Eryn

Zweimal in der Woche durfte sie abends in die Taverne gehen. Sie genoss die Zeit mit ihren Freunden dort und lauschte gespannt den Erzählungen der Reisenden. Immer mehr merkte sie, wie sie es in die Ferne zog. Sie wollte das erleben, wovon die Fremden berichteten. Eines Tages nahm sie ihren Mut zusammen und sprach ihren Vater darauf an. Er lächelte und meinte „diese Reiselust hast du von deiner Mutter“. Er hatte nichts dagegen, nur konnte er ihr kein Gold für ihren Weg zur Verfügung stellen.
Aber das brauchte er auch gar nicht, denn ihre Geschwister hatten sie bei einem Gesangswettbewerb eingetragen, bei dem der Hauptpreis 100 Goldstücke waren und dazu gab es eine kleine Laute.
Anfangs war sie ein wenig sauer auf ihre Schwestern und Brüder, hatte sie doch noch nie vor so viel Publikum gesungen. Doch kaum stand sie auf der Bühne flogen die Worte nur so aus ihr heraus.
Einen kleinen Teil ihres Preises gab sie ihrer Familie und ein paar Tage später zog sie los.
Zehn Jahre ist es nun her, dass sie ihr Elternhaus in Esmeltaran verlassen hat. Durch ihre neugierige und offene Art fand sie schnell Leute zum Unterhalten oder Reisen.
Auf dem Weg nach Baldur´s Tor hat sie sich zu einem Stopp in Beregost verleiten lassen. Zu ihrem Glück wie es schien, denn hier hat sie ihren ersten echten Goliath mit seinem Gefolge gesehen. Daraus lässt sich bestimmt eine tolle Heldengeschichte machen…
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