Trolololo (The Uncontrollables)

Trolololo (The Uncontrollables)

Die dreitägige Reise nach Nesme verlief ohne weitere Vorkommnisse. Schon von weitem sah man die Reiter der Stadt, wie sie die Wege um den Ort kontrollierten.
Nach einer kurzen Unterhaltung mit den Stadtwachen, die der Gruppe die Taverne ‚Zur Fackel‘ empfahlen, machte sich die Mannschaft auch gleich dahin auf den Weg.
Der Wirt, offenbar überrascht von so vielen Leuten – oder war es doch das Verhandlungsgeschick des Barden-, machte ihnen ein gutes Übernachtungsangebot. Einige bevorzugten ein Einzelzimmer, aber der Paladin, der Zwerg und die Gnomin machten es sich nachts im Gemeinschaftsschlafsaal gemütlich.
Davor jedoch trieb es manche in die Stadt.
So wurden nicht nur verschiedene Ausrüstungsgegenstände, wie Schuppenpanzer, Stiefel, Schilder oder Zauberstäbe gekauft, sonder auch einzelne Gebrauchsgegenstände wechselten hier den Besitzer.
Während andere Geld ausgaben, lag Pauley gemütlich in dem Bad der Gaststätte, Srisina suchte in dem nahen Hain nach Kräutern und Aramil konnte sich an den hübschen Frauen der Stadt nicht sattsehen.
Die Nacht selbst war wohl nur für Trixi und Ansker nicht sonderlich ruhig.

Als man sich am nächsten Morgen zum Frühstück traf um das weitere Vorgehen zu planen, tauchte der verschlafene und zermürbte Aramil auf.
Er bat die Gruppe um ein Gespräch.
Er teilte den Anwesenden mit, dass er schon seit Tagen mit ihnen reden wolle um endlich sein schlechtes Gewissen erleichtern wolle. Er wüsste, dass er falsch gehandelt hatte und würde sich jetzt hier in Nesme einem Gericht stellen wollen.
Sir Gerald war von dieser Idee mehr als angetan und als auch Ansker sich anschloss um seiner inneren Stimme nachzugeben, machte man sich sofort auf den Weg zum Gericht.
Etwas überrascht wurde dem Gesuch des Paladin, nachdem er die Geschehnisse dargelegt hatte, nachgegangen. Allerdings würde es etwa eine Woche dauern, bis die Gesannten der jeweiligen Völker ankommen werden.
Ansker und Aramil wurde es erlaubt die Stadt zu verlassen und so machten sich alle gleich im Anschluss auf den Weg in das Moor.

trolololol2Anfangs lief alles ruhig und entspannt. Erst als Limaya etwas leises hörte kam Schwung in die Sippe. Nachdem sich alle umschauten und die meisten von ihren Pferden sprangen sahen sie die Trolle auf sich zu kommen.
Während Limaya verzweifelt versuchte sich in ihren neuen Schuppenpanzer zu zwängen, war es wieder Sir Gerald der sich todesmutig auf die Gestalten zubewegte.
Gut vorbereitet wie die Gruppe war, kam das Alchemistenfeuer schnell -und etwas unbedacht- zum Einsatz, da Trixi es leider an einem der Trolle vorbeiwarf.
Der erste der beiden Gegner ging relativ zügig zu Boden, allerdings hatte er wohl vorher schon um Hilfe gerufen, denn kaum war er „tot“ rannte ein weiter, noch größerer Troll auf die Gruppe zu.
Alle waren so beschäftigt, dass sie das Grollen hinter sich kaum wahrnahmen und erst als der Riese ein Stein nach dem neu angekommenen Feind warf blickten einige verwirrt auf.
Als der zweite Gegner am Fallen war wurden beide Leichen ans Feuer übergeben. Man wollte sich schon auf die Trolldame werfen, als der Koloss dieser mit seiner steinernen Keule den Gar ausmachte.
So verdutzt wie alle waren, und keiner so richtig wusste wie er nun handeln sollte, senkte der Gigant seine Waffe und sprach plötzlich auf Handelssprache mit den Reisenden.
stone_giantEr stellte sich als Kordan vor und lud die Gruppe in sein Lager ein.
Immernoch etwas perplex gingen alle mit ihm mit. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde konnte es der Barde nicht lassen und fragte den Großen nach ein paar Geschichten für seine neuen Lieder. Kordan teilte nicht nur großzügige Portionen seines Essen mit der Runde, sondern erzählte auch von sich und dem Moor. Aufmerksam wurden alle als der Gigant eine Höhle erwähnte, die scheinbar nicht alle betreten könnten.
Nachdem er zugesagt hatte, dass er die Gruppe bis dahin begleiten würde, kehrte etwas Ruhe ein.

Am folgenden Tag brachte Kordan die Abenteurer zum Eingang der Höhle…


Nesmé

Das Rätsel um die Nordwind (The Grey Guardians)

Das Rätsel um die Nordwind (The Grey Guardians)Das Rätsel um die Nordwind (The Grey Guardians)

Kaum war der Golem erledigt, ging Lia in den Turm und sah sich dort um. Sie erblickte einen offenbar toten Zwerg und einen Tausendfüssler, der aus seinem Inneren hervorkroch.

Geekelt von dem Anblick erlegte Lia ihn und schaute sich weiter um. Erst jetzt nahm sie den daneben liegenden, regungslosen Körper eines Menschen wahr. Sie eilte hinüber und erkannte sehr schnell, dass der Mann noch lebte und nur bewusstlos war. Lia versuchte ihn vorsichtig zu wecken, scheiterte jedoch bei ihren Versuchen. Juraag, die Lia gefolgt war, schlug ein paar andere Möglichkeiten vor, den Mann zu wecken, aber Lia lehnte diese höflich ab. Auch das Heilen der Beule am Kopf des Mannes half nicht ihn zu wecken und so trug Juraag ihn hinaus. Gerade, als sie den Turm verlassen hatten bemerkten sie, dass der tote Zwerg taumelnd und mit gezogener Waffe hinter ihnen stand.

Reflexartig lies Juraag den Mann auf den Boden fallen und zog ihrerseits ihre Waffe.
Der Aufprall auf den Boden, ließ nun auch den Mann erwachen, der sich zunächst verwirrt umschaute.

Juraag hingegen stürmte auf den Zwerg zu und mit zwei Schlägen ihrer Waffe schaffte sie es, ihn zum zerplatzen zu kriegen. Mit voller Wucht traf sie der herausspritzende Schleim und tropfte nun an ihren Armen und ihrer Rüstung hinunter. Sie konnte es sich verkneifen, sich zu übergeben und eilte dann schnellen Schrittes zu Ari, um ihr den Schleim und ihre Verletzungen zu zeigen, die dieser auslöste.

Ari und die anderen Heiler in der Gruppe tauschten sich eine Weile aus, bevor sie zu dem Schluss kamen, dass Juraag nun Eier unter ihrer Haut trug. Mit einer Salbe wurden die Arme eingecremt, in der Hoffnung, dass sie das Schlüpfen der Eier verhindert.

Der gerettete Mann sah sich das Durcheinander an und bemerkte erst jetzt den Rest der Gruppe. Als er Ari erblickte, hielt ihn nichts mehr zurück und er ging auf sie zu.
Er stellte sich als Fergus de Bertón vor und deutete auf seinen Kopf und bat ebenfalls um Heilung.

In der Zwischenzeit hatte Peekay in Mithrilhalle die Informationen zusammen, die er brauchte, um der Gruppe zu folgen, als auch jene warum die Gruppe losgezogen war.
Während er also nun der Gruppe nachlief bemerkte er, dass dieser noch jemand anderer folgte.
Es dauerte seine Zeit, bis Peekay zur Gruppe in der Höhle aufschloss. Doch bevor er sich zu erkennen gab, schaute er sich die Umgebung genauer an.

So konnte er durch einen Spalt in der Höhlenwand in einen nebenliegenden Raum blicken.
Dort sah er zunächst nur ein paar Pilze, die zwischen drei und fünf Meter hoch waren. Ein paar leuchteten grünlich und ein paar andere schimmerten lila. An der einen Sorte konnte er außerdem Tentakeln erkennen. hulkPlötzlich fiel sein Blick auf eine gigantische Kreatur, die unverkennbar die grünen Pilze in seinen Rucksack einsammelte. An seinem Gürtel konnte Peekay große Gefäße erkennen, in denen Gehirne in einer Flüssigkeiten schwammen. Als er das riesige Geschöpf besser sah, konnte Peekay feststellen, dass das Wesen anscheinend aus verschiedenen Körperteilen zusammengeschneidert worden war. Als das Wesen aus Peekays Blickfeld entschwand, sah er an der Decke ein Schiff. Erst beim genaueren hinsehen war er sich wirklich sicher ein Schiff in dem Felsen der Höhle gesehen zu haben.

Nachdem ein paar Stunden vergangen waren entschied er sich dazu, auf die Gruppe zuzugehen.

Durch eine Laterne in der Hand wollte er auf sich aufmerksam machen und gleichzeitig zeigen, dass er keine Waffen gezogen hatte. Juraag erkannte ihn sofort und sagte den anderen der Gruppe, dass keine ihrer Waffen nötig seien.

Peekay begrüßte alle und entschuldigte sich für seine Verspätung.
Er verlor keine Zeit und er erzählte sofort von seinen Entdeckungen.

Es wurde nicht lange diskutiert und so wurde beschlossen, den Aufbruch nicht mehr lange hinauszuzögern.
Ein Paar blieben bei den Verletzten zurück.

fungusDie Vorhut machte Peekay. Durch einen Tunnel erreichte er als erster einen Gang, der in die Höhle mit den pilzartigen Gewächsen führte.
Erst jetzt fiel ihm auf, dass der Boden mit schwarzem Wasser bedeckt war. Vorsichtig hielt er seinen Handschuh hinein. Erleichtert atmete er auf, als nichts passierte. Von der Neugier ergriffen zog er seinen Handschuh aus und steckte seine Fingerspitze zögernd hinein. Vom Schmerz ergriffen bereute er seine Entscheidung schnell.
Er blickte sich um und griff kurzentschlossen nach ein paar toten Zwergenknochen und warf sie in das Wasser. Auch hier tat sich nichts.
Peekay entschied sich nun Juraag den Vortritt zu lassen und so beschritt sie in ihren Eisenstiefeln das knöcheltiefe Wasser.
Peekay war zu der Gruppe im Gang zurückgeeilt, um strategische Einzelheiten zu besprechen. Sein Vorhaben wurde allerdings durch das Kampfgeschrei von Juraag zunichtegemacht. Ein paar eilten voran, blieben jedoch angewurzelt und paralysiert kurz vor dem Tunnelausgang stehen.
Schnell wurde klar, warum das so war. Vor dem Ausgang lag ein zerbrochenes Gefäß, welches ein Gehirn freigab.
Während Fergus de Bertón und Peekay versuchten den Höhleneingang wieder freizubekommen hörte man, wie schwer es Juraag mit der Kreatur hatte.
Lia hielt es nicht mehr aus und flog in ihrer Fluggestalt an dem Gehirn vorbei ohne weiter Schaden zu nehmen. Sie landete in der Nähe des Wesens und fing an vor sich hinzumurmeln.
Nachdem nun der Blick auf das Gehirn frei war, konnte es sich ein Magier nicht mehr verkneifen, seinen Feuerball nun endlich fliegen zu lassen. Peekay, der das ganze scheinbar nicht mitbekam, merkte nur noch, wie heiß es an seinem Rücken wurde. Unbeschadet kamen er und die anderen bei Juraag an, um ihr im Kampf nun endlich beistehen zu können. Gerade rechtzeitig, wie es schien, da Juraag sehr angegriffen aussah.

Die quietschenden Schweine, die Fergus de Bertón zur Verwirrung beitragen wollte, halfen leider nichts und das Geschöpf konzentrierte sich weiter auf Juraag.

Lia hatte ihre Beschwörung beendet und aus dem Boden vor ihr schlängelte sich ein vor Hitze glühendes Elementar auf das Scheusal zu und setzte es durch seine pure Berührung in Brand. Gleichzeit flog Lia zu Juraag um ihr ein Heiltrank zukommen zu lassen.
Das Wesen zerbiss Lias Elementar und brannte nun auch am Kopf und es konnte noch ein Gefäß in die Gruppe der Orks und Zwerge werfen.

Aufgebracht rannten Peekay und Fergus de Bertón in Juraags Richtung und kamen ihr, die Kreatur in die Zange nehmend, zu Hilfe. Während Fergus de Bertón auf das brennende Bein einstach, machte sich Peekay über das andere Bein her. Es gelang ihm ein paar Sehnen zu durchtrennen und als der Riese zum Sprung ansetzte, gelang es ihm nicht und es fiel rücklings zu Boden und vergrub Peekay unter sich, da er es nicht so schnell und elegant wie Fergus de Bertón in Sicherheit bringen konnte. Von Übermut getrieben schwang sich dieser auf die Brust des Giganten, doch als er merkte, dass es noch nicht erlegt war sprang er geschwind wieder herunter, um Peekay zu Hilfe zu Eilen.

Lia erkannte die Situation und lies im Vorbeifliegen in die nun offene Kehle des Wesens eine Phiole mit Weihwasser fallen. Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten und endlich war es geschafft: Die Kreatur war besiegt.

mind_flayerDoch zum Durchschnaufen war keine Zeit. Hinter den Übriggebliebenen tauchte ein Gedankenschinder auf.
Nur ein paar nahmen seine Gedanken war, doch sie zögerten nicht lange und griffen ihn an. Dabei machten Peekay und Fergus de Bertón eine unfassbar gute Figur. Die beiden schafften es, ihn in kürzester Zeit niederzumetzeln.

Endlich war der Blick auf das Schiff frei. Peekay erkannte, das Lia schon vorgeflogen war und versuchte es in Brand zu setzten. Zeitig genug schaffte Peekay es, die Absicht zu vereiteln. Bei Erkundung des Schiffes wurde klar, dass hier widerwärtige Versuche und Experimente an Zwergen durchgeführt wurden.

Auf dem Schiff befand sich sonst weiter nicht viel. Aus einer Kiste wurde ein Horn (Horn der Tugend/Schwäche) geborgen und in einer anderen fand man eine Flöte (Flöte des Schmerzes).

Endlich hatte man etwas Zeit die Verletzten zu versorgen und es wurde überlegt, wie es nun weiterginge.

 

Pauley Perrette

Pauley PerrettePauley Perrette war ein glückliches Kind. Ihre Eltern liebten sie sehr.
In dem Dorf, wo sie lebte hatte sie nicht viele Freunde.
Ihr äußeres schien manche abzuschrecken. Mit ihren grauen Haaren und ihren grünen Augen und ihrer blasser Haut sah sie schon merkwürdig aus, aber sie mochte sich so wie sie ist.
Pauley war jemand, der nicht gern im Mittelpunkt stand.
Sie versuchte sich stets im Hintergrund zu halten.

Als die Hänseleien ihrer Mitschüler anfingen fing es an, dass sie auffällig wurde.
Es begann damit, dass sie anfing Streiche zu spielen. Erst relativ harmlose und kleinere, wie zuviele Kräuter ins Essen anderer mischen oder Schnürsenkel von Schuhen zusammenbinden. Erst später wurden die Streiche schlimmer und zum Teil auch gefährlicher. So lockerte sie einmal die Pferde einer Kutsche und als der Kutscher ihnen das Zeichen gab loszugehen, rissen sie sich los und galoppierten davon.
Ein anderes mal hat sie die Sprossen einer Leiter angesägt und der nächste Benutzer brach sich beim Zusammenkrachen der Leiter das Bein.

Pauleys Eltern versuchten alles um ihr Kind wieder unter Kontrolle zu bekommen, doch so richtig half nichts.
Und so beschlossen sie, schweren Herzens, Pauley zu ihrer strengen Großmutter nach Secomber zu bringen.
Dort angekommen verschlimmerte sich die Lage erstmal.
Hier bemerkte sie, dass mit ihr etwas nicht stimmte.
Als sie einmal von ihrer Großmutter bestraft wurde und in die Scheune geschickt wurde, war Pauley so wütend, dass sich ein Feuerball aus ihrer Hand löste und so die ganze Scheune in Brand steckte. Pauley konnte den Flammen entkommen, hat allerdings ein paar Narben am rechten Arm zurückbehalten.
Daraufhin setzte ihre Großmutter sie kurzerhand vor die Tür.
Allein, sauer, wütend und traurig war Pauley nun auf sich allein gestellt.
Sie schlich durch die Straßen von Secomber und beobachtete die Leute.
Eines Tages wurde Pauley erwischt, wie sie sich von einem Feld etwas Gemüse „borgen“ wollte. Der Besitzer war ein sehr alter Mann und machte Pauley den Vorschlag, wenn sie für ihn arbeite, dürfe sie die Scheune zum Schlafen nutzen. Pauley war einverstanden und die beiden freundeten sich an. Der Mann bemerkte die Kräfte in ihr und zeigte ihr, wie sie mit ihnen umzugehen hat und was sie alles kann.

Als er starb, wurde sein Land verkauft und Pauley stand wieder alleine da….

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Alle Wege führen nach Secomber (The Uncontrollables)

Alle Wege führen nach Secomber (The Uncontrollables)Alle Wege führen nach Secomber (The Uncontrollables)

Alle Wege führen nach Secomber (The Uncontrollables)In einem Hain vor Secomber sucht eine Druidin nach Kräutern und Pflanzen. Da ihre Ausbeute nicht sonderlich groß war, macht sie sich auf in die Stadt, um dort einen Hausbesuch zu machen.

Mitten in Secomber stand auf einer Tonne eine kleine Gnomin in ihrer mit Rüschen verzierter Lederrüstung und erzählte von ihren Abenteuern die sie erlebt hatte, sie schmückte ihre Geschichten allerdings ein wenig aus.

Etwas abseits von ihr lehnte an einer Hauswand eine in schwarz gekleidete Gestalt. Vor ihr macht eine kleine schwarze Ratte ein paar Kunststücke. Einige Passanten ließen ein paar Münzen vor den beiden fallen, welche die Gestalt sogleich einsammelt und in ihrer Tasche verschwinden ließ.
Beiden gegenüber befand sich die Taverne `Zur Singenden Elfe´ in welche gerade ein Mann (Beschreibung folgt) eintrat und sich an einen Tisch setzte und vom Wirt etwas zu essen bestellte (Vogelfutter). Calathes bemerkte einen Gnom und einen Halbling, die sich über eine Schriftrolle unterhielten. Offenbar wollte der Halbling diese an den Gnom verkaufen. Calathes gesellte sich zu den beiden und bot sich als Schlichter an, allerdings war sein Interesse an der Rolle geweckt worden, als er das Siegelzeichen der Mystra auf der Schriftrolle entdeckte.

Die Ruhe der Taverne wurde durch die hereinplatzende Trixi gestört, die alle mit einem lauten „Hallo“ begrüßte. Allerdings antwortete ihr nur einer mit einem etwas leiserem „Hallo“. Trixi setzte sich zu einem halb schlafendem Elf und einem mit sich selbst redenden Halbelf, stellte aber fest, dass sie hier nicht genug Aufmerksamkeit bekam und sah so zu Calathes und dem Gnom und dem Halbling hinüber.

Vor der Taverne war die schwarzgekleidete Person gerade dabei ein paar Pferde, die dort angebunden waren, loszubinden.
Die Druidin, Tierlieb wie sie war, eilte zu Hilfe. Plötzlich hörte man einen Aufschrei „Pferdediebe….haltet Sie!!“
Die Druidin trat aufgeschreckt ein paar Meter zu Seite, während die andere Person um die Ecke in eine Gasse flüchtete. Dabei wurde sie allerdings von Calathes beobachtet, der ihr gleich nachsetzte.

Trixi und ein paar andere kamen aus der Taverne um zu sehen was los war, kamen allerdings zu spät um die Diebe zu sehen. Während dem ganzen Tumult verlor der Halbling seine Schriftrolle, die sich die Druidin einsteckte. Fälschlicher Weise wurde Trixi von einem anderen Gnom als Diebin beschimpft, konnte sich aber erfreulicherweise herausreden.

In der Gasse versteckte sich Pauley in einer mit wassergefüllten Tonne, in der Hoffnung, dass sie nicht entdeckt werden würde.
Der Paladin bemerkte aber das übergeschwappende Wasser neben der Tonne, legte den Deckel darauf und versuchte sich sich anschließend auf den Behälter zu setzen. Dieser gab aber unter dem Gewicht nach und so saßen beiden etwas durchnässt nebeneinander in der Gasse
Zunächst wollte Calathes, Pauley den Wachen übergeben, aber sie konnte ihn überzeugen, dass dies nicht nötig wäre, da sie ihm versprach so etwas nie wieder zu machen. (jedenfalls nicht in dieser Stadt).
Kaum hatten sich die beiden geeinigt, flog aus einer nahegelegenen Tür ein kleiner Gnomjunge auf die Gasse in der sie saßen. Ihm wurde noch „damit ist es nun vorbei für dich“ hinterhergerufen, bevor die Tür lautstark zuflog.
Erschüttert darüber, wie der Junge behandelt wurde, folgte der Paladin ihm und fragte, was denn los sei. Der Junge öffnet seine Taschen „ich hab doch nur ein paar Vögel mitgehen lassen“ und schaut Calathes mit großen Augen an.
Bestürzt ergriff Calathes den Jungen und brachte ihn zurück auf die Straße zu ein paar Wachen, die gerade vorbeigingen, und wollte den Vogeldieb übergeben. Dieser jedoch bezichtete nun seinerseits, dass Calathes die Tiere gestohlen hätte und ein Beweis in seiner Tasche läge, in Form eines gegarten Leckerbissens.
Verdutzt öffnet der Paladin seinen Rucksack und sah hinein: ein toter Vogel lag darin. Überrascht von dieser Situation wurden beide in die Taverne begleitet um mit dem Wirt, den Vorfall zu klären und ihm zu der Angelegenheit zu befragen.

In der Wirtschaft angekommen bezeugte der Wirt, dass der Junge die Vögel gestohlen hätte. Daraufhin wurde Calathes von den Wachen freigelassen.

Der Halbling stellte fest das ihm die Schriftrolle, um die er mit dem Gnom gefälscht hatte abhanden gekommen war und verdächtigte seinen Handelspartner als Dieb. Die Wache die in der Taverne eingekehrt war, eigentlich die Sache mit den Diebstahl beendet hatten sahen sich einem erneutem Diebstahl bzw. einer Anzeige des Diebstahls konfrontiert, die der Halbling vorbrachte und ordnete eine Durchsuchung sämtlicher Taschen von den Gästen der Taverne an, damit keiner dem sich entziehen konnte, bezogen die beiden anderen Wachen an den jeweiligen Ausgängen der Wirtschaft Stellung und die Durchsuchung begann

Inzwischen hatte die Druidin ihren Patienten erreicht und stellte fest, dass sie die richtigen Kräuter für einen Tee in dem Hain zusammenbekommen hatte und macht sich auf in die Küche, um diesen dort zu brauen.
Dort angekommen wurde sie Zeugin, wie der Wachmann der am Nebenausgang Stellung bezogen hatte von dem Koch bedrängt wurde, erst mit Worten und später schlug der Gnom mit Pfannen und anderen Geschirr auf den Wachmann ein, konnte sich aber keinen Weg nach draussen, an dem Wachmmann vorbei  bahnen. Unterdessen bereitete Srisira in der Küche unter zuhilfenahme eines großen Kessels und ein paar weitere Zutaten, die sie in der Küche fand, den Trank zu.
Der in Not geratene Wachmann rief um Hilfe und sogleich eilten die beiden anderen Wachleute in Richtung Küche, einer der an der Eingangstür stand stolpert, dank des kleinen Gnomjungens und landet lautstark und der Länge nach auf einem Tavernentisch, welcher unter ihm zusammenbrach. Damit war die Untersuchung zwangsläufig beendet.

Mittlerweile hat sich ein schwarzgekleideter Mann mit leichtem Bartwuchs in der Taverne in die Nähe einer Wärmequelle gestellt, um seine durchnässte Kleidung zu trocken.
Neugierig durch den Krawall in der Küche machte er sich dorthin auf, um dort ein paar Vorräte in seine Taschen verschwinden zu lassen.

Den fertigen Trank brachte Srisira zu ihrem Kranken und dieser bemerkte eine sofortige Verbesserung seiner Gesundheit. Mit ihrer Vergütung und ihrem Rucksack macht sich die Druidin auf und begab sich vor die Tür „Der singenden Elfe“.

Währenddessen hatte sich Trixi zu der Unruhe in der Küche gesellt und sah sofort den Mann, der sich dort selbstbediente. Selbstbewusst macht dieser ihr klar, dass er dafür bezahlt hätte und da der Koch immer noch mit den mittlererwile 3 Wachen kämpft, glaubte Trixi ihm die Geschichte.

Kurz nach diesem Vorfall konnte der Gnomkoch endlich eingesackt werden und alle Wachmänner brachten ihn nach draußen zum Abkühlen.

Da sich der Streit nun gelegt hatte und auch der Gastraum sich etwas leerte, ging Trixi ebenfalls aus der Taverne und traf dort auf die ihr schon bekannte Druidin.
Sie unterhielten sich ein wenig und gingen dabei auf die andere Straßenseite der Schenke.
Dort angekommen erzählte Srisira von der gefundenen Schriftrolle. Trixi erinnerte sich, das Calathes Interesse daran hatte und beschloss diesen aus der Wirtschaft zu holen, was jedoch nicht nötig war, denn er kam ihn auf dem halben Wege entgegen.

Trixi deutete an, die Schriftrolle zu haben und der Paladin folgte ihr zu Srisira. Sie redeten eine Weile, bis sie bemerkten, dass sie von einem Augenpaar beobachtet wurden. Calathes nähert sich diesem. Als auf einmal die Tonne mit den kurzen Beinen darunter versucht zu flüchten, verlor aber das Gleichgewicht, sie kippte um und rollte ein Stückchen in die Gasse, mit schmerzverzogenem Geischt kam der Küchenjunge zum Vorscheinen.
Da dieser ein Teil der Unterhaltung mitbekommen hatte wurde er vom Paladin kurzerhand in seinen Rucksack gepackt.
Die drei beschlossen die Innenstadt zu verlassen, um in einem in der Nähe befindlichem Hain zu beratschlagen, was sie mit der Schriftrolle anstellen sollten.

Die letzten Gesprächsfetzen bekam auch Pauley mit, die kurz zuvor die Taverne, nun wieder in weiblicher Gestalt, verlassen hatte.
Sie folgt der kleinen Gruppe auf den Hügel außerhalb der Stadt.
Dort angekommen entbrannte eine Diskussion in der geklärt werden sollte, was nun mit der Schriftrolle geschehen soll.

Trixi, Srisira und der Gnomenjunge waren dafür, die Rolle bei dem Magier Amelior Amanitas abzugeben, während Pauley und Calathes die Schriftrolle sofort öffnen wollten.
Da der Paladin nicht wollte, dass so eine mächtige Magie in falsche Hände gelänge, begann er die Rolle vorsichtig zu entfalten.
Ein paar Runen wurden sichtbar, die jedoch von keinem Anwesenden entschlüsselt werden konnten.
Beim Ausrollen wurde Calathes klar, dass sich in der Rolle eine zweite Rolle befand.
Als das Pergament ganz ausgerollt war, löst sich der darin niedergeschriebene Zauberspruch. Da einige sehr neugierig waren,, wurde diese bestraft, da die Druidin, als auch der Bardin Feuer fingen. Einige hatten da ein wenig mehr Glück, die sich rechtzeitig ducken konnten und so dem vollen Ausmass entgingen. Als Calathes sich duckte zog er das zweite Dokument mit sich und konnte so einen großen Teil, des Dokumentes vor den Flammen retten.

mapNun konnte die Karte in aller Ruhe in Augenschein genommen werden. Es schien sich um einen kleinen Ausschnitt aus einer größeren Stadtkarte zu handeln. Trixi die ein paar Fetzen zwergisch konnte, entzifferte unter hoher Konzentration die geschriebenen Runen und teilt sie den anderen mit. Es ließ den Anschein aufkommen dass es sich hierbei um einen Kartenausschnitt von der untergegangene Stadt Athalantar handelte. Sie war die Hauptstadt des Königreiches des Hirsches und befand sich unterhalb von Secomber.

Nach einigem Hin und Her wurde beschlossen ein Nachtlager ausserhalb von Secomber zu einzurichten, um dann in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages hinunter in die Ruinen von Athalantar zu steigen. So machte sich die kleine Gruppe auf und verließ die Stadt gen Übernachtungsplatz der Karawannen. Nichtsahnend das sie von niemand geringerem, als Amelior persönlich, beobachtet worden waren, stand doch sein Turm auf dem Hügel, wo sie den Feuerball ausgelöst hatten.

Während Pauley geschickt das Zelt von Calathes aufbaut, versucht sich dieser in seinen Kochkünsten, scheiterte allerdings kläglich.
Trixi probiert bei einer nahen Karawane ihr Glück im Geschichten erzählen, versagte aber jämmerlich.

Wachen wurden aufgeteilt und die Nacht brach über sie herein. Es war Zeit sich vorzustellen.

Ariella Amastacia

Ariella Amastacia Mein Name ist Ariella Amastacia, aber alle nennen mich Lia.

Die ersten Lebensjahre habe ich bei meinem Menschenvater, Gunther Zurzill verbracht.
Wir wohnten in einem kärglichen Dorf auf einer kleinen Insel. Diese liegt im See der gefallenen Sterne. In dem Dorf gab es nicht viel, aber alles was wir zum leben brauchten.
Was wir nicht hatten tauschten wir mit anderen.

Ich weiß noch, dass mein Vater mit anderen Männern ab und an zum Festland segelte. Meist dauerte es 20 Tage bis er wieder zu Hause war, wenn nichts schlimmes passierte.

Auch wenn er mir schon früh beigebracht hat, meine elfische Seite zu verbergen wurde ich trotzdem immer wieder wegen meiner kupferroten Haare oder meiner smaragdgrünen

Augen geärgert. „Langohr“ oder „Rotschopf“ sind noch nette Ausdrücke gewesen, die man mir nachrief. Ja, es tat manchmal weh, aber ich lies es einfach über mich ergehen und beachtete es weiter gar nicht.Ich hatte nur eine Handvoll Leute, die ich „Freunde“ nennen würde. Da gab es ein Mädchen, Natascha, und einen Jungen, Verdinand, mit denen ich ein wenig Zeit verbrachte. Dann waren da nur noch unser Dorfkoch, Elias und unsere Nachbarin Vaneara mit denen ich mich gut verstand.

Mein Vater war ein angesehener und respektierter Alchemist, aber trotzdem haben manche im Dorf hinter seinem Rücken über ihn geredet.Er lehrte mich alles, was er über die Alchemie wusste. Und gemeinsam stellten wir nicht nur wohlriechende Seifen, Öle oder Wässerchen her, sondern er zeigte mir auch Mischungen, die heilen, vergiften oder lähmen konnten.Wir hatten viel Spaß dabei neue Mixturen zu mischen und auszuprobieren.Außerdem zeigte er mir, wie ich Kräuter und Wurzeln dazu benutzen kann, um Fisch oder Fleisch schmackhafter und länger haltbar zu machen.

Warum ich anfangs bei meinem Vater aufwuchs, ist schnell erklärt. Meine elfische Mutter Jelenia starb bei meiner Geburt. Warum weiß  keiner so genau und ich habe auch nie danach gefragt, denn Vater wurde bei dem Thema immer traurig.
Als er starb brach eine Welt für mich zusammen.
Schlimmer war aber noch, dass ich zu meiner elfischen Oma, Katalena, reisen musste. Ein paar Wochen war ich unterwegs und total aufgeregt und nervös. Erst mit dem Boot und dann mit einer Kutsche. Wo genau ich landete, weiß ich gar nicht, denn eine „Dorfbezeichnung“ gibt es nicht.
Eigentlich war es mitten im Wald. Man braucht etwa vier Tage, bis man etwas anderes um sich hat, als Bäume, Sträucher oder Gehölz.
Auch wenn mir meine Oma nicht total fremd war, konnte ich mich anfangs kaum mit ihr verständigen. Sie sprach nur elfisch und druidisch und ich konnte weder das eine, noch das andere.
Erst nach ein paar Tagen verstand ich sie problemlos und wir verstanden uns prima und hatten auch jede menge Spaß.
Sie lehrte mich alles, was sie konnte.
Sie brachte mir nicht nur alles was sie wusste über das druidensein bei, sondern auch wie ich im Einklang mit der Natur leben kann. Außerdem  zeigte sie mir auch, auf meine innere Stimme zu hören und wie ich mit meinen Fähig- und Fertigkeiten umgehen kann. Zunächst viel es mir schwer zu meditieren. Minuten- oder stundenlanges Stillsitzen war einfach nicht meine Stärke. Erst nach und nach gelang es mir mich zu entspannen und auf die Atmung zu achten. Oma meinte, das könne mir helfen, wenn ich mal nicht weiter weiß und ich auf eine Inspiration warte oder wenn ich mich mit dem Geist des Waldes unterhalten wolle, was allerdings schwierig ist, denn er ist bis jetzt nur wenigen Druiden erschienen. Sie meint er kann ich jeder Art und Form auftreten und wenn man darauf achtet, zeigt er einem welches Tier man erlegen kann, ohne dass es dem Wald oder der Tierart schadet, oder wo man Beeren findet oder einen guten und geschützten Platz zum schlafen. Er kann sich als alles äußern; als Windhauch, als wehendes Blatt, als eine Tierspur oder sogar als Tier von ganz klein bis riesig groß.

Zum Glück gab es einen Alchemisten in dem Dorf meiner Oma. Er unterrichtete mich weiter in der Kunst Gebräue, Gemische und Tränke herzustellen.

Die Jahre vergingen und ich wurde älter.
Eines Tages nahm mich meine Oma mit in den Wald. An einer kleinen Lichtung gab sie mir einen Fellumhang mit einer Kapuze, die ich mir bei Wind und Schnee tief ins Gesicht ziehen konnte, außerdem gab sie mir einen Rucksack, in dem sich etwas zu Essen und zu trinken befand. Ferner fand ich ihm ein paar Kräuter, Wurzeln und ein paar Phiolen mit meinen gemischten Mixturen.

„Auf dich wartet eine Aufgabe, du wirst wissen, wenn du sie erfüllt hast.“ Das waren die letzten Worte meiner Oma, bevor sie sich umdrehte und im Hain verschwand.
Zunächst wusste ich gar nicht, wie ich reagieren sollte, machte mich dann aber nach ein paar Schrecksekunden in die andere Richtung davon.
Zwei Jahre ist das nun her und ich bin immer noch auf der Suche nach „der Aufgabe“. Vielleicht hab ich ja Glück und es hat was mit dieser Truppe, die ich getroffen habe, zu tun.

Es sind schon ein paar merkwürdige und komische Gestalten, aber scheinbar wissen sie, was sie tun, das hoffe ich zumindest…

Lia’s Trance

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