Orkische Eisbecher und alte Bekannte (The Outbreaks)

Tagebuch von Nanay Kusisqua aus dem Jahre 1492, Unterreich

Ich weiß immer noch nicht, was wirklich los ist. Seit wir im Unterreich angekommen sind, bin ich nervös und etwas stimmt nicht, doch aktuell komme ich einfach nicht dazu, darüber nach zu denken. Wir hatten erst diesen riesengroßen Kürbis auf zwei Beinen erledigt, als der Derro Bukido uns wieder zum Aufbruch drängt. Wir hatten mehrere Fragen. Wer ist dieser alte Bekannte, der uns ans Leder will? Warum die ganze Rede von Zeitreisen? Und was hat er mit Grumpf am Hut? Die eine Frage ist schnell geklärt. Seit wir in die Flasche gezogen und wieder befreit worden sind, sind über 110 Jahre vergangen. Eine gewaltige Zeit. Was ist in der Zwischenzeit passiert? Warum sind wir im Unterreich? Es taten sich noch weitere Fragen für mich auf. doch einige Sachen klärten sich. Ein bösartiger Gnom, mit dem sie es schon mal zu tun hatten? Das erinnert sie an die Sache auf den Mondscheininseln. Ein Gnom, welcher unter anderem ein Nekromant  und ein Dämon, der den König angegriffen hat und dafür gesorgt hat, dass sie in die Flasche gesaugt worden sind. Zumindest, soweit ich mich daran erinnern kann. Doch was hat Grumpf mit all dem zu tun? Bukido führte uns zu einem Gebäude, wo ein Skelett saß und unser Freund Blm wollte diesen animieren. Doch statt dem, was er sich erwartet hatte, kam eine Frage. „Zwerg, Berg, Drache?“ ich war erst mal verwirrt. Blm gab eine unpassende Antwort und wurde angegriffen. Nachdem mein Zauber nicht gewirkt hatte und ich auf Thoringal gezeigt hatte und „Zwerg“ geantwortet hatte, raubte auch mir schwarze Magie einen Teil meiner Lebenskraft. Ich weiß nicht mehr, wer es war, aber einer sprach das Wort Gold aus, ich glaube, dass es Nashazar war, und die Antwort war richtig. Wir wollten schon weiter gehen, als die nächste Frage kam. „Riesen. Felsen. Halblinge?“ Doch diesmal schafften wir es auf Anhieb. Die Antwort war Steine und ein anderer Derro kam auf uns zu und stellte sich vor, aber sein Namen konnte ich mir nicht merken. Und es war unser Glück, dass dieser Derro ein Händler war. Ich kaufte für jeden von uns drei Heiltränke, während Thoringal sich drei Stahlbarren kaufte. Aber ich bekam nicht, was Totes Pferd für sich kaufte, da ich schon wieder mit unserem anderen Tiefling Nashazar unterwegs war. Bukido drängte zur eile. Sie wissen wo Grumpf ist und er ist tiefgefroren. Der Gnom von den Mondscheininseln, will ihn vermutlich als Versuchskaninchen gebrauchen und seinen Kopf auf den Körper eines Derro nähen. Ekelhaft. Und damit die Körperteile noch gut erhalten bleiben, wurde er eingefroren. Tja, da hat Bukido mal recht. Wir haben keine Zeit und müssen Grumpf befreien und dem Nekromanten das Handwerk legen. Oder besser gesagt, er muss sterben. Er hat unseren Freund entführt und will ihn als Experiment nutzen. Ohne mich. Dafür wird er brennen. In dieser Höhle folgten wir weiter Bukido und kamen dann zu einem anderen Raum, wo wir auf denen trafen, den Bukido als Izhkin nannte. Tja und von diesem bekamen wir die Informationen. Sie führten uns durch ein Portal und wir kamen dann in einem großen Gang raus, dem wir dann folgten. Unter einer natürlichen Brücke durch und weiter. Komischerweise lauerte niemand auf uns. Und es kam mir so vor, als ob keiner uns beobachten würde. Und so kamen wir an einer Hängebrücke vorbei, welche über unseren Kopf hing. Und da mussten wir raus. Nashazar wirkte Magic Hand und löste auf der linken Seite die Seile der Brücke, sodass wir auf der rechten Seite hoch klettern konnten. Auf dem Weg hatte ich mich entschlossen, in der Mitte der Gruppe zu laufen, damit ich zur Not zu allen Seiten agieren kann, aber auf dem natürlichen Vorsprung der Schlucht erkannten wir zwei Räume, welche in den Fels geschlagen worden sind. in dem vorderen war ein Sarg zu erkennen und auf drängen von Totes Pferd, der von unschönen Erinnerungen auf Mintarn spricht, wirkt Nashazar einen Feuerblitz und steckte so den Sarg in Brand. Paar schritte weiter, war nochmal ein gleicher Raum, aber anders eingerichtet. eine Truhe und ein Schreibtisch mit Schriftstücken. Diese sah ich mir genauer an und was ich las, gefror mir das Blut in den Adern. Die Wut ist bei mir tiefer gegangen und damit kalt geworden. Tiefer Hass auf diesen verfluchten Nekromanten, Namens Vreeg. Diese Schriftstücke waren eine Bestellliste über Leichenteile und war niedergeschrieben wie bei einem Metzger. In der Zwischenzeit hat Nashazar die Truhe geöffnet und hat dabei geschafft die Falle zu umgehen. In der Truhe waren so einige Fläschen. Welche, die aussahen als ob sie Säure enthielten, zwei mit einer goldenen Flüssigkeit und noch weitere in seltsamen Farben. Die Fläschen mit der Säure gab er Thoringal und totes Pferd und die beiden goldenen steckte er sich ein. Und dann ging es schon wieder weiter. Izhkin und Bukido führten uns über die natürliche Brücke zu einem Gebäude, welches aus dem Stein gehauen wurde und in einem Seitengang entdeckten wir vier Eisblöcke. In einem war ein Schlick zu erkennen. Den nächsten konnte ich nicht erkennen. Im dritten erkannten wir dann Grumpf und im vierten? ich dachte mich täuschen meine Augen. Mumrik. Mumrik, der kleine gnomische Druide, der uns auf dem Schiff von Mintarn zu den Mondscheininseln begleitet hatte. „Nashazar Taue du Mumrik auf. ich werde das selbe mit Grumpf machen.“ Während wir das taten, schoben Totes Pferd und Thoringal die anderen beiden Eisblöcke zur Seite, damit wir sie nicht aus versehen auftauen und somit eventuell einen harten Kampf vorhaben. Es dauerte etwas, doch wir hatten es geschafft. erst wollte ich Grumpf einen Heiltrank einflösen, bis mir etwas einfiel. Das goldene Flakon. Ich bat um eins und untersuchte es kurz. Ja. Das würde helfen. „Nutze das goldene Flakon bei Mumrik. ich mache das selbe bei Grumpf.“ Ich öffnete unserem orkischen Freund den Mund und flößte ihn die goldene Flüssigkeit ein und siehe da. Das leuchten umgibt ihn und sein Puls schlägt wieder. Ich war beruhigt. Der große war wieder unter uns und auch Thoringal und totes Pferd waren froh darüber. Ich zog meine Kapuze zurück und hoffte, dass er zumindest meine Gesichtszüge erkennen würde. Trotzdem warf ich ihm einen Heiltrank zu und war auch froh, dass Mumrik wieder unter uns verweilt. Und bei der Aussage von Grumpf, dass ihm kalt sei, musste ich lachen. „Keine Sorge Grumpf. Wir werden dafür sorgen, dass dir bald wieder warm ist.“ Und so gingen wir weiter. Den Gang zurück in einen anderen Raum mit einer Steintür. In der typischen Art und Weise von Grumpf, öffnete dieser die Tür, indem er sie einfach hoch drückte und wurde gleich von zwei blau leuchtenden Helmschrecken erwartet, die aber zuerst auf Nashazar gingen, da dieser den Raum dahinter erkunden wollte und unser Freund hatte Glück gehabt, dass er danach noch stand. So zog sich dieser etwas zurück. Und es dauerte nicht lange, bis diese beiden erledigt waren. Grumpf wurde sehr schnell warm und prügelte auf beide ein. Totes Pferd verlängerte seinen magischen Speer und gab seiner Wut freien Lauf und griff so diese beiden an. Thoringal erschuf mit einer Axt einen zweiten Eingang, um am Kampf teil zu nehmen, aber zumindest konnte er vorher noch ein Fläschen mit Säure auf einen der beiden werfen. Mumrik sorgte dafür, dass totes Pferd nicht stirbt und Blm befahl seinem Zombie mit zu kämpfen und unterstütze uns mit seiner Musik. Und ich? tja. Ich versuchte einen Winkel zu finden, dass ich unsere Gegner sehen konnte und sie mit einem Feuerblitz treffen konnte und auch Nashazar versuchte mit seinen Zaubern die Gegner zu treffen. Aber wie auch immer. Diese Helmschrecken waren erledigt und es ging weiter. Hinter dieser Tür war eine Treppe, die uns hinauf in einen weit aus größeren Raum führten. Gegenüber von der Treppe war wieder eine Tür. Links oben war ein Gang zu sehen und auch an der linken Wand ein weiterer Gang. An der rechten Wand stand ein gerät mit zwei Scheiben und als ich da näher drauf schaute, erkannte ich riesische Runen und konnte sie komischerweise entziffern. Auf der einen waren die Runen für Feuer, Erde, Wind und Wasser zu sehen. Auf der etwas kleineren solche gemischten Runen. Und während ich mir das ganze ansah, merkte ich nicht, wie die andere Tür, durch die wir eingetreten sind, sich wieder schloss. Ich merkte nicht, wie Blm links oben den Gang erkunden wollte und sein Zombie mit einem Eisblock aufgespießt worden ist und das selbe beinahe mit Thoringal geschehen ist, als dieser den anderen Raum erkunden wollte. Ich bekam nicht mit, wie Totes Pferd in seiner Wut die beiden Derros bedrohte, weil er Sklavenhändler nicht leiden konnte. Für mich war nur dieser Mechanismus faszinierend. Er scheint irgendwelche Türen zu öffnen. Die Frage ist nur, wie kriegen wir die Tür auf und ich hoffe, dass Nashazar mir dabei helfen kann.

Branak „Der Einäugige“ Vierfinger

Branak "Der Einäugige" VierfingerBranak „Der Einäugige“ Vierfinger

Rache. Ein kleines Wort mit großer Wirkung. Und doch beschreibt es mein bisheriges Leben ganz gut. Und doch würde ich eher von Vergeltung und Vernichtung sprechen. Vergeltung. Ja. Dieses Wort passt besser. Ich war noch ein kleiner Zwerg aus Adbar, als ich den Friedensvertrag zwischen König Bruenor Heldenhammer und dem Orkkönig aus dem Norden erlebt habe. Ich bin in einem stolzen Clan aufgewachsen. Es war ein kleiner Clan gewesen,. doch wir waren stolz auf das, was wir getan haben. Der Clan Silberhammer. Ein Clan der nicht mehr existiert. Wir respektierten den Glauben eines jeden von uns, auch den meines Großonkels Branak, welcher zu Lathander hält und ausgezogen ist, um Abenteuer zu erleben. Ich hielt zu Moradin, der vater aller Zwerge. Ich arbeitete hart als Schmied und lernte meine spätere Frau Cecilia Sturmbräu kennen. Ich war in der Armee und ein guter Soldat gewesen um unsere Heimat zu verteidigen. Ich war glücklich. Ich hatte meine Arbeit. Eine gute Ehefrau und gesunde kräftige Kinder. Mehr habe ich mir von den Göttern nie gewünscht und doch konnte ich sie nicht beschützen. Erst fiel meine Tante in Rashemen und dann, als wir außerhalb von Adbar, die Geburt unserer Zwillinge gefeiert haben, fielen sie über uns her. Angehörige des Drachenkults. Das war der Tag, an dem sich bei mir alles änderte. Die Politik, die Götter. Alles ist mir egal geworden. Ich verlor mein linkes Auge, die Narbe ziert immer noch mein Gesicht und ist Teil meiner Erinnerungen und eine Erinnerung daran, warum ich noch lebe. Ich verlor meine geliebte Frau und meine Kinder. Die Zwillinge wurden abgeschlachtet wie Vieh. Der Clan wurde fast ausgelöscht und ich überlebte. Gerade so. Warum ihr Götter habe ich überlebt? Warum bin ich nicht unter den Toten? Ist das nur ein schlechter Witz gewesen? Eine Laune von euch? Ich wendete mich von den Göttern ab. Wir beten zu denen und doch sind sie nie da, wenn wir sie mal brauchen. Ich habe lange Zeit gebraucht um zu genesen und trat aus der Armee aus. ich konnte nicht länger in Adbar oder in einer der Zwergenfesten bleiben. Bregan Sturmbräu, mein Schwager. Er hat versucht mich zu überzeugen zu bleiben, doch ich konnte nicht. Ich musste los. Ich legte meinen Namen ab und hackte mir den Ringfinger ab. Den Ring, den ich ihr zu unserer Hochzeit geschenkt habe, ist die einzige Erinnerung an diese glückliche Zeit. Doch ich wandere nun als freier Söldner über die Straßen der vergessenen reiche. bereit, jeden kultisten vom Drachenkult zu töten oder dabei selber zu sterben. Ja. ich bin bereit zu sterben, aber mit der Waffe in der Hand. Ich vermiete nun meine Axt und dabei ist es mir egal, was für gründe jeder Arbeitgeber hat, aber eines wissen sie genau. Eienrseits bin ich kein Mörder, der Kinder, Alte, wehrlose einfach so abschlachtet und zweitens halte ich meinen Vertrag und will entsprechend entlohnt werden. Doch ich will nicht im Luxus leben. Wenn ich niemanden habe, mit dem ich mich über den Erfolg freuen kann, so ist er ohne belang. Viele sehen mich als kalt und eigenartig, doch es dauert eine ganze Weile, ehe ich jemanden vertraue, denn Vertrauen geht sehr schnell wieder kaputt.

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Die Nacht der Entscheidungen (The Legacy of the Grey Guardians)

Die Nacht der Entscheidungen (The Legacy of the Grey Guardians)Die Nacht der Entscheidungen (The Legacy of the Grey Guardians)

Als die vier Helden auf der Festung in Greenest ankamen, zeigte sich ihnen ein Bild des Grauens. Auf den Zinnen waren nur noch rund 20 Wachen, welche mit Hellebarden ausgerüstet waren, zu sehen. Im Innenhof lagerten die Verletzten. Zum größten Teil schwer verletzten Einwohner des Ortes, welche unter der Belagerung des Drachenkultes zu leiden haben. Während Camilla sich mit um die Verwundeten kümmerte und einem Zwerg das Leben erneut schenkte und sich die Dunkelelfe selber verarztete, fand Gerlac ein Kettenhemd in seiner Größe und Anakis fand ein Holzschild, was auf sie zugeschnitten war. Doch Zeit zum Ausruhen gab es nicht. Ein Schildzwerg, der auf den Namen Castellan der Rote hörte und ein verletzter Mensch mit dem Nachnamen Nighthill traten auf die Helden zu. Es gab noch mehr Probleme in der Stadt. Im Hafen und im Tempel der Chauntea waren noch Einwohner eingeschlossen und mussten befreit und in die Festung gebracht. Hinzu kommt noch, dass die Angreifer die ortsansässige Mühle abbrennen wollen, also musste diese geschützt werden. Während die Anführer der Verteidiger den Helden die Situation auf den Zinnen der Festung erläuterten, stieß aus dem Wolken behangenen Nachthimmel der Drache erneut zu Boden hinab und ließ seine Tod und verderben bringenden Blitze über die Festung regnen. Während Gerlac noch gerade so mit angesengten Fersen davon kam, hatte der Wachmann nicht so viel Glück gehabt. Von ihm ist nur noch eine Mumie übrig geblieben. Doch für die vier Helden stellte sich nun die Frage, wie sie wieder aus der Festung raus kommen sollten. Ihnen war klar, dass sie den Verteidigern und den Einwohnern helfen mussten, aber durch das Haupttor konnten sie nicht raus, weil es belagert wurde. Aber Castellan hatte da eine Information. Unter der Festung existiert ein Geheimgang, der nach draußen zum Fluss führte. Er gab der Dunkelelfe auch noch die Schlüssel mit und warnte sie. „Der Gang wurde seit sehr langer Zeit nicht mehr genutzt. Keiner weiß, wie der Zustand des Ganges noch ist.“ Doch mit diesem Wissen machten sie sich auf dem Weg.
Da Anakis, Gerlac und die Dunkelelfe im Dunkeln mühelos was erkennen konnte, hatte sich Camilla Licht auf ihren Streitkolben gezaubert, damit sie etwas erkennen konnte im finsteren Gang. Nach einiger Zeit stellte die Schurkin fest, dass sie vor einer Falle standen. Ihre Sinne haben reagiert. Mit Hilfe von Anakis ihrem Zauber und dem Einfallsreichtum von Gerlac, konnte diese Falle mit Hilfe einer schweren Plattenrüstung entschärft werden. Doch viele hundert Meter weiter, standen sie vor einem weiteren Problem. Das Schloss von der Tür war stark verrostet und die Gänge waren auch nicht mehr ganz so sicher, da Wasser eingedrungen ist und wenn die Tür zu stark geöffnet oder geschlossen wird, so stürzt der Gang ein und der Gang wird überflutet. Doch mit Hilfe von Balken und der vorsichtigen Arbeitsweise der Drow, konnten die Helden ohne Probleme in den nächsten Raum, der etwas breiter war. Aber ein lautes aufschlagen, ließen alle vier aufhorchen. Der Feind versuchte die Tür mit einem Rammbock auf zu brechen. Geschwind gingen alle in Position. Die Drow an der Tür, um diese zu öffnen und Gerlac auf der anderen Seite. Einige Meter weiter entfernt stand Camilla und auf ihrer Höhe etwa Anakis. Als die Tür sich öffnete, huschte erst ein Pirscherdrache in den Raum, welcher schnell getötet werden konnte. Dann stürmten sechs Kobolde in den Raum. Zwei fielen schnell und jeweils zwei bedrängten die Schurkin und Gerlac. Anakis verwandelte den Boden unter den Kobolden in eine Art Treibsand und als die Dunkelelfe kurz vor ihrem Tode stand, schoss ein goldener Strahl aus den Händen von Camilla und ein teil der Wunden schloss sich wieder. Der Rest der Kobolde wurde getötet und im Freien erkannten sie einen Kultisten, der zornig über einen der Kobolde war. Gerlac und die Drow handelten schnell. Die Drow machte sich unsichtbar und schlitzte dem Kultisten die Kehle auf. Der Kobold stürmte auf Gerlac, wurde aber von diesem mit seiner Armbrust erschlagen. Auch hatte der Kultist ein paar Heiltränke mit und Gerlac nutzte diese, um seine Wunden zu versorgen. Waren die Götter unseren Helden mal wohlgesonnen? Am Steg war ein Boot mit zwei Fässern hochprozentigem Alkohol befestigt. Die Idee, dass sich Anakis als Kultist verkleidet, wurde wieder verworfen. Mit dem Boot fuhren die Helden den Fluss abwärts und gingen im Schutz eines kleines Waldes zum Tempel der Chauntea. Sie merkten schnell, dass der Tempel angegriffen wurde und sie keine Zeit mehr hatten. Auf der Rückseite schalteten sie schnell noch eine Gruppe um einen Kultisten und sechs Kobolden aus. Dabei verwandelte sich Anakis in einem Bär und keine Minute später sind in die Rückwand des Tempels drei Leichen von Kobolden eingeschlagen. Nun musste jemand in den Tempel rein und den Einwohnern die Lage erklären. Camilla fasste sich den Mut und sie schaffte es tatsächlich, dass alle Einwohner den Tempel verließen. Und das war auch gut so, denn als die letzten den Tempel verlassen wollten, wurde der Haupteingang durchbrochen. Der Schurkin kam die Idee, den Rückzug mit Rauch zu decken und gab Gerlac zwei Phiolen. Doch die Schmerzen von den vorherigen Kämpfen waren noch zu stark. Er warf beide gegen den Türrahmen der Hintertür. Doch auch diesmal hatten sie noch Glück im Unglück. Der Wind drehte so, dass der kleine Wald und der Weg bis zum Eingang der Festung durch den Nebel verdeckt war und erst als die letzten sechs Einwohner in Sicherheit gebracht werden sollten, kam eine Gruppe von sechs Kobolden auf Worgs und zwei Kultisten auf Pferden angeritten. Doch auch diese konnten Schnell getötet werden. Man hat sich erst auf die Reittiere konzentriert. Die meisten wurden abgeworfen und vom Gewicht des Reittieres getötet. Die beiden, welche danach noch standen, wurden schnell getötet. Einer der Kultisten wurde vom Gewicht seines Reittieres getötet und das andere Pferd ging aus Furcht durch. Als etwas Ruhe eingekehrt ist, wurde die Tür zum Geheimgang wieder optisch verschlossen und die erschöpften Helden wollten sich daran machen, die Mühle zu retten.

Camilla Mondsilber

Camilla Mondsilber

Oft werden wir über den Namen definiert, den wir mit uns tragen. Doch wer war die Frau, dessen Namen ich führe? Was war das für eine Dienerin Lathanders? Ich habe meine Großmutter nie kennen gelernt. Als ich im Jahre 1460 das Licht dieser Welt das erste Mal erblickte, war sie schon an den Folgen der Zauberpest verstorben. Mein Urgroßvater Branak hat mir nur allgemeine Geschichten von ihr erzählt, als er mich in die Lehrern von Lathander unterrichtete. Meine Mutter erzählte so gut wie gar nichts von ihr. Sie erzählte mir noch nicht mal was von meinem Vater, den ich nie kennen gelernt habe und somit noch nicht mal weiß, wie er aussieht. Ich bin zwar hier in Beregost geboren und behütet aufgewachsen, trotzdem drängt es mich auf die Straße. Mich drängt es, meine Großmutter besser zu kennen und um meinen eigenen Weg zu finden. Meine Mutter hat mir einiges über das heilen beigebracht, während mein Urgroßvater mich in den Orden eingeführt hatte. beide hatten unterschiedliche Ansichten zu meinem Wunsch. Branak nickte nur und meine Mutter überreichte mir einen Brief mit einem alten Anhänger. Eine Kette mit einem Anhänger, wo eine aufgehende Sonne zu sehen ist, die aus rosafarbenden, roten und gelben Edelsteinen zusammengesetzt ist. Und dieser Anhänger ist noch mit einem einfachen Goldring verflochten. Doch der Brief war es, der meinen Entschluss noch festigte.


„Meine liebe Tochter Andra“

Wenn du diesen Brief liest, dann weiß dein Herz, dass ich nicht mehr unter euch weile und Lathander mich zu sich geholt habe. Ich will mich für den dummen Streit entschuldigen, den wir hatten und dir sagen, dass ich mein Herz mit Stolz erfüllt ist. Und doch habe ich Dinge gesagt und getan, die ich zutiefst bereue. Anstatt dich in deinem Weg zu unterstützen und dir zur Seite zu stehen, wollte ich dich in eine andere Richtung drängen, obwohl ich es besser hätte wissen müssen. Du bist eine Heilerin, welche nicht reisen will, sondern in dem Ort helfen will, wo du gerade lebst. Die Art und Weise, wie du die Kunst der Heilung erlernt hast, hat mich mit Freude erfüllt. Ich gebe zu, dass ich nie gelernt habe, eine für sorgliche Mutter zu sein und du hast es gemerkt und mir zurecht den Vorwurf gemacht, dass ich dich zu wenig lieben würde. Du mein Kind, Branak, Dalwick und meine anderen Freunde. Ihr liegt mir alle sehr am Herzen. Ihr alle habt mich zu dem gemacht, was ich heute bin und ich bin stolz darauf, dass ihr Teil meines lebens gewesen seid. Es mag selbsüchtig klingen, aber ich bitte dich wirklich um Vergebung. Vergebung für das, was ich dir angetan habe.

Mein Kind. Ich bitte dich noch um eine Sache. Diese Kette ist ein geschenk an dich und deine Kinder. Bitte gib diese Kette deinem Kind, wenn es auf Reisen gehen will. Die Kette selber stammt aus meiner Zeit, wo ich als Novizin meine Prüfung zur Priesterin abgelegt habe. Das war der Tag, an dem ich das erste Mal den Magier Dalwick traf und meine Reise begann. Es war ein Zeichen Lathanders ihm zu folgen. Der Ring stammt von meiner Mutter, den sie von meinem Vater erhalten hatte. Vater starb in der Schlacht zur Verteidigung Tiefwassers und Mutter starb auf meinem Geburtsbett und hinterlies mir diesen Ring. Diese Kette ist Teil unserer Familie und ich werde jeden Tag zu Lathander beten, dass dir und auch deinen zukünftigen Kindern solch ein Schmerz ersparen bleibt.

Ich werde immer über euch wachen und möge Lathander dich und deine Liebsten auf ewig schützen.“

Ich weiß nicht, was mich auf meinen Reisen erwarten wird, aber der Magier Dalwick. Es ist jemand, den ich suchen könnte, falls er noch leben sollte. Er kannte meine Großmutter und ich bete zu Lathander, dass er mir etwas über die Frau erzählen kann, deren Namen ich trage. Ich gebe zu, dass ich Angst habe. Angst davor, Wahrheiten zu erkennen und mich zu sehr selbst ins negative zu verwandeln, doch es gibt das alte Sprichwort. Egal wie lang eine Reise ist, sie beginnt immer mit dem ersten Schritt.

Camilla Mondsilber Lv.4

Nanay Kusisqa

Nanay KusisqaNanay Kusisqa

Alles auf der Welt hat seinen Preis. Und jeder muss ihn zahlen. Viele sagen, dass das Imperium der Magier, das Reich Imaskar, nicht mehr existiert. Und das stimmt auch. Wir waren damals dekadent geworden. Haben andere versklavt, Intrigen geschmiedet und eigene Wesen gezüchtet und das war unser Untergang. Wir haben Sklaven aus anderen Welten geholt und sind an den eigenen Intrigen untergegangen. Das war der Preis, den wir bezahlt haben, als wir zu sehr nach Macht gestrebt hatten und was ist uns davon geblieben? Ruinen und Geschichten, die man sich über uns erzählt. Doch wir wurden nicht komplett vernichtet. Einige mächtige Magier brachten uns in die Tiefen des Unterreiches, wo wir uns eine neue Heimat aufbauten. Wir versteckten uns vor den Beschuldigungen und dem Wissen der Welt. Wir schotten uns ab. Das Unterreich schützte seit Jahrtausende ein Geheimnis. Die Imaskari existieren noch. Wir manipulierten unser eigenes Aussehen um uns anzupassen und um uns selber zu schützen. Das Siegel, welches zu unserem Schutz erschaffen wurde, war auch nicht allmächtig, denn eines Tages ist es zerbrochen und einige machten sich auf den Weg, die Welt zu erkunden. Bereit, die selbst auferlegte Isolation zu durch brechen und der große Rat beschloss, dass das Siegel zum Zwecke von Handel und Kommunikation geöffnet wird. Es ist interessant neue Wesen kennen zu lernen und doch hüten wir uns vor den Bewohnern von Unther und Mulhorand, denn unsere Vorfahren haben diese versklavt. Und doch haben wir noch eines mit unseren Vorfahren gemein. Uns dürstet es nach Wissen in den magischen Künsten. Wir wollen experimentieren und ausprobieren.

Mein Name ist Nany Kusisqa. Professorin an der Akademie der arkanen Künste zu Imaskar. Meine Reise beginnt am 13. Tage des Monats Alturiak des Jahres 1312 als Tochter von der Erzmagierin Sispa Kusisqua und des Beschwörers Taita Kusisqua. Schon früh merkte man, dass in mir die magische Energie brodelte und meine Mutter begann mit meiner Ausbildung. Schon als Kind war es faszinierend in den dicken Büchern zu lesen. So viel Wissen auf einmal. Das war etwas besonderes und dass meine Eltern es mir gestattet haben, diese zu lesen. Doch meine Mutter merkte schnell, dass sie mich nicht unterrichten kann, weil ihre Erwartungen, die sie in mir steckte, zu hoch waren und schickte mich an die Universität der arkanen Künste, um ausgebildet zu werden und damit ich lernen konnte. Das war eine völlig neue Welt. Ich lernte neue Sprachen kennen und ich traf auf meinem Vertrauten, als ich noch nicht mal meine erste Lebensdekade hinter mir hatte. Es war eines morgens, als ein Rabe mich weckte und mich ansah. Ich sah in die Augen und wusste sofort, dass wir zusammen gehörten und taufte den Raben auf den Namen Rina, wie meine verstorbene Großmutter hieß. Ich lernte viel und freundete mich mit meinen älteren Mitstudenten an und die Zeit verging. Ich hatte gerade meine zweite Lebensdekade hinter mir, als ich vom Magierkonzil der Universität geprüft wurde. Es war anstrengend, doch ich bestand die Prüfungen und sie erkannten mich als Magierin an und erlaubten es mir auch, an der Akademie zu unterrichten. Ich fing an, die Zauber der Illusionen zu studieren und mich darauf zu spezialisieren, denn ich habe gemerkt, dass man mit Illusionen im Unterreich weit kommt. Und dann war dieser eine Tag vor rund 25 Jahren stieß ich auf ein Gewebe, welches im Schatten von Mystra ihrem Gewebe existierte. Eine Schattenwelt und es schien in Bereichen zu existieren, wo das normale Gewebe der Magie nicht mehr existieren konnte. Ich habe das Schattengewebe gefunden und nach langen Überlegungen, wagte ich diesen Schritt: Das Gewebe ist sehr gefährlich und so studierte ich es sorgfältig und bin vorsichtig bei meinen Bemühungen. Doch das Schicksal sollte noch eine weitere Wendung für mich haben. Als ich 40 Jahre alt war, ist mein Vater verstorben und meine Mutter hat unsere Heimat verlassen. Doch vor 20 Jahren jedoch, erhielt ich eine Botschaft, dass sie sich auf der suche, nach den restlichen 6 Bücher der Imaskarkana aufgemacht hatte. Ich überlegte lange und beschloss für mich, ebenfalls auf die Suche zu gehen. Ich lies mich vom Konzil der Universität von meinen Pflichten entbinden und schnürte mein Paket. Es war Zeit, die Welt zu erkunden. Als treue Begleiterin war immer Rina bei mir, als ich mich aufmachte, doch ich weiß nicht, ob ich jemals zurück kehren werde, denn die Erinnerung an meine Heimat, wurde aus meinem Gedächtnis gelöscht, damit es nicht von Invasoren gefunden werden kann. Und so machte ich mich auf den Weg. Ich irrte zwei Jahre im Unterreich herum, ehe ich auf Meister Regoalar traf. Ein blinder alter Mann, der die Kraft hatte, das Schattengewebe zu manipulieren und so blieb ich bei ihm, um zu lernen. Doch die Zeit sollte zu schnell vorbei gehen, als er eines natürlichen Todes verstarb. Er hinterließ mir eine Illusionsfigur und das Geheimnis, dass es ein Buch geben soll, welches andere Bücher in sich aufnehmen kann. Das Buch der Bücher. Er gab mir noch eine Karte und so verließ ich nach 52 Jahren das Unterreich. Auf der Suche nach den verbliebenen Imaskarkana und dem Buch der Bücher. Ich erwarte nicht, dass ich eines Tages in meine Heimat zurück kehren werde oder das ich alle Bücher finde, doch ich werde alles geben, denn ich will nichts bereuen und die Welt hat noch so viel Wissen, was ich noch lernen kann. Ich reiste in die unterschiedlichen Reiche und verdingte mich unter anderem als Ausbilderin der magischen Künste oder als Schreiberin. Ich sparte mir das Gold und holte mir nur das, was ich brauchte und eines Tages traf ich auf Mintarn ein, wo eine Bibliothek neu aufgebaut wurde. Ich lernte neue interessante Leute kennen und beschloss, mich denen an zu schließen. Auch wenn unsere Ziele unterschiedlich sind, so haben wir doch einen gemeinsamen Weg, um unsere Träume und Wünsche zu erfüllen. Ich selber interessiere mich nicht für Machtspiele und Politik. Für mich ist es wichtig, meine Freunde zu beschützen und wissen an zu sammeln, damit ich sie noch besser beraten und schützen kann. Und Oghma wird mir dabei zur Seite stehen.

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