Die Zähmung des Druiden | Eine Ballade von Opal vom Klan der steten Nacht (The Outbreaks)

Die Taverne in Prespur, ein Paradies der kulinarischen Pracht,

wo gefüllte Teller schwebten, am Morgen, so sacht.

Mit einem Griff in die Luft fing ich ein Mahl,

ein Fest für die Sinne, ein wahrer Genuss, wie jedes Mal.

 

Doch lauschte ich den Klängen der Gefahr,

ein Kamerad, ein Druide, im seelischen Narrenhaar.

Die Rache loderte in seinem Blick,

doch Gedichte, nicht Schwert, waren mein Geschick.

 

In meiner Großzügigkeit, so edel und weise,

schickte ich ihm Verse wie kostbare Speise.

Doch er hörte nicht, mein Rat verhallt,

gab sich der Rache hin, niemand gebot ihm Einhalt.

 

Seine Magie war entfesselt, Zerstörung blieb zurück.

Es war an mir, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten, ein heikles Stück.

Mutig trat ich vor, dem Wahnsinn entgegen,

denn die Bewohner Prespurs sollten Frieden erleben.

 

Ich folgte dem Druiden, durch Gassen und Straßen,

Mut in meinem Herzen, keine Furcht vor Gefahren.

Vor mir stand er, ein wild gewordener Mann,

doch mit meinen Worten brachte ich ihn in meinen Bann.

 

Die Worte, sie flossen wie ein ruhiger Fluss,

Beruhigten den Druiden, machten Schluss.

Doch eine Halborkin, wild und wenig bedacht,

schrie lauter als ich, und zerstörte, was ich vollbracht.

 

Meine Botschaft verhallte, im Wind verweht,

der Druide blieb wild, im Zorn versteht.

Denn manche Wesen sind im Geiste zu klein,

und lassen sich nicht bändigen mit Worten allein.

Druide dreht durch

Opal

Tabaxi namens Opal

Geboren im Klan der steten Nacht, wuchs Opal wohlbehütet in den Höhlen ihrer Familie auf. Bei einer ihrer vielen Erkundungstouren entdeckte sie am Strand ein Schiff. Aus reinem Interesse, nicht etwa aus Neugierde, schlich sie näher heran.

Auf diesem Schiff begann Opals Reise. Seitdem hat sie viele Häfen gesehen und auch verschiedenste Adelshäuser besucht. So immer sie hinkam, verbreitete sie gute Laune mit ihrer Musik und ihren Geschichten.

Opal hält sich selten für längere Zeit an ein und demselben Ort auf. Dabei folgt sie allerdings keiner ausgeklügelten Route, sondern entscheidet meist spontan, wann sie aufbricht und wohin sie will. Sehr zum Leid derjeniger, die sie ihrer Musik und ihrer Geschichten wegen gerne länger als ihren Gast behalten hätten.

Wie genau Opal an ihre Musikinstrumente gekommen ist, wie sie Bekanntheit erlangt hat und weshalb sie ein Problem damit hat, Katze genannt oder gestreichelt zu werden, behält sie für sich. Außerdem kursieren mehrere Geschichten darüber, wie sie ihre Magie erlernt und weshalb sie ihre Heimat genau verlassen hatte.

Opal und die magische Maus

Die wohl bekannteste Geschichte, über den Erhalt ihrer Magie, ist die von der magischen Maus. Zwar gibt es von dieser ebenfalls einige Varianten, je nachdem auf welcher Insel man die Geschichte hört, aber ob, und falls ja, welche davon wahr ist, kann wohl nur Opal selbst sagen.

Laut der glorreichsten Variante gab es einen bösen Zauberer, der über eine große Insel herrschte. Der Name dieser Insel wurde allerdings nie genannt. Auch wenn es darüber sehr wohl Spekulationen gibt. 

Opal konfrontierte den Zauber damit, dass sie ihm nicht glaubte, dass er so mächtig sein soll, wie er behauptete und forderte ihn dazu heraus, seine Macht unter Beweis zu stellen. Als er sich dafür in eine Maus verwandelte, fing Opal ihn und verspeiste ihn wie eine gewöhnliche Maus. 

Statt sein Reich zu übernehmen, reiste Opal weiter. Und alles, was sie als Lohn behielt, waren die magischen Fähigkeiten des Zauberers. 

Raudka

Aurora Rress

„Ein Ritter in strahlender Rüstung und kein Flecken Dreck aus einen der führenden Häuser von Cormyr……“ Die Halborkin fing an zu lachen. „Tut mir leid für dich, Kleiner, aber das bin ich wirklich nicht. Eine strahlende Rüstung sorgt dafür, dass einen die Bogenschützen schnell aufs Korn nehmen. Und wie willst du kämpfen, wenn du tot bist? Auf jeden Fall stamme ich weder aus einen der großen Häuser noch habe ich eine strahlende Rüstung getragen. Werde ich auch nie. Wer meine Eltern sind, weiß ich nicht. Seit ich denken kann, war das Waisenhaus in Suzail meine Heimstätte gewesen. Dort bin ich groß geworden. Es war in einem Armenviertel. Also konnte ich mir den besuch einer höheren Schule nicht leisten. Für etwas lesen sowie rechnen hat es gereicht. Aber mehr auch nicht. Irgendwie mussten wir überleben. So lernte ich auf der Straße das Klauen. Wenn Hunger ein ständiger Begleiter ist, dann tust du alles, um ihn zu beruhigen. Und so war es kurz nach meinem 14. Geburtstag. Ich habe frisch das Waisenhaus verlassen und wollte den Geldbeutel eines Mannes stehlen. Tja. Es stellte sich heraus, dass Corporal Erich Bluewater bessere Augen hatte als meine Finger. Damals war ich schon rund 1,80m groß und ich hatte mir gedacht, dass meine Erscheinung ausreicht, um ihn zu beeindrucken, dass er freiwillig das Gold hergibt. Tja. Ich war im Irrtum. Er hat mich verprügelt, weil ich es verdient habe. Nach dem Kampf stellte er mich vor die Wahl. Entweder zur Stadtwache oder zu den Blue Dragons, den Marines der Navy. Die Wahl war für mich einfach und so folgte ich ihm zu den Blue Dragons. Einen eigenen Besitz hatte ich damals nicht. Nur die Klamotten, die ich trage. Und ich bereue diese Entscheidung von damals nicht. Es hat zwar etwas gedauert, aber die Ausbilder haben die Scheiße aus mir raus geprügelt. Ich lernte zwei wichtige Dinge. Das Erste, was ich gelernt habe, war Disziplin. Die Kontrolle meiner inneren Wut und Respekt vor den Vorgesetzten, aber ohne mich zu brechen. Ich lernte Befehle zu befolgen und doch mein Selbstbewusstsein zu behalten. Während ich zu Beginn der Ausbildung noch Angst hatte einen Teil von mir zu verlieren bin ich nun weit davon weg. Die zweite Sache, die ich gelernt und erlebt habe war die Kameradschaft. Denen war es egal, dass ich ein Halbblut bin. Während der Ausbildung wurden wir zusammengewürfelt, egal woher du kommst oder was du bist. Egal ob Mann oder Frau. Wir wohnten zusammen, haben zusammen gegessen und zusammengearbeitet. Probleme untereinander haben wir für uns geklärt. Außer es ging nicht anders, dann haben wir uns an einen Vorgesetzten gewendet und zusammen beschlossen, wie wir den ganzen Streit beilegen. Ich hatte Ärger mit Jeesa. Einer jungen Frau aus einen der adligen Häuser. Es ging so weit, dass wir uns in einem Ring zu einem Faustkampf gegenüberstanden. Das Ende von dem Lied war, dass wir danach unsere Streitigkeiten beigelegt haben und zusammen bei den Blue Dragons weiter dienten.

 

Wir beendeten zusammen unsere Ausbildung und wurden dann auf unterschiedliche Schiffe der Navy versetzt, wo wir dienten. Ich fuhr zur See und lernte die See lieben. Hier fühlte ich mich wohl und frei. Doch ich kam erst rund 17 Monate nach dem Ende der Ausbildung wirklich bei den Blue Dragons an. Wir hatten einen Auftrag zusammen mit den Purple Dragons. Es war in der Nähe der Skelettküste und wir hatten den Auftrag die Festung einer Piratenbande einzunehmen. Doch irgendwas ist schiefgelaufen. Wir sind in ein Hinterhalt geraten. Warum? Keine Ahnung, das war mir in dem Moment egal. Auf jeden Fall waren wir zu wenige und wir wurden aufgerieben. Der Befehl zum Rückzug kam fast zu spät. Wir konnten uns zurückziehen, aber irgendwie wurde ich von Rest der Truppe getrennt. Dort fand ich Jeesa wieder und ein Purple Dragon. Beide verletzt. Doch wenn ich eines gelernt habe, ist, dass wir niemanden der unseren zurücklassen. Ich fing an zu handeln und mit den Dingen, die ich hatte, schaffte ich es beide zurück zu unseren Schiffen gebracht. Das hat mir den Respekt der restlichen Truppe eingebracht. Die restlichen Jahre waren unspektakulär. Die Bande wurde den Erdboden gleich gemacht. Wir haben Piraten gejagt und in den Kriegen haben wir Seite an Seite mit den Purple Dragons gekämpft. Doch nach über 20 Jahre im Dienst wurde ich nun als Corporal ehrenhaft entlassen. Ich habe noch Probleme mich bei den Zivilisten zu integrieren, aber das Meer ruft mich und Tempus will, dass ich dort hin gehe. Für die Ehre. Für Cormyr.“

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