aus dem Reisetagebuch von Javier duBois
5 Tage seit dem letzten Eintrag

Meine Träume sind seit dem Tod der Nymphe nicht ruhiger geworden. Auch nicht mit der Rettung Valeryas. Ich sehe es jede Nacht vor mir, das Meer selbst streckt eine Hand aus und pflückt diese verdorbene Insel wie eine überreife Frucht.

Was immer Valerya in Gefangenschaft der Sembier wiederfahren ist, sie spricht nicht darüber. Ich wünschte ich könnte etwas für sie tun, könnte ihr helfen wie sie mir geholfen. Sie und Opal und Aurora.

Ich verstehe den menschlichen Körper ausreichend, um die meisten Gebrechen zu heilen, auf magische oder mundane Weise. Aber selbst mit den Kräften, die seit meiner eigenen Gefangenschaft erwacht sind, kann ich nichts tun um ihr zu helfen. Sie ist auf dem ersten Schiff nach Cormyr wieder abgereist, ohne ein Wort zu sagen. Ich hoffe, sie wird Frieden finden.

Auch Opal und Aurora haben mich verlassen. Im Gegensatz zu Valerya mache ich mir um sie keine Sorgen, sie sind beide scharfsinnig und stark und ich beneide, wie fest sie sich ihrer Selbst und ihren Rollen in der Welt bewusst sind. Ich wünschte ich hätte es ihnen sagen können, bevor wir uns getrennt haben.

Ich versuche mich auf die Aufgabe vor mir zu konzentrieren, aber es ist schwer. Die Insel wieder ins Gleichgewicht zu bringen, bedarf eines mächtigeren Wesens als mir. Ein Funken von reiner Natur, mit einem Körper und einem Willen. Eine neue Nymphe, um den Platz derer die ich ermordet habe die verloren wurde einzunehmen.

Yvess‘ Karte zeigt mir einen klaren Pfad, um eine zu finden, aber allein erreiche ich sie nicht.

14 Tage seit dem letzten Eintrag

Als ich heute meine täglichen Opfergabe an die Königin und ihre Geschöpfe entrichtet habe, habe ich dabei scheinbar Aufmerksamkeit auf mich gezogen. Drei reisende Abenteurer, ihrer Gewandung nach zu urteilen: Eine Elfe und zwei Drachenwesen. Ich frage mich, wie weit der Stammbaum des Drachengeschlechts verläuft, ich habe nun drei Drachen getroffen, und keine davon sieht den andren auch nur annähernd ähnlich. Vielleicht ist es wie mit Kaulquappen und Fröschen, oder Larven und Schmetterlingen. Ein faszinierender Gedanke, dass aus Vona einmal so etwas wie Old Chompy werden könnte.

Ihre Namen sind Raudka – die Elfe – Musashi – die ältere der beiden Drachen – und Vona – ein bezauberndes Wesen in jedem Sinne des Wortes.

Ich habe mich so vage gehalten, wie es ihre Fragen zuließen, aber alle drei sind sehr aufmerksam und scharfsinnig. Wenn wir gemeinsam reisen wird es schwer werden, Geheimnisse vor ihnen zu wahren.

Ich habe erneut versucht Cheng zu überreden, mich zur Feenkreuzung zu begleiten. Er hat versucht mich für seine Freibeuterfahrt zu rekrutieren. Es war die selbe Diskussion, die wir schon vor drei Wochen hatten. Ich war schon dabei aufzugeben, als ich unerwartet Unterstützung von den Neuankömmlingen bekommen habe. Raudka, Musashi und Vona wollen ebenfalls in die Feenwildnis übertreten und diese unerwartete Unterstützung scheint jetzt auch Cheng überzeugt zu haben. Er hat sogar angeboten, ein Artefakt für die Reise zu verwenden – ich weiß nicht wie es dieser Pirat schafft ständig mächtige, gefährliche Gegenstände aufzusammeln die er kaum versteht. Raudka hat ihn davon abgehalten, die Flasche – scheinbar ein Gefängnis für einen mächtigen Feengeist – zu verwenden bevor ein Unglück geschehen ist.

So sieht also der Plan aus. Wir stoßen ins Herz der Insel vor, wo die Feenkreuzung liegt, überqueren sie, gehen dort auseinander und ich kehre – hoffentlich – mit einer Nymphe zurück, die sich besser um Prespur kümmern kann als ich es alleine könnte. Und ich werde im Dienst der Nymphe bleiben, bis das Gleichgewicht wieder hergestellt ist.

Aber zunächst liegt eine sehr viel direktere Herausforderung vor uns. Die Feenkreuzung liegt im Herz der Ruinenstadt, wo die ursprünglichen Siedler immer noch ihre Wacht halten. Die Giftbräute und ihre nicht minder tödlichen Ehegatten.

Yuan-ti.

heute Nacht ist mir Yvess wieder im Traum erschienen. Wir waren in L’leones, am Strand, wo wir uns das erste Mal geküsst haben. Ich habe ihm gesagt, wie Leid es mir tut, wie sehr ich ihn vermisse, wie sehr ich wünschte, ich wäre an seiner Stelle gestorben.

Ich habe versucht ihn zu küssen, aber er hat mich aufgehalten, hat mich nur angelächelt und mich getröstet. Er hat etwas zu mir gesagt, aber seit ich erwacht bin kann ich mich nicht mehr an die Worte erinnern.

É̴̠͕̟͘͝s̴̢͎̾͒ i̸̻͓͙͌̈́̚s̵͕͓̟͑̚͝t̸͉̺͙̽̓͠ n̴͍͙̺̔́͝i̵͙̝̞͐̓͠c̵̦̘͔̒͛͝h̵̢̦̙͐̈́͠t̴̟͖͖̒͑͠ t̵͍̞͌̈́͌o̵̟̘̪̓͊͝t̴̻̫̼͛̿̽ w̴͉͕̼̔͒̔ä̸͙͙́̒͝s̴̼͔͌́͝ e̴̡̻͙̒̀́ẁ̸͓̦̈́͒i̴̺̫͙͘͝g̴͚͇͇̽̀ l̵̢̞̿̈́̓i̸͕͚̞̾͘͘ë̸̞͔̼́̈́̔g̵͍͙̙̐͒̒t̸͕͕͇̐͐
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