Als sie vor Jahrhunderten an die Küste von Orlumbor
angespült wurde, hatte sie keine Ahnung
wer sie war oder woher sie kam. Sie hatte Glück, dass sie gefunden wurde. Hätte
Cedric sie nicht gefunden, dann würde sie heute wahrscheinlich nicht mehr
leben.
Er nahm die junge Elfe zu sich mit nach Hause, flickte sie wieder zusammen und kümmerte
sich um sie. Als sie ein paar Tage später aus ihrem Schlaf erwachte, konnte sie
sich nur an einen Namen erinnern `Andromeda Black´.
Ob es ihrer war? Das wusste sie nicht, aber alle nannten sie fortan so und so
hat sie ihn sich angeeignet.
Über hundert Jahre hat Andromeda nun auf Orlumbor verbracht und am
glücklichsten war sie, wenn sie ein Schiff nach Tiefwasser begleiten durfte.
Dann blieb sie meist so lange, bis ein Schiff wieder zurück fuhr.
In den Jahren lernte Cedric si alles was er konnte. Er selbst war ein Mönch und brachte ihr alles bei was er
konnte.
Cedric besaß eine kleine Taverne in der Andromeda arbeitete und lebte. Sie half
beim Brauen, Essen kochen, Aufräumen und beim Hinauswerfen der angetrunkenen
Gäste.
Hier hörte sie eines Tages eine Geschichte von einem Schiff, welches von
grausamen Piraten überfallen worden war. Der Kapitän und die gesamte Crew
sollen das Gemetzel nicht überlebt haben, aber der Seemann, der die Geschichte
erzählte, war sich sicher, dass es eine Handvoll Männer überlebt haben sollen.
Darunter auch die Tochter des Kapitäns.
Andromeda versuchte mehr aus dem Seemann herauszubekommen und er erzählte ihr,
dass die Tochter ein Zeichen auf ihrer Haut tragen würde. Es würde wie ein
Anker aussehen und auf dem linken Schulterblatt sitzen.
Cedric bestätigte ihren Verdacht: sie war die Tochter des Kapitäns. Endlich
hatte sie etwas aus ihrer Vergangenheit gefunden. Sie wollte mehr erfahren und
so packte sie ihren Rucksack und machte sich auf nach Tiefwasser.
Von Goblins, Ettin und Beholder (Legacy of the Past)
Die Goblins im Tunnel
Die Gruppe war nach dem Kampf mit dem Drider angeschlagen, darum beschloss die Gruppe in dem Tunnelsystem, der sie hoffentlich ein Stück weiter zu dem hoffentlich noch lebenden Az Dhakar führen sollte.
Während Eryn und Srisira einen geeigneten Platz für eine Rast suchten und fanden, kundschaftete Darvin die Umgebung aus und fand in etlichen Metern Entfernung ein kleines Goblinlager. An einem Lagerfeuer saßen 5 betrunkene Goblins die sich gröhlend unterhielten. Hinter ihnen gabelte sich der Weg. Einer dieser Wege würde die Gruppe morgen beschreiten. Was die Goblins betraf, so hatten sie diese Nacht wohl nichts zu befürchten, da sie noch nicht einmal ihr Kurzschwert halten würden.
Als Darvin zurückkehrte, wunderte er sich über die Umgebung, seine Freunde waren verschwunden. Aus dem Nichts tauchte eine Hand von der Elfe auf die ihn in einen geschützen Bereich zog, in einen Turm den er bereits schon kannte.
Die Rast wird gestört
Die Gruppe war eingeschlafen oder döste meditierend in dem Turm. Plötzlich wurde die Katze von Srisira unruhig und weckte sie. Schreie durchdrangen die Stille und plötzlich waren alle hellwach. Es schien aus dem Lager der Goblins zu kommen, doch genauso wie die Schreie erklangen waren, waren sie wieder verstummt.
Ein andere Sache konnte die Gruppe wahrnehmen. Der Boden zitterte, als würde eine schwere Person in der Nähe sein, die Gruppe war alamiert und so machte sich Srisira in Fledermausform auf, das beschriebene Lager von Darvin, aufzusuchen. Als sie das Lager erreichte stellte die fest das von den Goblins nicht mehr viel übrig war. Blut tropfte von den Stalagmiten, etliche Rinnsale hatten sich am Boden gebildet und es tropfte, platschend landete ein Unterleib in einer dieser vielen Rinnsale. Ein verbeulter, eiserner Kochtopf lag herum. Das Stampfen nahm ab, doch die Elfin flog dem Wesen hinterher und da entdeckte sie den Ettin, der einen Illithiden hinter sich herzog. In dem Gedankenschinder schien kein Leben mehr zu sein. Mit dieser Nachricht kehrte sie zu den anderen zurück.
Die Entscheidung
Weitere Unannehmlichkeiten blieben der Gruppe in der Nacht erspart und so konnte sie sich erholen, um gewappnet den Drows entgegenzutreten.
Als die Gruppe das Lager abgebrochen hatte und man nach wie vor über die Driderwaffe den Kopf zerbrach, erreichten sie das ehemalige Lager und Abzweigung. Nachdem keine sonderlichen Funde gemacht werden konnten, entschied sich die Gruppe den Tunnel zu nehmen aus dem der Ettin gekommen war.
Bief von Eryn an ihre Familie
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Liebster Vater, meine lieben Geschwister.
Es ist noch gar nicht lange her, dass ich euch geschrieben habe. Ich weiß nicht ob euch die Zeilen überhaupt erreichen, aber für mich selbst ist es unheimlich wichtig alles festzuhalten, was ich und meine neuen Freunde alles so erleben. Wir hatten uns ja auf die Suche nach dem Großen gemacht und wussten, dass er in einer Mine ist. In der Hoffnung ihn zu finden gingen wir durch ein Portal. Es war das erste Mal, dass ich eine Portalreise gemacht habe. Eine schöne Erfahrung, auch wenn ich Mühe hatte meinen Mageninhalt bei mir zu behalten. Man wird doch ganz schön durchgeschüttelt. Hätte ich nie gedacht.
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Auf der anderen Seite erledigten wir eine Drider und suchten Schutz in meiner Hütte und unsere Druidin verschleierte die Umgebung, sodass uns keiner finden konnte. Unser neuer Begleiter, ein Mensch, schaute sich die Umgebung an und erzählte uns, dass er ein kleines Goblinlager entdeckt hatte, aber von den kleinen Gestalten würde wohl keine Gefahr ausgehen, denn sie hatten wohl einiges gebechert…Amateure… Jedenfalls schliefen wir alle ziemlich zügig ein, war ja auch einiges los. Nach einiger Zeit weckte uns Srisira, denn ihr Panther hatte etwas wahrgenommen…und auch wir spürten es jetzt. Der ganze Boden wackelte und zitterte. In ihrer Fledermausgestalt sah Srisira nach und berichtete, dass ein Ettin durch die Gänge unterwegs war. Er hatte sich auch dem Goblinproblem angenommen, indem er sie einfach zu Matsch trat. Im Schlepptau hatte er einen nicht mehr lebenden Illithiden. War schon irgendwie ein komischer und merkwürdiger Gedanke…
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Naja…am nächsten Morgen…jedenfalls ging ich davon aus, dass es Tag war, denn das weiß man ja so unter der Erde nun wirklich nicht genau…machten wir uns auf. Schnell waren wir uns einig, den Weg zu nehmen, aus dem der Ettin kam. Es war nicht schwer zu sehen woher er kam, hinterließ er doch genug Fußspuren. Nach einer Weile kamen wir an einen Abhang den wir serpentinenartig hinuntergingen. Unten angekommen staunten wir alle nicht schlecht. Wasser…jede Menge davon und es schien trinkbar zu sein. Doch davor bewegte sich etwas. Ein Pilz lief herum und wässerte die anderen Pflanzen und Flechten die es dort gab. Ich staunte nicht schlecht. So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Srisira ging vor, konnte ihn jedoch nicht verstehen und so ging ich hinterher. Ich benutze den Spruch den mir Onkel Remus beigebracht hatte und so konnte ich mich tatsächlich mit dem Pilz unterhalten. Was für ein Spaß. Er erzählte uns von dem Ettin, der den Gedankenschinder tötete, weil er ihn über 40 Jahre gefangen gehalten hatte. Außerdem konnte er uns den Weg zur Mine sagen und er teilte uns mit, dass er von den Drider und Drow sehr genervt wäre. Sie gruben und hämmerten und verschickten große spitze Gegenstände ins Unterreich. Er war wirklich sehr nett und hilfsbereit. Unserer Druidin sagt er sogar, dass es hier Schattenblumen und, für sie interessante Schwämme, gäbe. Diese wollten wir auf dem Rückweg einsammeln. Ich füllte etwas Wasser in meinen Trinkschlauch. Wir verabschiedeten uns und gingen wieder ein Stück zurück um in die Höhle des Illithiden zu gehen. Auf dem Weg nach Oben ließ ich mich abseilen um die Blumen einzusammeln. Drei Stück standen da. Als ich eine anfasste, sprach auf einmal ein Stein zu mir, ich solle sie stehen lassen, sie sei noch nicht reif. Ich tat dies und nahm die anderen zwei mit.
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Wir gingen zum Bau des Gedankenschinders und traten durch eine Illusion hinein. Wir zogen die anderen hinterher und kamen in eine riesige Höhle. Wir schickten Darvin und Nailo vor nach Fallen und so etwas zu suchen. Der Abstieg dauerte ewig und so entschied sich der Mensch dazu eine Falle auszulösen. Das war eine wirklich gute Idee, denn der Boden vereiste und wir konnten ein gutes Stück nach unten auf dem Hintern zurücklegen. Ich musste mir mein Grinsen ganz schön verkneifen.
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Unten angekommen standen wir vor einer weiteren, kleineren Höhle in der ein Drachenskelett lag. Wir wussten nicht so recht, was wir machen sollten und so versuchten wir ein paar Tricks um herauszubekommen, ob der Drache wirklich tot war. Ja, das war er auch und so wurden ein paar Krallen, Knochen und der Schädel mitgenommen. Wir gingen weiter und plötzlich standen wir vor einem riesigen, schwarzen Stalagmiten. Davor war ein riesiges Gehirn in einer gallertartigen Schutzhülle. Keiner traute sich vorwärts. Also machte ich die ersten Schritte darauf zu. Es passierte nichts weiter außer dass sich das Wasser beim Gehirn veränderte. Aber auch als ich drunter stand, geschah nichts. Ich ging um den Stalagmiten herum fand aber absolut nichts. Und…na klar…kaum näherte sich der Elf dem Ding, ging eine Geheimtür auf. Wir huschten hinein und ließen unseren Zwerg wache halten. Es war verdammt dunkel drinnen und mein Licht half nichts, so gab Srisira mir ihren Lichtzauber. Was wir nun sehen konnten war….verstörend. Es ging unglaublich hoch hinaus und an Wänden gab es unzählige Bücher und Stangenwaffen. Der Mensch und ich gingen hoch. Lauter böse Bücher…sowas aber auch…aber was erwartet man von einem Illithiden? Als wir schon ein gutes Stück gelaufen waren, bemerkten wir, dass sich von oben ein Betrachter näherte. Schnell rannten wir los. Ich schnappte mir irgendein Buch und auch Darvin steckte sich eins ein. Kaum hatten wir das Versteck verlassen schloss sich die Tür wieder hinter uns und wir gingen weiter.
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Was jetzt kam, war wirklich bizarr. Wir kamen zu einem Dutzend Zwergenskeltten. Sie sahen nicht mal so aus, als hätten sie gekämpft, als wären sie von Etwas überrascht worden…Vom Drachen? Oder dem Betrachter? Wir fanden nicht viel außer ein Notizbuch und ein paar Kleinigkeiten. Wir entschieden uns in der Nähe ein kleines Lager aufzubauen um zu essen und zu trinken.
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Danach gingen wir weiter…nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir an einer kleinen Einbuchtung vorbei, die etwa zehn Meter über uns lag. Neugierig wie immer machte ich mich auf den Weg nach oben, Darvin hinter mir. Es schien die Unterkunft eines Zwerges gewesen zu sein. Es gab nicht viel…Ein Stuhl, ein Tisch und ein Regal. Ich fand eine Armbrust und nahm sie mit. Wir kletterten wieder runter und gingen weiter. Jetzt war eine Vertiefung, die noch viel weiter oben lag, aber trotzdem machten wir uns wieder zu zweit auf den Weg. Hier fanden wir nichts Gutes…Runen, jede Menge davon…und wir verließen diesen Ort ganz schnell.
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Jetzt kam Nailo auf die Idee, dass es hier ja irgendwo einen
Drachehort geben müsste. Mit glänzenden Augen machten wir uns auf die Suche und
es dauerte nicht lange, da war der Drachenschatz gefunden. Wir packten so viel
ein, wie wir tragen konnten…und ein bisschen mehr. Darvin hatte großes
Interesse an einer Truhe gefunden. Vor dieser lag ein Skelett von einem Zwerg. Ob
er zu den anderen in der großen Höhle gehörte?
Der Mensch war sich seiner Sache nicht sicher und so schaute ich mir das Ganze
genauer an…und da erkannte ich es…böse Magie….sehr böse sogar…wahrscheinlich
war sie der Grund für den toten Drachen und die toten Zwerge….und so verließen
wir die Höhle des Gedankenschinders und machten uns auf die Suche nach unserem
Großen in der Mine.
Der Abstieg in den Tunnel (The Legacy oft he Past)
Meine liebste Familie. Ich schreibe euch diese Zeilen nur, damit ich sie nicht vergesse und ihr mir auch glaubt, was ich so berichte. Die letzten Tage kam ich nicht dazu zu schreiben, denn wir mussten uns auf eine wichtige Mission vorbereiten. Unser Großer wurde von Drider und Drows entführt. Das konnten wir uns natürlich nicht gefallen lassen, also mussten wir los…unter die Erde…
Als Az Dhakar zu sich kam stellte er fest, dass er in einem Metallkäfig, der sich hängend in der Luft befand, gefangen war. Er versuchte sich so wenig wie möglich zu bewegen um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen damit die Drow und dem Drider ihn nicht beachteten. So sah er, dass in den anderen Käfigen ein paar Arbeiter aus dem Dorf waren.
…nachdem wir uns ausgerüstet hatten gingen wir am nächsten Tag los. Wir liefen etwa eine Stunde, als wir auf eine Weggabelung trafen. Links konnte man Geräusche wahrnehmen. Erst später wurde gesagt, dass es sich um Gesprächsfetzten von Goblins handelten.
Da sie uns sowieso schon erwarteten beschlossen wir ihnen entgegen zu gehen, obwohl die Spuren der Drider in den großen Gang gingen.
Wir schickten Nailo vor, um eventuellen Fallen ausweichen zu können. Jedoch waren diese so offensichtlich versteckt, dass der Elf einfach eine auslöste und zwei so verschob, dass wir gefahrlos daran vorbei kamen. Das Auslösen der Falle lies einen Goblin auf uns zu kommen, den Srisira mit ihrem Bogen umlegte. Und auch die nächsten Zwei Goblins gingen schnell zu Boden…
Neben Az Dhakar war ein Kenku gefangen, der kurzerhand in sein Gedächtnis eindrang um sich mit ihm zu unterhalten. Zunächst wollte er wissen wer er sei und wo er her kam. Er selbst stellte sich als Slicer vor. Er gab dem Goliath zu verstehen, dass er sich zurückhalten solle, denn der Drider hatte Gefallen daran die Gefangenen mit seinem Stab zu piesacken. Der Große nahm das Meiste so hin, fühlte er sich noch leicht benommen. Still und heimlich heilte er sich ein wenig. Als er den Rabenartigen fragte ob man fliehen könne, deutete dieser nur auf die magischen Runen rundherum, die wohl mächtige Schmerzen verursachen würden.
…erst jetzt kam mir die Idee unseren Großen wissen zu lassen, dass wir zu ihm unterwegs seien. Ich hoffte auf eine Antwort, denn das hieße ja, er lebe noch und zum Glückk konnte er mir ein paar Fetzen erzählen. Ich berichtete den anderen, dass Az Dhakar in einem Käfig saß und umgeben war von magischen Runen.
Nun hieß es weiter gehen, aber da wir nicht um die Ecke sehen konnten, aber sehr wohl Stimmen hörten, beschwor unsere Druidin fünf Riesenwespen und schickte diese vor in der Hoffnung die Goblins würden uns in die Arme laufen. Leider war dem nicht so. Wir hörten ein wenig Kampfgeräusche und so folgten wir den Wespen. Nailo fasste sich in seinen Umhang und holte eine Ratte hervor und warf sie dem Goblin ans Bein, der sich hinter der Tür versteckte. Zwar war die Ratte schnell tot, aber immerhin war er kurz abgelenkt und so konnten die beiden Elfen in den Kampf eingreifen. Ich selbst habe zwar nur einen Goblin erlegt aber das Gefecht war sowieso schnell vorbei. Während Nailo und Srisira den Goblinhauptmann vernahmen, sah ich mich im Raum um und nahm ein paar Dinge, die wir vielleicht brauchen konnten, mit. Der Goblin hatte ein paar wichtige Informationen und so nahmen wir ihn als Gefangenen mit. Er führte uns zunächst den Gang wieder zurück und gab uns zu verstehen, dass wir den großen Gang nehmen müssten. Bevor wir dies taten, lies Srisira Wurzeln wachsen und verschloss die beiden linken Gänge.
Nach einem halben Tag sollten wir hier auf ein Portal stoßen, welches uns in eine Mine bringen würde. Wir gingen eine Weile doch standen wir plötzlich vor Geröll. Also wieder umkehren und die Abbiegung finden, die wohl versteckt war. Wir kamen an einer Rune vorbei, die mit dem Zauber Hervorrufung belegt war. Als nichts weiter passierte gingen wir ein Stückchen weiter. Dort hingen überall Spinnenweben. Nailo schoss einen Flammpfeil ab und verbrannte auch das Geflecht, jedoch kam ein Feuerball auf uns zu. Alle konnten ihm ausweichen…bis auf unser Gefangener…
wir wollten weiter gehen, doch war es auf einmal so dunkel, dass man nicht einmal die eigene Hand sehen konnte. Und auch mein Licht wurde sofort gelöscht. Das kam uns schon sehr merkwürdig vor und so kam ich auf die Idee, dass dies vielleicht ein Zauber sei, den ich aufheben könnte. So war es auch. Zum Glück für uns, denn auf einmal sahen wir unter uns Speere die uns aufgespießt hätten, wären wir runtergefallen. So konnten wir seitlich vorbei gehen. Leider waren wir doch ein wenig angeschlagen und so entschieden wir uns für eine kurze Rast. In der kleinen Hütte hatten wir alle Platz und ich spielte zu Erholung ein kleines Lied…
ich hoffe sehr, dass wir unseren Großen bald wieder finden…
Der Drider hatte wohl mitbekommen, dass der Goliath wieder zu sich gekommen war und prompt fing er an ihn durch den Käfig hindurch mit seinem Langspeer zu pieken und zu massakrieren. Durch seine guten Schauspielkünste stellte sich Az Dhakar schwer verletzt und der Drider erntete dafür respektierende Blicke der beiden anwesenden Drow.
Die Laune des Großen wurde immer schlechter. Dies merkte auch Slicer und schlug nun doch vor einen Fluchtversuch zu unternehmen. Die beiden warteten auf den perfekten Zeitpunkt. Dann fingen sie an mit ihren Käfigen hin und her zu schaukeln. Dabei wurden zwei Runen ausgelöst, doch konnte der Goliath die Schmerzen gut unterdrücken und sprang aus seinem Käfig, dem Drider direkt in den Rücken. Es dauerte nicht lange und der Kampf war im vollen Gange. Leider war Az Dhakar dem Drider nicht nur Rüstungstechnisch unterlegen. Und so ging der Goliath zum wiederholten Male zu Boden…
XP
ohne Stundenzahl 1000 (Darvin, Thorin)
2500 lvl 8
2900 lvl 9
Das geheime Treffen mit der Allianz der Lords (The Legacy of the Grey Guardians)
An dem großen, runden Tisch in der Mitte des Trollturms saßen Lady Laeral, Marshall Ravengard, Sir Isteval und Taern Hornbalde und warteten. Nur die einzelnen Fackeln an den Wänden erhellten den finsteren Raum. Man konnte kaum die Gesichter erkennen, doch wenn der Feuerschein sie ins Licht tauchte wurde deutlich, wie angespannt jeder der Anwesenden war. Wussten sie doch nicht, wie es mit der Gruppe und ihrer Mission weitergehen würde. Würden sie Rezmir und ihre Karawane weiter infiltrieren können um mehr über die Maske in Erfahrung zu bringen? Würde ihre Tarnung bestehen bleiben?
All diese und weitere Fragen beschäftige die Lordallianz.
Thredi war die Erste die das Zimmer betrat und sich mit einem Kopfnicken an die Wand des Turmes lehnte. Nach und nach traten die anderen hinein und setzten sich auf die freien Stühle. Nur Cipher ließ es sich nicht nehmen und drängelte sich an den anderen vorbei um seinen großen Auftritt genießen zu können.
Lady Laeral stellte den anderen die einzelnen Helden vor. Einige waren überrascht was sie alles über die Gruppe wusste. Als jedoch die Tür des Turms erneut aufflog und Onthar Frume eintrat, war den Mitgliedern der Legacy oft the Grey Guardians klar, woher sie ihre Informationen hatte.
Der Zwerg ließ sich schnell an einem freien Platz nieder, hatte er doch die Rede von Lady Laeral unterbrochen, die ihn daraufhin sträflich ansah.
Endlich konnte sie nun weiterreden und teilte der Gruppe mit, dass sie den Lehrling von Taern Hornblade als Unterstützung bekommen würden. Erst jetzt trat der kleine, schmächtige Zwerg aus der Dunkelheit. Mit einem breiten Grinsen stellte er sich als Dyrus vor.
Schließlich konnte nun auch die Gruppe ihre nächsten Schritte erklären. Cipher übernahm den Part des Redners und erzählte, dass sie Rezmir weiter in den Norden begleiten würden. Erst da fiel einigen auf, was sie machen sollten wenn etwas schief gehen sollte? Der Paladin schlug einige Möglichkeiten vor, doch diese wurden eindeutig abgelehnt. Hielt man eine Schriftrolle mit einem Portal nach Tiefwasser für zu gefährlich. Es wurde sich darauf geeinigt, das Thema zunächst beiseite zu schieben und sich anderen, wichtigeren Dingen zu widmen.
Schließlich sollte die Reise bald weitergehen und einige der Helden wollten in der Stadt ein paar Dinge erledigen. Ciphers Verhandlungsgeschick war es zu verdanken, dass sie nicht nur Gold zur Verfügung gestellt bekamen, sondern dass auch der Vorrat an Heiltränke wieder aufgestockt wurde.
Maevina trat an Lady Laeral heran und fragte sie nach einem Kräuterkundigen für ein spezielles Rezept. Freundlich wurde sie gebeten zu einer späteren Stunde wiederzukommen und so verließ die Dunkelelfin den Turm und sah sich draußen nach Futter für ihr Tier um.
Später bekam sie die benötigten Sachen.
Cipher nutze den Anlass um ein weiteres Thema anzusprechen. Schließlich hatte er nicht jeden Tag mit genauso adligen zu tun wie er einer war. So sprach er den Wiederaufbau der Kerzenburg an. Doch bevor er sein Anliegen richtig zur Sprache bringen konnte entbrannte zwischen den restlichen Anwesenden eine hitzige Diskussion. Keiner wollte der Ansprechpartner dafür sein, denn es würde nicht in ihr Hoheitsgebiet fallen. Elegant wie er war, verdrückte sich der Paladin fix um die Schmiede aufzusuchen. Er bestellte für sich eine Hellebarde und ein Schild. Anschließend machte er sich auf den Weg zu seinem Elternhaus.
Thredi hatte die Runde als Erste verlassen und machte sich auf den Weg zur Schmiede. Dort wurden ihr neue Hufeisen und ein anderer Sattel für ihr Pferd versprochen.
Auf der Suche nach einer Unterkunft für die Nacht kam die Orkin an einer Art Amphitheater vorbei. Neugierig sprach sie jemanden an wo und bei wem sie sich melden sollte, wenn sie dort kämpfen wolle. Die knappe Antwort war, dass es ja heute zu spät dafür sei und sie morgen wiederkommen solle.
So ging sie weiter und traf auf einen großen Menschen der Wegzoll verlangte. Ohne zu zögern oder auch nur daran zu denken, kämpfen zu wollen, zahlte Thredi die drei Gold und ging weiter in die Taverne. Schnell verließ sie das herabgekommene Etablissement wieder und machte sich auf zu Karawane. Dort traf sie auf Rezmir, die neugierig fragte, ob sie ihre Geschäfte erledigen konnten. Dies bejahte Thredi nur ohne weiter ins Detail zu gehen. Rezmir fragte noch, ob sie einen Juwelier ausmachen konnte, welches die Orkin mit einem Kopfschütteln verneinte.
Rezmir erzählte ihr allerdings noch, das sich zwei weiter Wagen der Karawane anschließen werden.
In der Zwischenzeit gingen Anakis, Ander, Dyrus und Taern zu Tessalar Hulicorm.
Dort erhofften sie ein paar magische Gegenstände zu erhandeln. Besonders erfreut war der alte Mann nicht zu so fortgeschrittener Stunde gestört zu werden, doch als er Hornblade erkannte, lies er die Vier eintreten. Während Tessalar und Taern einen Tee tranken gingen die anderen los und sahen sich um. Es war gar nicht so einfach in diesem Chaos etwas Interessantes zu entdecken. Die Regale, Ablagen und Schränke waren überfüllt mit Büchern, Schriftrollen und anderen Dingen. Leider war es nicht ersichtlich ob es hier ein Ordnungssytem gab, denn es gab keine Beschriftungen oder andere Anzeichen wo etwas zu finden oder gelagert worden war.
In der zweiten Etage gingen sie an Büchern vorbei und Dyrus konnte es nicht lassen und griff nach einem Buch dessen Seite ein Tentakel zierte. Das Tentakel gehörte zu einem Gedankenschinder und zog den Zwerg in seinen Bann. Glücklicherweise erkannte Ander das Problem und befreite Dyrus aus seiner misslichen Lage. Der Zwerg sah die beiden an, als hätte er sie noch nie gesehen und so brachten Anakis und Ander ihn zurück zu seinem Meister. Leicht erstaunt von dem Verhalten seines Lehrlings ließ er diesen nicht mehr aus den Augen.
Anakis nutze die Gelegenheit und kramte aus ihrem Rucksack das kleine Kästchen mit den Fingern hervor. Tessalar war davon hin und weg. Er drehte es hin und her, lauschte mit seinem Hörrohr daran und war ganz baff, als er die Krazgeräusche war nahm. Er öffnete es und schaute sich die Finger genau an. Als Anakis ihm erzählte wo sie die Schachtel gefunden hatte, wollte der Mensch ihr zunächst nicht glauben. Aber da er schon wusste, wem er mit diesem skurrilen Objekt eine Freude machen konnte, wollte er es unbedingt haben. Erst jetzt bemerkte Tessalar, dass er eine Druidin vor sich hatte und ergriff die Chance die eine oder andere Verbesserung seiner Behausung zu Erfragen. Geschmeichelt fing Anakis an und zauberte los. So ließ sie die schiefen Regalwände verschwinden und fügte den Schränken tolle Verzierungen hinzu. Begeistert von ihrem Werk übergab der Hausbesitzer der Tieflingsdame einen Stab. Er mahnte sie jedoch zur Vorsicht, da nach jeder dritten Anwendung etwas unvorhergesehenes passierte.
Nachdem Anakis mit ihrem Tausch so erfolgreich war, wühlte nun auch Ander in seinem Rucksack und holte ein paar Bücher hervor. Jedoch begeisterten nur die Bücher von Mystra den Alten und Ander bekam einen Mantel, einen Ring und ein Amulett dafür.
Im Anschluss machten sich Anakis und Ander auf den Weg zu Ciphers Familie wo sie auch auf Maevina trafen.
Cipher verteilte die Zimmer und nach einem kleinen Nachtschmaus legten sich alle schlafen.
Am nächsten Tag trafen sich Ander und Cipher mit der Mutter des Paladins. Feurig begrüßte sie ihren Sohn. Glücklicherweise kannte Cipher diese Art von Begrüßung und wich dem Feuerball mehr oder weniger geschickt aus. Ander machte der Empfang klar, wieso Cipher so ist, wie er ist.
In der Zwischenzeit machte sich die Dunkelelfe auf den Weg zu dem alten Mann, in der Hoffnung die Vampirzähne und die verfressene Perücke loszuwerden. Tessalar war beeindruckt von den grotesken Gegenständen und so gab er Maevina dafür einen Rucksack und ein Bärenfell.
Indessen machte sich Thredi auf zur Schmiede um ihr Pferd abzuholen um anschließend zum Amphitheater zu gehen.
Was sie dort wohl erwarten würde?
Eine lange und ungewisse Reise (The Legacy of the Grey Guardians)
Black Gate
In dem Vorort von Baldurs Gate gingen die Helden ihren Dingen nach. Cipher bot jedem an den Wagen und alles was sich darauf befand zu reinigen. Einige nahmen das Angebot an und ließen das ein oder andere Gold dafür springen. Nur der Außenseiter, wie er von allen betitelt wurde, lehnte mehrmals ab. Achreny Ulyeltin, so hieß der Eigenbrötler, war ein Mensch der zwei Wagen in der Karawane besaß. Er war der Alchemie mächtig und durch einen „Arbeitsunfall“ roch es nun ein wenig streng um ihn herum. Cipher, der sich alle Mühe gab das zuvor Gegessene nicht wieder ans Tagelicht zu lassen, versuchte vieles, um den Menschen umzustimmen. Doch nach einer Weile gab er auf.
Maevina fand in dem Alchemisten jemanden, der ihr helfen konnte eine Mixtur herzustellen, die sie benötigte.
Baldurs Gate
Nicht alles konnte in der Reisegesellschaft erledigt werden und so suchten einige der Abenteurer die große Stadt auf. Sie wussten, dass es gefährlich war und so gingen sie in zweier Grüppchen los.
Maevina begleitete Thredi, die im Tempel von Helm einen Brief an ihren Ziehvater schrieb. Er enthielt alles, was sie bisher erlebt hatte und was die nächsten Schritte von ihr sein werden. Anschließend gingen die beiden wieder zurück zur Karawane.
Nachdem Cipher im Lathander Tempel einen Brief an seine Eltern schrieb, gingen er und Anakis zum Wyrm’s Crossing. Auf der Brücke angekommen bestaunte die Tieflingsdame die sonderbaren Dinge die dort Angeboten wurden. Cipher sprach einen singenden Menschen an und bot ihm die berühmte Geschichte von dem Kampf um die Kerzenburg an. Der andere Barde lauschte gespannt, musste aber dann feststellen, dass der Halbelf Werbung für den Wiederaufbau der Burg machen wollte.
Nach einigem hin und her einigten sich die zwei: Cipher solle selbst in der Taverne singen und der Mensch würde ihn begleiten. Gesagt, getan. Und was soll man sagen? Die Darbietung war so bezaubernd, dass sich fünf Leute meldeten, die gerne zu Kerzenburg reisen wollten.
Black Gate
In Black Gate war Ander schwer damit beschäftig sich der Mondelfe Edhelri Lewel anzunähern.
Thredi und Maevina saßen am Lagerfeuer, spielten mit Würfeln und die Orkin machte sich daran Maevina ein wenig orkisch beizubringen. Im Gegenzug gab die Dunkelelfe ihr Einblicke in die Diebessprache.
Zum Nächtigen trafen sich alle, bis auf Ander, am Wagen von Enom Tobun. Mitten in der Nacht bemerkte Maevina wie sich jemand dem Fuhrwerk näherte, den sie in der Karawane noch nie gesehen hatte. Lautlos weckte sie Thredi und Anakis, den Paladin ließ man lieber schlafen. Als die Lederschuhe nahe genug waren und etwas verstaut hatten, zog die Orkin ihn unsanft auf den Boden und die Dunkelelfe legte ihm einen ihrer Dolche an die Kehle.
Der Halbling wusste nicht wie ihm geschah, gab aber schnell zu, dass er etwas versteckt hatte.
Anakis holte ein Paket, in dem sich drei Amulette von Tyr befanden, hervor.
Der Kleine stellte sich als Malkir Tobun vor. Die anderen drei beschlossen die Sache auf sich beruhen zu lassen und weiter zu beobachten.
Am nächsten Tag die Reise nach Tiefwasser los.
Auf der Fahrt zu ihrem ersten Aufenthalt passierte nichts weiter. In der Taverne, in der einige der Reisegruppe nächtigten, fanden sich vier Menschen, die sich gerne der Karawane anschließen würden. Anakis und auch Maevina waren sich sicher, einer der Menschen schon in Greenest gesehen zu haben, doch dieser stritt es vehement ab, auch nachdem die Dunkelelfe ihn in eine bedrohliche Lage brachte. Die Nacht verlief ruhig und so ging es weiter.
Nach einiger Zeit konnte man in der Ferne einen umgestürzten Wagen sehen. Thredi ritt voraus um nach dem Rechten zu sehen. Sie erkannte vier tote Pferde und unter dem Wagen lagen mindestens drei Tote. Spuren eines ungleichen Kampfes waren zu erkennen. Das Fuhrwerk war durchlöchert von Bolzen, den Pferden wurde der Kopf abgetrennt und der Stein, der neben dem Wagen lag, passte nicht ins Bild. Er schien von einem Katapult abgeschossen worden zu sein.
Nachdem der Wagen zur Seite geschoben wurde, erkannte man den Händler. Er stammt aus Elturel und hieß Silberhaar. An ihm und den Insassen erkannte man Bolzeneinschläge und Treffer mit Klingen.
Im Wagen selbst war nichts zu finden. Außer einem Brief, der den Inhalt des Wagens beinhaltete, war nicht mehr viel zu finden. Der Händler hatte eine Edelsteinkette im Wert von 8500 Gold dabei, wobei 5600 Gold in Dolchfurt kassiert werden sollten.
Maevina entdeckte noch ein Schulterstückfetzen, welches den Hobogoblins zugeordnet werden konnte.
Der Karawanenführer drängte auf eine zügige Weirterfahrt…
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