Das Tagebuch eines Soldaten: Schmerzhafte Abstiege und Abschiede (Raven Guard)
„Das wird jetzt eine längere Geschichte. Wenn ich bedenke, wie viel Mist heute passiert ist, weiß ich gar nicht, ob ich überhaupt die Hingabe dafür habe meine Aufzeichnungen zu ergänzen. Aber ich habe es versprochen und wenn ich einmal angefangen habe, wird es vielleicht auch einfacher die Gedanken zu sortieren. Aber wo fangen wir an?“
Im ersten Moment nach dem Kampf dachte ich: „Endlich! Endlich sind diese Biester alle weg und wir haben etwas Zeit uns auszuruhen.“ Jedoch lies mich der Gedanke nicht los, dass Bee ihren Meister verbrannt hat. „Natürlich bin ich einer der letzten, die sich da einmischen sollten, aber was soll ich jetzt tun? Wenn alles verbrannt ist, was soll ich dann als Erinnerungsstück aufbewahren? Bee hat immer noch den Bogen ihres Meisters. Aber einfach wegnehmen, kann ich ihr den auch nicht.“ Ich beschloss, dass ich noch Zeit hatte, dafür eine Antwort zu finden und wollte mich gerade zu den anderen begeben um mich auszuruhen, als wir etwas hörten.
Wir hörten eine leise Stimme zwischen der Stille der Leichen, die den obersten Punkt des „Feuerfingers“ bedeckte. Nim ging sofort in die Richtung der Stimme und fand eine Frau unter den Leichen, die im Gegensatz zum Großteil der vor uns Angekommenen, noch lebte. Schnell half er ihr auf die Beine und wir brachten sie in den Turm. Sie sah immer noch schwer verletzt aus, also gab ich ihr, was mein ausgezehrter Körper noch an Heilmagie befähigen konnte und so konnten wir sie gemeinsam stabilisieren.
Nachdem klar war, dass sie durchkommen würde, fingen wir an Fragen zu stellen. Da sie ein Teil einer vorherigen Expedition gewesen sein muss, dachte ich, dass sie Informationen für uns haben musste, aber anstatt mit Informationen begegnete sei uns erst einmal mit einer genauso schrägen und für manche provozierende Art, wie Cathari damals. Sie ging sogar soweit, dass Romero wieder einen seiner kleinen Ausraster bekam. Aber anstatt Romeros Art hinzunehmen, nutzte sie Magie und bewegte Romero vom Turm zu springen. Nachdem ich mir sicher war, dass Romero unten sicher ankommen würde, musste ich meiner Bewunderung einer solchen Magie einfach Ausdruck verleihen und bat sie sogar darum mir diesen Trick beizubringen. Beibringen wollte sie mir diesen Trick zwar nicht, aber unterhalten konnten wir uns trotzdem. Dabei stellten wir fest, dass unser Neuankömmling Nokah heißt und genauso wie Cathari die Magie über „arkane Studien“ erlernt hat. Langsam befürchte ich, dass alle die so an Magie gekommen sind, einen an der Klatsche haben.
Ich lies Nokah dann erstmal alles erzählen, was sie uns berichten konnte. Dadurch konnte ich mich auch ein paar Minuten ausruhen, bis mir einfiel, dass wir ja nicht zum Spaß hier sind. Ich überlegte, wie wir aus unserer Situation noch das beste machen könnten und mir viel auf, dass wir wahrscheinlich keinen so guten Überblick in nächster Zeit haben werden, wie jetzt auf dem Turm. Ich weckte den schon halb eingeschlafenen Musharib auf und mit seiner Erfahrung als Wildnisführer, konnte er unentdeckte Punkte im Dschungel ausmachen und unsere noch recht grobe Karte ergänzen. Als wir zurück zur Gruppe gingen, fiel mir außerdem auf, dass wir die Kisten im Turm noch gar nicht untersucht hatten. Ich öffnete, die die noch verwertbar aussahen und durfte mit Erschrecken feststellen, dass diese fliegenden Riesenechsen hier anscheinend die Ausrüstung der hier am Turm verstorbenen aufbewahrten. Außer alten Lumpen konnten wir nicht viel finden. Das einzig interessante waren ein paar Edelsteine, das zurückgebliebene Geld, welches ich unter uns aufteilte und eine hölzerne Tiermaske, von der ich glaube, dass die Wildnisführerin, die wir nicht angeheuert hatten, sie sucht.
Nach diesem mageren Trost, der uns mehrere Freunde gekostet aber kein Stück näher an das Ende unserer Reise geführt hat, begannen wir mit dem Abstieg. Die meisten konnten sich während der Rast erholen, aber Bee scheint das Ganze doch noch sehr mit zu nehmen. Dennoch kamen wir ohne weitere Unfälle am Fuß des Turmes an. Allerdings fehlte Romero. Wir dachten er würde hier unten warten, aber er war nirgends zu finden. Rhovan, unser anderes neues Gruppenmitglied bot gleich seine Hilfe an und begann nach Romero zu suchen. Wir anderen fanden in der Zwischenzeit das Grab in dem Romero Fitz beerdigt hat. Bee ging es sehr nahe. Verständlicher Weise, wenn ich bedenke, wie sie ihn immer angeschaut hat… Thia, ich hoffe es geht dir gut.
Die meisten von uns gingen zum Grab um Fitz die letzte Ehre zu erweisen. Inete stellte sich sogar dazu und in ihrer Stellung als Priesterin, sprach sie ein Gebet. Wir lauschten alle und versuchten das mit Fitz Erlebte, die Trauer über seinen Tod überschatten zu lassen. Allerdings wurde unsere Konzentration von einem rückkehrenden Romero gestört, der es für das beste hielt genau jetzt einen Aufstand bezüglich Nokahs Magie zu machen. Natürlich hatte er Recht, dass sie nicht einfach Magie nutzen sollte um Leute von Klippen zu jagen, aber ich musste ihm erst klar machen, dass dies nicht der richtige Ort und Zeitpunkt für diese Standpauke war. Da aber weder Nokah noch er Einsicht für ihre Fehltritte zeigten, kam es dazu dass er sie zum Duell forderte. Ich konnte nicht mehr viel dagegen sagen, als sie dem Kampf zusagte, aber ich konnte die beiden zumindest überzeugen damit bis später zu warten.
Die Göttin Mielikki
So gingen wir dann, mit angespannter Stimmung, weiter. Die geringe Motivation, die aufgebracht werden konnte, galt dem nächsten Schritt und hoffentlich irgendwann unserem Ziel. Vielleicht fanden manche auch Motivation darin einfach vom Feuerfinger zu verschwinden. Während der Reise hörte Romero etwas und genau, wie wir ihn kennen, stürzte er sich sofort in die Richtung des Geräusches. Ich bat Rhovan, der das Geräusch auch vernommen hatte, ihn zu begleiten und aufzupassen. Dies befolgte er sofort und seit langem fühlte ich mal wieder, wie gut es tut, wenn jemand auf einen ordentlichen Befehl hört anstatt ein Theater daraus zu machen. Beide kamen, nach kurzer Zeit, unverletzt wieder. Romero berichtete, dass sie auf Anhänger einer Göttin namens Mielikki getroffen sind. Diese wollten uns nichts böses, gaben Romero ein paar Tipps und machten sich dann auch wieder auf den Weg. Warum sie da waren, scheinen sie Romero nicht erzählt zu haben. Oder er hat vergessen zu fragen. Beides halte ich für sehr realistisch.
Wir setzten unsere Reise fort. Und langsam kamen wir wieder in den Trott, der schon den Großteil unserer Reise bestimmt hatte. Bee führte uns sicher am Fluss entlang, bis sie eine sichere Stelle fand, an der wir unser Lager aufbauen wollten. Romero machte sich besonders eifrig an den Aufbau seines Zeltes. Er hatte ja noch eine Verabredung mit der Neuankömmling in unserer Gruppe. Mir wäre es nur lieber gewesen, wenn es um ein Abendessen gegangen wäre, als um ein Duell. Aber natürlich lies sich das Ganze nicht vermeiden und damit das Ganze zumindest bei einem Duell um die Ehre bleibt, bin ich dabei geblieben. Als ich dabei war ihnen klar zu machen, dass es hier nicht um Leben oder Tod gehen würde, wurden wir unterbrochen.
Es hörte sich an, als ob mehrere Leute durch den Dschungel wandern würden. Bewaffnet und gerüstet. Als uns klar wurde, dass diese Geräusche sich auf unser Lager zubewegten, entschlossen wir den Kampf auf später zu verschieben und sprinteten auf in Richtung der anderen. Wir waren anscheinend schneller, als was sich auch immer auf uns zu bewegte. Dann kamen wir im Lager an, wo sich die meisten schon auf einen Kampf vorbereiteten. Wir nahmen unsere Positionen ein und warteten auf den Verursacher der Geräusche. Und wie erwartet kamen mehrere „Leute“ aus dem Gebüsch. Oder besser ein Mann und etwas von dem ich mir jetzt noch nicht sicher bin, was es ist.
„So, das sollte für heute reichen. Den Rest schreibe ich, wenn wir mal wieder zur Ruhe kommen… Eine Lösung für die Sache mit Manfred und den Raben muss ich aber bald finden.“
Spannungen und andere Schwierigkeiten (Shield of Light)
Maduin ging mit Theo und dessen Eule Bekea voraus und sie erkundeten die Umgebung. Zwar fanden sie nichts weiter, aber Maduin nutzte die Gelegenheit, sich etwas mit Bekea anzufreunden und Theo philosiphierte allgemeiner über Magie und ihre Anwendung.
Überlegungen
Nach einer Weile kamen sie an einer Kreuzung vorbei, deren Abzweigung wohl zu einer Burg des Ordens des Silberdrachens führt. Doch niemand glaubte so richtig daran, dass es in Borovia einen Drachen geben könnte, da ein solcher wohl kaum Strahd als Fürst des Landes dulden würde. Auch wenn ein paar am liebsten diese Burg erkundet hätten, man hatte schon so viele Pläne, das dafür einfach keine Zeit war. Aber Hara meinte, dass sich die Dinge auf dem Rückweg vielleicht ändern können und vertröstete damit alle neugierigen Forscher.
Nach einiger Zeit wurden sie wieder von einem mutmaßlichen Druiden angegriffen. Hara schrie ihren Frust heraus „Langweilig!“ was den Druiden auch kurz verunsicherte. Dennoch suchte er nicht das Gespräch sondern rief einige Riesenspinnen zu sich und versuchte die Gruppe mit Ranken an den Boden zu binden.
Entscheidung
Es war keine gute Entscheidung. Innerhalb kürzester Zeit brach er durchbohrt von mehreren Pfeilen und Brennend zusammen. Die Spinnen hielten jedoch nicht ein, und so kam es u einem längeren Kampf. In der Nachsorge kam es zu einigen Unstimmigkeiten, als Maduin den schwer verletzten Theo als einzigsten nicht gleich heilte. Zwar konnte Tebaun ihm wieder auf die Beine helfen, doch es war nicht vergessen.
Gedanken
Im weiteren Verlauf meinte Tebaun auch, dass er gar nicht glücklich war, dass die Gruppe den Druiden so schnell beseitigt hatte. Es gäbe ja auch Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen, ohne ihn gleich zu töten und mit einem Gefangenen könnten sie vielleicht einmal in Erfahrung bringen, weshalb sie ständig angegriffen werden.
Erneut kamen sie an eine Kreuzung, die vorletzte, bevor sich die Gruppe trennen würde. Schlitzzahn schätzte ein, dass die Nächste nur eine Stunde Fußmarsch entfernt war und so beschloss man, trotz Einbruchs der Nacht und damit schlechter Sicht für die Drachengeborenen weiter zu gehen.
Tebauns Unzufriedenheit mit der Gewaltbreitschaft der Gruppe wurde erneut auf angestachelt, als Herr Maduin eine entdeckte Eule als potentiellen Spion eliminieren wollte. Die Situation wurde erst einmal dadurch etwas entschärft, dass die Eule von sich aus davon flog.
So erreichten sie die Kreuzung, suchten sich einen schönen Lagerplatz und Tebaun lud zur traditionellen Jagd. Was hätte das erste Wildtier wohl anderes sein können, als ein Wolf? Schlitzzahn und Wellende Schuppe, Arabella und Yggdra und natürlich Tebaun kehrten mit der Beute schnell zurück, wo Theo Maduin mit seinem Missmut über den übersehenen Handlungsbedarf klar stellte, wo Maduin sich doch gerade erste am Vortag echauffiert hatte, das andere wie Tebaun in seinen Kompetenzbereich eindrangen.
So langsam hatte sich ein Rhythmus für die Rast ergeben und so war der Abend für Theo und Tebaun noch nicht zu Ende und Theo vertraute sich Tebaun für weitere Lektionen an. Doch diesmal wurde es hart für Theo. Denn so sehr er an der Zauberpest interessiert war, als Tebaun seine noch frischen Erinnerungen mit dieser teilte, bei der ein Großteil seines Clans ums Leben gekommen war, kämpfte er mit der Fassung. Eine praktische Klingentanz Lektion im Anschluss half dabei, die aufgebaute Spannung wieder etwas zu lösen.
Als Delia das Geschäft betrat und Lucc mit der aufgeregten Amber ihr folgten bemerkten sie eine Figur im wohnlichen eingerichteten Hinterzimmer. Eine zierlich wirkende Frau und einem weißem Gewand. Als sie Delia bemerkte, zeigte sie Stumm mit ausgestreckter Hand auf einen Übergang zu etwas, das offensichtlich die eigentliche Werkstatt war. Und dort kam gerade ein Kriegsgeschmiedeter über schmale Brücke gerannt und es knallte zwei mal ziemlich laut. Von blitzen Getroffen brach der Geschmiedete direkt dort zusammen.
Eine Elfe hatte kleine Truppe gut versteckt im Auge behalten, doch als sie Kampfgeräusche hörte, stürzte sie ins Gebäude und an der unbekannten Frau vorbei, zu ihrem eigentlichen Ziel, Lucc war vorgestürmt, über die Brücke und dabei ging durch eine Tür ins Gebäude, während Delia und Amber Rücken an Rücken auf der Brücke standen und zwei autonomen Geschützen ins Auge blickten. Auch die Elfe gesellte sich dazu und Rücken an Rücken zerstörten sie die Geschütze, nicht ohne einiges Einstecken zu müssen. Durch ein Fenster konnte Delia eine Gestalt sehen und versuchte von der Brücke über die Leere und durch das Fenster zu springen. Als sie Abrutschte, kam ihr schnell die andere Elfe mit einer Art Seil zu Hilfe, und als sie sich hochzog, blickte Delia erstaunt auf ihre Cousina Olana.
„Was machst du denn hier?“
„Meine Mutter hat mich um Auftrag deiner Mutter geschickt, um auf dich aufzupassen.“
Mittlerweile oben angekommen und aufgestanden meinte Delia.
„Aufpassen? Ich bin doch kein kleines Kind mehr?“
„Na, wegen so was zum Beispiel?“ und Olana gestikulierte über den Abhang zum Fenster. Durch das Fenster konnte man nun sehen, wie Lucc sich mit dem Geschmiedeten darin prügelte.
Die beiden betraten das Gebäude auch, sahen weitere Geschmiedete in einem Gang neben einer Esse und veruchten, die Person mit allen Mitteln festzuhalten. Bei einem Gelang es ihnen, bei einem weiteren nicht, Lucc kam über einen Umweg zu dem Raum wo er jemanden Aufgescheucht hatte und sie konnten sehen, wie der Geschmiedete zu einem Luftschiff stürmte, wo gerade ein andere ein offenes Fass mit blauer Flüssigkeit einlagerte. Delia stürmte zu einem Balkon und versuchte das Leitwerk des Schiffs, das nun davon flog, davon ab zu halten, doch es nahm nur wenig Schaden, bevor es ausser Reichweite war. Immerhin hatte es einen Linksdrall.
Die Situation hatte sich beruhigt, und man hatte ja die beiden zurück gelassenen Kameraden, den einen, den die beiden Elfen gefesselt hatten und den einen, den Lucc K.O. geschlagen hatte. Doch beide, die eigentlich kaum ernsthaft beschädigt waren, waren tot. Es fiel auf, dass diese Modelle ein wenig anders waren, als die, welche sie kannten. Unterschiedlich lange Arme, Schrauben an scheinbar falschen Stellen usw. Sie konnten nun nichts mehr für sie tun und sahen sich in der Werkstatt um. Sie fanden viele Bauteile, es schien sogar eine automatisierte Produktionskette zu geben, die so viele davon produziert hatte, das sie wohl die ganze Zeit zwischen dem Verschwinden ihres Besitzers und nun gearbeitet hatte. Delia steckte sich viel überflüssiges Material gerne ein. Amber fand dagegen eine Art Krankenbett und eine Werkbank in der Nähe. Offensichtlich hatte man hier an den Automatons und Kriegsgeschmiedeten gearbeitet. Es gab einiges an hochwertigen und gutsortiertem Werkzeug.
Doch ihr fiel vor allem ein unbeschriftetes Buch in die Augen. Als sie es in die Hand nahm, ging plötzlich ein Licht von den Augen ihres Teddybärs aus, das auf das Buch fiel und das nun plötzlich mit „Modell Amber“ beschriftet war.
Sie lass in dem Buch während die anderen sich umsahen und las ein Protokoll, wie ihr „Grossvater“ sie gefunden hatte, neugierig wegen ihrer biologischen Komponenten war und sie wieder in Betrieb nahm. Die biologische Seite war noch am Leben, aber ihr Kriegsgeschmiedeter Kern brauchte einen ganz besonderen Saft, den er wohl heimlich in dem Konservatorium gebraut hatte, das sich in „Erster Turm“ im Bau befand. Er schien sich da sehr gut aus zu kennen. Eine Seite war heraus gerissen, die nächste schien ein Rezept zu enthalten für etwas, das sich Nemesis nannte.
Die nächsten Protokolleinträge drehten sich um weitere Besonderheiten. So fand er bei ihr wohl einen seltsamen Bolzen mit Verbindungen tief hinein in ihr Positronengehirn. Nachdem er sie entfernt hatte, war klar, dass damit auch ihre Erinnerungen verloren gegangen sein mussten. Von da an konnte sie sich an die meisten seiner Logbucheinträge bewusst erinnern. An den letzten allerdings nicht: Er hatte wegen des Bolzen recherchiert und wohl die falschen Leute auf sich aufmerksam gemacht. Beschloss wieder einmal weiter zu ziehen und Ambers Erinnerungen an hier Heim hier ein wenig zu vermischen, damit sie nicht unwissentlich hierher zurückfand und sich damit in Gefahr brachte.
Sie nahm das Buch an sich und erzählte niemanden etwas davon. Gedankenverloren blickte sie auf die Pritsche, und als sich alle beratschlagten kam sie auf die Idee, die Maschine zu nutzen, um in die Erinnerungen der Toten zu blicken. Nach und nach holten sie einen nach dem anderen von den dreien an die Maschine, dessen Bedienung Amber allerdings nur erahnen konnten. Die Erinnerungen die sie fanden, waren allerdings sehr interessant. Offensichtlich hatten sie solche Bolzen, wie wohl auch Amber einen hatte, von einem Kriegsgechmiedeten mit Messern bestütckt, die fast wie Engelsflüge wirkten, erhalten und schliefen daraufhin ein und träumten zum ersten mal in ihrem Leben. Ein unglaubliches Erlebnis für jemanden, der noch nie geschlafen hatte.
Schliesslich beschloss man, der Wache Bescheid zu geben, und sah sich im Wohnbereich um, wo auch Ambers altes Zimmer war. Delia dagegen nahm vor allem das gute Werkzeug an sich, und es war auch etwas magisches darunter.
So langsam trafen auch die Polizisten ein, nahmen ihre Aussagen auf und schickten sie nach Hause. Man Beschloss, nun, da man zu viert war eine Gemeinsame Wohnung zu suchen und die meisten zogen sich für die Nacht zurück Für Delia war der Tag jedoch noch nicht vorbei. Sie nutzte die ganzen neuen Rohstoffe und verbrachte die Nacht einmal mehr mit dem schmieden einer neuen Rüstung.
Das Drehbuch zum Film – „Wolf Party“ (Shield of Light)
Darsteller:
Maduin – Aasimar, Kleriker von Lathander, Wundheiler, Herkunft unbekannt
Arabella – Elfe und Pyromanin, aus den Elfenwäldern Cormyrs
Ygdra – Mensch, Schwertmagier, Arabellas Partner, untot (vermeintlich), aus einem kleinen Dorf in Cormyr
Hara vom Clan der Kynker – Drachengeborene, goldschuppig, Jägerin, aus Cormyr
Schlitzzahn – Drachengeborener, schwarzschuppig, Haras Untergebener, Jäger, aus Cormyr
Schnellfuß – Drachengeborener, schwarzschuppig, Haras Untergebener, Spurenleser, Untot, aus Cormyr
Wellende Schuppe – Drachengeborener, schwarzschuppig, Haras Untergebener, Koch, aus Cormyr
Theo – Mensch, Magier, in Barovia geboren und aufgewachsen.
Eiliendar Helviiryn, Drow, „Tebaun“, selbsternannter Partner der Göttin Elistriae, Barde, aus dem Faerun der Vergangenheit
Situation:
Die o.g. Darsteller reisen zusammen durch die Ihnen teils fremde Welt von Barovia, einer düsteren Dimension beherrscht vom Fürst Strahd von Zarovich. Sie sind auf der Suche nach einer Möglichkeit, in ihre ursprünglichen Welten zurück zu kehren und arbeiten hierzu sowohl innerhalb ihrer Gruppe als auch mit der örtlichen Bevölkerung zusammen. Derzeit sind sie auf dem Weg zu einem Weingut nahe der Stadt „Kresk“, um eine Weinlieferung zur Taverne Valakis zu geleiten, die vermeintlich von Wegelagerern verhindert wurde. Kleriker Maduin begleitet die restlichen Darsteller bis nach Kresk, um seine Pilgerreise zur Ernennung zum heiligen Hubertus anzutreten.
Szenen:
I. Pfad auf dem Weg nach Kresk, nach einem Scharmützel mit einem Druiden und Wölfen – ein Teil der Darsteller (Theo, Ygdra und ein paar Drachengeborene) waren noch im Verflechtungszauber des geflohenen Druiden verheddert. Die restlichen Gruppenmitglieder befreien die verhedderten aus ihrer schmächlichen Lage.
Hara weist Schnellfuß an, Spuren zu erkunden, um weitere Hinterhalte zu vermeiden – Schnellfuß sichert die Umgebung.
Theo als auch Maduin untersuchen die Umgebung nach Magie als auch andersartigen Auffälligkeiten – Yggdra wird als Untot vom Kleriker klassifiziert.
Eine Untersuchung lehnt Yggdra nach Blick zu seiner Gefährtin jedoch ab. Aus Sorge erneuert Kleriker Maduin sein Angebot einer ausführlichen Untersuchung. Yggdra lehnt ab. Arabella rollt mit den Augen. Die Gruppe zieht weiter.
II. Nach mehreren Stunden Fußmarsch ertönt Wolfsgeheul, die Darsteller bringen sich in Kampfposition und halten einen angemessenen Abstand zueinander, um nicht erneut allesamt in einem Zauber verwickelt zu werden.
Es erscheinen mehrere reguläre Wölfe sowie Schreckenswölfe. Arabella füttert einen Wolf. Dieser zeigt sich unbeeindruckt. Es erscheinen weitere Wölfe. Tebaun lässt einen Wolf einen Hasen sehen, der diesem hinterher jagt, zurück in das Unterholz aus dem er kam.
Eine weile später dringen erneut Wölfe sowie Schreckenswölfe durch das Unterholz. Eiliendar Helviiryn verscheucht mit lautem Donnern hervorgerufen durch seine Magie, die Wölfe – vorerst. Maduin gefriert am Wegesrand das feuchte Gras, was zusätzlich die Wölfe abschreckt. Es besteht Rutschgefahr. Der Schreckenswolf stürmt mit hungrigem Blick auf die Gruppe zu. Hara und Schlitzzahn sind inzwischen vorbereitet durch das Ablenkungsmanöver der Gefährten und erschießen den Schreckenswolf in einem Doppelmanöver. Sie haben heimlich geübt, würde ein geschultes Auge behaupten. Währenddessen rollt Arabella mit den Augen.
Durch den Kampfeslärm greifen nun jedoch mehrere Wölfe an und die Gruppe ist gezwungen, erhöhten Widerstand auszuüben. Maduin erschafft seine Wächtersphere, die den aggressiven Wölfen zusetzt. Theo und Tebaun verjagen zwei kleinere Wölfe, der Rest wird von der Gruppe exikutiert. Aufgrund der Verletzungen der Gruppe sowie der Beschädigungen der Wolfsfelle wird von einer Ernte der toten Tiere abgesehen, die Gruppe zieht weiter.
Eine kurze Rast und ein Harfengeleit des Barden später zieht die Gruppe weiter gen Kresk.
Ein erneutes aufheulen erregt die Aufmerksamkeit der Gruppe – eine Umzingelung der Abenteurer durch ein ganzes Wolfsrudel findet statt. Arabella rollt mit den Augen. Diese scheinen einen besonderen Appetit auf Echsenfleisch zu haben, denn deren Fokus geht hauptsächlich auf die Drachengeborenen ein, die sich der Klauen und Bisse schwerlich zu erwehren versuchen.
Selbst eine Wächtersphere vermag die Gruppe kaum zu schützen und so folgt ein Kampf der Konstitutionen. Im Norden wehren Theo und Eiliendar einen Schreckenswolf mit ihren Klingentänzen ab, während im Südosten Arabella gemeinsam mit Yggdra ihre Widersacher niederbrennt. Im Westen behaupten sich die Drachengeborenen gegenüber den Wölfen, die sie Welle um Welle attackieren und nicht mehr erkennbar ist, wer tatsächlich wen flankiert. Im Süden hält Maduin die Stellung mit seiner geweihten Magie. Nachdem die Wölfe sich innerhalb der Wächtersphere mehrere Sekunden verausgabten, konnte die Gruppe den Andrang zurückschlagen und Theo sowie Eiliendar beendeten Ihren Kampf mit einem doppelten Klingentanzfinale.
Die Wölfe waren bezwungen und mehrere Darsteller blutüberströhmt. Nachdem der Barde mit dessen begrenzten Fähigkeiten flux ungefragt mehrfach zu heilen begann, ermahnte der Kleriker ihn, diese Rolle jenen zu überlassen, die darin geübter waren und heilte sämtliche Wunden. Es wird diskutiert, ob beherzte Eigeninitiative oder fromme Zurückhaltung diesbezüglich das korrekte Vorgehen sei. Die Diskussion wird mit offenem Ausgang vertagt. Arabella rollt mit den Augen.
III. Da am Horizont bereits die Abendsonne hinter der Nebeldecke dämmert, entscheiden sich die Darsteller für eine Rast, um die Nacht in geschütztem Lager zu überdauern. Die Drachengeborenen finden nahe eines Abhangs eine Lagerstätte die angemessenen Schutz sowie Komfort bietet.
Die Gruppe bereitet das Lager auf, während sowohl Eiliendar als auch Maduin ihren Göttern eine Sprachnachricht schicken. Beide erscheinen mit der jeweiligen Antwort zufrieden gestellt und lächeln wissend im Geheimen.
Dank Theos Barriere sind nur 2 Wachen nötig, die die Umgebung im Auge behalten – die Elfe und der Drow sichern das Lager, da sie nur jeweils die Hälfte der Zeit zur Erholung benötigen – dies sei ihrer Abstammung mit elfischem Blut geschuldet. Ein Wolf beobachtet die Kuppel. Arabella rollt mit den Augen.
Immer wieder feurte Delia die Esse an, wild entschlossen, ihrem Freund Lucc etwas Gutes zu tun und dafür zu sorgen, dass er und die Kleine sicher waren wenn die Gefahr bestand, dass sie gejagt werden.
Dein Freund und Helfer
Die Beiden waren gerade mit dem geschwächten Telerik auf der Polizeistation. Es war bereits später Abend nach einem Wachwechsel und so mussten sie die Polizisten erst einmal aufklären, wer sie und der berühmte Autor waren. Während die beiden Männer ihr Protokoll bekannt gaben, leicht angepasst um Ambers wahre Identität nicht preis zu geben, rief eine Polizistin Amber zu sich. Sie hatte sie aus einer Meldung wieder erkannt. Nachdem das Profil an die Streifen weitergegeben wurde hatte man tatsächlich eine Werkstatt für Automatons gefunden, die überraschend seit mehreren Tagen geschlossen war. Amber war sehr aufgeregt, aber es war klar, dass sie nicht gleich los stürmen konnten. Schließlich hatten sie sich ganz schön verausgabt, Delia war nicht bei ihnen und es war bereits Nacht. Als die ganze Bürokratie überwunden war, wollte Telerik nur noch in sein Bett und schwörte dem Alkohol erst einmal ab… für eine Weile. Aber er lies sich Luccs Adresse geben um sie als besonderen Dank zu einem Festmahl ein zu laden. Amber wollte allerdings lieber mit einem Besuch im Oni Tsuang belohnt werden und Telerik versprach, Hann zu überreden.
Angenehme Überraschung
Kaum waren die Schlagringe abgekühlt, kamen Amber und Lucc dann auch zurück und Lucc fand einen Zettel von Delia an der Tür, der ihn anwies, zur Werkstatt gegenüber zu kommen.
Stolz präsentierte sie ihm ihr Werk, und er erzählte, was alles vorgefallen war. Diesmal inklusive der unglaublichen Details um Amber und Saphir, während Amber versuchte, davon ab zu lenken. Delia nahm die Nachrichten jedoch gelassen hin, erzählte ihrerseits dass sie kommenden Monat zum Famillienessen eingeladen waren und dass sie für Amber neue Kleidung brauchten. Praktischerweise kannte sie da jemanden in unmittelbarer Nähe. Aber das hatte Zeit bis zum nächsten Tag, denn nun war sie ganz wild darauf, ihre überarbeitete Rüstung und Luccs neue Schlagringe zu testen. Sie schlug vor, dass die beiden einen Kampf in der Arena des Schwarzen Fasses arrangierten, denn für das schwarze Fass war es nun genau die richtige Zeit. Und Amber war begeistert, Fausti wieder zu sehen.
Arbeit oder Vergnügen?
Dort angekommen war eine Menge los, viele Besucher waren seltsam geschminkt. Sie gingen direkt durch zu Fausti, der, kaum sah er Lucc, schaute, ob auch Amber dabei war. Trotz der grossen Freude als er sie erblickte, war er schnell wieder geschäftig, und das Geschäft war Lucc.
So fanden sie sich in Faustrechts Büro wieder, wo er Sulla Ma Casa mit dazu rief, denn er hatte große Pläne für die kommenden Monate. Sulla, der beliebte Vorreiter bei den allabendlichen Tournieren auf die die Gäste wetteten würde sich für die PR mit dem neu erkorenen Champion Lucc streiten, scheinbar hinaus geworfen werden und als Champion des Clubs Goldene Leber antreten. Um das ganze interessant zu gestalten musste Lucc noch bekannter werden und Fausti kam auf die Idee, dass sich Amber als seine Tochter ausgeben könne, um ihn als liebevollen Familienvater zu präsentieren.
Gleich um die Ecke ist Das Schwarze Fass
Ein mehrdimensionaler Test
Delia schlug vor, damit gleich anzufangen und ihren Testkampf mit Lucc als ersten Schaukampf zu präsentieren und Fausti arrangierte es entsprechend. Eine halbe Stunde später stellte Fausti mit magisch verstärkter Stimme die Kämpfer vor: „Diese Schmiedin will ihre wunderbare neue Rüstung testen. Ihr gegenüber steht Lucc, mit seiner süssen Tochter Amber!“ Das Publikum war noch etwas Verhalten. Einige kannten Lucc, aber niemand kannte Delia oder Amber. Dann Schlug die Glocke zu und Delia tat es ihr gleich. Schlag auf Schlag schien es, dass sie die Überhand behielt, Luccs Angriffe trafen oft ins Leere oder seine Schlagringe rutschten an der Rüstung ab. Amber hörte eine Stimme in ihrem Kopf „Fausti hier mit Messaging, Pass auf, drück deine Sorge um deinen Vater aus.“
Amber reagierte professionell. „Papa“ rief sie „Lass dich nicht unterkriegen.“ Das Publikum griff das Papa auf und rief begeistert „Papa Lucc, Papa Lucc!“. Eine paar Schläge später fragte er noch, ob Amber Heilzauber kenne, doch diese verneinte.“ Etwas weniger Show, aber Amber war nicht sein einziger Trumpf in diesem Schauspiel. Ein „Zuschauer“ tat sich ganz besonders hervor, riss das Publikum beim Anfeuern mit und gab Lucc bardische Inspiration.
Dieser nutzte jeden Vorteil und die Dramatik des Kampfes verlief Ideal, als er das Ruder herum riss, und Delia in ihrer dicken Rüstung tatsächlich auf die Bretter legte. Alle feierten mit ihm und Amber, und nun war es an Sulla, seine Rolle zu spielen. Er betrag die Arena „Schämt ihr euch gar nicht. Diese Frau war so stolz auf ihr Werk, nun ist sie gebrochen. Ich fordere dich heraus in zwei Tagen gegen mich an zu treten und gegen einen Gegner an zu treten, der sein Faustwerk verstehet“, nahm Delia auf und trug sie in die Umkleide.
Die war lange nicht so geschafft wie es den Anschein hatte. „Nimm bloß die Hände von meinem Hintern!“ flüstere sie De Casa bedrohlich zu. Doch dieser war Profi genug, die Situation zu entschärfen und sie anders zu greifen ohne verunsichert zu wirken.
Sula Ma Casa
Die Ruhe nach dem Sturm
Die beiden Kämpfer bekamen in der Umkleide erst mal den guten Roten… kein Wein, Heiltränke. Lucc der gerade gesagt hatte, dass er ein wenig Alkohol braucht, nahm einen langen kräftigen Zug bis er merkte, dass da ja gar keine Prozente drin sind. Währenddessen schaute Fausti irritiert, in seiner ausgestreckten, riesigen Hand einen passend großen Flachmann.
Erstaunlich Professionell
Fausti war begeistert und gratulierte besonders Amber zu dem gelungenen Auftritt. Nachdem er Lucc über die Konditionen des Championships und seines Vertrages aufklärte dann konnten sie nun endlich den verdienten Feierabend machen. Als Lucc den anderen voran das schwarze Fass verließ und wieder einige der geschminkten sah, wurde ihm plötzlich klar, was das bedeutete. Das waren fanatische Fans Sulla De Casas, und die Schminke symbolisierte seine Narben. Da wurde Lucc erst einmal sehr vorsichtig.
Endlich Shopping
Am frühen Vormittag gingen die Drei in die Schneiderei von Delias Mitbewohnerin, kauften einen neuen, knautschigen Mantel für Lucc und bestellten mehre Kleider für Amber und machten sich nun endlich auf, die mögliche Adresse von Ambers „Grossvater“ zu finden. Doch als sie da waren, kam die industrielle Gegend in der Nähe von Hafen ihr ganz und gar nicht bekannt vor. Als Delia die Tür des Geschäfts ausprobierte, öffnete sich diese ohne Probleme, und sie sah, dass sie aufgebrochen worden war.
Endlich Zuhause?
Die Gruppe machte sich auf Ärger gefasst und trat ein.
Normalerweise würde ich damit warten, meine Aufzeichnungen zu ergänzen und meine Gedanken zu sortieren. Aber ich habe das Gefühl, dass heute noch einiges geschehen wird bevor ich dann wichtige Details vergesse, habe ich mir gedacht schon einmal mit der Niederschrift zu beginnen. Außerdem erhoffe ich mir etwas Klarheit durch die Rekapitulation, des bisher Geschehenen. Falls ihr, mein Meister, diese Zeilen jemals lesen solltet, möchte ich nur kurz festhalten, dass nicht einmal eure Lehren über die verschiedenen Existenzebenen so verwirrend war, wie die Erkenntnisse, die ich durch meine neuen Freunde gewinne. Aber ich schweife schon wieder ab und ihr habt mir beigebracht, dass es wichtig ist sich auf die wichtigen Punkte zu konzentrieren.
Der Tag fing heute schon sehr außergewöhnlich an. Ich hatte mir eigentlich versprochen, dass unsere kleine Zweckgemeinschaft durch meinen neuen Zauber zu einer Möglichkeit gelangt war, sich komplett von den Gefahren dieses Landes abzuschotten und in Ruhe zumindest die Nächte zur Erholung nutzen kann. Damit scheinen Kräfte in diesem Land oder gar das Land selbst nicht Einverstanden zu sein. Als wir erwachten, warteten nämlich schon ein gutes Dutzend Wölfe auf uns. Die Canis Lupus, die uns dank der arkanen Effekte meines neu erlernten Zaubers nicht hätten wittern können, nahmen uns und jede einzelne unserer Bewegungen dennoch wahr. Wir bereiteten uns schon auf eine Auseinandersetzung vor und als sich meine Magie auflöste, dachten wir, dass sie sich auch sofort auf uns stürzen würden. Allerdings blieb der Angriff aus und die Tiere zogen sich genauso unverhofft, wie sie auftauchten, wieder in den Wald zurück.
Sehr erstaunt, aber mindestens genauso erleichtert, traten wir nun unseren weiteren Weg auf der Suche nach dem Weingut an. Glücklicherweise, hörten wir nach einigen Minuten auch schon ein uns bekanntes Geräusch. Es war Maduin, der mit seinem außergewöhnlichen Gefährt hinter uns auf der Straße fuhr. Als wir dann aufeinander trafen, war die Freude mancher, allerdings auch die nicht so positiven Gefühle anderer, klar spürbar. Maduin selber schien aber nur Verwunderung hervorbringen zu können. Durch eine unglückliche aber auch höchst interessante Kombination von Ereignissen, wusste er nämlich noch nicht, dass Yggdra zurückgekehrt war. Seine Freude wurde durch seine Unwissenheit allerdings nicht gebremst und so rannte er zu Yggdra und umarmte ihn, wie einen Freund, den er jahrelang nicht sehen durfte.
Vater Lucian
Nach der kurzen Begrüßung und einer kleinen Uneinigkeit, mit was für Mitteln des Transportes wir unseren Weg nun gemeinsam fortsetzen wollten, berichtete uns Maduin nun auch von einer persönlichen Queste. Er hatte es sich selber auferlegt, der nächste Heilige dieses Landes zu werden und möchte daher eine Pilgereise unternehmen. Anscheinend hat er in Vallaki auch schon mit Vater Lucian darüber gesprochen, aber dieser konnte ihm nicht die gewünschte Richtung weisen. Allerdings wies er ihm die Richtung nach Krezk, in welcher ein Kollege des Vaters leben soll, welcher anscheinend in der Lage ist, ihn zu leiten. Er erhielt auch einen Brief von Vater Lucian, den er an genau diesen Kollegen überreichen soll. Natürlich bot der Großteil unserer Gruppe ihm unsere Hilfe an, aber diese schien er erst einmal kategorisch abzulehnen. Er will diese Aufgabe unbedingt eigenhändig erledigen und das machte er uns nach mehreren Minuten eines leicht gereizten Gespräches klar. Da unser Weg, den größten Teil der Reise, allerdings der Gleiche ist, stimmte er zu uns bis zu der entscheidenden Kreuzung weiterhin zu begleiten. Was sich später auch als gut durchdacht herausstellen sollte.
Aber als erstes führte uns unser Weg an eine andere Kreuzung. Schnell bemerkte Hara, dass der Wegweiser, welcher Reisende leiten sollte, in Mitleidenschaft gezogen wurde. Unser erster Gedanke war natürlich, dass er durch einen Sturm umgerissen wurde, aber das Fehlen einer Bruchstelle, brachte auf einmal andere Gedanken an’s Tageslicht. Da allerdings nichts zu finden war, dass uns gefährlich hätte werden können, entschieden wir uns den Wegweiser wieder aufzustellen und uns den neu gefundenen Spuren, die nach dem Wegweiser aus der Richtung eines Ortes namens Berez kamen, widmen konnten. Hara und ihre Begleiter kamen uns auch hierbei sehr zur Hilfe, da sie schnell erkennen konnten, dass die Spuren des Humanoiden und der… drei Gehstöcke. Wir wissen auch noch nicht genau, was es damit auf sich hat. Aber das ist auch nicht wichtig. Vor allem, da wir die Spur nach einem Marsch durch das Dickicht nach gut einer Stunde am Fluss verloren haben, den wir am Vormittag erst überquert haben. Wir fühlten unsere Wasservorräte noch einmal auf, ruhten ein paar Minuten und kehrten dann erschöpfter aber nicht weiser zum Ursprung unseres kleines Umweges zurück.
Leider sollte sich herausstellen, dass es mit unseren Anstrengungen an diesem schönen, barovianischen Tag noch nicht vorbei sein sollte. Allerdings habe ich schon eines über meine Begleiter gelernt: Sie können genauso stur sein, wie ich. Zumindest was ihr Durchsetzungsvermögen betrifft, die Schlechtigkeiten und Herausforderungen, die uns Barovia entgegenwirft, nicht nur hinzunehmen, sondern sich ihnen auch zu stellen und sie zu überwinden. Vielleicht ist es auch genau diese Eigenschaft, warum ich mich ihnen so ungewohnt verbunden fühle. Nicht jedem gleich und ich bin offen darüber, dass es auch mehr Fragen in mir aufwirft, als die es beantwortet. Aber ich bin mir sicher, dass wenn ich länger mit meinen neuen Freunden unterwegs bin, Tebaun mir mehr von seinen Traditionen zeigt, Hara mich weiterhin dabei unterstützt zu verstehen, wie mein Handeln die Leute beeinflusst, Maduin mich mit seiner Hingabe weiter insprieren sollte und Arabella mir das Verständnis schenkt, dieses Buch und die Hausarbeit, die mein Meister mir mit diesem auferlegt hat, endlich zu verstehen, dann werden meine Studien davon nur bereichert werden.
Und mit Ihnen zu Reisen, hilft mir eindeutig auch am Leben zu bleiben. Auch das stellte sich wieder schnell heraus, als wir in den nächsten Hinterhalt gerieten. Diesmal waren es drei der Schreckenswölfe, die angeführt von einer vermeintlichen spirituellen Führerin von wahrscheinlich natürlich basierter Magie, uns auf der Straße zum Weingut überfielen. Schnell wurde uns klar, das die Druidin, wie sie auf anderen Ebenen genannt werden würde, die größte Gefahr darstellte. Besonders, da sie die Hälfte unserer Gruppe mit einem Zauber der uns mit Ranken am Boden festsetzte, traf und unsere Kampfkraft damit drastisch verminderte. Zum Glück scheinen uns die Gegner, auf die wir treffen, immer wieder zu unterschätzen. Wegen dieses Fehlers und dem inzwischen doch langsam heranreifenden Geschick unserer Gruppe sich im Kampf zu unterstützen, konnten wir auch dieses Hindernis überwinden. Die Druidin floh und die Wölfe wurden alle besiegt. Weiterhin konnte ich meine praktischen Übungen ausbauen und habe Bekeas Nützlichkeit auch im Kampf beweisen können. Die Verbindung mit ihr ist stabil und unsere Verständigung funktioniert besser, als ich es bei meinem ersten Vertrauten erwartet hätte. Aber ich weiche vom Thema ab…
„So, das sollte erst einmal reichen. Die anderen wollen auch weiter und ich will sie ungern warten lassen. Ach, was erzähle ich da. Ich will nicht warten. Wen wir so weiter machen, kann ich mir noch nicht mal vorstellen, wie schnell meine Forschungen nur noch weitere Fortschritte machen sollen. Wer weiß, vielleicht hat Arabella ja heute Abend Zeit mir das Buch und seine tieferen Bedeutungen zu erklären…
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