Von Eis, Schnee, Riesen und unausprechlichen Namen (The Outbreaks)
Tagebuch einer unbekannten Reisenden aus dem Unterreich „Bryn Shander ist gerettet. Unsere Vorräte sind aufgestockt und Nashazar wurde beigesetzt. Ich habe einen Krug Wein auf ihn gehoben. Tja. Und dann bekamen wir nicht nur einen Titel zugesprochen, sondern lernten auch jemand kennen. Eine seltsame Gestalt. Eine Art Tiger auf zwei Beinen. Das Oberreich ist doch eine sehr seltsame Welt. Und ich dachte schon, dass das Unterreich eine sehr seltsame Flora und Fauna besitzt, aber eine Miezekatze auf zwei Beinen. Das ist wirklich neu. Gehen Katzen normalerweise nicht auf vier Beinen und sind kleiner? Auf jeden Fall bereiteten wir uns darauf vor, Harshnag und die Banditen zu finden. Selbst wenn man es der Umgebung nicht ansieht, aber es soll sehr kalt und gefährlich sein. Doch wir kennen uns hier alle nicht aus und so beschlossen wir, uns einen Guide zu suchen. Der erste Bewerber war ein komischer Paladin, der die freie Stelle in der Stadt annehmen wollte. Aber da war ich dagegen. Ich soll mir von so einem komischen Typen vorschreiben lassen, wie ich zu agieren habe? Oh nein. Eher habe ich den bis auf die Unterhose bestohlen, ehe ich das mache. Die beiden Barbaren sind auch nichts für mich gewesen. Obwohl Wildfire die beiden wollte, da er die Geschichten über die Barbaren hören wollte. Der Händler selber ist selbst für mich zu zwielichtig gewesen. Ihm ging es doch nur darum, dass er seine Waren absetzen konnte. Und dann kam da die hübsche Beldora. Ich hatte schon das Vergnügen mit ihr und ich vertraute ihr. Aber die anderen zu überzeugen. Das wird eher schwierig werden. Totes Pferd und Blm wollten den Händler haben. Wildfire die beiden Barbaren und ich wollte Beldora im Team haben. Eine klassische Pattsituation. Tja, dann muss man eben die anderen davon überzeugen. Doch wie stellte ich das am besten an? Kurz überlegte ich und richtete mich dann an den Kampfgeist von totes Pferd. Es wäre doch gelacht, wenn sie den Elfen nicht überzeugen konnte. Das Ganze war ganz einfach. Jeder wirft fünf Dolche und wer mindestens dreimal besser das Ziel trifft, der gewinnt. Wenn er gewinnt, dann nehmen wir den Händler. Gewinne ich, so kommt Beldora mit. Tja und mit etwas Glück konnte ich dafür sorgen, dass Beldora mit uns kommt. Totes Pferd hat wirklich gut geworfen. Ohne Frage. Aber ich hatte Glück, dass ich etwas genauer war. Vorher hatte ich ein Stück Holz genommen und darauf eine Zielscheibe gezeichnet. Wie auch immer. Auf jeden Fall haben wir uns so per Mehrheitsbeschluss für Beldora und das obwohl Totes Pferd nicht so gut auf die Harfner zu sprechen ist und er es erfahren hatte, aber ich vertraute ihr, obwohl wir uns erst seit kurzen kannten. Na ja viel ist aus der Zeit aus der Stadt nicht mehr zu erzählen. Am Mittag des nächsten Tages brachen wir auf. Ohne Pferde. Wildfire hat noch einen Kochtopf organisiert. Ich habe mir etwas wärmere Kleidung gekauft. Und hier habe ich den Vorteil meiner weißen Haare gesehen. Sie fallen nicht ganz so im Schnee auf. Auf jeden Fall brachen wir auf. Wir ließen eine der Siedlungen rechts neben uns liegen und drangen immer weiter zu der Ebene voller Eis und Schnee vor. Das Fell nutzte ich, um im Eis nicht so schnell gesehen zu werden. Eis. Schnee. Sowas existiert im Unterreich nicht. Auf jeden Fall sahen Beldora und ich irgendwann sowas wie eine Schneewehe. Beldora hieß die anderen, an zu halten. Selber ging ich vor. Und das stellte sich als schwerer Fehler heraus. Ich versuchte an den Hügel zu schleichen. Schien nicht ganz so geklappt zu haben, als auf einmal dieses seltsame Monster vor mir auftauchte. Meinen Gelenken sei Dank, konnte ich noch einen Sprung nach hinten machen, aber das brachte nicht wirklich was. Das Vieh hatte seltsame Augen. Wie eine Kugel und mehreren, wie bei einer Spinne. Es besaß zwei Flügel und die Haut schien zu glühen. Und es war groß. Mehr als doppelt so groß wie Grumpf. Ich hörte noch, wie jemand rief, das wäre ein Remo…ein Remo…ein Remohaz. Blöder Name. Kann ich ja kaum aussprechen. Wer nennt solche Viecher sowas? Wie auch immer. Ich versuchte dieses blöde Vieh mit Feenfeuer zu belegen. Wer so groß und Fett ist, wird bestimmt nicht so geschickt sein. Weit gefehlt. Es wich aus. Verfluchter Mist. Und dann griff das Wesen an. Aua. Das tat weh. Sein Biss war schmerzhaft und verdammt heiß. Es versuchte mich auch zu packen, aber nicht mit mir. Gerade so, ehe es mich verschlingen konnte. Totes Pferd mischte sich ein und meine Hoffnung, dass das Vieh sich dem Elfen nun zu wendet. Sie bewahrheiteten sich nicht. Schlägt jetzt etwa das Karma zu? Was für ein Gottverdammtes Karma? Doch das hier erinnerte sie genau an das, was sie oft im Unterreich getan hatte. Lauf oder geh drauf. Blm heilte mich und Wildfire versuchte einen Feuerball auf das Vieh zu werfen. Doch dadurch wurde es noch stärker. Ein Feuerball und dann hat er sich auch noch geteilt. Na ja. Er scheint ein Magier zu sein. Beldora gab Wildfire irgendwas und trank selber etwas. Na ja was auch immer. Ich versuchte mich inzwischen zurück zu ziehen und ihn zu treffen, aber das Glück war mir nicht holt. Nur soweit, dass dieses Vieh nicht reagierte. Das war gut, denn so konnte ich auf Abstand gehen. Auf einmal kam ein Wesen mit Flügeln dazu. Verwandelte sich in einen komischen Oger und schlug das komische Vieh. Totes Pferd flippte inzwischen vollständig aus. Mit seinem komischen Schwert von dem Balor zog er voller Kraft durch. Wildfire schickte seltsame Kugeln auf das Vieh. Das Vieh, welches den neuen angriff. Damit konnte ich mal einen guten Schuss landen und traf auch. Es schlief auch ein. Es versuchte noch totes Pferd ab zu schütteln, als dieser auf dem seltsamen Wesen gesprungen ist und Beldora? Die hat komische Blitzschüsse von sich gegeben. Auf jeden Fall konnte Tites Pferd den letzten Schlag ausführen und so das Vieh töten. Endlich war es vorbei. Auch wenn sich der neue und totes Pferd Verbrennungen erlitten haben. Erstmal lies ich Totes Pferd sich austoben. Wildfire füllte die leere Phiole mit der Säure aus dem Magen von dem Remohaz, ihr Göttinnen kann ich ja kaum aussprechen, während ich mich mit totes Pferd und einem Brecheisen an die Arbeit machte, Schuppen von dem zu lösen und auch die Flügel konnten wir für uns sichern. Und da tauchte er auf. Ein Frostriese. Wildfire rief ihn an und er beantwortete seine Frage, dass es Harshnag ist und sie fingen an, sich zu unterhalten. Ich bekam es nur am Rande mit, da die Maske von dem anderen einfach nur zu Faszinierend ist. Ryan Turner stellte er sich vor und als ich auf Undercommon fluchte, antwortete er in der selben Sprache. Verwundert sehe ich ihn an. Er scheint ein Mensch zu sein und nennt sich selber Ryan. Und er stammt aus dem Osten. Aus dem tiefen Imaskari sogar? Ach keine Ahnung. Auf jeden Fall versuchte ich seine Maske zu entwenden. Im Kampf war die schwarz und nun wieder weiß? Ich muss diese haben, aber vermutlich habe ich mein Glück für heute schon aufgebraucht. Doch vom Gespräch zwischen Wildfire, Blm, Harshnag und Beldora bekam ich nur ein Teil mit. Es geht um irgendein Orakel. Und um einen König der Frostriesen, der dafür gesorgt hat, dass die Riesen angreifen. Irgendwas steckt dahinter und nur ein komisches Orakel konnte uns Antworten geben. Er redete nicht viel, aber nahm die Flügel von dem seltsamen Wesen ab, welches von Frostriesen aufgezogen und als Wachen genutzt werden. Und so zogen wir los. Wir marschierten die ganze Nacht und kamen am nächsten Morgen an einem seltsamen Ort an. Ein Gebäude aus Eis. Zumindest sah ich das so. Meine Güte bin viel zu lange wach. Wird Zeit, dass ich mich etwas ausruhe, denn so die letzte Zeit zum Morgen hin. Nada. Kam mir wie im Traum wahr und ich kann mich auch nicht mehr so gut daran erinnern. Ich bin auch nur eine Elfe, aber mal sehen, ob das Orakel uns Antworten geben kann. Und das Versprechen, dass es sicher wäre, na ja mal sehen. Wenn jemand sowas verspricht, dann erwarte ich garantiert Ärger. Das ist normal. Doch nun bin ich gespannt, wie es weitergeht. Die Banditen haben wir leider nicht mehr gefunden.“
Beute und Belohnung:
1400 XP für jeden 1 Phiole Säure für Wildfire Fleisch zum kochen für Blm Je 10 Schuppen & 1 Flügel für Tira und totes Pferd.
Von Händlern, Pferden & Banditen (The Legacy of the Grey Guardians) Jahr 1489. Kerzenburg
Mein geliebter Sohn. Ich schicke dir diese Zeilen, um dir zu zeigen, dass ich dich nicht aus meinen Leben verbannt habe. Du und dein Vater sind weiterhin die wichtigsten in meinem Leben. Nach dem Tot des Tieflings, welcher von einem seltsamen Stab beherrscht worden ist, war es ruhig in Beregost geworden. Andere Abenteurer haben sich eingefunden und am darauf folgenden Tag saßen wir in der Taverne zusammen. Cipher, ein junger Halbelf aus der Kerzenburg mit seltsamen Meinungen, hatte gespielt und ich habe Maevina näher kennen gelernt. Es ist seltsam. Jemand neues kennen zu lernen und man hat das Gefühl, dass man sich versteht. Ihre Geschichte und ihre Beweggründe. Ich kann sie verstehen. Sie erzählte mir davon, wie sie ihren verschwundenen Gemahl sucht und eine Spur hatte sie in Dalogs Turm geführt. Doch ich verstand sie wirklich. Ich würde genauso handeln, wenn es um euch beide geht. Wie auch immer. Wir unterhielten uns, als uns zwei Sachen zu Ohren kamen. Einmal Cipher, wie er versuchte, Anakis zu verheiraten. Gegen ihren Willen und dann noch die Sache mit einer Waldhütte, wo ein Sukkubus leben soll. Klar würde ich gerne helfen, die Sukkubus zu verbannen, aber das Problem ist, dass wir keine genaueren Informationen hatten und wie soll man andere schützen, wenn man nicht genug Informationen hat. Je länger der Abend wurde, umso vertiefter war ich im Gespräch mit Maevina und ich bot ihr meine Hilfe an. Zwischendurch erschien Cipher. DA er in meinem Rücken war und mich ansprach, reagierte ein Reflex und ich versuchte ihn zu treffen. Na ja. Zum Glück traf ich ihn mit der Faust nicht. Anakis, unsere Druidin, wollte einen Stab erstehen. Einen teuren Stab, dessen Nutzen ich mir nicht erklären konnte und so folgte ich zusammen mit Maevina zum Händler Quirin. Sie verhandelten um diesen Stab und mir war der Zweck dieses Stabes immer noch nicht klar. Was sollten wir mit einem Stab, womit wir Lasten blockieren konnten. Ich verstehe es immer noch nicht, aber Maevina entschied, ihr zu helfen und tauschte dazu ihren Hut und Amulett dafür ein. Doch wir beschlossen, jetzt zu nächtigen und die Dunkelelfe ging auf mein Angebot ein, zusammen mit mir das Zimmer zu teilen.
Am nächsten Morgen erfuhren wir beim Frühstück, dass einige Kultisten Ärger vor Beregost machen wollten und dabei von anderen Abenteurern gestört worden sind. Das ist gut für Beregost. Doch wir beschlossen, uns auf den Weg in den Norden zu machen. Richtung Baldurs Tor. Mit einen Abstecher über die Kerzenburg. Wir müssen die anderen Teile der Drachenmaske finden und sie vor den Blicken des verfluchten Kultes verbergen. Doch am schnellsten geht es zu Pferde und auf einen der Gehöfte beschlossen wir, Pferde zu kaufen. Damit sind wir schneller unterwegs. Sie versuchten den Händler runter zu handeln, aber wenn die Kerzenburg wirklich zerstört ist und vielleicht doch noch ein paar Überlebende gibt, so müssen wir zusehen, dass wir denen helfen, aber was ist, wenn nichts mehr da ist? Die Chance ist hoch. Und so tauschte ich den einen Ring um. Was soll ich mit so einem Ring? Magie ist in meinen Augen zwar hilfreich, aber sie kann auch einen genau dann verlassen, wenn man sie braucht. Da halte ich es lieber an meine eigenen Fähigkeiten. Und so erstanden wir zwei Streitrösser, ein Wagen mit vier Pferden und dazu Zaumzeug, Kleidung und Nahrung. Und zwar die besten Rösser, die der Händler hatte. Doch unser Aufbruch stand unter keinem guten Stern. Gleich zu Beginn fuhr Anakis über einen kleinen Hügel und der Wagen landete im Graben, wo ein Rad zerbrach. Passiert. Der Händler konnte uns noch ein Reserverad geben und durch etwas Zugkraft hoben wir den Wagen an und reparierten ihn schnell. Der restliche Weg verlief ohne weitere Ereignisse, bis auf die eine Räuberbande, welche uns anhielt. Wir machten uns Kampfbereit und versuchten sie ein zu schüchtern, aber es klappte nicht, doch Ander bezahlte den Wegzoll und sie reisten weiter. Anakis hatte sich kurz in eine Eidechse verwandelt, aber war nach einer weile wieder da. Sie ritten weiter, aber Cipher blieb noch da und redete kurz mit den Banditen, ehe er sich auf den Weg machte und in eine andere Richtung ritt.. Nach einer weile tauchten wir an der Kerzenburg auf und ein alter Mann ließ uns ein. Später kam auch Cipher mit dem alten Mann wieder. Über Cipher kann ich nur den Kopf schütteln. Ich lasse mich von ihm nicht belehren, was ich zu tun oder zu lassen habe. Es wird zeit, dass er sein Idealistisches Weltbild verändert. Nicht alles ist so, wie er es gerne haben würde und ich werde mich nicht vor ihn rechtfertigen. Doch wir wurden willkommen geheißen und haben beschlossen, hier zu bleiben und den Einwohnern der Kerzenburg zu helfen.
Ich weiß nicht, wie lange es noch dauern wird, ehe wir uns erneut sehen werden. Mein liebster Sohn. Achte gut auf deinen Vater.
Verfolgt zu werden. Weiß einer überhaupt, wie das ist? Klar waren mir bisher immer Wachen oder anderes Gesocks auf den Fersen, aber das meinte ich nicht. Das sind Gefahren, die man sieht, aber was ist, wenn man unter unguten Zeichen geboren worden ist? Man hat das Gefühl etwas kaltes und aus der Distanz beobachtet einen? etwas, was dir ab und zu mal mitten im Schlaf einem zuwinkt? Ein dunkler Stern, der nur darauf wartet, sich an dem Leid zu ergötzen, was einem passiert. Und es bleibt eine Sache in all den Jahren nicht aus. man wird paranoid. An jeder Ecke sieht man eine potenzielle Gefahr, was im Unterreich auch alltäglich ist. Mein Lebensweg oder besser gesagt, Leidensweg, begann am 13 Elasias im Jahre 1332 in der Stadt Ched Nassad. Meine Geburt stand damals schon unter einem dunklen Stern und in meiner Wiege lagen zwei verfluchte Dolche. Ich weiß heute immer noch nicht, von wem die Sind. Auf jeden Fall hatten meine Erzeuger höhere Ambitionen, als Klugheit. sie haben ernsthaft gedacht, dass ich eine Priesterin von Lolth werden könnte und somit das Ansehen, dieses mickrigen Hauses steigern kann. Tja. Pustekuchen. Bis auf die kleinen Kunststückchen, die jeder Drow kann, ist nichts mit Magie bei mir und ich habe mich noch nie wirklich zu irgendeinen Gott zugehörig gefühlt. Warum auch? Seit meiner Geburt leide ich unter Verfolgungswahn. Ihr wisst ja. Drows sind da Experten, aber bei mir ist es extrem. Wie auch immer. Meine Erzeuger übernahmen sich und ich schaffte es, irgendwie zu entkommen. ich habe schon früh irgendwie gespürt, dass jemand kommt, um sie zu töten und so versteckte ich mich. Tja. meine Erzeuger sind Tod und nun? Soll ich denen eine Träne hinterher weinen? So ist es nun mal im Leben. Wer früher stirbt, ist länger tot und wurde auch eher von seinem Leiden auf der Welt befreit. Aber wie gesagt, das sollte nicht mein Problem sein. Bis ich 15 war, als diese beiden getötet worden sind, habe ich teilweise ein paar Tage auf der Straße verbracht. Ich habe gelogen, betrogen und geklaut. Was kann ich denn dafür, dass die anderen so unachtsam sind? Auf jeden Fall haben sie mich kein einziges mal erwischt. Tja und als ich dann auf mich alleine gestellt war, machte ich weiter. Ich betrog die anderen, klaute aus den Taschen, log anderen die Hucke voll und habe so einige Einbrüche durch gezogen. Ich lernte die Feinheiten jeder Gefahr zu erkennen. Ich höre auf meinem Instinkt. Die Sinne wurden geschärft. Aber nach rund 20 Jahren wurde es mir langsam zu heiß in der Stadt und so brach ich auf. Ich erkundete das Unterreich und zog von einer Stadt zur nächsten und machte das, was ich nun mal am besten konnte. Lügen, betrügen, klauen und wenn ich mal erwischt werde, versuchen schnell raus zu reden. Selbst bei Abenteuerlustigen Möchtegernhelden habe ich keine Ausnahme gemacht. Es kamen genug Leute aus der Welt über dem Unterreich. Aus der Welt an der Sonne. Auch die legte ich übers Ohr. Ich führte sie ein bisschen herum und nahm dafür einen horrenden Satz. Und wenn einer dabei drauf geht, so war es nicht mein Problem. Und so zog ich durch das Unterreich. In der Hoffnung, etwas mehr über diese verfluchten Dolche heraus zu bekommen. Egal, wo ich sie vergrabe. Egal, wie weit ich sie weg werfe. Egal, wie tief ich sie versenke. Am nächsten Tag sind sie wieder bei mir und ich hoffe, dass jemand was darüber in Erfahrung bringen kann und wie ich diesen Fluch loswerden kann. Denn diese Dolche habe ich seit meiner Geburt. Tja und entweder werde ich eines Tages sterben oder den Fluch vor meinem Tode loswerden. Was solls. Mal sehen, ob ich ein paar neue Abenteurer finde, die ein bisschen Gold ausgeben wollen.
Dass man von seiner Vergangenheit eingeholt wird, das ist für viele nichts neues. Aber dass einem auch die Sünden seiner Ahnen immer wieder aufs neue begegnen, das erlebt nicht jeder. Mein Name ist Thredi Rres und am 25. Uktal erlebe ich meinen 35. Winter. Geboren wurde ich am Grat der Welt, als letzte meines Stammes. Wer meine Erzeuger waren, das weiß ich nicht. Ich habe sie nie kennen gelernt. Ich erinnere mich nur, dass ich nur Lord Harald Blauzahn als Ziehvater hatte. Er ist ein Krieger im Orden der schützenden Hand von Helm. Dieser Orden hatte im Eiswindtal einen kleinen Stützpunkt dieses Orden der Paladine. Ich wusste, dass ich als Ork anders war, wie die anderen, aber ich habe sie als meine Brüder und Schwestern angesehen. Doch die Träume um die Gräueltaten meiner Ahnen kamen immer häufiger, je älter ich wurde. Mord. Raub. Vergewaltigung und andere Schandtaten. Und nach meinem sechsten Winter beschloss ich, dem Orden der Schützenden Hand bei zu treten. Buße für die Schandtaten meiner Ahnen zu leisten. Ich trainierte. Ich produzierte meinen Körper. Dabei erlernte ich den Umgang mit der Schmiede, was meinen Körper noch weiter stärkte. Ich erlernte den Umgang mit diversen Waffen, doch der Kriegshammer, wird immer meine liebste Waffe sein, da sie in meinen Augen perfekt ausbalanciert ist und sogar Untote vernichten kann. Aber auch das Wissen blieb nicht auf der Strecke. Ich lernte mehr über die Götter und die Heilkunst. Aber auch die taktische Kriegskunst wurde mir nicht verwehrt. Mein Ziehvater hatte dazu immer einen Spruch auf den Lippen. „Wenn du dich und deine Feinde kennst, so wirst du aus jeder Schlacht erfolgreich hervor gehen. Wenn du nur dich selbst kennst, aber nicht deinen Feind, dann wird auf jeden Sieg eine Niederlage folgen. Aber kennst du weder dich selbst, noch deinen Feind, so wirst du immer und immer wieder geschlagen.“ Ich weiß nicht, von wem er diesen Spruch hatte, aber er leuchtete ein. Die meisten hatten Bedenken, dass ich bevorzugt werde bei der Ausbildung, doch dem war nicht so. Im Gegenteil. Ich hatte das Gefühl, dass er mich härter als die anderen trainierte. Er wollte meinen Charakter formen. Das war seine Aussage. Und so geschah es auch. Während viele ihrer strikten Überzeugung folgten, beschloss ich, dass ich mir erst mal jede Seite anhöre und ansehe, ehe ich urteile. Gut und Böse. Licht und Schatten. Diese Dinge liegen so weit auseinander und doch sind sie sehr eng mit einander verwoben. Das eine kann ohne dem anderen nicht existieren. Und während sich die anderen als Ritter des Lichts bezeichnen, so sehe ich mich eher als Kreuzritter. Als jemand, der bereit ist, seine eigene Ehre zu besudeln, um die einfachen Leute zu beschützen und zu verteidigen. Denn es sind immer die Unschuldigen, welche zuerst leiden. Doch nach einer Dekade harten Lernens, Training und einem entbehrungsreichen Lebens war es schließlich soweit. Der Männer und Frauen des Ordens nahmen mich als eine der ihren auf. Ich war nicht mehr das kleine Mädchen von früher. Ich war inzwischen fast zwei Meter groß und hatte gewaltig an Gewicht und Kraft zugelegt. Die nächsten fünf Winter blieb ich noch da und kämpfte an deren Seite gegen Untote, Riesen und deren kleineren Verwandten und anderen Orks, welche die Zehnstädte bedrohten. Doch irgendwann ist für jeden mal die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen und so schnürte ich meine Bündel, schulterte meinen Hammer und zog gen Süden. Es war zeit Erfahrungen zu sammeln. Dort wo ich konnte, half ich dem einfachen Volk. Ich arbeitete Seite an Seite und kämpfte auch an ihrer Seite, wenn es notwendig sein sollte. Streitigkeiten sollte ich schlichten. Und so blieb ich immer mal wieder für ein paar Monate in einem Ort und zog dann weiter. Ehe ich vor rund 5 Jahren Jared, den Schmied kennen lernte. Er war anders als die meisten Menschen. Er akzeptierte mich so, wie ich bin und so verliebten wir uns in einander und zogen nach Greenest. Wir arbeiteten als einfache Schmiedeleute in der Stadt. Meine Rüstung und Waffen habe ich in eine Truhe gepackt. Bis zu dem Zeitpunkt, bis der Kreuzzug wieder ausgerufen wird. Ein Jahr nach unserer Ankunft, kam Gra’ahl zur Welt. Unser gemeinsamer Sohn. Doch der Frieden dauerte nicht ewig. Bevor der Drachenkult angegriffen hat, hatte ich wieder diese Alpträume. Und als der Drachenkult angegriffen hat, beschloss ich, dass es zeit war, wieder die zu werden, die ich war. Eine Kreuzritterin, welche für den Frieden und den Schutz der unschuldigen kämpft. Nur mit dem Unterschied, dass ich nun eine Familie habe und keiner wird denen was antun. Es ist Zeit zurück zu schlagen.
Tagebuch von Nanay Kusisqa. Ort: Unterreich. Datum unbekannt.
Gerade so haben wir den Kampf gegen den Dämon überlebt. Es war ein harter Kampf und doch standen wir dann da. Mehr tot und verbrannt, als lebendig. So einen Kampf brauche ich nicht nochmal, aber uns war bewusst, dass wir noch den Totenbeschwörer besiegen müssen. Unser Freund Mumrik hat etwas gebraut und ehe wir uns versehen, hat uns der grüne Nebel uns an einen anderen Ort gebracht. Ein Ort, voller Magie und unterschiedlichen Wesen. Ihr durchströmte meinen Körper, als ich diesen Ort betrat. Ich musste zweimal gucken, um zu erkennen, dass die Möbel, die bar und andere Gegenstände aus lebenden Pflanzen bestanden. Während sich totes Pferd mit gehörten Wesen unterhielten und die anderen Speisen und Getränke zu sich nehmen. Meine Füße brachten mich an die Bar. Etwas essen, etwas trinken und in Ruhe im Buch lesen. Das war Erholung für mich. Auf einmal trat ein älterer Mann ein, welcher sehr gut behandelt wurde und erst beim näheren hinsehen, konnte ich erkennen, dass es sich im ein Avatar von Sylvannus handelte. Das war beruhigend, denn so konnten wir uns in Ruhe ausruhen.
Als wir wieder erwachten, waren wir wieder an der Stelle, wo wir den Bator besorgt hatten. Gestärkt und voller Tatendrang, waren wir bereit unsere nächste Aufgabe zu erledigen. Den totenbeschworer zu besiegen. Nashazar hatte am anderen Ende des Raumes eine kleine kammer entdeckt und wir machten uns auf den Weg. Durch etwas Magie und Gewalt konnten wir die Tür öffnen und im Raum dahinter? Noch eine Tür. Doch auch diese konnte schnell geöffnet werden, doch wurden wir von einem riesigen Skelett schon erwartet. Mit der Hilfe von Nashazar, konnten wir ihn jedoch wieder zur Ruhe schicken. Was danach kommt, ist wie ein Nebel in meinem Kopf. Kurz betraten wir die kleine Halle und kurz hatte ich das Gefühl, dass sich Spinnweben in meinem Kopf waren. Doch wir konnten den Nekromanten töten. Thoringal, Nashazar, totes Pferd und Grumpf stürmten auf die Galerie zu dem Gegner, während ich mit blm versucht hatte, ihn vom Boden aus zu bekämpfen. Was er über uns gemacht hätte, das konnte ich nicht sehen, aber als er vor mir erschien, konnte ich noch gerade so dem totenbeschwörer mit einem flammenden Schwert als zauber seinen Kopf von den Schultern trennen. Doch was nun? Wie geht es nun weiter? Ich weiß es nicht.
Kommentare