Plutokratie (Shield of Light)

Aquarell-fischerboot auf dem wasser im meer mit der gezeichneten illustration des schönen blauen himmels Premium Vektoren

Die durstigen Wanderer überlegten unter der Führung von Tebaun eine Kutsche zu bauen. Arabella erkundete weiter das Haus und schlief ein paar Stunden in dem äußerst komfortablen Bett der Hausherrn.

Hara schloss sich zögerlich Team Kutsche an und die verbliebenen Fässer wurden aus dem Keller gerollt. Als schliesslich alles so weit war, brach der Abend herein, und man einigte sich darauf, die Nacht noch in den gemütlichen Betten des Weinguts zu verbringen. Nur Arabella war nun wach wie schon lange nicht mehr und verbrachte die ruhigen Stunden mit dem Backen von frischem Fladenbrot, dass die Morgenmuffel ein paar Stunden später mehr als entzückte. Nachdem man noch ein paar persönliche Gegenstände für die Familie einpackte, brach man auf. Maduin war nicht zu erreichen und so ging es direkt zur Taverne, mit ein paar unkomplizierten Nächten dazwischen.

Besonders Hara freute sich schon sehr darauf, nun endlich einmal wieder dem Wein fröhnen zu können, doch auf dem Platz vor der Taverne gab es einen Aufruhr. Es gab eine Spur zu dem Mädchen, dass verschwunden war und von dem Tebaun mit seiner Familie gesprochen hatte. Ein Mann wurde beschuldigt, zu wissen, was mit ihr geschah und dennoch geschwiegen zu haben. Tebauns Familie war auch dort und unter Tebauns Führung gelang es, die Anwesenden zu beruhingen und den Mann zu verhören. Mit hilfe seiner Illusionsmagie gelang es ihm, ein Bild des Entführers zu zeichen, doch der war kein Unbekannter. Es war der Fischer Pluto, der das Mädchen einem Monster opfern wollte, um einen guten Fang zu garantieren.

Eine Frau aus der Famillie Tebauns konnte mit dieser Information magisch nach dem Mädchen suchen, doch es war zu spät, sie fand es leblos, tief unter Wasser, ihr Mörder draussen auf See Zaarovitsch. Unter lauten Protesten von Hara, die sich nach dem Wein sehnte und alles den lokalen Behörden überlassen wollten, stürmte Tebaun Richtung Zarovitschsee um Pluto der gerechten Strafe zu überführen. Doch man war längst so aufeinander eingeschworen, dass alle Tebaun folgten.

Das Tagebuch einer Elfe (Shield of Light)

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Mutter, ich kann nicht mehr. Dieses Land, es macht mich müde, traurig und die Hoffnung, dass wir irgendwas erreichen würden, dass ich meinen Bruder wiederfinden würde, schwindet immer mehr.

Die Nächte, auch wenn wir sie einigermaßen geschützt in Theo’s Hütte verbringen, sind nicht wirklich erholsam. Immer das Gefühl, dass uns wer beobachtet oder angreift hilft nicht dabei, wenn ich mich der Trance hingeben möchte.

Die Kämpfe zermürben mich immer mehr. Meine Magie, ich habe hier noch mehr Angst sie zu benutzen, als sonst schon. Gerade der letzte Kampf war einmal mehr als knapp.

Wir hatten die Wellen an Gegner irgendwie besiegt. Hara, die in meiner Nähe stand sah nicht besser aus als ich. Sie sah genauso fertig und abgekämpft aus wie ich mich gefühlt habe. Doch bevor ich etwas sagen konnte eilte sie zu Schlitzzahn. Und ich habe die Anderen gesucht.

Und da lag er. Tebaun. Am Boden. Ich nahm meine letzten Kräfte zusammen und rannte schon fast zu ihm und kniete mich direkt neben ihn. Die heilenden Hände meiner Schwester wären hier sehr hilfreich gewesen. Überhaupt hätte ich ihr öfter zuhören und mit ihr üben sollen.
Glücklicherweise lebte er noch. Während ich seine Hand einfach hielt, wurden wir weiter von kleinen, nervigen Wurzelwesen angegriffen, denen wir uns erledigten.

Als ich mich nach dem Rest umsah, erkannte ich Wellende Schnuppe, der Schnellfuß trug. Er hatte es leider nicht geschafft. Ich drückte ihm mein Beileid aus und schickte ihn dann direkt zu Hara, die mich über ihre Magie um Hilfe bat.

Theo war weiterhin außer Sichtweite, doch Erfreulicherweise konnte Yggdra ihn sehen, wie er sich wieder unserer Position annäherte.

Dann kam Tebaun zu sich. Er wirkte irritiert und abwesend. Dachte es seien Tage vergangen. Und dann schaffte er es, obwohl er selbst kaum bei Kräften war, dass sich bei mir ein paar Wunden schlossen. Ich half ihm auf die Beine und er war der Meinung, dass wir die Wurzeln des Baumes, welchen Hara und Theo mittlerweile gefällt hatten, zerstören mussten.

Wir mobilisierten nochmal alle unsere Reserven und nach ein wenig Zeit hatten wir es dann geschafft. Das Kreischen im Kopf und die Wut wurden weniger. Erst jetzt, als wir alle zusammenstanden, konnten wir sehen wie sehr uns alle der Kampf geschwächt und erschöpft hatte.

Der Tote in unseren Reihen sollte in einem Ritual von Tebaun beigesetzt werden.
Ich hätte ihm wirklich gerne geholfen, doch ich war und bin einfach nur so kraftlos.

Ich wünschte meine Schwester wäre hier. Und ich könnte, wie so oft, wenn ich mich verletzt hatte oder ich ausgelaugt war, meine Hände in ihre warmen und gütigen Hände legen und mich besser fühlen konnte.

Das Land, es nimmt dir alles. Ich hoffe nur unsere Gruppe schafft es zusammenzuhalten. Ohne sie wüsste ich nicht weiter.

Die Studien eines Magiers: Ein Kampf um Hoffnung (Shield of Light)

Ruhig Theo… Du musst deine Gedanken sammeln… Du siehst keine Feinde mehr, was jetzt?
Wir sind hier um den Stein zu finden… aber Tebaun liegt sterbend vor dir… Und wo sind die anderen? Wo ist Arabella? Wieso Arabella? Ich muss mich konzentrieren und kann gerade nur an sie denken… Warum?
Nicht jetzt, ich muss mich konzentrieren… Konzentration… KONZENTRATION!… Was? Wieso werden meine Gedanken so laut und unklar? Was ist hier los? Ist das…

Ich hatte jetzt ein wenig Zeit meine Gedanken zu sammeln und wie mein Meister es mir empfohlen hat, möchte ich diese nun auch in Schriftform festhalten. Es ist schon etwas länger her, dass ich dazu gekommen bin, aber ich möchte die Ruhe nutzen, die wir uns so hart erkämpft haben.

Angefangen hat das Ganze damit, dass wir einen Druiden nicht davon abhalten konnten, einen wahrscheinlich mit heiliger Magie erfüllten Stein zu stehlen, welcher der hiesigen Martikov Familie dazu verhalf, auch in diesem vom Tod verseuchten Land, eine grüne Oase zu schaffen in der sie Wein anbauen und verarbeiten konnten. Konnten ist nun leider der richtige Begriff, da sie nach dem Verlust wenig Hoffnung haben, das Weingut wieder aufbauen können. Tebaun scheint das ganze schwer zu treffen. Verständlich wenn ich bedenke, wie seine Lehren und Worte häufig nach Hoffnung in den dunkelsten Winkeln suchen oder diese zumindest spenden wollen.

Davian Martikov, das Oberhaupt der Familie Martikov, beschloss, dass er und seine Familie nach Vallaki aufbrechen sollten und sich dort erstmal in der Taverne ,in der auch schon wir unterkamen, eine Unterkunft beschaffen sollten. Da sie vor hatten, den schon mit drei der letzten Weinfässern beladenen, Wagen zu nehmen, konnten sie gleich die Versorgung der Taverne mit dem Wein übernehmen und uns eine Last von den Schultern nehmen. In der Zwischenzeit gaben sie uns den Hinweis, dass wenn wir nach dem Stein suchen wollten, wir bei einem Hain der Druiden, welcher eine knappe Tagesreise vom Weingut entfernt liegen sollte, anfangen könnten. Wir entschieden, dass dies für uns der nächste logische Schritt wäre, da wir die Hoffnung noch nicht aufgeben wollten, dem Land eine Quelle der Freude zu erhalten.

Wir reisten noch ein ganzes Stück mit der Familie mit, bis wir zu der Kreuzung kamen, die die Martikovs nach Vallaki und uns zu dem Hain führen sollte. Da der Tag inzwischen schon gut vorangeschritten war, entschieden wir nicht zu viel später auch eine Pause einzulegen. Da wir alle erledigt waren, entschied ich mich diesmal mein Training mit Tebaun nicht fort zu führen, aber ich wollte die Chance nutzen um mit Arabella über das Buch zu sprechen. Wir konnten auch einige Erkenntnisse gewinnen, aber was mich am meisten an unserem Gespräch fasziniert hat, ist was für ein Chaos ich danach in mir verspürte. Noch kann ich nicht zuordnen warum, aber ich bin mir sicher, dass ich auch dieses Geheimnis irgendwann lüften kann.

Die Nacht selber verlief ruhig. Das einzige, was mich nicht ganz losgelassen hat, war der Traum den ich hatte. Ich sah einen Stamm von Menschen, Ureinwohner einer veralteten Zeit. Einer von ihnen schien mich direkt anzusprechen. Er hatte Kriegsbemalung in seinem Gesicht und neben ihm stand ein eigenartig wirkender Speer an einen Stuhl gelehnt. Er meinte, dass ich den Speer nehmen und über das Tal herrschen sollte, wie es mir zustehen würde. Dann wachte ich gebadet in meinem eigenen Schweiß auf und stellte fest, dass die anderen noch schliefen. Ich nutzte dies und beruhigte mich erst einmal… so gut es ging zumindest.

Am nächsten Tag brachen wir recht früh auf und Der Weg zum Hain verlief relativ ruhig. Das erste interessante Vorkommnis traf uns als wir am Hain ankamen. Dort wartete schon ein Reiter in voller Rüstung und starte in den Nebel, welcher hier näher war, als sonst irgendwo in diesem Land. Es stellte sich heraus, dass dieser Reiter niemand anderes als Graf Stradh von Zarovich war. Der Herrscher, der Fluch und der Teufel dieses Landes. Wenn man den Geschichten glaubt. Er verriet uns, dass er ab und an mal an diesen Ort einkehrt, da es dunkle Kräfte gibt, die ihn seine alte Heimat in den Gezeiten des Nebels erblicken lassen. Seine Nostalgie schwand kurz nach seinen Worten und er verabschiedete sich von uns, aber nicht bevor er uns davon erzählte, dass Maduin ihm anscheinend seine Unterstützung angeboten hatte. Wir wussten noch nicht wirklich, was wir mit dieser Information anfangen sollten, aber dafür hatten wir auch nicht wirklich Zeit. In der Entfernung hörten wir nämlich schon das nächste, was unsere Aufmerksamkeit auf uns zog. Gesang…

Keiner von uns konnte diesen allerdings genießen und wir fühlten uns eher, als würde der Gesang ein negatives Vorzeichen sein. Tebaun formulierte sofort den Plan, dass wir uns aufteilen sollten, den Hügel erklimmen und von beiden Seiten des Gipfels den Ursprung des Gesanges erkunden sollten. Dabei sahen wir, dass über dem Gipfel eine kleine Gewitterwolke ruhte und sich immer wieder auf einen Kreis von Steinen entlud, welcher die Spitze des Hügels wie eine Festung umgab. Wir rannten und rutschten teilweise die Seiten des Hügels entlang, bis wir auf die Verursacher der Unwohlsein erweckenden Töne trafen. Es waren Druiden. Wir näherten uns ihnen und kaum traten wir in ihre direkte Nähe, wurden wir wieder einmal von Strauch-, Nadel-, und Rankenplagen angegriffen.

Wir erwehrten uns der Plagen und so kam es zu einem Kampf. Die Druiden, die immer noch in ihr unheimliches Ritual vertieft waren, konnte Arabella mit einem Feuerball ausschalten. Und die Plagen waren für die Drachengeborenen, Tebaun und mich kein zu großes Problem. Doch als Hara den Steinring auf der Spitze des Hügels durchquerte, sprangen auf einmal viele Menschen, die genauso aussahen, wie der eine in meinem Traum aus dem Boden hervor und griffen uns auch an. Für jeden von uns kamen zwei von denen und wie ich unangenehmer Weise feststellen muss, waren diese nicht ungebildet in der Kunst des Kampfes. Zwar boten sie sich ständig Blößen und machten unsere Angriffe dadurch einfacher, aber sie baten uns diese auch nur, damit sie sich voll darauf konzentrieren konnten uns mit ihren Äxten anzugreifen und uns kaum Spielraum zu lassen. So gelang es ihnen bei jedem von uns einen Schlag nach dem anderen zu landen. Selbst mich haben sie mehrfach getroffen, was mich körperlich und geistig sehr mitnahm. Es machte sich langsam Verzweiflung in mir breit, als ich sah, dass erst mehrere der Drachengeborenen und dann auch noch Tebaun zu Boden ging. Irgendetwas in mir konnte in diesem Moment nicht mehr inne halten und mit letzter Kraft stürzte ich mich wieder in den Kampf und hingegen Tebauns Bitte war es mir egal, dass ich diese WILDEN… dass ich unsere Kontrahenten nicht nur kampfunfähig machte, sondern ihnen ihr Leben nahm. Anscheinend, war dies aber kein so großer Fehler, wie ich es nun im Nachhinein einschätzen würde und mit dieser durch… Ich weiß leider noch nicht, wie ich dieses Gefühl bezeichnen soll… aber durch die neu gewonnene Kraft konnten wir schließlich auch diesen Gegner bezwingen. Nach dem Kampf kamen wir zusammen und kümmerten uns um unsere Kameraden… zumindest um die, die wir noch retten konnten.

…ZORN!

Ein unerwarteter Rabe (Shield of Light)

Erst wollte Hara der Zweiggestalt mit der Kommode folgen, doch schon folgte ihr eine andere. Offensichtlich wurde es doch nicht so einfach sein, und sie blies die Pfeife, die Tebaun ihr für einen solchen Moment gegeben hatte. Entgegen ihrer Erwartung war der Ton nicht nur weit im leicht hörbaren Bereich, sie hatte auch noch so kräftig geblasen, dass die Pfeife sich regelrecht im Ton überschlug. Nun kam eine der Druiden durch die Aufgebrochene Tür, schickte die beiden Zweigdinger mit der Truhe voraus und suchte den Bereich ab, von wo das laute Pfeifen gekommen war.

Trotz ihrer Unsichtbarkeit versteckte sie sich hinter dem nahen Toilettenhäuschen. So konnte sie nicht sehen, wie ein weiterer Druide ins freie trat, und es wäre ganz und gar unmöglich gewesen, Theo zu sehen, der diesem heimlich folgte. Beide, Theo und Hara wussten jedoch, das nun schnell etwas geschehen musste, auf das die beiden Geschöpfe nicht mit der Kommode entkamen und griffen an. Derweil eilten Arabella, die drei Drachengeborenen und Tebaun so schnell wie möglich zum Ursprung des Pfiffs.

Arabella war nicht nur die erste, die in Reichweite kam, sie erfasste die Situation mit den beiden Trägern der Kommode sofort und platzierte eine Feuersbrunst in ihre Mitte. Das schwächte zwar die Träger, aber es zerstörte auch die Kommode, und der lebensspendende Stein purzelte heraus. Zu allem Überfluss kamen nun auch enorme Wellen von kleineren Zweigenweisen die den Enttarnten, Hara und Theo mächtig zusetzten.

Es war ein langer Kampf doch irgendwann klärten die Druiden ihre Prioritäten und einer verwandelte sich in eine Eule, schnappte sich den Stein und flog davon. Hara, die am nächsten zur Stelle war, versuchte die Eule vom Himmel zu schiessen, verfehlte, rannte hinter der Eule her und es passierte seltsames…. Während des Rennens noch verwandelte sie sich in einen Raben. Verwirrt wie sie war nutzte sie die Gelegenheit jedoch um weit in die Luft zu steigen bis sie die Eule sehen konnte und flog in ihre Richtung.

Es dauerte jetzt nicht mehr lang, bis alle Wellen Arten und wellen von Zweigenwesen besiegt waren und sie gingen ins Haus, um nach Nachzüglern zu schauen. Ausserdem waren einige sehr Neugierig, wesehalb die Familie eigentlich nicht wollte, das man in die Privatgemächer ging. Arabella versorgte die halb verdursteten Jutschenpferde. Die einzige echte Auffälligkeit war jedoch, dass eines der grossen Keltereifässer mit Zweigen gefüllt war.

Nach einer Weile kehrte der Rabe zurück und noch etwas später nahm Hara wieder ihre eigentliche Form an. Nun suchte sie erst einmal das Gespräch mit Arabella, mit der sie nun etwas unerwartetes gemeinsam hatte. Spontane Verwandlungen in ein Tier. Ob es ein Segen oder ein Fluch war?

Anhang 354 – Aufzeichnungen einer Reise (Shield of Light)

Anhang 354 – Aufzeichnungen einer Reise (Shield of Light)

Tag 8

Der achte Tag. Ich sitze hier mit Arabella und beobachte das alte Wein-Anwesen der Wizards of Wine. Noch ist es nicht lange her, dass wir früh am Morgen auf dem letzten Stück des Weges von einigen der erwachten Reben angegriffen wurden. Noch immer bin ich über und über mit ihren Säften bedeckt. Und auch der übernatürliche Hunger, der mich am Anfang des Tages beschlich, ist nicht mehr von mir abgefallen. Doch was wir seitdem erlebten und erfuhren, vertieft nur das Bild, welches ich von diesem Land habe. Es ist kalt, unfreundlich und dient nur zum sadistischen Vergnügen einiger weniger. Wer immer hier tatsächlich herrscht, ist nicht besser als die gehasste Lil’xsa’us selbst. Und doch:

Deine überraschenden letzten Worte an mich gestern in der Nacht erwärmen nicht nur mein Herz, nein, sie verleihen mir eine ungeahnte innere Stärke. Ich werde diesen Kampf führen, stellvertretend für den, den ich bald mit dir in der Heimat führen werde, wo jeder von deiner Wiederauferstehung erfahren soll.

Doch zwangsgebunden fängt es hier an, denn der Mann, der so eilig auf uns zu rannte, um uns um Hilfe für seine Familie zu bitten, stellte sich als… Hexe heraus. Nur eine Illusion. Eine mir sehr bekannte, denn die Stimme, die sie begleitete, ist den Maelthra und mir bereits vor zwei Tagen in Verbindung mit einer vorgetäuschten großen Bestie auf der Jagd begegnet. Den wahren Besitzer des Weingutes fand ich beim Vorauseilen durch Ranken an ein Kreuz gebunden. Kaum noch am Leben doch dank einem Wort der Hoffnung erweckten sich seine Lebensgeister von Neuem. Durch das von dir erlernte Jagdgeflüsters, geliebte Jabbress, eingewoben in der leisen Melodie meines Gesanges, ließen die Reben ihn frei und gar unsanft fallen. Mitten in meinen Armen hinein. Es stellte sich heraus, dass der Mann tatsächlich eine Familie hatte und diese wahrscheinlich entkommen konnte. Verständlicherweise wollte er erstmal zu ihnen. Wollte zum Wald. Ich stützte ihn. Sprach ihm noch ein wenig mehr Hoffnung zu, um ihn seine Wunden zu versorgen und stellte zu meiner Überraschung fest, dass diese sich schneller schlossen, als sie es eigentlich hätten tun sollen nach dem was ich durch meine Kräfte gewohnt bin.

Ich sprach ihn darauf an, kassierte aber nur eine subtile Bedrohung. Ich denke er hat etwas zu verbergen, doch bin ich mir nicht sicher, ob das was er verbirgt zu unserem Schaden oder zu dem Schaden dessen ist, was dieses Land bedroht.

Nichtsdestotrotz werde ich ihn ausgiebig beobachten. Die Situation erinnerte mich auch daran die alte versteckte Unterarmbrust meines Vaters wieder neu zu laden. Das Misstrauen vertiefte sich, als wir zum Waldrand kamen und ich überraschenderweise zwei leichte und zwei schwere Fußabdrücke viel zu tief für zwei Kinder und einer Frau dort auf dem Boden entdeckte. Ich konfrontierte ihn damit und es stellt sich heraus, dass seine Nachkommen bereits etwas älter waren und auch er auch seinen Schwiegersohn dazu gezählt hatte. Wir fanden sie und die Lage entspannte sich. Fast töricht in meinem überspitzten Misstrauen kam ich mir vor. Und doch – etwas war hier ganz und gar nicht richtig. Es erinnert mich an etwas, etwas in Verbindung mit dir, Jabbress, doch muss ich dieses Gefühl erstmal beiseitelegen. Zu wichtig war, was folgte.

Nachdem wir uns alle zusammengesetzt hatten, wollten wir die Vorgänge hier im Tal besprechen. Die Erwähnung unseres Auftrages nach der Weinlieferung zu schauen, wurde durch ein kurzes Schnauben des jungen Alten quittiert. Er wusste sein Wein war Kestal, war Hoffnung für das Land, was meine Vermutungen darüber nur bestätigte. Doch störte ihn, dass sich wieder einmal nur alles um ihn drehte. Theo indes beschwor für die Familie einen sicheren Raum mit seiner Kuppel und stieß dann zu uns. Es fiel der Familie sofort auf, dass wir nicht aus diesen Landen stammten, und zu meiner Überraschung verwunderte dieser Fakt sie nicht einmal. Umso mehr erfuhren wir allerdings über die Situation in der die meisten von uns so überraschend geworfen wurden, als wir uns plötzlich hinter diesem Schleier befanden.

Wir erfuhren, dass die Bevölkerung Fürst Stradh niemals beim Namen nennen würde, denn angeblich bliebe dann kein Wort ungehört – Ist er ist vielleicht der unsere abendliche Unterhaltung stets belauscht? Wenn ja, muss ich schnellstens einen Weg finden, es zu unterbinden. Weiterhin erfuhren wir, dass er selbst zum Herrscher ernannt wurde. Dass die Druiden, die früher drei Naturgöttinnen, namens die Sucherin, die Weberin und die Jägerin folgten und im Kampf mit dem Fürsten lagen, jetzt für genau diesen, ihrer Vergangenheit beraubt, arbeiteten. Sie führten Krieg mit dem Weingut, dass sich wie schon gestern bei der Ankunft feststellbar, als ein kleiner Hort des Lebens in den sonst so kärglichen Landen entpuppte. Wir hörten so auch, dass die Hexe und die Druiden das Weingut schon seit einem Mondzyklus belagerten, aber erst vor 3 Tagen einen großen Angriff starteten. Kleinere Angriffe waren alle 1 – 2 Jahre zur Normalität geworden, doch dieser Angriff war anders. Und das Ziel waren die letzten bekannten Artefakte der Naturgötter. Im Tal vergrabene Steine, die das Land wieder fruchtbarer machten. Ein letzter Keim des Widerstandes und ein Symbol für alle Hoffnungslosen. Und einer dieser Steine verweilte noch hier, versteckt im Tal, frisch, aufgrund der Belagerung, aus dem Boden geholt, während ein anderer bereits vor langer Zeit gestohlen worden war. Er erzählte uns von vielen Quellen dieser Kraft zur Zeit der Göttinnen, doch davon waren nur diese beiden und 3 heilige Stätten übrig, in denen immer noch Kraft innewohne könnte, doch ihr Aufenthalt ist unbekannt.

Vielleicht können wir mehr über sie im Bernsteintempel erfahren. Theos alter Heimat. Und da ich von dem Los seines Meisters weiß und dieses in seiner Abwendung mir wegen und wie das Wohl aller der Gruppe am Herzen liegt und ich das Gefühl habe einigen der Gefährten sehen es genauso, wird er wohl eher früher als später ein Ziel unserer Reise werden.

Doch vorerst ist klar, wir müssen alles in unserer Macht stehende tun den Letzten der verbliebenen Steine vor dem Zugriff der Druiden und ihrer Meister zu beschützen. Ein Meister, der so wie man uns erklärte, das Land nicht verstand und es immer nur zugrunde richten würde. Auch wenn er selbst das Land sein solle – Ein Gedanke, der vieles erklären würde. Doch wie?

Nach der Erfahrung mit den Illusionen der Hexe ist uns allen klar, dass wir uns vor dieser Art der Magie schützen müssen, was zu einer regen Diskussion führte, einer sehr langen Ausführung von Theo über böse Zauber und Gegenzauber und schließlich zu einem regen Austausch unserer Kräfte. Schnell war klar, dass Arabella ihre Macht aus Angst jemanden erneut zu verletzen, zurückhält. Wir alle redeten ihr mal mehr, mal weniger einfühlsam zu. Versprachen ihr, dass wir sie in vollem Maße unterstützen würden, wenn sie die Kontrolle über ihre eigenen Kräfte verlieren würde. Sagten ihr, dass sie die Kräfte ja für ein höheres Wohl einsetzt. Ich versprach ihr sogar – und meine es aus vollem Herzen – dass ich jede Narbe, die ich in Bezug auf derlei aufopferungsvollem Verhalten davontrage mit Stolz zur Schau stellen würde. Doch schließlich brachen wir diese Diskussion ohne fruchtbares Ergebnis ab. Die Zeit rannte davon.

Als kurze Einweisung malte uns der junge alte Rivvil eine Karte seines eigenen Anwesens und verriet uns, wo er den Stein versteckt hielt. Hara machte uns den Vorschlag zu zweit in das Haus hineinzuschleichen, um ihn möglichst unbemerkt aus dem Schubfach des Schreibtisches im ersten Geschoss zu holen. Sie wählte Theo dafür aus, der anscheinend aus welchen Hintergründen auch immer, sich eine Expertise in Heimlichkeit zu eigen machte, indem er sich früher in seinem Tempel stets vor seinem Meister zu verstecken versuchte.

Mit diesem unreifen aber schnell gefassten Plan gingen wir los und ließen die Familie hier in der Sicherheit von Theos Kuppel zurück. Im Herzen mit der Hoffnung schnell genug zu sein und noch einen positiven Einfluss in diesem Überfall geltend zu machen. Arabella und ich blieben wie abgesprochen in Sichtweise des Hauses zurück als Theo und Hara direkt vor unseren Augen verschwanden – vermutlich einer dieser magischen Wirkungen Theos Praxis von denen er sprach.

Und so warten wir, mit einem Blick auf Bekea und lauschend nach dem Signal meiner Pfeife, die Hara bei sich trägt. Doch bisher tut sich nichts, dabei ist schon eine sehr lange Zeit vergangen. Und während meine Gedanken immer wieder zu dir abschweifen und ich die letzten Einträge in der Fall and Rise verfasse, fange ich mir an Sorgen zu machen.

Flohlu ku’nal usstan – udosstan – ehmtu linath.

Übersetzungen:

Lil’xsa’us – die Verbannte (Lolth)
Jabbress – Mistress (Geliebte/ Lehrerin)
Maelthra – Drache
Kestal – Hoffnung
rivvil – Mensch
„Flohlu ku’nal usstan – udosstan – ehmtu linath“ – „Ich folge treu meinem – unserem – eigenen Lied“

Die Gedanken einer Elfe (Shield of Light)

Die Gedanken einer Elfe (Shield of Light)

Tiny Hut

Während die Nacht ruhig verläuft und die Meisten der Gruppe Schlafen oder sich Ausruhen sitzt Arabella während ihrer Wache, mehr oder weniger aufmerksam, da und gibt sich ihren Gedanken hin.

„Jetzt ist doch das Geschehen wovor ich mich die ganze Zeit gefürchtet habe. Ich habe einen meiner Mitreisenden stark verletzt. Und das nur, weil meine Magie mal wieder nicht so wollte wie ich. Ich fühle mich so schuldig, miserabel und schlecht. Er geht mit seitdem aus dem Weg und ich habe Angst ihn als Freund verloren zu haben. Dabei habe ich mich so gut konzentriert. Genau auf die Stelle gezielt von der ich mir sicher war, keinen der Gruppe zu treffen. Ich muss mit Theo reden… vielleicht verzeiht er mir…“

Schneller als Gefühlt ist der Tag wieder da und im Lager regen sich nach und nach die Mitglieder und bereiten sich für den Tag vor. Auch wenn es für Barovia schon fast ein „schöner“ morgen ist heißt es Abschied nehmen, was den ein oder anderen doch ein wenig melancholisch werden lässt.

Maduin hat sich nun endgültig dafür entschieden, seinen Weg alleine weiterzuführen. Seine Verabschiedung ist freundlich und höflich, doch auch ziemlich schnell und er düst in seinem Zaubergefährt davon.

Während der Rest der Gruppe in der üblichen Reihenfolge (vorne Tebaun, Theo, Schlitzzahn, gefolgt von Hara, Wellende Schuppe, Schnellfuss und den Abschluss machen Arabella und Yggdra) den weiteren Weg zu Fuß weiter führt passiert nicht wirklich viel. Es werden ein paar Spuren gefunden, denen man aber nicht folgen will, da der Weg bis zum Weingut noch ein wenig hin ist und man keine weitere Zeit verlieren wollte.

Schlitzzahn schaut immer wieder auf die Karte die er bei sich trägt und macht gegen Mittag die Vorschläge entweder gleich zu rasten, in ein paar Stunden erst oder die Nacht weiter bis zur Kreuzung zu gehen. Ohne große Diskussion wird weitergelaufen und ein Jeder kann sich einem guten Gespräch hingeben oder seinen Eindrücken nachhängen.

„Wenn wir Rasten muss ich versuchen mit Theo zu reden. Ich glaube er geht mir aus dem Weg. Er läuft und redet intensiv mit Tebaun und meidet meine Nähe. Yggdra hat meine Abwesenheit mitbekommen und wir haben geredet. Wenn ich ihn nicht hätte, dann wüsste ich nicht, was ich machen würde. Er versteht meine Sorgen und Zweifel und will mir helfen mit meiner Magie besser klar zu kommen. Aber ob das wirklich eine gute Idee ist, weiß ich noch nicht. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen meine Zauber zu reduzieren. Solange ich mich nicht zu sehr auf sie konzentrieren muss passiert meist nicht. Also werde ich es erstmal dabei belassen.“

Die Gruppe kommt gut voran bis angehalten wird, weil die Frage aufkommt, wer Freund oder Feind ist. Einige sind sich unsicher, ob die Untoten unter ihnen wirklich Freunde sind oder Spione von Strahd sein könnten. Theo ist der Meinung, dass sie „Puppen“ sein könnten, doch beide Anwesenden fühlen sich nicht so, als würden sie gegen ihren Willen handeln. Und so kommt Theo auf eine Waghalsige Idee. Er geht direkt auf Tebaun zu und „befiehlt“ ihm ihn anzugreifen. Und obwohl Elfen gegen solche Zauber weniger angreifbar sind, will Tebaun demonstrieren, was Theo bezwecken möchte und fährt mit seinem Rapier dicht an seinem Kopf vorbei.

Erstaunt und mit Unsicherheit geht es weiter, doch sind sie sich einig, dass sie erstmal unter Freunde laufen, bis sie etwas anderes zeigen und man dann erst handeln wolle.

Die Stimmung scheint ein wenig gedrückt zu sein während sie weiterlaufen. Sobald es dunkel wird werden ein paar Fackeln angezündet, damit diejenigen, die nicht so gut im Dunkel sehen können, den Weg nicht verlieren.

An einer geeigneten Stelle schlagen sie ihr Lager auf. Geübt und mit Routine dauert es nicht lange und die Zelte und die Runen stehen.

Nach getaner Arbeit ziehen sich Theo und Tebaun, so wie jeden Abend, zurück. Diesmal jedoch nicht um Jagen zu gehen, sondern um sich gleich dem Klingentanz hinzugeben. Theo ist nicht ganz bei der Sache und nach seiner Lektion öffnet er sich Tebaun und er erzählt, was ihn bedrückt.

Als die Beiden zum Lager zurück kehren will Theo seinen Mut zusammennehmen und Arabella ansprechen, doch diese ist mit Yggdra schon im Zelt verschwunden.
Leicht enttäuscht setzt sich Theo neben Tebaun, der anfängt auf seiner Zither zu spielen. Dies wiederum lockt Arabella aus dem Zelt und auch Yggdra setzt sich dazu und alle lauschen der Musik.

Es dauert eine Weile, bis Arabella offenbar genug Courage gesammelt hat und sich neben Theo setzt.
Wieder herrscht Schweigen, bis die Elfe es schafft und die Beiden reden miteinander. Es geht hin und her mit Entschuldigungen, bis sie sich in den Arm nehmen was Yggdra gar nicht gefällt und er ins Zelt flüchtet.

Theo, der sich Unwohl fühlt und sich fast sofort wieder von Arabella löst, versucht aus der Situation zu entkommen bis er merkt, dass Arabella Yggdra schon ins Zelt gefolgt ist.
Während die Nacht ruhig verläuft und die Meisten der Gruppe Schlafen oder sich Ausruhen sitzt Arabella während ihrer Wache, mehr oder weniger aufmerksam, da und gibt sich ihren Gedanken hin.

„Das Gespräch mit Theo war wirklich gut und notwendig. Er dachte doch tatsächlich er hätte etwas falsch gemacht und ich hätte ihn mit Absicht den Feuerball entgegengefeuert. Glücklicherweise konnte ich das schnell klären und hab ihm versichert, dass ich mein Zaubern lassen würde, was er gar nicht verstanden hat. Er hat meine Hände genommen und sie einfach festgehalten. Total überrascht hat er mich damit aber schön fand ich es trotzdem. Also habe ich ihn nach unserem Gespräch einfach umarmt. Und, genauso wie beim letzten Mal, als ich so dicht neben ihm saß, hatte ich das Gefühl, dass ich Unwohlsein in ihm auslöse. Schnell hat er sich aus der Umarmung gewunden und ich bin zu Yggdra ins Zelt gegangen, nachdem er so überstürzt abgehauen ist. Wir haben uns ausgesprochen und sind uns endlich wieder richtig nahegekommen.“

Schneller als Gewollt ist der Tag wieder da und im Lager regen sich nach und nach die Mitglieder und bereiten sich für den Tag vor.
Dann macht sich die Gruppe wieder auf den Weg Richtung Weingut. Es dauert nicht lange und das Wetter ändert sich. Leichter Nieselregen setzt ein doch die Umgebung wird dafür freundlicher. Die Straße wird gesäumt von Pflanzen und Reben, an denen Trauben hängen. Tebaun pickt sich hier die ein oder andere von einem Strauch ab bis er von einer Ranke festgehalten wird.

Doch die Gruppe ist eingespielt und dem Rankenmonster wird schnell der Gar ausgemacht. Genauso wie den folgenden Angreifern.
Plötzlich kommt ein älterer Mann hilfeschreiend auf sie zu und bittet sie der Familie auf dem Gut zu helfen. Ohne zu zögern machen sich die Gruppenmitglieder schnellen Fußes auf den Weg…

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