Und der Schleier fiel (The Legion of the Trusted)

mindflayerUnd der Schleier fiel (The Legion of the Trusted)

Und Pater Faustos begann seine Geschichte zu stammeln. Er erzählte von den Zwergen die kamen um ihr angebliches Erbe anzutreten, oder zu richten, was zu richten sei. Sicher war er sich nicht, was sie damit meinten, doch da er sich nicht sicher war, ob sie sich überhaupt sicher waren, was sie genau damit sagten, unterließ er es zu fragen und sah es als zwergisches Mysterium. Was zählte war, dass sie sich bereit erklärten, ihm bei einem alten Artefakt zu helfen, dass er über Jahre mühsam aus den Ruinen geborgen hatte und ihm wahrhaft Hoffnung gab, sein Lebensziel doch noch zu erreichen. Denn niemals hatte er Azuth leibhaftig gesehen und dieses zwergische Machwerk, das von sich selber behauptete eine Art Götterspiegel zu sein hatte sich bislang all seinen Versuchen, es zu aktivieren widersetzt. Doch die Zwerge schafften es, trotz ihrer magischen Unbegabtheit mit Leichtigkeit und einem Tropfen Blut, die lang verborgenen Energien des Gerätes hervor zu locken. Als Gegenleistung forderten sie den Pater auf, ihnen bei einem Buch zu helfen, von dem sie nicht genau wussten, was es damit auf sich hatte. Der Preis war hoch, denn das Buch ergriff Besitz des Geistes vom Pater und zwang ihn, ein düsteres Ritual durchzuführen und dabei gar die im Sterben liegende Frau des Wirtes selbst zu töten. Ein gnädiger Schleier des Vergessens hatte sich wohl über seinen Geist gelegt, als der Fluch des Buches ihn wieder loslies, denn er ging seinem Tagesgesehen unbehelligt nach, während er den Zwergen nicht viel erzählen konnte.

In den nächsten aufregenden Tagen lernte er den Spiegel zu nutzen und tatsächlich, so sagte er, sah er dort seinen leibhaftigen Gott und sprach mit ihm. Er erfuhr vieles, das sein Verständnis überschritt und Azuth trug ihm auf, eines der alten Zwergengeräte aus einer abgelegenen und schwer zugänglichen Höhle zu borgen und erzählte ihm, wie er diese Maschine nutzen könnte, um sich selber, der er ein treuer Diener sei und den Menschen denen er diente ein längeres Leben voller Gesundheit zu schenken. Dies war einfach erledigt und schon bald sog das Gerät in seinem Haus aufgestellt den goldenen Nektar aus dem Äther und spendete Glück und Gesundheit, wo vorher Krankheit und Kummer herrschten.

Zur selben Zeit auch kamen die Zwerge aus ihrer Höhle zurück und brachten Berge aus Gold mit sich, während sie selbst güldene Rüstungen trugen, die noch die Altvorderen vor Neid erbleichen lassen hätten.

Erst waren sie noch gierig und zahlten den Wirt prahlend, aber doch zurückhaltend, doch je mehr Tage vergingen, in denen der Pater allen Wesen im Tal den Nektar anbot, desto freundlicher und teilsamer wurden sie.

Als dem Pater von den Menschen, auch den Babys im Keller und der toten Frau des Wirtes dort erzählt und sein blutbesudelter Dolch ihm gezeigt wurde ward er erschüttert über die böse Macht, die er mit seinem Tun in bester Absicht doch stets unterstützt hatte. Und als er den Sinn des Goldes begriff drängte er, so schnell als möglich in seinen Turm zu müssen, er habe großes Unheil angestellt. Da der Weg durch die Taverne der Truppe zu gefährlich schien, kletterten sie durchs Fenster, um sodann zum Turm des Paters zu hetzen. Dieser fing, einmal in seinem Chaos oben angekommen, wie ein wilder an, in einer Wanne von Gold zu wühlen, welche Lyari und Fenner der Einfachheit halber auskippten. Völlig außer Atem hielt er erst inne, als er den kleinen, glitzernden Stein in Händen hielt, den Lyari ihm zum erforschen anvertraut hatte.

Er erklärte, dass dort ein Lebewesen enthalten sei, vielleicht durch die Zeit versteinert, doch immernoch lebendig und er konnte nichts böses in ihm spüren. Seine verrückte These, es könne sich um einen kleinen Wyrm handeln hing wie eine Silleglocke einige Sekunden über dem Trupp, bevor sich Unglaube breit machte. Mit den Worten „seht selbst“ reichte er den Stein zurück an Lyari, der im Augenblick der Berührung durch alle Sinne und jede Faser seines Körpers überschwemmt wurde von dem geistigen Eindruck dieser kindlichen Präsenz, die sich nach liebe und einer Mutter stehnte und doch in den letzten Stunden so viel Leid ertragen hatte. Denn der Geist fühlte sich schwach an und Lyari erinnerte sich unweigerlich an die verschrumpelten Gesichter einiger Kinder dort unten, deren Körper von dem nekromantischen Machwerk schneller ausgemergelt wurden, als der Nektar sie hatte heilen können. Dass das Wesen im Stein überhaupt noch am Leben war, war schon Zeichen genug seiner magischen Natur und natürlichen Langlebigkeit. So hetzte er aus dem Haus, um durch Asconion – den sie zum Ruhen in der Küche des Wirtshauses zurückgelassen hatten – mit Camilla zu sprechen. Damil spurtete ihm besorgt hinterher, denn Lyari schien mit Gedanken alles andere als vor Ort zu sein. Dem geschwächten Asconion gelang es mit einiger Mühe, Camilla zu sich zu rufen und Lyari, der sich für das Lebewesen verantwortlich fühlte, ging mit der Hexe einen Handel ein, um es zu retten. So verpflichtete er sich Asconion ein Jahr lang bei seiner Aufgabe – Camillas Herz zu zerstören – zu helfen und erklärte sich bereit, selbigen zu Duncan zu führen. Es ward wahrlich kein schöner Anblick, als Asconion, von Lyari gestützt bei den Waldläufern, Solofain und Duncan ankam, denn Duncan erstarrte vor Schreck über ihre offensichtliche Präsenz und fing noch an vor sich hin zu stammeln, als Camillas Stimme bereits durch Asconion immer wieder scharf „Lüüüügner“ zischte, während ihre erhobene Hand ihm nach einigen Sekunden des Zappelns auf einige Schritt Entfernung den Nacken brach. Damit wich sie vorerst aus Asconion ohne weitere Erklärungen abzugeben und hinterließ einige sehr, sehr irritierte Menschen und Elben.

Damil wachte in der Zwischenzeit über die Tavernenbelegschaft, die er durch das Schlüsselloch bei immer wilderen Ausschreitungen beobachten konnte, nachdem sie auch den letzten Rest der „Medizin“ noch geleert hatten. Gretchens säuselnde Stimme auf der anderen Seite der Tür machte Verheißungen, die keinen Mann kalt lassen konnten, doch Damil schüttelte sie standhaft ab. Stetiges Unwohlsein wuchs jedoch in ihm, denn er ward allein im Raum, mit dem zurückgelassen Dolch des Azuthpriesters, der beständig am Rand seines Bewusstseins zu kratzen schien und erst das erneute einschlagen in ethliche Teppiche und das Verstauen unter einigen Mehlsäcken brachten Ruhe in das schräge Gefühl in seiner Magengegend.

Derweil hatte sich der Rest der Gruppe in des Paters Obergemach umgesehen, deren zentralster Punkt eine Art aufrecht stehender Brunnen bildete, aus dem das Wasser jedoch nicht herauslief, sondern Spiegelgleich eine reflektierende Oberfläche bildete. Das Gebilde war von offensichtlich zwergischer Meisterhand geformt und fesselte Xhorguls Aufmerksamkeit für ethliche Zeit, der mit den Resten seiner Macht und da er gezielt danach suchte, erkannte, dass das göttlicher Natur wirkende Machwerk von arkaner Macht manipuliert und korrumpiert war, so, dass jede Anrufung nicht einen Gott, sondern jemanden von dieser Ebene der Existenz kontaktierte. Dies stand im Widerspruch zum Wort des Paters, der sich damals Sicher gewesen war, mit Azuth leibhaftig zu reden, doch auch er sah ein, dass es nicht Azuths Wille gewesen sein konnte, was hier passierte und bestätigte die Beobachtung des Zwergengelehrten.

Milo hatte das Gerät entdeckt, das die Medizin aus dem Äther zog und das wie ein Galaxiemodell an einer provisorischen Holzkonstruktion an der Decke des Raumes teils schwebte, teils von Ketten gehalten war und entschloss sich kurzerhand, es mit einigen gezielten Würfen auf die Balken und nach einem Aufprall auf dem Boden funktionsunfähig zu machen.

Der ganze Raum war eine Fundgrube für Kram sondergleichen. Die zwei Schlafstätten waren die einzigen Orte, an denen man nicht über Gold, aufgeschlagene Bücher, Schriftrollen oder alte Zwergentafeln stolperte. Welch ein Paradies für einen Zaubergelehrten! Und Milos Suche brachte tatsächlich einige Schriftrollen von Nutzen hervor, die in der Nähe der Notizen des Lehrlings verstreut lagen.

Fenner durchstöberte gleichzeitig – mit seiner Keule allen möglichen Kram beiseite schiebend – das Chaos und wurde erst von einigen Einwänden davon Abgebracht, einige Kristalle der Medizin-erzeugenden-Maschinerie an sich zu nehmen. Außerdem stieß er auf einen der wenigen Gegenstände, die nicht Papier, verfluchtes Gold, oder alter Stein war, als er einen erdverkrusteten Würfel fand, der von Außen wie eine wahllose Ansammlung von Scharnieren und Metallverstrebungen wirkte. Nach kurzem herumprobieren, was damit anzufangen sei, gab er auf, um ihn an Milo weiterzugeben, der Stunden der Nacht über diesem Rätsel verbrachte.

Sie entdeckten, dass die arcane Ebene der Magie des Brunnens Ähnlichkeiten in der Art des Wirkens auffwies, die auch in der Sud-produzierenden-Maschine vorzufinden war und nahmen an, dass es von derselben Person oder Gruppe erschaffen worden sein musste.

Die folgenden Stunden vergingen, in denen Fenner und Xhorgul dem Pater halfen, den Altarraum im Erdgeschoss wieder zu reinigen und zu weihen. Dabei mussten sie sich auch des verdammten Buches der Zwerge entledigen, dass der Pater unter einer Steinplatte beim Altar versteckt hatte. Es war offensichtlich mit Gewalt aus seiner steinernen Verankerung gerissen worden, um hierher zu kommen. Über die eingravierte Zwergenschrift zogen sich verdrehte Runen einer für alle unbekannten Schrift, geschrieben oder gewachsen aus dem selben Geflecht von bläulich-grünen, filigranen Fäden, welche zugleich eine höchst unheilige Aura ausstrahlten. Die alten Zwergenrunen wiesen auf einen Ort des Gefangenseins hin und darauf, dass dereinst jemand kommen würde, um etwas zuende zu führen. In etwa: „Wenn Blut zum Blut zurückkehrt, wird weiteres Blut fließen müssen, um die Geschichte zu beenden.“ Außerdem wurde Dorwin Synonym mit dem Wort „Verräter“ genutzt. Das Buch musste weichen und wurde außerhalb des Turmes sicher verstaut.

Lyari hatte mittlerweile mit Hilfe der Waldläufer den Schuppen von Außen verbarrikadiert, während sich Solofain um den nun wirklich ausgelaugten Asconion kümmerte.

Fenner war einer der ersten, der das entfernte Fiepen hörte, dass er keinem ihm bekannten Tier zuordnen konnte und das in der Runde einiges Unbehagen bezüglich der dringend nötigen Nachtruhe hervorrief. Lyaris Eule war es dann, die Nahe der Zwergenhöhle wahrlich wuchtige Löcher im Boden erspähte, was dazu führte, dass entschieden wurde in dem Keller der Taverne zu nächtigen, falls Wühler der Quell des Geräusches wären.

Zuvor jedoch beharrte der Pater, müssten sie wissen, womit sie es zu tun hätten, denn Azuths Weisheit folgend ist Wissen Macht und nur wer weiß vermag zielführende Entscheidungen zu fällen. Sein Glaube war wieder erflammt, vielleicht wie nie zuvor und wäre er nicht so alt und gebrechlich, so ist sich die Gruppe sicher, würde er sich ihnen mit Streitkolben und Rüstung anschließen, was auch immer dort lauern möge. Doch nun konnte er nur auf seine Art helfen und er hatte einen perfiden Plan. Die arkane Umlenkung des Brunnens, so seine Logik musste umkerhbar sein, da es so oder so eine Zweiwegverbindung war. Wenn ihnen dies gelingen würde und auf der anderen Seite wahrhaft nicht Azuth ist, würden sie möglicherweise einen Blick auf ihren Feind erhaschen können. Milo und Xhorgul als erfahrenste Wunderwirker erklärten sich bereit, gemeinsam das hineingesponnene Geflecht zu sondieren, während der Priester ihnen den Zugang dazu bereitete, indem er mit enormer Anstrengung das Geflecht göttlicher Magie zeitweilig von dem arcanen Virus trennte. Als seine Kraft beinahe zur Ohnmacht erschöpt war, schafften es Milo und der Zwerg in wirklich letzter Sekunde, den Mechanismus zu verstehen und am springenden Punkt umzukehren, doch beiden war gleichzeitig klar, dass wer auch immer dieses Werk infiziert hatte, einen Verstand mit ihnen bisher unbegreiflicher Genialität haben musste.

Nur einige weitere Worte waren nötig, um die Kraft des Spiegels hervorzurufen und ein Seufzen der Enttäuschung ging durch die Gruppe, als sich die spiegelnde Reflexion schlicht zu undurchdringlicher Dunkelheit wandelte, doch weiter nichts zu sehen war. Dies galt freilich nicht für Xhorgul und Fenner, deren übernatürlich scharfen Sinne erkennen ließen, was sich dort im Dunkeln versteckte. Alter Zwergenschutt war mit roher magischer Kraft zu Möbeln gepresst worden, auf denen sich Haufen von Büchern, Ingredenzien und Laborbedarf türmten. Doch nur einige Schritt weiter konnten sie den Blick auf den Rücken eines menschengroßen Robenträgers richten, der mit einer obskur-abartig anmutenden Gestalt redete. Dabei handelte sich es um einen menschlichen Oberkörper, der einer Büste gleich auf einem Tisch abgestellt war, während ihm auch die Arme fehlten, welche nur einige Schritt weiter und offensichtlich angenagt in einer Lache ihres eigenen Blutes lagen. Der Hinterkopf des Mannes war eröffnet und offensichtlich hohl, während er dennoch sprach; seine Muskeln bewegt von dem Geflecht aus blau-grünen Adern, welche den ganzen Kopf überwucherten. Sie mussten ihren Ursprung irgendwo an der Wand der Höhle haben, wo Xhorgul auch einen kurzen Blick auf die natürliche Zusammensetzung des Gesteins erhaschen konnte, sowie eine markante Erzader erblickte, die ihnen vielleicht das Aufspüren erleichtern konnte. Doch als hätte der Robenträger einen siebten Sinn, wandte er sich nach einigen Sekunden um und noch währen sie einen Blick auf sein fremdartig, tentakebewährtes Gesicht werfen konnten, das durch eine Narbe über dem rechten – durch einen violetten Kristall ersetzten – Auge verunstaltet wurde deaktivierte er den Spiegel durch einen Hieb unsichtbarer Kraft.

Das erkennende Entsetzen auf Fenners und Xhorguls Gesicht sprach Bände, als die nicht-Sehenden aufgeklärt wurden, wem sie dort entgegenstanden und Xhorgul breitete sein Geschichtswissen über die Kriege zwischen Zwergen und Illithiden aus, bis wahrlich jeder begriffen hatte; KACKE!

Es gab nur geringes Wissen in der Truppe über die Macht und Fähigkeiten dieses Feindes, doch Pater Faustos konnte beisteuern, dass gemunkelt wird, sie könnten dich denken hören und Fragmente und Gerüchte zu Gedankenkontrolle, Gehirne von innen verdampfen und lähmenden Angriffen wurden geäußert.

Als der Pater von der Angst der Gruppe vor Wühlern hörte hatte er einen Geistesblitz und kramte wie wild durch seine ehemals gut sortierten Unterlagen, bis er fand, was er suchte. Eine Kugel mit einigen stumpfen Stacheln, die sich herausziehen ließen, jedoch stets auch wieder ihren Weg zurück fanden. Er gestand keine Ahnung zu haben, was es sei, habe aber an einem anderen Ort eine Tafel gefunden, auf der dieser Gegenstand zusammen mit der Zwergenrune für einen „sicheren Platz“ gezeichnet war. Die Steinplatte selber gab auch keinen Aufschluss darüber, wie die funktionsweise denn sein könnte, doch auf ihrem Weg in den Tavernenkeller gelang es Lyari, der nur einige Augenblicke daran herumspielte, einen ohrenbetäubenden Lärm aus der Kugel zu locken und wenig später fand er auch die anderen Funktionen heraus. Es scheint sich dabei um eine Art aktiken, magischen Tunnelwärter zu handeln, der Alarm schlagen kann, wenn sich etwas durch den von seinen Nadeln abgesteckten Bereich bewegt.

Zum Glück für die Wunderwirker brauchen nicht alle Mitglieder der Gruppe so viel Schlaf wie sie und Damil, Lyari und Fenner reichten aus, um Wache zu halten, während welcher sie auch den großen Haufen mit Kram, den die Händler auf ihren Wagen transportiert hatten durchwühlten.

Sie fanden allerlei möglicherweise sinnvolle Kleinigkeiten, mit denen sie jedoch nicht alle gleich etwas anfangen konnten.

Insgeheim waren sie auch alle dankbar, dass die Nacht wider erwarten ruhig verlaufen war und als sie sich am nächsten Morgen auf den Weg zur Zwergenhöle machten, fiel die Beklemmung langsam von ihnen ab, welche sich durch das Schlafen in der Nähe all des Goldes und der vielen bewusstlosen Leiber aufgestaut hatte. Die Verriegelung der Taverne hatte den Zwergenhämmern nichts entgegen zu setzen und sie fanden die Tür einige Schritt von ihrer gedachten Position entfernt auf dem Boden liegend, während die Verursacher selber offensichtlich schon vor einiger Zeit ihren Weg zur Höhle gegangen waren.

Der Pfad dorthin war mittlerweile ausgetrampelt und sie konnten aus sicherer Entfernung die dort sitzenden Krieger beobachten. Jeder harrte auf einem Klotz vorm offenen Eingang der Höhle in einer Position die Großes erwarten ließ, beinahe wie die ehrwürdigen Statuen und das Licht reflektierte sich beeindruckend in ihren Harnischen. Während Xhorgul das Gespräch suchte und mit zwergischer Vernunft versuchte diesem epischen Rausch entgegen zu wirken, schlichen sich Damil und Milo um diese vier wandelnden Festungen herum, um sie im Zweifelsfall flankieren zu können. Damil ging sogar so weit, sich in den Eingang der Höhle zu schleichen, als das Quietschen, welches sie auch zuvor wieder, doch diesmal gedämpfter wahrgenommen hatten, plötzlich anschwoll, als in einer Wolke aus Staub und Steinen etwas dunkles, haariges, Großes durch die Höhlendecke stürzte und sich wie im Wahn windend aus der Höhle und den Streitern entgegen warf. „Scheiße!“ war das Letzte, was Damil – im Eingang stehend – noch denken konnte, während das Wesen bereits im Sprung war.

Es ist nicht alles Gold was glänzt (The Legion of the Trusted)

Es ist nicht alles Gold was glänzt (The Legion of the Trusted)Es ist nicht alles Gold was glänzt (The Legion of the Trusted)

Dunkelheit umfing die Gruppe, als sie endlich den Boden der Leiter erreichte, wo sie sich in einem Wirrwarr von Kisten, Fässern, Stoffen und Gerümpel widerfanden, der offensichtlich von all den Karren in der Schlucht herrührte, die sie vorher gefunden hatten.

Was von oben noch den Eindruck einer imposanten Zwergenstätte machte, wich schnell der ernüchternden Realität einer zu Bruchstücken zerfallenen Thronhalle, deren starke Wände sich trotz des Einsturzes nur zufällig zu einer Höhle formten.

Ein ferner Lichtschein erregte Lyaris Aufmerksamkeit, der sich an dessen Quelle heranpirschte. Und dort sah er sie, aufgereiht wie zur Leichenschau; mehrere dutzend Humanoide über und über beladen und beinahe versunken unter goldenen Münzen, Ketten oder schlicht Klumpen, gebahrt auf willkürlich verlegten Teppichen die Platz noch für viele mehr von ihnen bieten. Und nur schwach konnte er hinter dem magischen Feuer in der Mitte des Raumes verborgen die Urmutter des Goldes erkennen, deren golemartiger Rücken das Licht in den tausend Farben des flüssigen Golderzes brach, aus welchem sie bestand.

Sollte sie feindlich sein würde hier schweres Gerät notig sein, so viel stand fest. Dumm nur, dass Xhorgul, diese wandelnde Festung aus Stahl oben den Thresen hütete.

Noch dümmer, dass dieser sich in der Zwischenzeit mit dem Pater Faustos Wortgefechte lieferte. Dieser ward soeben hereingekommen, um den Tavernenbewohnern die bitter riechende, doch wie Honig anmutende Medizin zu verabreichen, welche diese gierig herabschlangen und sich auf ihre Gesundheit zuprosteten. Als der Pater dann zu seinen „Schäfchen“ gehen wollte und direkt auf die Luke in der Küche zusteuerte wurde es Xhorgul zu viel des schalen Zaubers und er packte den Pater beim letzten Krümel seiner Logik. Einem Pater Azuths könnte ein Schutzkreis vor Bösem unmöglich schaden und Xhorgul bot an, den Weg frei zu machen, nachdem er diesen offensichtlich harmlosen Zauber auf den Pater wirken durfte. Sollte der Pater beeinflusst sein, so war der Plan, musste die Beeinflussung durch Böses durch den Zauber enden. Sich keine Sorgen machend lies der Pater die Prozedur über sich ergehen, doch statt dass der Zauber wie erwartet von ihm abperlte versetze er ihn in einen beinahe katatonischen Zustand, als die gewirkte Magie sich gegen etwas in ihm richtete und langsam aber sicher seine gerade getrunkene Medizin aus seinem Körper drängte. Die anderen Gäste befanden sich weiter in Hochstimmung, vielleicht noch schlimmer als vorher. Auch Lyaris offensichtlich bedrohliche Haltung kümmerte den Barden nicht, sondern inspirierte ihn, aus dem Stegreif ein wirklich schiefes Lied über zwei Zwillingsklingen zu dichten, die nicht ohne einanders sein konnten. Lyari hatte selber die Treppe erneut erklommen, um Xhorgul zu holen, da dieser nicht auf Damils geflüstertes Drängen, herunterzukommen reagiert hatte. Nun sah er Xhorguls Absichten ein und schickte seine Sinne aus, um seine treue Eule die Gemächer des Priesters nach Zeichen Azuths zu durchsuchen, die weder der Pater, noch sein Lehrling bei sich trugen. Die so beschaffene Kette umklammerte der zitternde Pater während seiner Reinigung krampfhaft und da abzusehen war, dass sein innerer Kampf noch eine Weile brauchen würde, verbarrikadierte sich die Truppe in der Küche, wo nun alle außer Fenner wieder zusammengekommen waren.

Verwirrung stiftete Asconion, dessen beringte Hand wie fremdgesteuert verrenkt auf den Pater zeigte und während auch sein linkes Auge sich blind-grau verfärbte fing er mit einer für ihn viel zu hohen, zittrigen Stimme an, in einer lang vergessenen Sprache Beschwörungen oder Flüche zu murmeln, die dem Pater offensichtlich halfen. Damil bot sich an mit seinen wachen Sinnen durch das Schlüsselloch die verwirrten Menschen und Zwerge in der Taverne im Auge zu behalten und im Notfall schnell wie er ist Alarm zu schlagen.

So blieben noch Lyari und Xhorgul die zu Fenner stießen, um sich den Keller anzusehen.

zwergenhöhleTatsächlich fackelte Lyari nicht viel, der behände eine der Säulen heraufschoss, um auf einem Vorsprung – der wohl mal ein Zwergenkopf gewesen war – hockend den ersten Pfeil abzuschießen. Nun konnte er die Goldmutter auch von vorne erblicken und es war wahrhaft kein schöner Anblick, denn in diesem wabernden Anzug aus Gold, der ihre Beine und Rücken bedeckte steckte eine nackte, sehr,sehr alte Frau, die offenkundig mausetot – oder untot war. In ihrem Herz prangte ein Dolch dessen Griff das Zeichen Azuths zierte und sie war zerfressen von bläulich-grünen, feinen Adern. Nur Sekunden später entdeckte die Truppe auch was sie vorher nur als leises Tippeln auf dem harten Steinboden gehört hatten. Dort waren vier kleine Wesen, nicht viel größer, als neugeborene Kinder und völlig gülden schimmernd, doch bewegten sie sich auf dolchspitzen beinen und Armen auf seltsam verdrehte Art und Weise.

Als das erste Lyari auf seiner hohen Position ansprang, wobei es die dreißig Meter zu ihm in nur einem Augenblick überwand, mussten sie feststellen, dass die Wesen nicht nur wie Neugeborene aussahen, es waren Neugeborene. Und sie bluteten, als ihr goldener Panzer zerteilt wurde.

Milo Grünflasch war unterwegs nach Baldur’s Tor gewesen und musste sich in seiner Abenteuerlust natürlich das Tal angucken, welches unter Wanderern scherzhaft „Hammerschlag“ genannt wurde, denn genau so sollte das ganze aussehen. Seine Rast in der einzigen Taverne des Tales war angenehm und noch angenehmer waren die Träume dort, denn sie schienen eine Ewigkeit zu wären und er erlebte unglaubliches. Alle Sinnesfreuden die er sich je erträumt haben konnte warteten dort auf ihn, umfingen ihn wie eine Mutter mit aller liebe und ließen ihn lange nicht mehr gehen. Erst als er die beschwörenden Worte Xhorguls am Rande seines Bewusstseins hörte, wo lange nichts gewesen war konnte er wieder nach der Außenwelt greifen, in der – so wusste er tief in seinem Herzen – noch eine Aufgabe auf ihn wartete, die er sich geschworen hatte zu erfüllen. Es dauerte einige Zeit, seine Kontrolle über den Körper wiederzuerlangen und er musste sich unter einem ganzen Haufen Gold hervorstrampeln, um gleich nach seinem Erwachen aus dem Paradies der Sinne der Urmutter in ihre fahlen, toten Augen mit ihrem liebevollen Lächeln zu schauen.

Fenner und Xhorgul kamen gerade um die Ecke, als sie gleich von drei der Babys angeprungen wurden. Fenner wurde kurz überrumpelt und in den Gang zurückgeworfen, wo er sich gleich um zwei dieser lästigen Blagen kümmern musste, während Xhorgul Blut lassen musste, als er feststellte, dass sie zwar zierlich, aber doch zäh waren und wahrlich fiese, scharfe Arme aufwiesen.

Dann geschah alles sehr schnell, als Lyari dem ersten Baby die Arme abtrennte und sich bereit machte, die Urmutter seine Klingen schmecken zu lassen.

Milo hatte seine Sinne schnell genug beisammen, um den Boden unter der Urmutter mit einem Schmierenfluch zu belegen, der sie kurz aus dem Gleichgewicht brachte. Sein Versuch, sich danach mit magischen Illusionen seiner selbst zu schützen scheiterte jedoch dramatisch wie er feststellen musste, als die Urmutter, welche sich nun – nach einer Umformung des sie umgebenden Goldes – auch auf allen messerscharfen Vieren bewegte, ihn gleich mit beiden Vorderläufen hart erwischte und ein duzend Meter, aufgeschlitzt wie ein Schwein beim Metzger in die Ecke beförderte, wo er zum sterben liegen blieb.

Xhorgul eilte zur Urmutter um ihr gemeinsam mit Lyari, der als nie zu greifender Wirbel aus Klingen mal vor, mal auf und mal unter der Mutter schlug, stach und hackte zu zeigen wo der Hammer hängt. Dieser hing dann nach einigen deftigen Hieben, bei denen beide Seiten ordentlich einstecken mussten in ihrem Rumpf fest, nachdem Lyari Sekundenbruchteile vorher selbigen von seinen Schultern getrennt hatte. Doch statt sie zu töten raubte es ihr nur die Konzentration und sie fing an Berserkergleich um sich zu schlagen. Offensichtlich auch all ihrer Sinne beraubt, sahen die Kämpfer ihre Chance im Rückzug und wendeten sich ihrem unerwarteten magischen Helfer zu, um ihm gegebenenfalls noch das Leben zu retten.

Für Milo war das alles sehr komisch, denn er wusste, dass er sowas von tot hätte sein müssen. Er konnte seinen aufgeschlitzten Bauch mit all den hervorquellenden Gedärmen in Ruhe betrachten und fühlte weder Schmerz noch Angst. Und er bemerkte auch, dass es nicht nur Blut war, welches aus seiner Wunde floss. Dort war sehr viel honigartige Masse in seinem Bauch, leich grün verfärbt, bis manchmal schwärzlich auch in seinen Adern. Doch je weiter er blutete, desto mehr kam auch der Schmerz zurück. Nur einige Illusionen waren ihm geblieben, um den Kriegern, welche seine letzte Chance auf Überleben waren zu helfen. So schuf er noch im Sterben eine Schaar von schwer marschierenden Zwergen, deren Wiederhall die Halle flutete und den Streitern kostbare Sekunden verschaffte.

Xhorguls beeindruckender Heilkunst war es zu verdanken, dass der Tod ihn nicht doch noch holte, als dieser ihm die seltsame Flüssigkeit aus dem Körper brannte und die Wunden mit göttlicher Macht zu heilen Fleisch verschmolz.

Mit göttlicher Macht beschwor er auch einen Hammer aus purer Kraft und setzte der Urmutter aus der Ferne zu. Es schallte durch die Halle wie ein duzend Schmiedehämmer, als göttliche Macht mit aller Gewalt auf den nekromantischen Panzer aus Gold traf, doch sie starb und starb nicht. Erst als er zufällig den Dolch in ihrem Herzen erwischte und dieser aus ihrem trockenen Körper fuhr, brach sie zusammen.

Fenner hatte nicht viel abbekommen, doch Milo hatte zwischendurch gesehen, wie er die Babys mit seiner Keule immer wieder viele Meter durch die Halle gekegelt hatte, bis sie einfach nicht mehr aufstehen konnten oder wollten.

Nun galt es die Wunden zu reinigen und zu lecken. Die Menschen und Halblinge die auf den Teppichen lagen wurden vom Gold befreit, was sie jedoch nicht weckte und der Azuthdolch ward sicher verstaut.

Eine kurze Untersuchung ergab, dass die Halle dereinst verschiedenen Zwecken gedient haben musste, denn einige Inschriften waren verändert, doch da war sich Xhorgul als Zwergengelehrter sicher, seine letzte Verwendung vor der Zerstörung musste die eines Thronsaales eines Priesterkönigs gewesen sein.

Als sie merkten, dass der Singsang von Asconion oben geendet hatte machten sie sich schnell auf den Rückweg nach oben, wo sie den Pater völlig aufgelöst in Gram, doch offensichtlich bei klarem Verstand fanden. Und er begann zu beichten ….

Nicht noch mehr wirre Köpfe (The Legion of the Trusted)

Nicht noch mehr wirre Köpfe (The Legion of the Trusted)Nicht noch mehr wirre Köpfe (The Legion of the Trusted)

Das Ruhm in Baldur’s Gate ein zeitraubendes Brot ist, konnte Asconion die Tage nach dem Bardensalat am eigenen Leib fühlen. Die hohe Gesellschaft in ihrer Sucht nach neuem Klatsch stürzte sich wie Geier auf diesen neuen Lokalhelden aus ihren gebildeten Reihen. So blieb Ragefast, dessen Eigenbeteiligung für selbständig genommen wurde kaum erwähnt, während er gleichzeitig sozial genötigt wurde, Asconion von einem geselligen Anlass zum nächsten zu schleifen. Zu dieser Zeit war es auch, dass Damil in Ragefasts Obhut ankam, was ihm die ersten Tage in der großen Stadt direkt in all den Trubel zog, den er auf seiner Reise hierher vermisst hatte. Damils naiv-fragende Ader war es auch, die diese Geschichte ins Leben sog. Denn als Asconion wieder einmal genötigt wurde, die Vorfälle zu schildern, fragte Damil in seiner unschuldigen Art, wieso denn die Erinnerung von Solofain – der ersten besessenen Bardin, die sie kennengelernt haben – verschwunden sei, ein mächtiger Magier müsse doch sicherlich in der Lage sein, dieser armen Frau zu helfen. Der Kommentar war Feuer auf ein Pulverfass der schnatternden Mäuler, so dass Ragefast sich genötigt sah, der verwirrten Bardin seine wertvolle Aufmerksamkeit zu widmen.

solofainEin, zwei Rituale später brach der Schleier, den die Besessenheit hinterlassen hatte. Doch mit ihm zerbrach auch eine ältere Verzauberung, die auf der Elfe lastete und die Illusion der Erinnerung an ihr letztes halbes Jahr verflog, um ihr die grausame Realität dieser Zeit zu offenbaren. Sie hatte sich an glückliche Monate mit ihrer Menschenfamilie und einem schlichten Leben auf einem Hof erinnert, während sie nun wusste, dass sie – oder zumindest ihr Körper – als willige Prostituierte gehandelt hatte, wie auch ihre beiden Schwestern sich täglich mit anderen Männern eingelassen hatten. Nach diesem zeitfressenden Dilemma war Ragefast heilfroh, dass Asconion und Damil beidermaßen der Elfe helfen wollten und somit eine Weile nicht mehr in Baldur’s Gate sein würden.

Asconion trommelte die in der Stadt verbliebene Truppe zusammen und da sein Aufbruch nicht unkommentiert sein konnte, erfuhr auch ein ansässiger Händler davon, der seinen Sohn, Duncan im schickte, sich der Truppe anzuschließen, um herauszufinden, was seine Lieferung auf der Route aufgehalten hatte.

Lyari hatte seinen Stein im Haus der Wunder gegen Magisches handeln wollen und bekam das Angebot eines Erlasses, wenn er auf seiner Reise den dortigen Pater aufsuchte, um ihn einen besonderen Stein untersuchen zu lassen, auf den sich dort niemand einen Reim machen konnte.

Xhorgul Schwarzhammer, der Schmied und Zwergengelehrte konnte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dem Gerücht nachzugehen, dass einer der Zwerge des Clans Dorwins Hämmer – ein beinahe ausgestorbenes Geschlecht, über dessen Schicksal wenig bekannt ist – gesehen wurde. Von Fenner, dessen Keule er herstellte erfur er von der Reisegruppe, die sein Ziel teilte und entschloss kurzerhand die Schmiede vorerst hinter sich zu lassen, um die Reise mit diesem seltenen Haufen anzutreten.

Nach einer kurzen Reise mit nur wenig Begegnungen aus ihrer Reiserichtung erreichten sie ihr Ziel; ein zerklüftetes Tal voller Zwergenruinen und tückischem Boden. An die besseren Teile der Trümmer waren neue Steine und Holzlatten angepasst, um ein gemütliches und im Anblick einzigartiges Wirtshaus mit einigen Nebenbauten zu bilden.

Sie lernten schnell die Bewohner des Hauses kennen, eben so schnell wie sie bemerkten, dass diese goldüberhangenen Glückbärchis zumindest teilweise im Lala-land sein mussten.

Greta, die Tochter des Wirtes warf sich begeistert an Damil, der all sein höfisches Können und Wissen mit ihr teilte, um ihren Hunger nach Fremdem zu begegnen. Als Dank gab sie ihm einen ihrer goldenen Ringe. Dieser, wie auch all das andere Gold stellten sich später als nekromantisches Machwerk heraus. Des Wirtes Sohn Garrin löste allgemeine Verstörtheit aus, denn er konnte mittelmäßig auf der Laute spielen und es herrschte eine gewisse Instrumentalophobie vor, die ihn zeitweilig zum Hauptverdächtigen machte.

Lyari übergab dem alten Azuthpriester PriesterPater Faustos den steinernen Gegenstand zur Untersuchung und Xhorgul spekulierte, dass der Pater auch verwirrt sein musste, denn es gab Hinweise darauf, dass er Azuth nicht mehr diente und sich auch nicht darum scherte, ob die anderen es tun. Außerdem sprach er ihn auf Zwergisch an, was der Pater nur rudimentär konnte, obwohl er behauptete, wegen der Zwergenruinen hier zu sein.

Von Solofain erfuhren sie, dass sich in dem halben Jahr, dass sie weg gewesen sein musste, so vieles verändert hatte. Ihre „Schwestern“ waren um zehn, vielleicht fünfzehn Jahre gealtert und ihre Zurückhaltung hatte sich ins Gegenteil verkehrt. So fühlten sich Lotta – die zweite Schwester – und Justus – der ehemals stotternde Lehrling des Priesters – nicht einmal gestört, als Xhorgul sie in der Schmiede beim Akt erwischte.

Doch all das Treiben auf dem Hof wurde beobachtet. Lyari entdeckte die zwei Waldläufer (Fearen und Aarond) auf der Lauer als erster durch die Augen seiner Eule. Es kam schließlich zum Gespräch und sie erfuren von dem Karrenfriedhof etwas abseits der Straße und das niemand der die Taverne seit Monaten betreten hatte, je wieder herausgekommen war. Sie hörten von Camilla, der alten Kräuterfrau oder Hexe, vor der Duncan große Angst hatte. Und ihnen wurde berichtet, dass die Zwerge, welche täglich großartige Geschichten über ihre Abenteuer in der nahen Zwergenstätte zum besten geben, stets nur von morgens bis abends davor sitzen. Auch wurde bestätigt, dass der angelbiche Sohn des Wirtes wahrlich erst seit einigen Monaten dort lebt, doch alle behandeln ihn, als sei diese dritte Person im Bunde ganz natürlich. Faeren und Aarond wiesen den Weg zu Camilla, wobei der Trupp Xhorguls schweren Schrittes halber Bekanntschaft mit einer hisigen Schlafsporenpilzart in Aktion machte.

Camilla stellte sich als harmlose alte Frau heraus, die geschworen hatte/schwören musste, den Dörfern der Umgebung zu dienen und deshalb berichten konnte, dass sie bereits vier Kinder innerhalb des letzten halben Jahres von den Wirtstöchtern zur Welt gebracht hatte. Sie schert sich nicht besonders um die Menschen, doch hatte sie viel beobachtet. Sie beschrieb die Höhle der Zwerge als Ziel des Flusses nekromatischer Magie die von dem Goldschmuck ausging, doch wies darauf hin, dass die Bezauberung anderen Ursprungs sein müsste. Sie hatte weiteres Wissen über die Geschichte des Ortes und den Zwergenclan, doch reichte es nicht, um alle Fragen zu vertreiben. Ihre Informationen hatten einen Preis. So verpflichtete Asconion sich ohne lange zu fackeln, eine Urne mit ihrem Herzen darin an sich zu nehmen und einen Weg zu finden, selbiges zu vernichten, denn sie sehnte sich den Tod herbei, ist jedoch vieler Flüche und Händel halber nicht mehr in der Lage, dies selber in die Hand zu nehmen. Zu ihrer Versicherung muss Asconion einen verfluchten Ring tragen, der sich erst wieder lösen wird, wenn er sein Versprechen einlöst und ihr erlaubt ihn zu „erinnern“, wenn er sein Versprechen völlig vergisst.

In der Dämmerung kamen sie zurück zum Hof, wo sie Duncan und Solofain in der Obhut der Waldläufer ließen, welche selber lieber Abstand vom Gehöft hielten.

dwarfgDie ausgelassene Stimmung und die Geschichten der Zwerge nur am Rande beachtend, wurde der völlig offensichtliche Zugang zum unteren Wirtshaus in der Küche gefunden. Statt eines kleinen Weinkellers eröffnete sich dort Lyari ein dreißig Meter tiefes Loch mit einer wackeligen Leiter, die in die ehemals prächtige Zwerkenkaverne hinabführte. Die guten Wünsche des Wirtes, das Harmoniebedürfnis des Barden, die schönen Augen der Frauen, alles ward nebensächlich, als der Trupp – Lyari und Fenner vorab – in die Tiefe stieg. Nur Xhorgul – der Priester – wachte oben, an der Theke lehnend über den heilken Abstieg.

Das Finale des Bardenwettstreits in Baldurs Gate (The Legion of the Trusted/The Ragtag Bunch)

ZwergbardeDas Finale des Bardenwettstreits in Baldurs Gate (The Legion of the Trusted/The Ragtag Bunch)

Der Tag des Finales begann mit ein paar warmen Strahlen von Sune und diese würden den ganzen Tag die Einwohner, als auch die Gäste, von Bladurs Gate begleiten. Die Straßen waren noch voller, als die Tage zuvor. Es waren von den Docks bis hin zum Wyrm die Menschen  auf den Beinen. Die Katastrophen hatte man herunterspielen können, die in den Tagen zuvor passiert waren, hatten doch ein paar angeheuerte Abenteurer dafür gesorgt das alles in bester Ordnung verlief. Man hatte die Zwischenfälle die passiert waren schon verdrängt, man freute sich auf den heutigen finalen Wettkampf. Die letzte Nacht war Dank der Hilfe von Fenner, eine weitere ruhige Nacht geblieben, seit dem Beginn des Wettbewerbs.

– Gruppe erfährt durch den Magier Ragefast, von welcher Seele die Insturmente befallen sind (Lataglos Geist)

– Ragefast holte sie in den frühen Stunden ab und begleitete sie zur Akademie der Künste zu Baldurs Gate

– dort sahen sie wie die Akademie einer Festung glich, Wachen vor der dem Haupt- und den Nebentoren der Akademie, Soldaten mit Armbrüsten im Anschlag auf den Zinnen des Gebäudes verteilt, es befanden sich im Innenhof der Akademie keine weiteren Leute, bis auf die Wachen, die anden Türen postiert waren

– Ragefast erzählt das die Instrumente, von den Barden die an dem letzten Wettbewerb teilnehmen sollten, 2h vorher bei den Wachen abzugeben wären

– Rift bekommt heraus das vor die Akademie erst seit 2 Jahren in diesem Gebäude existiert und vorher, in der Taverne Schwert und Sterne untergebracht war

– Rift und ein paar aus der Gruppe suchen die Taverne auf und stehen nach nur wenigen Minuten vor einer mit Bretter zugenagelten Haus, einzig das Schild welches einen Arm mit einem Schwert darstellte, lässt Vermutung zu, das sie sich vor dem richtigen Gebäude befinden

blade&stars– Rift findet heraus das dieses Gebäude in längster Zeit häufiger von Ragefast, als auch von Kuttenträgern des Umerble, aus Baldurs Gate beobachtet worden war

– Fenner hilft Rift auf das Dach zu gelangen und kaum das er aus dem Blickfeld der anderen verschunden ist hört man jemanden durch den Kamin rumpeln

– Kurze Zeit später öffnet eine verrusste Gestalt die Tavernentür deren Gesichtszüge auf Rift hindeuteten

– Rift findet keine Spuren von Aktivitäten in der letzten Zeit in der Taverne, im Keller fand er zwar einen geheimen Tunnel, versteckt hinter einem großen Weinfass, aber der war nach nur wenigen Metern auch zuende, Gruppe kehrt zurück zur Akademie, während Rift überlegt das man ja das leerstehnde Gebäude den Straßenkindern zur Verfügung stellen könnte.

– Asconion sucht sich in der 2 Etage des Gebäudes einen Fensterplatz auf dem man einen Blick auf die Bühne, als auch auf die Bänke der Rund 500 Zuschauer hat

– Rift merkt das seine Zauber versagen auf dem Innenhof

– langsam füllen sich die Plätze auf dem Innenhof die Leute werden kontrolliert eingelassen und es kommt zu keinen Vorkomnissen, die Leute sind voller Vorfreude auf den Wettbewerb

– die Gruppe mischt sich unter die Anwesenden und beobachtet die Sitzenden

– der Wettbewerb beginnt und für gute Unterhaltung und tosenden Beifall ist gesorgt, die Leute sind völlig aus dem Häusschen

– plötzlich springt, während des 2ten Auftritts eines Barden, ein Elf im Publikum auf und bezichtet mit dem Finger zeigend auf einen Sitzenden in einer Kutte, als Galumar, der einen Mord begannen habe.

– schnell sind die Wachen heran und führen den Elf ab, verschwinden dabei hinter einer gesicherten Tür, vom Innenhof.

– Rift geht durch die Reihen, winkt ein paar Wachen heran und lässt den Kuttetragenden ebenfalls abführen

– Asconion beobachtet weiterhin die Bühne und stellt fest das nicht nur ein Kuttentragender in der Menge saß, sondern mehrer sich nach wie vor in der Menge sich aufhalten, die eine Ähnliche trugen

– Bhelos.. folgen, wie sich später herausstellt dem Sohn von Lataglos (Alarion Telandil) der in ein Musikzimmer gebracht wird, wo bereits Ragefast auf ihn und auf die Gruppe wartet

– Rift unterdessen betritt zusammen mit dem Beschuldigtem und 2 Wachen die ihn begleiten auf der gegenüberliegenden Seite der Akademie, einen Gang um ihn in einen Raum zu bringen.

– Kampf (Rift wird duch einen Feuerball schwer verletzt, während es Asconion mit Hilfe von Bhelos, Lucion, Elias, Lylian, Ragefast es gelingt den Magier niederzuringen

– Vom Innenhof sind Kampfgeräusche und Schreie zu hören, während Ragfast mitten im Gang steht und sich auf irgendwas konzentriert, eilen Lucion und Asconion in die 2 Etage und nehmen vor allem die Angreifer unter Beschuss, die durch die Tür in die Akademie eindringen wollen mithilfe einer Ramme.

– Ragefast entspannt sich und Bhelos öffnet die Tür zum Innenhof, ihm gegenüber stehen 3 verdutze Kuttenträger und ehe sie begriffen haben was gerade geschehen ist, werden sie schon von Bhelos Schwert niedergestreckt, während der 3te gebannt die Sterbenden betrachtet und die kleine Ramme fallen lässt.

– Golem entsteht in der Nähe des Zauberwirkers, der sich denoch nicht abbringen lässt den Feuerball zu wirken

– Kampf im Hof neigt sich dem Ende und die Angreifer, versuchen unter dem flüchtenden Publikum zu entkommen

– Verhör von Galumar bringt die ganze Geschichte ans Tageslicht (zuvor hatte sich Rift und Lucion gegen eine Folter entschieden und die Bitte einen Kleriker hinzuzuziehen wurde gewährt): Galumar erhielt Zulauf von einem vergnatzen Elfen namens Lataglos vor 4 Jahren und er kam mit der Bitte ein Instrument der Ewigkeit zu schaffen, indem sein Geist in ein Instrument übergehen sollte. Galumar willigte ein, leider ging die Sache schief und statt einem Instrument verteilte sich die Seele auf mehrere. Es wurde festgestellt das der Wille sich an der Bardenschaft von Baldurs Gate zu Rächen der größte Wunsch des Elfen war. Man schloss die Instrumente ein, zu einem späteren Zeitpunkt würde man sicherlich diese gut gebrauchen können. Dann begannen die Handelskriege mit Tiefwasser, Niewinter und auch Baldurs Gate wurde indirekt davon betroffen. Als nun Baldurs Gate zum 2ten Mal infolge als Austragungsort den Zuschlag bekommen hatte, sah die Arkane Bruderschaft ihre Zeit gekommen um Baldurs Gate Ruf zu demontieren, dabei wollte man eine Spur nach Tiefwasser legen, umso die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Städten zum Vorteil von Luskan zu schwächen. Man verteilte die Instrumente in der Nähe des Hochwaldes und die Sache nahm ihren Lauf. Leider lief die Sache nicht so wie sie sollte und der Versuch die Spur nach Tiefwasser scheiterte.

– Später wird unter anderem dieser Vorfall in die Bücher, als der Beginn, des Handelskrieges zwischen Luskan und dem erstarkendem Baldurs Gate eingehen

– 2te Teil der Belohnung wird an jeden der Gruppeteilnehmer ausgezahlt, die schon den ersten Anteil bekommen hatten

– Rift verzichtet auf seinen Anteil und einigt sich mit Ragefast, das die alte Taverne: Schwert und Sterne, die eigentlich abgerissen werden sollte, für 2 jahre den Straßenkindern zur Nutzung gestellt wird.

– Das Finale des Wettbewerbs wurde Aufgrund dieser Störungen 2 Tage später fortgesetzt und der Gewinner war, niemand anders als der unverwechselbare, großartige Barde: Torgrim Trommelschlag.

Ausarbeitung erfolgt noch

Die Nadel im Heuhaufen (The Legion of the Trusted)

Die Nadel im Heuhaufen (The Legion of the Trusted)Die Nadel im Heuhaufen (The Legion of the Trusted)

Es kehrte Ruhe im Elfgesang ein, der Wirt sortierte seine Flaschen in die dazugehörigen Halterungen an der Wand der Theke und die Schankmaid räumte und wischte die nun leerstehenden Tische ab. Fenner begab sich zu den Stallungen, nur um mit der Tatsache in den Schankraum zurückzukommen, das selbst die Plätze dort von Pferden vollständig belegt waren. So überließ der Wirt ihm seine Hängematte in der Küche. Vielleicht mochte sie nicht gerade bequem wirken, aber sie war für zumindest für eine Nacht eine Schlafgelegenheit. Es klopfte an der Tür und der Wird öffnete sie erstaunt. Wer mochte das zu dieser Uhrzeit nur sein?

Ein später Gast trifft in der Taverne ein, er stellt sich später mit Lucion vor und gesellt sich nach einer kurzen Vorstellung, mit an die Theke. Die an der Theke stehende Gruppe kommt auf die Sache mit dem Vorfall von dieser Nacht ins Gespräch und der Wirt verdrückt sich und überlässt sowohl einen zuvor für zuviel Gold angebotenes Zimmer, den Schlüssel, als auch die Taverne für diese Nacht, in die Obhut der erst neu kennengelernten Gruppe. Er selber begibt sich nach Hause. Dem Wunsch verspürend follgt Rift der erfolglosen Bardin nach oben bis vor ihr Zimmer. Da das Zimmer gleich neben dem Seinigem liegt. Er geht wieder in den Schankbereich und fängt ein kleine aber sehr gerichtete Unterhaltung mit dem Wirt an der noch in den Wänden des Gasthauses zugegen ist, bevor er geht.

Nachdem der Wirt und die Schankmaid die Taverne verlassen hatten und diese den Gästen in deren Obacht gelegt hatten, ging Lyari hinter die Theke und holte ein paar Flaschen und ein paar Gläser hervor, gab Fenner ein Zeichen und dieser ging nach draussen und zündete die Fackeln an, Fenner selber stellte sich in die Tür und er sollte nicht lange warten.

Eine gemischte Gruppe aus Halblingen und Gnomen, die sicher aus einer anderen inzwischen geschlossenen Taverne aus der Hafenecke kamen, torckelten direkt an Fenner vorbei in den Schankraum, sie gröhlten und unterbrachen die Gespräche an der Theke. Sie winkten Lyari heran und der zeigte auf die Theke und meinte das heute Abend alles zum selbstbedienen wäre. Die Gnome ließen sich das gröhlend nicht zweimal sagen und  glitten von ihren Stühlen und ehe man sich es versehen hatte, waren sie mit ein dutzend Flaschen mit diversen Färbungen zurück. Kaum das sie an dem Tisch angelangt waren, steuerten sie zu einem riesigem Weinfass zu, mit der Absicht , es zu ihrem Tisch rollen zulassen.

Unterdessen war eine weitere Gruppe, an Fenner vorbei, eingekehrt die vorwiegend aus Menschen und einer Elfe bestand. Sie setze sich an den Tisch der zwischen Küche und Eingangstür lag. Es machte den Anschein als würden sie einen Junggesellenenabschied feiern.

Dessen ungeachtet machten sich die Gnome am Fass zu schaffen, als sie merkten das sie es kein Stück bewegen konnten, schliffen sie einen sturzbetrunkenen Halbling, aus ihrer Gruppe zu dem Fass und dann passierte es. Gerade als der Halbling es anhob geriet er ins Straucheln das Fass rumste auf den Boden und rollte quer durch den Schankraum, überrollte beinah einen unvorsichtigen Gnom und hätte den Türrahmen des Eingangs der Taverne beschädigt, wenn Fenner und Lyari nicht dagewesen wären und den Lauf des Fasses aufgehalten hätten. Als die beiden Gnome das Fass einforderten, wurde es Lyari zu bunt er schnappte sich den Einen von ihnen und hielt den zappelnden Wicht an seinem Arm nach oben. Der tat aber nichts dergleichen und auch der Beutel de Gnomes beförderte einige Silber zu Tage. Auf die Frage von Lyari, wie er denn Gedenke die Zeche bezahlen zu wollen, bekam er unerwartet von der Elfe im Schankraum eine Antwort. Diese stellte einen schweren Sack mir klippernden Inhalt auf den Tisch. Lyari ließ den Gnom los und ging zu dem Tisch der zuletzt Eingetroffenen, schaute die Elfe an musterte den Beutel und nahm ihn an sich.

Nun war für die Betrunkenen kein halten mehr, die Gnome fesselten die beiden Halblinge an ihrem Stuhl und trieben sie durch die Taverne, einer blieb liegen nachdem Lyari dem einem Gnom zur Hand ging und ihn eine Mischung aus 2 Flaschen gleichzeitig verabreichte. Da lag er nun der Halbling mitten im Schankraum wie eine Schildkröte auf dem Rücken und Schnarchte vor sich hin, dem zweiten Halbling erging es nicht viel besser, dieser lag auf dem Tisch zusammengebrochen an einem Stuhl gefesselt mit dem Gesicht dem Tisch zugewand. Zur Erheiterung der Junggesellenpartie taugte die Aktion der Gnome alle Male, wie sich am Gelächter der Gruppe erkennen ließ.

Lucion unterdessen ging die Treppe nach oben und schaute sich um, an dem Schlüsselschild gab es eine Nummer und diese waren an den Türen eingebrannt. Er musste nicht lange suchen, er schloss den Raum auf, erkannte das es eine Abstellkammer war und räumte den Inhalt, den Besen, den Holzeimer und all die anderen Sachen auf den Gang. Als er dabei war den Eimer in den Gang zu stellen, ging eine Tür auf gefolgt von einem Tssssschhhhhhh RUHE da draussen!!!! Bei all dem Lärm kann man doch nicht schlafen. Die Tür fliegt wieder zu und Lucion wundert sich was gerade passiert war. Vorsichtig erledigt er sich der noch in dem Kabuff befindlichen Gegenstände und richtete sich sein Bettenlager ein und schlief ein.

elfsongEs kehrte ein weiterer Gast ein, der sich zwar wunderte das der Elfgesang einen neuen Türsteher hatte. Es stellt sich heraus das es der Nachtwächter von Baldurs Gate war. Er ließ sich auf einen freien Platz nieder, wunderte sich kurz, wegen der Bedienung, aber als er ebenfalls von der inzwischen lustigen Gesellschaft, von der Elfe, eingeladen wurde, vergingen seine Zweifel und ließ es sich gut gehen und amüsierte sich über das Treiben der Gnome

Zwei Stadtwachen die Dienst schoben, kamen auf den Elfgesang zu. Fenner und Lyari handelten sofort und löschten die Fackeln beim Elfgesang noch während die Wachen die Taverne erreichten. Als sie Fenner erblickten, der ihnen einen guten Abend entgegenbrachte, sahen sie durch das Fenster in den Gastraum und erblickten die Gruppen inklusive des Nachtwächters und kehrten mit den Worten um, die sowohl Fenner, als auch Lyari noch mitbekamen: „Der alte Gerfried hat so ein Glück, er wird immer von Gesellschaften eingeladen und wir?“ Mit diesen Worten waren sie auch aus der Hörreichweite der beiden verschwunden

Lyari drehte sich um und ging in den Schankraum, während Fenner immer größer werdende Runden um den Elfgesang drehte

Dankende Worte erntete die Gesellschaft um die Elfe von Gerfried, als er aufbrach zu seiner letzten Runde in dieser Nacht und verließ gut gelaunt den Elfgesang

Die Gnome hatten inzwischen ein neues Spiel erkoren und versuchten in die Theke mittels Absprung über das Fass, welches Fenner zurück an den Platz, an der Theke, gebracht hatte, in die obersten Regale zu springen. Als die torkelnden Gnome Anlauf nahmen ging Lyari dazwischen und hielt beide auf und schickte sie auf die Dielen der Taverne. Danach schnappte er sich ein 2 Seile und warf das eine Seile über einen Balken in dem Schankbereich und befestige an den jeweiligen Enden die Lehnen der Halblinge, das andere Seile hing er über ein paar Kleiderhaken im Eingangsbereich und band an den jeweiligen Enden die Gnome fest.

Lyari ging in die Küche und wollte den Lederbeutel in einem kleinen Mehlkrug verstecken, er fühlte sich aber beobachtet und ging duch den Küchenausgang nach draussen, er überwarf seine Idee, den Lederbeutel in dem Hühnerstall zu deponieren, ging in den Stall und verteckte ihn dort

Er kehrte in die Taverne zurück verschloss die Tür und bemerkte, als er in den Gastraum betrat das niemand ausser die Elfe die an der Theke stand, mehr anwesend war. Die Gnome und die Halblinge waren von ihren Positionen entfernt. Lyari fand in einem Gespräch heraus das die Elfe die Köchin des Elfgesangs, mit Namen Sahana ,war und wunderte sich woher eine Köchin soviel Gold besaß.

Fenner kehrte zur Taverne zurück, stellte fest das die Küchentür abgeschlossen war und ging zur Vorderen und nahm den Haufen aus Gnome, Halblinge und Menschen wahr die aufgetürmt hier lagen. Er rüttelte an der Tür und Lyari als auch Sahan konnten das wahrnehmen. Lyari öffnete die Tür und Fenner begab sich in die Küche, legte sich Anfangs in diese Hängematte, da aber Knirschende Geräusche vom Gebälk kam, legte er sich unter sie, wo er einschlief

Als Lyari sich nach oben begab, öffnete Sahana eine versteckte Tür an der Treppe und entschwand aus dem Gastbereich. Lyari hatte sich bevor er sich mit seinen Waffen nach oben begab,  sich den letzten Schlüssel vom Brett genommen der da hing und probierte diesen an den Türen aus und stellte fest das dieser in jede Tür passte, danach begab er sich ebenfalls zu Bett

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Nach und nach erwachte das Leben in der Taverne, Lyari klärte die Angelgenheit von letzter Nacht mit dem verwirrten Wirt, Sahana servierte den Gästen die Köstlichkeiten des Hauses und Lucion und Fenner wuschen sich am Brunnen und stellten aus den Augenwinkel heraus, das sich Ragefast an ihnen vorbeiging.

Ragefast teilt ihnen seine Entdeckungen mit, das es sich um beseelte Instrumente handelt, die von der ein und der gleichen Person stammen, was die Laute betraf mit, übergab ihnen eine Karte von Baldurs Gate auf der die Tavernen eingezeichnet waren, die in Frage kommen würden für die nächsten Nächte und gibt Lucion der neu hinzugekommen ist einen weiteren Stein

Ragefast eilt sehr, kehrt kurze Zeit nachdem er die Taverne verlassen hatte, kehrte er  wieder mit 5 weiteren Ermächtigungen für die Gruppe zurück. War doch Ascionen der mit dem Schriftstück nicht mehr in die Taverne gekehrt, da Ragefast ihn mit allem unterrichtet hatte

Die Gruppe teilt sich in 3 Gruppen auf, während Rift und Fenner sich den Nord-Westen zuwanden, das die Taverne „Zur errötenden Nixe“ betraf , nahmen Lyari in Begleitung von der Köchin Sahan die südöstlichen Tavernen „Zum gespaltenem Holz“ ausserhalb der Stadtmauern und „Zum Wyrm“ unter die Lupe, die letzte Gruppe Bhelos und Lucion nahmen den Weg direkt zur Taverne „Zum flinken Fisch“. Alle Gruppen hielten dabei Ausschau nach Menschen mit trüben Augen.

Rift kam, nachdem er Fenner ein Stückchen voraus gegangen war, ein paar Straßenkinder zu beauftragen, nach solchen Menschen zu suchen. Die Idee war super und der Erfolg sollte ihm 3 Stunden später einen Erfolg bescheren, auch wenn dieser nicht der gewünschte bzw erhoffte Erfolg von Rift war.

marketBevor sie sich zur Nixe sich aufmachten, hatte Rift mitbekommen das ein Schiff aus Atkatlar heute im Laufe des Tages einlaufen sollte, musste aber feststellen, das der alte Seelenverkäufer bereits in der Nacht angelegt hatte. Das Schiff mochte seinem Namen vor Jahren noch Ehre gemacht haben, aber die Tage der flotten Forelle, waren gezählt. Im Grunde konnte man sich nur wunder, das der Kahn den Hafen von Baldurs Gate erreicht hatte.

Der Kahn wurde noch gelöscht, als die vier (Bhelos, Lucion, Fenner und Rift) den Kai erreichten. Es wurden schwere Kisten an  ihnen vorbeigetragen, die Matrosen trugen unterschiedlich zerrissene und schmutzige Leinensachen und rochen nach Selbstgebrannten. Etwas weiter abseits, unschwer zu erkennen, anhand der Klamotten, lungerten zwei dieser Matrosen auf zwei Kisten rum und tranken billigen Fussel aus einer Flasche, nichts desto trotz versuchten die vier ihr Bestes und bekamen zumindest heraus, das der Kapitän des Schiffes in der Taverne zur Errötenden Nixe abgestiegen war. Dort trennten sich vorerste die Wege, denn Lucion und Bhelos machten sich auf „Zum flinken Fisch“ dessen Eigentümer selber ein Barde sein sollte.

Rift und Fenner erreichten die „Errötende Nixe“, nachdem sie mitbekommen hatten, das Markttage in Baldurs Gate stattfanden und die Stände vor allem der Instrumentenbauer inspezierten, die Ihr Ware Pfeil boten. Auf die Nachfrage ob Sie denn besondere Instrumente hätten präsentierten die Händler ihnen einige mir eigenen Namen von bekannten Musikern. Auch war ein Instrument dabei, welches selbständig weiterspielte, während der Besitzer es auf den Verkaufsstand legte und eine Violine Anfing zu spielen.

Mit dem Wissen aus dem Hafen, das der Kapitän der flotten Forelle sich hier aufhalten sollte, kehrten die beiden in die Taverne ein. Fenner ging noch zum Wirt um nach dem Kapitän zu fragen, während Rift den Kapitän erkannte, hoffte aber insgeheim das Fenner eine andere Auskunft bekam, dem war aber nicht so. Der Kapitän lag sturzbetrunken mit Kopf auf dem Tisch, an dem einige seiner ebenfalls sternhagelvollen Matrosen saßen, irgendwie lief das Ganze nicht so wie sich Fenner und Rift es sich vorgestellt hatten. Immerhin gluckste der Kaptän, als sein Kopf von Fenner hochgehoben wurde und spärliche Informationen konnte er noch herausrücken, als er dann wieder wegsackte. Mehr Hoffnung machte  das im Eingangsbereich liegende Buch der Künstler, in dem schon einige Namen drin standen von den heute noch Auftretenden. Nichts desto trotz hatten die Beiden das Gefühl nicht weiterzukommen. Es war wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Noch über dem Buch brütend überkam Rift eine Idee.

Unterdessen waren Bhelos und Lucion bei der Taverne „Zum flinken Fisch“ eingekehrt eine recht ordentlich geführte Taverne, sie war erst vor kurzem renoviert worden und es roch noch nach frischem Holz und frischer Farbe, der Eigentümer ein gewisser Vinlay selber, so wurden ihm vom Barman mitgeteilt, wäre erst am Abend zugegen,  da er in der Akademie der Barden sich aufhielte. Seine Partnerin wäre zwar zugegen, arbeitete aber in den oberen Stockwerken an der Ausstaffierung der Räume und wollte nicht gestört werden. Die Beiden nahmen das zur Kenntnis, sahen aber davon ab, ihr Vollmacht ins Spiel zu bringen und schauten sich das auch hier ausliegende Buch der eingetragenen Künstler an. Konnten aber nichts ungewöhnliches feststellen, noch waren irgendwelche trüben Augen der in der Taverne Sitzenden auszumachen, verabschiedeten sich und traten auf die Straße und gingen „Zur errötenden Nixe“ wo sie auf Fenner und Rift trafen, die gerade aus der Taverne traten.

Rift merkt, wie einige Kinder, denen er vorhin einen Auftrag gegeben hatte, zu ihm kommen und ihn und die anderen 3 vor einen verarmten blinden Man, der abseits des Marktes sitztend und um ein wenig Almosen bittet, bringen. In der Tat hatte der invalide Alte trübe Augen, das Leben hatte es nicht gut mit ihm gemeint und er hatte seine Beine beide verloren. Rift konnte nicht anders und zahlte den Kindern ihre 3 Goldmünzen obwohl er keinen Schritt weiter war. Da viel ihm wieder die Idee ein, der er in der errötenden Nixe bekommen hatte, er hatte mitbekommen das es einen Zusammenhang zwischen den Gewinnern, ihren Instrumenten , vor 5 Jahren und den Ereignissen einen Zusammenhang gab, es waren die Instrumente und der Spielort. Schnell wusste er welches Instrument das Nächste sein würde, nun lag es nur daran rauszufinden in welcher Taverne es stattfinden würde, dazu musste er nur wissen, wo die vor 5 Jahren, Plazierten gespielt hatten, nur wo lagen die gesammelten Bücher aus. Er ging seinen Gefühl nach und befand sich nur wenig später im Hafen vor der Taverne bzw. dem Schiff: The Low Lantern. Die Taverne, war die Erste von den Tavernen in Baldurs Gate, die das Schicksal mit dem beseelten Instrument ereilte. Bevor sie die Tavere betraten fiel ihnen auf das sich kaum Menschen bei ihr am Hafen aufhielten und das hatten sie auch nachdem sie eintraten. Eine Ratte war ebenso überrascht über den Besuch der 4, wie der Wirt und huschte unter ein in der Nähe stehendes Fass. Nach der üblichen Begrüßung drängte sich die Frage förmlich nach der Leere der Taverne auf, auch wenn diese die 4 schon kannten. Die unbequeme Antwort brachte der Wirt nur kläglich über seine Lippen, war seine Taverne doch die Erste die von den beseelten Instrumenten heimgesucht war. Damit fügte sich das Puzzlestück in das gesamt Bild von Rift ein und nun ging es darum herauszubekommen, wo die anderen Palzierten gespielt hatten. Die Zeit drängte, plötzlich ging die Tür der Taverne auf und ein paar südländische Matrosen traten in die Taverne, sie trugen eine hochwertige, uniforme Kleidung, die auf ihre Herkunft bzw. auf die Herkunft des Eigners schließen ließ. Auf Nachfragen der Gruppe stellte sich heraus, das es sich um ein Schiff aus Atkathla handelte, welches einen Tag eher eingetroffen war. Rift wurde hellhörig und nachdem er den Matrosen eine Runde spendiert hatte, wußte er wo er den Kapitän des Schiffes finden konnte. So brachen alle, es war inzwischen dunkelgeworden, zur „Erötenden Nixe“ auf, wo sie heute schonmal waren. Da es nicht weit waren kehrten sie dort ein und fanden auf anhieb auch den Kapitän des Schiffes, dieser erzählte ihnen von einer Elfe an Board des Schiffes die wunderbar gespielt habe und jetzt mit ihnen in Baldurs Gate wäre. Sie waren zu spät wo mochte diese Elfe nur sein? Um das herauszufinden blieb keine Zeit mehr, immerhin hatte man sich verabbredet beim Elfgesang. Sie waren gespannt was die anderen herausgefunden hatten.

Lyari und Sahana hatten unterdessen Baldurs Gate, nachdem sie die lang Brücke „Wyrms Crossing“ überquert hatten, verlassen und waren bei der sehr gut besuchten Taverne: „Zum gespaltenem Holz“ eingekehrt. Aufgrund der Auslastung in der Taverne, hatte der Wirt kaum Zeit und das ausliegende Buch, brachte die Beiden auch nicht weiter. Einige Barden waren auch anwesend, doch verfügter keiner von ihnen über das Merkmal mit den trüben Augen. So machten sich die Beiden zurück in die Stadt und trafen dabei auf einen blinden Alten der mit ihnen ebenfalls durch das Stadttor trat und bereits auf der Brücke gen Baldurs Gate Mitte sich befand. Sahana kannte ihn, er war in Baldurs Gate bekannt, ein merkwürdiger Mensch, das war Sahan klar. Lyari sprach ihn an und der Alte drehte sich um und bat verschont zu werden, da er der Annahme es würden ihn Diebe oder Betrüger ansprechen. Als Lyari und Sahana, wobei er Letzte kannte, beruhigt hatten konnte Lyari ihn zu den Vorfällen in Baldurs Gate befragen und siehe da, es stellte sich heraus das dieser blinde Alte, eine Menge zu erzählen hatte. Der Name Lataglos, fiel, der vor 5 Jahren in Baldurs Gate ebenfalls an dem Wettkampf teilgenommen hatte und sich um seinen Sieg betrogen gefühlt hatte, er schwor an dem Tage das er sich an der gesamten Bardenschaft rächen würde. Man munkelte er habe ich dem Drachenkult anvertraut um seine Rache in die Tat umzusetzen. Ob letzte Information stimme, wusste allerdings der Alte auch nicht, da er es auch nur gehört hatte, während was den Schwur anging er selber vor 5 Jahren dabei war. Es fielen mehrere Namen und auch was die Instrumente der Beteiligten anging, fanden sie heraus das die Rheinfolge der Instrumente die beseelt waren in umgekehrter Folge auftraten. Leider konnte ihnen der Alte auch nicht erzählen wo zuvor die Plazierten gespielt hatten, da er nur das Finale mitbekommen hätte.

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Das Gespräch dauerte eine ganze Weile und nach dem Gespräch, waren sie in der Tat weiter als vorher, hatten sie die Nadel gefunden? Was war dran an den Gerüchten die ihn der Alte da erzählt hatte. Nichts desto trotz baten Lyari und Sahan um eine kleine musikalische Darbietung, denn sie hatten eine Idee, wie sie dem Alten zu ein wenig Geld verhelfen konnten. Dem alten Barden musste man das nicht 2 mal sagen und schon legte er los und es kamen Passanten und warfen klingende Münzen in ein von den beiden hingelegten Beutel, der Alte wunderte sich zwar über das klingende Geräuch dachte aber nicht länger dran und konzentrierte sich mehr auf das Spielen. Als er fertig war, applaudierten viele Umstehende und dem Alten wurde warm ums Herz, dem nicht genug gab Lyari ihm seinen Sack und meinte zu ihm er sollt gut darauf aufpassen. Als dem Alten bewusst wurde was geschehen war, waren die Beiden auch schon weitergezogen.

Es zog sie in die mehrstöckige Taverne auf der Mitte der Brücke „Zum Wyrm“. Angezündete Fackeln aussen und eine weit geeöffnete Tür luden zum Betreten ein. Drinnen war der Empfangsbereich ebenfalls duch Fackelschein hell erleuchtet. Ein gut gekleideter Junge stand am Eingang und begrüßte die Beiden neuen Gäste, es war ihm Anzusehen das er Nervös war und unsicher. Auf Nachfragen stellte sich heraus das es um den Sohn des Gastwirtes sich handelte und der Eigentümer in nächster Zeit wiedererscheinen würde. Die beiden sahen sich in den Etagen um und konnten nichts Ungewöhnliches feststellen, auch die Eintragung der Bücher brachte sie nicht weiter. So bat Lyari, den Sohn des Wirtes, er möge doch bitte die Räume der Barden öffnen die hier in der Taverne ungergebracht waren. Als dieser zum Schutz der Barden sich weigerte, drohte Lyari mit seiner Ermächtigung der Stadt. Das reichte aus und der Junge ging mit ihnen in die oberen Stockwerke und öffnete die Tür. Die Beiden schauten sich um und konnten nichts Besonderes feststellen und dankten dem Sohn des Wirtes und verließen die Gastlichkeit in Richtung Stadtkern bzw. der Taverne Elfgesang. Was mochten die anderen herausgefunden haben, oder hatten sie vlt. den Verursacher schon? Einzig Sahana machte sich auf zu Akademie der Künste zu Baldurs Gate und wollte herausfinden, wo die Bücher der Tavernen gelagert bzw. wo man Informationen über den Spielort herausfinden könnte. Leider mit keinem großen Erfolg.

Als sich alle beim Elfgesang trafen tauschten sie ihre Informationen, Vermutungen und Geschichten aus, die sie am Tag erlebt hatten. Jetzt war es an der Zeit die weitere Verletzte, wenn nicht soagr Tote zu verhindern. Sie teilten sich auf die Tavernen auf und kontrollierenten jeden Neuankömmling auf das Genauste. Doch blieb ihre Suche ergebnislos. Bis zu dem Zeitpunkt wo Ragefast einem nach dem anderen abholte und ihnen von dem Vorfall bei den Docks erzählte und man den alten Mann geschnappt hätte. Als alle bei der Wachstube eintrafen, sahen sie wie die Eachleute schliefen und von dem Alten fehlte jede Spur. Auch Asconion  war verschwunden in einem der Lagerhäuser nachdem er einen weiteren Vorfall verhindert hatte, die ihn Begleitenden, hatte man in einem Lagerhaus am Hafen gefunden. Ragefast wollte sich nach dem Eigner des Lagerhauses erkundigen, denn immerhin hatten die Häuser Fallen die es ermöglichte die Eindrinlinge direkt in einen privaten Kerker zu befördern. Man würde Asconion mit Sicherheit wiederfinden.

In den frühen Morgenstunden wird der Alte, den man zuvor verdächtigt und festgenommen hatte, tot in den Straßen des Havenvirtels gefunden, zumindest was von ihm übrig geblieben war. Die Spuren begannen sich wieder zu verwischen, aber es die Gruppe hatte eine heiße Spur. Der Alte hieß nicht Lataglos und somit war der Hauptverdächtige immernoch auf freien Fuß.

Es begann im Elfgesang (The Legion of the Trusted)

Es begann im Elfgesang (The Legion of the Trusted)Es begann im Elfgesang (The Legion of the Trusted)

Wir schreiben den 20. Tarsakh 1382, und sind mitten in den großen Vorbereitungen des 8. großen Bardencontest unter dem Motto: „Nur die besten Lieder überdauern die Ewigkeit“, in Baldurs Gate. Die ganze Stadt ist auf den Beinen und die Bevölkerungszahl hat sich mehr als verdoppelt in den letzten Wochen. In den Tavernen, spielen sich die Barden, Gauckler und Minesänger warm für das in 2 Tagen stattfindende Finale, sie sind bemüht auch noch den letzten Zuschauer und Zuhörer für sich zu gewinnen und sie von ihren eigenen Darbietungen und Gesänge zu überzeugen. Eine von diesen Tavernen war der Elfgesang. Es war unüblich das man dort Musik von Barden zu hören bekam, seit dem Lied über den Verlust eines Geliebten durch das Meer. Extra nur für dieses Fest gab es die Möglichkeit überhaupt dort Dinge vorzutragen. Umso größer war auch der Andrang in der Taverne. Alle Plätze waren besetzt und die Besucher weiter hinter gelegener Tische konnten kaum die Barden auf der Bühne ausmachen, weil sich Menschen vor dieser Bühne versammelt hatten. Es gab aber auch eine kleine Gruppe von 5 Leuten, die Darbietung nur im Ansatz intessierte. Das waren zum einen ein Halbork, der den anderen die Sicht nahm, da er mit seinem breiten Rücken zu der Bühne saß, ihm gegenüber saß ein verschmitzt dreinschauender, eine dunkle Stoffrobe tragend, ein man könne sagen, Händler gegenüber, der sich mehr im Schatten des ganzen Trubels befand und mehr die Leute zu beobachten schien, wobei er die Anwesenden am Tisch nicht unbeobachtet ließ, ja man könnte sogar meinen, er fing an, ihre Gesichtszüge zu studieren.

Als ein paar Krüge mit zwergischen Starkbier serviert wurde und alle sich gegenseitig ansahen um herauszubekommen, wer wohl die Bestellung aufgegeben hätte und sich keiner zu Wort meldete, prostete man sich zu und der eine oder andere fing eine lockere Unterhaltung mit seinem Gegenüber an. Nur Asconion konnte es nicht belassen und fragte die Schankwirtin, nach dem Spender, aber diese sah sich um und konnte den Mann nicht mehr finden. Wollte Asconion Bescheid geben sobald er wieder auftauchen sollte. Dabei beließ es auch Asconion. Vorne auf der Bühne traten diverser Gauckler und Schausteller auf mit mal mehr, mal mit weniger starkem Erfolg beim Publikum. Im Publikum war alles vertreten, von der Stadtwache über den Händler, hin zu anderen Gaucklern und Abenteurern. Es verging einige Zeit an dem Tisch der Gruppe, bis auf einmal „Buh“ Laute vor der Bühne ertönten, die nicht zu überhören waren. Da wurde Rift hellhörig und ließ von seinem schwingenden Pendel, welches er zwischen seinen Finger, hin und herschauckelte. Was war da nur los. Die Bardin musste ihre Vorstellung abbrechen, als in Ihre Richtung Gemüse flog, sie verließ den Kopf hängend die Bühne. Die Nachfolgerin begann dafür umso erfolgreicher mit einer großartigen Show und für den ein oder anderen erkennbaren Illusion, wo die eine Projektion von ihren Erlebnissen dargestellt wurde.. der ein oder andere nahm den Waldrand vom Hochwald wahr und viele Orte nördlich von Baldurs Gate. Die Leute waren begeistert und sprangen von den Stühlen und jubelten ihr zu. So etwas Imposantes hatte vorher noch keiner hinbekommen, es war einfach so realistisch und so mitreissend.

Das weckte Asconion´s Interesse, nachdem er zuvor den Fehlversuch von einem einheimischen Jungen bemerkt hatte, vermutete er das bei dem ganzen Tumult ganz leicht wieder einer der Langfinger zuschlagen würde. Er stand vom Tisch auf und bewegte sich nach vorne, in die Nähe der Bühne, die Menge dabei aber immer im Auge behaltend. Auch die Anderen am Tisch waren richteten nun ihre Augen gen Bühne und auf die jubelnde Menge. Asconion bemerkte das irgendetwas ihn verwirren wollte, aber er konnte sich dem Versuch wiedersetzen und sah wie andere neben ihm auf die Knie gingen, sie hatten furchtbare Angst vor etwas. Bhelos und Fenner hatten an dem Tisch nicht so viel Glück und sie sahen wie aus den Illusionen plötzlich diese sich im Raum materialisierten und auf die Leute losgingen, als würde die besungene Handlung der Bardin Wirklichkeit werden. 2 Gehörnte mit Hufen traten in den Gastraum, als hätten sie die ganze Zeit darauf gewartet und würden die Chance nutzen. Sie teilten von vielen Leuten im Publikum die Leiber auf oder rissen ihnen die Gedärme und Gliedmaßen heraus und warfen diese in die Zuschauer. Was für ein Gemetzel, dem wollte Fenner Einhalt gebieten auch, wenn er selber seine Chance nicht gerade hoch einschätze, aber er war ein Ork und so stürmte er nach vorne, auf die Gehörnten zu. Bhelos hingegen blickte kurz zu den Waffenständer am Eingang und wollte losrennen, da wurde er von Lyari festgehalten, anders als Fenner und Bhelos, erging es Rift und Lyari, irgendetwas hatte versucht ihnen etwas weiß zu machen, sie konnten dem aber widerstehen und sahen ein den doch sanften Ork mit einem lautem Schlachtruf an Grumsh, losstürmen. Es breitete sich Nebel in der Menge aus, die zitternd am Boden knieten und aus Leibeskräften schrien. Was war nur plötzlich in sie gefahren? Einzig die Bardin stand vorne auf der Bühne und spielte weiter. Sollte es etwa mit der Sache zu tun haben, die sie bemerkt hatten? Die auch versucht hatte sie etwas anderes glauben zu lassen?

Es musste was mit der Bardin zu tun haben, kurz entschlossen trat Asconion die Laute der Bardin aus der Hand, nachdem sie einen Angriff vorher ausgewichen war, erwischte  das Instrument vollständig und dieses flog im hohen Bogen in die Ecke des Elfgesangs. Rift war unterdessen an Fenner vorbei nach vorne gestürmt und wirbelte seine Lederjacke beim Rennen abstreifend um die Laute herum. Nachdem die Laute krachen in die Ecke geflogen war zog Asconion die Bardin, oder besser gesagt die Elfe, durch die Hintertür ins Freie. Dabei stellte er fest das die Elfe einen verwirrten Blick um sich warf. Draussen angekommen versuchte Asconion ruhigend auf die Elfe einzugehen, da er bemerkt hatte das sie stotterte, kaum Silben herausbrachte und immer wieder fragte, wo sie hier hergekommen sei… sie schien ebenso Opfer dieser Beinflussung gewesen zu sein, wie all die Anderen in der Taverne. Ja es stellte sich schnell heraus wie ihr Name war und weit ab von ihrer Heimat, dem Hochwald war. Später beschrieb sie in der Taverne, wo alle Anwesenden zugegen waren, einen älteren gebeugten Mann, dem sie ein Instrument abkaufen wollte. An die Zeit danach konnte sie sich nicht mehr erinnern.

Lyari gab Bhelos Fuß frei und zog ihn nach draussen auf die Straße und versucht ihn wieder zu Verstand zu bringen.

Unterdessen, die Laute hatte aufgehört zu spielen, stürmten die Leute die noch eben zittern und ängstlich auf dem Boden knieten nach draussen, die Reaktionen dieser Leute aren unterschiedlich, die einen fanden die Vortragende super und lachten über ihre eigene Dummheit einem Trick zum Opfer gefallen zu sein und die anderen waren einfach nur sauer, wie fahrlässig dieser Spaß war, es hätte ja eine Panik ausbrechen können und Leute zu schaden kommen können.

Als die Schaaren von Leuten die Taverne verlassen hatten, gingen Lyari und Bhelos wieder in die Taverne, der Nebel legte sich ebenfalls und gab den Blick frei auf die Auswirkung des Gesanges, dazu sahen sie wie Asconion und die „Bardin“, die zuvor mit der Laute gespielt hatte die Taverne durch den Hineringang betraten. Ein weiterer Blick auf Rift, ließ sie vermuten das er die Laute eingewickelt in seinem Lederumhang hatte, als diese plötzlich wie aus Geisterhand zu schweben begann, der Grund war Asconion, der in der Taverne irgendwas vor sich hinsummte und so die Laute auf den Tisch verfrachtete, wo sie zuvor gesessen hatte. Der Spuk hatte ein jehes Ende gefunden, dessen war man sich inzwischen sicher. Der Tumult war vorbei.

Lyari versucht mit Erfolg die verwirrte Elfe zu beruhigen, während  Asconion die anderen über das, was ihr die Elfe ausserhalb der Taverne, ihm berichtet hatte, aufzuklären. Trotz verwirrten Zustands erhielten sie einige Bruchstücke aus der Vergangenheit der Elfe, die keine Bardin war, sondern nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Tür zu der Taverne öffnete sich und ein in einer blauen Robe, mit einem goldig glänzendem Saumen, weißen Schulterstücken gekleideter, in der rechten Hand einen goldenen Stab tragender, blonder Mensch betrat die Taverne. Sofort schoss Asconion in den Sinn wer er war, die Schankwirtin hätte ihren Blick zu ihm ersparen können, kannten sich doch die beiden recht gut und es musste etwas mit diesem Vorfall zu tun haben, denn Ragefast, so dessen Name erschien sonst nicht ohne weiteres. Er war es also der ihnen was spendiert hatte, nun war Asconion gespannt was kommen würde und es würde etwas kommen, dessen war er sich sicher. Als Ragefast Asconion erblickte ging er geradewegs auf die Gruppe zu und erklärte ohne längere Umschweife, das Problem vor dem Baldurs Gate stand, mit diesen verfluchten Musikinstrumenten, die von Zeit zu Zeit auftauchten, seitdem die Stadt  wo sich größere Versammlungen bildeten und schon einige Opfer gefordert hatten.

Ragefast erklärt die Situation, die sich derzeit bei dem Bardentreffen in Baldurs Gate ereignet hatte, der Gruppe. Das die beiden vorangegangen Vorfälle nicht so glimpflich für das Publikum abgelaufen war, wie bei dem jetzigen wo, dabei schaute Ragefast freundlich Asconion an. Der erste Vorfall hatte sich vor 2 Tagen ereignet, seitdem das Treffen der Barden und der Gauckler begonnen hatte. Bei Beiden waren merkwürdige, er vermied dabei den Begriff „verfluchte“ Gegenstände gefunden worden, die sich den Verstand des Besitzers zu nutze gemacht hatten. Das Erinnerungsvermögen dieser, lag in weiter Vergangenheit, in einer Zeit wo Schnee und Eis die Umgebung fest im Griff hatten. Bei beiden Ereignissen, ging man Anfangs von Barden aus, aber auch hier übernahm das Instrument die Kontrolle, ob un beim ersten Fall mit einer Flöte, als auch beim zweiten Fall mit einer Harfe und.. er machte eine kleine Pause.. würde wetten das es bei der Laute und wies dabei auf dem Tisch leigenden Gegenstand der nach wie vor von dem Leedermantel, von Rift umschlungen war, es sich genauso verhielte. Ragefast grübelte ein wenig, als Asconion ihn fragte ob weitere Auffäligkeiten er bemerkt habe und stellte fest, erst jetzt fest das es eine weitere Auffälligkeit gab. Jedes Mal hatten die Besitzer der Instrumente komisch trübe Augen.. Asconion konnte das nur bestätigen was er bei der Elfe, die nun inzwischen zwar ein wenig aufgebracht, aber ruhiger war, ebenfalls der Fall war, als er sie auf der Bühne gesehen hatte.

instrumentsRagefast war Gedankenversunken, wie konnte ihm nur so ein wichtiges Detail entgangen sein, als Ascoinion ihn fragte ob es denn ein Auftrag sei. Er riss Ragefast aus seinen Gedanken und dieser murmelte ein wenig leise, aber so gut das es alle Anwesenden verstehen konnte. „Ja ich brauche Unterstützung, meine Augen können nicht überall sein und diese Instrumente stellen eine größere Gefahr für die Stadt dar, wärt ihr so gut diese aus dem Verkehr zu ziehen und wenn es möglich ist den Verursacher zur Strecke zu bringen? Mir ist durchaus bewusst das Ihr eine Entschädigung verlangt und von daher hier ist mein angebot nehmt es an oder lehnt es ab“ Er legte einen kleinen Beutel auf den Tisch aus dem, beim legen auf den Besagten, 2 rote Rubine hervorkullerten. „Das ist nur die eine Hälfte der Belohnung, die andere bekommt ihr nach Erledigung. Ausserdem habe ich eine Ermächtigung euch mitgebracht…“, er rollte eine leicht vergilbte Rolle neben dem Lederack aus, „..die euch mehr Freiheiten zugesteht als normale Bürger oder Gäste dieser Stadt. Weiterhin habe ich mir erlaubt euch für die nächste Zeit, hier im Elfgesang, unterzubringen“ Wir sind uns einige, fragte er in die Runde und als Ascoion und die anderen Nickten reichte Ragefast aus und ging zur Tür, kehrte nochmal um ging zum Instrument welches noch auf dem Tisch lag, gab den Ledermantel Rift zurück und verließ die Taverne. Kurze Zeit später, nachdem auch Asconion sich verabschiedet hatte, immerhin hatte er, anders wie die anderen, eine Bleibe in der Stadt, kehrte eine Ruhe ein. Was mochte dieser Abend wohl noch für sie parat haben?

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