Howacht

Howacht

Biografie von Howacht

  • Name: Howacht
  • Alter: 17
  • Geschlecht: weiblich
  • Klasse: Barbar
  • Gesinnung: –
  • Herkunft: –

 

Beschreibung

Howacht war schon mit acht Jahren so groß wie eine ausgewachsene menschliche
Frau, mit ihren aktuellen 17 Jahren ist sie bereits voll ausgewachsen und erreicht
eine beeindruckende Größe von 2,10 m. Dazu hat sie ein breites Kreuz und eine
ausgeprägte und trainierte Muskulatur. Man muss kein zweites Mal hinsehen, um zu
erkennen, dass sie keine normale Frau sein kann, und doch weist sie keine direkten
unmenschlichen Körpermerkmale auf.
Für ihr Alter sieht sie bedeutend älter aus als sie in Wirklichkeit ist, durch ihre groben
Gesichtszüge würden sie die meisten Menschen wahrscheinlich auf Anfang 30
schätzen.
Ihre langen dunklen Haare fallen frei und ungezähmt bis zur Mitte ihres Körpers.
Seit sie im Besitz ihrer ungewöhnlichen Sense ist, wurde sie auch nicht mehr ohne
diese Waffe gesehen.
Howacht sucht noch ihren Platz in der Welt und will sich ihren eigenen, ganz
persönlichen, Namen verdienen…

Leben

Howacht, die Barbarin

Vorgeschichte

Beide würden diese Begegnung niemals vergessen.
Illarion wusste in jenem Augenblick, als er sie sah, dass sie seine Sühne war.
Eine Sühne für sein Versagen als Heiliger Streiter seiner Göttin, der seinen Kodex
gebrochen hatte.
„Ich werde Vertrauen in die Erbin haben“ ist eines der wichtigsten Gebote eines
Iomedae-Paladins. Und genau jenes Vertrauen ging verloren, als Illarion nach vielen
Jahren seines Dienstes zu der ernüchternden Klarheit gelangte, dass er durch sein
Vorbild niemals das Licht seiner Herrin in der Welt durchsetzen würde. Es war kein
Paukenschlag, keine Handlung, mit der er eine wichtige Regel seines Glaubens
verletzte. Es war vielmehr ein schleichender Prozess einer Erkenntnis, die sich wie
ein windender und unaufhaltsamer Wurm in seinen Gedanken festsetzte. Nur seine
Sturheit trieb ihn immer wieder voran, seine Pflicht zu erfüllen. Doch auch das
stärkste Pflichtgefühl weicht irgendwann, wenn der Zahn der Zeit zu lange an der
Überzeugung eines Mannes nagt. Als Illarion langsam realisierte, dass die Göttin ihm
seine besonderen Kräfte vorenthielt, fasste er den Entschluss, zu seiner letzten
Mission aufzubrechen.
Einer seiner Gefolgsleute berichtete vom Treiben eines dunklen Kultes ganz in der
Nähe, dem schleunigst ein Ende bereitet werden sollte. Der gefallene Paladin, der
auch bei seinen Männern sah, dass sie ihn zunehmend öfter mit diesem Zweifel in
den Augen ansahen, befahl ihnen kurzerhand, sich dieses Problems anzunehmen.
Seine Getreuen sollten nichts davon mitbekommen, dass er fest vorhatte, bei diesem
Kampf sein Leben zu lassen.
Und so drangen sie in einem dieser kalten Winter Irrisens in die Gemäuer eines
Lamashtu-Kultes ein, um mit blitzenden Schwertern und heiligen Gesängen den
Bösewichtern den Garaus zu machen.
Die Anhänger Lamashtus, welche gern als die Mutter aller Monster bezeichnet wird,
waren gefährliche und zähe Widersacher, und etliche Gefährten des gestrauchelten
Paladins vielen ihnen zum Opfer. Illarion, der ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben
kämpfte, entging jedoch dem Tod. Eine Ironie des Schicksals, die bitter von seinem
Kehlkopf bis zum Magen rann und einen Geschmack von Bitterkeit und Verzweiflung
mit sich brachte.
Die Diener der feindlichen Gottheit waren berüchtigt für ihre verdrehten und
verdorbenen Experimente mit fühlenden lebenden Wesen. Stets trachteten sie
danach, neues Leben zu erschaffen, in dem sie verbotene Praktiken anwandten und
monströse Kreuzungen züchteten.
Als Illarion blutverschmiert in die „Kinderstube“ des unheiligen Ortes trat – er wusste
nicht einmal, wieviel davon eigenes und wieviel fremdes Blut war, das an ihm klebte
– sah er sie. Mit ausgebreiteten, schützenden Armen stand das große Mädchen vor
einigen weiteren Kindern, die sich ängstlich hinter ihr scharrten. Sie mochte ihrem
Äußeren nach vielleicht 12 oder auch 14 Winter zählen und war von ungewöhnlich
kräftiger Statur. Die anderen Minderjährigen wiesen ebenfalls irgendwelche
merkwürdigen oder gar unnatürlichen Körpermerkmale auf, sei es zusätzliche
Gliedmaßen oder eine schuppige Haut.
Trotzig war der Blick der jungen Beschützerin auf ihn gerichtet, bereit, sich dem
unbekannten Widersacher zu stellen. So standen sie sich einige Momente wortlos
gegenüber, unsicher, was sie tun oder sagen sollten. Schließlich brach Illarion das

Schweigen und sagte dem Mädchen mit seiner festen, aber warmen Stimme, dass
sie und die anderen Kinder nichts von ihm zu befürchten hätten.
Der Krieger spürte in seinem Inneren, dass dieses tapfere Mädchen Iomedaes
Geschenk an ihn war. Eine Chance, seinen verlorenen Glauben wiederzugewinnen.
Er würde sie zu einer neuen, besseren Streiterin seiner Herrin erziehen und somit
seine Buße vollziehen.
Das Mädchen schien erst kurz zu überlegen und nickte dann stumm. Als sie zu ihrer
Schlafstatt ging, um ein paar Kleidungsstücke zu holen und auch die anderen Kinder
anwies, es ihr gleichzutun, bemerkte der Streiter Iomedaes das hölzerne kleine
Schild an ihrem Bett. Dort stand einfach eingeritzt: H-O-W-8.
So brachte Illarion die bunte Schar aus dem zerstörten Domizil und ließ die
Überreste hinter sich in Flammen aufgehen. Das Feuer, was dann wild tobte,
verbrannte das Anwesen fast gänzlich, doch es verzehrte nicht die schrecklichen
Erinnerungen der Geretteten.
Illarions verbliebene Mitstreiter trennten sich kurze Zeit später von ihrem früheren
Kommandanten und nahmen die anderen Kinder mit sich. Illarion selbst nahm das
Mädchen mit, das keinen Namen zu haben schien.
In einem Wäldchen nahe des Dorfes Turpin Rowe bezogen sie eine einsame
verlassene Jägerhütte, wo sie ihr neues Leben in Angriff nehmen sollten.
Zunächst fragte er das Kind, was sie ihm über ihre Vergangenheit sagen konnte, wer
ihre Eltern waren, wie alt sie ist und wie sie und die anderen Kinder zu diesem
schrecklichen Ort gelangt waren.
So erfuhr er von ihr, dass sie schon ihr ganzes Leben in diesen Gemäuern verbracht
hat zusammen mit den anderen Heranwachsenden. An Eltern konnte sie sich nicht
erinnern, stattdessen waren die Kultisten ihre „Erzieher“. Ihnen wurde stets gesagt,
sie wären etwas Besonderes in den Augen ihrer Göttin, denn ein Elternteil sei immer
menschlich und der andere „monströs“, was in deren Augen etwas Wundervolles und
keine Schande sei. Angeblich wäre gerade diese Mischung etwas, dass sie zu einer
überlegenen Lebensform machen würde. Mehr als die Summe ihrer Teile.
Kontakt zu Außenstehenden hatten sie noch nie, angeblich wären sie noch nicht
bereit dazu.
Das Leben bei den Kultisten war aber keineswegs von Freundlichkeit und Fürsorge
geprägt. Vielmehr wurde man auf ein grausames Leben „später da draußen“
vorbereitet. Nicht selten gab es harsche Worte und körperliche Züchtigung. Da das
Mädchen physisch stärker war als ihre „Geschwister“, stellte sie sich bisweilen vor
sie, um sie zu beschützen, sie hatten nur sich selbst. Das führte dann zu Strafen, die
körperliche wie seelische Narben hinterließen.
Aber das schürte nur umso mehr die Wut und den Willen des Mädchens, sich
niemals brechen zu lassen.
Der Iomedae-Krieger fragte sie, was der Aufdruck auf dem Holzschildchen an ihrem
Bett zu bedeuten hatte und erfuhr, dass H-O-W-8 für Halb-Oger, weiblich, acht Winter
alt, stand. Das erklärte, warum das Mädchen so groß und kräftig für ihr Alter war.
Denn offenbar musste sich weitgehend das menschliche Blut in ihren Adern
durchgesetzt haben, ähnelte sie deutlich mehr einem Menschen als ihren ogerischen
Verwandten.
Illarion gab ihr einfach den Namen, der sich daraus ergab, wenn man die
Buchstaben – und Zahlenfolge hintereinander aussprach. Howacht.
Sie wurde von einer Kultistin auch in der Sprache der Orks und Jotun unterwiesen,
erfuhr Illarion von ihr; man hätte damit noch etwas vor gehabet, hieß es damals.

Die nächsten acht Winter verbrachte das ungleiche Paar gemeinsam in jener Hütte
im Wald und es waren sehr lehrreiche Jahre. Illarion lehrte Howacht, was es hieß,
seinen Zorn im Zaum zu halten und nur dann zu nutzen, wenn jemand in Not war. Er
lehre sie als erfahrener Streiter, wie man mit Waffen umging, aber auch, wie man mit
einem vertrauenswürdigen Auftreten und passenden Worten Einfluss nehmen
konnte, um ein Blutvergießen zu vermeiden. In ihm fand Howacht das Vorbild und
den Vater, den sie nie gekannt hatte.
Illarion wollte Howacht zu einer echten Paladin der Iomedae formen, einer besseren
Version seiner selbst. Doch schnell erkannte er, dass dies einfach nicht zu
bewerkstelligen war.
Zu verstört war die Persönlichkeit des Mädchens, zu wenig Sinn hatte diese
Mischung aus Mensch und Oger für die hohen Anforderungen, die der Weg eines
Paladins erforderte.
Selbst zu einer professionellen Kämpferin fehlte ihr die Disziplin, zu emotional und zu
wenig strategisch waren ihre Gedanken. Dafür bewies sie allerdings unglaubliche
Nehmerqualitäten und sie war in ihren Ausbrüchen kaum zu stoppen, wenn es darum
ging, andere zu verteidigen, die die Kraft dazu selbst nicht hatten.
In seltenen Fällen kamen Leute aus Turpin Rowe zu ihnen, um Hilfe zu erbitten,
gelegentlich kam es in diesen wilden Landen vor, dass das Dorf beschützt werden
musste.
In dieser Zeit sammelte Howacht ihre ersten Kampferfahrungen und lernte den
Geschmack von Blut und Tod kennen. Turpin Rowe und seine Bewohner sind der
jungen Frau mit den Jahren halbwegs vertraut geworden und auch die Einwohner
wussten den Mann und seine Begleiterin durch deren Unterstützungen zu schätzen.
Nach einer solchen Hilfe, als Illarion und Howacht das Dorf zum wiederholten Male
vor marodierenden Banditen beschützt hatten, gab der Schmied der Halb-Ogerin
eine Sense, die sein Geschenk an sie sein sollte. Der Vater des Schmieds hatte
diese Waffe vor langer Zeit auf einem Schlachtfeld geborgen und sie mitgenommen,
da sie eine hervorragende Qualität aufwies und auch künstlerisch durch zahlreiche
Ornamente auf ihrem Schaft und der scharfen Klinge zur Geltung kam.
Für Howacht war diese Waffe von Anfang an etwas ganz Besonderes. Zum einen
war es ihr erstes persönliches Geschenk, das sie von einem dankbaren Menschen
bekam und zum anderen war sie gleich von den eingravierten Runen fasziniert, die
mehrfach eingeschlossene Flammensymbole darstellten und sie an ihr eigenes
inneres Feuer erinnerten, das sie im Zaum zu halten versuchte.
Illarion erzählte seinem Schützling auch gerne die eine oder andere Geschichte, die
von Eishexen und anderen exotischen Kreaturen handelte, sein Wissen um Sagen
und manche Kreaturen war durchaus beeindruckend. Howacht lauschte diesen
Erzählungen immer gerne, auch wenn sie sich selten an Details erinnern konnte.
Dabei meist ein heißes Getränk in den Händen haltend, hatte sie sich die Vorliebe für
Glühwein oder heißen Tee von ihrem Lehrmeister abgeschaut. So ging es mehr oder
weniger Tag ein, Tag aus und so hätte es eine Ewigkeit weitergehen können. Doch in
einer schicksalshaften Nacht verschwand der gestrauchelte Paladin ohne Erklärung
und als Howacht am darauffolgenden Morgen zum Fenster ihrer Hütte
hinausschaute, war da in einiger Entfernung dieser dunkle Reiter auf seinem noch
dunkleren Ross zu sehen, der sich langsam entfernte, was ihr einen unerklärlichen
Schauer über den Rücken jagte…

Persönlichkeit & Verhalten
Howacht hat im Grunde ein gutes Herz. Sie fühlt sich zur Beschützerin der
Schwachen berufen und hat eine besondere Schwäche für Kinder. Vermutlich liegt es
daran, dass sie, seit sie denken kann, andere Kinder beschützt hat, und weil Illarions
Lehren Iomedaes in ihr das Gefühl für Ehre und Heldentum gefördert haben. Wenn
sie ehrlich zu sich ist, weiß sie aber, dass sie sich ganz bewusst durch ein aufrechtes
Leben abzugrenzen versucht von dem Teil ihres Blutes, das befleckt ist durch ihr
ogerisches Erbe.
Sie weiß, dass sie auf die meisten Menschen eine ungewöhnliche, meist leicht
verstörende oder einschüchternde Wirkung hat, die sie ihrem Äußeren verdankt.
Aber gerade das ist ihr unangenehm und sie schämt sich insgeheim dafür.
Howacht ist sich dessen bewusst, dass sie keine einnehmende Persönlichkeit besitzt
wie ihr Ziehvater. Ironie versteht sie kaum.
Darum ist sie in der Regel darum bemüht, durch ihr Verhalten positive Reaktionen
ihrer Umwelt zu erzeugen, da sie keine Außenseiterin sein will.
Sie hält ihre Stimme in Gesprächen bewusst leiser, um auch hier von ihrem
bedrohlichen Äußeren abzulenken.
Bitten um Hilfe kann sie nur schwer ignorieren, stets hat sie den Drang, anderen
gefallen zu wollen. Zumindest solange sie intuitiv Gefallen findet an der betreffenden
Person.
Für einen Freund würde sie buchstäblich durchs Feuer gehen, in ihrer Fantasie
dürstet sie sogar danach, aber abgesehen von den anderen Kindern aus ihrer
Vergangenheit oder Illarion hatte sie noch nie einen wahren Freund und hat zudem

große Schwierigkeiten, jemandem aufgrund ihrer schweren Kindheit und des
psychischen Drucks durch den Lamashtu-Kult wirklich zu vertrauen, worunter sie
stark leidet.
Sie mag Leute nicht besonders, die gleichgültig oder insbesondere über Gebühr
egoistisch sind und meidet sie nach Möglichkeit. Dabei würde sie aber gerne fast
jedem die Chance geben zu zeigen, dass er ein anständiger Mensch ist. Zeigt
jemand, dass ihm Rücksichtnahme ein Fremdwort ist, büßt er bei Howacht schnell
jegliche Sympathie ein.
Howacht ist für gewöhnlich zurückhaltend, wenn sie auf fremde Leute trifft oder in
eine Situation gerät, die für sie nicht klar durchschaubar ist. Sie ist mutig, aber selten
waghalsig.
Weltliche Werte kennt sie wenig, aber aufgrund von Verlustängsten besitzergreifend.
Sie bevorzugt überwiegend fleischliche Kost, gerne in ausreichender Menge und hat
eine Schwäche für heiße Getränke wie Glühwein oder Tee. Wenn sie schläft, träumt
Howacht sehr intensiv, oft handeln ihre Träume von ungezügelter Gewalt und
schmerzhaften Veränderungen ihres Körpers, als wären es Vorboten einer
bedrohlichen Zukunft (anstehende Kampfrauschkräfte). Möglicherweise hat es damit
zu tun, dass sie durch die Kultisten der Mutter aller Monster immer wieder injizierten
Substanzen ausgesetzt war.
Die junge Barbarin liebt ansonsten die Stille der Nacht, der sie gerne lauscht und
dank ihrer angeborenen Dunkelsicht kann sie gut in die Finsternis blicken.

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