Brief einer Elfe (Shield of Light)

Steinfleischwache

Liebste Meemaw,

ich schreibe dir, auch wenn ich weiß, dass der Brief dich wahrscheinlich nicht erreichen wird. Du hast den Hochwald noch vor meiner Abreise verlassen und so weiß ich nicht wie, wo oder wann wir uns wiedersehen. Wenn wir je aus diesem Land herausfinden sollten.

Zu meinem Entsetzen habe ich lange nicht mehr geschrieben und es ist doch so viel geschehen.

Yggdra, mein Herz, er ist wieder weg. Ich wollte nicht sehen wer oder was er geworden war. Ich hatte gehofft ihm helfen zu können, ihm so wichtig zu sein, dass er bei mir bleibt. Ich wollte seinen Worten glauben, sein Handeln verstehen und ihn verteidigen. Er hatte sich so verändert. Von dem liebenswerten, mitfühlenden Mann zu diesem Anderen Ich. Ich war zu blind, zu egoistisch, wollte ihn nicht verlieren. Und nun ist er weg. Er hat sich gegen die Gruppe gestellt. Er hat versucht mich zu manipulieren und ich wollte alles glauben was er sagte, wollte unbedingt bei ihm sein und bleiben. Und so stellte ich mich tatsächlich auf seine Seite, lief mit ihm davon. Natürlich kamen uns die Anderen nach und Yggdra, er verschwand. Ich weiß nicht wohin und mir hat es das Herz zerrissen. Ich hatte ihm doch verziehen, was damals war. Ich hatte Verständnis dafür, dass er keine Beziehung wollte, sondern nur Gesellschaft auf der Reise. Dass sich dies änderte, als er sich veränderte war so ein schönes Gefühl. Ich fühlte mich, als würde ich in ein Loch ohne Boden fallen. Ich konnte nicht Essen, hatte keine Hunger oder Appetit. Mein Trance war nicht mehr so erholsam und ich war immer mehr erschöpft und müde.

Theo war es, der auf mich zukam. Sich Sorgen machte. Ohne ihn wäre ich wahrscheinlich irgendwann umgekippt. Theo ist wirklich ein interessanter Mann. Seine Euphorie, wenn er bei einer Sache ist die ihn interessiert ist erschreckend, aber auch ansteckend zugleich.
Ich bin mir unsicher, was Theo angeht. Ich glaube, ich löse etwas in ihm aus. Er ist immer so nervös, wenn ich in seiner direkten Nähe bin. Als er auf meinem Bein geschlafen hat und mich dabei die ganze Zeit anlächelte, fühlte sich das mehr als gut an.
Also löst er auch in mir etwas aus. Er bringt mich zum Lachen und wenn er mich umarmt, ich sein Herz so heftig schlagen fühlte und seine Wärme spürte fühlte ich mich geborgen und sicher.

Vielleicht habe ich das einfach nur nicht sehen wollen, weil ich zu sehr mit Yggdra beschäftigt war. Doch während ich die Schreibe und von Theo erzähle muss ich lächeln obwohl mir nicht danach ist.

Meemaw, was ist bloß los mit mir?

Zurzeit sind wir in dem Tempel, den Theo sein zu Hause nennt. Wir suchen seinen Meister und wollen ihm helfen.
Der Weg hierher war schwer und natürlich auch nicht gefahrlos.

Zunächst lieferten wir die eine Stadtwache, die wir ein paar Tage zuvor halbtot gefunden hatten, in der Nähe von Krezk ab.

Dann begann der Aufstieg auf den Berg. Wäre ich nicht so abgelenkt gewesen hätte mir die An- und Aussicht sicher gefallen.
Der Regen und der sich verändernde Weg machen es schwer voran zu kommen. Glücklicherweise haben wir durch Theos Zauberhütte immer einen guten Schutz. Er kümmert sich wirklich gut um uns.

Genau wie Tebaun. Dieser Elf, der so mehrschichtig ist, wie deine berühmte Rosenapfeltorte. Einmal ist er redselig, dann auf einmal wieder in sich gekehrt als würde er trauern. Ehrlich und offen, vor allem wenn er über Eilistraee und seinen Glauben reden kann. Und dann wirkt er wütend und eine Art dunkler Schleier legt sich über ihn.

Als ich ihn und Theo eines Abends bei ihrem Training zugesehen habe wirkte er wieder ganz anders. Und dann lächelt er manchmal so freundlich und charmant, dann ist er wieder kühl. Verwirrend. Ich hoffe du lernst ihn kennen. Ich sollte ihn und seine Familie mit in de Hochwald nehmen, falls wir einen Weg zurückfinden. Sie haben ein Heim verdient.

Wo war ich?

Ahja, der Weg.
Wir liefen und liefen. Der Weg wurde enger und rutschiger. Wir banden uns zu Sicherheit aneinander fest. Glücklicherweise, da Hara ins Rutschen kam und fast den steilen Berg hinuntergefallen wäre. Es ging mindestens 200 Fuß in die Tiefe.

Auf einem Plateau trafen wir auf riesengroße Ziegen. Auch wenn Theo sie für normal ansah für die Gegend wollte Tebaun sie sich genauer ansehen. Und dann tauchten immer mehr auf. Und bevor wir uns irgendwo verstecken konnten, stand so ein Riesenvieh genau vor mir. Mir schlotterten die Beine doch dank Schlitzzahns Magie griff es mich nicht an, sondern folgte ihm nun.

Als wir dann ein poltern hörten und wie sich etwas durch die Bäume auf uns zu bewegte wollten wir verschwinden, denn dem Riese, wohl der Aufpasser der Ziegen, wollten wir nicht begegnen. Leider war die eine Kreatur immer noch von dem Drachengeborenen fasziniert und der Riese rief etwas, was wohl nur Tebaun verstand. Ihre Diskussion ging hin und her und wir dachten wir kommen ohne einen Kampf davon, leider war dies nicht der Fall.

Wir näherten uns also einem wichtigen Wegepunkt. Einem Tor welches mit Magie belegt. Theo war sich aber sicher, dass er diese binden konnte.
Doch natürlich treffen wir erst auf den Herrn des Landes. Und natürlich muss er uns erst etwas entgegensetzen, bevor wir weiterkonnten. Also belebte er einfach die Steinstatuen, die Wächter zu Seiten des Tores.

Erfreulicherweise sind wir mittlerweile einigermaßen eingespielt und wir kamen schnell unserem Ziel, dem Bernsteintempel, immer näher.

In einem alten Wachturm erholten wir uns und dort war es, wo Theo auf mich zukam und mit mir redete. Für die Weiterreise ließ Theo eine magische Scheibe für mich erscheinen, damit ich nicht zu weit zurückfiel (was für ein guter Mann).

Dann standen wir vor dem Tempel. Er war von außen beeindruckend. Groß und gewaltig wurde er in den Stein gehauen. Es schien so, als würde er mit ihm verschmelzen.
Und dann kommen wir in das Innere. Meemaw, du wirst mir nicht glauben wie herrlich dieser Tempel in seinen besten Zeiten mal gewesen sein muss. Noch immer war der schwarze Marmor (so hat Theo in bezeichnet) imposant der hier ist. Am Boden, an den Wänden fast überall ist er zu sehen. Und der Bernstein verleiht dem Ganzen einen leichten goldenen Schimmer.

Noch während wir uns imponiert umschauen, läuft Theo vor. Er kennt sich aus und will in den verschiedenen Räumen nach seinem Meister suchen.

Als wir eine Tür öffnen standen uns dort humanoide gegenüber. Sie verstanden uns nicht und wir sie nicht und so kam es zum Kampf. So ungern ich in kleinen Räumen zaubere, so war ich es allmählich leid und mein Feuerball machte auch ordentlich Schaden. Bis Theo den Anführer (mit diesem Speer, der mir nach wie vor nicht ganz geheuer ist) raushängen ließ. Erst schien das Ganze nach hinten loszugehen, doch er schaffte es, dass sie ihre Waffen sinken ließen.

Also gingen wir weiter. Theo hatte uns noch vor „Wächtern“ gewarnt doch als wir die Tür öffneten um weiterzugehen, flog uns auch schon ein Feuerball entgegen.

Tebaun hechtete elegant wie immer zur Seite, während ich wie angewurzelt stehen blieb. Nur Theo wusste was er wirklich tat, in dem er den Zauber einfach verpuffen ließ. Und nachdem ein Wort gesagt hatte, verschwanden die Wächter auch wieder in ihren Nischen.

Als wir weitergehen wollen hat Tebaun auf einmal einen Stab in der Hand und versucht ihn zu zerstören. Er schafft es ihn in tausend kleine Stücke zu zerschlagen von denen wir alle etwas abbekommen. Also suchen wir uns gegenseitig ab um alles davon zu entfernen.

Der nächste Raum war erhellt durch Kerzen und es war gemütlich warm. Ein Tisch stand dort mit mehreren Stühlen und auf ihm war ein Topf der dampfte. Heißer Wein.

Wir ließen Hara erst einmal zurück und gingen zu dritt weiter.
Ein Raum nach dem Anderen durchliefen wir. Bis in die Bibliothek. Tebaun war sofort begeistert (so habe ich ihn noch nicht gesehen) von den ganzen Büchern und Schriftrollen. Ich glaube er hätte am Liebsten dort das Lager aufgeschlagen. Gelangweilt ging ich die Treppe nach unten. Theo kam mir panisch hinterher und meinte, wir dürften nicht hinunter, weil dort Bernsteingefängnisse stehen würden.

Ich näherte mich einem dieser Gefäße und hörte eine tiefe und dunkle Stimme. Sie bot mir so viel, doch diesmal blieb ich stark. Als ich wieder zu mir kam, stand Theo auch schon neben mir und nahm meine Hand. Er hielt sie fest und es fühlte sich so gut und vertraut an.

In der Bibliothek ließen wir uns kurz nieder und ich berichtete den Anderen, was los war. Danach erzählte uns Theo dann alles was er über diese Gefängnisse wusste. Er hielt meine Hand dabei. Die ganze Zeit und ich ließ seine auch nicht los.

Erst als wir weiterwollten, ließ ich ihn los, da er uns ja führen musste.  In etwas weiter Ferne hörten wir Stimmen. Leise versuchten wir uns ihnen zu nähern, doch der Boden war rutschig und so hörten sie den Stein auf dem ich ausrutschte.

Theo versuchte noch mit ihnen zu reden, doch ihre Antwort ließ nur zu, dass ich ihnen einen Feuerball entgegenwarf. Der Kampf war schnell zu Ende.

Wir ruhten kurz und beschlossen zur Schatzkammer aufzubrechen.

 

Meemaw. Das waren wirklich aufregende und nervenzerreißende Tage. Ich vermisse dich und deine Weisheiten von denen ich hier einige gebrauchen könnte sehr.

Ich drücke dich

 

 

Getrennte Wege (Shield of Light)

Nach der anstrengenden Nacht ging Hara hinunter in die Wirtsstube und der Wirt bemerkte ihre gute Laune. Schliesslich entlockte er ihr mit Hilfe eines ausgezeichneten Frühstücks die Neuigkeiten über das gefundene Ei. Doch sie war stur und wollte es zu seinem Ärger nur seinem Vater übergeben, und noch hatte ihn aj auch nicht bei sich. Als sie zum geteilten Zimmer zurück kam, war Tebaun bereits zu seiner Famillie bei den Vistani. Der gefesselte Yggdra diskutierte mit Arabella, uneinsichtig über die Übergriffigkeit seiner Aktion vergangene Nacht.Obwohl sie ihm Mistraute, sagte er ihr, dass er wüsste, wer etwas über den Verbleib ihres Bruders weis und das war ihr genug um mit ihm die Gruppe zu verlassen. Theo, der das Ei hatte, übergab dies Hara und war kurz darauf von dannen. Hara musste nicht lange darüber Nachdenken, was er wohl vor hatte.

Nach vier Stunden kam auch Herr Martikoff wieder und Hara übergab ihn den eiförmigen Stein. Jetzt war sie allerdings etwas Ratlos. Ihr Gruppe war nun in alle Winde zerstreut und so beschloss sie sich Hilfe bei den wenigen Vertrauten zu holen, die sie im Städtchen hatte und suchte die Kapelle auf, wo sie auf Irena und den Vater traf. Der Vater fand dann in den lokalen Büchern ein Ritual, das er mit Hara ausführte. Sie versuchte Theo zu erreichen, doch der war wohl schon zu weit weg. Aber ein zweiter Versuch, bei dem statt dessen versuchte Tebaun zu erreichen (der ja seinerseits Fernkommunikation beherrschte) und das gelang ihr auch. So kam Tebaun zu ihr. Tebaun erreichte auch Theo und so erfuhren sie, wo sie hin mussten. Sie beschlossen, die Nacht durch dort hin zu reisen.

Theo hatte sich derweil indirekt Arabella zu erkennen gegeben, aber noch wähnte sich Yggdra mit ihr allein. Nach einer erneuten Diskussion wurde klar, dass Yggdra Arabella zum Herrn des Landes bringen wollte, um diesen zu befragen. Nicht wirklich, was Arabella sich vorgestellt hatte. Zu allem Überfluss entdeckten sie auch noch die Überreste eines offenbar scheren Überfalls mit mehreren Leichen.

Verwaschene Beobachtungen (Shield of Light)

Zarovichsee

Da standen sie nun. Diese merkwürdigen Gestalten, die sich als Gruppe, als angehende Einheit, als Abenteurer bezeichnete. Doch auf Außenstehende wirkten sie eher wie ein zusammengewürfelter Haufen an Menschen, Echsenwesen und Elfen. Wie sie zusammengefunden haben oder warum sie hier sind weiß ich nicht, aber ich beobachte sie schon eine Weile und ich muss schon sagen, dass sie nicht mehr ganz so unbeholfen sind, wie am Anfang.

Wo war ich noch gleich? Ah… Der Zarovichsee. Der See um den es so viele Geschichten und Legenden gibt, wie über dieses Land selbst. Keiner weiß genau, was oder ob überhaupt etwas in ihm wohnt, aber einige sagen es gäbe darin etwas. Etwas Großes. Mit Haut, Schuppen oder Panzer. Jeder behauptet etwas Anderes gesehen zu haben. Eine Krabbe meinte einer, ein riesiger Fisch ein anderer.

Wie dem auch sei. Da standen sie also und blickten auf den nebelüberschwemmten See. Vom Ufer konnte man kaum etwas erkennen. Nur eine leichte Silhouette mitten auf dem See. Ein Boot?
Sie legten ihre Rücksäcke und ihr Hab und Gut ab und stellten wohl einen der Menschen ab. Die Elfe redete auf ihn ein. Ihn behagte das ganze wohl nicht, aber scheinbar war sie überzeugend genug.

Der Mensch, der scheinbar von hier zu stammen scheint, machte sich als Erster daran in eines der Boote einzusteigen. Offenbar war er wieder mit zu viel Elan dabei und er kam ins Wanken. Was für ein lustiger Anblick. Die Elfe will ihm Helfen und dabei landen sie gemeinsam im Wasser.

Dann saßen sie nun endlich zusammen an Bord und die Elfe navigierte. Ich muss schon sagen, da hatte ich sie schon an einem der spitzen Felsen zerschellen sehen, doch sie machten ihre Sache recht gut und sie kamen gut voran. Lag wohl an den Männern, die ruderten.

Bei dem Fischer Pluto angekommen schienen sie ihn endlich zur Rede zu stellen. Was sich genau abspielte kann ich nicht sagen, dafür war ich zu weit weg, aber es sah so aus, als wolle der Elf Pluto gleich an Ort und Stelle hinrichten, denn er zog sein Rapier und hielt es in seine Richtung. Der Mensch griff ein und dann wurde wohl argumentiert. Nach einiger Zeit sprangen der Elf und der Mensch ins Wasser und tauchten ab.

Mutig? Dumm? Beides ein wenig.
Sie schienen nach der Leiche des Mädchens zu suchen was ich für ein aussichtloses Unterfangen hielt, doch scheinbar wollte etwas „Höheres“ helfen. Denn wie aus dem Nichts öffneten sich die Wolken. Wenn auch nur ein winziges kleines bisschen, doch es reichte um einen Mondstrahl hindurchzulassen. Hätte ich selbst es nicht gesehen, dann hätte ich es nicht geglaubt.

Der erste Tauchgang der Männer dauerte nicht lange und kurze Zeit, nachdem sie wieder abgetaucht sind sprang auch noch die Elfe ins Wasser und tauchte den Beiden nach. Zu dritt kamen sie wieder hoch und die Elfe hievte sich wieder ins Boot. Ihre Kleidung schmiegte sich an ihren Körper wie eine zweite Haut und… ich schweife ab… während ich nun die Elfe beobachtet habe sind die Männer verschwunden. Wahrscheinlich sind sie noch einmal auf dem Weg nach unten.

Der Elf taucht wieder auf und die beiden im Boot schauen sich um. Hektisch würde ich schon fast sagen, doch auf die Welle, die das Boot erfasst waren sie trotzdem nicht gefasst und die Elfe geht über Bord.

Von dem Menschen fehlt zunächst jede Spur, bis er neben der Elfe, wie aus dem Nichts, wieder auftaucht.
Jetzt schienen sie zu warten.

Ob sie das Wesen in den Tiefen geweckt haben?

Plutokratie (Shield of Light)

Aquarell-fischerboot auf dem wasser im meer mit der gezeichneten illustration des schönen blauen himmels Premium Vektoren

Die durstigen Wanderer überlegten unter der Führung von Tebaun eine Kutsche zu bauen. Arabella erkundete weiter das Haus und schlief ein paar Stunden in dem äußerst komfortablen Bett der Hausherrn.

Hara schloss sich zögerlich Team Kutsche an und die verbliebenen Fässer wurden aus dem Keller gerollt. Als schliesslich alles so weit war, brach der Abend herein, und man einigte sich darauf, die Nacht noch in den gemütlichen Betten des Weinguts zu verbringen. Nur Arabella war nun wach wie schon lange nicht mehr und verbrachte die ruhigen Stunden mit dem Backen von frischem Fladenbrot, dass die Morgenmuffel ein paar Stunden später mehr als entzückte. Nachdem man noch ein paar persönliche Gegenstände für die Familie einpackte, brach man auf. Maduin war nicht zu erreichen und so ging es direkt zur Taverne, mit ein paar unkomplizierten Nächten dazwischen.

Besonders Hara freute sich schon sehr darauf, nun endlich einmal wieder dem Wein fröhnen zu können, doch auf dem Platz vor der Taverne gab es einen Aufruhr. Es gab eine Spur zu dem Mädchen, dass verschwunden war und von dem Tebaun mit seiner Familie gesprochen hatte. Ein Mann wurde beschuldigt, zu wissen, was mit ihr geschah und dennoch geschwiegen zu haben. Tebauns Familie war auch dort und unter Tebauns Führung gelang es, die Anwesenden zu beruhingen und den Mann zu verhören. Mit hilfe seiner Illusionsmagie gelang es ihm, ein Bild des Entführers zu zeichen, doch der war kein Unbekannter. Es war der Fischer Pluto, der das Mädchen einem Monster opfern wollte, um einen guten Fang zu garantieren.

Eine Frau aus der Famillie Tebauns konnte mit dieser Information magisch nach dem Mädchen suchen, doch es war zu spät, sie fand es leblos, tief unter Wasser, ihr Mörder draussen auf See Zaarovitsch. Unter lauten Protesten von Hara, die sich nach dem Wein sehnte und alles den lokalen Behörden überlassen wollten, stürmte Tebaun Richtung Zarovitschsee um Pluto der gerechten Strafe zu überführen. Doch man war längst so aufeinander eingeschworen, dass alle Tebaun folgten.

Das Tagebuch einer Elfe (Shield of Light)

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Mutter, ich kann nicht mehr. Dieses Land, es macht mich müde, traurig und die Hoffnung, dass wir irgendwas erreichen würden, dass ich meinen Bruder wiederfinden würde, schwindet immer mehr.

Die Nächte, auch wenn wir sie einigermaßen geschützt in Theo’s Hütte verbringen, sind nicht wirklich erholsam. Immer das Gefühl, dass uns wer beobachtet oder angreift hilft nicht dabei, wenn ich mich der Trance hingeben möchte.

Die Kämpfe zermürben mich immer mehr. Meine Magie, ich habe hier noch mehr Angst sie zu benutzen, als sonst schon. Gerade der letzte Kampf war einmal mehr als knapp.

Wir hatten die Wellen an Gegner irgendwie besiegt. Hara, die in meiner Nähe stand sah nicht besser aus als ich. Sie sah genauso fertig und abgekämpft aus wie ich mich gefühlt habe. Doch bevor ich etwas sagen konnte eilte sie zu Schlitzzahn. Und ich habe die Anderen gesucht.

Und da lag er. Tebaun. Am Boden. Ich nahm meine letzten Kräfte zusammen und rannte schon fast zu ihm und kniete mich direkt neben ihn. Die heilenden Hände meiner Schwester wären hier sehr hilfreich gewesen. Überhaupt hätte ich ihr öfter zuhören und mit ihr üben sollen.
Glücklicherweise lebte er noch. Während ich seine Hand einfach hielt, wurden wir weiter von kleinen, nervigen Wurzelwesen angegriffen, denen wir uns erledigten.

Als ich mich nach dem Rest umsah, erkannte ich Wellende Schnuppe, der Schnellfuß trug. Er hatte es leider nicht geschafft. Ich drückte ihm mein Beileid aus und schickte ihn dann direkt zu Hara, die mich über ihre Magie um Hilfe bat.

Theo war weiterhin außer Sichtweite, doch Erfreulicherweise konnte Yggdra ihn sehen, wie er sich wieder unserer Position annäherte.

Dann kam Tebaun zu sich. Er wirkte irritiert und abwesend. Dachte es seien Tage vergangen. Und dann schaffte er es, obwohl er selbst kaum bei Kräften war, dass sich bei mir ein paar Wunden schlossen. Ich half ihm auf die Beine und er war der Meinung, dass wir die Wurzeln des Baumes, welchen Hara und Theo mittlerweile gefällt hatten, zerstören mussten.

Wir mobilisierten nochmal alle unsere Reserven und nach ein wenig Zeit hatten wir es dann geschafft. Das Kreischen im Kopf und die Wut wurden weniger. Erst jetzt, als wir alle zusammenstanden, konnten wir sehen wie sehr uns alle der Kampf geschwächt und erschöpft hatte.

Der Tote in unseren Reihen sollte in einem Ritual von Tebaun beigesetzt werden.
Ich hätte ihm wirklich gerne geholfen, doch ich war und bin einfach nur so kraftlos.

Ich wünschte meine Schwester wäre hier. Und ich könnte, wie so oft, wenn ich mich verletzt hatte oder ich ausgelaugt war, meine Hände in ihre warmen und gütigen Hände legen und mich besser fühlen konnte.

Das Land, es nimmt dir alles. Ich hoffe nur unsere Gruppe schafft es zusammenzuhalten. Ohne sie wüsste ich nicht weiter.

Die Studien eines Magiers: Ein Kampf um Hoffnung (Shield of Light)

Ruhig Theo… Du musst deine Gedanken sammeln… Du siehst keine Feinde mehr, was jetzt?
Wir sind hier um den Stein zu finden… aber Tebaun liegt sterbend vor dir… Und wo sind die anderen? Wo ist Arabella? Wieso Arabella? Ich muss mich konzentrieren und kann gerade nur an sie denken… Warum?
Nicht jetzt, ich muss mich konzentrieren… Konzentration… KONZENTRATION!… Was? Wieso werden meine Gedanken so laut und unklar? Was ist hier los? Ist das…

Ich hatte jetzt ein wenig Zeit meine Gedanken zu sammeln und wie mein Meister es mir empfohlen hat, möchte ich diese nun auch in Schriftform festhalten. Es ist schon etwas länger her, dass ich dazu gekommen bin, aber ich möchte die Ruhe nutzen, die wir uns so hart erkämpft haben.

Angefangen hat das Ganze damit, dass wir einen Druiden nicht davon abhalten konnten, einen wahrscheinlich mit heiliger Magie erfüllten Stein zu stehlen, welcher der hiesigen Martikov Familie dazu verhalf, auch in diesem vom Tod verseuchten Land, eine grüne Oase zu schaffen in der sie Wein anbauen und verarbeiten konnten. Konnten ist nun leider der richtige Begriff, da sie nach dem Verlust wenig Hoffnung haben, das Weingut wieder aufbauen können. Tebaun scheint das ganze schwer zu treffen. Verständlich wenn ich bedenke, wie seine Lehren und Worte häufig nach Hoffnung in den dunkelsten Winkeln suchen oder diese zumindest spenden wollen.

Davian Martikov, das Oberhaupt der Familie Martikov, beschloss, dass er und seine Familie nach Vallaki aufbrechen sollten und sich dort erstmal in der Taverne ,in der auch schon wir unterkamen, eine Unterkunft beschaffen sollten. Da sie vor hatten, den schon mit drei der letzten Weinfässern beladenen, Wagen zu nehmen, konnten sie gleich die Versorgung der Taverne mit dem Wein übernehmen und uns eine Last von den Schultern nehmen. In der Zwischenzeit gaben sie uns den Hinweis, dass wenn wir nach dem Stein suchen wollten, wir bei einem Hain der Druiden, welcher eine knappe Tagesreise vom Weingut entfernt liegen sollte, anfangen könnten. Wir entschieden, dass dies für uns der nächste logische Schritt wäre, da wir die Hoffnung noch nicht aufgeben wollten, dem Land eine Quelle der Freude zu erhalten.

Wir reisten noch ein ganzes Stück mit der Familie mit, bis wir zu der Kreuzung kamen, die die Martikovs nach Vallaki und uns zu dem Hain führen sollte. Da der Tag inzwischen schon gut vorangeschritten war, entschieden wir nicht zu viel später auch eine Pause einzulegen. Da wir alle erledigt waren, entschied ich mich diesmal mein Training mit Tebaun nicht fort zu führen, aber ich wollte die Chance nutzen um mit Arabella über das Buch zu sprechen. Wir konnten auch einige Erkenntnisse gewinnen, aber was mich am meisten an unserem Gespräch fasziniert hat, ist was für ein Chaos ich danach in mir verspürte. Noch kann ich nicht zuordnen warum, aber ich bin mir sicher, dass ich auch dieses Geheimnis irgendwann lüften kann.

Die Nacht selber verlief ruhig. Das einzige, was mich nicht ganz losgelassen hat, war der Traum den ich hatte. Ich sah einen Stamm von Menschen, Ureinwohner einer veralteten Zeit. Einer von ihnen schien mich direkt anzusprechen. Er hatte Kriegsbemalung in seinem Gesicht und neben ihm stand ein eigenartig wirkender Speer an einen Stuhl gelehnt. Er meinte, dass ich den Speer nehmen und über das Tal herrschen sollte, wie es mir zustehen würde. Dann wachte ich gebadet in meinem eigenen Schweiß auf und stellte fest, dass die anderen noch schliefen. Ich nutzte dies und beruhigte mich erst einmal… so gut es ging zumindest.

Am nächsten Tag brachen wir recht früh auf und Der Weg zum Hain verlief relativ ruhig. Das erste interessante Vorkommnis traf uns als wir am Hain ankamen. Dort wartete schon ein Reiter in voller Rüstung und starte in den Nebel, welcher hier näher war, als sonst irgendwo in diesem Land. Es stellte sich heraus, dass dieser Reiter niemand anderes als Graf Stradh von Zarovich war. Der Herrscher, der Fluch und der Teufel dieses Landes. Wenn man den Geschichten glaubt. Er verriet uns, dass er ab und an mal an diesen Ort einkehrt, da es dunkle Kräfte gibt, die ihn seine alte Heimat in den Gezeiten des Nebels erblicken lassen. Seine Nostalgie schwand kurz nach seinen Worten und er verabschiedete sich von uns, aber nicht bevor er uns davon erzählte, dass Maduin ihm anscheinend seine Unterstützung angeboten hatte. Wir wussten noch nicht wirklich, was wir mit dieser Information anfangen sollten, aber dafür hatten wir auch nicht wirklich Zeit. In der Entfernung hörten wir nämlich schon das nächste, was unsere Aufmerksamkeit auf uns zog. Gesang…

Keiner von uns konnte diesen allerdings genießen und wir fühlten uns eher, als würde der Gesang ein negatives Vorzeichen sein. Tebaun formulierte sofort den Plan, dass wir uns aufteilen sollten, den Hügel erklimmen und von beiden Seiten des Gipfels den Ursprung des Gesanges erkunden sollten. Dabei sahen wir, dass über dem Gipfel eine kleine Gewitterwolke ruhte und sich immer wieder auf einen Kreis von Steinen entlud, welcher die Spitze des Hügels wie eine Festung umgab. Wir rannten und rutschten teilweise die Seiten des Hügels entlang, bis wir auf die Verursacher der Unwohlsein erweckenden Töne trafen. Es waren Druiden. Wir näherten uns ihnen und kaum traten wir in ihre direkte Nähe, wurden wir wieder einmal von Strauch-, Nadel-, und Rankenplagen angegriffen.

Wir erwehrten uns der Plagen und so kam es zu einem Kampf. Die Druiden, die immer noch in ihr unheimliches Ritual vertieft waren, konnte Arabella mit einem Feuerball ausschalten. Und die Plagen waren für die Drachengeborenen, Tebaun und mich kein zu großes Problem. Doch als Hara den Steinring auf der Spitze des Hügels durchquerte, sprangen auf einmal viele Menschen, die genauso aussahen, wie der eine in meinem Traum aus dem Boden hervor und griffen uns auch an. Für jeden von uns kamen zwei von denen und wie ich unangenehmer Weise feststellen muss, waren diese nicht ungebildet in der Kunst des Kampfes. Zwar boten sie sich ständig Blößen und machten unsere Angriffe dadurch einfacher, aber sie baten uns diese auch nur, damit sie sich voll darauf konzentrieren konnten uns mit ihren Äxten anzugreifen und uns kaum Spielraum zu lassen. So gelang es ihnen bei jedem von uns einen Schlag nach dem anderen zu landen. Selbst mich haben sie mehrfach getroffen, was mich körperlich und geistig sehr mitnahm. Es machte sich langsam Verzweiflung in mir breit, als ich sah, dass erst mehrere der Drachengeborenen und dann auch noch Tebaun zu Boden ging. Irgendetwas in mir konnte in diesem Moment nicht mehr inne halten und mit letzter Kraft stürzte ich mich wieder in den Kampf und hingegen Tebauns Bitte war es mir egal, dass ich diese WILDEN… dass ich unsere Kontrahenten nicht nur kampfunfähig machte, sondern ihnen ihr Leben nahm. Anscheinend, war dies aber kein so großer Fehler, wie ich es nun im Nachhinein einschätzen würde und mit dieser durch… Ich weiß leider noch nicht, wie ich dieses Gefühl bezeichnen soll… aber durch die neu gewonnene Kraft konnten wir schließlich auch diesen Gegner bezwingen. Nach dem Kampf kamen wir zusammen und kümmerten uns um unsere Kameraden… zumindest um die, die wir noch retten konnten.

…ZORN!

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