Neben „kleinen“ Erfolgen von Linto, Tonil… Elf/Mensch, dieser Typ eben, wurde kräftig gewettet. Mal mit mehr, mal weniger Gewinn. So verstrichen die Runden bis sich einer der gesuchten Personen in den Ring verirrte. Nach Rick – einem Menschen – hat sich der einzige Ork im gesamten Wettkampf unter die Kämpfenden erneut für eine Runde im Ring aufgebaut. Dieser Teilnehmer wird Max genannt. Mittlerweile wissen wir, dass dies der gesuchte Vater Dombars sein muss.
Timbre hat im Bad in der Menge zufällig erfahren, dass „Bad Jimmy“ ein für uns interessantes Hobby hat. Er ist Fischer! Kann es sein, nein, es muss die gesuchte Person #2 sein. Somit stehen die zu befreienden Kämpfer fest. Aber wie?
Hauptsächlich Drisinil, als eine der wenigen Dunkelelfen im Gebäude, gibt ihr bestes um in den Kämpferkeller zu gelangen und mit den beiden zu reden. Wie sollte es auch anders sein, die Stiege in den Keller wird bewacht. Thalin versucht ihn bei diesem Ziel zu unterstützen. Während einer nicht ganz unpassenden Schlägerei (wegen geworfener Haxen) zwischen Zwergen und den zur Beruhigung abberufenen Wachen schaffen es die beiden in den Keller und macht Max ausfindig. Er kann natürlich nicht so einfach gehen. Es bedarf Überzeugungsarbeit und die Vorstellung des Fischers, der ebenfalls flüchten möchte. Während der folgenden Kämpfe schafft es Drisinil die beiden von der Flucht zu überzeugen. Sie machen sich los, Richtung Hinterausgang. Dort schaffen sie unbemerkt das Gebäude zu verlassen und sich in einer dunklen Ecke in das Lager vor den Toren der Stadt zu teleportieren: Gerettet, Check!
Zur selben Zeit, wie sich Drisinil und Thalin im Keller aufhalten erhält Linto eine Botschaft seiner Bedienung. Er möge sich bitte bei Delgar einfinden. Er habe ein gewisses Interesse an dem kleinen Plus, das Linto erwirtschaftet hat. Dieser wiederum bekommt kalte Füße und steigt eine Etage tiefer zu Jorax und Amara. Die beiden lassen es sich gut gehen bei einem opulenten Buffet… Nach einer kurzen Diskussion steht fest: Wir müssen hier raus. Was eignet sich besser als ein Ablenkungsmanöver?! Bei der dritten Haxe klappt es und die Zwerge fühlen sich tatsächlich von einem (theoretisch) Unbeteiligten derart angepöbelt, dass ein Streit entfacht wird. Problem und Chance zugleich waren die Bardamen, sie haben alles mitbekommen. Was tun? Umbringen? Warum? Alternative? Mitnehmen! Marry zu Hohestein, Lintos Bardame, und ihre Freundin zögern … gehen aber schon mal mit in Richtung Ausgang. Von Marry waren mittlerweile alle überzeugt, sie kommt
mit. Aber nicht von ihrer Freundin. In dem Moment kommt Tim dazu. Er hat uns beim Abgang beobachtet und wollte nicht als Letzter zurück bleiben. Im fiel ein, dass er noch Schlaftropfen dabei hat. Gesagt, getan, Marrys Freundin kippt um nachdem sie ein Glas Wasser getrunken hat. Währenddessen laufen Drisinil und Thalin an der Gruppe vorbei Richtung Ausgang. Angst und Panik machen sich breit. Sie braucht frische Luft! Raus mit ihr! Nun konnten alle Abenteurer aus dem Hause entkommen. Wie weiter?
Die Gruppe um Jorax zieht durch die Straßen und gelang zum Stadttor. Mürrisch gewährte die Wach Auslass und die Gruppe gelangt problemlos zum Lager. Die wiedervereinte Gruppe im Lager ist froh unbeschadet aus dem Ganzen herausgekommen zu sein, da meldet sich der Fischer zu Wort. Er fragt, was mit seiner Frau sei. Sie wird sicherlich – sobald Delgar von der Flucht erfährt- gefoltert werden. Um dies zu verhindern bildet sich eine kleine Gruppe, bestehend aus Jorax, Amara, Drisinil. Klein muss sie sein, da nur eine Begrenzte Anzahl an Personen durch die Stadtmauer teleportiert werden kann. Nach kurzer Überzeugung konnte auch die Frau die Stadt verlassen!
Ist nun wirklich alles gut? Was passiert mit dem Geld um das Linto den Delgar gebracht hat? Zwei Kämpfer und zwei Bardamen sind ausgebüxt! Schreit das nach Rache? Und was hat es mit dem Waldläufer, der vor den Toren der Stadt lagert, auf sich? Wir werden es bald erfahren.
Durin stammt aus einer Familie von Zwergen, die bekannt waren für ihr Geschick im Handeln und sich als Schmuckschmiede einen ehrbaren Ruf aufgebaut hatten. Er kam mit den blauleuchtenden Augen seiner Mutter und dem struppigen Harren seines Vaters zur Welt. Er war der jüngste von 5 Söhnen, seine Eltern Vistra und Rangrim Thorn zur Welt gebracht hatten. Doch anders als seine vier Geschwister, hatte er weder das Geschick zum Schmuckschmied noch den Scharm oder die Gewieftheit eines Händlers. So war er besonders für den Vater Rangrim eine große Enttäuschung und erntete oft große Missgunst bei ihm. Schnell bemerkte Durin jedoch, dass ihm zwar nicht das Schmuckschmieden lag, jedoch das Schmieden von Wekzeugen, Waffen und Rüstungen. Sein Vater jedoch konnte mit diesem Talent nicht viel anfangen und unterstützte ihn dahingehend nicht. Daraufhin beschloss Durin, sich von seiner Familie abzuwenden und sich einen Clan zu suchen, der seine Fähigkeiten gebrauchen kann. Diesen Clan fand Durin im Thunder Peak Gebirge in der Nähe von Arabel. Der Clan dort nahm ihn freundlich auf und schnell merkte Durin, dass er nicht nur ein guter Waffenschmied war, sondern auch ziemlich gut im Umgang mit Äxten. Durin lernte in fast sieben Jahren alles Notwenige um einen guten Kämpfer abzugeben und schmiedete sich letztendlich seine eigene Rüstung und Waffe. Durin arbeite sich ziemlich schnell im Clan hoch und war bald ein angesehener Krieger und Schmied. Einige Jahre, nach seiner abgeschlossenen Ausbildung, beschloss Durin seine Familie noch einmal zu besuchen, die sich irgendwo im der Nähe des Dragonspire Gebirges aufhalten sollten. Als Durin das Gebirge erreichte und sich ein paar Tage bei den anliegenden Bauern durchgefragt hatte, fand er das Lager seiner Familie.
Durin ging gerade am Gebirge entlang. Das Wetter war klar und die Sonne schien auf Durins Glatze. Vor Jahren schon waren ihm seine braunen Harre ausgefallen und nur noch sein Bart erinnerte an die braune Mähne, die er einst besaß. Obwohl Durin die Hitze am Schmelzofen gewöhnt war und nur in leichten Leinensachen unterwegs war, fand er es erdrückend warm und die Last seines Gepäcks und seiner Axt wog an diesem Tag doppelt auf seinen Schultern. Das Gebirge machte vor ihm einen Knick und laut der Beschreibung der letzten Bauernfamilie, denen er als Gegenleistung für diese Information allen Arbeitstieren neue Hufeinsen verpasst hatte, müsste er dort hinter das Lager seiner Familie sehen. Er hatte sich schon oft ausgemalt wie seine Familie reagieren würde und so langsam kam in ihm leichte Aufregung auf. Würde sein Vater überhaupt ein Wort mit ihm wechseln wollen? Wie würden seine Brüder auf seine Profession und Werdegang reagieren und was würde seine Mutter zu all dem sagen? Immer wieder ist er in Gedanken dies alles durchgegangen und immer wieder ist er zu keinem klaren Ergebnis gekommen. Gedankenverloren ging er den festgetretenen Pfad entlang, dem er nun schon den ganzen Vormittag folgte. Ein bekannter, jedoch untypischer Geruch für diese Gegend riss Durin aus seinen Gedanken. Es war der Geruch von einer Esse oder etwas ähnlichen, welche gerade dabei war zu verglühen. In Durin machte sich ein ungutes Gefühl breit und er beschleunigte seine Schritte. Als er die Biegung zur Hälfte passiert hatte, sah er eine Rauchsäule gen Himmel steigen.
Der Ursprungsort war schnell festgemacht und war ein Lager auf einem Feld mit vier Karren, die in einem Halbkreis am Wegesrand aufgestellt waren. Das Lager war ungefähr 500 Meter entfernt. Zwei der vier Karren waren den Flammen erlegen und glommen nur noch vor sich hin. Die anderen beiden lagen auf der Seite und sahen sehr demoliert aus. Nach 100 Metern merkte Durin erst, dass er rannte und seine Axt kampfbereit in beiden Händen hielt. In ihm überschlugen sich die Gedanken und er konnte keine klaren Gedanken fassen. Das einzige was ihn antrieb, war die pure Angst. Als er noch ca. 50 Meter entfernt war, sah er zwei leblose Körper bei einem der beiden umgestürzten Karren liegen. Durin erkannte sofort, dass es zwei Zwerge waren Durin erkannte sofort, dass es zwei Zwerge waren. Als er noch näher kam, wurden seine schlimmsten Befürchtungen war. Es waren seine Mutter und sein ältester Bruder. Beiden wurden die Kehlen aufgerissen und bei seinem ältesten Bruder waren Schnittwunden an beiden Armen zu sehen. Anscheinend hatte er sich stark gewährt. Durin sackte vor den beiden Körpern zusammen. Sein Körper war kraftlos und versagte ihm vollkommen den Dienst. Er konnte nichts weiter tun als dazu knien und zu trauern. Erst nach 10 Minuten hatte er sich wieder soweit gefangen, dass er sich mithilfe seiner Axt aufrappeln konnte, um die Gegend zu untersuchen. Er fand seine beiden anderen Brüder ähnlich zugerichtet etwas weiter weg vom Lager. Anscheinend wurden beide von hinten Überrascht, denn ihre Rücken waren kreuz und quer durchsetzt von Schnitten. Er zog die beiden Körper zu seiner Mutter und seinem ältesten Bruder. Nach dem er eine weitere Stunde damit verbrachte erfolglos nach seinem Vater zu suchen, begann er damit nahe des Lagers Gräber mit einer Schaufel auszuheben, die er bei einem der kaputten Karren gefunden hatte. Als er damit fertig war und seine Mutter und Geschwister begraben und alle mit einem provisorisch zurechtgeschnitzten Grabmal versehen hatte, war die Sonne schon fast untergegangen und die Nacht brach langsam über das Lager hinein. Der Magen von Durin meldete sich und versuchte etwas von seinem Brot zu essen, welches er den Bauern abgekauft hatte. Jedoch lagen ihm schon die ersten Happen schwer im Magen und er beschloss, sich beim nahe gelegenen Gebirge einen windfesten Unterschlupf zu suchen. Schlaf fand Durin diese Nacht jedoch keinen. Zu sehr war er geschockt von dem, was er heute gesehen hatte.
Als die Sonne am nächsten Tag aufging machte sich Durin sofort auf den Weg, Spuren, die er gestern gefunden hatte nachzugehen. Das meiste seines Gepäcks ließ er dabei bei den Karren zurück und nahm nur seine Axt und ein wenig Proviant mit. Nach etwa 3 Stunden fand er ein Lager von vier Orks, die gerade ein Wildschwein über einem prasselnden Lagerfeuer. Er versteckte sich in einem nahegelegenen Busch und überblickte kurz die Lage. Zwei von den Orks hatten jeweils ein großes Langschwert auf den Rücken und saßen Durin abgewendet auf zwei Steinen. Die anderen beiden hatten jeweils eine Axt auf dem Rücken waren gerade damit beschäftigt, dass Wildschwein mit einem groben Messer zu zerkleinern. Durin zögerte keine Sekunde und setze zu einem Sprint an. Er rannte mit erhobener Axt und einem wutentbrannten Schrei auf den Linken der beiden Orks zu, die auf den Steinen saßen. Ehe er oder einer seiner Kammeraden reagieren konnte, hatte Durin schon die Axt auf ihn niedersausen lassen, und eine tiefe Wunde in der Schulter hinterlassen. Schmerzverzerrt schrie der Ork auf und versuchte sein Schwert zu ziehen. Die anderen waren sichtlich verwirrt und realisierten erst gar nicht was gerade passierte. Da holte Durin zum zweiten Schlag gegen den Ork aus und trennte, mit einem sauberen Schlag, die Hand ab, welche gerade zum Schwert greifen wollte. Erneut schrie der Ork auf und Blut spritze aus der linken Schulter, wo gerade noch seine Hand war. Die anderen realisierten mittlerweile was passierte und der Ork, der neben dem verletzten Ork saß, sprang auf und zog auch sein Schwert. Die anderen beiden taten es ihm gleich und zogen ihrerseits ihre Äxte. Durin verpasste den von schmerzen gequälten Ork einen Tritt, sodass er vornüber kippte und regungslos auf den Waldboden knallte. Da setzte der Ork, der Durin am nächsten stand, zum Schlag mit seinem Schwer an. Durin duckte sich unter dem Schlag weg und verpasste dem Ork eine heftigen Schlag mit seiner Axt in den Unterleib, sodass auch dieser Ork schmerzverzerrt aufschrie. Die beiden anderen setzten unterdessen zum gemeinsamen Schlag gegen den Zwerg an. Durin parierte den ersten Schlag mit seiner Axt und machte einen gekonnten Ausfallschritt um den zweiten Schlag ins Leere laufen zu lassen. Der verletzte Ork hielt sich seine klaffende Bauchwunde und holte zu einem halbherzigen Schlag mit seinem Schwert aus. Durin wich dem Schlag mühelos aus und schlug dem Ork die rechte Hand ab, mit der er bis gerade eben noch das Schwert führte. Daraufhin sackte der Ork zusammen und windete sich vor Schmerzen. Die nächsten Schläge, von den beiden Orks mit den Äxten, kündigten sich schon mit einem sirrenden Geräusch an. Dieses Mal gelang es Durin nicht beiden Angriffen auszuweichen. Unter dem ersten Schlag konnte er noch hindurchtauchen, doch der zweite Schlag traf ihn unvorbereitet in die Seite und hinterließ eine tiefe Schnittwunde. Leicht angeschlagen, jedoch immer noch voller Wut in den Augen, holte Durin zu einem schnellen Schlag gegen die beiden Orks aus. Dem einen verpasste er einen verheerenden Schlag in die Seite und als der andere gerade zu einem erneuten Schlag, gegen Durins geschwächte Seite ausholte, warf ihm der Zwerg die Axt direkt in die Brust. Der Ork erschlaffte in der Bewegung und Durin konnte sich unter dem Schlag hindurch durchducken. Der Ork mit der Axt in der Brust sackte zusammen und viel nach hinten um. Der letzte stehende Ork wollte gerade den finalen Schlag gegen den Zwerg durchführen, da gab ihm Durin zwei kräftige Schläge gegen die offene Wunde, sodass der Ork vor Schmerzen erstarrte und vor Durin zusammensackte. Durin hielt den Kopf des Orks, der drohte umzukippen, mit einer Hand fest. Die andere Hand entriss dem Ork die Axt und setzte sie an die Kehle. „ Wo ist der letzte Zwerg, von dem Lager was ihr gestern überfallen habt?“, schrie Durin den Ork an. Blut sammelte sich in dem Mund des Orks, der gurgelnd hustete und damit Durins Leinenhemd mit Blut besprenkelte. Durin wiederholte seine Frage noch wutentbrannter und als er keine Antwort bekam exekutierte er den Ork mit einem markerschütterten Schrei und Blut spritzte in sein Gesicht und in seinen Bart.
Nachdem Durin sicher gegangen war, dass jeder Ork tot war, indem er ihnen allen die Köpfe abgeschlagen hatte, reinigte er sich, seine Kleidung und seine Axt. Dann ging er zurück zu den Karren, sammelte sein Gepäck auf und verbrachte die nächsten fünf Tage damit vergeblichste nach seinen Vater zu suchen. Auch Bauern in der Umgebung konnten ihm nicht weiter helfen und so gab der die Suche auf. Er beschloss in das Thunder Peak Gebirge zurück zu kehren. Jedoch wollte er, sobald es sich irgendwie die Gelegenheit ergab von dort verschwinden und die Welt erkunden, da er auf der Reise gemerkt hatte, wie viel Vergnügen ihm das Erkunden neuer Orte machte und das kennenlernen neuer Leute. Doch was ihm in Thunder Peak Gebirge erwartete, war weitaus schlimmer als eine kleine Gruppe Orks.
Der erste Kampf war kräftezehrend gewesen. Doch die Sklaven unter der Kontrolle unserer Helden hatten gewonnen. Zumindest hatte sie den Kampf gewonnen. Leider gelang es ihnen nicht die Sympathie des Publikums zu gewinnen. Dies zeigte sich deutlich in Ihrem nächsten Kampf. Die meisten, überwiegend männlichen, Zuschauer versammelten sich auf der Seite des Teams „Wild and Sexy“. Die beiden Waldläuferinnen geizten nicht mit ihren Reizen und heizten der Menge ein. Auch Alina warf durch Jarod „Black“s Augen mehr als nur einen sehnsüchtigen Blick. Die Arena war bestand aus einem Hohen Hügel in der Mitte und zwei kleinen am Rande. Ziel war es die Fahne auf dem oberen Hügel drei Mal auf die Eigene Seite zu tragen. Die beiden Waldläufer trennten sich, während sich die eine auf den kleinen Hügel kämpfte um die Fahne unter Feuer nehmen zu können versuchte die andere die Flanke unter Feuer zu nehmen. Roy warf ein paar Staubkörner in Ihre Richtung und sie war für einige Zeit von bunten Farben so Verwirrt das sie nichts weiter tat als verwirrt herum zu stehen. Auf Jarods Befehl hin machte sich Timmey, der Fleshraker, auf die Fahne zu schnappen. Dank seiner Kräftigen Beine hatte er sie fast im selben Atemzug erreicht. Syrus und Jarod liefen ihm hinterher um ihm Deckung zu geben. Als die Waldläuferin versuchte auf Timmey zu schiessen war dieser schon zum Abgabepunkt der Fahne geflitzt und auf einen Zuruf von Syrus sogar schon wieder zurück. Während Syrus, Jarod und die Kriegshunde sich der Jägerin widmeten brachte Timmey die Fahne das zweite mal nach Hause. Beinahe im gleichen Moment ging die Jägerin zu Boden. Als es der zweiten Jägerin gelang sich aus der Beeinflußung zu befreien gab sie sofort auf. Selbst Jarods etwas tollpatschige Bemühungen ihr Trost zu spenden halfen ihr nicht über den Tod ihrer Schwester hinweg. Damit hatten die Sklaven kurz und brutal gewonnen. Doch das Publikum zeigte sich wenig begeistert und buhte sie aus.
Der letzte Kampf war nicht wirklich notwendig, doch der Frostriese forderte sein Recht zu kämpfen ein und trat an. Die Arena war bis auf lauter kleine Löcher im Boden leer. Aus diesen konnten zufällig Speere Giftpfeile oder Feuersäulen aufsteigen und die darüber stehenden verletzen. Mit seiner großen Axt lief der Frostriese den Sklaven entgegen. Seine Versuche sie durch seine gewaltige Stimme einzuschüchtern schlug jedoch fehl. Doch es gelang ihm einen frühen Treffer anzusetzen und Syrus musste das erste mal schaden nehmen. Siggi beschwor einen Skorpion zur unterstützung und so nahmen sie gemeinsam den Frostriesen in die Zange. Doch als die Giftpfeile zuschlugen schien es als ob sich das Blatt wenden sollte. Alle Sklaven bis auf Siggi und die Tiere fielen in einen festen Schlaf. Doch auch der Riese konnte dem Gift nicht widerstehen. Er kam nicht mehr dazu zu erwachen, denn die Tiere hatten ihn in kürzester Zeit zerfleischt. Die wenigen Zuschauer zeigten sich enttäuscht von dem Riesen und jubelten verhalten den Sklaven zu.
Von den Habseligkeiten ihrer Gegner rüsteten die CollectorZ die Sklaven weiter aus. In der nächsten Runde sollte ein gefährlicher Magier antreten, ein Heiler, zwei Waldläufer, ein defensiver Krieger und ein Sandgolem. So schien es nur folgerichtig schutz gegen Magie zu erwerben. Zusätzlich dazu eine Schriftrolle der Unsichtbarkeit.
So kam es das die Sklaven, nachdem sie in die Arena marschiert waren unsichtbar wurden. Und auch der Feenmagier ihrer Gegner wurde unsichtbar. Damit das Publikum den Kampf besser betrachten konnte wurde um die Arena ein Zauber gesponnen der es außenstehenden ermöglichte die Unsichtbaren zu erkennen. Der Kampf begann mit einer Überraschung. Da er den Gegner nicht sehen konnte zog sich der Heiler an den Rand der Arena zurück. Der unsichtbare Feenmagier jedoch stürmte nach vorne um die Sklaven mit einem Zauber zu belegen, sobald sie zu sehen waren. Zu seinem Pech entdeckte ihn Syrus, und auch Timmey konnte ihn riechen. Timmey stürmte nach vorne auf die Gegner zu während Roy den Krieger verzauberte. Alss er an der unsichtbaren Fee vorbeistürmte schnaubte er kurz. Syrus jedoch lies es sich nicht nehmen und stürmte auf die Fee zu, mit seiner mächtigen Kette umwickelte er das zarte Wesen und tötete sie. Siggi beschwor einen Skorpion, woraufhin Roy es ihm gleich tat. Timmey gelang es erfolgreich den Heiler am zaubern zu hindern. Jarod gelang es mehr schlecht als recht etwas Schaden am Golem zu verursachen. Seine „Pechsträhne“ schien sich fortzusetzen. Die Skorpione nahmen die Waldläufer und den Golem in ihre Zangen. Syrus erledigte den Heiler. Auffallend war das alle Gegner viel in ihre Rüstung gesteckt hatten, allerdings hatten sie darüber hinaus nicht in Waffen oder Ausrüstung investiert. So gelang es ihnen nicht Schaden zu verursachen oder sich zu befreien. Kurz darauf ging die Waldläuferin zu Boden, woraufhin ihr Partner und der Krieger aufgaben. Lediglich der Sandgolem wurde noch von den Sklaven zerschmettert. Der Weg in die nächste Runde war frei.
Der nächste Gegner war eine riesige Spinne. Man hatte sie gefangen um eine andere Herausforderung und besondere Attraktion für die Zuschauer zu bieten. Allerdings hatte sich bisher kein Team getraut gegen die Spinne anzutreten. Insofern gingen die Sklaven ohne nähere Informationen in die Arena. Vorsorglich hatten sie Tränke zur Gift Immunisierung erworben.
Kaum hatten wir die Naeborn der Gnur verlassen, als Rufus einige Murmelings über die vor uns liegenden Delven mit uns teilte. Die ehemals mit Dwarmarnarks verzierten Tunnelwände seien durch die Klauen des Durgarn zerkratzt und zerfurcht worden, als dieser sich durch engen Gänge zwang.
Voller Erfurcht lauschte ich den Rem des Gnur als wir den Weg in die Tiefen antraten … Die sorgfältig aus dem Nae gearbeiteten Wände zeigten nach und nach seltsame Verformungen auf. Ganz so, als seien sie wie Donnar in einer Esse geschmolzen. Rufus berichtete von den Murmelings, die behaupteten, dass diese Spuren vom Telodem des Durgarn stammen würden, entkräftete diese Spekulationen jedoch mit schlagkärftigen Rem. Ein Schattendurgarn wie Trübschimer konnte gar keine Flammen spucken, sondern habe vielmehr dunkle Wolken ausgestoßen, die seinen Widersachern die Lebenskräfte raubte.
Rufus hatte die Tunnel, die zur Gnurdrukar führten offenbar mit Fallen versehen. Immer wieder wurden wir aufgefordert, Engpässe nur an ganz bestimmten Stellen zu durchqueren, bestimmte Felsformationen zu meiden, oder Bodenbereiche nicht zu betreten. Ich wollte die Stellen für einen möglichen Rückweg mit Kreide oder Kohle markieren, zog damit jedoch den entschlossenen Protest und Unmut des Gnur auf mich. Da diese Fallen letztlich dem Barak seiner Sippe dienten, willigte ich ein auf Wegzeichen zu verzichten. Nach etwa zwei Stunden Marsch verharrte unser kleiner Führer mit bedeutungsvoller Geste an einer Weggabelung und teilte uns mit, dass wir von nun an, die von ihm „gesichterten“ Pfade verlassen würden. Er mahnte uns zur Vorsicht und forderte Ruhe und Wachsamkeit. Bevor wir erneut aufbrachen, erbat ich vom Seelenschmied „Eiserne Stille“ und sprache einige Darsamrem zur Stärkung meiner Og.
Die Bitte des Gnur
Rufus führte uns durch unzählige Delven, natürliche Kavernen und von Wurgym der Tiefen gegrabene Stollen. Hin und wieder kreuzten wir auch alte Handelsrouten der Dwar, die wir jedoch meist schnell wieder verließen, da diese angeblich nicht mehr sicher seien… Nachdem wir uns durch mehre sehr schmale Burakrin gezwängt hatten erreichten wir eine kleine Höhle, die von einem silvern schimmerndern Fungus in ein angenehmes Licht getaucht wurde. Der Gnur hielt inne und begann rumzudrucksen: Er könne uns natürlich auf dem direkten Weg zu Garumns Schlucht führen, aber wenn wir bereit für einen kleinen Umweg seien, könnten wir ihm und seiner Sippe doch vielleicht einen kleinen Gefallen erweisen… Wir forderten ihn auf, sein Anliegen klar auszusprechen, statt weiter um den heißen Brei zu murmeln. Er schien etwas überrascht, trug sie dann jedoch ohne viele Rem vor. Nur wenige Stunden von hier habe sich ein Stamm Kobolde niedergelassen. Dieses elende Wurgym würde von einem merkwürdigen „Schamanen“ angeführt und Angriffe auf die Gnur seien keine Seltenheit. Rufus vermutete zudem, dass diese Kobolde über irgendeine Art Barak gegen den von ihm so sehr gefürchteten „Grimmbock“ verfügten, da dieser die Naeborn der Kobolde seltsamerweise meide.
Ich zögerte einen Moment, da die Erinnerungen an die verheerenden Folgen der Schlacht gegen die Trolle am Fuße der Rauvinmar in mir aufloderten. Es war unwahrscheinlich, dass derart schwächliche Wesen wie Kobolde ohne die schützende Hand anderer dunkler Mächte lange im Caurak überleben würden… War es weise, abermals von unserem Pfad abzuweichen? Andererseits bot uns diese Bitte des Gnur die Gelegenheit, ihm und seiner Sippe im Gegenzug für seine Thalorn einen Dienst zu erweisen und uns zugleich einen Eindruck von den Fähigkeiten unseres neuen Gefährten zu verschaffen… Die Vergangenheit hatte uns mehrfach die Bedeutung eines koordinierten Vorgehens vor Augen geführt… Arrat hingegen zögerte keinen Wimpernschlag und stellte klar, dass er jederzeit bereit sei, sich „Bösen Mächten“ entgegenzustellen. Seine Entschlossenheit war unter den Hurm selten zu finden und auch wenn ich mir über den Ursprung seiner Geisteshaltung weiterhin im Unklaren war, wuchs meine Achtung vor dem „Marnarnagland“ zunehmend… Schließlich entschlossen wir uns einstimmig, diesen hässlichen Echsenmäuler einen Besuch abzustatten!
Rufus hatte den Naebornkomplex bereits sehr gut ausgekundschaftet und zeichnete uns einen Lageplan, berichtete über verschiedene Zugänge und ihre Tücken. Ich wurde langsam skeptisch, denn alles schien so, als folgten wir einem bereits lange von ihm ausgeheckten Plan. Dies änderte jedoch nichts an unserem Vorhaben, dem Gnur uns seiner Sippe zu beizustehen. Die Entscheidungen wurden schnell und ohne lange Murmelings getroffen. Rylan würde gemeinsam mit Lyari und Arrats Thandurgarn jenen Gang von Wachen befreien, der uns am nächsten zur Haupthöhle des Feindes bringen würde. Wir Anderen wollten ihnen dann nach einer Pfeifenlänge folgen. Da wir damit rechnen mussten, dass einige Kobolde schnell die Flucht ergreifen und später Rache schwören würden, sollte sich Rufus zum Schutz seiner Sippe möglichst im Verborgenen halten.
Die beiden Olven verschwanden gefolgt von den smaragdfarbenen Schwingen des Thandurgarn in den Schatten. Ich stopfe mir ein Pfeifchen, genoß die Stille der Tiefe und beobachtete, wie sich die aufsteigenden Rauchwolken an den Stein der Höhlendecke schmiegten… Rufus war sichtlich nervös, doch er schien sich ein wenig zu beruhigen, als ich auch ihm eine Fingerkuppe des Fungustabbaks anbot.
Wie ich später von Lyari erfuhr, gelang es den beiden Olven mehrere Wachposten, Alarmvorrichtungen und Fallen auszuschalten. Das neue Spitzohr an unserer Seite schien nach Lyaris erster Einschätzung erfahren, sich unbemerkt und wenn nötig auch in absoluter Dunkelheit zu bewegen. Die Agland der Olven suchten und fanden die Kehlen der Wachen, umgingen die Mechanismen und drangen lautlos bis zum Burakrin im die Stammesnaeborn vor. Die beiden eilten uns entgegen, als das Fehlen einer Koboldwache die Aufmerksamkeit weiterer Feinde erweckte. Mit zügigen Schritten drangen wir durch die dunklen Gänge voran. Als wir die letzte Trittfalle passiert hatten, erklärte ich die „Verhandlungen der Schatten“ für beendet, umschloss das Heft meines Hammers mit beiden Händen und ging in den Laufschritt über…
Die Stammesnaeborn der Echsenmäuler
Der Tunnel verengte sich, machte einen scharfen Knick und weitete sich kurz darauf in eine beachtliche Naeborn. Mehrere Teltyn und mindestens zwei dutzend Fackeln bedeuteten uns, dass wir unser Ziel erreicht hätten. Die Stammesbehausung erstreckte sich über drei Ebenen, deren felsige Plateaus sich zur Mitte hin öffneten und durch halsbrecherisch anmutendende Hängebrücken miteinander verbunden waren. Im hinteren Bereich war eine aus Häuten und Knochen gefertigte Hütte auszumachen, aus der eine koboldähnliche Gestalt hervortrat. Selbst aus der Ferne schien der in blutverschmierte Gewänder gehüllte Schamane von einer dunklen Aura umgeben, als sei er gerade einer jenseitigen Olor entstiegen… Meine Stiefel fanden auf dem glitschigen Felsboden gerade noch rechtzeitig Halt und ich kam unmittelbar vor einem muffig stinkenden Wurlurloch zum stehen, welches uns einen ungehinderten Ansturm unmöglich machte. Die Spitzen mehrerer Haufen Largh ragten bis knapp über die sich leicht kräuselnde Oberfläche und bildeten einen kleinen Pfad. Abgesehen davon, dass wir diesen nur einzeln hätten überqueren könnten, hegte ich erhebliche Zweifel bezüglich seiner Belastbarkeit …
Die Kobolde hatten sich bereits formiert und schienen unseren Angriff ungeduldig erwartet zu haben. Am gegenüberliegendn Rand des Wurlurlochs schauten wir dutzenden Speerspitzen entgegen. Die Hängebrücken füllten sich gerade mit Fernkämpfern, welche sich mit Schleudern und einfachen Armbrüsten in Stellung brachten, währnd der Schamane im Hintergrund düstere Gesänge anstimmte…
Die beiden Olven hatten an der rechten und linken Flanke des Burakrins ihre Tang gezogen und legten bereits die ersten Thantanos auf. Arrat begann trotz gezogener Agland Marnarnformeln anzustimmen und formte mit seiner linken Hand fast spielerisch eine feurige Kugel, die kurz darauf in einer Flammenwolke gegenüber des Wasserlochs inmitten der feindlichen Reihen zerbarst und ein halbes Dutzend Kobolde in Asche verwandelte! Der Schamane im Hintergrund hob sein Gekrächze zu einem grellen Schrei an und schleuderte uns eine dunkle Masse entgegen, die kurz darauf Wurlur und Boden vor unseren Stiefeln mit schwarzen sich windenden Schlieren überzog.
Ich reckte ihm trotzend den Hammer entgegen und rezitierte die Rem für einen angemessenen Gegenschlag. Im Nae zu Füßen des Schamanen sammelte sich die heilige Ol des Seelenschmieds und entfesselte begleitet vom Klang eines klirrenden Ambossschlages ihre verheerende Wirkung… Zu meiner freudigen Überraschung hatte die düstere Seele des Schamanen diesen Kräften nichts entgegenzusetzen und wurde auf der Stelle zerschmettert! Murgmal!
Das tödliche Surren der Olventangsehnen war wie ein Schlachtlied in meinen Ohren und beförderte einen Kobold nach dem anderen – mal nach vorn, mal nach hinten – über die niedrige Seilbrüstung der Hängebrücken. Die bereits leblosen Körper schlugen inmitten der feinlichen Reihen auf dem Naeboden oder direkt in den Teltyn auf, was einige der Angreifer zur sofortigen Flucht anspornte… Valdar! Die verbliebenen Koboldschützen ließen einen wahren Hagel aus Geschossen auf uns herabregnen, doch da die Brücken durch das hektische Durcheinander in Schwingung geraten waren, fand bis auf einen Querschläger, der Rylan am Kopf streifte, kaum eines ihr Ziel…
Auch wenn die Naeborn mit dem für Kobolden so typischen Gestank nach nassem Hundefell erfüllt war, war es nun an der Zeit vorzurücken! Flankiert durch die Thantanos der Spitzohren durchtrennte Arrat mit einem beherzten Wurf seiner brenndenden Agland eine der Brücken. Ich rief Moradin an und formte das Gestein der rechten Felswand zu einem schmalen Gang, der uns eine trockene Passage vorbei an dem hässlichen Wurlur bot.
Die Echsenmäuler stoben auseinander und einige zogen sich aus unserem Sichtfeld in die hinteren Bereiche der über uns liegenden Felsplateaus zurück. Die Schlacht schien geschlagen und doch würde jeder entkommene Kobold Rufus Gnursippe weiter bedrohen. Ich erhob abermals die Stimme zum Gebet und verwandelte eine der Felsplattformen in eine tödliche Falle aus zerberstenden spitzen Nae. Die Wirkung ließ sich nur anhand der Schmerzensschreie ermessen, nun durch die Naeborn hallten. Um jeglichen möglicherweise verbliebenen Kampfgeist des Feindes zu brechen stellte ich meinen Stiefel auf den Schädel des Schamanen, hob meinen Hammer und rief die Remalagh meines Volkes: Dwar arglargul! Dwar mangul! Dwar araudek!
Lyaris Samrynfrus, das sich bisher in den Schatten verborgen gehalten hatte stieg lautlos in die höheren Ebenen auf. Der flinke Vuddkriecher hangelte sich kurz darauf an einem der herabhängenden Brückentaue behände nach oben und forderte mich nur wenige Augenblicke später auf, die Wirkung der spitzen Nae zu beenden. Arrat schnappte sich einen der fliehenden Echsenmäuler am Kragen und redete in den Rem des Feindes auf diesen ein. Doch erst als er den Kleinen an den Füßen packte und kopfüber durchschüttelte begann dieser zu murmeln. Rylan machte sich daran die verbliebenen Schatten nach möglichen Hinterhalten abzusuchen.
Marnarnthork und eine dunkle Ahnung
Die provisorisch erichtete Hütte des Schamanen bestand tatsächlich aus Koboldhäuten und den Überresten anderen Wurgyms. In dessen Mitte stand eine mit Blut gefüllte Schale auf einem Altar mit mir unbekannten Zeichen, die eine deutlich spürbare Aura aus Marnarnthork ausstrahlte. Skeptisch musterte ich das seltsame Gefäß und musste all meine Willenskraft aufbringen, um dieses Werkzeug des Dunkels nicht auf der Stelle in tausend Teile zu zerschlagen. Arrat erschien im Eingang und entzifferte vier drakonischen Symbole auf dem Altar: „Magie“, „Lebenskraft“, so etwas wie „Übertragung“ und „Herr“ oder „Meister“. Offenbar war der Schamane davon überzeugt, dass seine Opfergaben ein oder mehrere „Große Wesen der Tiefe“ erwecken könne. Meinte er vielleicht seine großen entfernen „Echsenverwandten“ die Durgarn? Könnte es wirklich seine Absicht gewesen sein, den mächtigen Trübschimmer mithilfe der Opfer solch schwächlicher Geschöpfe mit neuem Leben zu erfüllen? Dann musste er mächtige Verbündete haben! Murmelings über einen geheimen „Drachenkult“, der sich der Erweckung von Durgarn verschrieben haben soll, füllten so manch durchzechte Aurdrukarnacht seit Jahrzehnten. Ich wusste nur, dass einige Magmornder ihre Kraft aus den Seelen lebendiger Wesen bezogen, doch Blutmarnarn dieser Art war weder mir noch Arrat bisher auf den Amboss gekommen. Mit der Thalorn des Hurm gelang es schhließlich, die Marnarnkräfte der Schale für einen Augenblick zu unterdrücken und das finstere Machwerk mit meinem Hammer zu zerschmettern!
Beim Durchstöbern der Hütte war ich zudem auf eine versteckte Bodenluke gestoßen. Ich signalisierte Arrat, dass ich an deren Eingang wachen würde, bis meine Gefährten bereit seien, diese weiter zu erkunden. In Gedanken versunken stütze ich mich auf meinen Hammer und entzündete ein wohlverdientes Pfeifchen! Würde uns diese einfache Luke weiter in die Tiefen führen? Würde sie uns unserem eingentlichen Ziel näher bringen, oder nur weitere unbekannte Gefahren bereithalten? Abbathoranhänger verehrten Durgarn manchmal für ihre unermesslichen Reichtümer… Ich vertraute darauf, dass Moradin mir den rechten Pfad weisen würde! Diese finsteren Treiben musste so oder so ein Ende gesetzt werden!
Lyari hatte unterdessen aus einem übergroßen Käfig einen ebenso übergroßen Käfer befreit. Seine äußergewöhnlichen Olvengaben ermöglichten es ihm sogar, diesem Geschöpf mit Klack-Lauten einfache Anweisungen zu geben… Die riesigen Chitinzangen griffen hart zu, als das Spitzohr damit begann, Koboldleichen an den Käfer zu verfüttern. Rylan hatte mittlerweile eine Hand voll Echsenmäuler aufgestöbert, welche hinter mehreren Felsbrocken kauerten und den passenden Zeitpunkt verpasst haben mussten, diese auf uns herabstürzen zu lassen. Auch sie wurden zu Nahrung für den Käfer!
Es dauerte eine ganze Weile, bis ich auch die Stimme des Gnur vernahm. Dieser schien über das Schlachtfeld mehr als verwundert, von dem Käfer offenbar beunruhigt, begann jedoch bald die Naebornzugänge nach den von ihm vermuteten Marnarnsymbolen abzusuchen. Sein entferntes wirres Brabbeln schlug irgendwann in Kichern und freundiges Lachen um, auch wenn es mir unmöglich war daraus zu schließen, ob seine Suche von erfolg gekrönt worden war.
Rylan betrat die Hütte und bat mich, seine Verwundungen mit den Gulmol des Seelenschmieds zu versorgen. Auch wenn er sein Anliegen mit glaubwürdigem Respekt vorgetragen hatte, verlor er in der reinigenden Glut das Bewusstsein. Ich deutete zur Luke und bat ihn, diese näher in Augenschein zu nehmen… Er vermutete tatsächlich einen verborgenen Mechanismus, konnte dessen Funktionsweise allerdings nicht auf Anhieb einordnen. Mit leicht verzweifelter Miene versuchte er sich der Tage seiner Ausbildung zu erinnern…
Kommentare