Ich hielt mich kurz, aber an der Wahrheit.

untote
Untote

Viel Zeit blieb nicht, denn etwas passierte. Nicht nur ich spürte den Boden beben.

Da kommen sie… eine Horde aus Untoten…

Olath jallil qualla xun naut ori’gato udossa harl nin

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