Vorwort
Ein festlicher Beginn mit düsterem Omen
Was als festliche Nacht in Niewinter begann, sollte sich bald zu einem albtraumhaften Tanz mit den Toten entwickeln. Kaum hattet ihr die Freuden der Zivilisation – und in einem Fall ein prächtiges, feuerrotes Kleid – genossen, wurdet ihr von der ernsten Miene der Hauptmännin der Stadtwache aus eurem Frieden gerissen. Ein Notfall!
Der feige Stadtrat und ein Auftrag aus der Not
Während die Stadt sich auf das mitternächtliche Feuerwerk des „Fests der Toten“ vorbereitete, marschiertet ihr zur Halle der Justiz, nur um festzustellen, dass sich der gesamte Stadtrat feige hinter magisch versiegelten Türen verbarrikadiert hatte. Die Botschaft war klar: Die Toten auf dem Friedhof waren nicht mehr gewillt, in ihren Gräbern zu ruhen, und ihr solltet euch darum kümmern.
Ein verschwundenes Gesicht und ein neuer Begleiter
Als ihr wieder ins Freie tratet, war Kira verschwunden. An ihrer statt fandet ihr nur einen treuherzigen Hund namens Luca vor, der euch fortan nicht mehr von der Seite wich.
Der Friedhof der Ruhelosen
Auf dem Friedhof selbst bot sich euch ein Bild des Grauens. Die Stadtwache kämpfte einen aussichtslosen Kampf gegen eine endlose Flut von knochigen Spinnen und Schädeln, die immer wieder aus dem geweihten Boden emporstiegen. Schnell erkanntet ihr die Sinnlosigkeit dieses Gemetzels und machtet euch auf die Suche nach der Wurzel des Übels.
Die verborgene Gruft und der verbotene Hebel
Euer Instinkt führte euch zu einer alten Gruft, deren Eingang geschickt von einer Illusion verborgen wurde – eine Täuschung, die dem Kopfstoß eines Elches (oder war es ein kräftiger Tritt?) nicht standhielt. Im Inneren lockte ein Hebel mit der verlockenden Inschrift: „Nicht ziehen“. Dorian, stets ein Freund des Experiments, konnte nicht widerstehen.
Ankunft an der Halle der Gerechtigkeit
Eilig bahnten wir uns unseren Weg durch die düsteren Straßen der Stadt, entschlossen, so schnell wie möglich die Halle der Gerechtigkeit zu erreichen. Kaum hatten wir die ehrwürdigen Stufen erklommen, erblickten wir auf der Treppe einen alten Bekannten – den Bettler, der uns in der Vergangenheit schon das ein oder andere Mal begegnet war. Doch diesmal wirkte er verändert. Wo er zuvor in düsterer Resignation geharrt hatte, schien er nun fast fröhlich. Ein seltsames, fast unheimliches Lächeln zierte sein Gesicht, als er uns begrüßte.
Kyra, die ohnehin eine besondere Verbindung zu ihm hatte, entschloss sich, bei ihm zu bleiben und wartete geduldig, während wir in die Halle traten.
Falltreppe, Sarkophage und eine unbezwingbare Winde
Ein Quietschen hallte durch die Gruft, und kurz darauf stürzten zwei von euch eine tückische Falltreppe hinab. Unten angekommen, umgeben von sieben steinernen Sarkophagen, standet ihr vor eurem nächsten Hindernis: einer gewaltigen Ankerwinde, die sich euren vereinten Kräften widersetzte. Eure Muskeln versagten, eure Würfel verrieten euch.
Der Ruf nach Hilfe und das Wunder des Eulenbären
In dieser Stunde der Not erinnertet ihr euch an Kiras Nachricht: „Ruft meinen Namen, wenn ihr Hilfe braucht.“ Ihr flüstertet ihren Namen in die staubige Luft, doch es war nicht Kira, die erschien. Stattdessen geschah das Wunder direkt vor euren Augen: Der kleine Hund Luca schwoll an, Knochen und Muskeln formten sich neu, und vor euch stand ein majestätischer, zorniger Eulenbär!
Entfesseltes Grauen und der Kampf um Leben und Tod
Mit seiner gewaltigen Kraft half er euch, die Winde zu drehen. Doch mit jeder Umdrehung entfesseltet ihr neues Grauen. Zuerst eine Horde hungriger Ghule, und dann, als die Winde ihr Ziel erreicht hatte, drei Skelettmeister, deren Augenhöhlen vor bösartiger Magie glühten.
Feuer, Verlust und der Wendepunkt
Der Kampf war brutal. Zwei sengende Feuerbälle streckten Belian nieder, und für einen Moment schien alles verloren. Doch gemeinsam, gestärkt durch die wilde Kraft des Eulenbären, schlugt ihr zurück. In der Hitze des Gefechts saht ihr für einen Augenblick, wie sich hinter der Bestie die Gestalt eines Elfen abzeichnete.
Der Sieg und die Wahrheit hinter der Bestie
Am Ende lagen die Skelettmagier zerschmettert zu euren Füßen. Der Sieg war euer. Im Moment der Stille nach dem Kampf löste sich die Gestalt des Eulenbären auf und enthüllte einen Elfen, der euch ansah.
Wiedersehen, Offenbarungen und ein neues Kapitel
In diesem Augenblick öffnete sich eine verborgene Tür, und Kira trat herein. Ihr Wiedersehen war herzlich und voller Emotionen. „Ray!“, rief sie und umarmte den Elfen. Es war Tiva Ray, ihr lange verschollener Geliebter und der Vater des Kindes, das sie unter ihrem Herzen trug. Nachdem die schockierende, aber freudige Nachricht verdaut war – und Dorian es sich nicht nehmen ließ, Ray in diesem Mausoleum zur Vaterschaft zu gratulieren – verließ die wiedervereinte Gruppe die Gruft, zurück in die Nacht von Niewinter.
Das Heldenjournal
Ein fiebriger Traum aus Verrat und Offenbarungen
Die Abenteuer in Niewinter entfalteten sich wie ein fiebriger Traum, ein Wirbelwind aus Enthüllungen, Verrat und unerwarteten Allianzen. Nachdem sich die getrennte Gruppe in den modrigen Tiefen der Gruft wiedergefunden und die tückische Treppenfalle clever umgangen hatte, offenbarte das Schlachtfeld auf dem Friedhof ein düsteres Geheimnis: Unter den Gefallenen befanden sich Mitglieder der „Toten Ratten“, jener zwielichtigen Organisation aus Serinas Vergangenheit.
Ein unsichtbarer Hinweis und ein unheilvoller Name
Während die Helden diese Entdeckung noch verarbeiteten, fanden sie auf Drängen der wachsamen Zauberwirkerin Steria den entscheidenden Hinweis: ein unsichtbares Stück Papier mit einem einzigen, ominösen Wort: Schuppenschlächter, und vielen kryptischen Zeichen.
Gestohlene Artefakte und eine tickende Zeitbombe
Die Reise führte sie zurück in die Stadt, wo die Magierin Steria eine schockierende Wahrheit über die gestohlenen Artefakte der Zitadelle enthüllte: Kyra besaß heimlich einen „Ring der heilenden Winde“, der mit einem explosiven Schutzzauber belegt war – ein Geheimnis, das sie meisterhaft verbarg und das eine tickende Zeitbombe in der Gruppe darstellte.
Ein Portal, ein Bettler und die Halle der Justiz
Ein magisches Portal, welches Steria nach Wunsch von Cleo erzeugt hatte, brachte die Helden direkt vor die Halle der Justiz, nur um dort von dem seltsam gut gelaunten Bettler namens Dimitri begrüßt zu werden.
Der gestrandete Leviathan – Sicherheit oder Trugbild?
Zuflucht fanden sie in der Taverne „Der gestrandete Leviathan“ bei Captain Harak, der sie in einen verborgenen, luxuriösen Raum mit Panoramafenstern führte. Doch Haraks Ausreden, warum seine Taverne geschlossen war, und das Misstrauen in Kyras Augen deuteten darauf hin, dass auch dieser Hafen nicht so sicher war, wie er schien.
Die Rakete mit der Drei und der beginnende Countdown
Der Abend gipfelte in einem spektakulären Feuerwerk von der „Mondsteinmaske“, dessen Beginn durch eine Rakete eingeleitet wurde, die eine leuchtende „3“ an den Himmel malte – ein unheilvoller Countdown hatte begonnen.
Rays Geständnis und ein zerbrechliches Bündnis
In der schallisolierten Stille eines Privatraums offenbarte Ray schließlich sein wahres Ich: Er war ein Doppelagent, gefangen zwischen dem Orden des Schattens und den Toten Ratten, untergetaucht, um Kyra, seine Geliebte, zu schützen. In einem Akt des Vertrauens gab ihm die Gruppe einen Sendestein, bevor er wieder in den Schatten verschwand. Die einst verfeindeten Gilden, so wurde klar, schmiedeten nun ein fragiles Bündnis.
Neue Kräfte, leise Hoffnung und eine große Offenbarung
Die folgenden Tage brachten Momente der Ruhe und neuer Pläne. Die Helden tauschten sich über ihre erwachten Kräfte aus – ein leuchtendes Geisterross für den Paladin, neue Verwandlungen und Heilmagie durch eine Eule für den Druiden. In einer intimen Runde offenbarte Kyra ihre Schwangerschaft und den Namen ihrer Tochter: Milia.
Pläne, Gefahren und unausweichliche Wege
Doch die Ruhe war trügerisch. Pläne mussten geschmiedet werden: Dorians Verhandlung in der Halle der Justiz, das Treffen mit Rays geheimnisvoller Mutter, Seniora Gray, und ein erneuter Besuch bei der „Mondsteinmaske“, bei der Dorian zur Persona non grata erklärt worden war.
Der Magierturm und das Schicksal des Rings
Der Weg führte sie jedoch zuerst zum Magierturm. Dort, bei der Erzmagierin Steria, wurde die Wahrheit über den gestohlenen Ring enthüllt: Der Lehrling Bria war der Dieb und war bereits hingerichtet worden. Beeindruckt von der Ehrlichkeit der Gruppe, den Ring zurückzugeben, reinigte Steria ihn und verwandelte ihn in ein noch mächtigeres Heilungsartefakt.
Lady Tanamere Alagondar Grab und der Blick in die Zukunft
Eine andere mysteriöse Notiz konnte sie nicht entschlüsseln, doch sie gab ihnen einen neuen, hoffnungsvollen Hinweis: das Grab der legendären Kriegerin Lady Alagondar, in dem ein mächtiges Drachentöterschwert ruhen soll. Während ein Gefährte sich auf eine zweitägige magische Analyse seiner Kräfte vorbereitete und eine seltsame gelbe Münze als Rufsignal erhielt, wurde der Gruppe klar, dass alle seltsamen Ereignisse – der Sturm am Hafen, die Barriere, der mysteriöse Zettel – miteinander verbunden waren.
Zurück zur Halle der Justiz
Ihr nächster Halt: die Halle der Justiz. Die Würfel waren gefallen, und das Schicksal von Niewinter lag einmal mehr in ihren Händen

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