Die Schatten schlagen zu (Die Silberne Schar)

Das Flüstern des Nebels

Der Geruch von Kiefer schwebte noch in der Luft, als Adabras Portal wie ein geflüstertes Versprechen hinter uns verlosch. Nebel kroch über Phandalins Marktplatz, schluckte Geräusche und formte aus jedem Schatten eine Andeutung. Selbst das Knarren der Schilder klang gedämpft, als hielte die Stadt den Atem an.

„In die Taverne,“ drängte Adabra, und ihre Dringlichkeit war der Zunder, der unser Tempo hielt.

Moss blieb stehen. Sein Blick schnitt durch den Nebel – und fand etwas, das nicht dorthin gehörte. Eine schwebende Gestalt, Hörner nach hinten gebogen, Flügel aus gerissenem Nachtlicht, Klauen groß wie Entscheidungen. Der Nebel zog sie zur Stadthalle wie ein Magnet aus Schweigen. Moss versuchte, den Anblick nachzustellen; sein tänzelndes Demonstrieren endete in einem Verrenkungsakt, der die halbe Gruppe zum Lachen und die andere Hälfte zum Stöhnen brachte.

Doch dann bestätigte jemand den Blick. Er war da. Kein Hirngespinst, sondern der erste Gruß einer langen Nacht.

Die Gasse, die eine Seele nahm

Kopfgelder machten aus vertrauten Gassen Fallen. Moos schulterte sein Holzfäller-Hemd wie eine zweite Haut. Gefangene – Krähenrufer, Maera Feldwind und Harlon Pfündel – wurden Richtung Taverne dirigiert, während Nocturn und Angelus leise von Milde sprachen. In Phandalin brauchte man Verstand, nicht Rache.

So schien es. Bis der Nebel selbst widersprach.

Angelus bog ab, rief – und die Luft wurde kalt. Ein Betrunkener sackte in sich zusammen. Über ihm hing etwas, das nicht aus Fleisch bestand, sondern aus Hunger. Keine Klinge durchschnitt den Schrei. Nur ein leises Ziehen, als würde jemand eine Seele wie einen lockeren Faden aus einem Pullover wickeln.

Der Mönch griff hinein und zog. Schmerz schoss ihm ins Mark – Angst, sauber wie Zahlen in einem Buch. Der Zauberer antwortete mit Logik: ein unsichtbares Register voller Immunitäten und Schwächen. Magische Geschosse stiegen auf, so sicher wie Sternschnuppen, die ihr Ziel kennen. Angelus’ Schild leuchtete. Sein Schlag war ein Versprechen aus Radiant und Zorn. Der Dämon zerfloss wie Nebel im Morgenlicht.

Doch der Nebel lachte. Lautlos.

Und verschwand.

Die Nacht der falschen Gesichter (Die silberne Schar)

Eine Stadt greift zu Stühlen

Die Bürger strömten aus dem Stonehill Inn, bewaffnet mit dem, was Mut eben ist: Stühle, Flaschen, zitternde Hände, die trotzdem zuschlugen.

„Sie kommen wieder,“ krächzte eine alte Dame.

Nocturn brach durch die Menge. „Anni hat’s erwischt!“

Wir rannten.

In der Gasse zum Rathaus saß Anni – nicht tot, nicht gesund. Einmal da. Einmal weg. Ein Flackern zwischen Welten. Sie riss Tibbers den Arm ab, und in diesem kleinen Geräusch schlug etwas Großes: Der Haken im Dorf blieb. Niemand konnte mehr so tun, als wäre dies nur ein Sturm, der vorüberzieht.

Beim Spurt flackerten Gedanken an die Wellen-Echo-Höhle durch Maerons Kopf – an Dinge, die größer waren als diese Nacht. Wir nickten wortlos. Später. Wenn es noch ein Später gab. Jetzt war die Stadt alles, was zählte.

Der Schuppen am Rand der Welt

Am Stadtrand atmete ein alter Schuppen wie ein Tier im Schlaf. Zerschlissene Flügel huschten hinein. Feenfeuer riss den Schatten aus seiner Unsichtbarkeit.

Dann fiel ein größerer Schatten.

Ein Vrock. Sporen wie graugrüner Regen. Schreie, die Knochen zum Stillstehen zwangen.

Das Schlachtfeld wurde ein Tanz. Zwei Feuerbälle blühten wie Sonnen in einer Welt, die keine Sonne wollte. Angelus traf wie ein Schwur, der niemals gebrochen wird. Der Schuppen-Dämon ging in Licht auf. Nocturn spannte – sein Pfeil schnitt nur Luft. Der Vrock kreischte.

„Mami kommt,“ flüsterte Anni.

Wir wichen aus der Sporenwolke zurück, atmeten, heilten, hielten einander aufrecht. Dieses einfache, unzerstörbare Gefühl: Wir stehen. Weil wir wollen.

Die Nacht der falschen Gesichter (Die Silberne Schar)

Die Enthüllung der falschen Spiegel

Später auf der nördlichen Straße zerplatzte ein weiterer Dämon in Schwefel und Sporen. Moos schrieb mit Fäusten Geschichte. Maeron flüsterte Dissonant Whispers wie Rasierklingen in die Gedanken der Hölle.

Und dann geschah das Unmögliche.

Nocturn zerplatzte in Gas.

Doppelgänger.

Das Portal hatte nicht nur Wege geöffnet – es hatte Plätze getauscht.

Wir suchten Spiegel und fanden Wahrheit. Angelus’ Reflexion hinkte hinterher, ein Wimpernschlag der Unwahrheit. Harbin Wester sprach zu glatt. Toblen wirkte poliert, als hätte jemand die Kanten seiner Menschlichkeit abgeschliffen. Kieriada, spröde und klar wie Winterluft, führte uns zum Schrein.

Artefakte, sagte sie, rufen Schatten wie Kerzen Motten. Die Wellen-Echo-Höhle war kein Ort. Sie war ein Ruf.

Garaele war schon fort. Etwas hatte sie aus der Phase genommen, als wäre sie eine Notiz, die in den falschen Ordner rutschte.

Das Dorf lernt, sich zu sehen

Am Wagenplatz schlug Isi zu – ein Stuhl, ein perfekter Moment. Puff. Der Doppelgänger löste sich zu Dunst.

Anni erholte sich über Nacht. Ihr Blick fand wieder Halt in einer Welt, die zwischen Lachen und Gefahr balancierte. Wir holten ein Buch aus dem Keller des alten Herrenhauses, wo die Rotmäntel gefallen waren: schwer, staubig, voller Geschichten von Hallura, schwebenden Städten und Magiefressern, die stärker werden, wenn man sie mit Zaubern füttert.

Tageslicht. Magische Waffen. Die Schattenebene verlangte andere Regeln.

Sending flog wie eine Taube durch kalte Luft:

„Dunkel, kalt, gefangen… Atemgeräusche anderer… Hilfe! … HILFE!“

Angelus lebte. Nicht frei. Nicht allein. Trostlossigkeit sprach aus ihm… ein Paladin, der das sprach. Hoffnug im Herzen.

Phandalin klebte Steckbriefe von uns an Wände. Wir klebten Spiegel in Hände. Am Mittag im Stonehill Inn brannte Toblen und wurde Rauch. Harbin fiel bewusstlos – und war nur noch Nebel. Toblens Frau kam mit Bratpfanne und Angst, und wir sagten die Wahrheit: Schatten. Spiegel. Scherben.

„In fünfzehn Minuten am Schrein.“

Ein Dorf, das lernen musste, sich selbst anzusehen.

Lachen vor dem Abgrund

Wir lachten über schlechte Würfel. Über stolze Frisuren im Spiegel. Über Stuhl-Krits, die Geschichte schrieben. Wurden wir verrückt? Und unter all dem Lachen lag unser Entschluss, hart wie Stahl:

Heute halten wir den Spiegel hoch.

Morgen gehen wir dorthin, wo die Spiegelbilder warten.

Und wenn die Nacht uns Namen stehlen will, wird die silberne Schar ihr zeigen, dass manche Geschichten sich nicht kopieren lassen.

Cornelius Hokkaido

Cornelius Hokkaido

Biografie von Cornelius Hokkaido

  • Name: Cornelius Hokkaido
  • Alter: –
  • Geschlecht: männlich
  • Klasse:
  • Gesinnung: –
  • Herkunft: –

 

Leben

Vorgeschichte

Eines Tages erträumte der große Desna-Abt und Hierophant Quaddelbratsch ein Wesen.
Dieser Lesnik solle ihn als Lehrling und ehrliche Gesellschaft zur Seite stehen.
Aus göttlichen Segen, den Träumen eines alten und weisen Klerikers, einem neugierigen Naturgeist und dem kleinen Gemüsebeet hinterm Schuppen entstand:
„Dunst verschleiert, Zeder träumt weitab
Quaddelbratsch meinte allerdings, er sehe eher wie ein Cornelius aus und taufte ihn auf den Namen: Cornelius Hokkaido.
Das Wesen war hocherfreut und begann neugierig seine Zeit in der materiellen Welt.
So begleitete Cornelius, den in die Jahre gekommenen, Quaddelbratsch auf Schritt und Tritt.
Mit seiner Freude und Staunen über die kleinsten Dinge dieser Welt erwärmte er das Herz des alten Mannes und verjüngte ihn regelrecht, da auch Quaddelbratsch viele bekannte Wunder neu erleben durfte.
Nach ein paar Dekaden wurde der Wunsch in Cornelius stärker, selber ein großes Geheimnis zu erforschen und er bat seinen Lehrmeister um einen tollen Auftrag.
Der erbat sich noch etwas Geduld und meinte, er überlege sich etwas Schönes.
Viel zu sehr hat er sich an den kleinen fröhlichen Kerl gewöhnt und es betrübte sein Herz ihn die große gefährliche Welt auszusetzen.
Eins der abendlichen Rituale war es auf einer Tafel Cornelius Aufgaben für den nächsten Tag aufzuschreiben, da er immer lang schlief und sein Helfer mit den ersten Sonnenstrahlen aufwachte.
Ob es an dem schweren Rotwein lag oder der plötzlichen Auflösung seiner lang geplagten Obstipation, jedenfalls wischte Quaddelbratsch nur fahrig über die Tafel und erledigte erstmal andere „wichtige Geschäfte“.
 
So waren aus den Aufgaben vom Vortag:
 
Sortiere die Herbstkräuter nach Erntedatum
und finde heraus:
ob wir noch Gefäße aus braunem Glas haben, 
Selbige heil und sauber sind.
Weißt du noch, warum sie so wichtig sind?
Gibt es noch genug Kartoffelmehl, backe bitte drei Pilzbrote.
Sollte es keine Steinpilze mehr geben, nimm Pfifferlinge.
Lieber mehr als weniger, oder?  
 
Ein ganz anderer Text geworden:
 
finde heraus: …. warum… gibt es …keine …linge …mehr..?
 
Cornelius war regelrecht begeistert, seine erste große Aufgabe!
Er wusste von Tieflingen und Halblingen, deshalb muss es ja auch reine Linge gegeben haben, wenn Tieflinge zum Beispiel Mischwesen sind.
So packte er schnell das Nötigste zusammen und macht sich auf den Weg.
 
Seit dem ist er mehr oder weniger planlos nach Absalom unterwegs, sammelt mögliche Hinweise, entdeckt Neues und knüpft Freundschaften.

 

Song von Cornelius

Das Rätsel der Linge

Strophe 1

Ein Segen, ein Traum und ein Kürbisbeet, Dort wo der Wind durch die Zedern weht. Abt Quaddelbratsch, der weise Mann, Rief einen Geist in seinen Bann. „Dunst verschleiert, Zeder träumt weitab“, War der Name, den die Aura ihm gab. Doch der Abt schaute lächelnd auf das kleine Gesicht: „Du siehst aus wie ein Cornelius! Mehr sag ich nicht.“

Mit Hokkaido im Namen und Staunen im Blick, Gab er dem Greis seine Jugend zurück. Sie wanderten Jahre, sie lachten viel, Die Welt zu entdecken, war ihr gemeinsames Ziel.

Oh, Cornelius! Kleiner Geist aus dem Grün, Wo die buntesten Blumen des Wissens blühn. Ein Wisch mit dem Ärmel, ein Fleck auf dem Brett, Macht die einfachste Arbeit zum Abenteuer-Set! Die Welt ist so groß und das Rätsel so schwer, Sagt mir: Wo kommen sie hin? Wo sind sie nur her?

Strophe 2

Er wollte ein Abenteuer, ein großes Geheimnis, Kein Staubwischen mehr, kein kleines Ereignis. Der Abt griff zum Wein, der Bauch zwickte sehr, Die Tafel war schmutzig, die Sicht war nicht leer. Vom Pilzbrot und Kräutern blieb nichts mehr stehn, Nur Bruchstücke waren im Licht noch zu sehn. Ein heiliger Auftrag! Ein göttlicher Wink! Cornelius packt ein, er ist wahrlich flink!

„Finde heraus… warum… gibt es… keine… Linge… mehr?“ Cornelius grübelt, sein Köpfchen wird schwer. Es gibt Halblinge, Tieflinge – das weiß er genau, Doch wo sind die „Reinen“? Er wird nicht ganz schlau. Waren sie groß? Waren sie klein? Er wird ihr Entdecker und Retter wohl sein!

Oh, Cornelius! Kleiner Geist aus dem Grün, Wo die buntesten Blumen des Wissens blühn. Ein Wisch mit dem Ärmel, ein Fleck auf dem Brett, Macht die einfachste Arbeit zum Abenteuer-Set! Die Welt ist so groß und das Rätsel so schwer, Sagt mir: Wo kommen sie hin? Wo sind sie nur her?

Der Weg führt nach Absalom, Schritt für Schritt, Er nimmt jede Blume und Freundschaft gern mit. Ohne Plan, aber glücklich, die Tasche voll Mut, Cornelius weiß: Am Ende wird’s gut. „Aber… wo sind die Linge?“

 

 

Zorak

Zorak

Biografie von Zorak

  • Name: Zorak
  • Alter: –
  • Geschlecht: mänlich
  • Klasse: Wächter
  • Gesinnung: –
  • Herkunft: –

 

Leben

Vorgeschichte

Als Zorak den Eid des Wächters schwor, antwortete niemand.
Kein Gott. Kein Geist. Keine Stimme.
Er dachte, das sei normal.
Erst viel später begriff er: Jemand hatte bereits geantwortet.
Vor Jahren begleitete Zorak eine Pilgergruppe durch einen alten Wald. Als sie von Kreaturen
angegriffen wurden, flohen viele in Panik. Er blieb zurück, um den Rückzug zu decken –
doch als die Schreie näherkamen, entschied er sich zu laufen. Nur für einen Moment. Nur bis
zur nächsten Anhöhe.
Als er zurückkehrte, war es zu spät.
Die Pilger waren tot.
Und etwas anderes war da.
Ein uraltes Hüterwesen, gebunden an den Ort, hatte zugesehen. Nicht aus Bosheit, sondern
aus Gesetz. Es war dazu bestimmt gewesen, die Pilger zu schützen – doch es durfte nur
handeln, wenn ein Sterblicher standhielt. Als Zorak floh, brach der uralte Pakt.
Das Wesen starb.
Nicht durch Gewalt, sondern durch Sinnverlust.
In diesem Moment band sich seine Essenz an Zorak.
Seitdem trägt er eine unsichtbare Last. In stillen Momenten spürt er ein Gewicht auf den
Schultern, schwerer als jede Rüstung. Manchmal erscheinen Schatten hinter ihm, die seine
Bewegungen einen Herzschlag zu spät spiegeln. Im Kampf fühlt er eine fremde Hand, die
seinen Schild führt – entschlossener, härter, kompromissloser.
Das Wesen zwingt ihn nicht.
Es erinnert.
Jedes Mal, wenn Zorak einen Verbündeten schützt, wird die Präsenz ruhiger.
Jedes Mal, wenn er zögert, wird sie schwerer.
Und jedes Mal, wenn jemand stirbt, den er hätte retten können, flüstert es nur ein Wort:
„Bleib.“
Er weiß nicht, ob er Erlösung sucht – oder ob das Wesen hofft, durch ihn weiterzuwachen.

Vielleicht beides.

 

Song von Zorak

Der Eid der Stille

Strophe 1

Die Hand erhoben, das Wort verhallt, Im Schattenland, im alten Wald. Zorak schwor den Eid so rein, Doch blieb er in der Nacht allein. Kein Gott, kein Geist, kein helles Licht, Die Stille hielt ihr Wort zunächst nicht. Er dachte, dass der Himmel schweigt, Während sich das Schicksal vor ihm neigt.

Erinnere dich an jenen Pfad, Die Flucht, die Angst, die feige Tat. Nur einen Moment, ein Herzschlag lang, Als er vor dem Grauen rückwärts sprang.

„Bleib!“ – flüstert es im Wind, „Bleib!“ – wo die Schatten Zeugen sind. Ein uraltes Wesen, an ihn gebunden, Hat in seinem Zögern den Tod gefunden. Schwerer als Eisen, die Last auf dem Rücken, Ein Geist, der gekommen ist, Zorak zu drücken.

Strophe 2

Die Pilger fielen, das Blut war kalt, Erbrochen der Pakt im tiefen Wald. Das Hüterwesen, an das Gesetz gekettet, Hätte sie alle im Standhalten gerettet. Nun spiegelt ein Schatten jede Bewegung, Eine verzögerte, dunkle Erregung. Im Kampf spürt er die fremde Hand, Die den Schild führt, fest wie eine Wand.

Es ist kein Zwang, es ist kein Fluch, Es ist ein mahnendes Besuchs-Gesuch. Schützt er den Bruder, wird es still, Folgt er dem Pfad, den das Wesen will. Doch weicht er zurück, wird das Gewicht zur Qual, Ein endloses Urteil, ein ewiges Mahl.

„Bleib!“ – flüstert es im Wind, „Bleib!“ – wo die Schatten Zeugen sind. Ein uraltes Wesen, an ihn gebunden, Hat in seinem Zögern den Tod gefunden. Schwerer als Eisen, die Last auf dem Rücken, Ein Geist, der gekommen ist, Zorak zu drücken.

Er sucht Erlösung, er sucht das Licht, Doch der Schatten weicht von seiner Seite nicht. Wacht das Wesen durch ihn weiter? Oder führt es ihn zum Henkerreiter? Ein Wort bleibt in der Dunkelheit… „Bleib.“

 

 

Miran Voss

Miran Voss

Biografie von Miran

  • Name: Miran Voss
  • Alter: 28
  • Geschlecht: mänlich
  • Klasse: Commander
  • Gesinnung: –
  • Herkunft: –

 

Beschreibung

Miran ist drahtig und wettergegerbt, trägt ein wetterfestes Lederwams, und ein blaues
Halstuch als Andenken an den gefallenen Freund. Sein Kurzbogen ist fein verarbeitet
und stets mit Pfeilen bestückt. Er trägt eine kleine Bannerstange bei sich sowie sein
Banner, ein goldener steigender Hirsch auf grünem Grund.
Miran sammelt Taktiken, Feldcodes und Signale, die er ständig verbessert — er ist
immer auf der Suche nach einem Taktikgeheimnis, das seine Gruppe noch sicherer
macht.

Miran besitz aus seiner Zeit als Begleiter Kontakt zu einem Hauptmann der
Stadtwache von Absalom, was sein Grund für den Besuch in der Stadt war.

Leben

Vorgeschichte

Miran Voss wuchs an der zerklüfteten Küste Varisias auf, Sohn eines
Handelskapitäns und einer ehemaligen Seargantin der Stadtwache. Schon früh
lernte er, wie man Terrain liest, Spuren deutet und kleine Gruppen führt: auf
Handelsposten und bei gefährlichen Geleitfahrten war gutes Timing mehr wert als
rohe Gewalt. Ein Überfall, bei dem er einen engen Freund verlor, veränderte ihn — er
schwor, niemals wieder aufgrund schlechter Vorbereitung und Tactic Leben in Gefahr
zu bringen. So wurde aus dem eher draufgängerischen Krieger ein Stratege und
Taktiker. Miran sammelte und studierte alle Dokumente, die er über Schlachten und
Kriegsführung finden konnte und begann seine eigenen Taktiken zu entwickeln.
Nachdem aus dieser Notwendigkeit zunächst eine Leidenschaft erwuchs, wurde es
mit Ende Zwanzig schließlich zu seinem Beruf: ein taktischer Führer, der aus der
Distanz, Kommandos gibt und das Schlachtfeld formt. Ein Kommandant.
Noch heute begleitet er Karawanen, aber meist mit einem Gefolge von Kämpfern, die
er effizient zur Verteidigung einsetzen kann.
Während einer Patrouille fand Miran ein verwaistes Kalb eines gewaltigen
Hirschgeschlechts, halbverwaist und von Wölfen bedroht. Er rettete es, pflegte es
und zog es groß. Aus dem Kälbchen wurde ein stattlicher Hirsch — größer als die
meisten Reittiere, mit breitem, eindrucksvollem Geweih und ruhigen Augen. Miran
nennt ihn Scharfdorn. Spitzdorn ist nicht nur Reittier, sondern Vertrauter und
taktischer Vorteil: er trägt bei Bedarf Ausrüstung, bietet erhöhte Schusspositionen,
kann Gegner aufspießen oder Wege blockieren und dient als beweglicher Schild für
Verwundete. Ihre Bindung ist so tief, dass ein sanfter Pfiff genügt, um komplexe
Manöver einzuleiten — Mirans stilles Kommando auf dem Feld. Scharfdorn ist
bedächtig und zuverlässig; gegenüber Fremden misstrauisch, gegenüber Miran und
seiner Gruppe zutiefst loyal. Reagiert schnell auf Pfeifzeichen und visuelle Signale.

 

Song von Miran Voss

Der Wille des Kommandanten

 

1. Strophe

Die Brandung schlägt an Varisias Stein Miran steht am Abgrund, einsam und allein. Sohn der Wache, Sohn der See Im kalten Wind von Schmerz und Weh. Ein Überfall, ein Freund im Staub Verschlungen von der Gier, dem Raub. „Nie wieder“, schwor er in die Nacht, „Wird Leben durch den Zufall umgebracht.“

Vom Draufgänger zum Mann aus Stahl Papier und Karten waren seine Wahl. Er liest das Land, er liest die Spur Er ist der Geist der Architektur… des Krieges.

Oho, Miran führt den Lauf! Das Schlachtfeld blüht unter seinem Kommando auf. Ein Pfiff im Sturm, ein Zeichen in der Hand, Er lenkt den Stahl durch das weite Land. Mit Scharfdorn an der Seite, ein Bollwerk aus Natur, Taktik ist sein Herzschlag, Disziplin sein Schwur!

2. Strophe

Schweres Geweih und ruhiger Blick, Scharfdorn weicht keinen Schritt zurück. Gefunden im Wald, vor Wölfen bewahrt, Nun Gefährte auf jeder gefährlichen Fahrt. Kein blindes Handeln, kein roher Zorn, Miran sieht den Sieg durch das Visier nach vorn. Ein Schild für die Schwachen, ein Pfeil aus dem Nichts, Er ist der Architekt des bleichen Lichts.

Hörst du das Echo? Den leisen Befehl? Die Gruppe bewegt sich, präzise und schnell. Kein Wort wird verschwendet, kein Blut umsonst vergossen, Die Falle schnappt zu, der Kreis ist geschlossen.

Oho, Miran führt den Lauf! Das Schlachtfeld blüht unter seinem Kommando auf. Ein Pfiff im Sturm, ein Zeichen in der Hand, Er lenkt den Stahl durch das weite Land. Mit Scharfdorn an der Seite, ein Bollwerk aus Natur, Taktik ist sein Herzschlag, Disziplin sein Schwur!

Der Hirsch steht fest, der Kommandant wacht. Sicher durch die Karawanennacht. Ein stilles Signal… Ein letzter Blick… Vorbereitung ist das Glück.

 

Das Grab der Neun Götter (Legacy of the Past)

Unerwartete Verstärkung

Im Tempel der Nachschlange gelingt es Bandek mittels eines Zaubers, gewirkt auf den roten Magier von Thay, dass verhindert wird, dass das Ritual mit der Nachtschlange, während ihrer Abwesenheit, abgeschlossen wird. Eine kleine Hoffnung.

Unterdessen machen Pib und Nagel-Beutel, nach einem Streit, Bekanntschaft mit einem neuen Gesicht Arens, der nach einer Farbbombe ganz in Gelb gefärbt war. Ein Anhänger Selûnes, der von „Zeichen“ zur Gruppe geführt wurde. Er ist ruhig beobachtend und seine genauen Motive sind noch unklar. Er schloss sich der Gruppe gegen den Todesfluch an. Die inzwischen aus dem Tempel der Nachtschlange zurückgekehrt war, um den versteckten 9ten Stein aus dem Versteck zu holen.

Das Rätsel der Trickster-Götter

Der Moment der Wahrheit war gekommen. Nach unzähligen Gefahren standen die Helden endlich vor dem monumentalen Steintor des Grabs der Neun Götter. Vor ihnen lag das letzte Rätsel, das sie von seinem Inneren trennte: eine Steinplatte mit neun leeren Vertiefungen, wartend auf die Trickster-Würfel, die sie so mühsam gesammelt hatten. Die einzige Anleitung war ein kryptischer Text: „Die Gegner trotzen, einer steht zwischen ihnen.“

Was folgte, war eine Meisterleistung des Verstandes und des Gedächtnisses. Theorien über Gesinnungen wurden aufgestellt und verworfen, bis ein göttliches Omen den Weg wies: Bestimmte Götterpaare mussten sich wie auf einem Schachbrett gegenüberstehen. Mit den verblassenden Erinnerungen an die Reliefs in den Schreinen und der Hilfe des Gelehrten Orvex wurde Würfel für Würfel platziert. Ein tiefes Rumpeln erschütterte den Boden, die Würfel leuchteten auf und verschwanden – und die Tür öffnete sich, einen Schwall kalter, modriger Luft ausspuckend.

Tödliche Mechanismen und die Tugend der Geduld

Doch das Grab gab seine Geheimnisse nicht so leicht preis. Der erste Gang endete an einer Tür mit einem unheilvoll inn den Gang blickenden Totenschädel und einem Hebel. Ein waghalsiger Griff löste eine tödliche Stachelfalle aus, der nur durch Akrobatik entkommen werden konnte. Die Lösung war jedoch nicht Gewalt, sondern Klugheit: Beim zweiten Versuch, nach einer Stunde des Wartens, wurde der Schädel verhüllt, der Countdown der Sanduhr ignoriert und die Tür öffnete sich als Belohnung für Geduld.

Durch das Labyrinth der Fallen

Die nächsten Prüfungen waren nicht weniger tückisch. Ein Korridor, gespickt mit Pfeilfallen und Druckplatten, wurde durch exzellente Teamarbeit überwunden – Platten wurden verkeilt, Lianen weggehackt und gefährliche Stellen übersprungen. Der Weg führte sie an eine T-Kreuzung, die sie vor die Wahl zwischen zwei Übeln stellte. Im Schlund eines Teufelsgesichts lauerte, wie sich herausstellte, ein albtraumhafter Schattendämon. Die Helden beschlossen, diese Bedrohung vorerst zu ignorieren und wagten sich tiefer in die Dunkelheit vor.

Das Grab der Neun (Legacy of the Past)

Abstieg in den Schlund und Obolakas Gruft

Sie betraten einen gewaltigen, senkrechten Schacht, der sich Ebene für Ebene in die Finsternis stürzte. Dort erspähten sie den ersten Wächter des Grabs: einen unheimlichen, untoten Zwerg, das Gesicht hinter einer Teufelsmaske verborgen. Getreu ihrem neuen Vorsatz, „nichts im Rücken zu lassen“, beschloss die Gruppe, zuerst ihre eigene Ebene zu sichern. Diese Entscheidung führte sie zu einer schicksalhaften Entdeckung: Hinter einem Vorhang aus Lianen offenbarte ein Kristallfenster im Boden den Blick in die versiegelte Gruft von Obolaka, dem Bären-Trickstergott.

Ein gefährlicher Pakt mit der Dunkelheit

Hier, inmitten von Bärenstatuen und maskierten Leichen, erkannten sie die Wahrheit hinter den Worten einer alten Hexe: Der Lich bezog seine Macht aus den gefangenen Göttern. Sie zu befreien, könnte der Schlüssel zum Sieg sein. Mit neuem Eifer begann die Gruppe, leise einen Weg durch das Kristallfenster zu schaffen. Doch die Schatten dieses Ortes sind wachsam. Gerade als der Durchbruch fast geschafft war, spürte einer der Wache haltenden Helden eine eisige Kälte. Eine unsichtbare Präsenz war an ihm vorbeigehuscht. Die Stille wurde von einem alarmierten Ruf zerrissen: „Vorsicht!“ Die Dunkelheit hatte sie bemerkt.

Das Erbe der Neun

von Salid Dhuzma | Legacy of the Past

Bandek Gor

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner