Das Grab der Neun Götter (Legacy of the Past)

Unerwartete Verstärkung

Im Tempel der Nachschlange gelingt es Bandek mittels eines Zaubers, gewirkt auf den roten Magier von Thay, dass verhindert wird, dass das Ritual mit der Nachtschlange, während ihrer Abwesenheit, abgeschlossen wird. Eine kleine Hoffnung.

Unterdessen machen Pib und Nagel-Beutel, nach einem Streit, Bekanntschaft mit einem neuen Gesicht Arens, der nach einer Farbbombe ganz in Gelb gefärbt war. Ein Anhänger Selûnes, der von „Zeichen“ zur Gruppe geführt wurde. Er ist ruhig beobachtend und seine genauen Motive sind noch unklar. Er schloss sich der Gruppe gegen den Todesfluch an. Die inzwischen aus dem Tempel der Nachtschlange zurückgekehrt war, um den versteckten 9ten Stein aus dem Versteck zu holen.

Das Rätsel der Trickster-Götter

Der Moment der Wahrheit war gekommen. Nach unzähligen Gefahren standen die Helden endlich vor dem monumentalen Steintor des Grabs der Neun Götter. Vor ihnen lag das letzte Rätsel, das sie von seinem Inneren trennte: eine Steinplatte mit neun leeren Vertiefungen, wartend auf die Trickster-Würfel, die sie so mühsam gesammelt hatten. Die einzige Anleitung war ein kryptischer Text: „Die Gegner trotzen, einer steht zwischen ihnen.“

Was folgte, war eine Meisterleistung des Verstandes und des Gedächtnisses. Theorien über Gesinnungen wurden aufgestellt und verworfen, bis ein göttliches Omen den Weg wies: Bestimmte Götterpaare mussten sich wie auf einem Schachbrett gegenüberstehen. Mit den verblassenden Erinnerungen an die Reliefs in den Schreinen und der Hilfe des Gelehrten Orvex wurde Würfel für Würfel platziert. Ein tiefes Rumpeln erschütterte den Boden, die Würfel leuchteten auf und verschwanden – und die Tür öffnete sich, einen Schwall kalter, modriger Luft ausspuckend.

Tödliche Mechanismen und die Tugend der Geduld

Doch das Grab gab seine Geheimnisse nicht so leicht preis. Der erste Gang endete an einer Tür mit einem unheilvoll inn den Gang blickenden Totenschädel und einem Hebel. Ein waghalsiger Griff löste eine tödliche Stachelfalle aus, der nur durch Akrobatik entkommen werden konnte. Die Lösung war jedoch nicht Gewalt, sondern Klugheit: Beim zweiten Versuch, nach einer Stunde des Wartens, wurde der Schädel verhüllt, der Countdown der Sanduhr ignoriert und die Tür öffnete sich als Belohnung für Geduld.

Durch das Labyrinth der Fallen

Die nächsten Prüfungen waren nicht weniger tückisch. Ein Korridor, gespickt mit Pfeilfallen und Druckplatten, wurde durch exzellente Teamarbeit überwunden – Platten wurden verkeilt, Lianen weggehackt und gefährliche Stellen übersprungen. Der Weg führte sie an eine T-Kreuzung, die sie vor die Wahl zwischen zwei Übeln stellte. Im Schlund eines Teufelsgesichts lauerte, wie sich herausstellte, ein albtraumhafter Schattendämon. Die Helden beschlossen, diese Bedrohung vorerst zu ignorieren und wagten sich tiefer in die Dunkelheit vor.

Das Grab der Neun (Legacy of the Past)

Abstieg in den Schlund und Obolakas Gruft

Sie betraten einen gewaltigen, senkrechten Schacht, der sich Ebene für Ebene in die Finsternis stürzte. Dort erspähten sie den ersten Wächter des Grabs: einen unheimlichen, untoten Zwerg, das Gesicht hinter einer Teufelsmaske verborgen. Getreu ihrem neuen Vorsatz, „nichts im Rücken zu lassen“, beschloss die Gruppe, zuerst ihre eigene Ebene zu sichern. Diese Entscheidung führte sie zu einer schicksalhaften Entdeckung: Hinter einem Vorhang aus Lianen offenbarte ein Kristallfenster im Boden den Blick in die versiegelte Gruft von Obolaka, dem Bären-Trickstergott.

Ein gefährlicher Pakt mit der Dunkelheit

Hier, inmitten von Bärenstatuen und maskierten Leichen, erkannten sie die Wahrheit hinter den Worten einer alten Hexe: Der Lich bezog seine Macht aus den gefangenen Göttern. Sie zu befreien, könnte der Schlüssel zum Sieg sein. Mit neuem Eifer begann die Gruppe, leise einen Weg durch das Kristallfenster zu schaffen. Doch die Schatten dieses Ortes sind wachsam. Gerade als der Durchbruch fast geschafft war, spürte einer der Wache haltenden Helden eine eisige Kälte. Eine unsichtbare Präsenz war an ihm vorbeigehuscht. Die Stille wurde von einem alarmierten Ruf zerrissen: „Vorsicht!“ Die Dunkelheit hatte sie bemerkt.

Das Erbe der Neun

von Salid Dhuzma | Legacy of the Past

Bandek Gor

Bei den Yuan-Tis (Legacy of the Past)

Der Fluch von Omu

von Salid Dhuzma | Legacy of the Past

Das Echo des Verderbens

Der Wachraum lag in das tanzende, sterbende Licht der Fackeln gehüllt, während eine Grabesstille die Luft bleischwer machte. Doch aus dem Norden, wo die Kammern der verbotenen Riten lagen, drang ein leises, widerwärtiges Glucksen – das Geräusch von Blut auf kaltem Stein. Dort, im fahlen Schein des Okkulten, wanden sich drei Schlangenwesen um eine pulsierende Masse aus reiner Schwärze, die wie ein krankes Herz im Takt einer fremden Welt schlug. Zwei Wachen, ihre Augen kalt und voller Argwohn, fixierten die Eindringlinge. Im Osten, hinter massivem Eisen und schwerem Eichenholz, wartete das Verlies auf neue Opfer.

Die Maskerade war am Ende. Mit einem letzten Blick des Verstehens brach der Sturm los.

Der Wall gegen die Finsternis

Während die Klingen auf die Rüstungen der Wachen prallten, warf sich Herr Schmidt mit purer Entschlossenheit gegen das Portal der Ritualkammer. Er wurde zum lebenden Riegel, während von jenseits der Tür arkane Mächte gegen das Holz hämmerten. Splitter barsten wie Glas, und zähes, dunkles Ektoplasma sickerte wie fauliges Blut durch die Ritzen. Inmitten des Chaos focht Eru einen verzweifelten Strauß. Blutend und dem Tode nah, entging sie dem Jenseits nur durch ein Wunder der Heilung, das im letzten Augenblick ihre Wunden schloss. Gezeichnet, doch ungebrochen, huschte sie wie ein Schatten davon, um die Ketten im Verlies zu sprengen.

Im Wachraum tobte das Inferno weiter. Der Imp klammerte sich mit jeder Faser seines Seins an die bebende Tür, während die Magie der Schlangenpriesterinnen das Gefüge der Realität zerriss. Doch Rettung nahte: Aus dem westlichen Korridor schwoll der Schlachtenlärm an, und ein Zwerg, vom Staub der Jahrhunderte bedeckt, stürzte in den Kampf. Mit seiner Hilfe wurde der Widerstand der Wachen endgültig gebrochen.

Der Fremde wischte sich das Blut von der Axt und nannte seinen Namen: Brax Sturmhammer.

Bei den Yuan-Tis (Legacy of the Past)

Fenthazas Zorn

Eru hatte derweil im Dunkel des Kerkers einen Bund aus dreizehn schweren Schlüsseln erstritten. Als sich die schweren Schlösser öffneten, blickte sie in Gesichter, in denen das Licht der Hoffnung seit Äonen erloschen war.

Doch die Erleichterung währte nur einen Herzschlag lang. Mit einem ohrenbetäubenden Krachen zerbarst die Tür zur Ritualkammer.

Fenthaza, die gefürchtete Beraterin von Ras Nsi, trat aus dem Qualm hervor. Sie war allein, doch ihre Gestalt war angeschwollen von der geraubten Macht ihrer Schwestern, deren Lebensfunken im dunklen Ritus aufgezehrt worden waren. Eine Aura aus purem Unheil flutete den Raum.

Ein Hagel aus Feuer und Licht entbrannte. Eine lodernde Wand aus Flammen teilte das Schlachtfeld, während kaltes Mondlicht herabfuhr, um die Priesterin zu strafen. Zauber verwoben sich mit Stahl, bis es den Helden gelang, die Verbindung zwischen Fenthaza und ihrer finsteren Quelle zu kappen. Mit einem letzten Schrei sank die Verderberin in den Staub.

Der Schattenkönig von Omu

Aus den geflüsterten Worten der Befreiten formte sich das Bild einer Tragödie: König Ras Nsi. Ein Herrscher, der den Tod fand, dem das Grab jedoch verwehrt blieb. Gezeichnet vom Fluch von Omu, existiert er in einem schrecklichen Limbus zwischen Fleisch und Verfall, ein wandelndes Mahnmal der Vergänglichkeit, das sich nach nichts so sehr sehnt wie nach der endgültigen Erlösung.

Die Vermutung erhärtete sich, dass der König den letzten der neun heiligen Würfel hütete. Ein Bote der befreiten Sklaven wurde entsandt, um als Zeichen des Dankes für das Ende der verräterischen Beraterin um eine Audienz zu flehen. Während die Schatten länger wurden, suchte die Gruppe in den Gemächern der gefallenen Priesterin nach Antworten und schöpfte neue Kraft.

Ein Pakt im Angesicht des Todes

Die Tore des Thronsaals schwangen auf. Flankiert von seinem unfehlbaren Schwertmeister, einer unnahbaren Leibwache und seinen Konkubinen, empfing König Ras Nsi die Wanderer. Seine Stimme klang wie trockenes Pergament, doch sein Wille war ungebrochen. Er suchte keinen Kampf, sondern ein Bündnis: Die Zerstörung des Seelensammlers – jenes schändlichen Artefakts, das seinen fauligen Körper an diese Welt fesselte.

Als der Pakt besiegelt war, öffnete der König seine Hand und offenbarte den neunten Würfel. Das letzte Puzzlestück war gefunden. Die Suche war vorüber.

Intrigen unter dem bröckelnden Gold

Ruhe kehrte im Tempel ein, doch es war eine trügerische Stille. Während die Gefährten ihre Wunden leckten und die Waffenkammern des Palastes inspizierten, enthüllten die Schatten ihre Geheimnisse. Heimliche Blicke verrieten die verbotene Liebe zwischen dem Schwertmeister und der schönen Nema. Doch weit gefährlicher war die Entdeckung, dass der Leibwächter Ismarcal nur eine Hülle war – ein Trugbild, bewohnt vom Geist der roten Magierin Zakmira.

Doch über all dem schwebte eine Erkenntnis, die das Mark erschüttern ließ: Der König suchte nicht nur den Tod. Ras Nsi plant ein letztes, monumentales Verbrechen. Sobald der Fluch gebrochen ist, will er ein Ritual vollziehen, um den Weltverschlinger zu entfesseln – eine Katastrophe, die alles Leben in den Abgrund reißen würde.

Die Helden stehen nun vor einer schier unlösbaren Prüfung: Sie müssen den Fluch brechen, um die Welt zu retten, doch sie müssen den König richten, bevor seine letzte Tat die Schöpfung selbst verschlingt.

Bandek Gor

Reise nach Otari (Die reinigenden Flammen)

Reise nach Otari (Die reinigenden Flammen)

Die Wege des Schicksals

Die Wege des Schicksals sind oft unergründlich. Sie führten eine riesenhafte, aber schüchterne Kriegerin namens Howacht auf der Suche nach ihrem Ziehvater in den Immen-Wald, wo sie auf den Cornelius traf – ein kleines, neugieriges Kürbiswesen.

Unterdessen an einem anderen Ort, vor den Toren der Stadt Absalom, dort wo Karawanen nach Otari aufbrechen, sicherten sich der Gnom-Barde Philisterius, der stoische Krieger Sorak. der geheimnisvolle, mit einer karmesinroten Maske, vor seinem Gesicht tragenden.. der Wanderer und ein zu guter Letzt noch rechtzeitig eintreffender Taktiker mit dem Namen: Mirian Voss, einen Platz in einer Karawane, die nach Otari aufbrechen sollte – eine Reise, die ihr aller Leben verändern sollte.

Eine Karawane voller Fremder

Schon bald fand sich die gesamte bunt zusammengewürfelte Truppe in derselben Karawane wieder, angeführt von der pragmatischen Tiefling-Dame Mjelm. Die Reise begann mit einem unfreiwillig komischen „Katapultstart“, als Sorak, dessen Selbstbewusstsein so undurchdringlich wie seine Rüstung schien, heldenhaft versuchte, den Wagen mit angezogener Bremse zu lenken.

Das Manöver sorgte für Gelächter und die erste denkwürdige Interaktion mit dem schillernden Gnom Philisterius. Mirian übernahm die Zügel und schloss schnell zu den anderen Wagen auf.

Kurz vorm Waldrand

Die Karawane erreichte kurz nach Sonnenuntergang den Waldrand, wo das Kürbisköpfchen mit einem warm leuchtenden Tannenzapfen und Howacht inzwischen die Karawane erwarteten, die zu ihnen nach oben fuhr. Ein kurzes Gespräch mit Mjelm der Karawanenführerin und schon fuhren die beiden ebenfalls nach Otari mit. Doch schnell wich die Heiterkeit einer düsteren Vorahnung: Die zweite Karawane, angeführt von einem mürrischen Zwerg, war spurlos verschwunden. Eine Vision des kleinen Kürbis-Klerikers bestätigte die Befürchtung:
„Die Dunkelheit breitet sich über eine Karawane aus.“ 

Prophezeiung im Schnee

Die Prophezeiung bewahrheitete sich auf unheimliche Weise, als am Wegesrand eine Gestalt im Schnee tanzte. Wrin Sivinxi, eine Tiefling Priesterin der „Kosmischen Karawane“, hatte die Helden erwartet. Sie sprach von einem uralten Bösen in der Karglichtfestung nahe Otari und von einem unheilvollen blauen Licht, das vom verlassenen Leuchtturm der Stadt ausging.

Der Zwerg, so bestätigte sie, sei
„in den ewigen Traum gegangen.“

Ihre Worte legten sich wie Frost auf die Herzen der Reisenden.

Angriff in der tiefsten Nach

Die nächste Gefahr ließ nicht lange auf sich warten. In der tiefsten Nacht wurde der Treck von kleinen, kichernden Gremlins attackiert, die versuchten, die Speichen der Wagenräder durchzusägen.

In diesem Moment trat „Wanderer“ ins Licht.

Mit dem Ruf „Aktiviere Kampfmodus!“ entfesselte er eine Macht, die niemand erwartet hatte. Sein Körper verwandelte sich in eine mechanische, flammende Gestalt, und mit einer Mischung aus Feuerzaubern und einer manifestierten Flammenwaffe machte er den Saboteuren im Alleingang den Garaus. Ein beeindruckendes und furchterregendes Schauspiel, das ihn als wahren Burning Man offenbarte.

Stärke, Musik und Durchhaltewille

Nach einer schnellen Reparatur, bei der Howacht und Sorak ihre immense Stärke unter Beweis stellten, und einer kurzen Rast, bei der Philisterius mit einer mitreißenden Melodie die Moral hob, setzte die Karawane ihren Weg fort. Die Gruppe war enger zusammengerückt – geprüft durch Gefahr, verbunden durch gemeinsame Erlebnisse.

Ankunft im Schatten des blauen Lichts

Schließlich erreichte die Gruppe die Tore von Otari – oder war es Absalom? Die Reise war ein Wirbelwind aus Begegnungen, doch das Ziel war erreicht. Mit zwei Silberstücken Lohn in der Tasche und der Empfehlung für eine Taverne namens „Der fiese Steinfisch“ blickten die Abenteurer auf die gewaltige Stadt.

Am Horizont pulsierte das mysteriöse blaue Licht des Leuchtturms.

Ein Abenteuer war zu Ende.
Das nächste wartete bereits in den Gassen der Stadt – und tief darunter.

Reise nach Otari (Die reinigenden Flammen)

Das Erwachen der Flammen

von Caspian „Die Goldzunge“ Valerius | Die reinigenden Flammen

Ehrung und Drachenrätsel (Die Schuppenschlächter)

Der Kater nach dem Fest: Erwachen in Niewinter

Der Morgen nach dem Fest der Toten hing wie ein verschlafener Schleier über Niewinter. Die Stadt lag wie eine müde Bühne nach der großen Show: Masken in Pfützen, Flaschenhälse wie Glasblumen im Morgenlicht, und mittendrin gingen die Schuppenschlächter Richtung Halle der Justiz. Tigris breitete seine Flügel aus und stieg in den Himmel auf, Dorian versuchte Cleo mit seinen Dolchen zu beeindrucken – was nicht wirklich gelang.

Ehrung und Drachenrätsel (Die Schuppenschlächter)

Ein zweischneidiges Erbe: Die Ehrung durch Neverember

Vor der Halle der Justiz stand wie immer Dimitri, der ihnen wissend zulächelte. In der Halle der Justiz öffneten sich die Türen mit freundlichen Gesten – die Wachen nickten und der Stadtrat stand zur Ehrung bereit. Ein zentraler Redner – Dargult Neverember – von Dorian und Belian erkannt, entrollte eine Urkunde. Mit einer Autorität – als wäre sie sein Eigen – sprach er von Mut und Taten, vom knirschenden Ende einer unruhevollen Nacht, von wichtig klingenden Butterlieferungen und von Holz, das bald wieder nach Niewinter rollen würde.

Dann die überraschende Ehrung: Eigentum, rechtmäßig und feierlich übertragen – ein altes Gutshaus auf dem Hügel in Phandalin oder der Leuchtturm am Schnittpunkt der Hohen Straße und des Dreieberpfades. Heim oder Wacht? Acker oder Licht? Mit beigestellten Arbeitskräften, Gutachtern und der Erwartung: „Wenn die Dunkelheit wiederkommt, seid ihr da?“ Die Urkunde wechselte Hände; kein Gold, sondern Wurzeln.

Ehrung und Drachenrätsel (Die Schuppenschlächter)

Abschied und das Geschenk der Ratten

Tigris – Überbringer von Worten zwischen Serena und ihrer Mutter kam ohne Erfolg zurück. Was war geschehen? Die Spurensuche führte die Helden in den Gefallenen Turm. Vagdru – der Wirt – überbrachte Serena eine Nachricht, die in ihr Herz ging: Ihre Mutter sei wohl nicht mehr in der Stadt. Er flüsterte von „Verhandlungen außerhalb“ – Melvin und Eldra waren fort. Und doch: Eldra schickte ihrer wiedergefundenen Tochter durch Vagdrus Hände ein „Geschenk der Ratten“.

Später, auf dem Oberdeck der alten Galeone, wo Captain Harrag Speis und Trank über einen kleinen Aufzug servierte, öffnete Serena das Geschenk ihrer Mutter: ein unscheinbarer Bogen und die Worte: „Tochter. Beweise dich mit deinen Freunden. Möge dir das Geschenk der Ratten Kraft geben. Mutter.“ Ein prüfender Blick nach magiegewebten Fäden offenbarte eine besondere – aber unbekannte Kraft des Bogens. Würde sich Serena als Trägerin des Bogens würdig zeigen bzw. das Geschenk der Ratten meistern können?

Schatten im Kontor und neue Pfade

Weiter ging es zum Kontor Moonfall. Geldwin – der Vorarbeiter der Moonfalls – verschlossen wie immer, erklärte sich bereit ihm entgegengebrachte Zweifel zu beseitigen und öffnete das magisch verschlossene Heim der Moonfalls. Belian – als vertrauenswürdige Auge der Schuppenschlächter überzeugte sich von der menschlichen Leere der Räumlichkeiten.

Dann der Aufbruch. Drei Pferde, ein beschworener Schreckenswolf und ein Netz von Aufgaben: verschwindende Arbeiter im Schloss zu Niewinter, der Wirbelsturm im Hafen, der Drachen in der Gegend von Phandalin…. und ein Grab, in dem eine Waffe von großer Macht warten sollte.

Das Drachengrab: In den Schlund der Vergangenheit

Das Drachengrab empfing sie mit einem leichten Wind, Stelen und einem Rückgrat aus Stein und Erinnerung. Glühlichter tanzten, Tigris fand nichts – erst ein wildes Buddeln im Dreck brachte den Erfolg. Ein Tangram aus Splittern wurde zum Schlüssel, ein „Knopf auf der Vergangenheit“ antwortete, und die Erde drehte sich. Der Abstieg roch nach Feuchtigkeit, Fallen und alten Versprechen. Eine Grube im rechtsseitig liegenden Gang schnappte zu; Serena und Cleo rauschten drei Meter tiefer in eine Falle. Spinnenklettern, Seil und Muskeln: Teamwork zog sie heraus.

Ehrung und Drachenrätsel (Die Schuppenschlächter)

Frostiger Stahl und erwachende Mächte

Dann Hebel statt Heldenkraft – die ausziehbare Stange machte den ersten Sarkophag zum höflichen Gastgeber. Nur eine Kette mit fünf Flammen, die in Edelsteinen wohnten. Im linksseitig liegenden Gang das gleiche Bild – eine Grube und ein Sarkophag – die Kammer einer Frau – der Drachentöterin? Auch hier half die magische Stange – zu Lichte trat ein Schwert, das selbst eingewickelt scharf wirkte. Ein Gebet… ein Griff von Dorian – und als das Schwert gehoben wurde, erfror die Luft. Eine dunkle Präsenz schlug die Augen auf – Kyras achter Sinn erhob sich…

Doch während der Frost des Schwertes noch in ihre Knochen kroch, hallte ein unnatürliches Scharren aus der Tiefe des Ganges wider: Die Schuppenschlächter hatten nicht nur eine Waffe geborgen, sondern etwas geweckt, das seit Äonen darauf gewartet hatte, dass jemand den staubigen Frieden des Grabes bricht.

Cryovains Zorn (Die Schattenflamme von Phandalin)

Ein trügerisch friedlicher Morgen

Der Morgen brach klar und frisch an, nachdem die Gefährten eine erholsame Nacht unter dem wachsamen Auge von Engwyn und Noxia verbracht hatten. Gestärkt durch ihren jüngsten Erfahrungszuwachs, begannen sie den Tag mit ihren ganz eigenen Ritualen. Ambross und Engwyn hüllten sich in schützende Magie, ein unsichtbarer Schild aus temporärem Leben, der sie gegen die Gefahren wappnen sollte, die dieser Tag noch bringen mochte. Engwyn zog sich zudem ihre arkane Rüstung an, die ihre Haut fester als Leder werden ließ.

Doch die Ruhe war trügerisch. Kaum hatten sie ihre Vorbereitungen abgeschlossen, zerriss ein markerschütterndes Brüllen die Stille. Aus dem Osten näherte sich mit mächtigen Flügelschlägen eine Gestalt, deren weiße Schuppen im Morgenlicht wie geschliffenes Eis glänzten – ein Drache! Die Abenteurer erkannten die Gefahr sofort: Dies musste Cryovain sein, die Bestie, von der in der ganzen Region nur mit Furcht geflüstert wurde.

Ohne zu zögern, landete das Ungetüm nahe ihres Lagers, seine kalten Augen musterten die Gruppe. Der Schock wich schnell dem Überlebensinstinkt. Noxia, die flinke und mutige Schurkin, war die erste, die reagierte. Wie ein Pfeil schoss sie vorwärts, ihre Dolche blitzten auf, doch die Klingen kratzten nur wirkungslos an den panzerdicken Schuppen des Drachen. Die Bestie schien ihre Attacke kaum bemerkt zu haben. Während Ambross sich kampfbereit machte, erkannte Engwyn, dass ein direkter Angriff vielleicht nicht die klügste Wahl war. Sie umrundete das Biest, suchte eine bessere Position und versuchte, die Aufmerksamkeit des Drachen auf sich zu ziehen. Der Kampf hatte gerade erst begonnen, und doch hing das Schicksal der Helden bereits an einem seidenen Faden.

Cryovains Zorn entfesselt

Ein knisternder Strahl arkaner Energie schoss aus Engwyns Handfläche – ihr gefürchteter Schauriger Strahl. Doch auch dieser prallte wirkungslos an dem dicken Drachenpanzer ab, der wie eine uneinnehmbare Festung wirkte. Nun war Ambross an der Reihe. Mit einem knappen Befehl schickte er seinen treuen Hund Fass in die Sicherheit des nahen Waldes und bewegte sich seitlich, um Alberich freies Schussfeld zu verschaffen.

Der Wurfspeer zischte durch die Luft und traf mit hässlichem Geräusch die Flanke des Drachen. Cryovain brüllte auf, mehr aus Ärger als aus Schmerz, und für einen Moment wirkten seine Bewegungen gehemmt. Doch dann geschah das Unglaubliche: Der Speer löste sich wie von Geisterhand aus der Wunde und kehrte in einem perfekten Bogen in Ambross’ wartende Hand zurück.

Alberich nutzte diesen Augenblick. Mit ruhiger Stimme kündigte er eine Donnerwelle an, und eine unsichtbare Druckwelle donnernder Energie schlug gegen den Drachen. Zwar widerstand Cryovain der Gewalt des Zaubers, doch sie hinterließ Spuren. Die Antwort der Bestie folgte prompt. Cryovain sog tief Luft, und ein gurgelndes Geräusch kündigte das Unheil an. Eine weiße Wolke eisigen Todes ergoss sich über Engwyn und Noxia. Der Schmerz war augenblicklich und überwältigend – beide sanken bewusstlos zu Boden.

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Flucht, Opfer und der Tod einer Gefährtin

Ambross und Alberich standen vor einer unmöglichen Wahl. Ambross erkannte die Sinnlosigkeit des Kampfes und rief zur Flucht. In einem letzten, verzweifelten Akt schleuderte er seinen Speer – doch das Schicksal war grausam. Die Waffe verfehlte den Drachen und traf stattdessen die wehrlose Noxia. Mit seinem Hund an der Seite verschwand Ambross im Wald.

Alberich hingegen blieb. Mit einem Gebet sandte er heilende Energie zu Engwyn und riss sie dem Tod gerade noch von der Schwelle. Doch Cryovain witterte leichte Beute. Mit grausamer Präzision stürzte er sich auf die reglose Noxia. Biss und Klauen ließen keinen Zweifel: Der Kampf der tapferen Schurkin endete brutal und endgültig.

Engwyn, nun allein und schwer verwundet, flüchtete sich mit letzter Kraft in den Wald. Alberich folgte ihr und heilte ihre schlimmsten Wunden. Verwirrt über das plötzliche Verschwinden seiner Gegner, packte Cryovain den leblosen Körper Noxias und erhob sich in die Lüfte. Schweigend sahen die Überlebenden ihm nach.

Trauer, Erbe und ein neuer Entschluss

An der Stelle von Noxias Tod fanden sie nur Blut, Frost – und wenige Erinnerungsstücke. Gold, ein Heiltrank und ein unscheinbarer Stein. Ambross erkannte ihn als Sprechstein, ein magisches Vermächtnis ihrer gefallenen Gefährtin. Zudem entdeckte er eine perlmuttfarbene Drachenschuppe – Beweis ihrer Begegnung und vielleicht ein Schlüssel für zukünftige Rache.

Nach stillen Gebeten und ernsten Worten beschlossen sie, ihre Fehler nicht zu wiederholen. Der Weg führte sie schließlich nach Hasenbeere, zu Ruinen, Hoffnung in Gestalt dreier Pferde – und letztlich zur Butterschädel Ranch, wo neue Gefahren warteten. Der Verlust von Noxia wog schwer, doch ihr Opfer hatte die Gruppe verändert. Aus Schmerz war Entschlossenheit geworden – und der Kampf ging weiter.

Schatten über Phandalin (Die silberne Schar)

Das Gas in Gnomengarde

Die Luft im ehrwürdigen Schlafsaal der Könige wurde plötzlich grün und giftig. In einem Wettlauf gegen eine sich senkende Wolke halluzinogenen Gases stürmte die Gruppe in die Freiheit, nur um zu sehen, wie ihr Verdächtiger – ein kleiner, diebischer Goblin – versuchte, mit einem improvisierten Heißluftballon zu entkommen! Nach einem spektakulär fehlgeschlagenen Feuerballzauber, der den eigenen Stab des Zaubernden in eine Fackel verwandelte, gelang es ihnen doch, den Ballon zu Fall zu bringen. Doch der zähe Goblin sprang auf den Rücken des tapferen Moss und nahm ihn in einen eisernen Schwitzkasten! Rettung nahte in Form des mysteriösen Nocturne, der den Angreifer mit einer schnellen Klinge erledigte, nur um im Anschluss heimlich dessen Taschen zu leeren – eine Tat, die nicht gänzlich unbemerkt blieb.

Der nächste Schattenmagier

Die wahre Natur des Angriffs offenbarte sich bald: Der Goblin, Torkel, war ein bekannter, aber harmloser Bewohner Gnomengardes, dessen Gier ihn zum Diebstahl der wertvollsten Blaupausen der Gnome getrieben hatte. Während die Helden die Gnomenkönige von den Nachwirkungen des Gases heilten, führte sie die Spur der Sabotage tief in eine Mine hinter einem Wasserfall. Dort, in der Dunkelheit, stellte und tötete Nocturne einen weiteren Spion: einen als Magier getarnten Schattenwandler, der sich nach seinem Tod als formloser Doppelgänger entpuppte. Die bei ihm gefundenen gestohlenen Pläne (Nocturne hatte sie entwendet, den Toten aber nun untergeschoben) und verfluchten Artefakte waren der Beweis. Es war der Zweite dieser Art und das Loch, welches in das Untereich führte, offenbarte noch mehr Gefahr. Nocturne sprach eine Warnung aus. Später wurde der Eingang zugeschüttet und verschlossen durch die Gnomkönige.

Als wäre die Bedrohung durch unsichtbare Feinde nicht genug, erreichte die Helden eine schreckliche Nachricht aus ihrer Heimat Phandalin. Eine magische Botschaft, von Maeron über Meilen hinweg gesendet, brachte eine vergessene Notiz zu Tage: „Ihr könnt uns nicht mehr aufhalten. Wir sind schon unter euch.“ Die Doppelgänger waren keine ferne Gefahr mehr; sie hatten die Oberfläche bereits infiltriert.

Schatten über Phandalin

Euli und die Quacksalber

Zurück in der Außenwelt brach das magische Band zu ihrer treuen Eulenbärin Euli. In einem Anfall wilder Natur tötete und fraß sie die Pferde der Gruppe, bevor sie verschwand, nur um später satt und blutverschmiert zum Lager zurückzukehren und sich schlafen zu legen. Gestrandet und mit einer unberechenbaren Kreatur im Schlepptau, stießen die Helden bei der nahegelegenen Mühle auf eine neue Art von Abschaum: Quacksalber, die gefährliche Tränke unter dem Namen ihrer Freundin Adabra verkauften. Nach einem kurzen, aber entschiedenen Prozess wurden die Schuldigen festgenommen.

Adabra und der kurze Weg nach Phandalin

Von den Enthüllungen und der Dringlichkeit getrieben, entbrannte eine hitzige Debatte, wohin die Reise nun gehen sollte. Als die Argumente kein Ende fanden, schritt die weise Adabra ein. Sie hatte dem Streit lange genug zugesehen und offenbarte mit einem Lächeln eine geheime Fähigkeit: Sie öffnete ein Portal im Stamm einer alten Buche. Nach einem rührenden Abschied von ihrer Eulenbärin trat die Gruppe durch das magische Tor und wurde Sekunden später am Marktplatz von Phandalin wieder ausgespuckt, direkt vor dem vertrauten Anblick von Toblins Gasthaus. Der Kampf um Gnomengarde war vorbei, doch der Kampf gegen die Schatten, die sich unter ihren Freunden verbargen, hatte gerade erst begonnen.

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