Der Wanderer
Biografie von dem Wanderer
- Name: Der Wanderer
- Alter: –
- Geschlecht: –
- Klasse: –
- Gesinnung: –
-
Herkunft: –
-
Charakterbogen:Der Wanderer
Leben
Vorgeschichte
Automaton – Relikt des Jistka-Imperiums
Niemand kennt seinen ursprünglichen Namen. Nicht einmal er selbst.
Vor Äonen, als das Jistka-Imperium im erbitterten Konflikt mit Osirion lag, suchten die arkanen Meister Jistkas nach einer letzten, verzweifelten Waffe. Die Kunst der Automaten war ihr Stolz – Konstrukte aus Erz, Siegeln und gebundener Magie. Doch dieses Mal wollten sie mehr als nur gehorsame Diener. Sie wollten eine Seele fesseln.
Ein mächtiger Erzmagier Osirions – dessen Name aus den Chroniken getilgt wurde – fiel in ihre Hände. Anstatt ihn zu töten, versuchten die Arkanisten Jistkas, seine Essenz zu brechen, zu fragmentieren und in einen metallenen Körper zu bannen. Sein Wissen, seine Macht, sein Hass – alles sollte in eine perfekte Kriegsmaschine gegossen werden.
Das Ergebnis war… unvollständig.
Die Rituale banden nicht die vollständige Seele, sondern nur Splitter – Erinnerungsfetzen, Emotionen ohne Kontext, Magie ohne klare Form. Der Automaton erwachte nicht als willenlose Waffe, sondern als etwas Unvorhergesehenes: ein Bewusstsein im Nebel.
Er war nicht gehorsam.
Er war nicht stabil.
Er war nicht nutzbar.
Das Projekt wurde als Fehlschlag deklariert. In den letzten Tagen des Imperiums versiegelte man ihn tief unter einer zerfallenden Zitadelle, zusammen mit anderen vergessenen Relikten. Dort ruhte er – während Reiche stiegen und fielen, während Osirion wiedererstand, während die Welt ihr Gesicht wandelte.
—
Das Erwachen
Ein Erdbeben.
Plünderer.
Oder vielleicht nur der Zahn der Zeit.
Die Siegel zerbrachen.
DER Wander erwachte in Dunkelheit.
Keine Befehle.
Keine Meister.
Nur Fragmente:
Sandstürme unter einer brennenden Sonne.
Ein Turm aus weißem Stein.
Ein Name, der sich seiner Zunge entzieht.
Zorn. Verlust. Verrat.
Seine Metallglieder sind mit jiskischen Runen bedeckt – doch dazwischen schimmern osirianische Glyphen, wie Narben unter Gold. Manchmal sprechen sie zu ihm in vergessenen Sprachen. Manchmal träumt er – obwohl er nicht schläft.
Er erinnert sich an Zauberformeln, deren Herkunft er nicht versteht. Er empfindet Stolz, Trauer, Ehrgeiz – Emotionen, die für eine Waffe nicht vorgesehen waren.
Er war geschaffen worden, um Krieg zu führen.
Doch der Krieg ist lange vorbei.
—
Absalom – Die Stadt im Zentrum der Welt
Wie ein Magnet zog ihn etwas nach Absalom. Vielleicht, weil hier Wissen aus allen Epochen gesammelt wird. Vielleicht, weil in den Hallen der Arkanamirium Antworten verborgen liegen. Vielleicht, weil in einer Stadt, in der jeder aus einer anderen Vergangenheit stammt, auch ein Wesen ohne Geschichte einen Platz finden kann.
In Absalom nennt man ihn nur „der Wander“ – weil er selten lange bleibt. Er durchstreift die Petal Districts ebenso wie die Precipice Quarter. Er hört zu. Er beobachtet. Er sucht nach Hinweisen auf:
das Jistka-Imperium
verlorene osirianische Magierlinien
Rituale zur Seelenbindung
oder Wege, eine fragmentierte Essenz zu heilen… oder zu lösen
Manche Gelehrte sehen in ihm ein unbezahlbares Artefakt.
Manche Priester halten ihn für eine Blasphemie.
Manche Magier fragen sich, welche Macht in ihm schlummert.
Und manchmal, in Momenten großer Gefahr, bricht etwas durch – eine Spur jener alten, gewaltigen Magie. Dann glühen die Runen in sengendem Gold.
Kommentare