Draußen wird es bereits dunkel – nimmt zumindest die Gruppe an – und drinnen herrscht Chaos!
Die Gefährten Drisinil, Jorax, Flex und der braune Wanderer haben sich wohl in ihr Versteck zurückgezogen und beobachten und belauschen die Vorgänge im Inneren der Hügelformation. Während sie sich in Sicherheit wiegen treten Amara und Knartsch die wagemutige Expedition an die Höhle endlich vollständig unter die Lupe zu nehmen und nicht weiterhin an der „Oberfläche“ zu kratzen. Im wahrsten sinne der Worte hatte sich die Truppe immerhin den Zugang zur Höhle ermöglicht. Durch diesen wiederverschließbaren Eingang bekamen die Zurückgebliebenen mit, dass ein Käfig aufgehangen wurde. Er bestand aus Gefangenen und einem mit Spießen gespickten Dach, gehalten von einem Seil. Dieses hätte nur durchtrennt werden müssen und den Menschen, Elfen und Zwergen wäre das Tagesende völlig egal.
Derweil wurde es laut: „Zeigt Euch Feiglinge oder Euresgleichen wird in einer Stunde nicht mehr sein!“, schrie ein Ork auf der untersten Ebene. Es konnte beobachtet werden, wie eine Kerze unter das Seil in der Mitte der Höhle, über ein Seil erreichbar, angebracht und entzündet wurde. Durch einen Trick der Magiebegabten in der Reihe wurde es naß. Es schien so als würde es aus der oberen Öffnung in die Festung regnen. Dieses Loch sollte gestopft werden!
Zur gleichen Zeit standen Kreisch, ähm, Knartsch und Amara in einem ovalen Raum. Von diesem gingen vier Wege ab, die jeweils in einen mit Portalen, Waffen und Wachen bestücken ein wenig kleineren Raum endeten. Nach einem Blick in jeden Raum und Blicke durch die Portale nach Bergsfurth, einem Wald, einer Stadt und einem schwarzen Schloss fiel Amara einer der begehrtesten Gegenstände der Gruppe ins Auge: Ein Einhorn-Horn!
Der gezielte Regen bewirkte, dass die Kerze erlosch und Tartz sich aufmachte in die oberen Etagen. Blöd für ihn, dass er genau vor dem Eingang der Truppe stehen blieb. In einer Kurzschlussreaktion der Kleriker wurde er von Flex bewegungsunfähig gemacht und durch den gezielten Schlag der Rechten Faust des Moradins in die Tiefe geschleudert. Tartz ist sofort gestorben! Glücklicherweise konnte auf diese Art ein weiterer „Lichtmacher“ erledigt werden.
Auf einem mit Runen zugeschmierten, leuchtenden Altar schwebte das Horn so greifbar nah und doch so fern. Diesen Altar wollte Amara nicht einfach berühren. Immerhin konnte sie sich freuen ihn gefunden zu haben, bis sie einen Ork hörte der zum Angriff auf die Welt blies. Gefolgt von einer Truppe kampfbereiter Orks verschwand er in die anderen Höhlengänge. Es werden mehr kommen…. Jetzt muss das Horn zurück zum alten Mann! Welchen Sinn dieser leuchtende Altar wohl hat?!
Nach
erneutem Versuch, einem sich selbst verbrennenden Ork, und einer Kurzen Abhandlung wie man doch die Fackel zu tragen hat, gelang es einem Ork die Kerze trotz Feuchtigkeit zu entzünden. Die Menschen/Zwerge/Elfen blicken furchterfüllt auf und sehen ihrem Schicksal entgegen:
Die Kerze brennt! Das Seil schmort! Es ist bald vorbei!
Das Gemetzel in den eigenen Reihen (Cult of the Damned)
In dieser Nacht wurden Amara, Knartsch und Drisinil eingeteilt Wache zu halten. Amara nutzte ihre Zeit des Wachehaltens, sich bei Terax, ihrem Familiar, zu bedanken. Sie entnahm heimlich eine Fleischkeule aus Joraxs Rucksack und fütterte Terax mit diesem Leckerbissen. Am nächsten Morgen wunderte sich Jorax, wer von seinem Proviant gegessen hatte. Er beschuldigte Gruff, Knartschs Riesenechse, des Diebstahls. Knartsch verteidigte sein Tier und gab Jorax zu verstehen, daß Gruff eine gut erzogene und anständige Echse sei. Jorax schaute in die Runde und einen nach dem anderen, grimmig an. Doch er fand nicht heraus wer der Übeltäter war, denn Amara hielt sich schmunzelnd bedeckt und während Jorax seine Mitstreiter kontrollierte, schlich sich Amara fort und kundschaftete derweil das oberste Plateau aus. Sie sah zwei Orks, die gerade die drei schlafenden Orkwachen begrübelten. Einer der beiden holte schnell seinen Vorgesetzten, während der andere die Schlafenden durchsuchte und ihnen Gold stahl. Der Ork-Hauptmann Tharz betrat das Plateau und untersuchte das Geschehen.Doch als keiner der drei schlafenden Wachen aufwachte, schlachtete Tharz sie wie Tiere ab und verteilte neue Wachleute für das Plateau.
Die neuen vier eingeteilten Wachen entdeckten bei den Leichen ein Schriftstück und der Kleinste von den Vieren konnte auch lesen. Da er den Brief aber nicht verstand, brachte er diesen zu Tharz. Zur gleichen Zeit wurde nun auch das zweite Schriftstück gefunden. Denn die toten Orks und Trolle, die nahe der Feste von den Abenteurern zurechtgelegt wurden, wurden nun aufgefunden. Da nun beide Briefe, die Flex verfasst hatte, in der Trollfeste waren, wartete die Gruppe und hoffte auf Kampfgetümmel im Inneren des Berges. Doch man hörte nur hitzige Streitereien und nach geraumer Zeit bebte die Erde kurz auf und durch einen lauten, stampfenden Knall, wurden alle in der Feste zum Schweigen gebracht. Als die Gruppe die Wache stehenden Orks beobachtete, kam Tharz plötzlich zurück aufs Plateau und erwischte die Wachen beim Kartenspiel. Der massige Hauptmann zögerte nicht lange und tötete die Drei sofort, ohne dass diese sich wehren konnten. Beim durchsuchen fand Tharz bei einigen toten Orks die eingebrannten Symbole von Grummsh. Er schnitt eines der Symbole mit seinem Messer heraus, teilte vier neue Wachen fürs Plateau ein und eilte zu seinem Vorgesetzten, um ihm den Hautfetzen zu zeigen. Tharz bekam nun den Befehl, alle Verräter zu finden, die in den eigenen Reihen zu sein schienen.
Währenddessen sah die Abenteuergruppe Tumult unten am Berg. Viele Orks und Trolle waren zu sehen und auch eine riesige Gestalt, die einem Miotauren ähnelte. Diese Kreatur nannte sich Ghour und war anscheinend ein Dämon von einer anderen Ebene. Der Ghour kommandierte alle herum, die um ihn standen. Und als weitere Symbole von Grummsh gefunden wurden, brüllte die große Gesalt lauthals und war so außer sich, daß er ein paar von den Leichen der Orks und Trollen zerfleischte und fraß. Als sich „the Cult of the Damned“ beratschlagten, versuchte sich Amara daran Terax zu rufen, um ihn zu bitten, die vier Orkwachen auf dem Plateau einzuschläfern. Dieser verweigerte aber diesmal das Vorhaben, da es anscheinend zu viele Orks waren. Nach langen Überlegungen hatte Flex eine Idee. Er verfasste ein neues Schriftstück, dieses sollte Gruff die Riesenechse bei den Orkwachen fallen lassen. Als der Plan funktionierte, las der kleine Ork den Brief und rannte sofort den Spalt hinunter um seinen Hauptmann zu berichten.
Auf dem obersten Plateau, wechselten sich die vier Orks beim Wachehalten ab und immer zwei von ihnen patrouillierten. Mit dem Zauber „Bauchreden“ versuchte Knartsch, die vier Orks in die Irre zu führen. Er imitierte eine der Orkstimmen und gab sich als Anhänger Grummshs aus. Beide Orkgruppen dachten nun, die anderen wären Verräter und nach einem kurzen Streit kam es zu einem Kampf. Die Abenteurer nutzen die Gelegenheit hinaufzuklettern, wo sich die Orks kloppten. Als die Gruppe vereint war, waren nur noch zwei der vier Orks zu sehen. Da sie angeschlagen waren, saßen sie gerade und verbanden sich ihre Wunden. Flex stürmte sofort zu einem der Orks und überraschte somit die verdutzen Wachen mit einem ordentlichen Hieb seiner Waffe. Jorax stürmte mit einem hohen Sprung heran und trat dem selben Ork, mit voller Wucht gegen den Kopf, sodass dieser tot zu Boden sackte. Auch der andere Ork starb kurz danach.
Währenddessen kletterte Amara den Spalt in den Berg hinunter und schaute sich um. Sie sah,dass die Orks nicht in ihren eigenen Reihen aufgebracht waren, so wie es sich die Abenteurer erhofft hatten, sondern alle gingen ihrem normalen Treiben nach. Im Berg gab es fünf Ebenen, wobei sich Amara auf der obersten befand. Nach unten wurden die Ebenen der Trollfeste ringförmig größer. Sie sah auch, auf den Ebenen verteilt, mehrere Hütten, die anscheinend als Behausungen der Orks dienten. In einer der Gänge waren interessanterweise größere Armbrüste positioniert, die wohl etwas Wichtiges schützen sollten. Nachdem Amara alles gesehen hatte, kehrte sie zurück und berichtete.
Die Gruppe erstellte auf dem Plateau ein weiteres Szenario. Mit dem Blut der toten Orkwachen, übersäte Flex den Boden mit zahlreichen Fußspuren, sodass diese sichtbar in Richtung Spalt führten. Die ansässigen Orks sollten demnach glauben, dass eine Invasion im Inneren der Feste im Gange sei. Der Braune Wanderer verkleidete sich wieder mal als Ork. Er ließ sich auf der fünften und obersten Ebene zeigen und brüllte einen Schlachtruf auf Grummsh aus, der die Trollfeste erzittern ließ. Und als ob dies nicht genügen würde, warf er eine tote Orkleiche hinab zur untersten Ebene. Nachdem der Braune Wanderer die volle Aufmerksamkeit der gesamten monströsen Gesellschaft der Feste auf sich gezogen hatte, sammelten sich nun erschreckend viele Orks und Trolle um die Leiche am Boden. Ein großer Orkhauptmann namens Zonk, zog kurz darauf seine Waffen und gab brüllend Befehle von sich, woraufhin viele Orks in Richtung oberste Ebene stürmten, um anzugreifen. Mehrere Orks kamen nun auch aufs oberste Plateau und prüften die Lage. Die Abenteurer hatten sich zuvor ein Plateau nach unten bewegt, um sich zu verstecken. Nach langer Beratschlagung, zauberte Flex einen fünf Meter langen Durchgang, der das Plateau und die Ebenen der Feste verband. Es erschien nun eine nicht sichtbare Tür zwischen der vierten und der fünften Ebene. Drisinil verschaffte sich einen Überblick, indem sie es wagte hindurchzuschauen. Sie sah sehr viele tote Orks und Trolle auf dem Boden sämtlicher Ebenen liegen. Ansonsten herrschte wieder normales Treiben in der Feste, außer dass sich ab und zu Orks und Trolle mißbilligend anknurrten. Anscheinend wurden weitere Verräter in ihren Reihen gesucht und zur Strecke gebracht. Das Haupttor war nun verbarrikadiert und stark bewacht und auf allen Ebenen waren patrouillierende Orkwachen zu sehen.
Nachdem die Abenteurer eine Kampfszene zwischen den toten Orks und den Trollen nachstellten, bearbeiteten sie die Wunden und legten auch deutlich lesbare Spuren zum Kampfgeschehen. Sie wollten den Eindruck verschaffen, daß sich religiös fanatische Orks, welche mit dem Gruumsh Symbol gebrandmarkt waren, gegen neutrale Orks aus der Feste auflehnen würden. Zudem beteiligten sich Trolle an diesem Kampf, die mit den neutralen Orks verbündet waren. So konnte niemand mehr erkennen, was wirklich an diesem Ort geschah. Niemand, außer die zwei gefangenen Orks, welche in den nahen Büschen gefesselt lagen.
Als eine hiesige Diskussion geführt wurde, was man mit diesen zwei dreckigen Hunden machen solle, machte sich Jorax daran, die gefesselten Orks zu befreien. Denn er wollte bei hinterhältigen Mördereien nicht mitmischen. Flex warf ihnen zwei Schwerter vor die Füße und wartete nur darauf, dass die beiden Hunde so dumm wären sich zu bewaffnen. Als diese nicht lange überlegten, griffen sie grimmig nach den Waffen und Flex nutzte seine Chance, mit seinem Hammer zuzuschlagen. Einer der Orks rannte so schnell er konnte davon, während der andere sich schützend vor seinen Gefährten stellte. Es war eine ausweglose Situation für die beiden Orks , denn nun wurden sie von fast allen Seiten attackiert. Nur Jorax beteiligte sich diesmal nicht am Kampfgeschehen. Amara, der Braune Wanderer und Knartsch, schossen auf den Flüchtenden, während Flex den Ork vor ihm niederstreckte. Da der laufende Ork in Zickzacklinien lief, war dieser etwas schwieriger zu treffen. Doch Flex begann einen Zauber wirken, der den Boden unter den Füßen des fliehenden Hundes zu Matsch werden ließ. Somit kam der Ork nur noch langsam vorran. Es dauerte nicht lange und auch der letzte Feind war erledigt
Als die gestellte List perfekt war, hatte Flex wie immer noch eine gute Idee parat. Er bereitete ein orkisches Schriftstück vor. Indem, in Gruumsh’s Namen, die Übernahme des schwachen Orkstammes angekündigt wurde. Dieser Brief sollte für noch mehr Unruhen zwischen den Orks und Trollen sorgen.
Knartsch mit der Kletter-Echse Gruff und der Braune Wanderer machten sich an die Arbeit, ein Seil von Baum zu Berghang zu spannen. Somit konnten die Gruppenmitglieder nach und nach hinüber klettern oder auch balancieren, so wie es Jorak unter Beweis stellte. Nur der Zwergen-Klerus musste hinauf gezogen werden, da seine Rüstung zum Klettern zu schwer war.
Der „Cult of the Damned“ erreichte nach mehreren Stunden und etlichen Kletterkünsten drei Plateaus. Beim vierten und letzten hörte Gruff die Riesenechse ein paar Stimmen und als Knartsch mit Jorax drei Wachen ausfindig machen konnten, besprachen die Abenteurer ihre nächsten Schritte. Amara, die sich unbemerkt davonschlich, kletterte hinauf um sich ein eigenes Bild zu machen. Denn sie hatte eine Idee. Sie sprach mit ihrem vogelähnlichen Familiar, der sich nur selten blicken ließ. Dieser konnte mit viel Überredungskunst und Überzeugungskraft seitens Amara, dazu gebracht werden, die drei Wachen durch eine Art Gift schlafen zu legen.
Verwundert, wo Amara sei, kletterten alle Mitglieder der Gruppe hinauf und sahen überrascht, dass die Situation unter Kontrolle war. Während Flex die Schlafenden untersuchte und sich fragte, was mit ihnen passiert war, grinste Amara nur schulterzuckend. Auf diesen letzten Abschnitt des Berges erstreckte sich eine Schlucht und an der einen Seite des Felshanges erkannte man einen hölzernen Vorsprung. Knartsch, der zuvor ein Fernglas bei einen der Orks sah, benutzte dieses, um tiefer in die Schlucht hinuntersehen zu können. Er erblickte sehr viele unterschiedliche Rassen. Feinde wie Orks, Goblins, Trolle, Hobgoblins und auch Kreaturen, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Viel gefährliches Gesindel ging im Berginneren ihrem Treiben nach und hatte , zum Glück der Abenteurer, noch nichts vom Eindringen der Fremdlinge mitbekommen. Dies würde für den „Clan of theDamned“ eine wahre Herausforderung werden. Und insgeheim hoffte jeder von ihnen, dass ihre List, eine Zwietracht unter den Orks und Trollen zu säen, Wirkung zeigen würde.
Der Abend neigte sich dem Ende und die Nacht brach herein. Bevor sich die Gruppe auf dem vorletzten Plateau einen magisch geschützten Schlafplatz einrichtete, setzte Flex noch ein Schriftstück im Namen der fanatischen Orks auf und brandmarkte die drei schlafenden Orks mit dem Symbol von Gruumsh.Denn falls die Orks zufällig entdeckt würden, so würde der Brief für noch mehr Verwirrung sorgen.
Nachdem die Abenteurer die beiden übriggebliebenen Orks ausgehorcht hatten, darunter auch ein Orkhauptmann, entschloss sich der Braune als Ork zu verkleiden um dann, als Ork getarnt, zur Trollfeste zu gehen. Die Gruppe hatte sich ihr Vorhaben gut überlegt und kam zum Schluß, dass es zu gefährlich sei die Trolle in ihrer Festung im offenen Kampf zu begegnen. Zumal dort auch eine Menge Orkgesindel hauste, die wohl mit den Trollen gemeinsame Sache machten. Jorax prügelte die zwei Gefangenen ein paar hundert Meter weit weg. Er knebelte sie und fesselte sie an einem Baum, sodass sie keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnten.
Der Braune hatte eine sehr gute Verkleidung , bei der ihm Amara und Knartsch halfen , damit er ohne Probleme und unerkannt den ach so dummen Trollen gegenübertreten konnte. Gesagt , getan. Mit einem etwas flauen Gefühl im Magen und doch auf seine Verkleidung vertrauend, ging der Braune direkt zum Haupteingang der Feste, wo drei furchteinflössende Trollwachen standen und ihn grimmig anstarrten. Zu seinem Glück und wie zu erwarten, deckten die Trolle die Verkleidung des Braunen nicht auf und hörten dem kleinen Ork unbeeindruckt zu, als dieser sie ansprach. Der Braune achtete bewußt auf seine orkische Aussprache. Um seine Orkrolle in vollem Maße auszuspielen, grunzte er mit einem Dialekt, wie ein Ork aus den südlichen Regionen Faerûns. Die Trolle folgten ihm interessiert, als er berichtete, dass nicht weit von der Feste ein Überfall stattfand und dort mehrere Trolle und Orks tot am Boden lagen. Derweil machte sich der Rest der Heldengruppe bereit und versteckte sich im Dickicht, gefasst und zuversichtlich, die Trolle im Hinterhalt niederzustrecken. Als die drei lahmen Trolle eine tote, blutbeschmierte Orkschar am Boden liegen sah, waren sie irritiert, da keine toten Trolle zu finden waren. Im Augenwinkel bemerkte einer von ihnen etwas Glitzerndes im Busch und machte die anderen darauf aufmerksam. Die Trolle sahen einen Menschen hinter dem Busch, der anscheined goldene Haut hatte, sie zögerten nicht lange, machten sich kampfbereit und gingen auf ihn los.
Amara hatte sich hinter einem abseits gelegenen Baum versteckt und begann, zur Überraschung der Trolle, den vorbereiteten Hinterhalt mit einem gezielten Schuss ihres Bogens. Sie traf den ersten Troll, der grade auf Nephil zustürmte, mit einem schnellen, surrenden Pfeil und setzte gleich zum nächsten Schuß an. Nephil selbst, der sich schon fast in Nahkampfreichweite mit den Trollen sah, reagierte schnell und wirkte mit beeindruckenden Gesten seiner Hände einen Zauber, der einen der Trolle sofort erstarren ließ und ihn somit auf magische Weise festhielt.
Der Braune, der nun als Ork verkleidet hinter den drei Trollen stand stand, machte sich daran mit seinem Bogen eine Attacke in den Rücken der ahnungslosen Ungetüme vorzubereiten. Doch plötzlich und recht unerwartet, preschte aus dem Unterholz eine kleine Gestalt hinter dem Braunen hervor und stürmte den gerade schußbereiten Ork an. Durch den Ansturm verletzte er seinen Gegner und brachte ihn fast zu Fall, doch der Braune, der ein wenig erschrocken schien, hielt stand. Er setzte mit seinem bereits gespannten Bogen auf sein unerwartet neues Ziel sofort nach. Die Gestalt war ein Zwergen Kleriker und dieser trug eine Panzerrüstung, die das Symbol der Zwergengöttin Ulaa zeigte. Der Zwerg konnte nicht wissen, dass sich unter der Verkleidung ein Mensch verbarg. Er hasste Trolle genauso wie Orks und er Schlug ein zweites Mal auf sein Gegenüber ein, doch verfehlte mit seiner Waffe und der Hieb ging ins Leere. Im gleichen Zug baute er seine Verteidigung mit seinem Turmschild auf, um den nächsten Angriff des Orks abzuwarten. Doch der Braune drehte sich ab vom Zwerg, um dieser Situation ein Ende zu setzen. Er machte einen Schritt weg vom abwartenden Klerus und schoss, in einer perfekt vollführenden Bewegung, mehrere Pfeile auf einen der Trolle. Dieser Schuss war ein Meisterschuss, der so präzise war, dass der Troll abrupt zusammenbrach und bewußtlos an Ort und Stelle liegen blieb. Mit einem Zwinkern grinste der Braune zum Zwergen-Kleriker und forderte ihn auf, es ihm gleich zu tun. Währenddessen fing Jorax den letzten voranstürmenden Troll ab und verpasste dem Monster ein paar gekonnte Fausthiebe. Knartsch, der hinter Jorax stand, hatte sich mit einem Zauber der Unsichtbarkeit gut vorbereitet. Und als er mit seinem Langspeer aus zweiter Reihe den Troll angriff, erschienen mehrere Spiegelbilder des Gnom-Illusionisten, die das Ungetüm verwirren sollten. Die Riesenechse des kleinen Gnomen stürzte sich auch in den Kampf und verletzte den Troll mit einem starken Biss. Amara, die aus der Distanz den Überblick behielt, ließ noch einen ihrer gefährlichen Pfeile los, der sich treffsicher ins Trollfleisch bohrte. Auch Nephil hatte seinen Gegner unter Kontrolle und schlug den auf magischer Weise festgehaltenen Troll. Der starre Troll fiel, durch die Wucht des Schlages, wie ein Baum um. Daraufhin schlug Nephil ihm mit seiner Waffe den Kopf ab, um dessen Selbstregeneration zu stoppen.Trolle sind bekannt dafür, dass sich ihre eigenen Wunden selbst heilten. Erst Feuer oder ein abgetrennter Kopf hinderte die Regeneration eines Trolles.
Der letzte Troll hatte nur noch den Zwergenmönch im Sinn und griff ihn grimmig an. Aber Jorax weichte den Trollangriffen geschickt aus, sodass er keine Verletzungen davontrug. Der Braune und der unbekannte Zwergen-Kleriker gingen nun zusammen auf den letzten Troll los und gelangten hinter dessen Rücken. Der Kleriker attackierte den überraschten Troll mit einen harten Schwinger und verpasste ihm damit einen erfolgreichen Hieb. Doch als der Braune zur Attacke ansetzte, spürte er ein Kribbeln, welches seinen ganzen Körper durchströmte. Er kannte das Gefühl und hatte dieses schon oft erfahren. Immer dann, wenn Nephil mal wieder einige Wunden mit einem Klerus-Zauber heilte. Aber dieses Mal war irgendwas anders. Nicht nur die Wunden des Braunen wurden vom Zauber geschlossen und hörten auf zu bluten, auch jede einzelne Pore in seinem Körper machte anstalten, mehr als genug heilende Energie aufzusaugen. Es fühlte sich an als würde sein Körper platzen wollen und darüber hinaus verkrampften sich seine Muskeln komplett, sodass der Braune auf der Stelle erstarrte. Als Nephil diesen Zauber aussprach, um die Verletzungen des Braunen zu beseitigen, erkannte er zu spät welche Folgen es für den Menschen haben sollte. Es war ein mächtiger Heilzauber, eine Errungenschaft aus Nephils neusten Studien und zum ersten Mal von ihm angewandt. Doch nun musste er mit ansehen wie einer seiner Gefolgsleute durch eine Überheilung verkrampft zusammensackte und mit einem Schock am Boden liegen blieb.
Der Kampf neigte sich langsam dem Ende zu, denn als der Zwergen-Klerus, Jorax und Knartsch den letzten Troll in die Zange nahmen, erfuhr das Monster einen blutigen Tod, als er niedergestreckt wurde. Jorax und der andere Zwerg zögerten nicht, die Köpfe der übrigen Trolle abzuschlagen, damit keine Gefahr mehr von ihnen ausging.
Es war ein großer Sieg für alle Beteiligten und trotz kleiner Missverständnisse hatte niemand schwerwiegende Verletzungen erlitten. Während Nephil sich daran machte, den Braunen wieder zu stabilisieren, durchsuchte Knartsch die toten Monstrositäten nach wertvollen Gegenständen. Und Amara bereitete eine Feuerstelle vor, denn falls noch etwas Leben in den Trollen sein würde, müsste die Gruppe schnell handeln und die Überreste verbrennen.
Der unbekannte Klerus stellte sich der Gruppe als Flex vor. Er war ein junger Zwerg, der aber schon recht alt aussah und er erzählte seine Geschichte über seine weit entfernte Herkunft und sein Ziel, welches er anstrebte. Er entschuldigte sich beim Braunen, welcher wieder auf den Beinen stand, für die Verwechslung und war sichtlich glücklich, dass nichts Schlimmeres passiert war. Der Braune nickte dem Zwergen-Kleriker kurz verständnisvoll zu und Knartsch und Amara halfen dem Braunen aus seiner Ork-Verkleidung, der noch etwas benommen wirkte. Die Gruppe weihte Flex in ihr Vorhaben ein, in die Trollfeste zu gelangen, und der Kleriker bot seine Hilfe an die Abenteurer mit Kampfes-, und Heilungskraft zu unterstützen. Somit wurde Flex schulterklopfend in den „Cult of the Damned“ aufgenommen.
Nachdem sich herausstellte, dass der Hintereingang des Trollbaues für das Eindringen der Truppe nicht geeignet war, schlichen die wagemutigen Männer und Frauen (die Gleichstellungsbeauftragte hat zugeschlagen) weiblichen und männlichen Wesen um den Bau herum. Die Kreise und deren Besetzungszustände verdichteten sich kontinuierlich in Richtung des Höhleneingangs. Das bedeutete, ein schnell Hineinhuschen war und ist nicht möglich!
Diverse Vorschläge machten sich breit: Sollte jemand auf den Hügel katapultiert werden? Sollte doch der Hintereingang genutzt werden? Evtl. schafft man es auch ungesehen auf den Hügel zu klettern und/oder ein Seil zu spannen? Während dieser regen Überlegungen wurde Amara zugetragen, dass eine Gruppe Orks auf dem Weg zur Höhle waren, sie trugen eine Kiste. Was wohl drin sein konnte? Gold, Silber, Edelsteine, teure und mächtige Waffen? Egal was es war es galt dies herauszufinden. Den Orks folgte ein sich schlängelndes Echsenwesen, welches bereits auf einer ganz speziellen Speisekarte landete – zumindest theoretisch.
Gesagt getan. Mit Hilfe von Seilen wurden die Kistenträger überrumpelt und eine kurze und heftige Schlacht begann. Der braune Wanderer schaffte es vier der zehn Orks nieder zu strecken und konnte anschließend die Kiste näher unter die Lupe nehmen. Es regte sich etwas und Hilfeschreie drangen heraus!
Zwischenzeitlich rangen alle (!) anderen darum auch nur ansatzweise so heroisch aus diesem Kampfgeschehen zu kommen wie der Wanderer. Nur wollte es keinem so recht gelingen. Nach hartem Kampf sind schließlich doch alle Gegner niedergerungen und zwei Orks sind tatsächlich noch vernehmungsfähig.
Das Wichtigste des Gespräches war, dass ein Wappen den Orks abgenommen werden konnte, was die Gruppe als geladene Gäste ausweist. Ob sich die Gruppe dies zu Nutze machen wird?
Als kleines High-light des Kampfes entpuppte sich der Kisteninhalt, ein Gnom sprang nach dem Öffnen heraus und war froh entkommen zu sein und nicht als Geschenk übergeben worden zu sein. Er schloss sich mangels Alternative und sicherlich doch auch ein wenig Dankbarkeit der Gruppe an. Wenig zuvor stieß ein Junge zur Gruppe angelockt vom Kampfeslärm. Er unterstütze die Teilgruppe rund um ein kleines Eichenfaß seht tatkräftig und schloss sich ebenfalls an. Denn Feindesfeinde sind der Gruppe Freunde! Sicherlich werden sie sich alle noch besser kennenlernen. Nun ist die Frage: Wird der Gnom auf die Trollhöhle katapultiert, oder nicht?!
Die Untersuchung der Felsformation (Cult of the Damned)
Nachdem alle Köpfe der Trolle abgetrennt und die Trolle selbst verbrannt worden sind, machte sich die Gruppe auf zu dem alten Kautz wo auch Drisinil wartete.
Mittlerweile hatte der alte Kautz Ruemar und Aida mit dem Baumhirten mitgeschickt, da der Baumhirte meinte es seien womöglich noch einige Trolle in der Nähe. Wielange es dauerte, den Baumhirten zu seinem sicheren Platz zu bringen, konnte nicht abgeschetzt werden.
Am Abend traf die Gruppe bei der Hütte des Kautzes ein. Sie hörten gesang und geklimper von außen.
Innen drinn sahen Sie dann, das Drisinil mit dem Kautz zusammen sang, wobei Drisinil keine gute Figur abgab und auch eine Suppe auf dem Feuer schon köchelte. Es wurde von dem Kampf mit den Trollen erzählt, von der Höhle wo der Obertroll hausen sollte und von dem möglichen Abkommen, welches die Trolle und Orks schmieden wollten
Der Kautz wirbelte in seiner bescheidenen Hütte herum und vergas somit die Suppe. Somit war diese ein wenig angebrannt, füllte jedoch die leeren und knurrenden Mägen. Währenddessen fragte Drisinil ob der Kautz nicht noch Tränke oder Sablen habe, die im Kampf gegen
die Trolle helfen konnten. Der Kautz stellte sein altes Familienbuch zur Verfügung, in welchem alle möglichen Tränke zu finden waren.
Kurz darauf versuchte sich Drisinil am Mischen der Tränke; es waren Rindenhaut und Bärenstärke angedacht. Heraus kam Weisheit der Eule, Federfall und eine schlechte Dunkelsicht.
Es wurde noch gefragt ob der Kautz eine Karte habe, in der die Umgebung zu erkennen sei. Dies wurde bejaht und eine Karte wurde gezeigt. Die Karte zeigte die kaputte Brücke und auch eine Feslvormation, welche zu der Beschreibung des gefangenen Trolles passte.
Am nächsten Morgen versuchte sich Drisinil daran die entzündbare Paste für die Zündhölzer herzustellen. Dies gelang, dauerte jedoch mit dem Trocknen einen ganzen Tag.
SOmit dauerte es einen weiteren Tag bis die Gruppe sich auf den Weg machte. Die Gruppe nahm nicht die Brücke, sondern einen Landstrich, der damals von Wasser bedeckt war; ähnlich einem Flußbett. Dieser Landstrich war ein wenig westlicher von der Brücke, jedoch kein großer Umweg musste in kauf genommen werden. Dafür war der Landstrich nicht bwacht.
Das Wetter spielte gegen die Gruppe. Zwei Tage hielt der Regen an, was den Marsch sehr behinderte und verlangsamte. Jedoch am dritten Tage nach Aufbruch kam die Felsformation in Sicht. Sie war gute 100 – 110m lang und ca. 40m hoch.
Die Formation wurde, gen Norden gerichtet, halb umrundet um einen Eingang zu finden und Informationen zu finden. Dabei mussten die 5 Mitstreiter immer wieder Troll Wachposten ausweichen um nicht entdeckt zu werden. In der Nähe des nördlichen „Ausläufers“ war eine Spalte zu erkennen, die schon in der Nacht für eine gewisse Aufregung sorgte. In der Nacht
war zu erkennen, wenn auch schwer, das Orks einfach in die Wand liefen und verschwanden.
Am Tage pirschte sich Amara an die Spalte heran, musste dabei den Trollen ausweichen und fand sich in einem kleinen unbeleuchteten Gang vor. Kurz nach dem der Gang anfing, fand sie einen Druckknopf im Boden, der eine Falle auslösen sollte. Konnte diesen jedoch nicht ausschalten und machte kehrt.
Am nächsten Tage pirschte Amara, in guten 100 – 250m Entfernung von der Formation, an der Formation entlang um neue Erkenntnisse zu erlangen. Wie am Vortag wurden wenige Plateus am Fels gefunden, welche einen guten Ausblick gewähren könnten. Jedoch nicht sicher zu erklimmen waren, wenn Trolle in der Nähe waren.
Die Gruppe selbst streifte guten 1000m Entfernt gen Osten. Am Abend suchte Amara die Gruppe wieder und erzählte, dass die Troll Wachposten wohl in guten 100m Abstand, in Form von Ringen um die Formation, die Formation bewachen. Wie jedoch der Südseite aussah, konnte keiner genau sagen. Bis dahin sie die 5 Gefährten noch nicht vorgedrungen.
Nun wurde beratschlagt, wie es weiter gehen soll.
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