Als Delia das Geschäft betrat und Lucc mit der aufgeregten Amber ihr folgten bemerkten sie eine Figur im wohnlichen eingerichteten Hinterzimmer. Eine zierlich wirkende Frau und einem weißem Gewand. Als sie Delia bemerkte, zeigte sie Stumm mit ausgestreckter Hand auf einen Übergang zu etwas, das offensichtlich die eigentliche Werkstatt war. Und dort kam gerade ein Kriegsgeschmiedeter über schmale Brücke gerannt und es knallte zwei mal ziemlich laut. Von blitzen Getroffen brach der Geschmiedete direkt dort zusammen.
Eine Elfe hatte kleine Truppe gut versteckt im Auge behalten, doch als sie Kampfgeräusche hörte, stürzte sie ins Gebäude und an der unbekannten Frau vorbei, zu ihrem eigentlichen Ziel, Lucc war vorgestürmt, über die Brücke und dabei ging durch eine Tür ins Gebäude, während Delia und Amber Rücken an Rücken auf der Brücke standen und zwei autonomen Geschützen ins Auge blickten. Auch die Elfe gesellte sich dazu und Rücken an Rücken zerstörten sie die Geschütze, nicht ohne einiges Einstecken zu müssen. Durch ein Fenster konnte Delia eine Gestalt sehen und versuchte von der Brücke über die Leere und durch das Fenster zu springen. Als sie Abrutschte, kam ihr schnell die andere Elfe mit einer Art Seil zu Hilfe, und als sie sich hochzog, blickte Delia erstaunt auf ihre Cousina Olana.
„Was machst du denn hier?“
„Meine Mutter hat mich um Auftrag deiner Mutter geschickt, um auf dich aufzupassen.“
Mittlerweile oben angekommen und aufgestanden meinte Delia.
„Aufpassen? Ich bin doch kein kleines Kind mehr?“
„Na, wegen so was zum Beispiel?“ und Olana gestikulierte über den Abhang zum Fenster. Durch das Fenster konnte man nun sehen, wie Lucc sich mit dem Geschmiedeten darin prügelte.
Die beiden betraten das Gebäude auch, sahen weitere Geschmiedete in einem Gang neben einer Esse und veruchten, die Person mit allen Mitteln festzuhalten. Bei einem Gelang es ihnen, bei einem weiteren nicht, Lucc kam über einen Umweg zu dem Raum wo er jemanden Aufgescheucht hatte und sie konnten sehen, wie der Geschmiedete zu einem Luftschiff stürmte, wo gerade ein andere ein offenes Fass mit blauer Flüssigkeit einlagerte. Delia stürmte zu einem Balkon und versuchte das Leitwerk des Schiffs, das nun davon flog, davon ab zu halten, doch es nahm nur wenig Schaden, bevor es ausser Reichweite war. Immerhin hatte es einen Linksdrall.
Die Situation hatte sich beruhigt, und man hatte ja die beiden zurück gelassenen Kameraden, den einen, den die beiden Elfen gefesselt hatten und den einen, den Lucc K.O. geschlagen hatte. Doch beide, die eigentlich kaum ernsthaft beschädigt waren, waren tot. Es fiel auf, dass diese Modelle ein wenig anders waren, als die, welche sie kannten. Unterschiedlich lange Arme, Schrauben an scheinbar falschen Stellen usw. Sie konnten nun nichts mehr für sie tun und sahen sich in der Werkstatt um. Sie fanden viele Bauteile, es schien sogar eine automatisierte Produktionskette zu geben, die so viele davon produziert hatte, das sie wohl die ganze Zeit zwischen dem Verschwinden ihres Besitzers und nun gearbeitet hatte. Delia steckte sich viel überflüssiges Material gerne ein. Amber fand dagegen eine Art Krankenbett und eine Werkbank in der Nähe. Offensichtlich hatte man hier an den Automatons und Kriegsgeschmiedeten gearbeitet. Es gab einiges an hochwertigen und gutsortiertem Werkzeug.
Doch ihr fiel vor allem ein unbeschriftetes Buch in die Augen. Als sie es in die Hand nahm, ging plötzlich ein Licht von den Augen ihres Teddybärs aus, das auf das Buch fiel und das nun plötzlich mit „Modell Amber“ beschriftet war.
Sie lass in dem Buch während die anderen sich umsahen und las ein Protokoll, wie ihr „Grossvater“ sie gefunden hatte, neugierig wegen ihrer biologischen Komponenten war und sie wieder in Betrieb nahm. Die biologische Seite war noch am Leben, aber ihr Kriegsgeschmiedeter Kern brauchte einen ganz besonderen Saft, den er wohl heimlich in dem Konservatorium gebraut hatte, das sich in „Erster Turm“ im Bau befand. Er schien sich da sehr gut aus zu kennen. Eine Seite war heraus gerissen, die nächste schien ein Rezept zu enthalten für etwas, das sich Nemesis nannte.
Die nächsten Protokolleinträge drehten sich um weitere Besonderheiten. So fand er bei ihr wohl einen seltsamen Bolzen mit Verbindungen tief hinein in ihr Positronengehirn. Nachdem er sie entfernt hatte, war klar, dass damit auch ihre Erinnerungen verloren gegangen sein mussten. Von da an konnte sie sich an die meisten seiner Logbucheinträge bewusst erinnern. An den letzten allerdings nicht: Er hatte wegen des Bolzen recherchiert und wohl die falschen Leute auf sich aufmerksam gemacht. Beschloss wieder einmal weiter zu ziehen und Ambers Erinnerungen an hier Heim hier ein wenig zu vermischen, damit sie nicht unwissentlich hierher zurückfand und sich damit in Gefahr brachte.
Sie nahm das Buch an sich und erzählte niemanden etwas davon. Gedankenverloren blickte sie auf die Pritsche, und als sich alle beratschlagten kam sie auf die Idee, die Maschine zu nutzen, um in die Erinnerungen der Toten zu blicken. Nach und nach holten sie einen nach dem anderen von den dreien an die Maschine, dessen Bedienung Amber allerdings nur erahnen konnten. Die Erinnerungen die sie fanden, waren allerdings sehr interessant. Offensichtlich hatten sie solche Bolzen, wie wohl auch Amber einen hatte, von einem Kriegsgechmiedeten mit Messern bestütckt, die fast wie Engelsflüge wirkten, erhalten und schliefen daraufhin ein und träumten zum ersten mal in ihrem Leben. Ein unglaubliches Erlebnis für jemanden, der noch nie geschlafen hatte.
Schliesslich beschloss man, der Wache Bescheid zu geben, und sah sich im Wohnbereich um, wo auch Ambers altes Zimmer war. Delia dagegen nahm vor allem das gute Werkzeug an sich, und es war auch etwas magisches darunter.
So langsam trafen auch die Polizisten ein, nahmen ihre Aussagen auf und schickten sie nach Hause. Man Beschloss, nun, da man zu viert war eine Gemeinsame Wohnung zu suchen und die meisten zogen sich für die Nacht zurück Für Delia war der Tag jedoch noch nicht vorbei. Sie nutzte die ganzen neuen Rohstoffe und verbrachte die Nacht einmal mehr mit dem schmieden einer neuen Rüstung.
Das Drehbuch zum Film – „Wolf Party“ (Shield of Light)
Darsteller:
Maduin – Aasimar, Kleriker von Lathander, Wundheiler, Herkunft unbekannt
Arabella – Elfe und Pyromanin, aus den Elfenwäldern Cormyrs
Ygdra – Mensch, Schwertmagier, Arabellas Partner, untot (vermeintlich), aus einem kleinen Dorf in Cormyr
Hara vom Clan der Kynker – Drachengeborene, goldschuppig, Jägerin, aus Cormyr
Schlitzzahn – Drachengeborener, schwarzschuppig, Haras Untergebener, Jäger, aus Cormyr
Schnellfuß – Drachengeborener, schwarzschuppig, Haras Untergebener, Spurenleser, Untot, aus Cormyr
Wellende Schuppe – Drachengeborener, schwarzschuppig, Haras Untergebener, Koch, aus Cormyr
Theo – Mensch, Magier, in Barovia geboren und aufgewachsen.
Eiliendar Helviiryn, Drow, „Tebaun“, selbsternannter Partner der Göttin Elistriae, Barde, aus dem Faerun der Vergangenheit
Situation:
Die o.g. Darsteller reisen zusammen durch die Ihnen teils fremde Welt von Barovia, einer düsteren Dimension beherrscht vom Fürst Strahd von Zarovich. Sie sind auf der Suche nach einer Möglichkeit, in ihre ursprünglichen Welten zurück zu kehren und arbeiten hierzu sowohl innerhalb ihrer Gruppe als auch mit der örtlichen Bevölkerung zusammen. Derzeit sind sie auf dem Weg zu einem Weingut nahe der Stadt „Kresk“, um eine Weinlieferung zur Taverne Valakis zu geleiten, die vermeintlich von Wegelagerern verhindert wurde. Kleriker Maduin begleitet die restlichen Darsteller bis nach Kresk, um seine Pilgerreise zur Ernennung zum heiligen Hubertus anzutreten.
Szenen:
I. Pfad auf dem Weg nach Kresk, nach einem Scharmützel mit einem Druiden und Wölfen – ein Teil der Darsteller (Theo, Ygdra und ein paar Drachengeborene) waren noch im Verflechtungszauber des geflohenen Druiden verheddert. Die restlichen Gruppenmitglieder befreien die verhedderten aus ihrer schmächlichen Lage.
Hara weist Schnellfuß an, Spuren zu erkunden, um weitere Hinterhalte zu vermeiden – Schnellfuß sichert die Umgebung.
Theo als auch Maduin untersuchen die Umgebung nach Magie als auch andersartigen Auffälligkeiten – Yggdra wird als Untot vom Kleriker klassifiziert.
Eine Untersuchung lehnt Yggdra nach Blick zu seiner Gefährtin jedoch ab. Aus Sorge erneuert Kleriker Maduin sein Angebot einer ausführlichen Untersuchung. Yggdra lehnt ab. Arabella rollt mit den Augen. Die Gruppe zieht weiter.
II. Nach mehreren Stunden Fußmarsch ertönt Wolfsgeheul, die Darsteller bringen sich in Kampfposition und halten einen angemessenen Abstand zueinander, um nicht erneut allesamt in einem Zauber verwickelt zu werden.
Es erscheinen mehrere reguläre Wölfe sowie Schreckenswölfe. Arabella füttert einen Wolf. Dieser zeigt sich unbeeindruckt. Es erscheinen weitere Wölfe. Tebaun lässt einen Wolf einen Hasen sehen, der diesem hinterher jagt, zurück in das Unterholz aus dem er kam.
Eine weile später dringen erneut Wölfe sowie Schreckenswölfe durch das Unterholz. Eiliendar Helviiryn verscheucht mit lautem Donnern hervorgerufen durch seine Magie, die Wölfe – vorerst. Maduin gefriert am Wegesrand das feuchte Gras, was zusätzlich die Wölfe abschreckt. Es besteht Rutschgefahr. Der Schreckenswolf stürmt mit hungrigem Blick auf die Gruppe zu. Hara und Schlitzzahn sind inzwischen vorbereitet durch das Ablenkungsmanöver der Gefährten und erschießen den Schreckenswolf in einem Doppelmanöver. Sie haben heimlich geübt, würde ein geschultes Auge behaupten. Währenddessen rollt Arabella mit den Augen.
Durch den Kampfeslärm greifen nun jedoch mehrere Wölfe an und die Gruppe ist gezwungen, erhöhten Widerstand auszuüben. Maduin erschafft seine Wächtersphere, die den aggressiven Wölfen zusetzt. Theo und Tebaun verjagen zwei kleinere Wölfe, der Rest wird von der Gruppe exikutiert. Aufgrund der Verletzungen der Gruppe sowie der Beschädigungen der Wolfsfelle wird von einer Ernte der toten Tiere abgesehen, die Gruppe zieht weiter.
Eine kurze Rast und ein Harfengeleit des Barden später zieht die Gruppe weiter gen Kresk.
Ein erneutes aufheulen erregt die Aufmerksamkeit der Gruppe – eine Umzingelung der Abenteurer durch ein ganzes Wolfsrudel findet statt. Arabella rollt mit den Augen. Diese scheinen einen besonderen Appetit auf Echsenfleisch zu haben, denn deren Fokus geht hauptsächlich auf die Drachengeborenen ein, die sich der Klauen und Bisse schwerlich zu erwehren versuchen.
Selbst eine Wächtersphere vermag die Gruppe kaum zu schützen und so folgt ein Kampf der Konstitutionen. Im Norden wehren Theo und Eiliendar einen Schreckenswolf mit ihren Klingentänzen ab, während im Südosten Arabella gemeinsam mit Yggdra ihre Widersacher niederbrennt. Im Westen behaupten sich die Drachengeborenen gegenüber den Wölfen, die sie Welle um Welle attackieren und nicht mehr erkennbar ist, wer tatsächlich wen flankiert. Im Süden hält Maduin die Stellung mit seiner geweihten Magie. Nachdem die Wölfe sich innerhalb der Wächtersphere mehrere Sekunden verausgabten, konnte die Gruppe den Andrang zurückschlagen und Theo sowie Eiliendar beendeten Ihren Kampf mit einem doppelten Klingentanzfinale.
Die Wölfe waren bezwungen und mehrere Darsteller blutüberströhmt. Nachdem der Barde mit dessen begrenzten Fähigkeiten flux ungefragt mehrfach zu heilen begann, ermahnte der Kleriker ihn, diese Rolle jenen zu überlassen, die darin geübter waren und heilte sämtliche Wunden. Es wird diskutiert, ob beherzte Eigeninitiative oder fromme Zurückhaltung diesbezüglich das korrekte Vorgehen sei. Die Diskussion wird mit offenem Ausgang vertagt. Arabella rollt mit den Augen.
III. Da am Horizont bereits die Abendsonne hinter der Nebeldecke dämmert, entscheiden sich die Darsteller für eine Rast, um die Nacht in geschütztem Lager zu überdauern. Die Drachengeborenen finden nahe eines Abhangs eine Lagerstätte die angemessenen Schutz sowie Komfort bietet.
Die Gruppe bereitet das Lager auf, während sowohl Eiliendar als auch Maduin ihren Göttern eine Sprachnachricht schicken. Beide erscheinen mit der jeweiligen Antwort zufrieden gestellt und lächeln wissend im Geheimen.
Dank Theos Barriere sind nur 2 Wachen nötig, die die Umgebung im Auge behalten – die Elfe und der Drow sichern das Lager, da sie nur jeweils die Hälfte der Zeit zur Erholung benötigen – dies sei ihrer Abstammung mit elfischem Blut geschuldet. Ein Wolf beobachtet die Kuppel. Arabella rollt mit den Augen.
Immer wieder feurte Delia die Esse an, wild entschlossen, ihrem Freund Lucc etwas Gutes zu tun und dafür zu sorgen, dass er und die Kleine sicher waren wenn die Gefahr bestand, dass sie gejagt werden.
Dein Freund und Helfer
Die Beiden waren gerade mit dem geschwächten Telerik auf der Polizeistation. Es war bereits später Abend nach einem Wachwechsel und so mussten sie die Polizisten erst einmal aufklären, wer sie und der berühmte Autor waren. Während die beiden Männer ihr Protokoll bekannt gaben, leicht angepasst um Ambers wahre Identität nicht preis zu geben, rief eine Polizistin Amber zu sich. Sie hatte sie aus einer Meldung wieder erkannt. Nachdem das Profil an die Streifen weitergegeben wurde hatte man tatsächlich eine Werkstatt für Automatons gefunden, die überraschend seit mehreren Tagen geschlossen war. Amber war sehr aufgeregt, aber es war klar, dass sie nicht gleich los stürmen konnten. Schließlich hatten sie sich ganz schön verausgabt, Delia war nicht bei ihnen und es war bereits Nacht. Als die ganze Bürokratie überwunden war, wollte Telerik nur noch in sein Bett und schwörte dem Alkohol erst einmal ab… für eine Weile. Aber er lies sich Luccs Adresse geben um sie als besonderen Dank zu einem Festmahl ein zu laden. Amber wollte allerdings lieber mit einem Besuch im Oni Tsuang belohnt werden und Telerik versprach, Hann zu überreden.
Angenehme Überraschung
Kaum waren die Schlagringe abgekühlt, kamen Amber und Lucc dann auch zurück und Lucc fand einen Zettel von Delia an der Tür, der ihn anwies, zur Werkstatt gegenüber zu kommen.
Stolz präsentierte sie ihm ihr Werk, und er erzählte, was alles vorgefallen war. Diesmal inklusive der unglaublichen Details um Amber und Saphir, während Amber versuchte, davon ab zu lenken. Delia nahm die Nachrichten jedoch gelassen hin, erzählte ihrerseits dass sie kommenden Monat zum Famillienessen eingeladen waren und dass sie für Amber neue Kleidung brauchten. Praktischerweise kannte sie da jemanden in unmittelbarer Nähe. Aber das hatte Zeit bis zum nächsten Tag, denn nun war sie ganz wild darauf, ihre überarbeitete Rüstung und Luccs neue Schlagringe zu testen. Sie schlug vor, dass die beiden einen Kampf in der Arena des Schwarzen Fasses arrangierten, denn für das schwarze Fass war es nun genau die richtige Zeit. Und Amber war begeistert, Fausti wieder zu sehen.
Arbeit oder Vergnügen?
Dort angekommen war eine Menge los, viele Besucher waren seltsam geschminkt. Sie gingen direkt durch zu Fausti, der, kaum sah er Lucc, schaute, ob auch Amber dabei war. Trotz der grossen Freude als er sie erblickte, war er schnell wieder geschäftig, und das Geschäft war Lucc.
So fanden sie sich in Faustrechts Büro wieder, wo er Sulla Ma Casa mit dazu rief, denn er hatte große Pläne für die kommenden Monate. Sulla, der beliebte Vorreiter bei den allabendlichen Tournieren auf die die Gäste wetteten würde sich für die PR mit dem neu erkorenen Champion Lucc streiten, scheinbar hinaus geworfen werden und als Champion des Clubs Goldene Leber antreten. Um das ganze interessant zu gestalten musste Lucc noch bekannter werden und Fausti kam auf die Idee, dass sich Amber als seine Tochter ausgeben könne, um ihn als liebevollen Familienvater zu präsentieren.
Gleich um die Ecke ist Das Schwarze Fass
Ein mehrdimensionaler Test
Delia schlug vor, damit gleich anzufangen und ihren Testkampf mit Lucc als ersten Schaukampf zu präsentieren und Fausti arrangierte es entsprechend. Eine halbe Stunde später stellte Fausti mit magisch verstärkter Stimme die Kämpfer vor: „Diese Schmiedin will ihre wunderbare neue Rüstung testen. Ihr gegenüber steht Lucc, mit seiner süssen Tochter Amber!“ Das Publikum war noch etwas Verhalten. Einige kannten Lucc, aber niemand kannte Delia oder Amber. Dann Schlug die Glocke zu und Delia tat es ihr gleich. Schlag auf Schlag schien es, dass sie die Überhand behielt, Luccs Angriffe trafen oft ins Leere oder seine Schlagringe rutschten an der Rüstung ab. Amber hörte eine Stimme in ihrem Kopf „Fausti hier mit Messaging, Pass auf, drück deine Sorge um deinen Vater aus.“
Amber reagierte professionell. „Papa“ rief sie „Lass dich nicht unterkriegen.“ Das Publikum griff das Papa auf und rief begeistert „Papa Lucc, Papa Lucc!“. Eine paar Schläge später fragte er noch, ob Amber Heilzauber kenne, doch diese verneinte.“ Etwas weniger Show, aber Amber war nicht sein einziger Trumpf in diesem Schauspiel. Ein „Zuschauer“ tat sich ganz besonders hervor, riss das Publikum beim Anfeuern mit und gab Lucc bardische Inspiration.
Dieser nutzte jeden Vorteil und die Dramatik des Kampfes verlief Ideal, als er das Ruder herum riss, und Delia in ihrer dicken Rüstung tatsächlich auf die Bretter legte. Alle feierten mit ihm und Amber, und nun war es an Sulla, seine Rolle zu spielen. Er betrag die Arena „Schämt ihr euch gar nicht. Diese Frau war so stolz auf ihr Werk, nun ist sie gebrochen. Ich fordere dich heraus in zwei Tagen gegen mich an zu treten und gegen einen Gegner an zu treten, der sein Faustwerk verstehet“, nahm Delia auf und trug sie in die Umkleide.
Die war lange nicht so geschafft wie es den Anschein hatte. „Nimm bloß die Hände von meinem Hintern!“ flüstere sie De Casa bedrohlich zu. Doch dieser war Profi genug, die Situation zu entschärfen und sie anders zu greifen ohne verunsichert zu wirken.
Sula Ma Casa
Die Ruhe nach dem Sturm
Die beiden Kämpfer bekamen in der Umkleide erst mal den guten Roten… kein Wein, Heiltränke. Lucc der gerade gesagt hatte, dass er ein wenig Alkohol braucht, nahm einen langen kräftigen Zug bis er merkte, dass da ja gar keine Prozente drin sind. Währenddessen schaute Fausti irritiert, in seiner ausgestreckten, riesigen Hand einen passend großen Flachmann.
Erstaunlich Professionell
Fausti war begeistert und gratulierte besonders Amber zu dem gelungenen Auftritt. Nachdem er Lucc über die Konditionen des Championships und seines Vertrages aufklärte dann konnten sie nun endlich den verdienten Feierabend machen. Als Lucc den anderen voran das schwarze Fass verließ und wieder einige der geschminkten sah, wurde ihm plötzlich klar, was das bedeutete. Das waren fanatische Fans Sulla De Casas, und die Schminke symbolisierte seine Narben. Da wurde Lucc erst einmal sehr vorsichtig.
Endlich Shopping
Am frühen Vormittag gingen die Drei in die Schneiderei von Delias Mitbewohnerin, kauften einen neuen, knautschigen Mantel für Lucc und bestellten mehre Kleider für Amber und machten sich nun endlich auf, die mögliche Adresse von Ambers „Grossvater“ zu finden. Doch als sie da waren, kam die industrielle Gegend in der Nähe von Hafen ihr ganz und gar nicht bekannt vor. Als Delia die Tür des Geschäfts ausprobierte, öffnete sich diese ohne Probleme, und sie sah, dass sie aufgebrochen worden war.
Endlich Zuhause?
Die Gruppe machte sich auf Ärger gefasst und trat ein.
Normalerweise würde ich damit warten, meine Aufzeichnungen zu ergänzen und meine Gedanken zu sortieren. Aber ich habe das Gefühl, dass heute noch einiges geschehen wird bevor ich dann wichtige Details vergesse, habe ich mir gedacht schon einmal mit der Niederschrift zu beginnen. Außerdem erhoffe ich mir etwas Klarheit durch die Rekapitulation, des bisher Geschehenen. Falls ihr, mein Meister, diese Zeilen jemals lesen solltet, möchte ich nur kurz festhalten, dass nicht einmal eure Lehren über die verschiedenen Existenzebenen so verwirrend war, wie die Erkenntnisse, die ich durch meine neuen Freunde gewinne. Aber ich schweife schon wieder ab und ihr habt mir beigebracht, dass es wichtig ist sich auf die wichtigen Punkte zu konzentrieren.
Der Tag fing heute schon sehr außergewöhnlich an. Ich hatte mir eigentlich versprochen, dass unsere kleine Zweckgemeinschaft durch meinen neuen Zauber zu einer Möglichkeit gelangt war, sich komplett von den Gefahren dieses Landes abzuschotten und in Ruhe zumindest die Nächte zur Erholung nutzen kann. Damit scheinen Kräfte in diesem Land oder gar das Land selbst nicht Einverstanden zu sein. Als wir erwachten, warteten nämlich schon ein gutes Dutzend Wölfe auf uns. Die Canis Lupus, die uns dank der arkanen Effekte meines neu erlernten Zaubers nicht hätten wittern können, nahmen uns und jede einzelne unserer Bewegungen dennoch wahr. Wir bereiteten uns schon auf eine Auseinandersetzung vor und als sich meine Magie auflöste, dachten wir, dass sie sich auch sofort auf uns stürzen würden. Allerdings blieb der Angriff aus und die Tiere zogen sich genauso unverhofft, wie sie auftauchten, wieder in den Wald zurück.
Sehr erstaunt, aber mindestens genauso erleichtert, traten wir nun unseren weiteren Weg auf der Suche nach dem Weingut an. Glücklicherweise, hörten wir nach einigen Minuten auch schon ein uns bekanntes Geräusch. Es war Maduin, der mit seinem außergewöhnlichen Gefährt hinter uns auf der Straße fuhr. Als wir dann aufeinander trafen, war die Freude mancher, allerdings auch die nicht so positiven Gefühle anderer, klar spürbar. Maduin selber schien aber nur Verwunderung hervorbringen zu können. Durch eine unglückliche aber auch höchst interessante Kombination von Ereignissen, wusste er nämlich noch nicht, dass Yggdra zurückgekehrt war. Seine Freude wurde durch seine Unwissenheit allerdings nicht gebremst und so rannte er zu Yggdra und umarmte ihn, wie einen Freund, den er jahrelang nicht sehen durfte.
Vater Lucian
Nach der kurzen Begrüßung und einer kleinen Uneinigkeit, mit was für Mitteln des Transportes wir unseren Weg nun gemeinsam fortsetzen wollten, berichtete uns Maduin nun auch von einer persönlichen Queste. Er hatte es sich selber auferlegt, der nächste Heilige dieses Landes zu werden und möchte daher eine Pilgereise unternehmen. Anscheinend hat er in Vallaki auch schon mit Vater Lucian darüber gesprochen, aber dieser konnte ihm nicht die gewünschte Richtung weisen. Allerdings wies er ihm die Richtung nach Krezk, in welcher ein Kollege des Vaters leben soll, welcher anscheinend in der Lage ist, ihn zu leiten. Er erhielt auch einen Brief von Vater Lucian, den er an genau diesen Kollegen überreichen soll. Natürlich bot der Großteil unserer Gruppe ihm unsere Hilfe an, aber diese schien er erst einmal kategorisch abzulehnen. Er will diese Aufgabe unbedingt eigenhändig erledigen und das machte er uns nach mehreren Minuten eines leicht gereizten Gespräches klar. Da unser Weg, den größten Teil der Reise, allerdings der Gleiche ist, stimmte er zu uns bis zu der entscheidenden Kreuzung weiterhin zu begleiten. Was sich später auch als gut durchdacht herausstellen sollte.
Aber als erstes führte uns unser Weg an eine andere Kreuzung. Schnell bemerkte Hara, dass der Wegweiser, welcher Reisende leiten sollte, in Mitleidenschaft gezogen wurde. Unser erster Gedanke war natürlich, dass er durch einen Sturm umgerissen wurde, aber das Fehlen einer Bruchstelle, brachte auf einmal andere Gedanken an’s Tageslicht. Da allerdings nichts zu finden war, dass uns gefährlich hätte werden können, entschieden wir uns den Wegweiser wieder aufzustellen und uns den neu gefundenen Spuren, die nach dem Wegweiser aus der Richtung eines Ortes namens Berez kamen, widmen konnten. Hara und ihre Begleiter kamen uns auch hierbei sehr zur Hilfe, da sie schnell erkennen konnten, dass die Spuren des Humanoiden und der… drei Gehstöcke. Wir wissen auch noch nicht genau, was es damit auf sich hat. Aber das ist auch nicht wichtig. Vor allem, da wir die Spur nach einem Marsch durch das Dickicht nach gut einer Stunde am Fluss verloren haben, den wir am Vormittag erst überquert haben. Wir fühlten unsere Wasservorräte noch einmal auf, ruhten ein paar Minuten und kehrten dann erschöpfter aber nicht weiser zum Ursprung unseres kleines Umweges zurück.
Leider sollte sich herausstellen, dass es mit unseren Anstrengungen an diesem schönen, barovianischen Tag noch nicht vorbei sein sollte. Allerdings habe ich schon eines über meine Begleiter gelernt: Sie können genauso stur sein, wie ich. Zumindest was ihr Durchsetzungsvermögen betrifft, die Schlechtigkeiten und Herausforderungen, die uns Barovia entgegenwirft, nicht nur hinzunehmen, sondern sich ihnen auch zu stellen und sie zu überwinden. Vielleicht ist es auch genau diese Eigenschaft, warum ich mich ihnen so ungewohnt verbunden fühle. Nicht jedem gleich und ich bin offen darüber, dass es auch mehr Fragen in mir aufwirft, als die es beantwortet. Aber ich bin mir sicher, dass wenn ich länger mit meinen neuen Freunden unterwegs bin, Tebaun mir mehr von seinen Traditionen zeigt, Hara mich weiterhin dabei unterstützt zu verstehen, wie mein Handeln die Leute beeinflusst, Maduin mich mit seiner Hingabe weiter insprieren sollte und Arabella mir das Verständnis schenkt, dieses Buch und die Hausarbeit, die mein Meister mir mit diesem auferlegt hat, endlich zu verstehen, dann werden meine Studien davon nur bereichert werden.
Und mit Ihnen zu Reisen, hilft mir eindeutig auch am Leben zu bleiben. Auch das stellte sich wieder schnell heraus, als wir in den nächsten Hinterhalt gerieten. Diesmal waren es drei der Schreckenswölfe, die angeführt von einer vermeintlichen spirituellen Führerin von wahrscheinlich natürlich basierter Magie, uns auf der Straße zum Weingut überfielen. Schnell wurde uns klar, das die Druidin, wie sie auf anderen Ebenen genannt werden würde, die größte Gefahr darstellte. Besonders, da sie die Hälfte unserer Gruppe mit einem Zauber der uns mit Ranken am Boden festsetzte, traf und unsere Kampfkraft damit drastisch verminderte. Zum Glück scheinen uns die Gegner, auf die wir treffen, immer wieder zu unterschätzen. Wegen dieses Fehlers und dem inzwischen doch langsam heranreifenden Geschick unserer Gruppe sich im Kampf zu unterstützen, konnten wir auch dieses Hindernis überwinden. Die Druidin floh und die Wölfe wurden alle besiegt. Weiterhin konnte ich meine praktischen Übungen ausbauen und habe Bekeas Nützlichkeit auch im Kampf beweisen können. Die Verbindung mit ihr ist stabil und unsere Verständigung funktioniert besser, als ich es bei meinem ersten Vertrauten erwartet hätte. Aber ich weiche vom Thema ab…
„So, das sollte erst einmal reichen. Die anderen wollen auch weiter und ich will sie ungern warten lassen. Ach, was erzähle ich da. Ich will nicht warten. Wen wir so weiter machen, kann ich mir noch nicht mal vorstellen, wie schnell meine Forschungen nur noch weitere Fortschritte machen sollen. Wer weiß, vielleicht hat Arabella ja heute Abend Zeit mir das Buch und seine tieferen Bedeutungen zu erklären…
Delia rief den anderen zu, „Das ist für mich. Wir treffen uns später zuhause!“ und stieg in den Himmelsschlitten, wo sie den Piloten, Tobias Drentroff, erst einmal herzlich begrüsste. „Ist er arg am Toben?“ fragte sie ihn. Der Mann nickte nur minimal und setzte den Schlitten bewusst langsam in Bewegen. Offensichtlich war der langsame Aufstieg selbst schon als Strafe gedacht.
Andere Leute in einer ähnlichen Situation.
Sie waren recht weit oben als plötzlich als Männer mit altmodischen Mänteln und Dreispitzhüten auf kristallenen Himmelsschlitten auf tauchten und versuchten, Delia an zu greifen. Sie schienen jedoch nicht damit gerechnet zu haben, dass ihr Ziel in voller Rüstung unterwegs war und in Verbindung mit Drentroffs geschickten Flugmanövern dauerte es nicht lange, bis Delia jeden EInzelnen von ohnen vom Schlitten gestossen hatte. Fast, eine unglückliche Hand lag noch auf der Heckflosse, die sie ‚runter schubste.
Nach dem das überstanden war, teilte sie erstmal den guten Flachmann mit dem Chauffeur. Schnell wurde klar, das er die Angreifer als Mitglieder der „Piraten des Manifests“ erkannt hatte, typisch mit den Kristallen, den langen Mänteln und den Dreizack Hüten auf ihrem Kopf. Allerdings war es sehr untypisch, dass diese hier oben Jagd auf beliebige Skycoaches machten.
Als sie in der Schule angekommen waren, schickte Drentroff Delia erst einmal zum Campusheiler und ging selbst zu ihrem Vater. Heiler Josuph d’Jorasco kannte sie noch nicht, doch der gut gelaunte Halbling machte sich schnell beliebt bei ihr, zumal er schmerzlos zwei Bolzen entfernte und die Wunden mit einer warmen Berührung verschloss, während seine Hände und sein Drachenzeichen leuchteten. Plötzlich schlug die Tür auf und ihr Vater stand im Raum.
„Liebes, gehts dir gut?“
Nach einigen Versicherungen wechselten sie zu seinem Büro. Eigentlich hatte er ihr ja die Hölle heiß machen wollen, nachdem er einen Anfruf von der Richterin erhalten hatte, in dem sie ihn über alles aufklärte, doch sein Ärger fand ein anderes Ziel nachdem er von diesem Angriff gehört hatte, und sie redeten darüber, wie sie die Situation mit dieser Schattenorganisation klären könnten. Ein nicht unerheblicher Teil empfiel dabei auf ihre Mutter, die über ihre Famillie bestens vernetzt war. Bodyguards lehnte Delia ab, aber sie beruhigte ihren Vater damit, dass sie ja nun mit der Polizei zusammenarbeitete.
Irgendwann war das Thema durch und sie wandtem sich banalerem zu. Eine Einladung an die Schule zur Eröffnung des Whitehearth Consveratorium von Haus Cannith, die sie interessierte, ob sie Lucc und Amber zum nächsten grossen Famillienessen mitbringen konnte und wann das überhaupt war, und und und. Doch irgendwann machte sie sich mit einem Umweg über das Famillienhaus zurück zum Boden der Stadt in ihr eigenes kleines Reich. Und hielt Ausschau, ob Amber und Lucc auftauchten, während sie an ihrer Rüstung bastelte.
Etwas verwirrt standen die drei nun vor dem Polizeirevier. Doch die neue Ruhe wurde wieder unterbrochen, als ein Skycoach bei ihnen landete. Der uniformierte Pilot war Deliah gut bekannt, es war der persönliche Chauffeur ihres Vater und der Skycoach seines Amtes,.
„Das ist wohl für mich. Wir treffen uns in Luccs Apartment“ rief sie den andern zu und Stieg ein. Amber blickte erstaunt zum Himmel, wo das Boot immer kleiner wurde.
„Nu denn“, meinte Lucc, „was hat die Polizei noch einmal gesagt?“ rekapitulierten das Mädchen und der Halbork, „Ein betrunkener Autor, der vor einem Club in die Cocks gestürzt ist? Wie hies er noch einmal? Tele…?“. „Telerik Abendsang, Abendsang, betrunken abgestürzt vor dem Club ‚Oni Tsuang‘ vor zwei Tagen.“ Meinte das Mädchen mit dem löchrigen Gedächtnis. „Dann machen wir das gleich und überraschen Delia“ meinte Lucc. „Weist du was? Wir gehen zu dem Club und springen selbst hinunter. Wir müssen uns unterwegs nur ein paar von diesen Federn holen.“ „Ich kann Federfall auch selbstb Zaubern.“ Überraschte Amber Lucc, der meinte „Um so besser.“
Und so fingen sie an sich an, sich um zu hören, aber im Hafengebiet wusste niemand etwas von einem gehobenen Club, von „Clubs ohne Zwang dagegen“ wussten viele zu berichten. Amber fiel nun auf, wie hier im Hafenviertel fast nur Männer zu finden ware. Und den wenigen Frauen schien es sehr warm zu sein. Lucc packte sich die kleine Amber Huckpack und sie machten sich auf den Weg in die Oberstadt, wo der Club hoffentlich bekannter war.
Unterwegs trafen sie viele interessante Gestalten, angefangen mit ein paar Touristen, die die falsche Gegend erwischt hatten, hochnäsige Schnösel und nachdem sie es in das Johanniter Viertel geschafft hatten, wo viele Lokale der Nacht waren, auch eine hübsch anzusehende Clubberin, die ihnen gerne den Weg wies. Das „Oni Zuang“ war in einem anderen Viertel, das am besten per Sky Coach Linie erreichbar war. So standen sie ein paar Stunden nach dem Aufbruch tatsächlich vor dem Club, der die ersten Gäste empfangen hatte. Von ihnen hörten sie die wundervolle Stimme einer Sängerin mit einem Lied, das den Rhythmus so richtig feierte.
Eigentlich waren sie schon kurz davor zu springen, da bemerkte Lucc die beiden Türsteher und kam auf die Idee, sie nach dem Abend zu befragen. Noch bevor er den Mund geöffnet hatte, sprach ihn jedoch der rechte, eine stämmige Orkin, freudig an „Lucc? Vom schwarzen Fass? Ich auf dich gewettet, ich bin ein riesen Fan.“ Lucc war angenehm überrascht aber meinte auch bescheiden „Ich hoffe, du hast auch…“, doch dann viel ihm selbst auf, dass es eine dumme Anmerkung war, schließlich hatte er für sie beide gewonnen.
Der andere Türsteher, ein Halbork warf der Dame einen strengen Blick zu, doch diese liess sich nicht beirren. Ich bin Berta, Berta Ramm und das ist Gary, Gary Protage“ und sah dabei mit einem ganz anderen Blick zu Gary. Einem Blick der sagte, „Versau mir das nicht.“ „Vor zwei Tagen ist hier ein Betrunkener gestürzt, hast das gesehen?“. „Nein, da hatte ich keinen Dienst, aber Gary?“ und sie sah ihn fragend an. „Ja, da vorne ist die Stelle, das kommt ziemlich oft vor.“
Berta Ramm
Lucc bedankte sich bei den Beiden und meinte zu Berta. „Wenn du wieder im schwarzen Fass bist, sprich mich an, dann trinken wir ‘n Bier zusammen.“
Amber war in dessen sehr neugierig auf die Sängerin mit der schönen Stimme. Sie fragte, ob die beiden sie und Lucc in den Club lassen dürfen. Doch da sah Gary jedoch eine Grenze überschritten. „Kinder dürfen nicht in den Club!“ Berta jedoch meinte. „Lass uns ein Auge zudrücken.“ Mit einem Satz„Mit so einem zugequetschten Auge sehe ich nur einen stattlichen Halbork, den wir hinein Winken“ bewies Gary, dass er deutlich Humorvoller war, als es den Anschein hatte und Lucc und Amber betraten den Club.
Lucc hatte etwas anderes erwartet, doch der Club war gar nicht so exotisch. Dicke Rauchschwaden zogen an verchromten Tischen und weichen Couchen mit rotem Leder bespannt vorbei. Auf einer kleinen Bühne spielte eine ganze Band, davor war eine grosse Tanzfläche. Von der Sängerin war jedoch nichts zu sehen. Das hielt Amber nicht davon ab, Lucc auf die Tanzfläche zu zerren. Sie schnappte die hüftbetonten Tänze auch schnell auf doch Lucc tat sich etwas schwer und schwappte mehr mit dem Oberkörper hin und her. Nach dem zweiten Lied wurde er erlöst.
Ein gut gekleideter, gepflegter und kräftiger Mann kam auf das paar zu und sagte Streng: „Bitte kommen sie mit“ und führte sie zu einem der Séparées und forderte sie auf sich zu setzen, bevor er es ihnen gegenüber gleich tat. Dann, zu beider Überraschung, zerfloss sein Gesicht und arrangierte sich zu einer schönen, dunkelhaarigen Frau.
„Was machen sie beide denn in meinem Club?“ Amber erkannte die Stimme sofort.
„Sie sind die Frau, die vorhin gesungen hat. Das ist offensichtlich, so schön wie sie sind.“ Geschmeichelt, wenngleich auch ein wenig irritiert meinte sie nur „Schönheit ist relativ, und wieder zerfloss ihr Gesicht, diesmal zu einer Kopie von Berta“. Lucc dagegen beantwortete ihre Frage und erzählte von Telerik und ihrer Suche nach ihm.
„Ja, Telerik besucht mich regelmässig hier, aber gestern und heute nicht.“ Während sie das sagte, wechselte ihre Form zu der eines hübschen Jungen Mannes. „Ich hoffe es geht ihm gut. Wenn sie meinen Telerik suchen, bin ich ihnen natürlich dankbar, aber eigentlich darf ich keine Kinder während der Geschäftszeiten empfangen.“ Und sie sah Amber wieder durch das Gesicht der Sängerin an. „Ich mache euch einen Vorschlag. Ich singe noch ein Lied, speziell für euch. Aber danach müsst ihr gehen. Und wenn ihr mich wieder einmal besuchen wollt, dann kommt bitte nur am frühen Vormittag.“ Amber war begeistert, und verschmolz einmal mehr mit der Musik, als die Sängerin das Versprechen einlöste. Als sie ihren Teil der Abmachung einhielten, erinnertee Berta dem gehenden Lucc mit einem Grinsen und einer Geste noch an das bevorstehende gemeinsame Bierchen, dann setzte Lucc Amber wieder auf seine Schulter, ging zur Stelle, auf die Gary gezeigt hatte, drehte sich um und winkte den beiden Türstehern, während er sich rückwärts fallen lies.
Amber wirkte den Federfall kurz danach, und so segelten sie gemächlich nach unten, und sie konnten einen guten Blick auf die immer ärmlicher und schmutzigere Umgebung werfen, je tiefer sie vielen. Bis sie tatsächlich auf einem Platz landeten, der zu den Cocks gehörte. Es schienen die Überreste eines alten Stadtplatzes zu sein in dessen Zentrum eine verwitterte Statue zu sehen war. Der Inschrift nach [Ignatzius der 3.], doch nicht einmal Lucc schien zu wissen, wer das war. Er nahm nur einen tiefen, zufriedenen Atemzug durch die Nase und meinte „Ah, Heimat.“. Bevor Amber sich dadurch irritieren lassen konnte kamen aus der Umgebung mehrere Goblinoide auf sie zu. Einer, der eine riesige Ratte in der Grösse eines Hundes mit sich führte, stellte sich vor ihnen auf. „Amber stellte sie vor. „Ich bin Amber, das ist [Teddy] und das ist“, sie zeigte nach unten „Lucc“.
„Passage für Drei also, macht 15 Kupfer.“
Amber war verwirrt, doch Lucc meinte nur „Ich kenn das Spiel, und kramte bereits das Kleingeld hervor.“ Der kleine Kerl streckte weiter wortlos die Hand aus, als Amber mit Blick auf die Ratte meinte, „Darf ich die Streicheln?“ Doch der Goblin, der nun von zwei weiteren, grimmig aussehenden Goblins verstärkt wurde, meinte nur trocken. „Der hat heute schon gegessen.“ Amber verstand nicht ganz was er meinte. Lucc drückte die Münzen in die winzige Hand und fragte nach dem Mann, der vor zwei Tagen hier ebenfalls ankam. Ein weisser mit einem silbernen rechten Arm meinte trocken. „Hat Passage nicht gezahlt.“ Und sah damit das Thema wohl als abgeschlossen an. Als Lucc mehr wissen wollte hielt auch er die Hand offen hin „5 Kupfer“. Doch Lucc meinte nur; „Ick hab schon gezahlt, das muss reichen.“ Der Goblin zuckte mit den Achseln und meinte; „Hab ihn zur Kirche gebracht, hab da mein Geld bekommen.“ Und deutete auf eine Reihe in die Felsfundamente eingelassener Häuserfronten auf der anderen Seite einer Lavabrücke. Ein Leuchtendes Zeichen über einem Tor kam Amber und Lucc bekannt vor. Als sie sich auf den Weg machen und zwei Goblins und eine Ratte den direkten Weg zu einer herunter gekommenen Taverne am Rand des Platzes nahmen schlug Lug dem Weißen noch drohend auf die Schulter. Dabei bemerkte er, dass das Silberne keine sichtbare Rüstung war. Sein ganzer Arm sah aus wie der eines Kriegsgeschmiedeten, bis hin zu den drei Fingern.
Als Amber weiterhin auf Lucc reitend bei dem Eingang mit dem Symbol an kam und die beiden gerade eintreten wollte kam eine Frau in einer weissen Kutte angerannt die definitiv nicht aussah, als ob sie hier her gehört. Mit extrem feinen und eigentlich attraktiven Gesichtszügen wirkte sie durch ihre forsche Art und vor allem ihre leuchtenden Augen mehr als Einschüchternd. Augen, die sich tief in Ambers bohrten. Dann schien die Person ihr peinliches Verhalten zu bemerken, legte die Kapuze über ihren Kopf und ging langsam in die Richtung, aus der sie gekommen war.
Kurz hin und her gerissen, ob sie diese seltsame Person konfrontieren wollten oder mit ihrer Mission weiter machen würden, entschieden sie sich für Telerik, der ja in akuter Gefahr sein konnte.
Sie gingen durch die beiden Flügeltüren und sahen einen interessanten Anblick. Dem Namen entsprechend war der Raum aufgebaut wie ein Kirchenschiff, mit zwei Reihen von Bänken und einem Altar am Ende, auf dem noch einmal das Symbol zu sehen war, das schon über den Türen angebracht war. Während es draussen Leuchtete, schien es hier aus weissem Metal geformt zu sein. Neben dem Pult stand ein Kriegsgeschmiedeter, sah die beiden an und meinte „Bitte nennen sie die Art des medizinischen Notfalls.“
Als Lucc Amber absetzte viel ihm auf, wo er das Zeichen schon einmal gesehen hatte. Im Bernsteinmedallion, das Amber trug, war das Symbol ebenfalls eingraviert. Der Klerikale klärte die beiden über die Bedeutung auf. Drei ebenen des seins, das innere, das äussere, das seelische. Beeindruck klärte Lucc ihn auf, weshalb sie eigentlich hier waren und während der Priester während des Vorfalls nicht zugegen war, konnte vielleicht Heiler Binde mehr wissen – und er schickte sie über eine Tür hinten Rechts im Raum, die sie in eine riesige Halle führte, in der regelrecht einzelne Häuser in den Fels geschnitten waren.
Gleich die erste Tür führte zu Heiler Binde, der sie prompt auch nach ihrem medizinischen Anliegen fragte, doch auch er wusste nichts darüber und schickte sie nach kurzem überlegen zwei Räume weiter zu Heiler Verwerter. Es war schnell offensichtlich dass es sich bei diesem Raum um den Saal für die erfolglosen Heilungen handelte. Heiler Verwerter selbst wusste zwar auch von nichts, aber auch er war ja nicht hier die ganze Zeit im Dienst, deshalb schlug er vor, eine Kiste mit Kleidungsresten durch zu gehen, ob sich vielleicht wiedererkennbare Stücke von Abendsangs Gewändern dort befanden.
Doch auch das brachte keine neuen Informationen, in diesem Fall sogar eher beruhigend. Heiler Verwerter schickte sie rüber zu den Freizeitgebäuden dieser Gemeinde und während sie so durch die Halle liefen, fielen ihnen immer mehr Kriegsgeschmiedete auf, die Humanoide Körperteile auf wiesen und schliesslich sprach ein menschlich wirkendes Mädchen so um die 12 Amber an. Mit ihrem Namen.
„Ich dachte du hättest dich dekommisioniert?“ Amber war deutlich verwirrt. „Kommt erst mal mit“, sagte sie, als offensichtlich war, das Amber sich setzen musste.
Sie gingen in eine Art Konferenzzimmer. Und hier stellte sie sich als „Saphir“ vor, beantwortete Luccs verwirrte Fragen über die Körperteile und ihre scheinbare Menschlichkeit und sie offenbarte, das man „Spenden“ von den Anwohnern nach deren Ableben oder im direkten Tausch an bot und dafür Heilung für jeden Boten, der die Bedingungen an nahm. Und in seltenen Fällen, wie bei ihr und Amber konnte es fast komplette Transplantationen geben, aber kurz nachdem Amber ihre erhielt, hätte sie sich dekommisioniert – und wie froh sie war, dass sie sich da offensichtlich geirrt hatte. Saphir war deutlich weniger menschlich in ihrem Auftreten als Amber, doch man sah ihr an, dass auch sie einige Emotionen erlebte und mit Amber fühlte, die nur vor wiederholt sich hin murmelte, dass das doch gar nicht möglich sei, sie sei doch keine Maschine.
Saphir
Amber klärte sie auch auf, dass das Symbol für sie eine andere Bedeutung hatte und dass der Strich der Kriegsgeschmiedete war, das „Kleid“ darüber das Fleisch und das beides zusammen die Seele ergab. Lucc meinte verwirrt das sie doch offensichtlich auch ohne Fleisch eine Seele haben und Amber fragte deutlich tiefer nach dem Sinn ihrer Existenz. Laut Saphir nicht zum ersten mal – doch eine echte Antwort über den Fakt, das sie als Soldaten für einen Krieg erschaffen wurden, hatte Amber noch immer nicht.
Schliesslich kam Lucc auf den eigentlich Grund ihres Besuches zurück, Telerik Abendsang. Saphir überlegte und sah dabei wie Amber aus, wenn sie zauberte, und meinte dann „Heiler Bett“ hatte da Dienst. Wir können ihn ja fragen und sie führte die beiden in einen anderen Raum Man hätte den Raum auch für einen langen begehbaren Schrank halten können, doch nebeneinander standen ein halbes Duzent Kriegsgeschmiedete im Ruhemodus. Für Amber und Lucc sahen sie alle gleich aus, doch Saphir sah sofort, das Heiler Bett nicht unter ihnen war.
Verwirrt führte Amber sie durch zwei weitere Räume, als ihnen plötzlich ein furchtbarer Gestank entgegen kam. Unter einem Gitter war offensichtlich ein weiterer Raum, in dem ein Mann in seinen eigenen Fäkalien lag, offenbar sehr geschwächt und durcheinander. Und durch eine Tür kamen zwei weitere Kriegsgeschmiedete. Amber rief entsetzt: „Heiler Bett, was hat das zu bedeuten.“ und er meinte emotionslos, „Ich wollte nicht länger warten.“ und griff nebenbei Lucc an, als ob es das selbstverständlichste der Welt wäre.
Der zweite tat es im gleich und Saphir rannte in Panik aus dem Raum. Die beiden Kriegsgeschmiedeten schafften es sogar, Lucc bewusstlos zu schlagen, da öffnete sich die Tür und zwei weitere Kriegsgeschmiedete, Prister Pilgrim und Heiler Binde, von Saphir alarmiert, kamen hinein und riefen: „Bruder Bett, das ist doch nicht unsere Art“ und heilten Lucc, so gut sie konnten. Der rappelte sich wieder auf, sah wie der einzige Geschmiedete, dessen Namen sie nicht kannten auf Amber einschlug und war im Nuh wieder Angriffsbereit. Auch Amber teilte mit ihrer Magie deutlich stärker aus, als man es erwartet hätte, und schliesslich waren Heiler Bett und sein Verbündeter Bewusstlos. Während Lucc sie fesselte befreiten und versorgten die anderen Telerik Abendsang und als Lucc fertig mit fesseln war, schleppte er die beiden Angreifer kurzerhand selbst in den Kerker und erklärte Telerik, dass sie ihn gesucht hatten, und er zeigte sich zwar als charmant und sehr Dankbar, aber sie mussten ihn erst einmal unter die Dusche packen und er suchte in Heiler Verwerters Kiste nach ein paar sauberen Kleidungsstücken für ihn, denn was er getragen hatte, als der Goblin ihn hier her gebracht hatte, war nun eindeutig verloren. Priester Pilgrim und Heiler Binde betonten gegenüber Lucc immer wieder dass das nicht ihre Art sei und auch Heiler Bett, der Angreifer unterstützte diese Behauptung, als er in seinem neuen Gefängnis aufwachte und absolut unpassende Schreie von sich gab und in Zungen fluchte, während seine Augen leuchteten – wie bei der Frau, die sie draussen gesehen hatten.
Nach einer Weile waren sie bereit auf zu brechen, und Saphir beteuerte gegenüber Amber noch einmal dass sie hier immer für sie da sein würde. Lucc erklärte Saphir, dass sie jederzeit zu ihnen kommen könnte, wenn sie Hilfe brauchte und erklärte ihr den Weg in der Stadt. Doch hier unten brauchten sie dann noch einmal zwei Stunden, bis sie ihren Weg wieder nach oben gefunden hatten.
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