Dem Schlachtfeld entgegen (Legion of the Trusted)

Dem Schlachtfeld entgegen (Legion of the Trusted)

Die letzten Angelegenheiten in Orkfels wurden geklärt und eine Bestandsaufnahme Xhorguls Wissens über ihre Zielregion gemacht. Ohne Ortskundigen wäre die Reise riskant, so viel stand fest.

Ihre Lösung kam durch die Tavernentür spaziert, nachdem sich ein Paladin angeboten hatte, den Trupp zu begleiten, welchen sie ablehnten. Ein Halbelf der sich als Felerian vorstellte war bereit sich für einige Taler und im Falle von Gefahren für Beutebeteiligung anheuern zu lassen. Sein wahres Spezialgebiet sei der Wald und von sich aus hielt er den Weg durch die Berge für sehr unsicher, doch er ließ sich bereden, diese direkte Route zu nehmen. Fenner hatte in den letzten Tagen von Rift auf einem seiner Streifzüge erfahren, dass es bald weiter gehen würde und stieß am nächsten Morgen hinzu. Lyari hatte von Felerian gehört, dass es im Hochwald derzeit politische Spannungen gab und fühlte sich verpflichtet, dort nach dem Rechten zu schauen. Das war vielleicht strategisch unklug, doch ließ er sich nicht bereden und Xhorgul versicherte, dass er, so sie den Hammer denn gefunden hätten, er Lyari dank seiner göttlichen Magie benachrichtigen könne.

Fenner, Felerian, Xhorgul und Rift also zogen dem Schlachtfeld entgegen. Ihr Weg führte einmal mehr durch Dreistein und an Fallgrims Höhle vorbei, wo sie weitere Informationen sammelten, indem sie einige Stunden seine Bücher wälzten. Das gesuchte Schlachtfeld beziehe sich auf eine Auseinandersetzung zwischen Abator und Moradinanhängern. Dort sei der Hammer verschwunden.

Auch wurden zwergengeschichtliche Einzelheiten aufgedeckt, deren Zusammenhang zum gesuchten Hammer noch nicht klar wurde, doch vielleicht sollten sie sich als nützlich erweisen. Arundil Steinhammer und Durgedin der Schwarze waren starke Namen auf die sie stießen und es gab Verweise auf Kun-druka, wo Steinhammer im Kampf gegen Orks bei einem Überfall erschlagen worden sei, doch seine Macht sei zu stark gewesen, weshalb er bis heute durch die Hallen geistere.

Am ersten Lagerfeuer dann zeigte Felerian der Gruppe einen seltsamen Gegenstand, den er von einem sterbenden Zwerg nahe des gesuchten Schlachtfeldes bekommen hatte. In einem Beutel mit Drachensymbol habe dieser ihn transportiert und als Xhorgul anfing zu beten, leuchtete er für ihn leicht auf und der Zwerg konnte Runen erkennen, welche den Gegenstand als „Ein gleiches von vielen“ betitelte, doch sonst nichts weiter Preis gaben.

Ihre ReisDem Schlachtfeld entgegen (Legion of the Trusted)e zu Fallgrimm war trotz des bekannten Weges nicht vorfallsfrei verlaufen. Während einer Rast an einer bisher nicht genutzten Stelle wurde Xhorgul durch auf ihn zueilende Schemen gestört. Geisterhaft schwebende Skelette, drei an der Zahl näherten sich dem überraschten Trupp, der sich schnellst als möglich kampfbereit machte. Mit Stimmen die aus dem Jenseits herüber schrien beschimpften die Wesen die Gruppe für das stören ihrer nicht-ganz-so-ewigen-Ruhe. Einige Schläge wurden ausgetauscht und Felerian vergoss sein erstes Blut mit der Gruppe ohne zu weichen. Rift hatte bemerkt, dass die Wesen noch Verstand besaßen und rief ihnen beschwichtigend eine Entschuldigung entgegen. Es sei ihr Fehler gewesen, sie wollten ihre Ruhe nicht stören. Der Kampf pausierte und einige ruhig, diplomatische Worte weiter geleiteten die Geister die Gruppe zu ihren Gräbern, da ihnen von Xhorgul der Segen und ewige Ruhe zugesprochen wurde. Offensichtlich hatte es sich um die Besatzung eines alten Wachturmes gehandelt, denn sie wurden zu den Ruinen eines Turmes geleitet, an dessen Mauern die Seelen nun Ruhe fanden.

Trotzdem suchte die Gruppe den Rest der Nacht weiter entfernt eine neue Raststätte.

Bevor sie schließlich die Berge erreichten lag, knapp abseits ihres Pfades ein derb gezimmertes Häuschen und ihnen schlug modriger Geruch entgegen. Fenner hätte es links liegen gelassen, wäre das Interesse der anderen nicht groß genug gewesen. Rifts Sinne zeigten, dass kein lebendes Wesen mehr im Haus sei und Fenner ging schließlich herein. Kalkstaub war vor Türen und Fenstern verteilt. Xhorgul schaffte es lange Zeit nicht, sich vom Vorhof des Hauses zu trennen, denn dort stand ein Amboss aus Vulkangestein, verziert mit zwergischen Runen und er fand bei der nahen Esse einen Trank, offensichtlich um Gravuren in Stein zu ätzen. An der Kante der Esse klebte Blut.

Im Haus selber lag die Leiche der Schmiedin, ein Loch im Hinterkopf. Und gleich nachdem Felerian Falle und Schloss der gefundenen Falltüre entschärft hatte, fand Rift die entsprechenden Schlüssel im Schuh der Leiche. Der vermutete Mord muss gut zwei Monate vergangen sein. Aller Schmuck und Wertgegenstände waren entwendet worden, doch die Falltüre hatten die Räuber offensichtlich übersehen. Die Esse hatte eine Verlängerung in den Keller hin, was Rift genug irritierte, um Felarian zum Suchen anzuregen. Ein klassisch drehbarer Kerzenständer enthüllte einige Pergamente. Sie beschrieben die Wirkweise einer offenkundig magischen Robe, welche Xhorgul gleich auf den ersten Blick gesehen hatte und die Rezepte für bestimmte Farben, welche die Frau offenkundig hergestellt hatte, denn es fanden sich viele Reste. Xhorgul als liebhaber handwerklicher Kunst steckte sich einiges an Material ein, während Rift sich bei den Stoffen bediente, um genug Wärmespendendes bei sich zu tragen, sollte im Pass wider erwarten doch Schnee liegen. Fenner war derweil um das Haus herum gezogen und gleichzeitig mit einem fiesen Trillern im Ohr wurde ihm seine Fähigkeit zur eigenständigen Bewegung geraubt. Rift fand ihn nach kurzer Zeit und auch er hörte dass Geräusch und konnte in der Ferne etwas wie einen überdimensionierten, weißen Schneewurm sehen, den er als Geräuschquelle vermutete. Nicht der sicherste Weg durch den Schnee… offenkundig.

Grau in Grau (The Legion of the Trusted)

Grau in Grau (The Legion of the Trusted)

Noch in der Nacht nach der Unterredung beim Festungskommandant Galen Horak, entschied sich die kleine Gruppe das man sich um diesen verräterischen, “Prinz des Waldes“ würde kümmern müssen. Zum einen um Dreistein und den Vetteln zu helfen aber natürlich auch um den hinterhältigen Angriff und dem daraus resultierenden Tod von Damil zu rächen. Man nahm sich 4 Tage Zeit um sich so gut wie möglich auf das Treffen vorzubereiten. Es wurde Ausrüstung besorgt, Waffen aus kalteisen geschmiedet, Lyari testet sein neu erlangtes Wissen im Umgang mit Giften und konnte mit Hilfe des Kadermagiers Zorak einige recht wirkungsvolle Mixturen zubereiten. Rift hört sich nach Verstärkung um, und wurde tatsächlich fündig. Anscheinend war der örtliche Schwarzmarkt an dem Zustand in Dreistein interessiert und bot einen ihrer „freien“ Mitarbeiter als Verstärkung an. Nach einigem begutachten entschied sich die Gruppe das dieser Azazil Amakiir tatsächlich nützlich sein konnte und nahm das Angebot dankend an. Durch diese Vereinbarung erhielten die Abenteurer zudem noch Zugang zum Schwarzmarkt, welcher mit einigen, recht nützlichen Dingen aufwartete welche ihnen bei der bevorstehenden Konfrontation sicherlich hilfreich sein würden.

Rift reiste allein voraus nach Dreistein um eventuelle Hilfe vor Ort zu rekrutieren und alles nochmal mit dem Schulzen, den Vetteln und etwaigen anderen Betroffenen zu besprechen. Mit Hilfe von Desa gelang es Rift ein Treffen mit „Korell“ zu vereinbaren. Selbst konnten die drei Vetteln nicht offen gegen den Waldprinzen vorgehen da sie damit das magische Bündnis den sogenannten „Eichenbund“ verletzen würden was wohl arge physische Auswirkungen auf sie hätte. Der Riese Falgrim und seine Gefährtin würden an keinen direkten Kampfhandlungen teilnehmen aber zumindest gaben sie Rift, was sie an Gegenständen hatten, die vielleicht hilfreich sein konnten. ogre_kingdomsAnders sah die Sache bei den fünf Ogern unter der Führung des Ogerbarbaren Aram aus, sie brannten förmlich darauf sich für den Angriff auf ihre Herrin zu rächen und sagten ihre Hilfe beim Kampf bereitwillig zu.

Auch hatte Rift, der den Plan hatte, die Waldwesen der Umgebung von der Falschheit des Prinzen zu überzeugen, einigen Dryaden und Satyren von dem Treffen erzählt und sie gebeten dabei zu sein. Er hoffte darauf sie so auf ihre Seite ziehen zu können und so evtl. weitere Unterstützung im Kampf zu bekommen.

Und dann war es soweit die Gruppe näherte sich dem vereinbarten Treffpunkt auf einer Lichtung  anderthalb Tagereisen von Dreistein entfernt mitten im tiefsten Wald an einem Fluß gelegen. Die Lichtung bestand aus einigen kleine Hügeln mit ein paar alten Eichen. In der Mitte der Lichtung Wilderness auf einem Hügel neben einer der besagten Eichen erwartete „Korell“ die Abenteuer bereits. Ein Wesen halb Humanoid, mit leicht elfischen Zügen, halb Pflanze, mit Blättern und Dornen und lediglich einem verknöcherten alten Holzstab in den Händen. Nichts in seiner Haltung oder seinem Gebaren deutete darauf hin das er hier mit einem Kampf rechnete. Die fünf Oger blieben wie vereinbart ein wenig zurück und sollten nur auf ein vereinbartes Zeichen hinzukommen. Die Waldwesen schienen dem Bitten von Rift nachgekommen zu sein, denn es verbargen sich rings um die Lichtung verschiedensten Kreaturen wie die Gruppe bei ihrer Ankunft bemerkt hatte.

Als gleich trat Xhorgul auf den Prinz zu während Rift schon aus einiger Entfernung und mit erhobener Stimme begann den Prinzen mit Vorwürfen und Fragen hinsichtlich seiner Falschheit zu konfrontieren, natürlich auch um sicher zu gehen das die anwesenden Waldwesen auch vernahmen was hier gesprochen wurde. Doch das gesagte perlte an dem Waldprinzen ab wie Wasser von einem Lotosblatt. Sichtlich erstaunt über die Unantastbarkeit und dargestellte Überheblichkeit kam Rift ins schlingern, der anfänglich Schwung ging verloren und er bemerkte das wenn es so weiter ginge, die Waldwesen würden nicht überzeugt werden können…… Xhorgul der dies bemerkte sprang mit der für Zwerge bekannten Entschlossenheit ein schaffte es tatsächlich die harte Schale des Prinzen hier und da zu durchbrechen und so veränderte sich nach und nach das Gebaren Korell´s.

Lyari der am Rand der Lichtung in einem Baum saß mit gespannten Bogen die gesamte Szenerie im Auge behielt bemerkte die gemurmelten Worte die keiner zu hören vermochte und die Bewegung mit dem alten Stab als erster und doch ging alles zu schnell.

Ranger

Der Boden veränderte sich, der Rand des Flussbettes senkt sich von einem zum nächsten Augenblick ab und der Fluss ergoß sich über die Lichtung. Lyari schoß, der Pfeil verfehlte sein Ziel. Dennoch war Allen klar das dies der Beginn des Kampfes war. Rift und Azazil schafften es gerade noch rechtzeitig sich auf einer Anhöhe in Sicherheit zu bringen. Der Kampf entbrannte, doch bisher nur einseitig, Korell machte keinerlei Anstalten und nutzte die nächstbeste Möglichkeit den Streitern mitzuteilen das er einen Kampf für nicht angebracht hielt und das er Informationen hätte die sie in Erfahrung bringen sollten bevor sie entschieden den Kampf fortzuführen. Kurz darauf kam es zum Waffenstillstand und Xhorgul forderte ohne Umschweife die Informationen zu erhalten. Und so kam es. Der Waldprinz eröffnete ihnen das er es ist der Orkfels und die umliegenden Siedlungen seit ewigen Zeiten so früh vor der Orkinvasion warnte das sie ihre Verteidigung organisieren konnten und dadurch die Gegend in relativer Sicherheit lebte, und das er das durch einen Bund mit den Herrschern von Tiefwasser bzw. Lautwasser besiegelt hatte. Er gestand ein das er für den Überfall auf die Gruppe verantwortlich war und auch für die toten Späher aber das daß alles notwendig für ihn war, um seinem viel größeren Ziel dienlich zu sein. Die Natur muss geschützt werden um jeden Preis, und ihre wahre Macht solle von allen anerkannt werden. Er machte eine Geste in die Umgebung und alle anwesenden Waldwesen stimmten zu. Er machte deutlich das sie alle da waren um ihn zu unterstützen. Etwaigen Argumenten von Rift und Xhorgul das der Zweck nicht die Mittel heiligen würde war er in keinster Weise zugetan. Als sich abzeichnete das die Abenteurer von seinen Argumenten nicht zu beeindrucken waren und sie die größere Weisheit in seinen Worten nicht erkennen würden, beendete er das Treffen in dem er ein magisches Portal in dem Baum neben sich öffnete und darin verschwand, nicht jedoch ohne seinen Anhängern noch zu befehlen die verbleibenden Streiter zutöten.

Der Kampf entbrannte erneut, eines der Waldwesen eine Nymphe brachte die Gruppe in arge Bedrängnis, es ging um leben und Tod.

Nymphe

Die Oger die bis jetzt aussen vor geblieben waren schalten sich nun in den Kampf ein, was die Wendung brachte. Völlig überrascht, fiel ein Gegner nach dem anderen. Sie waren gewillt bis zum letzten zu kämpfen auch als Rift ihnen anbot den Kampf zu beenden und zur Vernunft zu kommen. So blieb ihnen keine andere Möglichkeit als alle Waldwesen zu töten.

 

Da standen sie nun, erschöpft und frustriert. So hatten sie sich das Treffen nicht vorgestellt. Alles Grau in Grau, kein Schwarz oder Weiß. Es schien kaum möglich etwas Gutes zu tun ohne etwas Schlechtes zu verursachen. Völlig desillusioniert machten sie sich auf den Rückweg. Sollte es wahr sein das der Prinz ein Bündnis mit den Herrschern der Region hatte, so würde die ganze Situation sollten sie sie den falschen Leuten eröffnen auch noch eine zusätzliche Gefahr für sie selbst darstellen, die betroffenen Fürsten würden sicherlich alles erdenkliche tun um die Vereinbarung nicht öffentlich bekannt werden zu lassen. So entschied man sich, dem Kommandant von Orkfels welcher ein integerer Mann zu sein schien, die Informationen nach ihrer Abreise per Brief zukommen zu lassen. Solle er entscheiden wie dann mit Dreistein verfahren werden soll. Eventuell war es auch möglich das Dreistein ihren jetzigen Status beibehalten konnte wenn es Anweisungen von ganz Oben gab den Waldprinzen in Ruhe zu lassen, diese Vorgehensweise schien durchaus vorstellbar. Aber irgendwie hatte das alles einen doch bitteren Beigeschmack. Es blieb wohl nichts Anderes als abzuwarten was die Zukunft bringen würde…..

Ein Leben für Lügen? (The Legion of the Trusted)

Ein Leben für Lügen? (The Legion of the Trusted)Ein Leben für Lügen? (The Legion of the Trusted)

Lyari und Xhorgul hatten die Brücke kaum überquert als Rift im Laufschritt zu ihnen  aufschloss… In der Hoffnung ihnen rechtzeitig zu Hilfe zu eilen, war er große Teile des Pfades gerannt… Er brannte darauf zu erfahren, was sich in den letzten Stunden abgespielt hatte, doch eine spröde Stimmung aus körperlicher Erschöpfung, tiefer Betroffenheit und stoisch pragmatischer  Abwegungen liess keine zeit für langwierige Erklärungen.

Rift und Lyari machten sich unverzüglich auf die Suche nach dem Waldwesen, doch die wage Hoffnung, dieses nach seinem Kampf mit dem Feenoger lebendig aufzufinden, wurde durch den Anblick zerteilter Wurzelgliedmaßen jäh zu nichte gemacht…

Schweigend und in Gedanken versunken folgten die Gefährten dem Weg noch fast eine Stunde, bevor sie sich zur Rast in die Büsche schlugen. Nachdem die Reittiere versorgt und die Wachdienste eingeteilt waren, war es höchste Zeit für eine Rast…

In den frühen Morgenstunden begann Xhorgul seine Ausrüstung zu reinigen und versenkte sich kurz darauf in seine Gebete zu Moradin.

Dem dickköpfigen Zwergen war es schließlich gelungen, seine Begleiter zur Umkehr nach Dreistein zu bewegen. Ihn quälte der Gedanke, sich in einer Festung zu verkriechen, während Dreistein sich vielleicht anhaltenden Angriffen dieses unbekannten Feindes stellen müsste. Ein Feind, der Damil das Leben nahm!

Nachdem die Wunden mithilfe göttlicher Heilung versorgt waren, machten sich die Drei aller Gefahren zum Trotz erneut auf den Weg durch die Wälder… Jederzeit konnte ein Angriff erfolgen, doch auf dem gesamten Pfad geschah… Nichts!

Am frühen Nachmittag erreichten sie Dreistein, doch überrascht mussten sie feststellen, dass sich die kleine, idyllisch gelegene Siedlung nicht einmal im Alarmzustand befand. Spielende Kinder, pfeiferauchende Greise und keinerlei Wachposten oder Vorbereitungen auf einen möglichen Angriff! Einzig das Gasthaus wurde von zwei Ogern bewacht, in der Desa von ihren beiden Schwestern gepflegt wurde.

Auf ihre Fragen, erhielten die Drei abermals nur wenige Antworten…

Das Gift war von Magie durchwoben und wurde speziell dazu angefertigt, Vetteln ausser Gefecht zu setzen, ohne sie zu töten. Aus zunächst unerklärlichen Grunden wähnten die Schwestern die Siedlung weiterhin in Sicherheit und rechneten nicht mit einem Angriff.

Die Gefährten waren nicht bereit, sich von Ausflüchten abspeisen zu lassen und durchlöcherten mit ihren Fragen den bereits bekannten Schleier aus ausweichenden Halbwahrheiten …

Schließlich erfuhren sie, dass die Vetteln einen Pakt mit einem mächtigen Waldprinzen geschlossen hatten. Dieser hatte ihnen bei der Kontaktaufnahme mit den Bewohnern Dreisteins geholfen und für einige Orkenangriffe gesorgt. Die Schwestern konnten sich so letztlich als Retter beweisen und das Vertrauen der Bewohnern erschleichen. Dieser Prinz namens Korrell war es wohl auch, der den Zirkel bisher vor allen nahenden Gefahren gewarnt hatte. Im Gegenzug erhielt er aus jeder Edelsteinlieferung eine Auswahl besonderer Steine. Er sei auch mit Sicherheit in der Lage, ein derartiges Gift herzustellen, doch warum er sich gegen Dreistein gewendet haben sollte, konnten sich die Vetteln nicht erklären…

Insbesondere Elf und Zwerg waren in Anbetracht der erneuten Enthüllungen von Wut erfüllt und gaben sich auch keine Mühe mehr, dies zu verbergen! Einzig Rift blieb ruhig und ausgeglichen oder es gelang ihm wie immer besser, seine wahren Beweggründe zu verbergen.

Die Vetteln boten schließlich an, mit Korrell Kontakt aufzunehmen, um mehr zu erfahren. Dies könnte allerdings etwas dauern… Eine der Schwestern würde morgen mit Aram in den Wald aufbrechen… Xhorgul wollte dieser Zirkelbande – wie er sie nannte-  nichts schuldig bleiben, und  überreichte Aram missmutig eine der kostbaren Streitäxte, die sie von ihren übergroßen Angreifern mitgenommen hatten – als Gegenleistung für seine Hilfe im Kampf… Lyari bot Aram den Rest der geborgenen Ausrüsrung zu einem fairen Preis zum Kauf an, was der Oger dankend annahm.

Am Abend saßen die Helden in der vermeintlichen Idylle wie so oft zusammen und beratschlagten sich über das weitere Vorgehen. Würde sich der weg zu Falgrim lohnen, um mehr über diesen Prinzen zu erfahren? Man entschied sich nach einigem Hadern dagegen…

Lyari  vermutete die Gier und Verlogenheit der Menschen hinter all den Vorkommnissen. Rift hingegen beharrte darauf, dass Menschen, wie andere Völker aus sehr unterschiedlichen Motiven handelten und Vorurteile fehl am Platz seien. Trotz oder gerade wegen dieser Unterhaltung wurde Xhorgul auf einen Widerspruch bezüglich der Aussagen des Büttels aufmerksam. Der Büttel hatte seine nachdrückliche Frage nach besonderen Edelsteinen -wenn auch zur Herstellung oder Verzierung von Schmiedewerk – vor wenigen Tagen noch vehement verneint.

Was wenn der Büttel besondere Steine ohne Wissen von Orkfels handelte? Könnten seine Abnehmer ein Auge auf die Miene geworfen haben? Man nahm sich vor, ihn am nächsten Tag zur Rede zu stellen.

Gesagt, getan! Die Vermutung des „Schwarzhandels“ des Büttels von Dreistein, dass eigentlich „Vierstein“ heißen müsste, traf buchstäblich ins Schwarze! Er war entweder sehr blauäugig oder kannte seine Handelspartner besser als er zugeben wollte, denn für ihn erschien diese Vermutung trotz aller Argumente abwägig. Schließlich offenbarte er einen geheimen Treffpunkt mit seinem Käufer in Orkfels…

Genug von Lügen und Tricksereien  beschlossen die Drei noch am gleichen Tag nach Orkfels aufzubrechen. Nachdem die Reittiere bepackt waren, erkundigten sie sich nach Neuigkeiten von dem rätselhaften Waldprinzen. Dieser hatte tatsächlich Kontakt zur Vettel aufgenommen,  warnte Desa unre Schwestern jedoch lediglich vor einem Verlassen Dreisteins ohne weitere Informationen preiszugeben. Wenn sie Fragen an Korrell hätten, sollten sie ihn persönlich aufsuchen… Doch die Entscheidung stand fest. Der Weg würde die Gefährten zur Feste führen, auch wenn dies bedeuten könnte, abermals die Waffen mit einem Feenoger zu kreuzen…

Der Pfad durch den Wald verlief unerwarteterweise abermals ereignislos. Lyari untersuchte die Gegend um die Brücke nach Spuren, doch auch hier…Nichts. Urien, der Meister der Jagd wollte sie an der Brücke treffen und die Gruppe als Unterhändler Dreisteins zur Feste begleiten. Wie verabredet stieß er schon kurze Zeit später dazu.

Der weitere Weg nach Orkfels verlief ohne besondere Vorkommnisse. Man hatte sie tatsächlich bereits erwartet und Nolan signalisierte ihnen, dass er ein baldiges Treffen mit dem Kommandanten arrangieren würde. Doch ihr erster weg führte sie zum Priester des Helm. Sie übergaben ihm Damils Leiche und wiesen darauf hin, dass Damil in den Diensten von Orkfels gefallen war…

 

Der Kommandant reagierte, auch wenn er während der knappen Schilderung mehrfach zum Brandwein griff, besonnen auf die Neuigkeiten. Er wollte sich zunächst mit Urien, dann mit Nolan und

dem Priester des Helm beraten und rief die Gruppe am Abend erneut zu sich… Geduldig stellten sie sich Frage um Frage!

Der Priester sagte zu, dass er mit Hilfe Helms herausfinden werde, ob Damils Seele sich eine Rückkehr in das Reich der Lebenenden ersehnte …

Zudem glaubte er sich an Beschreibungen von Wesen zu erinnern, die dem beschriebenen Waldprinzen glichen und wollte der Sache nachgehen.

Nach einer Nacht im Gasthaus teilte er mit, dass derartige Prinzen zwar immer bereit für einen Handel seien, dieser allerdings so gut wie immer ein böses Ende und Leid mit sich brachte…

Es wurde Zeit Abschied zu nehmen, von einem Weggefährten, der sein Leben gegeben hatte für…  Ja für was eigendlich? Ein Dorf voller Lügen oder die Ehre eines edlen Herzens?

Und Lliira feiert trotzdem (The Legion of the Trusted)

Und Lliira feiert trotzdem (The Legion of the Trusted)Und Lliira feiert trotzdem (The Legion of the Trusted)

Noch bevor der „Feenoger“ den Boden berührte durchbohrte bereits einer seiner Wurfspeere das Bein von Desa. Welche gleich darauf unter Schmerzen windend und anscheinend zu keiner Bewegung im stande erst auf die Knie sank und dann vornüber in den Dreck viel um dort dann in ihrer wahren Gestalt wimmernd liegen zu bleiben.

Ein eindrucksvoller Kampfauftakt.

In einer fließenden Bewegung ging der Gegner, erstaunlich behende für seine Masse, in den Nahkampf mit Damil und Xhorgul über. Nach einem ordentlichen Schlagabtausch welcher ihm sichtlich Freude bereitete erhob er sich ohne Mühe in eine Position einige Meter über dem Kampfschauplatz um kurz darauf auch gleich völlig zu verschwinden.

Plötzlich erklang wie aus dem Nichts ein Hornstoß, Xhorgul war sofort klar das jetzt Eile geboten war der Gegner rief womöglich nach Verstärkung.

Kurz darauf erschien der Gegner an einer anderen Stelle und ging erneut in den Nahkampf um nach einem weiteren Schlagabtausch wieder zu verschwinden. Lyari bemerkte das der Kampf sich nicht zu ihren Gunsten entwickelte und entschied auch die letzten Ressourcen in den Kampf zu werfen in der Hoffnung so das Blatt noch wenden zu können. Ein Heiltrank nach dem Anderen musste aufgebraucht werden und auch eine kostbare Energieperle wurde eingesetzt doch leider ohne Erfolg.

Und dann doch geschah das unerwartet, einige gute Treffer kurz hintereinander brachten den Gegner arg in Bedrängnis und so gelang es Damil mit seinem Rapier einen Tiefen Stoß durch die Brust des Widersachers bis in sein Rückrat, noch immer sein überlegenes Grinsen auf den Lippen doch mit erstaunt aufgerissenen Augen blickte er Damil direkt ins Gesicht um nach einigen letzten unwillkürlichen Zuckungen rückwärts fallend von der schlanken Klinge zu gleiten.

Alle drei waren erschöpft, Desa´s zustand unverändert und doch ward immer noch Eile geboten, eventuell war bereits Verstärkung unterwegs. Xhorgul brachte fast seine gesamte Heilkunst auf um alle wieder so gut es ging auf die Beine zu bringen.Bei Desa schien es jedoch nicht zu gelingen und es lag der Verdacht nahe das sie vergiftet wurde. Das zu kurieren lag aber momentan ausserhalb der Möglichkeiten der Abenteuer. Der Feenoger sowie Desa und alle Habseligkeiten wurde auf die Pferde geladen und nach kurzer Debatte entschied man sich den doch weiteren und durch dichteren Wald führenden Weg nach Orkfels fortzusetzen. Durch die gefährlichste Gegend die es für Zwerge gibt, den Wald, wie Xhorgul immer wieder gerne darlegte.

Sie kamen gut voran.

Als sie langsam in die Nähe der Schlucht kamen entdeckte Lyari der immer mal wieder als Späher fungierte auf der anderen Seite der Schlucht einen weiteren „Feenoger“. Dieser schwebte in den Baumwipfeln und schien mit irgendwem dort im Kampf zu liegen. Lyari meinte das, daß Ablenkung genug sein musste und versuchte sich robbend an den Rand der Schlucht zu schleichen. Er hatte schon aus der Entfernung ausmachen können das die Brücke wieder zerstört worden war aber er wollte sich über den Zustand vergewissern.

Doch schien diese Kreatur über sehr stark ausgeprägte Sinne zu verfügen, denn schon das leiseste rascheln genügte und der Gegner drehte sich plötzlich um, trotzdem mitten im Kampf befindlich, und blickte Lyari mit einem (so schien es) wissenden Lächeln direkt an. Nach einem kurzen zaudern schien er zu dem Schluss gekommen zu sein, erst seinem derzeitigen Gegner auf seiner Seite der Schlucht den gar aus zu machen. Er wandte sich von Lyari, und dessen weiter hinten im Dickicht befindlichen Gefährten, ab.

Sei es Stolz oder Mut oder Kampfeslust oder was auch immer… in diesem Moment entschied Damil sich in den Kampf einzumischen. Nein..seine Ehre gebot ihm, dem unbekannten Gegner des „Feenogers“ beizustehen. Und so verließ mit einem zischen ohne weiter Vorankündigung ein Pfeil den Bogen Damils um sein Ziel nur knapp zu verfehlen. Dem Beispiel folgend setzte auch Xhorgul nun seine Schleuder ein, doch auch er verfehlte.

Der Gegner verschwand von einen Augenblick auf den nächsten.

Allen war klar was nun folgte.

Lyari wurde losgeschickt um nach einer besser zu verteidigenden Position zu suchen währen Damil und Xhorgul sich für den bevorstehenden Angriff stählten.

Er kam so unerwartet wie erwartet. Aus dem Nichts erschien der Gegner neben ihnen griff sofort heftig mit Speer und Axt an.

Der Ruf von Xhorgul drang an das Ohr von Lyari das der Kampf brannte und seine Hilfe benötigte wurde. Er hatte sich so weit entfernt das auch mit höchsten Tempo einen Moment brauchen würde um in den Kampf eingreifen zu können. Als er sich umdrehte um seinen Gefährten zu Hilfe zu eilen vernahm er aus der Richtung aus der sie gekommen waren schwere Schritte noch entfernt aber schnell näher kommend. Was nun, näherten sich weiter Feinde in ihrem Rücken? Er konnte keine Risiko eingehen und entschied sich, sich nicht auf dem Pfad dem Kampfschauplatz zu nähern, sondern sich durch die Büsche zu schlagen. Wieder wertvolle Zeit die verran.

Der Kampf zwischen Damil, Xhorgul und dem Feenoger war diesmal noch heftiger, allerdings auf beiden Seiten. Mit dem Mut und der Kraft der Verzweifelung und etwas Glück fügten die beiden Gefährten ihrem Gegner schwere Wunden zu. Auch schien er von seinem vorigen Kampf noch einige Verletzungen davon getragen zu haben. Doch auch er kämpfte gut. Unsichtbarkeit, Positionswechsel, Speere aus sicherer Entfernung genau wie bei der ersten Begegnung mit diesem Wesen. Und dann standen wieder alle drei beieinander und Xhorgul muss mit ansehen wie  Damil deutlich gezeichnet vom Kampf einen schweren Schlag mit der Axt erhielt welcher nur knapp seinen Kopf verfehlt und sich tief durch sein Schlüsselbein in Schulter und Brust gräbt. Besinnungslos sackt er zusammen, Xhorgul erkennt schnell, auch auf  Grund der sich schnell ausbreitenden Blutlache, das es auch für Heilungsmagie bald zu spät sein wird. Der Kampf muss schnell entschieden werden. Lyari der im gleichen Moment durchs Dickicht bricht und sofort erkennt wie es um Damil steht, entscheidet sich gegen seine eigene Sicherheit und läuft seinen letzten Heiltrank zückend direkt ins Kampfgetümel zu Füßen der beiden übriggebliebenen Streiter. Doch der Gegner erweist sich ein weiteres mal als äusserst aufmerksam. Er scheint den Zusammenhang von Lyari einer Phiole und dem am Boden liegenden Damil zu erkennen und entscheidet sich seinen bereits niedergestreckten Wiedersacher nicht noch einmal die Chance geben zu wollen am Kampf teilzunehmen.

Wie in Zeitlupe nimmt Lyari aus den Augenwinkeln war wie sich der Gegner von Xhorgul abwendet und zum Schlag ausholt, er stählt sich in Erwartung eines schweren Treffers doch er verfehlt ihn. Als seine Augen zum Einschlagpunkt der Axt folgen wird ihm mit schrecken bewusst das er ihn nicht verfehlt hat. Die Axt löst sich gerade mit einem schmatzen aus der Körper Damils. Der Hieb war mit solcher Wucht ausgeführt das man durch den offenen Brustkorb die darunter befindliche mittlerweile rote erde ausmachen kann. Und dann macht sich mit entsetzten und Wut die Erkenntnis in Lyari breit das keine Heiltrank das wieder würde heilen können.

Die Axt rauscht erneut ran und holt ihn mit einem bösen Treffer zurück in die harte und schnelle Realität des Kampfes. Nur seiner guten Rüstung hat er zu verdanken das ihm der letzte Treffer nicht den Arm abgetrennt hat.

Voller Wut stürzen sich nun die beiden verblieben Gefährten in den Kampf. Hoffend das die verbleibenden Kräfte ausreichend sind um aus dem Kampf doch noch als Sieger hervorzugehen.

Um ihre Leben kämpfend bemerken die beiden erst spät den in Kampf stürmenden Oger welcher auch sogleich mit einem krachenden Treffer seiner riesigen Keule auf den Rücken des Feenogers klar macht auf welcher Seite er in diesem Kampf steht.

Aram der Oger aus Dreistein musste irgendwie von der misslichen Lage in der sie sich befanden erfahren haben und sich auf den Weg gemacht haben um ihnen zu Hilfe zu eilen.

Alle drei drängten nun gemeinsam auf den doch mittlerweile schwer gezeichneten Gegner ein und zwangen ihn in die Defensive. Er nutzte seinen letzten Ausweg und machte sich erneut unsichtbar. Darauf aber hatte Xhorgul nur gewartet. Er zog seinen magischen Kristall hervor, erblickte ihn in kauernder Haltung nur wenige Schritte entfernt und sprang sogleich auf ihn und versenkte seinen Hammer zwischen seinen spitzen Ohren und setzte diesem wenig ruhmreichen Schlachten ein Ende.

Auch dieser Kampf war vorüber!

Erkenntnis sickert ins Bewusstsein.

Schwer verwundet sank Xhorgul vor Damil auf die Knie und schrie seine Wut in den Wald hinaus!

Lyari stimmte hingegen ein elfisches Klagelied an – auch um mögliche Verbündete in der Nähe um Beistand anzurufen – wie ich später erfuhr… Aram eilte zu Desa seiner Herrin…

Wie nun zu erkennen war schien Aram fast am Ende seine Kraft, er mußte unglaubliche Strapazen durchgemacht haben um rechtzeitig oder fast rechtzeitig hier eintreffen zu können. Die Kleidung war zerschließen, blass und augemergelt die Haut und wenn er sich unbeobachtet fühlte, schien es als wenn er Probleme hatte auf den Beinen zu bleiben.

Trotzdem drängte er zur Eile. Nachdem auch der zweite Gegner und die Überreste von Damil sicher auf den Pferden verstaut waren nahm Aram die Pferde am Zügel und wies Richtung Dreistein.

Lyari mahnte den Oger die Hände von den Pferden zu lassen.

Nach einem düsteren Blick auf den Elfen schulterte dieser, obwohl er sich selbst kaum auf den Beinen halten konnte, die immer noch bewegungsfähige Desa und verschwand ohne sich ein weiteres mal umzusehen auf dem Pfad Richtung Dreistein.

Die beiden verbleibenden Gefährten entschieden sich den Weg nach Orkfels weiterzugehen und schmiedeten einen Plan, um einmal mehr die Behelfsbrücke zu reparieren. Der Elf kämpfte sich gerade durch den wilden Fluss, als Aram erneut auftauchte und eine mögliche Hilfe für Damil durch Falgrim in Aussicht stellte. Würde Damil dies wollen? Lyari drängte darauf Damil mit nach Orksfels zu nehmen! Er führte im Beisein von Aram eine heftige Debatte mit Xhorgul worin er ihm in zwergisch ,wohl um Aram das Gesagte vorzuenthalten, seine Vorbehalte gegenüber Falgrim „einem Riesen“ und dessen Gefolgschaft verdeutlichte. Xhorgul willigte schließlich ein und versuchte so diplomatisch wie möglich Aram für sein Angebot zu danken und ihm dennoch abzusagen.

Aram der die ganze Zeit über teilnahmslos auf eine Entscheidung wartend dastand, nahm die Nachricht von Xhorgul stoisch entgegen und schaute kurz mit leichtem Argwohn zu dem Elfen um sich dann mit den zwergischen Wort für „Entäuschung“ auf den Lippen umzudrehen und ein weiteres Mal Richtung Dreistein zu verschwinden.

Sei es drum, die Brücke ward repariert und die Reise Richtung Orkfels konnte vortgesetzt werden.

 

 

Endlich Fakten (The Legion of the Trusted)

Endlich Fakten (The Legion of the Trusted)Endlich Fakten (The Legion of the Trusted)

Nach der Ratsversammlug beschloss die Truppe die restlichen Stunden des Tages zu nutzen, um den Riesen auszusuchen. Der Jäger sollte sie führen und begleiten. Damil hatte zuvor scheinbar zu viel Fisch gegessen, weshalb er mit sich selber zu kämpfen hatte und die Taverne hütete. Es gab noch einige dringliche Fragen zu klären, besonders bezüglich Lyari und Waffen in der Scheide stecken lassen. Zumindest bis die Informationen erlangt wurden, derenthalber die Truppe unterwegs war.

Gen Abend fanden sie nebst einer uuunglaublich unfreundlichen Hügelriesin, welche sich mühe gab , ihre Abneigung in jedem Satz triefend zum Ausdruck zu bringen auch den besagten still-weisen Steinriesen. In seiner kleinen Höhle saß er gebeugt über ein Buch in Bettlersgewändern und grübelte. Das Gespräch entstand schleppend, doch Xhorgul konnte immer wieder aufs neue mit seinen Wissenskenntnissen und unstillbaren Hunger nach geschichtlichen Hintergründen Informationen herauskitzeln. Auch war die Höhle ein Hort spannender, teils magischer Gegenstände, wie Rifts geschulter Blick erkannte, doch leider bestand kein Wunsch zum Handel im Riesen. Lyari gab sich derweil Mühe die Exkalation mit der bezaubernden Hügelriesin voranzutreiben. Die beiden glichen sich im Verhalten dabei sehr was im-Weg-stehen und ausversehen-anrempeln- Absichten anging, doch keiner wurde handgreiflich. Beim liebevoll in den Topf gerotzten Essen der Riesin wandelte sich dann Lyaris Blick in still-grimmiges-genießen und Rift bekam fast einen Herzinfarkt, bis er begriff, dass Lyari einfach nur die Last zur Tugend machte und statt selber zu leiden, durch seine pure Anwesenheit genoss, der Riesin ein Dorn in der fetten Haut zu sein. Beim Essen war es auch, dass sich das Gespräch den wesentlichen Dingen zuwandte und der Riese fragte erneut jeden der Anwesenden nach seiner Meinung zu der Möglichkeit eines Unfalles und wie sie dazu stünden auch Bezüglich Orkfels. Auch er verhüllte die bisher unbekannte vierte Partei, doch bestätigte er, dass seinem Urteil gemäß ein Treffen zustande, oder nicht zustande kommen würde. Nach klären der grundsätzlichen Fragen dann überschwemmte Xhorgul ihn nun endlich mit seinen aufgestauten Fragen nach dem Hammer, der Zwergenbinge, den Zwergen der Region, den Zwergen bei Orkfels und noch sehr vielen anderen Zwergenfragen. Er konnte sein Buch über Götterkunde gegen ein Buch tauschen, das Wissen über ihren gesuchten Clan enthalten müsste und gen Abend versanken alle in dem Bücherschatz. Xhorgul konnte sich die ganze Nacht lang nicht von den Schriften lösen und legte erst als die ersten Ziegen blökten den Reisebericht eines Händlers in die Unterwelt beiseite. Wiederwillig machte er sich mit den anderen auf den Rückweg und verließ so das kleine und wenig feine, aber UNTERIRDISCHE Gemach um Austausch für die feindseeligste aller Umgebungen; den Wald. Lyari und Rift ging es offenkundig genau andersrum und sie genossen das Verlassen des beklemmenden Erdloches im Tausch gegen die reichhaltige Geräusch und natürliche Geruchskulisse des Djungels. Im Dorf angelangt erwartete sie bereits eine alte Frau, die Füße im Wasser des Sees baumelnd und die Entscheidung, das Treffen gleich abzuhalten fiel schnell zu Xhorguls ungusten, denn dieser wollte freilich einen weiteren Tag an der Esse stehen. Damil ging es in der Zwischenzeit wieder besser und so fanden sich alle relevanten Beteiligten nach – für das Dorf erstaunlich kurzer Zeit – im Tempel ein. Das witterte von vornherein nach Hinterhalt, doch der Trupp hatte mittlerweile so viel Vertrauen in die Bewohner, dass keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden.

Jetzt war Zeit mit offenen Karten zu spielen, auch wenn sie besonders Lyari nicht vollends vertrauten, son vertrauten sie doch der Gruppe als ganzes. Und so offenbarten sich die drei, gebrechlich wirkenden, alten Frauen als Fetteln. Sie beschrieben ihren Handel mit dem Dorf als Möglichkeit für sie, ihre letzten Tage in Frieden unter Menschen leben zu können im Austausch gegen Schutz. Auch die Riesen – derer es insgesamt drei sind – und die Oger, fünf an der Zahl gehören zu ihnen. Der Fall des Spähers wurde geschildert, der sich nachts in den Tempel geschlichen hatte, wobei er offenkundig große Fähigkeiten im Schlossknacken bewies und dort war er in einen Oger gestolpert, welcher sich mit seinen Artgenossen nachts dort aufhielt und der Konflikt ging zugunsten des Ogers aus. Dieser wurde ihrer Aussage nach entsprechend bestraft und der Späher angemessen begraben. Trotzdem bliebe zu disskutieren, wie Orkfels mit solch einem Unfall verfahren würde, egal ob der Späher nun Schuld oder nicht Schuld habe. Xhorgul hatte derweil die wahre Gestalt der Fetteln erblickt und Rift sein begrenzes Wissen über diese Art telepathisch mit den anderen geteilt. Auch sprach Xhorgul offen einen Zauber und schaute die Auren der drei Wesen. Doch auch wenn sie böser Gesinnung waren, so hatten sie offensichtlich keine stark böse Ausstrahlung. Daher wurde weiterhin ein sehr diplomatischer Weg eingeschlagen und darüber spekuliert, dass der Hauptmann von Orkfels durchaus gewillt sein könnte, diesem Pakt zuzustimmen, da er ein Mann zu sein schien, der über althergebrachte Vorurteile, zum Beispiel den Zwergen gegenüber zum Wohle aller hinwegschauen konnte. Es wurden Pläne für ein weiteres Vorgehen geschmiedet, jedoch ein letztes Puzzleteil fehlte. Die zwei toten Späher auf dem Hinweg. Wurde dies nicht geklärt, würden die Fetteln weiterhin im Verdacht stehen. So erklärte sich eine von ihnen bereit, die Grupp zu dem Ort zu begleiten, an dem die Späher verscharrt wurden, um der Sache auf den Grund zu gehen. Während sich alle vorbereiteten suchte Rift erneut die Dryade auf, um mit ihr über seine Bedenken und Erkenntnisse zu sprechen, doch auch nun wusste sie nichts von den „fehlgeleiteten“ Wesen, von welchen der Naturgeist auf der anderen Seite des Flusses gesprochen hatte. So war die Gemeinschaft, nun auch wieder mit Damil festens Schittes auf dem Weg, das fehlende Teil dieses Mysteriums zu lösen, als sich in letzter Sekunde im Wald auf halbem Weg zur Brücke der Feind offenbarte. Nur aus den Augenwinkeln und im letzten Augenblick war er zu erspähen gewesen. Oben in den Baumwipfeln war er gewandelt, flinker als jeder Elb es vermag und doch gerüstet und schwer bewaffnet. Es sah einem Elb ähnlich, doch war es viel breiter gebaut und sie alle hatten schonmal von ähnlichem gehört. Der Feind, der im Begriff war, sich auf sie zu stürzen war irgendeine Art Feenwesen und offensichtlich nicht zum Reden da.

Harmonie !? (The Legion of the Trusted)

Harmonie !? (The Legion of the Trusted)

Nach einer ereignislosen Nacht in dem idyllischen Örtchen Dreistein begann Xhorghul schon früh am morgen durch ausgiebiges Schmieden die Bewohner daran zu erinnern das sie Gäste hatten um die es sich zu kümmern galt.

Nach und nach machten sich auch die anderen Mitglieder der Gruppe auf um nach Hinweisen Ausschau zu halten oder auch neue Informationen zu sammeln.

Damil versuchte sich den Schrein des Hoar zu besuchen musste jedoch feststellen das dieser erst ab Mittag geöffnet wurde und so genoß er genau wie Rift die Gastfreundschaft einer äußerst lebhaften und liebenswürdigen Familie welche die beiden zu einem ausgedehnten Frühstück einlud. Als es Mittag ward, wurde Damil dann in den Schrein geführt und man zeigte im grob alles. Wie sich herausstellte war der Schrein doch eher ein Tempel und schien sich gut sichern und verteidigen zu lassen falls die Dorfbewohner gezwungen waren darin Schutz zu suchen. Lyari beschloß sich im laufe des Tages in der näheren Umgebung ein wenig genauer umzusehen und kam nach einigen Stunden mit der Information zurück das er eine Art Verschlag entdeckt hatte bei dem es stark nach Ogern roch und das jemand versucht hatte Spuren die von dort in Richtung Dreistein führten zu verwischen. Die Gruppe entschied sich zuerst wie am Vortag erbeten die Miene in Augenschein zu nehmen. Eine zwar simple nichtsdestotrotz wirkungsvolle Konstruktion sorgte dafür das man mit einem kleinen Boot bis unter den kleinen Wasserfall gelangte und dort in die dahinter liegende Höhle. Ein alter Einsiedler schien hier zu hausen und gleichzeitig über die Miene zu wachen, ein wenig verschroben oder gar wirr aber er schien seine Aufgabe zu erfüllen. Zur Enttäuschung der Meisten war die Miene tatsächlich nicht mehr als eine größere Höhle mit einigen abgehenden Tunneln und einem kleinen Notlager mit Nahrung und Wasser für ein paar Tage.

Xhorgul und Lyari versuchten noch ein wenig Licht in die Geschichte um den wohl doch nicht erkrankten Sohn des Schulzen bringen doch selbst der exzessive Einsatz von Magie brachte nicht neues zu Tage.

Nun entschied man sich doch mal bei dem Verschlag nach dem Rechten zu schauen. Er befand sich nur einige Minuten entfernt vom Ort mitten im Wald. Schwere Holztüren mit schweren Stahlrahmen und Beschlägen und einem Guten Schloß versperrten den Weg zu einem unterirdisch liegenden Raum. Die Gruppe rätselte und war sich über die weitere Vorgehensweise uneins. Schließlich entschied Xhorgul den Schulzen nach diesem Verschlag zu fragen und um Einlass zu bitten.

Der Schulze erklärte sich ohne Zögern bereit das Schloß zu öffnen und ihnen den Zugang zu gewähren.

Bereits nach wenigen Blicken in den Vorratskeller ergoss sich jedoch statt Antworten abermals eine Flut aus neuen Fragen…

Harmonie !?  (The Legion of the Trusted)So fanden sich die Lagerstätten von ZWEI Ogern.  Durch einen Zufall wurden dann noch dutzende Rüstungen und Waffen orkischer Herstellung in Holzverschlägen und Kisten entdeckt.  Eine Woge erzürnter Fragen prasselten auf den Schulzen ein… Während dessen hatte Lyari mit Hilfe seines Vertrauten einen Riesen in der näheren Umgebung ausgemacht und ward auch sogleich auf dem Weg um sich seinem geschworenen Erzfeind entgegenzustellen.

Von den Ereignissen überrascht verhedderte sich der Schulze in seinem eigenen Netz an ausweichenden Antworten und erwähnte dabei den Namen des Steinriesen… Dieser wohne mit einem kleineren Exemplar nicht weit von hier und sei ebenfalls ein Handelspartner! Nun mit einem Sperrfeuer aus Fragen und dem Verdacht eines möglichen Mordes an dem vermissten Späher konfrontiert ging der Schulze in die Defensive… Damil schlug sich scheinbar auf seine Seite und bewies dabei eine beeindruckende Zungenfertigkeit … Sichtlich überfordert versprach uns der Schulze ein klärendes Gespräch mit einigen Mitgliedern des Dorfrates.

Rift folgte Lyari in den Wald und kehrte nach einiger Zeit gemeinsam mit dem Elfen zurück…

Auf dem Rückweg hatte sich ein Wesen des Waldes bei Rift für sein einschreiten gegen einen Kampf mit dem Riesen bedankt. Es teilte im mit das der Riese keinesfalls eine Gefahr darstelle und das dieser Ort (Dreistein) in Harmonie lebte und sie ihn mit denen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln bewachte.

Die deutlich kleinere Versammlung, nun auch mit einer alten  bisher unbekannte alten Frau und der einzigen Elfe des Ortes, kam angesichts unserer bisherigen Eindrücke überraschend schnell zusammen… Die Bewohner redeten in verschlungenen Zungen, doch schon bald wurde klar, dass sie vielmehr versuchten, sich von uns und unseren Absichten und Überzeugungen ein klareres Bild zu verschaffen… Die Bewohner hatte scheinbar ein zweifelhaftes Bündnis geschmiedet, welches jedoch auch in ihren eigenen Reihen in Frage gestellt wurde. Die Oger und Riesen kämpften anscheinend zumindest dann und wann gegen die Orks und lebten in scheinbarer Harmonie mit Dreistein. Der “kleine Rat” war in Sorge, dass man ihren Bund -sollte er in Orkfels bekannt werden- mit Gewalt beendet würde. Sie deuteten an, dass das Verschwinden des Spähers die Folge eines Unfalls gewesen sein könne, in welchen einer der Oger verstrickt war. Man würde in solch einem Fall auch zu Gericht gesessen  haben und falls notwendig eine Strafe verhängt haben. Alles natürlich rein hypothetisch. Die Ratsmitglieder blieben verworren und kaum greifbar… Obwohl man einigen Mitgliedern der Gruppe vertraute, wäre der kleine Rat erst dann bereit, uns weitere Informationen über den Bund zu geben, wenn wir gemeinsam das Vertrauen des Steinriesen gewinnen könnten…

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